Text zu "Gottestreue Weisheit aus den Sprüchen Salomos"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=BcCQ5grzXCI
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In diesem Video
werde ich euch Weisheiten von Salomo aus dem Buch der Sprüche
vortragen, die dabei helfen, Gott etwas näher kennenzulernen und
seine Sichtweise der Dinge zu verstehen. Denn Gott denkt anders als
die Menschen und bewertet alles mit seinen eigenen Maßstäben. Seine
Maßstäbe aber sind gerechter als alles, was die Menschen selbst
ersinnen könnten. Und inwiefern das durch gewisse Weisheitssprüche
von Salomo zum Ausdruck gekommen ist, das wollen wir jetzt
untersuchen.
Der erste Spruch,
den wir uns heute anschauen, steht geschrieben in Kapitel 15, Vers 3:
Die Augen des HERRN
sind überall,
sie erspähen die
Bösen und die Guten.
An diesen Versen
merken wir deutlich, dass Gott mit großer Aufmerksamkeit alle seine
Schöpfungen betrachtet. Egal, ob wir uns beobachtet oder
unbeobachtet fühlen: Gott sieht uns. Jesus aber sitzt direkt neben
Gott auf dem Thron, deswegen kann Jesus mittlerweile ebenfalls alles
sehen, was geschieht auf der Erde.
Man muss sich das
mal vor Augen halten, wie groß und mächtig Gott eigentlich ist.
Stellt euch mal eine Großstadt vor, in der über eine Millionen
Menschen leben. Vielleicht kennt ihr die Filmaufnahmen von den
riesigen Menschenmengen, die da täglich über die Straße laufen.
Und von jedem einzelnen dieser Menschen kennt Gott den Namen und die
Lebensgeschichte, und Gott kann jede dieser Personen einzeln für
sich betrachten. Ist das zu fassen? Es gibt so unglaublich viele
Menschen auf der Erde, aber es ist nicht zu viel für Gott, sondern
er kennt sie alle und kann sie unterscheiden. Und es steht auch in
dem Spruch, dass er die Guten und die Bösen erspäht. Das bedeutet
also einerseits, dass Gott sowohl die jenigen sieht, die mehr oder
weniger nach ihm suchen und die gute Menschen sein wollen, als auch
die Bösewichte, die gar nichts mit ihm zu tun haben wollen. Gott
achtet auf alle. Und er merkt den Menschen immer an, was von beidem
zutrifft, also ob die gut oder böse sein wollen, denn man kann Gott
nicht reinlegen, man kann ihm nichts vormachen. Gott erkennt ganz
genau, was der Mensch will und was er tut. Das hat schon etwas
Faszinierendes an sich, wenn man es sich mal überlegt.
Lasst uns aber mal
einen anderen Spruch betrachten! In Kapitel 16 lesen wir Folgendes in
Vers 7:
Wenn die Wege eines
Menschen dem HERRN wohlgefallen,
so lässt er selbst
seine Feinde mit ihm im Frieden leben.
Hierbei wird einmal
die große Macht Gottes wieder ein bisschen besser erkennbar, aber
gleichzeitig auch sein Herz. Auf der Welt gibt es zu gewissen Teilen
immer wieder Krieg, und nahezu jeder Mensch hat in seinem Leben
Feinde. Aber wenn es so ist, dass der Mensch ein Gott wohlgefälliges
Leben führt, so greift Gott machtvoll ein, um sogar die Feinde, die
den Mensch normalerweise immer bekämpfen, entgegen sämtlicher
weltlicher Logik in Frieden mit dem Menschen leben zu lassen. Ist das
nicht absolut erstaunlich? Jeder Mensch, der sich nach Frieden sehnt,
wird ein solches Geschenk zu schätzen wissen, wenn Gott durch seine
große Macht den normalen Lauf der Welt verändert, wodurch sogar die
Feinde des Menschen mit ihm Frieden haben wollen. Denn Gott ist
voller Anerkennung dafür, wenn er sieht, dass der Mensch, weil der
Mensch es wirklich will, die Gebote einhält, die ihm beigebracht
wurden, und wenn der Mensch Liebe für Gott und Jesus im Herzen hat.
Darüber freut sich Gott, weswegen er sogar diesen seltenen Segen
wirken kann, einen eigentlich verhassten Mensch in Frieden mit denen
leben zu lassen, die ihn verabscheuen.
Und man bekommt das
Wohlgefallen Gottes besonders dadurch, dass man sich selbst in Demut
übt. Jesus hat uns das besonders ans Herz gelegt, und die Apostel
haben es bestätigt, aber nicht nur diese wissen davon, sondern
Salomo wusste es ebenfalls. Deswegen steht geschrieben in Kapitel 29,
Vers 23:
Der Hochmut des
Menschen erniedrigt ihn,
aber ein Demütiger
erlangt Ehre.
Hierbei ist Ehre vor
Gott gemeint. Denn wenn man sich vor normalen Durchschnittsmenschen
selbst demütigt, bekommt man von ihnen unverständiges Geschwätz
vorgehalten, oder man wird verspottet. Aber vor Gott ist Demut schon
immer kostbar gewesen.
Es gibt auch noch
Anderes, was vor Gott kostbar ist, und auch das werden wir uns gleich
zu Gemüte führen. Vorher aber muss unbedingt betont werden, dass
ein Mensch niemals Gott wohlgefällig sein kann, wenn er nur einmal
pro Woche in das Gotteshaus geht und dort vor allen Menschen den
guten Samariter spielt, aber sobald er aus dem Gotteshaus gegangen
ist, treibt er Unzucht und verachtet Notleidende, erzählt Lügen und
ist streitsüchtig und egoistisch ohne Ende.
Über solche
Menschen gibt es auch einen wichtigen Spruch. Es steht geschrieben in
Kapitel 28, Vers 18:
Wer unsträflich
wandelt, wird gerettet;
wer aber ein
Doppelleben führt, wird auf einmal fallen.
An diesen Worten
merken wir deutlich, dass Gott mit Missgunst auf Menschen schaut, die
ein Doppelleben führen. Wenn jemand Gott gefallen will, dann muss er
die Dinge, die Gott liebt, und die wir im heutigen Video in den
Sprüchen Salomos erforschen, allezeit beherzigen. Sieben Tage die
Woche.
Und nach dieser
wichtigen Erklärung schauen wir uns nun noch mehr an, was Gott liebt
und wodurch Gott dem Mensch, der diese Dinge beherzigt, vollkommenen
Frieden schenken kann und voraussichtlich auch schenken wird. Wir
haben bisher in Erfahrung gebracht, wie Salomo aufschrieb, dass Demut
kostbar ist vor Gott, weil man dadurch vor Gott Ehre bekommt. Eine
weitere Sache, die Salomo in der ihm von Gott gegebenen Weisheit
offenbaren konnte, steht geschrieben in Kapitel 25. Dort lesen wir in
Vers 21 und 22:
Hat dein Feind
Hunger, so speise ihn mit Brot;
hat er Durst, so gib
ihm Wasser zu trinken!
Denn damit sammelst
du feurige Kohlen auf sein Haupt,
und der HERR wird es
dir vergelten.
Hier sehen wir, wie
hoch es von Gott geschätzt wird, wenn wir uns über unsere eigenen
Feinde erbarmen. Gleichzeitig ist es so, dass wir durch liebevollen
Umgang mit denen, die uns hassen, eine Art feurige Kohlen auf sie
bringen für den Tag des Gerichts. Denn wenn wir liebevoll an denen
handeln, die es am wenigsten verdient haben, müssen diese sich umso
mehr dafür schämen, wenn sie uns schlecht behandeln. Denn auf diese
Art funktioniert das Herz Gottes. Gott sieht es als Sünde, wenn
jemand sich weigert, Gutes zu tun, nachdem er selbst Gutes empfangen
hat. Wenn dir andere Menschen Gutes tun, obwohl du selber Böses
getan hast, und du tust danach immernoch Böses, so bist du vor Gott
ein schlimmer Sünder. Denn es wäre richtig, dass du dann selbst
Reue zeigst und auch anfängst, Gutes zu tun, weil du erlebt hast,
wie Gutes an dir getan wurde. Wenn du das aber nicht so machst, wirst
du von Gott im Gericht gefragt werden, warum du weiter böse bliebst.
