Text zu "Predigt - Die Bedeutung von guten Werken"
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Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Heute gibt es wieder
eine Predigt für alle, und ich will diesmal kurz etwas dazu
erzählen, welche Bedeutung gute Werke für einen Jesus-Nachfolger
vor Gott haben.
Denn ihr wisst ja
bestimmt, dass in unserer heutigen Zeit viele Menschen denken: „Ja
wenn ich gute Taten getan habe, dann komme ich doch bestimmt auch
deswegen in den Himmel, besonders wenn ich mehr gute Taten als böse
Taten auf meinem Kerbholz habe!“.
Aus menschlicher
Sicht, und der fleischlichen Vorstellung von Gerechtigkeit, klingt
das ja auch logisch. Man wäre ja vom Gefühl her dazu geneigt, einen
Mensch, der viel Gutes und wenig Böses getan hat, zu begnadigen.
Allerdings dürfen
wir Menschen nicht Richter sein, sondern Gott ist der Richter, und
sein Sohn darf die Urteile verkünden. Und bei Gott ist die Sache mit
den Werken anders. Gute Werke zählen vor Gott nicht als
Besonderheit.
Das ist
wahrscheinlich eine Wahrheit, die manche Menschen schockiert, aber
wir sind keine Helden vor Gott, wenn wir gute Werke getan haben. Denn
genau dies ist uns nämlich befohlen. Unser König Jesus hat uns
befohlen, dass wir Barmherzigkeit aneinander üben sollen, dass wir
das Wort weiter tragen sollen, dass wir allen mit Liebe begegnen
sollen, sogar unseren Feinden, dass wir unseren Reichtum einsetzen
sollen, um denen zu helfen, die einen Mangel haben, und so weiter.
Und wenn man als ein Knecht den Befehl des Königs ausführt, dann
ist das theoretisch nichts Besonderes. Aus diesem Grund steht auch im
Evangelium des Lukas in Kapitel 17 geschrieben:
Wer aber von euch
wird zu seinem Knecht, der pflügt oder weidet, wenn er vom Feld
heimkommt, sogleich sagen: Komm her und setze dich zu Tisch?
Wird er nicht
vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendbrot, schürze dich und
diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe, und danach sollst du
essen und trinken?
Dankt er wohl jenem
Knecht, dass er getan hat, was ihm befohlen war? Ich meine nicht!
So sollt auch ihr,
wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, sprechen: Wir sind
unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!
Daran erkennen wir,
dass es eine Selbstverständlichkeit für uns ist, die Befehle
unseres Königs auszuführen. Wenn wir hilfebedürftigen Menschen
eine helfende Hand spenden, oder den Bedürftigen unser nicht
benötigtes Geld schenken, oder das Wort für die Menschen mit
offenen Ohren predigen, oder Menschen versorgen, die uns brauchen,
dann dürfen wir nicht hinterher sagen: „Jetzt ist all das
Schlechte egal, was ich in meinem Leben tat, denn ich habe mehr Gutes
als Böses getan, und Gott wird mich in den Himmel lassen.“
Das wird nicht
funktionieren. Wir müssten rein theoretisch vor Gott für jede
einzelne sündige Tat gerade stehen. Für jede Lüge, für jede noch
so kleine Form von Diebstahl, für jede unzüchtige Handlung, für
jedes Wort, das als Gotteslästerung zählt, und was weiß ich nicht
alles, was Menschen sonst noch Sündiges tun. Wenn dir diese Taten
vorgehalten werden, und du sagst zu Gott: „Ja warte mal, das habe
ich zwar alles getan, aber ich habe auch eine arme Familie tatkräftig
mit Hilfeleistungen unterstützt, viele Jahre lang! Und ich habe ein
paar mal alten Damen über die Straße geholfen, die sich alleine
nicht getraut haben.“
dann ist das so, als
würdest du Gott bestechen wollen, indem du deine guten Taten
benutzt, um ihn in die andere Richtung schauen zu lassen, während
über deine Strafe verhandelt wird.
Und genau das wird
nicht klappen, denn unser Vater im Himmel ist ein unbestechlicher
Richter, und daran wird auch Jesus sich ein Beispiel nehmen. Die
guten Taten werden in Gottes Gericht nicht zählen. Denn wir Menschen
sind dazu geboren, um gute Taten in dieser verkorksten Welt zu tun.
