Text zu "Wir studieren die Apostelgeschichte (Kap. 12 bis 14)"

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Dieses Video gehört zu den Videos, die dem näheren Betrachten der Apostelgeschichte dienen. Wir schauen uns heute die Kapitel 12, 13 und 14 etwas näher an.

In Kapitel 12 lesen wir von sehr ärgerlichen Ereignissen, die wiedereinmal von einem Machthaber auf Erden ausgehen, nämlich von den König Herodes. Es steht geschrieben in den Versen 1 bis 6:

Um jene Zeit aber legte der König Herodes Hand an etliche von der Gemeinde, um sie zu misshandeln.
Und er tötete Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert.
Und als er sah, dass das den Juden gefiel, fuhr er fort und nahm auch Petrus gefangen. Es waren aber die Tage der ungesäuerten Brote.
Und als er ihn festgenommen hatte, warf er ihn ins Gefängnis und übergab ihn vier Abteilungen von je vier Kriegsknechten zur Bewachung, in der Absicht, ihn nach dem Passah dem Volk vorzuführen.
So wurde Petrus nun im Gefängnis bewacht; von der Gemeinde aber wurde unablässig für ihn zu Gott gebetet.
Als nun Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Kriegsknechten, mit zwei Ketten gebunden; und Wächter vor der Tür bewachten das Gefängnis.

Hier lesen wir davon, dass der treue Apostel Jakobus von König Herodes ohne einen trifftigen Grund mal eben ermordet wurde. Das ist einfach nur zum Kotzen! Was bildet sich dieser Typ eigentlich dabei ein, einen Mann Gottes einfach so niederzustrecken? Er hat nicht den geringsten Grund dazu gehabt, sonst wäre es wohl hier aufgeführt. Und wenn ihr mich nun fragt, warum er das überhaupt getan hat, so muss ich sagen:
Vermutlich, um den jenigen Juden zu imponieren, die nicht an Jesus glauben wollten.

Und er wird auch noch durch die Volksmenge angeheizt, darum begeht er gleich die nächste Schandtat, indem er Petrus grundlos ins Gefängnis sperren lässt, um ihn später vorzuführen.
Wer weiß, was Petrus in diesem Moment gedacht hat, als er im Gefängnis saß? Hat er Angst gehabt, dass Gott ihn verworfen hat und Jesus ihn sterben lässt, oder hat er viel gebetet und darauf vertraut, dass es eine Rettung geben wird?
Davon lesen wir leider nichts, aber wir lesen, was geschah, während Petrus im Gefängnis hockte und nicht wusste, wie es nun weitergehen wird. Wenn wir nämlich ab Vers 7 weiterlesen, erblicken wir folgende Worte:

Und siehe, ein Engel des Herrn trat hinzu, und ein Licht erglänzte in dem Raum. Er weckte aber Petrus durch einen Schlag an die Seite und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von den Händen.
Und der Engel sprach zu ihm: Umgürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und jener spricht zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir!
Und er ging hinaus und folgte ihm und wusste nicht, dass es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah, sondern er meinte ein Gesicht zu sehen.
Als sie aber durch die erste und die zweite Wache hindurchgegangen waren, kamen sie zu dem eisernen Tor, das zur Stadt führt, und dieses öffnete sich ihnen von selbst. Und sie traten hinaus und gingen eine Gasse weit, und mit einem Mal verließ ihn der Engel.
Da kam Petrus zu sich und sprach: Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich errettet hat aus der Hand des Herodes und von allem, was das jüdische Volk erhoffte!
Und er besann sich und ging zum Haus der Maria, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen Markus, wo viele versammelt waren und beteten.

Interessant ist, dass Petrus glaubte, er würde das alles nur träumen. Und dann merkte er, dass es doch Wirklichkeit ist und dass er tatsächlich durch einen heiligen Engel Gottes aus dem Gefängnis befreit wurde, mitten in der Nacht. Und wir lesen auch davon, dass viele Gläubige versammelt waren und die ganze Zeit ununterbrochen für Petrus beteten. Schauen wir nun mal, wie diese Leute reagieren, als Petrus plötzlich an ihre Tür klopft.

