Text zu "Predigt - Gottesfurcht in der Praxis"
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Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In der heutigen
Predigt möchte ich euch etwas über Gottesfurcht erzählen. Wir
haben zum Glück eine Stelle in der Bibel, in welcher wir die
Definition dieses Wortes erfahren, sodass wir wissen, was
Gottesfurcht wirklich ist. Die Definition dieses Wortes finden wir im
Buch der Sprüche, denn in den Sprüchen Salomos heißt es gemäß
Kapitel 8, Vers 13:
Die Furcht des HERRN
bedeutet, das Böse zu hassen;
Stolz und Übermut,
den Weg des Bösen und einen verkehrten Mund hasse ich.
Da haben wir's.
Gottesfurcht bedeutet, das Böse zu hassen. Und wir haben sogar den
Luxus, dass diese Aussage noch ein bisschen weiter aufgeschlüsselt
wird. Denn was genau wir hassen, oder besser gesagt, was genau wir
entschieden ablehnen sollen, das ist Stolz, Übermut, der Weg des
Bösen und ein verkehrter Mund.
Nun muss jeder
Mensch an sich selbst prüfen.
Will ich ein
gottesfürchtiger Mensch sein?
Wenn jemand diese
Worte hört, und es gefällt ihm nicht, und er entscheidet sich, dass
er keine Gottesfurcht haben will, so braucht man mit diesem Mensch
nicht weiter darüber zu reden. Er wird sich daran genügen lassen,
die Definition gehört zu haben, danach aber wird er sich wieder mit
anderen Dingen beschäftigen.
Falls es aber so
ist, dass ein Mensch sagt: „Ja! Ich will wirklich gottesfürchtig
sein! Das ist mir ein großer Wunsch.“
dann ist es für
diesen Mann oder diese Frau natürlich hilfreich, eine nähere
Aufschlüsselung der Worte zu bekommen, die wir gerade gelesen haben.
Deswegen wird diese Predigt verkündigt, in der wir uns die vier
genannten Stichpunkte mal näher anschauen.
Es ist nämlich so,
dass Gottesfurcht nicht eine Furcht davor ist, Strafe zu erleiden
oder von Gott gedemütigt zu werden, sondern Gottesfurcht ist die
Angst davor, dass man Gott das Herz bricht. Denn das größte Gebot
aller Zeiten ist, dass wir Gott lieben sollen. Und wenn ich jemanden
wirklich von ganzem Herzen liebe, dann will ich unbedingt vermeiden,
dass ich ihm wehtue. Deswegen werde ich mir immer vorher überlegen,
was ich tue und was ich nicht tue. Denn wenn ich etwas tue, was ihm
sehr bitter aufstößt, dann muss ich mit ansehen, wie er entsetzt
ist und zornig wird. Aber wenn ich jemanden liebe, dann will ich
nicht, dass er zornig sein muss, denn zornig sein ist nichts Schönes.
Und weder derjenige, der zornig ist, fühlt sich dabei wohl, noch
alle anderen, die es mitansehen müssen. Wenn ich irgendwas Böses
tun würde, obwohl Gott das Böse verabscheut, dann würde ich
beweisen, das ich mich überhaupt nicht davor fürchte, ihm das Herz
zu brechen. Stattdessen wäre mein Verhalten der Beweis, dass es mir
doch völlig egal ist, ob ich meinem Vater im Himmel das Herz
gebrochen habe. Man kann aber nur vermeiden, dass man Gott das Herz
bricht, wenn man genau versteht, wodurch ihm das Herz gebrochen wird,
darum lasst uns die vier aufgezählten bösen Verhaltensweisen mal
näher beleuchten!
