Text zu "Predigt - Wahre Buße: Was ist das überhaupt?"

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Ich möchte euch heute eine Predigt über Buße halten, also über die wahre, aufrichtige Buße, die von Herzen kommt und die jeder Mensch einzeln vor Gott braucht, weil jeder Mensch gesichtet wird gemäß dem, was er selber tut und im Herzen hat, aber nicht gemäß dem, was irgendwelche anderen Leute taten. Zuerst möchte ich euch mal anhand der Bibel zeigen, dass ohne die Forderung, Buße zu tun, die gesamte Verkündigung des Evangeliums völliger Unfug sein würde. Danach lesen wir mal kurz ein paar Bibeltexte, die uns ein besseres Gefühl dafür geben sollen, was wahre Buße ist, und zum Abschluss werde ich noch ein paar persönliche Worte über das Thema sagen, um es euch möglichst zugänglich zu machen.

Wir erkennen deutlich, wie wichtig Buße schon immer war, seit dem Beginn des Evangeliums, indem wir darauf schauen, was Johannes der Täufer verkündigt hat. Dieser sollte Jesus ankündigen, und bis Jesus dem Volk offenbar war, hatte Johannes auch eine eigene Aufgabe gegenüber dem Volk. Es steht geschrieben im Evangelium des Matthäus, Kapitel 3, Vers 1 und 2:

In jenen Tagen aber erscheint Johannes der Täufer und verkündigt in der Wüste von Judäa
und spricht: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!

Das allererste, was im Bezug auf das Reich Gottes jemals gesagt wurde, ist: Tut Buße!

Das sind die ersten beiden Worte der Verkündigung. Damit beginnt alles, und ohne dies könnte es gar nicht losgehen. Und Johannes sagt sogar den Grund, warum wir Buße tun müssen. Der Grund lautet: Das Reich der Himmel ist nahe herbei gekommen. Denn wenn man mit dem Reich der Himmel in Kontakt kommt, dann kann man doch nicht voller Sünde sein! Sünde ist die Verfehlung gegen Gottes Wille. Und das Reich der Himmel ist von Gott. Wer sich also gegen Gott verfehlt, für den ist das nahekommend es Reiches der Himmel kein Grund zur Freude, sondern eher zum Erschaudern. Deshalb verkündigt schon Johannes, dass es notwendig ist, Buße zu tun. Und dies tat er wohlgemerkt zu einer Zeit, als Jesus noch gar nicht aktiv war. Aber was geschah denn, als Jesus seine Taufe empfangen hatte und begann, zu wirken? Dies ist am besten aufgeschrieben im Evangelium des Markus, wo wir lesen in Kapitel 1, Vers 14 und 15:

Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

An diesen Worten merken wir, dass auch die Verkündigung von Jesus die ganze Zeit lang darin bestand, dass man Buße tun muss. Das hat Jesus praktisch überall gesagt. Es war das Fundament seiner Lehre. Man muss Buße tun und dann an das Evangelium glauben.

Es gab auch eine Zeit im Leben von Jesus, wo er besonders viele Menschen erreichen wollte, deshalb sandte er seine zwölf Apostel aus. Als diese aber unterwegs waren, um für Jesus zu verkündigen, da hatten sie auch eine Botschaft zu vermitteln. Und um welche Botschaft handelte es sich dabei?
In Kapitel 6 vom Evangelium des Markus steht in Vers 12:

Und sie gingen und verkündigten, man solle Buße tun.

Ganz offensichtlich hat sich also nicht das geringste geändert, sondern die Botschaft geht immer damit los, dass man Buße tun muss, und ohne Buße gibt es keine Erlösung.

