Text zu "Bibellehre - Der ganze Bibelinhalt in Kurzform"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=bFIzyoqTxAQ
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Mit dem heutigen
Video gebe ich euch mal eine grobe Kurzfassung zum Inhalt der Bibel,
sodass es leichter wird, die Zusammenhänge zu verstehen und mit den
Inhalten der jeweiligen Bücher etwas anfangen zu können.
Wie ihr bestimmt
wisst, besteht die Bibel heutzutage standardmäßig insgesamt aus 66
Büchern, wobei 39 Bücher dem Alten Testament zugeordnet werden, und
27 Bücher gehören zum neuen Testament. Einige Schriftstücke im
neuen Testament sind aber nicht wirklich Bücher, sondern viel mehr
Briefe, die von den Aposteln geschrieben wurden, welche Jesus nach
seiner Auferstehung ausgesandt und geistlich begleitet hatte.
Im Alten Testament
beginnt die Erzählung damit, dass Gott den Himmel und die
himmlischen Regionen sowie die Erde erschuf. Und es wird berichtet,
dass die Erde wüst und leer war, weswegen Gott sie innerhalb von 7
Tagen aufbaute durch die Macht seines Wortes.
Und von da an wird
erzählt, was seitdem so passiert ist. Man muss sagen, dass es sehr
viel Text ist, den es da zu lesen gibt. Und trotzdem, so unglaublich
das auch klingen mag, handelt es sich oft um sehr kurzgefasste
Erzählungen dessen, was sich zu den jeweiligen Zeiten ereignet hat.
Was alles geschah,
bevor Jesus auf die Erde kam und was da alles prophezeit wurde, das
kann man im Alten Testament lesen. Die Zeit, als Jesus dann hier
lebte und auch die Jahre danach, werden aber im Neuen Testament
beschrieben. Ich gebe euch mal einen sehr kurzen Eindruck von jedem
einzelnen Buch der Bibel.
Im ersten Buch Mose
geht es mit der Erschaffung unserer Welt los. Und es wird auch
berichtet, dass einige Tage, bevor Gott die Erde komplett
fertiggestellt hatte, er einen gewissen Garten erschuf, in welchen er
den ersten Mensch überhaupt hineinsetzte, und für ihn schuf er dann
als Gefährtin und respektierte Dienerin die erste Frau.
Und die beiden
hatten große Freizügigkeit in dem Garten, die mussten sich nur an
ein einziges Gebot halten. Denn es gab einen gewissen Baum in dem
Garten, der aus welchem Grund auch immer da sein musste, welcher
schlimme Auswirkungen auf die Menschen haben würde, daher sagte Gott
zu dem ersten Mensch, also zu Adam, dass er auf keinen Fall die
Frucht von diesem Baum essen soll. Es war der sogenannte Baum der
Erkenntnis des Guten und Bösen, von dem Gott redete. Und auch seine
Frau Eva wusste darüber Bescheid, dass die Frucht dieses Baumes
verboten war, weil sie zum Tod führen würde. Und die beiden nahmen
das Gebot Gottes zuerst sehr ernst. Aber dann tauchte ein Wesen auf,
das wie eine Schlange war, und es motivierte durch verführerisches
Geschwafel die Frau dazu, eben doch von der Frucht zu essen, und die
Frau tat das nicht nur, sondern reichte es auch an den Mann weiter.
Daraufhin wurden die
beiden aus den Garten verbannt und mussten normal auf der Erde leben
bis zu ihrem Tod. Wir erfahren auch, dass Adam und Eva Kinder
bekamen, wobei aber der erste Sohn namens Kain seinen Bruder aus Neid
ermordete, und so gebar Eva noch einen dritten Sohn namens Set.
Danach erfahren wir,
dass mehrere Generationen vergingen und dass die Menschheit immer
bösartiger wurde, und man liest auch etwas davon, dass sogenannte
Gottessöhne sich mit Menschenfrauen vermischten, wodurch die
Bösartigkeit auf der Erde nur noch schlimmer wurde. Und schließlich
war das Maß der Abscheulichkeit so groß, dass Gott es als notwendig
empfand, mit einer riesengroßen Wasserflut die ganze Erde zu
säubern, wodurch jedes fleischliche Wesen starb, das damals auf der
Erde war. Aber man liest auch davon, dass ein gerechter Mann namens
Noah und seine Familie zusammen mit verschiedenen Tieren durch die
Sintflut hindurch gerettet wurde.
Nach dieser Sache
musste also durch Noah und seine Familie die Erde neu bevölkert
werden, und nach einigen Generationen entstand schonwieder etwas
Schlechtes, nämlich das Reich des gewalttätigen Herrschers Nimrod,
welches auch zu dem Turmbau von Babel führte. Und die Fertigstellung
dieses Turmes wurde aufgehalten, weil der Turm einem äußerst
gotteslästerlichen Zweck dienen sollte.
Nach diesem Ereignis
erfahren wir einiges aus dem Leben von Abraham zur damaligen Zeit.
Dieser war ein Prophet, welcher Gott sehr, sehr treu gewesen ist, und
Gott verkündete, dass aus Abrahams Nachkommen ein Segen für alle
Geschlechter der Erde kommen sollte. Irgendwann. Durch Jesus wurde
das erfüllt, aber soweit sind wir im Moment noch nicht.
Abraham machte sich
dann zusammen mit seiner Frau Sara und seinem Bruder Lot und ein paar
Gefolgen auf die Reise zu Orten, die ihm Gott befahl. Und während
seinem Leben geschah übrigens auch das Gericht über Sodom und
Gomorra.
