Text zu "Wir studieren die Apostelgeschichte Kap. 10 und 11"

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Dieses Video ist eines von den Videos, in denen wir uns die Texte näher anschauen, die in der Apostelgeschichte stehen. Heute geht es um die Kapitel 10 und 11.

In den Versen 1 bis 8 von Kapitel 10 steht geschrieben:

In Cäsarea lebte aber ein Mann namens Kornelius, ein Hauptmann der Schar, die man »die Italische« nennt;
der war fromm und gottesfürchtig mit seinem ganzen Haus und gab dem Volk viele Almosen und betete ohne Unterlass zu Gott.
Der sah um die neunte Stunde des Tages in einem Gesicht deutlich einen Engel Gottes zu ihm hereinkommen, der zu ihm sprach: Kornelius!
Er aber blickte ihn an, erschrak und sprach: Was ist, Herr? Er sprach zu ihm: Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgekommen vor Gott, sodass er ihrer gedacht hat!
Und nun sende Männer nach Joppe und lass Simon holen mit dem Beinamen Petrus.
Dieser ist zu Gast bei einem Gerber Simon, dessen Haus am Meer liegt; der wird dir sagen, was du tun sollst!
Als nun der Engel, der mit Kornelius redete, hinweggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen gottesfürchtigen Kriegsknecht von denen, die stets um ihn waren
und erzählte ihnen alles und sandte sie nach Joppe.

Besonders ist hierbei die Tatsache, dass Kornelius ein Heide ist, aber eben einer, der Gott sucht, sehr viel betet und Almosen gibt. Und so begegnet diesem Mensch ein Engel des Höchsten und schickt ihn zu Petrus, welcher immernoch in der Stadt Joppe war, wie wir es im vorigen Kapitel gelesen haben. Schauen wir uns nun mal die nächsten Verse an!

In Vers 9 bis 18 lesen wir:

Am folgenden Tag aber, als jene auf dem Weg waren und sich der Stadt näherten, stieg Petrus auf das Dach, um zu beten, etwa um die sechste Stunde.
Da wurde er sehr hungrig und wollte essen. Während man aber etwas zubereitete, kam eine Verzückung über ihn.
Und er sah den Himmel geöffnet und ein Gefäß zu ihm herabkommen, wie ein großes, leinenes Tuch, das an vier Enden gebunden war und auf die Erde niedergelassen wurde;
darin waren all die vierfüßigen Tiere der Erde und die Raubtiere und die kriechenden Tiere und die Vögel des Himmels.
Und eine Stimme sprach zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte und iss!
Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines gegessen!
Und eine Stimme sprach wiederum, zum zweiten Mal, zu ihm: Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein!
Dies geschah dreimal, und dann wurde das Gefäß wieder in den Himmel hinaufgezogen.
Als aber Petrus bei sich selbst ganz ungewiss war, was das Gesicht bedeuten solle, das er gesehen hatte, siehe, da standen die von Kornelius abgesandten Männer, die das Haus Simons erfragt hatten, am Toreingang;
und sie riefen und erkundigten sich, ob Simon mit dem Beinamen Petrus hier zu Gast sei.