Und es ist egal, was du dann sagst, denn du kannst deine eigene
Schuld nicht leugnen. Der Tatbestand lautet, dass du weiter Böses
getan hast, obwohl dir Gutes getan wurde, und das ist schlicht und
ergreifend Sünde. Daran gibt es nichts zu rütteln, denn Gott hat es
so festgelegt in seiner alles übertreffenden Weisheit. Außerdem
steht geschrieben in Kapitel 21, Vers 30:
Es hilft keine
Weisheit, kein Verstand
und kein Rat gegen
den HERRN.
Demnach gibt es also
keine Worte, mit denen man sein eigenes Fehlverhalten vor Gott
erfolgreich schönreden oder rechtfertigen könnte. Vor den Menschen
funktioniert das vielleicht manchmal, weil viele Menschen einfältig
denken und Dinge nicht näher vertiefen. Gott aber hat eine Weisheit,
die größer ist als alles andere, und er wird dich immer überführen
können, egal wie viel listiges oder heuchlerisches Geschwafel du vor
ihm geäußert hast, weil es deiner Meinung nach klug klingt.
Und aus dem selben
Grund sollte man sich generell lieber an Gott halten und an das, was
man nach dem Befehl Gottes durch den Heiligen Geist bekommt, den
Jesus entsprechend den Richtlinien seines Vaters einsetzt. Man darf
nicht allein auf sich selbst vertrauen, so als ob man aus sich selbst
heraus Weisheit hätte.
Wenn ein Mensch
sagt:
„Meine Intelligenz
ist groß genug! Ich kann das alles alleine erklären, ich brauche
den Beistand Gottes nicht! Und wenn ich mal etwas nicht so richtig
kapiere, dann rücke ich es mir so zurecht, wie es passt.“
so ist auch dieser
Mensch ein schlimmer Sünder und entfernt sich selbst durch sein
unzumutbares Verhalten von Gott. Aus genau diesem Grund hat Salomo
auch Folgendes offenbaren können in Kapitel 12, Vers 22:
Falsche Lippen sind
dem HERRN ein Gräuel,
wer aber die
Wahrheit übt, gefällt ihm wohl.
Die Wahrheit kommt
wohlgemerkt von Gott. Wir dürfen nicht einfach unsere eigene
Wahrheit zusammenbasteln, und wir dürfen auch nicht die wahrhaftigen
Worte Gottes verdrehen oder ihnen aufgrund von angeblichen
Sprachunterschieden in anderen Sprachen eine völlig unsinnige neue
Bedeutung unterstellen. Wer das tut, der redet mit verkehrtem Mund
und mit falschen Lippen. Und jeder Mensch, der mit falschen Lippen
redet, ist ausnahmslos ein Gräuel vor Gott.
Deswegen sollten wir
uns, wenn wir unserem Vater im Himmel gefallen wollen, häufiger
allein in die Schrift vertiefen und unseren Vater um Verständnis
bitten, anstatt es aus unserer fleischlichen Logik heraus deuten zu
wollen. Salomo hat diesbezüglich folgende wertvolle Worte
geschrieben in Kapitel 3, Vers 5 bis 7:
Vertraue auf den
HERRN von ganzem Herzen
und verlass dich
nicht auf deinen Verstand;
erkenne Ihn auf
allen deinen Wegen,
so wird Er deine
Pfade ebnen.
Halte dich nicht
selbst für weise;
fürchte den HERRN
und weiche vom Bösen!
An Vers 5 merkt man
eindeutig, dass es eine schlechte Idee ist, sich ganz allein auf den
eigenen Verstand zu verlassen oder zu glauben, man könnte alles mit
der persönlichen Auffassungsgabe richtig deuten. Die Wege Gottes
sind höher als die Wege der Menschen, und seine Gedanken sind höher
als unsere Gedanken. Aus genau diesem Grund dürfen wir uns nicht
selbst für weise halten. Und falls ein Mensch weise reden kann, so
ist das Gottes Gnade, und Gott allein gebührt dafür die Ehre!
Und bei allem, was
wir tun, sollen wir an Gott denken. Daran, was er von dem halten
wird, was man tut. Und daran, dass man alles Böse ihm zuliebe und
Jesus zuliebe meiden sollte. Wenn sich jemand weigert, dies alles zu
berücksichtigen, dann braucht er auch keinen übernatürlichen
Frieden zu erwarten. Denn wir haben gelernt, dass unser Vater uns den
übernatürlichen Frieden nur gibt, wenn ihm unsere Wege
wohlgefallen. Und Gott hält sich an sein eigenes Wort, das seinem
Wesen entspricht.
Viele Menschen gibt
es, die der Meinung sind, dass all diese Dinge unwichtig seien, und
dass sie einfach alles so machen können, wie es ihnen selber passt,
denn bisher hat das ja auch immer funktioniert. Aber über solche
Menschen sagt Salomo Folgendes in Kapitel 14, Vers 12:
Mancher Weg
erscheint dem Menschen richtig,
aber zuletzt führt
er ihn doch zum Tod.
Dieser Spruch ist
zutreffend, weil Gott weiß, wodurch der Mensch für den Tod anfällig
wird. Der Mensch selbst aber weiß es nicht. Deswegen hat Gott den
Menschen die Gebote des Lebens gegeben, indem er seinen Sohn Jesus zu
uns sandte und ihn alles sagen ließ, was Jesus zuvor selbst hörte
von seinem Vater. Viele Menschen aber beachten das nicht und meinen
törichterweise, ihre Taten, die sie näher an den Tod bringen, wären
unbedeutend. Wenn der Mensch nach seiner eigenen Moral lebt, kann
Gott auch nicht die Wehen des Todes von diesem Mensch fernhalten.
Dies ist es, was der Spruch von Salomo zum Ausdruck bringen soll, den
wir gerade gelesen haben.
Aus diesem Grund ist
es wichtig und gut für ein Leben ohne Leid, dass ein Mensch, es sei
ein Mann oder eine Frau, sich in Gottesfurcht übt. Und das sage
nicht nur ich, sondern Salomo hat in seiner Weisheit etwas sehr
Ähnliches zum Ausdruck gebracht. Folgendes schrieb Salomo in Kapitel
19, Vers 23:
Die Furcht des HERRN
dient zum Leben;
wer daran reich ist,
der wird über Nacht von keinem Unglück heimgesucht.
Ist das nicht
bemerkenswert? Ich weiß nicht, ob es unter euch, die ihr gerade
zuhört, jemanden gibt, der nachts Angst hat. Aber ich mache darauf
aufmerksam, dass Salomo hier praktisch offenbart hat, was man tun
muss, um in der Nacht von keinem Unglück heimgesucht zu werden.
Salomo sagt, dass man nachts von keinem Unglück heimgesucht wird,
wenn man in Gottesfurcht lebt, denn diese dient zum Leben. Und wenn
ihr nicht damit vertraut sein solltet, was mit dem Begriff
„Gottesfurcht überhaupt gemeint ist, dann kann Salomo auch dabei
helfen. Denn Folgendes schrieb er in Kapitel 8, Vers 13:
Die Furcht des HERRN
bedeutet, das Böse zu hassen;
Stolz und Übermut,
den Weg des Bösen und einen verkehrten Mund hasse ich.
Da haben wir es.
Gottesfurcht bedeutet, das Böse zu verabscheuen, und es werden vier
Stichpunkte genannt, die dabei hochgradig wichtig sind. Falls ihr
aber nicht wisst, was genau mit diesen vier Stichpunkten gemeint ist,
dann ist das auch nicht weiter schlimm. Denn es gibt auf diesem Kanal
eine Predigt, wo diese Dinge definiert werden, sodass jeder Zuhörer
und jede Zuhörerin es besser verstehen kann. Ich habe diese Predigt
für euch in der Textbox unter dem Video verlinkt. Hört sie euch an,
wenn ihr sie noch nicht kennt oder wenn ihr den Inhalt schon wieder
vergessen habt. Denn wir Menschen neigen leider dazu, Dinge wieder zu
vergessen, die wir schonmal gehört haben, deshalb müssen wir uns
mit guten Worten immer wieder neu beschäftigen. Das geht mir selbst
auch nicht anders.
