Text zu "Wir studieren die Apostelgeschichte (Kap. 12 bis 14)"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=pxSNY9Sy620
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willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video gehört
zu den Videos, die dem näheren Betrachten der Apostelgeschichte
dienen. Wir schauen uns heute die Kapitel 12, 13 und 14 etwas näher
an.
In Kapitel 12 lesen
wir von sehr ärgerlichen Ereignissen, die wiedereinmal von einem
Machthaber auf Erden ausgehen, nämlich von den König Herodes. Es
steht geschrieben in den Versen 1 bis 6:
Um jene Zeit aber
legte der König Herodes Hand an etliche von der Gemeinde, um sie zu
misshandeln.
Und er tötete
Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert.
Und als er sah, dass
das den Juden gefiel, fuhr er fort und nahm auch Petrus gefangen. Es
waren aber die Tage der ungesäuerten Brote.
Und als er ihn
festgenommen hatte, warf er ihn ins Gefängnis und übergab ihn vier
Abteilungen von je vier Kriegsknechten zur Bewachung, in der Absicht,
ihn nach dem Passah dem Volk vorzuführen.
So wurde Petrus nun
im Gefängnis bewacht; von der Gemeinde aber wurde unablässig für
ihn zu Gott gebetet.
Als nun Herodes ihn
vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei
Kriegsknechten, mit zwei Ketten gebunden; und Wächter vor der Tür
bewachten das Gefängnis.
Hier lesen wir
davon, dass der treue Apostel Jakobus von König Herodes ohne einen
trifftigen Grund mal eben ermordet wurde. Das ist einfach nur zum
Kotzen! Was bildet sich dieser Typ eigentlich dabei ein, einen Mann
Gottes einfach so niederzustrecken? Er hat nicht den geringsten Grund
dazu gehabt, sonst wäre es wohl hier aufgeführt. Und wenn ihr mich
nun fragt, warum er das überhaupt getan hat, so muss ich sagen:
Vermutlich, um den
jenigen Juden zu imponieren, die nicht an Jesus glauben wollten.
Und er wird auch
noch durch die Volksmenge angeheizt, darum begeht er gleich die
nächste Schandtat, indem er Petrus grundlos ins Gefängnis sperren
lässt, um ihn später vorzuführen.
Wer weiß, was
Petrus in diesem Moment gedacht hat, als er im Gefängnis saß? Hat
er Angst gehabt, dass Gott ihn verworfen hat und Jesus ihn sterben
lässt, oder hat er viel gebetet und darauf vertraut, dass es eine
Rettung geben wird?
Davon lesen wir
leider nichts, aber wir lesen, was geschah, während Petrus im
Gefängnis hockte und nicht wusste, wie es nun weitergehen wird. Wenn
wir nämlich ab Vers 7 weiterlesen, erblicken wir folgende Worte:
Und siehe, ein Engel
des Herrn trat hinzu, und ein Licht erglänzte in dem Raum. Er weckte
aber Petrus durch einen Schlag an die Seite und sprach: Steh schnell
auf! Und die Ketten fielen ihm von den Händen.
Und der Engel sprach
zu ihm: Umgürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und
jener spricht zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir!
Und er ging hinaus
und folgte ihm und wusste nicht, dass es Wirklichkeit war, was durch
den Engel geschah, sondern er meinte ein Gesicht zu sehen.
Als sie aber durch
die erste und die zweite Wache hindurchgegangen waren, kamen sie zu
dem eisernen Tor, das zur Stadt führt, und dieses öffnete sich
ihnen von selbst. Und sie traten hinaus und gingen eine Gasse weit,
und mit einem Mal verließ ihn der Engel.
Da kam Petrus zu
sich und sprach: Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel
gesandt und mich errettet hat aus der Hand des Herodes und von allem,
was das jüdische Volk erhoffte!
Und er besann sich
und ging zum Haus der Maria, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen
Markus, wo viele versammelt waren und beteten.
Interessant ist,
dass Petrus glaubte, er würde das alles nur träumen. Und dann
merkte er, dass es doch Wirklichkeit ist und dass er tatsächlich
durch einen heiligen Engel Gottes aus dem Gefängnis befreit wurde,
mitten in der Nacht. Und wir lesen auch davon, dass viele Gläubige
versammelt waren und die ganze Zeit ununterbrochen für Petrus
beteten. Schauen wir nun mal, wie diese Leute reagieren, als Petrus
plötzlich an ihre Tür klopft.