Bei diesem Gesicht, das Petrus sah, soll ihm begreiflich gemacht werden, dass Gott auch die Heiden durch Jesus reinigen und somit retten will. Denn bis zum jetzigen Zeitpunkt haben wir ja immer nur davon gelesen, wie die Apostel das jüdische Volk lehrten, weil Jesus der Messias der Juden war und ist, auf den sie gewartet haben. Und Petrus war daran gewöhnt, mit Menschen keinen Umgang zu pflegen, die keine gesetzestreuen Israeliten waren. Weil nämlich die Israeliten, hauptsächlich die Juden, die Thora einhalten, welche das Gesetz Gottes ist, sollen sie sich als etwas Höheres sehen, als es die Menschen sind, die der Thora nicht folgen, sondern die Götzen anbeten und Unzucht treiben und was weiß ich nicht alles sonst noch. Denn dies war bei den Heidenvölkern damals an der Tagesordnung. Man könnte nun in Zweifel geraten, ob das heutzutage in unserer Gesellschaft anders geworden ist oder nicht.
Aber jedenfalls stehen die ganzen Tiere aus dem Gesicht für die Heidenvölker, und es geht nicht unbedingt um Schlachtung, sondern darum, dass Petrus etwas annehmen soll, was bisher als unrein und gemein betrachtet werden musste, nämlich jene Menschen aus den Heidenvölkern, die Gott suchen. Denn wer vor dieser Zeit die Thora nicht halten wollte und somit nicht zu Israel gehörte, der war automatisch verstoßen. Ein Fremdling musste sich damals beschneiden lassen und die ganze Thora halten, wenn er den Gott der Israeliten anbeten wollte, welcher wohlgemerkt der Erschaffer aller Dinge ist. Eben deshalb reagierte auch Jesus damals abweisend gegenüber einer fremden Frau, die nicht unter der Thora steht, und hat betont, dass er wegen Israel gesandt wurde. Nun aber soll sich daran offensichtlich etwas ändern.

In den Versen 19 bis 23 steht:

Während nun Petrus über das Gesicht nachdachte, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich!
Darum steh auf, steige hinab und ziehe ohne Bedenken mit ihnen, denn ich habe sie gesandt!
Da ging Petrus zu den Männern hinab, die von Kornelius zu ihm gesandt worden waren, und sprach: Siehe, ich bin der, den ihr sucht. Was ist der Grund für euer Kommen?
Sie aber sprachen: Kornelius, der Hauptmann, ein gerechter und gottesfürchtiger Mann, der ein gutes Zeugnis hat bei dem ganzen Volk der Juden, hat von einem heiligen Engel die Weisung erhalten, dich in sein Haus holen zu lassen, um Worte von dir zu hören.
Da rief er sie herein und beherbergte sie. Am folgenden Tag aber zog Petrus mit ihnen, und etliche Brüder von Joppe gingen mit ihm.

Petrus erhielt also die Anweisung durch den heiligen Geist, mit den Männern mitzugehen. Und er war ein wenig zögerlich, weil es sich hier um einen Hauptmann aus einem fremden Volk handelte, aber letztlich sehen wir, dass er doch dem heiligen Geist mehr vertraute als seinen weltlichen Ängsten. Er weiß zwar noch gar nicht, was der Heide Kornelius gesehen hatte, aber er geht am folgenden Tag trotzdem mit den Männern zu ihm.

Weiter lesen wir in Vers 24 bis 33:

Und am anderen Tag kamen sie nach Cäsarea. Kornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und seine vertrauten Freunde zusammengerufen.
Als nun Petrus gerade hineinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm.
Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf; auch ich bin ein Mensch!
Und während er sich mit ihm unterredete, ging er hinein und fand viele versammelt.
Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Angehörigen eines anderen Volkes zu verkehren oder sich ihm zu nahen; doch mir hat Gott gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll.
Darum bin ich auch ohne Widerrede gekommen, als ich hergerufen wurde. Und nun frage ich: Aus welchem Grund habt ihr mich gerufen?
Und Kornelius sprach: Vor vier Tagen fastete ich bis zu dieser Stunde, und ich betete um die neunte Stunde in meinem Haus. Und siehe, da stand ein Mann in glänzender Kleidung vor mir
und sprach: Kornelius, dein Gebet ist erhört, und deiner Almosen ist vor Gott gedacht worden!
Darum sende nach Joppe und lass Simon mit dem Beinamen Petrus holen; dieser ist zu Gast im Haus Simons, eines Gerbers, am Meer; der wird zu dir reden, wenn er kommt.
Da sandte ich auf der Stelle zu dir, und du hast wohl daran getan zu kommen. So sind wir nun alle gegenwärtig vor dem Angesicht Gottes, um alles zu hören, was dir von Gott aufgetragen ist!

