Text zu "Bibellehre - So viel steht über den Satan geschrieben"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=XXrv0WsUp0A

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Heute habe ich mal einen sehr komplexen und umfangreichen Vortrag für euch, denn das heutige Video dient dem Zweck, dass wir den Feind der Menschheit so genau wie möglich erkennen wollen, hinsichtlich dem, was alles über ihn geschrieben steht, und besonders was wir dadurch lernen. Wir werden uns heute sehr, sehr viele Bibelstellen anschauen, in denen der Satan in irgendeiner Weise erwähnt wird. Die ganz besonders wichtigen Stellen, die man längst kennen sollte, sind aber schon in einem anderen Video behandelt worden, welches sehr zeitig auf diesem Kanal hochgeladen wurde.

Ich bitte euch: Wenn ihr dieses Video noch nicht kennt, in dem gezeigt wird, wie die Bibel den Satan enthüllt, dann schaut euch das betreffende Video unbedingt zuerst an. Denn dort wird unverzichtbares Wissen aufgezeigt, und wir werden hier nicht alles nochmal so ausführlich behandeln, sondern wir werden darauf aufbauen.

Wenn ihr mit dem Inhalt des gerade genannten Videos vertraut seid, so könnt ihr euch ebenfalls noch andere Videos anschauen, die bestimmte Bibelstellen über den Satan näher behandeln. Denn es gibt ein Video, in dem der Sündenfall im Garten Eden genau untersucht wird, und es gibt ein Video über das Buch Hiob, in welchem wir uns anschauen, inwiefern Hiob unter den Klagen und Lästerungen des Teufels zu leiden hatte.

Lasst uns aber mal der Reihe nach alles in guter Ordnung aufstellen, was wir über den Satan schon in Erfahrung gebracht haben!
Wir erstellen jetzt praktisch ein Profil, welches uns dabei helfen soll, den Bösewicht zu durchschauen, um nicht auf seine Tricks hereinzufallen.
Und nachdem wir alles herausgefunden haben, wovor wir uns in Acht nehmen müssen, um nicht auf den Satan herein zu fallen, werden wir uns zum Schluss auch mal ein kurzes Profil von Jesus erstellen. Denn Jesus ist für uns alles, was zählt. Jesus ist unser Retter. Jesus ist unser König. Jesus ist das wahrhaftige Vorbild. Jesus ist der Geber unserer Lebenskraft. Jesus ist unser Hüter und Beschützer. Jesus ist unser Licht der Hoffnung, denn er sorgt dafür, dass wir nicht von der Finsternis überwältigt werden können, so lange wir einfach nur bei ihm bleiben.
Bevor wir aber ein Profil von Jesus machen, kommt zuerst mal der Feind dran, denn gegen diesen müssen wir ja geistig kämpfen und siegen.

Um das Profil mit Fakten füllen zu können, fangen wir damit an, kurz die Geschichte vom Garten Eden zu Rate zu ziehen. Aber wirklich nur kurz. Wir wissen, dass Gott nur ein einziges Gebot gegeben hatte für Adam und Eva. Er hatte gesagt: Von allen Früchten des Gartens dürft ihr nach Belieben essen, nur von einer einzigen nicht, nämlich von der Frucht der Erkenntnis des Guten und Bösen, denn wenn ihr diese esst, müsst ihr gewisslich sterben.

Und mit diesem Wissen schauen wir uns jetzt den Spruch an, den der Teufel gesagt hat, um Eva neugierig zu machen und sie so weit zu treiben, dass sie eben doch von der Frucht essen will, obwohl Gott es eindeutig verboten hatte.

Folgende Worte hat der Teufel gesagt laut dem ersten Buch Mose, Kapitel 3, Vers 4 und 5:

Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!
Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!

Hierbei sind einige Arbeitsmittel des Teufels versteckt, die er bis zum heutigen Tag benutzt, um Menschen in den Tod zu führen.

Zuerst fällt auf, dass er lügt, indem er das genaue Gegenteil der Wahrheit behauptet. Denn Gott hat gesagt, man wird von der Frucht der Erkenntnis sterben. Und der Teufel behauptet, man würde nicht sterben. Also: Der Teufel verspricht Unsterblichkeit. Und er erzählt verharmlosende Lügen, um den Menschen die Angst vor dem zu nehmen, was sie eigentlich meiden sollten. Wenn etwas schlecht für sie ist, wird der Teufel ihnen einreden, es sei überhaupt nicht schlecht.

Dann macht er die Bemerkung: „Sondern Gott weiß.“ ..
Durch diese Bemerkung bringt er die Menschen dazu, zu denken, dass Gott ihnen Wissen vorenthält, weil Gott so frech wäre, dass er ihnen etwas Gutes verheimlichen würde.
Der Teufel will Misstrauen schüren zwischen Gott und den Menschen und will ihnen einreden, sie würden irgendwas Wichtiges verpassen, wenn sie die Dinge nicht tun, die Gott ihnen verboten hat. Er will den Menschen das Gefühl geben, Gott wird etwas nicht aus Liebe verbieten, sondern weil er Menschen einschränkt und kleinhält. Genau diese Gedanken werden nämlich im Mensch ausgelöst, wenn der Teufel sagt: „Gott weiß etwas Tolles, aber dir erzählt er davon nichts.“
Und die Menschen fallen sehr leicht auf diese Taktik herein, egal ob sie gläubig oder ungläubig sind. Reihenweise werden die Menschen in Sünde fallen, nur weil der Teufel ihnen den Eindruck vermittelt hat, sie würden irgendwas Besonderes verpassen, wenn sie die sündigen Taten meiden und fremde Lehren verweigern.

Der nächste Teil lautet: „An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott.“
Das ist ein uralter Trick, der heute immernoch funktioniert. Der Teufel redet den Menschen ein, sie sind selber Gott. Oder wenn nicht das, dann behauptet er, dass sie durch die Erkenntnis, zu welcher er sie überreden will, Götter sein werden. Was für ein Schwachsinn! Wir sind Geschöpfe Gottes und werden das auch immer bleiben. Und das ist in Ordnung. Das ist genug.
Vor allem deutet der gerade gelesene Schriftzug auch die gefährlichste Taktik an, die der Teufel benutzt. Er sagt nämlich zu den Menschen: „Ihr seid schon die ganze Zeit lang Götter gewesen, aber niemand hat es euch gesagt. Und jetzt werde ich euch die Augen öffnen.“
Manche Menschen sind nämlich so eitel, wenn sie gesagt bekommen, sie seien schon immer Götter gewesen, dass sie dann denken: „Ja natürlich, das macht Sinn! Das habe ich tief in meinem Inneren schon immer gedacht, dass ich Gott bin. Das muss einfach die Wahrheit sein!“
Solche Verrücktheiten können den Menschen im Kopf sein, und der Teufel nutzt das eiskalt aus. Denn basierend auf so eitlen Gedanken lässt er ihnen dann durch seine Dämonen lauter Müll erzählen, über ihre angebliche Göttlichkeit, wodurch die Menschen den heiligen Schöpfer immer schlimmer zum Zorn reizen. Und wenn Gott auf uns zornig ist, dürfen wir auch keinen Segen oder Schutz erwarten. Darum sollten wir uns solche Gedanken allezeit aus dem Kopf schlagen, wir seien selbst Götter, und uns darüber im Klaren sein, dass wir eigentlich nichts weiter sind als lebendig gemachter Staub von der Erde. Das musst nicht bedeuten, dass wir wertlos sind, aber es ist wichtig, dass wir uns nicht selbst überheben.

Was wir aber auch aus Vers 1 lernen, das dürfen wir keinesfalls übersehen. Denn dort erfahren wir nicht nur, dass die Schlange das listigste Wesen ist, sondern wir lesen auch, wie er gefragt hat:
„Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“

Und das ist auch eine sehr erfolgreiche Taktik des Teufels, dass er Zweifel in den Menschen auslöst, indem er Gottes eindeutige Gebote in Frage stellt, als ob da irgendwas falsch verstanden worden wäre oder so. Gott hat doch in aller Deutlichkeit gesagt, dass jede Frucht erlaubt ist außer der Frucht der Erkenntnis des Guten und Bösen. Wie kommt also der Teufel dazu, zu fragen, ob Gott gesagt hat, es dürfen gar keine Früchte gegessen werden? Das ist völlig sinnfreies Geschwätz.

Machen wir nun mal kurz mit den Texten in den Prophetenbüchern weiter. Wir haben in einem anderen Video schon den Text des Propheten Jesaja in Kapitel 14 angeschaut, aus dem wir lernen, dass der Teufel eine Rebellion gegen Gott den Höchsten führt, weil er selber Gott sein will. Und wenn wir ältere Übersetzungen hernehmen, merken wir an dieser Stelle auch, dass er den Name Luzifer hat.
Interessant ist auch das Detail, dass er den ganzen Erdkreis zur Wüste machen wird, denn das ist seine wahre Absicht. Er will nicht den Menschen helfen, sondern er will alles zerstören.

Aus dem Text, den der Prophet Hesekiel geweissagt hat, erfahren wir außerdem, dass er die schönste und weiseste Schöpfung unter allen Engeln gewesen ist. Dazu passt auch sehr gut die Stelle aus dem zweiten Brief an die Korinther in Kapitel 11, wo wir erfahren, dass der Satan sich sogar verkleiden kann und dann aussieht wie ein Engel des Lichts, und seine Diener tun so, als wären sie Diener der Gerechtigkeit.
Außerdem waren damals auch Musikinstrumente für ihn erschaffen worden, woraus wir schließen müssen, dass er ein sehr ausgeprägtes musikalisches Talent besitzt. Und es steht geschrieben, dass zuerst durch sogenannte Handelsgeschäfte der Hochmut und somit die Sünde in ihm entstand. Daher ist er offenbar sehr geschickt darin, Abmachungen zu treffen und Verträge zu schließen.

