Text zu "Bibellehre - Die Jahre der Könige von Juda"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=QozhWB93dUM
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In diesem Video
wollen wir uns mit vielerlei Dingen befassen, die die Juden getan und
erlebt haben nach der Teilung des Volkes Israel. Es ist wichtig zu
wissen, dass das Volk Israel allgemein als ein Volk angesehen wird,
das aus 12 Stämmen besteht. Und alle zwölf Stämme von Israel waren
ein einziges Volk, bis zu der Zeit, als der König Salomo starb. Denn
der Nachfolger von Salomo war ein sehr unbarmherziger Mann, und er
wollte zwar über ganz Israel regieren, aber viele Menschen aus dem
Volk wollten ihn nicht annehmen und spalteten sich vom Volk ab, um
ein eigenes Volk zu sein. Und was genau dieses abgespaltene Israel
erlebt hat, damit haben wir uns schon in einem anderen Video
beschäftigt.
Heute aber werden
wir nachvollziehen, wie es mit denen weiter ging, die dem
unbarmherzigen König treu blieben und seine Herrschaft schweren
Herzens anerkannten. Die jenigen, die ihn anerkannten, waren zu einem
sehr großen Teil von dem Israelischen Stamm Juda, deshalb nennt man
sie Juden. Und wenn wir die Geschichte der Juden nachvollziehen
wollen, haben wir dazu entweder das erste und zweite Buch der Könige,
oder das zweite Buch der Chronik. Im zweiten Buch der Chronik geht es
durchgängig um Juda, aber im ersten und zweiten Buch der Könige
wird die Geschichte beider Völker erzählt, also einmal die der
Juden und nebenbei auch die der abgespaltenen Israeliten.
Aufgrund dessen
werden wir heute sehr viel aus dem zweiten Buch der Chronik lesen, wo
sich besonders auf Juda konzentriert wird, aber wir werden auch
einige Texte aus den Büchern der Könige ergänzend hinzunehmen, um
einen möglichst komplexen Eindruck von den geschehenen Dingen zu
erhalten.
Der König von Juda,
der von den meisten anderen Israelischen Stämmen abgelehnt wurde,
hieß Rehabeam. Und als die vielen Israeliten davon gelaufen waren,
da wollte Rehabeam ein Kriegsheer aufstellen und sie mit Gewalt
zurückholen. Aber Gott ließ durch einen echten Prophet ausrichten,
dass ein derartiger Krieg nicht stattfinden darf, weil es Gott
wohlgefällt, dass der Nachkomme von Salomo, also Rehabeam, nicht
über das gesamte Israel herrschen kann. Und erstaunlicher-weise
nahmen die Menschen das ernst, die dem König Rehabeam treu waren,
und sie hielten sich zurück. Danach begann der König Rehabeam,
Städte auszubauen und Vorräte anzulegen. Wir lesen uns passend dazu
auch mal die Worte durch, die geschrieben stehen im zweiten Buch der
Chronik in Kapitel 11, Vers 11 bis 16:
Und er verstärkte
die festen Städte und verteilte Befehlshaber auf sie und Vorräte an
Nahrung, Öl und Wein,
und er brachte in
alle Städte Schilde und Speere und machte sie sehr fest. So gehörten
Juda und Benjamin ihm.
Auch die Priester
und Leviten aus ganz Israel und aus allen ihren Gebieten stellten
sich bei ihm ein.
Denn die Leviten
verließen ihre Bezirke und ihr Besitztum und kamen nach Juda und
Jerusalem. Jerobeam und seine Söhne hatten sie nämlich aus dem
Priesterdienst für den HERRN verstoßen;
er hatte aber für
sich selbst Priester eingesetzt für die Höhen und für die Böcke
und Kälber, welche er machen ließ.
Jenen Leviten aber
folgten aus allen Stämmen Israels die, denen es am Herzen lag, den
HERRN, den Gott Israels zu suchen. Diese kamen nach Jerusalem, um dem
HERRN, dem Gott ihrer Väter zu opfern.
Hierbei bemerkt man
bereits einen Unterschied zwischen zwei Königen, denn es gab den
König Rehabeam und den König Jerobeam. Jerobeam war der König, der
von den abgespaltenen Israeliten eingesetzt wurde, und sie dienten
ihm. Aber Jerobeam war nicht gottesfürchtig, sondern er machte
Statuen von goldenen Kälbern und befahl den abgefallenen Israeliten,
diese Statuen anzubeten. Und im Gesetz von Moses steht auch
geschrieben, dass nur die Israeliten aus dem Stamm Levi die
Gottesdienste verrichten sollen, und die Nachkommen Aarons sind ihre
Oberhäupter. Aber Jerobeam wollte das nicht einhalten, sondern
machte einfach jeden daher gelaufenen Freiwilligen zum Priester.
Und aufgrund dessen
musste nun jeder Mensch in Israel eine Entscheidung treffen. Würde
man gottesfürchtig leben wollen, hätte man keine andere Wahl, als
wieder zurück nach Juda zu gehen, zu dem unbarmherzigen König
Rehabeam. Und wenn einem Gott egal war und man mit Gott nichts zu tun
haben wollte, so musste man bei Jerobeam bleiben, der den Leuten
Götzendienst befohlen hatte.
Und wir merken an
dem Text, dass es schon eine gewisse Anzahl Menschen gab, die zum
König Rehabeam gingen um Gottes willen und sich somit bewusst gegen
Jerobeam entschieden hatten. Wenn Jerobeam keine Götzenbilder
erschaffen und keinen Götzen-dienst befohlen hätte, dann hätte er
wahrscheinlich all diese Leute auf seiner Seite behalten, die ihn nun
deshalb verließen. Aber das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls waren die
Leute, die sich mit dem unbarmherzigen König Rehabeam zufrieden
gaben, einige Jahre lang gottesfürchtig, aber danach wurden sie von
der Lust ihres eigenen Herzens auch von Gott weggerissen, sodass die
Juden begannen, gotteslästerlich zu handeln, wie es auch das
abgespaltene Israel getan hatte und immernoch tat.
Diesbezüglich lesen
wir Folgendes im ersten Buch der Könige in Kapitel 14, Vers 21 bis
24:
Rehabeam aber, der
Sohn Salomos, regierte in Juda. Rehabeam war 41 Jahre alt, als er
König wurde, und er regierte 17 Jahre lang in Jerusalem, in der
Stadt, die der HERR aus allen Stämmen Israels erwählt hatte, um
seinen Namen dort wohnen zu lassen. Und der Name seiner Mutter war
Naama, eine Ammoniterin.
Und Juda tat, was
böse war in den Augen des HERRN, und sie reizten ihn zur Eifersucht
durch ihre Sünden, die sie begingen, mehr als alles, was ihre Väter
getan hatten.
Denn sie bauten auch
Höhen und Gedenksteine und Aschera-Standbilder auf allen hohen
Hügeln und unter allen grünen Bäumen.
Und es gab auch
Tempelhurer im Land; die taten es allen Gräueln der Heidenvölker
gleich, die der HERR vor den Kindern Israels vertrieben hatte.
Offensichtlich
hatten diese Menschen, die extra wegen Gott einen unbarmherzigen
König geduldet hatten, trotzdem keine dauerhafte Gottesfurcht in
ihren Herzen. Stattdessen hatten sie ein geteiltes Herz und dienten
nicht nur ihrem Gott allein, sondern beteten gleichzeitig Götzen an
und trieben widerliche Unzucht, obwohl Gott sowas verbietet. Und als
dann der König von Ägypten aggressiv wurde, da ließ Gott die Juden
im Stich, weil sie ihn zuerst im Stich gelassen hatten. Einen Teil
der Erzählung über diese Zustände werden wir als nächstes
betrachten. Es steht geschrieben im zweiten Buch der Chronik, Kapitel
12, Vers 2 bis 8:
Im fünften Jahr der
Regierung des Königs Rehabeam geschah es aber, dass Sisak, der König
von Ägypten, gegen Jerusalem heraufzog – denn sie hatten sich am
HERRN versündigt,
mit 1200 Streitwagen
und 60000 Reitern; und das Volk war nicht zu zählen, das mit ihm aus
Ägypten kam: Lubier, Suchiter und Kuschiter.
Und er eroberte die
festen Städte, die in Juda waren, und kam bis nach Jerusalem.