Von Vers 13 bis Vers 17 lesen wir Folgendes:

Als nun Petrus an die Haustür klopfte, kam eine Magd namens Rhode herbei, um zu horchen.
Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, machte sie vor Freude die Türe nicht auf, sondern lief hinein und meldete, Petrus stehe vor der Tür.
Sie aber sprachen zu ihr: Du bist nicht bei Sinnen! Aber sie bestand darauf, dass es so sei. Da sprachen sie: Es ist sein Engel!
Petrus aber fuhr fort zu klopfen; und als sie öffneten, sahen sie ihn und erstaunten sehr.
Er gab ihnen aber mit der Hand ein Zeichen, dass sie schweigen sollten, und erzählte ihnen, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis geführt hatte. Er sprach aber: Meldet dies dem Jakobus und den Brüdern! Und er ging hinaus und zog an einen anderen Ort.

Wir merken, dass Petrus von einem Jakobus redet, obwohl wir ja weiter oben gelesen haben, dass Jakobus ermordet wurde. Das macht insofern Sinn, dass mehrere Menschen damals den Name hatten, der auf deutsch Jakobus lautet. Es gab viele Männer, die den Name Jakobus hatten, und auch viele Männer, die den Name Johannes hatten, und viele Männer, die den Name Judas hatten, und auch der Name Simon war damals sehr beliebt, weswegen viele Eltern ihre Knaben so nannten. Und eben weil das so ist, wird meistens auch zu dem Name noch dazu geschrieben, wie dessen Vater hieß oder welchen Name die leiblichen Brüder hatten, weil man ansonsten die Männer gar nicht auseinander halten könnte, die alle den gleichen Vorname haben.
Jedenfalls sind die Gläubigen sehr überrascht und wollen zuerst gar nicht glauben, dass es wirklich Petrus ist, der vor der Tür steht. Dabei gibt es sogar eine Reaktion, die sehr verunsichernd wirkt. Denn weil die Gläubigen nicht davon ausgehen, es würde tatsächlich Petrus vor der Tür stehen, sagen sie: Es ist sein Engel.
Wie hat man sich das vorzustellen? Soll das etwa bedeuten, dass jeder von uns einen Engel hat, der uns ähnlich sieht? Also das wäre schon ein wenig eigenartig. Vielleicht meinen die Leute mehr, dass ein Engel da ist, welcher ein Aussehen angenommen hat, das dem von Petrus ähnlich ist.
Interessant ist auch, dass Petrus sich ihnen zeigt, um ihnen zu befehlen, den Brüdern über seine Befreiung Bericht zu erstatten, und dann geht er hinaus an einen anderen Ort. Leider erfahren wir nicht, wohin er ging, aber wenigstens ist er wieder frei.

Weiter steht geschrieben in den Versen 18 und 19:

Als es nun Tag geworden war, entstand eine nicht geringe Bestürzung unter den Kriegsknechten, was wohl aus Petrus geworden sei.
Als aber Herodes nach ihm verlangte und ihn nicht fand, verhörte er die Wachen und ließ sie zur Hinrichtung abführen. Und er ging aus Judäa nach Cäsarea hinab und hielt sich dort auf.

Hier werden also die Gefängniswächter mit dem Tod bestraft, die keine Ahnung haben, wie Petrus entkommen konnte. Solche unbarmherzigen Vorgehensweisen waren damals ja leider gar nichts Besonderes.
Es ist wohl eine peinliche Angelegenheit für Herodes, wenn es im Volk bekannt wird, dass einer seiner Gefangenen mal eben aus dem Gefängnis heraus spaziert ist. Vermutlich verlässt Herodes eben deshalb das Land Judäa und geht woanders hin, weil er nicht erleben will, wie sich das Volk über ihn lustig macht. Manch anderer Herrscher würde aus Eitelkeit ebenso handeln, dass er das Land verlässt, bis sprichwörtliches Gras über die Sache gewachsen ist, und dann kommt er wieder zurück.

