Text zu "Bibellehre - Das Leben des Propheten Jeremia"
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Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In diesem Video
werden wir uns mit dem Leben des Propheten Jeremia näher befassen.
Dieser Prophet lebte zu der Zeit, als es nicht mehr lange dauern
würde, bis Jerusalem untergeht, und bis die Juden durch den König
von Babel gefangen genommen werden. Zu dieser Zeit, als es noch nicht
so weit war, redete Jeremia immer wieder davon, denn Gott befahl ihm,
dies zu verkünden, aber die Menschen hassten Jeremia, weil sie seine
Worte nicht mochten. Er redete ihnen nicht positiv genug, deswegen
wurde er von der breiten Masse verabscheut. Und genau das werden wir
uns im heutigen Video näher ansehen, indem wir das Leben und auch
einige prophetische Worte von Jeremia durchgehen.
Zuerst lesen wir uns
mal kurz durch, wie die Berufung Jeremias geschah, denn jeder echte
Prophet wird von Gott persönlich berufen. In Kapitel 1 stehen
darüber folgende Worte in den Versen 4 bis 10:
Und das Wort des
HERRN erging an mich folgendermaßen:
Ehe ich dich im
Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen, und bevor du aus dem
Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt; zum Propheten für
die Völker habe ich dich bestimmt!
Da sprach ich: Ach,
Herr, HERR, siehe, ich kann nicht reden, denn ich bin noch zu jung!
Aber der HERR sprach
zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«; sondern du sollst zu allen
hingehen, zu denen ich dich sende, und du sollst alles reden, was ich
dir gebiete!
Fürchte dich nicht
vor ihnen! Denn ich bin mit dir, um dich zu erretten, spricht der
HERR.
Und der HERR
streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an; und der HERR
sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund!
Siehe, ich setze
dich am heutigen Tag über die Völker und über die Königreiche
ein, um auszurotten und niederzureißen, und um zu zerstören und
abzubrechen, um zu bauen und zu pflanzen.
Bezüglich dem
letzten Vers sollte man beachten, dass Jeremia dies alles mit Worten
tun wird, und nicht mit seinen Händen. Jeremia wird nicht dazu
aufgerufen, Städte auf der Erde zu vernichten, sondern er soll Worte
sprechen, die die Heuchelei und die Halsstarrigkeit der Menschen
niederreißen, und Jeremia soll praktisch Gerechtigkeit dadurch
pflanzen, dass er die Worte Gottes an den Orten verkündet, wo Gott
ihn hin schickt.
Jeremia bekam dann
immer mal wieder Worte der Ermahnung, aber auch eine Ankündigung
darüber, dass Jerusalem untergehen wird, samt dem Land Judäa.
Zuerst werden wir
mal einen Blick darauf werfen, welche Ermahnungen Jeremia zum
Beispiel an die Juden überbringen musste, indem wir uns ein paar
Ausschnitte anschauen. In Kapitel 2, Vers 26 und 27 lesen wir:
Wie ein Dieb sich
schämen muss, wenn er ertappt wird, so ist das Haus Israel
zuschanden geworden – sie, ihre Könige, ihre Fürsten, ihre
Priester und ihre Propheten,
die zum Holz sagen:
»Du bist mein Vater!« und zum Stein: »Du hast mich geboren!« Denn
sie haben mir den Rücken zugewandt und nicht das Angesicht; zur Zeit
ihres Unglücks aber werden sie sagen: »Mache dich auf und rette
uns!«
Hier ist erkennbar,
dass manche Juden damals genau so verrückt waren, wie es einige
Menschen heute auch sind, indem die Steine oder Holz vergöttlichen.
Und Gott selbst nimmt an diesem Verhalten offensichtlich Anstoß.
Besonders, weil sie ihn durch dieses törichte Verhalten zum Zorn
reizen, ohne sich etwas dabei zu denken, und wenn dann ein Unheil
geschieht, bitten sie ihn ohne Reue um Hilfe, als hätten sie gar
nichts falsch gemacht.
Um ein besseres Bild
davon zu bekommen, welche Worte Gott an Jeremia gab, um den Zustand
zu beschreiben, den Gott haben will, lesen wir nun einen Text aus
Kapitel 3 durch. Es steht geschrieben in Vers 11 bis 20:
Und der HERR sprach
zu mir: Israel, die Abtrünnige, steht gerechter da als Juda, die
Treulose.
Geh hin, rufe diese
Worte aus gegen den Norden hin und sprich: Kehre um, Israel, du
Abtrünnige!, spricht der HERR. Ich will mein Angesicht nicht vor
euch verdüstern, denn ich bin gnädig, spricht der HERR, und zürne
nicht ewig!
Nur erkenne deine
Schuld, dass du dem HERRN, deinem Gott, die Treue gebrochen hast und
hierhin und dorthin zu den Fremden gelaufen bist unter jeden grünen
Baum; aber auf meine Stimme habt ihr nicht gehört!, spricht der
HERR.
Kehrt um, ihr
abtrünnigen Kinder, spricht der HERR, denn ich bin euer Eheherr! Und
ich will euch nehmen, einen aus jeder Stadt und zwei aus jeder
Familie, und euch nach Zion bringen.
Und ich will euch
Hirten nach meinem Herzen geben, die sollen euch weiden mit
Erkenntnis und Einsicht.
