Text zu "Bibellehre - Die Sprachenrede in der Bibel"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=pPsZvBeSUec

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Im heutigen Video informieren wir uns darüber, was in der Bibel über Sprachenrede geschrieben steht. Wir werden dazu nicht kapitelweise Textmaterial finden, aber alles Wichtige, was einem beim Durchlesen aufgefallen sein sollte, schauen wir uns heute an.

Bevor wir aber zu dem Thema Sprachenrede kommen, setzen wir uns erstmal kurz mit der Frage auseinander, wie es überhaupt sein kann, dass die Menschen unterschiedliche Sprachen sprechen. Denn das war nicht immer so, sondern es ist durch Gottes Wirken geschehen.

Ihr wisst bestimmt, dass es eine Sintflut gegeben hat, welche leider notwendig war, weil alles auf der Erde nur noch böse und verdorben war. Und Noah wurde mit seiner Familie und mit Tieren, die nicht korrumpiert in ihrer Beschaffenheit waren, durch die Sintflut hindurch gerettet, indem er eine Anleitung von Gott bekam, wie er ein riesengroßes Hausboot aus Holz bauen kann, also eine Arche.
Und danach begann eine neue Zeit. Dummerweise wuchs in dieser Zeit aber auch nichts Gutes heran, sondern es entstand das Weltreich des Herrschers Nimrod, und der war gewiss kein angenehmer Zeitgenosse, sondern schonwieder ein bösartiger, gewalttätiger Tyrann. Das, was ihm an Intelligenz fehlte, gleichte sich bei ihm umso mehr durch Gewalttätigkeit und Hochmut aus. Und unter der Herrschaft dieses Mannes wurde ein Turm gebaut, der bis hoch zum Himmel reichen sollte.
Der Bau dieses Turmes musste unbedingt verhindert werden. Und die Bibel hält es im 1. Buch Mose nicht für nötig, uns zu erklären, warum es verhindert werden muss. Für jeden, der es noch nicht weiß, werde ich eines Tages diese Geschichte erzählen, was damals los war, aber heute müssen wir darauf verzichten, weil es ja um das Thema Sprachenrede geht.

Wir lesen uns aber nun mal durch, was die Bibel über den Turm von Babel zu sagen hat.
Dazu schauen wir in Kapitel 11 vom ersten Buch Mose. In den Versen 1 bis 9 steht geschrieben:

Und die ganze Erde hatte eine einzige Sprache und dieselben Worte.
Und es geschah, als sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Land Sinear, und sie ließen sich dort nieder.
Und sie sprachen zueinander: Wohlan, lasst uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen! Und sie verwendeten Ziegel statt Steine und Asphalt statt Mörtel.
Und sie sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden!
Da stieg der HERR herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, den die Menschenkinder bauten.
Und der HERR sprach: Siehe, sie sind ein Volk, und sie sprechen alle eine Sprache, und dies ist erst der Anfang ihres Tuns! Und jetzt wird sie nichts davor zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben.
Wohlan, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr die Sprache des anderen versteht!
So zerstreute der HERR sie von dort über die ganze Erde, und sie hörten auf, die Stadt zu bauen.
Daher gab man ihr den Namen Babel, weil der HERR dort die Sprache der ganzen Erde verwirrte und sie von dort über die ganze Erde zerstreute.

Hier merken wir also, dass es eine Zeit gab, in der alle Menschen auf Erden die selbe Sprache redeten. Und der Plan, den die Menschen mit ihrem Tun verfolgten, musste aufgehalten werden, deshalb reagierte Gott mit seinen Engeln darauf, indem sie die Sprachen der Menschen durcheinander brachten und sie plötzlich unterschiedliche Sprachen hatten. Somit konnten sie sich untereinander nicht mehr verständigen und mussten aufhören, an ihrem Projekt zu arbeiten. Und so kam es also, dass so viele verschiedene Sprachen entstanden.

Jedenfalls steht ja im Evangelium des Markus geschrieben, welche Zeichen die jenigen begleiten werden, die glauben und getauft sind. Darüber hat Jesus geredet, als er im letzten Kapitel den Auftrag an die Jünger erteilte. Diesen Teil lesen wir uns jetzt vollständigkeitshalber nochmal durch:

Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!
Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.
Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden,
Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.

