Text zu "Bibellehre - Der Sohn des Verderbens"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=tAbStRCvp1Y
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Im heutigen Video
werden wir versuchen, Merkmale herauszufinden, die auf den
sogenannten Sohn des Verderbens zutreffen, der kommen soll, bevor die
Wiederkunft von Jesus passiert.
Unser Ausgangspunkt
für die heutige Studie ist dabei der Text in Kapitel 2 vom zweiten
Brief des Paulus an die Thessalonicher. Falls jemand diesen Text noch
nicht kennen sollte, lesen wir ihn uns sicherheitshalber nochmal
durch.
Es geht in Kapitel 2
vom zweiten Brief an die Thessalonicher darum, dass die
Glaubensgemeinde in Verwirrung geraten war, weil einige Leute ihnen
einreden wollten, die Wiederkunft von Jesus wäre schon lange
geschehen und es gäbe nichts mehr, worauf sie noch hoffen können.
Dazu musste Paulus eine Klarstellung schreiben, deshalb lesen wir
Folgendes in den Versen 1 bis 12:
Wir bitten euch
aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus
und unserer Vereinigung mit ihm:
Lasst euch nicht so
schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken
jagen, weder durch einen Geist noch durch ein Wort noch durch einen
angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus
schon da.
Lasst euch von
niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt
zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart
werden, der Sohn des Verderbens,
der sich widersetzt
und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung
heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und
sich selbst für Gott ausgibt.
Denkt ihr nicht mehr
daran, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war?
Und ihr wisst ja,
was jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner
Zeit.
Denn das Geheimnis
der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welcher jetzt
zurückhält, erst aus dem Weg sein;
und dann wird der
Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den
Hauch seines Mundes, und den er durch die Erscheinung seiner
Wiederkunft beseitigen wird,
ihn, dessen Kommen
aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller
betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder
und aller Verführung
der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe
zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet
werden können.
Darum wird ihnen
Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge
glauben,
damit alle gerichtet
werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen
hatten an der Ungerechtigkeit.
Hier lernen wir
also, dass ein Sohn des Verderbens kommen wird, der vom Satan Macht
erhalten hat, und dass dann eine große Täuschung auftritt, welche
alle Sünder, die zu dieser Zeit leben, für wahrhaftig halten
werden. Ich hoffe, ihr habt schon auf diesem Kanal das Endzeit-Video
angeschaut, denn in diesem Video wurde schonmal über diesen Teil der
Bibel ein bisschen geredet.
Heute wollen wir
aber ein etwas genaueres Bild von diesem Sohn des Verderbens
bekommen. Was wird er tun, und woran erkennt man ihn?
Paulus beschreibt,
dass dieser jemand sich über alles erhebt und sich selber Gott
nennt. Ob das auch aus anderen Bibelstellen hervorgeht, und ob es
noch andere Merkmale gibt, das wollen wir jetzt herausfinden.
Die erste Grundlage
für unsere Suche ist zugleich die schwierigste, denn wir werden
jetzt die Offenbarung Jesu Christi durch Johannes erforschen. Ihr
wisst sicher selbst, dass dort lauter komplizierte Sinnbilder drin
stehen, aber wir schauen mal, inwiefern wir damit etwas anfangen
können.
Lasst uns also mal
den rätselhaften Text lesen, der in Kapitel 13 der Offenbarung
steht! Folgendes lesen wir in den Versen 1 bis 10:
Und ich sah aus dem
Meer ein Tier aufsteigen, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte
und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Köpfen einen
Namen der Lästerung.
Und das Tier, das
ich sah, glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines
Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen; und der Drache gab ihm
seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht.
Und ich sah einen
seiner Köpfe wie zu Tode verwundet, und seine Todeswunde wurde
geheilt. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach.
Und sie beteten den
Drachen an, der dem Tier Vollmacht gegeben hatte, und sie beteten das
Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag mit ihm zu
kämpfen?
Und es wurde ihm ein
Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete; und es wurde
ihm Macht gegeben, 42 Monate lang zu wirken.
Und es tat sein Maul
auf zur Lästerung gegen Gott, um seinen Namen zu lästern und sein
Zelt und die, welche im Himmel wohnen.
Und es wurde ihm
gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden;
und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volksstamm und jede
Sprache und jede Nation.
Und alle, die auf
der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben
stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist,
von Grundlegung der Welt an.
Wenn jemand ein Ohr
hat, der höre!
Wenn jemand in
Gefangenschaft führt, so geht er in die Gefangenschaft; wenn jemand
mit dem Schwert tötet, so soll er durchs Schwert getötet werden.
Hier ist das standhafte Ausharren und der Glaube der Heiligen!
Meine Güte ...
Ich glaube, noch
komplizierter hätte man des echt nicht formulieren können!
Ich gehe sehr stark
davon aus, dass dieses Tier aus dem Meer, von dem wir gerade gelesen
haben, der angekündigte Sohn des Verderbens ist. Aber wir brauchen
noch mehr handfeste Hinweise. Um überhaupt erstmal ansatzweise eine
Ahnung zu bekommen, was bei dem gerade gelesenen Text überhaupt
ausgesagt werden soll, müssen wir uns noch weitere Texte aus der
Offenbarung anschauen. In Kapitel 17 lesen wir Folgendes in Vers 3
bis 5:
Und er brachte mich
im Geist in eine Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem
scharlachroten Tier sitzen, das voll Namen der Lästerung war und
sieben Köpfe und zehn Hörner hatte.