Und es wird
geschehen, wenn ihr euch dann in jenen Tagen mehrt und fruchtbar
werdet im Land, spricht der HERR, so wird man nicht mehr sagen: »Die
Bundeslade des HERRN«; und sie wird niemand mehr in den Sinn kommen,
man wird an sie nicht mehr gedenken und sie nicht mehr vermissen; es
wird auch keine mehr gemacht werden.
Zu jener Zeit wird
man Jerusalem »Thron des HERRN« nennen, und alle Heidenvölker
werden sich dorthin versammeln, zum Namen des HERRN, nach Jerusalem,
und sie werden künftig nicht mehr dem Starrsinn ihres bösen Herzens
folgen.
In jenen Tagen wird
das Haus Juda mit dem Haus Israel ziehen, und sie werden miteinander
aus dem Land des Nordens in das Land kommen, das ich euren Vätern
zum Erbteil gegeben habe.
Ich hatte zwar
gedacht: Was für eine Stellung will ich dir geben unter den Söhnen!
Ich will dir das erwünschte Land schenken, das allerschönste
Erbteil der Völker! Und ich hatte auch gedacht, ihr würdet mich
»Vater« nennen und ihr würdet euch nicht mehr von mir abwenden.
Aber wie eine Frau
ihrem Gefährten untreu wird, so seid ihr mir untreu geworden, Haus
Israel!, spricht der HERR.
Aus diesem Text
erkennt man gut die Sehnsucht danach, wie Gott eigentlich zu seinem
Volk stehen will, aber sie wenden sich ja ständig von ihm ab. Ich
möchte zur Ergänzung noch zwei besondere Verse aus Kapitel 4
zeigen, bevor wir mit dem nächsten Aspekt weitermachen. In den
Versen 3 und 4 steht geschrieben, dass Jeremia folgende Worte
überbringen musste:
Denn so spricht der
HERR zu den Männern von Juda und zu Jerusalem: Pflügt einen
Neubruch und sät nicht unter die Dornen!
Beschneidet euch für
den HERRN und beseitigt die Vorhaut eurer Herzen, ihr Männer von
Juda und ihr Einwohner von Jerusalem, damit mein Zorn nicht ausbricht
wie ein Feuer, das niemand löschen kann, wegen der Bosheit eurer
Taten!
Daran sieht man
besonders gut, wie es ja auch an anderen Stellen der Prophetenbücher
immer wieder angemerkt wird, dass Gott sich zuerst für unser Herz
interessiert. Was darin wohnt, das zählt vor allem anderen. Haben
wir Treue, Demut und Aufrichtigkeit in unseren Herzen?
Die Menschen, an die
dieser Text ergeht, hatten es offenbar nicht. Und Gott kündet sogar
an, dass er es deswegen als notwendig erachtet, Zorn kommen zu
lassen.
Das soll erstmal
genügen, da wir dieses Video nicht unnötig in die Länge ziehen
wollen. Wer mehr über die Ermahnungen wissen möchte, sollte sich
Kapitel 2 bis vier am besten selbst durchlesen. Jeremia ging
vermutlich immer im Volk umher, um diese Reden zu verbreiten. Er
wurde aber auch einmal direkt vor das Gotteshaus in Jerusalem
geschickt, um alle Leute ernsthaft zu ermahnen, die dort hinein
gehen. Das können wir uns auch mal anschauen, und dazu lesen wir nun
in Kapitel 7 die Verse 1 bis 11. Dort steht Folgendes:
Dies ist das Wort,
das vom HERRN an Jeremia erging:
Stelle dich in das
Tor am Haus des HERRN und rufe dort dieses Wort aus und sprich: Hört
das Wort des HERRN, ihr alle aus Juda, die ihr zu diesen Toren
hineingeht, um den HERRN anzubeten!
So spricht der HERR
der Heerscharen, der Gott Israels: Bessert euren Wandel und eure
Taten, so will ich euch an diesem Ort wohnen lassen!
Verlasst euch nicht
auf trügerische Worte wie diese: »Der Tempel des HERRN, der Tempel
des HERRN, der Tempel des HERRN ist dies!«
Denn nur wenn ihr
euren Wandel und eure Taten ernstlich bessert, wenn ihr wirklich
Recht übt untereinander,
wenn ihr die
Fremdlinge, die Waisen und Witwen nicht bedrückt und an dieser
Stätte kein unschuldiges Blut vergießt und nicht anderen Göttern
nachwandelt zu eurem eigenen Schaden,
dann will ich euch
an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vätern
gegeben habe, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Siehe, ihr verlasst
euch auf trügerische Reden, die keinen Nutzen bringen!
Meint ihr denn,
nachdem ihr gestohlen, gemordet, die Ehe gebrochen, falsch
geschworen, dem Baal geräuchert habt und anderen Göttern
nachgelaufen seid, die ihr nicht kennt,
dass ihr dann kommen
und vor mein Angesicht treten könnt in diesem Haus, das nach meinem
Namen genannt ist, und sprechen: »Wir sind errettet!« nur, um dann
alle diese Gräuel weiter zu verüben?
Ist denn dieses
Haus, das nach meinem Namen genannt ist, in euren Augen zu einer
Räuberhöhle geworden? Ja wahrlich, auch ich sehe es so an!, spricht
der HERR.