Zuerst offenbart
unser Vater im Himmel, dass wir uns davor fürchten sollen, ihn durch
Stolz zu verärgern. Gott kann es nicht aushalten, wenn wir stolz
sind. Das bedeutet: Wir sollen uns davor fürchten, zu einem Mensch
zu werden, der sich viel auf sich selber einbildet, der meint, er
hätte sich alles komplett durch eigene Klugheit oder eigene Stärke
erarbeitet. Wir sollen uns davor fürchten, zu einem Mensch zu
werden, der sich selbst einen Namen macht unter den Menschen, und wir
sollen uns davor fürchten, jemand zu sein, der herablassend oder
spöttisch mit den Menschen redet, die er als unwürdig gegenüber
sich selbst empfindet. Wir sollen sogar davor Angst haben, überhaupt
ein Mensch zu werden, der meint, er hätte große Würde.
Wenn soetwas in uns
sein sollte, wäre es für Gott ein großes Ärgernis, und wir würden
von uns selbst bezeugen, dass wir keine Furcht vor Gott haben. Und
wenn wir uns davor fürchten sollen, stolz zu werden, dann sollen wir
uns dementsprechend auch davor fürchten, ein Mensch zu sein, der mit
seinen Leistungen prahlt, oder der für alles, was er getan hat,
Dankbarkeit fordert, oder noch schlimmer: Der immer Gegenleistungen
verlangt für alles, was er leistete. Denn auch das würde zu Stolz
dazu gehören, aber Gottesfurcht bedeutet, dass wir uns besonders
viel Mühe geben, soetwas gar nicht erst in uns heranwachsen zu
lassen, weil es unserem Vater im Himmel das Herz brechen würde, und
Jesus selbst wird es auf Dauer auch nicht verkraften, wenn er
mitansehen muss, wie ein Mensch stolz wandelt, der den Name Jesus
benutzt. Denn solch ein Mensch benutzt auf Dauer den Name Jesus
vergebens und betet auch vergebens zu unserem Vater im Himmel.
Ich gebe gerne zu,
dass es schwierig ist, jede Form von Stolz zu vermeiden, denn es
passiert manchmal schneller als man denkt, dass man ein stolzes
Verhaltensmuster in sich selbst entwickelt. Aber wenn wir
Gottesfurcht erweisen wollen, dann müssen wir uns da echt viel Mühe
geben und genau über die Dinge nachdenken, die wir jüngst gesagt
und getan haben. Und wenn uns bewusst wird, dass wir tatsächlich
stolz waren in den letzten Tagen, dann bleibt uns nichts Anderes
übrig, als auf die Knie zu gehen, wenn wir unser Verhalten bereuen,
und Jesus um Vergebung zu bitten, denn dann wird uns vergeben, und
danach sollten wir es wirklich ablegen, was an uns stolz war, und
dürfen uns nicht mehr zu stolzem Verhalten reizen lassen. Wenn wir
den Stolz ablegen, werden unsere Mitmenschen es oftmals nicht zu
schätzen wissen, aber Gott weiß es sehr zu schätzen, und Jesus
auch. Darum muss unser Fokus stark auf Jesus liegen, denn Jesus war
ja selber auch nicht stolz, egal wie oft er mit Fangfragen belästigt
wurde, und egal wie viele freche Reden ihm an den Kopf geknallt
wurden. Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen. Ich persönlich
bin in meinem Leben auch schon oft stolz gewesen, aber ich will es
nicht mehr sein, ich will jemand sein, der Gott für jeden Beistand
dankbar ist und der nicht will, dass sein eigener Name groß wird,
sondern dass allezeit die Menschen Jesus anerkennen und lieben, und
unserem Vater im Himmel alle Ehre geben. Und ich will meinen
Mitmenschen in meinem Herzen immer sofort vergeben, wenn sie
rücksichtslos waren oder wenn sie etwas Fieses oder Provokantes
gesagt haben, und ich will meine Vergebung auch mit meinem Mund
bezeugen, sollte ich darauf angesprochen werden.
