Text zu "Bibellehre - Wie wird man bereit für die Entrückung?"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=QPOofTXVu_M
Hallo Leute und
willkommen bei den Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Im heutigen Video
setzen wir uns mal mit der Frage auseinander, wie man bereit für die
Entrückung sein kann. Denn es gibt einige Menschen, die zwar
verkünden, dass Jesus bald zurückkehrt, wobei das Wort "bald" aber
bei Gott eine andere Bedeutung hat als bei uns Menschen, und bei
jeder Ankündigung der Wiederkunft Jesu, wird ebenfalls gefragt, ob
man dafür bereit ist. Oder man wird aufgefordert, dass man bereit
sein soll. Was genau das aber eigentlich bedeutet, für die
Entrückung bereit zu sein, das wird nicht erklärt. Man wird einfach
nur dazu aufgefordert und muss sich dann scheinbar selber irgendwas
dazu zusammenreimen. Da das aber ein ärgerlicher Zustand ist, werden
wir uns dazu mal ein bisschen was in der Bibel anschauen.
Wenn wir eine kurze
und knackige Antwort auf die Frage nach der Bereitschaft haben
wollen, dann müssen wir nur mal einen Vers im Evangelium des Lukas
anschauen. In Kapitel 18 in Vers 8 steht im hinteren Teil des Verses
geschrieben:
Doch wenn der Sohn
des Menschen kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?
Aus dieser Frage
ergibt sich nämlich bereits die Antwort: Wer bereit für die
Entrückung sein will, der soll als echter gläubiger Christ leben.
Wenn Jesus hierher zurückkommt, dann wünscht er sich, dass er uns
genau so vorfindet. Also als Menschen, die viel über Jesus
nachdenken, die liebevoll mit ihren Mitmenschen umgehen, egal ob
diese es verdienen oder nicht, und ebenso sollten wir aufpassen, dass
wir nicht verführt werden und die Gebote kennen und sie möglichst
immer einhalten.
Wenn also ein Mensch
sich Gedanken darüber gemacht hat, was in der Vergangenheit alles
schief gelaufen ist, was man für Dinge getan hat mit denen man Gott
verärgert hat, und man hat diese Sünden im Gebet vor Jesus bekannt,
hat um Vergebung gebeten und hat seit diesem Tag, an dem man gebetet
hat, keine derartigen Sünden mehr getan, sondern hat nach bestem
Können versucht, die Gebote einzuhalten, dann wird dieser jemand
auch mitgenommen, sobald Jesus hier erscheint, um seine Gemeinde
abzuholen.
Wer die Gebote noch
nie gehört hat, aber sie kennen und zu Jesus gehören will, der kann
sich die Videoliste auf meinem Kanal anschauen, in der die
wichtigsten Videos dieses Kanals aufgeführt sind.
Was bei dem
Bereitsein für die Entrückung auch noch sehr wichtig ist, das ist
Folgendes: Ihr solltet nicht erschrecken, wenn ihr entrückt werdet.
Und ihr solltet euch auch nicht darüber beschweren. Wenn tatsächlich
die Entrückung geschieht, dann gibt es eine Aussage, die man unter
absolut gar keinen Umständen aussprechen sollte. Nämlich diese:
„Das ist aber
schade, dass ich jetzt schon entrückt werde, ich hätte ruhig noch
ein Jahr auf der Erde zubringen können und dann hätte die
Entrückung kommen sollen, denn ich hätte schon gerne noch das eine
oder andere in meinem Leben getan.“
Wer so etwas sagen
würde, oder wer so etwas in seinem Herzen denkt, der liebt diese
Welt, und wer diese Welt liebt, der wird nicht entrückt. Ich weiß,
es gibt Menschen, denen diese Tatsache nicht gefällt, aber Jesus hat
uns deutlich ermahnt, indem er sagte:
Wer sein Leben
liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt
hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.