Die Mahnrede geht
noch weiter, aber wir belassen es heute mal bei diesen Versen. Allein
daran merkt man schon, wie angewidert Gott von seinem Volk Israel zu
dieser Zeit war, weil sie außerhalb des Tempels gesündigt haben
ohne Grenzen, und dann gingen sie trotzdem in den Tempel hinein, als
wäre nichts, als seien sie fromm und wären alle gerettet. Gott ist
sehr verärgert über solche unerträglich verkorksten
Moralvorstellungen, wie sie diese Menschen in ihren Herzen haben. Und
Jeremia war natürlich treu, er hat sich vor den Tempel gestellt und
wirklich solche Worte zu den Menschen geredet, die den Tempel
besuchten. Wir erfahren in dem Kapitel leider nichts darüber, wie
die Menschen auf die Rede von Jeremia reagierten. Aber ich für
meinen Teil kann mir vorstellen, dass Jeremia sehr viel geschmäht
und verlästert wurde, weil er diesen Befehl Gottes ausführte.
In Kapitel 13 lesen
wir auch davon, wie Jeremia das Unheil ankündigte, von dem wir
heutzutage wissen, dass es damals tatsächlich über die Menschen von
Judäa kam. Folgendes musste Jeremia laut Vers 15 bis 19 verkünden:
Hört und gebt acht!
Seid nicht überheblich; denn der HERR redet!
Gebt dem HERRN,
eurem Gott, die Ehre, bevor er es finster werden lässt und bevor
eure Füße sich an düsteren Bergen stoßen! Ihr werdet auf Licht
hoffen, aber er wird es zu Todesschatten machen und in dichte
Dunkelheit verwandeln.
Wenn ihr aber nicht
hören wollt, so wird meine Seele im Verborgenen weinen wegen eures
Hochmuts; mein Auge wird unaufhörlich weinen und in Tränen
zerfließen, weil die Herde des HERRN gefangen weggeführt wird.
Sprich zu dem König
und zur Gebieterin: Setzt euch tief herunter! Denn die Krone eurer
Herrlichkeit ist von eurem Haupt gefallen.
Die Städte im Süden
sind verschlossen und niemand öffnet sie. Ganz Juda wird nun
gefangen weggeführt, ja, es wird vollständig weggeführt.
Mit solchen Reden,
die Jeremia ausrichten musste, hat er sich wahrscheinlich bei den
Leuten seines Volkes noch unbeliebter gemacht, als es schon durch die
Ermahnungen der Fall war. In Kapitel 19 wird es noch schwieriger für
ihn, denn dort musste Jeremia die Ältesten des Volkes mit sich
nehmen, und die Ältesten der Priester, um ihnen zu verkünden, dass
Gott Unheil über den Ort bringen wird wegen all dem Unrecht, das
geschah. Und danach musste Jeremia in den Tempel gehen und vor dem
Volk ebenfalls Unheil ankündigen. Und in Kapitel 20 liest man davon,
dass der Oberaufseher des Tempels Jeremia geschlagen und gefangen
gesetzt hat, weil Jeremia schlechte Worte redete.
Das ist ein äußerst
unangenehmer Verlauf, und Jeremia klagt in diesem Kapitel auch sein
Leid. Diesbezüglich lesen wir in Vers 7 bis 10:
HERR, du hast mich
überredet, und ich habe mich überreden lassen; du bist mir zu stark
geworden und hast mich überwunden! So bin ich zum täglichen
Gelächter geworden; jedermann spottet über mich!
Denn sooft ich rede,
muss ich schreien, muss Gewalttat und Zerstörung ankündigen, sodass
das Wort des HERRN mir Hohn und Spott einträgt die ganze Zeit.
Da sagte ich mir:
»Ich will Ihn nicht mehr erwähnen und nicht mehr in seinem Namen
reden!« Doch da brannte es in meinem Herzen, als wäre ein Feuer in
meinen Gebeinen eingeschlossen, und ich wurde müde, es auszuhalten;
ja, ich kann es nicht.
Denn ich habe die
Verleumdungen vieler gehört: »Schrecken ringsum!«, »Zeigt ihn
an!« und: »Wir wollen ihn anzeigen!« Alle Leute, mit denen ich in
Frieden lebte, lauern auf meinen Fall und sprechen: »Vielleicht
lässt er sich überreden, und wir können ihn überwältigen und uns
an ihm rächen!«
Hier lesen wir also
mit eigenen Augen, dass Jeremia verspottet und verhöhnt wurde, und
dass Menschen ihn zum Verbrecher erklären wollten wegen den Worten,
die er von Gott überbrachte. Es war bestimmt nicht einfach für ihn,
unter solchen Umständen leben zu müssen.
Die Menschen waren
Jeremia zum Feind geworden, weil er unangenehme Worte redete, die
wahr sind. Das Volk wollte nämlich lieber Worte hören, die
Zuversicht erwecken, auch wenn sie unwahr sind. Und auch gegen solche
Lügner musste Jeremia eine Weissagung verkünden. Einen großen Teil
aus dieser wichtigen Mahnrede schauen wir uns heute auch noch mit an.
