Text zu "Bibellehre - Wie wird man bereit für die Entrückung?"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=QPOofTXVu_M

Hallo Leute und willkommen bei den Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Im heutigen Video setzen wir uns mal mit der Frage auseinander, wie man bereit für die Entrückung sein kann. Denn es gibt einige Menschen, die zwar verkünden, dass Jesus bald zurückkehrt, wobei das Wort "bald" aber bei Gott eine andere Bedeutung hat als bei uns Menschen, und bei jeder Ankündigung der Wiederkunft Jesu, wird ebenfalls gefragt, ob man dafür bereit ist. Oder man wird aufgefordert, dass man bereit sein soll. Was genau das aber eigentlich bedeutet, für die Entrückung bereit zu sein, das wird nicht erklärt. Man wird einfach nur dazu aufgefordert und muss sich dann scheinbar selber irgendwas dazu zusammenreimen. Da das aber ein ärgerlicher Zustand ist, werden wir uns dazu mal ein bisschen was in der Bibel anschauen.

Wenn wir eine kurze und knackige Antwort auf die Frage nach der Bereitschaft haben wollen, dann müssen wir nur mal einen Vers im Evangelium des Lukas anschauen. In Kapitel 18 in Vers 8 steht im hinteren Teil des Verses geschrieben:

Doch wenn der Sohn des Menschen kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?

Aus dieser Frage ergibt sich nämlich bereits die Antwort: Wer bereit für die Entrückung sein will, der soll als echter gläubiger Christ leben. Wenn Jesus hierher zurückkommt, dann wünscht er sich, dass er uns genau so vorfindet. Also als Menschen, die viel über Jesus nachdenken, die liebevoll mit ihren Mitmenschen umgehen, egal ob diese es verdienen oder nicht, und ebenso sollten wir aufpassen, dass wir nicht verführt werden und die Gebote kennen und sie möglichst immer einhalten.

Wenn also ein Mensch sich Gedanken darüber gemacht hat, was in der Vergangenheit alles schief gelaufen ist, was man für Dinge getan hat mit denen man Gott verärgert hat, und man hat diese Sünden im Gebet vor Jesus bekannt, hat um Vergebung gebeten und hat seit diesem Tag, an dem man gebetet hat, keine derartigen Sünden mehr getan, sondern hat nach bestem Können versucht, die Gebote einzuhalten, dann wird dieser jemand auch mitgenommen, sobald Jesus hier erscheint, um seine Gemeinde abzuholen.

Wer die Gebote noch nie gehört hat, aber sie kennen und zu Jesus gehören will, der kann sich die Videoliste auf meinem Kanal anschauen, in der die wichtigsten Videos dieses Kanals aufgeführt sind.

Was bei dem Bereitsein für die Entrückung auch noch sehr wichtig ist, das ist Folgendes: Ihr solltet nicht erschrecken, wenn ihr entrückt werdet. Und ihr solltet euch auch nicht darüber beschweren. Wenn tatsächlich die Entrückung geschieht, dann gibt es eine Aussage, die man unter absolut gar keinen Umständen aussprechen sollte. Nämlich diese:
„Das ist aber schade, dass ich jetzt schon entrückt werde, ich hätte ruhig noch ein Jahr auf der Erde zubringen können und dann hätte die Entrückung kommen sollen, denn ich hätte schon gerne noch das eine oder andere in meinem Leben getan.“

Wer so etwas sagen würde, oder wer so etwas in seinem Herzen denkt, der liebt diese Welt, und wer diese Welt liebt, der wird nicht entrückt. Ich weiß, es gibt Menschen, denen diese Tatsache nicht gefällt, aber Jesus hat uns deutlich ermahnt, indem er sagte:

Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.

