Text zu "Bibellehre - Das Leben des Propheten Daniel"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=-4FAGczVDDI
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In diesem Video
werden wir uns einige bemerkenswerte Geschichten aus dem Leben des
Propheten Daniel zu Gemüte führen. Dieser Prophet lebte auch zu der
Zeit, als es anfing, langsam mit Jerusalem bergab zu gehen, ähnlich
wie Jeremia. Denn zu der Zeit, als über das Land Juda ein
gotteslästerlicher König namens Jojakim regierte, da wurde
Jerusalem von dem König von Babel belagert und erfolgreich
angegriffen. Und im Rahmen dieses Angriffs wurden einige Bewohner von
Jerusalem gefangen genommen und in das Land Chaldäa geschleppt,
worin sich die Stadt Babel befand. Zu diesen Ersten, die entführt
wurden, gehörte auch Daniel. Am besten fangen wir einfach mal an, im
Buch des Propheten Daniel zu lesen. Es steht geschrieben in Kapitel
1, Vers 1 bis 8:
Im dritten Jahr der
Regierung Jojakims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König
von Babel, nach Jerusalem und belagerte es.
Und der HERR gab
Jojakim, den König von Juda, in seine Hand, auch einen Teil der
Geräte des Hauses Gottes; diese führte er hinweg in das Land
Sinear, in das Haus seines Gottes; und er brachte die Geräte in die
Schatzkammer seines Gottes.
Und der König
befahl Aspenas, dem Obersten seiner Kämmerer, dass er ihm etliche
von den Söhnen Israels bringen solle, die von königlichem Samen und
von den Vornehmsten sein sollten,
junge Männer ohne
Makel, schön von Gestalt und klug in aller Weisheit, einsichtsvoll
und des Wissens kundig, die tüchtig wären, im Palast des Königs zu
dienen, und dass man sie in der Schrift und Sprache der Chaldäer
unterwiese.
Diesen bestimmte der
König den täglichen Unterhalt von der feinen Speise des Königs und
von dem Wein, den er selbst trank, und ordnete an, dass man sie drei
Jahre lang erziehen sollte und dass sie danach dem König dienen
sollten.
Unter ihnen befanden
sich von den Söhnen Judas Daniel, Hananja, Misael und Asarja.
Diesen gab der
oberste Kämmerer andere Namen; und zwar nannte er Daniel
»Beltsazar«, Hananja »Sadrach«, Misael »Mesach« und Asarja
»Abednego«.
Daniel aber nahm
sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der feinen Speise des
Königs und mit dem Wein, den er trank, zu verunreinigen; er erbat
sich vom obersten Kämmerer, dass er sich nicht verunreinigen müsse.
Es ist wohl davon
auszugehen, dass es am Hof des Königs von Babel normal war, unreine
Speisen zu essen, die Gott seinem Volk Israel verboten hatte,
deswegen wollte Daniel nicht dabei mitmachen. Was an dem Wein des
Königs so schlimm war, weiß ich leider nicht genau. Vielleicht
wollte Daniel es einfach vermeiden, betrunken zu werden.
Schauen wir mal, ob
es Daniel gewährt wurde, sich nicht verunreinigen zu müssen! Es
steht geschrieben in den Versen 9 bis 19:
Und Gott gab Daniel
Gnade und Barmherzigkeit vor dem obersten Kämmerer.
Und der oberste
Kämmerer sprach zu Daniel: Ich fürchte nur meinen Herrn, den König,
der euch eure Speise und euer Getränk bestimmt hat. Denn warum
sollte er wahrnehmen, dass euer Aussehen weniger gut wäre als das
der anderen jungen Männer in eurem Alter? Dann wärt ihr schuld,
wenn ich meinen Kopf beim König verwirkte!
Da antwortete Daniel
dem Aufseher, den der oberste Kämmerer über Daniel, Hananja, Misael
und Asarja gesetzt hatte:
Versuche es doch
zehn Tage lang mit deinen Knechten, dass man uns Gemüse zu essen und
Wasser zu trinken gibt;
danach soll man vor
dir unser Aussehen und das Aussehen der anderen jungen Männer
anschauen, die von der feinen Speise des Königs essen; nach dem, was
du dann sehen wirst, handle weiter mit deinen Knechten!
Da hörte er auf sie
in dieser Sache und versuchte es zehn Tage lang mit ihnen.
Und nach den zehn
Tagen sah man, dass sie besser aussahen und wohlgenährter waren als
alle jungen Männer, die von der feinen Speise des Königs aßen.
Da nahm der Aufseher
ihre feine Speise und den Wein, den sie trinken sollten, weg und gab
ihnen Gemüse.
Und Gott gab diesen
vier jungen Männern Kenntnis und Verständnis für alle Schrift und
Weisheit; Daniel aber machte er verständig in allen Gesichten und
Träumen.
Nachdem nun die Zeit
verflossen war, nach welcher der König ihre Vorstellung befohlen
hatte, führte sie der oberste Kämmerer vor Nebukadnezar.
Da redete der König
mit ihnen; aber keiner unter ihnen allen wurde gefunden, der Daniel,
Hananja, Misael und Asarja gleichgekommen wäre; und sie traten in
den Dienst des Königs.
An diesem Text
erkennen wir, dass die geringere Ernährung keinen Schaden bei Daniel
angerichtet hatte, und bei seinen Freunden auch nicht, obwohl man von
der Logik her schon hätte erwarten müssen, dass sie durch Gemüse
und Wasser abmagern. Es scheint ganz so, als hätte Gott ihn
übernatürlich gestärkt, als Anerkennung dafür, dass Daniel sich
auf keinen Fall verunreinigen wollte. Und sowohl Daniel als auch
seine Freunde wurden zu Bediensteten des Königs. Demnach hatten sie
also eine gewisse Ehre und eine gewisse Wichtigkeit in Babel, obwohl
sie zuerst als Gefangene dort ankamen.
Bevor wir mit dem
nächsten Kapitel im Buch des Propheten Daniel weitermachen, möchte
ich euch eine andere Geschichte aus dem Leben von Daniel erzählen,
bei welcher Gott ihn anleitete, um einer unschuldig verurteilten
Person das Leben zu retten. Ich vermute, dass dieses Ereignis
geschah, als Jojakim bereits selbst in Babel wohnen musste, weil der
König von Babel ihn überwältigt hatte.
Leider finden wir
diese Geschichte aber nicht in der Schlachter-Bibel 2000. Um die
Geschichte zu erfahren, müssen wir uns die Bibelübersetzung „Luther
1984“ näher anschauen, weil in dieser Version auch die Apokryphen
drin sind. Und ich betone deutlich, dass bei weitem nicht alle
Apokryphen nützlich sind, sondern viele sind schlicht und ergreifend
überflüssig und teilweise sind einige Verse in diesen
Schriftstücken sogar ziemlich verkorkst, woraus sich schlussfolgern
lässt, dass man meistens besser damit bedient sein wird, diese Teile
gar nicht erst zu lesen.
Aber es gibt in der
Luther Bibel 1984 neben den verkorksten Schriften, auch noch
verlorene Kapitel von Daniel, und diese verlorenen Kapitel erwecken
einen enorm gottesfürchtigen Eindruck. Deswegen werden wir daraus
nun die Geschichte nehmen, die erzählt, durch welches Ereignis
Daniel zum Prophet erweckt wurde.
