Text zu "Die Schlüsselgebote der Thora"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=W4A0jsusld0

Hallo Leute und willkommen bei den Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Im heutigen Video, nachdem wir uns schon sehr eingehend mit den Worten beschäftigt haben, die laut den Evangelien Jesus höchstpersönlich sprach, werden wir nun mal einen kleinen Blick auf die Tora werfen. Damit ist im Grunde das Gesetz gemeint, an welches Israel sich halten muss, und dieses Gesetz ergibt sich aus allen Geboten und Rechtsbestimmungen, die in den fünf Mosebüchern stehen. Das leicht Ärgerliche ist nun, dass in den Mosebüchern immer Geschichten erzählt werden und zwischendrin stehen mal Gebote und dann steht eine weitere Erzählung da, und dann kommt nochmal das eine oder andere Gebot und so zieht es sich vom 2. Buch Mose bis zum Ende vom 5. Buch Mose.
Von daher ist es schon eine sehr große Herausforderung, das gesamte Gesetz erstmal zu erfassen.

Jesus hat aber etwas von großer Wichtigkeit in seiner Bergpredigt gesagt, und das lesen wir im fünften Kapitel vom Evangelium des Matthäus, denn dort steht in den Versen 17 bis 20 Folgendes:

Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!
Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.
Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel.
Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen!

Daraus ergibt sich, dass alle Dinge, zu denen Jesus nicht etwas Anderes gesagt hat, mindestens für Israel immer noch gültig sind. Nun sind die meisten von uns selber zwar keine Israeliten, aber ich habe ein bisschen was in meinem Leben mitbekommen, aus dem sich ergibt, dass bestimmte Gebote aus der Tora unbedingt von jedem einzelnen Mensch eingehalten werden sollten, wenn dieser Mensch Gott sucht. Egal ob dieser Mensch ein gebürtiger Israelit ist oder nicht.
Und eben diese Gebote, von denen ich glaube erkannt zu haben, dass man sie auch als Christ unbedingt wissen sollte, obwohl sie im alten Testament stehen, werden wir uns in diesem Video näher anschauen.

Eigentlich hat Jesus ja gesagt, dass man das ganze Gesetz lehren soll, aber dazu fehlt mir leider momentan noch die Zeit. Der Tag wird vermutlich kommen, wenn Gott will, an dem wir uns in einem Video mal die gesamte Tora inklusive den Propheten anschauen, aber heute kann ich nur mal die jenigen Gebote zeigen, die für jeden Christ theoretisch unverzichtbar sind, und diese werde ich (im Videobild) in blauer Schrift markieren. Die komplette Tora wäre erstmal zu viel, denn ein Video über die komplette Tora mit Berücksichtigung der Prophetenbücher würde bestimmt so ungefähr zwei Stunden dauern.

Wir fangen mit einer Sache an, von der jeder Gläubige zweifellos schonmal gehört hat: Die 10 Gebote.
Wenn wir diese lesen wollen, können wir entweder die Stelle hernehmen, als Israel sie zum ersten Mal hörte, nämlich im 2. Buch Mose Kapitel 20, oder wir hätten auch die Möglichkeit, dort zu lesen, wo die 10 Gebote wiederholt werden, nämlich im 5. Buch Mose in Kapitel 5.
Für den Moment nehmen wir uns die Stelle, als Israel sie das erste Mal hörte.
Wir werden das Kapitel mal ein bisschen auseinander nehmen, um die 10 Gebote daraus zu bekommen.

Im 2. Buch Mose, Kapitel 20, Vers 3 lesen wir das erste Gebot, denn dort spricht unser Vater im Himmel:

Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!

Wir sollen also nur Gott allein anbeten und nie irgendwen oder irgendetwas Anderes zu unserem Gott machen.
Das Interessante an diesem Gebot ist aber auch, dass es wie wir wissen ja nur einen echten Gott gibt, einen Schöpfer aller Dinge, und trotzdem sagt Gott hier, dass wir keine anderen Götter anbeten sollen, was ja beinhaltet, dass es demzufolge auch noch andere Götter geben muss. Das ist schon ziemlich seltsam, nicht wahr? Wie kann der jenige, der nur selbst wahrhaftig Gott ist, plötzlich von anderen Göttern reden?
Die Antwort würden wir in einem Buch finden, welches leider nicht, bzw. nicht mehr in der Bibel inbegriffen ist. Nämlich in dem alten Buch Henoch. (Genesis 5,24)
Ich will eines Tages, wenn ich so weit kommen sollte, mal ein Video darüber machen, was genau es darin zu lernen gibt und wie das alles zusammen hängt und woran man erkennt, dass dieses Buch glaubwürdig ist. Aber dafür brauche ich noch viel Zeit.
Im Moment erzähle ich euch mal die Kurzform:

Bevor die Sintflut kam, ist es auf der Erde ziemlich heftig zugegangen. Es sind Schrecknisse geschehen, die wir uns in unserer heutigen Zeit allerhöchstens als eine Mischung aus Horrorfilm und Science Fiction Film vorstellen könnten.
Wir lesen im 1. Buch Mose (=Genesis) in Kapitel 6 etwas davon, dass so genannte Gottessöhne sich mit Menschenfrauen vermischt haben. Bei diesen sogenannten Gottessöhnen handelt es sich an dieser Stelle um Engel Gottes, die als heilig zählten, aber dann haben sie sich dem Befehl Gottes widersetzt und sind zur Erde hinab gestiegen und sind vor den Menschen erschienen. Und die Menschen kannten damals sehr vieles nicht, sie wussten nichtmal wie man Holz hackt, aber die gefallenen Engel brachten das den Menschen bei und lehrten sie auch Kriegskunst und schwarze Magie und Zeichendeuterei und lauter sonstigen okkulten Schrott. Und die Menschen taten all dies und wurden dadurch immer bösartiger. Gleichzeitig wollten die gefallenen Engel aber auch als Götter von den Menschen angebetet werden. Und die Menschen taten das. Und aus diesem Grund wurde dieses Gerede unter den Menschen verbreitet, dass es nicht nur einen Gott gibt, sondern ganz viele Götter. Weil die Menschen die gefallenen Engel für Götter gehalten haben.
Aber die Engel sind auch nur ein Erzeugnis des Schöpfers, egal wie viele schädliche und gefährliche Geheimnisse sie kennen, die sie den Menschen erzählen. Weil die Menschen das aber nicht kapierten, deswegen lautet das erste Gebot, dass man nur Gott anbeten soll und sonst niemand anderen.

