Text zu: "Wir studieren die Apostelgeschichte (Kap. 24 bis 26)"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=ovlhvhCuqYw
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dies ist das
vorletzte Video aus der Serie, in der wir die Apostelgeschichte
durchlesen. Es geht heute um die Kapitel 24, 25 und 26.
Wir haben in dem
vorigen Video gemerkt, dass Paulus wegen einer Klage der Juden als
Gefangener vor einen römischen Statthalter namens Felix gebracht
wurde. Dieser wohnte in Cäsarea, und er wollte dort Paulus verhören,
und sich auch anhören, was die Ankläger von Paulus zu sagen haben.
So lange aber die
Ankläger noch nicht in Cäsarea waren, musste Paulus natürlich in
Gefangenschaft verweilen. Und ab Kapitel 24 werden wir erfahren, was
geschah, als die Ankläger in Cäsarea ankamen. Folgendes steht
geschrieben in den Versen 1 bis 9:
Nach fünf Tagen
aber kam der Hohepriester Ananias mit den Ältesten und einem Anwalt,
einem gewissen Tertullus herab; und sie erschienen vor dem
Statthalter gegen Paulus.
Als dieser aber
gerufen worden war, begann Tertullus mit der Anklagerede und sprach:
Dass wir viel
Frieden durch dich genießen und dass diesem Volk durch deine
Fürsorge heilsame Zustände geschaffen worden sind, das erkennen wir
allezeit und überall an, hochedler Felix, mit aller Dankbarkeit!
Damit ich dich aber
nicht allzu sehr bemühe, bitte ich dich, uns in Kürze nach deiner
Freundlichkeit anzuhören.
Wir haben nämlich
diesen Mann als eine Pest befunden, als einen, der Aufruhr stiftet
unter allen Juden in der ganzen Welt, als einen Anführer der Sekte
der Nazarener.
Er versuchte sogar,
den Tempel zu entheiligen; doch wir ergriffen ihn und wollten ihn
nach unserem Gesetz richten.
Aber Lysias, der
Befehlshaber, kam dazu und entriss ihn mit großer Gewalt unseren
Händen;
und er befahl, dass
seine Ankläger zu dir kommen sollten. Von ihm kannst du selbst, wenn
du ihn verhörst, alles erfahren, dessen wir ihn anklagen!
Und auch die Juden
stimmten dem zu und behaupteten, es verhielte sich so.
Offensichtlich haben
sich die Ältesten der Juden ganz schön ins Zeug gelegt, nur um
Paulus zu schaden. Sie hatten sogar einen Anwalt mitgebracht. Und das
Verwunderliche ist: Der christliche Glaube zählte damals als Sekte,
nämlich als die sogenannte Sekte der Nazarener. Das ist schon ein
bisschen erschreckend, dass die Leute früher derartig über den
Glaube an Jesus geredet haben, so lange sie ihn nicht annehmen
konnten.
Jedenfalls erzählt
der Anwalt nur Halbwahrheiten, denn Paulus hat niemals irgendeinen
Mensch zu einem Aufruhr angestiftet. Das ist totaler Quatsch. Und die
Juden, die ihn hassen, wollten ihn auch nicht nach ihrem Gesetz
richten, sondern ihn einfach tot schlagen.
Denn jeder Aufruhr,
der entstanden war, war nicht von Paulus angezettelt, sondern von den
jenigen Juden, die ihn verabscheuen, weil sie entweder etwas gegen
ihn persönlich haben, oder teils weil er gegen das Gesetz von Moses
geredet hat.
Schauen wir mal, was
Paulus zu seiner Verteidigung sagt! Es steht geschrieben in den
Versen 10 bis 21:
Paulus aber gab,
nachdem ihn der Statthalter durch ein Zeichen zum Reden aufgefordert
hatte, folgende Antwort: Da ich weiß, dass du seit vielen Jahren
Richter über dieses Volk bist, so verteidige ich meine Sache desto
zuversichtlicher,
weil du erfahren
kannst, dass es nicht länger als zwölf Tage her ist, seit ich
hinaufzog, um in Jerusalem anzubeten.