Auch wie das Leben
von Abrahams Sohn Isaak war, das lesen wir in diesem Buch. Und was im
Leben von dessen Söhnen Esau und Jakob so los war, erfahren wir
ebenfalls. Jakob ist aber der Mensch, der von Gott einen Beiname
verliehen bekam, und der Beiname von Jakob, den Gott ihm gab, lautet
Israel.
Und Jakob zeugte 12
Söhne, welche zu den Stammesvätern von dem Volk Israel wurden, das
bis zum heutigen Tag existiert. Es hatten sich aber auch zwischen den
zwölf Söhnen ein paar Dinge zugetragen, während Jakob noch lebte,
und davon lesen wir in dem Buch ebenfalls einiges.
Im zweiten Buch Mose
ist es dazu gekommen, dass die Nachkommen von Israel in Ägypten
wohnen, und der alte Herrscher von Ägypten hatte mit ihnen kein
Problem, aber als ein neuer Herrscher in Ägypten an die Macht kam,
fing er an, die Menschen von Israel sehr erbarmungslos und
verächtlich zu behandeln. Schließlich nährte sich Gott einen Mann
namens Moses, welchen er zum Anführer von Israel machte, zusammen
mit dessen Bruder Aaron.
Diese beiden sollten
den Pharao um die Freilassung Israels aus Ägypten bitten, aber der
Pharao weigerte sich. Und wir lesen in diesem Buch, was Gott alles
tat, um den Ägyptern zu beweisen, dass er selbst allmächtig ist und
dass keiner über ihm steht, denn das wollten die Ägypter lange
nicht glauben, da sie sich selbst und ihre Götzen für mächtig
hielten.
Jedenfalls wurde
immer wieder gefordert, dass der Pharao die Menschen des Volkes
Israel freilassen und aus Ägypten hinausziehen lassen muss, was
letztlich auch geschah. Und nach dem Auszug musste Israel durch die
Wildnis wandern.
Gott hatte aber
versprochen, dass er ihnen Länder zum Besitz geben wird, in denen
sich zu dieser Zeit noch Völker aufhielten, die tief in Okkultismus
verstrickt waren und in deren Mitte Riesen gelebt haben. Und während
Israel durch die Wildnis wanderte, passte Gott auf sie auf, und er
gab ihnen beginnend ab dieser Zeit auch eine Weile lang immer wieder
Gebote und Rechtsverordnungen. Deswegen werden auch die fünf
Mosebücher als das Gesetz angesehen, weil darin die ganzen Gebote
und Rechtsbestimmungen stehen, die Moses von Gott an Israel verkünden
musste. Die zehn Gebote zum Beispiel stehen in diesem Buch und auch
die Umstände, unter welchen das Volk sie hörte. Auch die berühmte
Geschichte, wie Moses das Meer teilte, sodass die Israeliten auf dem
Meeresboden wandern konnten, welche fliehen mussten, weil die Ägypter
sie verfolgten, gibt es in dem Buch, ebenso wie andere Wunder, die
während der Wüstenwanderung von Israel passiert sind. Man merkt
aber, dass Israel trotz allem kein Vertrauen zu Gott entwickelt,
sondern ihn ständig wieder anzweifelt.
Und es gibt
beginnend ab diesem Buch auch immer wieder Zeiten, in denen Israel
Kriege führen muss, was äußerst unangenehm zu lesen ist für jeden
Mensch, der Frieden liebt. Aber offensichtlich musste es damals so
sein.
Es wird in diesem
Buch übrigens auch die sogenannte Bundeslade angefertigt, und dazu
eine Art großes Zelt, was leicht auf- und abgebaut werden kann, um
es auf der Reise dabei zu haben. Dieses Zelt sollte als Ersatz für
ein Gotteshaus dienen und wurde Stiftshütte genannt.
Im dritten Buch Mose
gibt es eine besonders große Ladung an Geboten und
Rechtsbestimmungen für Israel zu lesen. Viel mehr gibt es zu diesem
Buch eigentlich gar nicht zu sagen, wenn man sich kurzfassen will.
Im vierten Buch Mose
gibt es ebenfalls so einige Gebote zu lesen, man erfährt darin aber
auch, wie die Wüstenwanderung Israels weiter verlief. Man merkt
darin immer wieder, dass das Volk mürrisch gegenüber Gott und
gegenüber Moses wurde, was wohl eine ziemliche Zerreißprobe für
die Nerven aller Beteiligten gewesen sein muss. Auch die Geschichte
über Bileam wird in diesem Buch erzählt, das war ein Mann, welcher
den Auftrag bekam, Israel zu verfluchen, aber Gott verweigerte dieses
Vorhaben. Ebenso wird in diesem Buch schon einiges dazu gesagt, wie
genau die Israeliten die Länder aufteilen sollen, die sie in Besitz
nehmen werden.
Im fünften Buch
Mose gibt es nochmal einige Gebote zu lesen, viele davon sind
Wiederholungen dessen, was vorher schonmal gesagt wurde, anderes ist
neu. In diesem Buch äußert Moses auch besonders oft Ermahnungen.
Jedenfalls sind die Israeliten am Ende dieses Buches kurz davor, die
versprochenen Länder zu erobern, Moses darf sie aber nicht sehen,
sondern er stirbt vorher und sein Nachfolger, welcher die Israeliten
bei den Eroberungsfeldzügen anführen muss, wird ein Mann namens
Josua.
