Text zu "Wir studieren die Apostelgeschichte Kapitel 3 und 4"
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Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video ist
eines von den Videos, in denen wir näher auf die Apostelgeschichte
eingehen. Diesmal geht es um die Kapitel 3 und 4. Wir haben im
vorigen Video gelesen wie der heilige Geist auf die Apostel
ausgegossen wurde, und somit sollten die Apostel nun auch fähig
sein, erfolgreich für Heilung zu beten. Und genau das probiert
Petrus gleich mal aus, denn wir lesen in Kapitel 3, Vers 1 bis 11:
Petrus und Johannes
gingen aber miteinander in den Tempel hinauf um die neunte Stunde, da
man zu beten pflegte.
Und es wurde ein
Mann herbeigebracht, der lahm war von Mutterleib an, den man täglich
an die Pforte des Tempels hinsetzte, die man »die Schöne« nennt,
damit er ein Almosen erbitten konnte von denen, die in den Tempel
hineingingen.
Als dieser Petrus
und Johannes sah, die in den Tempel hineingehen wollten, bat er sie
um ein Almosen.
Da blickte ihn
Petrus zusammen mit Johannes an und sprach: Sieh uns an!
Er aber achtete auf
sie in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen.
Da sprach Petrus:
Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir:
Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, steh auf und geh umher!
Und er ergriff ihn
bei der rechten Hand und richtete ihn auf; da wurden sogleich seine
Füße und seine Knöchel fest,
und er sprang auf
und konnte stehen, lief umher und trat mit ihnen in den Tempel, ging
umher und sprang und lobte Gott.
Und alles Volk sah,
wie er umherging und Gott lobte.
Und sie erkannten
auch, dass er derjenige war, der um des Almosens willen an der
Schönen Pforte des Tempels gesessen hatte; und sie wurden mit
Verwunderung und Erstaunen erfüllt über das, was mit ihm geschehen
war.
Da sich aber der
geheilte Lahme zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk voll
Erstaunen bei ihnen zusammen in der sogenannten Halle Salomos.
Der Hergang dieser
Heilung ist äußerst bemerkenswert. Zuerst spricht Petrus Heilung in
Jesu Namen, danach richtet er den Gelähmten auf, und als dieser
steht, werden seine Füße und Knöchel fest. Da stellt sich die
Frage: Was wäre, wenn Petrus ihn nicht in dem Glauben aufgerichtet
hätte, dass er sicher gleich geheilt wird? Wäre dann die Heilung
ausgeblieben?
Wie auch immer die
Antwort auf diese Frage lauten mag: Fakt ist, dass Petrus erfolgreich
für Heilung beten konnte. Und der Gelähmte freut sich
offensichtlich sehr darüber und lobt Gott, wie es sich gehört. Und
die Leute, die den Tempel besuchen, sind über das Passierte wohl
ebenso erstaunt und halten sich deshalb in der Nähe von Petrus und
Johannes auf. Selbstverständlich benutzt Petrus diese Situation, um
über Jesus zu predigen, daher lesen wir in den restlichen Versen des
Kapitels:
Als Petrus das sah,
wandte er sich an das Volk: Ihr Männer von Israel, weshalb
verwundert ihr euch darüber, oder weshalb blickt ihr auf uns, als
hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser
umhergeht?
Der Gott Abrahams
und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht
Jesus verherrlicht; ihn habt ihr ausgeliefert und habt ihn verleugnet
vor Pilatus, als dieser ihn freisprechen wollte.
Ihr habt den
Heiligen und Gerechten verleugnet und verlangt, dass euch ein Mörder
geschenkt werde;
den Fürsten des
Lebens aber habt ihr getötet! Ihn hat Gott aus den Toten auferweckt;
dafür sind wir Zeugen.
Und auf den Glauben
an seinen Namen hin hat sein Name diesen hier stark gemacht, den ihr
seht und kennt; ja, der durch Ihn gewirkte Glaube hat ihm diese volle
Gesundheit gegeben vor euch allen.
Und nun, ihr Brüder,
ich weiß, dass ihr in Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure
Obersten;
Gott aber hat das,
was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigte, dass
nämlich der Christus leiden müsse, auf diese Weise erfüllt.
So tut nun Buße und
bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der
Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen
und er den sende,
der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus,
den der Himmel
aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen,
wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von alters
her geredet hat.
Denn Moses hat zu
den Vätern gesagt: »Einen Propheten wie mich wird euch der Herr,
euer Gott, erwecken aus euren Brüdern; auf ihn sollt ihr hören in
allem, was er zu euch reden wird«.
Und es wird
geschehen: Jede Seele, die nicht auf diesen Propheten hören wird,
soll vertilgt werden aus dem Volk.
Und alle Propheten,
von Samuel an und den folgenden, so viele geredet haben, sie haben
auch diese Tage im Voraus angekündigt.
Ihr seid Söhne der
Propheten und des Bundes, den Gott mit unseren Vätern schloss, als
er zu Abraham sprach: »Und in deinem Samen sollen gesegnet werden
alle Geschlechter der Erde«.
