Text zu "Predigt - Die Notwendigkeit von Jesus"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=VV5C70M64w8
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Am heutigen Tag
möchte ich wieder etwas predigen, und der einzige Bibeltext, den wir
für die heutige Predigt benutzen, steht im ersten Brief des
Johannes, Kapitel 2, Vers 1 und 2. Dort lesen wir Folgendes:
Meine Kinder, dies
schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt,
so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den
Gerechten;
und er ist das
Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren,
sondern auch für die der ganzen Welt.
Dieser Text ist
schon etwas Besonderes, nicht wahr? Das Wort „Sühnopfer“ stammt
aus dem alten Gesetz von Israel, also von der Thora. In früheren
Zeiten hatten sehr viele Menschen einen eigenen Bauernhof, und die
Zucht-Tiere galten besonders damals in erster Linie als wertvolle
Güter, denn die Menschen waren damals weniger feinfühlig. Und Gott
hat zu Moses gesagt: Wenn jemand aus Israel gesündigt hat, ohne dass
es ihm in dem Moment bewusst war, dann kann er seine Schuld
loswerden, indem er ein wertvolles Tier aus seiner Herde abgibt, um
dieses zu opfern. Das ist so ähnlich wie wenn man heutzutage ein
Bußgeld bezahlen muss, weil man ein kleines Verbrechen begangen hat.
Allerdings ist das natürlich keine Dauerlösung gewesen, denn Gott
war noch nie ein Fänn davon, Blut zu vergießen. Er hat es nur als
zwischenzeitliche Methode eingeführt. Zumindest geht das aus
gewissen Versen der Prophetenbücher hervor. Das Tier aber, das ein
Mensch abgeben musste, um Vergebung für die unabsichtliche Sünde zu
erlangen, wurde als Sühnopfer bezeichnet. Daher kommt dieser
Begriff.
Und Jesus hat sich
selbst zum Sühnopfer gemacht, um uns nicht nur kleine Sünden
vergeben zu können, sondern alle Sünden. Der Text hat gesagt,
dass Jesus das Sühnopfer ist für die ganze Welt. Das ist ziemlich
gewaltig. Schaut euch nur mal an, wie groß die Welt ist. Und für
all die unterschiedlichen Menschen auf dieser großen Welt darf Jesus
der jenige sein, der ihnen Vergebung zusichert, wenn sie ihre Sünde
bereuen.
Es kann aber bei
einigen Menschen vorkommen, dass sie das verwirrend finden. Einige
sagen: „Ich verstehe das nicht. Warum ist der Tod eines Menschen
gut genug, um Sünden zu vergeben, während doch ganz viele andere
Menschen ebenfalls sterben. Warum gibt es Sündenvergebung nur durch
Jesus? Es haben doch andere Menschen ebenfalls sehr schlimme Folter
erlitten, vielleicht sogar schlimmere als Jesus, denn sie haben ihr
ganzes Leben lang gelitten.“
Und andere sagen:
„Was soll das denn bitte für ein liebender Gott sein, der seinen
eigenen Sohn auf übelste Weise misshandeln lässt, ohne ihn zu
beschützen? Das hat doch nichts mit Liebe zu tun! Das ist grausam
und sadistisch! Wer will denn einen solchen Vater haben, von dem man
auf's Kreuz gelegt wird?“
Diese Fragen tauchen
sicher bei dem einen oder anderen Mensch auf. Und das ist auch nicht
schlimm, denn solche Dinge versteht man am Anfang ja wirklich nicht
einfach so. Darum will ich die beiden Fragen heute ordentlich
beantworten. Wenn ihr euch diese Fragen auch selbst schon gestellt
habt, dann werdet ihr nun die Antwort darauf erfahren.
