Text zu "Lebensweisheiten aus den Sprüchen Salomos"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=IOXikByibfk
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Wir schauen uns
heute mal ein paar Lebensweisheiten an, die von Salomo geschrieben
wurden und im Buch der Sprüche auffindbar sind, welches zum Alten
Testament der Bibel gehört. In dem Buch der Sprüche gibt es viele
Sprichwörter und teils auch kleine Predigten von Salomo, sowie am
Ende des Buches Predigten von seinen Freunden.
Die Sprichwörter
von Salomo sind aber entweder Lebensweisheiten oder Weisheitssprüche
gemäß göttlichem Gedankengut. Es ist beides ungeordnet miteinander
aufgeschrieben, deshalb ist es gar nicht so einfach, beim
persönlichen Durchlesen zu erkennen, ob uns hier eine Weisheit
vermittelt werden soll, die vom Leben in dieser Welt erzählt, oder
ob wir durch einen Spruch in göttlichen Wertmaßstäben unterrichtet
werden sollen. Ich habe aber für das heutige Video eine Menge
Sprüche rausgesucht, die vordergründig auf unser täglich
wahrgenommenes Leben abzielen.
Der erste Spruch,
den ich euch zeige, steht in Kapitel 6, Vers 12 bis 14. Dort lesen
wir:
Ein Taugenichts, ein
nichtswürdiger Mensch ist,
wer umhergeht mit
trügerischen Reden,
und dabei mit seinen
Augen blinzelt, mit seinen Füßen Zeichen gibt
und mit seinen
Fingern deutet.
Verkehrtheit ist in
seinem Herzen, er schmiedet Böses;
allezeit streut er
Zwietracht aus.
Diese Worte sind
eine nützliche Ermahnung. Vielleicht ist euch das selbst auch schon
aufgefallen, dass man anhand der Gestik und Mimik, also daran, was
der Mensch für Körperbewegungen beim Reden macht, und welche
Gesichtsausdrücke an ihm beobachtbar sind, oftmals schon erkennen
kann, ob dieser Mensch aufrichtige Absichten hat oder ob er
hinterlistig ist. Und ob er weiß, wovon er redet, oder ob er nur
irgendwas Wohlklingendes daher plappert, ohne es selbst zu verstehen.
Und die Worte Salomos sollen uns dabei helfen, dass wir Menschen
erkennen, die böse Absichten verfolgen, wenn sie uns ansprechen.
Salomo hat auch an
einer anderen Stelle eine derartige Warnung gegeben, denn er schrieb
laut Kapitel 16, Vers 30:
Wer die Augen
verschließt, der denkt verkehrt;
wer die Lippen
zukneift, der hat Böses beschlossen.
Achtet also darauf,
wenn ihr mit Leuten Umgang habt, die ihr nicht kennt, ob sie ohne es
zu merken die Zeichen geben, durch die sie die Bosheit ihrer Herzen
offenbaren. Denn wir wissen, dass alle Jesus-Nachfolger wie Lämmer
mitten unter die Wölfe gesandt sind. Und dementsprechend muss man
sich vor den Wölfen hüten.
Lasst uns mal einen
anderen Spruch anschauen! In Kapitel 11 steht in Vers 15:
Wer für einen
Fremden bürgt, dem geht es sehr schlecht,
wer aber
Verpflichtung durch Handschlag verabscheut, der ist sicher.
Das ist wahr. Wir
sind zwar aufgerufen, Almosen an die Armen zu verteilen, aber wir
müssen keine Verpflichtungen für irgendwen eingehen. Auch wenn
Spenden an die Armen gut und wichtig sind, so ist dennoch jeder
Mensch für sämtliche Verpflichtungen selbst verantwortlich. Und
wenn du dich für jemanden verbürgst, der völlig verantwortungslos
handelt, dann bringst du nicht nur dich selbst in Schwierigkeiten,
sondern im schlimmsten Fall unterstützt du obendrein auch noch
diesen Mensch dabei, dass dieser sündigt. Und es zählt nicht als
Wohltat, jemandem Geld zu geben oder für jemanden eine Verpflichtung
einzugehen, wenn man weiß, dass dieser damit etwas Sündiges tun
wird. Darum muss man immer bedenken: Was wird der Mensch tun, für
den du dich verbürgt hast? Wird er ein gedankenloses und
verschwenderisches Leben führen, wegen welchem er dann nach seinem
Tod in die Hölle kommt, weil Gier und Selbstsucht ein Gräuel sind?
Damit hättest du ihm dann gewiss nicht geholfen. Und auch auf
weltliche Weise ist es äußerst unklug, sich zu verbürgen. Denn
wenn ein Mensch verschwenderisch handelt, von dem dir durch ein
falsches Versprechen zuerst versichert wurde, er würde vernünftig
sein, dann wird man an dich herantreten und von dir verlangen, dass
du den Schaden ausbesserst, den ein anderer verbockt hat. Und noch
schlimmer, als sowas bei Bekannten zu dulden, ist es, wenn man sich
sogar für einen Fremden verbürgt. Denn über diesen weiß man ja
überhaupt nichts mit Sicherheit. Es ist gar nicht auszudenken, was
das für schlimme Zustände herbeiführt, wenn man sich mit seinem
eigenen Besitz oder seinem eigenen Leben für jemanden verpflichtet,
von dem man gar nicht wissen kann, was dessen wahre Absichten sind.
Deswegen bringt Salomo zum Ausdruck, dass man deutlich unbeschwerter
lebt, wenn man sich nicht für irgendwen verbürgt, schon gar nicht
für Fremde, egal wie viele ermutigende und Zuversicht erweckende
Worte sie auch reden mögen. Manche Menschen sind leider gut darin,
mit einer ausgeklügelten und emotional erbaulichen Sprache ihre
Zuhörer zu dummen Entscheidungen zu verleiten. Es ist aber sehr
empfehlenswert, dass man sich von sowas nicht hinreißen lässt,
sondern Widerrede leistet. Und ein Mensch, der dich nur so lange mag,
wie er Gaben von dir bekommt, der ist mit Sicherheit nicht dein
Freund.
Eine weitere
bemerkenswerte Lebensweisheit von Salomo steht in Kapitel 16, Vers
18. Folgendes lesen wir dort:
Stolz kommt vor dem
Zusammenbruch,
und Hochmut kommt
vor dem Fall.
Diese Worte sind
wahrhaftig. So lange ein Mensch einen kühlem Kopf bewahrt und sich
nicht auf seine eigene Ehre konzentriert, wird er bei allem
erfolgreich sein, was er mit seinen Händen anpackt. Ein Mensch aber,
der stolz ist, bei dem kann man sich sicher sein, dass er nichts
Gutes auf die Beine stellt. Denn er ist blind für die wesentlichen
Dinge, er denkt zu viel an sich selbst und seine eigene Herrlichkeit.