Von Vers 13 bis Vers
17 lesen wir Folgendes:
Als nun Petrus an
die Haustür klopfte, kam eine Magd namens Rhode herbei, um zu
horchen.
Und als sie die
Stimme des Petrus erkannte, machte sie vor Freude die Türe nicht
auf, sondern lief hinein und meldete, Petrus stehe vor der Tür.
Sie aber sprachen zu
ihr: Du bist nicht bei Sinnen! Aber sie bestand darauf, dass es so
sei. Da sprachen sie: Es ist sein Engel!
Petrus aber fuhr
fort zu klopfen; und als sie öffneten, sahen sie ihn und erstaunten
sehr.
Er gab ihnen aber
mit der Hand ein Zeichen, dass sie schweigen sollten, und erzählte
ihnen, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis geführt hatte. Er sprach
aber: Meldet dies dem Jakobus und den Brüdern! Und er ging hinaus
und zog an einen anderen Ort.
Wir merken, dass
Petrus von einem Jakobus redet, obwohl wir ja weiter oben gelesen
haben, dass Jakobus ermordet wurde. Das macht insofern Sinn, dass
mehrere Menschen damals den Name hatten, der auf deutsch Jakobus
lautet. Es gab viele Männer, die den Name Jakobus hatten, und auch
viele Männer, die den Name Johannes hatten, und viele Männer, die
den Name Judas hatten, und auch der Name Simon war damals sehr
beliebt, weswegen viele Eltern ihre Knaben so nannten. Und eben weil
das so ist, wird meistens auch zu dem Name noch dazu geschrieben, wie
dessen Vater hieß oder welchen Name die leiblichen Brüder hatten,
weil man ansonsten die Männer gar nicht auseinander halten könnte,
die alle den gleichen Vorname haben.
Jedenfalls sind die
Gläubigen sehr überrascht und wollen zuerst gar nicht glauben, dass
es wirklich Petrus ist, der vor der Tür steht. Dabei gibt es sogar
eine Reaktion, die sehr verunsichernd wirkt. Denn weil die Gläubigen
nicht davon ausgehen, es würde tatsächlich Petrus vor der Tür
stehen, sagen sie: Es ist sein Engel.
Wie hat man sich das
vorzustellen? Soll das etwa bedeuten, dass jeder von uns einen Engel
hat, der uns ähnlich sieht? Also das wäre schon ein wenig
eigenartig. Vielleicht meinen die Leute mehr, dass ein Engel da ist,
welcher ein Aussehen angenommen hat, das dem von Petrus ähnlich ist.
Interessant ist
auch, dass Petrus sich ihnen zeigt, um ihnen zu befehlen, den Brüdern
über seine Befreiung Bericht zu erstatten, und dann geht er hinaus
an einen anderen Ort. Leider erfahren wir nicht, wohin er ging, aber
wenigstens ist er wieder frei.
Weiter steht
geschrieben in den Versen 18 und 19:
Als es nun Tag
geworden war, entstand eine nicht geringe Bestürzung unter den
Kriegsknechten, was wohl aus Petrus geworden sei.
Als aber Herodes
nach ihm verlangte und ihn nicht fand, verhörte er die Wachen und
ließ sie zur Hinrichtung abführen. Und er ging aus Judäa nach
Cäsarea hinab und hielt sich dort auf.
Hier werden also die
Gefängniswächter mit dem Tod bestraft, die keine Ahnung haben, wie
Petrus entkommen konnte. Solche unbarmherzigen Vorgehensweisen waren
damals ja leider gar nichts Besonderes.
Es ist wohl eine
peinliche Angelegenheit für Herodes, wenn es im Volk bekannt wird,
dass einer seiner Gefangenen mal eben aus dem Gefängnis heraus
spaziert ist. Vermutlich verlässt Herodes eben deshalb das Land
Judäa und geht woanders hin, weil er nicht erleben will, wie sich
das Volk über ihn lustig macht. Manch anderer Herrscher würde aus
Eitelkeit ebenso handeln, dass er das Land verlässt, bis
sprichwörtliches Gras über die Sache gewachsen ist, und dann kommt
er wieder zurück.
