Text zu "Wir studieren die Apostelgeschichte (Kap. 19 bis 23)
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=Wbmqu784SH0
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video gehört
zu jenen Videos, in denen wir die Apostelgeschichte durchlesen und
einiges dazu näher betrachten. Diesmal geht es um die Kapitel 19, 20
21 22 und 23.
Wir wissen dank dem
vorhergehenden Video, dass Paulus eine dritte Missionsreise
angetreten hatte, und dass er zuvor den Leuten in Ephesus versprochen
hatte, er würde sie bald nochmal besuchen kommen. Und genau dieses
Versprechen hat Paulus auch eingelöst, denn es steht geschrieben in
Kapitel 19, Vers 1 bis 7:
Es geschah aber,
während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höher
gelegenen Gebiete durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und als er
einige Jünger fand,
sprach er zu ihnen:
Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie
aber antworteten ihm: Wir haben nicht einmal gehört, dass der
Heilige Geist da ist!
Und er sprach zu
ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber erwiderten: Auf
die Taufe des Johannes.
Da sprach Paulus:
Johannes hat mit einer Taufe der Buße getauft und dem Volk gesagt,
dass sie an den glauben sollten, der nach ihm kommt, das heißt an
den Christus Jesus.
Als sie das hörten,
ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus.
Und als Paulus ihnen
die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten
in Sprachen und weissagten.
Es waren aber im
Ganzen etwa zwölf Männer.
Hier wurden also
einige Menschen auf den Name Johannes getauft, weil der Taufende
nicht wusste, dass der heilige Geist bereits auf der Erde ist und
dass man auf den Name Jesus Christus taufen muss. Aber Paulus konnte
Abhilfe schaffen und betete auch durch Handauflegung dafür, dass die
Menschen den heiligen Geist empfangen. Und als dies geschah, kam
wieder dieses Wunderzeichen zum Vorschein, das bei der Taufe
auftreten kann, nämlich dass die ordentlich getauften Menschen teils
in Sprachen zu reden beginnen.
Paulus verbrachte
dort aber auch eine sehr lange Zeit, um die Leute zu belehren, und
davon lesen wir in den Versen 8 bis 12:
Und er ging in die
Synagoge und trat öffentlich auf, indem er drei Monate lang
Gespräche führte und sie zu überzeugen versuchte von dem, was das
Reich Gottes betrifft.
Da aber etliche sich
verstockten und sich weigerten zu glauben, sondern den Weg vor der
Menge verleumdeten, trennte er sich von ihnen und sonderte die Jünger
ab und hielt täglich Lehrgespräche in der Schule eines gewissen
Tyranus.
Das geschah zwei
Jahre lang, sodass alle, die in der Provinz Asia wohnten, das Wort
des Herrn Jesus hörten, sowohl Juden als auch Griechen.
Und Gott wirkte
ungewöhnliche Wunder durch die Hände des Paulus,
sodass sogar
Schweißtücher oder Gürtel von seinem Leib zu den Kranken gebracht
wurden und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister
von ihnen ausfuhren.
Also da hat Gott ja
wirklich erstaunliche Methoden befohlen, nicht wahr? Alleine durch
ein Schweißtuch von Paulus fanden Geisteswirkungen statt, um zu
beweisen, dass Paulus wahrhaftig von dem Messias predigt, dem alle
Macht gegeben wurde, und den wir als Jesus Christus kennen.
Jedenfalls hat
Paulus zwei Jahre so eine Art christliche Schule geleitet, wo jeder
hinkommen konnte, der etwas über Jesus lernen wollte. Egal, ob Jude
oder Heide.
Natürlich hat sich
dies unter den Leuten immer weiter rumgesprochen, dass durch den Name
Jesus Wunderheilungen und Dämonenaustreibungen passieren. Und man
kann sich dabei auch eine interessante Frage stellen. Nämlich
folgende Frage:
Was passiert
eigentlich, wenn jemand Dämonen austreiben will, der selber nicht zu
Jesus gehört und kaum etwas über Jesus weiß?
Die Antwort auf
diese Frage können wir selbst in Erfahrung bringen, indem wir
einfach weiterlesen. Folgendes steht geschrieben in den Versen 13 bis
17:
Es versuchten aber
etliche von den umherziehenden jüdischen Beschwörern, über denen,
die böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus zu nennen, indem
sie sagten: Wir beschwören euch bei dem Jesus, den Paulus
verkündigt!
Es waren aber sieben
Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skevas, die dies taten.
Aber der böse Geist
antwortete und sprach: Jesus kenne ich, und von Paulus weiß ich; wer
aber seid ihr?
Und der Mensch, in
dem der böse Geist war, sprang auf sie los, und er überwältigte
sie und zeigte ihnen dermaßen seine Kraft, dass sie entblößt und
verwundet aus jenem Haus flohen.
Das aber wurde allen
bekannt, die in Ephesus wohnten, sowohl Juden als auch Griechen. Und
Furcht fiel auf sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde
hochgepriesen.
Hier haben sich also
ein paar Leute, die Jesus gar nicht kannten, völlig unwissend auf
eine Sache eingelassen, die ziemlich heikel ist. Und der Dämon in
dem Mensch hat sich entsprechend über sie lustig gemacht, da er ja
die Machtverhältnisse kennt. Der böse Geist weiß, dass Jesus die
Macht bekommen hat, und dass echte Jesus-Nachfolger in seinem Namen
Befehle erteilen können, die zur Austreibung führen. Wer aber von
Jesus keine Ahnung hat, bei dem wird es auch nur eine sehr geringe
Wirkung haben, wenn er den Name Jesus in den Mund nimmt, und die
starken Dämonen-Arten werden darüber lachen. Die sieben Söhne, von
denen wir gerade gelesen haben, mussten diese Lektion auf die harte
Tour lernen, wir aber sollten diese Geschichte auch selbst im
Hinterkopf behalten, um unsere eigene Lehre daraus ziehen zu können.
Denn es zeigt sich daran, wie wichtig es ist, dass ein Mensch
wirklich Jesus kennt, weil jeder andere Zustand vor den starken
Dienern des Satans nichts gilt.
Lasst uns nun mal
von einem erfreulicheren Ereignis lesen! Es steht geschrieben in den
Versen 18 bis 20:
Und viele von denen,
die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und erzählten ihre
Taten.
Viele aber von
denen, die Zauberkünste getrieben hatten, trugen die Bücher
zusammen und verbrannten sie vor allen; und sie berechneten ihren
Wert und kamen auf 50000 Silberlinge.
So breitete sich das
Wort des Herrn mächtig aus und erwies sich als kräftig.
Wenn wir bedenken,
dass von den 30 Silberlingen, die Judas für den Verrat an Jesus
erhalten hatte, bereits eine ganze Begräbnisstätte gekauft werden
konnte, dann sollte uns allen bewusst werden, dass die Menschen hier
ihre okkulten Objekte verbrannt haben, obwohl diese teils von
unglaublich hohem Wert waren. Sie haben einfach alles ins Feuer
geworfen, weil sie nun etwas gefunden hatten, was wertvoller war als
die bescheuerte Zauberei, die sie zuvor getrieben hatten. Nämlich
den wahrhaftigen und lebendigen Glaube an Jesus Christus, den Sohn
Gottes des Höchsten, der sich selbst als komplett unschuldiges Wesen
für die Rettung der Menschheit hingegeben hat.
