Text zu "Bibellehre - Die Entrückung und die Wiederkunft Jesu Christi"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=6Fu8oLiawFk


Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

In dem heutigen Video schauen wir uns mal einige Themen an, die das Herz der gläubigen Christen höher schlagen lassen. Nämlich die Wiederkunft von Jesus Christus, um sein tausendjähriges Königreich aufzubauen und die möglicherweise einige Zeit davor stattfindende Entrückung. Ein Video mit einem solchen Inhalt hat es sehr zeitig auf diesem Kanal schon einmal gegeben, aber ich hatte auf dem Herzen, dass einiges Überflüssiges daraus entfernt werden muss, und dass eine bessere Strukturierung geschehen muss. Darum seht ihr von nun an die verbesserte Version.

Dass Jesus zurückkehren wird, ergibt sich aus vielen Stellen in der Bibel. Alleine schon die Offenbarung kündet es an, ebenso reden die Apostel in ihren Briefen immer wieder davon und auch in jedem Evangelium wird berichtet, dass Jesus höchst selbst es angekündigt hat. Wir schauen uns im heutigen Video die Stellen aus den Evangelien an, wo Jesus seine kommende Wiederkunft ankündigt, und wir werden auch die Offenbarung durchforschen, aber nur grob. Doch bevor wir zielgerichtet auf die Wiederkunft schauen, möchte ich zuerst mal ein anderes Wort erklären, nämlich das Wort Entrückung. Falls jemand nicht wissen sollte, was mit dem Wort Entrückung gemeint ist, so sollte er Folgendes bedenken:
Normalerweise muss ein Mensch den ersten Tod erleiden, bevor sein Geist bzw. seine Seele vor Gott und vor Jesus stehen kann. Es gibt aber die naheliegende Theorie, dass vor dem Beginn des großen Strafgerichtes Gottes alle Menschen, die treu an Jesus hängen, in eine neue Existenzform verwandelt werden und von der Erde weggehoben werden, ohne sterben zu müssen, sodass sie keines der Strafgerichte abbekommen, die für die Sünder gedacht sind. Das bezeichnet man als Entrückung, wenn man von der Erde weggehoben wurde, ohne sterben zu müssen. Beschrieben wird dieser Vorgang in der Bibel zum Beispiel durch Worte von Paulus aus seinem ersten Brief an die Thessalonicher. Dort steht in Kapitel 4, Vers 15 bis 17:

Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen;
denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.
Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.

In dieser Beschreibung ist eindeutig die Rede davon, dass Menschen, die normal auf der Erde lebten, verwandelt und zum Herrn entrückt werden. Das ist es, was es mit dem Wort Entrückung allgemein auf sich hat. Es gibt aber auch kleinere Entrückungen, zum Beispiel die des Apostels Philippus, wo man vom Geist nur an einen anderen Ort auf der Erde gebracht wird.
Man muss aber besonders bei den gerade gelesenen Versen aus dem Brief an die Thessalonicher beachten, dass gesagt wird, wie dieses Ereignis zusammen mit der Wiederkunft geschieht. Einige Menschen hingegen machen sich Hoffnungen, dass eine Entrückung bereits passieren könnte, bevor Jesus wiederkommt, und dazu schauen wir uns später noch mehr an.

Zuerst wollen wir uns mal mit den jenigen Zitaten aus den vier Evangelien vertrautmachen, in denen berichtet wird, wie Jesus eindeutig seine Wiederkunft ankündigte, um die bis dahin wahrscheinlich extrem verdorbene Welt zu richten. Wir werden nun darüber Stellen aus dem Evangelium des Matthäus lesen, und viele dieser Aussagen sind auch in ähnlicher Weise bei Markus und Lukas auffindbar, darum werde ich auch kurz auf diese Stellen hinweisen.

Als Jesus das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen erzählte, sagte er etwas Andeutendes. Wir lesen Folgendes im Evangelium des Matthäus, Kapitel 13, Vers 40 bis 43:

Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit.
Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln
und werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein.
Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Da dieses Gleichnis nur allein im Evangelium des Matthäus steht, handelt es sich sozusagen um einen einzigartigen Bericht. Wir lesen hier davon, dass der Sohn des Menschen, und damit meint Jesus sich selbst, am Ende der Weltzeit seine Engel aussendet, um die Bösen von den Guten zu trennen. Das ist höchstwahrscheinlich eine Anspielung auf den Tag seiner Wiederkunft.

Als nächstes lesen wir in Kapitel 16 die Verse 24 bis 27, weil dort eine klare Aussage gemacht wird, denn es steht geschrieben:

Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!
Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.
Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben?
Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem Einzelnen vergelten nach seinem Tun.

Vers 27 kündigt eindeutig an, dass Jesus wiederkommen wird, und zwar mit Engeln, die ihm dienen und sozusagen an seiner Seite kämpfen. Diese Ankündigung in dem selben Zusammenhang machte Jesus auch laut dem Evangelium des Markus in Kapitel 8 und laut dem Evangelium des Lukas in Kapitel 9.

Noch eindeutiger und unmissverständlicher wird es in den Endzeitreden von Jesus, und ich zeige euch als Beispiel nun mal aus dem Evangelium des Matthäus in Kapitel 24 die Verse 29 bis 31. Dort lesen wir:

Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.

Hier lesen wir bereits von einer sogenannten Drangsal, und davon, dass danach alle Völker sehen werden, wie Jesus wiederkommt auf den Wolken des Himmels, und wie er Engel aussenden wird, um ausgewählte Menschen zu sammeln. Eine sehr ähnliche Ankündigung machte Jesus auch laut dem Evangelium des Markus, und im Evangelium des Lukas gibt es ebenfalls eine solche Stelle.

Und zuguterletzt wird auch berichtet, dass Jesus nach seiner Gefangennahme, als er von den Ältesten und obersten Priestern verhört wurde, ein weiteres Mal bezeugte, dass er wiederkommen wird. Wir lesen darüber Folgendes in Kapitel 26, Vers 63 bis 65:

Jesus aber schwieg. Und der Hohepriester begann und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes!
Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt! Überdies sage ich euch: Künftig werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels!
Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert! Was brauchen wir weitere Zeugen? Siehe, nun habt ihr seine Lästerung gehört.