Lasst uns nun mal
ein weiteres Ereignis aus dem Leben von Herodes betrachten, das nicht
lange danach geschah!
In Vers 20 bis 23
lesen wir:
Herodes war aber
erzürnt über die Bewohner von Tyrus und Zidon. Da kamen sie
einmütig zu ihm, und nachdem sie Blastus, den Kämmerer des Königs,
für sich gewonnen hatten, baten sie um Frieden, weil ihr Land von
dem des Königs seine Nahrung erhielt.
Aber an einem
bestimmten Tag zog Herodes ein königliches Gewand an und setzte sich
auf den Richterstuhl und hielt eine Rede an sie.
Die Volksmenge aber
rief ihm zu: Das ist die Stimme eines Gottes und nicht eines
Menschen!
Sogleich aber schlug
ihn ein Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab; und er
verschied, von Würmern zerfressen.
Warum der König
Herodes auf die Bewohner von Tyrus und Zidon sauer war, das wird auch
diesmal nicht erwähnt, und ich habe leider selbst auch keine
logische Idee. Wir merken aber, dass diese Leute ihre Nahrung aus dem
Land kauften, das der König Herodes regierte. Und weil sie sich
Sorgen um ihre Nahrungsmittelversorgung machen, versuchen sie
irgendwie, ihn zu besänftigen, und dazu ist ihnen kein Mittel zu
schäbig. Denn als Herodes zu ihnen redete, da waren die Menschen
sogar durchgeknallt genug, um Herodes als einen Gott zu bezeichnen,
weil sie meinten, sie könnten sich so bei ihm einschleimen, und er
sei durch derartige Komplimente zu Gnade zu bewegen. Stattdessen
passierte aber etwas ganz anderes, da wir ja wissen, dass Gott alles
sieht und hört. Herodes wurde von bedürftigen Heuchlern Gott
genannt, und er wehrte es nicht ab, sondern hatte nicht wirklich
etwas dazu zu sagen, obwohl er eigentlich in dem Moment dazu
aufgerufen war, sich selbst zu demütigen und Gott alle Ehre zu
geben. Weil er aber dies nicht tat, sondern es möglicherweise sogar
ernst genommen hat, was ihm ein Haufen Heuchler zurief, deshalb wurde
es Gott endgültig zu bunt mit diesem Mann, und er sandte schließlich
einen Engel, der die Aufgabe hatte, Herodes zu erschlagen.
Man möge nun
denken, dass es mit Liebe gar nichts zu tun hat, irgendwen
umzubringen, obwohl Gott selbst die Liebe sein soll, aber dazu kann
ich euch nur eines sagen. Nämlich: Gott ist Liebe, aber Gott ist
ebenfalls heilig. Und er lässt sich von niemandem auf der Nase herum
tanzen, besonders nicht über längere Zeit. Und es war ja bei weitem
nicht das erste Mal gewesen, dass Herodes eine höchst
gotteslästerliche Entscheidung getroffen hatte.
Am besten machen wir
nun mal mit den letzten zwei Versen des Kapitels weiter! Es steht
geschrieben:
Das Wort Gottes aber
breitete sich aus und mehrte sich.
Und Barnabas und
Saulus kehrten von Jerusalem zurück, nachdem sie die Hilfeleistung
ausgerichtet hatten, und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen Markus
mit sich.
Ihr erinnert euch
bestimmt, wie wir im vorigen Video am Ende von Kapitel 11 darauf
aufmerksam wurden, dass die gläubig gewordenen Heiden aus Antiochia,
wegen einer drohenden Hungersnot ein paar Gaben zu den
Glaubensgeschwistern ins Land Judäa gesandt hatten. Barnabas und
Saulus waren die beiden, die diese Gaben auslieferten, und nun
erfahren wir in diesen gerade gelesenen Versen davon, dass alles
soweit geklappt hatte und sie wieder zurück nach Antiochia kamen.
In Kapitel 13 wird
dann Folgendes erzählt in den Versen 1 bis 3:
Und in Antiochia
waren in der dortigen Gemeinde einige Propheten und Lehrer, nämlich
Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und
Manahen, der mit dem Vierfürsten Herodes erzogen worden war, und
Saulus.
Als sie nun dem
Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir
Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe!
Da fasteten und
beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.