Zuerst reden wir mal
über die Theorie, Gott wäre ein sadistischer Rabenvater. Ein
kleines Fünkchen Wahrheit mag vielleicht in dieser Aussage drin
sein. Man muss zugeben: Was Jesus angetan wurde, das war echt heftig
und sehr grausam. Und man stellt sich einen liebenden Vater so vor,
dass er seinen geliebten Sohn immer beschützt vor allem Bösen und
niemals zulassen will, dass dieser leidet. Und Gott liebt Jesus über
alles, hat ihn aber trotzdem leiden lassen. Das ist mit der
Vorstellung von einem liebenden Vater theoretisch unvereinbar.
Ich weiß nicht, ob
dadurch für euch etwas besser wird, aber Gott hat Jesus nur so viel
leiden lassen, wie es unbedingt notwendig war, um ein hohes und sehr
bedeutsames Ziel zu erreichen. Gott hat Jesus auch sehr viel
beschützt. Jesus war in den Wochen und Monaten vor seiner Kreuzigung
oft in Jerusalem unterwegs. Und dort gab es schriftgelehrte Juden und
andere hoch angesehene Autoritäten des Glaubens, die Jesus für
einen Gotteslästerer hielten. Deswegen haben sie Jesus mehrmals
verfolgt, um ihn zu Tode zu steinigen. Aber es ist ihnen niemals
gelungen, weil Gott Jesus behütet hat. Obendrein muss man auch die
wichtige, aber gleichzeitig schwer begreifbare Tatsache beachten,
dass Jesus älter ist als die Erde. Jesus ist schon immer der Sohn
Gottes gewesen, und er hat zuerst in Gottes Nähe gelebt, bevor er
auf die Erde kam, um als fleischliches Wesen zu leben. Und damals,
bevor Jesus auf der Erde war, nämlich als er bei Gott gelebt hat, da
ging es ihm die ganze Zeit gut. Dort ist ihm nicht ein einziges Übel
widerfahren. Und auch der Tod auf dieser Erde war nicht das Ende von
Jesus. Denn Jesus konnte durch die Kraft Gottes aus den Toten
auferstehen, und seitdem ist ihm gar kein Leid mehr widerfahren,
sondern er wohnt wieder im Himmel. Bei Gott, und er hat eine
Königsherrschaft bekommen, die machtvoller ist als jede andere
Herrschaft, die innerhalb der Schöpfung existiert. Jesus ist also
zur Belohnung für das, was er ausgehalten hat, obwohl er unschuldig
war, zu sehr großer Ehre und Macht erhoben. Und er darf das tun, was
der einzige Weg ist, um uns Menschen vor der Hölle zu retten. Er
darf die Sünden auf sich nehmen, die wir bereuen. Also: Jesus ist
sehr reich belohnt worden für das große Leiden, das er ertragen
hat, und gleichzeitig konnte er dadurch den Plan Gottes zur Rettung
der Menschheit voranbringen. Wenn es jemandem eine lange Zeit gut
geht, und zwischendrin mal eine vergleichsweise kurze Zeit sehr
schlecht, sollte man das dann etwa als Sadismus bezeichnen? Meiner
Meinung nach nicht. Gott hat sich so gut um Jesus gekümmert, wie es
unter der Berücksichtigung des Vorhabens, die Menschheit vor der
Hölle zu retten, überhaupt möglich war. Und Jesus wird in Zukunft
nie wieder leiden. Deswegen ist die Grausamkeit relativ, und sie
verblasst im Angesicht des vielen Segens, den Jesus damals hatte,
heute hat, und auch zukünftig haben wird. Daher kann ich zwar
eingestehen, dass das Leiden von Jesus sehr grausam war und dass dies
allein kein Kennzeichen eines guten Vaters wäre, aber ich finde, man
muss unbedingt das große Gesamtbild betrachten. Und ich finde es
sehr schade, wenn ein Mensch Gott verachten will, indem er einfach
sagt: „Gott ist ein grausamer Vater!"
und damit ist er
fertig, weil er über alles Andere gar nicht erst nachdenkt. Manche
Dinge müssen eben manchmal leider einfach geschehen, und alles, was
Gott entscheidet, dient einem guten Endziel. Seine Gedanken sind aber
viel komplexer und weitreichender als unsere Gedanken.