Und die Frau war
gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und
Edelsteinen und Perlen; und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer
Hand, voll von Gräueln und der Unreinheit ihrer Unzucht,
und auf ihrer Stirn
war ein Name geschrieben: Geheimnis, Babylon, die Große, die Mutter
der Huren und der Gräuel der Erde.
Hier lesen wir also
von einer Frau, die auf dem Tier reitet. Diese Frau befindet sich in
einer Wüste. Und das Tier, auf dem sie reitet, hat die gleiche
Beschaffenheit wie in Kapitel 13. Wer ist aber die Frau?
Sie ist
offensichtlich ein Geheimnis, also mit anderen Worten: Sie unterliegt
der Geheimhaltung, sie ist verborgen, es soll keiner etwas von ihr
wissen.
Es gibt auch noch
eine weitere Erklärung über die Frau, die auf dem Tier reitet. In
Vers 18 lesen wir:
Und die Frau, die du
gesehen hast, ist die große Stadt, die Herrschaft ausübt über die
Könige der Erde.
Demnach existiert
also eine große Stadt, und diese wird Einfluss auf das Tier ausüben,
das die sieben Köpfe und zehn Hörner hat. Die große Stadt wird
also ein noch größeres Problem sein als das Tier aus dem Meer.
Daher will ich euch vollständigkeitshalber auch die Merkmale zeigen,
die auf die geheimnisvolle große Stadt zutreffen.
Wenn irgendjemand
eine Stadt in einer Wüstengegend kennt, auf welche die folgenden
Merkmale zutreffen, dann könnte es sich dabei sehr wohl um die Hure
Babylon handeln.
Die ersten Merkmale
erhalten wir in Kapitel 18 aus Vers 3. Es steht geschrieben:
Denn von dem
Glutwein ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken, und die Könige
der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben, und die Kaufleute der Erde
sind von ihrer gewaltigen Üppigkeit reich geworden.
Also: Die geheime
Stadt ist übertrieben reich, ihr Reichtum ist unfassbar groß.
Die geheime Stadt
treibt Unzucht mit allen Königen der Erde. Ich vermute, Unzucht
treiben bedeutet hier, dass die Menschen aus der geheimen Stadt zu
anderen Königen hingehen und sie zu entsetzlichen Taten verführen.
Und die geheime
Stadt sorgt dafür, dass die Kaufleute reich werden, die zu ihr
kommen.
Weiterhin lesen wir
in den Versen 10 bis 13:
und sie werden von
ferne stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sagen: Wehe wehe, du große
Stadt Babylon, du gewaltige Stadt; denn in einer Stunde ist dein
Gericht gekommen!
Und die Kaufleute
der Erde weinen und trauern über sie, weil niemand mehr ihre Ware
kauft,
Ware von Gold und
Silber und Edelsteinen und Perlen und feiner Leinwand und Purpur und
Seide und Scharlach und allerlei Tujaholz und allerlei
Elfenbeingeräte und allerlei Geräte aus wertvollstem Holz und aus
Erz und Eisen und Marmor,
und Zimt und
Räucherwerk und Salbe und Weihrauch und Wein und Öl und Feinmehl
und Weizen und Vieh und Schafe und Pferde und Wagen, und Leiber und
Seelen der Menschen.
Aus Vers 10 lesen
wir, dass die Stadt richtig groß, geradezu gewaltig ist. Es handelt
sich also nicht nur um eine Stadt mit vielleicht 10.000 Einwohnern
oder so, sondern es leben in der geheimen Stadt wahrscheinlich mehr
als eine Millionen Menschen. Und es wird sehr, sehr viel Handel in
der Stadt getrieben. Die geheime Stadt ist also eine Handelsstadt.
Und es werden sogar die ganzen Waren aufgezählt, die dort gehandelt
werden. Die geheime Stadt ist also ein Ort, an welchem man all die
aufgezählten Waren kaufen kann. Wobei die letzten beiden
Handelswaren ziemlich abartig klingen, muss ich sagen.
In Vers 22 lesen wir
auch Folgendes:
Und der Klang der
Harfenspieler und Sänger und Flötenspieler und Trompeter wird nicht
mehr in dir gehört werden, und kein Künstler irgendeiner Kunst wird
mehr in dir gefunden werden, und der Klang der Mühle soll nicht mehr
in dir gehört werden;
Die geheime Stadt
ist demzufolge ein Ort, an dem es viele Künstler gibt. Und ganz
besonders Musiker sind dort häufig vertreten, und es gibt viel Musik
in dieser Stadt, aber auch Landwirtschaft ist dort ganz normal, sonst
würde nicht der Klang der Mühle genannt werden.
Weiterhin sind
vielleicht noch folgende Worte aus Vers 23 und 24 interessant:
und das Licht des
Leuchters wird nicht mehr in dir scheinen, und die Stimme des
Bräutigams und der Braut nicht mehr in dir gehört werden. Denn
deine Kaufleute waren die Großen der Erde, denn durch deine Zauberei
wurden alle Völker verführt.
Und in ihr wurde das
Blut der Propheten und Heiligen gefunden und aller derer, die
hingeschlachtet worden sind auf Erden.
Aus diesen Versen
merken wir deutlich, dass in der geheimen Stadt Zauberei getrieben
wird. Leider wird nicht genau gesagt, welche Auswirkungen diese
Zauberei auf die Menschen hatte, außer dass sie davon verführt
wurden, aber der entstehende Schaden aus der Zauberei wird leider
nicht näher beschrieben.