Der Glaube breitete
sich also immer weiter aus, und es sollte mittlerweile schon dazu
gekommen sein, dass die Leute alle wussten, wie wertvoll der Glaube
an Jesus ist, und dass alle Arten von Götzendienst oder Zauberei im
Vergleich dazu ein Witz sind.
Jedenfalls lesen wir
weiter in den Versen 21 und 22:
Nachdem aber diese
Dinge ausgerichtet waren, nahm sich Paulus im Geist vor, zuerst durch
Mazedonien und Achaja zu ziehen und dann nach Jerusalem zu reisen,
indem er sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen!
Und er sandte zwei
seiner Gehilfen, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien und hielt
sich noch eine Zeit lang in der Provinz Asia auf.
Also ich persönlich
finde es ein wenig eigenartig, dass Paulus seine Gehilfen plötzlich
von sich wegschickt, obwohl er bisher immer Wert darauf gelegt hatte,
dass sie bei ihm sind.
Aber naja,
jedenfalls waren diese nun unterwegs und er selbst blieb noch eine
Weile in Ephesus.
Und in dieser Zeit
geschah ein Ereignis, bei dem man sich eigentlich nur noch an den
Kopf greifen kann. Denn obwohl das Volk schon längst bewiesen bekam,
dass alle Götzen nichtig sind, so konnten sie trotzdem von ein paar
geldgierigen Menschen dazu verleitet werden, an der Verehrung von
Götzen festzuhalten. Davon lesen wir in den restlichen Versen des
Kapitels, denn es steht geschrieben ab Vers 23:
Aber um jene Zeit
entstand ein nicht unbedeutender Aufruhr um des Weges willen.
Denn ein gewisser
Mann namens Demetrius, ein Silberschmied, verfertigte silberne Tempel
der Diana und verschaffte den Künstlern beträchtlichen Gewinn.
Diese versammelte er
samt den Arbeitern desselben Faches und sprach: Ihr Männer, ihr
wisst, dass von diesem Gewerbe unser Wohlstand kommt.
Und ihr seht und
hört, dass dieser Paulus nicht allein in Ephesus, sondern fast in
ganz Asia eine große Menge überredet und umgestimmt hat, indem er
sagt, dass es keine Götter gebe, die mit Händen gemacht werden.
Aber es besteht
nicht nur die Gefahr, dass dieses unser Geschäft in Verruf kommt,
sondern auch, dass der Tempel der großen Göttin Diana für nichts
geachtet und zuletzt auch ihre Majestät gestürzt wird, die doch
ganz Asia und der Erdkreis verehrt!
Als sie das hörten,
wurden sie voll Zorn und schrien: Groß ist die Diana der Epheser!
Und die ganze Stadt
kam in Verwirrung, und sie stürmten einmütig ins Theater und
zerrten die Mazedonier Gajus und Aristarchus, die Reisegefährten des
Paulus, mit sich.
Als aber Paulus
unter die Volksmenge gehen wollte, ließen es ihm die Jünger nicht
zu.
Auch etliche der
Asiarchen, die ihm wohlgesonnen waren, sandten zu ihm und baten ihn,
sich nicht ins Theater zu begeben.
Hier schrie nun
alles durcheinander; denn die Versammlung war in der größten
Verwirrung, und die Mehrzahl wusste nicht, aus welchem Grund sie
zusammengekommen waren.
Da zogen sie aus der
Volksmenge den Alexander hervor, da die Juden ihn vorschoben. Und
Alexander gab mit der Hand ein Zeichen und wollte sich vor dem Volk
verantworten.
Als sie aber
vernahmen, dass er ein Jude sei, schrien sie alle wie aus einem Mund
etwa zwei Stunden lang: Groß ist die Diana der Epheser!
Da beruhigte der
Stadtschreiber die Menge und sprach: Ihr Männer von Ephesus, wo ist
denn ein Mensch, der nicht wüsste, dass die Stadt Ephesus die
Tempelpflegerin der großen Göttin Diana und des vom Himmel
gefallenen Bildes ist?
Da nun dies
unwidersprechlich ist, so solltet ihr euch ruhig verhalten und nichts
Übereiltes tun.
Denn ihr habt diese
Männer hergeführt, die weder Tempelräuber sind, noch eure Göttin
gelästert haben.
Wenn aber Demetrius
und die Künstler, die mit ihm sind, gegen jemand eine Klage haben,
so werden Gerichts-tage gehalten, und es sind Statthalter da; sie
mögen einander verklagen!
Habt ihr aber ein
Begehren wegen anderer Angelegenheiten, so wird es in der
gesetzlichen Versammlung erledigt werden.
Denn wir stehen in
Gefahr, dass wir wegen des heutigen Tages des Aufruhrs angeklagt
werden, weil kein Grund vorliegt, womit wir diese Zusammenrottung
entschuldigen könnten!
Und als er das
gesagt hatte, entließ er die Versammlung.
Hier haben wir das
Dilemma. Weil ein Silberschmied um seinen Gewinn fürchtet, will er
die Leute wieder zurück zum Götzendienst führen. Und weil die
Menschen ihre eigene Kultur mehr liebten, als sie Gott und Jesus
liebten, deswegen rotteten sie sich zusammen und versuchten,
irgendwie zu protestieren.
Und ihr Protest
hatte weder ein klares Ziel noch einen Plan, also fiel ihnen nichts
Besseres ein, als zwei Stunden lang immer wieder den selben Satz zu
rufen. Das ist schon irgendwie peinlich, besonders weil zu dieser
Zeit schon unzählige Wunderzeichen durch den Name Jesus geschehen
waren. Und Paulus hatte bestimmt vor, sich zu der Versammlung zu
begeben, um sie von ihrem Götzendienst abzubringen, aber die Jünger
machten sich so große Sorgen um sein Wohl, dass sie ihn nicht gehen
lassen wollten. Und schließlich löste sich die Versammlung auf,
ohne dass es ein wirkliches Ergebnis gegeben hatte. Ich nehme an,
diesen Verlauf kann man als positiv beschreiben. Es hätte ja auch
ein gewaltvoller Aufruhr entstehen können.
Nun lesen wir uns
mal kurz durch, an welche Orte Paulus als nächstes reiste, indem wir
in Kapitel 20 die Verse 1 bis 5 betrachten. Es steht geschrieben:
Nachdem sich aber
der Tumult gelegt hatte, rief Paulus die Jünger zu sich, und als er
Abschied von ihnen genommen hatte, zog er fort, um nach Mazedonien zu
reisen.
Und nachdem er jene
Gebiete durchzogen und sie mit vielen Worten ermahnt hatte, kam er
nach Griechenland.
Und er brachte dort
drei Monate zu; und da ihm die Juden nachstellten, als er nach Syrien
abfahren wollte, entschloss er sich, über Mazedonien zurückzukehren.
