Text zu "Der Tod und das Totenreich in der Bibel"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=vcDdBpxP3nA

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Im heutigen Video werden wir uns jede Menge Bibelstellen anschauen, in denen der Tod oder das Totenreich in einer aufschlussreichen Weise erwähnt wird, um dieses Thema ein bisschen besser zu verstehen. Die auffälligste Stelle, über die man sich im Klaren sein sollte, gibt es in der Offenbarung. Dort steht Folgendes geschrieben in Kapitel 6, Vers 7 und 8:

Und als es das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten lebendigen Wesens sagen: Komm und sieh!
Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf saß, dessen Name ist: »der Tod«; und das Totenreich folgt ihm nach. Und ihnen wurde Vollmacht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit Pest und durch die wilden Tiere der Erde.

Der Tod ist also eine aktive Kraft, gewissermaßen wahrscheinlich sogar ein Geist, der Vollmacht hat auf der Erde, und das Totenreich folgt ihm nach. Er ist sozusagen der König des Totenreiches, und ist im Interesse seines eigenen Reiches wirksam. Das an sich ist schonmal sehr bemerkenswert, aber es gibt natürlich noch mehr aus der Bibel zu lernen.

Wenn ihr schon selbst das Buch Hiob gelesen habt, oder wenn ihr das Video dazu auf diesen Kanal gesehen habt, dann wisst ihr, dass Hiob sehr erschreckendes Leid zu tragen hatte, und dass er dadurch des Lebens überdrüssig wurde, aufgrund seines Leidens. Und in seiner Wehmut sagte er zum Beispiel auch folgende Worte in Kapitel 10, Vers 20 bis 22:

Ist meine Lebenszeit nicht kurz genug? Er höre doch auf, lasse ab von mir, dass ich mich ein wenig erhole,
ehe ich dahinfahre auf Nimmerwiederkehren in das Land der Düsternis und des Todesschattens,
in das Land, das schwarz ist wie die Finsternis, das Land des Todesschattens, wo keine Ordnung herrscht, wo das Licht wie tiefe Finsternis ist!

Diese Worte redet Hiob über das Totenreich. Demnach ist das Totenreich ein Ort ganz ohne Licht. Und ein Ort ohne Ordnung. Dort herrscht überall Chaos und Elend, und es gibt dort nichts Gutes, und es ist alles finster dort.

Als nächstes werden wir uns den Psalm 49 ganz durchlesen, weil auch dieser vom Thema Tod und Totenreich handelt. Es steht geschrieben:

Dem Vorsänger, Von den Söhnen Korahs, Ein Psalm.

Hört dies, ihr Völker alle,
horcht doch auf, alle Bewohner der Welt,
ihr Menschenkinder und Herrensöhne,
alle miteinander, reich und arm!
Mein Mund soll Weisheit reden
und das Denken meines Herzens verständig sein.
Ich will mein Ohr zu einer Gleichnisrede neigen,
und beim Lautenspiel mein Rätsel eröffnen.
Warum sollte ich mich fürchten zur bösen Zeit,
wenn mich die Missetat meiner Verfolger umringt?
Sie verlassen sich auf ihr Vermögen
und prahlen mit ihrem großen Reichtum.
Und doch vermag kein Bruder den anderen zu erlösen;
er kann Gott das Lösegeld nicht geben,
zu teuer ist die Erlösung ihrer Seelen,
er muss davon abstehen auf ewig,
damit er für immer leben könnte,
die Grube nicht sähe.
Denn er sieht ja, dass die Weisen sterben;
der Tor und der Narr kommen miteinander um
und müssen ihr Vermögen anderen überlassen.
Ihr Trachten ist, dass ihre Häuser ewig bestehen sollen,
ihre Wohnungen auf alle Geschlechter hin;
sie nennen Ländereien nach ihrem Namen.
Aber der Mensch in seiner Pracht bleibt nicht;
er gleicht dem Vieh, das umgebracht wird.
Dieser ihr Weg ist ihre Torheit,
und doch haben ihre Nachkommen Wohlgefallen an ihren Worten.
Herdenweise sinken sie ins Totenreich hinab;
der Tod weidet sie,
und die Redlichen werden am Morgen über sie herrschen.
Das Totenreich verzehrt ihre Gestalt
fern von ihrer Wohnung.
Aber Gott wird meine Seele aus der Gewalt des Totenreichs erlösen;
denn er wird mich aufnehmen!
Fürchte dich nicht, wenn einer reich wird,
wenn die Herrlichkeit seines Hauses groß wird;
denn bei seinem Tod nimmt er das alles nicht mit,
seine Herrlichkeit fährt ihm nicht nach!
Denn er preist sich glücklich, solange er lebt,
und man lobt dich, wenn es dir gut geht;
bis auch er eingehen wird zum Geschlecht seiner Väter,
die in Ewigkeit das Licht nicht sehen.
Der Mensch, der in seiner Pracht lebt und doch ohne Einsicht ist,
er gleicht dem Vieh, das umgebracht wird!