Das ist unsere Bestimmung. Rein theoretisch wäre es gar nicht anders
vorstellbar. Aber ein ungläubiger Mensch hat natürlich keinen
Grund, dies so zu handhaben, weil er ja niemanden über sich sieht,
der ihm dies befiehlt. Wir aber haben unseren Retter und König
namens Jesus Christus, der uns gemäß dem Wort Gottes befohlen hat,
dass wir unermüdlich gute Werke tun sollen. Und zwar nicht deshalb,
weil wir dann vor unseren Mitmenschen gut dastehen, oder weil wir
unser Karma ausbessern, welches es vor Gott sowieso nicht gibt,
sondern wir sollen nur aus dem Grund so viel Gutes tun, wie es uns
möglich ist, weil sich das einfach so gehört. Weil es für das Volk
des Königs aller Könige ganz normal ist, Gutes zu tun. Eine Schande
wäre es, wenn man ein Knecht des Königs der Könige ist, aber man
weigert sich, gute Werke zu tun, sobald sich dazu eine Gelegenheit
ergibt! In dem Moment, wo man helfen kann, und es kommt jemand, der
ganz klar die Hilfe braucht, die man leisten kann, aber man schickt
ihn fort, obwohl der deutlich um Hilfe bittet ... in diesem Moment
beweist man, dass man gar nicht zu Jesus gehört. Denn jeder Mensch
in schwerer Lage, der dich deutlich bittet, dem sollst du helfen,
weil das selbstverständlich ist. Und wenn du Geld besitzt, was
nicht zur Deckung deines unvermeidlichen Bedarfs nötig ist, dann ist
es ganz normal, dass du Ausschau nach Menschen hältst, die dieses
Geld dringender brauchen, um ihnen etwas davon zu geben.
Ein Mensch, der sich
selbst als Gläubigen sieht, der aber gute Werke verweigert, der
betrügt sich selbst. Denn ein gläubiger Mensch soll gute Werke tun,
einfach so, aus Prinzip. Und dies muss als Gewohnheit gesehen werden.
Es darf nicht passieren, wenn ein Mensch gute Werke tut, dass er sich
deswegen selbst für etwas Besseres hält als alle anderen. Denn auch
ein Mensch, der nur deshalb gute Werke vollbringt, um so das Ansehen
der Leute zu bekommen, oder um dann hochmütig und prahlerisch vor
anderen aufzutreten, der macht etwas falsch. Unsere guten Werke
dienen nicht dem Zweck, zusätzliche Pluspunkte für Gottes Gericht
zu sammeln. Und unsere guten Werke dienen auch nicht dem Zweck, dass
wir dadurch eine Selbsterhöhung erleben.
Gute Werke sind
nicht nur eine Option für einen Jesus-Nachfolger, sondern eine
Pflicht. Und eben deshalb, weil wir ganz normal unsere Pflicht
erfüllen, bestätigen wir dann, dass wir wahrhaftig zu Jesus
gehören. Und wer zu Jesus gehört, wen er also mit seinem kostbaren
Blut erkauft hat, dessen Schuld wird abgewaschen. Wer nun danach
dürstet, sich zu bessern und von Herzen versucht, die Gebote
wirklich einzuhalten, und wer wie befohlen die guten Werke tut, für
die sich Gelegenheiten ergeben, der darf sich jedes Mal wieder
reinwaschen lassen von Jesus, wenn eine Sünde geschehen ist, die der
Mensch bereut, die er aufgeben will und für welche er aufrichtig um
Vergebung bittet.
Die Entscheidung
aber, dass Gott uns unsere Schuld vergeben will, indem er seinen
eigenen Sohn zum Sühneopfer gemacht hat, die hängt nicht damit
zusammen, dass wir zuerst großartige Taten vollbracht hätten,
welche uns vor Gott würdig machen. Denn so etwas gibt es nicht.
Keiner von uns hat sein Leben lang Dinge getan, von denen Gott
beeindruckt wurde! Wir sind von Natur aus unwürdig vor Gott, weil
die allermeisten von uns, wenn nicht sogar alle Menschen aus der
ganzen Geschichte, nicht von allein darauf kommen, was richtig und
was falsch ist. Aus unserer eigenen Weisheit heraus können wir das
nicht herausfinden, denn wir kommen wenn überhaupt zu einem
unvollständigen Ergebnis, und somit machen wir uns allezeit vor Gott
zum Trottel, weil die Dinge, von denen wir selbst meinen, sie seien
ausreichend oder sie seien gut, überhaupt nicht mit dem Wertdenken
von Gott übereinstimmen. Denn was wir selbst aus unserem eigenen
Denken heraus, ohne Gott, als gut und richtig empfinden, dazu sagt
Gott nur: "Netter Versuch, aber das ist gerade mal der Anfang
gewesen!"