Außerdem ist die
geheime Stadt dafür verantwortlich, dass heilige Menschen und
Propheten auf eine unbarmherzige Weise getötet wurden.
Und das Schlimme ist
wie schon gesagt, dass diese geheime Stadt, wo auch immer sie sich
befinden mag, einen großen Einfluss auf das Tier aus dem Meer
ausübt.
Wir wollen jetzt
aber ein paar Details über das Tier aus dem Meer erfahren, daher
lesen wir einige Verse in Kapitel 17. In Vers 8 stehen diese Worte:
Das Tier, das du
gesehen hast, war und ist nicht mehr, und es wird aus dem Abgrund
heraufkommen und ins Verderben laufen; und die auf der Erde wohnen,
deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens von
Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier
sehen, das war und nicht ist und doch ist.
Das Tier aus dem
Meer ist also buchstäblich aus dem Abgrund heraufgekommen. Das
klingt ganz schön gruselig. Also entweder der Mensch der Sünde,
oder der Geist, der in dem Mensch ist, wird aus dem Abgrund stammen.
Am rätselhaftesten
ist aber die Beschreibung, welche lautet:
„wenn sie das Tier
sehen, das war, und nicht ist, und doch ist.“ Soll das heißen,
dass der Mensch der Sünde gesehen wird, ohne dass er wirklich
existiert? Das klingt echt verrückt.
Lesen wir uns mal
den nächsten Teil durch, der uns ebenfalls eine Erklärung ist, aber
gleichzeitig die Sache noch komplizierter macht! In Vers 9 und 10
heißt es:
Hier ist der
Verstand nötig, der Weisheit hat! Die sieben Köpfe sind sieben
Berge, auf denen die Frau sitzt.
Und es sind sieben
Könige: Fünf sind gefallen, und der eine ist da – der andere ist
noch nicht gekommen; und wenn er kommt, muss er für eine kurze Zeit
bleiben.
Berge stehen soweit
ich weiß oftmals als Sinnbild für Königreiche. Demzufolge übt
also die geheime Stadt, über die wir schon geredet haben, über fünf
Königreiche Einfluss aus, die alle fallen oder schon gefallen sind.
Der sechste König ist gerade an der Macht. Sind damit etwa die Tage
gemeint, die Johannes erlebte, als er die Offenbarung empfing? Oder
ist es eine Beschreibung eines noch kommenden Zustandes?
Das Königreich
Nummer 7 ist noch nicht an der Macht, wie wir lesen, und es wird nur
kurz Macht haben.
Irgendwie ist das
nicht sonderlich hilfreich, aber wir lernen immerhin aus diesem Text,
das die sieben Köpfe für sieben Königreiche stehen.
In Vers 11 steht
geschrieben:
Und das Tier, das
war und nicht ist, ist auch selbst der achte, und es ist einer von
den sieben, und es läuft ins Verderben.
Also hier wird es
endgültig verrückt! Das Tier ist gleichzeitig einer von den sieben
Köpfen des Tieres? Wie um Himmels Willen hat man sich das
vorzustellen? Heißt das etwa, dass dieses Tier aus dem Meer, von dem
wir gelesen haben, zwar sieben Köpfe besitzt, aber nur ein einziger
Kopf hat Hörner?
Es steht nämlich
Folgendes geschrieben in den Versen 12 und 13:
Und die zehn Hörner,
die du gesehen hast, sind zehn Könige, die noch kein Reich empfangen
haben; aber sie erlangen Macht wie Könige für eine Stunde zusammen
mit dem Tier.
Diese haben einen
einmütigen Sinn, und sie übergeben ihre Macht und Herrschaft dem
Tier.
Okay, hier erfahren
wir also, dass jedes Horn für einen König steht, der momentan noch
keine Macht hat, aber Macht empfangen wird, sobald das Tier regiert.
Das ist ja schonmal gut zu wissen. Wenn man davon ausgeht, dass es
sich bei dem Tier aus dem Meer um den Sohn des Verderbens handelt,
dann hat dieser auf Abruf zehn Leute an der Hand, die nach seinen
Vorgaben regieren werden, sobald sie Herrschaft erhalten. Sehr
merkwürdig ist hier aber, dass erzählt wird: Sie werden nur eine
Stunde herrschen. Ich weiß leider nicht, was es in Gottes
Zeitrechnung bedeutet, wenn er von einer Stunde redet. Aber es klingt
nach einer sehr kurzen Zeit.
In Vers 14 von
Kapitel 18 erhalten wir aber auch eine interessante Information, denn
dort steht:
Diese werden mit dem
Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen – denn es ist
der Herr der Herren und der König der Könige, und mit ihm sind die
Berufenen, Auserwählten und Gläubigen.
Das Tier aus dem
Meer, welches zehn Könige als treue Gefährten hat, wird also den
Versuch unternehmen, mit Jesus Krieg zu führen, aber es wird
vergebens sein. Das ist offensichtlich der Plan des Tieres aus dem
Meer, dass es irgendwie Jesus zu Fall bringen muss.
Zuguterletzt lesen
wir uns auch noch die Erklärung durch, die in Vers 15 und 16 steht.
Wir lesen Folgendes:
Und er sprach zu
mir: Die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure sitzt, sind Völker
und Scharen und Nationen und Sprachen.
Und die zehn Hörner,
die du auf dem Tier gesehen hast, diese werden die Hure hassen und
sie verwüsten und entblößen, und sie werden ihr Fleisch verzehren
und sie mit Feuer verbrennen.
Also: große Wasser,
oder auch das Meer, steht offensichtlich für die Menschheit
insgesamt, also für Völker und Nationen.