In Vers 17 merken wir es deutlich, dass Jesus die Sprachenrede ankündigt. Wenn er von neuen Sprachen redet, so ist es sehr naheliegend, dass er damit Sprachen meint, die für den Mensch selber neu sind, weil er sie gar nicht gelernt hat. Also dass der Mensch praktisch fließend eine Sprache spricht, die er ohne den Heiligen Geist erst mühevoll lernen müsste, da er sie selber nicht versteht, aber Gott versteht sie natürlich, weil Gott ja für das Entstehen verschiedener Sprachen verantwortlich ist und weil er alles sieht und hört, was auf der Erde passiert. Dafür kann man ihn übrigens meines Erachtens nach nur bemitleiden, denn mir persönlich würde da vermutlich Tag für Tag das kalte Kotzen kommen, wenn ich wirklich -alles- sehen müsste, was auf dieser Welt tagtäglich passiert.
Aber kommen wir mal wieder zum Thema Sprachenrede zurück!

Was genau bei der Sprachenrede passiert, das lernen wir aus der Apostelgeschichte (Kapitel 2), wo das Pfingstwunder beschrieben wird. Wir lesen dazu die Verse 1 bis 8. Es steht geschrieben:

Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen.
Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten.
Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.
Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer aus allen Heidenvölkern unter dem Himmel.
Als nun dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.
Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind diese, die da reden, nicht alle Galiläer?
Wieso hören wir sie dann jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden?

Ganz genau so verhält es sich nämlich. Wenn du in Sprachen redest, wie es der Heilige Geist durch dich tut, dann sprichst du normalerweise in einer Sprache, die man irgendwo anders auf der Erde als Landessprache kennt, du selber aber wirst sie gewöhnlich nicht kennen, und trotzdem kannst du sie so reden, dass jemand aus dem fremden Land dich ganz genau verstehen würde, wäre er in dem Moment gerade bei dir.
Und was genau das für Worte sind, die man da redet, das er gibt sich aus Vers 11, denn im zweiten Teil dieses Verses steht:

wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkünden!

Die Sprachenrede, welche in anderen Bibelübersetzungen als Zungenrede bezeichnet wird, dient also in erster Linie dem Lobpreis und der Verherrlichung Gottes. Wer in Sprachen redet, der redet Worte, die Gott gefallen, obwohl er selber sie meistens nicht verstehen wird.

Somit haben wir jetzt also herausgefunden, was genau bei der Sprachenrede passiert. Und nun lesen wir uns noch etwas durch, was der Apostel Paulus zu dem Thema geschrieben hat. Wir lesen seine Worte zu dem Thema im 1. Brief an die Korinther in Kapitel 12 und in Kapitel 14.

Folgendes steht geschrieben in Kapitel 12, Vers 1 bis 11:

Über die Geisteswirkungen aber, ihr Brüder, will ich euch nicht in Unwissenheit lassen.
Ihr wisst, dass ihr einst Heiden wart und euch fortreißen ließt zu den stummen Götzen, so wie ihr geführt wurdet.
Darum lasse ich euch wissen, dass niemand, der im Geist Gottes redet, Jesus verflucht nennt; es kann aber auch niemand Jesus Herrn nennen als nur im Heiligen Geist.
Es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben, doch es ist derselbe Geist;
auch gibt es unterschiedliche Dienste, doch es ist derselbe Herr;
und auch die Kraftwirkungen sind unterschiedlich, doch es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt.
Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum allgemeinen Nutzen verliehen.
Dem einen nämlich wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber ein Wort der Erkenntnis gemäß demselben Geist;
einem anderen Glauben in demselben Geist; einem anderen Gnadengaben der Heilungen in demselben Geist;
einem anderen Wirkungen von Wunderkräften, einem anderen Weissagung, einem anderen Geister zu unterscheiden, einem anderen verschiedene Arten von Sprachen, einem anderen die Auslegung der Sprachen.
Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will.