Die zweite Sache,
bei der wir uns davor fürchten sollen, sie in uns zu haben, ist
Übermut. Das bedeutet: Wir sollen unser Leben nicht die ganze Zeit
nur alleine so gestalten, wie wir persönlich es bevorzugen und wie
es uns gemütlich ist, während wir Gottes Gebote völlig außen vor
lassen. Wir sollten davor zurückschrecken, immer nur alles nach
unserer eigenen Begierde zu bestimmen, denn das wäre ätzend für
unseren Vater im Himmel. Wenn wir nämlich die ganze Zeit mit Dingen
beschäftigt sind, die weder mit Gottes Geboten noch mit göttlicher
Weisheit zu tun haben, und dann stellen wir uns hin und sagen: „Ach,
Gott versteht das schon! Dem macht das nichts aus, der will doch
bestimmt, dass ich allezeit glücklich bin, und Jesus trägt doch
sowieso alle meine Sünden, also mache ich alles so, wie es mir in
den Kram passt!“
dann handeln wir
dadurch sehr übermütig. Alleine schon der Gedanke daran, derartig
zu leben, sollte uns erschaudern lassen, weil dann offenbar werden
würde, dass wir überhaupt keine Gottesfurcht haben. Ebenso sehr
sollten wir uns davor fürchten, jemand zu sein, der Gott herum
befehligen will. Uns sollte allein schon die Vorstellung, dass wir
als Menschen unserem himmlischen Vater auch nur im Ansatz etwas
befehlen, was er gefälligst zu tun hat, eine unerträgliche Zumutung
sein. Denn das wäre schlimmer Übermut, wenn wir als Geschöpfe dem
Schöpfer Befehle erteilen. Auch davor, Gott zu provozieren, sollten
wir uns fürchten, sodass am besten gar nicht erst ein einziger Satz
unseren Mund verlässt, der für Gott eine Provokation ist. Wenn wir
wollen, dass Gott etwas für uns tut, und wir würden zu ihm sagen:
„Also eigentlich glaube ich nicht, dass du das tun kannst, weil das
schwer ist, aber beweise mir doch das Gegenteil, damit ich glauben
kann!“
dann wäre das sehr
übermütig. Denn wir würden dadurch bezeugen, dass Gott sich
erstmal unseren Respekt verdienen muss, und dieser Gedanke ist ein
Gräuel, darum sollten wir uns davor fürchten, auch nur ansatzweise
etwas zu sagen oder zu tun, was auf diesen Gedanke basiert.
Anstatt solch
entsetzliches Verhalten zu zeigen, sollten wir es allezeit ablehnen
und in dieser Hinsicht gottesfürchtig sein und bleiben, indem wir
allezeit sagen: „Gott, was du willst, das soll geschehen. Und was
du tust, damit will ich mich abfinden, auch wenn es mir nicht
gefällt. Dein Wille ist höher als mein Wille. Und ich will nur die
Dinge tun, mit denen du einverstanden bist.“
Das dritte
Kennzeichen, vor dem wir uns fürchten sollen, sodass es nicht etwa
ein Teil unseres Lebens wird, ist der Weg des Bösen.