Wenn wir nun in
echter Gottesfurcht leben wollen, dann müssen wir besonders die vier
Kennzeichen beachten, die wir verabscheuen sollen, aber ebenso müssen
wir auch sehr darauf achten, dass wir uns nicht selbst mit Gräueln
beflecken. Wir haben vorhin schon erfahren, dass falsche Lippen ein
Gräuel für Gott sind. Und auch eines der vier Kennzeichen des
Bösen, was Gott hasst, ist ein verkehrter Mund. Deswegen müssen wir
als gottesfürchtige Menschen darauf achten, nicht mit verkehrtem
Mund zu reden. Schon gar nicht wenn wir von Gottes Wort erzählen,
aber auch nicht bei weltlichen Angelegenheiten, zum Beispiel wenn wir
prahlen würden mit Dingen, die in Wahrheit gar nicht so toll sind,
wie wir sie darstellen, oder wenn wir im Handel den Handelsobjekten
einen völlig falschen Wert unterstellen würden, oder was weiß ich
nicht alles, was es sonst noch für Anlässe gibt, bei denen einige
Menschen mit verkehrtem Mund reden. Die Menschen versuchen oft,
andere zu übervorteilen und erfreuen sich dann an dem Effekt, der
durch ihren verkehrten Mund zustande kam. Gott aber verabscheut sie
deswegen.
Es gibt aber auch
eine Stelle aus den Sprüchen Salomos, wo sieben Gräuel aufgezählt
werden. Jene Worte wurden schon mehrmals auf diesem Kanal zitiert,
aber es ist bisher nicht vollständig aufgeschlüsselt worden. Doch
im heutigen Video sollen diese Worte offengelegt werden. Es steht
geschrieben in Kapitel 6, Vers 16 bis 19:
Diese sechs hasst
der HERR,
und sieben sind
seiner Seele ein Gräuel:
stolze Augen, eine
falsche Zunge,
Hände, die
unschuldiges Blut vergießen,
ein Herz, das böse
Pläne schmiedet,
Füße, die schnell
zum Bösen laufen,
ein falscher Zeuge,
der Lügen ausspricht,
und einer, der
Zwietracht sät zwischen Brüdern.
Eine falsche Zunge
ist vergleichbar mit falschen Lippen und einem verkehrten Mund. Wer
mit einer falschen Zunge redet, der redet Worte, die zwar ernst
klingen, aber die gar nicht ernst gemeint sind. Oder er redet
irreführende Worte, die eine Sache anders definieren, als sie
tatsächlich ist.
Die stolzen Augen
aber hängen auch damit zusammen, dass Stolz allgemein ein Gräuel
ist, denn Gott hasst Stolz. So haben wir es vorhin in Erfahrung
gebracht. Nun ist es aber interessant, dass, obwohl ja Stolz
insgesamt sowieso böse ist, auch extra nochmal ein Unterschied
zwischen stolzen Augen und einem stolzen Herz gemacht wird. Wir
erkennen aus dem gerade gelesenen Text, dass stolze Augen ein Gräuel
für Gott sind. Mit dem stolzen Herz verhält es sich auch so, denn
wir finden in Kapitel 16 in Vers 5 das entscheidende Zitat, dass alle
stolzen Herzen Gott ein Gräuel sind und sie alle nicht ungestraft
bleiben. Das sollte man sich unbedingt merken.
Vielleicht kommt
aber jemandem die Frage auf, was denn nun eigentlich der Unterschied
zwischen stolzen Augen und einem stolzen Herz ist. Deswegen will ich
diesmal etwas dazu sagen.
Stolze Augen sind
etwas Offenkundiges, und ein stolzes Herz ist etwas Verborgenes. Wenn
ein Mensch stolze Augen hat, dann sieht jeder ihm an, wie stolz er
ist, und er achtet immer darauf, ob andere ihm auch Respekt entgegen
bringen, und er konzentriert sich darauf, ob die Meinung anderer
Menschen von ihm hoch ist und vergleicht sich selbst mit anderen,
während er sich selbst immer als besser sehen will als alle anderen.
Wer sich so benimmt, der hat stolze Augen.
Ein stolzes Herz
hingegen hat ein Mensch, wenn seine Gedankengänge sehr stolz sind,
er es aber in seinem Alltagsverhalten nicht durchblicken lässt,
sondern sich geheuchelt demütig benimmt, obwohl er in seinem Herzen
die ganze Zeit darauf lauert, dass er gelobt oder bewundert wird.
Oder wenn ein Mensch zwar nicht erwartet, von anderen gepriesen zu
werden, aber sich innerlich dennoch viel auf sich selbst einbildet,
oder wenn er mit seinen Lippen Gott als heilig bekennt, aber in
seinem Herzen glaubt, dass Gott schlecht ist und dass er selbst die
Dinge besser machen könnte oder besser wüsste als Gott, dann hat
dieser Mensch ein stolzes Herz. Auch wenn der Mensch am liebsten Gott
maßregeln würde für dessen Taten, obwohl der Mensch ja nichtmal
die genauen Hintergründe kennt, dann hat der Mensch ebenfalls ein
stolzes Herz. Deswegen darf niemand derartige Gedanken festhalten,
falls sie mal aufkommen sollten. Und die Anzahl Menschen, denen
solche Gedanken schonmal kamen, ist vermutlich ziemlich groß, aber
kein Mensch darf daran festhalten, sonst ist er für Gott ein Gräuel.
In der Aufzählung
von den sieben Gräueln lesen wir auch etwas von Händen, die
unschuldiges Blut vergießen. Hierbei müssen wir beachten, dass
Salomo von Israel ist, und dass Israel besonders damals die ganze
Thora halten musste. In der Thora gibt es auch Todesstrafen und
Aufforderungen, dass bestimmte Sünder vom ganzen Volk zu Tode
gesteinigt werden müssen. Wenn damals die Israeliten einen Sünder
zu Tode steinigten, der beispielsweise Ehebruch beging oder einen
homosexuellen oder sodomistischen Akt getan hatte, dann haben sie
dadurch Blut vergossen, aber es war schuldiges Blut, deshalb zählt
es ihnen nicht als Sünde. Unschuldiges Blut zu vergießen bedeutet
aber, dass ein Mensch zu Tode gesteinigt oder auf irgendeine andere
Art umgebracht werden würde, der falsch angeklagt war, obwohl er
keine Sünde getan hatte, oder dass ein Mensch getötet worden ist,
gegen den gar nicht erst eine Anklage erhoben war, sondern der
einfach mal so ganz nebenbei ermordet wurde. In diesen Fällen wurde
unschuldiges Blut vergossen. Und das ist für Gott
verständlicherweise ein Gräuel. Heutzutage haben wir aber alle die
weitesgehend bekannte Anweisung von Jesus bekommen, dass wir nicht
richten dürfen, denn dann sollen auch wir nicht gerichtet werden.
Deswegen muss davon ausgegangen werden, dass durch die Verkündigung
von Jesus jede Art des Vergießens von menschlichem Blut ein Gräuel
ist, egal ob es schuldiges oder unschuldiges Blut war. Wenn ein
Mensch eine laut der Thora todeswürdige Sünde verübt, muss man
sich von ihm fernhalten und ihn notfalls in Gefangenschaft setzen.
Aber sein Blut zu vergießen - das würde zu weit gehen, denn dadurch
würde man als Richter auftreten, obwohl Jesus sagt, dass wir
niemanden richten sollen.
In der von uns
gelesenen Aufzählung wird als nächstes ein Herz erwähnt, das böse
Pläne schmiedet, und Füße, die schnell zum Bösen laufen. Beides
ist für Gott ein Gräuel, also eine unerträgliche Abscheulichkeit,
die ihn heftig anwidert und die er absolut nicht ertragen kann.
Beides hat damit zu tun, böse Werke zu vollbringen. Und es ist ja
längst nichts Neues für uns, dass wir selbst alles verabscheuen
sollen, was böse ist. Es ist dabei aber auch wichtig, den
Unterschied zwischen beidem zu beleuchten. Ein Herz, das böse Pläne
schmiedet, führt diese nicht aus. Jemand, der böse Pläne
schmiedet, braucht meistens einen anderen Mensch, der den
geschmiedeten Plan dann auch ausführt. Selbstverständlich gibt es
teilweise Menschen, die zuerst alles planen und es dann auch selber
ausführen, aber ebenso geschieht es, dass ein Mensch böse Pläne
schmiedet und dann anderen Menschen die Anweisungen gibt, durch die
sein böser Plan gelingt. Und so ein Mensch, der die Pläne erstellt,
aber sich selbst niemals die Finger schmutzig macht, könnte so
dreist sein, dass er sich hinstellt und sagt: „Ich habe keine
Schuld an dem Bösen, das passiert! Denn meine Hand hat es nicht
vollbracht, sondern die anderen sind es, die das tun!“
Dabei könnte der
Mensch sich selbst von Schuld freisprechen wollen, weil er mit seiner
eigenen Hand nicht das tat, was er plante. Aber vor Gott ist er
trotzdem ein Gräuel. Denn Gott hasst das Tun der Menschen, die böse
Pläne erstellen genau so sehr wie das Tun von jedem, der das dann
ausführt. Ein Mensch wird von Gott nicht nur dafür zur
Verantwortung gezogen, was er mit seinen eigenen Händen tat, sondern
auch für alle klaren Absichten, die er in seinem Herzen hatte. Und
wenn ein Mensch die Absicht hat, dafür zu sorgen, dass Böses
geschieht, so hat er ein böses Herz und ist ein Gräuel für Gott.