Hier erzählt uns Paulus also, dass kein Mensch alleine für alle Gaben des Geistes verantwortlich ist, sondern dass manche in Sprachen sprechen und andere nicht, während einige heilen können und andere nicht. Das klingt ein bisschen komisch, weil ja Jesus gesagt hat, dass alle Zeichen die jenigen begleiten werden, die glauben. Aber vielleicht bezieht sich Paulus hier ja nicht darauf, was überhaupt möglich ist, sondern redet eher von der Notwendigkeit. Also in dem Sinne, dass es nicht zwingend notwendig ist, die Gaben des Geistes zu haben, wer sie aber hat, der muss sie auch zugunsten von Jesu Königreich benutzen, und es wird über den Heiligen Geist jedem das zugeteilt, was am besten zu ihm passt und was er auch ohne zu Murren ausführen würde.

Denn es steht ja geschrieben, dass Jesus gesagt hat:

Denn ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, von ihm wird auch das genommen werden, was er hat. (Lukas 19,26)

Deswegen ist es wichtig, die Gaben des Geistes auch auf nützliche Weise anzuwenden, sonst kann es durchaus sein, dass man sie wieder verliert. Wer eine Gabe des Geistes bekommt, der wird auch Aufgaben bekommen, die damit einhergehen, und diese sollten erfüllt werden. Wer zum Beispiel die Fähigkeit zur Sprachenrede empfängt, der sollte besonders häufig Gebete sprechen.

Im Bezug auf die Sprachenrede lesen wir noch Folgendes im 14ten Kapitel vom 1. Brief des Paulus an die Korinther, Vers 1 bis 5:

Strebt nach der Liebe, doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen; am meisten aber, dass ihr weissagt!
Denn wer in Sprachen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist.
Wer aber weissagt, der redet für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost.
Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.
Ich wünschte, dass ihr alle in Sprachen reden würdet, noch viel mehr aber, dass ihr weissagen würdet. Denn wer weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet; es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfängt.

Interessant ist hierbei:
Paulus schreibt zuerst, dass wir nach der Liebe streben sollen und dann erst redet er über das Sprachengebet.
Er schreibt ab Vers 6 noch ausführlicher darüber, warum klare Worte insgesamt nützlicher sind als Sprachenrede, auch wenn es zur eigenen Erbauung sehr nützlich sein kann, in Sprachen zu beten.
Wenn ihr wollt, könnt ihr das Kapitel selbst aufschlagen und es aufmerksam durchlesen, um besser zu verstehen, wie Paulus dazu kommt, das zu schreiben.
Wir sehen hier, dass sozusagen das Sprachengebet in erster Linie eine persönliche Sache zwischen dir und Gott ist, weil andere Menschen ja nicht verstehen werden was du sagst, außer es ist zufällig eine Fremdsprache, die sie gelernt haben. Besser wäre es, wenn ein Mensch in landesüblicher Sprache durch den Geist redet, weil das den anderen Menschen zur Ermahnung und Erbauung dient. Jedoch sollte man nicht auf Spinner oder Wichtigtuer hereinfallen, die so tun als würden sie Worte von Gott ausrichten, obwohl sie sich alles selber aus ihrem Ego heraus ausgedacht haben.

Denkt daran, was wir aus dem 5. Buch Mose lernen (Kapitel 18,21-22):
Wenn jemand im Namen Gottes klare Ankündigungen macht und diese treffen nicht ein, dann ist es ein falscher Prophet, den man gar nicht erst ernst nehmen soll.

Und wenn ihr von einem angeblichen Engel oder Geist Gottes etwas hören solltet, so beachtet unbedingt, was diesbezüglich der Apostel Johannes gesagt hat, denn das ist in dem Moment sehr wichtig. (1. Johannesbrief 4,1-3)
Allerdings bezieht sich das auch nur auf Worte, die Prophezeiungen sind, welche man in seiner Muttersprache bekommt und weitersagt. Das Sprachengebet hingegen passiert wie wir wissen oftmals in einer für den Mensch fremden Sprache und geschieht immer zur Ehre Gottes und zur Ehre von Jesus,

Das war soweit alles zum Thema Sprachengebet, was ich aus der Bibel aufzuzeigen habe.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Text zu "Bemerkenswerte Zitate vom Buch Henoch"

Text zu "Das Buch Henoch - Die gefallenen Engel und die Nephilim"

Text zu "Bibellehre - Die Jahre der Könige von Juda"