Ganz besonders vorbildlich verhält sich Petrus in dem Moment, wo Kornelius niederfällt und ihm huldigen will. Petrus richtet ihn auf und spricht, dass er auch nur ein Mensch ist. Ganz genau so gehört sich das für einen echten Jesus-Nachfolger.
Nun sind also alle bei Kornelius versammelt, und Petrus erfährt, warum er gerufen wurde. Schauen wir uns mal an, was Petrus trotz seiner anfänglichen Zurückhaltung dazu zu sagen hat!

In den restlichen Versen des Kapitels steht geschrieben:

Da tat Petrus den Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht,
sondern dass in jedem Volk derjenige ihm angenehm ist, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt!
Das Wort, das er den Kindern Israels gesandt hat, indem er Frieden verkünden ließ durch Jesus Christus – welcher Herr über alle ist,
ihr kennt es; das Zeugnis, das sich durch ganz Judäa verbreitet hat und in Galiläa anfing nach der Taufe, die Johannes verkündigte:
wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.
Und wir sind Zeugen alles dessen, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie getötet, indem sie ihn ans Holz hängten.
Diesen hat Gott auferweckt am dritten Tag und hat ihn offenbar werden lassen,
nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott vorher erwählten Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben nach seiner Auferstehung aus den Toten.
Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen, dass Er der von Gott bestimmte Richter der Lebendigen und der Toten ist.
Von diesem legen alle Propheten Zeugnis ab, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden empfängt.
Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.
Und alle Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich vor Staunen, dass die Gabe des Heiligen Geistes auch über die Heiden ausgegossen wurde.
Denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott hochpreisen. Da ergriff Petrus das Wort:
Kann auch jemand diesen das Wasser verwehren, dass sie nicht getauft werden sollten, die den Heiligen Geist empfangen haben gleichwie wir?
Und er befahl, dass sie getauft würden im Namen des Herrn. Da baten sie ihn, etliche Tage zu bleiben.

Hier passiert wirklich etwas äußerst Spektakuläres. Noch während Petrus redet, tauft Jesus plötzlich die Heiden mit dem heiligen Geist. Das muss echt erstaunlich gewesen sein. Versucht euch das mal vorzustellen: Ihr sitzt mit potenziell gläubigen Menschen in der Runde, und ihr gebt euch Mühe, sie richtig über den Glaube aufzuklären, obwohl ihr selber gar nicht sicher seid, inwiefern das auch angenommen wird, was ihr redet. Und plötzlich geschieht eine Geistwirkung und eure Zuhörer fangen an, in fremden Sprachen zu singen und Gott zu loben. Also ich kann mir schon vorstellen, dass man sowas nicht jeden Tag erlebt, und dass es enorm beeindruckend, aber auch ein bisschen verwunderlich gewesen sein muss. Da würden viele sich fragen: Was ist denn hier los!?
Stellt euch mal vor, ein paar lauwarme Christen aus der heutigen Zeit erzählen ein paar Ungläubigen von Jesus, und plötzlich geschieht das selbe, was in diesem Text auch passiert!
Die lauwarmen Christen würden vermutlich durchdrehen vor lauter Schrecken und aus dem Haus flüchten, weil sie meinen würden, die Leute, die in Sprachen singen, um Gott zu loben, seien vom Teufel besessen oder so.
Aber mit Sicherheit können lauwarme Christen so viel predigen, wie sie wollen, während sie kein einziges Mal so etwas erleben werden, da sie ja gar keinen lebendigen Glaube in ihren Herzen haben. Und wo kein Glaube ist, da ist auch keine Kraft.

Jedenfalls erkennt Petrus an dieser Sache deutlich, dass er seine Mission bisher nicht richtig verstanden hatte. Bisher glaubte Petrus vermutlich, er müsse die ganze Schöpfung nach Juden durchsuchen, weil die Juden ja in alle denkbaren Länder versprengt sind, um jedem Jude, den er trifft, von Jesus zu erzählen. Nun aber wird ihm klar, was Jesus gemeint hat, als er sagte, dass der ganzen Schöpfung das Evangelium verkündet werden muss. Wenn Jesus die ganze Schöpfung nennt, dann meint er damit auch buchstäblich die ganze Schöpfung. Sowohl Juden als auch Nicht-Juden. Und weil diese Erkenntnis bei Petrus aufkam, lässt er die Heiden taufen, weil Petrus ja genau weiß, dass ein Mensch getauft sein muss, um wirklich gerettet zu werden.