Laut Vers 64 sagte Jesus also auch vor den Obersten eindeutig, dass seine Wiederkunft auf den Wolken des Himmels passieren wird. Eine solche Äußerung berichtet auch Markus in Kapitel 14.
Und nachdem wir auch das vor Augen hatten, ist erstmal genug aus den Evangelien von Matthäus, Markus und Lukas gezeigt worden.

Allerdings gibt es im Evangelium des Johannes noch eine besondere Stelle mit einer klaren Ankündigung. In Kapitel 14, Vers 1 bis 3 steht geschrieben:

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.
Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.

Hier steht auch eindeutig, wie Jesus sagte, dass er wiederkommen wird.
Das allein sollte schon ausreichen, um sicherzugehen, dass Jesus selbst seine Wiederkunft zu seinen Lebzeiten bereits ankündigte. Die Annahme, dass Jesus dann ein tausendjähriges Königreich aufbaut, ergibt sich aus der Offenbarung. Dort steht in Kapitel 20 in Vers 1 bis 6:

Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand.
Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und band ihn für 1000 Jahre
und warf ihn in den Abgrund und schloss ihn ein und versiegelte über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1000 Jahre vollendet sind. Und nach diesen muss er für kurze Zeit losgelassen werden.
Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die 1000 Jahre mit Christus.
Die Übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die 1000 Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung.
Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren 1000 Jahre.

In diesen Versen ist unverkennbar von einem tausendjährigen Reich die Rede, welches Jesus regiert.
Nun stellt man sich natürlich sofort die Frage: Und wann soll das bitte sein? Wann kommt Jesus wieder, um dieses Reich zu bringen?

Jesus meinte, wie wir im Gleichnis vom Unkraut und dem Weizen gemerkt haben, es sei am Ende der Weltzeit. Und wann die Weltzeit endet, darauf gibt es nur Hinweise in den Texten über die Endzeit-Reden.

Wir erforschen diesbezüglich mal die Schriften. Dazu haben wir entweder das 24te Kapitel im Evangelium des Matthäus, das 13te Kapitel im Evangelium des Markus oder das 21te Kapitel im Evangelium des Lukas, außerdem stehen bei Lukas auch in Kapitel 17 darüber ein paar bemerkenswerte Worte. Wir schauen uns im Rahmen dieses Videos die Endzeitrede an, wie sie im Evangelium des Matthäus steht. Folgendes lesen wir in Vers 1 bis 44:

Und Jesus trat hinaus und ging vom Tempel hinweg. Und seine Jünger kamen herzu, um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen.
Jesus aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird!
Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein?

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt acht, dass euch niemand verführt!
Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.
Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muss geschehen; aber es ist noch nicht das Ende.
Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen.
Dies alles ist der Anfang der Wehen.
Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen.
Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen.
Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen.
Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.
Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.

Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht (wer es liest, der achte darauf!),
dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist;
wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinab, um etwas aus seinem Haus zu holen,
und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, um seine Kleider zu holen.
Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen!
Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschieht.
Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.
Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.
Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus, oder dort, so glaubt es nicht!
Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.
Siehe, ich habe es euch vorhergesagt.
Wenn sie nun zu euch sagen werden: »Siehe, er ist in der Wüste!«, so geht nicht hinaus; »Siehe, er ist in den Kammern!«, so glaubt es nicht!
Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.
Denn wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier.

Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden.
Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.
Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter treibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
Also auch ihr, wenn ihr dies alles seht, so erkennt, dass er nahe vor der Türe ist.
Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater.
Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein.
Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging,
und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.
Dann werden zwei auf dem Feld sein; der eine wird genommen, und der andere wird zurückgelassen.
Zwei werden auf der Mühle mahlen; die eine wird genommen, und die andere wird zurückgelassen.
So wacht nun, da ihr nicht wisst, in welcher Stunde euer Herr kommt!
Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen.
Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.

Da sehen wir das Wichtigste zuletzt. Jesus kommt zu einer Stunde, in der keiner damit rechnet. Das spielt wohl in erster Linie darauf an, dass die Wiederkunft sehr überraschend und spontan passieren wird. Es klingt für mich aber auch fast schon ein bisschen so, als würde er zu einer Stunde kommen, in der alles so schrecklich ist auf dieser Welt und das Leiden der Menschen so extrem wird, dass alle keinen Glauben mehr behalten können, sondern dass alle davon ausgehen, sie würden sowieso sterben, bevor Jesus wiederkommt. Hoffen wir mal, dass ich mich da irre, denn das wäre ganz und gar nicht schön.
Schauen wir uns aber mal der Reihe nach alles an, was Jesus erzählt hat!

Das allererste, was Jesus sagt, ist: Habt Acht, dass euch niemand verführt!
Das ist ihm so ungeheuer wichtig, dass er es zuerst sagt, bevor überhaupt erst etwas Anderes zur Sprache kommt. Wir sollten also allezeit vorsichtig sein und uns nicht dazu verführen lassen, unseren Glaube aufzugeben oder irgendwelche fremdartigen oder unheiligen Lehren zu befolgen oder unseren Glaube zugunsten der Welt einzuschränken. Und wir sollten auch höchst vorsichtig sein bei allen Menschen, die sagen, dass sie mit Gott oder Jesus geredet haben. Wir müssen nachprüfen, ob das mit der Bibel und vor allem mit den Geboten übereinstimmt, was solche Leute uns sagen. Außerdem erkennt man ja einen falschen Prophet hauptsächlich an zwei Zeichen. Einmal an seinen Früchten, also ob er selber die Gebote hält und in Barmherzigkeit gute Taten vollbringt oder nicht, und dann noch daran, dass die Dinge, die er ankündigt, auch genau so passieren müssen. Ganz einfaches Beispiel: Wenn ein Mensch spricht: „Gott sagt, morgen geht die Welt unter!“, und zwei Tage später ist alles noch wie vorher, dann ist dieser Mensch ein falscher Prophet. Und da wir dem Beispiel von Jesus folgen sollten, sollten wir einen solchen Mensch ermahnen und ihn ignorieren, falls er danach weitermacht, aber wir sollten nicht gewalttätig werden. Denn wenn jemand einmal sagt, er habe von Gott gehört und dann bestätigt sich sein Wort nicht, der hat auch danach nicht von Gott gehört, wenn er wieder neue Behauptungen verkündet.