Kommen wir nun mal
zu der Sache mit der scheinbar fehlenden Logik hinter der
Sündenvergebung durch Jesu Tod am Kreuz! Warum ist der Tod von Jesus
am Kreuz gut genug, um die Sünden von fremden Menschen zu vergeben,
und warum ist das teilweise sehr heftige Leiden von anderen Menschen
nicht ausreichend, sodass auch diese die Sünden anderer tragen
könnten?
Die Antwort darauf
lautet: Alle anderen Menschen, die auf grausame Weise starben, waren
nicht frei von Schuld. Jesus ist der einzige in der
Menschheitsgeschichte, der tatsächlich und ohne Diskussion
unschuldig starb.
Denn Gott hat eine
bestimmte Entscheidung über unsere Welt getroffen. Und diese lautet:
Wenn ein Mensch so unfassbar schlimme Sünden tut, dass dieser Mensch
dadurch einen Fluch auf sich selbst zieht, dann wird der Fluch auch
auf dessen Nachkommen übergehen. Sowas bezeichnet man als
Generationsflüche. Wenn die Eltern oder Großeltern sich sehr
schlimm versündigt haben, dann sind sie verflucht und dieser Fluch
wirkt auch auf die Kinder und Kindeskinder.
Der Hauptgrund,
warum Gott das entschieden hat, ist der, dass normalerweise Kinder
für ihre Eltern wie ein kostbarer Schatz sind, und Gott wollte die
Eltern auf diese Weise bestrafen für die Sünden, indem diese
Schätze der Eltern, also die Kinder, kein Heil haben werden, denn
darum trauern Eltern normalerweise sehr. Früher war das in nahezu
jeder Familie so, wenn Eltern kranke Kinder hatten, dass die Eltern
dann sehr erschüttert waren und großes Herzleid trugen um ihr Kind.
Heutzutage ist durch die subtile Wirkung der Medien, und durch die
Aktivitäten gewisser berechnend eingesezter Persönlichkeiten, die
Vorstellung von Familienliebe ziemlich zermürbt und kaputt. Es gibt
reichlich Familien, in denen leider die Kinder gar nicht wie
wertvolle Schätze betrachtet werden, sondern eher wie ein Klotz am
Bein, wie eine ungeliebte und überflüssige Belastung für das
eigene Leben. Das ist sehr schlimm und traurig, wenn ein Mensch unter
solchen Umständen aufwachsen muss. Man wünscht es keinem, und doch
hat eine unübersehbare Anzahl an Menschen sowas durchleben müssen
und muss es auch aktuell durchleben. Aber dieser Umstand ändert
nichts am Wort Gottes, also dass Menschen, wenn sie auf die Welt
kommen und böse Eltern haben, gleichzeitig die Schuld in Form des
Generationsfluches mitbekommen, die auf ihren Eltern lastet. Wenn nun
ein solcher Mensch unter schlimmen Schmerzen stirbt, dann kann das
leider nicht als Tilgung für die Schuld von anderen Menschen gelten,
die der Verstorbene gar nicht kennt, sondern es gilt nur als ein
Strafmilderungsgrund für die Schuld, die der Mensch von seinen bösen
Eltern geerbt hat, ohne es zu wollen. Ich persönlich bin mir aber
sicher, dass Kinder, die unter üblen Umständen getötet wurden,
während sie gar nicht erst die Gelegenheit hatten, Gott zu lästern
oder Sünden zu tun, auch nicht in die Hölle kommen werden, denn das
wäre wahrhaftig ungerecht. Gott aber ist vollkommen gerecht, daher
ist es extremst unwahrscheinlich, dass er ein getötetes kleines Kind
in die Hölle werfen würde.