Lasst uns nun mal ein weiteres Ereignis aus dem Leben von Herodes betrachten, das nicht lange danach geschah!

In Vers 20 bis 23 lesen wir:

Herodes war aber erzürnt über die Bewohner von Tyrus und Zidon. Da kamen sie einmütig zu ihm, und nachdem sie Blastus, den Kämmerer des Königs, für sich gewonnen hatten, baten sie um Frieden, weil ihr Land von dem des Königs seine Nahrung erhielt.
Aber an einem bestimmten Tag zog Herodes ein königliches Gewand an und setzte sich auf den Richterstuhl und hielt eine Rede an sie.
Die Volksmenge aber rief ihm zu: Das ist die Stimme eines Gottes und nicht eines Menschen!
Sogleich aber schlug ihn ein Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab; und er verschied, von Würmern zerfressen.

Warum der König Herodes auf die Bewohner von Tyrus und Zidon sauer war, das wird auch diesmal nicht erwähnt, und ich habe leider selbst auch keine logische Idee. Wir merken aber, dass diese Leute ihre Nahrung aus dem Land kauften, das der König Herodes regierte. Und weil sie sich Sorgen um ihre Nahrungsmittelversorgung machen, versuchen sie irgendwie, ihn zu besänftigen, und dazu ist ihnen kein Mittel zu schäbig. Denn als Herodes zu ihnen redete, da waren die Menschen sogar durchgeknallt genug, um Herodes als einen Gott zu bezeichnen, weil sie meinten, sie könnten sich so bei ihm einschleimen, und er sei durch derartige Komplimente zu Gnade zu bewegen. Stattdessen passierte aber etwas ganz anderes, da wir ja wissen, dass Gott alles sieht und hört. Herodes wurde von bedürftigen Heuchlern Gott genannt, und er wehrte es nicht ab, sondern hatte nicht wirklich etwas dazu zu sagen, obwohl er eigentlich in dem Moment dazu aufgerufen war, sich selbst zu demütigen und Gott alle Ehre zu geben. Weil er aber dies nicht tat, sondern es möglicherweise sogar ernst genommen hat, was ihm ein Haufen Heuchler zurief, deshalb wurde es Gott endgültig zu bunt mit diesem Mann, und er sandte schließlich einen Engel, der die Aufgabe hatte, Herodes zu erschlagen.
Man möge nun denken, dass es mit Liebe gar nichts zu tun hat, irgendwen umzubringen, obwohl Gott selbst die Liebe sein soll, aber dazu kann ich euch nur eines sagen. Nämlich: Gott ist Liebe, aber Gott ist ebenfalls heilig. Und er lässt sich von niemandem auf der Nase herum tanzen, besonders nicht über längere Zeit. Und es war ja bei weitem nicht das erste Mal gewesen, dass Herodes eine höchst gotteslästerliche Entscheidung getroffen hatte.

Am besten machen wir nun mal mit den letzten zwei Versen des Kapitels weiter! Es steht geschrieben:

Das Wort Gottes aber breitete sich aus und mehrte sich.
Und Barnabas und Saulus kehrten von Jerusalem zurück, nachdem sie die Hilfeleistung ausgerichtet hatten, und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen Markus mit sich.

Ihr erinnert euch bestimmt, wie wir im vorigen Video am Ende von Kapitel 11 darauf aufmerksam wurden, dass die gläubig gewordenen Heiden aus Antiochia, wegen einer drohenden Hungersnot ein paar Gaben zu den Glaubensgeschwistern ins Land Judäa gesandt hatten. Barnabas und Saulus waren die beiden, die diese Gaben auslieferten, und nun erfahren wir in diesen gerade gelesenen Versen davon, dass alles soweit geklappt hatte und sie wieder zurück nach Antiochia kamen.

In Kapitel 13 wird dann Folgendes erzählt in den Versen 1 bis 3:

Und in Antiochia waren in der dortigen Gemeinde einige Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manahen, der mit dem Vierfürsten Herodes erzogen worden war, und Saulus.
Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe!
Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.