Als nächstes schreiben wir Stichpunkte über ihn auf, die sich aus der Geschichte ergeben, wo Jesus 40 Tage durch die Wüste wandern musste und vom Teufel versucht wurde. Heute benutzen wir dafür den Text aus dem Evangelium des Matthäus.

Zuerst merken wir, dass der Teufel Jesus dazu motiviert, göttliche Kraft einzusetzen, um private fleischliche Bedürfnisse zu befriedigen. Der Teufel treibt also immer die Menschen dazu, dass sie komplett fleischlich denken und die göttliche Wahrheit ausblenden, dass nicht das Fleisch lebendig ist, sondern der Geist im Fleisch, und dass Gott selber auch Geist ist, nur eben erhabener als wir, und dass alles Fleisch vergeht. Der Teufel will die Menschen dazu bringen, dass sie all ihre Hoffnung und Sehnsucht auf Fleisch und auf weltlich gebundene Dinge setzen, und genau das probiert er auch bei Jesus. Und obendrein versucht er, den Stolz von Jesus anzugreifen und ihn somit zu einer unüberlegten Handlung zu treiben. Aber Jesus hat zum Glück kein stolzes Herz. Wenn dem so wäre, da der Teufel Jesus dazu verführen will, göttliche Kraft zu missbrauchen, dann würde der Teufel sein Ziel erreichen, indem er zu Jesus sagt: „Bist du etwa der Sohn Gottes? Wohl kaum. Du hast doch gar keine göttlichen Kräfte, oder? Du bist nur ein armer kleiner Bettler aus Nazaret, der in seinem Leben noch nie irgendwas erreicht hat!“
Wäre Jesus stolz, würde er vergessen, wie groß seine Verantwortung ist, mit der ihm anvertrauten Kraft richtig umzugehen, und stattdessen wäre er so kurzsichtig, dass er die Steine zu Brot macht, um dann zu sagen: „So, da siehst du es! Ich bin eben doch der Sohn Gottes, sonst hätte ich wohl kaum so ein Zeichen tun können!“
Und dann würde der Teufel ihn auslachen, weil er schon die ganze Zeit wusste, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Darum ging es ihm ja gar nicht, sondern es ging dem Teufel nur darum, dass Jesus seine Kräfte missbrauchen soll, und das hätte er dadurch getan. Also wäre der Teufel der Sieger gewesen. Aber glücklicherweise ist Jesus so klug, und so treu gegenüber Gott, dass er sich niemals dazu bringen lassen würde, Gottes Kraft auf korrupte Weise zu benutzen. Ganz egal, wie viel er angezweifelt und provoziert wird.
Als nächstes tut der Teufel etwas ziemlich Krasses. Er zitiert eine positive Verheißung aus der Bibel. Er will sehen, wie diese Verheißung in Erfüllung geht, zumindest gibt er das vor. Daher sagt er zu Jesus, dass Jesus sich von der Spitze des Gotteshauses hinabwerfen soll. Und die Fragen, die der Teufel dabei stellen würde, wären ungefähr:
„Du glaubst doch den Worten in der Bibel, oder? In der Bibel steht, du wirst von Engeln aufgefangen. Also stürze dich hinab, wenn du wirklich Glaube hast. Oder willst du etwa Gottes Verheißungen verleugnen? Er versichert dir doch in der Bibel eindeutig, dass Engel dich auffangen. Also! Stelle dich auf Gottes Wort! Glaube, was geschrieben steht! Beweise, dass du Glaube hast, indem du dich hinabstürzt und alle Menschen sehen lässt, wie du von Engeln aufgefangen wirst!“
Das ist echt heftig. Der Teufel kennt die Bibel selbst schon auswendig. Und er motiviert die Menschen dazu, sich so sehr nur auf das positive zu stellen, was verheißen wird, dass die Menschen deswegen entweder sich selber in Gefahr begeben, weil sie einfordern, dass Gott seine Verheißungen bestätigt, oder dass sie alleine nur wegen den Verheißungen anfangen zu glauben, und dann den Glaube sofort aufgeben, wenn die Verheißungen nicht genau so eintreten, wie die Bibel es beschreibt.
Und dabei ist es so, dass Gott immer noch den Zeitpunkt selber wählen darf, wann er eine Verheißung eintreffen lässt. Nicht wir Menschen sind es, die Gott den Befehl erteilen dürfen, er soll jetzt sein eigenes Wort bestätigen. Sondern Gott selbst tut die Dinge so, wie er es für richtig hält. Er hat uns gute Dinge versprochen, sagt uns aber nicht, wann es soweit ist. Und wir, die wir glauben, müssen nun geduldig darauf warten, ohne missmutig zu werden.
Jesus weiß all dies, deswegen kann er auch mit diesem sehr raffinierten Trick nicht in die Falle gelockt werden. Er hat nämlich das einzig Richtige getan. Der Teufel hat eine Verheißung benutzt, Jesus aber hat ein Gebot benutzt. Und ein Gebot hat immer eine größere Autorität als eine Verheißung, deswegen konnte Jesus die Versuchung überwinden.
Und zuletzt versucht der Teufel, Jesus mit Macht zu verführen. Denn der Teufel ist der Fürst dieser Welt, ihm ist die ganze Erde überlassen und er zieht hier die Fäden, so lange Gott nicht persönlich eingreift. Das wird besonders in der Erzählung von Lukas offensichtlich.
Und der Teufel verspricht, dass er Jesus die Macht über die Erde gibt, wenn Jesus ihn anbetet, aber so dumm ist Jesus natürlich nicht, da Gott, unser Vater im Himmel, ein tausendfach besserer Herrscher ist als der Teufel. Welcher Mensch, der nicht völlig geistig umnachtet ist, würde jemals freiwillig den Teufel anbeten wollen? Keiner natürlich.

Um das Profil weiter mit Fakten zu füllen, das wir gerade erstellen, werden wir nun auch nochmal die Verse anschauen, die in der Offenbarung stehen und welche wir in dem früheren Video schon behandelt haben. Aus Kapitel 12 ergibt sich, dass der Teufel als feuerroter Drache oder als Schlange beschrieben wird, wenn in Gleichnissen von ihm geschrieben steht.
Ebenso lernen wir, dass er den ganzen Erdkreis verführt, was wieder eine Bestätigung der sehr ärgerlichen Tatsache ist, dass er große Macht auf Eden hat, welche er auch benutzt. Er und seine Engel. Denn alle Engel Gottes, die er verführen konnte, als er noch im Reich Gottes war, die sind ihm jetzt verfallen, und es wird angedeutet, dass es insgesamt ein Drittel aller Engel ist, die nun ihm unterstehen. Wir merken an dem Kapitel auch, dass es eines Tages einen Kampf im Himmel geben wird, welcher vermutlich ziemlich heftig sein wird. Und der Teufel und seine Engel werden diesen Kampf verlieren. Das wichtigste Detail ist, dass bis zu diesem Tag der Teufel eine Stätte im Himmel hat. Doch diese wird nach dem Kampf nicht mehr gefunden werden.
Viele Menschen denken, dass der Satan in der Hölle wohnt, aber das ist nicht ganz korrekt, denn der Teufel hat Angst vor der Hölle. Er will dort nicht hin, und er wird auch keine Macht mehr haben, wenn er dort ist. Aber das Totenreich ist der Ort, wo die gefallenen Engel aus alten Zeiten sind, und vermutlich, sofern ich es richtig verstanden habe, kommen an diesen Ort auch alle Menschenseelen, die ein übelst gotteslästerliches Leben geführt haben. Möglicherweise hat der Teufel eine gewisse Herrschaft über das Totenreich, aber am Ende aller Zeiten wird das Totenreich abgeschafft, und dann wird alles Böse in den Feuer- und Schwefelsee geworfen. Das ist der Ort des ewigen Leidens. An diesen Ort zu kommen, wäre das schlimmste, das passieren könnte, daher sollte man unbedingt darauf bedacht sein, ein Leben zu führen, das nicht zu diesem Ort führt, sondern das zu Jesus ins Himmelreich und letztlich in das neue Jerusalem führt.

Wir erfahren aber auch das sehr wichtige Detail, dass der Teufel ohne Ende Menschen verklagt. Tag und Nacht. Er hört einfach nicht auf, ständig Menschen vor Gott anzuklagen und zu verlästern und zu fordern, dass sie entweder bestraft, oder versucht werden sollen. Dieser Typ ist unausstehlich. Und er tut das nicht nur allein, sondern die Engel, die ihm unterstehen, werden vermutlich das Gleiche tun.
Es gibt in dem Kapitel auch einen Vers, wo die Menschen ermahnt werden, weil nach dem Kampf im Himmel der Teufel dann zu ihnen auf die Erde gekommen ist, und darüber wird er sich nicht freuen, sondern er wird voller Zorn sein und wird versuchen, jeden einzelnen Mensch, der auch nur im geringsten heilig leben will, umzubringen. Das wird eine sehr schreckliche Zeit sein.

Jetzt sind wir erstmal soweit, dass wir ein Profil angelegt haben, basierend auf dem, was in dem älteren Video alles offenbart wird. Und obwohl wir schon eine sehr große Menge an Eigenschaften herausgefunden haben, sind wir immernoch nicht fertig. Es gibt noch mehr Bibelstellen, die wir auf jeden Fall beachten müssen, um die Eigenschaften und Vorgehensweisen des Bösen zu erkennen.

Im ersten Buch der Chronik, Kapitel 21, Vers 1 steht geschrieben:

Und Satan stand auf gegen Israel und reizte David, Israel zählen zu lassen.

