Text zu "Bibellehre - Wehereufe aus dem Alten Testament"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=07n5xuyNS34

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Aufgrund der Tatsache, dass Ermahnungen für jeden aufrichtigen Gläubigen gesund sind, habe ich beschlossen, dass wir uns in dem heutigen Video mal mit Weherufen beschäftigen.
Es gibt auf diesem Kanal bereits ein Video über Strafreden und Weherufe von Jesus, wo sehr viel darüber gelehrt wird, und dieses ist auch in der Textbox verlinkt. Außerdem hat Jesus auch einen deutlichen Weheruf geäußert über alle Menschen, die reich sind und über die, die in jeder Hinsicht allezeit gesättigt sind. Aber nicht nur allein über solche, sondern auch über die Menschen, die sich unter ihren Mitmenschen großer Beliebtheit erfreuen und von jedem Sünder ein gutes Zeugnis bekommen.
Diesmal werden wir aber nicht auf Jesus schauen, sondern auf unseren Vater im Himmel und welche Weherufe er in älteren Tagen verkünden ließ durch die Propheten, weil wir auch dadurch besser erkennen können, was vor Gott richtig ist und was falsch wäre. Denn jedes Mal, wenn über irgendjemanden ein Weheruf ergeht, dann ist das so, als würde Gott zu ihm sagen: „Du steckst echt in Schwierigkeiten! Über dich wird eine schwere Strafe kommen, wenn du nicht umkehrst von deinem falschen Wandel, denn wenn du so weitermachst, kann dir keine Gnade zuteilwerden.“

Ich hoffe daher, es ist jedem soweit bewusst, dass es sich bei jedem Weheruf um eine ernste Sache handelt. Und welche Weherufe durch die Propheten im Alten Testament ergangen sind, das werden wir uns jetzt anschauen.

Eine Vielzahl an Weherufen steht im Buch des Propheten Jesaja in Kapitel 5. Folgendes lesen wir in Vers 8:

Wehe denen, die ein Haus ans andere reihen, ein Feld zum anderen fügen, bis kein Platz mehr bleibt und ihr allein mitten im Land wohnt!

Dieser Weheruf warnt vor jeder Art von skrupelloser Selbstsucht und völliger Verachtung der Mitmenschen, und vor der Gier, den eigenen Einfluss und den eigenen Besitz immer weiter vergrößern zu wollen. Von solch einem Weheruf müssen sich Menschen angesprochen fühlen, die immer alles in ihre eigenen Hände bekommen wollen und sich gleichgültig gegenüber dem Freiraum ihrer Mitmenschen zeigen. Denn die ganze Erde ist anfangs von Gott erschaffen worden, und gleichwie jeder Gerettete im Himmel eine eigene Stätte haben wird, so soll bereits auf der Erde jedem seine eigene Stätte zuerkannt werden, und keiner soll sich selbst über andere erheben.

Den nächsten Weheruf lesen wir in Vers 11, wo geschrieben steht:

Wehe denen, die sich früh am Morgen aufmachen, um berauschenden Getränken nachzujagen, und die am Abend lange aufbleiben, bis sie der Wein erhitzt!

Es lässt sich leicht erkennen, dass dieser Weheruf über alle Trunkenbolde ergeht. Wer sich an berauschenden Getränken ergötzt, der ist mit Sicherheit kein Kind Gottes. Mehr gibt es dazu im Grunde gar nicht zu sagen.

Ein weiterer Weheruf, der sich über zwei Verse erstreckt und ziemlich wichtig ist, steht geschrieben in den Versen 18 und 19. Dort lesen wir:

Wehe denen, die ihre Schuld an Lügenstricken hinter sich herschleppen und die Sünde wie an Wagenseilen, die sagen: »Er soll doch eilen und sein Werk beschleunigen, damit wir es sehen; der Ratschluss des Heiligen Israels soll doch kommen und eintreten, damit wir ihn kennenlernen!«

Dieser Weheruf richtet sich an alle Menschen, die voller Sünde sind und ständig Sünden tun, während sie obendrein durch Lügen und verkehrtes Geschwätz behaupten, ihre Schuld sei nichtig und sie wären frei davon. Und unfassbarerweise sind es zum Teil ausgerechnet diese Leute, die die Wiederkunft unseres Herrn Jesus herbeiwünschen, in der falschen Erwartung, es würde ihnen zum Segen werden. Denn sie kapieren nichtmal im Ansatz, dass die Wiederkunft Jesu für sie ein Tag des Schreckens, der Angst, des Entsetzens und des großen Elends wäre, eben weil sie die ganze Zeit lang an Lügenstricken ihre Schuld hinter sich her schleppen und es gar nicht anders haben wollen. Deswegen ist es sehr verständlich, warum unser Vater im Himmel dem Prophet Jesaja geboten hat, einen Weheruf über alle derartigen Menschen zu verkünden. Da bleibt nur zu hoffen, dass alle davon betroffenen Menschen noch rechtzeitig aufwachen.