Im Buch Josua wird
viel darüber berichtet, wie die Israeliten die versprochenen Länder
eroberten, die Gott ihnen verheißen hatte, aber sie taten nicht
alles genau nach Gottes Anweisung. Sie hatten nämlich die Aufgabe,
alles Böse zu vernichten, aber stattdessen beschlossen manche, mit
den Bösen zusammen im selben Land zu wohnen. Man muss aber auch
sagen, dass die Kapitel in diesem Buch nicht viel nützen zur
Erbauung des Herzens, da es die ganze Zeit nur um lästige
Kriegsgeschichten geht.
Im Buch der Richter
wird das mit den Kriegsgeschichten noch schlimmer. Das Buch berichtet
von der Zeit, als Israel fast alle verheißenen Länder eingenommen
hatte, aber anstatt Gott dankbar zu sein und ihn anzubeten,
erkundigten sie sich stattdessen danach, welche Gottheiten die alten
Besitzer des Landes anbeteten, und sie leisteten Götzenopferdienste
und interessierten sich fast gar nicht mehr für den echten Gott, der
ihre Väter aus Ägypten befreit hatte. Es gab aber auch immer Völker
in der Nähe, welche einen Hass gegen Israel hegten. Und weil die
Israeliten ihren Gott verlassen hatten, beschützte er sie nicht mehr
vor ihren Feinden, sondern ließ zu, dass sie von ihren Feinden
überwältigt und geknechtet werden. Und als ihnen die Knechtschaft
dann irgendwann doch ein bisschen zu unbequem wurde, da schrien sie
dann plötzlich zu Gott dem Höchsten und baten darum, gerettet zu
werden. Und jedes Mal, wenn das geschah, erweckte Gott einen
sogenannten Richter in Israel, welcher das Volk wieder zu Gott
bringen sollte, um im Anschluss daran die Krieger von Israel im Kampf
gegen die Feinde anzuführen. Wenn diese aber besiegt waren, so
wurden die Nachkommen der Israeliten schonwieder von Gott abfällig
und leisteten mit Freude Götzendienst. Und dann wurden sie wieder
ihren Feinden überlassen, waren jahrelang in Knechtschaft, baten um
Rettung, bekamen einen Richter und das Spiel ging von vorne los. Es
schien ein nicht enden wollender Kreislauf zu sein. Das Buch der
Richter ist ein Ärgernis und ein Negativ-Vorbild. Es beschreibt
schlechte Verhaltensweisen der Kinder Israels, welche man auf gar
keinen Fall nachahmen sollte, und es passieren schreckliche Dinge in
diesem Buch.
Das Buch Ruth ist
nur ein kurzes Buch, welches dem Zweck dient, den genauen Stammbaum
von König David nachzuvollziehen. Denn diese Ruth, um die es in dem
Buch geht, war keine gebürtige Israelitin, aber sie war sozusagen
die künftige Urgroßmutter von König David. Ruth heiratete den Sohn
einer Israelischen Frau, als diese Frau mit ihren Söhnen im Land von
Ruth wohnen musste. Die waren dort, weil es in Israel eine Hungersnot
gab, deshalb hatten sie ihr Zuhause verlassen. Aber die Söhne
starben, und die Frau wollte am Ende der Hungersnot wieder nach
Israel zurückkehren. Ruth war aber ihre Schwiegertochter geworden
und wollte sie nicht verlassen, also ging Ruth mit, und machte
Bethlehem zu ihrem neuen Zuhause.
In dem ersten Buch
Samuel liest man dann davon, dass ein Mann namens Eli der aktuelle
Richter in Israel war, und er war alt geworden, seine beiden Söhne
aber, die seine Nachfolge antreten sollten, waren sehr unzüchtige
Männer, und sie waren korrupt. Deswegen erwählte Gott einen Mensch
namens Samuel als Prophet, denn dieser war schon von Kindheit an im
Gotteshaus aufgewachsen und lebte untadelig. Und das Volk Israel
hatte selbst keinen König bis dahin gehabt, sondern sie sollten alle
nach dem Wort Gottes wandeln und Gott als ihren König betrachten.
Das taten sie aber nicht, sondern sie beteten schonwieder die Götzen
von fremden Völkern an, wie sie es auch in der Zeit immer wieder
taten, die im Buch der Richter beschrieben wird. Und obendrein sahen
die Kinder Israels bei den Heidenvölkern, dass jedes Heidenvolk
einen König über sich hat. Und sie wollten das nachahmen, deshalb
verlangten sie von Gott, er solle ihnen einen König geben. Und Gott
war sehr verärgert darüber, dass sie ihn missachten, indem sie an
seiner Stelle lieber einen Mensch aus ihren eigenen Reihen über sich
haben wollen. Aber Gott erlaubte es trotzdem.
Und es gab einen
Mensch namens Saul im Land, aus dem israelischen Stamm Benjamin,
dieser wurde von Gott ausgewählt, um König zu werden, und der
Prophet Samuel salbte ihn vor Gott. So hatte Saul nun das Recht, das
Volk zu regieren und von ihnen Abgaben zu verlangen, er hatte aber
auch die Pflicht, Kriege zu führen. Denn Israel hatte zur Zeit, die
in diesem Buch beschrieben wird, ständig nur Probleme mit einem
gewissen Volk, und die Leute dieses Volkes werden Philister genannt.