Wir merken also, dass auch König David in einer Situation belästigt wurde, und König David hat sich dazu motivieren lassen, eigensinnig zu handeln, obwohl er ja eigentlich Gott dienen wollte. Denn der Vers, den wir gerade gelesen haben, hat damit zu tun, dass König David eine militärische Entscheidung getroffen hat, ohne vorher Gott zu fragen, ob das überhaupt gemacht werden soll. Und dadurch war Gott ziemlich verärgert, denn Gott ist normalerweise selbst derjenige, der über jedes Detail entscheidet, das auch nur im Entferntesten mit Krieg zu tun hat. Aber bei dieser Sache hatte der Satan dafür gesorgt, dass David ohne Gott entscheidet, und das wurde ihm dann als Sünde angerechnet.
Wir lernen also aus dieser Sache, dass der Satan Menschen zu Eigensinnigkeit motiviert.

Im Buch des Propheten Sacharja, in Kapitel 3, gibt es einen Bericht, wie Sacharja eine Art Vision sah, und darüber lesen wir in Vers 1:

Und er ließ mich den Hohenpriester Jeschua sehen, wie er vor dem Engel des HERRN stand; der Satan aber stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen.

Durch diesen Vers erhalten wir praktisch die Bestätigung, dass der Satan niemals müde wird, Menschen zu verklagen wo er nur kann.

Im Evangelium des Matthäus in Kapitel 13 erklärt Jesus, was das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen bedeutet. Und dort sagt er in Vers 38 und 39:

Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen.
Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit; die Schnitter sind die Engel.

Der Teufel sät also sprichwörtliches Unkraut auf den Acker von Jesus. In der Praxis wird das wohl bedeuten, dass der Teufel Menschen hat, die er stark beeinflussen kann, und diese wird er in die Gemeinden der Christen schicken, um dort Unheil zu säen. Um Streit zu schüren, oder um sie lauwarm werden zu lassen, oder was auch immer.
Das ist eine sehr traurige Wahrheit. Denn man sollte ja jeden Mensch mit offenen Armen empfangen, der den Eindruck macht, wirklich am Glaube Interesse zu haben. Menschen von Anfang an abzuweisen, wäre unbarmherzig, also sollte man offen sein. Gleichzeitig wird man sich mit der Zeit aber genau dadurch Menschen in die eigenen Reihen holen, die alles von innen her zermürben wollen. Und damit muss man dann irgendwie klarkommen.

Das nächste Zitat, welches unglaublich lehrreich ist, wird viele Menschen bestimmt erschrecken. Im Evangelium des Matthäus, Kapitel 16, Vers 23 lesen wir diese Worte:

Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Weiche von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich!

Hier hat Jesus seinen eigenen und am meisten vertrauenswürdigsten Apostel als Satan bezeichnet. Das ist ziemlich hart, aber in diesem Augenblick leider auch zutreffend. Denn an dieser Stelle wird uns offenbart, wie skrupellos der Satan ist. Er wird nichtmal davor zurückschrecken, unsere engsten Vertrauten gegen uns zu benutzen. Im Gegenteil. Die jenigen, die uns besonders nahe stehen, werden für den Satan umso stärker zur Zielscheibe, und am liebsten will er genau diese in seiner Hand haben, sobald wir selbst eine im Glauben verantwortungsvolle Aufgabe ausüben.
In dem Text nämlich, den ich gerade zitiert habe, geht es darum, dass Jesus seinen zwölf Aposteln zum ersten Mal anvertraut hat, wie er bei seinem letzten Besuch in Jerusalem gefangen genommen wird, und geschlagen, und angespuckt, verspottet, gegeißelt und gekreuzigt. Und Petrus war so erschrocken und entsetzt, dass ihm der Gedanke kam, Jesus würde übertreiben und dürfe sowas niemals sagen. Und da begann Petrus, Jesus auszuschimpfen. Eben aus diesem Grund, weil Jesus merkt, dass solche Verhaltensweisen nicht von Petrus kommen können, hat er dann auch entsprechend reagiert. Denn Petrus war bisher immer sehr demütig, einsichtig und lernbereit, und sehr treu. Bei ihm war es eigentlich undenkbar, dass er versuchen würde, seinen Meister Jesus mit falschen Worten zurechtzuweisen. Und dann auch noch auf so eine Art. Denn die Worte, die Petrus sprach, sollten Jesus davon abhalten, dass Jesus den Kreuzweg durchsteht. Und genau daran hatte der Satan Interesse. Der Satan wollte mit allen Mitteln verhindern, dass Jesus den Kreuzweg durchsteht, weil der Satan wusste, dass allein dadurch die Basis für die Rettung der Menschheit gelegt werden kann.
Da wir aus dieser Sache lernen, dass der Satan besonders unsere engsten Vertrauten mit rebellischen Gedanken und unreinen Geistern belästigen wird, wenn er kann, müssen wir also dieses traurige Eingeständnis in unser Gedächtnis aufnehmen, dass man keinem Mensch auf dieser Welt hundert Prozent vertrauen kann. Denn sie alle können vom Satan beeinflusst werden, ohne es selber zu merken, sobald sie die gesunde Lehre aus dem Kopf verlieren und zu sehr in weltliches Denken abdriften.
Es ist zwar trotzdem wichtig, dass wir denen ein Halt sind, die sich uns anvertrauen und mit uns gehen, aber wir müssen trotzdem immer auf der Hut sein. Denn der Satan kennt keine Grenzen bei seinem Vorgehen.

Als nächstes schauen wir uns die Worte an, die geschrieben stehen im Evangelium des Matthäus Kapitel 25, Vers 41:

Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!

An dieser Stelle merken wir deutlich, dass der Feuersee eigentlich nur ein Ort der Strafe für den Satan sein sollte. Für Menschen war der gar nicht gemacht worden, aber wenn der Satan es schafft, Menschen auf seine Seite zu ziehen, müssen sie leider auch mit ihm zusammen an dem Ort der ewigen Qual landen.

In Kapitel 12 vom Evangelium des Matthäus lesen wir in Vers 26 diese Worte:

Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so ist er mit sich selbst uneins. Wie kann dann sein Reich bestehen?

Hierbei erkennen wir, dass alle Geister, die dem Satan unterliegen, nicht wirklich gegeneinander kämpfen. Wenn also jemand eine okkulte Lehre befolgt, um Menschen zu heilen, dann werden dabei keine bösen Geister vertrieben, sondern ein böser Geist wird gegen einen anderen ausgetauscht. Und wenn der neue unreine Geist in dem Mensch ist, fühlt sich das erstmal anders an, weswegen der Mensch glauben wird, er wäre geheilt, aber in Wahrheit ist schon lange die Grundlage für eine neue Erkrankung gelegt worden. Wirklich frei werden die Menschen nur im Namen von Jesus Christus durch die Wirkung des heiligen Geistes, der unser Beistand auf der Erde ist. Wenn durch diese Kraft jemand frei wird, so ist es echte Freiheit. Allerdings werden die alten Geister versuchen, nochmal zurückzukommen, nachdem sie vertrieben wurden. Deswegen darf der Mensch nach seiner Heilung nicht mehr sündigen. Denn wer sündigt, der wird vom Satan verklagt. Und dann bekommt der Satan ein Anrecht, und die Geister dürfen legal in den Körper zurückkehren.

Die nächste Sache, die wir uns anschauen, ist eine kleine Erklärung zum Gleichnis vom Sämann aus dem Evangelium des Lukas in Kapitel 8. Es steht geschrieben in Vers 12:

Die am Weg sind die, welche es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden.

Daran erkennen wir ein weiteres Merkmal. Der Satan versucht mit aller Kraft, die gesunde Lehre von den Menschen wegzunehmen, sobald die Menschen auch nur im Geringsten damit in Kontakt gekommen sind. Er ist stets darum bemüht, sie dazu zu bringen, dass sie die Lehre von Jesus nicht in ihr Herz lassen, am besten, dass sie es gar nicht erst hören oder lesen.

Schauen wir uns jetzt mal ein Zitat von Jesus über den Satan an, dass einem beim Lesen meistens gar nicht weiter auffällt! In Kapitel 10 vom Evangelium des Lukas steht in Vers 18:

Da sprach er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.

Dieses Zitat ist ein wenig geheimnisvoll. Zu welchem Zweck hat Jesus das gesagt? Ich weiß nicht, was ihm selbst dabei durch den Kopf ging in dem Moment, aber ich weiß, dass im Okkultismus das Blitz-Symbol teilweise Anwendung findet, um Kontakt mit Geistern zu haben. Deswegen sage ich euch: Wenn ihr eine Lehre vorgelegt bekommt, die nicht von der Bibel ist, dann achtet sehr genau darauf, ob dort irgendwelche Blitz-Symbole auftauchen. Denn wenn ein Blitzsymbol dabei ist, dann ist die Sache satanisch.

Da wir gerade bei satanischen Kennzeichen sind, möchte ich euch ebenso ein Zitat aus dem Buch des Propheten Sacharja zeigen, welches auf den ersten Blick gar nicht weiter wichtig klingt, obwohl es wichtig ist. Wir lesen Folgendes in Kapitel 11, Vers 17:

Wehe dem nichtsnutzigen Hirten, der die Herde verlässt! Ein Schwert komme über seinen Arm und über sein rechtes Auge! Sein Arm soll gänzlich verdorren und sein rechtes Auge völlig erlöschen!

Das wichtigste an dieser Sache ist:
Wenn das rechte Auge von jemandem erloschen ist, dann kann er nur noch mit einem einzigen Auge sehen. Er ist einäugig.
Und daraus ergibt sich, dass alles, wo man ein einzelnes Auge als Symbol sieht, auch nicht von Gott kommen kann.
Sondern wie die Schrift es andeutet, stammt alles, was nur ein Auge darstellt, von einem nichtsnutzigen Hirte. Und jeder, der einem nichtsnutzigen Hirte glaubt, wird niemals das Heil Gottes sehen. Darum hütet euch bitte vor diesem Symbolismus, wo nur ein einziges Auge dargestellt ist!