Es begleiteten ihn
aber bis zu der Provinz Asia Sopater von Beröa, von den
Thessalonichern Aristarchus und Sekundus, und Gajus von Derbe und
Timotheus, aus Asia aber Tychikus und Trophimus.
Diese gingen voraus
und warteten auf uns in Troas.
Schlimm finde ich,
dass es offenbar immernoch reichlich Juden gab, die nicht an den
Messias Jesus glauben wollten und stattdessen nach einer Möglichkeit
suchten, Paulus und die anderen Jünger loszuwerden.
Wir merken aber auch
an Vers 5, dass Lukas immernoch persönlich mit Paulus reiste, also
jener Lukas, der diese Schrift verfasst hat, die wir gerade lesen.
Ebenso steht geschrieben in Vers 6 bis 12:
Wir aber fuhren nach
den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab und kamen in fünf
Tagen zu ihnen nach Troas, wo wir uns sieben Tage aufhielten.
Am ersten Tag der
Woche aber, als die Jünger versammelt waren, um das Brot zu brechen,
unterredete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tag abreisen
wollte, und er dehnte die Rede bis Mitternacht aus.
Es waren aber
zahlreiche Lampen in dem Obersaal, wo sie versammelt waren.
Und ein junger Mann
namens Eutychus saß am Fenster; der sank in einen tiefen Schlaf.
Während Paulus weiterredete, fiel er, vom Schlaf überwältigt, vom
dritten Stock hinab und wurde tot aufgehoben.
Da ging Paulus hinab
und warf sich über ihn, umfasste ihn und sprach: Macht keinen Lärm;
denn seine Seele ist in ihm!
Und er ging wieder
hinauf und brach Brot, aß und unterredete sich noch lange mit ihnen,
bis der Tag anbrach, und zog dann fort.
Sie brachten aber
den Knaben lebendig herbei und waren nicht wenig getröstet.
Hier hat also Paulus
an die Gläubigen in Troas sehr viel zu sagen gehabt, bis es
Mitternacht wurde. Und ein Knabe, der am Fenster saß, schlief ein
und stürzte hinab.
Wir haben auch
gelesen, was Paulus tat, um den Knabe wiederzubeleben. Und das mutet
schon sehr eigenartig an, was Paulus tat. Es hätte bestimmt auch
gereicht, einfach aufrichtig zu beten, die Hand des Knaben zu
ergreifen, bis das Leben zurückkehrt, und dann zu sagen, dass er
aufstehen soll. Paulus jedoch hat sich für eine sehr eigenartige
Vorgehensweise entschieden, die man selbst nicht nachmachen sollte,
wenn ihr mich fragt.
Jedenfalls waren
Paulus und seine christlichen Reisegefährten unterwegs nach
Jerusalem, und in den Versen 13 bis 16 steht ein kleiner
Zwischenbericht, den wir vollständigkeitshalber auch noch mit
durchlesen. Folgendes steht geschrieben:
Wir aber gingen
voraus zum Schiff und fuhren nach Assus, um dort Paulus an Bord zu
nehmen; denn so hatte er es angeordnet, weil er zu Fuß reisen
wollte.
Als er aber in Assus
mit uns zusammentraf, nahmen wir ihn an Bord und kamen nach Mitylene.
Und von dort
segelten wir ab und kamen am folgenden Tag auf die Höhe von Chios;
tags darauf aber fuhren wir nach Samos, und nach einem Aufenthalt in
Trogyllium gelangten wir am nächsten Tag nach Milet.
Paulus hatte nämlich
beschlossen, an Ephesus vorbeizusegeln, damit er in der Provinz Asia
nicht zu viel Zeit zubringen müsste; denn er beeilte sich, um
möglichst am Tag der Pfingsten in Jerusalem zu sein.
Diese Verse sind
einfach nur zur bloßen Information da, um den Reiseweg von Paulus,
Lukas und den ganzen anderen Gefährten besser nachvollziehen zu
können, falls das jemand tun wollen würde.
Wir merken auch,
dass Paulus nun wieder nahe bei Ephesus ist, und dort hat er eine
ziemlich interessante Abschiedsrede gehalten. Lukas hat versucht,
diese wiederzugeben, so weit es ihm möglich war. Wir lesen darüber
Folgendes ab Vers 17:
Von Milet aber
sandte er nach Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde
herüberrufen.
Und als sie zu ihm
gekommen waren, sprach er zu ihnen: Ihr wisst, wie ich mich vom
ersten Tag an, als ich Asia betrat, die ganze Zeit unter euch
verhalten habe,
dass ich dem Herrn
diente mit aller Demut, unter vielen Tränen und Anfechtungen, die
mir widerfuhren durch die Nachstellungen der Juden;
und wie ich nichts
verschwiegen habe von dem, was nützlich ist, sondern es euch
verkündigt und euch gelehrt habe, öffentlich und in den Häusern,
indem ich Juden und
Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus
Christus bezeugt habe.
Und siehe, jetzt
reise ich gebunden im Geist nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir
dort begegnen wird,
außer dass der
Heilige Geist von Stadt zu Stadt Zeugnis gibt und sagt, dass Fesseln
und Bedrängnisse auf mich warten.
Aber auf das alles
nehme ich keine Rücksicht; mein Leben ist mir auch selbst nicht
teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den
Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das
Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.
Und nun siehe, ich
weiß, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, ihr alle, bei
denen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes verkündigt habe.
Darum bezeuge ich
euch am heutigen Tag, dass ich rein bin von aller Blut.
Denn ich habe nichts
verschwiegen, sondern habe euch den ganzen Ratschluss Gottes
verkündigt.
So habt nun acht auf
euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist
euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die
er durch sein eigenes Blut erworben hat!
Denn das weiß ich,
dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen
werden, die die Herde nicht schonen;
und aus eurer
eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um
die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft.
Darum wacht und
denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört
habe, jeden Einzelnen unter Tränen zu ermahnen.
Und nun, Brüder,
übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat,
euch aufzuerbauen und ein Erbteil zu geben unter allen Geheiligten.
Silber oder Gold
oder Kleidung habe ich von niemand begehrt;
ihr wisst ja selbst,
dass diese Hände für meine Bedürfnisse und für diejenigen meiner
Gefährten gesorgt haben.
In allem habe ich
euch gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen
soll, eingedenk der Worte des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat:
Geben ist glückseliger als Nehmen!
Und nachdem er dies
gesagt hatte, kniete er nieder und betete mit ihnen allen.
Da weinten alle
sehr, fielen Paulus um den Hals und küssten ihn,
am meisten betrübt
über das Wort, das er gesagt hatte, dass sie sein Angesicht nicht
mehr sehen würden. Und sie geleiteten ihn zum Schiff.
In Vers 28 gibt es
eine von den Stellen in der Bibel, aus denen Menschen sehr leicht
mutmaßen, dass Jesus gleichzeitig der höchste Gott sei, der alles
erschaffen hat. Deswegen ist es auch verzeihlich, wenn Menschen die
Dreieinigkeitstheorie unbedingt glauben wollen. Es gibt ja
tatsächlich Stellen in der Schrift, auf die sie sich dabei berufen
können, um ihre These zu stützen. Wer weiß, welchem Zweck es
dient, dass das so gemacht ist ...
