Text zu "Bibellehre - Das Leben des Propheten Daniel"

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In diesem Video werden wir uns einige bemerkenswerte Geschichten aus dem Leben des Propheten Daniel zu Gemüte führen. Dieser Prophet lebte auch zu der Zeit, als es anfing, langsam mit Jerusalem bergab zu gehen, ähnlich wie Jeremia. Denn zu der Zeit, als über das Land Juda ein gotteslästerlicher König namens Jojakim regierte, da wurde Jerusalem von dem König von Babel belagert und erfolgreich angegriffen. Und im Rahmen dieses Angriffs wurden einige Bewohner von Jerusalem gefangen genommen und in das Land Chaldäa geschleppt, worin sich die Stadt Babel befand. Zu diesen Ersten, die entführt wurden, gehörte auch Daniel. Am besten fangen wir einfach mal an, im Buch des Propheten Daniel zu lesen. Es steht geschrieben in Kapitel 1, Vers 1 bis 8:

Im dritten Jahr der Regierung Jojakims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es.
Und der HERR gab Jojakim, den König von Juda, in seine Hand, auch einen Teil der Geräte des Hauses Gottes; diese führte er hinweg in das Land Sinear, in das Haus seines Gottes; und er brachte die Geräte in die Schatzkammer seines Gottes.
Und der König befahl Aspenas, dem Obersten seiner Kämmerer, dass er ihm etliche von den Söhnen Israels bringen solle, die von königlichem Samen und von den Vornehmsten sein sollten,
junge Männer ohne Makel, schön von Gestalt und klug in aller Weisheit, einsichtsvoll und des Wissens kundig, die tüchtig wären, im Palast des Königs zu dienen, und dass man sie in der Schrift und Sprache der Chaldäer unterwiese.
Diesen bestimmte der König den täglichen Unterhalt von der feinen Speise des Königs und von dem Wein, den er selbst trank, und ordnete an, dass man sie drei Jahre lang erziehen sollte und dass sie danach dem König dienen sollten.
Unter ihnen befanden sich von den Söhnen Judas Daniel, Hananja, Misael und Asarja.
Diesen gab der oberste Kämmerer andere Namen; und zwar nannte er Daniel »Beltsazar«, Hananja »Sadrach«, Misael »Mesach« und Asarja »Abednego«.
Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der feinen Speise des Königs und mit dem Wein, den er trank, zu verunreinigen; er erbat sich vom obersten Kämmerer, dass er sich nicht verunreinigen müsse.

Es ist wohl davon auszugehen, dass es am Hof des Königs von Babel normal war, unreine Speisen zu essen, die Gott seinem Volk Israel verboten hatte, deswegen wollte Daniel nicht dabei mitmachen. Was an dem Wein des Königs so schlimm war, weiß ich leider nicht genau. Vielleicht wollte Daniel es einfach vermeiden, betrunken zu werden.

Schauen wir mal, ob es Daniel gewährt wurde, sich nicht verunreinigen zu müssen! Es steht geschrieben in den Versen 9 bis 19:

Und Gott gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit vor dem obersten Kämmerer.
Und der oberste Kämmerer sprach zu Daniel: Ich fürchte nur meinen Herrn, den König, der euch eure Speise und euer Getränk bestimmt hat. Denn warum sollte er wahrnehmen, dass euer Aussehen weniger gut wäre als das der anderen jungen Männer in eurem Alter? Dann wärt ihr schuld, wenn ich meinen Kopf beim König verwirkte!
Da antwortete Daniel dem Aufseher, den der oberste Kämmerer über Daniel, Hananja, Misael und Asarja gesetzt hatte:
Versuche es doch zehn Tage lang mit deinen Knechten, dass man uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken gibt;
danach soll man vor dir unser Aussehen und das Aussehen der anderen jungen Männer anschauen, die von der feinen Speise des Königs essen; nach dem, was du dann sehen wirst, handle weiter mit deinen Knechten!
Da hörte er auf sie in dieser Sache und versuchte es zehn Tage lang mit ihnen.
Und nach den zehn Tagen sah man, dass sie besser aussahen und wohlgenährter waren als alle jungen Männer, die von der feinen Speise des Königs aßen.
Da nahm der Aufseher ihre feine Speise und den Wein, den sie trinken sollten, weg und gab ihnen Gemüse.
Und Gott gab diesen vier jungen Männern Kenntnis und Verständnis für alle Schrift und Weisheit; Daniel aber machte er verständig in allen Gesichten und Träumen.
Nachdem nun die Zeit verflossen war, nach welcher der König ihre Vorstellung befohlen hatte, führte sie der oberste Kämmerer vor Nebukadnezar.
Da redete der König mit ihnen; aber keiner unter ihnen allen wurde gefunden, der Daniel, Hananja, Misael und Asarja gleichgekommen wäre; und sie traten in den Dienst des Königs.

An diesem Text erkennen wir, dass die geringere Ernährung keinen Schaden bei Daniel angerichtet hatte, und bei seinen Freunden auch nicht, obwohl man von der Logik her schon hätte erwarten müssen, dass sie durch Gemüse und Wasser abmagern. Es scheint ganz so, als hätte Gott ihn übernatürlich gestärkt, als Anerkennung dafür, dass Daniel sich auf keinen Fall verunreinigen wollte. Und sowohl Daniel als auch seine Freunde wurden zu Bediensteten des Königs. Demnach hatten sie also eine gewisse Ehre und eine gewisse Wichtigkeit in Babel, obwohl sie zuerst als Gefangene dort ankamen.

Bevor wir mit dem nächsten Kapitel im Buch des Propheten Daniel weitermachen, möchte ich euch eine andere Geschichte aus dem Leben von Daniel erzählen, bei welcher Gott ihn anleitete, um einer unschuldig verurteilten Person das Leben zu retten. Ich vermute, dass dieses Ereignis geschah, als Jojakim bereits selbst in Babel wohnen musste, weil der König von Babel ihn überwältigt hatte.
Leider finden wir diese Geschichte aber nicht in der Schlachter-Bibel 2000. Um die Geschichte zu erfahren, müssen wir uns die Bibelübersetzung „Luther 1984“ näher anschauen, weil in dieser Version auch die Apokryphen drin sind. Und ich betone deutlich, dass bei weitem nicht alle Apokryphen nützlich sind, sondern viele sind schlicht und ergreifend überflüssig und teilweise sind einige Verse in diesen Schriftstücken sogar ziemlich verkorkst, woraus sich schlussfolgern lässt, dass man meistens besser damit bedient sein wird, diese Teile gar nicht erst zu lesen.
Aber es gibt in der Luther Bibel 1984 neben den verkorksten Schriften, auch noch verlorene Kapitel von Daniel, und diese verlorenen Kapitel erwecken einen enorm gottesfürchtigen Eindruck. Deswegen werden wir daraus nun die Geschichte nehmen, die erzählt, durch welches Ereignis Daniel zum Prophet erweckt wurde.

