Text zu "Bibellehre - Was die Apostel über Jesu Wiederkunft schrieben"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=ySNIXKidBxE

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Im heutigen Video, nachdem wir in einem anderen Video schon angeschaut haben, was in den Evangelien und in der Offenbarung über die Wiederkunft von Jesus steht, werden wir nun alles als Gesamtpaket anschauen, was die Apostel in ihren Briefen über die Wiederkunft geschrieben haben.
Vieles davon hatten wir in anderen Videos schon vereinzelt gelesen, ein bisschen was wird heute aber auch zum ersten Mal zitiert.

Zuerst schauen wir uns nur einen einzelnen Vers an, der etwas Interessantes aussagt. Im ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther steht in Kapitel 4, Vers 5:

Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird; und dann wird jedem das Lob von Gott zuteilwerden.

Dies ist ein guter Vers von Paulus, denn wir wissen ja bereits aus der Bergpredigt, dass wir aufgerufen sind, niemanden zu richten, weil auch wir dann nicht gerichtet werden. Und hier lernen wir, dass Jesus wohl eine Art Lohn für uns mitbringen wird, wenn er kommt, um sein tausendjähriges Reich zu bringen.

Als nächstes werden wir in Kapitel 15 des selben Briefes stöbern, denn dort gibt es einiges Interessantes anzuschauen. Wir beginnen ab Vers 12 zu lesen und machen erstmal Pause, wenn wir den 22ten Vers gelesen haben. Es steht geschrieben:

Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten?
Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden!
Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube!
Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir von Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat, während er ihn doch nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden!
Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden.
Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden;
dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren.
Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendsten unter allen Menschen!
Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden.
Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen;
denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.

Hierbei versichert uns Paulus also, wie es ja auch in den Prophetenbüchern des alten Testaments schon erklärt wird und wie es Jesus selbst verkündete, dass es wahrhaftig eine Auferstehung der Toten geben wird, weil offensichtlich unter den Korinthern einige Menschen waren, die dachten, sowas sei völlig unmöglich. Das ist aber seltsam, weil Jesus ja schon lange gekreuzigt, auferstanden und zum Himmel erhoben war, als Paulus in Korinth ankam. Somit wurde ihnen von Anfang an erklärt, dass Jesus aus den Toten auferstanden ist. Wie können sie also diese Botschaft glauben und gleichzeitig behaupten, eine Auferstehung aus den Toten sei unmöglich?
Auch die Menschen unserer heutigen Zeit sollten das realisieren, dass eine Auferstehung aus den Toten eines Tages tatsächlich passieren wird, aber nicht als unheilvolle Zombie-Apokalypse, sondern in der Form, dass die Verstorbenen einen neuen Leib bekommen, der nicht an die Erde angepasst ist, sondern an den Himmel. Und mit diesem werden sie zum Reich Gottes gebracht, um dort zu wohnen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass die jenigen Menschen, die zu diesem Zeitpunkt als fleischliche Wesen leben, das mit ihren eigenen Augen sehen werden, wie das passiert.

Jedenfalls lesen wir weiter in Vers 23 und 24:

Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft;
danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat.

Diese Verse sind sehr interessant, nicht wahr? Jesus wird also bei seiner Wiederkunft gewissermaßen damit beschäftigt sein, alles Böse zu beseitigen und gleichzeitig alle seine treuen Nachfolger dafür bereit zu machen, dass sie unter der Herrschaft Gottes des Höchsten leben werden, denn wie wir hier lesen, wird Jesus das Reich, das er aufbaut, am Ende an Gott übergeben. Da Jesus aber allezeit den Wille Gottes tut und getan hat, ist davon auszugehen, dass sich das für uns nicht oder nur geringfügig anders anfühlen wird, als wenn Jesus über uns regiert. Mal sehen.