Und auch die Apostel
haben das ganz genau gewusst und haben es gelehrt. Johannes hat das
hervorragend auf den Punkt gebracht, denn er schrieb in seinem ersten
Brief in Kapitel 2, Vers 15 bis 17:
Habt nicht lieb die
Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist
die Liebe des Vaters nicht in ihm.
Denn alles, was in
der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des
Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.
Und die Welt vergeht
und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in
Ewigkeit.
Daran brauche ich
gar nichts zu verdeutlichen, denn es ist ganz einfach die reine
Wahrheit. Alles auf dieser Welt geht vorbei. So lange die Entrückung
nicht passiert, kann jeder Mensch sterben. Alle Orte der Welt
verderben, all unser Besitz kann jederzeit kaputt gehen oder
gestohlen werden. Und obendrein passieren furchtbare Dinge auf dieser
Erde. Die Menschen zwingen sich selbst verwunderlicherweise immer
dazu, das Leben auf dieser Welt zu lieben, aber wir sollen das gar
nicht tun, sondern wir sollen es vermeiden so zu denken.
Jakobus hat auch
etwas Bestätigendes in seinem Brief geschrieben. Das lesen wir in
Kapitel 4, Vers 4:
Ihr Ehebrecher und
Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt
Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will,
der macht sich zum Feind Gottes!
Auch diese Worte
sind ernst gemeint. Wer eine Welt wie die unsere liebt, der zeigt
dadurch, dass er keine Liebe für Gott hat. Denn auf dieser Welt
passieren jeden einzelnen Tag überall Dinge, die gegen Gottes
Wünsche sind und wodurch er zum Zorn gereizt wird. Wenn wir nun also
Menschen sind, die Gott lieben, was ja das höchste Gebot ist,
inwiefern sollten wir dann diese Welt oder die Dinge dieser Welt in
unser Herz schließen?
Natürlich sind wir
Menschen keine Schwerverbrecher, wenn wir uns mal ein paar angenehme
Stunden auf der Erde bereiten, aber wir sollten immer das Wissen im
Hinterkopf haben, dass diese Welt eigentlich kein schöner Ort ist
und dass Gott sich über sehr vieles ärgert, was hier passiert. Und
eben deshalb ist es das Beste, was uns überhaupt passieren kann,
wenn Jesus hierher kommt und seine Gemeinde entrückt.
Wir sollten diesen
Tag insgeheim jeden Morgen herbeiwünschen, und wenn es dann
tatsächlich zu unserer Lebzeit passieren sollte, dann ist das ein
Grund zur Freude. Wenn aber einer das schade fände, entrückt zu
werden, dann wird dieser jemand auf der Erde zurück gelassen.
Was idealerweise
auch nicht passieren sollte, ist, dass ein Mensch bei der Entrückung
so sehr erschrickt, dass er oder sie Panik bekommt und anfängt, vor
lauter Angst zu schreien.
Aber ich vermute
mal, dass das gar nicht passieren kann, da wir ja verwandelt werden,
wenn die Entrückung geschieht, und durch diese Erneuerung werden wir
uns besser fühlen als vorher. Nämlich viel leichter als zuvor. Und
das wird bestimmt ein so angenehmes Gefühl sein, dass wir gar keinen
Anlass haben werden, zu schreien oder zu erschrecken.
Zur Ergänzung
schauen wir uns jetzt auch an, was Jesus selbst dazu gesagt hat, wie
man bereit für die Entrückung sein kann. Dazu lesen wir zuerst ein
paar Worte von ihm aus dem 24sten Kapitel vom Evangelium des
Matthäus, und danach schauen wir uns zwei Gleichnisse im darauf
folgenden Kapitel an, welche ebenfalls etwas darüber sagen, wodurch
man bereit für die Entrückung sein wird.
Der Text, den wir
zuerst lesen, steht geschrieben in Kapitel 24, Vers 44 bis 51:
Darum seid auch ihr
bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es
nicht meint.