Er richtet seine Aufmerksamkeit nicht mehr auf das allgemeine
Gelingen, sondern nur darauf, ob er als Person respektiert wird. Aber
alles, was überwacht werden muss, um sicherzustellen, dass gut
Gewordenes auch gut bleibt, und dass angefangene Dinge auch zu einem
würdigen Abschluss kommen, das entgeht seiner Aufmerksamkeit. Und
wenn er auf Fehler hingewiesen wird, so nimmt er es nicht an, sondern
ist empört, denn sein Stolz verbietet ihm klares Denken. Deswegen
werden die Fehler häufiger passieren und einen Schaden anrichten,
der mit der Zeit immer größer wird. Und sofern dieser Mensch nicht
Unterstützer hat, die sich von selbst um die Schäden kümmern, wird
dieser stolze Mensch untergehen und alles wird zunichtewerden, was
er, wenn überhaupt, eigenhändig aufgebaut hat. In gleicher Weise
wird man es beobachten können in einer Gemeinschaft, in der
sinnvolle Regeln eingehalten werden, dass jeder, der die Regeln zu
Unsinn erklären will und sich über alles hinweggsetzt, mit der Zeit
immer größeres Unheil in sein Leben zieht, bis er am Ende gar nicht
mehr alleine klar kommt. Und all das geschah nur, weil er sinnlos
rebelliert hat gegen das Fundament, auf dem der Wohlstand beruhte,
den er vorher kannte. Anstatt die Regeln ernstzunehmen, die den
Wohlstand versichern, hat der Mensch ständig nur an seine eigene
Bereicherung gedacht, und nichtiger Wahn trieb ihn an. Wer aber nicht
das zu schätzen weiß, was er hat, um sich damit zufrieden zugeben,
dem wird es auf Dauer verloren gehen. Denn wenn jemand meint, ihm
würde alles zustehen, und er hätte ein Anrecht auf alles, was ihm
Gutes widerfährt, so ist der Mensch stolz und steuert auf einen
Zusammenbruch zu. Und wer durch Hochmut all das verdreht oder
zerstört, was ihm ein sicheres Leben ermöglichte, der braucht sich
nicht wundern, wenn er letztlich am Boden liegt oder sogar in eine
Grube fällt.
All diese Dinge hat
Salomo in einen einzigen Ausspruch verpackt.
Er sagte auch
ergänzend in Kapitel 18, Vers 12:
Vor dem
Zusammenbruch wird das Herz des Menschen hochmütig,
aber vor der Ehre
kommt die Demut.
Das drückt eben das
aus, worüber ich geredet habe. Es wird nämlich ein wahrhaft
demütiger Mensch nicht von seinem eigenen Ego oder dem Wert seiner
eigenen Taten abgelenkt sein, und somit hat er genug gedanklichen
Freiraum, um sich auf seine Umstände zu konzentrieren und alles zu
bewahren, was ohne andauernde Fürsorge kaputt gehen würde.
Der nächste
Ausspruch ist aus Kapitel 17, Vers 10. Es steht geschrieben:
Eine Zurechtweisung
macht mehr Eindruck auf den Verständigen
als hundert Schläge
auf den Narren.
In diese Worte muss
man sich mal ein wenig hinein vertiefen. Der Grundgedanke ist
natürlich, dass jeder Mensch, der Fehler macht, zur Erkenntnis
gebracht werden muss, dass er falsch handelt. Und in diesem Hinblick
sagt Salomo einen solchen Spruch. Und es ist auch sehr naheliegend,
dass er damit recht hat, wenn man die Herzenshaltung des Menschen
bedenkt. Denn wenn jemand, der aus seinem Herzen heraus Böses tut,
hundert mal geschlagen wird, dann wird er danach aus Scham und Angst
eine Weile von dem Bösen ablassen. Aber in seinem Herzen gefällt
ihm das Böse immernoch. Und nach einer Weile wird er es dann wieder
tun. Das bedeutet: Die hundert Schläge haben nichts genützt. Und
das wird offenbar in dem Moment, wo der Übeltäter schonwieder
sündigt, obwohl er schon hundert Schläge erlitten hat. Denn durch
Schläge geht das Böse nicht aus dem Herz des Menschen heraus. Ein
verständiger Mann aber weiß, dass es in Gottes Angesicht besser
ist, das Böse zu vermeiden. Im Herz eines derartigen Menschen wohnt
der Wunsch, alles richtig machen zu wollen. Wenn man einen Narr mit
Worten zurechtweisen will, dann bewirkt das bei ihm gar nichts. Nur
Schläge haben einen kurzen Effekt auf sein künftiges Verhalten. Ein
verständiger Mann aber, der muss gar nicht erst geschlagen werden,
denn er ist über kluge Worte, die den richtigen Weg weisen, sehr
froh und berücksichtigt sie, weil er erkennt, dass sie eine Hilfe
bei seinem Vorhaben sind, das Richtige zu tun. Und die Moral daraus
ist: Kluge Worte sind etwas viel Besseres als Schläge. Denn sofern
kluge Worte bei jemanden fruchten, ist es umso nützlicher, und es
wird wertgeachtet. Schläge aber werden niemals wertgeachtet, und der
Geschlagene wird ja doch weiter Böses tun, weil er sich die Schläge
nicht zu Herzen genommen hat. Im Grunde ist allgemein die Erwartung
falsch, dass Schläge das Denken verbessern. Denn Schläge sind etwas
Schlimmes, etwas Verletzendes. Die Menschen neigen oft dazu, genau
das weiterzugeben, was sie selbst bekommen haben. Wer also Schlechtes
bekommen hat, der wird nichts Anderes tun wollen, als Schlechtes
weiterzugeben. Kluge Worte aber sind etwas Gutes, besonders, wenn sie
gleichzeitig eine tröstende Wirkung haben und von Verständnis
zeugen. Wenn nun ein Mensch Gutes erlebt hat, so ist die
Wahrscheinlichkeit deutlich größer, dass er auch Gutes weitergeben
wird. Die meisten Menschen aber wollen selbst nichts Gutes geben,
wenn sie immer nur Schlechtes empfangen haben. Es sind sehr wenige
unter uns, die dies schaffen würden, aus sich selbst heraus
barmherzig und selbstlos zu sein, ohne sowas vorher selbst erlebt zu
haben. Der Großteil der Menschen kann nicht aus sich selbst heraus
vorbildlich handeln, sondern lässt sich beeinflussen von dem, was
andere ihm vorgelebt haben.
Da wir aber gerade
beim Thema Zurechtweisung sind und dabei, wann diese Sinn macht, und
wann sie sinnlos ist, lesen wir ergänzend dazu noch die Aussprüche
Salomos von Kapitel 9, Vers 7 und 8. Es steht geschrieben:
Wer einen Spötter
züchtigt, holt sich Beschimpfung,
und wer einen
Gesetzlosen zurechtweist, der holt sich Schmach.
Weise nicht den
Spötter zurecht, damit er dich nicht hasst;
weise den Weisen
zurecht, und er wird dich lieben!
Hier wird auch die
traurige Tatsache betont, dass es kein gutes Ende nimmt, wenn man
jemanden mit Vernunft zurechtweist, der überhaupt nicht gut sein
will. Wenn jemand böse sein will und sein ganzes Handeln danach
ausrichtet, wozu sollte dieser ausführlich zurechtgewiesen werden?
Wenn man einen solchen darauf aufmerksam macht, dass seine Taten böse
sind, und er gibt zu verstehen, dass ihm das egal ist, oder dass er
es gerne tut, dann ist man an dieser Stelle fertig. Weitere
Zurechtweisung wäre dann vergebens, da es komplett ohne Frucht
bleibt, und man zieht sich dadurch nur Hass zu, der vermeidbar ist.
Deswegen rät sogar Salomo davon ab, die Bösen zurechtweisen zu
wollen.
Schauen wir nun mal
einen weiteren Spruch an, den ich aufzeigen will! Es steht
geschrieben in Kapitel 3, Vers 35:
Die Weisen werden
Ehre erben,
die Toren aber macht
die Schande berühmt.