Es ist eine lange
Geschichte, aber wir lesen es uns trotzdem mal komplett durch.
Folgendes steht geschrieben:
Es war ein Mann in
Babylon mit Namen Jojakim;
der hatte eine Frau,
die hieß Susanna, eine Tochter Hilkijas; die war sehr schön und
dazu gottesfürchtig.
Denn sie hatte
fromme Eltern, die sie nach dem Gesetz des Mose unterwiesen hatten.
Und Jojakim war sehr
reich und hatte einen schönen Garten an seinem Haus. Und die Juden
kamen stets bei ihm zusammen, weil er der Angesehenste von allen war.
Es wurden aber im
selben Jahr zwei Älteste aus dem Volk als Richter bestellt; das
waren solche Leute, von denen der HERR gesagt hatte: Bosheit ging aus
von Babylon von den Ältesten und Richtern. In ihnen sah man die
Führer des Volks.
Die kamen täglich
zu Jojakim; und wer eine Streitsache hatte, musste dorthin vor sie
kommen.
Und wenn das Volk
mittags weggegangen war, pflegte Susanna sich im Garten ihres Mannes
zu ergehen.
Und als die beiden
Ältesten sie täglich darin umhergehen sahen, entbrannten sie in
Begierde nach ihr
und wurden darüber
zu Narren und warfen die Augen so sehr auf sie, dass sie nicht mehr
zum Himmel aufsehen konnten und nicht mehr an gerechte Urteile
dachten.
Sie waren beide
zugleich für sie entbrannt, verrieten jedoch einander ihre
Leidenschaft nicht
und schämten sich,
einander ihre Begierde zu verraten; denn jeder hätte sich gern zu
ihr gelegt.
Und sie warteten
täglich gespannt auf sie, um sie nur sehen zu können.
Es sprach aber einer
zum andern: Komm, lass uns heimgehen! Denn es ist nun Essenszeit. Und
sie gingen hinaus und trennten sich.
Danach kehrte jeder
wieder um und sie kamen an derselben Stelle wieder zusammen. Als nun
einer den andern nach dem Grund fragte, bekannten sie beide ihre
Begierde. Danach kamen sie miteinander überein, darauf zu warten,
wann sie die Frau allein finden könnten.
Und als sie auf
einen günstigen Tag lauerten, kam Susanna nur mit zwei Mägden, wie
es ihre Gewohnheit war, in den Garten, um zu baden; denn es war sehr
heiß.
Und es war kein
Mensch im Garten außer den beiden Ältesten, die sich heimlich
versteckt hatten und auf sie lauerten.
Und sie sagte zu
ihren Mägden: Holt mir Öl und Salben und schließt den Garten zu,
damit ich baden kann!
Und die Mägde
taten, wie sie befohlen hatte, und schlossen den Garten zu und gingen
zur hinteren Tür hinaus, um ihr zu bringen, was sie haben wollte;
aber sie sahen die Ältesten nicht, denn die hatten sich versteckt.
Als nun die Mägde
hinausgegangen waren, kamen die beiden Ältesten hervor, liefen zu
ihr und sagten:
Siehe, der Garten
ist zugeschlossen und niemand sieht uns, und wir sind in Liebe zu dir
entbrannt; darum sei uns zu Willen!
Willst du aber
nicht, so werden wir dich beschuldigen, dass wir einen jungen Mann
allein bei dir gefunden haben und dass du deine Mägde deshalb
hinausgeschickt hast.
Da seufzte Susanna
und sagte: In wie großer Bedrängnis bin ich! Denn wenn ich das tue,
so bin ich des Todes; tu ich's aber nicht, so komme ich nicht aus
euren Händen.
Doch ich will lieber
unschuldig in eure Hände fallen als gegen den HERRN sündigen.
Und Susanna fing an,
laut zu schreien; aber die Ältesten schrien gegen sie an.
Und der eine lief
hin zu der Tür des Gartens und öffnete sie.
Als nun die Leute im
Haus das Geschrei im Garten hörten, liefen sie durch die hintere Tür
herbei, um zu sehen, was ihr widerfahren wäre.
Und als die Ältesten
anfingen, gegen sie auszusagen, schämten sich die Diener ihretwegen
sehr; denn so etwas war bisher nie über Susanna gesagt worden.
Und am andern Tag,
als das Volk im Hause Jojakims, ihres Mannes, zusammenkam, da kamen
auch die beiden Ältesten in der schändlichen Absicht, Susanna dem
Tod zu überliefern;
und sie sagten vor
allem Volk: Schickt hin und lasst Susanna, die Tochter Hilkijas,
Jojakims Frau, herholen! Da schickten sie hin.
Und sie kam mit
ihren Eltern und Kindern und ihrer ganzen Verwandtschaft.
Sie aber war sehr
schön von Gestalt und Angesicht;
darum ließen die
Bösewichte ihr den Schleier wegreißen, mit dem sie verhüllt war,
um sich an ihrer Schönheit zu ergötzen.
Und alle, die bei
ihr standen und sie sahen, weinten um sie.
Und die beiden
Ältesten traten auf mitten unter dem Volk und legten die Hände auf
ihr Haupt.
Sie aber weinte und
hob die Augen auf zum Himmel; denn ihr Herz vertraute auf den HERRN.
Und die Ältesten
fingen an und sagten: Als wir beide allein im Garten umhergingen, kam
sie hinein mit zwei Mägden und schloss den Garten zu und schickte
die Mägde fort.
Da kam ein junger
Mann zu ihr, der sich versteckt hatte, und legte sich zu ihr.
Als wir aber in
einem Winkel im Garten solche Schande sahen, liefen wir eilends hinzu
und fanden sie beieinander.
Aber den jungen Mann
konnten wir nicht überwältigen; denn er war uns zu stark und stieß
die Tür auf und sprang davon.
Sie aber ergriffen
wir und fragten, wer der junge Mann wäre. Aber sie wollte es uns
nicht sagen. Das bezeugen wir.
Und das Volk glaubte
den beiden als Ältesten und Richtern im Volk, und man verurteilte
Susanna zum Tode.
Sie aber schrie mit
lauter Stimme: HERR, ewiger Gott, der du alle Heimlichkeiten kennst
und alle Dinge zuvor weißt, ehe sie geschehen,
du weißt, dass
diese mich zu Unrecht beschuldigt haben. Und nun siehe, ich muss
sterben, obwohl ich doch nicht begangen habe, was sie so bösartig
gegen mich zusammengelogen haben.
Und Gott erhörte
ihr Rufen.
Und als man sie zum
Tode führte, erweckte Gott den Heiligen Geist eines jungen Mannes,
der hieß Daniel; der fing an, laut zu rufen:
Ich will unschuldig
sein an diesem Blut!
Und die Menge wandte
sich ihm zu und fragte ihn, was er mit solchen Worten meinte.
Er aber trat unter
sie und sprach: Seid ihr Männer von Israel solche Narren, dass ihr
eine Tochter Israels verdammt, ehe ihr die Sache erforscht und
Gewissheit erlangt habt?
Kehrt wieder um vors
Gericht, denn diese haben sie zu Unrecht beschuldigt!
Und die Menge kehrte
eilends wieder um. Und alle Ältesten sagten zu Daniel: Setze dich
her zu uns und berichte uns; denn dir hat Gott gegeben, was er sonst
nur dem Alter gibt.