Als nun Jesus auferstanden und auch schon in den Himmel aufgefahren war, da waren die Apostel nicht etwa so dreist, dass sie gesagt hätten: „Hurra, freut euch, denn wir können sündigen so viel wir wollen, weil Jesus uns gerecht gemacht hat und wir aus Gnade errettet sind!“.
Stattdessen haben die Apostel ausnahmslos jeden zur Buße aufgefordert, der sündigte, egal wer es auch war. Wir lesen zum Beispiel in der Apostelgeschichte in Kapitel 8 von einem Zauberer namens Simon, der zwar begann, an Jesus zu glauben, aber gleichzeitig an Sünden festhielt. Und wie Petrus darauf reagierte, lesen wir in den Versen 17 bis 24:

Da legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist.
Als aber Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld
und sprach: Gebt auch mir diese Vollmacht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt!
Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu können!
Du hast weder Anteil noch Erbe an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott!
So tue nun Buße über diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir die Tücke deines Herzens vielleicht vergeben werden mag;
denn ich sehe, dass du in bitterer Galle steckst und in Fesseln der Ungerechtigkeit!
Da antwortete Simon und sprach: Betet ihr für mich zum Herrn, dass nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme!

Dieses Beispiel sollten wir ganz genau betrachten und es wirklich in unser Herz aufnehmen. Der Zauberer Simon wollte die Gabe Gottes mit Geld erwerben, um sich selber einen Namen zu machen, und Petrus hat entsprechend hart mit ihm geredet. Manche lauwarme Christen, die die Wahrheit nicht kennen, würden da sofort protestieren und sagen: „Oh nein, wie kann Petrus nur derart reden? Er hat gerichtet, obwohl wir doch gar nicht richten dürfen! Petrus ist kein echter Christ!“
Mit solch einer Reaktion würden sich die lauwarmen Christen nur selbst beschämen vor dem Angesicht Gottes, wie sie es ja ohnehin andauernd tun und somit das Maß ihrer eigenen Sünde voll machen, bis sie den Lohn ihrer Sünde bekommen. Der Lohn der Sünde ist aber der Tod.
Ich kann euch versichern, dass Petrus in diesem Fall richtig reagiert hat und die Wahrheit sagte. Und der Zauberer Simon tut immernoch nicht Buße, sondern er bittet stattdessen darum, dass andere Menschen für ihn beten sollen. Damit hat der Zauberer Simon über sich selber das Todesurteil gesprochen.
Warum das aber so ist, werde ich euch nachher noch erklären. Fakt ist, dass wir an diesem Fall besonders gut erkennen, wie eindringlich die Apostel nach der Himmelfahrt Jesu immernoch von dieser einen Sache redeten, mit der alles angefangen hatte: Sie sagten, man muss Buße tun. Das ist eine zeitlose Wahrheit. Es ist unerlässlich, um gerettet zu werden.
Viele Menschen wollen das auf keinen Fall einsehen und verdrängen diese Wahrheit mit all ihrer Kraft, indem sie behaupten: „Man kann sich seine Rettung nicht verdienen, es ist alles Gnade. Die Schrift sagt doch, dass Jesus die Sünde der Welt hinweggenommen hat, also ist schon lange alles vollbracht und es geht nur um die Liebe Gottes, die uns rettet, und nicht darum, ob wir sündigen.“

Lasst uns mal schauen, was Paulus in einem Moment der Weisheit schreiben konnte, um richtig auf eine derart sinnlose Aussage zu reagieren! Wir lesen im Brief an die Römer in Kapitel 6, Vers 1 bis 4:

Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde?
Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben?
Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind?
Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.

Paulus konnte anmerken, dass wir so wandeln sollen, als hätten wir ein komplett neues Leben, nämlich ein Leben frei von Sünde, in dem wir gar nichts Falsches mehr tun wollen. Das ist Buße. Also das komplette Verändern des Lebenswandels und des inneren Denkens. Wir leben nicht mehr so, wie wir selber wollen, sondern gemäß den Geboten Gottes, denn Gottes Wille kommt durch die Gebote zum Ausdruck. Und im Brief des Jakobus steht passend dazu in Kapitel 4, Vers 7 bis 10:

So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch;
naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid!
Fühlt euer Elend, trauert und heult! Euer Lachen verwandle sich in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit!
Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.