Das zweite Gebot hängt fest damit zusammen. In Vers 4 bis 6 steht:

Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist.
Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen,
der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

Dieses Gebot hängt auch damit zusammen, dass Menschen gerne ihre eigenen Götter erfinden und der Meinung sind, wenn sie nur ganz fest daran glauben, ihre Erfindungen würden echt sein, dann könnten irgendwann Wunder geschehen. Aber im Grunde genommen ist es sogar noch einen kleinen Tick schlimmer als gefallene Engel anzubeten, wenn ein Mensch ernsthaft so verrückt ist, sich zum Beispiel eine Holzfigur zu schnitzen und diese dann anzubeten, als wäre es eine Gottheit. Ich werde nie kapieren, was im Kopf solcher Leute vorgeht. Aber jedenfalls geht aus dem Gebot hervor, dass wir uns niemals irgendwelche Bildnisse basteln dürfen, die etwas mit Gottesglaube zu tun haben. Auch wenn die Katholiken vor der Statue der Jungfrau Maria niederknien, handeln sie gotteslästerlich, weil sie in diesem Moment das zweite Gebot brechen. Und wer Gottes Gebote bricht, der braucht nicht zu erwarten, dass seine Gebete erhört werden oder er Schutz empfängt. Gerade die 10 Gebote sollte man alle zu jeder Zeit einhalten.

Das dritte Gebot lesen wir in Vers 7, denn dort steht geschrieben:

Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

Das ist ziemlich eindeutig, würde ich sagen. Man missbraucht den Name Gottes, indem man absichtlich Menschen in die Irre führt, die gottesfürchtig sind. Wenn man ihnen zum Beispiel vorgaukelt, man wäre ein Prophet Gottes und dann fordert man von ihnen Gehorsam und beutet sie aus, oder indem man den Glaube an Gott benutzt, um damit sehr viel Geld zu verdienen, das man für sich selbst ausgibt oder für sich selbst behält. Auch wenn jemand seinen Mitmenschen Lügen auftischen will und dann sagt: „Ich meine es ernst, und Gott selbst hat das zu mir gesagt, dass ich Recht habe!“, dann ist das ein Missbrauch von Gottes Name.

Als nächstes setzen wir uns mit dem vierten Gebot auseinander, nämlich mit den Sabbatgebot. Dieses steht geschrieben in den Versen 8 bis 11. Wir lesen dort:

Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn!
Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun;
aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt.
Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt.

Der Sabbat ist in der deutschen Sprache der Samstag. Es ist also Gottes Gebot, dass für uns echte Gläubige jeder Samstag ein Ruhetag sein soll, an dem wir an Gott gedenken. Und wenn mir jemand nicht glauben sollte, dass mit dem Sabbat der Samstag gemeint ist, so muss man eigentlich nur mal einen Blick in ein ordentliches deutsches Wörterbuch werfen und man wird entdecken, dass das Wort Samstag aus dem hebräischen Sabbat entspringt.
Leider hat aber die katholische Kirche den Sonntag, also den Tag der Sonnenanbetung, welcher ursprünglich mal als erster Tag der Woche galt, eigenmächtig zum neuen Ruhetag erklärt und dieser Fehler wird schon seit Generationen von nahezu allen Christen übernommen. Ihr werdet aber beim Durchlesen der fünf Mosebücher merken, dass Gott viele Male wiederholt, wie wichtig es ihm ist, dass man den Sabbat einhalten soll. Das brennt ihm förmlich auf dem Herzen. Wer also Gott liebt, der sollte sich den Samstag als Ruhetag einrichten.
Es gibt noch ein paar mehr Dinge zum Sabbat zu beachten als die, dass es ein Tag zum Ausruhen ist, an dem man keine Arbeit tut, nichts Anstrengendes verrichtet und keinen Stress verbreitet, sondern sich entspannt, um neue Kraft zu generieren.

In Kapitel 35 vom zweiten Buch Mose steht in Vers 3 geschrieben:

Am Sabbattag sollt ihr kein Feuer anzünden in allen euren Wohnungen!

Das sollte man ernst nehmen und demzufolge sollte es also an dem Tag keinen aktiven Ofen geben und auch keine angezündeten Kerzen oder irgendwas Anderes, was eine Feuerflamme entfacht.

Und durch den Prophet Jesaja hat Gott auch etwas sehr Entscheidendes über den Sabbat gesagt. Da wir den Sabbat gerade als Thema haben, finde ich es äußerst wichtig, das an dieser Stelle ebenfalls zu zitieren. In Kapitel 58 steht in den Versen 13 und 14 Folgendes geschrieben:

Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt; wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen Tag des HERRN ehrenwert; wenn du ihn ehrst, sodass du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst, noch nichtige Worte redest;
dann wirst du an dem HERRN deine Lust haben; und ich will dich über die Höhen des Landes führen und dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob! Ja, der Mund des HERRN hat es verheißen.

Okay, also um es etwas deutlicher zu machen:
Wir sollten im Idealfall jeden Samstag nicht das tun, was nur uns selber gefällt, also irgendwelche weltlichen Hobbys oder Arbeit, sondern wir sollten das tun, was Gott mag. In der Bibel lesen, und wenn wir wollen uns versammeln, um gemeinsam darüber zu reden, oder Lieder zu Ehren Gottes und zu Ehren von Jesus singen wenn wir wollen, oder entsprechende Musik anhören, oder uns auf irgendeine andere vernünftige Weise mit Gottes Worten und Taten befassen. Und wenn wir das auf eine Weise hinkriegen, dass wir ohne zu lügen sagen können: „Ich freue mich auf den nächsten Sabbat!“, dann freut sich Gott darüber umso mehr.
Wir sollen an diesem Tag auch nicht unsere Gänge erledigen, also nicht einkaufen gehen oder irgendwelche weltlichen Termine wahrnehmen. Es ist wie gesagt ein Ruhetag.