In diesem Psalm ist auch die Lehre drin, dass unser Reichtum uns nicht rettet vor dem Tod, und dass er uns nach dem Tod nichts mehr nützt. Das hat Jesus selbst auch gelehrt, und offensichtlich war es dank diesem Psalm von den besagten Söhnen Korahs auch schon vor dem Auftreten von Jesus dem Volk Gottes bekannt.
Wir sehen an diesem Psalm in Vers 20, wie sie davon Zeugnis geben, dass es im Totenreich überhaupt kein Licht gibt. Und sie bezeugen ebenfalls, dass eine sehr, sehr große Anzahl Menschen in das Totenreich hinab fährt, denn das geht aus Vers 15 hervor. Sie schreiben sogar, dass der Tod sie weidet, aber das ist in diesem Fall wahrscheinlich nur eine lyrische Umschreibung. Wenn es aber keine lyrische Umschreibung ist, dann wird dadurch die Folter angedeutet, die die Verlorenen im Totenreich erleiden.
In Vers 16 wird die Zuversicht ausgedrückt, dass Gott den Redlichen aus der Gewalt des Totenreiches erlösen wird. Dies geschieht wohl am ehesten dann, wenn ein Mensch wirklich Gottes Gebote annimmt und sie selber einhält, anstatt nur davon zu reden. Denn ein redlicher Mensch ist der, der das tut, wovon er geredet hat.
Es war aber damals Jesus noch gar nicht verherrlicht, deshalb setzt der Schreiber hier sozusagen blindes Vertrauen auf unseren Vater im Himmel. Obendrein deutet dieser Psalm aufgrund der gerade genannten Verse sehr stark an, dass man nach dem Tod entweder von Gott aufgenommen wird, oder dass man einer von denen sein wird, die herdenweise ins Totenreich hinabfahren.

In Psalm 68 steht passend dazu Folgendes in Vers 21 und 22:

Gott ist für uns ein Gott der Rettung, und GOTT, der Herr, hat Auswege aus dem Tod.
Gewiss wird Gott das Haupt seiner Feinde zerschmettern, den Haarscheitel dessen, der in seinen Sünden einhergeht.

Diese Verkündung ist erinnerungswürdig, dass Gott Auswege aus dem Tod kennt.
Es gibt auch eine Stelle in den Psalmen, die sehr stark andeutet, dass man niemals wieder aus dem Totenreich herausgehen kann, wenn man hinein geworfen wurde. In Psalm 89 steht diesbezüglich in den Versen 48 und 49:

Gedenke, wie kurz meine Lebenszeit ist! Wie vergänglich hast du alle Menschenkinder erschaffen!
Wer ist der Mann, der lebt und den Tod nicht sehen muss, und der seine Seele erretten könnte aus der Gewalt des Totenreichs?

An Vers 49 merken wir, dass jeder, der gestorben ist und in das Totenreich geworfen wird, ganz sicher nicht sich selbst daraus retten kann. Wenn Gott entschieden hat, dass ein Gestorbener nicht bei ihm aufgenommen wird, und Gott lässt den Mensch in das Totenreich fallen, so wird der Mensch dort bleiben bis zum letzten Tag, er wird keinen Weg finden, dort herauszukommen.