Allerdings sagt
jeder Mann, der ein Kind gezeugt hat, und jede Mutter, die das Kind
zur Welt brachte, ja ebenfalls, dass es das eigene Fleisch uns Blut
ist. Und in gewisser Weise hat Jesus göttliches Blut, denn er ist
bereits vor seiner Geburt auf der Erde der Sohn Gottes gewesen, der
Zeit mit dem Vater verbringen durfte. Er ist und war schon immer der
am meisten geliebte Besitz Gottes des Höchsten. Und das auch
zurecht.
Was aber auch
interessant ist, das ist die Erzählung, wie Paulus vom heiligen
Geist immer wieder darauf vorbereitet wird, dass Fesseln und
Bedrängnisse auf ihn warten. Da der heilige Geist es also extra
vorher ankündigt, wird es demnach unvermeidlich sein. Und es handelt
sich dabei um eine schwere Phase, die Paulus einfach durchstehen
muss, weil sie ihm zweifellos bevorsteht. Er sagt aber selbst, dass
ihm sein eigenes Leben nicht teuer ist, also hat er gewissermaßen
die richtige Einstellung in seinem Herzen. Denn das Leben auf der
Erde verdirbt und vergeht. Aber was danach kommt, ist für die
Ewigkeit bestimmt.
Paulus bekam durch
den Geist auch angezeigt, dass sich zukünftig Verführer in den
Gemeinden breitmachen, die Gläubige irreführen werden. Dieses
unerträgliche Ärgernis zieht sich offensichtlich durch sämtliche
Zeitalter der Menschheit.
Sehr vorbildlich ist
aber vor allem das Detail, dass Paulus niemals eine Bezahlung für
seinen Dienst verlangt hat, sondern dass er sich vermutlich bereits
damit zufrieden gab, wenn ihm jeden Tag irgendwer eine Mahlzeit
spendierte. Und er hatte sogar mit seinen eigenen Händen gearbeitet
wie die anderen, obwohl er ein Apostel war.
Weiterhin erfahren
wir hier auch ein Zitat, das Jesus gesagt hat, nämlich dass Geben
glückseliger ist als nehmen. Dieses Zitat fehlt in den Evangelien,
klingt aber definitiv nach dem Wesen von Jesus, daher kann ich fest
daran glauben, dass Jesus das wirklich gesagt hat.
Schließlich mussten
sich die Jünger vor Ort von Paulus verabschieden, und das ist ihnen
offensichtlich überhaupt nicht leicht gefallen. Aber was will man
machen? Wenn es der Wille Gottes ist, dass Paulus nach Jerusalem
reist, wie es ihm letztlich durch den heiligen Geist gegeben wurde,
dann muss das auch so geschehen.
Um zu erfahren, wie
die Weiterreise verlief, lesen wir uns nun in Kapitel 21 die Verse 1
bis 6 durch. Es steht geschrieben:
Als wir uns von
ihnen losgerissen hatten und schließlich abgefahren waren, kamen wir
geradewegs nach Kos und am folgenden Tag nach Rhodos und von da nach
Patara.
Und als wir ein
Schiff fanden, das nach Phönizien fuhr, stiegen wir ein und fuhren
ab.
Als wir aber Zypern
erblickten, ließen wir es links liegen, fuhren nach Syrien und
gelangten nach Tyrus; denn dort sollte das Schiff die Fracht
ausladen.
Und als wir die
Jünger gefunden hatten, blieben wir sieben Tage dort; und sie sagten
dem Paulus durch den Geist, er solle nicht nach Jerusalem
hinaufziehen.
Als wir schließlich
diese Tage vollendet hatten, brachen wir auf und zogen fort, wobei
sie uns alle mit Frau und Kind bis vor die Stadt hinaus begleiteten;
und wir knieten am Meeresstrand nieder und beteten.
Und nachdem wir
voneinander Abschied genommen hatten, stiegen wir in das Schiff; sie
aber kehrten wieder nach Hause zurück.
Interessant ist,
dass neben der Beschreibung von vielen Seefahrten mit dem Schiff,
auch davon erzählt wird, wie durch die Jünger im Geist gesagt
wurde, Paulus sollte doch nicht nach Jerusalem fahren. Das ist
verwirrend. Was war den nun der Wille Gottes, und was war der Wille
von Jesus?
Sollte Paulus in
Jerusalem sein oder nicht? Paulus selbst fühlte sich im Geist dazu
gedrängt, nach Jerusalem zu reisen, die Jünger aber sagten durch
den Geist, er solle es bleiben lassen.
Was für ein
Durcheinander! Da weiß man ja gar nicht mehr, wem man vertrauen
soll. Aber ich vermute, dass es so, wie Paulus sich entschieden hat,
immer am besten ist. Nämlich dass er nicht das tut, was andere
sagen, sondern dass er auf das vertraut, wozu er sich selber durch
den Geist angeleitet fühlt. Es ist ja sehr stark davon auszugehen,
dass Paulus den heiligen Geist hatte, und der echte heilige Geist
würde niemals einen Mensch zu Sünde oder Ungehorsam motivieren.
Demnach wäre
möglicherweise Paulus maximal dann ungehorsam gewesen, wenn er den
Jüngern mehr vertraut hätte als dem Gefühl, das er persönlich
durch den Geist bekam.
Weiterhin lesen wir
Folgendes in den Versen 7 bis 16:
Und wir beendigten
die Fahrt, die wir in Tyrus begonnen hatten, und kamen nach Ptolemais
und begrüßten die Brüder und blieben einen Tag bei ihnen.
Am folgenden Tag
aber zogen wir, die wir Paulus begleiteten, fort und kamen nach
Cäsarea; und wir gingen in das Haus des Evangelisten Philippus, der
einer von den Sieben war, und blieben bei ihm.
Dieser hatte vier
Töchter, Jungfrauen, die weissagten.
Als wir uns aber
mehrere Tage dort aufhielten, kam aus Judäa ein Prophet namens
Agabus herab.
Der kam zu uns, nahm
den Gürtel des Paulus und band sich die Hände und die Füße und
sprach: So spricht der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel
gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und in die Hände
der Heiden ausliefern!
Als wir aber dies
hörten, baten sowohl wir als auch die Einheimischen, dass er nicht
nach Jerusalem hinaufziehen solle.
Aber Paulus
antwortete: Was tut ihr da, dass ihr weint und mir das Herz brecht?
Ich bin bereit, mich in Jerusalem nicht nur binden zu lassen, sondern
auch zu sterben für den Namen des Herrn Jesus!
Und da er sich nicht
überreden ließ, beruhigten wir uns und sprachen: Der Wille des
Herrn geschehe!
Nach diesen Tagen
aber machten wir uns reisefertig und zogen hinauf nach Jerusalem.
Es gingen aber auch
etliche Jünger aus Cäsarea mit uns, die brachten uns zu einem
gewissen Mnason aus Zypern, einem alten Jünger, bei dem wir als
Gäste wohnen sollten.