Lasst uns nun aber mal wieder zu den 10 Geboten zurück kommen, wie sie im 2. Buch Mose stehen!
Das Gebot, dass wir den Sabbat einhalten und heiligen sollen, ist das vierte. Das fünfte Gebot lesen wir im 20. Kapitel vom 2. Buch Mose in Vers 12:

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt!

Aus dem ersten Teil des Verses ergibt sich also, dass wir Vater und Mutter ehren sollen. Dieses Gebot ist schwer für manch einen, denn es gibt Menschen, die in ihrer Kindheit sehr schlecht behandelt wurden und die viel Leid durch ihre Eltern zu tragen haben, aber trotzdem sagt die Bibel: Man soll Vater und Mutter ehren. Das wirkt im Bezug auf Menschen mit grottenschlechten Eltern ziemlich unbarmherzig. Aber naja ... wenn man seine Eltern nicht aufrichtig ehren kann, weil sie sich so verhalten, dass es mit Ehre rein gar nichts zu tun hat, dann sollte man vermutlich wenigstens dem Motto folgen, das da lautet: „Wenn du nichts Gutes über jemanden reden kannst, dann sage am besten gar nichts!“.

Die nächsten drei Gebote, also das sechste, siebte und achte Gebot, sind kurz und leicht zu verstehen. Daher lesen wir diese drei gemeinsam, wie sie stehen in den Versen 13 bis 15:

Du sollst nicht töten!
Du sollst nicht ehebrechen!
Du sollst nicht stehlen!

Das wird hoffentlich jeder verstehen. Bei dem Gebot, dass man nicht ehebrechen soll, erinnert sich hoffentlich jeder daran, wie Jesus sagte, dass auch eine Scheidung als Ehebruch zählt, außer wenn es wegen Unzucht dazu kommt. Und wenn jemand verheiratet ist, aber schaut einer anderen Person lüsternd hinterher, dann ist das bereits Ehebruch im Herzen.

Im 16. Vers lesen wir das neunte Gebot. Es steht geschrieben:

Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten!

Also, um es mal ein bisschen geläufiger auszudrücken: Du sollst keinen Quatsch über deine Mitmenschen erzählen! Wie wenn zum Beispiel einer behauptet, er hätte gesehen, wie ein wohl bekannter Mensch etwas Unreines getan hat, aber in Wahrheit ist das gar nicht geschehen, sondern es handelt sich um ein ausgedachtes Gerücht. Sowas darf man verständlicherweise niemals tun.

Nun bleibt noch das zehnte Gebot, welches uns erklären soll, dass wir nicht neidisch sein dürfen, aber es ist in leicht veralteter Wortwahl ausgedrückt, denn es steht geschrieben in Vers 17:

Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat!

Somit haben wir jetzt also die 10 Gebote angeschaut, und diese sind wichtig für alle Zeiten und für jeden Mensch, der Gott wirklich gefallen möchte und sich seine Gunst erhofft.
Wer wirklich an Gott glaubt und ihm anhangt, für den sind auch diese Gebote wichtig.

Als nächstes schauen wir uns die Gebote zur Heiligung des Lebenswandels etwas näher an. Diese stehen im 3. Buch Mose in Kapitel 19. Einige Gebote von ihnen betreffen nur Landwirte. Zu diesen werde ich nichts weiter sagen, aber wir finden in diesem Kapitel ein paar sehr wichtige Gebote, die für alle Menschen gelten, die sich für Gott und Jesus interessieren. Wir werden zwar gleich merken, dass Gott auch in diesem Kapitel besonders die Kinder Israels anspricht, aber ich werde alle Gebote kommentieren, die soweit ich das einschätzen kann in erster Linie für alle gelten sollten.
Zuerst lesen wir die Verse 1 bis 4. Es steht geschrieben:

Und der HERR redete zu Moses und sprach:
Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israels und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott!
Ihr sollt jeder Ehrfurcht vor seiner Mutter und seinem Vater haben und meine Sabbate halten, denn ich, der HERR, bin euer Gott.
Ihr sollt euch nicht an die Götzen wenden und sollt euch keine gegossenen Götter machen, denn ich, der HERR, bin euer Gott.

Hierbei handelt es sich erstmal nur um eine inhaltliche Wiederholung, wie wir es durch die 10 Gebote wissen. Zumindest größtenteils. Die Aufforderung, dass wir heilig sein sollen, weil Gott auch heilig ist, kann man sich ruhig merken.
Jedenfalls wird hier bestätigt, dass wir Vater und Mutter ehren, den Sabbat einhalten und jegliches Anfertigen von Götzenbildern unterlassen sollen. Wenn Gott sagt, dass wir uns nicht an Götzen wenden sollen, ist das so ähnlich wie das Anbeten von Bildnissen. Nur eben dass man in seinem Gebet dann den leblosen Gegenstand um Gaben oder um Worte bitten würde, was aber nichts nützen würde, es sei denn, es ist ein Dämon an den Gegenstand gebunden und dieser kann reden.

Der nächste Teil betrifft Menschen, die eigene Tiere besitzen, für den Fall, dass diese aus welchem Grund auch immer es für eine gute Idee halten sollten, diese als Gabe darzubringen. Wen das interessiert, der muss die Verse 5 bis 8 durchlesen. Ich selbst verzichte an dieser Stelle aber darauf.

Die Verse 9 und 10 betreffen die Menschen, die ein eigenes Feld besitzen, auf dem sie Früchte oder Ähnliches anbauen. Wir lesen uns das vollständigkeitshalber mal durch, denn diese Verse sind von Barmherzigkeit geprägt. Es steht geschrieben:

Wenn ihr die Ernte eures Landes einbringt, sollst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten und keine Nachlese nach deiner Ernte halten.
Auch sollst du nicht Nachlese halten in deinem Weinberg, noch die abgefallenen Beeren deines Weinberges auflesen, sondern du sollst es dem Armen und dem Fremdling lassen; denn ich, der HERR, bin euer Gott.

Gott denkt immer an die Armen und Elenden, aber die Menschen machen ihm das leider nicht nach.

Im 11. Vers lesen wir Worte, die einfach und gleichzeitig von höchster Wichtigkeit sind. Es steht geschrieben:

Ihr sollt nicht stehlen und nicht lügen noch einander betrügen!