Wir wissen nun dadurch, dass der Tod eine Macht ist, die uns Menschen überwältigt und über die wir Menschen nicht triumphieren können. Aber in welcher Beziehung steht der Tod eigentlich zu Gott?
Die Antwort finden wir besonders im Buch des Propheten Jesaja in Kapitel 25, wo wir Folgendes lesen in Vers 8:

Er wird den Tod auf ewig verschlingen. Und GOTT, der Herr, wird die Tränen abwischen von jedem Angesicht und die Schmach seines Volkes hinwegnehmen von der ganzen Erde. Ja, der HERR hat es gesprochen.

Wir wissen, dass Gott sein Wort nicht ohne Wirkung spricht, sondern dass es für alle seine Vorhaben einen Tag gibt, um gesprochene Worte zu erfüllen, denn er wird keines seiner Versprechen ewig unerfüllt lassen. Was genau am Ende mit dem Tod und dem Totenreich passieren wird, das lernen wir aus der Offenbarung. Dort lesen wir in Kapitel 20, Vers 11 bis 15:

Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden.
Und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand.
Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.
Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod.
Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.

Hier sehen wir in Vers 14, dass ganz am Ende das Totenreich abgeschafft wird. An diesem Tag kommt alles, was gegen Gott ist, in den ewigen Feuersee. Bis dahin aber hat der Tod auf der Erde immernoch die Macht, von der wir in Kapitel 6 der Offenbarung gelesen haben.

Da nun die Menschen Angst vor dem Tod haben, der bis dahin herrschen wird, ist es vermutlich keine sonderlich große Überraschung, dass es ein paar Verrückte auf dieser Welt gibt, die ernsthaft mit dem Tod einen Pakt geschlossen haben. Es soll aber keiner davon ausgehen, dass Gott über diese Sache nicht Bescheid weiß. Im Gegenteil. Er hat jetzt schon beschlossen, dass er auf diese Sache reagieren wird, wenn diese abartige Welt, in der wir leben, zu ihrem Ende kommt. Deswegen steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja in Kapitel 28, Vers 14 bis 19:

Darum hört das Wort des HERRN, ihr Spötter, die ihr über dieses Volk herrscht, das in Jerusalem ist!
Weil ihr sprecht: »Wir haben einen Bund mit dem Tod geschlossen und einen Vertrag mit dem Totenreich gemacht; wenn die überschwemmende Flut daherkommt, wird sie nicht zu uns gelangen; denn wir haben Lüge zu unserer Zuflucht gemacht und in Betrug uns geborgen!«
darum, so spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich lege in Zion einen Stein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der aufs Festeste gegründet ist: Wer glaubt, der flieht nicht!
Und ich will das Recht zur Richtschnur machen und die Gerechtigkeit zur Waage; der Hagel wird eure Lügenzuflucht wegreißen, und die Wasser sollen euer Versteck wegschwemmen.
Und euer Bund mit dem Tod wird außer Kraft gesetzt, und euer Vertrag mit dem Totenreich hat keinen Bestand. Wenn die überschwemmende Flut daherfährt, so werdet ihr von ihr zermalmt werden;
sooft sie daherfährt, wird sie euch erfassen; ja, sie wird jeden Morgen daherkommen, bei Tag und bei Nacht; und es wird schon lauter Schrecken sein, die Botschaft zu hören!

Wir wissen alle, dass es sich bei dem kostbaren Eckstein um Jesus handelt, und wer diesem nicht glaubt, an dem wird es heimgesucht werden.
Ansonsten spricht der Text für sich selbst und ich denke nicht, dass noch groß irgendwas dazu gesagt werden muss.

Ich möchte an dieser Stelle aber auch darauf hinweisen, dass der Tod eigentlich nicht das ist, was Gott sich für die Menschen wünscht. Denn es steht geschrieben im Buch des Propheten Hesekiel in Kapitel 18, Vers 31 und 32:

Werft alle eure Treulosigkeiten, die ihr verübt habt, von euch ab und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Denn warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel?
Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss, spricht GOTT, der Herr. So kehrt denn um, und ihr sollt leben!