Da gab es ständig irgendwelche Schlachten. Der König Saul aber
folgte nur halbherzig den Anweisungen von Gott, denn er tat lediglich
zur Hälfte das, was Gott ihm befahl. Wenn Saul gegen ein Volk
ausziehen sollte, und Gott erlaubte es nicht, dass aus den besiegten
Städten Beute gesammelt werden darf, dann ließ König Saul trotzdem
Beute sammeln, und Gott war darüber sehr verärgert. Darum schickte
er seinen Prophet Samuel zu einem Mann namens Isai, der wohnte in
Bethlehem in Juda und hatte 8 Söhne. Und Gott entschied, dass der
jüngste Sohn von Isai anstelle von Saul König über Israel werden
sollte. Der Name dieses jüngsten Sohnes war David, und auch er wurde
von dem Prophet Samuel gesalbt.
Zuerst hatte aber
König Saul Probleme mit einem bösen Geist, und dieser Geist konnte
nur durch Harfenmusik besänftigt werden. Weil nun David ein
talentierter Harfenspieler war, landete er dadurch am Hof des Königs.
Und David musste später auch im Krieg kämpfen. Dabei entstand auch
der Kampf David gegen Goliath, von dem manch einer vielleicht
schonmal gehört hat. Denn Goliath war ein Riese aus dem Land der
Philister, und David besiegte ihn mithilfe seiner Steinschleuder,
denn er hatte noch keine Kriegsführung gelernt, aber er vertraute
auf Gott. Danach musste David viele andere Schlachten schlagen und
war immer siegreich, deshalb wurde er immer angesehener im Volk. Da
wurde König Saul irgendwann neidisch auf David und wollte ihn töten.
Zuerst gab er David lebensgefährliche Aufträge in der Hoffnung,
David würde darin umkommen, weil aber David alles überlebte, wollte
der König Saul ihn persönlich töten, deshalb musste David fliehen.
Und König Saul verfolgte ihn. Während aber David auf der Flucht
war, bekam er zweimal die Gelegenheit, Saul zu töten, aber er tat es
nicht, weil Saul vor langer Zeit eine Salbung von Gott bekommen
hatte.
Und das Buch endet
damit, dass mal wieder die Philister Ärger machten und dass diesmal
Saul und seine eigenen Söhne alle im Kampf starben.
Im zweiten Buch
Samuel wird David zuerst König über den Israelischen Stamm Juda,
weil diese ihn annahmen, die ganzen anderen Stämme hingegen lehnten
David ab, und sie machten einen Verwandten von Saul zum neuen König.
Deshalb gab es innerhalb von Israel Krieg, weil die restlichen Stämme
nicht akzeptieren wollten, dass David König wird. Aber ein
feindlicher Hauptmann, der den Krieg gegen David anführte, wechselte
die Seiten, weil gegen ihn ein böses Gerücht gestreut wurde in
seinen eigenen Reihen, und das verbitterte ihn. Deshalb half er, das
restliche Israel davon zu überzeugen, dass David doch ein guter
König für ganz Israel sein würde. Er wurde aber später von einem
Bluträcher ermordet und König David trauerte um ihn, und das Volk
begann langsam zu akzeptieren, dass David König sein würde.
Als schließlich
David König war, führte er schonwieder viele Kriege, wie es
vermutlich zu dieser Zeit Mode war.
Und es macht absolut
keinen Spaß, das zu lesen, aber beginnend ab dem Buch Josua geht es
im Alten Testament erstmal hauptsächlich um Krieg. Und bei König
David ist es so, dass er alle Schlachten gewann, weil Gott mit ihm
war. David hatte seinen Thron zuerst in Hebron, aber nach 7 Jahren
war er dann in Jerusalem.
David hatte aber
auch mehrere Frauen, und er beging einmal Ehebruch mit einer Frau
eines fremden Mannes, weil sie schön aussah, und eben diese Frau
wurde von ihm schwanger. Gott aber ließ den dadurch heranwachsenden
Sohn zur Strafe sterben. Und David bekam als zweites einen Sohn
namens Salomo, welcher von Gott geliebt wurde um Davids willen, weil
David außer den gerade genannten Dingen kaum etwas falsch gemacht
hatte vor Gott. Er war also ein Mensch mit sehr geringer Sünde und
vergleichsweise großer Treue zu Gott.
David hatte aber
auch andere Kinder, unter denen trug sich ein sehr entsetzliches
Drama zu, als sie erwachsen waren. Oder besser gesagt: Unter drei von
ihnen. Und sein Sohn namens Absalom wurde deswegen sehr rebellisch,
und er versuchte viele Jahre lang, Israel auf seine Seite zu ziehen,
um eine eigene Königsherrschaft zu gründen. Nach 40 Jahren hatte er
diese, und David floh aus Jerusalem zusammen mit vielen treuen
Knechten, denn Absalom wollte ihn töten. So kam es zum Kampf
zwischen den Leuten Davids und allen Israeliten, die Absalom folgten,
aber Absalom starb. Da wurde David wieder König, und es steht auch
noch einiges mehr über seine Regierungszeit geschrieben.
Im ersten Buch der
Könige wird David alt, und es wird der dafür vorgesehene Sohn von
David König über ganz Israel, nämlich Salomo. Und Salomo war am
Anfang sehr gottestreu, darum wurde ihm von Gott ein Wunsch gewährt.