Und sie fanden mich
weder im Tempel, dass ich mich mit jemand gestritten oder einen
Volksauflauf erregt hätte, noch in den Synagogen, noch in der Stadt.
Sie können auch das
nicht beweisen, dessen sie mich jetzt anklagen.
Das bekenne ich dir
aber, dass ich nach dem Weg, den sie eine Sekte nennen, dem Gott der
Väter auf diese Weise diene, dass ich an alles glaube, was im Gesetz
und in den Propheten geschrieben steht;
und ich habe die
Hoffnung zu Gott, auf die auch sie selbst warten, dass es eine
künftige Auferstehung der Toten geben wird, sowohl der Gerechten als
auch der Ungerechten.
Daher übe ich mich
darin, allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben gegenüber Gott
und den Menschen.
Ich bin aber nach
vielen Jahren gekommen, um Almosen für mein Volk und Opfer zu
bringen.
Dabei fanden mich
etliche Juden aus der Provinz Asia im Tempel, als ich gereinigt war,
ohne dass ein Volksauflauf oder Tumult entstanden wäre;
die sollten vor dir
erscheinen und Anklage erheben, wenn sie etwas gegen mich hätten.
Oder diese selbst
sollen sagen, ob sie irgendein Unrecht an mir gefunden haben, als ich
vor dem Hohen Rat stand;
außer um jenes
einzigen Wortes willen, das ich ausrief, als ich unter ihnen stand:
Wegen der Auferstehung der Toten werde ich heute von euch gerichtet!
Ich denke mal, diese
Verteidigungsrede kann man als gut bezeichnen, abgesehen davon, dass
es ein wenig verwunderlich ist, wie Paulus meint, er würde ein gutes
Gewissen bewahren vor Gott und den Menschen. Aber das brauchen wir
jetzt nicht auszuwerten, da es schon ein ganzes Video zu dem Thema
gibt.
Der Statthalter
Felix wird vermutlich nicht so recht wissen, was er nun mit den
ganzen Worten anfangen soll, die er hörte. Die jüdischen Ältesten
klagen ohne Ende, und Paulus leugnet ohne Ende.
Schauen wir mal, was
Felix deswegen getan hat. Dazu lesen wir das Folgende in den Versen
22 bis 27:
Als Felix dies
hörte, verwies er sie auf eine spätere Zeit, da er über den Weg
recht genau Bescheid wusste, und sprach: Wenn Lysias, der
Befehlshaber herabkommt, will ich eure Sache untersuchen!
Und er befahl dem
Hauptmann, Paulus in Gewahrsam zu halten und ihm Erleichterung zu
gewähren und auch keinem der Seinen zu verbieten, ihm Dienste zu
leisten oder zu ihm zu kommen.
Nach etlichen Tagen
aber kam Felix mit seiner Frau Drusilla, die eine Jüdin war, und
ließ den Paulus holen und hörte ihn über den Glauben an Christus.
Als er aber von
Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und dem zukünftigen Gericht redete,
wurde Felix von Furcht erfüllt, und er antwortete: Für diesmal
kannst du gehen; wenn ich aber gelegene Zeit finde, will ich dich
wieder rufen lassen!
Zugleich hoffte er
aber auch, dass er von Paulus Geld erhalten würde, damit er ihn
freiließe. Darum ließ er ihn auch öfters kommen und besprach sich
mit ihm.
Als aber zwei Jahre
verflossen waren, bekam Felix den Porcius Festus zum Nachfolger, und
da sich Felix die Juden zu Dank verpflichten wollte, ließ er Paulus
gebunden zurück.
Es ist sehr
interessant und wichtig zu bemerken, dass Paulus von Enthaltsamkeit
und Gerechtigkeit gepredigt hat. Denn heutzutage sagen viele
Menschen, Paulus hätte gesagt, man wäre aus Gnade bereits
vollständig errettet und damit hat sich der Film.