Wenn an dieser
Stelle vom Weg des Bösen geredet wird, dann sind damit in erster
Linie Handlungen gemeint, die mit Betrug zu tun haben, mit
Ausbeutung, mit Selbstsucht und Gier, und allgemein mit
Gewalttätigkeit. Der Weg des Bösen besteht darin, dass ein kluger
Mensch etwas tun würde, um sich an den Dummen zu bereichern, oder
dass ein körperlich starker Mensch etwas tun würde, um sich an den
körperlich schwachen Menschen zu bereichern. Die Idee allein,
irgendetwas mit unseren Mitmenschen zu tun, bei dem sie von uns
betrogen, ausgebeutet oder verletzt werden, sollte für uns so
abstoßend sein, dass wir alleine schon voll Reue auf die Knie fallen
und um Vergebung flehen, wenn wir auch nur einen einzigen Gedanke
hatten, der ernsthaft in diese Richtung geht. Also: Das bloße
Vorhaben, den Weg des Bösen zu gehen, um somit einen Gewinn zu
erlangen, muss uns bereits als Abscheulichkeit gelten, selbst wenn
wir es noch gar nicht versucht haben auszuführen. Es ist aber auch
so, dass der Weg des Bösen nicht nur darin besteht, Menschen in
irgendeiner Weise auszubeuten, um durch Ungerechtigkeit persönlichen
Gewinn zu bekommen, sondern der Weg des Bösen besteht ebenfalls
darin, dass wir unseren eigenen Besitz die ganze Zeit nur für uns
selbst behalten und jeden Mensch, der Hilfe nötig hat, mit aller
Kraft von uns wegstoßen, um bloß nicht das herzugeben, was wir
haben. Oder wenn wir bemerken würden, dass ein Mensch freundlich und
großzügig ist, und wir würden diesen Mensch dann ständig wieder
um Gaben bitten, ohne dabei Rücksicht auf dessen Situation zu
nehmen, so lange, bis wir ihm auch das sprichwörtliche letzte Hemd
weggenommen haben, dann wären wir auch dadurch den Weg des Bösen
gegangen. Darum sollten wir uns davor fürchten, andere Menschen
dreist auszunutzen, oder selbst ein Mensch zu sein, der immer nur
festhalten will, was er hat, ohne jemals anderen eine Stütze zu
sein. Gottesfurcht besteht darin, dass man immer nur versucht, auf
eine Art Geld oder Güter zu verdienen, die mit der Vorstellung von
Nächstenliebe einhergeht und die auch sonst in keiner Weise böse
ist. Und gleichzeitig besteht Gottesfurcht darin, dass wir das, was
wir entbehren können, auch wirklich mal denen geben, die es dringend
nötig haben, sollten wir derartigen Menschen begegnen.
Die letzte Sache,
vor der wir uns fürchten sollten, dass sie jemals an uns zu finden
sei, ist ein verkehrter Mund. Auch wenn dieser Punkt zuletzt genannt
wird, hat er trotzdem eine entscheidende Wichtigkeit, die nicht
unterschätzt werden darf. Um wahrhaftig gottesfürchtig zu sein,
müssen wir uns viel Mühe geben, keinen verkehrten Mund zu haben.
Einen verkehrten Mund hat jeder Mensch, der heuchlerische Worte
redet, und jeder, der irreführende Worte spricht, die die Wahrheit
verdrehen, und jeder, der Worte mit böser bzw. finsterer Qualität
redet. All dies darf um Himmels Willen nicht in unserem Mund gefunden
werden, und auch nicht in unseren Herzen, weil es unserem Vater im
Himmel ein schändlicher Anstoß ist, wenn es geschieht. Wir müssen
sehr darauf achten, dass wir wahrhaftig reden. Wenn also ein Mensch
traurig ist, dann darf er nicht so reden, als wäre er voll Freude,
denn dadurch ist er ein Heuchler und redet mit einem verkehrten Mund.
Wenn ein Mensch enttäuscht ist, dann soll er keine fröhlichen
Verkündungen machen, sonst redet er mit einem verkehrten Mund, wie
ein Heuchler. Wenn ein Mensch einen Mangel an Wissen hat, was an sich
nicht schlimm ist, dann darf er nicht so reden, als würde er genau
Bescheid wissen, sonst wäre er ein Heuchler, der mit verkehrtem Mund
redet.
Denn wenn ein Mensch
etwas nicht weiß und spricht diese Wahrheit aus, dass er es nicht
genau weiß, so wird er von Gott geliebt um seiner Ehrlichkeit
willen. Wenn aber ein Mensch etwas nicht weiß, und trotzdem spielt
er sich vor anderen Menschen so auf, als hätte er all das nötige
Wissen, dann wird dieser Mensch von Gott verabscheut um der Heuchelei
willen, die in dem Mund des Menschen ist. Und wenn ein Mensch in
seinem Herzen keine Liebe empfindet, aber er spricht trotzdem: „Ich
liebe dich!“, so ist auch dieser ein schlimmer Heuchler, der mit
verkehrtem Mund redet, und das ist ein Gräuel für Gott.