Ein mindestens genau so wichtiger Weheruf ergeht in dem darauf folgenden Vers, denn es steht geschrieben in Vers 20:

Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!

In erster Linie richtet sich dieser Weheruf an alle Wortverdreher und alle Heuchler, aber auch an die Menschen, die anderen Anstoß zur Sünde geben. Wenn man die Bedeutung von der Wahrheit einfach umdreht, indem man Sünde zu Gerechtigkeit erklärt, so muss man sich von diesem Weheruf angesprochen fühlen. Aber nicht nur dann gilt dieser Weheruf, sondern auch wenn man irgendwem einredet, der Mensch muss für schlimme Erlebnisse Gott dankbar sein, denn dadurch wird Bitteres zu Süßem erklärt. Oder wenn man irgendwem einredet, man solle nicht auf Gottes Gnade und die Rettung durch Jesus hoffen, sondern man soll sein Glück in Meditation suchen, oder in Geisterbefragung, oder in dem Studieren von fremden Glaubenskulturen. Denn all dies ist so, wie wenn man Finsternis zu Licht erklärt. Ähnliches gilt auch für alle, die Jesus lästern, indem sie behaupten, er wäre nicht der Sohn Gottes, sondern nur ein Prophet oder ein spiritueller Erleuchteter, oder er hätte nie gelebt und die vier Evangelien seien vollständig gelogen. Durch solche Verrücktheiten erklärt man Licht zu Finsternis.
Man erklärt auch vor Gott die Finsternis zu Licht, wenn man zum Beispiel das Gesetz einführt, dass homosexuelle Leute verheiratet sein sollen wie Mann und Frau gemäß der Vorsehung Gottes verheiratet werden, oder wenn man Abtreibungen schönredet, denn dies zählt als Mord, und wir wissen, dass kein Mörder in das Reich der Himmel eingeht. Ganz allgemein muss jeder Mensch, der das als gut bezeichnet, was Gott als böse definiert hat, durch diesen Weheruf sehr erschrecken. Denn Gott lässt die nicht ungestraft, die die Wahrheit um-drehen, egal auf welche Weise.

Noch ein anderer wichtiger Weheruf steht n Vers 21, wo wir Folgendes lesen:

Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und die sich selbst für verständig halten!

Erneut handelt es sich hier um einen sehr wichtigen Weheruf, von dem sich einige Leute angesprochen fühlen müssen. Denn dieser Weheruf ergeht über alle, die glauben, sie würden die Dinge besser wissen als Gott, oder die aus sich selbst heraus Weisheit reden wollen und dann denken, diese Worte könnten Gott angemessen sein oder ihn vielleicht sogar übertreffen. Solche Menschen bereiten sich selbst großes Verderben. Denn es gibt keinen Mensch auf der ganzen Erde, der jemals ohne Gottes Beistand echte Weisheit reden könnte, die unverfälscht ist. Alles, was die Menschen aus sich selbst heraus meinen zu erkennen und zu durchschauen, ist im Vergleich zu Gottes Weisheit nur ein Bruchstück vom Ganzen, wenn überhaupt. In den meisten Fällen wird es nicht mal dem Begriff „Weisheit“ gerecht, was die Menschen aus ihrem eigenen beschränkten Denken heraus Weisheit nennen. Es kommt eher selten vor, dass Menschen so reden können, wie es wenigstens im Ansatz wirklich weise ist, aber die echte Weisheit in ihrer Reinform kommt aus der Höhe, und nicht aus dem Mensch. Man ist darauf angewiesen, dass man von Gott diese Gabe geschenkt bekommt, und man bekommt sie ausschließlich dann, wenn man unvoreingenommen und lernbereit ist, wenn man wirklich einsieht, dass man vorher überhaupt nichts wusste und die Wahrheit kein bisschen erkannt hat. Denn ein Mensch, der denkt, schon alles erkannt zu haben, der ist unbelehrbar für die Weisheit Gottes. Deswegen wird einem solchen gar nicht erst Weisheit ausgeteilt, denn er würde sie nicht annehmen, da sie seinen eigenen Gedankengängen widerspricht. Gott gibt gerne Weisheit, aber eben nur denen, bei denen es auch Sinn macht, weil sie es tatsächlich annehmen werden, anstatt alles verdrehen oder alles besser wissen zu wollen. Je mehr sich ein Mensch darüber bewusst ist, nichts zu wissen, obwohl ihn die Wahrheit interessiert, desto besser ist er dazu geeignet, Weisheit zu bekommen. Die Menschen aber, über die der Weheruf ergeht, das sind arrogante und im Herzen überhobene Leute, die sich selber als Zentrum der Schöpfung betrachten und immer bei allem Recht behalten müssen. Gott aber lassen sie außen vor, samt aller Weisheit, die nicht von dieser Welt ist.

