Text zu "Predigt - Die Menschen mit Gottes Augen sehen"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=8Q81LUKQMLs

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Heute wird wieder ein Video dem wichtigsten Thema überhaupt gewidmet, nämlich der Liebe. Wer in Liebe wandeln will, ohne ein Heuchler zu sein, dem wird es helfen, zu verstehen, wie Gott die Menschen sieht. Darum will ich euch heute eine Predigt vortragen, in der ich zu genau diesem Thema ein bisschen was sage.

Stellt euch mal vor, ein fremder Mensch läuft euch beim Einkaufen über den Weg und ruft euch ohne jeden Anlass mit verbittertem Gesichtsausdruck eine Beleidigung entgegen, obwohl ihr nichts Schlimmes getan habt.
Das wäre ganz schön ärgerlich, nicht wahr? Ihr kennt den Mensch noch gar nicht, und das erste, was ihr von ihm erlebt, ist eine bittere Beleidigung. Sicherlich würden in so einer Situation viele eine Abneigung gegenüber diesem Mensch empfinden.
Stellt euch aber jetzt mal eine andere Situation vor! Stellt euch vor, ihr habt ein Kind, und dieses ist meinetwegen elf Jahre alt und ihr habt noch alle großen Momente in Erinnerung, die ihr mit eurem Kind erlebt habt, und ihr kennt euer Kind gut, und es liegt euch am Herzen. Aber eines Tages kommt es einfach zu euch an, und beleidigt euch mit sehr frechen Worten und mit bitterer Miene.
Ihr würdet vermutlich erschrecken, aber würdet ihr euer Kind in dem Moment genau so sehr verabscheuen, wie einen völlig Fremden, der euch im Supermarkt entgegen kommt?
Gewiss nicht. Denn ihr kennt die Situation eures Kindes, und ihr wisst, wie das Kind normalerweise drauf ist, und euch würden bestimmt mehrere Gründe einfallen, warum euer Kind sich heute so schlimm benimmt. Und eben weil es euch am Herzen liegt, würdet ihr bestimmt nicht so schlimm auf euer Kind reagieren wie auf einen völlig Fremden. Denn weil ihr euer Kind kennt, fällt es euch leichter, Nachsicht mit ihm zu haben, und weil ihr vom ersten Tag an das Leben dieses Menschen miterlebt habt, ist euch dieser Mensch ans Herz gewachsen.

Und bei Gott ist es so, wie wir wissen, dass er unser Vater im Himmel ist, genau so wie auch Jesus von ihm alle Macht in seine Hände gelegt bekommen hat. Darum, um zu verstehen, wie sehr Gott die Menschen liebt, und wie groß auch die Liebe ist, die Jesus für die Menschen empfindet, muss man sich das Folgende vor Augen halten.
Egal, welcher Mensch es ist, dem du begegnest: Jesus kennt diesen Mensch schon von Geburt an. In dem Moment, wo sein erster Schrei zu hören war, hat nicht nur eine Hebamme ihn gesehen, sondern Jesus hat den Mensch ebenfalls gesehen. Und auch bei dir selbst war das so, der du diese Predigt gerade hörst.
Jesus kennt dich seit deiner Geburt. Er hat alles mit angesehen, was du erlebt hast. Er hat dich beobachtet, wie du Gehen gelernt hast, wie du Sprechen gelernt hast, wie du unter Gleichaltrigen warst und was da alles los war. Jesus kennt jeden Sieg, den du erlebt hast, und jede Niederlage, die du verkraften musstest. Jesus hat dich gesehen, als du Freude hattest und als du glücklich warst, und er hat dich gesehen, als du geweint hast, aber im Gegensatz zu den Menschen hat er dich nicht dafür ausgelacht, sondern mit dir gelitten.
Jesus kennt jeden Traum, den du jemals hattest und jede Hoffnung, die in deinem Herzen gewohnt hat. Jesus hat dich immer mit Liebe angesehen, auch als alle anderen gegen dich waren. Jesus kennt deinen Schmerz und deine Wut, und er weiß ganz genau, warum du so fühlst wie du fühlst, denn er hat ja alles gesehen, was du getan hast und was dir passiert ist.
Und ich sage euch: Wenn man das so sieht, wenn man einen Mensch sein ganzes Leben lang kennt, wie er als unschuldiges Wesen voller Hoffnung im Herzen aufgewachsen ist, und wenn man alle Verletzungen mit angesehen hat, die dieser Mensch erleiden musste, dann kann man diesen Mensch irgendwie gar nicht hassen. Warum sollte Jesus dich hassen? Er versteht sehr wohl, warum du so bist wie du bist und was du durchgemacht hast. Er hat zwar nicht immer eingegriffen, weil manche Dinge eben leider manchmal passieren müssen, um für uns eine (Lebens-)Lektion zu sein, aber Jesus hat dein Leiden gesehen und es war ihm nicht egal. Eben deshalb liebt Jesus jeden Mensch von ganzem Herzen, weil Jesus bei jedem Mensch die ganze Geschichte kennt. All die Momente, in denen der Mensch etwas richtig machen wollte, und dann hat es doch nicht geklappt. Alle Momente, wo ein Mensch vertraut hat und dann doch enttäuscht wurde.
Das Leben auf der Erde hält für jeden Mensch bittere Erfahrungen bereit. Für den einen mehr, für den anderen weniger.
Aber Gott liebt die Menschen, eben weil er weiß, wie es im Inneren dieses Menschen zuerst aussah, und Jesus weiß es ebenfalls. Oder was glaubt ihr, warum Jesus damit einverstanden war, auf die Erde zu kommen und sich misshandeln, verspotten und kreuzigen zu lassen, während er niemals eine einzige Sünde vor Gott getan hatte? Glaubt ihr, das hat er aus Spaß getan?
Nein, sage ich euch, sondern weil ihm das Leiden der Menschen so sehr zu Herzen geht, sowohl das Vergangene als auch das Bevorstehende. Es ging ihm so nahe, dass er etwas tun wollte, um wenigstens die Zukunft der Menschen zu retten.