Und Daniel sagte zu
ihnen: Stellt die beiden weit auseinander, so will ich jeden für
sich verhören!
Als nun der eine vom
andern getrennt war, rief er den einen und sagte zu ihm: Du alter
Bösewicht, jetzt treffen dich deine Sünden, die du bisher begangen
hast,
als du ungerechte
Urteile gesprochen und die Unschuldigen verdammt, aber die Schuldigen
losgesprochen hast, obwohl doch der HERR geboten hat: Du sollst den
Unschuldigen und Gerechten nicht töten.
Hast du nun diese
Frau gesehen, so sag doch: Unter welchem Baum hast du die zwei
beieinander gefunden? Er aber antwortete: Unter einer Linde.
Da sagte Daniel:
Ganz recht! Mit deiner Lüge bringst du dich selbst um dein Leben.
Denn schon hat der Engel des HERRN von Gott dein Urteil empfangen und
wird dich mittendurch spalten.
Und er ließ ihn
wegbringen und den andern vor sich kommen und sagte zu ihm: Du Mann
nach Kanaans und nicht nach Judas Art, die Schönheit hat dich
betört, und die Begierde hat dein Herz verkehrt.
So seid ihr mit den
Töchtern Israels verfahren, und sie haben euch aus Furcht zu Willen
sein müssen. Aber diese Tochter Judas hat nicht in eure
Schlechtigkeit gewilligt.
Nun sage mir: Unter
welchem Baum hast du sie beieinander ertappt? Er aber antwortete:
Unter einer Eiche.
Da sagte Daniel:
Ganz recht! Mit deiner Lüge bringst du dich selbst um dein Leben.
Der Engel des HERRN wartet schon mit seinem Schwert und wird dich
mittendurch hauen, um euch so beide zu vernichten.
Da fing das ganze
Volk an, mit lauter Stimme zu rufen, und sie priesen Gott, der denen
hilft, die auf ihn hoffen und vertrauen.
Und sie erhoben sich
gegen die beiden Ältesten, weil Daniel sie aus ihren eignen Worten
überführt hatte, dass sie falsche Zeugen waren.
Und man tat mit
ihnen nach dem Gesetz des Mose, wie sie gedacht hatten, ihrem
Nächsten zu tun, und tötete sie.
So wurde an diesem
Tag unschuldiges Blut errettet.
Aber Hilkija und
seine Frau lobten Gott um Susannas, ihrer Tochter willen, mit
Jojakim, ihrem Mann, und der ganzen Verwandtschaft, dass nichts
Unehrenhaftes an ihr gefunden worden war.
Und Daniel wurde
groß vor dem Volk von dem Tag an und blieb es auch weiterhin.
Diese Geschichte ist
ein sehr erbauliches Zeugnis davon, dass Gott in Notsituationen
wirklich denen hilft, die ganz auf ihn allein vertrauen. Jeder aus
dem Volk vertraute den Ältesten, obwohl die Ältesten eigentlich nur
perverse Übeltäter waren. Die Leute glaubten den falschen
Zeugnissen der Ältesten, als Susanna verleumdet wurde, aber dann
wurde der heilige Geist in Daniel erweckt, wodurch Daniel offiziell
zu einem Prophet gemacht wurde. Denn früher, als Jesus noch nicht
verherrlicht war, da konnte nicht jeder beliebige Gläubige den
Heiligen Geist bekommen, sondern nur die jenigen, die Gott zu einem
prophetischen Dienst berief. Und durch die Leitung des Heiligen
Geistes konnte Daniel die Verbrechen der Ältesten aufdecken, und sie
wurden gerichtet entsprechend dem Gesetz von Moses, denn es steht im
fünften Buch Mose in Kapitel 19, Vers 16 bis 19, dass man einem
falschen Zeuge das antun soll, was der falsche Zeuge versucht hat,
bei dem Unschuldigen zu bewirken. Und die beiden Ältesten hatten
Susanna wegen einer Sache angeklagt, die die Todesstrafe verdient,
deswegen erhielten die Ältesten nun selbst die Todesstrafe.
Da wir uns mit
dieser Geschichte vertraut gemacht haben, die es wert ist, dass man
sie kennt, kehren wir nun wieder zurück zum Buch des Propheten
Daniel gemäß der Schlachter-Bibel 2000.
In Kapitel 2 wird
von der nächsten großen Sache erzählt, die im Leben von Daniel
geschah. Dort hatte der König von Babel, also Nebukadnezar, einen
sehr eigenartigen Traum, der ihn beunruhigte. Wir werden uns im
heutigen Video mal die gesamte Erzählung durchlesen. Es steht
geschrieben in den Versen 1 bis 12:
Und im zweiten Jahr
der Regierung Nebukadnezars hatte Nebukadnezar Träume, sodass sein
Geist sich beunruhigte und er nicht mehr schlafen konnte.
Da befahl der König,
man solle die Traumdeuter und die Wahrsager, die Zauberer und die
Chaldäer zusammenrufen, damit sie dem König seine Träume
verkündeten. So kamen sie und traten vor den König.
Da sprach der König
zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, und mein Geist ist beunruhigt,
bis ich den Traum verstehe!
Hierauf gaben die
Chaldäer dem König auf Aramäisch zur Antwort: O König, mögest du
ewig leben! Erzähle deinen Knechten den Traum, so wollen wir die
Deutung verkünden!
Der König
antwortete den Chaldäern: Mein Entschluss steht unwiderruflich fest:
Wenn ihr mir nicht den Traum samt seiner Deutung verkündet, so sollt
ihr in Stücke zerhauen und eure Häuser zu Misthaufen gemacht
werden;
wenn ihr mir aber
den Traum und seine Deutung verkündet, so sollt ihr von mir
Geschenke und Gaben und große Ehre empfangen. Darum sagt mir den
Traum und seine Deutung!
Da antworteten sie
zum zweiten Mal und sprachen: Der König möge seinen Knechten den
Traum erzählen, so wollen wir die Deutung verkünden!
Der König
antwortete und sprach: Ich weiß nun sicher, dass ihr Zeit gewinnen
wollt, weil ihr seht, dass mein Entschluss unwiderruflich feststeht.
Wenn ihr mir den
Traum nicht mitteilt, so bleibt für euch nur ein Urteil; denn ihr
habt euch vorgenommen, lügenhafte und trügerische Worte vor mir zu
reden, bis sich die Zeiten ändern. Darum sagt mir den Traum, damit
ich weiß, dass ihr mir auch die Deutung verkünden könnt!
Die Chaldäer
antworteten vor dem König und sprachen: Es gibt keinen Menschen auf
Erden, der verkünden könnte, was der König befiehlt; deshalb hat
auch nie irgendein großer und mächtiger König so etwas von
irgendeinem Traumdeuter, Wahrsager oder Chaldäer verlangt!
Denn die Sache, die
der König verlangt, ist schwer. Es gibt auch niemand, der es dem
König mitteilen könnte, ausgenommen die Götter, deren Wohnung
nicht bei den Menschen ist!
Hierüber wurde der
König aufgebracht und sehr zornig, und er befahl, alle Weisen von
Babel umzubringen.