Die nächste Bibelstelle, die wir uns anschauen, ist ebenfalls vom Evangelium des Lukas. Folgendes steht in Kapitel 13, Vers 16:

Diese aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan, siehe, schon 18 Jahre gebunden hielt, sollte sie nicht von dieser Bindung gelöst werden am Sabbattag?

An dieser Stelle merken wir, dass nahezu jede Erkrankung der Wille des Teufels ist. Gott muss es genehmigen, aber der Teufel ist die treibende Kraft, und er verklagt Menschen so lange, bis es ihm wegen der Vorstellung von Gerechtigkeit genehmigt wird, einem Sünder einen Geist der Krankheit zu schicken.
Dass Krankheiten durch den Wille des Teufels kommen, wird uns sogar in einer Stelle in der Apostelgeschichte bestätigt, denn dort lesen wir in Kapitel 10, Vers 37 und 38:

ihr kennt es; das Zeugnis, das sich durch ganz Judäa verbreitet hat und in Galiläa anfing nach der Taufe, die Johannes verkündigte:
wie Gott Jesus von Nazaret mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.

So ist das. Gott hat genau auf Jesus geachtet, und Jesus hatte von Gott die Vollmacht bekommen, alle Krankheiten zu heilen, die nach den Klagen des Teufels aufgetreten waren. Allerdings wird Sünde immer wieder zu Krankheit führen. Und es zählt sogar bereits als Sünde, wenn Menschen sich zusammensetzen, um das Abendmahl zu nehmen, aber nicht ordentlich, sondern auf unordentliche Weise. Wer das Abendmahl zu sich nimmt, ohne ein aufrichtiges Herz und eine ehrfürchtige Geisteshaltung zu haben, dem wird es zur Sünde. Denn es steht geschrieben im ersten Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 11, Vers 28 bis 30:

Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken;
denn wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.
Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen.

Machen wir aber mal mit der nächsten Bibelstelle weiter, in der wir etwas über die Fähigkeiten und Eigenschaften des Satans lernen!

In Kapitel 22 vom Evangelium des Lukas steht in Vers 3 folgendes:

Es fuhr aber der Satan in Judas, der mit Beinamen Ischariot genannt wird, welcher aus der Zahl der Zwölf war.

Falls sich nun ein Mensch fragen sollte, wie es sein kann, dass der Satan einfach mal so in einen Apostel von Jesus einfährt, um sogar persönlich die Kontrolle zu übernehmen, dann finden wir die Antwort in einer bestimmten Stelle vom Evangelium des Johannes, denn dort wird erzählt, dass Judas Ischariot die ganze Zeit ein Dieb war, der sich an dem Geld vergriff, das in den Beutel der Gruppe eingelegt war. Weil also Judas in ständiger Sünde lebte, war es dem Satan sogar möglich, persönlich von Judas Besitz zu ergreifen. Und das ist schon ziemlich erschreckend. Denn wenn sowas geschieht, tut der Mensch nicht mehr, was er selber will, sondern ist fremdgesteuert.
Aus genau diesem Grund sollte man sich niemals mit Menschen zusammentun, die absichtlich in regelmäßiger Sünde leben.

In dem selben Kapitel lesen wir auch in Vers 31:

Es sprach aber der Herr: Simon, Simon siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen;

In diesem Vers erhalten wir die Bestätigung, dass der Satan nicht nur die Menschen verklagt, die bereits gesündigt haben, sondern dass der Satan jeden, egal wer es ist, in Versuchung bringen will, und auch dazu braucht er die Billigung Gottes. Aus diesem Grund muss jeder einzelne von uns allezeit wachsam sein, ob eine Situation, in die wir kommen, nicht etwa dazu gedacht ist, dass wir entgegen den Geboten handeln, die wir gelernt haben.
Denn wer auf die Versuchung herein fällt, wird als nächstes verklagt. Gerade deshalb ist es wichtig, sofort auf die Knie zu gehen und Jesus um Vergebung zu bitten, wenn wir merken, dass wir einen Fehltritt begangen haben. Denn Jesus ist treu. Er wird uns in der Vollmacht Gottes vergeben.

Die Stelle, die wir uns als nächstes anschauen, hatten wir schonmal in dem Video über die Zitate von Jesus, aber wir lesen sie auch heute nochmal durch. Jesus redete gerade mit den jenigen Juden, die hartherzig und widerspenstig waren, und die nicht an ihn glauben wollten, obwohl Jesus der Messias der Juden ist. Und zu ihnen sagte er laut dem Evangelium des Johannes, Kapitel 8, Vers 44:

Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.

An diesem Text merken wir besonders stark, dass der Satan ein echt übler Zeitgenosse ist. Alles, was er redet, basiert auf Lügen, und er wird von Jesus sogar als Vater der Lüge bezeichnet. Obendrein offenbart Jesus, dass der Teufel von Anfang an im Sinn hatte, Menschen zu töten. Und wie wir wissen, hat er das zuerst erreicht, indem er die erste Frau auf den Gedanke brachte, es sei gut, wenn sie die Frucht der tödlichen Erkenntnis in die Hand nimmt, um davon zu essen.
Passend dazu gibt es auch das Zitat aus Kapitel 10, Vers 10, wo Jesus die drei Ziele aufzählt, die der Satan und seine Diener vordergründig verfolgen. Es steht geschrieben:

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.

So ist das mit diesem Typ. Er will stehlen, was er nicht erschaffen hat. Er will töten, was Gott zum Leben bestimmt hat. Und er will alles verderben, was reiner und liebenswerter ist als er selbst.
Jesus hingegen gibt uns Leben, und zwar so viel Leben, in so großer Kraft, dass wir nicht aufhören werden zu leben, und dass wir das Leben deutlich spüren werden.

Schauen wir uns mal das nächste Zitat aus Kapitel 12 an! Wir lesen in Vers 31 und 32:

Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden;
und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.

Der Fürst dieser Welt ist der Teufel, denn das haben wir vorhin bereits im Evangelium des Lukas festgestellt, und wir werden auch nachher noch weitere Bibelstellen sehen, die das bestätigen, zum Beispiel die Stelle im Brief des Paulus an die Epheser Kapitel 2.
Interessant ist aber, dass Jesus laut der gerade gelesenen Bibelstelle sagte: Der Fürst dieser Welt wird hinausgeworfen werden. Es wird also die feste Grundlage dafür bereitet sein, dass der Satan hinweggenommen werden kann, sobald Jesus erhöht wurde. Jesus sagte auch, dass, wenn er erhöht ist, er alle zu sich ziehen wird. Und seine Erhöhung geschah, als er seine Himmelfahrt hatte und ihm alle Macht in die Hand gelegt wurde von Gott höchstpersönlich. Seitdem zieht Jesus alle zu sich. Und wenn er [alle] zu sich zieht, bedeutet das auch, dass Jesus am liebsten alle Menschen retten will.

In Kapitel 14, Vers 30 hat Jesus folgendes zu seinen Aposteln gesagt:

Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts.

Hier warnt Jesus also davor, dass man nicht unterschätzen soll, in welchem Zustand die Erde sich wieder befinden wird, nachdem er in den Himmel aufgefahren ist. Denn dann kann der Fürst dieser Welt, also der Teufel, sich wieder ziemlich austoben, so lange er nicht durch Gottes Befehl zurückgehalten wird.

In Kapitel 16 vom Evangelium des Johannes erzählt Jesus ab Vers 7 davon, auf welche Weise der heilige Geist die Welt überführen wird, sobald er da ist. Und diesbezüglich lesen wir in Vers 11:

vom Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.

Daraus ergibt sich, dass das Gerichtsurteil über den Satan feststeht. Seit dem Sieg, den Jesus errungen hat, indem er vollkommen über das Fleisch triumphierte, ist es unwiderruflich, dass der Satan fallen wird und dass er eines Tages in den Feuersee geworfen wird. Dieses Urteil steht und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Alles, was es jetzt noch abzuwarten gilt, ist die Vollstreckung.

Aus der Apostelgeschichte wissen wir ja bereits, dass zur frühen Entstehung der Gemeinde eine Ehepaar in die christliche Gemeinde eintreten wollte, die voll heiligen Geistes war, aber sie haben heimlich Geld vorher zur Bank geschafft. Und die Reaktion von Petrus steht in Kapitel 5, Vers 3:

Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, sodass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast?

Hierbei sehen wir, dass jemand, der bereits unterwegs zu Jesus war, in seinem Herz vom Satan angegriffen wurde. Und das führte bei ihm dazu, dass er eigensinnig wurde. Zwar haben wir vorhin schon etwas Ähnliches festgestellt, aber ich denke, es ist interessant, dass der Satan auch auf unser Herz zielt. Denn manche denken vielleicht, er würde uns einfach nur Krankheiten geben oder uns Leute schicken, die uns verführen sollen und dabei selber gar nicht merken, was abgeht, mehr aber würde der Teufel nicht tun. So einfach ist das alles offensichtlich nicht, sondern auch wir persönlich werden zur Zielscheibe, besonders unser Herz, denn wir versuchen all unsere Entscheidungen ja mit dem inneren Gefühl abzustimmen, das wir haben. Deswegen wird der Satan begehren, unser Herz anzugreifen.

Dass der Teufel voller List und Bosheit ist, haben wir bereits festgestellt. Wenn ihr aber einen bestärkenden Bibelvers haben wollt, der das in aller Deutlichkeit betont, dann passt dazu in der Apostelgeschichte in Kapitel 13 der Vers 10, denn dort sagt Paulus zu einem falschen Prophet, welcher Zauberei betreibt, folgende Worte:

O du Sohn des Teufels, voll von aller List und aller Bosheit, du Feind aller Gerechtigkeit, wirst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verkehren?

Ich nehme an, die Antwort auf die Frage lautet Nein. Leider wird der Teufel niemals aufhören, ein Feind von Gerechtigkeit zu sein, weil Gerechtigkeit im Sinne der Bibel ja bedeutet, dass man Gottes Geboten gerecht werden will.