Da kam Schemaja, der
Prophet, zu Rehabeam und zu den Obersten von Juda, die sich vor Sisak
nach Jerusalem zurückgezogen hatten, und sprach zu ihnen: So spricht
der HERR: Ihr habt mich verlassen; darum habe auch ich euch verlassen
und in die Hand Sisaks gegeben!
Da demütigten sich
die Obersten Israels mit dem König und sprachen: Der HERR ist
gerecht!
Als aber der HERR
sah, dass sie sich demütigten, da erging das Wort des HERRN an
Schemaja folgendermaßen: Sie haben sich gedemütigt, darum will ich
sie nicht verderben, sondern ich will ihnen ein wenig Rettung
verschaffen, sodass mein Zorn durch die Hand Sisaks nicht auf
Jerusalem ausgegossen wird.
Doch sollen sie ihm
untertan sein, damit sie erfahren, was es bedeutet, mir zu dienen,
oder den Königreichen der Länder zu dienen!
Das Land Juda,
welches vom König Rehabeam regiert wurde, hatte also schon viele
Verluste erlitten in diesen Tagen, aber weil die Obersten der Juden
nach der Verkündigung des Propheten wenigstens ein bisschen Demut
hatten, wollte Gott die Hauptstadt Jerusalem verschonen. Er bewahrte
sie jedoch nicht davor, von Ägypten eine Zeit lang geknechtet zu
werden. Interessant ist auch die Bemerkung von Gott aus dem Vers 8.
Sie sollen den Unterschied erkennen, wie es sich anfühlt, Knechte
Gottes oder Knechte der Menschen zu sein. Denn der Gott Israels hat
an Liebe Wohlgefallen, und er erbarmt sich über seine Kinder, die
Herrscher der Menschen aber sind immer darauf aus, sich selbst groß
aufzuspielen und andere zu unterdrücken oder auszubeuten.
Davon abgesehen
haben wir vorhin gelesen, dass der König Rehabeam 17 Jahre regierte,
und danach wurde sein Sohn König, der hieß Abija. Und dieser
stellte ein Kriegsheer auf, um gegen die abgefallenen Israeliten zu
kämpfen. Und das Israelische Heer war doppelt so zahlreich wie das
Heer der Juden, aber Gott gab trotzdem den Juden den Sieg.
Der König Abija
regierte jedoch nur 3 Jahre über die Juden, und danach wurde ein
Mann namens Asa König, welcher 41 Jahre regierte. Dieser König übte
sich in Gottesfurcht und Gesetzes-treue, und unter ihm hatten die
Juden eine längere Friedenszeit. Folgendes lesen wir darüber im
zweiten Buch der Chronik in Kapitel 14, Vers 1 bis 5:
Und Asa tat, was gut
und recht war vor dem HERRN, seinem Gott.
Denn er entfernte
die fremden Altäre und die Höhen und zerbrach die Gedenksteine und
hieb die Aschera-Standbilder um;
und er gebot Juda,
den HERRN, den Gott ihrer Väter, zu suchen und nach dem Gesetz und
Gebot zu handeln.
Er entfernte auch
aus allen Städten Judas die Höhen und die Sonnensäulen; und das
Königreich hatte Ruhe unter ihm.
Und er baute feste
Städte in Juda, weil in jenen Jahren das Land Ruhe hatte und kein
Krieg gegen ihn geführt wurde; denn der HERR gab ihm Ruhe.
An diesem Bericht
können wir sehen, dass König Asa gut für das Volk war und sich in
mehreren Hinsichten vorbildlich verhielt. Es geschah aber einmal,
dass die sogenannten Kuschiter gegen die Juden zum Kampf anrückten.
Und Asa hatte ein Heer von 580.000 Kriegern, die Kuschiten aber
hatten über eine Millionen Streitkräfte.
Da wandte sich Asa
an Gott. Diesbezüglich lesen wir Folgendes in den Versen 10 und 11:
Und Asa rief den
HERRN, seinen Gott, an und sprach: HERR, bei dir ist kein
Unterschied, zu helfen wo viel oder wo keine Kraft ist. Hilf uns,
HERR unser Gott, denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen
sind wir gegen diesen Haufen gezogen! Du, HERR, bist unser Gott! Vor
dir behält der Sterbliche keine Kraft!
Da schlug der HERR
die Kuschiter vor Asa und vor Juda, sodass die Kuschiter flohen.
An dieser Erzählung
merkt man, dass sich der gerechte Wandel und das Vertrauen auf Gott
gewissermaßen ausgezahlt haben. Asa hatte zu Gott gebetet, wurde
erhört und von seinen Feinden gerettet.
Es kam auch ein
echter Prophet Gottes zu König Asa, um ihn zu einem dauerhaften
Wandel in Gottesfurcht zu ermutigen. In Kapitel 15 lesen wir darüber
die folgenden Worte in den Versen 1 bis 8:
Und der Geist Gottes
kam auf Asarja, den Sohn Odeds;
und er ging hinaus,
Asa entgegen, und sprach zu ihm: »Hört mir zu, Asa, und ganz Juda
und Benjamin! Der HERR ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid; und wenn
ihr ihn sucht, so wird er sich von euch finden lassen; wenn ihr ihn
aber verlasst, so wird er euch auch verlassen!
Israel war lange
Zeit ohne den wahren Gott und ohne einen Priester, der lehrt, und
ohne Gesetz.
Als es aber in
seiner Not zu dem HERRN, dem Gott Israels umkehrte und ihn suchte, da
ließ er sich von ihnen finden.
Und in jenen Zeiten
hatten die, welche aus- und eingingen, keinen Frieden, sondern es
kamen große Schrecken über alle Bewohner der Länder.
Und ein Volk stieß
mit dem anderen zusammen und eine Stadt mit der anderen; denn Gott
erschreckte sie durch allerlei Drangsal.
Ihr aber, seid stark
und lasst eure Hände nicht sinken; denn euer Werk hat seinen Lohn!«
Als nun Asa diese
Worte und die Weissagung des Propheten Oded hörte, fasste er Mut,
und er schaffte die Gräuel hinweg aus dem ganzen Land Juda und
Benjamin und aus den Städten, die er auf dem Bergland von Ephraim
erobert hatte, und er erneuerte den Altar des HERRN, der vor der
Halle des HERRN stand.
An diesem Text
erkennt man, dass die Ermutigung Gutes bewirkt hat und König Asa
desto motivierter war. Um das Video nicht übertrieben in die Länge
zu ziehen, werden wir nicht den ganzen Rest des Kapitels lesen, aber
die Verse 16 bis 19 finde ich noch sehr erwähnenswert. Dort steht:
Auch setzte der
König Asa seine Mutter Maacha ab, dass sie nicht mehr Gebieterin
war, weil sie der Aschera ein Götzenbild gemacht hatte. Und Asa hieb
das Götzenbild um und zermalmte es und verbrannte es im Tal Kidron.
Aber die Höhen
kamen nicht weg aus Israel; doch war das Herz Asas ungeteilt sein
Leben lang.
Und er brachte das,
was sein Vater geheiligt und was er selbst geheiligt hatte, in das
Haus Gottes, nämlich Silber, Gold und Geräte.
Und es gab keinen
Krieg bis zum fünfunddreißigsten Jahr der Regierung Asas.
An dieser Erzählung
merken wir nicht nur, dass der Frieden zur Zeit des Königs Asa für
die Juden sehr groß war, sondern wir haben auch erfahren, dass König
Asa sogar seine eigene Mutter verjagte, weil sie nicht Gott liebte,
sondern ein Götzenbild aufgerichtet hatte, und der König Asa
zerstörte das Götzenbild seiner Mutter. Das war genau die richtige
Entscheidung, denn wenn die Eltern gegen Gott sündigen, dann haben
sie auch keine Ehre mehr, und dann kann man ihnen auch als Sohn oder
Tochter keine Ehre mehr geben.
Jedenfalls bekam
nach der vergleichsweise langen Friedenszeit der König Asa Probleme
mit dem abgespaltenen Israel, aber er heuerte den König der Aramäer
an, um Hilfe zu erhalten. Darüber ärgerte Gott sich, dass plötzlich
der König Asa nicht mehr auf Gott vertraute, sondern Hilfe bei einem
Mensch suchte. Und seit diesem Tag ging es bei König Asa mit der
Liebe zu Gott langsam bergab, wie es scheint, denn wir lesen im
zweiten Buch der Chronik in Kapitel 16, Vers 1 bis 10:
Im
sechsunddreißigsten Jahr der Regierung Asas zog Baesa, der König
von Israel, herauf gegen Juda, und er baute Rama zur festen Stadt
aus, um Asa, dem König von Juda, keinen Ausgang und Eingang mehr zu
lassen.