Paulus geht in den darauf folgenden Versen noch ein bisschen näher darauf ein. In Vers 25 bis 28 stehen folgende Worte:

Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.
Als letzter Feind wird der Tod beseitigt.
Denn »alles hat er seinen Füßen unterworfen«. Wenn es aber heißt, dass ihm alles unterworfen ist, so ist offenbar, dass derjenige ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.
Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allen sei.

Somit ist also Jesus ein fleißiger Arbeiter, der dafür sorgen wird, dass der ganze unfassbare Schaden, den Luzifer mit seinen Verbrechen angerichtet hat, Stück für Stück wieder ausgebessert wird, und alle Quellen von Verderben und Zerstörung beseitigt werden. Und dann, wenn er durch sein gerechtes Auftreten alles erledigt hat, wird er es seinem Vater in die Hände geben.

Wenn jemand wissen möchte, wie Paulus die Auferstehung der Toten und den neuen Leib der Auferstandenen versucht zu beschreiben, dann kann man sich dazu die Verse 35 bis 49 in dem Kapitel durchlesen. Ich selbst überspringe es aber an dieser Stelle, und wir lesen uns nun durch, was geschrieben steht in Vers 50 bis 58:

Das aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.
Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden,
plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen.
Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in Sieg!
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?«
Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz.
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!
Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn!

In Vers 57 sehen wir eine von vielen Stellen, in denen Paulus überflüssigerweise das Gesetz verteufelt. Nur weniges von dem, was er geschrieben hat, um das Gesetz schlechtzureden, ist zutreffend.
Ich bin ja persönlich auch der Meinung, dass das Gesetz teilweise sehr schwer und übertrieben ist, aber gleichzeitig gibt es darin Worte von sehr entscheidender Wichtigkeit zu lesen, die man nicht ignorieren sollte. Eines Tages müssen wir uns mal in einem separaten Video die negativen Reden von Paulus über das Gesetz anschauen und uns darüber vernünftig und vor allem im Zusammenhang mit der Lehre des Evangeliums unterhalten. Aber jetzt im Moment geht es ja darum, was über die Wiederkunft von Jesus gesagt wird. Und wir merken an dem Abschnitt insgesamt, wie Paulus klar beschreibt, dass alle Entschlafenen komplett verwandelt werden, sozusagen von einer Beschaffenheit in das komplette Gegenteil davon, wie es die Betroffenen aufgrund ihres Lebenswandels verdient haben, schätze ich mal. Denn Jesus kann unsere Sünden tragen, was aber nicht bedeutet, dass wir sündigen können so viel wir wollen, sondern weswegen wir eben aufgrund dieser großen Gnade aus unserer Dankbarkeit heraus unser Bestes tun sollten, um möglichst nicht mehr zu sündigen.
Jedenfalls ist es naheliegend, dass es so bei der Entrückung ablaufen wird, wie Paulus es hier beschreibt. Es gibt aber auch eine zweite Stelle in den Briefen, in der er darüber geschrieben hat. Die werden wir uns nachher auch anschauen.

Worauf wir uns nun aber als nächstes konzentrieren, ist der Text im Brief an die Philipper, Kapitel 3, Vers 18 bis 21. Dort lesen wir im Bezug auf die bevorstehende Wiederkunft Folgendes:

Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus;
ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt.
Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter,
der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann.

Dieser Teil hängt auch wieder mit der bevorstehenden Verwandlung zusammen und erklärt uns sogar, dass wir als Bürger des Himmels zählen, wenn wir zu Jesus gehören und treu nach seinen Geboten wandeln. Und wir lesen auch, dass in der Gemeinde der Philipper bei weitem nicht alle Menschen einen solchen Lebenswandel in Treue hatten. Leider.

Als nächstes werden wir den ersten Brief an die Thessalonicher betrachten. In Kapitel 1 finden wir folgende Worte in Vers 8 bis 10:

Denn von euch aus ist das Wort des Herrn erklungen; nicht nur in Mazedonien und Achaja, sondern überall ist euer Glaube an Gott bekannt geworden, sodass wir es nicht nötig haben, davon zu reden.
Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen,
und um seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn.