Und ich weiß, dass jeder Mensch so seine Probleme hat und dass die meisten gewissermaßen das Fühlen verlernt haben, weil sie gemerkt haben, dass es schlimme Reaktionen bei anderen hervorruft, wenn man seine Gefühle offen zeigt. Das ist nur ein weiterer Grund auf einer langen Liste, warum man die Welt überwinden sollte und in diesen gefallenen Ort keine Hoffnung zu setzen braucht.

Aber ich glaube, dass wir, so lange wir hier sind, auch versuchen sollten, die Menschen mit den selben Augen zu sehen, wie Gott sie sieht. Als wunderschöne, liebenswerte Wesen, die kaputt gespielt wurden von all den leeren Versprechungen, von all den Betrügereien und der fälschlich so genannten Erkenntnis, die man auf dieser Erde lernen soll. Nämlich das Lügen und Heucheln, um erfolgreicher zu sein im Leben, und das sogenannte Durchsetzungsvermögen, bei dem man andere zur Seite rammen soll, um seinen eigenen Weg freizumachen. Diesen Unsinn hatte Gott nicht für uns vorgesehen.
Und Gott weiß, dass viele Menschen bedenklich handeln, weil sie es wirklich nie besser gelernt haben. Und Gott weiß, wie der Mensch war, bevor er in die Irre geführt wurde. Und Gott hat die Menschen geliebt, von Anfang an. Gott sieht in uns das unschuldige und positive Wesen, das wir irgendwann mal in unserem Leben waren. Und wenn Gott die Menschen mit solchen Augen betrachtet, dann sollten vielleicht auch wir versuchen, unsere Mitmenschen ein bisschen mehr auf diese Art zu sehen, denn wir sollen ja so ähnlich sein, wie Gott von seinem Wesen her ist. Es ist völlig egal, ob wir mächtig sind oder nicht, ob wir klug sind oder nicht, aber an Liebe hat Gott Wohlgefallen, denn Gott ist Liebe, und da dies sein Wesen ist, sollten auch wir versuchen, ein solches Wesen zu haben.

Vielleicht erinnert ihr euch an die Bibelstelle, wo Jesus sagt, dass große Freude im Himmel ist, wenn ein verlorenes Schaf, also ein Sünder, in die Herde zurück geholt werden kann. Manche fragen sich da, warum die Engel sich ausgerechnet über das eine verlorene Schaf freuen, anstatt über die ganzen anderen, die nicht verloren waren. Dabei ist doch die Antwort ganz einfach: Wenn man jemanden liebt, dann ist es das Letzte, was man will, wenn er verloren geht und irgendwo verdirbt, sondern man will, dass es ihm so gut geht wie nur möglich. Und wenn 100 Schafe geliebt werden, dann ist der Verlust eines einzigen bereits ein sehr großes Drama, und umso größer ist die Erleichterung, wenn es zurück kommt. Und Jesus hat bestimmt einen gewissen Herzschmerz, so lange noch Menschen verloren umher irren, die er eigentlich in seiner Nähe haben will, denen er die Liebe schenken will, die von Gott kommt und nichts mit dem Fleisch zu tun hat, denn das Streben des Fleisches ist Tod.

Denkt mal darüber nach, wenn ihr wollt, wie sehr Jesus euch liebt, und wie auch ihm zumute war, bei allem, was ihr durchleben musstet, denn er hat es gesehen, er kennt euer Leben auswendig. Und dann denkt mal darüber nach, wie es wohl bei anderen Menschen sein wird, was die wohl alles durchlebt haben, und wie sehr Jesus auch sie liebt. Wir sollen ja von Jesus Zeugnis geben durch unser eigenes Verhalten, daher sollte für uns nichts wichtiger sein, als zu einem lebendigen Beispiel für gelebte Nächstenliebe zu werden. Denn was bei den Menschen große Anerkennung findet, das ist Gott egal, aber was die Menschen für weich und schwach halten, das hat Wert bei Gott.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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