Da nahm Asa aus dem
Schatz im Haus des HERRN und im Haus des Königs Silber und Gold und
sandte zu Benhadad, dem König von Aram, der in Damaskus wohnte, und
ließ ihm sagen:
Es besteht ein Bund
zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem Vater; siehe,
ich sende dir Silber und Gold; geh hin, brich deinen Bund mit Baesa,
dem König von Israel, damit er von mir abzieht!
Und Benhadad hörte
auf den König Asa und sandte seine Heerführer gegen die Städte
Israels; die schlugen Ijon, Dan, Abel-Majim und alle Vorratsplätze
der Städte in Naphtali.
Als Baesa dies
hörte, ließ er davon ab, Rama zu bauen, und stellte seine Arbeit
ein.
Da holte der König
Asa ganz Juda herbei, und sie trugen die Steine und das Holz, womit
Baesa gebaut hatte, von Rama weg, und er baute damit Geba und Mizpa
zur festen Stadt aus.
Aber zu jener Zeit
kam Hanani, der Seher, zu Asa, dem König von Juda, und sprach zu
ihm: Weil du dich auf den König von Aram verlassen hast und hast
dich nicht auf den HERRN deinen Gott verlassen, darum ist das Heer
des Königs von Aram deiner Hand entkommen!
Waren nicht die
Kuschiter und Lubier ein gewaltiges Heer mit sehr vielen Streitwagen
und Reitern? Dennoch gab sie der HERR in deine Hand, als du dich auf
ihn verlassen hattest.
Denn die Augen des
HERRN durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an
denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. Du hast hierin
töricht gehandelt; darum wirst du von nun an Krieg haben!
Aber Asa wurde
zornig über den Seher und warf ihn ins Gefängnis; denn er zürnte
ihm deswegen. Asa unterdrückte auch etliche von dem Volk zu jener
Zeit.
An diesen
Erzählungen erkennen wir, dass Asa trotz seines langjährigen guten
Wandels in seinem hohen Alter doch noch übermütig wurde und Gott
nicht mehr verehrte, wie es sich gehört. Es steht auch eine andere
Erzählung über Asa in diesem Kapitel, denn wir lesen in den Versen
12 und 13:
Und Asa wurde krank
an seinen Füßen im neununddreißigsten Jahr seines Königreichs,
und seine Krankheit war sehr schwer; doch suchte er auch in seiner
Krankheit nicht den HERRN, sondern die Ärzte.
So legte sich Asa zu
seinen Vätern und starb im einundvierzigsten Jahr seiner Regierung.
König Asa wurde
also krank, aber suchte auch diesmal nicht Hilfe bei Gott, sondern
war so töricht, auf Ärzte zu vertrauen.
Der Nachfolger von
König Asa war sein Sohn namens Josaphat. Über diesen steht
folgender Bericht im ersten Buch der Könige in Kapitel 22, Vers 42
bis 45:
Und Josaphat war 35
Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 25 Jahre lang in
Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Asuba, eine Tochter Silhis.
Und er wandelte in
allen Wegen seines Vaters Asa und wich nicht davon, indem er tat, was
recht war in den Augen des HERRN.
Doch kamen die Höhen
nicht weg; denn das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.
Und Josaphat schloss
Frieden mit dem König von Israel.
Diese Sache mit den
Höhen,die nicht weg kamen, hat wohl damit zu tun, dass die Menschen
sich eigene Orte auserwählt haben, die Gott gar nicht befohlen
hatte, um dort ihre Gaben für Gott zu opfern. Gott hat keinerlei
Wohlgefallen an Gaben, die an einem Ort dargebracht werden, welchen
er gar nicht selbst befohlen hat.
Darüber hinaus
wandelte aber Josaphat gottesfürchtig, weil er sich ein Beispiel an
dem anfänglichen Verhalten seines Vaters Asa nahm. Er sandte sogar
Lehrer und Leviten in die Städte von Juda, um alle über Gottes
Gebote zu belehren, die damit nicht vertraut waren. Und Josaphat
wurde sehr mächtig, denn er baute viel und es wagte kaum jemand,
gegen ihn zu kämpfen, weil Gott mit ihm war. Er kämpfte zuerst auch
einige Zeit erfolgreich gegen das abgefallene Israel, schloss dann
aber Frieden mit deren König. So lange es nur ein einfacher
Friedensvertrag war, hatte vermutlich Gott auch kein Problem damit.
Aber ein Bündnis mit dem Volk wäre schlecht, denn das abgespaltene
Israel handelte ohne Unterlass auf übelste Weise gegen Gott.
Und an genau dieser
Stelle gingen die Probleme los, denn Josaphat schloss ein Bündnis
mit Ahab, einem extremst gotteslästerlichen König, der über das
abgespaltene Israel regierte.
Es ist klar, dass
Gott das nicht kommentarlos hinnehmen konnte, darum wurde ein echter
Prophet zu Josaphat gesandt. Folgendes lesen wir darüber im zweiten
Buch der Chronik in Kapitel 19, Vers 1 bis 3:
Aber Josaphat, der
König von Juda, kehrte in Frieden heim nach Jerusalem.
Und Jehu, der Sohn
Hananis, der Seher, ging hinaus, ihm entgegen, und sprach zum König
Josaphat: »Solltest du so dem Gottlosen helfen und die lieben,
welche den HERRN hassen? Deswegen ist Zorn auf dir vonseiten des
HERRN!
Dennoch ist etwas
Gutes an dir gefunden worden, weil du die Aschera-Standbilder aus dem
Land ausgerottet und dein Herz darauf gerichtet hast, Gott zu
suchen.«
Wie genau Josaphat
über diesen Tadel dachte, geht nicht aus der Bibel hervor. Aber er
verbrachte die danach folgende Zeit immernoch damit, sein eigenes
Volk zur Gottesfurcht zu ermahnen in jeder Hinsicht, also hielt er
offensichtlich immernoch an Gott fest.
Und es geschah
danach, dass mehrere Könige zusammen ihre Armeen aussandten, um
Josaphat und die Juden zu besiegen, aber Gott half ihnen und sie
mussten nichts weiter tun, als für Gott Loblieder zu singen, sodass
Gott für die Juden kämpfte und sie rettete.
Diese ganze
Geschichte haben wir uns schon in einem anderen Video angeschaut, das
relativ zeitig auf diesem Kanal erschienen ist. Deswegen werden wir
es jetzt nicht nochmal lesen, aber ich habe euch den Link zum
besagten Video in die Textbox gepackt.
Der König Josaphat
verbündete sich aber auch mit dem Nachfolger von Ahab, und sie
wollten eine gemeinsame Schiffsflotte bauen, aber Gott war verärgert
darüber, da Josaphat zum wiederholten Mal ein Bündnis mit einem
gotteslästerlichen König geschlossen hatte, und Gott ließ die
Schiffe kaputtgehen.
Ganz allgemein war
es keine sonderlich gute Idee, sich ständig mit den
gotteslästerlichen Königen Israels zu verbünden. Denn dieser
Zustand ist möglicherweise die Ursache dafür, dass der Nachfolger
von Josaphat, also König Joram, der nach ihm über die Juden
regierte, selbst ebenfalls gotteslästerlich handelte. Joram zwang
die Juden zu Götzendiensten, und er ermordete seine eigenen Brüder,
als er König war.
Wie Gott reagierte,
lesen wir im zweiten Buch der Chronik in Kapitel 21, Vers 12 bis 20:
Es kam aber ein
Schreiben zu ihm von dem Propheten Elia; das lautete folgendermaßen:
»So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Weil du nicht in
den Wegen deines Vaters Josaphat gewandelt bist, noch in den Wegen
Asas, des Königs von Juda,
sondern in dem Weg
der Könige von Israel, und weil du Juda und die Bewohner Jerusalems
zur Hurerei verführst, gleichwie das Haus Ahabs Hurerei einführte,
und hast dazu deine Brüder aus dem Haus deines Vaters ermordet, die
besser waren als du;
siehe, deshalb wird
der HERR eine schwere Plage über dein Volk verhängen, auch über
deine Kinder, deine Frauen und alle deine Habe.