Hier wird also durch
den heiligen Geist der Befehl erteilt, dass Saulus und Barnabas auf
eine Art Missionsreise gehen sollen, um noch mehr Leuten von Jesus zu
erzählen. Und da sie gehorsam sind, tun sie dies auch, nachdem ihre
Glaubensbrüder für sie gebetet haben.
Schauen wir mal,
wohin es die beiden verschlagen hat und was sie dabei erlebten!
Folgendes steht
geschrieben in den Versen 4 bis 13:
Diese nun,
ausgesandt vom Heiligen Geist, zogen hinab nach Seleucia und fuhren
von dort mit dem Schiff nach Zypern.
Und als sie in
Salamis angekommen waren, verkündigten sie das Wort Gottes in den
Synagogen der Juden. Sie hatten aber auch Johannes als Diener.
Und als sie die
Insel bis nach Paphos durchzogen hatten, trafen sie einen Zauberer
und falschen Propheten an, einen Juden namens Bar-Jesus,
der sich bei dem
Statthalter Sergius Paulus aufhielt, einem verständigen Mann. Dieser
ließ Barnabas und Saulus holen und wünschte das Wort Gottes zu
hören.
Doch Elymas, der
Zauberer (denn so wird sein Name übersetzt), leistete ihnen
Widerstand und suchte den Statthalter vom Glauben abzuhalten.
Saulus aber, der
auch Paulus heißt, voll Heiligen Geistes, blickte ihn fest an
und sprach: O du
Sohn des Teufels, voll von aller List und aller Bosheit, du Feind
aller Gerechtigkeit, wirst du nicht aufhören, die geraden Wege des
Herrn zu verkehren?
Und nun siehe, die
Hand des Herrn kommt über dich, und du wirst eine Zeit lang blind
sein und die Sonne nicht sehen! Augenblicklich aber fiel Dunkel und
Finsternis auf ihn, und er tappte umher und suchte Leute, die ihn
führen könnten.
Als nun der
Statthalter sah, was geschehen war, wurde er gläubig, betroffen von
der Lehre des Herrn.
Paulus und seine
Gefährten aber fuhren von Paphos ab und kamen nach Perge in
Pamphylien; Johannes trennte sich jedoch von ihnen und kehrte nach
Jerusalem zurück.
Hierbei sehen wir,
dass Saulus künftig immer Paulus genannt wurde. Und wir erfahren
auch, dass der gottlose Mensch aus Paphos, welcher sich
fälschlicherweise als Prophet ausgab, einen eigenartigen Name hat.
Man nannte ihn gemäß den hebräischen Wurzeln Bar-Jesus, was man
übersetzt ins Deutsche ungefähr so einordnen könnte, dass dieser
Name bedeutet:
»Ein Sohn von
Josua«.
Und ins Griechische
umgewandelt würde der Name anders lauten, nämlich gemäß der
Schrift Elymas.
Der Jesus aber, an
den wir glauben, hat mit diesem falschen Prophet gar nichts zu tun,
denn wir glauben nicht an irgendeinen Bar-Jesus, sondern der Jesus,
an den wir glauben, das ist Jesus von Nazareth, der Christus, der
Sohn von Maria, die mit Joseph verheiratet wurde nach Jesu Geburt.
Jedenfalls ist
dieser falsche Prophet logischerweise von einem bösen Geist
angeleitet und will mit aller Kraft verhindern, dass der Statthalter
Sergius über Jesus Christus aufgeklärt wird. Paulus aber weissagt
im Geist, dass eine Blindheit auf ihn kommen wird, uns diese
Weissagung tritt sogar innerhalb kürzester Zeit ein.
Das ist übrigens
bemerkenswert: Blindheit scheint durch Gottes Wille zu kommen, denn
Paulus wurde damals blind, weil Jesus das befohlen hat, und auch der
falsche Prophet aus unserer aktuellen Geschichte wird blind, weil er
das Werk Gottes aufhalten will. Es scheint so zu sein, dass Blindheit
so eine Art Erziehungsmittel von Gott ist. Zumindest dürfte man,
auch wenn an vielen schlimmen Dingen der Teufel schuld ist, die
Erblindung von Menschen nicht gänzlich dem Teufel in die Schuhe
schieben, da wir ja zum wiederholten Male sehen, dass sowas von Gott
gewirkt wird.