An dieser Stelle
merken wir aber, dass Paulus auf Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit
großen Wert legte, und das sind zwei Werte, die die heutige
Menschheit weitesgehend verleugnet, womit also auch gleichzeitig von
ihnen die echte Nachfolge Jesu verleugnet wird.
Jedenfalls blieb
Paulus offensichtlich eine sehr lange Zeit in Cäsarea in
Gefangenschaft, nämlich über 2 Jahre. Das muss ziemlich ätzend
gewesen sein für ihn. Aber immerhin bekam er Gelegenheiten, um das
Evangelium zu erklären. Wir haben auch gelesen, dass Felix hoffte,
ein Bestechungsgeld zu bekommen, um Paulus freizulassen, aber auf
diesen Unsinn hat sich Paulus zum Glück nicht eingelassen. Und
offensichtlich war sogar die Amtszeit von Felix vorbei und ein neuer
Statthalter namens Porcius Festus musste nun den Fall abhandeln. Da
hat sich Felix ziemlich geschickt aus der Affäre gezogen ...
Wie dieser neue
Statthalter nun mit dem Fall Paulus umging, das erfahren wir in
Kapitel 25. Dort lesen wir in Vers 1 bis 8:
Als nun Festus in
der Provinz angekommen war, zog er nach drei Tagen von Cäsarea
hinauf nach Jerusalem.
Da wurden der
Hohepriester und die Vornehmsten der Juden bei ihm vorstellig gegen
Paulus und redeten ihm zu,
und sie baten es
sich als eine Gunst gegen ihn aus, dass er ihn nach Jerusalem holen
ließe; dabei planten sie einen Anschlag, um ihn unterwegs
umzubringen.
Festus jedoch
antwortete, Paulus werde in Cäsarea in Verwahrung gehalten, er
selbst aber werde in Kürze wieder abreisen.
So lasst nun, sprach
er, eure Bevollmächtigten mit hinabziehen; und wenn eine Schuld an
diesem Mann ist, sollen sie ihn anklagen!
Nachdem er aber mehr
als zehn Tage bei ihnen gewesen war, zog er nach Cäsarea hinab, und
am folgenden Tag setzte er sich auf den Richterstuhl und ließ Paulus
vorführen.
Und als dieser
erschien, stellten sich die Juden, die von Jerusalem herabgekommen
waren, ringsherum auf und brachten viele und schwere Anklagen gegen
Paulus vor, die sie nicht beweisen konnten,
während er sich so
verteidigte: Weder gegen das Gesetz der Juden, noch gegen den Tempel,
noch gegen den Kaiser habe ich etwas verbrochen!
Nun ist also Festus
mit dem selben heillosen Durcheinander konfrontiert, um welches Felix
sich nicht kümmern wollte. Die Ältesten der Juden erheben schlimme
Anklagen gegen Paulus, und Paulus erwähnt immer wieder, dass nichts
davon bewiesen werden kann.
Es ist wohl nichts
Besonderes, wenn Festus ebenfalls versuchen wird, diesen Fall
irgendwie loszuwerden. Aber wir wissen auch, dass Jesus sagte, Paulus
muss in Rom Zeugnis geben, und nun werden wir auch sehen, wie Paulus
das hinbekommt. Es steht geschrieben in den Versen 9 bis 12:
Festus aber, der
sich die Juden zu Dank verpflichten wollte, antwortete dem Paulus und
sprach: Willst du nach Jerusalem hinaufziehen und dich dort hierüber
von mir richten lassen?
Aber Paulus sprach:
Ich stehe vor dem Richterstuhl des Kaisers, dort muss ich gerichtet
werden! Den Juden habe ich kein Unrecht getan, wie du selbst sehr
wohl weißt.
Denn wenn ich im
Unrecht bin und etwas begangen habe, was den Tod verdient, so weigere
ich mich nicht zu sterben. Wenn aber ihre Anklagen nichtig sind, so
kann mich niemand ihnen preisgeben. Ich berufe mich auf den Kaiser!