Und Salomo bat Gott um Weisheit, deshalb legte Gott große Weisheit
ins Herz von Salomo, die größer war als die aller anderen Menschen
seiner Zeit. Und Salomo häufte sehr großen Reichtum an, außerdem
gab Gott auch Frieden für ganz Israel während Salomos Herrschaft.
Es hatte auch bis zur Herrschaft von Salomo noch kein echtes
Gotteshaus in Israel gegeben, aber Gott wollte, dass Salomo der
jenige ist, unter dessen Herrschaft eins gebaut wird. Also wurde
unter der Regierung von Salomo der Tempel Gottes in Jerusalem gebaut,
das dauerte 20 Jahre, wie man in Kapitel 9 nachliest. Salomo baute
auch ein Königshaus für sich selbst, und es wird in dem Buch sehr
detailreich beschrieben, was Salomo alles baute und was er besaß und
wie weise er war.
Es wird aber auch in
Kapitel 11 beschrieben, dass Salomo extrem viele Frauen hatte, und er
hatte eine Schwäche für ausländische Frauen, welche ihn dazu
brachten, Götzendienst zu leisten, als er alt wurde.
Deshalb erweckte
Gott Könige gegen Salomo.
Und nachdem Salomo
gestorben war, konnte sich Israel nicht auf einen König einigen,
weil der angedachte Nachfolger Salomos ein unbarmherziger Mann war.
Deshalb regierten ab dieser Zeit zwei Könige in Israel. Nämlich
einer über den Stamm Juda, und einer über alle anderen Stämme von
Israel. Und es kam sogar zu Krieg zwischen den Parteien.
Und der König von
Israel handelte extrem gotteslästerlich, ebenso wie auch seine
Nachfolger.
Man liest dann sehr
viel von all diesen Königen, und auch von den ganzen Königen in
Juda. Manche Könige Judas waren gotteslästerlich, andere waren
gottestreu.
Die Könige vom
restlichen Israel waren aber fast alle gotteslästerlich, jeder
schlimmer als sein Vorgänger. Ein König namens Ahab wird besonders
erwähnt, welcher zu den schlimmsten Gotteslästerern Israels zählt.
Zu seiner Zeit lebte auch der Prophet Elia, welcher Gott treu war.
Über den kann man ab Kapitel 17 lesen. Aber auch die Frau von Ahab,
Isebel die Prophetenmörderin, hat zu dieser Zeit gelebt.
Im zweiten Buch der
Könige liest man noch einiges über Elia und auch über dessen
Nachfolger, der hieß Elisa. Und es wurde auch ein Mensch zum König
von Israel, der hieß Jehu, und dieser übte Rache an allen
Prophetenmördern und er rottete größtenteils den Götzendienst aus
Israel aus, aber leider nicht komplett.
Danach kamen wieder
andere Könige an die Macht, es war aber immernoch Juda vom
restlichen Israel abgespalten. Die Könige von Israel, die noch
kamen, waren alle Übeltäter vor Gott, aber die Könige von Juda
haben sich halbwegs an Gottes Wort gehalten.
Ab Kapitel 17 wird
Israel Stück für Stück immer mehr von Feinden überwältigt, als
Strafe für ihre ständige Abgöttei. Und alle, die nicht starben,
wurden als Gefangene weg geführt durch den König von Assyrien. In
Juda aber herrschte während diesem Vorgang ein gerechter König
namens Hiskia. Der König von Assyrien versuchte damals auch, Juda
einzunehmen, aber Gott half Juda.
Der Nachfolger von
Hiskia war aber ein sehr gotteslästerlicher Mann, und deswegen ließ
Gott auch Juda durch einen anderen mächtigen König verderben,
nämlich durch den König von Babel. Es gab zwar in Juda noch einen
König namens Josia, der war so gottesfürchtig wie kein anderer vor
ihm, und er zerstörte so viele Götzenbilder wie er nur finden
konnte, aber es half nicht. Denn nach dessen Regierungszeit ging es
trotzdem wieder drunter und drüber im Land Juda. Und Nebukadnezar,
der König von Babel, belagerte Jerusalem und führte viele Menschen
aus Juda gefangen hinweg, und er zerstörte den Tempel von Jerusalem,
und das Königshaus, und alle anderen großen Häuser in Jerusalem.
Und das Buch endet damit, dass Jerusalem in Trümmern liegt und auch
seine Stadtmauer eingerissen ist. Und die meisten Leute von Juda sind
entweder tot oder gefangen, ebenso wie es auch vorher mit den anderen
Stämmen von Israel geschehen war.
In den zwei Büchern
der Chronik geht die Geschichte nicht weiter, sondern es wird nochmal
einiges von den Inhalten zusammengefasst, die man bis hierher gelesen
hat.
Das erste Buch der
Chronik beginnt mit sehr vielen Geschlechtsregistern, angefangen bei
Adam, dem ersten Mensch überhaupt, den Gott erschaffen hatte. Und
die Geschlechtsregister gehen sogar nach der Zeit noch weiter, in
denen Jerusalem ruiniert war und die Israeliten als Gefangene in
fremden Ländern lebten.
Ab Kapitel 10 wird
dann angefangen, die Geschichte von König David nochmal zu erzählen.
Es wird zwischendrin aber auch viel über die Einteilung von Leviten
geschrieben. Es strotzt nur so von Geschlechtsregistern.
Im zweiten Buch der
Chronik wird nochmal vieles von König Salomo erzählt und von den
ganzen Königen, die nach ihm kamen, wie man es schon aus dem zweiten
Buch der Könige größtenteils lernt. Manche Ereignisse werden aber
näher beschrieben als im zweiten Buch der Könige.