Dazu lesen wir die Worte, die geschrieben stehen in Kapitel 23, Vers
15 bis 32:
Darum, so spricht
der HERR der Heerscharen über die Propheten: Siehe, ich will ihnen
Wermut zu essen geben und Giftwasser zu trinken; denn von den
Propheten Jerusalems ist die Gottlosigkeit ausgegangen in das ganze
Land.
So spricht der HERR
der Heerscharen: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch
weissagen! Sie täuschen euch; die Offenbarung ihres eigenen Herzens
verkünden sie und nicht - was aus dem Mund des HERRN kommt.
Ständig sagen sie
zu denen, die mich verachten: »Der HERR hat gesagt: Ihr werdet
Frieden haben!« Und zu allen denen, die in der Verstocktheit ihres
Herzens wandeln, sprechen sie: »Es wird kein Unheil über euch
kommen!«
Denn wer hat im Rat
des HERRN gestanden und hat sein Wort gesehen und gehört? Wer hat
auf mein Wort geachtet und gehört?
Siehe, als ein
Sturmwind des HERRN ist der Grimm losgebrochen, und ein wirbelnder
Sturmwind wird sich auf das Haupt der Gottlosen entladen!
Der Zorn des HERRN
wird sich nicht abwenden, bis er die Gedanken seines Herzens
vollbracht und ausgeführt hat. Am Ende der Tage werdet ihr es
erkennen und verstehen!
Ich habe diese
Propheten nicht gesandt, und doch sind sie gelaufen; ich habe nicht
zu ihnen geredet, und doch haben sie geweissagt.
Hätten sie in
meinem Rat gestanden, so würden sie meinem Volk meine Worte
verkündigen und sie abbringen von ihrem bösen Weg und von ihren
schlimmen Taten!
Bin ich denn nur
Gott in der Nähe, spricht der HERR, und nicht auch Gott in der
Ferne?
Oder kann sich
jemand so heimlich verbergen, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der
HERR. Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde?, spricht der HERR.
Ich habe gehört,
was die Propheten reden, die in meinem Namen Lügen weissagen und
sprechen: »Ich habe einen Traum gehabt, ich habe einen Traum
gehabt!«
Wie lange soll das
noch gehen? Soll etwa die falsche Weissagung im Herzen der Propheten
bleiben? Und die Propheten, die selbst erfundenen Betrug weissagen,
haben sie nicht im
Sinn, bei meinem Volk meinen Namen in Vergessenheit zu bringen durch
die Träume, die sie einander erzählen, gleichwie ihre Väter meinen
Namen vergessen haben über dem Baal?
Der Prophet, der
einen Traum hat, der erzähle den Traum; wer aber mein Wort hat, der
verkündige mein Wort in Wahrheit! Was hat das Stroh mit dem Weizen
gemeinsam?, spricht der HERR.
Ist mein Wort nicht
wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen
zerschmettert?
Darum siehe, ich
komme über die Propheten, spricht der HERR, die meine Worte stehlen,
einer dem anderen;
siehe, ich komme
über die Propheten, spricht der HERR, die ihre eigenen Zungen nehmen
und behaupten: »Er hat geredet!«
Siehe, ich komme
über diejenigen, spricht der HERR, die Lügenträume weissagen und
sie erzählen und mit ihren Lügen und ihrem leichtfertigen Geschwätz
mein Volk irreführen, während ich sie doch nicht gesandt und ihnen
nichts befohlen habe, und sie diesem Volk auch gar nichts nützen!,
spricht der HERR.
Ich kann mir gut
vorstellen, dass Jeremia mit dieser Rede, obwohl sie wahrhaftig ist,
sich noch viel größeren Ärger eingehandelt hat als zuvor, und dass
seine Mitmenschen immer wütender auf ihn wurden. Es gab schon immer
falsche Propheten, und Leute, die in ihre eigenen Träume Dinge
hinein interpretieren, die nichts mit dem Wille Gottes zu tun haben.
Von solchen Menschen hat es vor dem Untergang in Jerusalem gewimmelt,
und heutzutage möge sich jeder seine eigene Meinung bilden,
inwiefern wir dieses Problem immernoch haben könnten.
Lasst uns aber mal
eine weitere Rede anschauen, die Jeremia vor dem Volk halten musste,
wo das bevorstehende Unheil noch genauer beschrieben wurde, von dem
wir heutzutage wissen, dass es tatsächlich so eintraf!
In Kapitel 25 lesen
wir von Vers 1 bis 14:
Dies ist das Wort,
das an Jeremia über das ganze Volk Juda erging im vierten Jahr
Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda (das ist das erste
Jahr Nebukadnezars, des Königs von Babel),
das der Prophet
Jeremia an das ganze jüdische Volk und an alle Einwohner von
Jerusalem richtete, indem er sprach:
Seit dem dreizehnten
Jahr Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda, bis zum heutigen
Tag, diese 23 Jahre hindurch ist das Wort des HERRN an mich ergangen,
und ich habe zu euch geredet, indem ich mich früh aufmachte und
immer wieder redete, aber ihr habt nicht gehört.
Dazu hat der HERR
alle seine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, indem er sich
früh aufmachte und sie immer wieder sandte; aber ihr wolltet nicht
hören und neigtet eure Ohren nicht, um auf sie zu hören,
wenn Er euch sagen
ließ: Kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg und von der Bosheit
eurer Taten, damit ihr in dem Land, das der HERR euch und euren
Vätern gegeben hat, von Ewigkeit zu Ewigkeit wohnen könnt!