Hier wird also durch den heiligen Geist der Befehl erteilt, dass Saulus und Barnabas auf eine Art Missionsreise gehen sollen, um noch mehr Leuten von Jesus zu erzählen. Und da sie gehorsam sind, tun sie dies auch, nachdem ihre Glaubensbrüder für sie gebetet haben.

Schauen wir mal, wohin es die beiden verschlagen hat und was sie dabei erlebten!

Folgendes steht geschrieben in den Versen 4 bis 13:

Diese nun, ausgesandt vom Heiligen Geist, zogen hinab nach Seleucia und fuhren von dort mit dem Schiff nach Zypern.
Und als sie in Salamis angekommen waren, verkündigten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden. Sie hatten aber auch Johannes als Diener.
Und als sie die Insel bis nach Paphos durchzogen hatten, trafen sie einen Zauberer und falschen Propheten an, einen Juden namens Bar-Jesus,
der sich bei dem Statthalter Sergius Paulus aufhielt, einem verständigen Mann. Dieser ließ Barnabas und Saulus holen und wünschte das Wort Gottes zu hören.
Doch Elymas, der Zauberer (denn so wird sein Name übersetzt), leistete ihnen Widerstand und suchte den Statthalter vom Glauben abzuhalten.
Saulus aber, der auch Paulus heißt, voll Heiligen Geistes, blickte ihn fest an
und sprach: O du Sohn des Teufels, voll von aller List und aller Bosheit, du Feind aller Gerechtigkeit, wirst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verkehren?
Und nun siehe, die Hand des Herrn kommt über dich, und du wirst eine Zeit lang blind sein und die Sonne nicht sehen! Augenblicklich aber fiel Dunkel und Finsternis auf ihn, und er tappte umher und suchte Leute, die ihn führen könnten.
Als nun der Statthalter sah, was geschehen war, wurde er gläubig, betroffen von der Lehre des Herrn.
Paulus und seine Gefährten aber fuhren von Paphos ab und kamen nach Perge in Pamphylien; Johannes trennte sich jedoch von ihnen und kehrte nach Jerusalem zurück.

Hierbei sehen wir, dass Saulus künftig immer Paulus genannt wurde. Und wir erfahren auch, dass der gottlose Mensch aus Paphos, welcher sich fälschlicherweise als Prophet ausgab, einen eigenartigen Name hat. Man nannte ihn gemäß den hebräischen Wurzeln Bar-Jesus, was man übersetzt ins Deutsche ungefähr so einordnen könnte, dass dieser Name bedeutet:
»Ein Sohn von Josua«.
Und ins Griechische umgewandelt würde der Name anders lauten, nämlich gemäß der Schrift Elymas.
Der Jesus aber, an den wir glauben, hat mit diesem falschen Prophet gar nichts zu tun, denn wir glauben nicht an irgendeinen Bar-Jesus, sondern der Jesus, an den wir glauben, das ist Jesus von Nazareth, der Christus, der Sohn von Maria, die mit Joseph verheiratet wurde nach Jesu Geburt.
Jedenfalls ist dieser falsche Prophet logischerweise von einem bösen Geist angeleitet und will mit aller Kraft verhindern, dass der Statthalter Sergius über Jesus Christus aufgeklärt wird. Paulus aber weissagt im Geist, dass eine Blindheit auf ihn kommen wird, uns diese Weissagung tritt sogar innerhalb kürzester Zeit ein.
Das ist übrigens bemerkenswert: Blindheit scheint durch Gottes Wille zu kommen, denn Paulus wurde damals blind, weil Jesus das befohlen hat, und auch der falsche Prophet aus unserer aktuellen Geschichte wird blind, weil er das Werk Gottes aufhalten will. Es scheint so zu sein, dass Blindheit so eine Art Erziehungsmittel von Gott ist. Zumindest dürfte man, auch wenn an vielen schlimmen Dingen der Teufel schuld ist, die Erblindung von Menschen nicht gänzlich dem Teufel in die Schuhe schieben, da wir ja zum wiederholten Male sehen, dass sowas von Gott gewirkt wird.