Euch zuerst hat
Gott, als er seinen Knecht Jesus erweckte, ihn gesandt, um euch zu
segnen, indem ein jeder von euch sich von seiner Bosheit bekehrt!
Hier ist also eine
Erläuterung darüber zu lesen, was passiert ist. Nicht Petrus oder
Johannes haben Wunderkräfte, sondern Gott hat den Gelähmten durch
den heiligen Geist geheilt, um damit zu bestätigen, dass alles wahr
ist, was über Jesus gesagt wurde.
Hoch interessant ist
auch die Bemerkung aus Vers 21, wo Petrus sagt, dass Jesus im Himmel
bleiben wird, bis die Zeiten der Wiederherstellung beginnen.
Allerdings kann man auch aus dieser Bemerkung keinen Hinweis darauf
finden, wie nah oder fern die Wiederkunft von Jesus ist. Aber man
erkennt daraus, dass es vor der Wiederkunft vermutlich zu viel
erwartet wäre, wenn wir um eine völlige Wiederherstellung bitten.
Wie sollte das auch funktionieren, da die Erde immernoch dem Teufel
überlassen ist, der mit den Menschen machen kann was er will, so
lange sie nicht von Herzen zu Jesus gehören?
Ansonsten merken wir
an dem Text, dass Petrus auch dem einfachen Volk im Tempel
begreiflich zu machen versucht, welche Bedeutung Jesus im Hinblick
auf die Schriften hat, denn Jesus hat durch sein Auftreten jede Menge
Prophezeiungen erfüllt.
Schauen wir nun mal
ins vierte Kapitel, um herauszufinden, was an diesem Tag im Tempel
als nächstes passierte! In den Versen 1 bis 4 steht geschrieben:
Während sie aber
zum Volk redeten, kamen die Priester und der Hauptmann des Tempels
und die Sadduzäer auf sie zu.
Sie waren
aufgebracht darüber, dass sie das Volk lehrten und in Jesus die
Auferstehung aus den Toten verkündigten.
Und sie legten Hand
an sie und brachten sie ins Gefängnis bis zum folgenden Morgen, denn
es war schon Abend.
Aber viele von
denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig, und die Zahl der
Männer stieg auf etwa 5000.
Hier ist also die
Gemeinde an einem Tag nochmal deutlich gewachsen, nämlich um etwa
2000 Männer. Und die Tatsache, dass Petrus und Johannes einfach so
ins Gefängnis gesperrt wurden, nur weil sie für Jesus geredet
haben, hat die Menschen bestimmt nur noch stärker dazu angestachelt,
an dem Name Jesus Interesse zu bekommen. Es ist auch eine ziemliche
Frechheit, wie sich die Obrigkeiten hier wiedermal daneben benommen
haben. Lesen wir nun mal, wie es weiterging! In Vers 5 bis 22 stehen
diese Worte:
Es geschah aber am
folgenden Morgen, dass sich ihre Obersten und Ältesten und
Schriftgelehrten in Jerusalem versammelten,
auch Hannas, der
Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander und alle, die
aus hohepriesterlichem Geschlecht waren.
Und sie stellten sie
in ihre Mitte und fragten sie: Durch welche Kraft oder in welchem
Namen habt ihr das getan?
Da sprach Petrus,
vom Heiligen Geist erfüllt, zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und
ihr Ältesten von Israel,
wenn wir heute wegen
der Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, durch wen er
geheilt worden ist,
so sei euch allen
und dem ganzen Volk Israel bekannt gemacht, dass durch den Namen Jesu
Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt
hat aus den Toten, dass dieser durch Ihn gesund vor euch steht.
Das ist der Stein,
der von euch, den Bauleuten, verworfen wurde, der zum Eckstein
geworden ist.
Und es ist in keinem
anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den
Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!
Als sie aber die
Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, dass sie
ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich; und sie
erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren.
Da sie aber den
Menschen bei ihnen stehen sahen, der geheilt worden war, konnten sie
nichts dagegen sagen.
Da befahlen sie
ihnen, aus dem Hohen Rat hinauszugehen, und beratschlagten
miteinander und sprachen:
Was sollen wir mit
diesen Menschen tun? Denn dass ein offenkundiges Zeichen durch sie
geschehen ist, das ist allen Bewohnern von Jerusalem bekannt, und wir
können es nicht leugnen.
Aber damit es sich
nicht weiter unter dem Volk verbreitet, wollen wir ihnen ernstlich
drohen, damit sie künftig zu keinem Menschen mehr in diesem Namen
reden!
Und sie ließen sie
rufen und geboten ihnen, überhaupt nicht mehr in dem Namen Jesus zu
reden noch zu lehren.
Aber Petrus und
Johannes antworteten ihnen und sprachen: Entscheidet ihr selbst, ob
es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott!
Denn es ist uns
unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört
haben!