Das ist auch ein
schwer zu übersehender Verlauf im Leben. Menschen, die hervorstechen
wollen, werden das auch schaffen. Die Frage lautet aber: Auf welcher
Grundlage basiert ihre Berühmtheit? Wenn man sich gerne mit
angenehmen Zeitgenossen umgeben will, muss man prüfen, wodurch diese
sich auszeichnen. Denn sonst geht man zu jemandem, der durch seine
Schande berühmt wird, und erwartet fälschlicherweise von diesem,
dass er ein verständiger, aufmerksamer und bedachter Mensch ist, bei
dem man viel geistigen Reichtum findet. Salomo klärt uns darüber
auf, dass ein törichter Mensch es nicht schaffen wird, durch
Weisheit Ehre zu bekommen, deswegen bleibt ihm nichts Anderes übrig,
als seine Schändlichkeit zur Schau zu stellen, in der Hoffnung, es
würde ihn berühmt machen. Da aber der Umgang mit Menschen, die
wirklich Weisheit haben wollen, im Normalfall ratsamer ist als der
Umgang mit törichten Menschen, deshalb hat Salomo dieses
Erkennungszeichen genannt. Und vermutlich schrieb er auch aus dem
selben Grund Folgendes in Kapitel 17, Vers 12:
Besser, es trifft
jemand eine Bärin an, die ihrer Jungen beraubt ist,
als einen Narren in
seiner Torheit!
Ich denke, auch wenn
dieser Ausspruch vielleicht ein wenig überspitzt daher kommt, dass
die Botschaft dahinter stimmig ist.
Eine weitere
interessante Lebensweisheit von Salomo lesen wir in Kapitel 13, Vers
11. Dort stehen diese Worte:
Was man mühelos
gewinnt, das zerrinnt;
was man aber mit der
Hand sammelt, das mehrt sich.
Diese Worte
enthalten auch eine wichtige Lehre. Wer etwas in die eigene Hand
nimmt, der wird selbstständig und besonnen. Wenn man aber immer nur
alles in den Schoß gelegt bekommt, so entwickelt man gar nicht erst
die Gewohnheit, aktiv zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Man
wird schlaff und antriebslos, wenn immer nur andere alles für einen
erledigen. Und irgendwann kommt man im schlimmsten Fall an den Punkt,
an dem man sich nichtmal selbst versorgen kann, weil man sich zu sehr
gehen ließ. Aber je mehr Mühe man hatte, um etwas zu gewinnen,
desto mehr nützliche Erfahrungen macht man inmitten dieser Zeit, und
desto froher fühlt man sich auch hinterher, wenn es geschafft ist.
Wer aber alles mühelos bekommt, der wird nicht fähig sein, mit
später folgenden Situationen umzugehen, in denen dann doch mal
Fehler passieren, und in denen man weit mehr tun muss, als mal kurz
aufzustehen, einen kleinen Handgriff zu tun und sich dann wieder
hinzusetzen. Auch wenn es als lästig empfunden wird, mühevoll etwas
zu erarbeiten, so lässt es sich trotzdem nicht von der Hand weisen,
dass die Fähigkeit zur Selbstversorgung davon aufrecht erhalten
wird. Denn diese geht verloren, wenn alles zu leicht ist.
Es ist so, dass,
wenn ein Mensch durch sinnlose Tätigkeiten, die ihm hinterher gar
nichts bringen und seine Zeit verschwenden, er durch diese Zustände
nur missmutig wird, und dass seine Selbstständigkeit durch
überflüssiges Beschäftigtsein nicht steigt. Stattdessen wird bei
Derartigem einfach nur das Herz bedrückt. Aber wenn der Mensch etwas
Notwendiges erledigt, was der Lebensführung und der Ordnung im
persönlichem Leben dient, so ist der Mensch gut damit beraten, sich
allezeit selbst darum zu kümmern und auch mal größere Mühen dafür
in Kauf zu nehmen. All dies geht aus der Lebensweisheit hervor, die
Salomo hier aufgeschrieben hat.
Als nächstes zeige
ich euch einen Spruch, von dem sich auf den ersten Blick nur
Landwirte angesprochen fühlen müssen, welcher aber auch eine
tiefere Botschaft beinhaltet. Wir lesen Folgendes in Kapitel 12, Vers
10:
Der Gerechte erbarmt
sich über sein Vieh,
das Herz des
Gottlosen aber ist grausam.
Obwohl es hier um
den Umgang mit den Tieren geht, die ein Bauer auf seiner Herde weiden
lässt oder in den Ställen hält, so ist auch das Thema
Barmherzigkeit in diesen Spruch eingebaut. Einen Mensch, der aus Gott
ist, erkennt man daran, dass er barmherzig zu allen ist, nicht nur zu
den denkenden Menschen, sondern sogar zu den Tieren, die in Herden
leben. Ein Mensch aber, der nicht aus Gott ist, der behandelt auch
die eigenen Tiere schlecht, so als wären sie nur irgendwelche
Gegenstände, die entweder Leistung bringen oder andernfalls
verschrottet werden. Bereits daran können wir erkennen, ob ein
Mensch durch den Glaube an Jesus gerettet werden kann oder nicht.
Denn wenn jemand gut zu den Tieren ist, welche im Vergleich zu
Menschen als gering gelten, dann ist das ein Anzeichen, dass er sehr
leicht verstehen wird, was für eine große Rolle Barmherzigkeit
spielt, wenn man ein Kind Gottes sein will. Die Lebensweisheit aus
diesem Spruch besteht aber darin, dass wir bereits daran erkennen, ob
wir einem Mensch vertrauen können oder nicht, wenn wir dessen
Verhalten gegenüber den geringen Lebewesen betrachten. Denn wenn ein
Mensch böse zu Tieren ist, weil diese ihm unterlegen sind, dann muss
man unweigerlich damit rechnen, dass er sich auf die gleiche Weise
gegenüber Menschen verhalten wird, die ihm unterlegen sind. Außerdem
deutet dieser Spruch auch an, dass kein Mensch wirklich ein
Gottesdiener sein kann, der grausames Verhalten zeigt. Falls also ein
Mensch beginnt, sich auf die Suche nach einem Mann Gottes zu machen,
so muss er auch unbedingt darauf achten, ob er jemanden findet, der
barmherzig ist, denn andernfalls fällt er auf einen Betrüger
herein, auf einen falschen Apostel, der selbst nichts von Gott weiß
und nur lügnerische Reden schwingt.
Wo wir aber gerade
dabei sind, durch welche Zeichen man echte Gottesdiener von Heuchlern
und Übeltätern unterscheiden kann, will ich diesbezüglich noch
einen weiteren Spruch von Salomo zitieren. In Kapitel 10 steht in
Vers 16:
Der Gerechte
gebraucht seinen Erwerb zum Leben,
der Gottlose sein
Einkommen zur Sünde.
Also auch an diesem
Erkennungszeichen lässt sich feststellen, ob ein Mensch wirklich von
Gott ist. Benutzt dieser Mensch sein Geld, um seinen einfachen
Lebensunterhalt zu bestreiten und wenn möglich Almosen zu geben,
während er von niemandem Gaben verlangt? Oder ist der Mensch etwa
jemand, der ständig Geld sammelt und dieses dann für weltlichen
Luxus und sündige Tätigkeiten verschleudert?
Wir werden durch den
Spruch von Salomo extra darauf hingewiesen, dass ein gottloser Mensch
unter Anderem daran erkannt wird, dass er sein Einkommen zur Sünde
benutzt.