Tja ... der König
hat offensichtlich nicht die geringsten Nerven für Leute, die nicht
wissen, wovon sie reden. Weil keiner der sogenannten Weisen von
selbst sagen kann, wovon der König geträumt hatte, deshalb ist der
König so zornig, dass er jeden umbringen lässt, der irgendwie mit
Traumdeutung oder Vergleichbarem zu tun hat. Nun war aber auch Daniel
von diesem Befehl betroffen, denn wir haben ja vorhin gelesen, dass
Daniel die Gabe der Traumdeutung bekommen hatte, und diese setzte er
gewiss auch ein. Auf welche Weise Daniel mit dem Befehl des Königs
umging, erfahren wir in den Folgeversen. In Vers 13 bis 24 steht
geschrieben:
Und der Befehl ging
aus, und die Weisen von Babel sollten getötet werden; und man suchte
auch Daniel samt seinen Gefährten, um sie zu töten.
Da erwiderte Daniel
dem Arioch, dem Obersten der Scharfrichter des Königs, der
ausgezogen war, um die Weisen zu töten, mit klugen und verständigen
Worten.
Er begann und sprach
zu Arioch, dem Bevollmächtigten des Königs: Warum ist dieser
strenge Befehl vom König ausgegangen? Da erklärte Arioch die Sache
dem Daniel.
Daniel aber ging
hinein und bat den König, ihm eine Frist zu gewähren, damit er dem
König die Deutung verkünden könne.
Darauf zog sich
Daniel in sein Haus zurück und teilte die Sache seinen Gefährten
mit, Hananja, Misael und Asarja,
damit sie von dem
Gott des Himmels Erbarmen erflehen möchten wegen dieses
Geheimnisses, damit nicht Daniel und seine Gefährten samt den
übrigen Weisen von Babel umkämen.
Hierauf wurde dem
Daniel in einem Gesicht bei Nacht das Geheimnis geoffenbart. Da pries
Daniel den Gott des Himmels.
Daniel begann und
sprach: Gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn
sein ist beides, Weisheit und Macht.
Er führt andere
Zeiten und Stunden herbei; er setzt Könige ab und setzt Könige ein;
er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand.
Er offenbart, was
tief und verborgen ist; er weiß, was in der Finsternis ist, und bei
ihm wohnt das Licht!
Dir, dem Gott meiner
Väter, sage ich Lob und Dank, dass du mir Weisheit und Kraft
verliehen und mich jetzt wissen lassen hast, was wir von dir erbeten
haben; denn die Sache des Königs hast du uns wissen lassen!
Daraufhin ging
Daniel zu Arioch, den der König beauftragt hatte, die Weisen von
Babel umzubringen; er nahm ihn beiseite und sprach zu ihm: Bringe die
Weisen von Babel nicht um! Führe mich vor den König, so will ich
ihm die Deutung verkünden!
An dieser Erzählung
sehen wir, weil Daniel und seine Gefährten glücklicherweise keine
bedeutungslosen Statuen anbeten, sondern dem einzigen echten,
allmächtigen Gott dienen, dass ihre Gebete etwas genützt haben und
Daniel Offenbarungen über das bekam, was sonst niemand beantworten
konnte. Und wenn der König hört, dass nun schließlich doch noch
jemand da ist, der den Traum sowohl aufsagen als auch erklären kann,
so wird ihm das vermutlich ein wenig besser Gefallen als das
Abschlachten aller Traumdeuter und Weisen in seinem Land.
Um zu erfahren, was
der König geträumt hatte und welche Deutung Daniel dazu
verkündigte, lesen wir nun die Verse 25 bis 45. Dort stehen folgende
Worte:
Darauf führte
Arioch den Daniel rasch vor den König und sprach zu ihm: Ich habe
unter den Weggeführten von Juda einen Mann gefunden, der dem König
die Deutung verkünden will!
Der König
antwortete und sprach zu Daniel, dessen Name Beltsazar war: Bist du
imstande, mir den Traum, den ich gehabt habe, und seine Deutung
mitzuteilen?
Daniel antwortete
vor dem König und sprach: Das Geheimnis, nach dem der König fragt,
können Weise, Wahrsager, Traumdeuter oder Zeichendeuter dem König
nicht verkünden;
aber es gibt einen
Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart; der hat den König
Nebukadnezar wissen lassen, was am Ende der Tage geschehen soll. Mit
deinem Traum und den Gesichten deines Hauptes auf deinem Lager
verhielt es sich so:
Dir, o König,
stiegen auf deinem Lager Gedanken darüber auf, was nach diesem
geschehen werde, und da hat dir der, welcher die Geheimnisse
offenbart, mitgeteilt, was geschehen wird.
Mir aber ist dieses
Geheimnis nicht durch eine Weisheit, die ich vor allen Lebenden
voraushätte, geoffenbart worden, sondern damit dem König die
Deutung bekannt gemacht werde und du erfährst, was dein Herz zu
wissen wünscht.
Du, o König,
schautest, und siehe, ein erhabenes Standbild. Dieses Bild war
gewaltig und sein Glanz außergewöhnlich; es stand vor dir, und sein
Anblick war furchterregend.
Das Haupt dieses
Bildes war aus gediegenem Gold, seine Brust und seine Arme aus
Silber, sein Bauch und seine Lenden aus Erz,
seine Oberschenkel
aus Eisen, seine Füße teils aus Eisen und teils aus Ton.
Du sahst zu, bis
sich ein Stein losriss ohne Zutun von Menschenhänden und das Bild an
seinen Füßen traf, die aus Eisen und Ton waren, und sie zermalmte.
Da wurden Eisen,
Ton, Erz, Silber und Gold miteinander zermalmt; und sie wurden wie
Spreu auf den Sommertennen, und der Wind verwehte sie, sodass keine
Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild
zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die
ganze Erde.
Das ist der Traum;
nun wollen wir vor dem König auch seine Deutung verkünden:
Du, o König, bist
ein König der Könige, dem der Gott des Himmels das Königtum, die
Macht, die Stärke und die Ehre gegeben hat;
und überall, wo
Menschenkinder wohnen, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels, hat
er sie in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher über sie alle
gemacht; du bist das Haupt aus Gold!
Nach dir aber wird
ein anderes Reich aufkommen, geringer als du; und ein nachfolgendes
drittes Königreich, das eherne, wird über die ganze Erde herrschen.
Und ein viertes
Königreich wird sein, so stark wie Eisen; ebenso wie Eisen alles
zermalmt und zertrümmert, und wie Eisen alles zerschmettert, so wird
es auch jene alle zermalmen und zerschmettern.
Dass du aber die
Füße und Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen bestehend
gesehen hast, bedeutet, dass das Königreich gespalten sein wird;
aber es wird etwas von der Festigkeit des Eisens in ihm bleiben,
gerade so, wie du das Eisen mit lehmigem Ton vermengt gesehen hast.
Und wie die Zehen
seiner Füße teils aus Eisen und teils aus Ton waren, so wird auch
das Reich zum Teil stark und zum Teil zerbrechlich sein.
Dass du aber Eisen
mit Tonerde vermengt gesehen hast, bedeutet, dass sie sich zwar mit
Menschensamen vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden,
wie sich ja Eisen mit Ton nicht vermischt.
Aber in den Tagen
jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten,
das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem
anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche
zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit
bestehen;
ganz so, wie du
gesehen hast, dass sich von dem Berg ein Stein ohne Zutun von
Menschenhänden losriss und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber
und das Gold zermalmte. Der große Gott hat den König wissen lassen,
was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und
seine Deutung steht fest!