Wer ist nun der
treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft
gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit?
Glückselig ist
jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden
wird.
Wahrlich, ich sage
euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.
Wenn aber jener böse
Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen!,
und anfängt, die
Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu
trinken,
so wird der Herr
jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu
einer Stunde, die er nicht kennt,
und wird ihn
entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das
Heulen und Zähneknirschen sein.
In dieser
Gleichnisrede geht es in erster Linie darum, dass wir Barmherzigkeit
an einander üben sollen, wie Jesus es in seinem Leben auf der Erde
mehrmals betont hat. Wenn wir nun selbst viel Geld haben, und
mitbekommen, wie Menschen in unserem Umfeld Not und Mangel leiden,
dann zählen wir gemäß dem Gleichnis als der gute Knecht, der jedem
die verordnete Speise gibt, wenn wir unser nicht benötigtes Geld
einsetzen, um denen Almosen zu geben, die Not leiden.
Wenn wir hingegen
all unser Geld für uns behalten, obwohl wir auf Leute aufmerksam
werden, die Mangel leiden und unsere Hilfe brauchen, dann sind wir
wie ein Knecht, der sich einfach zu den Schlemmern setzt und nach
seiner eigenen Lust isst und trinkt, während die anderen Knechte
verschmachten, die eigentlich eine verordnete Speise von uns hätten
kriegen sollen.
Gleicherweise kann
man diesen Text aber auch auf das Wort Gottes beziehen.
Also: Wenn du jemand
bist, der das Wort Gottes kennt und es erklären kann, dann tue das
bitte auch vor allen Menschen, die zuhören und etwas lernen wollen.
Denn dann bist du wie der gute Knecht in dem Gleichnis, weil du
deinen Mitmenschen die geistige Nahrung gibst, wie Jesus es
angeordnet hat. Denn wir sollen ja dazu beitragen, dass das
Evangelium auf der ganzen Welt bekannt gemacht werden kann. Obendrein
sollen wir auch dafür sorgen, dass die jenigen, die es gehört
haben, es behalten und im Glaube gefestigt bleiben. Man wäre in
diesem Zusammenhang der schlechte Knecht in dem Gleichnis, wenn man
sagen würde: „Ach, ich habe keinen Bock, jetzt irgendwas über die
Bibel zu reden!“,
und wenn man deshalb
unablässig irgendwelchen weltlichen Hobbys nacheifern würde,
anstatt seine Aufgabe zu erfüllen, dann ist man ebenfalls wie ein
Knecht, der bei Schlemmern sitzt, anstatt sich um die Gäste zu
kümmern. Und würde man die jenigen vertreiben, die ankommen und
Fragen über Jesus oder über die Bibel haben, dann wäre das wie bei
dem Knecht, der anfängt, seine Mitknechte zu schlagen.
Wenn du nun aber ein
Mensch bist, der kein Talent dafür hat, andere über den Glaube
aufzuklären und der auch selber nur wenig Geld besitzt, so bist du
aber trotzdem in der Verantwortung, dass du die Gebote selbst
einhältst. Das muss man immer tun, besonders solche Gebote wie dass
man Gott lieben soll mit ganzem Herzen, dass man seinen Nächsten
lieben soll wie sich selbst, dass man auf Barmherzigkeit bedacht sein
soll und Vergebung üben soll, dass man nicht hochmütig sein soll,
sondern wie ein Diener denken und handeln sollte und dass man keinen
persönlichen Reichtum anhäufen soll und alles andere, was Jesus
sonst noch gesagt hat und was wir auch aus der Tora Gutes lernen
können. Wer kein Talent hat, dies anderen zu erklären, der muss
kein Lehrer werden. Man ist aber immer in der Verantwortung, dass man
es wenigstens selber einhält, so gut wie man kann.