Hier wird also
nochmal der Gehorsam von Paulus durch das Verhalten seiner eigenen
Glaubensbrüder angefochten, aber letztlich kommen sie zur Besinnung
und sprechen die einzigen Worte, die richtig sind, nämlich dass
alles so geschehen soll, wie Jesus es festgelegt hat nach der
Anweisung seines Vaters.
Jetzt ist es
natürlich sehr interessant zu wissen, bei all den bisherigen
Anfechtungen, was letztlich geschah, als Paulus, Lukass und alle
anderen Gefährten endlich in Jerusalem ankamen. Davon lesen wir
beginnend ab Vers 17 folgendes:
Und als wir in
Jerusalem angekommen waren, nahmen uns die Brüder mit Freuden auf.
Am folgenden Tag
aber ging Paulus mit uns zu Jakobus, und alle Ältesten fanden sich
ein.
Und nachdem er sie
begrüßt hatte, erzählte er alles bis ins Einzelne, was Gott unter
den Heiden durch seinen Dienst getan hatte.
Sie aber priesen den
Herrn, als sie dies hörten; und sie sprachen zu ihm: Bruder, du
siehst, welch große Zahl von Juden gläubig geworden ist, und alle
sind Eiferer für das Gesetz.
Es ist ihnen aber
über dich berichtet worden, du würdest alle Juden, die unter den
Heiden sind, den Abfall von Moses lehren und sagen, sie sollten ihre
Kinder nicht beschneiden und nicht nach den Gebräuchen wandeln.
An dieser Stelle
hören wir erstmal auf mit Lesen.
Hier wird eine
Wahrheit gesagt, durch welche Paulus letztlich in Schwierigkeiten
kommt. Wenn jemand auch die anderen Videos dieses Kanals kennt, dann
dürfte ihm bekannt sein, dass es ein Video über Paulus gibt, wo wir
seine heftigen Fehltritte auswerten, die sich ein echter
Jesus-Nachfolger eigentlich gar nicht leisten darf. In diesem Video
haben wir es auch zum Thema gemacht, aus welchen Stellen in den
Briefen von Paulus hervorgeht, wie er totalen Schwachsinn über das
Gesetz geredet hat. Und jetzt lesen wir in der Apostelgeschichte
davon, dass eben deswegen die Juden in Jerusalem, von denen einige
sogar an Jesus glauben, berechtigterweise verärgert sind. Es handelt
sich um eine angemessene Anklage, die sich Paulus hier anhören muss.
Die jenigen aber,
die mit ihm gerade reden, glauben fälschlicherweise, es würde sich
nur um üble Nachrede handeln. Sie denken, Paulus würde niemals
gegen das Gesetz reden. Deswegen ist es auch verständlich, welche
Worte sie zu ihm gesagt haben laut Vers 22 bis 26:
Was ist nun zu tun?
Auf jeden Fall muss die Menge zusammenkommen; denn sie werden hören,
dass du gekommen bist.
So tue nun das, was
wir dir sagen: Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf sich
haben;
diese nimm zu dir,
lass dich reinigen mit ihnen und trage die Kosten für sie, dass sie
das Haupt scheren lassen; so können alle erkennen, dass nichts ist
an dem, was über dich berichtet worden ist, sondern dass auch du
ordentlich wandelst und das Gesetz hältst.
Was aber die gläubig
gewordenen Heiden betrifft, so haben wir ja geschrieben und
angeordnet, dass sie von alledem nichts zu befolgen haben, sondern
sich nur hüten sollen vor dem Götzenopfer und dem Blut und vor
Ersticktem und Unzucht.
Da nahm Paulus die
Männer zu sich und ging am folgenden Tag, nachdem er sich hatte
reinigen lassen, mit ihnen in den Tempel und kündigte die Erfüllung
der Tage der Reinigung an, bis für jeden von ihnen das Opfer
dargebracht werden sollte.
Wenn jemand ein
Gelübde hat, dann hat er ein Versprechen an Gott gegeben, das er
dann auch einhalten muss. Beispielsweise könnte ein Mensch geloben,
dass er sieben Tage nacheinander fasten will. Und so lange man ein
Gelübde hat, darf man sich nicht die Haare schneiden, außerdem muss
man bestimmte Arten von Opfern darbringen, sobald der Tag kommt, an
dem das Gelübde erfüllt ist. Und an dem selben Tag müssen dann
auch die Haare geschnitten werden. Das steht so im Gesetz des Moses.
Natürlich kostet es aber Geld, wenn man sich ein Tier anschaffen
wollen würde, um es dann als Gabe zum Tempel zu bringen. Das Gleiche
gilt auch für Trankopfer und sonstiges. Und Paulus sollte als
Zeichen seines guten Willens die Kosten für vier Männer tragen, die
ein Gelübde abgelegt hatten vor Gott. Das tat Paulus auch. Und man
erhoffte sich, dass dadurch die gesetzestreuen Juden von Jerusalem
besänftigt werden würden. Schauen wir mal, ob diese Hoffnung
angemessen war oder nicht! Es steht geschrieben in Vers 27 bis 32:
Als aber die sieben
Tage zu Ende gingen, brachten die Juden aus der Provinz Asia, die ihn
im Tempel sahen, die ganze Volksmenge in Aufruhr und legten Hand an
ihn
und schrien: Ihr
israelitischen Männer, kommt zu Hilfe! Das ist der Mensch, der
überall jedermann lehrt gegen das Volk und das Gesetz und diese
Stätte. Dazu hat er auch noch Griechen in den Tempel geführt und
diese heilige Stätte entweiht!
Sie hatten nämlich
vorher in der Stadt den Epheser Trophimus mit ihm gesehen und
meinten, Paulus habe ihn in den Tempel geführt.
Da kam die ganze
Stadt in Bewegung, und es entstand ein Volksauflauf; und sie
ergriffen den Paulus und schleppten ihn zum Tempel hinaus, und
sogleich wurden die Türen verschlossen.
Als sie ihn aber zu
töten suchten, kam die Meldung hinauf zu dem Befehlshaber der Schar,
dass ganz Jerusalem in Aufruhr sei.
Der nahm sogleich
Soldaten und Hauptleute mit sich und eilte zu ihnen hinab. Als sie
aber den Befehlshaber und die Soldaten sahen, hörten sie auf, den
Paulus zu schlagen.
Wir haben ja bereits
in vorherigen Versen gelesen, dass es Juden gab, die ständig Paulus
auflauerten, die ganze Zeit lang, während er umher reiste. Diese
waren nun auch nach Jerusalem gekommen, um Paulus abermals in
Schwierigkeiten zu bringen. Wenn ihr mich fragt, so ist das Vorgehen
dieser Menschen deutlich zu unbarmherzig. Sie sind zwar im Recht,
wenn sie sich darüber beschweren, dass Paulus das Gesetz
schlechtredet, aber dass sie deswegen derart gewalttätig werden, ist
nicht gut.