Hier kommt es sehr gut zum Ausdruck, dass wir unseren eigenen Willen unter den Wille Gottes stellen sollen. Was Gott lehren ließ, ist wichtiger als das, was wir selber für richtig halten würden. Darum sollen wir gar nichts mehr tun, was Gott ein Ärgernis ist und auch kein geteiltes Herz mehr haben, indem wir einerseits sagen würden, dass Sünde schlecht ist, aber andererseits sagen würden, dass Sünde egal sei. Und wir sollen alles bereuen, was wir falsch gemacht haben, wir sollen in Trauer und Niedergeschlagenheit leben bezüglich unserer Verfehlungen, bezüglich all dem, was wir in unserem Leben verbockt haben. Es muss uns so sehr leidtun, dass wir es niemals wieder tun wollen. Nie wieder. Der bloße Gedanke, die Sünden zu tun, die wir vor der Bekehrung und der Taufe getan hatten, muss uns persönlich ein Gräuel sein, eine völlig unwürdige Vorstellung, die wir mit aller Kraft ablehnen, sollte sie aufkommen. Denn die Gebote Gottes sind geistlich und sind die Kraft des Lebens, und wer in den Geboten wandelt und alle Sünden verabscheut, der ist aus dem Geist geboren. Wer aber nach der Taufe immernoch sündigt, der ist nicht aus dem Geist geboren, sondern er ist fleischlich und erntet den Tod.
Jesus hat den Lebenswandel im Geist völlig vollzogen. Und zwar im Gegensatz zu uns von Anfang an, wir selbst aber haben Sünden auf uns geladen, als wir noch unverständig waren und nicht wussten, was wir tun und was wir vermeiden sollen. Dann aber lernen wir, was wir tun und was wir vermeiden sollen, lassen uns taufen auf den Name Jesus Christus zum Abwaschen der bereuten Sünden und zur Besiegelung unserer Zugehörigkeit zu Jesus, und danach berücksichtigen wir den Wille Gottes, sofern wir wirklich gläubig sind, denn nur dadurch wird man gerettet. Und Jesus hat seinen Lebenswandel nicht nur deshalb vollzogen, weil er dadurch würdig ist, fremde Sünden tragen zu können, sondern er hat es ebenfalls getan, um uns ein Vorbild zu geben. Denn wir sollen tun, was er getan hat und wir sollen ablehnen, was er abgelehnt hat. Deshalb schrieb Petrus in seinem ersten Brief in Kapitel 4, Vers 1 bis 3:

Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen,
um die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes.
Denn es ist für uns genug, dass wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst.

Diese Worte sollte man ganz genau so ernst nehmen, wie sie aufgeschrieben sind. Es soll nicht mehr um Lüste der Menschen gehen! Es soll keine Ausschweifungen, Begierden, Trinkgelage, Belustigungen und andere Gräuel mehr geben. Wir sollen bereit sein, in unserem fleischlichen Leben Leid zu ertragen, wie auch Jesus es tat. Johannes sagt dazu bekräftigend Folgendes in seinem ersten Brief in Kapitel 2:

Wer sagt: »Ich habe ihn erkannt«, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht;
wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind.
Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist.

Das sind sehr wichtige Worte. Wir können nur in Jesus sein, wenn wir so leben, wie Jesus gelebt hat, nämlich treu dem Wille Gottes. Und falls ihr euch fragt, warum dies von entscheidender Bedeutung ist, dass wir in Jesus sind, dann finden wir die Antwort im Evangelium des Johannes, Kapitel 15, Vers 6, wo geschrieben steht:

Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen.

Also: Entweder ihr bleibt in Jesus, dann werdet ihr gerettet, oder ihr bleibt nicht in Jesus, dann werdet ihr weggeworfen, und ihr werdet im Feuer verbrennen. So einfach ist das.