Die jenigen aber, die befohlen bekommen, etwas Böses zu tun, die
könnten ebenfalls versuchen, sich ihre eigene Schuld abzusprechen,
indem sie sagen würden: „Wir haben lediglich Befehle befolgt! Es
war nicht unser eigener Wille!“
Aber vor Gott zählen
solche verkorksten Moralvorstellungen nicht. Sobald ein Mensch tut,
was ihm Böses gesagt wird, ist es ein böser Mensch, und er ist vor
Gott ein Gräuel. Denn Gottesfurcht bedeutet, das Böse zu hassen.
Deswegen wird ein gottesfürchtiger Menschen niemals, unter keinen
Umständen, einen Befehl ausführen, der darin besteht, etwas zu tun,
was in Gottes Augen böse ist.
Das ist es, was
offenbar werden soll, und deswegen hat Salomo es auch auf die Art
aufgeschrieben, wie es in Vers 18 lesbar ist. Der vorletzte Gräuel
aus der Aufzählung ist ein falscher Zeuge, der Lügen ausspricht.
Dieser Vers offenbart zwar auch, dass Lügen immer falsch ist, aber
zugegebenermaßen bezieht sich dieser Teil vordergründig auf
Gerichtsprozesse. Denn wenn eine Sache vor Gericht gebracht wird,
dann geschieht dies zu dem Zweck, die Wahrheit herauszufinden und ein
gerechtes Urteil sprechen zu können. Wenn aber ein Mensch sich dafür
bezahlen lässt, in dem Gerichtsprozess als Zeuge aufzutreten, obwohl
er gar kein echter Zeuge ist, sondern weil er Lügen erzählen soll,
um zu bewirken, dass die Verbrecher ungestraft bleiben und dass
Unschuldige verurteilt werden, dann ist das verständlicherweise ein
Gräuel vor Gott. Vergesst nicht, dass Gott alles sieht und dass er
bereits vor dem Beginn eines Gerichtsprozesses weiß, ob ein
geladener Zeuge die Wahrheit sagt oder lügt. Und mit solchem Wissen
dann einen Gerichtsprozess beobachten zu müssen, bei dem gelogen
wird, das ist echt bitter. Passend dazu gibt es auch einen Spruch in
Kapitel 17, Vers 15, welcher lautet:
Wer den Gottlosen
gerechtspricht und wer den Gerechten verurteilt,
die sind beide dem
HERRN ein Gräuel.
Hierbei wird
offensichtlich in erster Linie das Amt des Richters angesprochen.
Wenn jemand entgegen dem Gebot von Jesus in dieser Welt als Richter
arbeitet, sollte er sich diesen Spruch am besten über sein Bett
hängen, sodass er jeden Morgen beim Aufstehen daran erinnert wird.
Ein Gottloser ist
aber ein Mensch, der zwar glaubt, dass es Gott gibt, aber der sich
von den Geboten Gottes losgelöst hat durch sein Tun. Wer gar nicht
erst an Gott glaubt, der ist ein Narr. Vielleicht wird dieses Wissen
eines Tages mal einem Richter nützlich sein.
Aber auch als
falscher Zeuge ist man ein Gräuel für Gott. Wer also gottesfürchtig
sein will, der darf niemals vor Gericht eine falsche Aussage äußern,
während er ganz genau weiß, dass es falsch ist. Auch dann, wenn das
Leben oder die Freiheit eines geliebten Menschen in Gefahr ist, darf
man trotzdem niemals vor Gericht lügen. Sowas würden nur gottlose
Menschen tun. Denn auch wenn ein geliebter Mensch vor Gericht steht
und ihm eine schlimme Strafe droht, so darf man in diesem Moment
nicht vergessen, dass der geliebte Mensch nicht ohne Grund vor
Gericht steht, sondern weil er ein Verbrechen begangen hat. Und es
ist nunmal so, dass Verbrechen bestraft werden, zumindest sofern ein
gerechter Richter im Amt ist. Und das hat dann in weltlicher Hinsicht
auch seine Richtigkeit. Wenn aber ein korrupter Richter im Amt ist,
und man will ihn aufhalten, so muss man auch dann einen anderen Weg
finden, als selbst Lügen zu erzählen. Denn unser Vater im Himmel
kann es generell nicht ertragen, wenn ein Mensch als falscher Zeuge
auftritt, egal zu welchem Zweck der Mensch das tut.
Der letzte Gräuel
aus der Aufzählung wird beschrieben als jemand, der Zwietracht sät
unter Brüdern. In der Praxis muss man sich das folgendermaßen
vorstellen: Manchmal passiert es, dass ein Mensch zu einem Gläubigen
hingeht und ihn mit einem anderen Gläubigen vergleicht, und er sinnt
angeblich darüber nach, welcher von beiden besser ist und diskutiert
darüber. Dadurch wird der Gläubige zu Hochmut, Stolz und
schließlich zu Zwietracht gereizt. Er wird dazu gebracht, zu denken,
dass er sich selbst beweisen müsste. Und dann entstehen abscheuliche
Konkurrenzkämpfe und geistlose Streitereien, die aber nur deswegen
aufkamen, weil jemand Zwietracht gesät hat.
In einem anderen
Fall kann es so sein, dass jemand Hass im Herzen hat gegen einen
bestimmten Mensch, und dann geht er zu dem Gläubigen hin und erzählt
schlechte Gedanken über den Mensch, den er hasst, und der Gläubige
wird dazu motiviert, die Person ebenfalls zu hassen, und am Ende
hassen vielleicht beide den Mensch. Und dann sammeln sich vielleicht
noch weitere hinzu, die den Mensch auch beginnen zu hassen, weil über
ihn genörgelt und gelästert wurde, ein paar andere aber sammeln
sich zu dem Opfer und schimpfen über die Übeltäter, und die beiden
Gruppen bekämpfen einander. Auch hier wurde Zwietracht gesät. Im
ersten Fall wurde dadurch Zwietracht gesät, dass die Eitelkeit des
Menschen ausgereizt wurde, und im zweiten Fall wurde Zwietracht
gesät, indem der Hass des Menschen und die Neigung zu
selbstherrlicher Gruppenbildung ausgereizt wurden. Und wenn Gott mit
ansehen muss, wie Menschen dafür sorgen, dass derartige Zustände in
einer Menschengruppe entstehen, so kotzt es ihn maßlos an, und
jeder, der dabei mitmacht, ist für Gott ein Gräuel. Denn unser Gott
ist ein Gott des Friedens, und Zwietracht mit ansehen zu müssen, das
ist ihm eine schwere Last. Und wenn Menschen sowas tun, geben sie von
sich selbst das Zeugnis, dass ihre eigene Gottesfurcht bei null
liegt.
Nachdem nun alle
sieben Gräuel aufgeschlüsselt wurden, machen wir mal mit einer
anderen Stelle weiter, in welcher wir ebenfalls vor einem Gräuel
gewarnt werden. Wir lesen in Kapitel 28 in Vers 9 Folgendes:
Wer sein Ohr
abwendet vom Hören auf das Gesetz,
dessen Gebet sogar
ist ein Gräuel.
An dieser Stelle
meint Salomo die Thora. Salomo lebte zu einer Zeit, als Jesus noch
lange nicht auf der Erde war, und damals bestand die einzige
Möglichkeit, dem heiligen Schöpfer näher zu kommen, in dem
Annehmen und Einhalten der ganzen Thora. Israel war damals seit der
Befreiung aus Ägypten das einzige Volk auf Erden, welchem Gott
wirklich nahe sein wollte. Wer also zu Gott wollte, musste sich dem
Volk Israel anschließen. Wir wissen zwar, dass seit der Erhöhung
von Jesus auch alle Heidenvölker zu Gott kommen dürfen und dass
seit dem Tag, an welchem die Rettung der Heiden durch Jesus offenbar
wurde, nicht mehr die Thora der Weg zu Gott ist, sondern das
Einhalten der Lehre von Jesus, aber damals war es noch nicht so,
deswegen nennt Salomo in seinem Weisheitsspruch das Gesetz.