Als nächstes lesen wir einen Weheruf, der gleich zwei Warnungen beinhaltet, wobei wir eine schonmal hatten, die andere aber nicht. In den Versen 22 und 23 steht geschrieben:

Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfer im Mischen von berauschendem Getränk;
die dem Gottlosen recht geben um eines Bestechungsgeschenkes willen, aber dem Gerechten seine Gerechtigkeit absprechen!

Die Leute, die Helden sind im Weintrinken, werden wohl abermals Trunkenbolde sein, und es sollte uns dadurch klar werden, dass es sich um eine sehr ernste Angelegenheit handelt, wenn Gott vor sowas warnt, denn er hat es extra zweimal betont, nicht nur einmal. Daher muss es ihm wohl richtig bitter aufstoßen, wenn er Menschen sieht, die Helden sind im Weintrinken oder im Mischen von berauschendem Getränk aller Art. Jeder Mensch, der sich berauscht, ist vor Gott offensichtlich ein unerträgliches Wesen.
Es ergeht jedoch auch ein Weheruf über Menschen, die bestechlich sind und die nicht aufgrund der Rechtslage, sondern aufgrund von großzügigen Geschenken ihre Entscheidungen treffen, allen voran in den Gerichten, in denen ernste Fälle verhandelt werden. Wir erkennen an diesem Weheruf, dass wir unbestechlich sein müssen, um als Gottes Kinder zu gelten. Das bedeutet: Wir dürfen uns niemals zu einer schlechten Entscheidung verleiten lassen, nur weil uns dafür jemand eine Belohnung anbietet. Wir dürfen weder eine Tat begehen, die in Gottes Augen böse ist, nur weil uns jemand dafür ein Geschenk angeboten hat, noch dürfen wir das Böse ignorieren, das andere tun, wenn uns dafür ein Geschenk angeboten wird, egal ob in Form von Geld oder in Form von Sonderberechtigungen, Dienstleistungen oder kostbaren Gegenständen aller Art.

Um einen weiteren Weheruf zu finden, den man auch unbedingt gehört haben sollte, müssen wir zu Kapitel 10 vom Buch des Propheten Jesaja wechseln. Dort steht Folgendes geschrieben in Vers 1:

Wehe denen, die ungerechte Gesetze erlassen, und den Schreibern, die bedrückende Vorschriften schreiben!

Von diesen Worten müssen sich zuerst Menschen angesprochen fühlen, die keine Lust haben, die Schwächeren in der Gesellschaft zu versorgen, weswegen sie unbarmherzige Gesetze aufstellen, durch welche den Schwachen und Bedürftigen ihre Rechte weggenommen werden. Sowas darf nicht geschehen, denn wenn es geschehen würde, wäre es eine große Schande vor Gott. Man sollte diesen Weheruf aber allgemein auch im Hinterkopf behalten, wann immer man über eine Veranstaltung oder einen Arbeitsbereich als Verwalter eingesetzt ist. Denn auch dann gilt, dass euch kein gutes Ende erwartet, wenn ihr euren Unterstellten bedrückende Vorschriften auferlegt, von denen die Menschen überflüssig belastet werden. Die Gebote Gottes sollen an sich genug sein, und wenn man zugunsten des Gelingens einer Arbeit und zum Gelingen des Zusammenlebens noch weitere Regeln braucht, so soll man allezeit daran denken, dass das Joch von Jesus sanft und leicht ist. In gleicher Weise soll man in so einer Lage auch selbst nur die Regeln aufstellen, die wirklich notwendig sind und für alle vernünftig denkenden Menschen Sinn machen.

Ein anderer bedeutsamer Weheruf steht in Kapitel 29. Folgende Worte entdecken wir in Vers 15:

Wehe denen, die ihren Plan vor dem HERRN tief verbergen, damit ihre Werke im Finstern geschehen, die sprechen: Wer sieht uns, oder wer kennt uns?