Du aber wirst viel
zu leiden haben an einer Krankheit in deinen Eingeweiden, bis deine
Eingeweide nach langer Zeit infolge dieser Krankheit herraustreten
werden!«
Und der HERR
erweckte gegen Joram den Geist der Philister und Araber, die neben
den Kuschitern wohnen;
und sie zogen herauf
gegen Juda und brachen ein und führten allen Besitz hinweg, der im
Haus des Königs vorhanden war; dazu seine Söhne und seine Frauen,
sodass ihm kein Sohn übrig blieb, außer Joahas, seinem jüngsten
Sohn.
Und nach alledem
schlug ihn der HERR in seinen Eingeweiden mit einer unheilbaren
Krankheit.
Und nach langer
Zeit, und zwar am Ende von zwei Jahren, traten seine Eingeweide
infolge seiner Krankheit heraus, und er starb unter schlimmen
Schmerzen. Und sein Volk machte kein Feuer ihm zu Ehren, wie man es
für seine Väter getan hatte.
Mit 32 Jahren war er
König geworden, und er regierte 8 Jahre lang in Jerusalem. Und er
ging dahin, ohne bedauert zu werden, und man begrub ihn in der Stadt
Davids, aber nicht in den Gräbern der Könige.
Da nun also die
Sache mit dem König Joram beendet war, wurde ein anderer Mann König
über die Juden. Der neue König hieß Ahasja und war ebenfalls ein
schändlicher Götzendiener. Und Gott hatte einen Mann namens Jehu,
der im abgespaltenen Israel lebte, zum König erhoben, und Jehu
tötete sowohl den gotteslästerlichen König Israels als auch den
König Ahasja, der über die Juden regierte.
Und danach erhob
sich die Mutter von Ahasja, und sie sorgte dafür, dass alle Menschen
getötet wurden, die für den Königsthron in Frage kamen. Ihr Name
war Athalja, und sie machte sich selbst zur Königin und ließ ein
Haus zur Götzenanbetung bauen, um einem Götze namens Baal zu
dienen. Und sie stahl die Wertgegenstände aus dem Haus Gottes in
Jerusalem und legte sie in den Tempel des Baal.
Aber es war einer
der Thronerben, der nur ein Knabe war, heimlich vor Athalja versteckt
worden. Und als er gerade so alt genug war, um halbwegs zu urteilen,
da versammelten sich verschiedene Männer und setzen sich das Ziel,
die gottlose Herrschaft von Athalja zu beenden und stattdessen den
rechtmäßigen Thronerbe herrschen zu lassen. Und es gelang ihnen,
und als Athalja tot war, gingen die Juden zu dem Tempel des Baal, und
sie zerstörten den Tempel und die Statuen und töteten den dortigen
Priester.
Und der rechtmäßige
Thronerbe namens Joas, der gerade mal sieben Jahre alt war, als er
auf den Thron gesetzt wurde, regierte insgesamt 40 Jahre. Er
versuchte, die Leute wieder an das Gesetz von Moses zu gewöhnen,
damit es eingehalten wird, und er ließ an dem heruntergekommenen
Haus Gottes in Jerusalem Ausbesserungen vornehmen. Dabei war er von
einem Priester angeleitet, der Jojada hieß,und dieser Priester war
ein sehr aufrichtiger Mann.
Als aber dieser
Priester im Alter von 130 Jahren starb, da wurde das Herz von König
Joas untreu, und er stellte Götzenstatuen auf, um auch andere
angebliche Gottheiten zu verehren. Darüber liest man Folgendes im
zweiten Buch der Chronik in Kapitel 24, Vers 18 bis 21:
Und sie verließen
das Haus des HERRN, des Gottes ihrer Väter, und dienten den
Aschera-Standbildern und Götzenbildern. Da kam ein Zorngericht über
Juda und Jerusalem um dieser ihrer Schuld willen.
Er sandte aber
Propheten zu ihnen, um sie zum HERRN zurückzubringen; und diese
ermahnten sie ernstlich, aber sie hörten nicht darauf.
Da kam der Geist
Gottes über Sacharja, den Sohn Jojadas, des Priesters, sodass er
gegen das Volk auftrat und zu ihnen sprach: So spricht Gott: Warum
übertretet ihr die Gebote des HERRN? Darum wird es euch nicht
gelingen; denn weil ihr den HERRN verlassen habt, wird er euch auch
verlassen!
Aber sie machten
eine Verschwörung gegen ihn und steinigten ihn auf Befehl des Königs
im Vorhof am Haus des HERRN.
Hier sieht man, wie
sich die Juden zu dieser Zeit immer schlimmer versündigten. Und
einige Zeit später kamen aramäische Streitkräfte, die deutlich in
der Unterzahl waren, und besiegten die Juden und töteten ihre
Obersten. Und sie raubten auch das ganze Land aus und brachten die
Beute nach Damaskus. Der König Joas aber wurde schwer verwundet
zurückgelassen, und als das Volk erkannte, dass wegen seinen
gottlosen Anweisungen dieses Unheil gekommen war, da schlugen sie ihn
tot.
Nachdem nun der
König Joas, der über die Juden regiert hatte, nicht mehr lebte,
wurde ein Mann namens Amazja König. Er war am Anfang relativ
gottesfürchtig. Amazja führte auch Krieg gegen die sogenannten
Edomiter, und es gelang ihm. Als er aber ihre Städte plünderte, da
ließ er auch ihre Götzenfiguren nach Jerusalem transportieren, um
sie dort anzubeten, und so wurde auch er ein Gotteslästerer. Wir
lesen über diesen törichten Akt von ihm Folgendes im zweiten Buch
der Chronik in Kapitel 25, Vers 14 bis 16:
Und es geschah, als
Amazja von der Schlacht gegen die Edomiter heimkehrte, da brachte er
die Götter der Söhne Seirs mit und stellte sie für sich als Götter
auf und betete vor ihnen an und räucherte ihnen.
Da entbrannte der
Zorn des HERRN gegen Amazja; und er sandte einen Propheten zu ihm,
der sprach zu ihm: Warum suchst du die Götter des Volkes, die ihr
Volk nicht aus deiner Hand errettet haben?
Als dieser aber so
zu ihm redete, sprach Amazja zu ihm: Hat man dich zum Ratgeber des
Königs gemacht? Hör auf; warum willst du geschlagen werden? Da
hörte der Prophet auf und sprach: Ich merke wohl, dass Gott
beschlossen hat, dich zu verderben, weil du dies getan und meinem Rat
nicht gehorcht hast!
An diesem Text
erkennt man, wie der König den Prophet Gottes verschmäht hat und
wie der Prophet erkannte, dass das Herz von Amazja schon zu sehr mit
Übermut angefüllt war, um gottesfürchtig zu sein.
Und Amazja begann,
Krieg gegen das abgespaltene Israel zu führen, ohne dass es in
diesen Tagen von Gott befohlen war. Und das Heer der Israeliten war
stärker als die Juden, und der König Amazja wurde gefangen
genommen, außerdem wurde Jerusalem ausgeplündert, besonders das
Gotteshaus. Wie lange Amazja gefangen war, wird nicht erwähnt, aber
man erfährt, dass es nach 15 Jahren eine Verschwörung gegen ihn gab
und er ermordet wurde.
Als nächstes wurde
ein 16jähriger Mensch König, der hieß Ussija. Dieser war lange
Zeit gottesfürchtig, und er baute eine mächtige Armee auf und
erlangte viel Ruhm im Krieg. Aber in seinem Alter wurde er sehr stolz
wegen des großen Ruhmes, den er sich erarbeitet hatte und weil Gott
ihm immer geholfen hatte. Deswegen ging er in den Tempel Gottes
hinein und leistete eigenhändig Priesterdienst, obwohl doch niemand
Priesterdienst leisten durfte als nur die Leviten und die Söhne
Aarons über ihnen. Und weil Ussija dadurch zeigte, dass er die
Bestimmungen Gottes aus dem Gesetz nicht wertachtete, ließ Gott ihn
aussätzig werden. Und seit dem Tag des Aussatzes musste Ussija für
sich bleiben, und sein Sohn namens Jotam musste als Stellvertreter
die Königsgeschäfte erledigen, bis sein Vater starb. Und danach
wurde Jotam selbst offiziell zum König gesalbt und führte eine
gottesfürchtige Regierung, aber im Volk der Juden wurde die
Gottesfurcht allgemein immer geringer. Und dieses Problem vergrößerte
sich, als die Herrschaft von Jotam beendet war und ein neuer König
über die Juden herrschte. Dieser hieß Ahas, und er fürchtete Gott
überhaupt nicht, sondern betrieb abscheuliche Götzenopferdienste.