In Kapitel 26 von der Apostelgeschichte, als Paulus erzählte, welche Worte Jesus bei seiner Bekehrung sprach, lesen wir diesbezüglich in Vers 16 bis 18:

Aber steh auf und stelle dich auf deine Füße! Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zum Diener und Zeugen zu bestimmen für das, was du gesehen hast und für das, worin ich mich dir noch offenbaren werde;
und ich will dich erretten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich jetzt sende,
um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind!

Vers 18 ist also eine deutliche Bestätigung, dass wir tatsächlich, ob wir es nun wollen oder nicht, unter der Herrschaft des Satans leben. Und aus dieser Herrschaft kommt man maximal raus, wenn man Jesus Christus als Retter und König annimmt, denn Jesus ist der einzige Weg zu Gott. Dann wird zwar der Fürst dieser Welt eingeschnappt sein, aber wir haben ein zukünftiges Heil sicher, welches besser ist als diese Welt, und welches wir uns in einem anderen Video näher anschauen werden, wie es geschrieben steht.
Auch in den Briefen der Apostel wird betont, dass wir uns im Bösen befinden, egal ob uns das gefällt oder nicht gefällt. Denn im Brief des Paulus an die Galater steht in Kapitel 1, Vers 1 bis 5:

Paulus, Apostel nicht von Menschen, auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn auferweckt hat aus den Toten,
und alle Brüder, die mit mir sind, an die Gemeinden in Galatien:
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus,
der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf, nach dem Willen unseres Gottes und Vaters,
dem die Ehre gebührt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Aus dieser sehr schön formulierten Grußformel erkennen wir, wie auch Paulus betont, dass die Welt sich in einem bösen Lauf befindet und Jesus uns herausrettet.

Ebenso schrieb der Apostel Johannes in seinem ersten Brief in Kapitel 5, Vers 19:

Wir wissen, dass wir aus Gott sind und dass die ganze Welt sich im Bösen befindet.

Aus Gott ist ein Mensch dadurch, dass er nicht sündigt, sondern sich selbst bewahrt. Das merken wir an dem vorhergehenden Vers, welchen wir uns nachher auch noch durchlesen werden. Fakt ist, dass hier auch Johannes betont, wie sich diese Welt im Bösen befindet. Wenn also irgendein Gläubiger euch sagen würde, in der Bibel steht, die Welt sei gut, dann hat dieser Mensch noch nie konzentriert in der Bibel gelesen.

Im ersten Brief an die Korinther, in Kapitel 7, Vers 5, lesen wir einen Anhaltspunkt, welche Art Menschen der Satan am häufigsten zur Zielscheibe macht. Es steht geschrieben:

Entzieht euch einander nicht, außer nach Übereinkunft eine Zeit lang, damit ihr euch dem Fasten und dem Gebet widmen könnt; und kommt dann wieder zusammen, damit euch der Satan nicht versucht um eurer Unenthaltsamkeit willen.

Dieser Text, auch wenn es nicht sofort offensichtlich wird, ist sozusagen eine Warnung vor Ehebruch. Der Satan lauert darauf, ob Ehepaare miteinander verkehren oder nicht, und wenn auch nur das geringste Anzeichen da ist, dass die Ehepartner miteinander nicht klarkommen, wird der Satan das sofort ausnutzen, um Menschen in deren Leben zu schicken, die sie zu Ehebruch reizen sollen. Denn wenn Menschen nicht enthaltsam sein können, aber gleichzeitig den eigenen Ehepartner bzw. die eigene Ehepartnerin nicht an sich ran lassen, dann weiß der Satan genau, dass die Wahrscheinlichkeit enorm groß ist, diesen Mensch zum Ehebruch treiben zu können. Paulus hat das erkannt, deswegen warnt er davor.

Im zweiten Brief an die Korinther wird der Satan ebenfalls in einem wichtigen Zusammenhang erwähnt. Dort lesen wir in Kapitel 2, Vers 10 und 11:

Wem ihr aber etwas vergebt, dem vergebe ich auch; denn wenn ich auch jemand etwas vergebe, so vergebe ich es um euretwillen, vor dem Angesicht des Christus,
damit wir nicht von dem Satan übervorteilt werden; seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt.

Hier hat Paulus mal wieder einen Anflug von Hochmut bzw. Arroganz, indem er so tut, als hätte er den Satan völlig durchschaut. Wäre dem so, hätte er sich nicht gewisse Verhaltensweisen geleistet, die wir in einem anderen Video bereits näher betrachtet haben. Allerdings gibt es in den gerade gelesenen Zeilen eine wahrhaftige Botschaft. Nämlich, dass der Satan uns übervorteilen kann, wenn wir uns weigern, Vergebung zu üben. Wer sich weigert, zu vergeben, der kann nicht frei werden.

Ganz allgemein ist es wichtig, die Sünde bleiben zu lassen und sich lieber um gute Werke zu bemühen. Um das zu verdeutlichen, lesen wir uns jetzt eine klare Ermahnung aus dem Brief an die Epheser durch. Dort steht geschrieben in Kapitel 4, Vers 26 bis 30:

Zürnt ihr, so sündigt nicht; die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn!
Gebt auch nicht Raum dem Teufel!
Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern bemühe sich vielmehr, mit den Händen etwas Gutes zu erarbeiten, damit er dem Bedürftigen etwas zu geben habe.
Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe.
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung!

An diesem Text merken wir, dass durch sündige Taten oder sinnlosen Zorn gleich zwei ärgerliche Sachen passieren. Einmal geben wir dadurch dem Teufel Raum in unserem Leben, andererseits betrüben wir dadurch auch den heiligen Geist. Und wenn er betrübt ist, wird er bestimmt keine Kraft mehr wirken wollen.

Da wir beim Brief an die Epheser angekommen sind, schauen wir uns jetzt auch die Stelle an, die sehr stark darauf hinweist, dass der Teufel wirklich der Fürst dieser Welt ist. In Kapitel 2 lesen wir Folgendes in Vers 1 bis 3:

auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden,
in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt;
unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.

Hier sehen wir in Vers zwei, wie von einem Fürst erzählt wird, der in der Luft herrscht und in den Kindern des Ungehorsams wirkt, also in denen, die sich für Gottes Gebote überhaupt nicht interessieren. Und genau das will der Teufel ja, dass die Menschen die Gebote verachten, weil er dadurch in ihnen wirken kann.

In Kapitel 6 des selben Briefes lesen wir folgende wohlbekannte Worte in den Versen 11 und 12:

Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels;
denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.

Interessant ist nicht nur, dass wir gegen Geistmächte im Kampf sind, sondern es werden auch Kunstgriffe des Teufels angesprochen. Was mag mit Kunstgriffen wohl gemeint sein?
Schickt der Teufel uns etwa Schmerzen an unseren Körper, die teilweise gar nicht echt sind, sondern bei denen es sich nur um Phantomschmerzen handelt? Versucht er uns einzuschüchtern mit Drohungen, die er gar nicht in die Tat umsetzen kann? Das halte ich für durchaus möglich. Denn auch wenn er mächtig ist, so wird seine Macht erst dann vollkommen, wenn wir Angst haben. Wer aber keine Angst hat, sondern blind auf Jesus vertraut, gegen den ist der Teufel schwach, so lange dieser Mensch die Gebote beherzigt.

Im ersten Brief des Paulus an die Thessalonicher steht in Kapitel 2, Vers 18:

Darum wollten wir auch zu euch kommen, ich, Paulus, einmal, sogar zweimal; doch der Satan hat uns gehindert.

Diese Worte klingen sehr stark danach, dass die Macht des Satans über die Erde groß genug ist, um jeden Reiseweg zu behindern, oder gar unmöglich zu machen, den ein Mensch gehen will. Aber egal, wie oft das passiert: Jesus hat bestimmt schon einen Plan B vorbereitet.

Im zweiten Brief des Paulus an die Thessalonicher wird uns ja das sehr bemerkenswerte Detail offenbart, dass zuerst der sogenannte Mensch der Sünde geoffenbart werden muss, bevor Jesus zurückkehrt. Und auch der Satan wird diesbezüglich erwähnt, denn es stehen folgende Worte in den Versen 7 bis 12:

Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein;
und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird,
ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder
und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können.
Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge glauben,
damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.

Es wird also betrügerische Kräfte, Zeichen und Wunder geben, die vom Satan ausgehen. Und Gott wird sich gar nicht weiter darum kümmern. Schlimmer noch: Er wird absichtlich dem Satan solche Kräfte überlassen, weil es vermutlich ein Zeitpunkt sein wird, an dem er absolut keine Nerven mehr für die Widerspenstigkeit der Erdenbewohner hat und sie bewusst verwirft. Eben deshalb sollten wir selbst uns dazu motiviert fühlen, Gott zu suchen und zu ehren, so lange er sich noch finden lässt. Denn offensichtlich hat sogar seine Geduld auch mal ein Ende.

Im ersten Brief an Timotheus versucht Paulus, eine Beschreibung zu geben, durch welche man einschätzen kann, ob ein Mensch dafür geeignet ist, eine leitende Position in der Gemeinde zu bekommen. Und diesbezüglich schrieb er in Kapitel 3, Vers 6:

kein Neubekehrter, damit er nicht aufgeblasen wird und in das Gericht des Teufels fällt.

Wenn also ein Mensch aufgeblasen ist, das heißt wenn er sich selbst für den Besten und den Überlegenen hält, dem keiner zu nahe treten darf, dann fällt dieser Mensch ins Gericht des Teufels. Also mit anderen Worten: Arroganz und Hochmut sind auch Gründe, warum der Teufel uns erfolgreich verklagen kann, und dies wird er ohne zu zögern tun.

Im Brief des Jakobus gibt es auch einen bemerkenswerten Aufruf, denn dort lesen wir in Kapitel 4, Vers 7 und 8:

So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch;
naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid!