Somit haben wir
bereits zwei Erkennungszeichen für echte Gottesdiener. Einmal ein
barmherziger Umgang mit allen Wesen, besonders den unterlegenen, und
dann noch die Benutzung des Geldes zu einem aufrichtigen
Lebensunterhalt, aber nicht zur Sünde. Falls euch diese zwei
Erkennungszeichen noch nicht genug sind, kann ich auch noch ein
drittes Erkennungszeichen aufzeigen, das Salomo geschrieben hat. Wir
lesen Folgendes in Kapitel 13, Vers 5:
Der Gerechte hasst
Verleumdungen,
aber der Gottlose
verursacht Schande und Schmach.
Menschen, die nicht
aus Gott sind, haben demnach absolut kein Problem damit, schändlich
über andere Leute zu reden und sie mit Worten zu entstellen oder
ihnen sogar böse Unterstellungen zu machen. Wenn jemand einen Mann
Gottes sucht, so tut er gut daran, darauf Acht zu geben, ob dieser
Mensch haltlose Verleumdungen ablehnt, Schmähungen tadelt und nie
selbst so redet. Denn dann ist er wirklich aus Gott. Ein Mensch aber,
der, während er im Namen Gottes oder in Jesu Namen redet, nichts
Besseres zu tun hat, als immer wieder andere Menschen persönlich
anzugreifen und schlechtzureden, der ist nicht aus Gott.
Nachdem wir nun aber
diese Dinge erfahren haben, auf die wir im Leben achten müssen, um
bei den Menschen zu erkennen, ob sie aus Gott sind, schauen wir uns
mal eine andere Lebensweisheit von Salomo an. Es steht geschrieben in
Kapitel 11, Vers 2:
Auf Übermut folgt
Schande,
bei den Demütigen
aber ist Weisheit.
Auch dieser Verlauf
lässt sich oft beobachten im Leben. Wenn jemand sehr überstürzt
handelt, oder wenn er sich so aufspielt als würde er besonders klug
oder talentiert sein, und dann werden seine Behauptungen auf die
Probe gestellt, so wird dieser Mensch nicht einhalten können, womit
er zuvor geprotzt hat, und alle werden ihn auslachen. Wer aber klug
sein will, der übt sich in Demut. Er behauptet keine großen Dinge
von sich selbst und geht alles vorsichtig an, um nicht in peinliche
Situationen zu geraten.
Natürlich werden
leider Menschen, die sich in großer Demut üben, heutzutage dumm
angemacht, weil ihnen gesagt wird, sie sollen mehr Selbstvertrauen
haben, aber wenn sie sich dann immernoch zurückhalten, ersparen sie
sich so manche Situationen, in denen sie sich selbst zum Schauspiel
machen würden, während andere sich daran belustigen. Am wichtigsten
ist es aber immer, eine Sache gar nicht erst zu beginnen, bei der
bereits vor dem Anfangen schon klar ist, dass man sie nicht vollenden
kann. Denn jede große Errungenschaft benötigt auch eine große
Vorbereitung. Wer aber übermütig ist, der nimmt sich keine Zeit, um
vor seinem Tun nachzudenken, und deshalb gelingen ihm große Dinge
oftmals nicht.
Kommen wir nun mal
zu einer anderen Wahrheit, die Salomo aufgeschrieben hat, und bei der
sich viele Menschen schwertun werden, es einzugestehen, dass diese
Worte tatsächlich stimmen. In Kapitel 19 steht in Vers 3
geschrieben:
Die Torheit des
Menschen verdirbt seinen Weg,
und dann zürnt sein
Herz gegen den HERRN.
Wie wahr diese Worte
doch sind! Der Mensch tut das Gegenteil von dem, was Gott geboten
hat, und es geht in die Hose, und dann stellt sich der Mensch hin und
verurteilt Gott, weil Gott ihm nicht geholfen hat. Aber warum sollte
der Mensch von Gott Unterstützung beim Sündigen bekommen? Das wäre
doch Irrsinn! Wenn ein Mensch etwas tut, ohne die Gebote Gottes zu
berücksichtigen, dann kann er Gott nicht die Schuld dafür geben,
wenn daraus Unheil entsteht. Das ist, wie wenn man mit dem Auto in
den Urlaub fahren will, während der Benzintank fast leer ist, und
der Vater sagt: „Achte darauf, immer genug Benzin dabei zu haben!“
aber man selbst
fährt einfach los, und schließlich ist der Tank leer und das Auto
bleibt auf halbem Weg stehen. Sollte man dann dem Vater die Schuld
dafür geben? Man ist doch selbst schuld an diesem Unheil. Deswegen
sollte man zuerst mal bei sich selber schauen, ob man irgendwas
falsch machte, und erst danach kann man sich darauf konzentrieren,
welche Rolle jemand anders dabei spielte. Da die Menschen aber
keineswegs dazu neigen, dies zu tun, ist natürlich der Spruch umso
wahrhaftiger, den Salomo hier geschrieben hat.
In dem selben
Kapitel steht bereits im darauf folgenden Vers eine weitere
Lebensweisheit, die gleichzeitig eine Warnung beinhaltet. Wir lesen
in Vers 4:
Reichtum macht viele
Freunde,
der Arme aber wird
von seinem Freund verlassen.
Was Salomo leider
nicht erwähnt, ist, dass es falsche Freunde sind, die der Reiche
bekommt. Wenn ein Mensch reich wird, dann denken die Bekannten, die
ein treuloses und selbstsüchtiges Herz haben: „Oh! Bei dem gibt’s
was zu holen! Bei dem schleime ich mich ein, sodass er mir schöne
Geschenke macht!“
Und dann tun sie so,
als würden sie den Mensch toll finden, obwohl sie es nicht auf den
Mensch abgesehen haben, sondern auf dessen Reichtum. Sie wollen nur
so viel wie möglich abgreifen, um all ihre Lüste zu stillen. Und
wenn der Reiche eines Tages seinen Reichtum verliert, dann gibt es
bei ihm nichts mehr zu erbeuten, also wird er plötzlich
uninteressant und die falschen Freunde verlassen ihn, um sich bei
einem anderen Reichen einzuschleimen, sofern sie einen finden. Das
ist das dreiste und schäbige Verhalten, das man zwangsläufig von
einer Vielzahl Menschen erwarten muss, wenn man reich werden sollte.
Nicht nur die wirklich Armen kommen dann zu dir, sondern auch die
Faulen und die Gierigen, die sich eigentlich um sich selber kümmern
können und versorgt sind, aber die in Überfluss schwelgen wollen.
Es ist besser, so etwas vorher zu wissen und nicht erst hinterher,
nachdem man von den Menschen ausgenutzt und verlassen worden ist.
Deswegen ist es auch angemessen, diesen Spruch von Salomo im heutigen
Video aufzuzeigen. Ein armer Mann lockt keine falschen Freunde an.
Denn niemand geht mit der Absicht, jemanden auszubeuten, zu einem
Mensch, bei dem keine Beute vorhanden ist. Die Menschen, die
selbstsüchtig und dabei gierig und skrupellos sind, gehen nur zu dem
hin, der die von ihnen begehrte Art von Reichtum besitzt, um sich
selbst daran zu bereichern, und wenn der Mensch diesen Reichtum
verliert, dann verschwinden sie. Wenn aber jemand dem Armen, der
vorher reich war, trotz der Armut immernoch beistehen will, dann ist
dieser ein echter Freund, und solche sind selten. Wer aber an Jesus
glaubt, der lebt nach dem Motto, das lautet: „Geben ist seliger als
Nehmen.“
Deswegen nähert er
sich Menschen nicht an, um etwas von ihnen zu erhalten, sondern um
auszuteilen, was sie dringend brauchen, und ihnen ein Beistand zu
sein. Man ist nicht jemand, der Menschen im Leben haben will, auf die
man sich verlassen kann, sondern man ist jemand, auf den selbst
Verlass ist. Und die eigene Zuflucht ist Gott. Denn Jesus selbst hat
sich auch nie von irgendeinem Mensch abhängig gemacht, sondern er
tat Gutes für die Menschen, wo er nur konnte, in der Hoffnung, dass
die Menschen sich dadurch zur Buße animiert fühlen würden, denn
dies hätte der Rettung ihrer eigenen Seele gedient.