Und seit den Tagen, als seine Herrschaft begonnen hatte, kam ein
Unheil nach dem anderen über die Juden, denn sie wurden von mehreren
Völkern nacheinander im Krieg geschlagen und beraubt.
Und als es dem König
Ahas zu viel wurde, wie oft er im Kampf besiegt wird, da nahm er die
Schätze aus dem Haus Gottes in Jerusalem, und er schickte sie als
Geschenke zu dem König in Assyrien, weil dieser damals enorm mächtig
war. Denn er wollte Hilfe erlangen von den König der Assyrer, aber
das hatte letztlich auch nicht so richtig geklappt.
Weil aber der König
der Assyrer so viel Gelingen hatte, meinte Ahas, es würde daran
liegen, dass dieser bestimmte Götzen anbetet. Und was er wegen
dieser Vermutung tat, darüber lesen wir Folgendes im zweiten Buch
der Chronik in Kapitel 28, Vers 22 bis 25:
Ja, zu der Zeit, als
er bedrängt wurde, versündigte er sich noch mehr gegen den HERRN,
der König Ahas!
Er opferte nämlich
den Göttern von Damaskus, die ihn geschlagen hatten, indem er
sprach: »Weil die Götter der Könige von Aram ihnen helfen, so will
ich ihnen opfern, damit sie mir auch helfen!« Aber sie dienten nur
dazu, ihn und ganz Israel zu Fall zu bringen.
Und Ahas nahm die
Geräte des Hauses Gottes weg, und er zerbrach die Geräte des Hauses
Gottes, und er verschloss die Türen am Haus des HERRN und machte
sich Altäre an allen Ecken von Jerusalem.
Und in jeder
einzelnen Stadt Judas machte er Höhen, um anderen Göttern zu
räuchern, und er reizte den HERRN, den Gott seiner Väter, zum Zorn.
An diesen Versen
merken wir, dass er den Götzen von Damaskus diente und wie er das
Gotteshaus von Jerusalem, das dem Gott Israels gehören sollte, zum
Spott machte, indem er es zu großen Teilen leer räumte, und er
baute darin auch Altäre für Götzen und füllte das ganze Land der
Juden mit Götzendienst.
Nachdem aber der
König Ahas gestorben war, wurde dessen Sohn König, und dieser hieß
Hiskia. Und Hiskia wollte in Gottesfurcht wandeln und alles
wiederherstellen, was sein Vater ruiniert hatte, darum lesen wir über
Hiskia Folgendes im zweiten Buch der Könige in Kapitel 18, Vers 1
bis 4:
Im dritten Jahr
Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, wurde Hiskia König,
der Sohn des Ahas, des Königs von Juda.
Mit 25 Jahren wurde
er König, und er regierte 29 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name
seiner Mutter war Abija, eine Tochter Sacharjas.
Und er tat, was
recht war in den Augen des HERRN, ganz wie es sein Vater David getan
hatte.
Er schaffte die
Höhen ab und zerbrach die Steinmale und hieb die Aschera-Standbilder
um und zertrümmerte die eherne Schlange, die Moses gemacht hatte;
denn bis zu dieser Zeit hatten die Kinder Israels ihr geräuchert,
und man nannte sie Nechuschtan.
Hierbei muss
besonders beachtet werden, dass es sich um das selbe eherne
Schlangenbild handelt, das Moses während der Wüstenwanderung von
Israel gemacht hatte. Dies hatte Moses getan, weil es ein Befehl
Gottes war. Denn das Volk Israel hatte sich sinnlos gegen Gott empört
und wurde lüsternd, anstatt sich in Demut und Enthaltsamkeit zu
üben, damit sie Gottesfurcht lernen. Und Gott war über ihr
verhalten zu dieser Zeit derart erzürnt, dass er giftige Schlangen
in das Lager der Israeliten kommen ließ, und von diesen Schlangen
wurden viele Leute getötet. Und da nun einige Israeliten mehr oder
weniger Reue empfanden und um Rettung baten, bekam Moses den Befehl,
ein Bildnis von einer Schlange anzufertigen, weil Gott darauf eine
Kraft legen wollte, die den Tod durch das Schlangengift verhindert.
Und jeder, der von einer Schlange gebissen war, aber das
Schlangenbild anschaut, der würde durch die darauf ruhende Kraft am
Leben bleiben. Das ist alles, was es mit dieser ehernen Schlange auf
sich hat. Niemals hatte Gott gesagt, dass irgendwer sie anbeten
sollte. Sie war einfach nur ein Rettungszeichen, auf das man seinen
Blick zu richten hatte, wenn man von einer Schlange gebissen war.
Aber angebetet werden sollte nur Gott allein.
Und was haben die
Juden in ihrer Torheit getan? Diese Verrückten haben allen ernstes
die eherne Schlange zur Gottheit erklärt und haben ihr Opfer
dargebracht und vor ihr angebetet, obwohl sie das in keinster Weise
tun sollten oder durften. Das ist wiedereinmal eine sehr peinliche
und idiotische Verhaltensweise der Menschen.
Nun hatte aber
Hiskia richtig gehandelt, indem er die eherne Schlange zerstörte,
denn sie hatte ihren Zweck sowieso schon seit Jahrhunderten erfüllt,
weil es keine giftigen Schlangen mehr in der Mitte Israels gab.
Eigentlich hätte das Bildnis von der ehernen Schlange schon viel
zeitiger zerstört werden solln.
Lasst uns aber mal
eine weitere Erzählung lesen, die auch den gottesfürchtigen Wandel
von Hiskia besser beschreibt! Im zweiten Buch der Chronik steht in
Kapitel 29, Vers 3 bis 11:
Im ersten Monat des
ersten Jahres seiner Regierung öffnete er die Türen am Haus des
HERRN und besserte sie aus.
Und er ließ die
Priester und Leviten kommen und versammelte sie auf dem Platz gegen
Osten,
und er sprach zu
ihnen: Hört mir zu, ihr Leviten! Heiligt euch jetzt und heiligt das
Haus des HERRN, des Gottes eurer Väter, und schafft das Unreine aus
dem Heiligtum hinaus!
Denn unsere Väter
haben sich versündigt und getan, was böse ist in den Augen des
HERRN, unseres Gottes, und haben ihn verlassen; denn sie haben ihr
Angesicht von der Wohnung des HERRN abgewandt und ihr den Rücken
gekehrt.
Auch haben sie die
Türen der Vorhalle zugeschlossen und die Lampen ausgelöscht und dem
Gott Israels kein Räucherwerk angezündet und kein Brandopfer
dargebracht im Heiligtum.
Daher ist der Zorn
des HERRN über Juda und Jerusalem gekommen, und er hat sie der
Misshandlung und Verwüstung preisgegeben, dass man sie auszischt,
wie ihr mit euren Augen seht.
Denn siehe, eben
deswegen sind unsere Väter durch das Schwert gefallen und unsere
Söhne, unsere Töchter und unsere Frauen gefangen weggeführt
worden!
Nun habe ich im
Sinn, einen Bund zu machen mit dem HERRN, dem Gott Israels, damit
sein brennender Zorn sich von uns abwendet.
Nun, meine Söhne,
seid nicht nachlässig; denn euch hat der HERR erwählt, damit ihr
vor ihm steht und ihm dient und damit ihr seine Knechte seid und ihm
Räucherwerk darbringt!
Auch aus dieser
Erzählung erkennt man die Bemühungen von König Hiskia, den
richtigen Dienst für den Gott Israels zu erneuern. Und die Leute
richteten sich danach. Hiskia unternahm Stück für Stück Schritte,
um die Einhaltung des Gesetzes von Moses zu gewähren, und je mehr
sich alle Gott annährten, desto größer wurde auch der Segen über
den Juden.
Jerusalem war zwar
schon durch die vorher geschehenen Sünden zu einem unübersehbaren
Teil zugrunde gerichtet, aber durch Hiskia gab es sozusagen noch
einen Hoffnungsschimmer. Der König von Assyrien aber, der immer
mächtiger geworden war, hatte in den Tagen des Königs Hiskia sogar
schon das ganze abgespaltene Israel besiegt und gefangen weggeführt,
um sie in fremden Ortschaften anzusiedeln, sofern es Überlebende in
Israel gab.