Da besprach sich
Festus mit seinem Rat und antwortete: Du hast dich auf den Kaiser
berufen; zum Kaiser sollst du gehen!
Da der Kaiser in Rom
regiert und Paulus ein römisches Bürgerrecht besitzt, kann er also
nach Rom gelangen, indem er sich wegen seiner Anklage auf den Kaiser
beruft.
Und ihm wird dies
gewährt, allerdings bedeutet das ja, dass Paulus als Gefangener bis
nach Rom geleitet werden muss. Und so eine große Reise muss
vorbereitet werden, außerdem muss auch erstmal ein Brief geschrieben
werden, der dem Kaiser erklärt, warum plötzlich Paulus zu ihm
geschickt wurde. Daher bleibt Paulus erstmal noch in Cäsarea. Und um
diese Zeit kam auch ein fremder König an, um Festus zu besuchen.
Davon lesen wir Folgendes ab Vers 13:
Als aber etliche
Tage vergangen waren, kam der König Agrippa mit Bernice nach
Cäsarea, um Festus zu begrüßen.
Und als sie sich
mehrere Tage dort aufgehalten hatten, legte Festus dem König die
Sache des Paulus vor und sprach: Es ist ein Mann von Felix gefangen
zurückgelassen worden;
seinetwegen wurden,
als ich in Jerusalem war, die obersten Priester und Ältesten der
Juden vorstellig und verlangten seine Verurteilung.
Ich antwortete
ihnen, es sei nicht der Brauch der Römer, einen Menschen dem Tod
preiszugeben, ehe der Angeklagte die Kläger vor Augen habe und
Gelegenheit erhalte, sich der Klage wegen zu verteidigen.
Als sie nun hier
zusammengekommen waren, setzte ich mich ohne irgendeinen Aufschub am
folgenden Tag auf den Richterstuhl und ließ den Mann vorführen.
Als nun die Kläger
auftraten, brachten sie über ihn gar keine Klage wegen Sachen vor,
die ich vermutet hatte;
sondern sie hielten
ihm einige Streitfragen vor, die ihre besondere Religion betrafen und
einen verstorbenen Jesus, von dem Paulus behauptete, er lebe.
Da ich aber nicht
wusste, wie ich über diese Sache eine Untersuchung anstellen sollte,
fragte ich, ob er nach Jerusalem ziehen und sich dort hierüber
richten lassen wolle.
Da sich aber Paulus
darauf berief, dass er bis zur Entscheidung des Kaisers in Gewahrsam
bleiben wollte, befahl ich, ihn in Haft zu behalten, bis ich ihn zum
Kaiser sende.
Agrippa aber sprach
zu Festus: Ich möchte den Menschen auch gerne hören! Und er
antwortete: Morgen sollst du ihn hören!
Am folgenden Tag nun
kamen Agrippa und Bernice mit großem Prunk und gingen mit den
Obersten und den angesehensten Männern der Stadt in den
Gerichtssaal, und dann wurde Paulus auf Befehl des Festus gebracht.
Und Festus sprach:
König Agrippa und ihr Männer, die ihr mit uns anwesend seid! Da
seht ihr den, um dessentwillen mich die ganze Menge der Juden anging
in Jerusalem und hier, indem sie laut schrien, er dürfe nicht länger
leben.
Weil ich aber
feststellte, dass er nichts getan hat, was den Tod verdient, und er
selbst sich auch auf den Kaiser berufen hat, so habe ich beschlossen,
ihn abzusenden.
Ich weiß jedoch dem
Herrn nichts Gewisses über ihn zu schreiben. Darum habe ich ihn euch
vorgeführt, und besonders dir, König Agrippa, damit ich nach
erfolgter Untersuchung etwas zu schreiben weiß.
Denn es scheint mir
unvernünftig, einen Gefangenen abzusenden, ohne die gegen ihn
erhobenen Klagen anzugeben.