Und auch die Apostel haben das ganz genau gewusst und haben es gelehrt. Johannes hat das hervorragend auf den Punkt gebracht, denn er schrieb in seinem ersten Brief in Kapitel 2, Vers 15 bis 17:

Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.
Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.
Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

Daran brauche ich gar nichts zu verdeutlichen, denn es ist ganz einfach die reine Wahrheit. Alles auf dieser Welt geht vorbei. So lange die Entrückung nicht passiert, kann jeder Mensch sterben. Alle Orte der Welt verderben, all unser Besitz kann jederzeit kaputt gehen oder gestohlen werden. Und obendrein passieren furchtbare Dinge auf dieser Erde. Die Menschen zwingen sich selbst verwunderlicherweise immer dazu, das Leben auf dieser Welt zu lieben, aber wir sollen das gar nicht tun, sondern wir sollen es vermeiden so zu denken.

Jakobus hat auch etwas Bestätigendes in seinem Brief geschrieben. Das lesen wir in Kapitel 4, Vers 4:

Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes!

Auch diese Worte sind ernst gemeint. Wer eine Welt wie die unsere liebt, der zeigt dadurch, dass er keine Liebe für Gott hat. Denn auf dieser Welt passieren jeden einzelnen Tag überall Dinge, die gegen Gottes Wünsche sind und wodurch er zum Zorn gereizt wird. Wenn wir nun also Menschen sind, die Gott lieben, was ja das höchste Gebot ist, inwiefern sollten wir dann diese Welt oder die Dinge dieser Welt in unser Herz schließen?

Natürlich sind wir Menschen keine Schwerverbrecher, wenn wir uns mal ein paar angenehme Stunden auf der Erde bereiten, aber wir sollten immer das Wissen im Hinterkopf haben, dass diese Welt eigentlich kein schöner Ort ist und dass Gott sich über sehr vieles ärgert, was hier passiert. Und eben deshalb ist es das Beste, was uns überhaupt passieren kann, wenn Jesus hierher kommt und seine Gemeinde entrückt.
Wir sollten diesen Tag insgeheim jeden Morgen herbeiwünschen, und wenn es dann tatsächlich zu unserer Lebzeit passieren sollte, dann ist das ein Grund zur Freude. Wenn aber einer das schade fände, entrückt zu werden, dann wird dieser jemand auf der Erde zurück gelassen.

Was idealerweise auch nicht passieren sollte, ist, dass ein Mensch bei der Entrückung so sehr erschrickt, dass er oder sie Panik bekommt und anfängt, vor lauter Angst zu schreien.
Aber ich vermute mal, dass das gar nicht passieren kann, da wir ja verwandelt werden, wenn die Entrückung geschieht, und durch diese Erneuerung werden wir uns besser fühlen als vorher. Nämlich viel leichter als zuvor. Und das wird bestimmt ein so angenehmes Gefühl sein, dass wir gar keinen Anlass haben werden, zu schreien oder zu erschrecken.

Zur Ergänzung schauen wir uns jetzt auch an, was Jesus selbst dazu gesagt hat, wie man bereit für die Entrückung sein kann. Dazu lesen wir zuerst ein paar Worte von ihm aus dem 24sten Kapitel vom Evangelium des Matthäus, und danach schauen wir uns zwei Gleichnisse im darauf folgenden Kapitel an, welche ebenfalls etwas darüber sagen, wodurch man bereit für die Entrückung sein wird.

Der Text, den wir zuerst lesen, steht geschrieben in Kapitel 24, Vers 44 bis 51:

Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.
Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit?
Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird.
Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.
Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen!,
und anfängt, die Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken,
so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt,
und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein.

In dieser Gleichnisrede geht es in erster Linie darum, dass wir Barmherzigkeit an einander üben sollen, wie Jesus es in seinem Leben auf der Erde mehrmals betont hat. Wenn wir nun selbst viel Geld haben, und mitbekommen, wie Menschen in unserem Umfeld Not und Mangel leiden, dann zählen wir gemäß dem Gleichnis als der gute Knecht, der jedem die verordnete Speise gibt, wenn wir unser nicht benötigtes Geld einsetzen, um denen Almosen zu geben, die Not leiden.
Wenn wir hingegen all unser Geld für uns behalten, obwohl wir auf Leute aufmerksam werden, die Mangel leiden und unsere Hilfe brauchen, dann sind wir wie ein Knecht, der sich einfach zu den Schlemmern setzt und nach seiner eigenen Lust isst und trinkt, während die anderen Knechte verschmachten, die eigentlich eine verordnete Speise von uns hätten kriegen sollen.