Dieser Weheruf ergeht über sämtliche Menschen, die böse Pläne schmieden und es geheim halten, weil sie glauben, es würde vor Gott nicht offenbar sein. Es ist im Grunde genommen einfach nur peinlich, wenn Menschen denken, sie könnten sich in irgendeiner Weise vor Gott verstecken. Die Herrlichkeit des Höchsten erfüllt die ganze Erde, sowohl im Finsteren als auch im Licht. Es gibt nicht eine einzige Sache auf Erden, die geschieht, ohne dass unser Vater im Himmel darüber informiert ist. Unser Vater sieht alles, und nichts geschieht so geheim, als dass es vor ihm verborgen sein könnte. Er reagiert aber nicht sofort auf jede einzelne Tat oder jeden einzelnen Plan, daher meinen einige Menschen, sie hätten sich erfolgreich vor Gott versteckt. Und aufgrund dieses Irrglaubens, dass sie sich erfolgreich vor Gott versteckt hätten, treiben sie ihre bösen Pläne immer schlimmer, und ihre Taten werden immer heftiger. Ihre einzige Hoffnung würde in der aufrichtigen Umkehr liegen, aber sie fühlen sich in keiner Weise dazu motiviert, weil sie meinen, sie könnten sich vor Gott verborgen halten. Darum ergeht ein Weheruf über all jene Leute.

Im darauf folgenden Kapitel steht ein Weheruf, bei dem man ein bisschen meinen könnte, er würde mit dem zusammenhängen, den wir gerade gelesen haben. Es steht geschrieben in Vers 1:

Wehe den widerspenstigen Kindern, spricht der HERR, welche Pläne ausführen, die nicht von mir stammen, und Bündnisse abschließen ohne meinen Geist, und so Sünde auf Sünde häufen!

Wenn wir die darauf folgenden Verse lesen würden, dann würden wir entdecken, dass diese Worte in erster Linie aufgrund der Situation von Israel gesprochen wurden, in welcher sich die Juden befanden. Denn der König von Babel war gerade dabei, mit überwältigendem Erfolg alle Länder zu erobern, aber Ägypten war zu dieser Zeit noch nicht gefallen, und deswegen meinten viele Juden, sie könnten dorthin fliehen und Sicherheit finden, obwohl Gottes Propheten schon mehrmals gesagt hatten, dass auch Ägypten überwältigt wird und ihre einzige Hoffnung darin besteht, sich vor dem König von Babel zu demütigen und ihm dienstbar zu werden.
Und obwohl das so ist, kann man diesen Weheruf trotzdem mal für sich selbst betrachten, der besagt: Wehe denen, die Pläne ausführen, welche nicht von Gott sind und Bündnisse mit denen schließen, mit denen Gott keine Bündnisse haben will. Da steckt eine ziemlich bemerkenswerte Ermahnung dahinter. Wenn man schon extra von Gott darüber angeleitet ist, wohin man gehen und was man tun soll, dann wäre es eine umso größere Frechheit, das zu ignorieren und sein eigenes Ding durchzuziehen.

Lasst uns aber mal einen anderen Weheruf lesen, der ziemlich außergewöhnlich ist! Folgenden Weheruf überlieferte Jesaja in Kapitel 45, Vers 10:

Wehe dem, der zum Vater spricht: »Warum zeugst du?«, und zur Frau: »Warum gebierst du?«

Mit diesem Weheruf will unser himmlischer Vater eigentlich im sinnbildlichen Stil etwas rüberbringen, man könnte es aber durchaus auch auf eine direkte Weise interpretieren. Zuerst werden wir uns natürlich mit der Bedeutung befassen, die unser Vater im Himmel mit diesen Worten wirklich meint.
Vater und Mutter sind Autoritätspersonen für Menschen, im Geistlichen aber ist Gott die Autoritätsperson über uns allen. Und genau so, wie ein Kind seinen eigenen Eltern nicht vorschreiben darf, was sie zu tun und zu lassen haben - auf eben die selbe Weise dürfen wir Menschen nicht Gott vorschreiben was er tun muss, oder ob seine Aktivitäten in unseren Augen recht sind. Das ist es, was Gott mit diesem Ausspruch verdeutlichen will.
Wenn wir aber zusätzlich dazu diesen Spruch noch auf eine weltliche, gesellschaftliche Weise betrachten wollen, dann käme dabei heraus, dass jeder Mensch sich schämen und in Acht nehmen muss, der anderen Menschen verbieten will, eine eigene Familie zu gründen. Es gab gewiss Zeiten, in denen es niemandem in den Sinn gekommen wäre, den anderen Menschen das Gründen einer eigenen Familie zu verweigern, aber wie sieht es heutzutage aus? Ich habe schonmal gehört, dass angeblich den Menschen eingeredet werden soll, das Gründen einer Familie wäre belastend für die Umwelt. Und dieses Argument klingt absolut schwachsinnig, während diesbezüglich auch der gerade gelesene Weheruf interessant wird.