Es wird auch ein
gewisser Trophimus erwähnt, gegen den die Juden vermutlich einen
persönlichen Hass hegten, aber was genau es damit nun wirklich auf
sich hat, das geht aus der Schrift leider nicht hervor. Vielleicht
war es ihnen schon zu viel, dass dieser Mann selbst kein Jude war,
aber mit dieser Meinung verstoßen sie gegen die Schrift, weil Gott
durch den Prophet Jesaja ankündigte, dass sein Tempel allen Völkern
offenstehen wird. Jedenfalls begannen sie, auf Paulus einzuschlagen,
und als ein römischer Befehlshaber hörte, dass eine Art Aufruhr in
Jerusalem sei, handelte er schnell, indem er mit Soldaten anrückte.
Man muss schon zugeben, dass die Römer an diesem Tag gute Arbeit
geleistet haben. Wenn sie frech gewesen wären, hätten sie sich gar
nicht weiter darum gekümmert, besonders weil es um die Rettung eines
einzigen Mannes ging, aber sie haben doch eingegriffen, ohne zu
zögern.
Schauen wir nun mal,
wie der Befehlshaber mit Paulus umging! Wir lesen Folgendes in Vers
33 bis 38:
Da kam der
Befehlshaber herzu und verhaftete ihn und ließ ihn mit zwei Ketten
fesseln und erkundigte sich, wer er denn sei und was er getan habe.
In der Menge aber
schrien die einen dies, die anderen das; und da er wegen des Tumultes
nichts Gewisses erfahren konnte, befahl er, ihn in die Kaserne zu
führen.
Als er aber an die
Stufen kam, musste er von den Soldaten getragen werden wegen der
Gewalttätigkeit der Volksmenge.
Denn die Masse des
Volkes folgte nach und schrie: Hinweg mit ihm!
Und als Paulus in
die Kaserne geführt werden sollte, sprach er zu dem Befehlshaber:
Darf ich etwas zu dir sagen? Er aber sprach: Du verstehst Griechisch?
Bist du also nicht
der Ägypter, der vor diesen Tagen einen Aufruhr erregte und die 4000
Mann Meuchelmörder in die Wüste hinausführte?
Offensichtlich weiß
der Befehlshaber wirklich gar nichts über Paulus, denn er
verwechselt ihn mit irgendeinem Verbrecher aus Ägypten. Es ist aber
auch erschreckend, dass wir gelesen haben, wie ihn die Soldaten
tragen mussten, weil er so schlimm geschlagen wurde, dass er nichtmal
mehr die Treppen hoch kam.
Wie Paulus darauf
reagiert, als er gefragt wird, ob er ein Anführer von 4000
Meuchelmördern ist, das erfahren wir in den restlichen zwei Versen
des Kapitels. Und wir lesen danach ebenso in Kapitel 22 die Verse 1
bis 22. Es steht geschrieben:
Aber Paulus sprach:
Ich bin ein jüdischer Mann aus Tarsus, Bürger einer nicht
unberühmten Stadt in Cilicien. Ich bitte dich, erlaube mir, zum Volk
zu reden!
Und als er ihm die
Erlaubnis gab, stellte sich Paulus auf die Stufen und gab dem Volk
ein Zeichen mit der Hand. Und als es ganz still geworden war, redete
er sie in hebräischer Sprache an und sagte:
Ihr Männer, Brüder
und Väter, hört jetzt meine Verteidigung vor euch an!
Als sie aber hörten,
dass er in hebräischer Sprache zu ihnen redete, wurden sie noch
ruhiger; und er sprach:
Ich bin ein
jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Cilicien, aber erzogen in
dieser Stadt, zu den Füßen Gamaliels, unterwiesen in der
gewissenhaften Einhaltung des Gesetzes der Väter, und ich war ein
Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid.
Ich verfolgte diesen
Weg bis auf den Tod, indem ich Männer und Frauen band und ins
Gefängnis überlieferte,
wie mir auch der
Hohepriester und die ganze Ältestenschaft Zeugnis gibt. Von ihnen
empfing ich sogar Briefe an die Brüder und zog nach Damaskus, um
auch die, welche dort waren, gebunden nach Jerusalem zu führen,
damit sie bestraft würden.
Es geschah mir aber,
als ich auf meiner Reise in die Nähe von Damaskus kam, dass mich am
Mittag plötzlich vom Himmel her ein helles Licht umstrahlte.
Und ich fiel zu
Boden und hörte eine Stimme, die zu mir sprach: Saul! Saul! Warum
verfolgst du mich?
Ich aber antwortete:
Wer bist du, Herr? Und er sprach zu mir: Ich bin Jesus, der
Nazarener, den du verfolgst!
Meine Begleiter aber
sahen zwar das Licht und wurden voll Furcht, aber die Stimme dessen,
der mit mir redete, hörten sie nicht.
Und ich sprach: Was
soll ich tun, Herr? Der Herr sprach zu mir: Steh auf und geh nach
Damaskus! Dort wird man dir alles sagen, was dir zu tun bestimmt ist.
Da ich aber wegen
des Glanzes jenes Lichtes nicht sehen konnte, wurde ich von meinen
Begleitern an der Hand geführt und kam nach Damaskus.
Aber ein gewisser
Ananias, ein gottesfürchtiger Mann nach dem Gesetz, der von allen
Juden, die dort wohnen, ein gutes Zeugnis hat,
der kam zu mir, trat
herzu und sprach zu mir: Bruder Saul, werde wieder sehend! Und zur
selben Stunde konnte ich ihn sehen.
Er aber sprach: Der
Gott unserer Väter hat dich vorherbestimmt, seinen Willen zu
erkennen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Mund zu
hören;
denn du sollst bei
allen Menschen ein Zeuge für ihn sein von dem, was du gesehen und
gehört hast.
Und nun, was zögerst
du? Steh auf und lass dich taufen, und lass deine Sünden abwaschen,
indem du den Namen des Herrn anrufst!
Es geschah mir aber,
als ich nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete, dass
ich in eine Verzückung geriet
und Ihn sah, der zu
mir sprach: Eile und geh schnell aus Jerusalem fort, denn sie werden
dein Zeugnis über mich nicht annehmen!
Und ich sprach:
Herr, sie wissen selbst, dass ich die, welche an dich glaubten, ins
Gefängnis werfen und in den Synagogen schlagen ließ,
und dass auch ich
dabeistand, als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde, und
seiner Hinrichtung zustimmte und die Kleider derer verwahrte, die ihn
töteten.
Und er sprach zu
mir: Geh hin, denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden!
Sie hörten ihm aber
zu bis zu diesem Wort; und dann erhoben sie ihre Stimme und sprachen:
Hinweg mit einem solchen von der Erde! Denn es darf nicht sein, dass
er am Leben bleibt!
Wie wir sehen, hat
Paulus angefangen, den verärgerten Juden von seiner eigenen
Bekehrung zu erzählen. Und dabei hassten sie ihn ja nicht unbedingt
wegen Jesus, sondern eher deshalb, dass er gegen das Gesetz geredet
hatte. Aber darauf ging Paulus gar nicht erst ein.