Welche Bedeutung
dieser alte Traum wahrscheinlich für unsere heutige Zeit hat,
darüber ist bereits in dem Video über die Endzeit geredet worden,
das es auf diesem Kanal gibt. Ich denke, es wäre überflüssig, dies
jetzt zu wiederholen. Stattdessen schauen wir uns mal die Reaktion
des Königs an, welcher übrigens ein sehr hochmütiger und
eingebildeter Mann war. Wir lesen Folgendes in den restlichen Versen
des Kapitels:
Da fiel der König
Nebukadnezar auf sein Angesicht und verneigte sich tief vor Daniel
und befahl, ihm Speisopfer und Räucherwerk dar zu bringen.
Der König ergriff
dann das Wort und sprach zu Daniel: Wahrhaftig, euer Gott ist der
Gott der Götter und der Herr der Könige und ein Offenbarer der
Geheimnisse, dass du dieses Geheimnis offenbaren konntest!
Darauf machte der
König den Daniel groß und gab ihm sehr viele Geschenke und setzte
ihn zum Herrscher über die ganze Provinz Babel und zum Oberhaupt
über alle Weisen von Babel.
Daniel aber erbat
sich vom König, dass er Sadrach, Mesach und Abednego über die
Verwaltung der Provinz Babel einsetzte; Daniel aber blieb am Hof des
Königs.
Hier merken wir,
dass der König wenigstens an diesem Tag Ehrfurcht vor Gott bekam,
auch wenn das leider nicht lange anhielt. Und Daniel bekam Geschenke
und Autorität, und er bat auch darum, dass seine drei Freunde
Autorität haben dürfen, und es wurde so entschieden. Es kam aber
dummerweise die Zeit, als der König Nebukadnezar seine Ehrfurcht vor
Gott aufgab und stattdessen den Götzendienst für sinnvoller hielt,
denn er baute sich ein eigenes Götzenbild. Wozu diese Verläufe
führten, lesen wir in Kapitel 3. In den Versen 1 bis 15 lesen wir:
Der König
Nebukadnezar ließ ein goldenes Standbild anfertigen, 60 Ellen hoch
und 6 Ellen breit, das stellte er in der Ebene Dura in der Provinz
Babel auf.
Und der König
Nebukadnezar ließ die Satrapen, Vorsteher und Statthalter
versammeln, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten
samt allen Provinzvorstehern, damit sie zur Einweihung des Bildes
kämen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.
Sobald nun die
Satrapen, Vorsteher und Statthalter, die Räte, Hofschatzmeister,
Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern zur
Einweihung des Bildes versammelt waren, das der König Nebukadnezar
aufgestellt hatte, und vor dem Bild standen, das Nebukadnezar
aufgestellt hatte,
da rief der Herold
mit gewaltiger Stimme: Das lasst euch gesagt sein, ihr Völker,
Stämme und Sprachen:
Sobald ihr den Klang
der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen, Sackpfeifen und aller
Arten von Musik hören werdet, sollt ihr niederfallen und das goldene
Bild anbeten, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat!
Wer aber nicht
niederfällt und anbetet, der soll augenblicklich in den glühenden
Feuerofen geworfen werden!
Darum fielen zur
bestimmten Zeit, als alle Völker den Klang der Hörner, Flöten,
Zithern, Lauten, Harfen und aller Arten von Musik hörten, alle
Völker, Stämme und Sprachen nieder und beteten das goldene Bild an,
das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.
Deswegen traten zur
selben Stunde etliche chaldäische Männer herzu und verklagten die
Juden.
Sie ergriffen das
Wort und sprachen zum König Nebukadnezar: O König, mögest du ewig
leben!
Du hast, o König,
Befehl gegeben, dass jedermann, der den Klang der Hörner, Flöten,
Zithern, Lauten, Harfen und Sackpfeifen und aller Arten von Musik
hört, niederfallen und das goldene Bild anbeten soll;
wer aber nicht
niederfällt und anbetet, der soll in den glühenden Feuerofen
geworfen werden.
Nun sind da jüdische
Männer, die du über die Verwaltung der Provinz Babel bestellt hast,
Sadrach, Mesach und Abednego. Diese Männer, o König, achten nicht
auf dich, dienen deinen Göttern nicht und beten das goldene Bild
nicht an, das du aufgestellt hast!
Da befahl
Nebukadnezar mit grimmigem Zorn, dass man Sadrach, Mesach und
Abednego kommen lasse. Sogleich wurden jene Männer vor den König
gebracht.
Nebukadnezar ergriff
das Wort und sprach zu ihnen: Sadrach, Mesach und Abednego, geschieht
es vorsätzlich, dass ihr meinen Göttern nicht dient und das goldene
Bild nicht anbetet, das ich habe aufrichten lassen?
Nun, wenn ihr bereit
seid, sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten,
Harfen und Sackpfeifen und aller Arten von Musik hören werdet,
niederzufallen und das Bild anzubeten, das ich gemacht habe, dann ist
es gut! Wenn ihr es aber nicht anbetet, so sollt ihr augenblicklich
in den glühenden Feuerofen geworfen werden! Und wer ist der Gott,
der euch aus meiner Hand erretten könnte?
Ich möchte, dass
ihr euch mal selbst in diese Lage hinein versetzt. Auf der einen
Seite wisst ihr, dass man nur Gott allein anbeten soll und nichts
oder niemand anderen. Auf der anderen Seite seht ihr aber, dass der
mächtigste Mann des Landes, in dem ihr wohnt, euch vor sich geholt
hat, und bei ihm stehen lauter starke Diener, die euch mit grimmigem
Blick anschauen, und auch der König ist überhaupt nicht zum
Scherzen aufgelegt. Und direkt neben euch ist ein großer Feuerofen,
darin brennen lohernde Flammen. Und ihr wisst genau, dass ihr dort
reingeworfen werdet, wenn ihr nicht vor dem Bildnis niederknien
werdet, das der König gebaut hat. Die Anbetung des Bildes zu
verweigern bedeutet, dass ihr im Feuer womöglich qualvoll verbrennen
und euer Leben verlieren werdet, und kein Mensch wird Mitleid haben.
Und es gibt kein Entkommen in der Situation. Ihr seid praktisch von
Feinden umzingelt, und wenn ihr jetzt nicht sündigt, indem ihr
Götzendienst betreibt, so werden sie euch garantiert ergreifen und
in den Feuerofen werfen. Was macht ihr da?
Habt ihr Angst und
fallt vor dem Bildnis nieder? Oder seid ihr bereit, euer Leben zu
lassen, nur um euch nicht an Gott zu versündigen?
Wir schauen uns
jetzt an, wie sich die drei Freunde von Daniel entschieden haben. Es
steht geschrieben in den Versen 16 bis 20:
Sadrach, Mesach und
Abednego antworteten und sprachen zum König: Nebukadnezar, wir haben
es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern.
Wenn es so sein soll
– unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen
erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, o König!
Und auch wenn es
nicht so sein soll, so wisse, o König, dass wir deinen Göttern
nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du
aufgestellt hast!
Da wurde
Nebukadnezar voll Wut, und das Aussehen seines Angesichts veränderte
sich gegen Sadrach, Mesach und Abednego; dann redete er und gab den
Befehl, man solle den Ofen siebenmal heißer machen, als man es sonst
zu tun pflegte.
Und den stärksten
Männern in seinem Heer befahl er, Sadrach, Mesach und Abednego zu
binden und sie in den glühenden Feuerofen zu werfen.