Wir müssen deswegen
an uns selbst prüfen, ob wir wirklich das reden, was wir tatsächlich
empfinden, denn auch darin besteht Gottesfurcht. Wenn wir aber
heuchlerische Worte reden, die wir gar nicht von Herzen so meinen,
dann reden wir mit verkehrtem Mund und beweisen, dass wir keine
Gottesfurcht haben. Denn wenn wir Gottesfurcht hätten, würden wir
aufrichtig reden, eben weil wir von unserem Vater im Himmel wissen,
dass er einen verkehrten Mund nicht ertragen kann, sondern Gott hasst
sowas.
Ähnlich verhält es
sich mit irreführenden Worten und verdrehten Lehren. Gott kann es
nicht ertragen, wenn Menschen die Schriften hernehmen, die auf seiner
einzigartigen Wahrheit basieren, um diesen Schriften dann eine völlig
falsche Bedeutung zu unterstellen. Denn genau das gleiche tut auch
der Teufel mit den Schriften. Darum muss man sich wirklich zuerst
sehr intensiv mit der ganzen Bibel insgesamt persönlich auseinander
gesetzt haben, bevor man als Lehrer auftritt, und man braucht ein
demütiges und hingebungsvolles Herz, das nicht für die Ehre vor
Menschen schlägt, sondern für die Ehre vor Gott. Andernfalls neigt
ein Mensch zu sehr dazu, die Schriften so auszulegen, wie sie nicht
gemeint sind, um den Menschen Worte zu verkünden, die an den Ohren
schmeicheln und die sich wie weiche Watte anfühlen, während aber
gleichzeitig eben diese verdrehten Lehren der Grund sein werden,
warum der falsche Verkünder mitsamt allen seinen Anhängern in der
großen Gefahr ist, verloren zu gehen.
Wenn wir uns selbst
darum bemühen, das Wort Gottes zu lehren, so muss es unbedingt die
Wahrheit sein, die wir da verkünden, denn wer verdrehte Lehren
vorträgt, der beweist bereits dadurch, dass er keine Gottesfurcht
hat. Darum: Entweder man lässt ganz die Finger davon, ein Lehrer
sein zu wollen, weil man Angst davor hat, etwas Falsches zu sagen,
dann ist es echte Gottesfurcht. Oder aber: Man vertieft sich wirklich
allein in das Wort Gottes, nicht in Menschenweisheit, sondern nur in
das, was Gott offenbaren lassen will, und dann konzentriert man sich
darauf und lehrt die Menschen basierend auf diesem Fundament, während
man die ganze Zeit versucht, den Überblick zu behalten und während
man auch seine eigenen Worte prüft. Denn kein Lehrer kann perfekt
sein, deswegen werden auch bei einem Mensch, der wirklich der
Wahrheit dient, hin und wieder mal kleinere Patzer auftreten. Das ist
verzeihlich, und auch ein solcher Mensch erweist sich als
gottesfürchtig, wenn er seine Fehler ausbessert und allezeit in der
Wahrheit bleiben will. Wenn aber jemand falsche Identitätslehren
über Gott oder Jesus vorträgt und behauptet: Jeder, der das nicht
annimmt, käme in die Hölle, dann redet dieser mit einem verkehrten
Mund und hat keine Gottesfurcht. Gleiches gilt für Menschen, die ein
Wohlstands-Evangelium vortragen. Solche Menschen behaupten: Wenn man
den Glaube an Jesus annimmt, dann läuft alles gut im Leben und man
wird mit der Zeit reich. Das ist völliger Unsinn, und es ist das
genaue Gegenteil von dem, was Jesus lehrte. Menschen, die derartiges
Glauben, sind Diener des Mammon. Ihre Lehrer reden mit einem
verkehrten Mund und verbreiten unverschämte, gottlose Lügen, indem
sie den Großteil der Bibel ignorieren und nur ein paar wenige Verse
und Wortgruppen benutzen, die ihre falsche Lehre scheinbar
unterstützen.