Jesus deutet ja sogar an, dass von Zeit zu Zeit der eine oder andere Mensch kommen wird, der behauptet, er sei die Wiedergeburt von Jesus Christus, oder er wäre wichtiger als Jesus und wäre selbst der echte Christus, oder er sei mit Jesus blutsverwandt oder irgendsowas. Und Jesus sagt uns, dass wir solchen falschen Christussen auf keinen Fall nachlaufen sollen. Ein falscher Jesus ist übrigens extrem einfach zu erkennen. Wenn nämlich Jesus zurückkehrt, dann wird er auf einer Wolke sein und massenweise Engel werden bei ihm sein. Wenn ihr aber einen Mensch seht, der auf der Erde umherwandert und sich selbst für Jesus hält, so ist dieser Mensch entweder ein Betrüger, oder er ist einfach nicht mehr ganz dicht. Oder beides. Und auch wenn ihr eines Tages mal ein Bild von einer Jesusfigur im Himmel sehen solltet, aber es ist keine große Schar Engel bei ihm, dann wird auch das ein Betrug sein.

Jesus sagte, wir werden von Kriegen und Kriegsgerüchten hören, aber das ist noch nicht das Ende. Schön, dass er das so deutlich sagt. Denn wenn wir in der Menschheitsgeschichte zurückblicken, so ist es eine deutlich größere Herausforderung, mal eine Zeit ohne Kriege zu finden, als eine Zeit mit Krieg oder Kriegsgerüchten ausfindig zu machen. Denn die kaputte Menschheit muss ja ständig aus irgendwelchen kleingeistigen Gründen Kriege führen. Früher ging es um Rohstoffe und Macht oder vielleicht einfach nur um ausgelebte Tobsucht, heute geht es um die Errichtung der luziferischen neuen Weltordnung. Irgendeinen Grund haben die Menschen immer, um Kriege anzuzetteln und durchzuführen. Daher ist es zwar nett von Jesus, das vorher zu sagen, aber helfen wird es uns nicht, wenn wir wissen wollen, wann er wiederkommt. Denn Kriege und Kriegsgerüchte gibt es ständig. Das ist schon seit vielen Jahrhunderten so und das wird auch nicht aufhören bis Jesus wieder da ist.

Weiterhin sagt Jesus, dass ein Heidenvolk sich gegen das andere erheben wird und dass Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. Das ist der Anfang der Wehen.
Tja Leute, das haben wir alles schon gehabt in den vergangenen Jahrhunderten. Die Wehen dauern ganz schön lange, oder? Außer es ist nicht so gemeint, dass mal eins geschieht und dann ein anderes Zeichen, sondern dass alles gleichzeitig geschieht. Wenn das der Anfang der Wehen sein sollte, dann haben wir die Wehen noch gar nicht gesehen. Stellt euch mal vor, was das für ein Chaos wäre, wenn gleichzeitig alle Völker gegen einander Krieg führen würden und obendrein gleichzeitig Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. Das wäre ein unerträgliches Durcheinander.

Der nächste Teil ist interessant und schockierend zugleich: Jesus sagt, wir werden von allen Heidenvölkern gehasst sein um seines Namens willen. Versteht ihr das? Von allen. Also mit anderen Worten: Eines Tages wird es kein einziges Volk mehr auf der Erde geben, das Christen mag! Egal, wohin ihr reisen werdet, man wird euch hassen sobald ihr den Name Jesus aussprecht und die Menschen werden euch deshalb töten. Das wird nicht gerade eine schöne Zeit. Die meisten werden dann Jesus verleugnen. Aber als echter Christ muss man die Gefahr in Kauf nehmen, dass man genau wie Jesus für die Wahrheit hingerichtet werden könnte.
Wenn man Jesus verliert, indem man ihn verleugnet, hat man zur Zeit der Drangsal wohl ein leichteres Leben auf der Erde, aber was werdet ihr dann tun, wenn ihr gestorben seid und vor Jesus steht? Jesus hat gesagt, dass er die jenigen auch verleugnen wird, die ihn verleugnen vor den Menschen. Es gibt auf dieser Welt sowieso keine Unsterblichkeit. Wir müssen alle eines Tages sterben. Da wäre es besser, zu sterben, weil man Jesus bekennt. Und nicht weil man vielleicht unerwartet auf einer Rolltreppe ausgerutscht ist oder weil man von einem Reisebus voller Rentner auf Urlaubsreise überfahren wurde.
Damit will ich sagen, dass es besser ist, bewusst für Jesus zu sterben zu einer Zeit, wo man eigentlich dachte, man hätte noch ein paar Jahre vor sich gehabt, anstatt ohne Jesus zu leben und unverhofft zu sterben, weil man dachte, man würde dem Tod irgendwie entkommen oder könnte sich vor Gott verstecken. Das wird nicht funktionieren. Und keiner von uns ist so gerecht, dass er vor einem heiligen Gott im Gericht bestehen kann. Wir können froh sein, dass Jesus bereit ist, die Schuld auf sich zu nehmen, wenn wir ihn bekennen und ihm folgen! Was wäre das auch für ein Leben, wenn man als gläubiger Christ nichtmal den Name Jesus aussprechen darf? Das ist doch grausig! Ohne Jesus ist alles doof.

Weiter sagt Jesus, dass danach alle einander verraten und einander hassen werden. Das ist ja auch logisch. Wir Christen werden wahrscheinlich zum Feindbild erklärt werden und sie werden uns hinmetzeln, aber wenn dann kein Christ mehr übrig ist, was werden diese armseligen Kreaturen dann machen, die nichts Besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen als Menschen zu töten? Sie werden wohl über einander herfallen, weil es dann keinen mehr gibt, dem sie alle Schuld zuschieben können. Aber eins sage ich euch ganz ehrlich: Dass die Liebe in vielen Menschen erkaltet, das sehe ich persönlich auch heute schon, wenn ich mich umsehe. Es ist aber trotzdem noch nicht so, dass Jesus-Nachfolger von allen Völkern gehasst werden. Man macht sich hierzulande eher über uns lustig, toleriert uns aber letztlich. Akzeptanz bekommt man von der Masse der Menschen nicht, wenn man Jesus nachfolgt. Und Respekt schon gar nicht. Aber toleriert wird es von der Mehrheit immerhin noch. Ich würde also nicht davon ausgehen, dass wir uns in der Drangsal befinden, von der Jesus spricht. Ich habe zwar gehört, dass das Christentum als am meisten verfolgte Religion der Welt zählt, aber es ist wie gesagt noch nicht soweit, dass uns wirklich alle Völker hassen und töten. Es gibt heutzutage ja doch sehr, sehr viele Menschen, die am Ende des Tages den Frieden mehr begehren als die Gewalt.