Gleicherweise kann man diesen Text aber auch auf das Wort Gottes beziehen.
Also: Wenn du jemand bist, der das Wort Gottes kennt und es erklären kann, dann tue das bitte auch vor allen Menschen, die zuhören und etwas lernen wollen. Denn dann bist du wie der gute Knecht in dem Gleichnis, weil du deinen Mitmenschen die geistige Nahrung gibst, wie Jesus es angeordnet hat. Denn wir sollen ja dazu beitragen, dass das Evangelium auf der ganzen Welt bekannt gemacht werden kann. Obendrein sollen wir auch dafür sorgen, dass die jenigen, die es gehört haben, es behalten und im Glaube gefestigt bleiben. Man wäre in diesem Zusammenhang der schlechte Knecht in dem Gleichnis, wenn man sagen würde: „Ach, ich habe keinen Bock, jetzt irgendwas über die Bibel zu reden!“,
und wenn man deshalb unablässig irgendwelchen weltlichen Hobbys nacheifern würde, anstatt seine Aufgabe zu erfüllen, dann ist man ebenfalls wie ein Knecht, der bei Schlemmern sitzt, anstatt sich um die Gäste zu kümmern. Und würde man die jenigen vertreiben, die ankommen und Fragen über Jesus oder über die Bibel haben, dann wäre das wie bei dem Knecht, der anfängt, seine Mitknechte zu schlagen.
Wenn du nun aber ein Mensch bist, der kein Talent dafür hat, andere über den Glaube aufzuklären und der auch selber nur wenig Geld besitzt, so bist du aber trotzdem in der Verantwortung, dass du die Gebote selbst einhältst. Das muss man immer tun, besonders solche Gebote wie dass man Gott lieben soll mit ganzem Herzen, dass man seinen Nächsten lieben soll wie sich selbst, dass man auf Barmherzigkeit bedacht sein soll und Vergebung üben soll, dass man nicht hochmütig sein soll, sondern wie ein Diener denken und handeln sollte und dass man keinen persönlichen Reichtum anhäufen soll und alles andere, was Jesus sonst noch gesagt hat und was wir auch aus der Tora Gutes lernen können. Wer kein Talent hat, dies anderen zu erklären, der muss kein Lehrer werden. Man ist aber immer in der Verantwortung, dass man es wenigstens selber einhält, so gut wie man kann.

Denn wenn jetzt ein Mensch sagt: „Mich nervt das ganze Zeug mit den Geboten! Jesus kommt doch sowieso nicht zurück. Ich habe die Schnauze voll vom Warten!“, und dann fängt der Mensch an, absichtlich ein Leben in Ausschweifung zu führen und die Gebote absichtlich zu brechen, dann wird auch dieser Mensch zu denen zählen, die zurückbleiben.

Wir sollten uns so oft wie wir können mit dem Wort Gottes auseinandersetzen und es sollte immer in unserem Gedächtnis sein. Wissen sollten wir es, und auch durch unser Alltagsverhalten berücksichtigen so gut wir können. Das wird auch in dem Gleichnis der zehn Jungfrauen deutlich, welches wir uns als Nächstes anschauen.

Um dieses Gleichnis zu lesen, schauen wir nun in Kapitel 25, Vers 1 bis 12:

Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
Fünf von ihnen aber waren klug und fünf töricht.
Die törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich.
Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihren Lampen.
Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm entgegen!
Da erwachten alle jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit.
Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen!
Aber die klugen antworteten und sprachen: Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch. Geht doch vielmehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst!
Während sie aber hingingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen.
Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tue uns auf!
Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht!