Denn wenn jetzt ein
Mensch sagt: „Mich nervt das ganze Zeug mit den Geboten! Jesus
kommt doch sowieso nicht zurück. Ich habe die Schnauze voll vom
Warten!“, und dann fängt der Mensch an, absichtlich ein Leben in
Ausschweifung zu führen und die Gebote absichtlich zu brechen, dann
wird auch dieser Mensch zu denen zählen, die zurückbleiben.
Wir sollten uns so
oft wie wir können mit dem Wort Gottes auseinandersetzen und es
sollte immer in unserem Gedächtnis sein. Wissen sollten wir es, und
auch durch unser Alltagsverhalten berücksichtigen so gut wir können.
Das wird auch in dem Gleichnis der zehn Jungfrauen deutlich, welches
wir uns als Nächstes anschauen.
Um dieses Gleichnis
zu lesen, schauen wir nun in Kapitel 25, Vers 1 bis 12:
Dann wird das Reich
der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und dem
Bräutigam entgegengingen.
Fünf von ihnen aber
waren klug und fünf töricht.
Die törichten
nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich.
Die klugen aber
nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihren Lampen.
Als nun der
Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und
schliefen ein.
Um Mitternacht aber
entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm
entgegen!
Da erwachten alle
jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit.
Die törichten aber
sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen
erlöschen!
Aber die klugen
antworteten und sprachen: Nein, es würde nicht reichen für uns und
für euch. Geht doch vielmehr hin zu den Händlern und kauft für
euch selbst!
Während sie aber
hingingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren,
gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen.
Danach kommen auch
die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tue uns auf!
Er aber antwortete
und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht!
Lasst uns das
Gleichnis mal schrittweise auseinander nehmen! Die Lampe steht für
den Glaube an Gott den Höchsten und an Jesus, welcher wahrhaftig der
Sohn Gottes ist, der unschuldig gekreuzigt wurde, um unsere Sünden
auf sich nehmen zu können, und der auferstanden ist am dritten Tag.
Das Öl steht für Kenntnis der Schrift. Die Hochzeit steht für das
Aufeinandertreffen mit Jesus im Reich Gottes. Jesus sitzt im Reich
Gottes auf einem Thron direkt neben Gott und hat die größte Macht
von Gott bekommen, deswegen ist es auch möglich, in Jesu Namen
Dämonen auszutreiben und zu heilen. Der Teufel ist mächtig auf
Erden, aber Jesus ist stärker.
Somit ergibt sich
meines Erachtens nach folgende Deutung für das Gleichnis der zehn
Jungfrauen:
Es gab zehn Frauen,
die offenbar einen Bund mit dem Bräutigam schlossen. Der Bund ergibt
sich aus allem, was Jesus versprochen und verkündet hat. Die
bedeutsamsten Stellen, soweit ich das einschätzen kann, sind aber
diese:
Wer meine Gebote
festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich
liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn
lieben und mich ihm offenbaren.
Jesus spricht zu
ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird
leben, auch wenn er stirbt.
Ich belasse es jetzt
mal bei diesen zwei Versen, aber man könnte mit fleißigem Such noch
weitere finden. Da die Lampen für den Glaube stehen, bedeutet der
erste Vers also übersetzt: Es gab zehn Menschen, die die gute
Nachricht des Glaubens hörten, nämlich dass Jesus für unsere
Sünden starb und eines Tages zurückkehren wird, um alle Menschen
abzuholen, die an ihn glauben. Da nahmen sie den Glaube an. Und da
sie den Glaube haben, eifern sie dem Tag entgegen, an dem Jesus
tatsächlich zurückkehrt. Das ist mit dem entgegen gehen gemeint. Es
wird aber in dem Gleichnis deshalb von Jungfrauen geredet, weil
Jungfrauen normalerweise rein sind. Deshalb muss ein Mensch ja Jesus
als Retter angenommen haben und um Vergebung der eigenen Schuld
bitten, die man im Laufe des Lebens auf sich geladen hat. Dadurch
wird man von Jesus sozusagen gereinigt, als dürfte man einen
Neuanfang starten.
