Text zu "Bibellehre - Was die Apostel über Jesu Wiederkunft schrieben"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=ySNIXKidBxE
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Im heutigen Video,
nachdem wir in einem anderen Video schon angeschaut haben, was in den
Evangelien und in der Offenbarung über die Wiederkunft von Jesus
steht, werden wir nun alles als Gesamtpaket anschauen, was die
Apostel in ihren Briefen über die Wiederkunft geschrieben haben.
Vieles davon hatten
wir in anderen Videos schon vereinzelt gelesen, ein bisschen was wird
heute aber auch zum ersten Mal zitiert.
Zuerst schauen wir
uns nur einen einzelnen Vers an, der etwas Interessantes aussagt. Im
ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther steht in Kapitel 4,
Vers 5:
Darum richtet nichts
vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene
ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird;
und dann wird jedem das Lob von Gott zuteilwerden.
Dies ist ein guter
Vers von Paulus, denn wir wissen ja bereits aus der Bergpredigt, dass
wir aufgerufen sind, niemanden zu richten, weil auch wir dann nicht
gerichtet werden. Und hier lernen wir, dass Jesus wohl eine Art Lohn
für uns mitbringen wird, wenn er kommt, um sein tausendjähriges
Reich zu bringen.
Als nächstes werden
wir in Kapitel 15 des selben Briefes stöbern, denn dort gibt es
einiges Interessantes anzuschauen. Wir beginnen ab Vers 12 zu lesen
und machen erstmal Pause, wenn wir den 22ten Vers gelesen haben. Es
steht geschrieben:
Wenn aber Christus
verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen
denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten?
Wenn es wirklich
keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht
auferstanden!
Wenn aber Christus
nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und
vergeblich auch euer Glaube!
Wir werden aber auch
als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir von Gott bezeugt haben,
dass er Christus auferweckt hat, während er ihn doch nicht
auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden!
Denn wenn Tote nicht
auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden.
Ist aber Christus
nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch
in euren Sünden;
dann sind auch die
in Christus Entschlafenen verloren.
Wenn wir nur in
diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendsten unter
allen Menschen!
Nun aber ist
Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der
Entschlafenen geworden.
Denn weil der Tod
durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten
durch einen Menschen;
denn gleichwie in
Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht
werden.
Hierbei versichert
uns Paulus also, wie es ja auch in den Prophetenbüchern des alten
Testaments schon erklärt wird und wie es Jesus selbst verkündete,
dass es wahrhaftig eine Auferstehung der Toten geben wird, weil
offensichtlich unter den Korinthern einige Menschen waren, die
dachten, sowas sei völlig unmöglich. Das ist aber seltsam, weil
Jesus ja schon lange gekreuzigt, auferstanden und zum Himmel erhoben
war, als Paulus in Korinth ankam. Somit wurde ihnen von Anfang an
erklärt, dass Jesus aus den Toten auferstanden ist. Wie können sie
also diese Botschaft glauben und gleichzeitig behaupten, eine
Auferstehung aus den Toten sei unmöglich?
Auch die Menschen
unserer heutigen Zeit sollten das realisieren, dass eine Auferstehung
aus den Toten eines Tages tatsächlich passieren wird, aber nicht als
unheilvolle Zombie-Apokalypse, sondern in der Form, dass die
Verstorbenen einen neuen Leib bekommen, der nicht an die Erde
angepasst ist, sondern an den Himmel. Und mit diesem werden sie zum
Reich Gottes gebracht, um dort zu wohnen. Es ist aber sehr
wahrscheinlich, dass die jenigen Menschen, die zu diesem Zeitpunkt
als fleischliche Wesen leben, das mit ihren eigenen Augen sehen
werden, wie das passiert.
Jedenfalls lesen wir
weiter in Vers 23 und 24:
Ein jeder aber in
seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus
angehören, bei seiner Wiederkunft;
danach das Ende,
wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede
Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat.