Da nun aber dieses Ereignis mit Sicherheit sehr große Verunsicherung bei allen gläubig gewordenen Juden in Jerusalem auslösen würde, die selber nicht mit eigenen Augen sahen, was geschah, ist es keine sonderlich große Überraschung, dass Petrus wegen dieser Sache in Streitgespräche verwickelt wird. Wir lesen nämlich Folgendes in Kapitel 11, Vers 1 bis 18:

Und die Apostel und die Brüder, die in Judäa waren, hörten, dass auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hatten.
Und als Petrus nach Jerusalem hinaufkam, machten die aus der Beschneidung ihm Vorwürfe
und sprachen: Zu unbeschnittenen Männern bist du hineingegangen und hast mit ihnen gegessen!
Da begann Petrus und erzählte ihnen alles der Reihe nach und sprach:
Ich war in der Stadt Joppe und betete; da sah ich in einer Verzückung ein Gesicht: Ein Gefäß kam herab, wie ein großes, leinenes Tuch, das an vier Enden vom Himmel herabgelassen wurde, und es kam bis zu mir.
Als ich nun hineinblickte und es betrachtete, sah ich die vierfüßigen Tiere der Erde und die Raubtiere und die kriechenden Tiere und die Vögel des Himmels.
Und ich hörte eine Stimme, die zu mir sprach: Steh auf, Petrus, schlachte und iss!
Ich aber sprach: Keineswegs, Herr! Denn nie ist etwas Gemeines oder Unreines in meinen Mund gekommen!
Aber eine Stimme vom Himmel antwortete mir zum zweiten Mal: Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein!
Dies geschah aber dreimal; und alles wurde wieder in den Himmel hinaufgezogen.
Und siehe, in dem Augenblick standen vor dem Haus, in dem ich war, drei Männer, die aus Cäsarea zu mir gesandt worden waren.
Und der Geist sprach zu mir, ich solle ohne Bedenken mit ihnen ziehen. Es kamen aber auch diese sechs Brüder mit mir, und wir gingen in das Haus des Mannes hinein.
Und er berichtete uns, wie er den Engel in seinem Haus stehen sah, der zu ihm sagte: Sende Männer nach Joppe und lass Simon mit dem Beinamen Petrus holen;
der wird Worte zu dir reden, durch die du gerettet werden wirst, du und dein ganzes Haus.
Als ich aber zu reden anfing, fiel der Heilige Geist auf sie, gleichwie auf uns am Anfang.
Da gedachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden.
Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe verliehen hat wie auch uns, nachdem sie an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind, wer war ich denn, dass ich Gott hätte wehren können?
Als sie aber das hörten, beruhigten sie sich und priesen Gott und sprachen: So hat denn Gott auch den Heiden die Buße zum Leben gegeben!

Hier erkennen wir, wie Petrus in Ruhe und Sanftmut der Reihe nach erzählte, wie er dazu kam, die Heiden zu besuchen. Und die Männer merken, dass Petrus die Wahrheit sagt, werden ruhig und fügen sich erstaunt dem Wille Gottes, weil sie entgegen ihrer persönlichen Erwartung merken, dass Gottes Gnade sich von nun an sogar über die ganzen Heidenvölker erstreckt, wenn sie an Jesus glauben wollen.