Es wird auch von Jesus gesagt, dass jedes Volk dieser Erde vom Evangelium gehört haben muss, und zwar nicht zum Zwang, sondern zum Zeugnis. Ich weiß nicht, ob es schon eine Zeit gab, in der das erfüllt war und dann drifteten die Völker wieder ab, oder ob dieser Zustand immernoch kommen muss und es ihn bisher nicht gab. Aber es ist bemerkenswert, dass Jesus überhaupt soetwas verkündet hat.

Jesus sagt auch, dass der Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte aufgestellt werden wird. Schade, dass er uns nicht sagt, wie dieser aussehen wird. Wir können uns ja mal die entsprechenden Stellen im Buch des Propheten Daniel anschauen, auch wenn diese uns nicht sonderlich weiterhelfen. Zuerst lesen wir in Kapitel 9 die Verse 24 bis 27. Dort stehen Worte, die Gabriel zu Daniel gesagt hat, wobei Gabriel ja eigentlich ein Erzengel ist, aber hier wird er als Mann bezeichnet. Es gibt offensichtlich Engel, die zeitweise genau so aussehen können wie Menschen. Jedenfalls steht Folgendes geschrieben:

Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, um Gesicht und Weissagung zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben.
So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen 7 Wochen und 62 Wochen; Straßen und Gräben werden wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit.
Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden, und ihm wird nichts zuteilwerden; die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören, und sie geht unter in der überströmenden Flut; und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstungen.
Und er wird mit den Vielen einen festen Bund schließen eine Woche lang; und in der Mitte der Woche wird er Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen, und neben dem Flügel werden Gräuel der Verwüstung aufgestellt, und zwar bis die fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt.

Was es hier zu beachten gibt, ist, dass wiedermal in Gleichnissen geredet wird. Wenn wir von einer Woche lesen, dann sind damit wahrscheinlich nicht die 7 Tage gemeint, die wir in unserem Leben ganz normal erleben. Es ist davon auszugehen, dass jede einzelne Woche für einen längeren Zeitabschnitt steht. Für mehrere Menschenjahre wahrscheinlich. Und beachtet bitte auch, dass der Prophet Daniel gelebt hat, bevor Jesus geboren wurde. Diese Prophezeiung ist also schon ziemlich alt. Eventuell könnte mit dem Gesalbten, von dem der Text redet, Jesus gemeint sein. Wer genau der sogenannte zukünftige Fürst ist, kann ich euch nicht sicher sagen, darum sage ich dazu am besten gar nichts. Mit der heiligen Stadt kann nur Jerusalem gemeint sein.

Eine weitere Erwähnung des Gräuels der Verwüstung findet man in Kapitel 12, Vers 10 bis 12. Dort steht:

Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden; und die Gottlosen werden gottlos bleiben, und kein Gottloser wird es verstehen; aber die Verständigen werden es verstehen.
Und von der Zeit an, da das beständige Opfer beseitigt und der Gräuel der Verwüstung aufgestellt wird, sind es 1.290 Tage.
Wohl dem, der ausharrt und 1.335 Tage erreicht!

Tja ... wenn wir also einen Gräuel der Verwüstung aufgestellt sehen in Jerusalem, müssen wir ab diesem Zeitpunkt noch zirka 3 Jahre und 8 Monate durchhalten und dann kommt die Rettung. Das ist zwar schön und gut, aber wenn wir keine Ahnung haben, was wahrhaftig der Gräuel der Verwüstung sein wird und woran man ihn eindeutig erkennt, dann nützt uns das gerade mal gar nichts. Wird das eine Art Triumphbogen sein? Oder eine Statue, die das Wesen zeigt, welches die Verwüstung verursacht? Oder etwas völlig Anderes? Ich habe keinen blassen Schimmer.

Kommen wir aber mal zum 24sten Kapitel vom Evangelium des Matthäus zurück! Wir waren so weit, dass uns die Ankündigung von Kriegen und Kriegsgerüchten nichts nützt, denn Kriege gibt es ständig. Wir waren auch so weit, dass es bereits Erdbeben, Seuchen und Hungersnöte zahlreich gegeben hat, und auch heutzutage gibt es das in ausgedehntem Maß. Wenn wir aber feststellen, dass jede Nation dieser Erde eines Tages Christen hassen wird, weil ... naja, einfach so eben ... dann wird das ein Anzeichen sein, dass das Ende extrem nah zu uns kommt. Besonders, wenn bis dahin das Evangelium bereits auf der ganzen Erde schonmal gehört wurde und wenn wir obendrein ein Gräuel der Verwüstung in Jerusalem stehen sehen. Dann wird’s langsam ernst, denn sofern die Bibel nicht schonwieder in Sinnbildern redet, sondern an dieser Stelle wirklich von Menschentagen sprach, dann müssen wir ab dem Moment noch 1.335 Tage durchhalten, ohne Jesus zu verleugnen und ohne das Malzeichen des Tieres anzunehmen. So weit, so gut. Schade nur, dass wir nicht wissen, wie der Gräuel der Verwüstung aussehen wird.

Interessant ist auch, dass Jesus laut Matthäus sagte: Wenn jene Tage nicht verkürzt werden würden, dann würde kein Fleisch gerettet werden.
Wie kann das sein? Wird jedes fleischliche Wesen mit Atombomben in die Luft gesprengt? Oder von Krankheiten niedergestreckt? Oder von Robotern ermordet, die schlauer sind als Menschen? Wir werden es vermutlich alle eines Tages sehen.
Es sei denn, dieser Textabschnitt wäre allein auf die Leute in der Stadt Jerusalem bezogen. Aber es fällt mir etwas schwer, das zu glauben.