Wir merken aber auch
allgemein, dass die Apostel einen ziemlich weiten Weg zurücklegen
mussten, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Und sie waren zu dritt, aber
der Mann namens Johannes trennte sich nach einer Zeit einfach von
ihnen und reiste zurück nach Jerusalem. Das ist wirklich schade,
dass er nicht an der Seite von Barnabas und Paulus bleiben wollte.
Barnabas und Paulus aber landeten in einer neuen Stadt, die heißt
auch Antiochia, befindet sich jedoch in einem anderen Land als jene
Stadt, in der sie früher schonmal waren. Und in dieser neuen Stadt
begaben sie sich in eine Synagoge. Was dort geschah, das lesen wir in
den nächsten Versen. Es steht geschrieben in Vers 14 bis 41:
Sie aber zogen von
Perge weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien und gingen am
Sabbattag in die Synagoge und setzten sich.
Und nach der
Vorlesung des Gesetzes und der Propheten ließen die Obersten der
Synagoge ihnen sagen: Ihr Männer und Brüder, wenn ihr ein Wort der
Ermahnung an das Volk habt, so redet!
Da stand Paulus auf
und gab ein Zeichen mit der Hand und sprach: Ihr israelitischen
Männer, und die ihr Gott fürchtet, hört zu!
Der Gott dieses
Volkes Israel erwählte unsere Väter und erhöhte das Volk, als sie
Fremdlinge waren im Land Ägypten; und mit erhobenem Arm führte er
sie von dort heraus.
Und er ertrug ihre
Art etwa 40 Jahre lang in der Wüste;
und er vertilgte
sieben Heidenvölker im Land Kanaan und teilte unter sie deren Land
nach dem Los.
Und danach, während
etwa 450 Jahren, gab er ihnen Richter bis zu Samuel, dem Propheten.
Und von da an
begehrten sie einen König, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des
Kis, einen Mann aus dem Stamm Benjamin, 40 Jahre lang.
Und nachdem er ihn
abgesetzt hatte, erweckte er ihnen David zum König, von dem er auch
Zeugnis gab und sprach: »Ich habe David gefunden, den Sohn des Isai,
einen Mann nach meinem Herzen, der allen meinen Willen tun wird«.
Von dessen Samen hat
nun Gott nach der Verheißung für Israel Jesus als Retter erweckt,
nachdem Johannes vor
seinem Auftreten dem ganzen Volk Israel eine Taufe der Buße
verkündigt hatte.
Als aber Johannes
seinen Lauf vollendete, sprach er: Wer meint ihr, dass ich sei? Ich
bin es nicht; doch siehe, es kommt einer nach mir, für den ich nicht
gut genug bin, die Schuhe von seinen Füßen zu lösen!
Ihr Männer und
Brüder, Söhne des Geschlechtes Abrahams, und die unter euch, die
Gott fürchten, zu euch ist dieses Wort des Heils gesandt.
Denn die, welche in
Jerusalem wohnen, und ihre Obersten haben diesen nicht erkannt und
haben die Stimmen der Propheten, die an jedem Sabbat gelesen werden,
durch ihren Urteilsspruch erfüllt.
Und obgleich sie
keine Todesschuld fanden, verlangten sie doch von Pilatus, dass er
hingerichtet werde.
Und nachdem sie
alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn
vom Holz herab und legten ihn in ein Grab.
Gott aber hat ihn
aus den Toten auferweckt.
Und er ist mehrere
Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm aus Galiläa nach
Jerusalem hinaufgezogen waren, welche seine Zeugen sind vor dem Volk.
Und wir verkündigen
euch das Evangelium, dass Gott die den Vätern zuteilgewordene
Verheißung an uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus
erweckte,
wie auch im zweiten
Psalm geschrieben steht: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich
gezeugt«.
Dass er ihn aber aus
den Toten auferweckte, sodass er nicht mehr zur Verwesung
zurückkehren sollte, hat er so ausgesprochen: »Ich will euch die
heiligen Gnadengüter Davids geben, die zuverlässig sind«.
Darum spricht er
auch an einer anderen Stelle: »Du wirst nicht zulassen, dass dein
Heiliger die Verwesung sieht«.
Denn David ist
entschlafen, nachdem er seinem Geschlecht nach dem Willen Gottes
gedient hat; und er ist zu seinen Vätern versammelt worden und hat
die Verwesung gesehen.
Der aber, den Gott
auferweckte, hat die Verwesung nicht gesehen.