In der großen Masse
der Menschheit ist es aber leider so, dass sie möglichst viel nehmen
wollen, und dabei am liebsten gar nichts geben. Nichteinmal den
offensichtlich Notleidenden wollen sie Hilfe spenden, deshalb schrieb
auch Salomo laut Vers 6 und 7:
Viele schmeicheln
dem Vornehmen,
und jeder will ein
Freund dessen sein, der Geschenke gibt.
Den Armen hassen
alle seine Brüder,
erst recht ziehen
sich seine Freunde von ihm zurück;
jagt er ihren Worten
nach, so sind sie nichts!
Das ist der traurige
Zustand, an den man sich in dieser Welt gewöhnen muss, denn die Welt
ist im Bösen und viele Menschen stören sich nicht weiter daran,
selbst ein Teil davon zu sein. Wer aber Jesus nachfolgen will, der
ist wie einer, der sich gegen sowas entscheidet und daraus ausbrechen
will. Also ein Mann oder eine Frau, der oder die aus der Selbstsucht
ausbricht und künftig Barmherzigkeit üben will, sowohl an den
Dankbaren als auch an den Undankbaren, die wirklich Hilfe nötig
hatten. Denn Undankbare gibt es reichlich, aber Jesus zuliebe stört
man sich nicht allzu sehr daran.
Lasst uns nun mal
einen bemerkenswerten Spruch aus Kapitel 14 anschauen! In Vers 13
lesen wir:
Auch beim Lachen
kann das Herz Kummer empfinden,
und die Freude endet
in Traurigkeit.
Diese Lebensweisheit
ist bemerkenswert. Es kann wahrhaftig vorkommen, und es ist schon bei
mancherlei Menschen vorgekommen, dass sie mit Kummer im Herzen
gelacht haben. Einige taten dies, weil es in unserer Gesellschaft
grundlegend erwartet wird, dass man immer lächeln soll, und dass man
gut drauf sein soll, denn sonst wird man komisch angeschaut und
vielleicht sogar bedrängt. Daher muss man als angepasster Mensch
immer möglichst fröhliches und zustimmendes Verhalten zeigen, um in
der Gruppe nicht unangenehm aufzufallen. Wenn nun ein Mensch dies tut
und dabei gleichzeitig Abscheu gegenüber sich selbst empfindet, oder
wenn er mit anderen lacht, obwohl es eine Sache gibt, die ihn im
selben Augenblick zutiefst traurig macht, aber er kann mit niemandem
darüber reden, dann lacht solch ein Mensch mit Kummer im Herzen.
Andere sind in sehr erdrückenden Lebenslagen, in denen sie großen
Mangel leiden, entweder weil sie hungern oder obdachlos sind, oder
vielleicht auch weil sie einen sozialen Mangel haben, weil eine
geliebte Person nicht mehr da ist, oder weil sie sich von allen
verstoßen fühlen. Nun kommen einige Leute auf den Gedanke, dass sie
trotz dieser erdrückenden Lebenslage versuchen sollten, zu lachen
und die Dinge mit Humor zu betrachten, weil das gesund sei. Aber
eigentlich ist es nicht gesund, sondern es trägt nur dazu bei, dass
der Mensch ein Heuchler wird. Und wenn ein Mensch meint, er müsse
auf Krampf lachen, um lockerer durch sein eigenes Leben gehen zu
können, so lacht auch dieser Mensch mit Kummer im Herzen.
Wenn wir, die wir
uns von der Weisheit Salomos belehren lassen wollen, den gerade
gelesenen Spruch ernstnehmen, dann lernen wir daraus, dass ein Lachen
kein Anzeichen dafür ist, dass es einem Mensch gut geht. Denn das
glauben einige Leute. Sie meinen, so lange ein Mensch lacht, würde
es ihm gut gehen und in seinem Leben alles in Ordnung sein. Salomo
lehrt aber etwas Anderes, und er spricht zweifellos die Wahrheit,
wenn er sagt, dass ein Mensch auch beim Lachen Kummer empfinden kann.
Und ein Zustand, über den man sich ehrlich freut in dieser Welt, ist
leider niemals für die Ewigkeit bestimmt. Alles ist vergänglich auf
Erden. Deswegen sagt Salomo auch die Wahrheit, wenn er schreibt, dass
Freude in Traurigkeit endet. Denn je größer die Freude über etwas
ist, was man hat, desto heftiger ist hinterher auch der Schmerz, den
man in seinem Herzen hat, wenn man es verliert. Wenn du etwas
verlierst, was dir nicht wichtig ist, dann juckt es dich gar nicht
weiter. Aber etwas zu verlieren, was man tief ins Herz geschlossen
hatte und woran man große Freude hatte – das reißt ein schlimmes
Loch in das eigene Herz und verursacht desto größere Traurigkeit,
die man dann versuchen muss zu verkraften. Und das ist leider auch
normal im Leben. Jeder Mensch wird dies erleben, dass er an etwas
große Freude hat und es liebgewinnt, aber dann verliert er es, und
seine Traurigkeit ist ebenso intensiv, wie es vorher die Freude war.
Wichtig ist dann aber, nicht so dumm zu sein, dass man versucht den
Schmerz zu betäuben durch Rauschmittel oder ausschweifendes Leben.
Davon geht der Schmerz nicht weg, aber man holt sich weitere Probleme
in sein Leben. Habt lieber ein paar Tage der aufrichtigen Trauer,
ohne euch dabei zu betrinken oder sonstiges, und versucht danach,
euer Herz der Zukunft zuzuwenden. Denn auch wenn man etwas verloren
hat, so ändert es nichts daran, dass noch Weiteres im Leben auf
einen zu kommen wird, und einiges davon wird sehr unangenehm sein,
ein bisschen was aber angenehm, und letztlich sollte man auf unsere
korrupte Welt sowieso keine ernst-hafte Hoffnung setzen. Jesus hat
angedeutet, dass wir diese Welt nicht lieben dürfen. Und das ist
auch klar, denn in einer Welt, wo man auf kurz oder lang alles
verlieren wird, was man liebt, kann man sowieso nicht dauerhaft
glücklich werden. Setzt lieber eure Hoffnung auf die neue Welt, die
Gott für alle Überwinder erschaffen wird, denn dort wird es keinen
Tod mehr geben, und kein einziger wird dort sein, der stiehlt oder
lügt oder Verderben anrichtet. Einen solchen Zustand kann nur Gott
allein herbeiführen, sonst keiner, deswegen sollten wir auf Gott
vertrauen und Gottes Wille tun. Der Wille Gottes ist aber, dass wir
Jesus nachfolgen.
Aber man darf sich
nicht der Trunkenheit ergeben und auch keinem sonstigen Rausch, denn
Salomo hat auch einen anderen Weisheitsspruch aufgeschrieben, nämlich
in Kapitel 20, Vers 1, wo Folgendes steht:
Der Wein macht zum
Spötter, das starke Getränk macht wild,
und keiner, der sich
damit berauscht, wird weise.