Es ist eine lange Geschichte, aber wir lesen es uns trotzdem mal komplett durch. Folgendes steht geschrieben:

Es war ein Mann in Babylon mit Namen Jojakim;
der hatte eine Frau, die hieß Susanna, eine Tochter Hilkijas; die war sehr schön und dazu gottesfürchtig.
Denn sie hatte fromme Eltern, die sie nach dem Gesetz des Mose unterwiesen hatten.
Und Jojakim war sehr reich und hatte einen schönen Garten an seinem Haus. Und die Juden kamen stets bei ihm zusammen, weil er der Angesehenste von allen war.
Es wurden aber im selben Jahr zwei Älteste aus dem Volk als Richter bestellt; das waren solche Leute, von denen der HERR gesagt hatte: Bosheit ging aus von Babylon von den Ältesten und Richtern. In ihnen sah man die Führer des Volks.
Die kamen täglich zu Jojakim; und wer eine Streitsache hatte, musste dorthin vor sie kommen.
Und wenn das Volk mittags weggegangen war, pflegte Susanna sich im Garten ihres Mannes zu ergehen.
Und als die beiden Ältesten sie täglich darin umhergehen sahen, entbrannten sie in Begierde nach ihr
und wurden darüber zu Narren und warfen die Augen so sehr auf sie, dass sie nicht mehr zum Himmel aufsehen konnten und nicht mehr an gerechte Urteile dachten.
Sie waren beide zugleich für sie entbrannt, verrieten jedoch einander ihre Leidenschaft nicht
und schämten sich, einander ihre Begierde zu verraten; denn jeder hätte sich gern zu ihr gelegt.
Und sie warteten täglich gespannt auf sie, um sie nur sehen zu können.
Es sprach aber einer zum andern: Komm, lass uns heimgehen! Denn es ist nun Essenszeit. Und sie gingen hinaus und trennten sich.
Danach kehrte jeder wieder um und sie kamen an derselben Stelle wieder zusammen. Als nun einer den andern nach dem Grund fragte, bekannten sie beide ihre Begierde. Danach kamen sie miteinander überein, darauf zu warten, wann sie die Frau allein finden könnten.
Und als sie auf einen günstigen Tag lauerten, kam Susanna nur mit zwei Mägden, wie es ihre Gewohnheit war, in den Garten, um zu baden; denn es war sehr heiß.
Und es war kein Mensch im Garten außer den beiden Ältesten, die sich heimlich versteckt hatten und auf sie lauerten.
Und sie sagte zu ihren Mägden: Holt mir Öl und Salben und schließt den Garten zu, damit ich baden kann!
Und die Mägde taten, wie sie befohlen hatte, und schlossen den Garten zu und gingen zur hinteren Tür hinaus, um ihr zu bringen, was sie haben wollte; aber sie sahen die Ältesten nicht, denn die hatten sich versteckt.
Als nun die Mägde hinausgegangen waren, kamen die beiden Ältesten hervor, liefen zu ihr und sagten:
Siehe, der Garten ist zugeschlossen und niemand sieht uns, und wir sind in Liebe zu dir entbrannt; darum sei uns zu Willen!
Willst du aber nicht, so werden wir dich beschuldigen, dass wir einen jungen Mann allein bei dir gefunden haben und dass du deine Mägde deshalb hinausgeschickt hast.
Da seufzte Susanna und sagte: In wie großer Bedrängnis bin ich! Denn wenn ich das tue, so bin ich des Todes; tu ich's aber nicht, so komme ich nicht aus euren Händen.
Doch ich will lieber unschuldig in eure Hände fallen als gegen den HERRN sündigen.
Und Susanna fing an, laut zu schreien; aber die Ältesten schrien gegen sie an.
Und der eine lief hin zu der Tür des Gartens und öffnete sie.
Als nun die Leute im Haus das Geschrei im Garten hörten, liefen sie durch die hintere Tür herbei, um zu sehen, was ihr widerfahren wäre.
Und als die Ältesten anfingen, gegen sie auszusagen, schämten sich die Diener ihretwegen sehr; denn so etwas war bisher nie über Susanna gesagt worden.
Und am andern Tag, als das Volk im Hause Jojakims, ihres Mannes, zusammenkam, da kamen auch die beiden Ältesten in der schändlichen Absicht, Susanna dem Tod zu überliefern;
und sie sagten vor allem Volk: Schickt hin und lasst Susanna, die Tochter Hilkijas, Jojakims Frau, herholen! Da schickten sie hin.
Und sie kam mit ihren Eltern und Kindern und ihrer ganzen Verwandtschaft.
Sie aber war sehr schön von Gestalt und Angesicht;
darum ließen die Bösewichte ihr den Schleier wegreißen, mit dem sie verhüllt war, um sich an ihrer Schönheit zu ergötzen.
Und alle, die bei ihr standen und sie sahen, weinten um sie.
Und die beiden Ältesten traten auf mitten unter dem Volk und legten die Hände auf ihr Haupt.
Sie aber weinte und hob die Augen auf zum Himmel; denn ihr Herz vertraute auf den HERRN.
Und die Ältesten fingen an und sagten: Als wir beide allein im Garten umhergingen, kam sie hinein mit zwei Mägden und schloss den Garten zu und schickte die Mägde fort.
Da kam ein junger Mann zu ihr, der sich versteckt hatte, und legte sich zu ihr.
Als wir aber in einem Winkel im Garten solche Schande sahen, liefen wir eilends hinzu und fanden sie beieinander.
Aber den jungen Mann konnten wir nicht überwältigen; denn er war uns zu stark und stieß die Tür auf und sprang davon.
Sie aber ergriffen wir und fragten, wer der junge Mann wäre. Aber sie wollte es uns nicht sagen. Das bezeugen wir.
Und das Volk glaubte den beiden als Ältesten und Richtern im Volk, und man verurteilte Susanna zum Tode.
Sie aber schrie mit lauter Stimme: HERR, ewiger Gott, der du alle Heimlichkeiten kennst und alle Dinge zuvor weißt, ehe sie geschehen,
du weißt, dass diese mich zu Unrecht beschuldigt haben. Und nun siehe, ich muss sterben, obwohl ich doch nicht begangen habe, was sie so bösartig gegen mich zusammengelogen haben.
Und Gott erhörte ihr Rufen.
Und als man sie zum Tode führte, erweckte Gott den Heiligen Geist eines jungen Mannes, der hieß Daniel; der fing an, laut zu rufen:
Ich will unschuldig sein an diesem Blut!
Und die Menge wandte sich ihm zu und fragte ihn, was er mit solchen Worten meinte.
Er aber trat unter sie und sprach: Seid ihr Männer von Israel solche Narren, dass ihr eine Tochter Israels verdammt, ehe ihr die Sache erforscht und Gewissheit erlangt habt?
Kehrt wieder um vors Gericht, denn diese haben sie zu Unrecht beschuldigt!
Und die Menge kehrte eilends wieder um. Und alle Ältesten sagten zu Daniel: Setze dich her zu uns und berichte uns; denn dir hat Gott gegeben, was er sonst nur dem Alter gibt.
Und Daniel sagte zu ihnen: Stellt die beiden weit auseinander, so will ich jeden für sich verhören!
Als nun der eine vom andern getrennt war, rief er den einen und sagte zu ihm: Du alter Bösewicht, jetzt treffen dich deine Sünden, die du bisher begangen hast,
als du ungerechte Urteile gesprochen und die Unschuldigen verdammt, aber die Schuldigen losgesprochen hast, obwohl doch der HERR geboten hat: Du sollst den Unschuldigen und Gerechten nicht töten.
Hast du nun diese Frau gesehen, so sag doch: Unter welchem Baum hast du die zwei beieinander gefunden? Er aber antwortete: Unter einer Linde.
Da sagte Daniel: Ganz recht! Mit deiner Lüge bringst du dich selbst um dein Leben. Denn schon hat der Engel des HERRN von Gott dein Urteil empfangen und wird dich mittendurch spalten.
Und er ließ ihn wegbringen und den andern vor sich kommen und sagte zu ihm: Du Mann nach Kanaans und nicht nach Judas Art, die Schönheit hat dich betört, und die Begierde hat dein Herz verkehrt.
So seid ihr mit den Töchtern Israels verfahren, und sie haben euch aus Furcht zu Willen sein müssen. Aber diese Tochter Judas hat nicht in eure Schlechtigkeit gewilligt.
Nun sage mir: Unter welchem Baum hast du sie beieinander ertappt? Er aber antwortete: Unter einer Eiche.
Da sagte Daniel: Ganz recht! Mit deiner Lüge bringst du dich selbst um dein Leben. Der Engel des HERRN wartet schon mit seinem Schwert und wird dich mittendurch hauen, um euch so beide zu vernichten.
Da fing das ganze Volk an, mit lauter Stimme zu rufen, und sie priesen Gott, der denen hilft, die auf ihn hoffen und vertrauen.
Und sie erhoben sich gegen die beiden Ältesten, weil Daniel sie aus ihren eignen Worten überführt hatte, dass sie falsche Zeugen waren.
Und man tat mit ihnen nach dem Gesetz des Mose, wie sie gedacht hatten, ihrem Nächsten zu tun, und tötete sie.
So wurde an diesem Tag unschuldiges Blut errettet.
Aber Hilkija und seine Frau lobten Gott um Susannas, ihrer Tochter willen, mit Jojakim, ihrem Mann, und der ganzen Verwandtschaft, dass nichts Unehrenhaftes an ihr gefunden worden war.
Und Daniel wurde groß vor dem Volk von dem Tag an und blieb es auch weiterhin.