Fünf Menschen waren
klug und fünf töricht, und woran wir das merken, das erfahren wir
in den nächsten zwei Versen:
Die törichten
hatten nur die Lampe ohne Öl, aber jede kluge Jungfrau hatte eine
Lampe inklusive Öl bei sich.
Also bedeutet das
übersetzt:
Die törichten
Jungfrauen hatten die frohe Botschaft angenommen, dass wir durch
Jesus gerettet werden können, denn das symbolisiert die Lampe, aber
dummerweise ruhten sie sich auf diesem Gedanke aus. Sie versuchten
nicht, alles über Jesus zu lernen und sie fragten auch nicht: „Was
erwartet Jesus denn von uns?“. Die törichten Jungfrauen stehen für
Menschen, die denken, dass sie einfach nur sagen müssen, dass sie
christlich sind und alleine dadurch seien sie gerettet. Aber Kenntnis
über die Schrift haben sie keine.
Die klugen
Jungfrauen hingegen stehen für Menschen, die nicht nur die frohe
Botschaft angenommen haben, dass Jesus uns retten kann und eines
Tages zurückkehren wird, sondern die sich eben deshalb auch über
den Glaube informiert haben und nun ziemlich gut wissen, was Jesus
alles verkündet hat und worauf sie achten müssen.
Als nächstes lesen
wir davon, dass der Bräutigam sich viel Zeit ließ, bevor die
Hochzeit stattfinden sollte, deshalb wurden die Jungfrauen schläfrig
und schliefen ein.
Bei dieser Stelle
bin ich mir nicht hundert Prozent sicher, denn es gibt zwei
naheliegende Bedeutungen. Die erste Bedeutung lautet: Die Menschen
bewahren die ganze Zeit über weiter ihren Glaube und lieben Gott und
Jesus, aber ihre Erwartung, dass Jesus bald zurückkehrt, sinkt immer
weiter. Also auf die Art, dass ein Mensch zuerst hört, dass Jesus
bald zurückkehrt und dann ist er voller Freude und schaut jeden Tag
zum Himmel hoch, ob Jesus vielleicht zu sehen ist, aber dann ziehen
die Tage ins Land und der Mensch wird immer missmutiger, weil die
ganze Zeit nichts passiert. Und dann denkt er sich: „Ich glaube,
dass Jesus doch nicht allzu bald wiederkommt.“. Und somit hat er
zwar Jesus immernoch im Herzen, aber er hört auf, zu erwarten, dass
Jesus wirklich sehr bald zurückkehrt.
Und das ist
offensichtlich nicht weiter schlimm, denn die Jungfrauen werden nicht
dafür verurteilt, dass sie schläfrig wurden und einschliefen. Somit
ist es also, so lange wir uns weiter an die Gebote halten, kein
Drama, wenn wir nicht jeden einzelnen Tag mit der Wiederkunft von
Jesus rechnen, sondern wenn wir einfach zur Kenntnis nehmen, dass es
an einem unbekannten Tag passieren wird, eventuell zu unserer
Lebzeit, und dass wir bis dahin unser Alltagsleben ganz wie gewohnt
bestreiten, während wir aber in so vielen Situationen wie möglich
liebevoll sein sollten und alles vermeiden, worüber Gott sich
ärgert, sowohl im Berufsleben, wo wir Pflichten erfüllen müssen,
als auch in der Freizeit, welche wir benutzen können, um mehr über
Jesus zu lernen und unser Wissen zu festigen, wann immer wir die
Energie dazu haben.
Es gibt aber auch
noch eine zweite Deutung, denn die Menschen, die gestorben sind,
werden teilweise als entschlafen bezeichnet. Daher kann mit dieser
Stelle auch gemeint sein, dass die beschriebenen Menschen ihr Leben
lang auf Jesus warteten, aber er kam noch nicht, und sie wurden
letztlich zu alt und sind aufgrund ihres hohen Alters entschlafen,
also gestorben.