Und nun stand genau
dieser enorm mächtige König kurz davor, Jerusalem anzugreifen. Er
hatte aber zuerst einen Botschafter gesandt, um den Juden Angst
einzujagen durch hochfahrende und spöttische Reden. Und dieser
Botschafter sprach viel Freches, und er machte sich auch über den
Gott Israels lustig und redete von ihm, als wäre er nur ein Götze,
so wie die ganzen Gottheiten der Heidenvölker. Und es wurden auch
Briefe zu Hiskia persönlich gesandt, um ihn in einer ähnlichen
Weise einzuschüchtern. Denn ihm wurde immer wieder eingeredet, dass
der Gott Israels doch sowieso nicht helfen wird und auch gar nicht
helfen kann. Hiskia aber sagte zu seinem Volk, dass sie nur allein
auf Gott vertrauen sollen.
Wir schauen uns mal
einen Teil dieser Verläufe näher an, und zwar den Teil, als Hiskia
einen Brief bekam, der ihn einschüchtern sollte. Es steht
geschrieben im zweiten Buch der Könige in Kapitel 19, Vers 10 bis
22:
So sollt ihr zu
Hiskia, dem König von Juda, sprechen: Lass dich von deinem Gott auf
den du vertraust nicht verführen, indem du sprichst: »Jerusalem
wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden!«
Siehe, du hast
gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern angetan haben,
wie sie den Bann an ihnen vollstreckt haben; und du solltest errettet
werden?
Haben die Götter
der Heidenvölker etwa die errettet, welche meine Väter vernichtet
haben, nämlich Gosan, Haran, Rezeph und die Söhne Edens, die in
Telassar waren?
Wo ist der König
von Hamat und der König von Arpad und der König der Stadt
Sepharwajim, von Hena und Iwa?
Als nun Hiskia den
Brief aus der Hand der Boten empfangen und gelesen hatte, ging er
hinauf in das Haus des HERRN; und Hiskia breitete ihn aus vor dem
HERRN.
Und Hiskia betete
vor dem HERRN und sprach: O HERR, du Gott Israels, der du über den
Cherubim thronst, du allein bist Gott über alle Königreiche der
Erde! Du hast den Himmel und die Erde gemacht.
HERR, neige dein Ohr
und höre! Tue deine Augen auf, o HERR, und sieh! Ja, höre die Worte
Sanheribs, der hierher gesandt hat, um den lebendigen Gott zu
verhöhnen!
Es ist wahr, HERR,
die Könige von Assyrien haben die Heidenvölker und ihre Länder
verwüstet,
und sie haben ihre
Götter ins Feuer geworfen; denn sie waren keine Götter, sondern
Werke von Menschenhand, Holz und Stein, und so konnten sie sie
vernichten.
Nun aber, HERR,
unser Gott, errette uns doch aus seiner Hand, damit alle Königreiche
auf Erden erkennen, dass du, HERR, allein Gott bist!
Da sandte Jesaja,
der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ ihm sagen: So spricht der
HERR, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Königs von
Assyrien, zu mir gebetet hast, das habe ich gehört.
Dies ist das Wort,
das der HERR gegen ihn geredet hat: »Es verachtet dich, es spottet
über dich die Jungfrau, die Tochter Zion; die Tochter Jerusalem
schüttelt das Haupt über dich!
Wen hast du verhöhnt
und gelästert? Und gegen wen hast du deine Stimme erhoben und deine
Augen stolz emporgerichtet? Gegen den Heiligen Israels!
An diesen Worten
merkt man bereits, dass der lebendige Gott sich nicht einfach von so
einem stolzen Schwätzer lästern lässt, und Gott versicherte, dass
der König nicht in die Stadt Jerusalem eindringen kann. Aber
eigentlich war die Situation für Jerusalem und seine Einwohner schon
ziemlich bedrohlich, denn das Heer des Königs von Assyrien war
gewaltig im Vergleich zu den Streitkräften der Juden. Wie aber Gott
dieses Problem lösen ließ, das lesen wir in den Versen 35 bis 37.
Es steht geschrieben:
Und es geschah in
derselben Nacht, da ging der Engel des HERRN aus und erschlug im
Lager der Assyrer 185000 Mann. Und als man am Morgen früh aufstand,
siehe, da waren diese alle tot, lauter Leichen.
Da brach Sanherib,
der König von Assyrien, auf und zog fort, und er kehrte heim und
blieb in Ninive.
Und es geschah, als
er im Haus seines Gottes Nisroch anbetete, da erschlugen ihn seine
Söhne Adrammalech und Sarezer mit dem Schwert, und sie entkamen in
das Land Ararat. Und sein Sohn Esarhaddon wurde König an seiner
Stelle.
Offensichtlich hat
ein einziger Engel von dem lebendigen Gott, der in Vollmacht zum Heer
der Assyrer gesandt wurde, ganz allein 185.000 gestandene
Kriegshelden plattgemacht. Das muss man sich mal überlegen, was für
eine gewaltige und unvergleichbare Rettung Gott bewirken kann, wenn
man wirklich auf ihn allein vertraut, so wie es auch Hiskia getan
hat. Denn Hiskia wollte die ganze Zeit nur Gott suchen im Angesicht
der schlimmen Gefahr, und er motivierte sein Volk durchgängig dazu,
das selbe zu tun.
Und nach dieser
Sache floh der König von Assyrien in den Tempels seines Götzen, den
er anbetete, und wurde dabei mitten in diesem Tempel ermordet. So war
also Jerusalem gerettet und Assyrien gedemütigt.
Zu einer späteren
Zeit wurde Hiskia todkrank und sollte auch an dieser Krankheit
sterben. Aber Hiskia betete unter Tränen zu Gott, und da erhörte
Gott ihn aus Gnade, weil Hiskia einige Dinge getan hatte, die in
Gottes Augen gut waren, und Gott ließ durch Jesaja ausrichten, dass
Hiskia gesund wird und noch 15 Jahre leben soll.
Und weil Hiskia
erhört wurde, meinte er, er würde bei Gott einen besonders hohen
Stand haben und wurde übermütig. Diesbezüglich lesen wir Folgendes
im zweiten Buch der Chronik, Kapitel 32, Vers 24 bis 26:
Zu jener Zeit wurde
Hiskia todkrank. Da betete er zum HERRN; der redete mit ihm und gab
ihm ein Wunderzeichen.
Aber Hiskia vergalt
die Wohltat nicht, die ihm widerfahren war, sondern sein Herz überhob
sich. Da kam der Zorn über ihn und über Juda und Jerusalem.
Als aber Hiskia sich
darüber demütigte, dass sein Herz sich überhoben hatte, er und die
Einwohner von Jerusalem, kam der Zorn des HERRN nicht über sie,
solange Hiskia lebte.
An diesem Text
erkennen wir, dass Hiskia übermütig wurde, aber er schaffte es doch
noch, sich wieder zu demütigen vor Gott.
Als aber das Leben
von Hiskia zu Ende war, wurde dessen Sohn Nachfolger, und dieser hieß
Manasse. Und obwohl Hiskia ein ziemlich gottesfürchtiger Mann
gewesen war, nahm sich Manasse daran kein Beispiel, sondern verhielt
sich völlig entsetzlich. Wir lesen dazu folgende Worte aus dem
zweiten Buch der Könige in Kapitel 21, Vers 1 bis 12:
Manasse war 12 Jahre
alt, als er König wurde, und er regierte 55 Jahre lang in Jerusalem.
Und der Name seiner Mutter war Hephziba.
Und er tat, was böse
war in den Augen des HERRN, nach den Gräueln der Heidenvölker, die
der HERR vor den Kindern Israels vertrieben hatte.
Er baute die Höhen
wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört hatte, und errichtete dem
Baal Altäre und machte ein Aschera-Standbild, wie es Ahab, der König
von Israel, getan hatte, und er betete das ganze Heer des Himmels an
und diente ihnen.
Er baute auch Altäre
im Haus des HERRN, von dem der HERR gesagt hatte: In Jerusalem will
ich meinen Namen wohnen lassen.
Und er baute dem
ganzen Heer des Himmels Altäre in beiden Vorhöfen am Haus des
HERRN.