Diese Geschichte ist ein sehr erbauliches Zeugnis davon, dass Gott in Notsituationen wirklich denen hilft, die ganz auf ihn allein vertrauen. Jeder aus dem Volk vertraute den Ältesten, obwohl die Ältesten eigentlich nur perverse Übeltäter waren. Die Leute glaubten den falschen Zeugnissen der Ältesten, als Susanna verleumdet wurde, aber dann wurde der heilige Geist in Daniel erweckt, wodurch Daniel offiziell zu einem Prophet gemacht wurde. Denn früher, als Jesus noch nicht verherrlicht war, da konnte nicht jeder beliebige Gläubige den Heiligen Geist bekommen, sondern nur die jenigen, die Gott zu einem prophetischen Dienst berief. Und durch die Leitung des Heiligen Geistes konnte Daniel die Verbrechen der Ältesten aufdecken, und sie wurden gerichtet entsprechend dem Gesetz von Moses, denn es steht im fünften Buch Mose in Kapitel 19, Vers 16 bis 19, dass man einem falschen Zeuge das antun soll, was der falsche Zeuge versucht hat, bei dem Unschuldigen zu bewirken. Und die beiden Ältesten hatten Susanna wegen einer Sache angeklagt, die die Todesstrafe verdient, deswegen erhielten die Ältesten nun selbst die Todesstrafe.

Da wir uns mit dieser Geschichte vertraut gemacht haben, die es wert ist, dass man sie kennt, kehren wir nun wieder zurück zum Buch des Propheten Daniel gemäß der Schlachter-Bibel 2000.
In Kapitel 2 wird von der nächsten großen Sache erzählt, die im Leben von Daniel geschah. Dort hatte der König von Babel, also Nebukadnezar, einen sehr eigenartigen Traum, der ihn beunruhigte. Wir werden uns im heutigen Video mal die gesamte Erzählung durchlesen. Es steht geschrieben in den Versen 1 bis 12:

Und im zweiten Jahr der Regierung Nebukadnezars hatte Nebukadnezar Träume, sodass sein Geist sich beunruhigte und er nicht mehr schlafen konnte.
Da befahl der König, man solle die Traumdeuter und die Wahrsager, die Zauberer und die Chaldäer zusammenrufen, damit sie dem König seine Träume verkündeten. So kamen sie und traten vor den König.
Da sprach der König zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, und mein Geist ist beunruhigt, bis ich den Traum verstehe!
Hierauf gaben die Chaldäer dem König auf Aramäisch zur Antwort: O König, mögest du ewig leben! Erzähle deinen Knechten den Traum, so wollen wir die Deutung verkünden!
Der König antwortete den Chaldäern: Mein Entschluss steht unwiderruflich fest: Wenn ihr mir nicht den Traum samt seiner Deutung verkündet, so sollt ihr in Stücke zerhauen und eure Häuser zu Misthaufen gemacht werden;
wenn ihr mir aber den Traum und seine Deutung verkündet, so sollt ihr von mir Geschenke und Gaben und große Ehre empfangen. Darum sagt mir den Traum und seine Deutung!
Da antworteten sie zum zweiten Mal und sprachen: Der König möge seinen Knechten den Traum erzählen, so wollen wir die Deutung verkünden!
Der König antwortete und sprach: Ich weiß nun sicher, dass ihr Zeit gewinnen wollt, weil ihr seht, dass mein Entschluss unwiderruflich feststeht.
Wenn ihr mir den Traum nicht mitteilt, so bleibt für euch nur ein Urteil; denn ihr habt euch vorgenommen, lügenhafte und trügerische Worte vor mir zu reden, bis sich die Zeiten ändern. Darum sagt mir den Traum, damit ich weiß, dass ihr mir auch die Deutung verkünden könnt!
Die Chaldäer antworteten vor dem König und sprachen: Es gibt keinen Menschen auf Erden, der verkünden könnte, was der König befiehlt; deshalb hat auch nie irgendein großer und mächtiger König so etwas von irgendeinem Traumdeuter, Wahrsager oder Chaldäer verlangt!
Denn die Sache, die der König verlangt, ist schwer. Es gibt auch niemand, der es dem König mitteilen könnte, ausgenommen die Götter, deren Wohnung nicht bei den Menschen ist!
Hierüber wurde der König aufgebracht und sehr zornig, und er befahl, alle Weisen von Babel umzubringen.