Hier sehen wir also,
dass die drei Freunde von Daniel sich auf ganzer Linie geweigert
haben, vor dem Götzenbild niederzuknien, komme was wolle! Und sie
wurden ergriffen, um in den Feuerofen geworfen zu werden und zu
sterben. Dem gemäß lesen wir in den Versen 21 bis 25:
Da wurden diese
Männer gebunden und in ihren Mänteln und Beinkleidern samt ihren
Turbanen und ihren Gewändern in den glühenden Feuerofen geworfen.
Weil nun der Befehl
des Königs dringend und der Ofen übermäßig geheizt war, so tötete
die Feuerflamme jene Männer, die Sadrach, Mesach und Abednego
hinauftrugen;
diese drei Männer
aber, Sadrach, Mesach und Abednego, fielen gebunden in den glühenden
Feuerofen.
Da erschrak der
König Nebukadnezar und stand rasch auf. Er redete und sprach zu
seinen Räten: Haben wir nicht drei Männer gebunden ins Feuer
geworfen? Sie erwiderten und sprachen zu dem König: Gewiss, o König!
Er antwortete und
sprach: Siehe, ich sehe vier Männer mitten im Feuer frei
umherwandeln, und es ist keine Verletzung an ihnen; und die Gestalt
des vierten gleicht einem Sohn der Götter!
Diese Situation ist
einzigartig. Inmitten des Ofens stand ein von Gott gesandter heiliger
Engel, und dieser wirkte Schutz für die drei Freunde von Daniel,
sodass das Feuer überhaupt keine Macht über sie hat und sie nicht
antasten kann. Es war bestimmt für alle Beobachter absolut
erstaunlich, dies mit eigenen Augen zu sehen. Wie der König
Nebukadnezar darauf reagierte, lesen wir in den restlichen Versen des
Kapitels. Ab Vers 26 steht geschrieben:
Darauf trat
Nebukadnezar vor die Öffnung des glühenden Feuerofens, begann und
sprach: Sadrach, Mesach und Abednego, ihr Knechte Gottes, des
Allerhöchsten, tretet heraus und kommt her! Da kamen Sadrach, Mesach
und Abednego aus dem Feuer hervor.
Daraufhin
versammelten sich die Satrapen, Vorsteher und Statthalter samt den
Räten des Königs. Sie schauten diese Männer an, über deren Leiber
das Feuer keine Gewalt gehabt hatte; ihre Haupthaare waren nicht
versengt und ihre Kleider waren unverändert; man bemerkte nicht
einmal einen Brandgeruch an ihnen.
Da ergriff
Nebukadnezar das Wort und sprach: Gepriesen sei der Gott Sadrachs,
Mesachs und Abednegos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte
errettet hat, die auf ihn vertrauten und das Gebot des Königs
übertraten und ihre Leiber hingaben, weil sie keinen anderen Gott
verehren und anbeten wollten als ihren Gott allein!
Und von mir wird
eine Verordnung erlassen, dass, wer immer unter allen Völkern,
Völkerschaften und Sprachen von dem Gott Sadrachs, Mesachs und
Abednegos leichtfertig spricht, in Stücke zerhauen und sein Haus zu
einem Misthaufen gemacht werden soll, weil es keinen anderen Gott
gibt, der so erretten kann wie dieser!
Daraufhin machte der
König Sadrach, Mesach und Abednego groß in der Provinz Babel.
Es ist wirklich
überwältigend, dass die drei Freunde keinerlei Spuren des Feuers
und nichtmal Brandgeruch an sich hatten. Auch Nebukadnezar ist davon
so beeindruckt, dass er es zum landesweiten Verbot macht,
leichtfertig über Gott den Höchsten zu reden, welcher das Volk
Israel für sich erwählt hat. An diesem Tag bekam der König
Nebukadnezar erneut Ehrfurcht vor Gott, aber auch diesmal war sie
vergänglich und sein Hochmut flammte mit der Zeit wieder auf.
Einige Zeit später
wurde der Sohn von Nebukadnezar, nämlich Belsazar, der neue König
von Babel. Dieser hatte absolut keine Ehrfurcht vor Gott, obwohl er
von den Wundern gehört hatte, die geschehen waren, und er war selbst
auch ein sehr hochmütiger und unverschämter Mensch.
Dann kam aber ein
Tag, an dem dieser König und seine Obersten etwas sehr
Außergewöhnliches erlebten. Darüber lesen wir in Kapitel 5. In den
Versen 1 bis 7 steht geschrieben:
Der König Belsazar
veranstaltete für seine tausend Großen ein prächtiges Mahl und
trank Wein vor den Tausend.
Und während er sich
den Wein schmecken ließ, befahl Belsazar, man solle die goldenen und
silbernen Gefäße herbeibringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem
Tempel in Jerusalem weggenommen hatte, damit der König samt seinen
Großen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen daraus trinken könne.
Da wurden die
goldenen Gefäße herbeigebracht, die man aus dem Tempel, aus dem
Haus Gottes in Jerusalem, weggenommen hatte, und der König trank
daraus samt seinen Großen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen.
Sie tranken Wein und
priesen die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen, Holz und
Stein.
Im selben Augenblick
erschienen Finger einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem
Leuchter auf die getünchte Wand des königlichen Palastes; und der
König sah die schreibende Hand.
Da verfärbte sich
das Gesicht des Königs, und seine Gedanken erschreckten ihn, und
alle Kraft wich aus seinen Gliedern, und seine Knie schlotterten.
Der König schrie
mit lauter Stimme, man solle die Wahrsager, Chaldäer und
Zeichendeuter holen. Und der König begann und sprach zu den Weisen
von Babel: »Derjenige, welcher diese Schrift lesen und mir sagen
kann, was sie bedeutet, der soll mit Purpur bekleidet werden und eine
goldene Kette um seinen Hals tragen und als Dritter im Königreich
herrschen!«
Dieses Ereignis
klingt ein wenig gruselig.
Also wenn ich mit
Leuten in einer Runde sitzen würde, und dann taucht plötzlich eine
Hand auf, die etwas an die Wand schreibt, dann würde ich mich
ernsthaft fragen, was genau ich die ganze Zeit falsch mache. Viele
Menschen, wenn sie von solch einem Ereignis hören, würden vermuten,
dass es gar nicht von Gott kommen kann. Wir werden aber merken, dass
es in diesem Fall tatsächlich von Gott gesandt war. Aber wer würde
wohl der jenige sein, der die Sache aufklären kann?
Wir lesen in den
Versen 8 bis 12:
Und alle Weisen des
Königs kamen herbei, aber sie konnten weder die Schrift lesen noch
ihre Bedeutung dem König erklären.
Da wurde der König
Belsazar sehr bestürzt, und sein Gesicht verfärbte sich, und seine
Großen waren ganz verwirrt.
Auf Wunsch des
Königs und seiner Großen kam die Königin[-Mutter] in den
Trinksaal. Die Königin begann und sprach: O König, mögest du ewig
leben! Deine Gedanken sollen dich nicht erschrecken, und dein
Aussehen verändere sich nicht!