Dazu muss nichts weiter erklärt werden, denn es ist ein eindeutiges Gebot. Wenn wir nun Vers 12 lesen würden, dann würden wir merken, dass Gott gebietet, man soll nicht falsch schwören und soll seine Schwüre halten. Allerdings hat Jesus verkündet, dass man überhaupt gar nicht schwören soll. Und weil Jesus eben dies gesagt hat, ignorieren wir den zwölften Vers im heutigen Video.

Vers 13 ist interessant für Menschen, die Arbeitgeber sind, auch wenn die Worte altertümlich klingen, denn dort lesen wir Folgendes:

Du sollst deinen Nächsten weder bedrücken noch berauben. Der Lohn des Taglöhners soll nicht über Nacht bei dir bleiben bis zum Morgen.

Im nächsten Vers, nämlich in Vers 14, stehen wichtige Worte, die damit zu tun haben, dass man sich rücksichtsvoll verhalten sollte. Es steht geschrieben:

Du sollst dem Tauben nicht fluchen und dem Blinden keinen Anstoß in den Weeg legen, sondern du sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR!

Offensichtlich verachtet Gott Menschen, die sich an den Behinderungen anderer Menschen belustigen. Diese Gefühlsregung kann bestimmt der eine oder andere von uns sehr gut nachvollziehen.

Das Gebot in Vers 15 hat etwas damit zu tun, wie man sich im Gericht verhalten soll. Wir lesen dort Folgendes:

Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht; du sollst weder die Person des Geringen ansehen noch die Person des Großen ehren; sondern du sollst deinen Nächsten gerecht richten.

Daraus ergibt sich auch, dass Gott sich sehr ärgert über jedes ungerechte Urteil, das ein Richter spricht, indem der Richter einen Verbrecher beispielsweise frei lässt, weil dieser wohlhabend ist und hohes Ansehen in den respektierten Kreisen der Gesellschaft genießt.

In Vers 16 lesen wir den folgenden Text:

Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk! Du sollst auch nicht auftreten gegen das Blut deines Nächsten! Ich bin der HERR.

Ein Verleumder ist ja jemand, der schlimme Dinge über seine Mitmenschen behauptet, welche man, wären sie die Wahrheit, bestrafen muss. Bei dem zweiten Teil könnte man fragen, was damit eigentlich ausgesagt werden soll. Das Blut steht in der Bibel teilweise als Sinnbild für Leben. Demzufolge könnte man davon ausgehen, der zweite Teil will uns ungefähr dies gebieten:
Wenn das Leben eines Menschen dadurch in Gefahr ist, dass ihm ein Verbrechen angelastet wird, welches den Tod verdient, aber er wird nur hinterlistig verleumdet, dann solltest du selbst dich niemals auf die Seite des Verleumders stellen. Denn würdest du das tun, würdest du gegen ein unschuldiges Leben auftreten.
Ich hoffe, das kann man verstehen. Ich nenne mal ein kleines Beispiel zum besseren Verständnis:
Stellt euch vor, es gäbe ein Land, in dem Kindesmissbrauch mit dem Tod bestraft wird und ihr seid in einer Gruppe mit vielen Menschen. Und einer aus der Gruppe erhebt die Stimme und sagt: „Ich habe gesehen, wie dieser Typ da drüben versucht hat, ein kleines Mädchen zu missbrauchen!“, dann wäre das ja erstmal nur eine Behauptung. Da solltet ihr selbst auf keinen Fall aufstehen und sagen: „Ja, das glaube ich auf's Wort! Lasst uns ihn töten, wie es das Gesetz dieses Landes verlangt!“
Es könnte rein theoretisch auch sein, dass hier eine falsche Verdächtigung passiert und man somit einen Unschuldigen töten würde. Sowas muss erstmal rausgefunden werden. Und wäre das so, dass er unschuldig war, würdest auch du Schuld auf dich geladen haben, weil du die Verleumdung unterstützt hast in einem Moment, wo es unmöglich war zu wissen, ob da die Wahrheit gesprochen wird.

Das nächste Zitat ist ziemlich interessant und auch ein wenig knifflig. Wir lesen Folgendes in Vers 17:

Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen; sondern du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, dass du nicht seinetwegen Schuld tragen musst!

Dass man niemanden in seinem Herzen hassen soll, wird wohl deshalb geboten, weil der Hass uns irgendwann dazu treiben wird, dem betreffenden Mensch etwas Schlimmes anzutun. Und dadurch lädt man dann Schuld auf sich, wenn man absichtlich seinen Mitmenschen schadet.
Wir lesen auch etwas von Zurechtweisung. Wenn wir aber jemanden zurechtweisen, dann sollte dies idealerweise im Bezug auf das Gesetz passieren. Also dass man jemanden darauf aufmerksam macht, gegen welches Gebot er mit seinem Fehlverhalten gerade verstößt.
Würde aber jemand aufgrund von kleingeistigen Motiven jemanden zurechtweisen, wäre das nicht im Sinne des Gebotes, das wir gerade gelesen haben.

Wenn zum Beispiel innerhalb einer Gruppe ein einzelner Mensch ist, der von allen verachtet wird, weil er sich nicht angepasst genug verhält und deshalb keine Ehre von seinen Mitmenschen bekommt, und jener Mensch würde etwas Kritisches sagen, aber auf ihn würde reagiert werden mit Worten wie: „Vor dir hat hier keiner Respekt, also halt deine Klappe! Dich nimmt sowieso niemand ernst!“, dann würde der Sprechende vielleicht sagen, dass es sich hierbei um eine Zurechtweisung handelt, aber er würde sich dadurch trotzdem falsch verhalten.
Denn die sogenannte Zurechtweisung würde dann auf Unterdrückung und persönlicher Verabscheuung basieren, nicht aber auf Gottes Gesetz. Ebenso wären solche Worte in keinster Weise eine Hilfe. Und auch das Reden zum Zweck der Verabscheuung kann auf Hass basieren, womit wir wieder bei dem ersten Teil des gerade gelesenen Gebotes wären, nämlich dass man gegen niemanden Hass im Herzen haben soll.