Tja ... der König hat offensichtlich nicht die geringsten Nerven für Leute, die nicht wissen, wovon sie reden. Weil keiner der sogenannten Weisen von selbst sagen kann, wovon der König geträumt hatte, deshalb ist der König so zornig, dass er jeden umbringen lässt, der irgendwie mit Traumdeutung oder Vergleichbarem zu tun hat. Nun war aber auch Daniel von diesem Befehl betroffen, denn wir haben ja vorhin gelesen, dass Daniel die Gabe der Traumdeutung bekommen hatte, und diese setzte er gewiss auch ein. Auf welche Weise Daniel mit dem Befehl des Königs umging, erfahren wir in den Folgeversen. In Vers 13 bis 24 steht geschrieben:

Und der Befehl ging aus, und die Weisen von Babel sollten getötet werden; und man suchte auch Daniel samt seinen Gefährten, um sie zu töten.
Da erwiderte Daniel dem Arioch, dem Obersten der Scharfrichter des Königs, der ausgezogen war, um die Weisen zu töten, mit klugen und verständigen Worten.
Er begann und sprach zu Arioch, dem Bevollmächtigten des Königs: Warum ist dieser strenge Befehl vom König ausgegangen? Da erklärte Arioch die Sache dem Daniel.
Daniel aber ging hinein und bat den König, ihm eine Frist zu gewähren, damit er dem König die Deutung verkünden könne.
Darauf zog sich Daniel in sein Haus zurück und teilte die Sache seinen Gefährten mit, Hananja, Misael und Asarja,
damit sie von dem Gott des Himmels Erbarmen erflehen möchten wegen dieses Geheimnisses, damit nicht Daniel und seine Gefährten samt den übrigen Weisen von Babel umkämen.
Hierauf wurde dem Daniel in einem Gesicht bei Nacht das Geheimnis geoffenbart. Da pries Daniel den Gott des Himmels.
Daniel begann und sprach: Gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn sein ist beides, Weisheit und Macht.
Er führt andere Zeiten und Stunden herbei; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand.
Er offenbart, was tief und verborgen ist; er weiß, was in der Finsternis ist, und bei ihm wohnt das Licht!
Dir, dem Gott meiner Väter, sage ich Lob und Dank, dass du mir Weisheit und Kraft verliehen und mich jetzt wissen lassen hast, was wir von dir erbeten haben; denn die Sache des Königs hast du uns wissen lassen!
Daraufhin ging Daniel zu Arioch, den der König beauftragt hatte, die Weisen von Babel umzubringen; er nahm ihn beiseite und sprach zu ihm: Bringe die Weisen von Babel nicht um! Führe mich vor den König, so will ich ihm die Deutung verkünden!

An dieser Erzählung sehen wir, weil Daniel und seine Gefährten glücklicherweise keine bedeutungslosen Statuen anbeten, sondern dem einzigen echten, allmächtigen Gott dienen, dass ihre Gebete etwas genützt haben und Daniel Offenbarungen über das bekam, was sonst niemand beantworten konnte. Und wenn der König hört, dass nun schließlich doch noch jemand da ist, der den Traum sowohl aufsagen als auch erklären kann, so wird ihm das vermutlich ein wenig besser Gefallen als das Abschlachten aller Traumdeuter und Weisen in seinem Land.
Um zu erfahren, was der König geträumt hatte und welche Deutung Daniel dazu verkündigte, lesen wir nun die Verse 25 bis 45. Dort stehen folgende Worte:

Darauf führte Arioch den Daniel rasch vor den König und sprach zu ihm: Ich habe unter den Weggeführten von Juda einen Mann gefunden, der dem König die Deutung verkünden will!
Der König antwortete und sprach zu Daniel, dessen Name Beltsazar war: Bist du imstande, mir den Traum, den ich gehabt habe, und seine Deutung mitzuteilen?
Daniel antwortete vor dem König und sprach: Das Geheimnis, nach dem der König fragt, können Weise, Wahrsager, Traumdeuter oder Zeichendeuter dem König nicht verkünden;
aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart; der hat den König Nebukadnezar wissen lassen, was am Ende der Tage geschehen soll. Mit deinem Traum und den Gesichten deines Hauptes auf deinem Lager verhielt es sich so:
Dir, o König, stiegen auf deinem Lager Gedanken darüber auf, was nach diesem geschehen werde, und da hat dir der, welcher die Geheimnisse offenbart, mitgeteilt, was geschehen wird.
Mir aber ist dieses Geheimnis nicht durch eine Weisheit, die ich vor allen Lebenden voraushätte, geoffenbart worden, sondern damit dem König die Deutung bekannt gemacht werde und du erfährst, was dein Herz zu wissen wünscht.
Du, o König, schautest, und siehe, ein erhabenes Standbild. Dieses Bild war gewaltig und sein Glanz außergewöhnlich; es stand vor dir, und sein Anblick war furchterregend.
Das Haupt dieses Bildes war aus gediegenem Gold, seine Brust und seine Arme aus Silber, sein Bauch und seine Lenden aus Erz,
seine Oberschenkel aus Eisen, seine Füße teils aus Eisen und teils aus Ton.
Du sahst zu, bis sich ein Stein losriss ohne Zutun von Menschenhänden und das Bild an seinen Füßen traf, die aus Eisen und Ton waren, und sie zermalmte.
Da wurden Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold miteinander zermalmt; und sie wurden wie Spreu auf den Sommertennen, und der Wind verwehte sie, sodass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.
Das ist der Traum; nun wollen wir vor dem König auch seine Deutung verkünden:
Du, o König, bist ein König der Könige, dem der Gott des Himmels das Königtum, die Macht, die Stärke und die Ehre gegeben hat;
und überall, wo Menschenkinder wohnen, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels, hat er sie in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher über sie alle gemacht; du bist das Haupt aus Gold!
Nach dir aber wird ein anderes Reich aufkommen, geringer als du; und ein nachfolgendes drittes Königreich, das eherne, wird über die ganze Erde herrschen.
Und ein viertes Königreich wird sein, so stark wie Eisen; ebenso wie Eisen alles zermalmt und zertrümmert, und wie Eisen alles zerschmettert, so wird es auch jene alle zermalmen und zerschmettern.
Dass du aber die Füße und Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen bestehend gesehen hast, bedeutet, dass das Königreich gespalten sein wird; aber es wird etwas von der Festigkeit des Eisens in ihm bleiben, gerade so, wie du das Eisen mit lehmigem Ton vermengt gesehen hast.
Und wie die Zehen seiner Füße teils aus Eisen und teils aus Ton waren, so wird auch das Reich zum Teil stark und zum Teil zerbrechlich sein.
Dass du aber Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast, bedeutet, dass sie sich zwar mit Menschensamen vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden, wie sich ja Eisen mit Ton nicht vermischt.
Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen;
ganz so, wie du gesehen hast, dass sich von dem Berg ein Stein ohne Zutun von Menschenhänden losriss und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott hat den König wissen lassen, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung steht fest!