Wenn aber Jesus
zurückkehrt, dann werden zuerst die Verstorbenen zu neuem Leben
auferstehen, die an ihn glaubten, und nachdem das geschehen ist,
werden auch die lebendigen Gläubigen verwandelt und mitgenommen.
Dies bezieht sich aber wohlgemerkt auf eben die Art Gläubige, die
den Glaube wirklich in ihr Leben eingebaut haben und ihn sehr ernst
nahmen.
Wir lesen weiter
davon, dass um Mitternacht, also zu einer sehr späten Stunde, der
Bräutigam endlich ankam. Und es ist wohlgemerkt auch eine Stunde, zu
der es keiner erwarten würde, denn welcher Mensch, der noch ganz bei
Trost ist, würde bitteschön um Mitternacht anfangen, eine Hochzeit
zu veranstalten?
Jedenfalls erwachen
die Jungfrauen und machen ihre Lampen bereit. Also übersetzt: Sie
erinnern sich an den Glaube, den sie haben, nämlich dass Jesus uns
retten kann und dass er eines Tages zurückkehren wird. Und dieser
Tag ist nun da.
Und die klugen
können ihre Lampe leuchten lassen, aber den törichten fällt
ausgerechnet im ungünstigsten Augenblick auf, dass sie ihre Lampe
gar nicht zum Leuchten bringen können, weswegen sie letztlich keinen
Einlass erhalten.
Demzufolge werden
die Menschen, die zwar sagen sie haben Jesus angenommen, aber die
seine Lehre nicht kennen, erst am entscheidendsten Tag merken, dass
ein einfaches Lippenbekenntnis bei weitem nicht ausreichend ist. Denn
sie haben keine Kenntnis ihres Glaubens. Sie wissen weder, wie sie
sich richtig bei der Hochzeit verhalten sollen, noch wissen sie, was
genau Jesus eigentlich für sie alles verkraften musste und wer er
ist. Und wenn sie dann zur Stunde der Entscheidung zu anderen
Menschen sagen: „Schnell! Ihr müsst uns alles erzählen, was ihr
über Jesus wisst! Wir müssen sofort alles darüber lernen!“
dann wird es
schlicht und ergreifend zu spät sein. Selbst, wenn sie dann noch das
eine oder andere auf den letzten Drücker dazu lernen, so wird Jesus
trotzdem zu ihnen sagen: „Ich kenne euch nicht!“.
Jesus hat ja in der
Bergpredigt gesagt, dass wir nun das Licht der Welt sind. Und ich
glaube, es ist kein Zufall, dass wir in diesem Gleichnis von Menschen
lesen, die zu einer dunklen Stunde, nämlich um Mitternacht leuchten
sollen, indem sie Öl in ihren Lampen haben.
Das Gleichnis
ermahnt uns dazu, dass es nicht ausreicht, einfach zu sagen: „Ich
glaube an Jesus!“ und sich ansonsten nicht weiter mit dem Glaube zu
befassen. Man muss über den Glaube Bescheid wissen. Und wer sich
nicht die Mühe macht, Jesus und seine Lehre durch das Lesen der
Bibel kennenzulernen, der ist es offenbar nicht wert, zu ihm zu
kommen. Wir müssen über ihn Bescheid wissen und jederzeit fähig
sein, über ihn zu reden. Und wenn dieser Zustand erfüllt ist, dass
wir unseren Glaube selbst kennen und ausgeübt haben, dann sind wir
dadurch jederzeit bereit für die Erscheinung unseres Königs, der
uns irgendwann abholen wird.
