Text zu "Predigt - Gottesfurcht in der Praxis"

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In der heutigen Predigt möchte ich euch etwas über Gottesfurcht erzählen. Wir haben zum Glück eine Stelle in der Bibel, in welcher wir die Definition dieses Wortes erfahren, sodass wir wissen, was Gottesfurcht wirklich ist. Die Definition dieses Wortes finden wir im Buch der Sprüche, denn in den Sprüchen Salomos heißt es gemäß Kapitel 8, Vers 13:

Die Furcht des HERRN bedeutet, das Böse zu hassen;
Stolz und Übermut, den Weg des Bösen und einen verkehrten Mund hasse ich.

Da haben wir's. Gottesfurcht bedeutet, das Böse zu hassen. Und wir haben sogar den Luxus, dass diese Aussage noch ein bisschen weiter aufgeschlüsselt wird. Denn was genau wir hassen, oder besser gesagt, was genau wir entschieden ablehnen sollen, das ist Stolz, Übermut, der Weg des Bösen und ein verkehrter Mund.

Nun muss jeder Mensch an sich selbst prüfen.
Will ich ein gottesfürchtiger Mensch sein?
Wenn jemand diese Worte hört, und es gefällt ihm nicht, und er entscheidet sich, dass er keine Gottesfurcht haben will, so braucht man mit diesem Mensch nicht weiter darüber zu reden. Er wird sich daran genügen lassen, die Definition gehört zu haben, danach aber wird er sich wieder mit anderen Dingen beschäftigen.
Falls es aber so ist, dass ein Mensch sagt: „Ja! Ich will wirklich gottesfürchtig sein! Das ist mir ein großer Wunsch.“
dann ist es für diesen Mann oder diese Frau natürlich hilfreich, eine nähere Aufschlüsselung der Worte zu bekommen, die wir gerade gelesen haben. Deswegen wird diese Predigt verkündigt, in der wir uns die vier genannten Stichpunkte mal näher anschauen.
Es ist nämlich so, dass Gottesfurcht nicht eine Furcht davor ist, Strafe zu erleiden oder von Gott gedemütigt zu werden, sondern Gottesfurcht ist die Angst davor, dass man Gott das Herz bricht. Denn das größte Gebot aller Zeiten ist, dass wir Gott lieben sollen. Und wenn ich jemanden wirklich von ganzem Herzen liebe, dann will ich unbedingt vermeiden, dass ich ihm wehtue. Deswegen werde ich mir immer vorher überlegen, was ich tue und was ich nicht tue. Denn wenn ich etwas tue, was ihm sehr bitter aufstößt, dann muss ich mit ansehen, wie er entsetzt ist und zornig wird. Aber wenn ich jemanden liebe, dann will ich nicht, dass er zornig sein muss, denn zornig sein ist nichts Schönes. Und weder derjenige, der zornig ist, fühlt sich dabei wohl, noch alle anderen, die es mitansehen müssen. Wenn ich irgendwas Böses tun würde, obwohl Gott das Böse verabscheut, dann würde ich beweisen, das ich mich überhaupt nicht davor fürchte, ihm das Herz zu brechen. Stattdessen wäre mein Verhalten der Beweis, dass es mir doch völlig egal ist, ob ich meinem Vater im Himmel das Herz gebrochen habe. Man kann aber nur vermeiden, dass man Gott das Herz bricht, wenn man genau versteht, wodurch ihm das Herz gebrochen wird, darum lasst uns die vier aufgezählten bösen Verhaltensweisen mal näher beleuchten!