Außerdem lesen wir
die hochinteressante Erklärung, dass die zehn Könige, die dem Tier
aus dem Meer dienen, einen Hass auf die geheime Stadt haben werden.
Und sie werden sich das Ziel setzen, die geheime Stadt zu verwüsten
und alles mit Feuer zu verbrennen. So groß ist ihr Hass auf die
geheime Stadt.
Mit diesen
Entdeckungen wenden wir uns nun wieder dem Kapitel zu, welches wir
eigentlich die ganze Zeit verstehen wollen. Schauen wir uns aus
Kapitel 13 mal den ersten Vers an!
Wir wissen bereits,
dass die zehn Hörner für zehn bereitwillige Könige stehen, welche
dem Tier dienen werden. Deswegen ist es logisch, dass sie Kronen
tragen. Wir wissen auch, dass die Köpfe für andere Königreiche
stehen, die vor dem Tier aus dem Meer geherrscht haben, und an deren
Ende wird das Tier aus dem Meer auftreten. Es wird deren Reiche
weiterhin anführen, schätze ich mal. Dass aber die Namen der
Lästerung auf den sieben Köpfen stehen, bedeutet, dass das Tier aus
dem Meer ein Königreich von Gotteslästerern weiterführt, und das
Tier selbst wird ebenfalls ein Gotteslästerer sein.
Das Tier steigt aus
dem Meer auf, und wir haben gelesen, dass das Meer wahrscheinlich für
Völker und Nationen steht. Das heißt also: Irgendwo aus der ganzen
Menschheit wird das Tier eines Tages hervorkommen und zu Herrschaft
gelangen. Somit haben wir nun wenigstens Vers 1 ungefähr gedeutet.
Machen wir nun mit
Vers 2 weiter! An dieser Stelle wird es schonwieder mysteriös. Warum
werden hier ausgerechnet diese Tiere genannt? Ein Panther, ein Bär
und ein Löwe. Wozu ist das nütze? Ist das ein Hinweis auf die
vorhergehenden Königreiche, von denen das Tier aus dem Meer die
Macht übernimmt?
Besonders wichtig
ist aber, dass der Drache etwas tut. Wir wissen bereits, dass der
Drache der Teufel ist. Und vom Teufel wissen wir, dass er leider der
Herrscher dieser Erde ist und hier große Vollmacht hat, so lange ein
Mensch nicht mit ganzem Herzen zu Jesus gehört.
Und eben die große
Vollmacht die der Teufel hat auf der Erde, die wird er dem Tier aus
dem Meer übergeben. Das Tier aus dem Meer wird also ziemliche Macht
auf Erden haben.
Wenn wir Vers 3
anschauen, dann erkennen wir, dass einer der sieben Köpfe wie zu
Tode verwundet war, aber geheilt wurde. Wir wissen, dass jeder Kopf
für ein Königreich steht, das einmal war. Wenn hier von einer
Heilung geredet wird, dann bedeutet das wahrscheinlich, dass das Tier
aus dem Meer ein altes Königreich, welches längst in Trümmern
liegt, wieder aufbauen konnte, und dass unter der Herrschaft des
Tieres aus dem Meer dieses Reich wieder stark wurde.
Und darüber werden
sich vermutlich alle Menschen auf der Erde wundern, wenn sie sehen,
wie ein schon verloren geglaubtes Königreich plötzlich wieder
Wohlstand erhält.
In Vers 4 sehen wir
etwas sehr Erschreckendes. Die Menschen werden den Drache anbeten.
Wir wissen, dass der Drache für den Teufel steht. Hierbei stellt
sich die Frage, ob die Menschen sich selber im Klaren sind, was sie
da überhaupt tun, oder ob sie den Teufel anbeten werden, ohne zu
wissen, dass es der Teufel ist, weil der Sohn des Verderbens dem
Teufel vielleicht einen neuen Name gibt, und ihn als einen ganz neuen
Gott zur Schau stellt, den angeblich bisher keiner kannte.
Wenn der Sohn des
Verderbens, also das Tier aus dem Meer, den Menschen erzählt, dass
er die Vollmacht über die Erde vom Teufel bzw. dem neuen Gott
bekommen hat, und dass er deswegen so großartige Veränderungen
bewirken kann, dann werden die Menschen vermutlich so sehr fasziniert
sein, dass sie dem Teufel dankbar sind. Und sie werden ebenso den
Sohn des Verderbens anbeten, weil er so große Macht haben wird und
kein Volk ihn besiegen kann.
In Vers 5 wird
wahrscheinlich angedeutet, wie diese Umstände dazu führen werden,
dass der Sohn des Verderbens den echten Gott lästert ohne Ende.
Und zu dieser Zeit,
wo der Sohn des Verderbens den echten Gott mit übelsten Worten
lästert, werden wir, die wir Jesus folgen und Gott ehren wollen, ein
echtes Problem haben. Das erklärt uns die Offenbarung in den Versen
7 bis 10. Alle Völker der Erde werden größtenteils den Sohn des
Verderbens als einen Gott anbeten, und er wird befehlen, dass alle
Heiligen entweder gefangen oder getötet werden müssen. Und wenn
diese Zeit da ist, dann wird es kein Entkommen geben. Jeder einzelne
noch lebende Christ auf der ganzen Erde zu dieser Zeit wird entweder
getötet oder ins Gefängnis gesteckt.
Und es wird völlig
sinnlos sein, Widerstand zu leisten, denn wir werden im letzten Teil
von Vers 10 dazu aufgerufen, dass wir standhaft ausharren müssen.