Heutzutage aber, da Jesus längst der größte König ist, muss man
das Wort „Gesetz“ durch „Evangelium“ ersetzen. Wer sich
weigert, das ganze Evangelium zu berücksichtigen, und trotzdem zu
Gott betet, dessen Gebet ist ein Gräuel. Aus genau diesem Grund tut
sich unser Vater im Himmel immer sehr schwer damit, die Gebete von
Menschen zu erfüllen, wenn die Menschen in Sünde wandeln und
dennoch Bitten an ihn stellen. Und Salomo hat auch näher
beschrieben, wie Gott sich dabei fühlt, wenn jemand keine
Gottesfurcht bewahren will. Es steht geschrieben in Kapitel 14, Vers
2:
Wer in seiner
Redlichkeit wandelt, der fürchtet den HERRN,
wer aber verkehrte
Wege geht, der verachtet ihn.
Man muss sich da
wirklich mal hinein vertiefen. Unser Vater im Himmel fühlt sich so,
als würdet ihr ihn zutiefst verachten, wenn ihr verkehrte Wege für
euer Leben wählt und seine Gebote ignoriert. Könnt ihr das
verstehen? Versucht am besten mal, euch in die Lage
hineinzuversetzen, in der Gott ist! Wenn jemand euch um etwas bittet,
was nicht dringend nötig ist, und ihr wisst von dem Mensch, dass
dieser euch zutiefst verachtet – würdet ihr dem Mensch dann gerne
geben was er verlangt?
Sicherlich würden
viele von euch das nicht tun. Ein paar würden es nach einer Weile
vielleicht doch tun, um der Vorstellung von Barmherzigkeit willen,
aber nicht weil der Mensch es wert ist.
Es ist bei unserem
Vater im Grunde auch nicht anders. Wenn er sich verachtet fühlt,
dann schreckt er davor zurück, Bitten zu erfüllen. Und uns Menschen
fällt es ja um ein Vielfaches schwerer, die Bitten derer zu
erfüllen, von denen wir verachtet werden. Obendrein muss man
betonen, dass Gott es nicht nötig hat, uns zu helfen. Wir Menschen
haben es nötig, anderen zu helfen, denn wir müssen beweisen, dass
wir die Gebote ernstnehmen. Gott aber ist über allem, und seine
Heiligkeit muss nicht bewiesen werden. Die Heiligkeit aber kann nur
dann bestehen bleiben, wenn sie nicht mit etwas Unheiligem vermischt
wird. Und Gott wird nicht gerichtet, wir aber werden gerichtet, wenn
Jesus sich nicht zu uns bekennt. Jesus aber bekennt sich nur dann zu
uns, wenn unser Lebenswandel zeigt, dass wir allen seinen Worten
geglaubt haben und dass wir ihn wirklich lieben. Und zwar nicht durch
wohlklingende Worte, die wir reden, sondern mit unseren Herzen, die
Jesus mehr zugewandt sein sollen als irgendwem anders, weil der Vater
befohlen hat, dass wir auf Jesus hören müssen.
Lasst uns mal einen
ganz anderen Spruch anschauen, der auch mit Gott zu tun hat.
Folgendes steht in Kapitel 16, Vers 4:
Alles hat der HERR
zu seinem bestimmten Zweck gemacht,
sogar den Gottlosen
für den Tag des Unheils.
Dieser Spruch ist
... naja ... ziemlich frech, wenn man den hinteren Teil bedenkt.
Interessant ist hier
aber trotzdem die Aussage, dass Gott alles für einen Zweck gemacht
hat. Daraus kann man schlussfolgern, dass nicht ein einziges Wesen
auf die Erde geboren wird, ohne einen Zweck zu haben. Vielleicht ist
es vielen Wesen nicht bewusst, wozu Gott sie gemacht hat, und
manchmal kommt es auch vor, dass Wesen unzufrieden mit dem sind, wozu
sie geschaffen wurden, weil es ihnen nicht genug ist. Doch die
Gewissheit allein, dass die eigene Existenz mehr war als ein Unfall,
ist an sich ja schonmal aufbauend, zumindest für die meisten. Keiner
der Menschen da draußen, ja nichtmal die kleinen Ameisen, die über
das Gestein krabbeln, sind vergeblich erschaffen, sondern alles dient
einem Zweck für Gott.
Es gibt aber zum
Thema Gräuel noch etwas zu wissen, was bisher nicht gesagt wurde,
und das lesen wir in Kapitel 15 in Vers 8.
Das Opfer der
Gottlosen ist dem HERRN ein Gräuel,
das Gebet der
Aufrichtigen aber ist ihm wohlgefällig.
Würde also ein
Mensch Tiere abgeben wollen, aber er wandelt gottlos, so ist das
abgegebene Tier nicht wohlgefällig von Gott angenommen, sondern wird
von Gott verachtet. Und warum das so ist, das hat Salomo an einer
anderen Stelle erklärt. Denn er schrieb die folgenden Worte in
Kapitel 21 in Vers 3:
Recht und
Gerechtigkeit üben
ist dem HERRN lieber
als Opfer.
So einfach ist das.
Gott schaut auf das Tun des Menschen im Leben selbst, und nicht
darauf, ob der Mensch Geschenke zum Tempel bringt. Gott hat die ganze
Welt erschaffen – wie sollte ihm da eine Gabe aus dieser Welt als
wertvoll oder gar als nützlich gelten? Etwas Anderes ist Gott
wichtiger, denn es steht geschrieben in Kapitel 17, Vers 3:
Der Schmelztiegel
prüft das Silber und der Ofen das Gold,
der HERR aber prüft
die Herzen.
Gott schaut also in
erster Linie auf die Herzen der Menschen. Jesus tut das ebenfalls. Es
war schon immer so, dass das Herz des Menschen zählt, und dies wird
auch immer so bleiben. Wir erfahren in diesem Vers sogar, dass Gott
die Herzen prüft. Das heißt: Wenn ein Mensch gute Worte redet, dann
wird Gott prüfen, ob diese Worte leer in den Wind gesprochen wurden,
oder ob wirklich etwas dahinter steckt. Wenn der Mensch sich selbst
zum Beispiel große Treue anpreist, dann wird er in einer Situation
landen, in der seine Treue angefochten wird. Und dann werden seine
Reaktionen die Wahrheit zeigen, nämlich ob der Mensch sich so
benimmt, wie er es geredet hat, oder ob er etwas ganz Anderes tut als
das, was er vorher sagte. Denn er wird aus seinem Herzen heraus
reagieren, und deswegen wird anhand seiner Reaktion offenbar, ob das
in seinem Herzen ist, was er zuvor geredet hat, oder etwas Anderes.
Gott kann nicht nur die Herzen prüfen, wenn jemand zu ihm will,
sondern er muss es sogar. Denn würde er das nicht tun, würde er
sich Schwätzer, Heuchler und Betrüger in sein Reich holen, und das
wäre eine Gefahr für das beständige Heil.
Denn wenn Gott das
Herz geprüft hat, dann lässt sich dieser Spruch von Salomo
anwenden, der geschrieben steht in Kapitel 11, Vers 20:
Die ein verkehrtes
Herz haben, sind dem HERRN ein Gräuel;
die aber unsträflich
wandeln, gefallen ihm wohl.
Unsträflich wandeln
bedeutet natürlich, dass der Mensch niemals etwas tun will, was
Strafe verdienen würde. Zusätzlich dazu sind auch die Worte von
Kapitel 19 in Vers 22 bemerkenswert, wo wir lesen:
Die Zierde des
Menschen ist seine Güte,
und ein Armer ist
besser als ein Mann, der betrügt.
So ist das Herz
unseres Vaters im Himmel. Ist ein Mensch gütig, so wird er von den
Menschen dieser Welt skrupellos ausgenutzt, Gott aber schaut ihn mit
Wohlgefallen an. Und Gott stört sich auch nicht daran, wenn ein
Mensch arm ist, so lange er ein ehrlicher Kerl ist, der
gottesfürchtig wandelt. Und Gott ist schon immer jemand gewesen, der
sich über die Demütigen und Reumütigen erbarmen will. Nicht erst
seit der Verherrlichung von Jesus ist das so, sondern es war auch
vorher der Fall, denn es steht geschrieben in Kapitel 28, Vers 13 und
14:
Wer seine Schuld
verheimlicht, dem wird es nicht gelingen,
wer sie aber bekennt
und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.