Diese Verse sind
sehr interessant, nicht wahr? Jesus wird also bei seiner Wiederkunft
gewissermaßen damit beschäftigt sein, alles Böse zu beseitigen und
gleichzeitig alle seine treuen Nachfolger dafür bereit zu machen,
dass sie unter der Herrschaft Gottes des Höchsten leben werden, denn
wie wir hier lesen, wird Jesus das Reich, das er aufbaut, am Ende an
Gott übergeben. Da Jesus aber allezeit den Wille Gottes tut und
getan hat, ist davon auszugehen, dass sich das für uns nicht oder
nur geringfügig anders anfühlen wird, als wenn Jesus über uns
regiert. Mal sehen.
Paulus geht in den
darauf folgenden Versen noch ein bisschen näher darauf ein. In Vers
25 bis 28 stehen folgende Worte:
Denn er muss
herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.
Als letzter Feind
wird der Tod beseitigt.
Denn »alles hat er
seinen Füßen unterworfen«. Wenn es aber heißt, dass ihm alles
unterworfen ist, so ist offenbar, dass derjenige ausgenommen ist, der
ihm alles unterworfen hat.
Wenn ihm aber alles
unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem
unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allen
sei.
Somit ist also Jesus
ein fleißiger Arbeiter, der dafür sorgen wird, dass der ganze
unfassbare Schaden, den Luzifer mit seinen Verbrechen angerichtet
hat, Stück für Stück wieder ausgebessert wird, und alle Quellen
von Verderben und Zerstörung beseitigt werden. Und dann, wenn er
durch sein gerechtes Auftreten alles erledigt hat, wird er es seinem
Vater in die Hände geben.
Wenn jemand wissen
möchte, wie Paulus die Auferstehung der Toten und den neuen Leib der
Auferstandenen versucht zu beschreiben, dann kann man sich dazu die
Verse 35 bis 49 in dem Kapitel durchlesen. Ich selbst überspringe es
aber an dieser Stelle, und wir lesen uns nun durch, was geschrieben
steht in Vers 50 bis 58:
Das aber sage ich,
Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können;
auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.
Siehe, ich sage euch
ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden
aber alle verwandelt werden,
plötzlich, in einem
Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird
erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und
wir werden verwandelt werden.
Denn dieses
Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche
muss Unsterblichkeit anziehen.
Wenn aber dieses
Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche
Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden,
das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in Sieg!
Tod, wo ist dein
Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?«
Der Stachel des
Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz.
Gott aber sei Dank,
der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!
Darum, meine
geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in
dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich
ist im Herrn!
In Vers 57 sehen wir
eine von vielen Stellen, in denen Paulus überflüssigerweise das
Gesetz verteufelt. Nur weniges von dem, was er geschrieben hat, um
das Gesetz schlechtzureden, ist zutreffend.
Ich bin ja
persönlich auch der Meinung, dass das Gesetz teilweise sehr schwer
und übertrieben ist, aber gleichzeitig gibt es darin Worte von sehr
entscheidender Wichtigkeit zu lesen, die man nicht ignorieren sollte.
Eines Tages müssen wir uns mal in einem separaten Video die
negativen Reden von Paulus über das Gesetz anschauen und uns darüber
vernünftig und vor allem im Zusammenhang mit der Lehre des
Evangeliums unterhalten. Aber jetzt im Moment geht es ja darum, was
über die Wiederkunft von Jesus gesagt wird. Und wir merken an dem
Abschnitt insgesamt, wie Paulus klar beschreibt, dass alle
Entschlafenen komplett verwandelt werden, sozusagen von einer
Beschaffenheit in das komplette Gegenteil davon, wie es die
Betroffenen aufgrund ihres Lebenswandels verdient haben, schätze ich
mal. Denn Jesus kann unsere Sünden tragen, was aber nicht bedeutet,
dass wir sündigen können so viel wir wollen, sondern weswegen wir
eben aufgrund dieser großen Gnade aus unserer Dankbarkeit heraus
unser Bestes tun sollten, um möglichst nicht mehr zu sündigen.