Und wandelt nicht
fremden Göttern nach, um ihnen zu dienen und sie anzubeten; und
reizt mich nicht zum Zorn mit dem Werk eurer Hände, so will ich euch
nichts Böses tun!
Aber ihr habt mir
nicht gehorcht, spricht der HERR, sondern habt mich erzürnt durch
das Werk eurer Hände, euch selbst zum Schaden!
Darum, so spricht
der HERR der Heerscharen: Weil ihr meinen Worten nicht gehorcht habt,
siehe, so sende ich
nach allen Geschlechtern des Nordens und hole sie herbei, und sende
zu meinem Knecht Nebukadnezar, dem König von Babel, und lasse sie
kommen über dieses Land und über seine Bewohner und über alle
diese Völker ringsum; und ich will sie dem Bann preisgeben und sie
zum Entsetzen und zum Gespött und zu ewigen Trümmerhaufen machen.
Und ich will unter
ihnen aufhören lassen das Jubel- und Freudengeschrei, die Stimme des
Bräutigams und die Stimme der Braut, das Klappern der Mühle und das
Licht der Lampe;
und dieses ganze
Land soll zu Trümmerhaufen, zur Wüste werden, und diese Völker
sollen dem König von Babel dienen, 70 Jahre lang.
Und es wird
geschehen, wenn die 70 Jahre vollendet sind, dann will ich an dem
König von Babel und an jenem Volk ihre Schuld heimsuchen, spricht
der HERR, auch am Land der Chaldäer, und ich will es zur ewigen
Wüste machen.
Und ich will über
jenes Land alle meine Worte bringen, die ich gegen es geredet habe,
alles, was in diesem Buch geschrieben steht, was Jeremia über alle
Heidenvölker geweissagt hat.
Denn auch sie werden
in die Knechtschaft großer Völker und mächtiger Könige geraten,
und ich will ihnen entsprechend ihren Taten und entsprechend den
Werken ihrer Hände vergelten.
Hier sehen wir, dass
Jeremia die 70 Jahre Gefangenschaft ausdrücklich vorhersagte, und
auch wie er prophezeite, dass danach das Reich Babel selbst
untergehen würde. Und auch der Grund für die bevorstehende
Gefangenschaft wird hier zum wiederholten Male genannt. Nämlich
Götzendienst und Dämonenanbetung. Es ist erstaunlich, wie viele
Nerven Gott hatte, da er immer wieder, und wieder, die Ermahnung
verkünden ließ, ohne müde zu werden, aber das Volk wollte die
ganze Zeit nicht zuhören, zumindest nicht auf die Art, dass sie es
sich wirklich zu Herzen nehmen und Reue empfinden.
Was wir uns als
nächstes anschauen, ist eine Situation, in der alles endgültig aus
den Fugen zu geraten droht, was Jeremia für Gott tun soll. Wir lesen
in Kapitel 26 Folgendes ab Vers 1:
Im Anfang der
Regierung Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, erging
dieses Wort vom HERRN:
So spricht der HERR:
Stelle dich auf im Vorhof des Hauses des HERRN und rede zu allen
Städten Judas, die kommen, um anzubeten im Haus des HERRN, alle
Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen; nimm kein Wort
davon weg!
Vielleicht werden
sie hören und umkehren, jeder von seinem bösen Weg, dann wird mich
das Unheil reuen, das ich ihnen zu tun gedenke wegen ihrer bösen
Taten.
Und zwar sollst du
zu ihnen sagen: So spricht der HERR: »Wenn ihr nicht auf mich hört,
dass ihr nach meinem Gesetz wandelt, das ich euch vorgelegt habe,
und dass ihr auf die
Worte meiner Knechte, der Propheten, hört, die ich zu euch sende,
indem ich mich früh aufmache und sie immer wieder sende, ohne dass
ihr bisher auf sie gehört habt,
dann will ich dieses
Haus wie Silo machen und diese Stadt zum Fluch für alle Völker der
Erde!«
Es hörten aber die
Priester und die Propheten und das ganze Volk, wie Jeremia diese
Worte redete im Haus des HERRN.
Und es geschah, als
Jeremia alles gesagt hatte, was ihm der HERR zu dem ganzen Volk zu
reden befohlen hatte, da ergriffen ihn die Priester, die Propheten
und das ganze Volk und sprachen: Du musst gewisslich sterben!
Warum hast du im
Namen des HERRN geweissagt und gesagt: Diesem Haus wird es wie Silo
ergehen und diese Stadt wird verwüstet werden, sodass keiner darin
wohnt? Und das ganze Volk sammelte sich um Jeremia im Haus des HERRN.
Als aber die Fürsten
von Juda diese Worte hörten, kamen sie vom königlichen Palast
herauf zum Haus des HERRN und setzten sich in den Eingang des neuen
Tores des HERRN.
Und die Priester und
die Propheten sprachen zu den Fürsten und zum ganzen Volk: Dieser
Mann verdient die Todesstrafe, weil er gegen diese Stadt geweissagt
hat, wie ihr es mit eigenen Ohren gehört habt!