Wir merken aber auch allgemein, dass die Apostel einen ziemlich weiten Weg zurücklegen mussten, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Und sie waren zu dritt, aber der Mann namens Johannes trennte sich nach einer Zeit einfach von ihnen und reiste zurück nach Jerusalem. Das ist wirklich schade, dass er nicht an der Seite von Barnabas und Paulus bleiben wollte. Barnabas und Paulus aber landeten in einer neuen Stadt, die heißt auch Antiochia, befindet sich jedoch in einem anderen Land als jene Stadt, in der sie früher schonmal waren. Und in dieser neuen Stadt begaben sie sich in eine Synagoge. Was dort geschah, das lesen wir in den nächsten Versen. Es steht geschrieben in Vers 14 bis 41:

Sie aber zogen von Perge weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien und gingen am Sabbattag in die Synagoge und setzten sich.
Und nach der Vorlesung des Gesetzes und der Propheten ließen die Obersten der Synagoge ihnen sagen: Ihr Männer und Brüder, wenn ihr ein Wort der Ermahnung an das Volk habt, so redet!
Da stand Paulus auf und gab ein Zeichen mit der Hand und sprach: Ihr israelitischen Männer, und die ihr Gott fürchtet, hört zu!
Der Gott dieses Volkes Israel erwählte unsere Väter und erhöhte das Volk, als sie Fremdlinge waren im Land Ägypten; und mit erhobenem Arm führte er sie von dort heraus.
Und er ertrug ihre Art etwa 40 Jahre lang in der Wüste;
und er vertilgte sieben Heidenvölker im Land Kanaan und teilte unter sie deren Land nach dem Los.
Und danach, während etwa 450 Jahren, gab er ihnen Richter bis zu Samuel, dem Propheten.
Und von da an begehrten sie einen König, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kis, einen Mann aus dem Stamm Benjamin, 40 Jahre lang.
Und nachdem er ihn abgesetzt hatte, erweckte er ihnen David zum König, von dem er auch Zeugnis gab und sprach: »Ich habe David gefunden, den Sohn des Isai, einen Mann nach meinem Herzen, der allen meinen Willen tun wird«.
Von dessen Samen hat nun Gott nach der Verheißung für Israel Jesus als Retter erweckt,
nachdem Johannes vor seinem Auftreten dem ganzen Volk Israel eine Taufe der Buße verkündigt hatte.
Als aber Johannes seinen Lauf vollendete, sprach er: Wer meint ihr, dass ich sei? Ich bin es nicht; doch siehe, es kommt einer nach mir, für den ich nicht gut genug bin, die Schuhe von seinen Füßen zu lösen!
Ihr Männer und Brüder, Söhne des Geschlechtes Abrahams, und die unter euch, die Gott fürchten, zu euch ist dieses Wort des Heils gesandt.
Denn die, welche in Jerusalem wohnen, und ihre Obersten haben diesen nicht erkannt und haben die Stimmen der Propheten, die an jedem Sabbat gelesen werden, durch ihren Urteilsspruch erfüllt.
Und obgleich sie keine Todesschuld fanden, verlangten sie doch von Pilatus, dass er hingerichtet werde.
Und nachdem sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn vom Holz herab und legten ihn in ein Grab.
Gott aber hat ihn aus den Toten auferweckt.
Und er ist mehrere Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm aus Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren, welche seine Zeugen sind vor dem Volk.
Und wir verkündigen euch das Evangelium, dass Gott die den Vätern zuteilgewordene Verheißung an uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte,
wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt«.
Dass er ihn aber aus den Toten auferweckte, sodass er nicht mehr zur Verwesung zurückkehren sollte, hat er so ausgesprochen: »Ich will euch die heiligen Gnadengüter Davids geben, die zuverlässig sind«.
Darum spricht er auch an einer anderen Stelle: »Du wirst nicht zulassen, dass dein Heiliger die Verwesung sieht«.
Denn David ist entschlafen, nachdem er seinem Geschlecht nach dem Willen Gottes gedient hat; und er ist zu seinen Vätern versammelt worden und hat die Verwesung gesehen.
Der aber, den Gott auferweckte, hat die Verwesung nicht gesehen.
So sollt ihr nun wissen, ihr Männer und Brüder, dass euch durch diesen Vergebung der Sünden verkündigt wird;
und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder gerechtfertigt, der glaubt.
So habt nun acht, dass nicht über euch kommt, was in den Propheten gesagt ist:
»Seht, ihr Verächter, und verwundert euch und werdet zunichte, denn ich tue ein Werk in euren Tagen, ein Werk, dem ihr nicht glauben würdet, wenn es euch jemand erzählte!«