Wohl dem Menschen,
der beständig in der Furcht Gottes bleibt;
wer aber sein Herz
verhärtet, wird ins Unglück stürzen.
Das Unglück ziehen
also die Menschen selber auf sich, indem sie ihr Herz verhärten,
aber es ist auch zu Salomos Zeiten schon so gewesen, dass jeder
Barmherzigkeit erlangt, der seine Schuld bekennt und lässt. Ist das
nicht eine ziemlich interessante Entdeckung?
Die Liebe war auch
damals schon ein hoch geschätzter Wert, denn es steht geschrieben
(Sprüche 10,12):
Hass erregt Streit,
aber die Liebe deckt
alle Verfehlungen zu.
An dieser Stelle
werden die Menschen zu der selben Liebe aufgerufen, die Gott hat,
nämlich dazu, auf Streit zu verzichten und in vollkommener Liebe die
Fehltritte der Menschen zu vergeben. Passend dazu gibt es auch einen
Spruch in Kapitel 20, Vers 3:
Abzulassen vom
Streit ist für den Mann eine Ehre,
jeder Narr aber
stürzt sich hinein.
Auch hier ist die
Sache wieder aus göttlicher Perspektive geschrieben. In dieser Welt
wird man von Menschen für schwach gehalten, wenn man im Streit
nachgibt und davon ablassen will. Gott aber gibt denen Ehre, die aus
ihrem Herzen heraus so handeln wollen. So ist man nun dazu
aufgefordert, zu entscheiden, wessen Ehre man haben will. Wenn jemand
keine Ehre vor Gott haben will, sondern nur Ehre vor anderen
Menschen, dann verstrickt er sich bereitwillig in Streitereien. Wenn
aber jemand Ehre vor Gott und keinerlei Ehre vor den Menschen haben
will, dann lässt man von Streit ab, sobald man merkt, dass einer zu
entstehen droht. Es dürfte aber jedem soweit klar sein, dass
Gottesfurcht bedeutet, nur Ehre vor Gott haben zu wollen und sich um
seine Ehre vor den Menschen gar nicht weiter zu kümmern. Denn man
kann nicht Ehre vor Gott haben und gleichzeitig vor allen Menschen,
weil die Maßstäbe der Menschen deutlich geistloser sind als die von
Gott. Wenn zwei Dinge sich widersprechen und man selbst ein redlicher
Mensch sein will, so ist es unmöglich, beide Dinge festzuhalten.
Somit muss man eins von beidem wählen, und sollte eine kluge Wahl
treffen, denn Salomo schrieb laut Kapitel 16, Vers 17:
Der Weg der
Redlichen ist es, vom Bösen fernzubleiben,
denn wer auf seinen
Weg achtgibt, der bewahrt seine Seele.
Ich nehme an, dass
jeder mit der Zeit selbst auch merken wird, was für eine gute Idee
es ist, die eigene Seele zu bewahren. Dies schafft man offensichtlich
am ehesten, wenn man dem Bösen fernbleibt. Passend dazu gibt es auch
den Spruch aus Kapitel 16, Vers 6. Dort stehen diese Worte:
Durch Gnade und
Wahrheit wird Schuld gesühnt,
und durch die Furcht
des HERRN weicht man vom Bösen.
Auch hier wird
wieder betont, wie wichtig es ist, vom Bösen zu weichen. Dazu fühlt
sich der Mensch aber eigentlich nur motiviert, wenn er sich das Ziel
setzt, gottesfürchtig zu sein. Und so erwähnt es der Spruch auch.
Ebenso offenbart der Spruch, dass Gott aus Gnade Sünden vergeben
wird, um den Menschen die Wahrheit offenbar werden zu lassen. Denn
darin besteht die Vergebung der Sünden, dass man die Wahrheit
annimmt, die man lernt, und durch welche man die Sünde künftig
vermeiden kann. Wenn aber ein Mensch Vergebung bekommt, so ist das
kein Arbeitslohn, sondern ein Gnadengeschenk. Gott stellt vor der
Vergebung keine Forderungen darüber, dass man irgendwelche
großartigen Dinge leisten müsste, um sich Vergebung zu verdienen
oder eigene Fehltritte auszugleichen. Wenn man aber durch Jesus die
Vergebung hat, so ist man ein Knecht des Königs aller Könige, und
dann ist es selbstverständlich, dass man beginnt, für seinen König
Frucht zu bringen, wie es der König wünscht.
Einen anderen Spruch
gibt es noch, den Salomo aufgeschrieben hat, um das Denken Gottes
leichter erkennbar zu machen, und diesen will ich euch nicht
vorenthalten. In Kapitel 28 steht in Vers 24 geschrieben:
Wer Vater und Mutter
bestiehlt und behauptet, das sei keine Sünde,
der ist ein
Spießgeselle des Verderbers.
Diese Worte sind
auch erinnerungswürdig. Manch ein Mensch ist vielleicht so verrückt,
dass er meint, seine Eltern hätten die ewige Pflicht, ihn zu
versorgen, und alles, was den Eltern gehört, würde auch ihm
gehören. Deshalb äußert Salomo hier die Klarstellung, dass jeder,
der von seinen Eltern etwas nimmt, was sie ihm nicht erlaubt haben,
ein böser Mensch ist. Denn auch an dieser Stelle ist Gottes
Moralempfinden anders als das der selbstsüchtigen und skrupellosen
Menschen. Gott hat bereits in seinen zehn Geboten vor Israel betont,
dass er sehr großen Wert darauf legt, zu erleben, wie jeder Mensch
Vater und Mutter ehrt. Deswegen wäre es wirklich eine große Schande
vor Gott, wenn jemand seinen Eltern Dinge wegnimmt, die ihm nicht
zugedacht sind.
Als nächstes möchte
ich euch Mal einen besonderen Spruch zeigen, der manch einen
vielleicht ins Grübeln bringt. In Kapitel 28 steht in Vers 11:
Ein Reicher kommt
sich selbst weise vor,
aber ein Armer, der
verständig ist, durchschaut ihn.
Wenn man nun einfach
diesen Spruch an sich betrachtet, was soll man dann damit anfangen?
Könnt ihr allein
darauf kommen, was damit gemeint ist und inwiefern dieser Spruch auf
die Weisheit Gottes anspielt?
Es gibt Menschen,
die diesem Spruch widersprechen würden, und die behaupten würden,
dass dieser Spruch keinen Sinn ergibt, indem sie zum Beispiel sagen
könnten: „Der Arme bildet sich zu viel auf sich selbst ein! Denn
es gibt hier nichts zu durchschauen. Der Reiche denkt mit Recht, dass
er weise ist, und er liegt richtig. Denn man benötigt Weisheit, um
sich Reichtum erarbeiten zu können!“
Solche Gedanken
können in einem Mensch aufsteigen. Und wir wollen an dieser Stelle
mal so gnädig sein, dass wir uns vorläufig ein Stück weit auf
diesen Gedankengang einlassen.
Wir können sagen,
dass diese Argumentation logisch klingt. Viele Menschen, die in
großem Wohlstand leben, mussten sich diesen schließlich mühevoll
erarbeiten. Und nur, weil sie nicht aufgegeben haben und sehr bedacht
gehandelt haben, also weil sie versucht haben, weise zu entscheiden,
konnten sie großen Wohlstand erreichen.
Und trotzdem sage
ich euch: Der Spruch von Salomo ist genau so richtig, wie er dasteht.
Es ist nicht ein einziges Wort verkehrt daran. Allerdings handelt es
sich dabei nicht um eine Lebensweisheit, die man mit weltlichem
Denken verstehen kann, sondern es handelt sich um eine Weisheit gemäß
dem Wesen Gottes. Deswegen kann man die Weisheit hinter diesem Spruch
unmöglich erkennen, wenn man fleischlich denkt.
Aber das heutige
Thema des Videos ist ja gottestreue Weisheit. Aus diesem Grund
erzähle ich euch nun, inwiefern göttliche Weisheit hinter dem
Spruch steht.