Er ließ auch seinen
Sohn durchs Feuer gehen und trieb Zeichendeuterei und Zauberei und
hielt Geisterbefrager und Wahrsager; er tat vieles, was böse ist in
den Augen des HERRN, um ihn herauszufordern.
Er setzte auch das
Standbild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus, von dem der
HERR zu David und zu seinem Sohn Salomo gesagt hatte: »In diesem
Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt
habe, will ich meinen Namen wohnen lassen ewiglich,
und ich will den Fuß
Israels nicht mehr aus dem Land wandern lassen, das ich ihren Vätern
gegeben habe; wenn sie nur darauf achten, nach allem zu handeln, was
ich ihnen geboten habe, ja, nach dem ganzen Gesetz, das mein Knecht
Moses ihnen befohlen hat!«
Aber sie gehorchten
nicht, und Manasse verführte sie, sodass sie Schlimmeres taten als
die Heidenvölker, die der HERR vor den Kindern Israels vertilgt
hatte.
Da redete der HERR
durch seine Knechte, die Propheten, und sprach:
Weil Manasse, der
König von Juda, diese Gräuel verübt hat, die schlimmer sind als
alle Gräuel, welche die Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen
sind, und weil er auch Juda mit seinen Götzen zur Sünde verführt
hat,
darum spricht der
HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will Unheil über Jerusalem und
über Juda bringen, dass jedem, der es hört, beide Ohren gellen
sollen.
Manasse sündigte
also auf übelste Weise, indem er Götzenbilder aufstellte und
Götzendienste befahl, sogar seine eigenen Kinder bei einem
Götzendienst im Feuer verbrannte und Zauberei und Wahrsagerei trieb,
und er vergoss außerdem das Blut vieler unschuldiger Menschen.
Das von Gott
angekündigte Unheil kam dann über das ganze Land Juda in Form der
Armee von Assyrien, die richteten Zerstörung an und nahmen den König
Manasse gefangen, um ihn wegzusperren. Und als Manasse in
Gefangenschaft war, fing er an, sich vor Gott sehr zu demütigen, und
Gott erhörte ihn und ließ ihn wieder König über die Juden sein.
Da schaffte Manasse alle Götzendienste ab und befahl dem Volk, sie
sollen dem Gott Israels dienen.
Seit seiner
Demütigung nahm Manasse Gott ernst, aber als nach ihm sein Sohn
regierte, der Amon hieß, da wurde dieser ebenfalls von Gott abfällig
und vollzog die gleichen Schandtaten, die Manasse zuerst verübt
hatte vor seiner Demütigung.
Und nach zwei Jahren
Regierungszeit wurde er ermordet, danach aber wurde sein Sohn in sehr
jungem Alter zum König gemacht, und dieser hieß Josia.
Über Josia lesen
wir Folgendes im zweiten Buch der Chronik in Kapitel 34, Vers 1 bis
7:
Josia war acht Jahre
alt, als er König wurde, und er regierte 31 Jahre lang in Jerusalem.
Und er tat, was
recht war in den Augen des HERRN, und wandelte in den Wegen seines
Vaters David und wich nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur
Linken.
Denn im achten Jahr
seiner Königsherrschaft, als er noch ein Knabe war, fing er an, den
Gott seines Vaters David zu suchen; und im zwölften Jahr fing er an,
Juda und Jerusalem von den Höhen und den Aschera-Standbildern und
den geschnitzten und gegossenen Bildern zu reinigen.
Und man brach in
seiner Gegenwart die Altäre der Baale ab; und er hieb die
Sonnensäulen um, die oben auf ihnen standen, und die
Aschera-Standbilder und die geschnitzten und gegossenen Bilder
zerbrach er und machte sie zu Staub und streute sie auf die Gräber
derer, die ihnen geopfert hatten;
er verbrannte auch
die Gebeine der Priester auf ihren Altären. Und so reinigte er Juda
und Jerusalem.
Ebenso machte er es
in den Städten von Manasse, Ephraim und Simeon und bis nach Naphtali
in ihren Ruinen ringsum.
Und als er die
Altäre und die Aschera-Standbilder abgebrochen und die geschnitzten
Bilder zu Staub zermalmt und alle Sonnensäulen im ganzen Land Israel
abgehauen hatte, kehrte er wieder nach Jerusalem zurück.
Durch diese Worte
bekommt man einen ziemlich guten Eindruck davon, wie ernst Josia die
Einhaltung des Gesetzes nahm. Oder zumindest den Teil, der davon noch
bekannt war, denn die Schrift war verschollen und vieles in
Vergessenheit geraten.
Und als Josia den
Befehl gab, das völlig heruntergekommene Gotteshaus von Jerusalem
wieder aufzubauen, da passierte es, dass ein Priester namens Hilkija
das Buch des Gesetzes fand. Und er las darin und brachte es zum
König, um es auch dem König vorzulesen. Als dann der König Josia
hörte, wie sie sich laut dem Gesetz verhalten sollten und welche
Konsequenzen des Missachten des Gesetzes nach sich zieht, und er
dachte an die aktuelle Situation von Juda, wie heruntergekommen alles
war, da brach er in Tränen aus. Denn er erkannte, wie groß die
Schuld der Juden war und wie heftig sie Gott verachtet hatten.
Nun wollte Josia
wissen, ob überhaupt noch Gnade möglich ist und ließ Gott darüber
befragen. Diesbezüglich lesen wir Folgendes im zweiten Buch der
Chronik in Kapitel 34, Vers 20 bis 28:
Und der König gebot
Hilkija und Achikam, dem Sohn Schaphans, und Abdon, dem Sohn Michas,
und Schaphan dem Schreiber, und Asaja, dem Knecht des Königs und
sprach:
Geht hin, befragt
den HERRN für mich und für die Übriggebliebenen in Israel und Juda
wegen der Worte des Buches, das gefunden worden ist! Denn groß ist
der Zorn des HERRN, der über uns ausgegossen ist, weil unsere Väter
das Wort des HERRN nicht befolgt haben, dass sie alles getan hätten,
was in diesem Buch geschrieben steht!
Da ging Hilkija mit
den anderen, die vom König gesandt waren, zu der Prophetin Hulda,
der Frau Schallums, des Sohnes Tokhats, des Sohnes Hasras, des Hüters
der Kleider, die in Jerusalem im zweiten Stadtteil wohnte; und sie
redeten demgemäß mit ihr.
Sie aber sprach zu
ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch
zu mir gesandt hat:
So spricht der HERR:
»Siehe, ich will Unheil bringen über diesen Ort und über seine
Einwohner, nämlich alle die Flüche, die geschrieben stehen in dem
Buch, das man vor dem König von Juda gelesen hat,
weil sie mich
verlassen und anderen Göttern geräuchert haben, um mich
herauszufordern mit allen Werken ihrer Hände; deshalb wird mein Zorn
sich über diesen Ort ergießen und nicht ausgelöscht werden!«
Zu dem König von
Juda aber, der euch gesandt hat, um den HERRN zu befragen, sollt ihr
so reden: So spricht der HERR, der Gott Israels: »Was die Worte
betrifft, die du gehört hast – weil dein Herz weich geworden ist
und du dich vor Gott gedemütigt hast, als du seine Worte gegen
diesen Ort und gegen seine Einwohner hörtest, ja, weil du dich vor
mir gedemütigt und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast,
so habe auch ich darauf gehört, spricht der HERR.
Siehe, ich will dich
zu deinen Vätern versammeln, dass du in Frieden in dein Grab
gebracht wirst und deine Augen all das Unheil nicht sehen müssen,
das ich über diesen Ort und seine Einwohner bringen will!« Und sie
brachten dem König diese Antwort.
Offensichtlich war
also auf lange Sicht keine Gnade mehr möglich, weil schon zu viele
sehr üble Sachen passiert waren, die nie hätten passieren dürfen.
Josia berief aber
trotzdem eine große Volksversammlung ein und ließ das Gesetz Mose
vor aller Ohren lesen und ermahnte sie dazu, dass sie ab jetzt in
diesen Geboten und Satzungen wandeln sollen, und sie zeigten sich
weitesgehend bereitwillig.
Und nach dieser
Sache machte der König Josia alle Altäre zur Schande, die dazu
aufgestellt worden waren, die Sonne anzubeten oder den Mond, oder die
Sterne oder Götzenstatuen.