Und es steht hier
geschrieben, dass Paulus bei seiner Begegnung mit Jesus von
Reisegefährten umgeben war, die nichts hörten, als Jesus redete.
Allerdings haben wir in Kapitel 9 gelesen, dass die Reisegefährten
eben doch hören konnten, was Jesus zu Paulus sprach. Da stellt sich
die Frage, was von beidem nun stimmt. Irgendwie scheint Lukas da ein
bisschen durcheinander gekommen zu sein. Warten wir mal ab, ob es zu
dieser Frage in den kommenden Kapiteln noch einen weiteren
Anhaltspunkt gibt.
An Vers 22 merken
wir aber deutlich, dass die Juden diese Rede von Paulus nicht länger
hören wollen, sondern dass sie begehren, ihn zu töten.
Natürlich musste
die Stadtwache irgendwie auf derartige Absichten reagieren, daher
lesen wir Folgendes in den restlichen Versen des Kapitels:
Als sie aber schrien
und die Kleider von sich warfen und Staub in die Luft schleuderten,
ließ der
Befehlshaber ihn in die Kaserne führen und befahl, ihn unter
Geißel-hieben zu verhören, um zu erfahren, aus welchem Grund sie
derart über ihn schrien.
Als man ihn aber mit
den Riemen festband, sprach Paulus zu dem Hauptmann, der dabeistand:
Ist es euch erlaubt, einen Römer zu geißeln, und dazu noch ohne
Urteil?
Als der Hauptmann
das hörte, ging er hin und meldete es dem Befehlshaber und sprach:
Hab acht, was du tun willst, denn dieser Mensch ist ein Römer!
Da kam der
Befehlshaber herzu und sprach zu ihm: Sage mir, bist du ein Römer?
Er antwortete: Ja!
Und der Befehlshaber
erwiderte: Ich habe dieses Bürgerrecht für eine große Summe
erworben. Paulus aber sprach: Ich dagegen bin sogar darin geboren!
Sogleich ließen
die, welche ihn gewaltsam verhören wollten, von ihm ab, und auch der
Befehlshaber fürchtete sich, nachdem er erfahren hatte, dass er ein
Römer war, und weil er ihn hatte fesseln lassen.
Da er aber mit
Gewissheit erfahren wollte, weshalb er von den Juden angeklagt wurde,
ließ er ihm am folgenden Tag die Fesseln abnehmen und befahl den
obersten Priestern samt ihrem ganzen Hohen Rat, zu kommen; und er
führte Paulus hinab und stellte ihn vor sie.
Hier merken wir,
dass der Befehlshaber gewissermaßen korrupt gehandelt hat, da er
Paulus auf's Geratewohl geißeln wollte, ohne einen trifftigen Grund
zu haben. Weil wir aber wissen, dass damals das römische Weltreich
an der Macht war, ist es natürlich von sehr großem Gewicht, dass
Paulus in einer römischen Stadt geboren worden war, und dadurch das
römische Bürgerrecht hatte. Das änderte nämlich die ganze
Rechtslage zur damaligen Zeit.
Jedenfalls wird nun
Paulus vor Autoritätspersonen des jüdischen Glaubens gestellt, weil
der römische Befehlshaber wissen will, was dann geschieht, und ob er
daraus erkennen kann, weswegen die Juden überhaupt sauer auf Paulus
sind. Und bisher hat Paulus es nicht für nötig gehalten, zu
erwähnen, dass er angeklagt ist, weil er das Gesetz von Moses
sinnlos gelästert hat.
Und was Paulus nun
zu jenen obersten Leuten sagte, vor denen er stand, das lesen wir in
Kapitel 23. Es steht geschrieben in Vers 1 bis 11:
Da sah Paulus den
Hohen Rat eindringlich an und sprach: Ihr Männer und Brüder, ich
habe mein Leben mit allem guten Gewissen vor Gott geführt bis zu
diesem Tag.
Aber der
Hohepriester Ananias befahl den Umstehenden, ihn auf den Mund zu
schlagen.
Da sprach Paulus zu
ihm: Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand! Du sitzt da, um
mich zu richten nach dem Gesetz, und befiehlst, mich zu schlagen
gegen das Gesetz?
Die Umstehenden aber
sprachen: Schmähst du den Hohenpriester Gottes?
Da sprach Paulus:
Ich wusste nicht, ihr Brüder, dass er Hoherpriester ist, denn es
steht geschrieben: Ȇber einen Obersten deines Volkes sollst du
nichts Böses reden«.
Da aber Paulus
wusste, dass der eine Teil aus Sadduzäern, der andere aus Pharisäern
bestand, rief er in die Ratsversammlung hinein: Ihr Männer und
Brüder, ich bin ein Pharisäer und der Sohn eines Pharisäers; wegen
der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten werde ich gerichtet!
Als er aber dies
sagte, entstand ein Streit zwischen den Pharisäern und den
Sadduzäern, und die Versammlung spaltete sich.
Die Sadduzäer sagen
nämlich, es gebe keine Auferstehung, auch weder Engel noch Geist;
die Pharisäer aber bekennen sich zu beidem.
Es entstand aber ein
großes Geschrei, und die Schriftgelehrten von der Partei der
Pharisäer standen auf, stritten heftig und sprachen: Wir finden
nichts Böses an diesem Menschen; wenn aber ein Geist zu ihm geredet
hat oder ein Engel, so wollen wir nicht gegen Gott kämpfen!
Da aber ein großer
Aufruhr entstand, befürchtete der Befehlshaber, Paulus könnte von
ihnen zerrissen werden, und er befahl der Truppe, herabzukommen und
ihn rasch aus ihrer Mitte herauszuführen und in die Kaserne zu
bringen.
Aber in der
folgenden Nacht trat der Herr zu ihm und sprach: Sei getrost, Paulus!
Denn wie du in Jerusalem von mir Zeugnis abgelegt hast, so sollst du
auch in Rom Zeugnis ablegen.
Hier ist ein
ziemliches Chaos entstanden, weil Paulus die Menschen manipuliert
hat.
Die Sadduzäer sind
so beschränkt in ihrem Kopf, dass sie alle Stellen in der Schrift
übersehen, in denen deutlich von Engeln und von der angekündigten
Auferstehung der Toten geredet wird. Obwohl es in der selben Schrift
steht, an die sie angeblich glauben, verleugnen sie beides. Die
verleugnen also die tiefste Basis ihres Glaubens, halten sich aber
selbst für aufgeklärte Gläubige, die alles besser wissen als der
Rest.
Was will man zu so
viel Torheit noch sagen? Ich zweifle daran, dass ein religiöser
Mensch sich noch peinlicher benehmen könnte, als es die Sadduzäer
getan haben, denn sie sind Juden, die die Inhalte der jüdischen
Schriften verleugnen.
Das ist mehr als nur
ein bisschen bescheuert, soetwas zu tun.
Und Paulus weiß,
wenn er jetzt das Thema Totenauferstehung nennen würde, dass die
Sadduzäer dann wuschig werden, und dass sie anfangen werden, mit den
Pharisäern zu streiten, da die Pharisäer wenigstens soweit fähig
sind, den Schriften zu glauben, dass sie die Existenz von Engeln und
die versprochene Auferstehung anerkennen.