Dass auch ein
gewisses Aktivsein für den Glaube wichtig ist, ergibt sich aus dem
nächsten Gleichnis. Denn wenn jemand von uns ein Talent hat, welches
er einsetzen kann, um dazu beizutragen, dass unwissende Menschen von
Jesus erfahren oder dass gläubige Menschen stark im Glaube bleiben,
dann sollte jener Mensch sein Talent auch möglichst auf diese Weise
einsetzen.
Um das zu
verdeutlichen, lesen wir nun die Verse 14 bis 30. Es steht
geschrieben:
Denn es ist wie bei
einem Menschen, der außer Landes reisen wollte, seine Knechte rief
und ihnen seine Güter übergab.
Dem einen gab er
fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner
Kraft, und er reiste sogleich ab.
Da ging der hin,
welcher die fünf Talente empfangen hatte, handelte mit ihnen und
gewann fünf weitere Talente.
Und ebenso der,
welcher die zwei Talente empfangen hatte, auch er gewann zwei
weitere.
Aber der, welcher
das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das
Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit
aber kommt der Herr dieser Knechte und hält Abrechnung mit ihnen.
Und es trat der
hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf
weitere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente
übergeben; siehe, ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen.
Da sagte sein Herr
zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem
treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude
deines Herrn!
Und es trat auch der
hinzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: Herr, du
hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen zwei
andere Talente gewonnen.
Sein Herr sagte zu
ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu
gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines
Herrn!
Da trat auch der
hinzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sprach: Herr, ich
kannte dich, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht
gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
und ich fürchtete
mich, ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du
das Deine!
Aber sein Herr
antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest
du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht
ausgestreut habe?
Dann hättest du
mein Geld den Wechslern bringen sollen, so hätte ich bei meinem
Kommen das Meine mit Zinsen zurückerhalten.
Darum nehmt ihm das
Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
Denn wer hat, dem
wird gegeben werden, damit er Überfluss hat; von dem aber, der nicht
hat, wird auch das genommen werden, was er hat.
Und den unnützen
Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird das
Heulen und Zähneknirschen sein.
Wenn wir hier von
einem Talent lesen, dann ist damit eine Maßeinheit für Edelmetall
gemeint. Früher wurde ja bekanntlich vieles mit Gold oder Silber
bezahlt. Und ein Talent ist enorm wertvoll. Wir müssen aber
beachten, dass Jesus in Gleichnissen redet, also sollte uns klar
sein, dass Jesus diese Worte nicht geredet hat, um den Jüngern mit
ihren Geldgeschäften zu helfen.
Stattdessen steht
jedes Talent für genau das, was wir in der heutigen Zeit alle unter
diesem Wort verstehen, nämlich eine angeborene Fähigkeit, bzw. ein
starkes Verständnis für eine Kunst, welche man ohne große Mühe
lernen kann und welche einem sehr leicht fällt, wenn man sie tut.
Einige können gut zeichnen, andere können gut Musik machen, andere
können gut lesen und komplexe Dinge analysieren, wieder andere sind
gute Lehrer und können sogar schwere Dinge so erklären, dass die
Schüler es verstehen, wieder andere können gut Kontakte knüpfen
und auf fremde Menschen zugehen und Gespräche anfangen, egal um
welches Thema es geht, und wieder andere sind gut darin,
handwerkliche Arbeiten zu verrichten und Dinge zu bauen.
Und Jesus erzählt
in diesem Gleichnis, dass die Menschen, die etwas bekommen haben,
ausgegangen sind, um es zu vergrößern. Das bedeutet wahrscheinlich
übersetzt wie schon angemerkt, dass wir unsere Talente entweder
nutzen sollten, um den Glaube zu verbreiten und zu stärken, oder
aber, wenn das nicht möglich ist, dann sollten wir unser Talent
zugunsten der Werte Nächstenliebe und Barmherzigkeit einsetzen. Wir
sollten unsere Fähigkeiten so einsetzen, dass auch andere Menschen
davon auf positive Weise profitieren können und dass denen geholfen
wird, die Mangel leiden.