Immer, wenn eine Zurechtweisung mit der Absicht geschieht, dem Mensch dabei zu helfen, dass er zur Erkenntnis eines Fehlers kommt und ihn ausbessern kann, ohne sich schämen zu müssen, dann ist Zurechtweisung gut und richtig.
Wenn aber Zurechtweisung deshalb geschieht, weil man hochmütig ist und einen anderen kleinhalten will, dann ist diese Art der Zurechtweisung gegen Gottes Wille, denn Gott kann hochmütige Menschen nicht leiden und widersteht ihnen. Somit müssen wir also aufpassen, dass wir nicht dem Hochmut verfallen, wenn wir uns entscheiden, jemanden zurechtweisen zu wollen.

Was wir im nächsten Vers vom 3. Buch Mose in Kapitel 19 lesen, dürfte jedem Christ sehr bekannt vorkommen und sollte im Idealfall auch jedem Israelit nichts Neues sein. In Vers 18 steht geschrieben:

Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Ich bin der HERR.

Demzufolge sollen also Menschen, die miteinander leben, keine Rachepläne gegen einander schmieden, sondern man soll seine Nächsten lieben. Jesus hat ja gesagt, dass dies das zweitgrößte Gebot im ganzen Gesetz ist, also die Nächstenliebe, und das allergrößte Gebot ist, dass man Gott lieben soll mit ganzem Herzen und ganzer Seele und ganzem Denken und ganzer Kraft (siehe auch 5. Mose Kap. 6, Vers 4-5).
Hier in dem Vers lesen wir speziell davon, dass gegen die Kinder Israels keine Rache geübt werden soll, aber Jesus verfeinerte das Ganze noch, indem er verkündete, dass man allgemein überhaupt nicht dem Bösen widerstehen soll, also mit anderen Worten: Man soll im Idealfall überhaupt keine privaten Rachefeldzüge starten, weder gegen Kinder Israels, noch gegen sonstwen anders.

Die nächsten Verse sind größtenteils wieder für Spezialfälle gedacht. Vers 19 können wir mal kurz lesen, das meiste davon betrifft aber nur Landwirte, was damit zu tun hat, dass es zur damaligen Zeit sehr viele Leute mit eigenem Bauernhof gab und der Reichtum eines Menschen daran bemessen wurde, wie viele Tiere und Felder und Familienmitglieder, Knechte und Mägde er besitzt. Aus diesem Grund wird oft von Landwirtschaft in der Bibel geredet. Jedenfalls steht geschrieben:

Meine Satzungen sollt ihr halten. Bei deinem Vieh sollst du nicht zweierlei Arten sich paaren lassen und dein Feld nicht mit zweierlei Samen besäen, und es soll kein Gewand auf deinen Leib kommen, das aus zweierlei Garn gewoben ist.

Die Sache mit der Kleidung könnte man im Hinterkopf behalten. Dieses Gebot macht auch sehr deutlich, dass Gott sehr große Abscheu empfindet, wenn Dinge vermischt werden, die nicht zusammen gehören. Diese Abscheu basiert höchstwahrscheinlich auf den Ereignissen, die passiert sind, bevor die Sintflut kam. Denn damals ist es ziemlich heftig und widerlich zugegangen. Eines Tages werde ich eventuell mehr darüber erzählen.

Der zwanzigste Vers hat damit zu tun, wie es abgehandelt wird, wenn ein Mann mit einer Dienstmagd ins Bett steigt, die mit wem anders verheiratet ist. Aber das überspringen wir mal, da ja heutzutage Sklavenhaltung in unserem Land sowieso verboten ist. Ebenso ist der Inhalt der Verse 21 und 22 veraltet, da die sogenannte Stiftshütte heutzutage soweit ich weiß nicht mehr als heilige Stätte anerkannt wird, in dem Gottesdienst geleistet wird und da es sich obendrein wieder um Tieropferung handelt, welche aber nur die jenigen durchführen sollen, die es aus welchem Grund auch immer für eine gute Idee halten, während sich Gott aber für Liebe viel mehr interessiert als für tote Tiere, und obendrein scheint ihm das Opfern allgemein ja nun nicht gerade eine sonderlich große Freude zu bereiten.

In den Versen 23 bis 25 steht geschrieben, dass Menschen, die Bäume in Israel pflanzen, die Fürchte von diesen Bäumen in den ersten drei Jahren nicht essen sollen. Erst ab dem fünften Jahr dürfen sie die Früchte ohne Weiteres essen, und im vierten Jahr sollen sie für ein Fest benutzt werden. Das betrifft uns aber nicht, solange wir keine Einwohner von Israel sind.

Was wir aber im Vers 26 lesen, das ist von entscheidender Wichtigkeit und daran sollte sich jeder Mensch halten. Wir lesen in diesem Vers Folgendes:
Ihr sollt nichts mit Blut essen. Ihr sollt weder Wahrsagerei noch Zauberei treiben.

Das ist wichtig. Sämtlichen okkulten Blödsinn müssen wir bleiben lassen. Und doch, obwohl Gott es nicht ausstehen kann, wenn Menschen das tun, gibt es heutzutage ja sämtlichen esoterischen Kram in allen denkbaren Facetten, aber wir müssen uns davon fernhalten. Bezüglich diesem Gebot gibt es auch eine genauere Angabe im 5. Buch Mose, Kapitel 18, Vers 10 bis 12. Dort steht geschrieben:

Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer
oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet.
Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel.

Wenn wir hier davon reden, dass keiner unter uns gefunden werden soll, der Geister bannt, dann muss das aber nicht bedeuten, dass das Austreiben von Dämonen in Jesu Namen falsch ist, sondern mit Geisterbann sind irgendwelche schamanischen Rituale oder andere Arten von Ritualen gemeint, die zur angeblichen Geisterbannung durchgeführt werden. Von sowas müssen wir uns immer fernhalten. Wir sollten nur auf Jesus allein vertrauen, wenn wir Probleme mit unreinen Geistern haben. Wenn man ein Ritual zum Bannen von Geistern benutzt, besteht soweit ich das sehe die Gefahr, dass man damit gleichzeitig einen neuen Geist anzieht, der schlimmer ist als der vorherige.

Und selbst wenn jetzt ein Mensch so verrückt wäre, dass er sagen würde: „Ich tue das, was die Okkultisten auch tun, aber ich tue es alles zu Ehren unseres Vaters im Himmel!“, dann würde dadurch Gott sehr zornig werden, denn es steht geschrieben im 5. Buch Mose, Kapitel 12, Vers 31:

Du sollst dem HERRN, deinem Gott, nicht auf diese Weise dienen, denn alles, was ein Gräuel ist für den HERRN, was er hasst, haben sie für ihre Götter getan; ja, sogar ihre Söhne und ihre Töchter haben sie für ihre Götter im Feuer verbrannt!