Welche Bedeutung dieser alte Traum wahrscheinlich für unsere heutige Zeit hat, darüber ist bereits in dem Video über die Endzeit geredet worden, das es auf diesem Kanal gibt. Ich denke, es wäre überflüssig, dies jetzt zu wiederholen. Stattdessen schauen wir uns mal die Reaktion des Königs an, welcher übrigens ein sehr hochmütiger und eingebildeter Mann war. Wir lesen Folgendes in den restlichen Versen des Kapitels:

Da fiel der König Nebukadnezar auf sein Angesicht und verneigte sich tief vor Daniel und befahl, ihm Speisopfer und Räucherwerk dar zu bringen.
Der König ergriff dann das Wort und sprach zu Daniel: Wahrhaftig, euer Gott ist der Gott der Götter und der Herr der Könige und ein Offenbarer der Geheimnisse, dass du dieses Geheimnis offenbaren konntest!
Darauf machte der König den Daniel groß und gab ihm sehr viele Geschenke und setzte ihn zum Herrscher über die ganze Provinz Babel und zum Oberhaupt über alle Weisen von Babel.
Daniel aber erbat sich vom König, dass er Sadrach, Mesach und Abednego über die Verwaltung der Provinz Babel einsetzte; Daniel aber blieb am Hof des Königs.

Hier merken wir, dass der König wenigstens an diesem Tag Ehrfurcht vor Gott bekam, auch wenn das leider nicht lange anhielt. Und Daniel bekam Geschenke und Autorität, und er bat auch darum, dass seine drei Freunde Autorität haben dürfen, und es wurde so entschieden. Es kam aber dummerweise die Zeit, als der König Nebukadnezar seine Ehrfurcht vor Gott aufgab und stattdessen den Götzendienst für sinnvoller hielt, denn er baute sich ein eigenes Götzenbild. Wozu diese Verläufe führten, lesen wir in Kapitel 3. In den Versen 1 bis 15 lesen wir:

Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes Standbild anfertigen, 60 Ellen hoch und 6 Ellen breit, das stellte er in der Ebene Dura in der Provinz Babel auf.
Und der König Nebukadnezar ließ die Satrapen, Vorsteher und Statthalter versammeln, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern, damit sie zur Einweihung des Bildes kämen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.
Sobald nun die Satrapen, Vorsteher und Statthalter, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern zur Einweihung des Bildes versammelt waren, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte, und vor dem Bild standen, das Nebukadnezar aufgestellt hatte,
da rief der Herold mit gewaltiger Stimme: Das lasst euch gesagt sein, ihr Völker, Stämme und Sprachen:
Sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen, Sackpfeifen und aller Arten von Musik hören werdet, sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat!
Wer aber nicht niederfällt und anbetet, der soll augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen werden!
Darum fielen zur bestimmten Zeit, als alle Völker den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und aller Arten von Musik hörten, alle Völker, Stämme und Sprachen nieder und beteten das goldene Bild an, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.
Deswegen traten zur selben Stunde etliche chaldäische Männer herzu und verklagten die Juden.
Sie ergriffen das Wort und sprachen zum König Nebukadnezar: O König, mögest du ewig leben!
Du hast, o König, Befehl gegeben, dass jedermann, der den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und Sackpfeifen und aller Arten von Musik hört, niederfallen und das goldene Bild anbeten soll;
wer aber nicht niederfällt und anbetet, der soll in den glühenden Feuerofen geworfen werden.
Nun sind da jüdische Männer, die du über die Verwaltung der Provinz Babel bestellt hast, Sadrach, Mesach und Abednego. Diese Männer, o König, achten nicht auf dich, dienen deinen Göttern nicht und beten das goldene Bild nicht an, das du aufgestellt hast!
Da befahl Nebukadnezar mit grimmigem Zorn, dass man Sadrach, Mesach und Abednego kommen lasse. Sogleich wurden jene Männer vor den König gebracht.
Nebukadnezar ergriff das Wort und sprach zu ihnen: Sadrach, Mesach und Abednego, geschieht es vorsätzlich, dass ihr meinen Göttern nicht dient und das goldene Bild nicht anbetet, das ich habe aufrichten lassen?
Nun, wenn ihr bereit seid, sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und Sackpfeifen und aller Arten von Musik hören werdet, niederzufallen und das Bild anzubeten, das ich gemacht habe, dann ist es gut! Wenn ihr es aber nicht anbetet, so sollt ihr augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen werden! Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte?

Ich möchte, dass ihr euch mal selbst in diese Lage hinein versetzt. Auf der einen Seite wisst ihr, dass man nur Gott allein anbeten soll und nichts oder niemand anderen. Auf der anderen Seite seht ihr aber, dass der mächtigste Mann des Landes, in dem ihr wohnt, euch vor sich geholt hat, und bei ihm stehen lauter starke Diener, die euch mit grimmigem Blick anschauen, und auch der König ist überhaupt nicht zum Scherzen aufgelegt. Und direkt neben euch ist ein großer Feuerofen, darin brennen lohernde Flammen. Und ihr wisst genau, dass ihr dort reingeworfen werdet, wenn ihr nicht vor dem Bildnis niederknien werdet, das der König gebaut hat. Die Anbetung des Bildes zu verweigern bedeutet, dass ihr im Feuer womöglich qualvoll verbrennen und euer Leben verlieren werdet, und kein Mensch wird Mitleid haben. Und es gibt kein Entkommen in der Situation. Ihr seid praktisch von Feinden umzingelt, und wenn ihr jetzt nicht sündigt, indem ihr Götzendienst betreibt, so werden sie euch garantiert ergreifen und in den Feuerofen werfen. Was macht ihr da?
Habt ihr Angst und fallt vor dem Bildnis nieder? Oder seid ihr bereit, euer Leben zu lassen, nur um euch nicht an Gott zu versündigen?

Wir schauen uns jetzt an, wie sich die drei Freunde von Daniel entschieden haben. Es steht geschrieben in den Versen 16 bis 20:

Sadrach, Mesach und Abednego antworteten und sprachen zum König: Nebukadnezar, wir haben es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern.
Wenn es so sein soll – unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, o König!
Und auch wenn es nicht so sein soll, so wisse, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast!
Da wurde Nebukadnezar voll Wut, und das Aussehen seines Angesichts veränderte sich gegen Sadrach, Mesach und Abednego; dann redete er und gab den Befehl, man solle den Ofen siebenmal heißer machen, als man es sonst zu tun pflegte.
Und den stärksten Männern in seinem Heer befahl er, Sadrach, Mesach und Abednego zu binden und sie in den glühenden Feuerofen zu werfen.