Lasst uns das Gleichnis mal schrittweise auseinander nehmen! Die Lampe steht für den Glaube an Gott den Höchsten und an Jesus, welcher wahrhaftig der Sohn Gottes ist, der unschuldig gekreuzigt wurde, um unsere Sünden auf sich nehmen zu können, und der auferstanden ist am dritten Tag. Das Öl steht für Kenntnis der Schrift. Die Hochzeit steht für das Aufeinandertreffen mit Jesus im Reich Gottes. Jesus sitzt im Reich Gottes auf einem Thron direkt neben Gott und hat die größte Macht von Gott bekommen, deswegen ist es auch möglich, in Jesu Namen Dämonen auszutreiben und zu heilen. Der Teufel ist mächtig auf Erden, aber Jesus ist stärker.

Somit ergibt sich meines Erachtens nach folgende Deutung für das Gleichnis der zehn Jungfrauen:
Es gab zehn Frauen, die offenbar einen Bund mit dem Bräutigam schlossen. Der Bund ergibt sich aus allem, was Jesus versprochen und verkündet hat. Die bedeutsamsten Stellen, soweit ich das einschätzen kann, sind aber diese:

Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.

Ich belasse es jetzt mal bei diesen zwei Versen, aber man könnte mit fleißigem Such noch weitere finden. Da die Lampen für den Glaube stehen, bedeutet der erste Vers also übersetzt: Es gab zehn Menschen, die die gute Nachricht des Glaubens hörten, nämlich dass Jesus für unsere Sünden starb und eines Tages zurückkehren wird, um alle Menschen abzuholen, die an ihn glauben. Da nahmen sie den Glaube an. Und da sie den Glaube haben, eifern sie dem Tag entgegen, an dem Jesus tatsächlich zurückkehrt. Das ist mit dem entgegen gehen gemeint. Es wird aber in dem Gleichnis deshalb von Jungfrauen geredet, weil Jungfrauen normalerweise rein sind. Deshalb muss ein Mensch ja Jesus als Retter angenommen haben und um Vergebung der eigenen Schuld bitten, die man im Laufe des Lebens auf sich geladen hat. Dadurch wird man von Jesus sozusagen gereinigt, als dürfte man einen Neuanfang starten.

Fünf Menschen waren klug und fünf töricht, und woran wir das merken, das erfahren wir in den nächsten zwei Versen:

Die törichten hatten nur die Lampe ohne Öl, aber jede kluge Jungfrau hatte eine Lampe inklusive Öl bei sich.
Also bedeutet das übersetzt:
Die törichten Jungfrauen hatten die frohe Botschaft angenommen, dass wir durch Jesus gerettet werden können, denn das symbolisiert die Lampe, aber dummerweise ruhten sie sich auf diesem Gedanke aus. Sie versuchten nicht, alles über Jesus zu lernen und sie fragten auch nicht: „Was erwartet Jesus denn von uns?“. Die törichten Jungfrauen stehen für Menschen, die denken, dass sie einfach nur sagen müssen, dass sie christlich sind und alleine dadurch seien sie gerettet. Aber Kenntnis über die Schrift haben sie keine.
Die klugen Jungfrauen hingegen stehen für Menschen, die nicht nur die frohe Botschaft angenommen haben, dass Jesus uns retten kann und eines Tages zurückkehren wird, sondern die sich eben deshalb auch über den Glaube informiert haben und nun ziemlich gut wissen, was Jesus alles verkündet hat und worauf sie achten müssen.

