Text zu "Wir studieren die Apostelgeschichte Kapitel 3 und 4"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=iKLk4eu13L8

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Dieses Video ist eines von den Videos, in denen wir näher auf die Apostelgeschichte eingehen. Diesmal geht es um die Kapitel 3 und 4. Wir haben im vorigen Video gelesen wie der heilige Geist auf die Apostel ausgegossen wurde, und somit sollten die Apostel nun auch fähig sein, erfolgreich für Heilung zu beten. Und genau das probiert Petrus gleich mal aus, denn wir lesen in Kapitel 3, Vers 1 bis 11:

Petrus und Johannes gingen aber miteinander in den Tempel hinauf um die neunte Stunde, da man zu beten pflegte.
Und es wurde ein Mann herbeigebracht, der lahm war von Mutterleib an, den man täglich an die Pforte des Tempels hinsetzte, die man »die Schöne« nennt, damit er ein Almosen erbitten konnte von denen, die in den Tempel hineingingen.
Als dieser Petrus und Johannes sah, die in den Tempel hineingehen wollten, bat er sie um ein Almosen.
Da blickte ihn Petrus zusammen mit Johannes an und sprach: Sieh uns an!
Er aber achtete auf sie in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen.
Da sprach Petrus: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, steh auf und geh umher!
Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf; da wurden sogleich seine Füße und seine Knöchel fest,
und er sprang auf und konnte stehen, lief umher und trat mit ihnen in den Tempel, ging umher und sprang und lobte Gott.
Und alles Volk sah, wie er umherging und Gott lobte.
Und sie erkannten auch, dass er derjenige war, der um des Almosens willen an der Schönen Pforte des Tempels gesessen hatte; und sie wurden mit Verwunderung und Erstaunen erfüllt über das, was mit ihm geschehen war.
Da sich aber der geheilte Lahme zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk voll Erstaunen bei ihnen zusammen in der sogenannten Halle Salomos.

Der Hergang dieser Heilung ist äußerst bemerkenswert. Zuerst spricht Petrus Heilung in Jesu Namen, danach richtet er den Gelähmten auf, und als dieser steht, werden seine Füße und Knöchel fest. Da stellt sich die Frage: Was wäre, wenn Petrus ihn nicht in dem Glauben aufgerichtet hätte, dass er sicher gleich geheilt wird? Wäre dann die Heilung ausgeblieben?
Wie auch immer die Antwort auf diese Frage lauten mag: Fakt ist, dass Petrus erfolgreich für Heilung beten konnte. Und der Gelähmte freut sich offensichtlich sehr darüber und lobt Gott, wie es sich gehört. Und die Leute, die den Tempel besuchen, sind über das Passierte wohl ebenso erstaunt und halten sich deshalb in der Nähe von Petrus und Johannes auf. Selbstverständlich benutzt Petrus diese Situation, um über Jesus zu predigen, daher lesen wir in den restlichen Versen des Kapitels:

Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk: Ihr Männer von Israel, weshalb verwundert ihr euch darüber, oder weshalb blickt ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser umhergeht?
Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht; ihn habt ihr ausgeliefert und habt ihn verleugnet vor Pilatus, als dieser ihn freisprechen wollte.
Ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und verlangt, dass euch ein Mörder geschenkt werde;
den Fürsten des Lebens aber habt ihr getötet! Ihn hat Gott aus den Toten auferweckt; dafür sind wir Zeugen.
Und auf den Glauben an seinen Namen hin hat sein Name diesen hier stark gemacht, den ihr seht und kennt; ja, der durch Ihn gewirkte Glaube hat ihm diese volle Gesundheit gegeben vor euch allen.
Und nun, ihr Brüder, ich weiß, dass ihr in Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure Obersten;
Gott aber hat das, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigte, dass nämlich der Christus leiden müsse, auf diese Weise erfüllt.
So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen
und er den sende, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus,
den der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von alters her geredet hat.
Denn Moses hat zu den Vätern gesagt: »Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern; auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird«.
Und es wird geschehen: Jede Seele, die nicht auf diesen Propheten hören wird, soll vertilgt werden aus dem Volk.
Und alle Propheten, von Samuel an und den folgenden, so viele geredet haben, sie haben auch diese Tage im Voraus angekündigt.
Ihr seid Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott mit unseren Vätern schloss, als er zu Abraham sprach: »Und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde«.
Euch zuerst hat Gott, als er seinen Knecht Jesus erweckte, ihn gesandt, um euch zu segnen, indem ein jeder von euch sich von seiner Bosheit bekehrt!