Zuerst offenbart unser Vater im Himmel, dass wir uns davor fürchten sollen, ihn durch Stolz zu verärgern. Gott kann es nicht aushalten, wenn wir stolz sind. Das bedeutet: Wir sollen uns davor fürchten, zu einem Mensch zu werden, der sich viel auf sich selber einbildet, der meint, er hätte sich alles komplett durch eigene Klugheit oder eigene Stärke erarbeitet. Wir sollen uns davor fürchten, zu einem Mensch zu werden, der sich selbst einen Namen macht unter den Menschen, und wir sollen uns davor fürchten, jemand zu sein, der herablassend oder spöttisch mit den Menschen redet, die er als unwürdig gegenüber sich selbst empfindet. Wir sollen sogar davor Angst haben, überhaupt ein Mensch zu werden, der meint, er hätte große Würde.
Wenn soetwas in uns sein sollte, wäre es für Gott ein großes Ärgernis, und wir würden von uns selbst bezeugen, dass wir keine Furcht vor Gott haben. Und wenn wir uns davor fürchten sollen, stolz zu werden, dann sollen wir uns dementsprechend auch davor fürchten, ein Mensch zu sein, der mit seinen Leistungen prahlt, oder der für alles, was er getan hat, Dankbarkeit fordert, oder noch schlimmer: Der immer Gegenleistungen verlangt für alles, was er leistete. Denn auch das würde zu Stolz dazu gehören, aber Gottesfurcht bedeutet, dass wir uns besonders viel Mühe geben, soetwas gar nicht erst in uns heranwachsen zu lassen, weil es unserem Vater im Himmel das Herz brechen würde, und Jesus selbst wird es auf Dauer auch nicht verkraften, wenn er mitansehen muss, wie ein Mensch stolz wandelt, der den Name Jesus benutzt. Denn solch ein Mensch benutzt auf Dauer den Name Jesus vergebens und betet auch vergebens zu unserem Vater im Himmel.
Ich gebe gerne zu, dass es schwierig ist, jede Form von Stolz zu vermeiden, denn es passiert manchmal schneller als man denkt, dass man ein stolzes Verhaltensmuster in sich selbst entwickelt. Aber wenn wir Gottesfurcht erweisen wollen, dann müssen wir uns da echt viel Mühe geben und genau über die Dinge nachdenken, die wir jüngst gesagt und getan haben. Und wenn uns bewusst wird, dass wir tatsächlich stolz waren in den letzten Tagen, dann bleibt uns nichts Anderes übrig, als auf die Knie zu gehen, wenn wir unser Verhalten bereuen, und Jesus um Vergebung zu bitten, denn dann wird uns vergeben, und danach sollten wir es wirklich ablegen, was an uns stolz war, und dürfen uns nicht mehr zu stolzem Verhalten reizen lassen. Wenn wir den Stolz ablegen, werden unsere Mitmenschen es oftmals nicht zu schätzen wissen, aber Gott weiß es sehr zu schätzen, und Jesus auch. Darum muss unser Fokus stark auf Jesus liegen, denn Jesus war ja selber auch nicht stolz, egal wie oft er mit Fangfragen belästigt wurde, und egal wie viele freche Reden ihm an den Kopf geknallt wurden. Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen. Ich persönlich bin in meinem Leben auch schon oft stolz gewesen, aber ich will es nicht mehr sein, ich will jemand sein, der Gott für jeden Beistand dankbar ist und der nicht will, dass sein eigener Name groß wird, sondern dass allezeit die Menschen Jesus anerkennen und lieben, und unserem Vater im Himmel alle Ehre geben. Und ich will meinen Mitmenschen in meinem Herzen immer sofort vergeben, wenn sie rücksichtslos waren oder wenn sie etwas Fieses oder Provokantes gesagt haben, und ich will meine Vergebung auch mit meinem Mund bezeugen, sollte ich darauf angesprochen werden.