Wenn wir in einer Versuchung dem Teufel widerstehen, dann flieht er. So steht es geschrieben und so wird es geschehen. Versuchungen kann man überwinden, indem man sich weigert, die Sünde zu tun, zu welcher man angestachelt wird. Und sobald der Teufel erkennt, dass man fest bei der eigenen Ansicht bleibt und sich nicht zu Unsinn reizen lässt, wird es ihm nutzlos erscheinen, die Versuchung weiter durchzuführen, und dann verschwindet er, bzw. seine Diener werden von euch ablassen, weil sie merken, dass sie ihr Ziel nicht erreichen können. Wir müssen allezeit den Wille Gottes kennen und berücksichtigen, dann hat der Böse keine Chance, wenn er uns in Sünde ziehen will. Denn genau das wäre das Schlimmste, was passieren könnte. Wenn andere Menschen sich unzumutbar uns gegenüber verhalten, dann ist das in gewisser Weise schlimm, aber so richtig schlimm ist die Sache erst dann, wenn wir deswegen anfangen, selbst etwas Sündiges zu tun.

Ebenso bemerkenswerte Worte gibt es im ersten Brief des Petrus in Kapitel 5, Vers 8 bis 10. Dort lesen wir:

Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann!
Dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist.
Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen!

Der Teufel sucht also nach Menschen, die er verschlingen kann. Darüber sollten wir uns allezeit im Klaren sein. Er wird nicht müde, und er hat keine guten Absichten, sondern er will uns zur Sünde reizen, weil er danach Einfluss auf uns ausüben kann. Und er reizt uns zur Sünde, indem er Menschen, die bereits selber Sünder sind, dazu bringt, dass sie uns gegenüber ekelhaftes Verhalten zeigen, oder indem er uns beispielsweise durch Medien auf dumme Ideen bringen will, nämlich dazu, dass wir Lust bekommen, gotteslästerliche Dinge zu tun.
Petrus betont auch, dass dementsprechende Bedrängnisse und Versuchungen erduldet werden müssen, und dass es jedem einzelnen Gläubigen so geht, dass er Derartiges erleben und überwinden muss. Wir sind dazu aufgerufen, persönlich Widerstand gegen alles zu leisten, was dem Teufel ein Anrecht geben würde.

Im ersten Brief von Johannes lesen wir die Bestätigung, dass Sünder dem Teufel gehören, denn es steht geschrieben in Kapitel 3, Vers 8:

Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.

Jesus ist also gekommen, um die Sünde zu zerstören. Und dies tut er durch die Worte, die er verkündet hat, denn diese Worte sind Geist und sind Leben, aber der Lohn der Sünde ist der Tod.
Wie aber auch der Teufel von Anfang an sündigt, so sind ebenfalls Menschen in seiner Hand, die das selbe tun. Und der einzige Weg, davon loszukommen ist, die Gebote zu lernen, reuevoll Jesus um Vergebung zu bitten, und damit anzufangen, die Gebote tatsächlich im eigenen Leben einzuhalten, selbst wenn man von anderen dafür ausgelacht oder verlästert oder geschmäht wird.
Denn wer die Gebote halten will und Wohlgefallen daran hat, der ist gewissermaßen aus Gott. Und über solche Menschen hat Johannes auch etwas geschrieben, das lesen wir in seinem ersten Brief in Kapitel 5, Vers 18:

Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt ; sondern wer aus Gott geboren ist, der bewahrt sich selbst, und der Böse tastet ihn nicht an.

Das ist eine sehr erstaunliche Zusicherung, oder? Wenn wir das Leiden in dieser abartigen Welt ertragen, ohne selber zu sündigen, wird uns der Böse nicht antasten. Kein einziger Dämon wird sich dann trauen, in unserer Nähe zu verweilen, weil sich alle Dämonen von dem Heil Gottes abgestoßen fühlen. Darum sollen wir selbst Menschen sein, die so viel wie möglich die Liebe Gottes mit ihrem Wort verbreiten und selbst in den Geboten wandeln. Denn dann erfüllen sich die Worte, dass der Böse uns nicht antasten wird.

Mit den Briefen der Apostel sind wir jetzt fast am Ende, denn es gibt nur noch eine Stelle, die ich euch zeigen will. Diese finden wir im Brief des Judas. Es steht geschrieben in Vers 8 und 9:

Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, verachten die Herrschaft und lästern Mächte.
Der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel Streit hatte und über den Leib Moses verhandelte, wagte kein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr strafe dich!

Aus diesen Versen ergibt sich, dass wir keine Mächte lästern dürfen, selbst wenn es sich um Mächte der Finsternis handeln sollte. Und der Grund, warum wir keine Lästerung reden sollen ist, dass Gott selbst gerecht richten wird und wir alle Ehre ihm zugestehen sollen, in vollem Vertrauen, dass er alles gerecht ausführt. Das ist aber ein anspruchsvolles Gebot, dass wir als Menschen uns nicht lästerlich über die Mächte der Finsternis äußern dürfen, obwohl sie schlimme Dinge tun. Offensichtlich ist es von sehr großer Wichtigkeit, dass wir sehr genau Acht darauf haben, welche Worte wir reden.
Es wird aber auch von diesem Judas, der den Brief schrieb, eine Geschichte erzählt, bei welcher der Erzengel Michael Streit mit dem Teufel hatte, denn die beiden verhandelten darüber, wer von ihnen den Leib von Moses haben darf. Leider habe ich bisher noch nicht herausgefunden, was genau damals geschehen ist und wie es ausging. Falls ich das aber noch mitbekommen sollte, werde ich vermutlich ein eigenes Video darüber machen. Wichtig ist für uns nur, dass Michael zwar Streit mit dem Teufel hatte, aber kein einziges Lästerwort redete, sondern er sagte nur: „Der HERR strafe dich!“
Und an diesem Zitat können auch wir uns ein Beispiel nehmen.

Zuguterletzt gibt es noch ein paar Stellen aus der Offenbarung, wo ebenfalls der Satan erwähnt wird, nämlich in den sieben Sendeschreiben aus Kapitel 2 und 3. Und einige Stellen schauen wir uns jetzt ebenfalls noch mit an.

In Kapitel 2 steht in Vers 10 geschrieben:

Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben!

Hier gibt es also den Aufruf, dass die angesprochenen Menschen treu bleiben müssen. Treu bis in den Tod, weil erst danach die Krone des Lebens an sie verliehen wird. Ich weiß nicht genau, wer alles mit diesem Zitat gemeint ist, aber man sollte vorsichtshalber die Bereitschaft in seinem Herzen haben, wenn das Böse die Übermacht auf Erden erlangt, dass man dann bereit sein sollte, für Jesus in den Tod zu gehen. Also praktisch, wenn einer zu euch sagt: „Verleugne Jesus, dann lassen wir dich leben! Wenn du ihn nicht verleugnest, lassen wir dich sterben!“.
Wenn ein Mensch in dieser Lage ist, und er verleugnet Jesus aus Angst, dann gehört der Mensch dem Teufel. Deswegen darf einem das eigene Leben auf dieser Erde im Notfall nicht kostbar sein.

Das nächste Zitat ist in dem selben Kapitel lesbar. In Vers 24 steht geschrieben:

Euch aber sage ich, und den Übrigen in Thyatira, all denen, die diese Lehre nicht haben und die nicht die Tiefen des Satans erkannt haben, wie sie sagen: Ich will keine weitere Last auf euch legen.

Diese Worte redet Jesus deshalb, weil in der angesprochenen Gemeinde viele Menschen sind, die sich dazu verführen ließen, Unzucht zu treiben und Götzenopferfleisch zu essen. Und sie behaupten, dass sie gerettet sind, obwohl sie solche Dinge tun. Mit dieser Lehre hat der Satan die betroffenen Menschen tief in seine Fänge geholt. Aber ein paar Leute, nämlich jene, die in Vers 24 gemeint sind, haben die böse Lehre abgelehnt, und sie sind stattdessen beständig bei der gesunden Lehre geblieben. Deshalb will Jesus auf diese wenigen Leute keine weitere Last legen, sondern sie sollen weitermachen wie bisher.
Jedenfalls erkennen wir sehr deutlich, dass der Satan die Menschen dazu treibt, zu denken, sie wären sowieso gerettet und könnten Unzucht treiben und Götzenopferdienst leisten, so viel sie wollen. Hauptsache, sie nennen den Name des Herrn Jesus. Mit diesem Schwachsinn hat der Satan bereits vor mehr als 1.900 Jahren Menschen in seine Fänge gelockt, denn die Offenbarung wurde ungefähr 90 Jahre nach der Geburt von Jesus geschrieben. Und exakt den gleichen Unsinn verbreitet der Satan auch heute noch, dass man angeblich trotz Unzucht und Götzendienst gerettet werden würde.

Ein letztes Zitat über den Satan wollen wir uns noch anschauen, welches auch aus der Offenbarung ist. Dieses richtet sich an die Leute, die ehrlich und aufrichtig sind und Jesus wirklich nachfolgen. In Kapitel 3 steht in Vers 9:

Siehe, ich gebe, dass solche aus der Synagoge des Satans, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen, siehe, ich will sie dazu bringen, dass sie kommen und vor deinen Füßen niederfallen und erkennen, dass ich dich geliebt habe.