Da sprach Jeremia zu
allen Fürsten und zum ganzen Volk: Der HERR hat mich gesandt, gegen
dieses Haus und gegen diese Stadt alle die Worte zu weissagen, die
ihr gehört habt.
Und nun bessert eure
Wege und eure Taten und gehorcht der Stimme des HERRN, eures Gottes,
so wird den HERRN das Unheil reuen, das er euch angedroht hat!
Was aber mich
betrifft – siehe, ich bin in eurer Hand; macht mit mir, was gut und
recht ist in euren Augen!
Nur sollt ihr gewiss
wissen, dass ihr, wenn ihr mich tötet, unschuldiges Blut auf euch
und auf diese Stadt und auf ihre Bewohner bringt; denn wahrhaftig,
der HERR hat mich zu euch gesandt, um vor euren Ohren alle diese
Worte zu reden!
Hier sehen wir also,
dass Jeremia ergriffen wurde, und das Volk wollte ihn töten, weil
sie der Meinung waren, Jeremia würde seine Worte nur sprechen, weil
er selber dem Tempel etwas Schlechtes wünscht.
Die Fürsten waren
aber glücklicherweise der Meinung, dass Jeremia nicht die
Todesstrafe verdient, denn das würden wir in den Folgeversen lesen,
und sie wenden den Zorn der Volksmenge durch ihre Rede ab.
Als nächstes
schauen wir uns mal eine Situation an, wo ein falscher Prophet
versucht, gegen Jeremia aufzutreten. Davon lesen wir in Kapitel 28.
Es steht geschrieben:
Es geschah aber in
demselben Jahr, im Anfang der Regierung Zedekias, des Königs von
Juda, im vierten Jahr, im fünften Monat, dass Hananja, der Sohn
Assurs, der Prophet von Gibeon, im Haus des HERRN vor den Augen der
Priester und dem ganzen Volk zu mir sagte:
So spricht der HERR
der Heerscharen, der Gott Israels: Ich zerbreche das Joch des Königs
von Babel;
binnen zwei Jahren
bringe ich alle Geräte des Hauses des HERRN, die Nebukadnezar, der
König von Babel von hier weggenommen und nach Babel gebracht hat,
wieder an diesen Ort zurück;
auch Jechonja, den
Sohn Jojakims, den König von Juda, samt allen Gefangenen Judas, die
nach Babel gekommen sind, bringe ich an diesen Ort zurück, spricht
der HERR; denn ich will das Joch des Königs von Babel zerbrechen!
Da antwortete der
Prophet Jeremia dem Propheten Hananja vor den Augen der Priester und
vor den Augen des ganzen Volkes, das im Haus des HERRN stand,
und der Prophet
Jeremia sprach: Amen! So möge der HERR handeln! Der HERR lasse deine
Worte zustande kommen, die du geweissagt hast, dass er die Geräte
des Hauses des HERRN und alle Gefangenen von Babel wieder an diesen
Ort zurückbringe!
Höre jedoch dieses
Wort, das ich vor deinen Ohren und den Ohren des ganzen Volkes
ausspreche:
Die Propheten, die
vor mir und vor dir von jeher gewesen sind, die haben über viele
Länder und große Königreiche von Krieg und Unheil und Pest
geweissagt.
Der Prophet aber,
der Frieden weissagt, der wird am Eintreffen seines Wortes erkannt
als ein Prophet, den der HERR in Wahrheit gesandt hat!
Da nahm der Prophet
Hananja das Joch vom Hals des Propheten Jeremia und zerbrach es.
Und Hananja sprach
vor den Augen des ganzen Volkes: So spricht der HERR: So will ich das
Joch Nebukadnezars, des Königs von Babel, innerhalb von zwei Jahren
vom Hals aller Völker nehmen und zerbrechen! Da ging der Prophet
Jeremia seines Weges.
Es erging aber das
Wort des HERRN an Jeremia, nachdem der Prophet Hananja das Joch vom
Hals des Propheten Jeremia zerbrochen hatte, folgendermaßen:
Geh und rede zu
Hananja und sprich: So spricht der HERR: Du hast ein hölzernes Joch
zerbrochen, aber du hast ein eisernes Joch an seiner Stelle bereitet!
Denn so spricht der
HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ich habe ein eisernes Joch
auf den Hals aller dieser Völker gelegt, damit sie Nebukadnezar, dem
König von Babel, dienstbar sein sollen, und sie werden ihm auch
dienen, und ich habe ihm sogar die Tiere des Feldes gegeben!
Und der Prophet
Jeremia sprach zu dem Propheten Hananja: Höre doch, Hananja! Der
HERR hat dich nicht gesandt, sondern du hast dieses Volk dazu
gebracht, dass es auf eine Lüge vertraut.
Darum, so spricht
der HERR: Siehe, ich schaffe dich vom Erdboden weghg; du wirst noch
in diesem Jahr sterben, weil du Widerstand gegen den HERRN verkündet
hast!
Und der Prophet
Hananja starb in demselben Jahr, im siebten Monat.