Hier sehen wir also, dass die drei Freunde von Daniel sich auf ganzer Linie geweigert haben, vor dem Götzenbild niederzuknien, komme was wolle! Und sie wurden ergriffen, um in den Feuerofen geworfen zu werden und zu sterben. Dem gemäß lesen wir in den Versen 21 bis 25:

Da wurden diese Männer gebunden und in ihren Mänteln und Beinkleidern samt ihren Turbanen und ihren Gewändern in den glühenden Feuerofen geworfen.
Weil nun der Befehl des Königs dringend und der Ofen übermäßig geheizt war, so tötete die Feuerflamme jene Männer, die Sadrach, Mesach und Abednego hinauftrugen;
diese drei Männer aber, Sadrach, Mesach und Abednego, fielen gebunden in den glühenden Feuerofen.
Da erschrak der König Nebukadnezar und stand rasch auf. Er redete und sprach zu seinen Räten: Haben wir nicht drei Männer gebunden ins Feuer geworfen? Sie erwiderten und sprachen zu dem König: Gewiss, o König!
Er antwortete und sprach: Siehe, ich sehe vier Männer mitten im Feuer frei umherwandeln, und es ist keine Verletzung an ihnen; und die Gestalt des vierten gleicht einem Sohn der Götter!

Diese Situation ist einzigartig. Inmitten des Ofens stand ein von Gott gesandter heiliger Engel, und dieser wirkte Schutz für die drei Freunde von Daniel, sodass das Feuer überhaupt keine Macht über sie hat und sie nicht antasten kann. Es war bestimmt für alle Beobachter absolut erstaunlich, dies mit eigenen Augen zu sehen. Wie der König Nebukadnezar darauf reagierte, lesen wir in den restlichen Versen des Kapitels. Ab Vers 26 steht geschrieben:

Darauf trat Nebukadnezar vor die Öffnung des glühenden Feuerofens, begann und sprach: Sadrach, Mesach und Abednego, ihr Knechte Gottes, des Allerhöchsten, tretet heraus und kommt her! Da kamen Sadrach, Mesach und Abednego aus dem Feuer hervor.
Daraufhin versammelten sich die Satrapen, Vorsteher und Statthalter samt den Räten des Königs. Sie schauten diese Männer an, über deren Leiber das Feuer keine Gewalt gehabt hatte; ihre Haupthaare waren nicht versengt und ihre Kleider waren unverändert; man bemerkte nicht einmal einen Brandgeruch an ihnen.
Da ergriff Nebukadnezar das Wort und sprach: Gepriesen sei der Gott Sadrachs, Mesachs und Abednegos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die auf ihn vertrauten und das Gebot des Königs übertraten und ihre Leiber hingaben, weil sie keinen anderen Gott verehren und anbeten wollten als ihren Gott allein!
Und von mir wird eine Verordnung erlassen, dass, wer immer unter allen Völkern, Völkerschaften und Sprachen von dem Gott Sadrachs, Mesachs und Abednegos leichtfertig spricht, in Stücke zerhauen und sein Haus zu einem Misthaufen gemacht werden soll, weil es keinen anderen Gott gibt, der so erretten kann wie dieser!
Daraufhin machte der König Sadrach, Mesach und Abednego groß in der Provinz Babel.

Es ist wirklich überwältigend, dass die drei Freunde keinerlei Spuren des Feuers und nichtmal Brandgeruch an sich hatten. Auch Nebukadnezar ist davon so beeindruckt, dass er es zum landesweiten Verbot macht, leichtfertig über Gott den Höchsten zu reden, welcher das Volk Israel für sich erwählt hat. An diesem Tag bekam der König Nebukadnezar erneut Ehrfurcht vor Gott, aber auch diesmal war sie vergänglich und sein Hochmut flammte mit der Zeit wieder auf.

Einige Zeit später wurde der Sohn von Nebukadnezar, nämlich Belsazar, der neue König von Babel. Dieser hatte absolut keine Ehrfurcht vor Gott, obwohl er von den Wundern gehört hatte, die geschehen waren, und er war selbst auch ein sehr hochmütiger und unverschämter Mensch.
Dann kam aber ein Tag, an dem dieser König und seine Obersten etwas sehr Außergewöhnliches erlebten. Darüber lesen wir in Kapitel 5. In den Versen 1 bis 7 steht geschrieben:

Der König Belsazar veranstaltete für seine tausend Großen ein prächtiges Mahl und trank Wein vor den Tausend.
Und während er sich den Wein schmecken ließ, befahl Belsazar, man solle die goldenen und silbernen Gefäße herbeibringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel in Jerusalem weggenommen hatte, damit der König samt seinen Großen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen daraus trinken könne.
Da wurden die goldenen Gefäße herbeigebracht, die man aus dem Tempel, aus dem Haus Gottes in Jerusalem, weggenommen hatte, und der König trank daraus samt seinen Großen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen.
Sie tranken Wein und priesen die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen, Holz und Stein.
Im selben Augenblick erschienen Finger einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand des königlichen Palastes; und der König sah die schreibende Hand.
Da verfärbte sich das Gesicht des Königs, und seine Gedanken erschreckten ihn, und alle Kraft wich aus seinen Gliedern, und seine Knie schlotterten.
Der König schrie mit lauter Stimme, man solle die Wahrsager, Chaldäer und Zeichendeuter holen. Und der König begann und sprach zu den Weisen von Babel: »Derjenige, welcher diese Schrift lesen und mir sagen kann, was sie bedeutet, der soll mit Purpur bekleidet werden und eine goldene Kette um seinen Hals tragen und als Dritter im Königreich herrschen!«

Dieses Ereignis klingt ein wenig gruselig.
Also wenn ich mit Leuten in einer Runde sitzen würde, und dann taucht plötzlich eine Hand auf, die etwas an die Wand schreibt, dann würde ich mich ernsthaft fragen, was genau ich die ganze Zeit falsch mache. Viele Menschen, wenn sie von solch einem Ereignis hören, würden vermuten, dass es gar nicht von Gott kommen kann. Wir werden aber merken, dass es in diesem Fall tatsächlich von Gott gesandt war. Aber wer würde wohl der jenige sein, der die Sache aufklären kann?

Wir lesen in den Versen 8 bis 12:

Und alle Weisen des Königs kamen herbei, aber sie konnten weder die Schrift lesen noch ihre Bedeutung dem König erklären.
Da wurde der König Belsazar sehr bestürzt, und sein Gesicht verfärbte sich, und seine Großen waren ganz verwirrt.
Auf Wunsch des Königs und seiner Großen kam die Königin[-Mutter] in den Trinksaal. Die Königin begann und sprach: O König, mögest du ewig leben! Deine Gedanken sollen dich nicht erschrecken, und dein Aussehen verändere sich nicht!
Es gibt einen Mann in deinem Königreich, in dem der Geist der heiligen Götter ist und bei dem in den Tagen deines Vaters Erleuchtung, Verstand und Weisheit gleich der Weisheit der Götter gefunden worden ist, sodass dein Vater, der König Nebukadnezar, ihn zum Obersten der Traumdeuter, Wahrsager, Chaldäer und Zeichendeuter bestimmt hat – ja, dein Vater, o König!
ganz allein deshalb, weil bei ihm ein vortrefflicher Geist, Verstand und Scharfsinn gefunden wurde zur Deutung von Träumen, zur Erklärung von Rätseln und zur Auflösung von Knoten, nämlich bei Daniel, dem der König den Namen Beltsazar gab. So lasse man nun Daniel rufen; der wird dir die Deutung sagen!