In den nächsten Versen lesen wir etwas von anderen Menschen, die ebenfalls das Evangelium verkündigten. Folgendes steht geschrieben in den Versen 19 bis 26:

Die nun, welche sich zerstreut hatten seit der Verfolgung, die sich wegen Stephanus erhoben hatte, zogen bis nach Phönizien und Zypern und Antiochia und redeten das Wort zu niemand als nur zu Juden.
Unter ihnen gab es aber einige, Männer aus Zypern und Kyrene, die, als sie nach Antiochia kamen, zu den Griechischsprechenden redeten und ihnen das Evangelium von dem Herrn Jesus verkündigten.
Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und eine große Zahl wurde gläubig und bekehrte sich zum Herrn.
Es kam aber die Kunde von ihnen zu den Ohren der Gemeinde in Jerusalem, und sie sandten Barnabas, dass er hingehe nach Antiochia.
Und als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, mit festem Herzen bei dem Herrn zu bleiben;
denn er war ein guter Mann und voll Heiligen Geistes und Glaubens; und es wurde dem Herrn eine beträchtliche Menge hinzugetan.
Und Barnabas zog aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen,
und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es begab sich aber, dass sie ein ganzes Jahr zusammen in der Gemeinde blieben und eine beträchtliche Menge lehrten; und in Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.

Es waren also andere Prediger unterwegs, die selbst auch der Meinung waren, dass die frohe Botschaft von Jesus Christus nur für die Juden bestimmt sei.
Aber es sieht so aus, als wären die Heiden vor Ort neugierig geworden und wollten wissen, worüber die Leute da reden, und es waren Menschen, die die griechische Sprache redeten. Und weil glücklicherweise einige der Prediger selber auch griechisch sprechen konnten, erzählten sie den neugierig gewordenen Heiden von Jesus, und dies nutzte Jesus aus, um erneut durch die Wirkung des Geistes anzuzeigen, dass Jesus nicht nur für die Juden allein der Retter ist, sondern dass Jesus als Retter für die gesamte Menschheit gegeben wurde. Und um sicherzustellen, dass die Heiden dann auch ausreichend belehrt werden, was Jesus alles sagte und inwiefern das mit den jüdischen Lehren zusammenhängt, deshalb wurde Barnabas zu ihnen geschickt, und Paulus gesellte sich ebenfalls hinzu.
Und hier erfanden die Leute aus der Gegend dann auch ein Wort, mit dem sie Menschen beschreiben wollten, die an Jesus gläubig geworden sind. Diese bezeichnete man dort zuerst als Christen, weil sie an den Christus Gottes, nämlich an den auferstandenen Jesus von Nazareth glauben. Und wir wissen, dass dieser Begriff bis zum heutigen Tag überlebt hat, denn auch heutzutage werden Menschen als Christen bezeichnet, die sich in irgendeiner Weise zu Jesus bekennen.

Schauen wir uns nun auch mal noch die restlichen Verse von Kapitel 11 an!

In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem herab nach Antiochia.
Und einer von ihnen, mit Namen Agabus, trat auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot an, die über den ganzen Erdkreis kommen sollte; diese trat dann auch ein unter dem Kaiser Claudius.
Da beschlossen die Jünger, dass jeder von ihnen gemäß seinem Vermögen den Brüdern, die in Judäa wohnten, eine Hilfeleistung senden solle;
das taten sie auch und sandten sie an die Ältesten durch die Hand von Barnabas und Saulus.

An diesem Text erkennen wir vordergründig, wie bereitwillig die Heiden aus Antiochia die Juden als eigene Brüder annehmen, und sie sandten ihnen sogar Hilfeleistungen. Es hätte theoretisch passieren können, dass eine Spaltung in der christlichen Gemeinde geschieht, nämlich dass die an Jesus gläubigen Juden eine Gruppe für sich bilden, und die an Jesus gläubigen Heiden ebenso eine eigene Gruppe. Aber dazu kam es nicht, sondern die Menschen waren wie ein Herz und eine Seele, ungeachtet ihrer Herkunft. Und auch die fern wohnenden Brüder vom Land Judäa wurden von den Heiden aus Antiochia als Brüder betrachtet. Das ist ziemlich bemerkenswert. Wenn wir eine Sache daraus lernen können, dann wohl an ehesten, dass die Herkunft eines Menschen völlig egal ist, weil wir durch Jesus Christus alle wie eine ganz große Familie sind, in der man sich gegenseitig unterstützt und einander nicht im Elend zurücklässt.

Und mit diesen Worten endet unsere heutige Studie. Die anderen Kapitel der Apostelgeschichte schauen wir uns in separaten Videos an.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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