Obwohl dieser Text besonders die Menschen von Israel anspricht, bin ich trotzdem zuversichtlich, dass Gott die selben Worte heutzutage allen Menschen sagen würde, die den Name Jesus kennen.
Wo wir aber gerade von Jesus reden, will ich auch mal ein Zeugnis aufzeigen, welches Petrus über Jesus gesprochen hat, und über das Wirken unseres Vaters im Himmel. Es steht geschrieben in der Apostelgeschichte in Kapitel 2, Vers 22 bis 24:

Ihr Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus, der Nazarener, einen Mann, der von Gott euch gegenüber beglaubigt wurde durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte wirkte, wie ihr auch selbst wisst,
diesen, der nach Gottes festgesetztem Ratschluss und Vorsehung dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet.
Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, dass Er von ihm festgehalten würde.

Jesus konnte also nicht vom Tod festgehalten werden, weil Gott die Wehen des Todes einen Augenblick auflöste, um Jesus zurückzuholen. Sowas macht Gott offensichtlich in Ausnahmefällen, obwohl der letzte Tag noch nicht gekommen ist. Gott kann die Entscheidung treffen, die Wehen des Todes kurz aufzulösen. Denn Jesus ist nicht aus seinem eigenen Willen heraus aus dem Totenreich zurückgekommen, sondern er hat seinem Vater voll und ganz vertraut, dass dieser für ihn die Wehen des Todes kurz auflösen würde. Und genau so ist es auch geschehen.

Jedenfalls haben wir vorhin gelesen, dass der Tod eine eigenständige Macht ist, und dass ihm das Totenreich nachfolgt, aber hat der Tod selbst noch einen größeren Gebieter?
Im Hebräerbrief gibt es in Kapitel 2 (Vers 14 und 15) ein paar gewisse Worte, die folgendermaßen lauten:

Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel,
und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden.

Uns sollte auffallen, wie Paulus hier schreibt, dass der Teufel die ganze Macht über die Wirksamkeit des Todes hatte, bevor Jesus am Kreuz triumphierte. Dieser Gedanke an sich ist gar nicht so abwegig, denn Jesus sprach etwas Besonderes über sich selbst in der Offenbarung, als Johannes vor ihm niederfiel. Darüber steht geschrieben in den Versen 17 und 18 (Kapitel 1):

Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte
und der Lebende; und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes.

Wenn Jesus die Schlüssel des Totenreiches hat, kann er durch sein eigenes Tun theoretisch jederzeit Menschen dort einsperren, oder Menschen von dort rausholen.
Allerdings führt leider die Tatsache, dass Jesus den Schlüssel des Totenreiches besitzt, nicht dazu, dass die Vollmacht des Todes erlöschen würde, von der wir am Anfang des Videos in Kapitel 6 gelesen haben. Diese Vollmacht besteht noch bis zu dem Tag, an dem der Tod in den Feuersee geworfen wird.

Es soll aber vor dem Ende, also vor dem Tag, an dem der Tod und das Totenreich abgeschafft werden, auch eine Zeit kommen, die fünf Monate dauern wird.
In dieser Zeit werden die Sünder auf der Erde gequält werden, und sie werden sich wünschen, zu sterben, aber nichtmal der Tod wird sie haben wollen, sondern er wird in diesen Monaten vor den Menschen fliehen. Denn es steht geschrieben in Kapitel 9, Vers 5 und 6:

Und es wurde ihnen gegeben, sie nicht zu töten, sondern sie sollten fünf Monate lang gequält werden. Und ihre Qual war wie die Qual von einem Skorpion, wenn er einen Menschen sticht.
Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und ihn nicht finden; und sie werden begehren zu sterben, und der Tod wird von ihnen fliehen.

Wann genau diese fünf Monate da sind, weiß ich nicht, und das kann auch keiner wissen. Allerdings wird das für die, die nicht vom Sündigen ablassen, eine unzumutbar schmerzhafte Zeit.

Was wir uns als nächstes anschauen, ist eine Bibelstelle, an der wir merken, wo genau sich das Totenreich überhaupt befindet. Das Totenreich ist direkt unter uns, es befindet sich unter der Erde. Denn es gab während der Wüstenwanderung von Israel einen Tag, an dem ein Mann 250 Männer um sich sammelte, und sie wollten Moses seines Amtes als Anführer des Volkes entheben. Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, war dieses Verhalten gegen Gottes Wille, und deswegen lesen wir im 4. Buch Mose in Kapitel 16 folgendes in den Versen 31 bis 33:

Und es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da zerriss der Erdboden unter ihnen;
und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie samt ihren Familien und alle Menschen, die Korah anhingen, und all ihre Habe.
Und sie fuhren lebendig hinunter ins Totenreich mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu. So wurden sie mitten aus der Gemeinde vertilgt.