Sie aber drohten
ihnen noch weiter und ließen sie frei, weil sie wegen des Volkes
keinen Weg fanden, sie zu bestrafen; denn alle priesen Gott über
dem, was geschehen war.
Der Mensch, an dem
dieses Zeichen der Heilung geschehen war, war nämlich über 40 Jahre
alt.
Petrus und Johannes
mussten sich also einem Verhör stellen, und auch hier hat Petrus
wieder Jesus bezeugt. Den Obersten gefällt das überhaupt nicht,
denn sie wollen nicht, dass der Glaube an Jesus bekannt wird. Aber
andererseits konnten die Obersten nicht wirklich etwas gegen Petrus
und Johannes tun, so lange es den Obersten wichtig war, vor dem Volk
als mehr oder weniger gerechte Menschen da zu stehen. Übrigens ist
der Vers 12 ziemlich gut, denn Jesus hat selbst schon gesagt, dass er
der einzige Weg zu Gott ist, und das Zitat von Petrus passt
hervorragend zu dieser Verkündung, weil auch er uns darauf
aufmerksam macht, dass wir durch keinen anderen Name gerettet werden
können.
Schauen wir uns nun
mal die nächsten Verse an! In Vers 23 bis 31 lesen wir:
Als sie aber
freigelassen waren, kamen sie zu den Ihren und verkündeten alles,
was die obersten Priester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten.
Und als sie es
hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen:
Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer
gemacht hat und alles, was darinnen ist.
Du hast durch den
Mund deines Knechtes David gesagt: »Warum toben die Heiden und
ersinnen die Völker Nichtiges?
Die Könige der Erde
lehnen sich auf, und die Fürsten versammeln sich miteinander gegen
den Herrn und gegen seinen Gesalbten.«
Ja, wahrhaftig,
gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, haben sich
Herodes und Pontius Pilatus versammelt zusammen mit den Heiden und
dem Volk Israel,
um zu tun, was deine
Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt hatte, dass es geschehen
sollte.
Und jetzt, Herr,
sieh ihre Drohungen an und verleihe deinen Knechten, dein Wort mit
aller Freimütigkeit zu reden,
indem du deine Hand
ausstreckst zur Heilung, und dass Zeichen und Wunder geschehen durch
den Namen deines heiligen Knechtes Jesus!
Und als sie gebetet
hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden
alle mit Heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit
Freimütigkeit.
Grob zusammengefasst
kann man also sagen, dass die Gemeinde hier ein Gebet spricht, um die
Fähigkeit zu erhalten, das Wort Gottes richtig zu verkünden und
dabei Jesus zu bekennen. Und eben diese Bitte wird auch sehr schnell
erfüllt, denn der heilige Geist kommt auf viele Menschen, die ihn
noch nicht hatten, und es entstand auch diesmal wieder eine
wahrnehmbare Kraftwirkung, genau wie es schon in Kapitel 2 war. In
Kapitel zwei geschah ein starker Wind und diesmal geschah eine Art
Erschütterung ihres Hauses, als der heilige Geist auf sehr viele
Menschen gleichzeitig kam.
Als nächstes lesen
wir die restlichen Verse, nämlich Vers 32 bis 37. Es steht
geschrieben:
Und die Menge der
Gläubigen war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte,
dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei, sondern alle Dinge
waren ihnen gemeinsam.
Und mit großer
Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn
Jesus, und große Gnade war auf ihnen allen.
Es litt auch niemand
unter ihnen Mangel; denn die, welche Besitzer von Äckern oder
Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften
und legten ihn den
Aposteln zu Füßen; und man teilte jedem aus, so wie jemand
bedürftig war.
Joses aber, der von
den Aposteln den Beinamen Barnabas erhalten hatte (das heißt
übersetzt: »Sohn des Trostes«), ein Levit, aus Zypern gebürtig,
besaß einen Acker
und verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu
Füßen.
An diesen Versen
wird erkennbar, wie gut das Zusammenleben funktionierte und dass die
Menschen bestens miteinander klar kamen. Das ist etwas ziemlich
Besonderes, wenn man bedenkt, dass die Gemeinde ja schon mehr als
5000 Männer umfasste. Diese vielen Menschen hatten alle die selben
Erkenntnisse und folgten den selben Geboten, ohne dass auch nur ein
einziger davon abweichen wollte. Und alle schienen damit zufrieden zu
sein, was nicht zuletzt auch an der Wirkung des heiligen Geistes
gelegen hat, denke ich.
Heutzutage kann man
sich eine solche Art der Gemeinschaft vermutlich gar nicht mehr
vorstellen, weil heute die Menschen immer nur miteinander streiten
und der Meinung sind, selbst immer alles über den Haufen werfen zu
müssen, was geboten ist, weil sie denken, es besser zu wissen als
jeder andere. Von dem Zustand, den die Gemeinde damals genießen
durfte, kann man heutzutage nur noch träumen.
Und mit diesen
Gedanken endet dieser zweite Teil über die Apostelgeschichte. In
weiteren Videos werden die anderen Kapitel auch noch behandelt.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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