Der nächste Weheruf aber, auf den wir unsere Aufmerksamkeit richten, wurde durch den Prophet Jeremia überliefert. In seinem Buch lesen wir die folgenden Worte in Kapitel 22, Vers 13:

Wehe dem, der sein Haus mit Unrecht baut und seine Obergemächer mit Ungerechtigkeit, der seinen Nächsten umsonst arbeiten lässt und ihm seinen Lohn nicht gibt.

Es ergeht hier offensichtlich ein Weheruf von Gott über alle Menschen, die jemanden arbeiten lassen, ohne den Lohn zu zahlen. Ein derartiges Verhalten löst unter geizigen und geldgierigen Arbeitgebern keinen Anstoß aus, bei Gott aber schon! Es ist von großer Wichtigkeit, wenn wir innerhalb der Welt etwas erledigt haben wollen, was mit dem Reich Gottes nichts zu tun hat, und die Arbeiter verlangen Lohn, dass wir ihnen dann auch genau den Lohn geben, auf den sich geeinigt wurde. Wenn wir etwas für Jesus tun, wofür er uns alles zukommen ließ, was dafür nötig ist, so sollen wir in seinem Namen umsonst arbeiten, denn unser Lohn dafür wartet im Himmel auf uns. Wenn wir aber nicht für Jesus zur Ehre Gottes aktiv sind, sondern weltliche Dinge tun, so dürfen wir dafür Lohn fordern, und wer für uns in der Welt arbeitet, dem dürfen wir nicht einreden, es würde von Gott belohnt werden, sondern wir müssen es auch weltlich belohnen.

Der nächste Weheruf ist durch den Prophet Hesekiel aufgeschrieben worden, und er gehört zu denen, die mir persönlich am allerbesten gefallen. Wir lesen in Kapitel 13, Vers 3:

So spricht GOTT, der Herr: Wehe den törichten Propheten, die ihrem eigenen Geist folgen und dem, was sie nicht gesehen haben!

Durch diesen Weheruf erhalten wir die eindeutige Bestätigung, dass alle Menschen sich selbst in Schwierigkeiten bringen, die behaupten, Jesus habe zu ihnen geredet, und dann verbreiten sie völlig verdrehte Aussagen, die Jesus niemals sprechen würde. Solche Menschen werden richtig Ärger kriegen am Ende, und das selbe gilt für alle, die behaupten, Gott hätte sie zu Propheten ernannt, obwohl sie noch nie in ihrem ganzen Leben irgendwas von Gott empfangen haben und nichtmal seinen Name kennen. Diese Gewissheit, dass über solche Leute ein Weheruf ergangen ist, gefällt mir, weil es mich nervt, dass immer wieder Menschen falsche Weissagungen äußern und dass es auch in unserer heutigen Zeit immernoch falsche Propheten gibt, die teilweise sogar unter Jesu Namen auftreten.

Hesekiel hat in dem selben Kapitel auch noch einen weiteren Weheruf aufgezeichnet, welchen wir beginnend in der zweiten Hälfte von Vers 18 lesen können. Es steht geschrieben:

Wehe den Frauen, die Binden nähen für jedes Handgelenk und Kopfhüllen verfertigen für Köpfe jeder Größe, um Seelen zu fangen! Wollt ihr die Seelen meines Volkes fangen, um eure eigenen Seelen am Leben zu erhalten?
Ihr entweiht mich bei meinem Volk für einige Hände voll Gerste und für etliche Bissen Brot, um Seelen zu töten, die nicht sterben sollten, und Seelen am Leben zu erhalten, die nicht leben sollten, indem ihr mein Volk anlügt, das Lügen gern Gehör schenkt!

Auch dieser Ausspruch richtet sich nochmal gegen falsche Weissagungen, und besonders auch gegen alle Arten von Wahrsagerei. Es sollte uns nichts Neues sein, dass Wahrsagerei ein Gräuel für Gott ist, denn darüber wurde ja bereits Moses aufgeklärt und hat es dem Volk Israel verkündet. Aber trotz dieser eindeutigen Verkündung lässt Gott extra nochmal einen Weheruf wegen solchem Fehlverhalten ergehen. Man muss dabei betonen, wie es auch aus dem Weheruf hervorgehen soll, dass zu Wahrsagerei immer mindestens zwei Personen dazu gehören. Einmal die Person, die diese Form von Okkultismus betreibt, und dann noch die Person, die diesen Dienst in Anspruch nimmt, weil sie entweder neugierig war und Geld bezahlt hat, oder weil sie sich dazu überreden ließ.