Allerdings müssen
wir uns alle an dieser Stelle mal eine Sache eingestehen:
Es gibt nur ganz
wenige Menschen, die als kleine Kinder getötet wurden, bevor sie die
Gelegenheit bekamen, zu sündigen. Ich selber bin nicht als Kind
getötet worden, bevor ich sündigen konnte. Und ihr, die ihr diese
Predigt hört, seid ebenfalls nicht als Kinder getötet worden, bevor
ihr gesündigt habt, denn wäre dem so, könntet ihr euch nun
unmöglich diese Predigt anhören. Wir wissen aber, dass Gott
vollkommen gerecht ist. Das bedeutet: Er bestraft Sünder. Im Himmel
gibt es keinen einzigen, der sündigen will. Gott würde uns ja gerne
im Himmel haben, aber wenn wir sündigen, erweisen wir uns als
unwürdig, bei ihm sein zu dürfen, und somit trennen wir uns von ihm
und seinem Heil. Nun stellt euch mal vor, Gott würde sagen: „Naja
... wenn ein Mensch als Kind getötet wird, bevor er sündigt, dann
kommt er ja in den Himmel. Und die ganzen anderen Leute – die haben
halt Pech gehabt. Die hätten halt nicht sündigen dürfen.“
Da frage ich euch:
Was wäre das denn für ein Gott? Das, meine lieben Freunde, wäre
wirklich grausam, wenn Gott nur die jenigen in den Himmel holen
würde, die wegen einem Generationsfluch ihrer Eltern bereits im
frühen Kindesalter getötet wurden, bevor sie sündigen konnten,
weil das als Tilgung der Schuld durchgehen könnte. Einen solchen
Gott, dem alle anderen Arten von Menschen egal sind, könnte man
vergessen! Dem bräuchte man gar nicht erst Aufmerksamkeit schenken,
wenn er irgendwas verkündet oder verkünden lässt.
Wenn wir aber
ehrlich sein wollen, dann müssen wir zugeben, dass keiner von uns
lebte, ohne Sünden zu tun. Außer Jesus. Und gleichzeitig ist eines
wichtig zu wissen: Jesus hatte keinen Generationsfluch auf sich, denn
sein Vater war Gott, und seine Mutter Maria entstammt eine
prophetischen Blutlinie, bestehend aus Menschen, die alle den Wille
Gottes ausreichend genug erfüllten, um keinen Fluch auf sich zu
ziehen. Deswegen wurde Jesus als reiner Mensch geboren. Und was noch
viel heftiger ist: Er hat es als einziger in der ganzen
Menschheitsgeschichte geschafft, zu leben, ohne eine Sünde zu tun.
Sowas ist theoretisch unmöglich. Aber Jesus hat es trotzdem getan.
Und eben das ist der Unterschied zwischen ihm und allen anderen, die
grausam starben oder ihr Leben lang gelitten haben: Jesus ist
komplett ohne Schuld gestorben, nachdem er komplett unschuldig gelebt
hat. Und das war alles andere als leicht, das könnt ihr mir glauben.
Die anderen Menschen aber, die ihr Leben lang gelitten haben, die
haben gleichzeitig auch selbst Dinge getan, die Sünde sind, und
haben sich Schuld aufgeladen, die vor Gott größer ist als das
Leiden, das ihnen widerfuhr. Denn Gott kann keine einzige Sünde in
seiner Nähe dulden. Wenn nun ein Mensch leidet und gleichzeitig
andere leiden lässt durch sein eigenes Tun, oder indem er hochmütig
denkt, oder indem er Gott lästert während er leidet, oder indem er
zwischendrin übelst unzüchtig lebt, so ist er Mensch ein schlimmer
Sünder, egal wie viel er gelitten hat. Und wie sollte denn bitte ein
Sünder würdig sein, die Sünden anderer Menschen tragen zu dürfen,
wenn er selber so viele Sünden getan hat, dass nichtmal das im Leben
erlittene Unrecht seine eigene Menge an Sünden ausgleichen kann?