Das ist hochinteressant. Jesus offenbart in diesem Vers, dass es eine sogenannte Synagoge des Satans gibt. Also ein Haus, das nach außen hin so aussieht, als wäre es ein jüdisches Gotteshaus, aber in Wahrheit wird in solch einem Haus der Teufel verherrlicht. Das ist echt übel. Vor allem, weil Jesus gleichzeitig davor warnt, dass es nicht nur echte Juden gibt, sondern es gibt auch böse Menschen, die sich selber als Juden verkleiden, obwohl sie gar keine Juden sind. Und diese tun böse Dinge, um das gesamte jüdische Volk in Verruf zu bringen. Einen wirklich guten Jude erkennt man aber daran, dass er die ganze Thora und die Lehren der Propheten versucht einzuhalten, soweit es möglich ist, und dass er sich niemals mit irgendwelchen möchtegern-gescheiten Menschenlehren vollquatschen lässt. Ein echter Jude wird gewiss ein guter Mensch sein, da es ja schon in der Thora einige Stellen gibt, die dazu aufrufen, dass Israel Nächstenliebe üben soll, dass es gute Taten tun soll, und dass es mit Okkultismus oder anderen finsteren Dingen nichts zu tun haben darf.
Aber leider haben wir das Problem auf dieser Welt, dass manche böse Menschen sich als Juden verkleiden, ohne wirklich welche zu sein, und diese sind bewusst Diener des Teufels. Aber bei der Wiederkunft von Jesus werden natürlich auch die echten Juden von den falschen Juden getrennt, und jeder wird erkennen, welche es sind, die Jesus liebt.

Wichtig ist aber nicht nur, dass wir uns vor dem Satan persönlich in Acht nehmen, sondern ebenso vor den bösen Geistern, die das Werk des Satans unterstützen, nämlich vor Dämonen. Jakobus hat eine interessante Bemerkung über die Dämonen in seinem Brief gemacht, denn wir lesen in Kapitel 2, Vers 19:

Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt? Du tust wohl daran! Auch die Dämonen glauben es – und zittern!

Das ist eine wichtige Erkenntnis. Obwohl sich die Dämonen lauter verrückte Legenden ausdenken, über angebliche Gottheiten oder über Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten, und so weiter, trotz all dessen wissen sie selber ganz genau, dass es nur einen echten Gott gibt. Und vor diesem echten Gott zittern sie, denn er ist heilig. Und überall dort, wo Heiligkeit hinkommt, verliert die Sünde ihre Kraft. Die Dämonen fallen reihenweise um in der Nähe Gottes und können sich gar nicht mehr bewegen, weil sie von ihrer eigenen Sünde gelähmt sind inmitten der Heiligkeit. Deswegen fliehen sie mit großer Angst, sobald sich ihnen etwas wirklich Heiliges nähert.
Und sie wollen aus dem selben Grund vermeiden, dass irgendwer auf Erden heilig wandelt, denn dadurch käme die Kraft, vor der sie schwach werden. Stattdessen führen sie die Menschen durch angebliche uralte Geheimnisse und sonstige Irrlehren, die es in mannigfaltiger Auslegung gibt, die ganze Zeit an der Nase herum. Deswegen warnt Paulus sehr davor, an irgendwelche verrückten Lehren und angebliche Gottheiten zu glauben, oder an Götzendienst teilzunehmen. Diesbezüglich lesen wir in seinem ersten Brief an die Korinther in Kapitel 10, Vers 18 bis 22:

Seht das Israel nach dem Fleisch! Stehen nicht die, welche die Opfer essen, in Gemeinschaft mit dem Opferaltar?
Was sage ich nun? Dass ein Götze etwas sei, oder dass ein Götzenopfer etwas sei?
Nein, sondern dass die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, dass ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid.
Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen!
Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker als er?

Israel ist ja bekanntlich schon vor der Erscheinung von Jesus dazu aufgerufen gewesen, jede Form von Götzendienst zu vermeiden, aber viele Leute des Volkes taten es trotzdem. Und jedes Götzenopfer zählt als Opfergabe für böse Geister, denn diese sind die ursprünglichen Erfinder der Götzenbilder und falschen Lehren. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass man nur das eine oder das andere haben kann. Entweder man verweigert jeden Götzendienst und folgt Jesus nach, dann ist man Gott wohlgefällig, oder aber man betreibt Götzendienst, dann ist jedes Gebet und jede Gabe für Gott wertlos, weil man ein geteiltes Herz hat. Und Gott kann geteilte Herzen nicht ertragen.

Da wir dies nun ausgewertet haben, ist unser Profil über den Satan soweit erstmal komplett, möchte ich behaupten. Gehen wir das Profil nochmal durch! Denn daran merken wir, was unser Feind für ein Typ ist und wie er vorgeht.

Der Satan behauptet, man sei trotz Sünde unsterblich. Er verharmlost Gefahr durch Lügen. Er redet fälschlicherweise Menschen ein, Gott würde ihnen etwas vorenthalten und ihnen wichtige Dinge verheimlichen. Er schürt Misstrauen zwischen Gott und Mensch. Er redet Menschen ein, sie seien selbst Gott oder sie können sich selbst zu Göttern machen. Der Satan ist listiger als jede andere Schöpfung. Er verdreht und bezweifelt Gottes Gebot. Er führt eine Rebellion gegen Gott. Er will selbst Gott sein und angebetet werden. Er hat den Name "Luzifer", das ist lateinisch und heißt "Lichtträger“. Er will den ganzen Erdkreis zur Wüste machen. Er war früher mal der schönste aller Engel. Er kann sich zeitweise als Engel des Lichts verkleiden. Er hat Diener unter den Menschen, die sich als Diener der Gerechtigkeit ausgeben. Er hatte mehr Weisheit als alle anderen Engel und ist demnach hochgradig intelligent. Er hat wahrscheinlich ein ausgeprägtes musikalisches Talent. Er ist gut im Aushandeln von Vereinbarungen. Er motiviert die Menschen ständig zu komplett fleischlichem Denken. Er versucht Menschen durch Stolz zu manipulieren. Er kennt die Bibel auswendig und missbraucht positive Verheißungen Gottes, um Menschen zu unüberlegten Taten zu reizen. Er beherrscht alle Länder der Erde und ist der Fürst dieser Welt. Er verspricht seinen Anbetern Macht und Herrlichkeit. Er wird in Gleichnissen "Drache" oder "Schlange" genannt. Er verführt aktiv den ganzen Erdkreis. Er hat ein Drittel der Engel Gottes verführt, und nun folgen sie ihm. Er besitzt momentan noch eine eigene Stätte im Himmel. Er verklagt und verlästert Menschen Tag und Nacht.
Er wird eines Tages auf der Erde festsitzen und dabei voller Zorn sein. Er motiviert Menschen zu Eigensinnigkeit. Er schickt seine Diener teils in gläubige Gemeinden, um diese von innen her langsam zu verderben. Er begehrt, unsere engsten Vertrauten gegen uns zu benutzen.
Er will andauernd die rettende Wahrheit von Menschen wegnehmen. Er hängt Menschen ständig Krankheiten an. Er kann im Zweifelsfall von Sündern Besitz ergreifen. Er verlangt von Gott, dass Menschen versucht werden müssen. Er ist der Vater aller Lügen. Er ist von Anfang an ein Menschenmörder. Er versucht unser Herz anzugreifen. Er schürt Ehebruch bei jeder noch so kleinen Gelegenheit. Er beruft sich bei seinen Klagen stark auf Unvergebenheit. Er herrscht in der Luft und in Kindern des Ungehorsams. Er kann eigene Zeichen wirken. Er erhält Anrecht an arroganten und hochmütigen Menschen. Er selbst sündigt von Anfang an. Und der Satan erzählt den Christen, sie seien trotz sündigem Wandel vor der Hölle gerettet.

Das ist das Profil des Bösen. Teilweise ergibt sich daraus auch die kurzgefasste Version der Mittel, die der Satan benutzt, um Menschen zu verführen, nämlich Zweifel, Augenlust, Fleischeslust und Hochmut des Lebens. Der Zweifel besteht darin, dass er uns zum zweifeln bringt, ob Gottes Worte wirklich ernst gemeint sind oder ob Gott überhaupt existiert. Oder Zweifel daran, ob es richtig ist, die Gebote einzuhalten. Augenlust benutzt er auf die Art, dass er gefährliche Dinge wunderschön aussehen lässt, weil wir dann dazu neigen, die Gefahr anzunehmen und zum Opfer der Gefahr zu werden, weil sie schön ausgesehen hat. Außerdem versucht er durch Augenlust, uns abzulenken, sodass wir schön aussehenden Dingen hinterher schauen und unseren Blick von Gott abwenden. Fleischeslust bedeutet, dass er uns dazu treiben will, uns ganz allein auf die Empfindungen unseres Fleisches zu konzentrieren und nur darin Erfüllung zu suchen. Also in Geschlechtsverkehr, weil es sich am Fleisch besonders anfühlt, oder Völlerei, also Nahrung in viel zu großer Menge oder unreine Speise, weil es gut schmeckt, egal was Gott davon denkt. Und der Hochmut des Lebens wird von dem Satan benutzt, indem er uns dazu treibt, wir sollen immer die Nummer eins sein und unsere eigene Ehre verteidigen, wir sollen gegen andere streiten und uns immer als der Sieger erweisen, der über anderen steht und der schlauer ist als der Rest, und lauter solcher Unfug. Der Hochmut des Lebens tritt auch dadurch zutage, dass ein Mensch immer Dinge wissen will, die andere nicht wissen, um sich dadurch überlegen zu fühlen und zu meinen, er wäre besonders aufgeklärt, und ebenfalls ist der Hochmut des Lebens darin erkennbar, wenn ein Mensch immer weiter wachsen will und sich nie zufrieden gibt mit dem, was er hat, sondern ständig wieder irgendwas Neues braucht, und wie in einem Wahn immer nach neuen Möglichkeiten sucht, um größer zu sein als vorher.
All dies ist nicht nötig, denn wir haben bereits unser Fundament, nämlich die Gebote, und der Sinn des Lebens ist nicht ständiges Wachstum, sondern die Liebe Gottes. Wenn ein Mensch immer nur größer, stärker und schlauer werden will, aber er liebt nicht, dann ist sein Lebenswandel nutzlos vor Gott. Und die Liebe muss nicht ständig verbessert werden, sondern sie ist bereits vollkommen. Der Satan aber drängt Menschen dazu, hochmütig zu denken und sich nicht damit zufrieden zu geben, Jesus Christus kennengelernt zu haben, und in seiner Liebe zu leben.