Die zweite Sache, bei der wir uns davor fürchten sollen, sie in uns zu haben, ist Übermut. Das bedeutet: Wir sollen unser Leben nicht die ganze Zeit nur alleine so gestalten, wie wir persönlich es bevorzugen und wie es uns gemütlich ist, während wir Gottes Gebote völlig außen vor lassen. Wir sollten davor zurückschrecken, immer nur alles nach unserer eigenen Begierde zu bestimmen, denn das wäre ätzend für unseren Vater im Himmel. Wenn wir nämlich die ganze Zeit mit Dingen beschäftigt sind, die weder mit Gottes Geboten noch mit göttlicher Weisheit zu tun haben, und dann stellen wir uns hin und sagen: „Ach, Gott versteht das schon! Dem macht das nichts aus, der will doch bestimmt, dass ich allezeit glücklich bin, und Jesus trägt doch sowieso alle meine Sünden, also mache ich alles so, wie es mir in den Kram passt!“
dann handeln wir dadurch sehr übermütig. Alleine schon der Gedanke daran, derartig zu leben, sollte uns erschaudern lassen, weil dann offenbar werden würde, dass wir überhaupt keine Gottesfurcht haben. Ebenso sehr sollten wir uns davor fürchten, jemand zu sein, der Gott herum befehligen will. Uns sollte allein schon die Vorstellung, dass wir als Menschen unserem himmlischen Vater auch nur im Ansatz etwas befehlen, was er gefälligst zu tun hat, eine unerträgliche Zumutung sein. Denn das wäre schlimmer Übermut, wenn wir als Geschöpfe dem Schöpfer Befehle erteilen. Auch davor, Gott zu provozieren, sollten wir uns fürchten, sodass am besten gar nicht erst ein einziger Satz unseren Mund verlässt, der für Gott eine Provokation ist. Wenn wir wollen, dass Gott etwas für uns tut, und wir würden zu ihm sagen: „Also eigentlich glaube ich nicht, dass du das tun kannst, weil das schwer ist, aber beweise mir doch das Gegenteil, damit ich glauben kann!“
dann wäre das sehr übermütig. Denn wir würden dadurch bezeugen, dass Gott sich erstmal unseren Respekt verdienen muss, und dieser Gedanke ist ein Gräuel, darum sollten wir uns davor fürchten, auch nur ansatzweise etwas zu sagen oder zu tun, was auf diesen Gedanke basiert.
Anstatt solch entsetzliches Verhalten zu zeigen, sollten wir es allezeit ablehnen und in dieser Hinsicht gottesfürchtig sein und bleiben, indem wir allezeit sagen: „Gott, was du willst, das soll geschehen. Und was du tust, damit will ich mich abfinden, auch wenn es mir nicht gefällt. Dein Wille ist höher als mein Wille. Und ich will nur die Dinge tun, mit denen du einverstanden bist.“

Das dritte Kennzeichen, vor dem wir uns fürchten sollen, sodass es nicht etwa ein Teil unseres Lebens wird, ist der Weg des Bösen.
Wenn an dieser Stelle vom Weg des Bösen geredet wird, dann sind damit in erster Linie Handlungen gemeint, die mit Betrug zu tun haben, mit Ausbeutung, mit Selbstsucht und Gier, und allgemein mit Gewalttätigkeit. Der Weg des Bösen besteht darin, dass ein kluger Mensch etwas tun würde, um sich an den Dummen zu bereichern, oder dass ein körperlich starker Mensch etwas tun würde, um sich an den körperlich schwachen Menschen zu bereichern. Die Idee allein, irgendetwas mit unseren Mitmenschen zu tun, bei dem sie von uns betrogen, ausgebeutet oder verletzt werden, sollte für uns so abstoßend sein, dass wir alleine schon voll Reue auf die Knie fallen und um Vergebung flehen, wenn wir auch nur einen einzigen Gedanke hatten, der ernsthaft in diese Richtung geht. Also: Das bloße Vorhaben, den Weg des Bösen zu gehen, um somit einen Gewinn zu erlangen, muss uns bereits als Abscheulichkeit gelten, selbst wenn wir es noch gar nicht versucht haben auszuführen. Es ist aber auch so, dass der Weg des Bösen nicht nur darin besteht, Menschen in irgendeiner Weise auszubeuten, um durch Ungerechtigkeit persönlichen Gewinn zu bekommen, sondern der Weg des Bösen besteht ebenfalls darin, dass wir unseren eigenen Besitz die ganze Zeit nur für uns selbst behalten und jeden Mensch, der Hilfe nötig hat, mit aller Kraft von uns wegstoßen, um bloß nicht das herzugeben, was wir haben. Oder wenn wir bemerken würden, dass ein Mensch freundlich und großzügig ist, und wir würden diesen Mensch dann ständig wieder um Gaben bitten, ohne dabei Rücksicht auf dessen Situation zu nehmen, so lange, bis wir ihm auch das sprichwörtliche letzte Hemd weggenommen haben, dann wären wir auch dadurch den Weg des Bösen gegangen. Darum sollten wir uns davor fürchten, andere Menschen dreist auszunutzen, oder selbst ein Mensch zu sein, der immer nur festhalten will, was er hat, ohne jemals anderen eine Stütze zu sein. Gottesfurcht besteht darin, dass man immer nur versucht, auf eine Art Geld oder Güter zu verdienen, die mit der Vorstellung von Nächstenliebe einhergeht und die auch sonst in keiner Weise böse ist. Und gleichzeitig besteht Gottesfurcht darin, dass wir das, was wir entbehren können, auch wirklich mal denen geben, die es dringend nötig haben, sollten wir derartigen Menschen begegnen.