Hier sitzen also Barnabas und Paulus ganz normal in einer Synagoge, und sie werden von dem Obersten gebeten, ein Wort der Ermahnung zu sprechen. Das ist natürlich eine ideale Gelegenheit, um von Jesus zu erzählen, weil dieser der Messias der Juden ist, und weil dieser nicht von ihnen abgelehnt werden sollte, so wie in früheren Zeiten die Israeliten auch immer so ziemlich alles ablehnten, wozu Gott sie ermahnen wollte.
Paulus hält eine große Rede über diese Wahrheit, und natürlich stützt er seine Erklärung auch auf reichlich Zitate aus dem alten Testament, sodass die Juden merken können, dass er hier keinen Unsinn redet.
Lasst uns mal schauen, wie auf die Rede von Paulus reagiert wird!

In Vers 42 bis 44 lesen wir:

Als aber die Juden aus der Synagoge gegangen waren, baten die Heiden darum, dass ihnen diese Worte auch am nächsten Sabbat verkündigt würden.
Nachdem aber die Synagogenversammlung sich aufgelöst hatte, folgten viele Juden und gottesfürchtige Proselyten dem Paulus und Barnabas nach, die zu ihnen redeten und sie ermahnten, bei der Gnade Gottes zu bleiben.
Am folgenden Sabbat aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören.

Man merkt daran, dass es zuerst eine sehr positive Reaktion gab, und das Interesse an der Verkündigung über den Sohn Gottes wurde groß. Allerdings war nicht alles schön. Das werden wir selbst bemerken, wenn wir die restlichen Verse des Kapitels lesen. Folgendes erfahren wir:

Als die Juden jedoch die Volksmenge sahen, wurden sie voll Eifersucht und widersetzten sich dem, was Paulus sagte, indem sie widersprachen und lästerten.
Da sagten Paulus und Barnabas freimütig: Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündigt werden; da ihr es aber von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht würdig achtet, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden.
Denn so hat uns der Herr geboten: »Ich habe dich zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du zum Heil seist bis an das Ende der Erde!«
Als die Heiden das hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und es wurden alle die gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren.
Das Wort des Herrn aber wurde durch das ganze Land getragen.
Aber die Juden reizten die gottesfürchtigen Frauen und die Angesehenen und die Vornehmsten der Stadt auf, und sie erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet.
Da schüttelten diese den Staub von ihren Füßen gegen sie und gingen nach Ikonium.
Die Jünger aber wurden voll Freude und Heiligen Geistes.

Es wird also wegen Eifersucht und sinnloser Streitsucht von vielen Juden plötzlich Widerstand geleistet, woraufhin sich Paulus und Barnabas ganz besonders an die Heiden wenden. Sehr herausragend ist hier der Vers 46, in welchem Paulus betont, dass die Juden durch ihr schlechtes und widerspenstiges Verhalten sich selbst verurteilen. Denn das wahrhaftige Wort Gottes und die frohe Botschaft werden ihnen extra erzählt, aber aufgrund von kleingeistigem, fleischlichem Blödsinn streiten sie dagegen. Damit geben sie von sich selbst das Zeugnis, dass sie keine Kinder Gottes sind. Denn wenn sie das wären, würden sie sich anders verhalten. Leider wurden die Widerstände aber so groß, dass Paulus und Barnabas verfolgt wurden, was wiedermal ein ziemliches Ärgernis ist. Darum mussten die beiden Apostel in ein anderes Land ziehen. Die jenigen aber, die gläubig geworden waren, erhielten offensichtlich Beistand durch den heiligen Geist, denn der kann weder verfolgt noch gesteinigt werden.