Hier ist also eine Erläuterung darüber zu lesen, was passiert ist. Nicht Petrus oder Johannes haben Wunderkräfte, sondern Gott hat den Gelähmten durch den heiligen Geist geheilt, um damit zu bestätigen, dass alles wahr ist, was über Jesus gesagt wurde.
Hoch interessant ist auch die Bemerkung aus Vers 21, wo Petrus sagt, dass Jesus im Himmel bleiben wird, bis die Zeiten der Wiederherstellung beginnen. Allerdings kann man auch aus dieser Bemerkung keinen Hinweis darauf finden, wie nah oder fern die Wiederkunft von Jesus ist. Aber man erkennt daraus, dass es vor der Wiederkunft vermutlich zu viel erwartet wäre, wenn wir um eine völlige Wiederherstellung bitten. Wie sollte das auch funktionieren, da die Erde immernoch dem Teufel überlassen ist, der mit den Menschen machen kann was er will, so lange sie nicht von Herzen zu Jesus gehören?
Ansonsten merken wir an dem Text, dass Petrus auch dem einfachen Volk im Tempel begreiflich zu machen versucht, welche Bedeutung Jesus im Hinblick auf die Schriften hat, denn Jesus hat durch sein Auftreten jede Menge Prophezeiungen erfüllt.

Schauen wir nun mal ins vierte Kapitel, um herauszufinden, was an diesem Tag im Tempel als nächstes passierte! In den Versen 1 bis 4 steht geschrieben:

Während sie aber zum Volk redeten, kamen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer auf sie zu.
Sie waren aufgebracht darüber, dass sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten verkündigten.
Und sie legten Hand an sie und brachten sie ins Gefängnis bis zum folgenden Morgen, denn es war schon Abend.
Aber viele von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig, und die Zahl der Männer stieg auf etwa 5000.

Hier ist also die Gemeinde an einem Tag nochmal deutlich gewachsen, nämlich um etwa 2000 Männer. Und die Tatsache, dass Petrus und Johannes einfach so ins Gefängnis gesperrt wurden, nur weil sie für Jesus geredet haben, hat die Menschen bestimmt nur noch stärker dazu angestachelt, an dem Name Jesus Interesse zu bekommen. Es ist auch eine ziemliche Frechheit, wie sich die Obrigkeiten hier wiedermal daneben benommen haben. Lesen wir nun mal, wie es weiterging! In Vers 5 bis 22 stehen diese Worte:

Es geschah aber am folgenden Morgen, dass sich ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem versammelten,
auch Hannas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander und alle, die aus hohepriesterlichem Geschlecht waren.
Und sie stellten sie in ihre Mitte und fragten sie: Durch welche Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan?
Da sprach Petrus, vom Heiligen Geist erfüllt, zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und ihr Ältesten von Israel,
wenn wir heute wegen der Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, durch wen er geheilt worden ist,
so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel bekannt gemacht, dass durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, dass dieser durch Ihn gesund vor euch steht.
Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verworfen wurde, der zum Eckstein geworden ist.
Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!
Als sie aber die Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, dass sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich; und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren.
Da sie aber den Menschen bei ihnen stehen sahen, der geheilt worden war, konnten sie nichts dagegen sagen.
Da befahlen sie ihnen, aus dem Hohen Rat hinauszugehen, und beratschlagten miteinander und sprachen:
Was sollen wir mit diesen Menschen tun? Denn dass ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, das ist allen Bewohnern von Jerusalem bekannt, und wir können es nicht leugnen.
Aber damit es sich nicht weiter unter dem Volk verbreitet, wollen wir ihnen ernstlich drohen, damit sie künftig zu keinem Menschen mehr in diesem Namen reden!
Und sie ließen sie rufen und geboten ihnen, überhaupt nicht mehr in dem Namen Jesus zu reden noch zu lehren.
Aber Petrus und Johannes antworteten ihnen und sprachen: Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott!
Denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben!
Sie aber drohten ihnen noch weiter und ließen sie frei, weil sie wegen des Volkes keinen Weg fanden, sie zu bestrafen; denn alle priesen Gott über dem, was geschehen war.
Der Mensch, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war, war nämlich über 40 Jahre alt.