Einen dritten Weheruf gibt es noch, welchen Hesekiel in Kapitel 34 aufzeichnen konnte. Dort lesen wir Folgendes im hinteren Teil von Vers 2:

Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?

Dieser Weheruf ist ein Sinnbild dafür, dass die Oberhäupter der Gotteshäuser sich nicht ordentlich um die Gemeindemitglieder kümmern, sondern ihnen einfach nur das Geld aus der Tasche ziehen und sie mit unnützen Worten vertrösten, die nicht helfen, während sie aber niemandem einen echten Trost spenden, der wirklich das Herz berührt, und keine aufrichtigen Gebete sprechen und auch keine gesunde Lehre vortragen, denn all dies ist ihnen egal. Sie wollen einfach nur Geld haben und das war's, obwohl doch Gott ihnen die Versorgung der gläubigen Menschen auf eine geistliche Weise anvertraut hatte. Es ist mehr als angemessen, dass unser Vater im Himmel einen Weheruf über derartige Personen äußert, denn sie sind verantwortlich dafür, dass immer wieder Menschen den Glaube gänzlich aufgeben und verloren umherirren. Und manchmal geht es diesen Verlorenen sogar besser als denen, die in der Gemeinde bleiben. Das ist wirklich eine Schande, die sowohl in früheren Zeiten als auch in der heutigen Zeit flächendeckend vorliegt.

Es ergeht aber nicht nur ein Weheruf von unserem Vater im Himmel über die Menschen, die ihre Verantwortung in den gläubigen Gemeinden völlig vernachlässigt haben, sondern auch über jeden einzelnen Mensch, der in irgendeiner Weise eine Machtposition bekommen hat, welche er auf eine bösartige Weise missbraucht. Der Prophet Micha hat nämlich zu genau diesem Thema einen Weheruf geweissagt, welchen wir in Kapitel 2 seines Buches finden. Es steht geschrieben in Vers 1:

Wehe denen, die Frevel ersinnen und Böses vorbereiten auf ihren Lagern! Am Morgen, wenn es licht wird, führen sie es aus, weil es in ihrer Macht steht.

Das ist ziemlich trefflich formuliert. Nur allein aus dem geistlosen und unbarmherzigen Grund, dass sie die Macht dazu haben, Böses zu tun, tun sie es letztlich auch. Menschen, auf die soetwas zutrifft, bereiten sich selbst logischerweise viel Verderben für ihre Zukunft. Wenn nicht in dieser Welt, dann umso sicherer nach dieser Welt.

Jedenfalls wissen wir ja, dass in den zehn Geboten bereits gesagt wird: Du sollst nicht stehlen. Es gib passend dazu einen Weheruf aus dem Buch des Propheten Habakuk, den wir uns aus Kapitel 2 entnehmen können. Der Weheruf ist zwar Teil einer größeren Erzählung, doch er scheint schon in einem sehr ernsten Wortlaut erwähnt zu werden, denn ein gewisser Teil aus Vers 6 lautet folgendermaßen:

Wehe dem, der sich bereichert mit dem, was ihm nicht gehört!

Ich denke, es ist allgemein gut, auch diesen Weheruf gehört zu haben. Anstatt sich an Fremdem zu bereichern, sollten wir uns viel mehr mit unserem eigenen Besitz abfinden.
Ein noch interessanterer Weheruf steht in dem selben Kapitel in Vers 9. Folgendes lesen wir dort:

Wehe dem, der ungerechten Gewinn macht für sein Haus, um dann sein Nest in der Höhe anzulegen und sicher zu sein vor dem Unglück!
Du hast beschlossen, was deinem Haus zur Schande gereicht, nämlich die Vertilgung vieler Völker, und durch deine Sünden hast du deine Seele verwirkt.

An welche Art Menschen wird wohl dieser Weheruf gerichtet sein?
In erster Linie offensichtlich an welche, die genug Reichtum angehäuft haben durch ungerechte Aktivitäten, um sich eine sichere Zuflucht zu bereiten, und welche nun Völkermorde begehen wollen. Alleine schon durch das bloße Vorhaben, dies tun zu wollen, haben derartige Menschen ihre Seele verwirkt, und sie werden ein schlimmes Ende finden, denn unser Vater im Himmel kennt sie.

Eine ebenfalls sehr schlimme Sache wäre es, wenn man einen Ort gründet, der von Anfang an voller Boosheit sein soll. Deswegen steht ein weiterer Weheruf in Vers 12, der folgendermaßen lautet:

Wehe dem, der Städte mit Blut baut und Ortschaften auf Ungerechtigkeit gründet!