Aufgrund all dieser Tatsachen ist Buße tun so wichtig. Und Buße tun bedeutet, dass man neu lebt, dass man anfängt, wie Jesus zu leben. Alles, was man vorher als wichtig erachtet, erachtet man jetzt als wertlos. Ein Mensch, der nicht in Jesus ist, der macht sich Sorgen darum, was andere Menschen über ihn denken. Er fragt sich andauernd: „Was werden meine Freunde sagen? Was wird meine Familie sagen? Was werden die Leute bei der Arbeit sagen?“
Sein Denken funktioniert auf die Art, dass er immer nur reden und tun will, was den Mitmenschen gefällt. Er will auf keinen Fall Anstoß auslösen, er will sich niemals unbeliebt machen, sondern er ist bereit, alle Werte und alle Prinzipien, die er vielleicht hat, völlig aufzugeben, wenn dafür nur das Zusammenleben mit den anderen Menschen erträglich ist. Und das ist nicht gut so. Jesus hatte auch ständig Ärger mit den Pharisäern, und er musste sich mit unqualifizierten Kommentaren von Schwätzern aus der Volksmenge herumärgern, zum Beispiel als einer aus der Volksmenge zu ihm gesagt hat, er soll seinem Bruder befehlen, das Erbe zu teilen, oder als eine Frau aus der Volksmenge ihm zurief, dass seine Mutter glückselig ist, weil Jesus als Baby an ihrer Brust lag. Solche schwachsinnigen Äußerungen, die auf ganzer Linie von Unglaube zeugen, waren im Leben von Jesus eigentlich gar keine Besonderheit, aber es wurden nur ganz wenige derartige Ereignisse aufgezeichnet. Man könnte theoretisch ein eigenes Buch darüber schreiben, was Jesus alles für bescheuerte Zurufe aus der unverständigen Volksmenge ertragen musste, während er sich die ganze Zeit bemüht hat, den Menschen die Wahrheit Gottes zu erklären, aber sie wollten es überhaupt nicht in sich aufnehmen. Und dann gab es wie gesagt noch die Pharisäer und Schriftgelehrten, also die Männer, die sich einen von der Gesellschaft anerkannten Titel erarbeitet hatten, denn sie hatten studiert, und sie galten als professionelle Kenner der Schriften. Und diese sind auch Jesus auf die Nerven gegangen mit Fangfragen, und sie empörten sich über das Verhalten von Jesus und redeten entstellend und niederträchtig über ihn, weil Jesus ja selber kein Pharisäer war und auch nicht die Schriften studiert hatte, deswegen wollten sie das ausnutzen, um ihn vor der Volksmenge als ungebildeten Schwätzer oder Verführer hinzustellen. Aber Jesus hat nicht aufgehört, die Wahrheit zu reden, er hat sich aber gleichzeitig überhaupt nicht darum gekümmert, ob die Menschen gut oder schlecht über ihn denken. Jesus hat es sich nicht zu Herzen genommen, dass seine eigene Familie ihn für verrückt hielt, und Jesus nahm es sich auch nicht zu Herzen, dass die studierten Lehrer, von denen das Volk meinte, sie würden alles am besten wissen, ihn ständig verbal bedrängt und verlästert haben. Jesus erduldete all dies und ließ sich trotzdem nicht davon abbringen, den Wille Gottes zu tun. Das Verhalten der Menschen ihm gegenüber galt ihm nichts, und seine eigene Ehre galt ihm auch nichts.