Hierbei fällt besonders auf, dass bei der Wiederkunft von Jesus auch der Zorn Gottes eine Rolle spielen wird, denn wir sollen uns nicht selbst rächen, wie wir wissen, sondern Gott wird in unserem Sinne Rache üben an denen, die die Sünde lieben. Das nennt man dann wohl ausgleichende Gerechtigkeit, würde ich mal sagen. Denn die Gnade Gottes, welche unvorstellbar groß ist, besteht ja darin, dass Jesus für uns gegeben wurde als Sühneopfer, und dass jeder Sünder die ganze Zeit über die Möglichkeit hatte, umzukehren und sich retten zu lassen. Und wenn ein Mensch jahrelang diese Gelegenheit hat, und sich die ganze Zeit weigert, davon Gebrauch zu machen, dann ist es zumindest meiner Ansicht nach auch gerecht, wenn dieser genau die Strafe bekommt, die seine Sünden wert sind.
Aber die jenigen, die schlimme Dinge taten und doch Jesus annehmen, sollen nicht die Strafe bekommen, die sie eigentlich verdient hätten. Und darin besteht die große Gnade und Liebe Gottes, dass sowas überhaupt möglich gemacht wird. Denn wir Menschen selber ticken ja viel eher so, dass wir, wenn wir könnten, jeden einzelnen Mensch bestrafen würden gemäß dem, was er alles getan hat. Wenn Jesus aber zurückkehrt, werden die jenigen, die ihn angenommen haben, nur dann bestraft, wenn sie trotz ihrer Bekehrung wieder zurück in ihr sündiges Leben gegangen sind, weil sie es mehr begehrten als die Liebe Gottes.

In Kapitel 4 und 5 lesen wir ebenfalls Worte, die für das heutige Thema des Videos interessant sind. Zuerst lesen wir uns in Kapitel 4 den Text darüber durch, wie die Entrückung abläuft. Folgendes steht geschrieben von Vers 13 bis Vers 18:

Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben.
Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen.
Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen;
denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.
Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.
So tröstet nun einander mit diesen Worten!

Ich glaube, der Posaunenschall sollte ungefähr klingen, wie man es gleich hört.
In dem Text wird auch die Reihenfolge betont, dass zuerst die Toten auferstehen und verwandelt werden, danach erst werden die jenigen verwandelt, die an diesem Tag noch nicht gestorben sind, sondern noch als fleischliche Wesen mit gerechter Gesinnung lebten.
Und Paulus meint auch, dass wir einander mit diesen Worten trösten sollen, was wohl dann am relevantesten ist, wenn ein geliebter Mensch verstorben ist und die Angehörigen glauben, sie hätten ihn für immer verloren. Jesus-Nachfolger wissen, dass sie gemäß dem Versprechen aus der Schrift niemals für immer verloren sein sollen.

In Kapitel 5 des Briefes redet Paulus noch mehr über die Wiederkunft. In Vers 1 bis 3 lesen wir:

Von den Zeiten und Zeitpunkten aber braucht man euch Brüdern nicht zu schreiben.
Denn ihr wisst ja genau, dass der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.
Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.

Dies ist also ein Hinweis von ihm über den Zeitpunkt der Wiederkunft von Jesus. Und der Hinweis lautet: Wenn von Frieden und Sicherheit geredet wird, dann kommt plötzlich Verderben. Nun stellt sich dabei aber die wichtige Frage, ob wir uns das als Frieden im mittleren Osten vorstellen müssen, oder ob sogar von Weltfrieden die Rede ist. Dieses Detail wird leider nicht offenbart, somit ist der Hinweis weitesgehend nutzlos. Denn wir hören ja ständig in den Medien, dass in der Außenpolitik auf Frieden und Sicherheit hin gearbeitet wird. Das ist eine Standard-Phrase, die so unspektakulär ist wie der Schneefall im Winter.