Jedenfalls ist es
naheliegend, dass es so bei der Entrückung ablaufen wird, wie Paulus
es hier beschreibt. Es gibt aber auch eine zweite Stelle in den
Briefen, in der er darüber geschrieben hat. Die werden wir uns
nachher auch anschauen.
Worauf wir uns nun
aber als nächstes konzentrieren, ist der Text im Brief an die
Philipper, Kapitel 3, Vers 18 bis 21. Dort lesen wir im Bezug auf die
bevorstehende Wiederkunft Folgendes:
Denn viele wandeln,
wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde
des Kreuzes des Christus;
ihr Ende ist das
Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande,
sie sind irdisch gesinnt.
Unser Bürgerrecht
aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus
erwarten als den Retter,
der unseren Leib der
Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem
Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst
auch alles unterwerfen kann.
Dieser Teil hängt
auch wieder mit der bevorstehenden Verwandlung zusammen und erklärt
uns sogar, dass wir als Bürger des Himmels zählen, wenn wir zu
Jesus gehören und treu nach seinen Geboten wandeln. Und wir lesen
auch, dass in der Gemeinde der Philipper bei weitem nicht alle
Menschen einen solchen Lebenswandel in Treue hatten. Leider.
Als nächstes werden
wir den ersten Brief an die Thessalonicher betrachten. In Kapitel 1
finden wir folgende Worte in Vers 8 bis 10:
Denn von euch aus
ist das Wort des Herrn erklungen; nicht nur in Mazedonien und Achaja,
sondern überall ist euer Glaube an Gott bekannt geworden, sodass wir
es nicht nötig haben, davon zu reden.
Denn sie selbst
erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und
wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen
und wahren Gott zu dienen,
und um seinen Sohn
aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat,
Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn.
Hierbei fällt
besonders auf, dass bei der Wiederkunft von Jesus auch der Zorn
Gottes eine Rolle spielen wird, denn wir sollen uns nicht selbst
rächen, wie wir wissen, sondern Gott wird in unserem Sinne Rache
üben an denen, die die Sünde lieben. Das nennt man dann wohl
ausgleichende Gerechtigkeit, würde ich mal sagen. Denn die Gnade
Gottes, welche unvorstellbar groß ist, besteht ja darin, dass Jesus
für uns gegeben wurde als Sühneopfer, und dass jeder Sünder die
ganze Zeit über die Möglichkeit hatte, umzukehren und sich retten
zu lassen. Und wenn ein Mensch jahrelang diese Gelegenheit hat, und
sich die ganze Zeit weigert, davon Gebrauch zu machen, dann ist es
zumindest meiner Ansicht nach auch gerecht, wenn dieser genau die
Strafe bekommt, die seine Sünden wert sind.
Aber die jenigen,
die schlimme Dinge taten und doch Jesus annehmen, sollen nicht die
Strafe bekommen, die sie eigentlich verdient hätten. Und darin
besteht die große Gnade und Liebe Gottes, dass sowas überhaupt
möglich gemacht wird. Denn wir Menschen selber ticken ja viel eher
so, dass wir, wenn wir könnten, jeden einzelnen Mensch bestrafen
würden gemäß dem, was er alles getan hat. Wenn Jesus aber
zurückkehrt, werden die jenigen, die ihn angenommen haben, nur dann
bestraft, wenn sie trotz ihrer Bekehrung wieder zurück in ihr
sündiges Leben gegangen sind, weil sie es mehr begehrten als die
Liebe Gottes.
In Kapitel 4 und 5
lesen wir ebenfalls Worte, die für das heutige Thema des Videos
interessant sind. Zuerst lesen wir uns in Kapitel 4 den Text darüber
durch, wie die Entrückung abläuft. Folgendes steht geschrieben von
Vers 13 bis Vers 18:
Ich will euch aber,
Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit
ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben.
Denn wenn wir
glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch
die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen.
Denn das sagen wir
euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur
Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht
zuvorkommen;
denn der Herr selbst
wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die
Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in
Christus werden zuerst auferstehen.