Als nächstes lesen wir davon, dass der Bräutigam sich viel Zeit ließ, bevor die Hochzeit stattfinden sollte, deshalb wurden die Jungfrauen schläfrig und schliefen ein.
Bei dieser Stelle bin ich mir nicht hundert Prozent sicher, denn es gibt zwei naheliegende Bedeutungen. Die erste Bedeutung lautet: Die Menschen bewahren die ganze Zeit über weiter ihren Glaube und lieben Gott und Jesus, aber ihre Erwartung, dass Jesus bald zurückkehrt, sinkt immer weiter. Also auf die Art, dass ein Mensch zuerst hört, dass Jesus bald zurückkehrt und dann ist er voller Freude und schaut jeden Tag zum Himmel hoch, ob Jesus vielleicht zu sehen ist, aber dann ziehen die Tage ins Land und der Mensch wird immer missmutiger, weil die ganze Zeit nichts passiert. Und dann denkt er sich: „Ich glaube, dass Jesus doch nicht allzu bald wiederkommt.“. Und somit hat er zwar Jesus immernoch im Herzen, aber er hört auf, zu erwarten, dass Jesus wirklich sehr bald zurückkehrt.
Und das ist offensichtlich nicht weiter schlimm, denn die Jungfrauen werden nicht dafür verurteilt, dass sie schläfrig wurden und einschliefen. Somit ist es also, so lange wir uns weiter an die Gebote halten, kein Drama, wenn wir nicht jeden einzelnen Tag mit der Wiederkunft von Jesus rechnen, sondern wenn wir einfach zur Kenntnis nehmen, dass es an einem unbekannten Tag passieren wird, eventuell zu unserer Lebzeit, und dass wir bis dahin unser Alltagsleben ganz wie gewohnt bestreiten, während wir aber in so vielen Situationen wie möglich liebevoll sein sollten und alles vermeiden, worüber Gott sich ärgert, sowohl im Berufsleben, wo wir Pflichten erfüllen müssen, als auch in der Freizeit, welche wir benutzen können, um mehr über Jesus zu lernen und unser Wissen zu festigen, wann immer wir die Energie dazu haben.

Es gibt aber auch noch eine zweite Deutung, denn die Menschen, die gestorben sind, werden teilweise als entschlafen bezeichnet. Daher kann mit dieser Stelle auch gemeint sein, dass die beschriebenen Menschen ihr Leben lang auf Jesus warteten, aber er kam noch nicht, und sie wurden letztlich zu alt und sind aufgrund ihres hohen Alters entschlafen, also gestorben.
Wenn aber Jesus zurückkehrt, dann werden zuerst die Verstorbenen zu neuem Leben auferstehen, die an ihn glaubten, und nachdem das geschehen ist, werden auch die lebendigen Gläubigen verwandelt und mitgenommen. Dies bezieht sich aber wohlgemerkt auf eben die Art Gläubige, die den Glaube wirklich in ihr Leben eingebaut haben und ihn sehr ernst nahmen.

Wir lesen weiter davon, dass um Mitternacht, also zu einer sehr späten Stunde, der Bräutigam endlich ankam. Und es ist wohlgemerkt auch eine Stunde, zu der es keiner erwarten würde, denn welcher Mensch, der noch ganz bei Trost ist, würde bitteschön um Mitternacht anfangen, eine Hochzeit zu veranstalten?

Jedenfalls erwachen die Jungfrauen und machen ihre Lampen bereit. Also übersetzt: Sie erinnern sich an den Glaube, den sie haben, nämlich dass Jesus uns retten kann und dass er eines Tages zurückkehren wird. Und dieser Tag ist nun da.

Und die klugen können ihre Lampe leuchten lassen, aber den törichten fällt ausgerechnet im ungünstigsten Augenblick auf, dass sie ihre Lampe gar nicht zum Leuchten bringen können, weswegen sie letztlich keinen Einlass erhalten.

Demzufolge werden die Menschen, die zwar sagen sie haben Jesus angenommen, aber die seine Lehre nicht kennen, erst am entscheidendsten Tag merken, dass ein einfaches Lippenbekenntnis bei weitem nicht ausreichend ist. Denn sie haben keine Kenntnis ihres Glaubens. Sie wissen weder, wie sie sich richtig bei der Hochzeit verhalten sollen, noch wissen sie, was genau Jesus eigentlich für sie alles verkraften musste und wer er ist. Und wenn sie dann zur Stunde der Entscheidung zu anderen Menschen sagen: „Schnell! Ihr müsst uns alles erzählen, was ihr über Jesus wisst! Wir müssen sofort alles darüber lernen!“
dann wird es schlicht und ergreifend zu spät sein. Selbst, wenn sie dann noch das eine oder andere auf den letzten Drücker dazu lernen, so wird Jesus trotzdem zu ihnen sagen: „Ich kenne euch nicht!“.