Schauen wir nun mal, wie sich der Aufenthalt in Ikonium gestaltete! Wir lesen folgende Worte in Kapitel 14 in Vers 1 bis 7:

Und es geschah in Ikonium, dass sie miteinander in die Synagoge der Juden gingen und derart redeten, dass eine große Menge von Juden und Griechen gläubig wurde.
Die Juden jedoch, die sich weigerten zu glauben, erregten und erbitterten die Gemüter der Heiden gegen die Brüder.
Doch blieben sie längere Zeit dort und lehrten freimütig im Vertrauen auf den Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab und Zeichen und Wunder durch ihre Hände geschehen ließ.
Aber die Volksmenge der Stadt teilte sich, und die einen hielten es mit den Juden, die anderen mit den Aposteln.
Als sich aber ein Ansturm der Heiden und Juden samt ihren Obersten erhob, um sie zu misshandeln und zu steinigen,
da bemerkten sie es und entflohen in die Städte Lykaoniens, Lystra und Derbe, und in die umliegende Gegend,
und sie verkündigten dort das Evangelium.

In Ikonium gab es also ebenfalls eine Spaltung unter dem ganzen Volk, während die einen für, die anderen aber gegen die Apostel waren. Allerdings waren die Widerstände eine Zeit lang zu verschmerzen und nahmen nicht überhand, doch dann kam der Tag, an dem auch die Widerständler aus dieser Stadt vorhatten, die Apostel zu steinigen, und die Apostel mussten gehen, genau so wie auch einige andere Gläubige, weil ihr Glaube nicht mehr geduldet wurde. Das ist dieser Verlauf, mit dem offensichtlich jeder Mensch rechnen muss, der das Evangelium verkündigt. Einige werden es annehmen, andere ablehnen. Und die jenigen, die es ablehnen, werden irgendwann gewalttätig werden, weswegen man immer zur Weiterreise bereit sein sollte. Darauf waren Paulus und Barnabas auch allezeit gefasst, und sie landeten als nächstes in einer römischen Stadt namens Lystra.
Ihr wisst ja bestimmt selbst, dass die Römer massenweise Götter erfunden haben, und dass die unaufhörlich Götzendienst betrieben haben. An einem solchen Ort von dem Sohn Gottes zu erzählen, und davon, dass Götzenanbetung ein Fehler ist, wäre bestimmt eine heikle Angelegenheit, weil man sich dadurch ja gegen die Kultur des Landes stellt. Wir werden aber merken, dass Paulus und Barnabas es trotzdem versuchen. Folgendes steht geschrieben in den Versen 8 bis 18:

Und in Lystra saß ein Mann mit gebrechlichen Füßen, der von Geburt an gelähmt war und niemals hatte gehen können.
Dieser hörte den Paulus reden; und als der ihn anblickte und sah, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden,
sprach er mit lauter Stimme: Steh aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.
Als aber die Volksmenge sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und sprachen auf Lykaonisch: Die Götter sind Menschen gleich geworden und zu uns herabgekommen!
Und sie nannten den Barnabas Zeus, den Paulus aber Hermes, weil er das Wort führte.
Und der Priester des Zeus, dessen Tempel sich vor ihrer Stadt befand, brachte Stiere und Kränze an die Tore und wollte samt dem Volk opfern.
Als aber die Apostel Barnabas und Paulus das hörten, zerrissen sie ihre Kleider, und sie eilten zu der Volksmenge, riefen
und sprachen: Ihr Männer, was tut ihr da? Auch wir sind Menschen, von gleicher Art wie ihr, und verkündigen euch das Evangelium, dass ihr euch von diesen nichtigen Götzen bekehren sollt zu dem lebendigen Gott, der den Himmel und die Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darin ist!
Er ließ in den vergangenen Generationen alle Heiden ihre eigenen Wege gehen;
und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen; er hat uns Gutes getan, uns vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und unsere Herzen erfüllt mit Speise und Freude.
Obgleich sie dies sagten, konnten sie die Menge kaum davon abbringen, ihnen zu opfern.