Wäre das etwa Gerechtigkeit? Nein, sage ich euch! Das Wäre keine
Gerechtigkeit, sondern Irrsinn. Jesus ist der einzige in der ganzen
Menschheitsgeschichte, der fremde Sünden tragen kann, weil Jesus der
einzige ist, der niemals selbst gesündigt hat. Eigentlich wäre es
gerecht gewesen, dass Jesus, weil er nie eine Sünde vor Gott tat,
auch niemals Schmerz erleiden wird. Aber er hat es freiwillig
zugelassen, dass seine Feinde, die ihn hassten, ihn fangen und
misshandeln und töten. Er traf diese Entscheidung, weil er wusste,
dass allein dadurch andere Menschen von ihren Sünden erlöst werden
können.
Und wenn jetzt einer
sagt: „Ich kapiere es immernoch nicht! Wie kann denn ich selber
frei von Schuld sein, nur weil Jesus getötet wurde? Es ändert ja
nichts daran, dass ich gesündigt habe! Und wenn Gott wirklich alles
vergibt, warum warnt man dann überhaupt noch vor dem Sündigen?“
dann werde ich jetzt
mal versuchen, die Sache vom Anfang bis zum Ende komplett zu
erklären.
Also:
Am Anfang war alles
wunderschön. Es gab das Reich Gottes, und es gab die ganzen Engel,
und es herrschte Frieden und Freude. Es war ein traumhafter Zustand.
Aber einer von den Engeln war nicht zufrieden mit seinem Rang, den er
hatte. Er hatte den höchsten Rang, den ein Engel haben kann, und
alle anderen Engel bewunderten ihn und staunten über ihn. Aber das
reichte ihm nicht, denn er wollte selber angebetet werden, obwohl
alle immer nur Gott anbeten. Deswegen entwickelte sich in ihm Sünde,
und er verführte die Engel, sofern es möglich war, und überredete
sie,dass sie ihm helfen sollen, gegen Gott zu rebellieren. Und dann
würde er eine eigene Herrschaft gründen, vermutlich mit neuen
Regeln, die angeblich besser seien als die von Gott. Allerdings ist
nur allein durch die Regeln von Gott überhaupt der vollkommene
Frieden möglich gewesen, der bis dahin bestand. Und als offenbar
wurde, was dieser sündige Engel tun wollte, da wurde er aus Gottes
Nähe verbannt. Sein Name aber, so sagt man es allgemein, lautete
Luzifer. Es mussten aber auch alle Engel mit ihm gehen, die ihm
dienen wollten, weil er sie durch Verführung erfolgreich gegen Gott
aufgehetzt und auf seine eigene Seite gezogen hatte. Als aber Luzifer
merkte, dass er Gott niemals besiegen wird, da wendete er sich gegen
die am meisten von Gott geliebte Schöpfung. Nämlich gegen die
Menschen, die nach dem Ebenbild Gottes gemacht waren. Diese lebten im
Garten Eden, wo sie jede Frucht von den Bäumen essen durften,
abgesehen von einer einzigen. Nämlich von der Frucht der Erkenntnis
des Guten und Bösen. Von dieser durften sie nicht essen, weil die
Erkenntnis über Gut und Böse eine schlimme Last ist, und weil der
Mensch dadurch innerlich verändert wird, und er beginnt, zwischen
Gut und Böse hin und her gerissen zu sein und neigt zu
selbstzerstörerischem Verhalten. Gott hatte den ersten zwei Menschen
gesagt, dass sie die Frucht nicht essen dürfen, weil sie sonst
sterben. Und die beiden hielten das Gebot ein. Und deshalb konnten
sie Gemeinschaft mit Gott haben. Weil sie nicht sündigten, sondern
berücksichtigten, was Gott ihnen gesagt hatte. Das war wichtiger
denn je. Denn wenn die Sache mit Luzifer eines verdeutlicht hat, dann
wohl, dass man auf keinen Fall auch nur einen einzigen im Reich
Gottes haben darf, der Gottes Gebote hasst und meint, er müsse
selber neue Regeln aufstellen, die gegen Gottes Gebote sind.