Danach werden wir,
die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden
in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden
wir bei dem Herrn sein allezeit.
So tröstet nun
einander mit diesen Worten!
Ich glaube, der
Posaunenschall sollte ungefähr klingen, wie man es gleich hört.
In dem Text wird
auch die Reihenfolge betont, dass zuerst die Toten auferstehen und
verwandelt werden, danach erst werden die jenigen verwandelt, die an
diesem Tag noch nicht gestorben sind, sondern noch als fleischliche
Wesen mit gerechter Gesinnung lebten.
Und Paulus meint
auch, dass wir einander mit diesen Worten trösten sollen, was wohl
dann am relevantesten ist, wenn ein geliebter Mensch verstorben ist
und die Angehörigen glauben, sie hätten ihn für immer verloren.
Jesus-Nachfolger wissen, dass sie gemäß dem Versprechen aus der
Schrift niemals für immer verloren sein sollen.
In Kapitel 5 des
Briefes redet Paulus noch mehr über die Wiederkunft. In Vers 1 bis 3
lesen wir:
Von den Zeiten und
Zeitpunkten aber braucht man euch Brüdern nicht zu schreiben.
Denn ihr wisst ja
genau, dass der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der
Nacht.
Wenn sie nämlich
sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben
plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie
werden nicht entfliehen.
Dies ist also ein
Hinweis von ihm über den Zeitpunkt der Wiederkunft von Jesus. Und
der Hinweis lautet: Wenn von Frieden und Sicherheit geredet wird,
dann kommt plötzlich Verderben. Nun stellt sich dabei aber die
wichtige Frage, ob wir uns das als Frieden im mittleren Osten
vorstellen müssen, oder ob sogar von Weltfrieden die Rede ist.
Dieses Detail wird leider nicht offenbart, somit ist der Hinweis
weitesgehend nutzlos. Denn wir hören ja ständig in den Medien, dass
in der Außenpolitik auf Frieden und Sicherheit hin gearbeitet wird.
Das ist eine Standard-Phrase, die so unspektakulär ist wie der
Schneefall im Winter.
Von Vers 4 bis 8
lesen wir noch Folgendes:
Ihr aber, Brüder,
seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb
überfallen könnte;
ihr alle seid Söhne
des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht an noch
der Finsternis.
So lasst uns auch
nicht schlafen wie die anderen, sondern lasst uns wachen und nüchtern
sein!
Denn die Schlafenden
schlafen bei Nacht, und die Betrunkenen sind bei Nacht betrunken;
wir aber, die wir
dem Tag angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem
Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung
auf das Heil.
Diese Worte sind mal
wieder ein Aufruf zur ständigen Wachsamkeit. Möglicherweise spielt
Paulus hier auch darauf an, dass Menschen, die keine Hoffnung sehen,
sich der Trunkenheit ergeben oder sich anderweitig betäuben, während
wir als Gläubige Menschen aber stark im Glauben bleiben sollen. Wir
wissen auch, dass im Brief an die Epheser von Paulus die geistliche
Waffenrüstung Gottes beschrieben wird, und hier erwähnt er sie in
anderer Weise, denn er redet hier von einem Brustpanzer des Glaubens
und der Liebe.
Vorher war es der
Schild des Glaubens. Und die Liebe ist sozusagen ein Bestandteil von
Gerechtigkeit, weil Gerechtigkeit ja in der Bibel bedeutet, dass man
die Gebote einhält. Und die zwei größten Gebote haben damit zu
tun, in Liebe zu wandeln, daher gehört es zu einem gerechten Leben
ganz besonders dazu, dass man auf Liebe bedacht ist, und nicht auf
Hass oder Streit oder Selbstsucht.
Als nächstes
schauen wir uns die Worte im zweiten Brief an die Thessalonicher an,
die etwas mit dem Thema Wiederkunft von Jesus zu tun haben.