Jeder, der
betrunkene Menschen beobachtet hat oder vielleicht sogar selbst in
derartige Machenschaften verstrickt war, der weiß, dass dies stimmt.
Man findet keine echte Weisheit bei Menschen, die sich mit starkem
Getränk berauscht haben. Wer aber Weisheit annimmt, der kann sich
selbst vor mancherlei Schaden bewahren. Und das ist auch ratsam, denn
das Leben setzt uns allen unzählige Situationen vor, in denen wir
Unrecht erleiden oder in die Sünde fallen werden, wenn wir nicht an
die Weisheit gedenken. Vielleicht hat deswegen Salomo den folgenden
Spruch geschrieben laut Kapitel 12, Vers 15:
Der Weg des Narren
ist richtig in seinen Augen,
aber ein Weiser hört
auf guten Rat.
Die Menschen, die
unsinnige und sogar zerstörerische Dinge tun, sind selbst
verwunderlicherweise der Meinung, es sei schon in Ordnung, was sie da
machen. Aber jeder, der nicht die Dummheit zu seinem Lebensfundament
gemacht hat und sich auch nicht daran belustigt, sondern stattdessen
vernünftig sein will, der verachtet guten Rat nicht. Sowas lässt
sich im Leben immer wieder beobachten, dass es Menschen gibt, die
unfassbar sinnfreie Pläne verfolgen, und dabei trotzdem selbst der
Meinung sind, es sei gut so. Und auch dann, wenn alles zu Bruch
gegangen ist und sie Elend davon tragen, dann stellen sie sich sogar
in dieser Lage immernoch hin und meinen, es wäre so am besten
gewesen. Aus irgendeinem Grund scheinen sie Weisheit zutiefst zu
verabscheuen, man selbst aber sollte Weisheit immer zu schätzen
wissen, auch dann, wenn es einem schwer fällt, sie zu erlangen. Es
ist ja auch nicht so, dass es irgendjemanden gäbe, der absolut alles
weiß und jede Sache makellos erklären könnte. Wenn einer
vortäuscht, vollkommene Weisheit zu haben und fehlerfrei zu sein,
dann gibt es auch dafür einen Spruch von Salomo. Diesen lesen wir in
Kapitel 26, Vers 12 und er lautet folgendermaßen:
Siehst du einen
Mann, der sich selbst für weise hält,
so kannst du für
einen Toren mehr Hoffnung haben als für ihn!
Auch diese Worte
sind realistisch. Denn Hochmut äußert sich auch dadurch, dass man
sich selbst Weisheit anpreist, die angeblich nur dank der eigenen
hohen Intelligenz möglich ist. Das nimmt nie ein gutes Ende, wenn
ein Mensch auf seine eigene Weisheit sämtliches Vertrauen setzt,
denn ein Mensch kann nur dann große Weisheit reden, wenn Gott ihm
die dazu nötige Gabe schenkt. So ist es also nicht die Weisheit des
Menschen, die geredet wird, sondern Weisheit Gottes, die der Mensch
lediglich überliefert.
Und ganz allgemein
ermahnt uns dieser Spruch von Salomo auch dazu, wenn wir in unserem
Leben auf Menschen treffen, die sich selbst für ihre eigene Weisheit
loben, dass wir dann vorsichtig sein müssen im Umgang mit solchen
Leuten, weil sie durch ihre Arroganz umso mehr dazu neigen werden,
Dummheiten zu reden.
Ein weiterer Spruch,
der uns bezüglich unserem Umgang mit anderen Menschen etwas
Wichtiges aufzeigt, steht in Kapitel 13, Vers 12. Dort lesen wir:
Hingehaltene
Hoffnung macht das Herz krank;
ein erfüllter
Wunsch aber ist ein Baum des Lebens.
Vielleicht kennt ihr
das ja sogar von euch selbst, dass euch schonmal jemand ein
Versprechen gegeben hat, aber hat es nicht gehalten, und als ihr ihn
fragtet, meinte er, er würde es später erfüllen und dann erfüllte
er es immernoch nicht, und dann sagte er nochmal, dass er es später
einhält, und so ging das immer weiter. Wer sowas schonmal erlebt
hat, der weiß, wie wahrhaftig die Worte von Salomo sind.
Hingehaltene Hoffnung macht das Herz krank. Das stimmt wirklich.
Deswegen sollten wir selbst darauf bedacht sein, nur Versprechen zu
geben, die wir auch erfüllen können und wollen. Denn ein erfülltes
Versprechen tröstet das Herz unserer Mitmenschen und spendet Freude.
Und ebenso freuen wir selbst uns doch auch, wenn jemand ein
Versprechen gibt, das er dann genau so auch umsetzt. Ebenso, wie wir
uns das von anderen wünschen würden, sollten wir selbst es für
andere tun, um niemandem Herzleid zu bereiten. Denn wenn man Menschen
Herzleid bereitet, dann fühlt man sich deswegen ja selber auch
schlecht, sofern man die betreffende Person mag. Und selbst wenn
nicht, so ist es trotzdem gut und richtig, dass wir uns mit denen
versöhnen, die wir enttäuscht haben, aber Salomo schrieb Folgendes
laut Kapitel 18, Vers 19:
Ein Bruder, an dem
man treulos gehandelt hat, ist schwerer zu gewinnen als eine
befestigte Stadt,
und Zerwürfnisse
sind wie der Riegel einer Burg.
Es bleibt also nicht
ohne Konsequenzen, wenn man treulos gegenüber jemanden gehandelt
hat. Deswegen sollte man versuchen, es nicht so weit kommen zu
lassen, und dabei können wir ja die Hinweise aus den Sprüchen
Salomos beachten. Wir lesen auch folgende Lebensweisheit in Kapitel
14, Vers 30:
Ein gelassenes Herz
ist das Leben des Leibes,
aber Eifersucht ist
Fraß in den Gebeinen.
Wenn man sich also
von Eifersucht beherrschen lässt, so wird man hauptsächlich selbst
davon zermürbt, und je nach dem, wie stark man davon beeinflusst
ist, wird man auch dazu neigen, dem Mensch etwas Schlimmes anzutun,
auf den man eifersüchtig ist. Es gibt aber nur zwei Möglichkeiten
in einer Situation, in der man eifersüchtig wird. Entweder die
Eifersucht ist begründet, oder sie ist unbegründet. Wenn die
Eifersucht unbegründet ist, dann ist es umso wichtiger, dass man
tut, was Salomo erwähnt. Nämlich ein gelassenes Herz haben. Ruhig
bleiben, die Dinge nicht überinterpretieren, und nicht hitzköpfig
werden. Denn wenn man eifersüchtig auf eine Person ist, von der man
wirklich geliebt wird, dann kann durch die Eifersucht die Liebe
kaputt gehen, die eigentlich echt war.