Im letzten Kapitel
dieses Buches liest man nochmal von der Situation, dass Jerusalem in
Trümmern liegt. Man liest aber ebenfalls, dass die Israeliten dann
70 Jahre heimatlos in der Gewalt des Königs von Babel waren, wie es
der Prophet Jeremia vorhergesagt hatte, und danach wurde das
Königreich von Persien groß. Und der König von Persien, welcher
wusste, dass Gott ihm diese große Macht gegeben hatte, verkündete
nach den 70 Jahren, dass alle Menschen aus dem Stamm Juda wieder nach
Jerusalem gebracht werden müssen, um dort einen neuen Tempel zu
bauen. So begann der Bau des zweiten Tempels in Jerusalem, und mit
dieser Verkündung endet das Buch.
Im Buch Esra wird
beschrieben, wie die Israeliten, hauptsächlich vom Stamm Juda,
wieder nach Jerusalem gehen, wo sie sich so gottesfürchtig
verhielten wie sie konnten, und sie arbeiteten an dem Wiederaufbau
des Gotteshauses in Jerusalem. Der Bau sollte zwischendrin auch
aufgehalten werden und wurde pausiert, aber er wurde später wieder
aufgenommen. Alles damit zusammen hängende kann man in diesem Buch
lesen.
Und ein Mann namens
Esra, der ein Schriftgelehrter war, kehrte selbst auch nach Jerusalem
zurück, und von ihm wird auch in dem Buch erzählt.
Es gab zu dieser
Zeit aber auch einen Mann namens Nehemia, der war ein Diener von
einem fremden König. Und er trauerte um Jerusalem, deswegen bat er
um die Erlaubnis, dorthin gehen zu dürfen, um die Stadtmauer wieder
aufzubauen, und es kam auch so. In dem Buch steht viel darüber
geschrieben, welche Schwierigkeiten dabei auftauchten, als er sich um
den Wiederaufbau von Jerusalems Stadtmauer kümmerte.
Im Buch Esther kam
das Israelische Volk zahlmäßig langsam wieder zu Kräften, es sind
aber größtenteils Menschen aus dem Stamm Juda dabei, deshalb werden
sie als Juden bezeichnet. Es geht in dem Buch zuerst aber weniger um
die Juden an sich, sondern es geht um einen mächtigen König von
fremden Ländern, dessen Ehefrau ihn schwer enttäuscht, woraufhin er
eine neue Ehefrau sucht. Und er entscheidet sich für eine jüdische
Frau namens Esther. Und die Juden werden von einem Hauptmann des
Königs verfolgt, aber Esther bemüht sich darum, Gnade für die
Juden zu erwirken von dem König, und das gelingt ihr auch. Es wurden
den Juden danach sogar Sonderrechte eingeräumt. Da dieses Buch eine
Geschichte erzählt, die vom moralischen Aspekt her etwas sehr
Bemerkenswertes aufzeigt, werden wir uns dieses Buch in einem
separaten Video mal etwas genauer anschauen. Denn es ist ein
Geschichtsbuch, man kann es aber gleichzeitig als Lehrbuch benutzen.
Im Buch Hiob wird
außergewöhnliches Wissen offenbart, das bis heute wohl viele nicht
kapieren. Nämlich das Wissen, dass es den Satan gibt, welcher Macht
über die Erde ausübt und welcher die Menschen vor Gott verklagt und
verlästert, entweder indem er Gott die Sünden vorhält, die sie
getan haben und wegen denen sie bestraft werden müssen, oder aber
indem er die Menschen anzweifelt, die gerecht leben, da er behauptet,
sie würden Gott trotzdem nicht lieben.
Ich habe ja schon
ein ganzes Video über dieses Buch gemacht, wo wir uns anschauen,
inwiefern der Mann Hiob unter den Klagen des Teufels zu leiden hatte,
obwohl Hiob ein gerechter Mann war.
In den Sprüchen
Salomos lässt uns König Salomo an der gottesfürchtigen Weisheit
teilhaben, die ihm gegeben wurde. Denn der Autor dieses Buches ist
genau der selbe Salomo, über den im ersten Buch der Könige und im
zweiten Buch der Chronik erzählt wird.
Es ist genau dieser
König, welcher viele Jahre gerecht gewandelt war, bis zu der Zeit,
in der ihm dann leider seine Nebenfrauen zum Verhängnis wurden. In
dem Buch lesen wir Texte von ihm, aber auch teils von klugen
Freunden, die er hatte, und diese Texte sind wie Predigten. Außerdem
gibt es sehr viele kurze Sprichwörter zu lesen, die Salomo erdichtet
hatte, und sie haben meistens mit Gottesfurcht zu tun, teilweise sind
es aber auch Lebensweisheiten.
Im Buch des
Predigers, das auch von Salomo stammt, gibt es eine besondere Predigt
zu lesen. Diese ist ein bisschen schwermütig, denn er philosophiert
in diesem Buch über die Nichtigkeiten des Lebens auf der Erde.
Die Moral hinter dem
Buch ist wahrscheinlich, dass all der vergängliche Kram auf der
Erde, und all die ungerechten Zustände dieser Welt, sich in keinster
Weise lohnen, sondern dass man Hoffnung nur bei Gott findet.