Wenn wir in Kapitel
13 weiterlesen, dann merken wir, dass der Sohn des Verderbens,
welcher ein Herrscher sein wird, nicht ganz alleine die Menschen
überzeugen wird, sondern es wird einen speziellen Unterstützer
geben, der dabei hilft, die Menschen vom Sohn des Verderbens zu
überzeugen. Bevor wir uns das durchlesen, schauen wir uns in Kapitel
19 den Vers 20 an, denn dort wird ein Unterschied zwischen dem Tier
und seinem Helfer deutlich. Wir lesen Folgendes:
Und das Tier wurde
ergriffen und mit diesem der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm
tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres
annahmen, und die sein Bild anbeteten; die beiden wurden lebendig in
den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.
Hier sehen wir, dass
das Tier aus dem Meer, also wahrscheinlich der Sohn des Verderbens,
von einem falschen Prophet unterstützt wird. Und dieser falsche
Prophet kann Zeichen tun, mit denen Menschen verführt werden, die
das sogenannte Malzeichen des Tieres annahmen und ebenfalls das Bild
anbeteten, welches der falsche Prophet gemacht hatte.
Und die Beschreibung
des falschen Propheten ist es, die wir uns jetzt durchlesen werden.
Diese steht geschrieben in den Versen 11 bis 18. Folgendes lesen wir
über ihn:
Und ich sah ein
anderes Tier aus der Erde aufsteigen, und es hatte zwei Hörner
gleich einem Lamm und redete wie ein Drache.
Und es übt alle
Vollmacht des ersten Tieres aus vor dessen Augen und bringt die Erde
und die auf ihr wohnen dazu, dass sie das erste Tier anbeten, dessen
Todeswunde geheilt wurde.
Und es tut große
Zeichen, sodass es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen
lässt vor den Menschen.
Und es verführt
die, welche auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die vor dem Tier
zu tun ihm gegeben sind, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen,
dass sie dem Tier, das die Wunde von dem Schwert hat und am Leben
geblieben ist, ein Bild machen sollen.
Und es wurde ihm
gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, sodass das
Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden,
die das Bild des Tieres nicht anbeteten.
Und es bewirkt, dass
allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den
Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte
Hand oder auf ihre Stirn,
und dass niemand
kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat
oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Hier ist die
Weisheit! Wer das Verständnis hat, der berechne die Zahl des Tieres,
denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist 666.
Gehen wir die Verse
mal einzeln durch! Der Vers 11 an sich ist schonmal recht rätselhaft.
Der falsche Prophet steigt aus der Erde auf. Was das aber bedeutet,
wird in der Offenbarung nicht erklärt. Vielleicht steht ja das Meer
für eine große Volksmenge, und die Erde für eine kleine
Volksmenge? Eine bessere Idee habe ich im Moment wirklich nicht.
Geheimnisvoll ist auch die Bemerkung, dass es zwei Hörner hat, die
wie bei einem Lamm aussehen. Auf jeden Fall verbindet man ein Lamm
mit Unschuld. Wenn wir gelernt haben, dass die Hörner für Könige
stehen, die eine Dienerschaft leisten, dann hat das vielleicht zu
bedeuten, dass der falsche Prophet auch zwei Könige unter seinem
Kommando hat, die beide einen unschuldigen Eindruck vermitteln.
Ich weiß aber
nicht, ob ich mit dieser Vermutung richtig liege. Es wird auch
gesagt, dass der falsche Prophet redet wie ein Drache. Und ein Drache
ist ja in seinem Wesen bekanntlich aufbrausend, temperamentvoll,
hochmütig und teils zornig. Das wird also auch die Art sein, wie der
falsche Prophet reden wird, aber die Menschen werden ihm
offensichtlich trotzdem zuhören.
Sehr eigenartig ist
auch, dass der falsche Prophet die Vollmacht ausübt, die das erste
Tier hat. Wozu ist das nötig? Warum tut das erste Tier die Zeichen
nicht einfach selber?
Ich persönlich muss
da sofort wieder an die Aussage denken, dass die Menschen das Tier
sehen werden, das war, und nicht ist, und doch ist. Vielleicht hält
sich der Mensch der Sünde irgendwo versteckt und lässt den falschen
Prophet die ganze Drecksarbeit erledigen?
Jedenfalls lesen
wir, dass der falsche Prophet die Menschen dazu bringt, das Tier aus
dem Meer anzubeten, also wahrscheinlich den Mensch, der sich selbst
wie ein Gott anbeten lässt und den echten Gott lästert. Und dabei
kann der falsche Prophet Feuer vom Himmel regnen lassen, sowie andere
große Zeichen tun.
Und jetzt kommt noch
eine ziemlich krasse Sache! Der falsche Prophet wird irgendeine Art
Bild herstellen. Und mit dem Wort „Bild“ könnte vieles gemeint
sein. Und von diesem Bild wird eine Stimme kommen, aber nicht nur das
allein. Es wird sogar möglich sein, dass von diesem Bild etwas
ausgeht, was Menschen tötet, sofern sie das Bild nicht anbeten. Ich
weiß nicht genau, wie das funktioniert, was der falsche Prophet dort
aufbauen wird, aber es wird durch das hergestellte Bild
offensichtlich möglich sein, Menschen zu töten. Das ist eine
ziemlich heftige Angelegenheit. Leider geht aus dem Vers nicht
hervor, ob diese Gefahr alle Menschen betreffen wird, oder ob sie nur
die jenigen betrifft, die das Malzeichen des Tieres angenommen haben.