Die Mutter des Königs konnte also helfen, weil sie jemanden kannte, in dem Gott den Heiligen Geist erweckt hatte. Da sie aber selbst keine Jüdin ist und die Schriften nicht kennt, deshalb sagt sie fälschlicherweise, es würde sich um den Geist von mehreren heiligen Göttern handeln. Denn sie versteht nicht, dass es nur einen wahrhaftigen Gott gibt, weil sie das nie gelernt bekommen hat. Aber wenigstens weiß sie, dass Daniel helfen kann. Lesen wir nun mal, wie es weitergeht!

Es steht geschrieben in den Versen 13 bis 30:

Sobald nun Daniel vor den König hineingeführt worden war, ergriff der König das Wort und sprach zu ihm: Bist du Daniel, einer der Weggeführten von Juda, die mein Vater, der König, aus Juda hergebracht hat?
Ich habe von dir gehört, dass der Geist der Götter in dir sei und dass Erleuchtung und Verstand und außerordentliche Weisheit bei dir gefunden werden.
Nun sind die Weisen und Wahrsager vor mich geführt worden, um diese Schrift zu lesen und mir ihre Bedeutung mitzuteilen; sie waren aber nicht imstande, die Bedeutung der Worte zu erklären.
Und von dir habe ich gehört, dass du Deutungen geben und Knoten auflösen könnest. Wenn du nun diese Schrift lesen und mir ihre Bedeutung erklären kannst, so sollst du mit Purpur bekleidet werden und eine goldene Kette an deinem Hals tragen und als Dritter im Königreich herrschen!
Da antwortete Daniel und sprach vor dem König: Deine Gaben mögen dir verbleiben, und gib deine Geschenke einem anderen! Jedoch die Schrift will ich dem König lesen und erklären, was sie bedeutet.
O König! Gott, der Allerhöchste, hat deinem Vater Nebukadnezar das Königtum, die Majestät, die Ehre und die Herrlichkeit verliehen;
und wegen der Majestät, die Er ihm gab, zitterten und bebten vor ihm alle Völker, Stämme und Sprachen; denn er tötete, wen er wollte, und ließ leben, wen er wollte; er erhöhte, wen er wollte, und erniedrigte, wen er wollte.
Da sich aber sein Herz erhob und sein Geist übermütig wurde bis zur Vermessenheit, wurde er von seinem königlichen Thron gestürzt, und seine Würde wurde ihm genommen;
man verstieß ihn von den Menschenkindern, und sein Herz wurde den Tieren gleich; er wohnte bei den Wildeseln, und man fütterte ihn mit Gras wie die Ochsen, und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis er erkannte, dass Gott, der Allerhöchste, Macht hat über das Königtum der Menschen und darüber setzt, wen er will.
Du aber, Belsazar, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du das alles wusstest,
sondern du hast dich über den Herrn des Himmels erhoben; und man hat die Gefäße seines Hauses vor dich gebracht, und du und deine Gewaltigen, deine Frauen und Nebenfrauen, ihr habt Wein daraus getrunken, und du hast die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen, Holz und Stein gepriesen, die weder sehen noch hören noch verstehen; den Gott aber, in dessen Hand dein Odem und alle deine Wege sind, hast du nicht geehrt!
Infolgedessen wurde von ihm diese Hand gesandt und diese Schrift geschrieben.
So lautet aber die Schrift, die geschrieben steht: »Mene, mene, tekel upharsin!«
Und das ist die Bedeutung des Spruches: »Mene« bedeutet: Gott hat die Tage deines Königtums gezählt und ihm ein Ende bereitet!
»Tekel« bedeutet: Du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht erfunden worden!
»Peres« bedeutet: Dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben werden!
Sogleich befahl Belsazar, dass man den Daniel mit Purpur bekleiden und ihm eine goldene Kette um den Hals legen und von ihm ausrufen solle, dass er der dritte Herrscher im Königreich sein solle.
In derselben Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, umgebracht.

Ich weiß leider nicht, warum das Wort Peres unten genannt wird, obwohl in Vers 25 dieses Wort nicht vorkommt. Und es wurde vergessen, die Bedeutung des Wortes upharsin zu nennen. Die Bedeutung dieses Wortes lautet aber, dass eine Zerteilung stattfinden soll.
Jedenfalls wurde durch die Erklärung von Daniel offenbar, dass Gott den bevorstehenden Fall des Königs Belsazar ankündigte, weil dieser genau wie sein Vater eingebildet und unerträglich stolz geworden war. Denn ein Mensch kann nur so lange herrschen, wie Gott sich nicht aktiv dagegen entscheidet. Da aber Belsazar nicht als unwissender Mensch sterben sollte, wurde es ihm vorher von Gott angekündigt.

Einige Zeit später kam ein persischer König namens Darius zu großer Macht, und auch dieser wusste nicht viel über Gott, aber er hatte von dem gehört, was Gott mit den vorherigen Herrschern getan hatte und dass Gott Daniel liebte, weil Daniel unablässig Gott dient und auf Gott vertraut. Und davor hatte Darius Respekt. Allerdings hatte Daniel trotzdem Feinde, und diesbezüglich gab es noch ein Ereignis in Daniels Leben, welches wir uns in diesem Video ebenfalls durchlesen.

In Kapitel 6 steht in den Versen 1 bis 17:

Und Darius, der Meder, empfing das Königreich, als er 62 Jahre alt war.
Darius aber befand es für gut, 120 Satrapen über das Reich zu setzen, die im ganzen Reich verteilt sein sollten,
und über diese drei Minister, von denen Daniel einer war; diesen sollten jene Satrapen Rechenschaft ablegen, damit der König keinen Schaden erleide.
Da sich nun dieser Daniel vor allen Ministern und Satrapen auszeichnete, weil ein so vortrefflicher Geist in ihm war, so nahm sich der König vor, ihn über das ganze Reich zu setzen.
Da suchten die Minister und Satrapen eine Anklage gegen Daniel zu finden im Hinblick auf die Regierungsgeschäfte; aber sie konnten keine Schuld oder irgendetwas Nachteiliges finden, weil er treu war und keine Nachlässigkeit noch irgendein Vergehen bei ihm gefunden werden konnte.
Da sprachen jene Männer: Wir werden gegen diesen Daniel keinen Anklagegrund finden, es sei denn im Gesetz seines Gottes!
Darauf bestürmten jene Fürsten und Satrapen den König und sprachen: König Darius, mögest du ewig leben!
Sämtliche Minister des Königreichs, die Vorsteher und Satrapen, die Räte und die Statthalter erachten es für ratsam, dass eine königliche Verordnung aufgestellt und ein Verbot erlassen werde, wonach jeder, der innerhalb von 30 Tagen irgendeine Bitte an irgendeinen Gott oder Menschen richtet, außer an dich allein, o König, in die Löwengrube geworfen werden soll.
Nun, o König, erlasse das Gebot und unterschreibe das Edikt, das nicht abgeändert werden darf nach dem Gesetz der Meder und Perser, welches unwiderruflich ist!
Daraufhin unterschrieb der König das Edikt und Verbot.
Als nun Daniel erfuhr, dass das Edikt unterschrieben war, ging er hinauf in sein Haus, wo er in seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem hin hatte, und er fiel dreimal am Tag auf die Knie nieder und betete und dankte vor seinem Gott, ganz wie er es zuvor immer getan hatte.
Da stürmten jene Männer herein und fanden Daniel bittend und flehend vor seinem Gott.
Sogleich erschienen sie vor dem König und brachten das königliche Verbot zur Sprache: Hast du nicht ein Verbot unterschrieben, wonach jeder, der innerhalb von 30 Tagen von irgendeinem Gott oder Menschen etwas erbittet, außer von dir, o König, in die Löwengrube geworfen werden soll? Der König antwortete und sprach: Die Sache steht fest nach dem Gesetz der Meder und Perser, das unwiderruflich ist!
Da antworteten sie und sprachen vor dem König: Daniel, einer der Weggeführten von Juda, nimmt keine Rücksicht auf dich, o König, und achtet nicht auf das Verbot, das du unterzeichnet hast, sondern er verrichtet dreimal am Tag sein Gebet!
Als der König das hörte, wurde er sehr betrübt, und er sann darüber nach, wie er Daniel retten könnte, und gab sich bis zum Sonnenuntergang Mühe, ihn zu befreien.
Da bestürmten jene Männer den König und sprachen: Bedenke, o König, dass nach dem Gesetz der Meder und Perser kein Verbot und keine Verordnung, die der König aufgestellt hat, abgeändert werden darf!
Da befahl der König, dass man Daniel herbringe und in die Löwengrube werfe. Der König begann und sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, der rette dich!

Hier haben wir nun also das Dilemma. Ein paar Typen, die neidisch waren und einen Hass gegen Daniel hegten, die gingen dem König so lange auf die Nerven, bis er das Gesetz festlegte, mit welchem sie Daniel zu Fall bringen wollten, weil sie wussten, dass Daniel niemals aufhören würde zu beten, nur weil ein Mensch das befiehlt, egal welcher Mensch es auch sein mag.
Da nun Darius Respekt vor Daniel hatte und auch sehr froh über die herausragende Arbeit von Daniel war, gefiel es ihm überhaupt nicht, dass er aufgrund des neuen Gesetzes Daniel in die Löwengrube werfen musste. Denn die Löwen in dieser Grube wurden absichtlich nur sehr selten gefüttert. Man ließ diese Löwen bewusst hungern, sodass die Löwen sich mit umso größerer Wildheit auf jeden stürzen würden, der in die Grube kommt, weil die Löwen von ihrem Hunger geplagt sind und einfach nur etwas fressen wollen. In eben diese Grube musste nun Daniel geworfen werden, und nach menschlichen Maßstäben war es völlig unmöglich, davon auszugehen, dass Daniel darin überleben würde. Dafür waren die Löwen deutlich zu wild und ausgehungert.

Lasst uns mal schauen, wie es weiterging! Wir lesen in den Versen 18 bis 29:

Und man brachte einen Stein und legte ihn auf die Öffnung der Grube, und der König versah ihn mit seinem Siegel und mit dem Siegel seiner Gewaltigen, damit in der Sache Daniels nichts geändert werde.
Dann zog sich der König in seinen Palast zurück, und er verbrachte die Nacht fastend und ließ keine Frauen zu sich führen, und der Schlaf floh von ihm.
Beim Anbruch der Morgenröte aber stand der König auf und begab sich rasch zur Löwengrube.
Und als er sich der Grube näherte, rief er Daniel mit angstvoller Stimme. Der König begann und sprach zu Daniel: Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes, hat dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, dich von den Löwen retten können?
Da sprach Daniel zu dem König: O König, mögest du ewig leben!
Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Rachen der Löwen verschlossen, dass sie mir kein Leid zufügten, weil vor ihm meine Unschuld offenbar war und ich auch dir gegenüber, o König, nichts Böses verübt habe!
Da wurde der König sehr froh und befahl, Daniel aus der Grube heraufzuziehen. Als man aber Daniel aus der Grube heraufgebracht hatte, fand sich keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut.
Da befahl der König, jene Männer herbeizuholen, die Daniel verleumdet hatten. Und man warf sie in die Löwengrube, sie, ihre Kinder und Frauen; und ehe sie noch den Boden der Grube berührten, waren die Löwen schon über sie hergefallen und zermalmten ihnen alle Gebeine.
Darauf schrieb der König Darius an alle Völker, Stämme und Sprachen, die im ganzen Land wohnten: »Euer Friede nehme zu!
Es ist von mir ein Befehl erlassen worden, dass man sich im ganzen Bereich meiner Herrschaft vor dem Gott Daniels fürchten und scheuen soll; denn er ist der lebendige Gott, welcher in Ewigkeit bleibt, und sein Königreich wird nie zugrunde gehen, und seine Herrschaft hat kein Ende.
Er errettet und befreit, er tut Zeichen und Wunder am Himmel und auf Erden; er hat Daniel aus der Gewalt der Löwen errettet!«
Und diesem Daniel ging es von da an gut unter der Regierung des Darius und unter der Regierung Kyrus’, des Persers.

Auch hier hat also Gott wieder Rettung vom Himmel gesandt, um seinen Geliebten zu beschützen, weil dieser nicht aufhörte, ihm zu dienen. Und der König war merklich erstaunt, als er sah, dass Daniel noch lebte. Und es lag mit Sicherheit nicht etwa daran, dass die Löwen keinen Hunger gehabt hätten, denn als die Übeltäter in die Grube geworfen worden waren, da wurden sie sofort zerfleischt.

Da wir uns nun all diese Ereignisse angeschaut haben, ist ein sehr großer Teil der Ereignisse aus dem Leben Daniels abgedeckt. Wir erkennen auch an den Geschichten Daniels, dass man als Mensch, der Gott treu sein will, manchmal in echt üble Lagen kommt, aber dass es nicht vergebens ist, sofern man versucht, gerecht zu leben, wenn man Gott treu bleibt und darauf vertraut, dass er in brenzligen Situationen nicht tatenlos zuschauen wird. Und wir wissen ja heutzutage, dass, wenn wir im Namen unseres Retters und Königs Jesus Christus um etwas Gerechtes bitten, wir es dann auch empfangen werden. Denn es ist kein anderer Name den Menschenkindern gegeben, durch den sie gerettet werden können, als nur der Name des Sohnes Gottes, Jesus Christus.

Und mit diesen Worten endet das heutige Video.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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