Und jeder Mensch,
dem so geholfen wurde, indem er den Glaube verstanden hat oder wenn
das nicht geht, indem er Hilfe bekam, als er in eine Notlage war, ist
dann ein Gewinn. Dadurch würde man im Sinne des Gleichnisses Gewinn
machen, indem so viele Menschen wie möglich durch die eigenen
Talente, die man ausübt, etwas Gutes empfangen.
Wir merken aber
auch, dass es einen Mensch in dem Gleichnis gibt, der sein Talent
vergraben hat. Das ist also in der Deutung ein Mensch, der sich
geweigert hat, sein Talent einzusetzen, sodass auch durch ihn die
Menschen etwas Gutes empfangen hätten. Über sowas ärgert sich Gott
verständlicherweise und Jesus wird sich bei seiner Rückkehr ebenso
ärgern, wenn dir ein Talent gegeben war und Jesus dich fragt, was du
damit angefangen hast und du musst beschämt vor ihn treten und
sagen: „Ich habe es verborgen und es wenn überhaupt nur zu meinem
eigenen Gewinn eingesetzt.“
Ebenso steht in dem
Gleichnis geschrieben, wie der Herr schimpfte, da der Betroffene sein
Edelmetall eben notfalls zu Wechslern hätte bringen sollen, sodass
der Herr es mit Zinsen bekommen hätte.
Dieser Teil ist
nicht leicht zu deuten, aber ich sage euch jetzt mal, wie ich das
verstehe:
Bekanntlich
entstehen Zinsen als Guthaben ja dadurch, wenn du dein Geld an andere
gibst, dass diese das Geld von dir dann benutzen, um selbst damit
Gewinn zu erwirtschaften. Und danach geben sie dir eines Tages dein
Geld zurück und obendrauf noch einen Anteil des Gewinns, den sie
gemacht haben.
Deswegen denke ich,
dass hier folgendes ausgesagt wird:
Wenn ein Mensch ein
Talent für etwas hat, aber er fühlt sich unwohl damit, dieses
Talent selber die ganze Zeit einzusetzen, weil es ihm aus welchem
Grund auch immer keinen Spaß bereitet, dann sollte jener Mensch
wenigstens anderen Leuten zeigen, wie man das tun kann, wofür er
selber Talent hat. Denn von ihm können die jenigen etwas lernen, die
selber kein Talent dafür haben, aber die es einsetzen würden,
sobald sie es beherrschen. Und wenn er dann damit fertig ist, ihnen
alles zu zeigen, kann er sich zurücklehnen und sich mit einer
anderen konstruktiven Sache beschäftigen, die ihm mehr gefällt,
während seine Schüler in die Welt hinaus ziehen und das einsetzen
werden, was sie durch ihn gelernt haben. Und somit werden diese Leute
dann Menschen helfen, was aber nur dadurch möglich war, dass sie
alles von dem Mensch gelernt haben, der sein eigenes Talent nicht
dauerhaft selbst für die Menschheit einsetzen wollte.
Man sollte also
wenigstens die Dinge weiter reichen, die man ziemlich gut kann, wenn
man sie nicht selbst einsetzen will. Man sollte aber auf gar keinen
Fall faul sein und die Hände in den Schoß legen, oder die eigenen
Talente wenn überhaupt nur zum eigenen Nutzen einsetzen.
Und wenn ein Mensch
sein Talent auf hilfreiche Weise einsetzt, dann ist er auch dadurch
bereit für die Entrückung. Wenn aber ein Mensch sich komplett
weigert, das einzusetzen, was ihm gegeben ist, dann ärgert sich
Jesus offenbar darüber und es kann passieren, dass dieser Mensch zu
denen gehören wird, die auf der Erde zurückgelassen werden.
Das war soweit alles
zu dem Thema. Ich hoffe, es ist hilfreich und beantwortet die Frage
ausreichend, mit der wir uns in diesem Video befassen.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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