Denn in den Versen 16 und 17 lesen wir ja eindeutig davon, dass den
Menschen ein Malzeichen gegeben werden soll. Entweder auf die Hand
oder auf die Stirn. Es liest sich ein bisschen so, als würde auch
das Malzeichen von dem Bild kommen, das der falsche Prophet
hergestellt hat. Entweder das, oder der falsche Prophet wird auf
einem anderen Weg dafür sorgen, dass den Menschen das Malzeichen
gegeben wird. Ich habe ja in einem anderen Video schon eine
naheliegende Möglichkeit aufgezeigt, was genau das Malzeichen des
Tieres höchstwahrscheinlich ist. Denn ganz besonders wichtig ist,
dass eine Zeit kommen wird, in der die Menschen ohne das Malzeichen
nichts mehr kaufen können. Und auch der Verkauf von Dingen wird ohne
das Malzeichen nicht mehr möglich sein. Das muss man unbedingt im
Gedächtnis behalten, denn es steht geschrieben, dass alle Menschen
von Ewigkeit zu Ewigkeit leiden werden, die das Malzeichen annehmen.
Also lasst um Himmels Willen eure Finger von Mikrochips, die unter
die Haut implantiert werden sollen, oder von elektronischen Tattoos
..
An dieser Stelle
haben wir uns den Unterstützer des Sohnes des Verderbens nah genug
angeschaut, schätze ich mal.
Schauen wir uns nun
mal einen Text aus dem ersten Johannesbrief an, in welchem eine
leicht verwunderliche Bemerkung über den Sohn des Verderbens gemacht
wird!
Wir lesen in Kapitel
2, Vers 18 und 19:
Kinder, es ist die
letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt,
so sind jetzt viele Antichristen aufgetreten; daran erkennen wir,
dass es die letzte Stunde ist.
Sie sind von uns
ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns
gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte
offenbar werden, dass sie alle nicht von uns sind.
Zuerst will ich mal
eines dazu sagen.
Gemäß unserer
Zeitrechnung wurde dieser Brief ungefähr 90 n. Chr. geschrieben. Und
zu dieser Zeit, also vor mehr als 1.900 Jahren, schreibt Johannes: Es
ist die letzte Stunde.
Bin ich der einzige,
der das irgendwie befremdlich findet?
Aber egal, wir
konzentrieren uns heute viel mehr auf den Sohn des Verderbens.
Und manche Menschen
nennen diesen Sohn des Verderbens auch den Antichrist. Hier schreibt
nun Johannes zuerst bestätigend, dass der Antichrist kommen wird,
was möglicherweise eine Anspielung auf den Sohn des Verderbens sein
könnte. Allerdings ist es dann eigenartig, wie er auch schreibt,
dass mehrere Antichristen aufgetreten sind. Denn dadurch bekommt das
Wort Antichrist eine neue Bedeutung. Es deutet dadurch nicht mehr den
Sohn des Verderbens an, sondern es deutet einfach nur Menschen an,
die gegen das Königreich von Jesus Christus arbeiten, indem sie
unnütze Reden schwingen, Irrlehren verbreiten und dabei den Sohn
Gottes und unseren Vater im Himmel verleugnen. Und auch wenn es bis
zum heutigen Tag reichlich Menschen gibt, auf die das zutrifft, so
muss betont werden, dass trotzdem ein spezieller Mensch angekündigt
wurde, der anders ist als die herkömmlichen Schwätzer und
Verführer. Aber vielleicht sollte dieser nicht als Antichrist
bezeichnet werden, weil es ja laut Johannes mehrere Antichristen
gibt.
Dass es aber einen
Bösewicht geben wird, der sehr speziell sein wird, geht bereits aus
dem Buch des Propheten Daniel hervor, welches wir jetzt etwas näher
anschauen. Denn dadurch erkennen wir deutlich, warum Paulus von einem
Sohn des Verderbens geredet hat, und wir werden ebenso erkennen, dass
das Tier aus dem Meer der Sohn des Verderbens ist.
Zuerst lesen wir uns
den Traum durch, den Daniel in Kapitel 7 aufgezeichnet hat. Folgendes
steht geschrieben in Vers 1 bis 14:
Im ersten Jahr
Belsazars, des Königs von Babel, hatte Daniel einen Traum und
Gesichte seines Hauptes auf seinem Lager. Er schrieb den Traum
sogleich auf, und dies ist der vollständige Bericht:
Daniel begann und
sprach: Ich sah bei Nacht in meinem Gesicht, und siehe, die vier
Winde des Himmels brachen los auf das große Meer;
und vier große
Tiere stiegen aus dem Meer empor, jedes verschieden vom anderen:
Das erste glich
einem Löwen und hatte Adlerflügel. Ich schaute, bis ihm die Flügel
ausgerissen wurden und es von der Erde aufgerichtet und wie ein
Mensch aufrecht auf seine Füße gestellt wurde und wie ihm ein
menschliches Herz gegeben wurde.
Und siehe, das
andere, zweite Tier glich einem Bären; und es war nur auf einer
Seite aufgerichtet und hatte drei Rippen in seinem Maul zwischen
seinen Zähnen; und es wurde zu ihm so gesprochen: Steh auf, friss
viel Fleisch!
Danach schaute ich
weiter und siehe, ein anderes Tier wie ein Panther; das hatte vier
Vogelflügel auf seinem Rücken; auch vier Köpfe hatte dieses Tier,
und ihm wurde Herrschaft verliehen.