Deswegen müssen auch wir uns von dem Denken abwenden,dass es gut oder nötig sei, von irgendwelchen Menschen in dieser Welt Ehre zu bekommen oder uns vor irgendwem rechtfertigen zu müssen oder immer nur eine heile Welt vorzutäuschen bei den Menschen, mit denen wir zusammen leben, selbst wenn wir sündigen müssten, um mit ihnen Frieden zu haben. Sowas hätte Jesus niemals getan, darum dürfen auch wir es nicht tun. Denn wenn wir es tun, sind wir fleischlich, wir sind dann keine Kinder Gottes und stehen immernoch an dem Punkt, dass wir überhaupt erstmal Buße tun müssen. Buße tun heißt, dass wir uns dafür schämen, wie schlecht die Dinge bisher in unserem Leben gelaufen sind, wenn wir sie mit Gottes Maßstäben abgleichen, und dass wir ab jetzt nur noch begehren, den Maßstäben Gottes gerecht zu werden soweit es geht, selbst wenn die ganze Welt uns auslacht oder beleidigt und verlästert oder uns vielleicht sogar körperlich deswegen bedrängt. Jesus hat im Fleisch gelitten, und wir müssen dazu auch bereit sein. Denn wer nicht bereit ist, genau so zu leben wie Jesus, selbst wenn er aufgrund dieser Entscheidung in Situationen kommt, in denen er im Fleisch leiden wird, dann wird dieser Mensch sündigen, um Ruhe zu haben, und am Ende fällt er deshalb in den ewigen Feuersee.
Also: Vor der Buße hat man immer versucht, mit den Menschen gut auszukommen, egal ob es Freunde sind oder Mutter und Vater und Bruder und Schwester, oder Arbeitskollegen und der Chef, oder ob es Glaubensgeschwister sind, die sich schlecht benehmen, indem sie selber tun, was in den Augen Gottes böse ist oder indem sie die Schriften verdrehen und versuchen, uns völlig falsch zu belehren, sodass wir verloren gehen würden, würden wir ihnen glauben. Auf all dies hört man nicht als Jesus-Nachfolger. Man hört nicht auf Ungläubige, man hört nicht auf lauwarme Christen, man hört nicht auf verkorkste Autoritätspersonen der Gemeinde, man hört auch nicht auf Andersgläubige. Und es ist vollkommen egal, ob auch nur ein einziger von denen uns mag, oder ob wir restlos von allen verachtet werden. Jesus war verachtet und von den Menschen verlassen. Ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut. Also, was meint ihr, was uns erwarten wird, wenn wir sein wollen wie Jesus?
Es ist ein wichtiger Punkt, dass man alle Ehre aufgibt, die man vor Sündern haben könnte, egal ob es Sünder sind, die sich selber Christen nennen, oder ob es Sünder sind, die offenkundig Jesus ablehnen. Keiner von beiden Gruppen sollen wir gefallen, und bei denen sollen wir nicht Mitglied sein, sondern Gott sollen wir gefallen, sodass es ihm wohlgefällt, uns ein Mitglied des Königreiches seines Sohnes sein zu lassen. Allerdings gibt es auch ein zweites großes Thema, bei dem viele Menschen Buße nötig haben werden.
Jesus hat keinerlei Wert auf weltlichen Wohlstand gelegt, und auch daran müssen wir uns ungefähr orientieren. Bei Jesus war es so schlimm, dass er ja nichtmal einen Ort hatte, wo er regelmäßig schlafen konnte, sondern er musste immer darauf hoffen, dass irgendwer aus der Volksmenge sich erbarmen wird und Jesus in dem eigenen Haus übernachten lässt samt den Aposteln. Und wenn sich niemand fand, mussten sie bei Wind und Wetter unter freiem Himmel schlafen. Und wenn ihnen Geld geschenkt wurde, haben sie davon nur das Nötigste gekauft, nämlich Speise oder Kleidung, und den Rest haben sie an die Armen verteilt. Auch hier müssen wir Buße tun, denn bevor ein Mensch Buße tut, ist er immer so drauf, dass er an seinen eigenen Besitz denkt und ein ausgefülltes Leben haben will. Der Mensch denkt an Dinge, die er gerne hätte, spart dafür Geld und kauft sie sich. Das ist seiner Meinung nach der richtige