Das selbe passiert
bei dem Weichschaum-Evangelium, wo eine billige Gnade propagiert
wird, die gar nicht unrealistischer sein könnte. Die Menschen, die
das Weichschaum-Evangelium verkünden, die behaupten, dass Jesus alle
Sünden genommen hat, die wir zukünftig noch tun wollen, und dass
man alles tun dürfe, wonach es einen gelüstet, so lange man einfach
nur sagt, dass man an Jesus glaubt. Auch diese falsche Lehre basiert
darauf, dass die Irrlehrer, die das verbreiten, zwei spezielle Verse
aus der Bibel herausnehmen, und dem gesamten Rest ignorieren sie
komplett, als wäre er gar nicht da.
Und ebenso gibt es
die falsche Lehre, dass angeblich der Heilige Geist nicht mehr auf
die Erde ausgegossen sei und dass heutzutage keine Wunderzeichen mehr
geschehen. Auch das kann nur von einer gotteslästerlichen Quelle
kommen, die das Ziel hat, das Königreich von Jesus Christus zu
vernichten. Deswegen dürfen wir, wenn wir wirklich gottesfürchtige
Menschen sein wollen, auf keinen Fall solche gotteslästerlichen
Lehren verbreiten. Wir dürfen keine verkorksten Identitätsmodelle
über Gott verbreiten, besonders nicht unter der Androhung der Hölle,
sofern diese nicht angenommen werden, wir dürfen kein
Wohlstands-Evangelium verbreiten, kein Weichschaum-Evangelium, und
auch keine lästerlichen Behauptungen über eine angebliche
Entfernung der Kraft Gottes, die durch den Heiligen Geist wirkt.
Würden derartige oder vergleichbare falsche Lehren in unserem Mund
gefunden werden, so würde Gott dadurch wütend werden, weil wir
nicht die Rettung, sondern das Verderben der Menschheit fördern.
Sowas würde ein gottesfürchtiger Mensch niemals tun. Deswegen
sollten wir uns davor fürchten, wenn wir andere belehren, ihnen
offenkundige Irrtümer oder bewusst falsche Lehren zu erzählen,
sondern wenn wir gottesfürchtig sein wollen, so müssen wir allezeit
die Wahrheit reden, weil wir keinen verkehrten Mund haben sollen. Und
jeder verkehrte Mund bei anderen Menschen soll uns als Ärgernis
gelten, wie es vor Gott ein Ärgernis ist, deshalb sollten wir mit
denen, die sich nicht ermahnen lassen, keine Gemeinschaft pflegen, so
lange sie verdrehte Lehren verbreiten.