Aber Luzifer wusste,
dass die Menschen auf ganzer Linie unfähig sein würden, die
Erkenntnis über Gut und Böse zu ertragen, ohne dass sie dabei dem
Tod in die Hände fallen würden. Und er überzeugte sie mit listigem
Geschwätz davon, es wäre gut, die Frucht zu essen. Und bekanntlich
taten beide Menschen das und mussten dann aus den Garten Eden
verbannt werden, denn der Garten Eden war ein heiliger Ort, und auch
darin durfte keine Sünde sein. Gott ist aber gerecht und muss Sünden
bestrafen. Und er liebte zwar die Menschen, aber sie hatten
gesündigt, daher musste er nun auch sie bestrafen. Denn wenn er das
nicht tun würde, dann könnte Luzifer ihn sofort anklagen, indem er
spricht: „Mir hast du eine Strafe gegeben, weil ich gegen dein
Gebot verstoßen habe, aber den Menschen, die auch gegen dein Gebot
verstoßen haben, gibst du keine Strafe? Du bist ungerecht!“
Und damit würde er
die Wahrheit sprechen. Aber Luzifer hasst Gott, und wenn Gott jetzt
sagen würde, dass Adam und Eva nicht bestraft werden sollen, und zum
Ausgleich soll auch Luzifer keine Strafe für sein Fehlverhalten
bekommen, dann würde Gott das Böse akzeptieren. Dann würde
Luzifer, also der Teufel, keine Strafe dafür bekommen, dass er Gott
vom Thron stoßen wollte und immernoch will, auch nicht dafür, dass
er die Engel gegen Gott aufgehetzt hat und seine eigenen Regeln
erfinden will, die böse wären, und ebenfalls nicht dafür, dass er
den Menschen die für sie lebensgefährliche Erkenntnis des Guten und
Bösen eingeredet hat – für all diese furchtbaren Dinge würde er
nicht bestraft werden, wenn Gott gerecht bleiben will, indem er sagt:
Niemand soll bestraft werden.
Das wäre eine enorm
unheilvolle Entscheidung. Der Teufel kann nicht einfach ungeschoren
davon kommen nach allem, was er getan hat. Vor allem nicht, da er
niemals aufhören würde mit seinen bösen Taten, sondern er würde
es immer wieder tun. Er würde nie davon ablassen, Gott vom Thron
stoßen zu wollen und andere Wesen gegen Gott aufzuhetzen. Zumal
leider Luzifer sehr große Weisheit hat. Deswegen kann er Lästerungen
auf eine Art und Weise reden, die den Zuhörern wie große Weisheit
vorkommen, und sie werden an Gott zweifeln, wenn nicht eindeutig das
Gegenteil bewiesen wird. Also: Niemanden zu bestrafen wäre eine
sehr, sehr schlecht Idee. Aber Gott wird niemals ungerecht sein. Er
wird immer gerecht sein. Darum bestraft er alle Sünden. Und das
Schlimme ist: Weil Adam und Eva die Erkenntnis des Guten und Bösen
haben, werden auch all ihre Nachkommen das automatisch erben. Und sie
werden aufgrund dieser Erkenntnis dazu neigen, sündige Dinge zu tun.
Sie werden also alle einen Grund dafür liefern, dass auch sie selber
eine Strafe zu empfangen haben. Und Gott hat entschieden, dass jeder
am Ende in einen ewigen-Feuer- und Schwefelsee geworfen wird, der
sich durch Sündigen an der Rebellion beteiligt, die der Teufel,
nämlich Luzifer, gegen Gott führt. Das steht fest. Demzufolge
müssten alle Menschen in den Feuer- und Schwefelsee fallen, weil
Gott gerecht ist und deswegen jede Sünde bestraft, ohne Ausnahme.