Wir beginnen in
Kapitel 1 im 6ten Vers zu lesen, bis zum Ende von Vers 10. Es steht
geschrieben:
wie es denn gerecht
ist vor Gott, dass er denen, die euch bedrängen, mit Bedrängnis
vergilt,
euch aber, die ihr
bedrängt werdet, mit Ruhe gemeinsam mit uns, bei der Offenbarung des
Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht,
in flammendem Feuer,
wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen,
und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht
gehorsam sind.
Diese werden Strafe
erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht des Herrn und von der
Herrlichkeit seiner Kraft,
an jenem Tag, wenn
Er kommen wird, um verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und
bewundert in denen, die glauben – denn unser Zeugnis hat bei euch
Glauben gefunden.
Diese Worte klingen
ziemlich hart. Aber es muss ja einen Tag geben, an dem alles Böse
verschwindet. Man kann es nicht einfach die ganze Zeit da lassen.
In Kapitel 2 lesen
wir von Vers 1 bis 12 Folgendes:
Wir bitten euch
aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus
und unserer Vereinigung mit ihm:
Lasst euch nicht so
schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken
jagen, weder durch einen Geist noch durch ein Wort noch durch einen
angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus
schon da.
Lasst euch von
niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt
zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart
werden, der Sohn des Verderbens,
der sich widersetzt
und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung
heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und
sich selbst für Gott ausgibt.
Denkt ihr nicht mehr
daran, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war?
Und ihr wisst ja was
jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit.
Denn das Geheimnis
der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welcher jetzt
zurückhält, erst aus dem Weg sein;
und dann wird der
Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den
Hauch seines Mundes, und den er durch die Erscheinung seiner
Wiederkunft beseitigen wird,
ihn, dessen Kommen
aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller
betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder
und aller Verführung
der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe
zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet
werden können.
Darum wird ihnen
Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge
glauben,
damit alle gerichtet
werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen
hatten an der Ungerechtigkeit.
Die Inhalte dieses
Textes hatten wir ja teilweise schon in anderen Videos angeschaut.
Wir können aber trotzdem nochmal einen genaueren Blick darauf
werfen.
Offensichtlich hatte
die Gemeinde in Thessalonich damals Probleme mit gefälschten
Briefen, die angeblich von Paulus waren. In Wahrheit wurden sie aber
von Verführern geschrieben. Und in diesen Briefen wurde behauptet,
die Wiederkunft sei schon längst geschehen. Das war besonders zur
damaligen Zeit, also vor mehr als 1.900 Jahren, kompletter Unsinn
gewesen, denn wäre dem so, wären gewiss die Apostel vorher entrückt
worden.
Und wir wissen auch,
dass bei der Wiederkunft ein Feuer auf die Erde kommen wird, welches
die Menschen sehen werden. Und da nichts Derartiges passierte, kann
also auch nicht die Wiederkunft geschehen sein, als Paulus lebte. Wir
wissen aber dummerweise nicht, was alles in den letzten 1.900 Jahren
so los war.
Ich selbst denke
aber trotzdem, dass die Wiederkunft und auch die Entrückung noch
bevorstehen. Wenn nämlich die Wiederkunft schon passiert wäre, dann
würde die Erde heute ganz anders aussehen als sie ist.
Und Paulus sagt,
dass vorher viele Menschen vom Glauben abfallen werden und dass ein
Mensch sich selbst zu Gott erklärt und sich in dem Tempel, also
vermutlich in den Tempel von Jerusalem setzt, um sich selbst als Gott
auszugeben.
Es könnte aber rein
theoretisch auch sein, dass mit dem Tempel hier die christliche
Glaubensgemeinde beschrieben werden soll. Und wäre das so, dann wäre
diese Prophezeiung schon sehr lange erfüllt, denn wir haben ja den
Papst, und der erdreistet sich, sich selbst als Gottes Stellvertreter
zu betiteln, womit er sich selbst Gott gleich macht, ganz so wie
Paulus es andeutet. Und dabei ist jeder Papst lediglich nur ein
weiteres sündiges Fleischwesen. Und es ist auch stark davon
auszugehen, dass bei einem Mensch, der Papst ist, die Anzahl der
regelmäßigen Sünden nicht geringer wird, sondern größer.