An dieser Erzählung merken wir, dass die Verkündung von Paulus und Barnabas sozusagen in gewisser Weise angenommen wurde.
Aber ganz gewiss nicht so, wie es richtig wäre. Die Leute von Lystra dachten, ihre eigenen Götzen hätten sich in Menschen verwandelt. Das ist schon ein bisschen albern.
Aber naja, man kann ihnen wohl keine Vorwürfe machen, da sie ja ihr Leben lang nie etwas Anderes kennengelernt hatten, als die römischen Götzenfiguren.
Paulus und Barnabas tun aber das einzig richtige in dieser Situation: Sie zerreißen ihre Kleider, als Zeichen des Entsetzens und der Selbsterniedrigung, weil sie auf keinen Fall Götter genannt werden wollen, sondern weil sie dem echten Gott alle Ehre geben wollen. Leider hat aber nichtmal das die Bürger von Lystra überzeugt.

Was als nächstes passierte, lesen wir in den Versen 19 und 20:

Es kamen aber aus Antiochia und Ikonium Juden herbei; die überredeten die Volksmenge und steinigten Paulus und schleiften ihn vor die Stadt hinaus in der Meinung, er sei gestorben.
Doch als ihn die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Und am folgenden Tag zog er mit Barnabas fort nach Derbe.

Hier ist etwas echt Heftiges passiert! Einige Leute aus den Städten, in denen Paulus schonmal war, kamen nach Lystra, um Paulus zu steinigen. Das ist wirklich übel. Und diese herzlosen Kreaturen haben ihn so lange gesteinigt, bis sie meinten, er sei tot. Aber zum Glück konnte er durch das Beten der anwesenden Jünger geheilt werden. Selbstverständlich reichte dieses Ereignis als Anlass aus, um langsam wieder die Heimreise anzutreten. In den restlichen Versen des Kapitels lesen wir darüber noch eine kurze Erzählung. Es steht geschrieben:

Und nachdem sie in dieser Stadt das Evangelium verkündigt und eine schöne Zahl Jünger gewonnen hatten, kehrten sie wieder nach Lystra und Ikonium und Antiochia zurück;
dabei stärkten sie die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu bleiben, und sagten ihnen, dass wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen.
Nachdem sie ihnen aber in jeder Gemeinde Älteste bestimmt hatten, befahlen sie sie unter Gebet und Fasten dem Herrn an, an den sie gläubig geworden waren.
Und sie durchzogen Pisidien und kamen nach Pamphylien.
Und nachdem sie in Perge das Wort verkündigt hatten, zogen sie hinab nach Attalia.
Und von dort segelten sie nach Antiochia, von wo aus sie der Gnade Gottes übergeben worden waren zu dem Werk, das sie nun vollbracht hatten.
Als sie aber angekommen waren und die Gemeinde versammelt hatten, erzählten sie, wie viel Gott mit ihnen getan hatte, und dass er den Heiden die Tür des Glaubens geöffnet hatte.
Sie verbrachten aber dort eine nicht geringe Zeit mit den Jüngern.

Sehr bemerkenswert ist hier, dass die Apostel bei ihrer Rückreise die Gläubigen darauf vorbereiteten, dass man zwangsläufig Anfechtungen und Bedrängnisse erleben wird, wenn man tatsächlich Jesus Christus nachfolgen will. Auf sowas muss jeder Gläubige im Herzen gefasst sein, und auch die Tapferkeit entwickeln, das aushalten zu können, denn es wird auf Dauer unvermeidbar sein.

Jedenfalls kamen Paulus und Barnabas wieder bis in die selbe Stadt Antiochia, von wo aus ihre Missionsreise begonnen hatte, und sie hatten den Glaubensgeschwistern vor Ort mit Sicherheit viel Interessantes zu berichten.

Und da wir nun bis zum Ende von Kapitel 14 gekommen sind, endet auch das heutige Video. Was in den ganzen anderen Kapiteln passiert, schauen wir uns in separaten Videos an.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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