Nun ist es so, dass
es ja wirklich Menschen gibt, die sich ihr Leben lang wie die
hinterletzten Vollidioten benehmen, ohne aufzuhören und ohne
umzudenken. Um solche ist es nicht sonderlich schade, wenn sie in den
Feuersee fallen. Sie bekommen einfach nur, was sie verdienen. Aber
was ist, wenn ein Mensch zwar zuerst sündigt, aber dann mittendrin
seine Taten bereut und umkehren will? Auch bei diesem ändert sich
nicht der Fakt, dass dieser schonmal gesündigt hat. Und wer
gesündigt hat, der muss bestraft werden, denn das ist gerecht. Aber
das wäre gleichzeitig eine sehr unbarmherzige Angelegenheit.
Überlegt euch das mal selbst: Ein Mensch hat viele Fehler gemacht
und sich zuerst nichts dabei gedacht, aber dann fängt er an,
nachdenklich zu werden, und er erkennt seine Schuld. Und er kommt an
mit Tränen in den Augen und weint bitterlich, und fleht um
Vergebung, weil er versteht, was er getan hat, weil es ihm aufrichtig
Leid tut und weil er es nie wieder so machen will. Sollte man zu so
einem etwa sagen: „Du hast gesündigt, und deshalb musst du in den
Feuersee!“
Gott liebt
eigentlich die Menschen. Und er kann und will keine derart
unbarmherzigen Entscheidungen treffen, dass die Bußfertigen zusammen
mit den Übeltätern in ewiges Leiden fallen. Aber was soll man da
machen? Wie kann man da helfen, ohne etwas Ungerechtes zu tun? Gott
ist gerecht, also muss er Sünden bestrafen.
Man könnte nun
sagen: „Wenn jemand selber Unrecht erleidet, der zuvor Unrecht
getan hat, dann könnte man das erlittene Unrecht vielleicht als
Strafmilderungsgrund benutzen.“
Allerdings habe ich
ja vorher schon angemerkt, dass sowas nicht ausreicht, um die Strafe
zu vermeiden, weil kein freier Mensch so viel Unrecht erleidet, wie
er gegen Gott verübt hat.
Aber was wäre, wenn
einer lebt, der überhaupt nicht sündigt, und dieser erleidet großes
Unrecht? Wenn einer das schaffen würde, dann wäre eine Art
Ungleichgewicht entstanden. So jemand hätte Böses erlitten, das er
tatsächlich nicht verdient hat. Und dieser jemand könnte dann legal
sagen: „Ich nehme die Schuld eines anderen Menschen, der gesündigt
hat, auf mich!“
Dann ist die Schuld
von dem Sünder weggenommen, aber der jenige, der sie trägt, wäre
immernoch gerecht, weil er nie irgendwas falsch gemacht hat und weil
die Schuld, die er auf sich nimmt, nur das Unrecht ausgleicht, das er
unverdient erlitten hat. Auf diese Weise kann man Menschen retten,
die ihr Verhalten bereuen und nicht mehr sündigen wollen, ohne dass
dabei Ungerechtigkeit entsteht. Das ist der Rettungsplan Gottes, an
dem Jesus sich tatkräftig beteiligen musste und beteiligt hat. Und
weil er der einzige ist, der rein und unschuldig lebte und in dem
selben Zustand misshandelt und gekreuzigt wurde, deswegen ist er auch
der einzige, der unsere Sünden von uns nehmen darf, ohne dass Gott
dabei als ungerecht befunden wird. Denn ihr könnt euch darauf
verlassen, dass in Gott keine Ungerechtigkeit auffindbar ist. Gott
steht zu seinem Wort und richtet in Gerechtigkeit. Wenn nun ein
Mensch Jesus verwirft, so hat er niemanden, der ihn von der
Sündenschuld befreien kann. Dann bleibt die Sünde auf dem Mensch,
und das bedeutet, dass Gott keine andere Wahl haben wird - weil er
gerecht ist - als den Mensch für dessen Sünden zu bestrafen.
Ich hoffe, diese
Worte sind soweit nachvollziehbar.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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