Von Vers 4 bis 8 lesen wir noch Folgendes:

Ihr aber, Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte;
ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht an noch der Finsternis.
So lasst uns auch nicht schlafen wie die anderen, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein!
Denn die Schlafenden schlafen bei Nacht, und die Betrunkenen sind bei Nacht betrunken;
wir aber, die wir dem Tag angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.

Diese Worte sind mal wieder ein Aufruf zur ständigen Wachsamkeit. Möglicherweise spielt Paulus hier auch darauf an, dass Menschen, die keine Hoffnung sehen, sich der Trunkenheit ergeben oder sich anderweitig betäuben, während wir als Gläubige Menschen aber stark im Glauben bleiben sollen. Wir wissen auch, dass im Brief an die Epheser von Paulus die geistliche Waffenrüstung Gottes beschrieben wird, und hier erwähnt er sie in anderer Weise, denn er redet hier von einem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe.
Vorher war es der Schild des Glaubens. Und die Liebe ist sozusagen ein Bestandteil von Gerechtigkeit, weil Gerechtigkeit ja in der Bibel bedeutet, dass man die Gebote einhält. Und die zwei größten Gebote haben damit zu tun, in Liebe zu wandeln, daher gehört es zu einem gerechten Leben ganz besonders dazu, dass man auf Liebe bedacht ist, und nicht auf Hass oder Streit oder Selbstsucht.

Als nächstes schauen wir uns die Worte im zweiten Brief an die Thessalonicher an, die etwas mit dem Thema Wiederkunft von Jesus zu tun haben.

Wir beginnen in Kapitel 1 im 6ten Vers zu lesen, bis zum Ende von Vers 10. Es steht geschrieben:

wie es denn gerecht ist vor Gott, dass er denen, die euch bedrängen, mit Bedrängnis vergilt,
euch aber, die ihr bedrängt werdet, mit Ruhe gemeinsam mit uns, bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht,
in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind.
Diese werden Strafe erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft,
an jenem Tag, wenn Er kommen wird, um verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert in denen, die glauben – denn unser Zeugnis hat bei euch Glauben gefunden.

Diese Worte klingen ziemlich hart. Aber es muss ja einen Tag geben, an dem alles Böse verschwindet. Man kann es nicht einfach die ganze Zeit da lassen.

In Kapitel 2 lesen wir von Vers 1 bis 12 Folgendes:

Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm:
Lasst euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist noch durch ein Wort noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus schon da.
Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens,
der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt.
Denkt ihr nicht mehr daran, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war?
Und ihr wisst ja was jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit.
Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein;
und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird,
ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder
und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können.
Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge glauben,
damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.

Die Inhalte dieses Textes hatten wir ja teilweise schon in anderen Videos angeschaut. Wir können aber trotzdem nochmal einen genaueren Blick darauf werfen.
Offensichtlich hatte die Gemeinde in Thessalonich damals Probleme mit gefälschten Briefen, die angeblich von Paulus waren. In Wahrheit wurden sie aber von Verführern geschrieben. Und in diesen Briefen wurde behauptet, die Wiederkunft sei schon längst geschehen. Das war besonders zur damaligen Zeit, also vor mehr als 1.900 Jahren, kompletter Unsinn gewesen, denn wäre dem so, wären gewiss die Apostel vorher entrückt worden.
Und wir wissen auch, dass bei der Wiederkunft ein Feuer auf die Erde kommen wird, welches die Menschen sehen werden. Und da nichts Derartiges passierte, kann also auch nicht die Wiederkunft geschehen sein, als Paulus lebte. Wir wissen aber dummerweise nicht, was alles in den letzten 1.900 Jahren so los war.
Ich selbst denke aber trotzdem, dass die Wiederkunft und auch die Entrückung noch bevorstehen. Wenn nämlich die Wiederkunft schon passiert wäre, dann würde die Erde heute ganz anders aussehen als sie ist.
Und Paulus sagt, dass vorher viele Menschen vom Glauben abfallen werden und dass ein Mensch sich selbst zu Gott erklärt und sich in dem Tempel, also vermutlich in den Tempel von Jerusalem setzt, um sich selbst als Gott auszugeben.
Es könnte aber rein theoretisch auch sein, dass mit dem Tempel hier die christliche Glaubensgemeinde beschrieben werden soll. Und wäre das so, dann wäre diese Prophezeiung schon sehr lange erfüllt, denn wir haben ja den Papst, und der erdreistet sich, sich selbst als Gottes Stellvertreter zu betiteln, womit er sich selbst Gott gleich macht, ganz so wie Paulus es andeutet. Und dabei ist jeder Papst lediglich nur ein weiteres sündiges Fleischwesen. Und es ist auch stark davon auszugehen, dass bei einem Mensch, der Papst ist, die Anzahl der regelmäßigen Sünden nicht geringer wird, sondern größer.