Offensichtlich ist
also der König Agrippa neugierig geworden und will auch seine Hilfe
anbieten, weil Festus gar nicht weiß, was er überhaupt in den Brief
reinschreiben soll, der für den Kaiser bestimmt sein wird.
Schauen wir nun mal,
was Paulus zu dem König Agrippa sagte! Dazu lesen wir in Kapitel 26
die Verse 1 bis 24. Es steht geschrieben:
Agrippa aber sprach
zu Paulus: Es ist dir erlaubt, für dich zu reden! Da streckte Paulus
die Hand aus und verteidigte sich so:
Ich schätze mich
glücklich, König Agrippa, mich heute vor dir verantworten zu dürfen
wegen aller Anklagen, die die Juden gegen mich erheben,
da du ja alle
Gebräuche und Streitfragen der Juden genau kennst. Darum bitte ich
dich, mich geduldig anzuhören.
Mein Lebenswandel
von Jugend auf, den ich von Anfang an unter meinem Volk in Jerusalem
führte, ist allen Juden bekannt;
da sie mich von
früher her kennen (wenn sie es bezeugen wollen), dass ich nach der
strengsten Richtung unserer Religion gelebt habe, als ein Pharisäer.
Und jetzt stehe ich
vor Gericht wegen der Hoffnung auf die Verheißung, die von Gott an
die Väter ergangen ist,
zu welcher unsere
zwölf Stämme durch Tag und Nacht anhaltenden Gottesdienst zu
gelangen hoffen. Wegen dieser Hoffnung werde ich, König Agrippa, von
den Juden angeklagt!
Warum wird es bei
euch für unglaublich gehalten, dass Gott Tote auferweckt?
Ich habe zwar auch
gemeint, ich müsste gegen den Namen Jesu, des Nazareners, viel
Feindseliges verüben,
was ich auch in
Jerusalem tat; und viele der Heiligen ließ ich ins Gefängnis
schließen, wozu ich von den obersten Priestern die Vollmacht
empfangen hatte, und wenn sie getötet werden sollten, gab ich die
Stimme dazu.
Und in allen
Synagogen wollte ich sie oft durch Strafen zur Lästerung zwingen,
und über die Maßen wütend gegen sie, verfolgte ich sie sogar bis
in die auswärtigen Städte.
Als ich dabei mit
Vollmacht und Erlaubnis von den obersten Priestern auch nach Damaskus
reiste,
da sah ich mitten am
Tag auf dem Weg, o König, vom Himmel her ein Licht, heller als der
Glanz der Sonne, das mich und meine Reisegefährten umleuchtete.
Als wir aber alle
zur Erde fielen, hörte ich eine Stimme zu mir reden und in
hebräischer Sprache sagen: Saul! Saul! Warum verfolgst du mich? Es
wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!
Ich aber sprach: Wer
bist du, Herr? Er aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst!
Aber steh auf und
stelle dich auf deine Füße! Denn dazu bin ich dir erschienen, um
dich zum Diener und Zeugen zu bestimmen für das, was du gesehen hast
und für das, worin ich mich dir noch offenbaren werde;
und ich will dich
erretten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich jetzt sende,
um ihnen die Augen
zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und
von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden
empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich
geheiligt sind!
Daher, König
Agrippa, bin ich der himmlischen Erscheinung nicht ungehorsam
gewesen,
sondern ich
verkündigte zuerst denen in Damaskus und in Jerusalem und dann im
ganzen Gebiet von Judäa und auch den Heiden, sie sollten Buße tun
und sich zu Gott bekehren, indem sie Werke tun, die der Buße würdig
sind.
Deswegen ergriffen
mich die Juden im Tempel und suchten mich umzubringen.
Aber da mir Hilfe
von Gott zuteilwurde, so stehe ich fest bis zu diesem Tag und lege
Zeugnis ab vor Kleinen und Großen und lehre nichts anderes, als was
die Propheten und Moses gesagt haben, dass es geschehen werde:
nämlich, dass der
Christus leiden müsse und dass er als der Erstling aus der
Auferstehung der Toten Licht verkündigen werde dem Volk und auch den
Heiden.