Sollte aber die
Eifersucht begründet sein, weil es tatsächlich jemanden gibt, der
die geliebte Person an sich reißt, dann muss man hierbei bedenken,
dass zu so einer Sache immer zwei Menschen dazugehören. Wenn die
Person, von der du glaubst, sie würde dich lieben, sich absichtlich
von dir wegreißen lässt und sich an einen anderen hängt, dann
beweist sie dir durch ihr Verhalten, dass sie dich gar nicht liebt,
sondern dass du nur als eine Art Lückenfüller gedient hast. Das ist
sehr bitter, so etwas zu entdecken. Und doch sollte man sich deshalb
dazu motiviert fühlen, diese Person loszulassen und keine Hoffnung
mehr in sie zu setzen, denn sie hat bewiesen, dass sie keine echte
Liebe hat. Von solchen Menschen wegzugehen, ist eine bessere
Entscheidung als eifersüchtig zu sein und den Menschen zu schaden,
durch die man eifersüchtig gemacht wurde. Es ist aber anders, wenn
Menschen bereits verheiratet sind. In so einem Fall sollte man auf
sanftmütige Weise versuchen, die Ehe zu retten, denn Jesus hat
gesagt, dass jeder ein Ehebrecher vor Gott ist, der sich aus einem
anderen Grund als Unzucht scheiden lässt. Also: Wenn ein Mann
erfährt, dass die Ehefrau mit wem anders im Bett war, oder wenn eine
Frau erfährt, dass ihr Ehemann mit wem anders im Bett war, dann ist
eine Scheidung okay und vermutlich sogar ratsam. Aber wenn man nur
mal einen Streit hatte und beleidigende Worte gefallen sind, dann
wäre das längst kein ausreichender Grund, um sich scheiden zu
lassen. Und der fürchterlichste Grund, warum eine Ehepaar sich
scheiden lassen könnte, wäre der, dass sie keine Lust mehr an
einander haben. Das wäre der übelste aller Gründe.
Allerdings sollte
man sich natürlich umso glücklicher schätzen, wenn man eine gute
Frau geheiratet hat, deren verhalten angenehm ist. Denn auch wenn man
eine Frau hat, die nervtötend ist, so sollte man sie trotzdem
behalten, denn die Ehe ist ein Bund für's Leben. Salomo weiß aber,
was für eine Last es ist, eine nervtötende Frau zu haben, deswegen
schrieb er folgenden Spruch laut Kapitel 21 in Vers 9;
Es ist besser, in
einem Winkel auf dem Dach zu wohnen,
als gemeinsam mit
einer zänkischen Frau in einem Haus.
Ich denke, da wird
wohl kein Mann widersprechen. Denn wem würde es gefallen, den ganzen
Tag eine zänkische Frau ertragen zu müssen?
Es gibt aber auch
noch einen anderen Spruch, den ich euch heute zeigen möchte, eine
Lebensweisheit, die auf der Beobachtung basiert, wie unbeständig und
unersättlich viele Menschen sind, weil sie ständig irgendwas Neues
brauchen und nie irgendwas zu schätzen wissen, während sie sich die
ganze Zeit von Augenlust lenken lassen. Es steht geschrieben in
Kapitel 27, Vers 20:
Totenreich und
Abgrund sind unersättlich;
ebenso unersättlich
sind auch die Augen der Menschen.
Aus diesem Spruch
kann man für sein eigenes Leben lernen, dass es sich nicht lohnt,
die Augenlust der Menschen stillen zu wollen, denn sie ist
unersättlich. Das ist wahr, deswegen ist es ein vergebliches
Vorhaben, die Menschen basierend auf ihrer Augenlust zufriedenstellen
zu wollen.
Was die Menschen
begreifen müssen, ist, dass Fleischeslust niemals ein Gefühl des
Erfülltseins verleihen wird. Wer sich an Fleischeslust erbauen will,
wird hinterher immernoch von einer Leere geplagt sein, von einem
beständigen Gefühl des Unerfülltseins.
Ein weiterer
bemerkenswerter Spruch, der sich im Leben als wahrhaftig erweisen
wird, steht in Kapitel 14, Vers 23. Wir lesen Folgendes:
Wo man sich alle
Mühe gibt, da ist Überfluss,
aber wo man nur
Worte macht, da herrscht Mangel.
Viele sehen bestimmt
ein, dass es sich genau so verhält im Leben. Wenn immer nur davon
geredet wird, was getan werden sollte, aber keiner wird aktiv, dann
bleibt der Mangel bestehen und seine Auswirkungen werden schlimmer.
Wohlklingende Worte darüber, was getan werden muss, sind vollkommen
wertlos, so lange sie nicht in die Tat umgesetzt werden. Wenn man
aber von einem guten Vorhaben redet, das man dann auch
durchkalkuliert, und es in die Tat umsetzt, so kann dadurch der volle
Wohlstand kommen, von dem man zu Beginn nur geredet hat.
Wenn wir aber
feststellen, dass wir unser Vertrauen auf Menschen gesetzt haben, die
nur reden, aber nie etwas umsetzen, dann haben wir unser Vertrauen
offenbar falsch investiert. Natürlich könnte jetzt aber ein Mensch
Einspruch erheben und sagen: „Ja warte mal! In der Bibel gibt es ja
auch einige gute Versprechungen, zum Beispiel dass Jesus bald vom
Himmel her zu uns zurückkommt und alles Böse beseitigen wird, aber
davon sehen wir bisher gar nichts! Also warum soll man auf Gott oder
Jesus vertrauen, wenn schon seit Jahrhunderten nichts passiert? Das
sind ja ebenfalls Worte, auf die keine Taten folgen!“
Meine Antwort darauf
lautet: Ich gönne es meinem Vater im Himmel, dass er alles in seinem
eigenen Tempo tut und nicht im Tempo der Menschen. Gott hat damals
versprochen, dass er Isra-el aus der Sklaverei in Ägypten befreien
wird, um sie in ein wunderbares Land zu führen, und genau so ist es
auch gekommen. Und Gott hat davon geredet, dass er einen Messias
senden wird, der die Menschheit von der Sünde erlösen soll, und
dieser wird wie ein ganz normaler Mensch mitten unter uns leben. Und
auch das ist gemäß unserer Zeitrechnung vor ca. 2000 Jahren in
Erfüllung gegangen, nämlich als Jesus geboren wurde. Daran sehen
wir doch, dass Gott seine Versprechen einhält, auch wenn er sich
lange Zeit lässt. Mir genügt das.
Jedenfalls gibt es
auch einen klugen Spruch von Salomo, der mit Erziehung zu tun hat,
und diesen lesen wir in Kapitel 22, Vers 6. Es steht geschrieben:
Gewöhne den Knaben
an den Weg, den er gehen soll,
so wird er nicht
davon weichen, wenn er alt wird!
Das ist auch eine
wichtige Lebensweisheit. Alles, was wir im Leben als richtig und
gleichzeitig nützlich erkannt haben, das sollten wir unseren Kindern
vorleben und es ihnen erklären. Das dürfen wir nicht verpassen.
Wenn sie das von den jüngsten Jahren an vor Augen haben, so werden
sie auch selbst einen guten Weg gehen, wenn sie älter sind. Wenn wir
aber ein schlechtes Vorbild geben oder zu faul sind, unseren Kindern
alles zu erzählen, was wir aus dem Leben als richtig und
gleichzeitig nützlich erkannt haben, dann werden die Kinder nicht
wissen, welchen Weg sie gehen sollen, sie werden gewissermaßen
allein sein, sich selbst überlassen und ohne Anleitung, obwohl doch
die meisten Menschen dankbar sind, wenn sie eine gute Anleitung
bekommen, weil ihr Herz durch ein gutes Vorbild gestärkt wird und
sie auch selbst daraus Mut schöpfen können. Deswegen legt Salomo
uns ans Herz, wie wichtig es ist, dass wir unsere Kinder vom jungen
Alter an daran gewöhnen sollen, einen Weg einzuschlagen, der richtig
ist, und Dinge zu tun, die gut sind, und das Böse zu verabscheuen.