Jesus hat ja in der Bergpredigt gesagt, dass wir nun das Licht der Welt sind. Und ich glaube, es ist kein Zufall, dass wir in diesem Gleichnis von Menschen lesen, die zu einer dunklen Stunde, nämlich um Mitternacht leuchten sollen, indem sie Öl in ihren Lampen haben.

Das Gleichnis ermahnt uns dazu, dass es nicht ausreicht, einfach zu sagen: „Ich glaube an Jesus!“ und sich ansonsten nicht weiter mit dem Glaube zu befassen. Man muss über den Glaube Bescheid wissen. Und wer sich nicht die Mühe macht, Jesus und seine Lehre durch das Lesen der Bibel kennenzulernen, der ist es offenbar nicht wert, zu ihm zu kommen. Wir müssen über ihn Bescheid wissen und jederzeit fähig sein, über ihn zu reden. Und wenn dieser Zustand erfüllt ist, dass wir unseren Glaube selbst kennen und ausgeübt haben, dann sind wir dadurch jederzeit bereit für die Erscheinung unseres Königs, der uns irgendwann abholen wird.

Dass auch ein gewisses Aktivsein für den Glaube wichtig ist, ergibt sich aus dem nächsten Gleichnis. Denn wenn jemand von uns ein Talent hat, welches er einsetzen kann, um dazu beizutragen, dass unwissende Menschen von Jesus erfahren oder dass gläubige Menschen stark im Glaube bleiben, dann sollte jener Mensch sein Talent auch möglichst auf diese Weise einsetzen.
Um das zu verdeutlichen, lesen wir nun die Verse 14 bis 30. Es steht geschrieben:

Denn es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reisen wollte, seine Knechte rief und ihnen seine Güter übergab.
Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner Kraft, und er reiste sogleich ab.
Da ging der hin, welcher die fünf Talente empfangen hatte, handelte mit ihnen und gewann fünf weitere Talente.
Und ebenso der, welcher die zwei Talente empfangen hatte, auch er gewann zwei weitere.
Aber der, welcher das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit aber kommt der Herr dieser Knechte und hält Abrechnung mit ihnen.
Und es trat der hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf weitere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen.
Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!
Und es trat auch der hinzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen zwei andere Talente gewonnen.
Sein Herr sagte zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!
Da trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sprach: Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das Deine!
Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe?
Dann hättest du mein Geld den Wechslern bringen sollen, so hätte ich bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurückerhalten.
Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
Denn wer hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluss hat; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.
Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.