An der Tatsache,
dass Hananja starb, wie es Jeremia ankündigte, dürfte wohl jeder
merken, wer von beiden die Wahrheit sprach. Es ist aber ein wenig
erschreckend, dass die Worte, die Hananja sprach, vom Stil her schon
so ein bisschen daran erinnern, wie Gott allgemein redet. Da sieht
man mal, wie schwierig es ist, einen echten Prophet von einem
falschen Prophet zu unterscheiden. Jesus sagte, dass wir sie an ihren
Früchten erkennen werden, aber wir erhalten leider zu wenige
Informationen über diesen Hananja, um seine Früchte überhaupt
erkennen zu können.
Schauen wir uns nun
mal an, was mit Jeremia einige Zeit später geschah! In Kapitel 32
steht geschrieben in den Versen 1 bis 5:
Dies ist das Wort,
das vom HERRN an Jeremia erging im zehnten Jahr Zedekias, des Königs
von Juda – dieses Jahr war das achtzehnte Jahr Nebukadnezars.
Damals belagerte das
Heer des Königs von Babel Jerusalem; der Prophet Jeremia aber war
eingesperrt im Gefängnishof, der zum Palast des Königs von Juda
gehörte.
Zedekia, der König
von Juda, hatte ihn nämlich einsperren lassen, indem er sprach:
Warum weissagst du: »So spricht der HERR: Siehe, ich gebe diese
Stadt in die Hand des Königs von Babel, dass er sie einnehme;
und Zedekia, der
König von Juda, wird der Hand der Chaldäer nicht entfliehen,
sondern gewiss in die Hand des Königs von Babel gegeben werden; der
wird von Mund zu Mund mit ihm reden und sie werden einander Auge in
Auge sehen;
und er wird Zedekia
nach Babel führen, und dort muss er bleiben, bis ich nach ihm sehe,
spricht der HERR; wenn ihr auch mit den Chaldäern kämpft, so werdet
ihr doch nichts ausrichten«?
Hier ist es also
dazu gekommen, dass Jeremia ins Gefängnis gesteckt wurde, weil der
aktuelle König von Juda verärgert über die Worte Gottes war, die
Jeremia ausrichtete. Und selbst in dieser Lage hörte Jeremia
immernoch nicht auf, weiter die Worte zu verkünden, die Gott ihm
befahl. Dadurch tat er das Werk Gottes, während er sich bei den
Menschen immer unbeliebter machte. Wir haben auch davon gelesen, dass
Jerusalem zu dieser Zeit schon belagert wurde. Als aber das Heer von
Ägypten überraschend auftauchte, zog sich die Armee der Chaldäer
zurück, und es sah fast so aus, als würde Jerusalem gerettet
werden. Aber Jeremia weissagte trotzdem weiter von dem Ende
Jerusalems, indem er ankündigte, dass dieses dem König von Babel in
die Hände fallen wird.
Und in diesem
Zusammenhang lesen wir Folgendes in Kapitel 37, Vers 11 bis 21:
Und es geschah, als
das Heer der Chaldäer vor dem Heer des Pharao von Jerusalem
abgezogen war,
da verließ Jeremia
Jerusalem, um ins Land Benjamin zu gehen und dort unter dem Volk
seinen Besitzanteil in Empfang zu nehmen.
Als er aber zum Tor
Benjamin kam, war dort ein Befehlshaber der Wache namens Jerija, ein
Sohn Schelemjas, des Sohnes Hananjas; der ergriff den Propheten
Jeremia und sprach: Du willst zu den Chaldäern überlaufen!
Da sprach Jeremia:
Das ist eine Lüge! Ich will nicht zu den Chaldäern überlaufen!
Aber Jerija wollte ihm nicht glauben, sondern nahm Jeremia fest und
führte ihn vor die Fürsten.
Und die Fürsten
wurden zornig über Jeremia und schlugen ihn und setzten ihn ins
Gefängnis im Haus des Schreibers Jonatan; denn dieses hatte man zum
Kerker gemacht.
So kam Jeremia ins
Gefängnis und unter die Gewölbe; und Jeremia blieb dort lange Zeit.
Aber der König
Zedekia sandte nach ihm und ließ ihn holen; und der König fragte
ihn heimlich in seinem Haus und sprach: Hast du ein Wort von dem
HERRN? Jeremia antwortete: Ja! und sprach: Du wirst in die Hand des
Königs von Babel gegeben werden!
Auch sprach Jeremia
zu dem König Zedekia: Was habe ich gegen dich, gegen deine Diener
und gegen dieses Volk gesündigt, dass ihr mich ins Gefängnis
gesetzt habt?
Wo sind eure
Propheten, die euch geweissagt und gesagt haben: »Der König von
Babel wird nicht über euch und über dieses Land kommen?«
Und nun, höre doch,
mein Herr und König! Lass doch meine Bitte etwas vor dir gelten und
schicke mich nicht wieder in das Haus Jonatans, des Schreibers
zurück, damit ich nicht dort sterbe!
Da gab der König
Zedekia Befehl, und man versetzte Jeremia in den Gefängnishof und
gab ihm täglich einen Laib Brot aus der Bäckerstraße, bis alles
Brot in der Stadt aufgegessen war. So blieb Jeremia im Gefängnishof.