Salomo war nämlich
extrem reich, und hatte unvorstellbar große Macht auf Erden. Und
doch ist er der jenige, der einen solchen Text geschrieben hat, in
dem er alles als nichtig erkennt. Das ist ein ziemlich interessanter
Aspekt, mit dem wir uns vermutlich auch eines Tages in einem
separaten Video auseinandersetzen werden.
Das Hohelied Salomos
ist einfach nur so eine Art sehr großes Liebesgedicht, in dem
Liebesbeziehungen zwischen Mann und Frau zum Thema gemacht werden.
Im Buch der Psalmen
findet man Liedtexte und Gebetstexte. Viele davon wurden von König
David geschrieben, aber nicht alle. Das Interessante daran ist, dass
in diesen Texten nicht nur Gott auf die eine oder andere Art gelobt
wird, sondern es sind auch Prophezeiungen über Jesus in manchen
Psalmen versteckt, wohlgemerkt auf eine unterschwellige Art.
Als nächstes kommen
die ganzen Prophetenbücher. Wenn ich es richtig im Blick habe, kann
man folgendes sagen:
Alle Propheten, die
diese Bücher geschrieben haben, lebten entweder zu der Zeit, als es
nicht mehr lange bis zum Untergang von Jerusalem dauern würde, also
in der Zeit, die im zweiten Buch der Könige beschrieben wird, oder
aber sie lebten zu jener Zeit, als die 70 Jahre Gefangenschaft enden
sollten und die Kinder Israels, hauptsächlich Juda und teils
Benjamin, wieder zurück nach Jerusalem gebracht wurden, um den
zweiten Tempel zu bauen.
In den
Prophetenbüchern steht teils etwas aus den Lebenserfahrungen des
entsprechenden Propheten, teilweise moralisch wertvolle Ermahnungen
von Gott, und teils auch Vorhersagen, die zu jeweils ihrer
festgesetzten Zeit eintreffen werden bzw. eintrafen. Manche
Prophezeiungen sind längst erfüllt, und es gibt auch einige, in
denen Jesus angekündigt wurde hinsichtlich seinem Lebenswandel.
Während es aber so einige Prophezeiungen zu lesen gibt, die längst
erfüllt sind, so gibt es auch einige andere in diesen Büchern,
deren Erfüllung uns noch bevorsteht. Leider ist es aber enorm
schwierig, überhaupt festzustellen, welche Prophezeiungen es sind,
die tatsächlich immernoch offen bleiben bis zum heutigen Tag.
Mit dem Buch des
Propheten Maleachi enden die Schriften des alten Testaments. Danach
kommen insgesamt vier Bücher, in denen die Geschichte von Jesus
erzählt wird. Man bezeichnet sie als die Evangelien. Es gilt zu
beachten, dass Jesus der sogenannte Messias Gottes gewesen ist, auf
den die Leute von Israel die ganze Zeit lang gewartet haben, und der
im alten Testament angekündigt wird. Zusammen mit dem Evangelium des
Matthäus beginnt praktisch das neue Testament.
Es gab nämlich
insgesamt vier Männer, die auf ordentliche Weise versucht haben, die
Ereignisse authentisch nachzuerzählen, die durch Jesus geschahen,
indem sie sich mit Augenzeugen unterhielten, die das alles mit ihren
eigenen Augen gesehen und mit ihren eigenen Ohren gehört haben, was
es mit Jesus zu erleben gab. Diese vier Männer sind Matthäus,
Markus, Lukas und Johannes. Aber Johannes musste sich nicht mit
Augenzeugen unterhalten, sondern er war ein Apostel, der sogar mit
Jesus persönlich unterwegs gewesen war. Jedenfalls sind diese vier
die jenigen, die gute Arbeit geleistet haben mit der Nacherzählung
des Lebens, Lehrens, und Wirkens von Jesus. Lukas hat obendrein auch
die Apostelgeschichte geschrieben. Darin beschreibt er, wie es
weiterging, nachdem Jesus in den Himmel aufgenommen wurde nach seiner
Auferstehung. Und man merkt sogar, dass Lukas höchstpersönlich mit
Paulus auf Reisen gewesen ist. Das bedeutet also: Dieser Mann weiß,
wovon er redet, denn er hat einiges davon selbst erlebt. Paulus war
nämlich ein Mann, der zuerst böse war, aber dann ist Jesus ihm
begegnet und seit diesem Tag hat Paulus sein Leben komplett geändert
und mit aller Kraft versucht, das Evangelium in der Welt bekannt zu
machen. Er war dabei viel auf Reisen und kam in viele verschiedene
Städte, wo dank seiner Arbeit dann auch christliche Gemeinden
entstanden.
Und einigen dieser
Gemeinden schrieb er auch Briefe, welche ebenfalls in der Bibel
aufgeführt sind. Es ist nämlich so, dass die jenigen Gemeinden, die
durch Paulus entstanden waren, ihn sehr vermissten, als er
weiterreiste und keine Zeit mehr hatte, um sie nochmal zu besuchen.
Deshalb schrieb er einigen Gemeinden Briefe zum Trost, wenn sie ihn
schon nicht persönlich nochmal sehen konnten, dass sie wenigstens
etwas Geschriebenes von ihm erhalten.
Und einige der
anderen Apostel, welche übrigens zusammen mit Jesus umhergewandert
waren, als er lebte, die schrieben auch den einen oder anderen Brief
für die Gemeinden, welche sie betreuten.
Und in diesen
Briefen findet sich besonders große Weisheit, also in dem Brief des
Jakobus, in dem ersten Brief des Johannes, und in den beiden Briefen
von Petrus. Diese Weisheit reicht fast an die Weisheit von Jesus
heran. Aber nur fast.