So sollt ihr nun
wissen, ihr Männer und Brüder, dass euch durch diesen Vergebung der
Sünden verkündigt wird;
und von allem, wovon
ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird
durch diesen jeder gerechtfertigt, der glaubt.
So habt nun acht,
dass nicht über euch kommt, was in den Propheten gesagt ist:
»Seht, ihr
Verächter, und verwundert euch und werdet zunichte, denn ich tue ein
Werk in euren Tagen, ein Werk, dem ihr nicht glauben würdet, wenn es
euch jemand erzählte!«
Hier sitzen also
Barnabas und Paulus ganz normal in einer Synagoge, und sie werden von
dem Obersten gebeten, ein Wort der Ermahnung zu sprechen. Das ist
natürlich eine ideale Gelegenheit, um von Jesus zu erzählen, weil
dieser der Messias der Juden ist, und weil dieser nicht von ihnen
abgelehnt werden sollte, so wie in früheren Zeiten die Israeliten
auch immer so ziemlich alles ablehnten, wozu Gott sie ermahnen
wollte.
Paulus hält eine
große Rede über diese Wahrheit, und natürlich stützt er seine
Erklärung auch auf reichlich Zitate aus dem alten Testament, sodass
die Juden merken können, dass er hier keinen Unsinn redet.
Lasst uns mal
schauen, wie auf die Rede von Paulus reagiert wird!
In Vers 42 bis 44
lesen wir:
Als aber die Juden
aus der Synagoge gegangen waren, baten die Heiden darum, dass ihnen
diese Worte auch am nächsten Sabbat verkündigt würden.
Nachdem aber die
Synagogenversammlung sich aufgelöst hatte, folgten viele Juden und
gottesfürchtige Proselyten dem Paulus und Barnabas nach, die zu
ihnen redeten und sie ermahnten, bei der Gnade Gottes zu bleiben.
Am folgenden Sabbat
aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu
hören.
Man merkt daran,
dass es zuerst eine sehr positive Reaktion gab, und das Interesse an
der Verkündigung über den Sohn Gottes wurde groß. Allerdings war
nicht alles schön. Das werden wir selbst bemerken, wenn wir die
restlichen Verse des Kapitels lesen. Folgendes erfahren wir:
Als die Juden jedoch
die Volksmenge sahen, wurden sie voll Eifersucht und widersetzten
sich dem, was Paulus sagte, indem sie widersprachen und lästerten.
Da sagten Paulus und
Barnabas freimütig: Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündigt
werden; da ihr es aber von euch stoßt und euch selbst des ewigen
Lebens nicht würdig achtet, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden.
Denn so hat uns der
Herr geboten: »Ich habe dich zum Licht für die Heiden gesetzt,
damit du zum Heil seist bis an das Ende der Erde!«
Als die Heiden das
hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und es
wurden alle die gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren.
Das Wort des Herrn
aber wurde durch das ganze Land getragen.
Aber die Juden
reizten die gottesfürchtigen Frauen und die Angesehenen und die
Vornehmsten der Stadt auf, und sie erregten eine Verfolgung gegen
Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet.
Da schüttelten
diese den Staub von ihren Füßen gegen sie und gingen nach Ikonium.
Die Jünger aber
wurden voll Freude und Heiligen Geistes.
Es wird also wegen
Eifersucht und sinnloser Streitsucht von vielen Juden plötzlich
Widerstand geleistet, woraufhin sich Paulus und Barnabas ganz
besonders an die Heiden wenden. Sehr herausragend ist hier der Vers
46, in welchem Paulus betont, dass die Juden durch ihr schlechtes und
widerspenstiges Verhalten sich selbst verurteilen. Denn das
wahrhaftige Wort Gottes und die frohe Botschaft werden ihnen extra
erzählt, aber aufgrund von kleingeistigem, fleischlichem Blödsinn
streiten sie dagegen. Damit geben sie von sich selbst das Zeugnis,
dass sie keine Kinder Gottes sind. Denn wenn sie das wären, würden
sie sich anders verhalten. Leider wurden die Widerstände aber so
groß, dass Paulus und Barnabas verfolgt wurden, was wiedermal ein
ziemliches Ärgernis ist. Darum mussten die beiden Apostel in ein
anderes Land ziehen. Die jenigen aber, die gläubig geworden waren,
erhielten offensichtlich Beistand durch den heiligen Geist, denn der
kann weder verfolgt noch gesteinigt werden.