Es geht übrigens
auch aus den Sprüchen von Salomo das Versprechen hervor, dass es
nicht vergebens ist, den Armen Almosen zu schenken, selbst wenn man
davon auf der Erde keinen Lohn zu erwarten hat. Wir lesen in Kapitel
19 in Vers 17:
Wer sich über den
Armen erbarmt, der leiht dem HERRN,
und Er wird ihm
seine Wohltat vergelten.
Es ist also, als
würde man Gott Geld ausleihen, wenn man Arme beschenkt. So
beschreibt es Salomo, und so hat man die Hoffnung, dass Gott es
zurückerstatten wird. Natürlich gibt es aber auch Menschen, denen
es egal ist, ob sie überhaupt etwas zurückerhalten, weil ihnen die
Hilfeleistung an sich schon eine Freude ist. Denn die Gewissheit,
fähig gewesen zu sein, das Leiden eines Armen ein wenig zu lindern,
wird an sich bereits eine Belohnung sein für Menschen, die ein
reines Herz haben.
Aus den Weisheiten
von Salomo geht aber auch hervor, dass unsere gesprochenen Worte ein
viel größeres Gewicht haben, als es uns bewusst ist. Und ich möchte
euch nun eine kleine Sammlung an Zitaten vorlesen, die damit zu tun
haben. Macht euch am besten Mal eure eigenen Gedanken über das, was
jetzt gleich zu hören ist, denn Worte haben viel mehr Wirkung, als
wir es bemerken, und man kann sich einiges aus dem entnehmen, was ich
jetzt gleich vorlese. Ich werde aber nach dem Vorlesen auch selbst
ein paar kurze Gedanken dazu äußern. Folgendes steht über die
Kraft der Worte unter Anderem geschrieben in den Sprüchen von
Salomo:
(Spr 18,21; Spr
21,23; Spr 17,7; Spr 14,33; Spr 10,19; Spr 12,18; Spr 26,18-21; Spr
15,1-2; Spr 14,7-8; Spr 12,23; Spr 18,13; Spr 15,28; Spr 4,23-24; Spr
17,20; Spr 15,4; Spr 17,27-28; Spr 20,15)
Tod und Leben steht
in der Gewalt der Zunge,
und wer sie liebt,
der wird ihre Frucht essen.
Wer seinen Mund und
seine Zunge behütet,
der behütet seine
Seele vor mancher Not.
Zu einem Narren
passt keine vortreffliche Rede,
so wenig wie zu
einem edlen Menschen Lügenreden.
Die Weisheit wohnt
ruhig im Herzen des Verständigen,
aber was im Inneren
des Toren ist, das wird offenbar.
Wo viele Worte sind,
da geht es ohne Sünde nicht ab;
wer aber seine
Lippen im Zaum hält, der ist klug.
Wer unbedacht
schwatzt, der verletzt wie ein durchbohrendes Schwert;
die Zunge der Weisen
aber ist heilsam.
Wie ein
Wahnsinniger,
der feurige und
todbringende Pfeile abschießt,
so ist ein Mensch,
der seinen Nächsten betrügt
und dann spricht:
»Ich habe nur gescherzt!«
Wo kein Holz mehr
ist, erlischt das Feuer,
und wenn der
Verleumder fort ist, hört der Streit auf.
Zur Glut braucht es
Kohlen und zum Feuer Holz,
und um Streit
anzufangen, einen zänkischen Mann.
Eine sanfte Antwort
wendet den Grimm ab,
ein verletzendes
Wort aber reizt zum Zorn.
Die Zunge der Weisen
gibt gute Lehre,
aber der Mund der
Toren schwatzt viel dummes Zeug.
Geh weg von dem
dummen Menschen!
Du hörst doch
nichts Gescheites von ihm.
Die Weisheit lässt
den Klugen erkennen, welchen Weg er gehen soll,
aber die Torheit der
Narren betrügt sie selbst.
Ein kluger Mensch
verbirgt sein Wissen,
aber das Herz der
Narren schreit die Torheit heraus.
Wer antwortet, bevor
er gehört hat,
dem ist es Torheit
und Schande.
Das Herz des
Gerechten überlegt, was es antworten soll,
aber der Mund des
Gottlosen sprudelt Bosheiten hervor.
Mehr als alles
andere behüte dein Herz;
denn von ihm geht
das Leben aus.
Tue hinweg von dir
die Falschheit des Mundes,
und verdrehte Reden
seien fern von dir!
Wer ein verkehrtes
Herz hat, findet nichts Gutes,
und wer eine
arglistige Zunge hat, fällt ins Unglück.
Eine heilsame Zunge
ist ein Baum des Lebens,
ist aber
Verkehrtheit an ihr, verwundet sie den Geist.
Wer seine Worte
zurückhält, der besitzt Erkenntnis,
und wer kühlen
Geistes ist, der ist ein weiser Mann.
Selbst ein Narr wird
für weise gehalten, wenn er schweigt,
für verständig,
wenn er seine Lippen verschließt.
Gold und Perlen gibt
es in Menge,
aber ein kostbarer
Schmuck sind verständige Lippen.
Das wäre soweit
alles, was ich heute zu dem Thema Wortgewalt aufzeigen will. Man
erkennt daran, dass Worte immer eine Wirkung haben werden, weswegen
es manchmal klüger ist, zu schweigen als zu reden. Für den Geist
des Menschen ist es eine Last, sich dummes Geschwätz anhören zu
müssen, und man handelt nicht klug, wenn man in der Nähe von
Schwätzern bleibt. Zuallererst muss man aber immer auf seinen
eigenen Mund achten, dass man sich nicht etwa dazu verleiten lässt,
Worte zu reden, die schädigend oder völlig belanglos sind.
Schweigen ist in vielen Situationen eine deutlich anspruchsvollere
Kunst, als es das Aussprechen aller spontanen Gedanken wäre.
Nun gibt es nur noch
zwei Sprüche, die ich heute aufzeigen will. Den ersten lesen wir in
Kapitel 26, Vers 27. Folgendes steht geschrieben:
Wer anderen eine
Grube gräbt, fällt selbst hinein;
und wer einen Stein
auf andere wälzt, zu dem kehrt er zurück.
Ich weiß zwar
nicht, ob ihr das selbst auch schonmal erlebt habt, aber wenn ein
Bösewicht einen Unschuldigen eine Falle stellt, dann kann es
durchaus passieren, dass der Unschuldige dabei völlig unbeschadet
bleibt und der Bösewicht an seiner eigenen Falle zu leiden hat.
Deswegen lohnt es sich vom Prinzip her auch gar nicht, irgendwen in
eine Falle locken zu wollen. Solche Aktionen können ziemlich in die
Hose gehen.
Und zum Schluss
lesen wir noch das Zitat aus Kapitel 27, Vers 1, wo es heißt:
Rühme dich nicht
des morgigen Tages,
denn du weißt
nicht, was ein einziger Tag bringen kann!
Darüber können
bestimmt auch einige ihre ganz persönlichen Geschichten erzählen,
dass sie einen kommenden Tag schon gewissenhaft organisiert hatten,
und dann ist trotzdem alles ganz anders gelaufen als gedacht und die
Dinge sind unerwartet ins Chaos geraten. Deswegen sollte man einen
Tag erst loben, wenn er vorbei ist. Zumindest wäre das vernünftig.
Nach all diesen
Lebensweisheiten, die wir heute begutachtet haben, ist nun das
heutige Video bei seinem Ende angelangt. Ich hoffe, es war der eine
oder andere Spruch dabei, mit dem ihr etwas anfangen könnt und der
euch mit Weisheit für euren eigenen Verstand beschenkt hat.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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