Als er aber dies zu
seiner Verteidigung vorbrachte, sprach Festus mit lauter Stimme:
Paulus, du bist von Sinnen! Das viele Studieren bringt dich um den
Verstand!
Hierbei hat Paulus
sehr interessante Äußerungen gemacht. Er sagte, dass die Menschen
aus der Herrschaft des Satans herauskommen sollen. Und das war viele
Jahre nach der Auferstehung von Jesus. Man kann also auch diese
Bibelstelle als Beweis benutzen, wenn irgendwer fälschlicherweise
behaupten will, der Satan hätte keine Macht mehr, denn gemäß den
Worten des Paulus ist es eben doch so. Und zwar nicht zu knapp.
Paulus erwähnt
auch, dass Buße dadurch vollkommen wird, dass der Mensch Werke tut,
die der Buße würdig sind. An dieser Stelle klingt Paulus fast wie
Johannes der Täufer, von welchem wir wissen, dass er ein heiliger
Prophet war.
Außerdem geht auch
deutlich aus Vers 14 hervor, dass Jesus in hebräischer Sprache
redete. Diese Tatsache sollte man im Hinterkopf behalten, denn es
gibt auch in unserer heutigen Zeit Menschen, die das Andenken an
Jesus in den Dreck ziehen wollen, indem sie behaupten, Jesus sei ein
Aramäer gewesen oder hätte seine Lehre in aramäisch verkündet.
Und das klingt ziemlich unwahrscheinlich.
Der Statthalter
Festus aber, weil er die Schriften der Juden nicht kennt, hält die
ganze Rede von Paulus für Blödsinn. Er meint, Paulus hätte den
Verstand verloren, aber das ist nur eine unbedachte Äußerung, denn
Festus versteht ja überhaupt nichts von den Dingen, über die Paulus
redet. Also kann er es auch gar nicht ordentlich beurteilen.
Wie aber Paulus auf
die Unterstellung reagiert, und was der König Agrippa zu sagen hat,
werden wir in den restlichen Versen des Kapitels erfahren. Folgendes
lesen wir in Vers 25 bis 32:
Er aber sprach:
Hochedler Festus, ich bin nicht von Sinnen, sondern ich rede wahre
und wohlüberlegte Worte!
Denn der König
versteht dies sehr wohl! An ihn richte ich meine freimütige Rede.
Denn ich bin überzeugt, dass ihm nichts davon unbekannt ist; denn
dies ist nicht im Verborgenen geschehen!
Glaubst du den
Propheten, König Agrippa? Ich weiß, dass du glaubst!
Da sagte Agrippa zu
Paulus: Es fehlt nicht viel, und du überredest mich, dass ich ein
Christ werde!
Paulus aber sprach:
Ich wünschte mir von Gott, dass über kurz oder lang nicht allein
du, sondern auch alle, die mich heute hören, solche würden, wie ich
bin, ausgenommen diese Fesseln!
Und als er dies
gesagt hatte, stand der König auf, ebenso der Statthalter und
Bernice und die bei ihnen saßen.
Und sie zogen sich
zurück und redeten miteinander und sprachen: Dieser Mensch tut
nichts, was den Tod oder die Gefangenschaft verdient!
Agrippa aber sprach
zu Festus: Man könnte diesen Menschen freilassen, wenn er sich nicht
auf den Kaiser berufen hätte!
Wir merken also,
dass König Agrippa und der Statthalter Festus zu dem Schluss kommen,
dass Paulus gar nichts Schlimmes tut oder getan hat. Weil er aber
verlangt hat, von dem Kaiser gerichtet zu werden, muss er nun deshalb
trotzdem als Gefangener bis nach Rom gebracht werden. Und wie die
Reise nach Rom war, das werden wir uns im letzten Video der Serie
anschauen, in der wir die Apostelgeschichte lesen.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein.
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