Es gibt einen Mann
in deinem Königreich, in dem der Geist der heiligen Götter ist und
bei dem in den Tagen deines Vaters Erleuchtung, Verstand und Weisheit
gleich der Weisheit der Götter gefunden worden ist, sodass dein
Vater, der König Nebukadnezar, ihn zum Obersten der Traumdeuter,
Wahrsager, Chaldäer und Zeichendeuter bestimmt hat – ja, dein
Vater, o König!
ganz allein deshalb,
weil bei ihm ein vortrefflicher Geist, Verstand und Scharfsinn
gefunden wurde zur Deutung von Träumen, zur Erklärung von Rätseln
und zur Auflösung von Knoten, nämlich bei Daniel, dem der König
den Namen Beltsazar gab. So lasse man nun Daniel rufen; der wird dir
die Deutung sagen!
Die Mutter des
Königs konnte also helfen, weil sie jemanden kannte, in dem Gott den
Heiligen Geist erweckt hatte. Da sie aber selbst keine Jüdin ist und
die Schriften nicht kennt, deshalb sagt sie fälschlicherweise, es
würde sich um den Geist von mehreren heiligen Göttern handeln. Denn
sie versteht nicht, dass es nur einen wahrhaftigen Gott gibt, weil
sie das nie gelernt bekommen hat. Aber wenigstens weiß sie, dass
Daniel helfen kann. Lesen wir nun mal, wie es weitergeht!
Es steht geschrieben
in den Versen 13 bis 30:
Sobald nun Daniel
vor den König hineingeführt worden war, ergriff der König das Wort
und sprach zu ihm: Bist du Daniel, einer der Weggeführten von Juda,
die mein Vater, der König, aus Juda hergebracht hat?
Ich habe von dir
gehört, dass der Geist der Götter in dir sei und dass Erleuchtung
und Verstand und außerordentliche Weisheit bei dir gefunden werden.
Nun sind die Weisen
und Wahrsager vor mich geführt worden, um diese Schrift zu lesen und
mir ihre Bedeutung mitzuteilen; sie waren aber nicht imstande, die
Bedeutung der Worte zu erklären.
Und von dir habe ich
gehört, dass du Deutungen geben und Knoten auflösen könnest. Wenn
du nun diese Schrift lesen und mir ihre Bedeutung erklären kannst,
so sollst du mit Purpur bekleidet werden und eine goldene Kette an
deinem Hals tragen und als Dritter im Königreich herrschen!
Da antwortete Daniel
und sprach vor dem König: Deine Gaben mögen dir verbleiben, und gib
deine Geschenke einem anderen! Jedoch die Schrift will ich dem König
lesen und erklären, was sie bedeutet.
O König! Gott, der
Allerhöchste, hat deinem Vater Nebukadnezar das Königtum, die
Majestät, die Ehre und die Herrlichkeit verliehen;
und wegen der
Majestät, die Er ihm gab, zitterten und bebten vor ihm alle Völker,
Stämme und Sprachen; denn er tötete, wen er wollte, und ließ
leben, wen er wollte; er erhöhte, wen er wollte, und erniedrigte,
wen er wollte.
Da sich aber sein
Herz erhob und sein Geist übermütig wurde bis zur Vermessenheit,
wurde er von seinem königlichen Thron gestürzt, und seine Würde
wurde ihm genommen;
man verstieß ihn
von den Menschenkindern, und sein Herz wurde den Tieren gleich; er
wohnte bei den Wildeseln, und man fütterte ihn mit Gras wie die
Ochsen, und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis er
erkannte, dass Gott, der Allerhöchste, Macht hat über das Königtum
der Menschen und darüber setzt, wen er will.
Du aber, Belsazar,
sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du das alles
wusstest,
sondern du hast dich
über den Herrn des Himmels erhoben; und man hat die Gefäße seines
Hauses vor dich gebracht, und du und deine Gewaltigen, deine Frauen
und Nebenfrauen, ihr habt Wein daraus getrunken, und du hast die
Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen, Holz und Stein
gepriesen, die weder sehen noch hören noch verstehen; den Gott aber,
in dessen Hand dein Odem und alle deine Wege sind, hast du nicht
geehrt!
Infolgedessen wurde
von ihm diese Hand gesandt und diese Schrift geschrieben.
So lautet aber die
Schrift, die geschrieben steht: »Mene, mene, tekel upharsin!«
Und das ist die
Bedeutung des Spruches: »Mene« bedeutet: Gott hat die Tage deines
Königtums gezählt und ihm ein Ende bereitet!
»Tekel« bedeutet:
Du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht erfunden worden!
»Peres« bedeutet:
Dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben
werden!
Sogleich befahl
Belsazar, dass man den Daniel mit Purpur bekleiden und ihm eine
goldene Kette um den Hals legen und von ihm ausrufen solle, dass er
der dritte Herrscher im Königreich sein solle.
In derselben Nacht
wurde Belsazar, der König der Chaldäer, umgebracht.
Ich weiß leider
nicht, warum das Wort Peres unten genannt wird, obwohl in Vers 25
dieses Wort nicht vorkommt. Und es wurde vergessen, die Bedeutung des
Wortes upharsin zu nennen. Die Bedeutung dieses Wortes lautet aber,
dass eine Zerteilung stattfinden soll.
Jedenfalls wurde
durch die Erklärung von Daniel offenbar, dass Gott den
bevorstehenden Fall des Königs Belsazar ankündigte, weil dieser
genau wie sein Vater eingebildet und unerträglich stolz geworden
war. Denn ein Mensch kann nur so lange herrschen, wie Gott sich nicht
aktiv dagegen entscheidet. Da aber Belsazar nicht als unwissender
Mensch sterben sollte, wurde es ihm vorher von Gott angekündigt.
Einige Zeit später
kam ein persischer König namens Darius zu großer Macht, und auch
dieser wusste nicht viel über Gott, aber er hatte von dem gehört,
was Gott mit den vorherigen Herrschern getan hatte und dass Gott
Daniel liebte, weil Daniel unablässig Gott dient und auf Gott
vertraut. Und davor hatte Darius Respekt. Allerdings hatte Daniel
trotzdem Feinde, und diesbezüglich gab es noch ein Ereignis in
Daniels Leben, welches wir uns in diesem Video ebenfalls durchlesen.
In Kapitel 6 steht
in den Versen 1 bis 17:
Und Darius, der
Meder, empfing das Königreich, als er 62 Jahre alt war.
Darius aber befand
es für gut, 120 Satrapen über das Reich zu setzen, die im ganzen
Reich verteilt sein sollten,
und über diese drei
Minister, von denen Daniel einer war; diesen sollten jene Satrapen
Rechenschaft ablegen, damit der König keinen Schaden erleide.
Da sich nun dieser
Daniel vor allen Ministern und Satrapen auszeichnete, weil ein so
vortrefflicher Geist in ihm war, so nahm sich der König vor, ihn
über das ganze Reich zu setzen.
Da suchten die
Minister und Satrapen eine Anklage gegen Daniel zu finden im Hinblick
auf die Regierungsgeschäfte; aber sie konnten keine Schuld oder
irgendetwas Nachteiliges finden, weil er treu war und keine
Nachlässigkeit noch irgendein Vergehen bei ihm gefunden werden
konnte.
Da sprachen jene
Männer: Wir werden gegen diesen Daniel keinen Anklagegrund finden,
es sei denn im Gesetz seines Gottes!
Darauf bestürmten
jene Fürsten und Satrapen den König und sprachen: König Darius,
mögest du ewig leben!