Nach diesem sah ich
in den Nachtgesichten und siehe, ein viertes Tier, furchterregend,
schrecklich und außerordentlich stark; es hatte große eiserne
Zähne, fraß und zermalmte und zertrat das Übrige mit den Füßen;
es war ganz anders als alle vorherigen Tiere und hatte zehn Hörner.
Während ich achtgab
auf die Hörner, siehe, da stieg ein anderes, kleines Horn zwischen
denselben auf, und drei der vorherigen Hörner wurden vor ihm
ausgerissen; und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und
ein Maul, das große Dinge redete.
Ich schaute, bis
Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein
Gewand war schneeweiß, und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle;
sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer.
Ein Feuerstrom
ergoss sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm,
und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm; das Gericht setzte
sich, und die Bücher wurden geöffnet.
Ich sah fortwährend
hin wegen des Lärms der hochfahrenden Reden, die das Horn führte;
ich sah zu, bis das Tier getötet und sein Leib umgebracht und einem
brennenden Feuer ausgeliefert wurde.
Auch den übrigen
Tieren wurde die Herrschaft weggenommen; und ihre Lebensdauer wurde
ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt.
Ich sah in den
Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels,
gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem
Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht.
Und ihm wurde
Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme
und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft,
die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.
In diesem Traum ist
von einem Löwe, einem Bär und einen Panther die Rede. Genau wie in
Kapitel 13 der Offenbarung! Auch die besagten zehn Hörner hat Daniel
damals schon gesehen.
Bemerkenswert ist
auch, dass die Zähne des unvergleichlichen Tieres aus Eisen
bestehen. Das sollte man sich wohl lieber merken, denn Eisen ist ein
Metall, und die Technik heutzutage besteht ja ebenfalls zu einem
nicht unbedeutenden Teil aus Metall, besonders das Innere von
Robotern. Ihr könnt euch diesbezüglich wenn ihr wollt auch mal den
Traum in Kapitel 2 anschauen, den Daniel deuten musste, weil der
König Nebukadnezar von diesem Traum sehr beunruhigt war.
Ebenfalls wird von
einem Menschensohn geredet, den Daniel sah, und dieser wurde vor
einen Hochbetagten gebracht, und dann bekam der Menschensohn ein
Königtum, das niemals zugrunde geht. Das klingt sehr stark nach dem
tausendjährigen Königreich, welches Jesus aufbauen wird, wenn er
hier erscheint.
Was wir aber auch
noch durchlesen, sind die Kommentare, die Daniel zu seinem Traum aus
Kapitel 7 aufgeschrieben hat. Folgendes lesen wir in den Versen 15
bis 28:
Ich, Daniel, wurde
deshalb in meinem Geist zutiefst beunruhigt, und die Gesichte meines
Hauptes ängstigten mich.
Ich näherte mich
einem der Umstehenden und erbat von ihm sichere Auskunft über das
alles. Der redete mit mir und verkündete mir die Bedeutung der
Dinge:
»Jene großen
Tiere, vier an der Zahl, bedeuten, dass vier Könige sich aus der
Erde erheben werden;
aber die Heiligen
des Allerhöchsten werden die Königsherrschaft empfangen, und sie
werden die Königsherrschaft bis in Ewigkeit behalten, ja, bis in
alle Ewigkeit!«
Hierauf wünschte
ich sichere Auskunft über das vierte Tier, das sich von allen
anderen unterschied, das so furchterregend war und eiserne Zähne und
eherne Klauen hatte, das fraß und zermalmte und das Übrige mit
seinen Füßen zertrat;
auch über die zehn
Hörner auf seinem Kopf und über das andere Horn, das emporstieg und
vor dem drei ausfielen; nämlich jenes Horn, welches Augen hatte und
ein Maul, das große Dinge redete, und das so viel größer aussah
als seine Gefährten.
Ich schaute, wie
dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen und sie überwand,
bis der Hochbetagte
kam und den Heiligen des Allerhöchsten das Gericht übergab und die
Zeit eintrat, dass die Heiligen das Reich in Besitz nahmen.
Er sprach: »Das
vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird; das
wird sich von allen anderen Königreichen unterscheiden, und es wird
die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen.
Und die zehn Hörner
bedeuten, dass aus jenem Reich zehn Könige aufstehen werden; und ein
anderer wird nach ihnen aufkommen, der wird verschieden sein von
seinen Vorgängern und wird drei Könige erniedrigen.
Und er wird freche
Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten
aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern;
und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten
und eine halbe Zeit.
Aber das Gericht
wird sich setzen und ihm die Herrschaft wegnehmen, um sie endgültig
zu vertilgen und zu vernichten.
Aber das Königreich,
die Herrschaft und die Macht über die Königreiche unter dem ganzen
Himmel wird dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben werden;
sein Reich ist ein ewiges Reich, und alle Mächte werden ihm dienen
und gehorchen!«
Dies ist der Schluss
der Rede. Mich, Daniel, erschreckten meine Gedanken sehr, und mein
Gesicht verfärbte sich; aber die Sache behielt ich in meinem Herzen.
Vieles davon klingt
durch die Offenbarung schon bekannt, besonders wie der
gotteslästerliche Herrscher die Heiligen überwinden wird. Aber
interessant ist das Detail, dass der Mensch die Zeitangaben und das
Gesetz ändern wird in den 42 Monaten, in denen er herrschen wird.