Da haben wir's! Alles, was bei Götzenopferdienst getan wird, findet Gott in höchsten Maßen abstoßend.

Machen wir nun aber mal mit dem nächsten Vers im 3. Buch Mose Kapitel 19 weiter, nämlich Vers 27. Wir lesen die folgenden Worte:

Ihr sollt den Rand eures Haupthaares nicht rundum abschneiden, auch sollst du den Rand deines Bartes nicht beschädigen.

Für mich klingt das so, als würde sich Gott wünschen, dass wir uns nicht irgendwelche durchgeknallten Frisuren zulegen, weder als Haarschnitt noch als Bart. Mehr weiß ich dazu im Augenblick nicht zu sagen.

Wenn wir Vers 28 anschauen, dann lesen wir die folgenden Worte:

Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leib machen für eine abgeschiedene Seele, und ihr sollt euch keine Zeichen einätzen! Ich bin der HERR.

Diese Worte haben in erster Linie damit zu tun, dass die Leute sich damals aus Tradition Wunden in ihr eigenes Fleisch geschnitten haben, um ihre Trauer um einen toten Mensch zu symbolisieren. Sowas will Gott nicht sehen müssen. Ich frage mich aber oft, ob dieses Gebot auch etwas damit zu tun hat, dass man sich generell keine Zeichen in die Haut machen lassen soll, selbst wenn es Tattoos sind. Ich weiß es aber nicht mit hundertprozentiger Sicherheit.

Da die nächsten zwei Verse auch aussagekräftig sind, lesen wir diese nun direkt durch. Es steht in den Versen 29 und 30:

Du sollst deine Tochter nicht entweihen, indem du sie zur Unzucht anhältst, damit das Land nicht Unzucht treibt und voller Schandtaten wird!
Haltet meine Sabbattage und fürchtet mein Heiligtum! Ich bin der HERR.

Im Idealfall sollte gar kein Mensch zur Unzucht angehalten werden, egal ob männlich oder weiblich.

In Vers 31 wird nochmal bestätigt, dass wir mit Geisterbefragern und anderen Verrückten nichts zu tun haben sollen, denn es steht geschrieben:

Ihr sollt euch nicht an die Geisterbefrager wenden, noch an die Wahrsager; ihr sollt sie nicht aufsuchen, um euch an ihnen zu verunreinigen; denn ich, der HERR, bin euer Gott.

Als nächstes lesen wir ein Gebot, das zu früheren Zeiten oft als Selbstverständlichkeit gesehen wurde, aber heutzutage scheint es deutlich an Beachtung verloren zu haben:

Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Person eines Alten ehren; und du sollst dich fürchten vor deinem Gott! Ich bin der HERR.

Man muss aber auch sagen, dass manche alte Menschen sich ziemlich unehrenhaft verhalten, da ist es dann schon eine Herausforderung, wahrhaftig vor ihnen aufzustehen. Aber wir können dieses Gebot ja wenigstens im Hinterkopf behalten.

Wir lesen nun die nächsten zwei Verse, welche damit zu tun haben, wie wir mit Menschen umgehen sollen, die sich als Fremdlinge in unserem Heimatland aufhalten. Es steht geschrieben:

Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Land wohnen wird, so sollt ihr ihn nicht bedrücken.
Der Fremdling, der sich bei euch aufhält, soll euch gelten, als wäre er bei euch geboren, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen im Land Ägypten. Ich, der HERR, bin euer Gott.

Da haben wir also den Willen Gottes. Gott wünscht sich, dass wir Fremdlinge so behandeln, als wären sie Menschen, die hier geboren sind.
Somit muss man zugeben, dass unsere Regierung wahrhaftig christlich gehandelt hat, indem sie zuließ, dass die Fremdlinge hier wohnen dürfen. Aber es ist leider durch diese Aktion auch sehr viel Chaos und Unsicherheit in gewissen Städten entstanden. Gott will von uns, dass wir Fremdlinge lieben wie uns selbst, aber man muss schon zugeben, dass es sich dabei um ein schweres Gebot handelt, vor allem wenn sie haufenweise zu uns strömen. Wenn mal eine einzige Familie in unser Land kommt uns sesshaft wird, sollte das niemanden weiter stören, aber je mehr Fremdlinge zu uns kommen, desto schwerer wird unser Herz geprüft. Aber entsprechend dem Wille Gottes sollten wir uns trotz aller Widrigkeiten offensichtlich nicht davon verbittern lassen.

Lesen wir nun mal die letzten Verse des Kapitels durch:

Ihr sollt euch nicht vergreifen am Recht noch am Längenmaß, noch am Gewicht, noch am Hohlmaß.
Rechte Waage, gutes Gewicht, richtiges Epha und gerechtes Hin sollt ihr haben! Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe;
darum sollt ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte halten und tun! Ich bin der HERR.

Aus diesen Worten können wir, wenn wir es auf die heutige Zeit beziehen, das Gebot erkennen, dass wir im Handel den Dingen nicht einen viel zu hohen Verkaufswert bemessen sollen, und dass wir nicht bei verschiedenen Kunden verschiedene Preise verlangen sollten, denn dabei würden wir im sprichwörtlichen Sinne „mit zweierlei Maß messen“.

Jetzt haben wir also auch die Gebote zur Heiligung des Lebenswandels durchgearbeitet.

Alles, was wir bis hierhin durchgegangen sind, sollten wir als Ergänzung zu den Worten sehen, die Jesus gesagt hat. Die Gebote, die Jesus uns gab, sind die höchste Priorität. Wenn also Jesus eine Sache eindeutig geboten hat, aber in der Tora steht es anders, dann zählt das, was Jesus sagt.

Ich möchte aber nun noch ein paar verschiedene Stellen der Tora aufzeigen, wo Dinge stehen, die ebenfalls sehr wichtig sind, obwohl Jesus es nicht für notwendig hielt, dies zu wiederholen.