Und genau das ist
das Ziel von Paulus. Er ist zwar wegen seiner verkehrten Rede über
das Gesetz von Moses angeklagt, aber er erzählt stattdessen eine
Lüge, indem er behauptet, er wäre angeklagt, weil er sich
öffentlich zu dem Glaube an eine Totenauferstehung bekennt.
Wenn nun jemand
erwähnt, dass die Schrift sagt, man darf nicht lügen, so muss ich
diesem jemand Recht geben. Und ich betone, dass Paulus sich hier
wiedermal einen Fehltritt geleistet hat, der eigentlich nicht in
Ordnung war.
Paulus spricht aber
soweit ich weiß wenigstens diesbezüglich die Wahrheit, dass er
sagt, er war selbst früher mal ein Pharisäer. Jedenfalls zeigen die
Sadduzäer exakt die Reaktion, die Paulus bewirken wollte, denn sie
regen sich extrem auf. Und weil die anderen Pharisäer einen Bezug zu
Paulus empfinden, nachdem er sagte, er sei selbst Pharisäer, drehen
die Pharisäer durch, weil die Sadduzäer durchgedreht sind, und die
Situation wird sehr ungemütlich.
Interessanterweise
lesen wir aber auch in Vers 11 davon, dass Jesus kurz auf der Erde
war, nachdem Paulus in die Kaserne gebracht worden war, um ihm
anzukündigen, dass er auch in Rom Zeugnis geben muss. Und natürlich
wird Paulus diesen Befehl von Jesus irgendwie ausführen wollen, also
muss Paulus nun einen Weg finden, um nach Rom zu gelangen.
Wenn wir die
nächsten Verse lesen, werden wir erfahren, was die Feinde von Paulus
in der aktuellen Situation so trieben. Folgendes lesen wir in Vers 12
bis 22:
Als es aber Tag
geworden war, rotteten sich etliche Juden zusammen und verschworen
sich, weder zu essen noch zu trinken, bis sie Paulus umgebracht
hätten.
Es waren aber mehr
als vierzig, die diese Verschwörung gemacht hatten.
Diese gingen zu den
obersten Priestern und Ältesten und sprachen: Wir haben uns mit
einem Fluch verschworen, nichts zu genießen, bis wir Paulus
umgebracht haben.
So werdet nun ihr
samt dem Hohen Rat bei dem Befehlshaber vorstellig [mit der Bitte],
dass er ihn morgen zu euch hinabführen soll, indem ihr so tut, als
ob ihr seine Sache genauer untersuchen wolltet; wir aber sind bereit,
ihn vor seiner Ankunft umzubringen!
Als aber der Sohn
der Schwester des Paulus von diesem Anschlag hörte, kam er, ging in
die Kaserne hinein und berichtete es dem Paulus.
Da rief Paulus einen
der Hauptleute zu sich und sprach: Führe diesen jungen Mann zu dem
Befehlshaber, denn er hat ihm etwas zu berichten!
Der nahm ihn und
führte ihn zu dem Befehlshaber und sprach: Der Gefangene Paulus rief
mich zu sich und bat mich, diesen jungen Mann zu dir zu führen, der
dir etwas zu sagen hat.
Da nahm ihn der
Befehlshaber bei der Hand, ging mit ihm beiseite und fragte ihn: Was
hast du mir zu berichten?
Und er sprach: Die
Juden sind übereingekommen, dich zu bitten, dass du morgen Paulus in
den Hohen Rat hinabführen lässt, als ob sie seine Sache noch
genauer untersuchen wollten.
Lass dich aber nicht
von ihnen bereden, denn mehr als 40 Männer von ihnen stellen ihm
nach; die haben sich verschworen, weder zu essen noch zu trinken, bis
sie ihn umgebracht haben, und jetzt sind sie bereit und warten auf
deine Zusage.
Da entließ der
Befehlshaber den jungen Mann und gebot ihm: Sage niemand, dass du mir
dies angezeigt hast!
Wie wir sehen, ist
die Kunde von der Verschwörung an den jenigen herangetragen worden,
der Paulus bewachen muss, und dieser wird gewiss deswegen eine
Entscheidung treffen. Welche Entscheidung das ist, erfahren wir in
den restlichen Versen des Kapitels, denn wir lesen ab Vers 23:
Und er ließ zwei
Hauptleute zu sich rufen und sprach: Haltet 200 Soldaten bereit, dass
sie nach Cäsarea ziehen, dazu 70 Reiter und 200 Lanzenträger, von
der dritten Stunde der Nacht an;
auch soll man Tiere
bereitstellen, damit sie Paulus daraufsetzen und ihn sicher zu dem
Statthalter Felix bringen!
Und er schrieb einen
Brief, der folgenden Inhalt hatte:
»Claudius Lysias
schickt dem hochedlen Statthalter Felix einen Gruß!
Dieser Mann wurde
von den Juden ergriffen, und er sollte von ihnen umgebracht werden;
da griff ich mit der Truppe ein und befreite ihn, weil ich erfuhr,
dass er ein Römer ist.
Da ich aber den
Grund ihrer Anklage gegen ihn ermitteln wollte, führte ich ihn in
ihren Hohen Rat hinab.
Da fand ich, dass er
wegen Streitfragen ihres Gesetzes angeklagt wurde, dass aber keine
Anklage gegen ihn vorlag, die Tod oder Gefangenschaft verdiente.
Da mir aber
angezeigt wurde, dass vonseiten der Juden ein Anschlag gegen diesen
Mann geplant ist, so habe ich ihn sogleich zu dir geschickt und auch
den Klägern befohlen, vor dir zu sagen, was gegen ihn vorliegt. Lebe
wohl!«
Die Kriegsknechte
nun nahmen Paulus, wie ihnen befohlen war, und führten ihn während
der Nacht nach Antipatris.
Am folgenden Tag
aber ließen sie die Reiter mit ihm ziehen und kehrten wieder in die
Kaserne zurück.
Jene aber übergaben
bei ihrer Ankunft in Cäsarea dem Statthalter den Brief und führten
ihm auch Paulus vor.
Nachdem aber der
Statthalter den Brief gelesen hatte und auf die Frage, aus welcher
Provinz er sei, erfahren hatte, dass er aus Cilicien stammte,
sprach er: Ich will
dich verhören, wenn deine Ankläger auch eingetroffen sind! Und er
befahl, ihn im Prätorium des Herodes zu bewachen.
Offensichtlich wurde
Paulus also erstmal aus Jerusalem weggebracht, und zwar unter einem
sehr mächtigen Geleitschutz.
Und Paulus kam in
ein römisches Haus in Cäsarea, zu einem Statthalter namens Felix,
und diesem wurde die ganze Sache anvertraut, in der Hoffnung, er
könnte ein ordentliches Urteil darüber sprechen.
Und was genau in dem
Prozess geschah, den der Statthalter Felix wegen Paulus führte, das
werden wir uns in einem anderen Video anschauen, denn wir sind am
Ende von Kapitel 23 angekommen.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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