Jedenfalls wird von Jesus auch der Spruch geäußert: Wo das Aas ist, das sammeln sich die Geier.
Dieser Spruch bedeutet Folgendes:
Wenn sich eine große Menschenmenge an einem bestimmten Ort versammelt, weil jemand behauptet, dass dort der Christus auftauchen würde, dann ist es so, als würden all diese Menschen in die völlige Bedeutungslosigkeit laufen, denn etwas Großartigeres als das werden sie dort nicht sehen. Die Worte, die der Mensch sagte, der sprach „Ich habe gehört, der Christus erscheint morgen in der Wüste.“ sind wie das Zeugnis eines Toten, weil Jesus sich nicht von Menschen herumkommandieren lässt und jeder, der es versucht, macht sich damit nur selbst von Jesus abtrünnig und lügt obendrein, was als Sünde zählt, und somit wird er vor Gottes Gericht nicht bestehen.
Jesus wird in Sekundenschnelle erscheinen und jeder Mensch auf der ganzen Welt wird ihn sehen. Man muss sich also gar nicht irgendwo versammeln, um die Wiederkunft zu erleben. Wenn ganz viele Menschen an einen bestimmten Ort gehen, um dort Jesus zu erwarten, dann ist das ein klares Anzeichen, dass dort nichts Besonderes passieren wird. Viel mehr wird es so sein, dass nicht wir zu Jesus gehen müssen, sondern dass er zu uns kommt und uns abholt. Dazu passt auch die Erzählung, dass Menschen an unterschiedlichen Orten ihr normales Leben führen werden und der eine wird genommen, aber der andere wird zurückgelassen.

Und wenn es so richtig finster am Himmel wird, und zwar auf der ganzen Erde, weil sowohl die Sonne als auch der Mond ihren Schein nicht geben und die Sterne vom Himmel fallen, dann ist der große Moment da, an dem wir endlich von dieser schwachsinnigen, verlogenen Welt erlöst werden. Aber bis dahin müssen wir standhaft ausharren, auch wenn das absolut keinen Spaß macht. Und es kennt ja niemand den genauen Tag. Die Engel im Himmel nicht, nichtmal Jesus, sondern nur der Schöpfer weiß es und wird das Kommando geben, wenn's losgeht. Wenn er nichtmal Jesus gesagt hat, wann der Tag sein wird, dann wird er es uns Menschen schon gar nicht genau verraten.

Die Endzeitreden der drei Evangelien sind sich übrigens sehr ähnlich, haben aber auch ein paar Abweichungen. Wir haben uns alles von Matthäus durchgelesen. Laut Markus soll aber Jesus über die Drangsal auch gesagt haben, dass sich in diesen Tagen sogar Kinder gegen ihre eigenen Eltern erheben werden, um zu helfen, sie zu töten. Und bei Lukas wird auch noch beschrieben, wie Jesus sagte, dass Jerusalem von den Heiden zertreten werden wird, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind, und dass es vor der großen Drangsal auch Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel geben wird. Das wollte ich mal noch ergänzend mit erwähnen.

Da wir nun aber die Worte aus den Evangelien durchgesprochen haben, wo Jesus höchstselbst seine Wiederkunft ankündigte, wollen wir noch ein bisschen über die Theorie nachsinnen, dass es möglicherweise eine Entrückung vor der Drangsal geben könnte.
Ganz besonders verdächtig klingt bezogen auf dieses Thema eine Äußerung von Jesus, die im Evangelium des Lukas bei der Endzeitrede berichtet wird. Jesus sagte Folgendes laut Kapitel 21, Vers 34 bis 36:

Habt aber acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens, und jener Tag unversehens über euch kommt!
Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen.
Darum wacht jederzeit und bittet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem allem zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!

Mir kommt es hier besonders auf die Worte aus Vers 36 an. Wir sollen beten, dass wir gewürdigt werden, diesem allem zu entfliehen. Bedeutet das also, dass es diese Möglichkeit gibt, von der Erde weg genommen zu werden, bevor hier alles total den Bach unter geht und die schlimmste Bedrängung aller Zeiten beginnt? Es könnte sein.

Als nächstes unterhalten wir uns ein bisschen über die Offenbarung Jesu Christi durch Johannes, besonders bezüglich der Frage nach dem Zeitpunkt der Entrückung.
In Kapitel 1 liest man nur einen Einführungstext und davon, wie Johannes von einem Mann angerührt wird, dessen Aussehen recht genau beschrieben wird. Vielleicht ist dieses Wesen ein Engel, aber es ist eigentlich viel naheliegender und logischer, dass es Jesus Christus selbst ist, der da zu Johannes kommt. Denn er sagt von sich selbst, dass er tot war und lebendig geworden ist, und das kann theoretisch nur auf Jesus zutreffen.
In den Kapiteln 2 und 3 lesen wir die sieben Sendschreiben. Im vierten Kapitel darf Johannes den Himmel betreten und er sieht Gott den Höchsten in Herrlichkeit, also den Schöpfer aller Dinge, unseren Vater im Himmel mit seinen 4 Cherubim-Engeln, die wir durch Hesekiel schon kennen sollten. Auch 24 Älteste sind da, die Gott den Höchsten anbeten.
In Kapitel 5 sieht Johannes auch Jesus in der Nähe Gottes stehen, und Jesus wird sinnbildlich als geschlachtetes Lamm beschrieben. Und Jesus empfängt sehr große Ehre, weil er durch alles, was er ertragen hat, würdig ist, ein siebenfach versiegeltes Buch zu öffnen, das bis dahin keiner öffnen konnte, denn keiner war würdig.
In Kapitel 6 lesen wir dann von dem, was das Brechen der Siegel offenbart. Zuerst kommen die vier apokalyptischen Reiter, welche Plagen bringen. Der erste ist mir zu rätselhaft. Er bekommt eine Krone und zieht mit einer Fernkampfwaffe in der Hand aus, um siegreich zu sein. Aber seine Mission erfahren wir nicht. Hat es etwas mit der Verbreitung des Glaubens an Jesus zu tun? Oder ist dieser erste apokalyptische Reiter etwa gar nicht jemand, der Jesus dient, sondern jemand Gefährliches, der nur gut aussieht, aber kein gutes Herz hat? Ich weiß es wirklich nicht. Der zweite Reiter steht mit höchster Wahrscheinlichkeit für zivile Unruhen und Bürgerkrieg. Der dritte Reiter steht höchstwahrscheinlich für Hungersnot, weil der lebenswichtige Weizen extrem teuer wird, während Dinge, die den Hunger nicht stillen, im Preis stabil bleiben. Man muss den Preis für Nahrung nur dann extrem anheben, wenn zu wenig Nahrung vorhanden ist. Es könnte sich aber eventuell auch um einen großen finanziellen Zusammenbruch handeln, bei dem das Geld allgemein kaum noch etwas wert ist. Der vierte Reiter ist schlicht und ergreifend der Tod, und dieser sorgt offenbar dafür, dass ein Viertel der Menschheit stirbt.
Nach dem Brechen des fünften Siegels erhalten die jenigen Trost, die im Laufe der Zeit getötet worden waren, obwohl sie gottestreue Menschen sind.
Diese ganzen Siegelbrüche sind ziemlich mysteriös. Und ich habe ehrlich gesagt keinen blassen Schimmer, ob diese Siegel bereits heute gebrochen sind und die Reiter schon auf der Erde unterwegs sind oder ob wir das alles erst noch Schlag auf Schlag rasch nach einander sehen werden. Fakt ist jedenfalls: Die bis hierher beschriebenen Dinge muss jeder Mensch mit erleben, denn bis hierher gab es noch keine Beschreibung eines Ereignisses, das wie eine Entrückung klingt. Und so lange keine Dinge geschehen, die so klingen, als würden Menschen entrückt werden oder entrückt worden sein, braucht man sich auch keine falschen Hoffnungen zu machen.
Es wird aber spannend, wenn wir uns den Bruch des sechsten Siegels anschauen. Dieser steht nicht nur in Kapitel 6, sondern auch in Kapitel 7 steht etwas darüber. Es steht geschrieben in Kapitel 6, Vers 12 bis 17:

Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete, und siehe, ein großes Erdbeben entstand, und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der Mond wurde wie Blut;
und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er von einem starken Wind geschüttelt wird.
Und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt.
Und die Könige der Erde und die Großen und die Reichen und die Heerführer und die Mächtigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge,
und sie sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!
Denn der große Tag seines Zorns ist gekommen, und wer kann bestehen?

Dieser Text klingt fast genau so wie die Erzählungen von Jesus aus den Endzeitreden. Demnach ist dies offensichtlich eine Beschreibung des Erscheinens von Jesus Christus.
Weiterhin lesen wir in Kapitel 7, Vers 1 bis 4 und 9 bis 17 Folgendes:

Und danach sah ich vier Engel an den vier Enden der Erde stehen, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe über die Erde, noch über das Meer, noch über irgendeinen Baum.
Und ich sah einen anderen Engel, der von Sonnenaufgang heraufstieg, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen,
und er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben!
Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: 144000 Versiegelte, aus allen Stämmen der Kinder Israels.

Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen.
Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm!
Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und die vier lebendigen Wesen und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an
und sprachen: Amen! Lob und Herrlichkeit und Weisheit und Dank und Ehre und Macht und Stärke gebührt unserem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Und einer von den Ältesten ergriff das Wort und sprach zu mir: Wer sind diese, die mit weißen Kleidern bekleidet sind, und woher sind sie gekommen?
Und ich sprach zu ihm: Herr, du weißt es! Und er sprach zu mir: Das sind die, welche aus der großen Drangsal kommen; und sie haben ihre Kleider gewaschen, und sie haben ihre Kleider weiß gemacht in dem Blut des Lammes.
Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt aufschlagen über ihnen.
Und sie werden nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten; auch wird sie die Sonne nicht treffen noch irgendeine Hitze;
denn das Lamm, das inmitten des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu lebendigen Wasserquellen, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.

An Vers 4 sehen wir, dass es insgesamt 144.000 Menschen geben wird, die ein Siegel bekommen. Es ist sehr stark davon auszugehen, dass es sich dabei um ein Schutzzeichen handelt. Und wir sehen eindeutig, dass all diese Menschen aus Israel stammen. Denn Gott denkt an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob, deswegen ist das Volk Israel für ihn bis zum letzten Tag etwas Besonderes. Die 144.000 Menschen haben aber nicht nur das Merkmal, Kinder Israels zu sein, sondern sie haben auch noch andere Merkmale, denn über sie steht Folgendes geschrieben in Kapitel 14, Vers 4 und 5:

Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben; denn sie sind jungfräulich rein. Diese sind es, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge für Gott und das Lamm,
und in ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden; denn sie sind unsträflich vor dem Thron Gottes.

Hier sehen wir also weitere Eigenschaften, die diese 144.000 Kinder Israels haben. Und diese werden von einem Engel in jenen Tagen ein Schutzzeichen erhalten. Es fällt aber auf, dass nicht nur diese erwähnt werden, sondern ab Vers 9 wird eine riesengroße Volksmenge erwähnt, aus allen Nationen. Und diese kommen zu Gott und zu Jesus an. Ist das buchstäblich so gemeint, dass sie vor dem Thron der Herrlichkeit erscheinen? Und wenn ja, wie kann das sein? Rein theoretisch, und ich betone, dass es sich an dieser Stelle nur um eine Theorie handelt, müssten diese entrückt worden sein. Es ist ja nicht so, als gäbe es irgendwo auf der Erde eine Leiter, an der jeder Mensch in den Himmel hochklettern kann, wenn er gerade mal zufällig Lust dazu hat. Der Himmel muss diesen Menschen geöffnet worden sein, schätze ich mal, und dann müssen sie ja irgendwie hinein gelangt sein. Wir lesen also davon, wie die jenigen, die Jesus angenommen und verehrt haben, zu ihm und zu Gottes Thron kommen. Allerdings sei bemerkt, dass bis hierhin noch kein Ereignis beschrieben wird, das nach einer Entrückung klingt. Es wird auch gesagt: Die jenigen in weißen Gewändern kommen aus großer Drangsal. Könnte es sich vielleicht um alle Menschen handeln, die um die Welt gezogen sind und das Evangelium verkündet haben, als der Glaube an Jesus noch verboten und verachtet gewesen ist? Wenn es das nicht ist, dann haben diese Menschen wahrscheinlich die Drangsal miterlebt, die in der Endzeitrede von Jesus schon beschrieben wurde, also eben jene Drangsal, die schrecklicher ist als alle anderen in der Schöpfungsgeschichte.