Denn ich gehe davon aus, dass eine Zeit hierbei für ein Jahr steht,
und wenn von einer Zeit, zwei Zeiten und einer halben Zeit die Rede
ist, dann kommen wir auf dreieinhalb Jahre, und das entspricht 42
Monaten, weil ein Jahr 12 Monate hat.
Auch in Kapitel 11
wird von der letzten Herrschaft geredet, und in Kapitel 12 geht die
Erzählung weiter. Es beginnt in Kapitel 11 ab Vers 21, wo erzählt
wird, dass ein Verachteter an die Macht kommen wird, dem die
Königswürde eigentlich gar nicht zugedacht war. Und dieser wird
durch hinterhältige Schmeicheleien mächtig, und er wird sehr
erfolgreich Krieg führen. Was ich euch bezüglich diesem jemand
vorlesen möchte, ist der Text ab Vers 36 bis 38:
Und der König wird
tun, was ihm beliebt, und wird sich erheben und großtun gegen
jeglichen Gott, und er wird gegen den Gott der Götter unerhörte
Worte ausstoßen, und es wird ihm gelingen, bis der Zorn vorüber
ist; denn was beschlossen ist, wird ausgeführt werden.
Er wird sich auch
nicht um den Gott seiner Väter kümmern, noch um die Sehnsucht der
Frauen, überhaupt um gar keinen Gott, sondern gegen alle wird er
großtun.
Stattdessen wird er
den Gott der Festungen verehren; diesen Gott, den seine Väter nicht
kannten, wird er verehren mit Gold und Silber, mit Edelsteinen und
Kleinodien.
Das klingt sehr nach
dem Tier aus dem Meer, welches seinen Mund auftut, um große
Lästerungen gegen Gott zu reden. Seltsamerweise ist hier aber auch
die Rede davon, dass dieser König, welcher vermutlich der Sohn des
Verderbens ist, einen sogenannten Gott der Festungen einführen wird,
den vorher keiner kannte. Was genau es damit auf sich hat, weiß ich
leider nicht, aber es ist ein interessantes Detail aus der Bibel,
welches man im Hinterkopf behalten sollte.
Nachdem wir all
diese Bibeltexte durchgegangen sind, lässt sich also Folgendes mit
Sicherheit sagen:
Der Sohn des
Verderbens wird unerhörte Worte gegen alles reden, was mit Gott zu
tun hat.
Er wird einen neuen
Gottesglaube einführen, laut Paulus wird er dabei sich selbst zu
Gott erklären, aber Daniel hat auch einen Traum, wie der Mensch
einen fremden Gott veröffentlicht, welcher "Gott der Festungen"
genannt wird.
Der Sohn des
Verderbens wird große Kriege führen und alle Menschen sehr schlecht
behandeln, die nach Heiligung streben.
Ein viertes
Kennzeichen gibt es auch noch, aber um dieses zu bestätigen, müssen
wir nochmal einige Bibelverse anschauen.
In Kapitel 9 vom
Buch des Propheten Daniel steht unten etwas über 70 Jahrwochen, die
festgelegt sind. Und eine Woche steht höchstwahrscheinlich für 7
Jahre. Folgendes lesen wir schließlich in den Versen 26 und 27:
Und nach den 62
Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden, und ihm wird nichts
zuteilwerden; die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des
zukünftigen Fürsten zerstören, und sie geht unter in der
überströmenden Flut; und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest
beschlossene Verwüstungen.
Und er wird mit den
Vielen einen festen Bund schließen eine Woche lang; und in der Mitte
der Woche wird er Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen, und
neben dem Flügel werden Gräuel der Verwüstung aufgestellt, und
zwar bis die fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüster
ergießt.
Hier wird nicht nur
bestätigt, dass der Sohn des Verderbens die Gesetze ändert, indem
er sämtliche Opfergaben verbietet, sondern es ist auch von einem
festen Bund die Rede. Dieser feste Bund wird wahrscheinlich ein
Friedensvertrag sein.
Interessant ist im
Zusammenhang damit, dass Folgendes gesagt wird in Kapitel 11, Vers 23
und 24:
Denn nachdem er sich
mit ihm verbündet hat, wird er Betrug verüben und hinaufziehen und
mit nur wenig Volk Macht gewinnen.
Mitten im Frieden
wird er in die fruchtbarsten Gegenden eindringen und tun, was weder
seine Väter noch seine Vorväter getan haben: Beute, Raub und
Reichtum wird er unter sie verschleudern, und gegen die Festungen
wird er Pläne schmieden; und dies wird eine Zeit lang dauern.
Hierbei lesen wir
davon, dass der Sohn des Verderbens mitten im Frieden plötzlich
Krieg beginnt. Vielleicht ist das auch der Grund, warum der Apostel
Paulus folgende Worte schrieb im ersten Brief an die Thessalonicher,
Kapitel 5, Vers 3:
Wenn sie nämlich
sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben
plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie
werden nicht entfliehen.
All dies deutet
darauf hin, dass der Sohn des Verderbens einen bedeutsamen
Friedensvertrag schließen wird, den er selbst ohne Ankündigung
bricht.
Und zuguterletzt
dürfen wir nicht vergessen, dass er von einem falschen Prophet
unterstützt wird, dank welchem ihn die Menschen anbeten werden, und
der Prophet wird auch dafür sorgen, dass keiner kaufen oder
verkaufen kann, es sei denn, er hat ein Malzeichen entweder an seiner
Hand oder an seiner Stirn. Gleichzeitig wird ein Bild erstellt
werden, das von allen angebetet werden muss.
Das war soweit
alles, was ich heute aufzeigen wollte.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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