Aus dem 5. Buch Mose Kapitel 4 geht hervor, dass es verboten ist, die Sonne, den Mond oder die Sterne anzubeten. Dazu lesen wir in den Versen 15 bis 19:

So bewahrt nun eure Seelen wohl, weil ihr keinerlei Gestalt gesehen habt an dem Tag, als der HERR aus dem Feuer heraus mit euch redete auf dem Berg Horeb,
damit ihr nicht verderblich handelt und euch ein Bildnis macht in der Gestalt irgendeines Götzenbildes, das Abbild eines männlichen oder weiblichen Wesens,
das Abbild irgendeines Tieres, das auf Erden ist, das Abbild irgendeines Vogels, der am Himmel fliegt,
das Abbild irgendeines Wesens, das auf dem Erdboden kriecht, das Abbild irgendeines Fisches, der im Wasser ist, tiefer als die Erdoberfläche;
dass du deine Augen auch nicht zum Himmel hebst und die Sonne und den Mond und die Sterne und das ganze Heer des Himmels anschaust und dich verführen lässt, sie anzubeten und ihnen zu dienen, die doch der HERR, dein Gott, allen Völkern unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat.

In Vers 19 steht es also unmissverständlich geschrieben, dass Himmelskörper niemals angebetet werden dürfen.
Die Sonne ist wie alles andere auch nur eine Schöpfung, ein Erzeugnis Gottes. Wir sollen aber bekanntlich niemals ein Geschöpf anbeten, sondern immer den Schöpfer aller Dinge.

Als nächstes lesen wir mal ein Gebot, das gegen Ausbeutung und gegen Zinsen spricht, da dieses moralisch sehr wertvoll ist. Im 3. Buch Mose, Kapitel 25, Vers 35 bis 37 steht geschrieben:

Wenn dein Bruder verarmt neben dir und sich nicht mehr halten kann, so sollst du ihm Hilfe leisten, er sei ein Fremdling oder Gast, damit er bei dir leben kann.
Du sollst keinen Zins noch Wucher von ihm nehmen, sondern sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir leben kann.
Du sollst ihm dein Geld nicht auf Zins geben noch deine Nahrungsmittel um einen Wucherpreis.

Da gibt es nicht wirklich etwas falsch zu verstehen, möchte ich behaupten. Die Worte sprechen für sich. Und sie erinnern auch so ein bisschen an das Gleichnis vom barmherzigen Samariter, das Jesus erzählt hat.

Als nächstes muss ich etwas ansprechen, was vielen nicht gefallen wird. Wenn man sich die letzten zwei Kapitel vom Buch des Propheten Jesaja durchliest, dann wird man merken, dass Gott sehr angeekelt ist, wenn Menschen Schweinefleisch essen. Es widert ihn an, daher sollten wir das keineswegs tun. Viele Leute wurden von der Kirche in die Irre geführt, indem ihnen eingeredet wurde, Jesus hätte alle Essensgebote für ungültig erklärt. Das ist aber eine Lüge.
Als Grundlage für diese falsche Behauptung benutzen die lauwarmen Kirchen das 15. Kapitel vom Evangelium des Matthäus. Dort steht das bekannte Zitat „Nicht was in den Mensch hinein kommt, macht ihn unrein, sondern was aus dem Mensch heraus kommt, macht ihn unrein.“
Jenes Zitat ist aber dadurch entstanden, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer sich über Jesus und seine Jünger beschwerten, weil die Jünger von Jesus sich nicht zuerst die Hände waschen, bevor sie essen. Sie aßen mit ungewaschenen Händen, und die Pharisäer verbreiteten das Gedankengut, dass man dadurch unrein wird. Es steht allerdings nirgendwo im Gesetz des Mose geschrieben, dass man sich unbedingt vor dem Essen die Hände waschen muss. Dieses Gebot stammt aus einem Schriftstück, das nicht von Gott kommt, sondern das von Menschen erdichtet wurde, die sich selber für klug halten. Dieses Schriftstück ist allgemein als die Talmud bekannt. Und Jesus folgt aber nicht Menschenworten, sondern nur Gottes Geboten. Und wir sollten das ebenfalls tun. Und somit versucht Jesus den Schriftgelehrten und Pharisäern begreiflich zu machen, dass Gott nie gesagt hatte, ein Mensch würde sich durch das Essen mit ungewaschenen Händen verunreinigen. Und um das zu verdeutlichen, äußerte er auch das bekannte Zitat.
Und eben diese Tatsache verdrehen die Kirchen und reden den Menschen ein, Jesus hätte verkündet, dass man alles essen darf, was man will. Weil das aber gelogen ist, möchte ich euch nun die Stellen angeben, in denen die Tiere aufgeschrieben stehen, von denen Gott sagt, dass wir sie nicht essen sollen.

Relevant sind für uns eigentlich nur das Schwein und der Hase. Das Fleisch beider Tiere dürfen wir nicht essen. Die anderen Tierarten kommen in Deutschland soweit ich weiß nicht oder nur selten vor, und werden auch nicht haufenweise in Supermärkten verkauft. Der Vollständigkeit halber lesen wir uns mal zu diesem Thema im 3 Buch Mose in Kapitel 11 die Verse 4 bis 7 durch. Es steht geschrieben:

Aber von den Wiederkäuern und denen, die gespaltene Klauen haben, sollt ihr die folgenden nicht essen: das Kamel; denn obgleich es wiederkäut, hat es doch keine gespaltenen Klauen; darum soll es für euch unrein sein;
ebenso den Klippdachs; denn obgleich er wiederkäut, hat er doch keine gespaltenen Klauen; darum soll er für euch unrein sein;
und den Hasen; denn obgleich er wiederkäut, hat er keine gespaltenen Klauen; darum soll er für euch unrein sein.
Ferner das Schwein; es hat ganz gespaltene Klauen, aber es ist kein Wiederkäuer; darum soll es für euch unrein sein.

Es gibt auch Tierarten des Wassers und der Luft, die wir nicht essen sollen. Diese stehen in den danach folgenden Versen beschrieben. Wer es genau wissen will, kann sich das durchlesen. Wir überspringen das aber, weil uns diese Tierarten ohnehin so gut wie nie verkauft werden und weil dieses Video viel zu lang ist.