Da wir nun aber all dies behandelt haben, möchte ich zum Abschluss noch ein kurzes Profil von unserem guten Vorbild erstellen, nämlich von Jesus. Über den Satan haben wir mehr als genug geredet. Jesus ist zum Glück ganz anders als der Satan. Bei Jesus werden wir, um das Video nicht zu sehr in die Länge zu ziehen, die Tätigkeiten weglassen, und uns besonders auf die Charaktereigenschaften konzentrieren.
Aber welche Eigenschaften sind es, die Jesus auszeichnen? Um das zu beantworten, müssen wir genauer auf die Evangelien schauen. Ich habe uns ein paar Stellen rausgesucht, aus denen ein kurzes und deutliches Profil von Jesus erstellt werden kann.

Zuerst mal lesen wir folgende Worte im Evangelium des Matthäus, Kapitel 11, Vers 29:

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!

Aus diesen Worten erkennen wir gleich zwei Eigenschaften. Einmal merken wir daran, dass Jesus sanftmütig ist, und dann erfahren wir auch noch, dass Jesus von Herzen demütig ist. Und beide Eigenschaften sind vor Gott sehr wertvoll.

Als nächstes schauen wir uns einen Vers aus dem ersten Kapitel vom Evangelium des Johannes an. In Vers 14 lesen wir:

Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

So ist das. Was Gott von Anfang an versprochen hatte, das war direkt vor den Augen der Menschen. Anfassbar für alle, die damals lebten. Aber ganz wichtig sind für uns im Moment die letzten vier Worte. Jesus, unser unvergleichlicher König, ist voller Gnade und Wahrheit. Das heißt also: Jesus ist jemand, der immer die Wahrheit sagt. Er erzählt keine einzige Lüge. Und er ist voller Gnade, er behandelt also, wenn die Menschen sich zum unzähligsten Mal unerträglich benehmen, niemanden so schlecht, wie er es rein theoretisch verdient hätte, sondern Jesus lässt so oft wie möglich Gnade walten.

Jesus ist auch sehr treu gegenüber Gott und will, dass immer der Wille Gottes geschieht. Denn es steht geschrieben im Evangelium des Johannes, Kapitel 5, Vers 30:

Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie ich höre, so richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat.

Daran merkt man ziemlich deutlich, dass Jesus den Wille Gottes erfüllen will. Und dies wurde auch sehr deutlich, als Jesus kurz vor seiner Gefangennahme stand. Denn bekanntlich betete er zu dieser Zeit vor Gott, und er hatte sehr große Angst vor der bevorstehenden Kreuzigung und hätte die Sache am liebsten vermieden. Doch was für Worte sind es, die er zu Gott sprach in dieser Lage?
Im Evangelium des Matthäus steht folgendes Zitat in Kapitel 26, Vers 39:

Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!

Und ein paar Verse weiter betet Jesus erneut. Es steht geschrieben in Vers 42:

Wiederum ging er zum zweiten Mal hin, betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht an mir vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!

Also auch in der Stunde der größten Angst hat Jesus zwar seinen eigenen Wunsch erwähnt, wollte aber trotzdem Gott gehorsam sein, wenn sein eigener Wille nicht genehmigt werden würde. Der Wille des Vaters wurde von ihm höher geachtet als sein eigener.

Viele wissen bestimmt auch, dass man im Evangelium des Lukas in Kapitel 23 das berühmte Zitat findet, wie Jesus am Kreuz seinen Vater darum gebeten hat, den Übeltätern zu vergeben. Und daran merken wir, dass Jesus voller Vergebung ist und niemandem jemals Vergebung absprechen würde. Denn ausgerechnet in seiner schmerzhaftesten Stunde hat er sich trotz aller üblen Schmerzen und trotz all seiner Einsamkeit und trotz den spöttischen Kommentaren der umstehenden Menschen, nicht davon abhalten lassen, Vergebung auszusprechen.

Eine weitere wichtige Eigenschaft von Jesus werden wir aus insgesamt drei Bibelstellen erkennen, die ich diesbezüglich aufzeigen möchte. Zuerst lesen wir im Evangelium des Matthäus in Kapitel 9 den Vers 36. Es steht geschrieben:

Als er aber die Volksmenge sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.

Nun lesen wir auch noch eine andere Stelle in diesem Evangelium, nämlich Kapitel 15, Vers 32:

Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach: Ich bin voll Mitleid mit der Menge; denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen, und ich will sie nicht ohne Speise entlassen, damit sie nicht auf dem Weg verschmachten.

Und ebenso schauen wir uns auch einen bestimmten Text im Evangelium des Lukas an. In Kapitel 7 lesen wir in Vers 11 bis 15:

Und es begab sich am folgenden Tag, dass er in eine Stadt namens Nain ging, und mit ihm zogen viele seiner Jünger und eine große Volksmenge.
Wie er sich aber dem Stadttor näherte, siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.
Und als der Herr sie sah, erbarmte er sich über sie und sprach zu ihr: Weine nicht!
Und er trat hinzu und rührte den Sarg an; die Träger aber standen still. Und er sprach: Junger Mann, ich sage dir: Steh auf!
Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter.

An diesen Erzählungen merken wir deutlich, dass Jesus mitfühlend ist und großes Mitleid mit den Menschen hat. Zuerst ging es darum, wie er Mitleid mit der Volksmenge hatte, die ihm nachlief, weil er merkte, dass sie alle einen bestimmten Hunger haben, nämlich Hunger nach der Wahrheit. Hunger nach echter Liebe. Und deswegen liefen sie Jesus nach, aber Jesus war ja ganz allein und konnte sich nicht um alle Menschen der Welt auf einmal kümmern, aber die Menschen hatten sonst keinen, zu dem sie gehen konnten. Deswegen hat Jesus Mitleid mit ihnen, weil er weiß, dass Menschen, die nach Wahrheit und Liebe suchen, ohne sie zu finden, irgendwann an diesem Mangel zugrunde gehen und innerlich verbittert werden. Weil sich keiner ordentlich um sie kümmert. Würde man sich aber um sie kümmern, würden viele von ihnen die Wahrheit dankbar annehmen und sie beherzigen, und sie würden wunderschöne Persönlichkeiten werden, mit gutem Herz und selbst voller Mitgefühl und Zuversicht. Weil sie aber so viel gesucht und nicht gefunden haben, obwohl sie sich danach sehnten, fündig zu werden, deshalb hat Jesus Mitleid.

Bei der anderen Stelle sind die Menschen schon ganze drei Tage bei ihm, ohne irgendwas gegessen zu haben, denn sie wollten nicht weg. Sie wollten einfach nur in der Nähe von Jesus sein. Alles andere war egal. Und Jesus wusste, dass sie nach drei Tagen ohne Nahrung Probleme haben werden, wieder nach Hause zu kommen, deshalb wollte er sie nicht in diesem Zustand lassen, sondern ihnen zu Essen geben.

Und im dritten Beispiel sieht Jesus eine arme, leidende Witwe, die nichts im Leben hatte außer ihren Sohn. Und nun war auch dieser gestorben, und die Witwe hatte gar nichts mehr. Und das ging Jesus nahe, es bewegte ihn innerlich und er erbarmte sich deshalb, indem er ihren Sohn wieder ins Leben zurückholte. Denn er verstand den großen Schmerz, den diese Witwe im Herzen hatte, und es tat ihm Leid, weil Jesus voller Mitgefühl für andere Menschen ist.

Nun gibt es noch eine Eigenschaft, die wir auf jeden Fall in das Profil von Jesus aufnehmen sollten, und diese ergibt sich unter anderem aus Kapitel 17 im Evangelium des Johannes. Dort steht in Vers 26, wie Jesus zu Gott sagte:

Und ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihn verkünden, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.

Jesus will also, dass die Liebe in uns ist, die von Gott kommt. Und an einer anderen Stelle sagte er:

Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, gleichwie ich euch geliebt habe.

Daran merken wir, dass Jesus die Menschen liebt, weil auch Gott die Menschen liebt und weil durch ihn die Menschen lernen sollten, worin die Liebe Gottes besteht.

Das sind also die Eigenschaften von Jesus:

Jesus ist sanftmütig. Jesus ist von Herzen demütig. Jesus ist jemand, der immer die Wahrheit sagt.
Jesus ist voller Gnade. Jesus ist immer nur auf Gottes Wille bedacht. Jesus ist voller Vergebung für jeden. Jesus ist voller Mitleid für andere Menschen. Jesus ist liebevoll zu den Menschen, weil Gott sie liebt.
Das ist unser makelloses Vorbild, und diesem sollen wir mit aller Kraft nachfolgen. Und allezeit, während wir versuchen, diesem Beispiel zu folgen, müssen wir darauf Acht haben, dass wir nicht von dem Fürst dieser Welt in eine Falle gelockt werden. Deswegen haben wir uns seine Taktiken und Eigenschaften mal ganz genau angeschaut.

Und am Ende wird der Satan ja endlich beseitigt, wie es auch geschrieben steht im Brief an die Römer, Kapitel 16, Vers 20:

Der Gott des Friedens aber wird in Kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch! Amen.

Diese Stelle kündigt an, egal welche großartigen Zeichen und Wunder der Teufel fähig sein wird zu tun, dass Gott ihn innerhalb eines kurzen Augenblicks zu Fall bringen wird. Einfach so. Wie bei einem kurzen Fingerschnipp. Denn egal, was der Satan tut - es ist nichtig vor der gewaltigen Macht Gottes des Höchsten, die in die Hände seines Sohnes gegeben ist bis ans Ende aller festgesetzten Zeiten.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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