Die letzte Sache, vor der wir uns fürchten sollten, dass sie jemals an uns zu finden sei, ist ein verkehrter Mund. Auch wenn dieser Punkt zuletzt genannt wird, hat er trotzdem eine entscheidende Wichtigkeit, die nicht unterschätzt werden darf. Um wahrhaftig gottesfürchtig zu sein, müssen wir uns viel Mühe geben, keinen verkehrten Mund zu haben. Einen verkehrten Mund hat jeder Mensch, der heuchlerische Worte redet, und jeder, der irreführende Worte spricht, die die Wahrheit verdrehen, und jeder, der Worte mit böser bzw. finsterer Qualität redet. All dies darf um Himmels Willen nicht in unserem Mund gefunden werden, und auch nicht in unseren Herzen, weil es unserem Vater im Himmel ein schändlicher Anstoß ist, wenn es geschieht. Wir müssen sehr darauf achten, dass wir wahrhaftig reden. Wenn also ein Mensch traurig ist, dann darf er nicht so reden, als wäre er voll Freude, denn dadurch ist er ein Heuchler und redet mit einem verkehrten Mund. Wenn ein Mensch enttäuscht ist, dann soll er keine fröhlichen Verkündungen machen, sonst redet er mit einem verkehrten Mund, wie ein Heuchler. Wenn ein Mensch einen Mangel an Wissen hat, was an sich nicht schlimm ist, dann darf er nicht so reden, als würde er genau Bescheid wissen, sonst wäre er ein Heuchler, der mit verkehrtem Mund redet.
Denn wenn ein Mensch etwas nicht weiß und spricht diese Wahrheit aus, dass er es nicht genau weiß, so wird er von Gott geliebt um seiner Ehrlichkeit willen. Wenn aber ein Mensch etwas nicht weiß, und trotzdem spielt er sich vor anderen Menschen so auf, als hätte er all das nötige Wissen, dann wird dieser Mensch von Gott verabscheut um der Heuchelei willen, die in dem Mund des Menschen ist. Und wenn ein Mensch in seinem Herzen keine Liebe empfindet, aber er spricht trotzdem: „Ich liebe dich!“, so ist auch dieser ein schlimmer Heuchler, der mit verkehrtem Mund redet, und das ist ein Gräuel für Gott.
Wir müssen deswegen an uns selbst prüfen, ob wir wirklich das reden, was wir tatsächlich empfinden, denn auch darin besteht Gottesfurcht. Wenn wir aber heuchlerische Worte reden, die wir gar nicht von Herzen so meinen, dann reden wir mit verkehrtem Mund und beweisen, dass wir keine Gottesfurcht haben. Denn wenn wir Gottesfurcht hätten, würden wir aufrichtig reden, eben weil wir von unserem Vater im Himmel wissen, dass er einen verkehrten Mund nicht ertragen kann, sondern Gott hasst sowas.
Ähnlich verhält es sich mit irreführenden Worten und verdrehten Lehren. Gott kann es nicht ertragen, wenn Menschen die Schriften hernehmen, die auf seiner einzigartigen Wahrheit basieren, um diesen Schriften dann eine völlig falsche Bedeutung zu unterstellen. Denn genau das gleiche tut auch der Teufel mit den Schriften. Darum muss man sich wirklich zuerst sehr intensiv mit der ganzen Bibel insgesamt persönlich auseinander gesetzt haben, bevor man als Lehrer auftritt, und man braucht ein demütiges und hingebungsvolles Herz, das nicht für die Ehre vor Menschen schlägt, sondern für die Ehre vor Gott. Andernfalls neigt ein Mensch zu sehr dazu, die Schriften so auszulegen, wie sie nicht gemeint sind, um den Menschen Worte zu verkünden, die an den Ohren schmeicheln und die sich wie weiche Watte anfühlen, während aber gleichzeitig eben diese verdrehten Lehren der Grund sein werden, warum der falsche Verkünder mitsamt allen seinen Anhängern in der großen Gefahr ist, verloren zu gehen.
Wenn wir uns selbst darum bemühen, das Wort Gottes zu lehren, so muss es unbedingt die Wahrheit sein, die wir da verkünden, denn wer verdrehte Lehren vorträgt, der beweist bereits dadurch, dass er keine Gottesfurcht hat. Darum: Entweder man lässt ganz die Finger davon, ein Lehrer sein zu wollen, weil man Angst davor hat, etwas Falsches zu sagen, dann ist es echte Gottesfurcht. Oder aber: Man vertieft sich wirklich allein in das Wort Gottes, nicht in Menschenweisheit, sondern nur in das, was Gott offenbaren lassen will, und dann konzentriert man sich darauf und lehrt die Menschen basierend auf diesem Fundament, während man die ganze Zeit versucht, den Überblick zu behalten und während man auch seine eigenen Worte prüft. Denn kein Lehrer kann perfekt sein, deswegen werden auch bei einem Mensch, der wirklich der Wahrheit dient, hin und wieder mal kleinere Patzer auftreten. Das ist verzeihlich, und auch ein solcher Mensch erweist sich als gottesfürchtig, wenn er seine Fehler ausbessert und allezeit in der Wahrheit bleiben will. Wenn aber jemand falsche Identitätslehren über Gott oder Jesus vorträgt und behauptet: Jeder, der das nicht annimmt, käme in die Hölle, dann redet dieser mit einem verkehrten Mund und hat keine Gottesfurcht. Gleiches gilt für Menschen, die ein Wohlstands-Evangelium vortragen. Solche Menschen behaupten: Wenn man den Glaube an Jesus annimmt, dann läuft alles gut im Leben und man wird mit der Zeit reich. Das ist völliger Unsinn, und es ist das genaue Gegenteil von dem, was Jesus lehrte. Menschen, die derartiges Glauben, sind Diener des Mammon. Ihre Lehrer reden mit einem verkehrten Mund und verbreiten unverschämte, gottlose Lügen, indem sie den Großteil der Bibel ignorieren und nur ein paar wenige Verse und Wortgruppen benutzen, die ihre falsche Lehre scheinbar unterstützen.