Lebensstil. Und wenn wir das Gesetz unseres Landes betrachten, dann stimmt es, dass dies ehrenwert und richtig ist. Wenn wir aber das Evangelium zum Maßstab machen, dann müssen wir uns eingestehen, dass dieser Stil nicht ehrenhaft genug ist, um Gottes würdig zu sein. Wir wären also nur nach unserer eigenen Ansicht gerecht, aber nicht nach Gottes Ansicht, die er Jesus lehren ließ, wenn wir all unser erarbeitetes Geld für uns selber benutzen. Auch von solchem Denken muss man sich abwenden, denn Jesus hat nicht derartig gelebt, und ihm sollen wir ähnlich werden, damit, gleichwie er unzweifelhaft der Sohn Gottes ist, so auch wir wie Kinder Gottes sein können. Wenn Jesus das ihm zur Verfügung gestellte Geld ausschließlich für unbedingt notwendige Dinge ausgab und den ganzen Rest an Bedürftige verteilte, wie könnten wir dann irgendwas Anderes tun?
Und Jesus hat betont, dass er allezeit den Wille seines Vaters tut. Und der Wille unseres Vaters ist, dass wir uns heiligen, indem wir bewusst und mit fester Überzeugung aus Liebe zu ihm die Gebote einhalten. Denn man kann seine Liebe zu Gott und auch die Liebe zu Jesus auf keinem anderen Weg veranschaulichen, als nur auf diesem einen Weg, dass man seine Gebote einhält. Und Jesus hat uns sehr viel gesagt, was wir bedenken sollen, und außerdem sollen wir in Gottesfurcht wandeln, und zwar unserem Vater im Himmel zuliebe. Jesus selber hat das getan. Er hat sich nur für seinen Vater interessiert, also was werden dann wir tun müssen?
Der Mensch ohne Buße denkt immer, er kann sich selber alles so zurechtrücken, wie es schön ist, wie es Hoffnung macht und wie es sich gut leben lässt. Viele Menschen legen selber fest, was richtig ist und was falsch sein soll, anstatt nach Gott zu fragen. Andere hingegen sind sogar noch schlimmer unterwegs, denn sie meinen, dass es gar kein Richtig und gar kein Falsch gibt. Aber von all diesen furchtbaren Denkweisen müssen wir ablassen, denn es ist vor Gott eine Schande, derartig zu denken. Somit müssen wir auch darin unser Denken ändern. Nicht unser eigenes Empfinden für richtig und falsch soll zählen, sondern das Empfinden Gottes und das, was Gott lehren ließ. Und hierbei geht es um persönliches Denken. Es geht nicht darum, dass wir anderen Menschen vorschreiben, was diese tun müssen. Es geht darum, dass wir uns bewusst von Gott vorschreiben lassen, was wir selber tun sollen. Und zwar unabhängig von der Reaktion anderer Menschen. Wenn du zum Beispiel unzüchtiges Bildmaterial anschaust oder wenn du begehrst, mit irgendwelchen Menschen zusammen unzüchtige Handlungen zu treiben, dann tue Buße davon! Tue nichts dergleichen und begehre auch nicht, irgendwas dergleichen tun zu können. Denn Gott verabscheut es, wenn Menschen mit irgendwelchen anderen Menschen, egal welchen Alters und Geschlechts, oder mit sonstigen Wesen, irgendwelche sexuellen Handlungen vollziehen. Es widert ihn an. Das einzige Zumutbare aus diesem Themenfeld geschieht ihm Rahmen einer heiligen Ehe. Der Sinn deiner Existenz ist aber nicht das Ausüben von zügellosem Geschlechtsverkehr, denn auch wenn die Menschen die Möglichkeit der Fortpflanzung von Gott bekommen haben, so ist dieser Akt trotzdem in keiner Weise göttlich. Du kannst also kein Kind Gottes sein, wenn du dich an sexueller Lust ergötzt, sondern Gott wird sein Angesicht dann vor dir verbergen, und Jesus ebenfalls. Wenn du wirklich gerettet werden willst, dann tue Buße von allen unzüchtigen Begierden! Schäme dich dafür und tue es in Zukunft überhaupt nicht mehr! Richte von nun an dein ganzes Denken darauf aus, es zu vermeiden!