Der Arme, der in dem
Spruch genant wird, ist verständig. Das ist ganz wichtig zu
beachten. Denn ein Armer, der kein Verständnis der Wahrheit hat,
wird einfach nur den Reichen beneiden, und das war's. Er würde aus
seinem Neid und seiner Unbeholfenheit heraus den Reichen lästern und
schmähen, ohne dass dabei ein einziges vernünftiges Wort aus seinem
Mund kommt. Wäre aber der unverständige Arme plötzlich selber
reich, würde er in genau den gleichen Unsinn verstrickt sein wie der
Reiche, denn er sieht in seiner eigenen Armut überhaupt nichts
Nützliches.
Ist aber ein Armer
verständig, wie es ja von dem Mensch aus dem Spruch gesagt wird, so
hat er Wissen über Umstände, die dem Reichen nicht bewusst sind.
Denn der Reiche sieht einzig und allein das Ergebnis seiner
Anstrengungen. Er sieht, dass er reich geworden ist, und dies hat er
sich erarbeitet. Es war ein Ziel, das er erreichen wollte, und weil
er es tatsächlich erreichen konnte, hält er sich selbst allein
wegen diesem Erfolg für weise. Er denkt weder an den Weg, den er
gegangen ist, noch an die Zukunft, die vor ihm liegt, und schon gar
nicht denkt er daran, dass Gott ihn eines Tages richten wird. Salomo
war aber auch so freundlich, uns an anderen Stellen zu offenbaren,
was genau es ist, das der verständige Arme weiß und weswegen er den
Reichen durchschaut.
Und diese Dinge, die
der verständige Arme weiß, aber der Reiche, der sich selbst für
weise hält, hat keine Ahnung davon – diese Erkenntnisse werden wir
uns jetzt der Reihe nach anschauen.
Es steht
geschrieben:
Reichtum hilft nicht
am Tag des Zorns,
aber Gerechtigkeit
errettet vom Tod.
Ein ehrlicher Mann
ist reich an Segnungen;
wer aber schnell
reich werden will, bleibt nicht unschuldig.
Wer mit lügenhafter
Zunge Schätze erwirbt,
der jagt nach Wind
und sucht den Tod.
Wer dem Armen gibt,
hat keinen Mangel;
wer aber seine Augen
vor ihm verhüllt, der wird sich viel Fluch sammeln.
Wer seinen Nächsten
verachtet, der sündigt,
aber wohl dem, der
sich über den Elenden erbarmt!
Wer über den Armen
spottet, der lästert seinen Schöpfer;
wer schadenfroh ist,
bleibt nicht ungestraft.
Besser wenig mit
Gerechtigkeit,
als ein großes
Einkommen mit Unrecht.
Besser ein Armer
sein, der in seiner Lauterkeit wandelt,
als ein Reicher, der
krumme Wege geht.
Wer sein Ohr
verstopft vor dem Schreien des Armen,
der wird auch keine
Antwort erhalten, wenn er ruft.
(Sprüche 11,4;
Sprüche 28,20; Sprüche 21,6; Sprüche 28,27; Sprüche 14,21;
Sprüche 17,5; Sprüche 16,8; Sprüche 28,6; Sprüche 21,13)
An dieser Stelle
endet die Zitatsammlung. All diese Dinge, die wir gerade gelesen
haben, weiß der verständige Arme, aber dem Reichen, der sich selbst
für weise hält, sind sie völlig unbekannt. Es ist gewiss, dass
Reichtum in diesem vergänglichen Leben rein gar nichts nützt, wenn
Gott darüber entscheidet, wo der Mensch die Ewigkeit zubringen muss.
Und besonders wichtig ist die Erkenntnis aus Kapitel 28, Vers 20. Ein
Mensch kann nicht reich werden und gleichzeitig seine Unschuld
bewahren. Wer ernsthaften Reichtum in dieser Welt haben will, der
wird mitten auf dem Weg entdecken, dass er sich versündigen muss, um
den Reichtum wirklich zu erlangen. Und dann steht er eben vor dieser
Entscheidung, ob er sich an Gott versündigt und weltlichen Reichtum
anhäuft, oder ob er Gott treu bleibt und die Sünde verweigert, was
aber bedeutet, dass er keinen Reichtum bekommt. Wir wissen aber, dass
ein Mensch, der sich versündigt, nicht vor Gott bestehen kann.
Deswegen heißt es, dass der verständige Arme den Reichen
durchschaut, der sich selbst für weise hält. Wenn ein Mensch
wirklich reich geworden ist, dann ging das nur, weil er sich
versündigt hat. Niemand, der die Sünde verweigert, wird in dieser
Welt reich. Aber dadurch, dass der Mensch sich versündigt hat, hat
er praktisch das Leben abgelehnt und den Tod erwählt. Und trotzdem
hält er sich selbst für weise. Er preist sich selbst Weisheit an,
weil er den Tod erwählt hat. Damit macht sich der Reiche selbst zum
Trottel vor Gott, denn Gott wird die Sünder an den Ort bringen, der
ihnen gebührt. Der Reiche denkt gemäß seinen eigenen Maßstäben,
dass er jemand Tolles wäre, weil er Reichtum hat. Vor Gott aber gilt
das gar nichts. Und das wird jeder reiche Mensch auch erfahren, wenn
er vor Gott steht. Wir haben auch an den gelesenen Sprüchen
insgesamt gemerkt, dass ein Mensch sich selbst viel Unheil in sein
Leben zieht, wenn er in Reichtum schwelgt und Arme verachtet, denn
der Segen und die Hilfe Gottes bleiben fern von denen, die ihr
Vertrauen auf Reichtum setzen.
Aufgrund all dessen,
was wir gerade durchgegangen sind, ist also erkennbar, dass nicht
erst seit dem Auftreten von Jesus der Reichtum in dieser Welt als
etwas Schlechtes offenbart wird, sondern dass sogar schon Salomo dank
der ihm von Gott geschenkten Weisheit dieses Verständnis hatte und
auch darüber schrieb. Gott denkt über den Reichtum und über das
Erlangen von Reichtum in dieser Welt ganz anders als die Menschen.
Und Salomo konnte
auch noch etwas Anderes weissagen.
Gott versucht schon
seit Langem, die Menschen richtig anzuleiten, aber sehr viele setzen
nichts davon in die Tat um. Deswegen lesen wir folgende Worte in
Kapitel 1, ab Vers 24 bis zum Ende des Kapitels:
Darum, weil ich rufe
und ihr mich abweist,
weil ich meine Hand
ausstrecke und niemand darauf achtet,
weil ihr vielmehr
allen meinen Rat verwerft
und meine
Zurechtweisung nicht begehrt,
so werde auch ich
über euer Unglück lachen
und über euch
spotten, wenn das kommt, was ihr fürchtet,
wenn das, was ihr
fürchtet, als Verwüstung über euch kommt
und euer Unheil euch
überraschen wird wie ein Sturm,
wenn euch Angst und
Not überfällt!
Dann werden sie mich
anrufen, aber ich werde nicht antworten;
sie werden mich
eifrig suchen und nicht finden,
weil sie die
Erkenntnis gehasst
und die Furcht des
HERRN nicht erwählt haben,
weil sie meinen Rat
nicht begehrt
und alle meine
Zurechtweisung verschmäht haben.
Darum sollen sie von
der Frucht ihres eigenen Weges essen
und von ihren
eigenen Ratschlägen genug bekommen!
Denn die
Abtrünnigkeit der Unverständigen bringt sie um,
und die
Sorglosigkeit der Toren stürzt sie ins Verderben.
Wer aber auf mich
hört, der wird sicher wohnen;
er kann ohne Sorge
sein und muss kein Unheil fürchten.
An diesem Text soll
erkennbar werden, dass Gott uns guten Rat gibt, aber immer wieder
erleben muss, wie dieser von den Menschen verachtet wird, obwohl Gott
es doch nur gut meint. Und er gibt sich sehr viel Mühe, er wendet
sich unzählige Male wieder den Menschen zu, in der Hoffnung, das sie
beim hundertsten Mal vielleicht endlich seine Anstrengungen zu
schätzen wissen, aber trotzdem wird er immernoch sinnloserweise
verabscheut, und das bricht ihm das Herz.
Und es ist nicht
schwer, zu erkennen, was Gott uns an gut gemeinten Ratschlägen
nahelegt. Denn vieles davon haben wir im heutigen Video behandelt.
Also vieles von dem, was unserem Vater im Himmel am Herzen liegt,
nämlich wie man in Gottesfurcht wandelt und was alles ein Gräuel
für Gott ist, weswegen wir es ablehnen sollen. Obendrein schrieb
Salomo auch andere Worte der Belehrung, die wir uns heute ergänzend
zu Gemüte führen.