Das selbe passiert bei dem Weichschaum-Evangelium, wo eine billige Gnade propagiert wird, die gar nicht unrealistischer sein könnte. Die Menschen, die das Weichschaum-Evangelium verkünden, die behaupten, dass Jesus alle Sünden genommen hat, die wir zukünftig noch tun wollen, und dass man alles tun dürfe, wonach es einen gelüstet, so lange man einfach nur sagt, dass man an Jesus glaubt. Auch diese falsche Lehre basiert darauf, dass die Irrlehrer, die das verbreiten, zwei spezielle Verse aus der Bibel herausnehmen, und dem gesamten Rest ignorieren sie komplett, als wäre er gar nicht da.
Und ebenso gibt es die falsche Lehre, dass angeblich der Heilige Geist nicht mehr auf die Erde ausgegossen sei und dass heutzutage keine Wunderzeichen mehr geschehen. Auch das kann nur von einer gotteslästerlichen Quelle kommen, die das Ziel hat, das Königreich von Jesus Christus zu vernichten. Deswegen dürfen wir, wenn wir wirklich gottesfürchtige Menschen sein wollen, auf keinen Fall solche gotteslästerlichen Lehren verbreiten. Wir dürfen keine verkorksten Identitätsmodelle über Gott verbreiten, besonders nicht unter der Androhung der Hölle, sofern diese nicht angenommen werden, wir dürfen kein Wohlstands-Evangelium verbreiten, kein Weichschaum-Evangelium, und auch keine lästerlichen Behauptungen über eine angebliche Entfernung der Kraft Gottes, die durch den Heiligen Geist wirkt. Würden derartige oder vergleichbare falsche Lehren in unserem Mund gefunden werden, so würde Gott dadurch wütend werden, weil wir nicht die Rettung, sondern das Verderben der Menschheit fördern. Sowas würde ein gottesfürchtiger Mensch niemals tun. Deswegen sollten wir uns davor fürchten, wenn wir andere belehren, ihnen offenkundige Irrtümer oder bewusst falsche Lehren zu erzählen, sondern wenn wir gottesfürchtig sein wollen, so müssen wir allezeit die Wahrheit reden, weil wir keinen verkehrten Mund haben sollen. Und jeder verkehrte Mund bei anderen Menschen soll uns als Ärgernis gelten, wie es vor Gott ein Ärgernis ist, deshalb sollten wir mit denen, die sich nicht ermahnen lassen, keine Gemeinschaft pflegen, so lange sie verdrehte Lehren verbreiten.
All das bis hierher Genannte ist bereits schlimm, aber einen verkehrten Mund erweist ein Mensch nicht allein dadurch, sondern auch durch Worte mit einer finsteren Qualität. Wir wissen, dass der Teufel kommt, um zu stehlen, zu töten und zu verderben. Deshalb: Wenn ein Mensch Worte redet, die so klingen, als würden sie diesem Ziel dienen, dann hat dieser Mensch einen verkehrten Mund und ein verkehrtes Herz. Denn wovon das Herz des Menschen voll ist, davon redet sein Mund. Wenn zum Beispiel aus Spaß ein Mensch sagt, jemand soll sterben, und es klingt ernst, und danach sagt er dann, es solle ein Witz sein, so hat er trotzdem böse geredet, und er hat einen verkehrten Mund. Denn ein Kind Gottes wird gar nicht erst auf den Gedanke kommen, überhaupt zu irgendwem zu sagen, er solle sterben, denn das sind finstere Worte, und jemand, der aus Gott ist, sagt sowas nicht, auch nicht als Scherz. Vielleicht hält der Mensch selbst das für unbedeutend, aber Gott kann es nicht ertragen, wenn Menschen finstere Worte reden und das dann auch noch für lustig halten. Wer einen aufrichtigen Mund hat, redet keine finsteren Witze, und noch viel weniger würde er ernst gemeinte Worte sprechen, die eine finstere Qualität haben. Wer es aber tut, von dem muss man sich entfernen, und wir selbst, wenn wir gottesfürchtig sein wollen, wir müssen genau darauf achten, was für eine Qualität die Worte haben, die wir reden. Denn wir dürfen nicht heucheln, weil das nur ein Mensch mit einem verkehrten Mund tut, wir dürfen aber auch keine finsteren Worte sprechen, denn auch dies tun nur Menschen mit einem verkehrten Mund. Darum müssen wir alle finsteren Gedanken aus unseren Herzen heraus nehmen und dürfen finstere Dinge nicht für lustig oder amüsant halten, gleichzeitig sollen wir aber auch keine Worte reden, die schöner klingen, als wir sie tatsächlich meinen, sondern wir sollen schon so reden, wie es wirklich in unserem Herzen ist, aber eben auf eine Art, die keine finstere Qualität aufweist, sondern Worte, die davon Zeugnis geben, dass wir auf Gott vertrauen, dass wir standhaft sein wollen, dass wir allen ihre Verfehlungen vergeben wollen, dass wir den Mut nicht verlieren und auch andere den Mut nicht verlieren sollen, dass wir die jenigen Dinge erfreulich finden, die tatsächlich gut sind, aber dass wir die Dinge ablehnen, die nicht gut sind und dass wir uns über Dinge geärgert haben, über die man sich nicht aufrichtig freuen kann, während wir aber allezeit die Hoffnung in uns bewahren, dass vielleicht noch eine Zeit kommt, in der es besser laufen wird.