Schauen wir nun mal,
wie sich der Aufenthalt in Ikonium gestaltete! Wir lesen folgende
Worte in Kapitel 14 in Vers 1 bis 7:
Und es geschah in
Ikonium, dass sie miteinander in die Synagoge der Juden gingen und
derart redeten, dass eine große Menge von Juden und Griechen gläubig
wurde.
Die Juden jedoch,
die sich weigerten zu glauben, erregten und erbitterten die Gemüter
der Heiden gegen die Brüder.
Doch blieben sie
längere Zeit dort und lehrten freimütig im Vertrauen auf den Herrn,
der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab und Zeichen und Wunder durch
ihre Hände geschehen ließ.
Aber die Volksmenge
der Stadt teilte sich, und die einen hielten es mit den Juden, die
anderen mit den Aposteln.
Als sich aber ein
Ansturm der Heiden und Juden samt ihren Obersten erhob, um sie zu
misshandeln und zu steinigen,
da bemerkten sie es
und entflohen in die Städte Lykaoniens, Lystra und Derbe, und in die
umliegende Gegend,
und sie verkündigten
dort das Evangelium.
In Ikonium gab es
also ebenfalls eine Spaltung unter dem ganzen Volk, während die
einen für, die anderen aber gegen die Apostel waren. Allerdings
waren die Widerstände eine Zeit lang zu verschmerzen und nahmen
nicht überhand, doch dann kam der Tag, an dem auch die Widerständler
aus dieser Stadt vorhatten, die Apostel zu steinigen, und die Apostel
mussten gehen, genau so wie auch einige andere Gläubige, weil ihr
Glaube nicht mehr geduldet wurde. Das ist dieser Verlauf, mit dem
offensichtlich jeder Mensch rechnen muss, der das Evangelium
verkündigt. Einige werden es annehmen, andere ablehnen. Und die
jenigen, die es ablehnen, werden irgendwann gewalttätig werden,
weswegen man immer zur Weiterreise bereit sein sollte. Darauf waren
Paulus und Barnabas auch allezeit gefasst, und sie landeten als
nächstes in einer römischen Stadt namens Lystra.
Ihr wisst ja
bestimmt selbst, dass die Römer massenweise Götter erfunden haben,
und dass die unaufhörlich Götzendienst betrieben haben. An einem
solchen Ort von dem Sohn Gottes zu erzählen, und davon, dass
Götzenanbetung ein Fehler ist, wäre bestimmt eine heikle
Angelegenheit, weil man sich dadurch ja gegen die Kultur des Landes
stellt. Wir werden aber merken, dass Paulus und Barnabas es trotzdem
versuchen. Folgendes steht geschrieben in den Versen 8 bis 18:
Und in Lystra saß
ein Mann mit gebrechlichen Füßen, der von Geburt an gelähmt war
und niemals hatte gehen können.
Dieser hörte den
Paulus reden; und als der ihn anblickte und sah, dass er Glauben
hatte, geheilt zu werden,
sprach er mit lauter
Stimme: Steh aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging
umher.
Als aber die
Volksmenge sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und
sprachen auf Lykaonisch: Die Götter sind Menschen gleich geworden
und zu uns herabgekommen!
Und sie nannten den
Barnabas Zeus, den Paulus aber Hermes, weil er das Wort führte.
Und der Priester des
Zeus, dessen Tempel sich vor ihrer Stadt befand, brachte Stiere und
Kränze an die Tore und wollte samt dem Volk opfern.
Als aber die Apostel
Barnabas und Paulus das hörten, zerrissen sie ihre Kleider, und sie
eilten zu der Volksmenge, riefen
und sprachen: Ihr
Männer, was tut ihr da? Auch wir sind Menschen, von gleicher Art wie
ihr, und verkündigen euch das Evangelium, dass ihr euch von diesen
nichtigen Götzen bekehren sollt zu dem lebendigen Gott, der den
Himmel und die Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darin ist!
Er ließ in den
vergangenen Generationen alle Heiden ihre eigenen Wege gehen;
und doch hat er sich
selbst nicht unbezeugt gelassen; er hat uns Gutes getan, uns vom
Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und unsere Herzen erfüllt
mit Speise und Freude.