Jedenfalls gibt es etwas oder jemanden, wodurch das Unheil zurückgehalten wird. Hierbei würde ich darauf tippen, dass es sich um den heiligen Geist Gottes handelt, der auf die ganze Erde ausgeschüttet ist.
Es ist auch die Rede von verführerischen Kräften, Zeichen und Wundern, die der Satan möglich macht und auf welche die Menschen hereinfallen werden. Dazu habe ich ja auch schon in meinem Video über die Endzeit eine naheliegende Möglichkeit aufgezeigt, was damit gemeint sein könnte.

Wir schauen uns als nächstes den Text an, der im 5ten Kapitel vom Brief des Jakobus geschrieben steht. Folgendes lesen wir in Vers 7:

So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn! Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat.

Jakobus umschreibt das noch ein bisschen mehr in den Folgeversen, aber das überspringen wir an dieser Stelle.

Zuguterletzt bleibt noch der Text aus dem zweiten Brief des Petrus, von dem Teile schon mehrmals in anderen Videos erwähnt wurden. Wir lesen ihn aber nochmal zur Vervollständigung durch, und zwar nicht nur teilweise, sondern in seiner Gänze. Wir werden nun fast das ganze dritte Kapitel lesen, indem wir ab Vers 3 beginnen. Es steht geschrieben:

Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln
und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist!
Dabei übersehen sie aber absichtlich, dass es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus [entstanden ist] und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes;
und dass durch diese Wasser die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrunde ging.
Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.
Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag!
Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.
Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.
Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht,
indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden!
Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.
Darum, Geliebte, weil ihr dies erwartet, so seid eifrig darum bemüht, dass ihr als unbefleckt und tadellos vor ihm erfunden werdet in Frieden!
Und seht die Langmut unseres Herrn als eure Rettung an, wie auch unser geliebter Bruder Paulus euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit,
so wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben.
Ihr aber, Geliebte, da ihr dies im Voraus wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch die Verführung der Frevler mit fortgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verliert!
Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen.

In diesem Teil betont Petrus merklich, dass es keinen Sinn macht, die Dinge auf der Erde zu begehren, da sie spätestens am Tag der Wiederkunft im Feuer verbrennen werden. Welche Erdengüter wir besaßen, wird dann belanglos sein. Es werden nur noch die Taten zählen, die wir getan haben und inwiefern diese mit dem übereinstimmen, was Gott uns gebot durch Jesus und durch die anderen Propheten, die vor Jesus kamen.

Und somit haben wir also alle Stellen durchgeschaut, die ich in den Briefen der Apostel finden konnte. Sie bringen uns leider nicht näher zu einem sicheren Anzeichen der Wiederkunft Jesu, und sie offenbaren uns auch nicht, woran man mit absoluter Sicherheit das nahe Bevorstehen einer vermutlich lange davor stattfindenden Entrückung erkennt. Aber zur Information sind sie allemal nützlich.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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