Durch dieses Ereignis haben wir die Gewissheit, dass sich das Totenreich tatsächlich direkt unter uns befindet.

Es gibt auch noch einen weiteren interessanten Text in den Büchern des alten Testaments. Im ersten Buch Samuel spricht eine Frau namens Hanna ein Dank-Gebet zu Gott. Denn sie hatte trotz anfänglicher Unfruchtbarkeit einen Sohn geboren. Und was sie im Gebet sprach, davon lesen wir uns heute einen Teil durch. Es steht geschrieben in Kapitel 2, Vers 1 bis 7:

Und Hanna betete und sprach: Mein Herz freut sich in dem HERRN;
mein Horn ist erhöht durch den HERRN.
Mein Mund hat sich weit aufgetan über meine Feinde;
denn ich freue mich in deinem Heil!
Niemand ist heilig wie der HERR,
ja, es ist keiner außer dir;
und es ist kein Fels wie unser Gott!
Redet nicht viel von hohen Dingen;
Vermessenes gehe nicht aus eurem Mund!
Denn der HERR ist ein Gott, der alles weiß,
und von ihm werden die Taten gewogen.
Der Bogen der Starken ist zerbrochen,
aber die Schwachen haben sich mit Kraft umgürtet.
Die Satten haben sich um Brot verkauft,
aber die Hungrigen hungern nicht mehr;
ja, die Unfruchtbare hat sieben geboren,
und die viele Kinder hatte, ist verwelkt!
Der HERR tötet und macht lebendig;
er führt ins Totenreich und führt herauf!
Der HERR macht arm und macht reich;
er erniedrigt, aber er erhöht auch.

Durch dieses Gebet lesen wir von einigen Dingen, die unser Vater im Himmel tut bzw. befiehlt, wenn es ihm angemessen erscheint. Und es steht in Vers 6, dass er in das Totenreich führen und herauf führen kann. Das klingt ähnlich wie in Psalm 68. Dort haben wir gelesen, dass Gott Auswege aus dem Tod kennt.
Denn Gott kann aus allem retten, aber der Mensch kann sich selber nicht retten, schon gar nicht aus dem Totenreich. Das hat auch Hiob schon gewusst, denn er sagte laut Kapitel 7, Vers 9 und 10:

Wie die Wolke vergeht und verschwindet, so kommt, wer ins Totenreich fährt, nicht mehr herauf;
er kehrt nicht mehr in sein Haus zurück, und seine Stätte kennt ihn nicht mehr.

Wer also nicht das Erbarmen Gottes hat, für den gibt es keine Hoffnung, Gott aber kennt Auswege aus dem Tod, und Jesus hält die Schlüssel des Todes und des Totenreiches in seiner Hand. Dadurch sollte uns umso mehr bewusst werden, wie sehr wir auf Jesus und auf das Erbarmen unseres Vaters angewiesen sind, wenn wir das Leben haben wollen.
Und wenn ihr mir das nicht glauben solltet, dann haltet euch mal vor Augen, was in Psalm 9 in Vers 18 geschrieben steht. Dort lesen wir:

Die Gottlosen müssen ins Totenreich hinabfahren, alle Heidenvölker, die Gott vergessen.

Somit sollten wir also nicht Gott vergessen, und auch nicht seinen Sohn, welcher der Weg zu Gott ist, und wir sollten uns immer bemühen, an das zu denken, was Jesus alles gelehrt hat im Auftrag Gottes. Denn wer diese Worte ablehnt oder ignoriert, der ist wie einer, der Gott vergisst.
Lasst uns also an Gottes Wünsche gedenken und nicht an die Wünsche der Menschen, wenn diese gegen Gott sind, denn es steht geschrieben (Sprüche 27,20):

Totenreich und Abgrund sind unersättlich; ebenso unersättlich sind auch die Augen der Menschen.

Aus diesem Vers geht auch hervor, dass der Tod sozusagen eine verschlingende Kraft ist, etwas sehr Aggressives. Umso mehr muss man sich hüten, um nicht etwa Dinge zu tun, die des Todes würdig wären.