Jedenfalls gibt es
etwas oder jemanden, wodurch das Unheil zurückgehalten wird. Hierbei
würde ich darauf tippen, dass es sich um den heiligen Geist Gottes
handelt, der auf die ganze Erde ausgeschüttet ist.
Es ist auch die Rede
von verführerischen Kräften, Zeichen und Wundern, die der Satan
möglich macht und auf welche die Menschen hereinfallen werden. Dazu
habe ich ja auch schon in meinem Video über die Endzeit eine
naheliegende Möglichkeit aufgezeigt, was damit gemeint sein könnte.
Wir schauen uns als
nächstes den Text an, der im 5ten Kapitel vom Brief des Jakobus
geschrieben steht. Folgendes lesen wir in Vers 7:
So wartet nun
geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn! Siehe, der
Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich
ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat.
Jakobus umschreibt
das noch ein bisschen mehr in den Folgeversen, aber das überspringen
wir an dieser Stelle.
Zuguterletzt bleibt
noch der Text aus dem zweiten Brief des Petrus, von dem Teile schon
mehrmals in anderen Videos erwähnt wurden. Wir lesen ihn aber
nochmal zur Vervollständigung durch, und zwar nicht nur teilweise,
sondern in seiner Gänze. Wir werden nun fast das ganze dritte
Kapitel lesen, indem wir ab Vers 3 beginnen. Es steht geschrieben:
Dabei sollt ihr vor
allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die
nach ihren eigenen Lüsten wandeln
und sagen: Wo ist
die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter
entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung
an gewesen ist!
Dabei übersehen sie
aber absichtlich, dass es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde
aus dem Wasser heraus [entstanden ist] und inmitten der Wasser
bestanden hat durch das Wort Gottes;
und dass durch diese
Wasser die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrunde ging.
Die jetzigen Himmel
aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das
Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der
gottlosen Menschen.
Dieses eine aber
sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist
wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag!
Der Herr zögert
nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern
halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass
jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.
Es wird aber der Tag
des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel
mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und
die Erde und die Werke darauf verbrennen.
Da nun dies alles
aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen
Wandel und Gottesfurcht,
indem ihr das Kommen
des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, an welchem die Himmel
sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen
werden!
Wir erwarten aber
nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen
Gerechtigkeit wohnt.
Darum, Geliebte,
weil ihr dies erwartet, so seid eifrig darum bemüht, dass ihr als
unbefleckt und tadellos vor ihm erfunden werdet in Frieden!
Und seht die Langmut
unseres Herrn als eure Rettung an, wie auch unser geliebter Bruder
Paulus euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit,
so wie auch in allen
Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer
zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie
auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben.
Ihr aber, Geliebte,
da ihr dies im Voraus wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch die
Verführung der Frevler mit fortgerissen werdet und euren eigenen
festen Stand verliert!
Wachst dagegen in
der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus
Christus! Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der
Ewigkeit! Amen.
In diesem Teil
betont Petrus merklich, dass es keinen Sinn macht, die Dinge auf der
Erde zu begehren, da sie spätestens am Tag der Wiederkunft im Feuer
verbrennen werden. Welche Erdengüter wir besaßen, wird dann
belanglos sein. Es werden nur noch die Taten zählen, die wir getan
haben und inwiefern diese mit dem übereinstimmen, was Gott uns gebot
durch Jesus und durch die anderen Propheten, die vor Jesus kamen.
Und somit haben wir
also alle Stellen durchgeschaut, die ich in den Briefen der Apostel
finden konnte. Sie bringen uns leider nicht näher zu einem sicheren
Anzeichen der Wiederkunft Jesu, und sie offenbaren uns auch nicht,
woran man mit absoluter Sicherheit das nahe Bevorstehen einer
vermutlich lange davor stattfindenden Entrückung erkennt. Aber zur
Information sind sie allemal nützlich.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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