Da ich nun dies alles für die Menschen gepredigt habe, die sich wünschen, gottesfürchtig sein zu können, kommen wir langsam dem Ende der heutigen Predigt entgegen. Und wir werden zum Abschluss dieser Predigt noch drei weitere Sprüche von Salomo lesen, die geschrieben stehen im Buch der Sprüche, Kapitel 14, Vers 25 bis 27. Dort lesen wir:

Ein Zeuge der Wahrheit rettet Seelen;
wer aber Lügen vorbringt, der ist ein Betrüger.
In der Furcht des HERRN liegt starkes Vertrauen,
Er wird auch seinen Kindern eine Zuflucht sein.
Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens;
man meidet durch sie die Fallstricke des Todes.

Diese Worte sind wahrhaftig. Ich für meinen Teil bin sehr froh darüber, dass Salomo in der Lage dazu war, dies aufzuschreiben. Und als kleines Sahnehäubchen obendrauf lesen wir auch noch die Worte aus Kapitel 28, Vers 14. Dort steht:

Wohl dem Menschen, der beständig in der Furcht Gottes bleibt;
wer aber sein Herz verhärtet, wird ins Unglück stürzen.

In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr es in euren Herzen als ein schönes Ziel empfindet, gottesfürchtig leben zu wollen. Denn diese Predigt soll euch eine Hilfe sein, aber alles Weitere hängt von euch ab, und die heutige Predigt ist an dieser Stelle vollständig. Wenn ihr euch aber zu schwach fühlt, dann geht ins Gebet und bittet unseren Vater im Namen von Jesus Christus darum, dass euch neue Kraft geschenkt werden möge.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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