Sämtliche Minister
des Königreichs, die Vorsteher und Satrapen, die Räte und die
Statthalter erachten es für ratsam, dass eine königliche Verordnung
aufgestellt und ein Verbot erlassen werde, wonach jeder, der
innerhalb von 30 Tagen irgendeine Bitte an irgendeinen Gott oder
Menschen richtet, außer an dich allein, o König, in die Löwengrube
geworfen werden soll.
Nun, o König,
erlasse das Gebot und unterschreibe das Edikt, das nicht abgeändert
werden darf nach dem Gesetz der Meder und Perser, welches
unwiderruflich ist!
Daraufhin
unterschrieb der König das Edikt und Verbot.
Als nun Daniel
erfuhr, dass das Edikt unterschrieben war, ging er hinauf in sein
Haus, wo er in seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem hin
hatte, und er fiel dreimal am Tag auf die Knie nieder und betete und
dankte vor seinem Gott, ganz wie er es zuvor immer getan hatte.
Da stürmten jene
Männer herein und fanden Daniel bittend und flehend vor seinem Gott.
Sogleich erschienen
sie vor dem König und brachten das königliche Verbot zur Sprache:
Hast du nicht ein Verbot unterschrieben, wonach jeder, der innerhalb
von 30 Tagen von irgendeinem Gott oder Menschen etwas erbittet, außer
von dir, o König, in die Löwengrube geworfen werden soll? Der König
antwortete und sprach: Die Sache steht fest nach dem Gesetz der Meder
und Perser, das unwiderruflich ist!
Da antworteten sie
und sprachen vor dem König: Daniel, einer der Weggeführten von
Juda, nimmt keine Rücksicht auf dich, o König, und achtet nicht auf
das Verbot, das du unterzeichnet hast, sondern er verrichtet dreimal
am Tag sein Gebet!
Als der König das
hörte, wurde er sehr betrübt, und er sann darüber nach, wie er
Daniel retten könnte, und gab sich bis zum Sonnenuntergang Mühe,
ihn zu befreien.
Da bestürmten jene
Männer den König und sprachen: Bedenke, o König, dass nach dem
Gesetz der Meder und Perser kein Verbot und keine Verordnung, die der
König aufgestellt hat, abgeändert werden darf!
Da befahl der König,
dass man Daniel herbringe und in die Löwengrube werfe. Der König
begann und sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst,
der rette dich!
Hier haben wir nun
also das Dilemma. Ein paar Typen, die neidisch waren und einen Hass
gegen Daniel hegten, die gingen dem König so lange auf die Nerven,
bis er das Gesetz festlegte, mit welchem sie Daniel zu Fall bringen
wollten, weil sie wussten, dass Daniel niemals aufhören würde zu
beten, nur weil ein Mensch das befiehlt, egal welcher Mensch es auch
sein mag.
Da nun Darius
Respekt vor Daniel hatte und auch sehr froh über die herausragende
Arbeit von Daniel war, gefiel es ihm überhaupt nicht, dass er
aufgrund des neuen Gesetzes Daniel in die Löwengrube werfen musste.
Denn die Löwen in dieser Grube wurden absichtlich nur sehr selten
gefüttert. Man ließ diese Löwen bewusst hungern, sodass die Löwen
sich mit umso größerer Wildheit auf jeden stürzen würden, der in
die Grube kommt, weil die Löwen von ihrem Hunger geplagt sind und
einfach nur etwas fressen wollen. In eben diese Grube musste nun
Daniel geworfen werden, und nach menschlichen Maßstäben war es
völlig unmöglich, davon auszugehen, dass Daniel darin überleben
würde. Dafür waren die Löwen deutlich zu wild und ausgehungert.
Lasst uns mal
schauen, wie es weiterging! Wir lesen in den Versen 18 bis 29:
Und man brachte
einen Stein und legte ihn auf die Öffnung der Grube, und der König
versah ihn mit seinem Siegel und mit dem Siegel seiner Gewaltigen,
damit in der Sache Daniels nichts geändert werde.
Dann zog sich der
König in seinen Palast zurück, und er verbrachte die Nacht fastend
und ließ keine Frauen zu sich führen, und der Schlaf floh von ihm.
Beim Anbruch der
Morgenröte aber stand der König auf und begab sich rasch zur
Löwengrube.
Und als er sich der
Grube näherte, rief er Daniel mit angstvoller Stimme. Der König
begann und sprach zu Daniel: Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes,
hat dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, dich von den Löwen
retten können?
Da sprach Daniel zu
dem König: O König, mögest du ewig leben!
Mein Gott hat seinen
Engel gesandt und den Rachen der Löwen verschlossen, dass sie mir
kein Leid zufügten, weil vor ihm meine Unschuld offenbar war und ich
auch dir gegenüber, o König, nichts Böses verübt habe!
Da wurde der König
sehr froh und befahl, Daniel aus der Grube heraufzuziehen. Als man
aber Daniel aus der Grube heraufgebracht hatte, fand sich keine
Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut.
Da befahl der König,
jene Männer herbeizuholen, die Daniel verleumdet hatten. Und man
warf sie in die Löwengrube, sie, ihre Kinder und Frauen; und ehe sie
noch den Boden der Grube berührten, waren die Löwen schon über sie
hergefallen und zermalmten ihnen alle Gebeine.
Darauf schrieb der
König Darius an alle Völker, Stämme und Sprachen, die im ganzen
Land wohnten: »Euer Friede nehme zu!
Es ist von mir ein
Befehl erlassen worden, dass man sich im ganzen Bereich meiner
Herrschaft vor dem Gott Daniels fürchten und scheuen soll; denn er
ist der lebendige Gott, welcher in Ewigkeit bleibt, und sein
Königreich wird nie zugrunde gehen, und seine Herrschaft hat kein
Ende.
Er errettet und
befreit, er tut Zeichen und Wunder am Himmel und auf Erden; er hat
Daniel aus der Gewalt der Löwen errettet!«
Und diesem Daniel
ging es von da an gut unter der Regierung des Darius und unter der
Regierung Kyrus’, des Persers.
Auch hier hat also
Gott wieder Rettung vom Himmel gesandt, um seinen Geliebten zu
beschützen, weil dieser nicht aufhörte, ihm zu dienen. Und der
König war merklich erstaunt, als er sah, dass Daniel noch lebte. Und
es lag mit Sicherheit nicht etwa daran, dass die Löwen keinen Hunger
gehabt hätten, denn als die Übeltäter in die Grube geworfen worden
waren, da wurden sie sofort zerfleischt.
Da wir uns nun all
diese Ereignisse angeschaut haben, ist ein sehr großer Teil der
Ereignisse aus dem Leben Daniels abgedeckt. Wir erkennen auch an den
Geschichten Daniels, dass man als Mensch, der Gott treu sein will,
manchmal in echt üble Lagen kommt, aber dass es nicht vergebens ist,
sofern man versucht, gerecht zu leben, wenn man Gott treu bleibt und
darauf vertraut, dass er in brenzligen Situationen nicht tatenlos
zuschauen wird. Und wir wissen ja heutzutage, dass, wenn wir im Namen
unseres Retters und Königs Jesus Christus um etwas Gerechtes bitten,
wir es dann auch empfangen werden. Denn es ist kein anderer Name den
Menschenkindern gegeben, durch den sie gerettet werden können, als
nur der Name des Sohnes Gottes, Jesus Christus.
Und mit diesen
Worten endet das heutige Video.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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