An diesem Weheruf erkennt man nicht nur, dass solche Leute sich von Anfang an den Zorn Gottes zuziehen, sondern es wird darin auch offenbar, wie sehr unser Vater im Himmel Gerechtigkeit liebt, denn andernfalls würde es ihn gar nicht kümmern, unter welchen Umständen eine Ortschaft gegründet wird.

Nun bleiben noch zwei Weherufe übrig, die auch beide in diesem Kapitel stehen. Der eine tadelt eine Verhaltensweise, welche, soweit ich es hoffe, nur selten vorkommt unter den Menschen. Es steht geschrieben in Vers 15:

Wehe dir, der du deinem Nächsten zu trinken gibst und ihm deinen Gluttrank einschenkst und ihn auch betrunken machst, um seine Blöße zu sehen!

Dieser Weheruf richtet sich also zuerst an Leute, die andere Menschen betrunken machen wollen, um sie dann in irgendeiner Weise zu entstellen, zu schmähen oder schlimmstenfalls zu missbrauchen. Es müssen sich im weiteren Sinne aber auch alle Menschen von diesem Weheruf betroffen fühlen, die ganz allgemein eine Wohltat an einem Mensch nur deshalb üben, weil sie böse Hintergedanken haben und die Wohltat nur als Mittel benutzen, um über den Mensch in irgendeiner Weise Kontrolle zu gewinnen.

Nach dieser wichtigen Erkenntnis bleibt uns nur noch ein Weheruf übrig, und dann haben wir uns alle Weherufe angeschaut, die ich finden konnte in den Aufzeichnungen der Propheten. Folgender Weheruf steht in Vers 19:

Wehe dem, der zum Holz spricht: »Wache auf!« und zum stummen Stein: »Steh auf!« Kann er denn lehren? Siehe, er ist in Gold und Silber gefasst, und es ist gar kein Geist in ihm!

Dieser Weheruf richtet sich an jeden einzelnen Mensch, der Götzen dienst betreibt, indem er durch die Anbetung eines Gegenstandes oder eines irdischen Materials meint, Gott näher zu kommen. Ein Stück Holz wird mit Sicherheit niemals lebendig werden, nur weil der Mensch ganz fest daran glaubt, und ein Stück Stein genau so wenig. Jeder, der sowas erwartet, macht sich selbst zum Trottel vor Gott.

Und da wir all diese Weherufe nun näher betrachtet haben, sollte uns ein ziemlich guter Eindruck gegeben sein, was Gott nicht mag und worauf wir achten müssen.
Lasst uns nochmal ganz kurz im Schnelldurchlauf besprechen, was jeder Mensch, der danach dürstet, ein Gerechter sein zu können, aus dem heutigen Video lernen kann!