Jeremia war also
zwischenzeitlich frei, wurde dann aber einfach mal in einen äußerst
unangenehmen Kerker geworfen, weil er falsch verdächtigt wurde, zu
den Chaldäern überlaufen zu wollen. Das ist echt eine Schande. Der
König Zedekia, welcher vorher schonmal Jeremia ins Gefängnis
gesetzt hatte, holte ihn aber wenigstens von dort raus und setzte ihn
in eine Zelle seines eigenen Hofes. Das ist zwar kein Grund zur
Freude, weil Jeremia immernoch gefangen war, aber immerhin war es
eine geringe Erleichterung.
Leider geschah aber
bald darauf eine weitere schlimme Sache, denn wir lesen in Kapitel
38, Vers 1 bis 6:
Schephatja aber, der
Sohn Mattans, und Gedalja, der Sohn Paschhurs, und Juchal, der Sohn
Schelemjas, und Paschhur, der Sohn Malkijas, hörten die Worte, die
Jeremia zu dem ganzen Volk redete, indem er sprach:
So spricht der HERR:
Wer in dieser Stadt bleibt, der muss sterben durch Schwert,
Hungersnot oder Pest; wer aber zu den Chaldäern hinausgeht, der soll
am Leben bleiben; er wird seine Seele als Beute davontragen und
leben!
So spricht der HERR:
Diese Stadt wird ganz gewiss in die Hand des Heeres des Königs von
Babel gegeben werden, und er wird sie einnehmen!
Da sprachen die
Fürsten zum König: Dieser Mann muss endlich getötet werden; denn
damit macht er nur die Hände der Kriegsleute schlaff, die in dieser
Stadt noch übrig geblieben sind, und auch die Hände des ganzen
Volkes, weil er solche Worte an sie richtet; denn dieser Mensch sucht
nicht das Wohl, sondern das Unglück dieses Volkes!
Da antwortete der
König Zedekia: Siehe, er ist in eurer Hand; denn der König vermag
nichts gegen euch!
Da nahmen sie
Jeremia und warfen ihn in die Zisterne des Königssohnes Malkija, die
sich im Gefängnishof befand; und sie ließen ihn an Stricken
hinunter. In der Zisterne aber war kein Wasser, sondern nur Schlamm;
und Jeremia sank in den Schlamm.
Das ist ziemlich
übel! Könnt ihr euch in euren Gedanken ausmalen, wie Jeremia sich
gefühlt haben muss, als die Männer ihn in eine Grube voller Schlamm
gesetzt haben, und ihn dort zum Sterben zurückließen? Jeremia war
die ganze Zeit damit beschäftigt, die Wahrheit zu erzählen, und das
war jetzt praktisch sein Lohn auf dieser Welt. Gott hatte aber
versprochen, dass er mit Jeremia sein wird, daher war es
selbstverständlich, dass jemand kommen würde, um Jeremia aus der
Zisterne rauszuholen. Dementsprechend lesen wir Folgendes in Vers 7
bis 10:
Als aber
Ebed-Melech, der Kuschit, ein Kämmerer im Palast des Königs, hörte,
dass man Jeremia in die Zisterne geworfen hatte – der König saß
gerade im Tor Benjamin,
da verließ
Ebed-Melech den königlichen Palast und redete mit dem König und
sprach:
Mein Herr und König,
jene Männer haben unrecht getan in allem, was sie dem Propheten
Jeremia zugefügt haben, indem sie ihn in die Zisterne geworfen
haben. Er muss ja dort unten an Hunger sterben, denn es ist kein Brot
mehr in der Stadt!
Da befahl der König
dem Kuschiten Ebed-Melech: Nimm 30 Männer von hier mit dir und zieh
den Propheten Jeremia aus der Zisterne, bevor er stirbt!
So ging also der
Kämmerer des Palastes mit ein paar Leuten hin, um Jeremia zu retten,
und Jeremia wurde wieder ins Gefängnis gebracht. Es ist übrigens
auch ein interessantes Detail, dass Hungersnot in Jerusalem
herrschte, welche sehr schlimm war, aber Jeremia bekam trotzdem etwas
zu essen, so lange noch irgendwo etwas vorhanden war.
Und als Jerusalem
dann tatsächlich von den Chaldäern eingenommen wurde, da wurde der
Prophet Jeremia zwar zuerst weg geführt, aber er wurde von den
Feinden freigelassen und durfte hingehen, wo er wollte, denn er war
ein freier Mann.
Das soll
hinsichtlich dem Leben von Jeremia für heute genug sein.
Wir merken anhand
der Geschichte des Propheten Jeremia, dass es ein Prophet Gottes
nicht gerade leicht hat auf dieser Welt, aber dass Gott immer einen
Ausweg parat hat, um seine Knechte am Leben zu erhalten wenn er will,
und dass die Situation niemals so schlimm wird, wie sie hätte werden
können, wenn man Gott treu bleibt. Denn wir haben ja davon gelesen,
dass das Volk Jeremia umbringen wollte, und dass er zum Sterben in
eine Zisterne geworfen wurde, und doch, obwohl das hätte schlimm
ausgehen können, kam er durch all diese schrecklichen Phasen
hindurch und war ein freier Mann, als seine Schmäher in Gefängnissen
im Land Chaldäa saßen.
Somit ist Jeremia
ein gutes Beispiel für Standhaftigkeit und Treue, und auch wir
sollten uns mal überlegen, wie wir wohl an seiner Stelle reagiert
hätten.
Und mit diesem
Gedanke endet das heutige Video.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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