Danach erzählt die Offenbarung davon, wie das siebte Siegel geöffnet wird, woraufhin sich sieben Engel bereit machen, von denen jeder eine Posaune hat. Und diese bringen ziemlich üble Gerichte über die Welt. Es hagelt Feuer, ein Drittel des Meeres stirbt ab und wird zu Blut, nachdem ein sogenannter brennender Berg ins Meer fiel, ein Drittel des Süßwassers wird bitter und deshalb tödlich werden und ebenso wird das Gleichgewicht zwischen Tag und Nacht gestört, denn es wird mehr Finsternis als Tageslicht geben. Danach wird der Engel des Abgrundes auftauchen und mit seiner äußerst seltsam aussehenden Heuschreckenarmee die Menschen quälen, die Gott nicht lieben. Der Name des Engels steht in Kapitel 9 Vers11 geschrieben.
Wenn die Quälerei dann vorüber ist, werden vier andere Engel losgebunden werden und diese werden jede Menge Morde an der Menschheit begehen.
Dann bekommt Johannes ein Buch mit Wissen über alle Nationen, das er essen muss. Und das hoch interessante ist: Dieses Buch wird süß schmecken, aber dann im Magen bitter aufschlagen. Das solltet ihr immer im Hinterkopf behalten. Denn wer wird es für eine gute Idee halten, etwas zu essen, das im Magen bitter wird, nur weil es einen süßen Geschmack im Mund hat?
Als nächstes liest man von den zwei Zeugen, die in Sacktuch gekleidet sein werden in diesen Tagen. Diese werden in Jerusalem auftauchen und Weissagungen verkünden und die Erde mit Plagen schlagen, wenn ihnen jemand Böses will. Mit denen sollte man sich also nicht anlegen, aber offenbar werden das die Menschen doch tun, denn es wird berichtet, dass wirklich Plagen geschahen beziehungsweise geschehen werden.

Jedenfalls habe ich ja gerade kurz erwähnt, was bei den ersten sechs Posaunenstößen passiert, aber bei der siebten Posaune schauen wir uns am besten mal an, was diesbezüglich geschrieben steht. Wir lesen in Kapitel 11, Vers 15 bis 18 Folgendes:

Und der siebte Engel stieß in die Posaune; da ertönten laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Die Königreiche der Welt sind unserem Herrn und seinem Christus zuteilgeworden, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Und die 24 Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen saßen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an
und sprachen: Wir danken dir, o Herr, Gott, du Allmächtiger, der du bist und der du warst und der du kommst, dass du deine große Macht an dich genommen und die Königsherrschaft angetreten hast!
Und die Heidenvölker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit, dass die Toten gerichtet werden und dass du deinen Knechten, den Propheten, den Lohn gibst, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und dass du die verdirbst, welche die Erde verderben!

Auch das klingt nicht eindeutig danach, dass irgendwer entrückt wird. Aber wie sonst soll Gott denen ihren Lohn geben, die ihn verdienen? Muss er sie dazu nicht erstmal zu sich holen? Wer weiß. In Kapitel 12 aber gibt es schließlich eine Stelle, die äußerst verdächtig klingt. Denn da lesen wir in den Versen 1 bis 5:

Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen.
Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.
Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen;
und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte.
Und sie gebar einen Sohn, einen männlichen, der alle Heidenvölker mit eisernem Stab weiden wird; und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron.

Es müssen also zwei Zeichen im Himmel erscheinen. Zuerst eine Frau, die in Geburtsschmerzen schreit, mit Sonne, Mond und zwölf Sternen und dann, während die Frau noch zu sehen ist, muss auch ein Bild von einem feuerroten Drache mit sieben Köpfen erscheinen.
Das Zeichen mit der Frau ist angeblich am 23. September 2017 zu sehen gewesen, aber es gab weit und breit keinen Drache.
Es ist fraglich, ob in der Prophezeiung der Himmel gemeint ist, den wir von der Erde aus ansehen oder ob damit die himmlischen Regionen gemeint sind, die wir gar nicht sehen können.
Jedenfalls lesen wir von einem Sohn, der alle Heidenvölker mit eisernem Stab weidet und dieser wird zu Gott entrückt. Das Interessante ist nun, dass dieser wegen den Heidenvölkern aktiv ist, Jesus hingegen kam zur Erde, um die verlorenen Schafe Israels zu sammeln und erst nach seiner Auffahrt in den Himmel war den Jüngern klar, dass auch die Heiden erfahren sollen, wer Jesus ist.
Das Ganze ist äußerst seltsam, was in dem gerade genannten Teil der Offenbarung steht.
Aber es ist unverkennbar die Rede davon, dass jemand zu Gott entrückt wird. Ob es sich an dieser Stelle aber um alle gläubigen Jesus-Nachfolger handeln soll, bezweifle ich ehrlich gesagt, darum forschen wir noch weiter.

Als nächstes erzählt die Offenbarung, dass der Teufel auf die Erde geworfen wird. Und es steht in den Versen 10 bis 12 des zwölften Kapitels Folgendes:

Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus! Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht.
Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!
Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.

Nun möge man sich ja fragen, wer genau diese Brüder sind, die da ständig verklagt wurden. Vielleicht treue Menschen, die sich trotz ihrer bereuten Verfehlungen immer zu Gott und Jesus gehalten haben? Aber auch die mussten offenbar sterben, bevor sie das Reich Gottes betreten durften. Denn es steht geschrieben: Sie haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod. Es sieht also extrem stark danach aus, dass wir alle den Tod ertragen müssen, bevor wir im Himmel sein dürfen. Außer wir überleben alle Dinge, die bis hierher beschrieben wurden und halten die ganze Zeit über an Jesus fest.

In Kapitel 13 steht die Warnung vor dem Tier aus dem Meer und dem Tier aus der Erde. Und in Kapitel 14 gibt es schließlich eine Stelle, die mit ziemlicher Sicherheit eine Entrückung beschreibt. Dort steht in den Versen 14 bis 16:

Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der glich einem Sohn des Menschen; er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel.
Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel hervor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: Sende deine Sichel und ernte; denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist!
Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.

Das klingt sehr stark nach einer Entrückung, wie sie Paulus beschrieben hat. Und wir sollten beachten, dass die Offenbarung 22 Kapitel hat. Wir sind aber erst bei Kapitel 14 und das sichtbare Königreich von Jesus wird erst in Kapitel 20 aufgebaut. Demzufolge ist also tatsächlich davon auszugehen, dass es eine Entrückung geben wird, bevor das Ende der Weltzeit passiert, denn erst am Ende der Weltzeit wird die Wiederkunft von Jesus passieren, wo er mit seinen Engeln auf den Wolken kommt und jedes Auge ihn sieht. Und in Kapitel 16 ist von weiteren Plagen die Rede, die die Menschen verkraften müssen. Jene Plagen werden sich dann wohl auf die Menschen beziehen, die nicht entrückt wurden.
Wenn man sich danach richtet, werden also auch die treuen Gläubigen so einige Schrecken miterleben, aber vor den letzten sieben Plagen werden sie gerettet.