Petrus und Johannes mussten sich also einem Verhör stellen, und auch hier hat Petrus wieder Jesus bezeugt. Den Obersten gefällt das überhaupt nicht, denn sie wollen nicht, dass der Glaube an Jesus bekannt wird. Aber andererseits konnten die Obersten nicht wirklich etwas gegen Petrus und Johannes tun, so lange es den Obersten wichtig war, vor dem Volk als mehr oder weniger gerechte Menschen da zu stehen. Übrigens ist der Vers 12 ziemlich gut, denn Jesus hat selbst schon gesagt, dass er der einzige Weg zu Gott ist, und das Zitat von Petrus passt hervorragend zu dieser Verkündung, weil auch er uns darauf aufmerksam macht, dass wir durch keinen anderen Name gerettet werden können.

Schauen wir uns nun mal die nächsten Verse an! In Vers 23 bis 31 lesen wir:

Als sie aber freigelassen waren, kamen sie zu den Ihren und verkündeten alles, was die obersten Priester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten.
Und als sie es hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was darinnen ist.
Du hast durch den Mund deines Knechtes David gesagt: »Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges?
Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten versammeln sich miteinander gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten.«
Ja, wahrhaftig, gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, haben sich Herodes und Pontius Pilatus versammelt zusammen mit den Heiden und dem Volk Israel,
um zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt hatte, dass es geschehen sollte.
Und jetzt, Herr, sieh ihre Drohungen an und verleihe deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden,
indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, und dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus!
Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.

Grob zusammengefasst kann man also sagen, dass die Gemeinde hier ein Gebet spricht, um die Fähigkeit zu erhalten, das Wort Gottes richtig zu verkünden und dabei Jesus zu bekennen. Und eben diese Bitte wird auch sehr schnell erfüllt, denn der heilige Geist kommt auf viele Menschen, die ihn noch nicht hatten, und es entstand auch diesmal wieder eine wahrnehmbare Kraftwirkung, genau wie es schon in Kapitel 2 war. In Kapitel zwei geschah ein starker Wind und diesmal geschah eine Art Erschütterung ihres Hauses, als der heilige Geist auf sehr viele Menschen gleichzeitig kam.

Als nächstes lesen wir die restlichen Verse, nämlich Vers 32 bis 37. Es steht geschrieben:

Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam.
Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war auf ihnen allen.
Es litt auch niemand unter ihnen Mangel; denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften
und legten ihn den Aposteln zu Füßen; und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war.
Joses aber, der von den Aposteln den Beinamen Barnabas erhalten hatte (das heißt übersetzt: »Sohn des Trostes«), ein Levit, aus Zypern gebürtig,
besaß einen Acker und verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.

An diesen Versen wird erkennbar, wie gut das Zusammenleben funktionierte und dass die Menschen bestens miteinander klar kamen. Das ist etwas ziemlich Besonderes, wenn man bedenkt, dass die Gemeinde ja schon mehr als 5000 Männer umfasste. Diese vielen Menschen hatten alle die selben Erkenntnisse und folgten den selben Geboten, ohne dass auch nur ein einziger davon abweichen wollte. Und alle schienen damit zufrieden zu sein, was nicht zuletzt auch an der Wirkung des heiligen Geistes gelegen hat, denke ich.
Heutzutage kann man sich eine solche Art der Gemeinschaft vermutlich gar nicht mehr vorstellen, weil heute die Menschen immer nur miteinander streiten und der Meinung sind, selbst immer alles über den Haufen werfen zu müssen, was geboten ist, weil sie denken, es besser zu wissen als jeder andere. Von dem Zustand, den die Gemeinde damals genießen durfte, kann man heutzutage nur noch träumen.

Und mit diesen Gedanken endet dieser zweite Teil über die Apostelgeschichte. In weiteren Videos werden die anderen Kapitel auch noch behandelt.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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