Unsere Werke haben
Gott also garantiert nicht zu der Tat motiviert, die er getan hat,
nämlich dass er seinen wertvollsten Besitz für uns hergab. Es gibt
einen anderen Anlass dafür, dass Gott das für uns tun wollte, um
uns zu retten. Er wurde nicht durch unsere Taten dazu motiviert, dies
zu leisten, denn unsere Taten und Ideen sind nicht gut genug, auch
wenn sie gut gemeint sind, und gleichzeitig sind andere von unseren
Taten einfach nur grausig vor Gott, und er kann sie gar nicht
ertragen, und sie müssten ihn normalerweise dazu treiben, dass er
überhaupt nichts mit uns zu tun haben will.
Aber Gott hat sehr
viel Liebe in sich, und er hat sehr viel Liebe für uns übrig. Und
er traut uns zu, dass wir, wenn wir richtig angeleitet sind, die
Dinge besser hinbekommen, als wir es ohne ihn festlegen wöllten. Und
diese Liebe, einhergehend mit diesem gewissen Vertrauen, das er hat,
wenn er auf uns schaut - das ist der Anlass für ihn gewesen, dass er
durch Jesus Christus der ganzen Welt die Gelegenheit geben will,
gerettet zu werden aus all dem schlechten, das in dieser Welt ist und
was teils auch aus den widerspenstigen Menschen selbst kommt.
Und wer das annimmt,
der soll es als selbstverständlich sehen, nicht mehr selbstsüchtige
und betrügerische Dinge zu tun, wie es in dieser miesen Welt Alltag
ist, sondern stattdessen allezeit so zu handeln, wie es Jesus
befohlen hat, wodurch man sich gewissermaßen dem Zeitgeist der Welt
entgegenstellt und sich nicht davon erschüttern lässt, was die
anderen manchmal für herzlose Methoden anwenden. Man sieht das zwar,
macht es aber selbst trotzdem besser, weil man weiß, dass der König,
der eines Tages all dies richten wird, einen allezeit sieht.
Wenn man Jesus als
Retter annimmt, dann ist es so, wie wenn man ein reines, weißes
Gewand bekommt, an dem kein Schmutz in Form von Sünde ist. Dieses
kann aber wieder schmutzig werden, indem man sündigt, nachdem man es
angezogen hat. Dadurch wird es trüb. Und wenn man will, dass man
allezeit zu Jesus gehen kann, um zu ihm zu sagen: „Jesus, mein
Herr, ich bitte dich, dass du mein Gewand nochmal weiß machst, denn
ich habe es versehentlich beschmutzt!“,
dann muss man ein
Mensch sein, für den es normal ist, gute Werke zu tun, regelmäßig
zu beten, und das Wort Gottes zu vertiefen, besonders die Gebote, um
sie in der Zukunft besser einzuhalten.
Wer dies tut, dessen
Gewand wird Jesus immer wieder sauber machen, wenn es unverhofft
schmutzig wurde.
Wenn aber einer zwar
das Gewand angezogen hat und macht es dann schmutzig, denkt sich aber
nichts dabei und glaubt, er wäre gerettet, so lange er überhaupt
das Gewand trägt, dann wird dieser eine schlimme Überraschung am
Ende erleben. Denn niemand, der zu einer Hochzeit gehen will, wird in
den Hochzeitssaal hineingelassen, wenn sein Gewand schmutzig ist und
stinkt.
Das sage ich
deshalb, weil in der Bibel teilweise unsere Ankunft im Himmelreich
mit einem Hochzeitsmahl verglichen wird.
Und: Wenn der Mensch
zwar die Vorzüge benutzen will, die der König bietet, nämlich dass
man sich als Knecht des Königs jederzeit das Gewand saubermachen
lassen kann, aber gleichzeitig, während er dies in Anspruch nehmen
will, weigert der Mensch sich, gute Werke zu tun und die Gebote zu
vertiefen und zu beten ... in so einem Fall wird Jesus das Gewand
nicht saubermachen, sondern wird es schmutzig lassen, weil der Knecht
widerspenstig ist und nicht das tut, was der König ihm gesagt hat,
worauf er achten soll. Und es würde dann auch nicht ausreichen, wenn
der Mensch sagt: „Ich habe vor fünf Jahren mal eine große
Geldsumme an eine freikirchliche Gemeinde gespendet!“
Denn unsere Pflicht,
dass es für uns normal sein soll, gute Werke zu tun, hört niemals
auf. Wir sind dazu in diese Welt gekommen, um in den Geboten Gottes
zu wandeln, wodurch wir ein gutes Vorbild abgeben. Und die Gebote
besagen unter anderen auch, dass wir jedem geben sollen, der bittet,
uns dass wir Gott lieben sollen und unseren Nächsten wie uns selbst.
Alle Werke, die damit zu tun haben, sollen geschehen, sind aber vor
Gott keine außergewöhnliche Sache, sondern nur wie eine ganz
normale Arbeit, die er gar nicht anders erwartet hätte.
Das war es soweit,
was ich in der heutigen Predigt erzählen wollte.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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