Es gibt aber noch eine weitere Besonderheit über das Totenreich, die man wissen sollte. Im Totenreich gibt es keinen Lobpreis für Gott und keine Rede über ihn oder seine Taten, im Totenreich ist Gott gar nicht erst das Thema. Dementsprechend steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja in Kapitel 38, Vers 18 und 19:

Denn das Totenreich kann dich nicht loben, noch der Tod dich preisen; und die in die Grube fahren, können nicht auf deine Treue hoffen.
Sondern der Lebendige, ja der Lebendige lobt dich, wie ich es heute tue. Der Vater erzählt den Kindern von deiner Treue.

Man wird also im gesamten Totenreich niemals den Lobpreis Gottes hören, weder in Wortent noch als Gesang.
Nachdem wir uns nun all dies angeschaut haben, setzen wir uns zum Abschluss des Videos auch noch mit einem bestimmten Gleichnis von Jesus auseinander, in welchem er das Totenreich erwähnt hat.
Den Anlass dazu, dass Jesus dieses Gleichnis vortrug, hatte er durch das hochmütige und niederträchtige Verhalten der Pharisäer. Denn Jesus hatte gerade versucht, den Menschen zu erklären, dass Geldgier sehr gefährlich für das Seelenwohl ist, und dass man als ein Kind Gottes nicht versuchen soll, viel Geld oder viele Güter zu sammeln, sondern dass man denen ihre Schulden erlassen soll, die einem etwas schuldig sind, denn dadurch erfreut man Gott. Als das die Pharisäer hörten, machten sie sich lustig über Jesus, sie spotteten über ihn und lachten sich kaputt, weil Jesus gesagt hatte, dass man klug ist, wenn man anderen ihre Schulden erlässt. Und weil die Pharisäer nicht begriffen, wie wichtig die Lehre ist, die Jesus gerade vorträgt, hat er zur Verdeutlichung das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus erzählt.
Wenn ihr die Zeit dazu findet, dann lest euch bitte mal selbst das ganze Kapitel 16 vom Evangelium des Lukas durch. So bekommt ihr einen besseren Eindruck von dem, was ich gerade geschildert habe. Und falls ihr beim Lesen des Kapitels mit der Frage zurückbleibt, was genau eigentlich die Bedeutung des Gleichnisses vom ungerechten Haushalter ist, dann könnt ihr euch das Video anschauen, das bezüglich diesem Gleichnis gemacht wurde. Den Link dazu findet ihr in der Textbox unter dem heutigen Video.
Allzu schwer zu deuten ist das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus glücklicherweise nicht. Das Gleichnis redet von einem übertrieben wohlhabenden Mann, der in Überfluss schwelgt und alle Tage seines Lebens in großartigen Genuss zubringt. Und er hat nur Augen für sich selbst und seine eigene Lust, aber er gibt nie irgendwas ab. Sogar dem Armen Lazarus, der in großem Leid vor seiner Tür liegt, gibt er nichts. Obwohl Lazarus in einem offensichtlich schlimmen Zustand ist, hat nichtmal mit einem solchen der reiche Mann Mitleid. Deswegen wird der reiche Mann nicht von Gott angenommen und landet im Totenreich. Und seine Brüder sind genau so wie er. Sie sind reich und selbstsüchtig. Da der Mann selber im Totenreich ist wegen seinem bösen Lebensstil, wird ihm klar, dass seine Brüder auch ins Totenreich kommen werden, denn sie machen exakt die selben Fehler, die er gemacht hat. Deswegen bittet der reiche Mann darum, wenn er schon selbst unrettbar verloren ist, dass wenigstens seine reichen Brüder gewarnt werden sollen, die ebenfalls in ununterbrochenem Genuss schwelgen und niemals irgendwas abgeben wollen. Und die Antwort auf diese Bitte ist hochinteressant. Denn hier ist von der Auferstehung aus den Toten die Rede. Wir wissen, dass Jesus in Kapitel 16 seinen Kreuzweg immernoch vor sich hatte. Und kein Mensch hatte verstanden, dass Jesus eine Kreuzigung erleiden würde. Jesus hat also dieses Gleichnis auch aus dem Grund gesagt, weil er seine bevorstehende Kreuzigung und Auferstehung ein weiteres Mal ankündigen wollte. Ebenso kündigt er durch den letzten Vers des Kapitels an, dass einige Menschen trotz dieses Ereignisses immernoch nicht an ihn glauben werden. Denn die Pharisäer sind wie der reiche Mann aus dem Gleichnis. Sie schwelgen in Geld und Vergnügen, während sie nach außen hin Frömmigkeit heucheln, und sie lachen darüber, wenn ihnen gesagt wird, dass sie den Armen helfen sollen und Schulden erlassen sollten. Jesus macht also den Pharisäern begreiflich, dass sie wegen ihrer bösen Taten ins Totenreich kommen werden. Und Jesus erkennt, wie verstockt die Herzen der Pharisäer sind, weswegen sie die Lehre von Jesus verspotten. Und bei solchen Menschen, die so unfassbar verdorben sind, bei denen ist ihm bereits vor der Auferstehung klar, dass sie nicht an Jesus glauben werden. Selbst dann, wenn Jesus aus den Toten auferstanden ist und sich die Kunde über dieses Wunder in ganz Jerusalem verbreitet, werden sie Jesus immernoch sinnlos verabscheuen und nicht tun, was Jesus gesagt hat. Denn sie haben Böses im Herzen, und ihre Herzen sind davon voll bis obenhin, deswegen nehmen sie barmherzige Gebote ganz sicher nicht ernst. Wenn Jesus aus den Toten aufersteht und sie selbst Zeugen davon werden, dann ist das der ultimative Beweis, dass Jesus ernstgenommen werden muss, aber bei den Pharisäern ist selbst ein derartiges Zeichen nicht genug. Dies alles versucht Jesus ihnen durch das Gleichnis zu sagen. Denn eigentlich hätten sie bereits durch die Thora und besonders durch die Ermahnungen der Propheten schon wissen müssen, wie wichtig es ist, die Armen zu unterstützen. Wenn aber Jesus dies alles bestätigt und betont, dass es zu dem Größten zählt, was getan werden muss, dann sollte es ihnen noch klarer werden, wurde es aber nicht.
Es ist aber bemerkenswert, dass Jesus dabei auch erklärt, wie es ist, im Totenreich zu sein, denn dort werden Menschen gequält. Diesen Teil lesen wir uns jetzt zur Verdeutlichung durch.