Obgleich sie dies
sagten, konnten sie die Menge kaum davon abbringen, ihnen zu opfern.
An dieser Erzählung
merken wir, dass die Verkündung von Paulus und Barnabas sozusagen in
gewisser Weise angenommen wurde.
Aber ganz gewiss
nicht so, wie es richtig wäre. Die Leute von Lystra dachten, ihre
eigenen Götzen hätten sich in Menschen verwandelt. Das ist schon
ein bisschen albern.
Aber naja, man kann
ihnen wohl keine Vorwürfe machen, da sie ja ihr Leben lang nie etwas
Anderes kennengelernt hatten, als die römischen Götzenfiguren.
Paulus und Barnabas
tun aber das einzig richtige in dieser Situation: Sie zerreißen ihre
Kleider, als Zeichen des Entsetzens und der Selbsterniedrigung, weil
sie auf keinen Fall Götter genannt werden wollen, sondern weil sie
dem echten Gott alle Ehre geben wollen. Leider hat aber nichtmal das
die Bürger von Lystra überzeugt.
Was als nächstes
passierte, lesen wir in den Versen 19 und 20:
Es kamen aber aus
Antiochia und Ikonium Juden herbei; die überredeten die Volksmenge
und steinigten Paulus und schleiften ihn vor die Stadt hinaus in der
Meinung, er sei gestorben.
Doch als ihn die
Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Und am
folgenden Tag zog er mit Barnabas fort nach Derbe.
Hier ist etwas echt
Heftiges passiert! Einige Leute aus den Städten, in denen Paulus
schonmal war, kamen nach Lystra, um Paulus zu steinigen. Das ist
wirklich übel. Und diese herzlosen Kreaturen haben ihn so lange
gesteinigt, bis sie meinten, er sei tot. Aber zum Glück konnte er
durch das Beten der anwesenden Jünger geheilt werden.
Selbstverständlich reichte dieses Ereignis als Anlass aus, um
langsam wieder die Heimreise anzutreten. In den restlichen Versen des
Kapitels lesen wir darüber noch eine kurze Erzählung. Es steht
geschrieben:
Und nachdem sie in
dieser Stadt das Evangelium verkündigt und eine schöne Zahl Jünger
gewonnen hatten, kehrten sie wieder nach Lystra und Ikonium und
Antiochia zurück;
dabei stärkten sie
die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu
bleiben, und sagten ihnen, dass wir durch viele Bedrängnisse in das
Reich Gottes eingehen müssen.
Nachdem sie ihnen
aber in jeder Gemeinde Älteste bestimmt hatten, befahlen sie sie
unter Gebet und Fasten dem Herrn an, an den sie gläubig geworden
waren.
Und sie durchzogen
Pisidien und kamen nach Pamphylien.
Und nachdem sie in
Perge das Wort verkündigt hatten, zogen sie hinab nach Attalia.
Und von dort
segelten sie nach Antiochia, von wo aus sie der Gnade Gottes
übergeben worden waren zu dem Werk, das sie nun vollbracht hatten.
Als sie aber
angekommen waren und die Gemeinde versammelt hatten, erzählten sie,
wie viel Gott mit ihnen getan hatte, und dass er den Heiden die Tür
des Glaubens geöffnet hatte.
Sie verbrachten aber
dort eine nicht geringe Zeit mit den Jüngern.
Sehr bemerkenswert
ist hier, dass die Apostel bei ihrer Rückreise die Gläubigen darauf
vorbereiteten, dass man zwangsläufig Anfechtungen und Bedrängnisse
erleben wird, wenn man tatsächlich Jesus Christus nachfolgen will.
Auf sowas muss jeder Gläubige im Herzen gefasst sein, und auch die
Tapferkeit entwickeln, das aushalten zu können, denn es wird auf
Dauer unvermeidbar sein.
Jedenfalls kamen
Paulus und Barnabas wieder bis in die selbe Stadt Antiochia, von wo
aus ihre Missionsreise begonnen hatte, und sie hatten den
Glaubensgeschwistern vor Ort mit Sicherheit viel Interessantes zu
berichten.
Und da wir nun bis
zum Ende von Kapitel 14 gekommen sind, endet auch das heutige Video.
Was in den ganzen anderen Kapiteln passiert, schauen wir uns in
separaten Videos an.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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