Wir sollen niemals unsere eigenen Besitzansprüche erheben, schon gar nicht wenn dadurch das Leben unserer Mitmenschen geschmälert wird. Wir sollen keinerlei berauschenden Getränken nachjagen. Wir sollen uns nicht einbilden, dass wir beladen mit allerlei Sünden leben können und dann obendrein noch uns selbst und andere belügen, indem wir sagen würden, wir seien frei, und am allerwenigsten sollten wir die Wiederkunft Jesu fordern, wenn wir in einem solchen Zustand sind. Viel mehr sollten wir uns damit zufrieden geben, dass Jesus wiederkommen wird wie ein Dieb in der Nacht und dass wir alle Sünde ablegen müssen, um Gottes würdig zu leben.
Wir dürfen niemals in irgendeiner Weise Gutes böse nennen, oder Böses als gut bezeichnen, sondern wir müssen die Dinge immer so beschreiben, wie sie wirklich sind und damit angemessen umgehen, aber nicht heuchlerisch. Wir sollen nicht davon ausgehen, dass wir aus unserem eigenen Intellekt heraus weise sein könnten, da die wahre Weisheit nur von Gott kommt und wir im Grunde gar nichts Wahrhaftiges erkennen werden, so lange wir nicht von Gott Weisheit geschenkt bekommen, was er aber nur mit denen tun wird, die wissen, dass sie nichts wissen, denn in jedem anderen Fall würde der Mensch es sowieso nicht annehmen wollen, was Gott ihm gibt. Oder vielleicht hat Gott es schon durch den Geist austeilen wollen, aber der Mensch erkannte es nicht, weil er die Weisheit verachtet hat und lediglich mit heuchlerischem Herzen um Weisheit bat.
Wir dürfen auf keinen Fall darin Helden sein, berauschende Getränke zu trinken oder zu mischen. Viel besser ist es, nüchtern und scharfsinnig zu sein und voll von Gottes Wahrheit zu werden. Wir dürfen uns niemals mit Geschenken dazu verlocken lassen, Unrecht zu ignorieren oder selber Unrecht zu tun. Sollten wir damit versucht sein, müssen wir es ablehnen um Jesu willen und damit letztlich um Gottes willen. Wenn wir in einer Situation sein sollten, in der wir Regeln aufstellen sollen, so dürfen es niemals bedrückende Regeln sein, sondern immer nur das Nötigste. Wir sollen unter keinen Umständen finstere Pläne schmieden und dürfen nicht so leichtfertig sein, zu glauben, dass wir uns jemals vor Gott verstecken könnten. Wenn wir in irgendeiner Weise mitbekommen, dass Gott den Plan nicht mag, den wir verfolgen, so müssen wir den Plan verwerfen. Und wenn Gott nicht will, dass wir uns mit gewissen Leuten verbünden, so müssen wir um Gottes willen die Leute verwerfen, nachdem wir sicher sein können, dass sie das Evangelium schonmal gehört haben. Denn es geht nie darum, dass Menschen zwangsweise das Evangelium angenommen haben müssen. Unsere Aufgabe ist an dem Punkt erfüllt, an dem wir es ordentlich erklärt haben. Das Annehmen oder Ablehnen betrifft uns nicht, es ist jedermanns eigene Entscheidung. Und zum Spaß oder zur gegenseitigen Unterstützung sollten wir wirklich niemals mit Menschen verbunden sein, an denen Gott oder Jesus Anstoß nehmen.
Wir dürfen nicht Gott vorschreiben, was er zu tun und zu lassen hat, sondern müssen uns stets darin bemühen, uns mit seinen Entscheidungen abzufinden, auch wenn sie uns vielleicht nicht gefallen. Wir dürfen denen, die von uns Lohn für ihre Arbeit versprochen bekamen, auf keinen Fall den Lohn zurückhalten, sondern sollen alles austeilen, wie wir es versprochen haben, und wir sollen niemanden umsonst arbeiten lassen, der für uns weltliche Tätigkeiten verrichtet, für die es von Gott gar keinen Lohn zu erwarten gibt. Wir sollen niemals als Propheten auftreten, ohne es wirklich zu sein, denn solche finden kein gutes Ende, und wenn ein anderer Mensch dies tut, nehmen wir diesen Mensch nicht ernst, sondern ignorieren ihn oder beten vielleicht für die betreffende Person, dass unser Vater im Himmel ihr bitte Verständnis für die Wahrheit schenken soll. Und mit Wahrsagerei oder falschen Weissagungen in Jesu Namen sollten wir überhaupt gar nichts zu schaffen haben, in keiner Weise.
Sollten wir jemals in der Situation sein, eine eigene gläubige Gemeinde anleiten zu müssen, so werden wir keine sprichwörtlichen Hirten sein, die nur sich selber weiden, sondern zur Ehre des Sohnes Gottes, Jesus Christus, und zur Ehre unseres Vaters im Himmel sollten wir versuchen, den lebendigen Glaube zu verkünden und die Herzen derer zu stärken, die die Wahrheit wirklich annehmen wollen. Und ob wir selber dadurch in irgendeiner Weise einen Vorteil haben oder nicht, soll uns völlig egal sein, weil auch wir nur Diener sind in dieser Lage. Und falls wir jemals in eine Position kommen, in der wir Macht über andere Leute oder Umstände haben, so nutzen wir sie nicht aus, um Böses zu tun, sondern um sogar in dieser Lage Jesus zu dienen wie es nach seiner Lehre richtig ist. Wir sollen auch niemals Dinge an uns reißen, die uns nicht gehören, sondern immer das Eigentum anderer Menschen achten. Wir streben nicht nach Reichtum und schließen uns keinerlei Menschen oder Menschengruppen an, die das Ziel verfolgen, auf irgendeine Art Böses zu tun und ganze Völker leiden zu lassen. Wir haben auch überhaupt nichts zu schaffen mit allen Orten, an denen Böses wohnt oder die auf einem bösen Fundament erbaut werden. Wir machen keine Menschen betrunken und helfen anderen nicht mit bösen Hintergedanken, sondern auf selbstlose Weise, um der bloßen Barmherzigkeit willen, Jesus zuliebe. Und wir sollten unter keinen Umständen so dumm sein, auch nur im geringsten Ansatz ein Bildnis anzubeten oder gar zu erwarten, dass dieses lebendig werden würde.

All diese Dinge sind es, die uns die Weherufe erkennen lassen sollen, um uns zu helfen, dass wir unseren Wandel in Gott wohlgefälliger Gerechtigkeit besser hinbekommen. Für jeden, der möglichst gerecht sein will, ist das mit Sicherheit nützliches Wissen.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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