Wenn wir hier von einem Talent lesen, dann ist damit eine Maßeinheit für Edelmetall gemeint. Früher wurde ja bekanntlich vieles mit Gold oder Silber bezahlt. Und ein Talent ist enorm wertvoll. Wir müssen aber beachten, dass Jesus in Gleichnissen redet, also sollte uns klar sein, dass Jesus diese Worte nicht geredet hat, um den Jüngern mit ihren Geldgeschäften zu helfen.
Stattdessen steht jedes Talent für genau das, was wir in der heutigen Zeit alle unter diesem Wort verstehen, nämlich eine angeborene Fähigkeit, bzw. ein starkes Verständnis für eine Kunst, welche man ohne große Mühe lernen kann und welche einem sehr leicht fällt, wenn man sie tut. Einige können gut zeichnen, andere können gut Musik machen, andere können gut lesen und komplexe Dinge analysieren, wieder andere sind gute Lehrer und können sogar schwere Dinge so erklären, dass die Schüler es verstehen, wieder andere können gut Kontakte knüpfen und auf fremde Menschen zugehen und Gespräche anfangen, egal um welches Thema es geht, und wieder andere sind gut darin, handwerkliche Arbeiten zu verrichten und Dinge zu bauen.
Und Jesus erzählt in diesem Gleichnis, dass die Menschen, die etwas bekommen haben, ausgegangen sind, um es zu vergrößern. Das bedeutet wahrscheinlich übersetzt wie schon angemerkt, dass wir unsere Talente entweder nutzen sollten, um den Glaube zu verbreiten und zu stärken, oder aber, wenn das nicht möglich ist, dann sollten wir unser Talent zugunsten der Werte Nächstenliebe und Barmherzigkeit einsetzen. Wir sollten unsere Fähigkeiten so einsetzen, dass auch andere Menschen davon auf positive Weise profitieren können und dass denen geholfen wird, die Mangel leiden.
Und jeder Mensch, dem so geholfen wurde, indem er den Glaube verstanden hat oder wenn das nicht geht, indem er Hilfe bekam, als er in eine Notlage war, ist dann ein Gewinn. Dadurch würde man im Sinne des Gleichnisses Gewinn machen, indem so viele Menschen wie möglich durch die eigenen Talente, die man ausübt, etwas Gutes empfangen.
Wir merken aber auch, dass es einen Mensch in dem Gleichnis gibt, der sein Talent vergraben hat. Das ist also in der Deutung ein Mensch, der sich geweigert hat, sein Talent einzusetzen, sodass auch durch ihn die Menschen etwas Gutes empfangen hätten. Über sowas ärgert sich Gott verständlicherweise und Jesus wird sich bei seiner Rückkehr ebenso ärgern, wenn dir ein Talent gegeben war und Jesus dich fragt, was du damit angefangen hast und du musst beschämt vor ihn treten und sagen: „Ich habe es verborgen und es wenn überhaupt nur zu meinem eigenen Gewinn eingesetzt.“
Ebenso steht in dem Gleichnis geschrieben, wie der Herr schimpfte, da der Betroffene sein Edelmetall eben notfalls zu Wechslern hätte bringen sollen, sodass der Herr es mit Zinsen bekommen hätte.
Dieser Teil ist nicht leicht zu deuten, aber ich sage euch jetzt mal, wie ich das verstehe:

Bekanntlich entstehen Zinsen als Guthaben ja dadurch, wenn du dein Geld an andere gibst, dass diese das Geld von dir dann benutzen, um selbst damit Gewinn zu erwirtschaften. Und danach geben sie dir eines Tages dein Geld zurück und obendrauf noch einen Anteil des Gewinns, den sie gemacht haben.
Deswegen denke ich, dass hier folgendes ausgesagt wird:
Wenn ein Mensch ein Talent für etwas hat, aber er fühlt sich unwohl damit, dieses Talent selber die ganze Zeit einzusetzen, weil es ihm aus welchem Grund auch immer keinen Spaß bereitet, dann sollte jener Mensch wenigstens anderen Leuten zeigen, wie man das tun kann, wofür er selber Talent hat. Denn von ihm können die jenigen etwas lernen, die selber kein Talent dafür haben, aber die es einsetzen würden, sobald sie es beherrschen. Und wenn er dann damit fertig ist, ihnen alles zu zeigen, kann er sich zurücklehnen und sich mit einer anderen konstruktiven Sache beschäftigen, die ihm mehr gefällt, während seine Schüler in die Welt hinaus ziehen und das einsetzen werden, was sie durch ihn gelernt haben. Und somit werden diese Leute dann Menschen helfen, was aber nur dadurch möglich war, dass sie alles von dem Mensch gelernt haben, der sein eigenes Talent nicht dauerhaft selbst für die Menschheit einsetzen wollte.

Man sollte also wenigstens die Dinge weiter reichen, die man ziemlich gut kann, wenn man sie nicht selbst einsetzen will. Man sollte aber auf gar keinen Fall faul sein und die Hände in den Schoß legen, oder die eigenen Talente wenn überhaupt nur zum eigenen Nutzen einsetzen.

Und wenn ein Mensch sein Talent auf hilfreiche Weise einsetzt, dann ist er auch dadurch bereit für die Entrückung. Wenn aber ein Mensch sich komplett weigert, das einzusetzen, was ihm gegeben ist, dann ärgert sich Jesus offenbar darüber und es kann passieren, dass dieser Mensch zu denen gehören wird, die auf der Erde zurückgelassen werden.

Das war soweit alles zu dem Thema. Ich hoffe, es ist hilfreich und beantwortet die Frage ausreichend, mit der wir uns in diesem Video befassen.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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