Diese Stelle der Offenbarung ist auch nicht die einzige Stelle in der Bibel, in der angekündigt wird, dass ein Menschensohn auf einer Wolke kommen wird. Denn im Buch des Propheten Daniel lesen wir Folgendes in Kapitel 7, Vers 13 und 14:

Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht.
Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.

Das ist also noch eine weitere Stelle in den offiziellen Bibelbüchern, in denen die Ankunft von Jesus angekündigt wird, und dabei stammen die gerade gelesenen Worte aus einer Zeit, als Jesus noch gar nicht im Fleisch auf die Welt gekommen war.
Jedenfalls haben wir in Kapitel 14 gerade die Verse gelesen, die nach der Entrückung klingen. Wenn es euch aber interessiert, wie genau im Vergleich dazu die Wiederkunft von Jesus in der Offenbarung beschrieben wird, zeige ich auch diesen Text mal im Rahmen des heutigen Videos. Es steht geschrieben in Kapitel 19, Vers 11 bis 16:

Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt »Der Treue und der Wahrhaftige«; und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er.
Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst.
Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: »Das Wort Gottes«.
Und die Heere im Himmel folgten ihm nach auf weißen Pferden, und sie waren bekleidet mit weißer und reiner Leinwand.
Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage, und er wird sie mit eisernem Stab weiden; und er tritt die Weinkelter des Grimmes und des Zornes Gottes, des Allmächtigen.
Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: »König der Könige und Herr der Herren«.

Dies ist also das zu erwartende Aussehen der echten Wiederkunft von dem wahrhaftigen Sohn Gottes, Jesus Christus, in der ganzen Kraft und Herrlichkeit, die Gott ihm gab.
Aber die Frage nach dem Wann lässt sich leider nur damit beantworten, dass nur allein Gott der Höchste diesen Tag festgelegt hat und niemand das Datum sehen darf, weil es eine Überraschung werden soll.

Fakt ist jedenfalls, wie es aus dem zweiten Brief an die Thessalonicher hervorgeht, dass wir erstmal erleben müssen, wie irgendein Wesen sich selbst vor aller Augen zur Gottheit erklärt und sich über den echten Gott erhebt, während die Menschen das ernst nehmen und die Medien das bestärken. So lange wir nicht mit unseren eigenen Ohren gehört haben, dass einer lebt, der das tut und den man theoretisch auch selber anschauen kann, so lange ist das Warten auf die Wiederkunft von Jesus sowieso vergeblich. Auch die Entrückung wird vermutlich erst hinterher möglich sein, oder ungefähr zeitgleich. Denn in Kapitel 13 der Offenbarung steht wahrscheinlich alles beschrieben, was zur Zeit passiert, wenn der Sohn des Verderbens offenbar wird. Und erst danach, also in Kapitel 14, wird eine Entrückung beschrieben.

Allerdings muss man zugeben, dass Jesus dazu aufgerufen hat, allezeit wachsam zu sein. Und wenn irgendwann der Tag auf Erden kommt, an dem es plötzlich eine große Anzahl von Vermisstenanzeigen gibt, weil Menschen ihre Freunde oder Familienmitglieder vermissen und keinen Schimmer haben, wo diese sein sollen, und all diese vermissten Personen sind reinherzig gläubige Christen gewesen, dann sollte dem Rest der auf der Erde wohnenden Menschen klar sein, dass die Entrückung geschehen ist, sie selbst aber wurden in dieser Welt zurückgelassen, weil sie Jesus nicht geliebt haben, wie sie von Jesus geliebt wurden. Denn diese Welt ist dem Teufel überlassen, aber Jesus kann und will uns vor vielem retten, besonders wenn wir seine Gebote befolgen, wie sie in den Evangelien lesbar sind und wie es sich auch aus der Offenbarung ergibt.
Und ich möchte vor dem Ende des Videos auch noch anmerken, dass der Teufel, welcher der Fürst dieser Welt ist, natürlich kein Interesse daran hat, dass die Menschen Jesus Christus nachfolgen wollen und gerettet werden, denn der Teufel will euch mit sich in die Hölle ziehen, in welcher er ganz am Ende landen wird, um zu leiden. Aber den rettenden Glaube will er mit aller Kraft verhindern. Nun stellt euch mal vor, die Entrückung passiert tatsächlich und es gibt einige Augenzeugen, die wegen genau diesem Ereignis dann so sehr überwältigt sind, dass sie voll und ganz Jesus nachfolgen werden und ihr komplettes Leben auf der Erde gering achten, um nur noch die Lehre von Jesus in die Tat umzusetzen! Eine stattfindende Entrückung wäre bestimmt ein sehr überzeugender Anlass für die Zurückgelassenen, ihr Leben an Jesus zu übergeben und alle Sünden künftig zu verweigern. Und das würde dem Teufel ganz und gar nicht in den Kram passen. Da der Teufel der Vater aller Lügen ist, wird er sich also wahrscheinlich eine Lüge im Vorfeld ausdenken, sodass die Menschen an dem Tag, an dem die Entrückung passiert ist, leicht davon überzeugt werden können, es wäre überhaupt nicht die Entrückung gewesen, sondern irgendwas Anderes. Der Teufel und seine vielen Anbeter und sonstigen Diener könnten zum Beispiel behaupten, dass die ganzen vermissten Menschen von Aliens entführt worden sind und in Raumschiffe teleportiert wurden. Da heutzutage reichlich Menschen an die Existenz von sogenannten Aliens glauben und es auch reichlich Gehirnwäsche durch entsprechende Filme in den Medien gibt, würden viele Menschen sowas am Ende vielleicht sogar glauben, dass die entrückten Christen nicht zu Jesus geholt wurden, sondern dass Aliens sie entführten und in ihren Raumschiffen festhalten. Durch so eine Lüge könnte sogar ein so außergewöhnliches Ereignis wie eine von Gott befohlene Entrückung, nach welcher die Erlösten bei Jesus wohnen dürfen, bei den Zurückbleibenden auf der Erde zur Legende erklärt werden, weil sie lieber an Aliens glauben als an Gott und Jesus Christus.
Ich habe keine Ahnung, ob solche Zustände jemals herrschen werden, aber ich wollte euch zumindest davon erzählen, dass es im Zweifelsfall eine denkbare Theorie sein könnte.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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