Es steht geschrieben in den Versen 22 bis 24:

Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben.
Und als er im Totenreich seine Augen erhob, da er Qualen litt, sieht er den Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.
Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich über mich und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme!

Einmal ist hier die Erzählung sehr interessant, dass Lazarus von heiligen Engeln geholt wurde, welche ihn in den Himmel trugen. Und er wurde von Abraham getröstet, einem der wichtigsten Propheten überhaupt.
Aber der reiche Mann leidet Pein in einer Flamme. Dadurch wird uns veranschaulicht, dass das Totenreich wirklich ein Ort ist, in dem Menschen Qualen leiden um ihrer Sünden willen.
Das Totenreich ist also kein Ort, wo man gerne hingeht. Schätze ich mal.

Und das war's soweit mit Bibelstellen, die dabei helfen, den Tod und das Totenreich anhand der Bibel etwas besser zu verstehen. Wir haben aber auch eine bestimmte Frage gelesen, nämlich in Psalm 89, Vers 49. Dort wird im ersten Teil des Verses gefragt:

Wer ist der Mann, der lebt und den Tod nicht sehen muss?

Und auf diese Frage gebe ich euch nun die Antwort. Denn es steht geschrieben, dass Jesus gesagt hat laut dem Evangelium des Johannes, Kapitel 5, Vers 24:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.

Ebenso sagte Jesus auch diese Wort laut Kapitel 8, Vers 51:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit!

Also: Wenn ihr den Tod nicht sehen wollt, dann gibt es nur eines zu tun, was helfen wird. Glaubt allen Worten von Jesus und bewahrt sie in euch, lasst sie zur Quelle eures Handelns und eures Herzens werden. Lasst euch nicht davon abbringen. Alles andere wäre nutzlos.

Und nachdem ich dies gesagt habe, endet das heutige Video.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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