Es steht geschrieben
in Kapitel 3, Vers 27 bis 32:
Verweigere keine
Wohltat dem, welchem sie zukommt,
wenn es in der Macht
deiner Hände liegt, sie zu erweisen!
Sprich nicht zu
deinem Nächsten: »Geh hin und komm wieder;
morgen will ich dir
geben!«,
während du es doch
hast.
Ersinne nichts Böses
gegen deinen Nächsten,
der arglos bei dir
wohnt.
Fange mit keinem
Menschen ohne Ursache Streit an,
wenn er dir nichts
Böses zugefügt hat.
Sei nicht neidisch
auf den Gewalttätigen
und erwähle dir
keinen seiner Wege!
Denn der Verkehrte
ist dem HERRN ein Gräuel,
aber mit den
Aufrichtigen hat er vertrauten Umgang.
Besonders der letzte
Teil dieser Rede ist erstaunlich, nicht wahr? Gott will mit uns
vertrauten Umgang haben. Er will uns gerne nahe sein. Aber wir müssen
aufrichtig sein. Komplett aufrichtig. Ansonsten kann er keinen
vertrauten Umgang mit uns haben, weil wir ihn durch unser sündiges
Verhalten und durch Heuchelei von uns wegstoßen würden.
Und ganz besonders
kommt hier auch wieder zur Geltung, wie sehr wir darauf bedacht sein
sollen, keinerlei Interesse am Bösen zu entwickeln, sondern uns
allezeit davon abzuwenden und nichts damit zu tun haben zu wollen.
Außerdem brauchen wir uns auch gar nicht erst Mühe zu geben, Böses
zu vergelten, wenn wir Böses erlitten haben, denn Salomo schrieb
folgende Worte in Kapitel 20, Vers 22:
Du sollst nicht
sagen: »Ich will Böses vergelten!«
Harre auf den HERRN,
der wird dir helfen!
Wie wir an diesem
Spruch erkennen, kämpft Gott für uns, wenn wir dauerhaft auf ihn
allein vertrauen und wenn wir auf Wegen gehen, die ihm wohlgefällig
sind.
Da aber leider das
heutige Video schonwieder sehr lang ist, müssen wir die Sache ein
bisschen abkürzen hinsichtlich den anderen Zitaten, die ich euch
noch zeigen will. Folgendes steht in Kapitel 16, Vers 9:
Das Herz des
Menschen denkt sich seinen Weg aus,
aber der HERR lenkt
seine Schritte.
Dieser Spruch ist
bemerkenswert. Wenn euch jemand einreden will, dass die Menschen
immer nur das tun, was Gott vorherbestimmt hat, so glaubt es nicht!
Denn es ist eine törichte Menschenweisheit, die nicht aus Gott
kommt. Der Mensch entscheidet selbst, was er tun will. Und Gott
wartet ab, um zu sehen, wofür wir uns entscheiden. Wenn wir uns aber
entschieden haben und uns auf einen Weg begeben, dann wird er darauf
Einfluss nehmen, inwiefern unser Weg uns zu dem erwarteten Erfolg
führt oder nicht. Das ändert aber nichts an dem Fakt, dass wir die
ganze Zeit über das tun, was aus unserer eigenen Entscheidung kommt.
Ein paar andere
Worte, die ich heute aufzeigen will, stehen in Kapitel 17, Vers 13.
Dort lesen wir:
Wer Gutes mit Bösem
vergilt,
von dessen Haus wird
das Böse nicht weichen.
Diese Weisheit ist
auch sehr bedeutsam. Gott wird sich nicht dazu entscheiden, das Böse
von einem Mensch zu verjagen, wenn dieser Mensch selbst jemand ist,
der Gutes bekommt, aber denjenigen böse behandelt, von dem er Gutes
empfangen hat. Ich gebe euch hierbei mal ein sehr einfaches Beispiel:
Stellt euch vor, ein Glaubensbruder ist schwer krank und ihr werdet
darauf aufmerksam und habt Mitleid, deswegen beginnt ihr zu fasten
und jeden Tag mehrmals für ihn zu beten, dass er gesund werden soll.
Und nach einer Woche wird der Glaubensbruder tatsächlich wieder
gesund. Einige Zeit später werdet aber ihr krank, und euer
Glaubensbruder, für den ihr gebetet und gefastet hattet, wird darauf
aufmerksam und beginnt, euch auszulachen und euch vor anderen zu
verlästern, indem er meint, euer Glaube sei schwach und Gott hätte
euch verlassen. In so einem Fall hätte er Gutes mit Bösem
vergolten, und wenn er dann eines Tages selbst vom Bösen heimgesucht
wird, aber hat von solchem Verhalten nicht abgelassen, dann wird das
Böse nicht von seinem Haus weichen. Denn Gott wird sich in keiner
Weise dazu motiviert fühlen, einem Mensch in dieser Lage
Erleichterung zu verschaffen.
Der vorletzte
Spruch, den wir heute anschauen, steht in Kapitel 26, Vers 2. Wir
lesen Folgendes:
Wie ein Sperling
davonflattert und eine Schwalbe wegfliegt,
so ist ein
unverdienter Fluch: Er trifft nicht ein.
Diese Worte sind
sehr aufmunternd, finde ich. Erfolgreich verfluchen kann man nur
Menschen, die gegen Gottes Gebote verstoßen. Wenn aber ein Mensch so
lebt, dass er Gott wohlgefällig ist, dann verdient er es nicht, von
Flüchen getroffen zu werden. Deswegen werden die Flüche wirkungslos
bleiben. Auch die Satanisten sind sich über diese Tatsache im
Klaren. Deswegen versuchen sie an jeder Straßenecke, die Menschen
zur Sünde zu verleiten, indem sie unzüchtiges Verhalten darstellen
und Selbstsucht propagieren, oder Gotteslästerung und Stolz, und
indem in den Kirchen propagiert wird, man sei bereits aus Gnade
gerettet und man dürfe alles essen was man will und solle nicht den
Sabbat, sondern den Sonntag als Ruhetag haben, obwohl Gott sowas nie
befohlen hat, oder dass man als jemand, der an Jesus glaubt,
finanziell gesegnet werden würde, und dass man dies im Gebet
einfordern soll, und lauter solcher Müll. Die Satanisten verbreiten
das, weil sie darauf angewiesen sind, dass Menschen sich an Gott
versündigen, denn andernfalls wirken die Flüche nicht. Deswegen
gibt es überall Anstöße zur Sünde, während natürlich den
Menschen eingeredet wird, es wäre Gott egal. Denn wenn die Menschen
wüssten, dass es Gott nicht egal ist, besteht die Gefahr, dass die
Menschen die Gebote halten und dass dann die Flüche nicht mehr
wirken.
Und der größte
Triumph, den die Satanisten dabei haben, ist der, dass die Menschen
von Natur aus dazu neigen, aufeinander zu schauen, aber nicht auf
Gott. Die Menschen schauen, was ihre Mitmenschen tun, und tun das
selber auch, und wollen es dann unbedingt als richtig bezeichnen,
aller Wahrheit zum Trotz. Auf Gott schauen sie nicht, und nach ihm
fragen sie nicht, und nach Jesus genau so wenig, sondern sie fragen
nach dem, was ihre Mitmenschen denken und erwarten. So belehren sie
sich gegenseitig darin, wie man in der Sünde lebt, und dadurch
wirken auch die Flüche.
Dass aber dieses
Verhalten eine sehr schlechte Idee ist, das merken wir an dem sehr
wichtigen Spruch, den ich zum Abschluss dieses Videos zeige. In
Kapitel 29 steht in Vers 25 geschrieben:
Menschenfurcht ist
ein Fallstrick;
wer aber auf den
HERRN vertraut, der ist geborgen.
Diese Worte sollte
man tief in sich aufnehmen. Kein Mensch dieser Erde ist eigenmächtig
dazu im Stande, irgendwen zu retten. Wahre Rettung gibt es nur bei
Gott, und bei Jesus, weil Gott Jesus dazu bestimmt hat, dass dieser
der Retter der Welt sein soll. Und auch echte Geborgenheit kann man
nur haben, wenn man unter dem Schutz dessen steht, der unsterblich
und allmächtig ist, aber nicht wenn man sich an Menschen klammert.
Und mit diesen
Worten endet das heutige Video über gottestreue Weisheit von Salomo.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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