Und nachdem er dies
erledigt hatte, ging er nach Bethel, um auch dort alles zuschanden zu
machen, was gegen Gottes Wille war. Demgemäß lesen wir im zweiten
Buch der Könige, Kapitel 23, Vers 12 bis 16:
Der König brach
auch die Altäre auf dem Dach bei dem Obergemach des Ahas ab, welche
die Könige von Juda gemacht hatten; ebenso die Altäre, die Manasse
in den beiden Vorhöfen des Hauses des HERRN gemacht hatte; er
schaffte sie fort und warf ihren Staub ins Tal Kidron.
Und der König
verunreinigte die Höhen, die östlich von Jerusalem, zur Rechten am
Berg des Verderbens waren, die Salomo, der König von Israel der
Astarte, dem Gräuel der Zidonier, gebaut hatte, und Kemosch, dem
Gräuel der Moabiter, und Milkom, dem Gräuel der Ammoniter.
Und er zerbrach die
Gedenksteine und hieb die Aschera-Standbilder um und füllte ihren
Platz mit Menschengebeinen.
Ebenso auch den
Altar von Bethel und die Höhe, die Jerobeam erbaut hatte, der Sohn
Nebats, der Israel zur Sünde verführte: Auch diesen Altar und die
Höhe brach er ab; und er verbrannte die Höhe und zermalmte sie zu
Staub und verbrannte das Aschera-Standbild.
Und Josia sah sich
um und erblickte die Gräber, die dort auf dem Berg waren, und sandte
hin und ließ die Gebeine aus den Gräbern nehmen und verbrannte sie
auf dem Altar und verunreinigte ihn, nach dem Wort des HERRN, das der
Mann Gottes verkündigt hatte, als er dies ausrief.
All diese Taten im
Sinne Gottes zeigten, wie sehr es dem König Josia am Herzen lag, nur
Gott allein zu ehren und alle Gräuel aus dem Land Juda wegzutun.
Passend dazu lesen wir auch Folgendes in den Versen 21 bis 27:
Dann gebot der König
dem ganzen Volk und sprach: Feiert dem HERRN, eurem Gott, das Passah,
wie es in diesem Buch des Bundes geschrieben steht!
Fürwahr, kein
solches Passah war gehalten worden seit der Zeit der Richter, die
Israel gerichtet hatten, und während der ganzen Zeit der Könige von
Israel und der Könige von Juda;
doch im achtzehnten
Jahr des Königs Josia ist dieses Passah dem HERRN in Jerusalem
gefeiert worden.
Auch die
Geisterbefrager und die Wahrsager, die Teraphim und Götzen und alle
Gräuel, die im Land Juda und in Jerusalem gesehen wurden, rottete
Josia aus, um die Worte des Gesetzes zu vollstrecken, die geschrieben
standen in dem Buch, das der Priester Hilkija im Haus des HERRN
gefunden hatte.
Und seinesgleichen
ist vor ihm kein König gewesen, der sich so von ganzem Herzen und
von ganzer Seele und mit allen seinen Kräften dem HERRN zuwandte,
ganz nach dem Gesetz Moses; auch nach ihm ist keiner seinesgleichen
aufgestanden.
Doch wandte sich der
HERR nicht ab von der Glut seines großen Zornes, womit er über Juda
erzürnt war, um aller Herausforderungen willen, mit denen Manasse
ihn herausgefordert hatte.
Denn der HERR
sprach: Ich will auch Juda von meinem Angesicht hinwegtun, wie ich
Israel hinweggetan habe; und ich will diese Stadt Jerusalem, die ich
erwählt hatte, verwerfen, und auch das Haus, von dem ich gesagt
habe: Mein Name soll dort sein!
An diesem Text
erkennen wir deutlich, dass Josia außergewöhnlich war, denn kein
König von Juda handelte derart entschlossen im Sinne Gottes wie
Josia. Und doch blieb Gott immernoch bei seinem Vorhaben, auch
Jerusalem und das Land Juda untergehen lassen zu wollen, weil Gott es
nicht ertragen konnte, wie schrecklich die Dinge waren, die der König
Manasse und der König Amon auf jüdischem Boden getan hatten.
Es geschah aber
später, dass Josia sich in den Kampf gegen Ägypten stürzte, obwohl
er das gar nicht hätte tun sollen, und die Ägypter gewannen die
Schlacht. Dabei wurde Josia getötet und die Juden mussten Schutzgeld
an Ägypten zahlen. Nach dem Tod von Josia kamen aber nur noch
gotteslästerliche Könige an die Macht. Und der König von Babel,
nämlich Nebukadnezar, war mächtiger als alle und hatte auch Ägypten
besiegt. Von diesem wurden die Juden überwältigt und mussten ihm
Abgaben leisten, und wenn der eingesetzte König das nicht tat, stand
wieder die Streitmacht des Königs Nebukadnezar vor dem Tor, um die
Stadt zu plündern und Menschen gefangen wegzuführen.
Zuerst regierte kurz
König Joahas, aber er wurde nach drei Monaten abgesetzt. Dann
regierte König Jojakim, aber der wurde nach mehreren Jahren von
Nebukadnezar gefangen genommen. Danach regierte ein König namens
Jojachin, wurde aber auch von dem König von Babel überwältigt, und
es wurde das Haus Gottes ausgeraubt und zehntausende tüchtige Männer
gefangen weggeführt samt dem König. Dann kam der letzte König vor
dem völligen Untergang Jerusalems an die Macht, welcher von dem
König von Babel den Name Zedekia erhielt.
Da auch Zedekia dem
König von Babel nicht die bestimmten Abgaben leistete, kam wieder
das Heer des Königs Nebukadnezar und belagerte die Stadt, bis die
Leute in der Stadt an einer Hungersnot zugrunde gingen. Und der König
Zedekia floh, wurde aber eingeholt und grausam bestraft. Wir lesen
dazu die folgenden Worte im zweiten Buch der Chronik in Kapitel 36,
Vers 11 bis 19:
Zedekia war 21 Jahre
alt, als er König wurde, und er regierte 11 Jahre lang in Jerusalem.
Und er tat, was böse
war in den Augen des HERRN, seines Gottes, und er demütigte sich
nicht vor dem Propheten Jeremia, der aus dem Mund des HERRN zu ihm
redete.
Dazu fiel er ab von
dem König Nebukadnezar, der einen Eid bei Gott von ihm genommen
hatte, und wurde halsstarrig und verstockte sein Herz, sodass er
nicht zu dem HERRN, dem Gott Israels, umkehren wollte.
Auch alle Obersten
der Priester samt dem Volk versündigten sich schwer nach allen
Gräueln der Heiden und verunreinigten das Haus des HERRN, das er
geheiligt hatte in Jerusalem.
Und der HERR, der
Gott ihrer Väter, sandte ihnen seine Boten, indem er sich früh
aufmachte und sie immer wieder sandte; denn er hatte Erbarmen mit
seinem Volk und seiner Wohnung.
Aber sie
verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und
verlachten seine Propheten, bis der Zorn des HERRN über sein Volk so
hoch stieg, dass keine Heilung mehr möglich war.
Da ließ er den
König der Chaldäer gegen sie heraufziehen, der tötete ihre
Jungmannschaft mit dem Schwert im Haus ihres Heiligtums und
verschonte weder junge Männer noch Jungfrauen, weder Alte noch
Hochbetagte – alle gab er in seine Hand.
Und alle Geräte des
Hauses Gottes, die großen und die kleinen, und die Schätze des
Hauses des HERRN und die Schätze des Königs und seiner Fürsten,
alles ließ er nach Babel führen.
Und sie verbrannten
das Haus Gottes und rissen die Mauer von Jerusalem nieder und
verbrannten alle ihre Paläste mit Feuer, sodass alle ihre kostbaren
Geräte zugrunde gingen.
Dies beschreibt
ziemlich gut das Ende von Jerusalem. Es wurden auch nochmal Leute
gefangen weggeführt und es blieb nur ein unbedeutender Überrest für
einige Zeit übrig, über die ein Statthalter gesetzt war.
Aber für einen sehr
großen Teil der überlebenden Juden brachen 70 Jahre Gefangenschaft
in fremden Ländern an, sofern sie nicht vorher hingerichtet wurden
oder eines natürlichen Todes starben. Und Jerusalem war nur noch ein
unbedeutendes Häufchen Elend, genau wie der Rest des Landes Juda.
An dieser Stelle
endet die Geschichte der Könige von Juda.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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