Was ich zum Thema Speise aber auch noch unbedingt erwähnen muss, ist, dass wir nichts mit Blut essen dürfen. Das hatten wir schon bei den Geboten zur Heiligung des Lebenswandels. Ich möchte dazu aber auch noch zwei andere Stellen zeigen, die diesbezüglich sehr aussagekräftig sind. Einmal lesen wir den Text im 3. Buch Mose, Kapitel 17, Vers 12, denn dort steht:

Keine Seele unter euch soll Blut essen; auch der Fremdling, der unter euch wohnt, soll kein Blut essen.

Und die zweite Stelle, die dazu sehr wichtig ist zu beachten, finden wir im fünften Buch Mose, Kapitel 12, Vers 23. Dort stehen diese Worte:

Nur daran halte fest, dass du nicht das Blut isst; denn das Blut ist das Leben; und du sollst das Leben nicht mit dem Fleisch essen!

Was wir uns ebenfalls noch mit anschauen sollten, sind bestimmte Worte im 23. Kapitel vom 2. Buch Mose, denn dort lesen wir in Vers 1 bis 3:

Leihe keinem Gottlosen deine Hand, sodass du durch dein Zeugnis einen Frevel unterstützt.
Du sollst nicht der Menge folgen zum Bösen und sollst vor Gericht deine Aussagen nicht nach der Menge richten, um das Recht zu beugen.
Du sollst auch den Armen nicht begünstigen in seinem Rechtsstreit.

Aus diesen Versen ergibt sich unter Anderem, dass man sich keinem Gruppenzwang beugen darf, wenn die Gruppe vorhat, gegen das Gesetz zu verstoßen.

Im 22. Kapitel des selben Buches lesen wir auch noch etwas, was man allezeit bedenken sollte. Nämlich folgendes Gebot in Vers 27:

Gott sollst du nicht lästern, und einem Obersten deines Volkes sollst du nicht fluchen!

Dass man Gott nicht lästern sollte, ist ja eine Selbstverständlichkeit. Aber auch die Menschen, die unser Land regieren, sollten wir nicht die ganze Zeit beschimpfen. Ich zumindest vermute, sie sind in einer ziemlich bemitleidenswerten Lage. Sie müssen auf geistiger Ebene mit einigem fertig werden. Mit teils sehr schaurigen Dingen, die jedem von uns unüberwindbar vorkommen würden. Und weder Geld noch Ruhm können einen Mensch darüber hinweg trösten, wenn er nicht mehr fähig ist, sich selbst in die Augen zu schauen.

Lasst uns nun nochmal ein Gebot lesen, das nicht nur bezogen auf Politik, sondern bezogen auf alle Menschen wichtig ist. Dieses steht wieder im 23. Kapitel, nämlich in Vers 8. Dort lesen wir:

Und nimm kein Bestechungsgeschenk an! Denn das Bestechungsgeschenk macht die Sehenden blind und verkehrt die Sache der Gerechten.

Als nächstes erwähne ich mal die Gebote, die eindeutig gegen Inzucht, gegen Sodomie und gegen homosexuellen Beischlaf sprechen. All dies finden wir in Kapitel 18 vom 3. Buch Mose.
Das Verbot von Inzucht steht detailreich beschrieben von Vers 6 bis Vers 16, außerdem soll man auch nicht mit mehreren Frauen rummachen oder zu einer Frau eingehen, die ihren monatlichen Blutfluss hat. In Vers 22 steht das Gebot, dass ein Mann nicht bei einem anderen Mann liegen soll wie seit jeher ein Mann bei einer Frau liegt, und in Vers 23 wird sexueller Kontakt mit Tieren verboten.
Diese Gebote sind natürlich immernoch wirksam, auch wenn Jesus keine Notwendigkeit darin sah, das zu wiederholen.

Was wir uns jetzt anschauen, ist ein Gebot, welches man schnell übersehen könnte, aber dieses Gebot gehörte zu denen, die Jesus bei seiner Wüstenwanderung benutzen konnte, um dem Teufel Widerstand zu leisten.
Das Gebot finden wir im 5. Buch Mose, Kapitel 6, Vers 16. Dort lesen wir:

Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn bei Massa versucht habt!

Versuchen bedeutet ungefähr, dass man Gott nach dem eigenen Willen handeln lassen will, indem man Gottes Fähigkeiten anzweifelt oder versucht, ihn vorzuführen vor anderen Menschen, weil man erwartet, Gott hätte es nötig, das zu tun was man selber sagt, um die dabei stehenden Menschen nicht zu enttäuschen.
Das wird nicht klappen und wäre unverschämt, denn Gott lässt sich von niemandem herum kommandieren oder nötigen. Und Jesus auch nicht! Wer es aber tun will, der sündigt dadurch.

Für das nächste wichtige Gebot, das bis zum heutigen Tag auf jeden Fall beachtet werden sollte, müssen wir in das 5. Buch Mose, Kapitel 22, Vers 5 schauen, denn dort steht geschrieben:

Eine Frau soll keine Männersachen auf sich haben, und ein Mann soll keine Frauenkleider anziehen; denn jeder, der dies tut, ist dem HERRN, deinem Gott, ein Gräuel.

Nun kommt etwas, was ich mal mit erwähne, aber nicht erst vorlesen möchte, nämlich Gottes Königsgesetz, also wie sich ein Mensch verhalten soll, der König ist. Wer das lesen mag, der kann im 5. Buch Mose das 17. Kapitel aufschlagen, denn dort steht das Königsgesetz von Vers 14 bis Vers 20.

Zum Abschluss des Videos zeige ich noch ein Gebot, das eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber andererseits würde es sich sehr komisch anfühlen, dieses Gebot nicht zu zeigen.

Es steht geschrieben im 5. Buch Mose, Kapitel 13, Vers 1:

Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr bewahren, um es zu tun; du sollst nichts zu ihm hinzufügen und nichts von ihm wegnehmen!

Das ist soweit verständlich. Und deshalb bitte ich zu beachten, dass in diesem Video hier nicht die ganze Tora gelehrt wird, sondern nur die Teile, bei denen man hoffentlich einsehen wird, dass man sie auch nach dem Wirken von Jesus immernoch unbedingt beachten sollte.
Die Tora ist aber insgesamt größer, und ganz besonders für Israel sind auch die Gebote gültig, die ich in diesem Video nicht erwähnt habe.

Das wär's soweit. Ich habe mich so kurzgefasst wie nur möglich.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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