All das bis hierher
Genannte ist bereits schlimm, aber einen verkehrten Mund erweist ein
Mensch nicht allein dadurch, sondern auch durch Worte mit einer
finsteren Qualität. Wir wissen, dass der Teufel kommt, um zu
stehlen, zu töten und zu verderben. Deshalb: Wenn ein Mensch Worte
redet, die so klingen, als würden sie diesem Ziel dienen, dann hat
dieser Mensch einen verkehrten Mund und ein verkehrtes Herz. Denn
wovon das Herz des Menschen voll ist, davon redet sein Mund. Wenn zum
Beispiel aus Spaß ein Mensch sagt, jemand soll sterben, und es
klingt ernst, und danach sagt er dann, es solle ein Witz sein, so hat
er trotzdem böse geredet, und er hat einen verkehrten Mund. Denn ein
Kind Gottes wird gar nicht erst auf den Gedanke kommen, überhaupt zu
irgendwem zu sagen, er solle sterben, denn das sind finstere Worte,
und jemand, der aus Gott ist, sagt sowas nicht, auch nicht als
Scherz. Vielleicht hält der Mensch selbst das für unbedeutend, aber
Gott kann es nicht ertragen, wenn Menschen finstere Worte reden und
das dann auch noch für lustig halten. Wer einen aufrichtigen Mund
hat, redet keine finsteren Witze, und noch viel weniger würde er
ernst gemeinte Worte sprechen, die eine finstere Qualität haben. Wer
es aber tut, von dem muss man sich entfernen, und wir selbst, wenn
wir gottesfürchtig sein wollen, wir müssen genau darauf achten, was
für eine Qualität die Worte haben, die wir reden. Denn wir dürfen
nicht heucheln, weil das nur ein Mensch mit einem verkehrten Mund
tut, wir dürfen aber auch keine finsteren Worte sprechen, denn auch
dies tun nur Menschen mit einem verkehrten Mund. Darum müssen wir
alle finsteren Gedanken aus unseren Herzen heraus nehmen und dürfen
finstere Dinge nicht für lustig oder amüsant halten, gleichzeitig
sollen wir aber auch keine Worte reden, die schöner klingen, als wir
sie tatsächlich meinen, sondern wir sollen schon so reden, wie es
wirklich in unserem Herzen ist, aber eben auf eine Art, die keine
finstere Qualität aufweist, sondern Worte, die davon Zeugnis geben,
dass wir auf Gott vertrauen, dass wir standhaft sein wollen, dass wir
allen ihre Verfehlungen vergeben wollen, dass wir den Mut nicht
verlieren und auch andere den Mut nicht verlieren sollen, dass wir
die jenigen Dinge erfreulich finden, die tatsächlich gut sind, aber
dass wir die Dinge ablehnen, die nicht gut sind und dass wir uns über
Dinge geärgert haben, über die man sich nicht aufrichtig freuen
kann, während wir aber allezeit die Hoffnung in uns bewahren, dass
vielleicht noch eine Zeit kommt, in der es besser laufen wird.
Da ich nun dies
alles für die Menschen gepredigt habe, die sich wünschen,
gottesfürchtig sein zu können, kommen wir langsam dem Ende der
heutigen Predigt entgegen. Und wir werden zum Abschluss dieser
Predigt noch drei weitere Sprüche von Salomo lesen, die geschrieben
stehen im Buch der Sprüche, Kapitel 14, Vers 25 bis 27. Dort lesen
wir:
Ein Zeuge der
Wahrheit rettet Seelen;
wer aber Lügen
vorbringt, der ist ein Betrüger.
In der Furcht des
HERRN liegt starkes Vertrauen,
Er wird auch seinen
Kindern eine Zuflucht sein.
Die Furcht des HERRN
ist eine Quelle des Lebens;
man meidet durch sie
die Fallstricke des Todes.
Diese Worte sind
wahrhaftig. Ich für meinen Teil bin sehr froh darüber, dass Salomo
in der Lage dazu war, dies aufzuschreiben. Und als kleines
Sahnehäubchen obendrauf lesen wir auch noch die Worte aus Kapitel
28, Vers 14. Dort steht:
Wohl dem Menschen,
der beständig in der Furcht Gottes bleibt;
wer aber sein Herz
verhärtet, wird ins Unglück stürzen.
In diesem Sinne
hoffe ich, dass ihr es in euren Herzen als ein schönes Ziel
empfindet, gottesfürchtig leben zu wollen. Denn diese Predigt soll
euch eine Hilfe sein, aber alles Weitere hängt von euch ab, und die
heutige Predigt ist an dieser Stelle vollständig. Wenn ihr euch aber
zu schwach fühlt, dann geht ins Gebet und bittet unseren Vater im
Namen von Jesus Christus darum, dass euch neue Kraft geschenkt werden
möge.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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