Ich muss aber auch
der Gerechtigkeit wegen sagen, dass natürlich in den Briefen von
Paulus ebenfalls der eine oder andere Abschnitt steht, der sehr
wertvoll ist und den man auf keinen Fall ignorieren darf.
Zum Abschluss gibt
es die Offenbarung Jesu Christi durch Johannes. Diese ist vollgepackt
mit schwierigen Rätseln und Sinnbildern, welche die Ereignisse
andeuten sollen, die uns ganz oder teilweise noch bevorstehen. Die
Wahrscheinlichkeit, dass man diese falsch interpretiert, wenn man
sich an sie heran wagt, ist ziemlich groß. Das meiste davon wird man
erst verstehen, nachdem es passiert ist.
Allerdings wird in
eben diesem Schriftstück auch das eindeutige Versprechen gegeben,
dass eines Tages alle Menschen bei Gott im neuen Jerusalem wohnen
dürfen, die die Sünde überwunden haben. Und der einfachste Weg,
die Sünde zu überwinden, besteht bekanntlich darin, dass man Jesus
als seinen Retter annimmt, welcher sich unschuldig quälen und
kreuzigen ließ, um unsere Sünden tragen zu dürfen, und welcher uns
gesagt hat, worauf wir achten müssen, um gerettet werden zu können.
An dieser Stelle
haben wir es nun also geschafft, alle 66 Bücher kurz durchzugehen.
Jetzt könnte das Video theoretisch enden, aber ich will noch ein
paar wichtige Anmerkungen zu den Büchern insgesamt machen.
Die Bücher, die ihr
jetzt gerade eingeblendet seht, sind Geschichtsbücher. Da werden
Tatsachen erzählt über Dinge, die passiert sind. Es steckt aber nur
sehr geringfügig ein moralischer Wert dahinter. Man kann aus dem
Inhalt dieser Bücher nicht wirklich die Liebe Gottes erkennen, und
sie dienen uns weniger zur Belehrung, sondern mehr zur Information.
Einfach, um weltliche Fakten festzuhalten. Man muss bei dem Lesen
dieser Bücher ganz besonders stark das kritische Denken einschalten
und sich fragen: Verhalten sich die Menschen hier richtig? Tun sie
das Wort Gottes?
Denn es geht sehr
viel um das Verhalten der Menschen in diesen Büchern. Aber es ist
oft kein gutes Verhalten, sondern eher ein Negativ-Vorbild. Deswegen
habe ich gesagt, dass diese Bücher nur sehr geringfügig zur
Belehrung gut sind.
In den Mosebüchern
liest man das von Moses überlieferte Gesetz, welches viele wertvolle
Gebote hat, aber teils auch schwer zu ertragen ist, wenn man an
solche Sachen wie Beschneidung, Steinigung oder Tieropferung denkt.
Trotzdem kann man die Worte dieser Bücher schon eher als Belehrung
sehen, man muss aber auch hier das Verhalten der Menschen sehr
kritisch beleuchten. Und es gilt zu beachten, dass für uns Christen
die Lehre von Jesus die größere Autorität hat. Zum Beispiel wird
in dem Gesetz von Moses gesagt, dass man richten soll nach dem
Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, aber Jesus hat dieses Gebot
zitiert und verkündet, dass man sich stattdessen gar nicht erst
bemühen soll, dem Bösen zu widerstehen. Deswegen ist für uns
Jesus-Nachfolger also dieses Prinzip aus dem Gesetz von Moses
ungültig.
Die Schriften von
Salomo sind teilweise ziemlich gut zur Belehrung, auch wenn ein
Liebeslied nun nicht unbedingt sehr viel geistlich Wertvolles hat.
Auch das Buch Hiob und sogar das Buch Esther ist wie Futter für den
Geist, man muss aber scharfsinnig sein beim Lesen.
Somit ist bei dem
Lesen des Alten Testaments ein besonders hohes Maß an Mitdenken und
Analysieren gefordert. Die Prophetenbücher dienen am ehesten dazu,
Gott kennenzulernen, denn in diesen Büchern werden ja an vielen
Stellen Worte Gottes übermittelt, und es geht dort häufiger um
Gottes Wille als um den Wille der Menschen.
Im neuen Testament
ist Mitdenken natürlich nützlich, denn es ist generell immer
nützlich. Aber wir haben da den Luxus, dass uns vieles schon richtig
vorgegeben wird und wir es nur noch anzunehmen brauchen, anstatt es
durchzulesen und uns dann den Kopf darüber zu zerbrechen, wo genau
der Sinn liegt bei dem, was wir gerade gelesen haben. Denn in den
Evangelien gibt Jesus ja gute Gebote, die man einfach nur annehmen
muss. Er erzählt aber auch Gleichnisse. Bei diesen ist dann doch
wieder eine Bereitschaft zum Mitdenken gefragt.
In den Briefen aber
gibt es auch mancherlei Stellen, wo man sich nicht erst den Kopf
drüber zerbrechen muss, sondern was man so annehmen kann, wie es
dasteht. Das trifft aber nicht auf absolut alles in den Briefen zu,
denn auch Paulus hat teilweise Dinge geschrieben, in die man sich
hinein vertiefen sollte, um nicht zu einem schlechten Ergebnis zu
kommen.
Das war es soweit,
was ich noch zur Bibel anmerken wollte.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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