Und wenn du in esoterische Dinge verstrickt bist, in irgendwas aus der New Age Bewegung, dann höre sofort damit auf und vernichte alle Objekte, die damit im Zusammenhang stehen! Denn Gott verabscheut Geisterbefrager und Engelbefrager und Wahrsager und Hellseher und Götzendiener und Zauberer bzw. Magier und Sterndeuter und Beschwörer. All diese Leute verachtet unser Vater im Himmel zutiefst. Und wer sowas tut, der zieht sich selber den Zorn Gottes des Höchsten zu, er provoziert durch sein Verhalten, egal ob absichtlich oder unabsichtlich, dass Gott das völlige Verderben des Menschen erlaubt. Denn du kannst nicht Dinge tun, die für jemanden so sehr zum Kotzen sind, dass er sie nicht aushalten kann, und dann gleichzeitig erwarten, dass er dich liebt und dir Gutes tun will. Das ist unmöglich. Deswegen muss jeder, der Jesus nachfolgen will, ganz mit diesen Dingen abschließen und darf ihnen nicht hinterher trauern, und er muss sich schämen, sie getan zu haben und darf sie nie wieder tun, sondern muss sie alle bewusst verwerfen. Denn das ist Buße, dass man sich damit abfindet, ob man es nun nachfühlen kann oder nicht, dass unser Vater im Himmel sowas hasst und es nicht ertragen kann. Denn es geht nicht darum, was du selber gut oder schlecht findest, sondern darum, was dein Vater im Himmel gut oder schlecht findet. Und dieses Denken muss man haben, um Buße zu tun, dass man sozusagen die Gefühle des Vaters im Himmel nicht verletzen will, völlig unabhängig davon, welche Meinung man selber hatte. Wenn du erkennst, dass dein Vater etwas verabscheut, dann soll diese Erkenntnis allein bereits Grund genug für dich sein, um es bleiben zu lassen. Das ist die echte Liebe zu Gott. Und die Liebe zu Gott ist nebenbei bemerkt das größte Gebot, das es im ganzen Universum gibt.
Und wenn du das Wort Gottes nicht annehmen willst wie es dasteht und stattdessen versuchst, den Wörtern oder Versen neue Bedeutungen zu unterstellen, die überhaupt nichts nützen und dich in keiner Weise zu Gerechtigkeit leiten, sondern viel mehr zum Ignorieren der Sünde, dann tue auch davon unbedingt Buße! Hör auf, das Wort Gottes zu verdrehen, und höre auf, in den Geboten und den einfachen Verläufen aus den Geschichtsbüchern lauter Sinnbilder zu sehen, die völlig an den Haaren herbei gezogen sind und lediglich durch noch mehr oberflächliche Fehlinterpretationen untermauert werden, welche einen Mangel an Bibelkenntnis bezeugen!
Man kann und soll Prophezeiungen aus den Schriften der Propheten so behandeln, dass sie die Zukunft andeuten. Aber man darf niemals Gebote so interpretieren, dass diese nicht in die Tat umgesetzt werden sollen, sondern lediglich die Zukunft als Sinnbild darstellen würden. Durch solches Verhalten schändet man das Wort Gottes. Eine noch heftigere Schändung des Wortes Gottes passiert dadurch, dass man sich einzig und allein die positiven Verse herausnimmt, die Rettung oder Vollmacht verheißen, und alles andere, was sonst noch geschrieben steht, ignoriert man absichtlich, um nur basierend auf den Versen mit positiven Verheißungen die Menschen zu belehren. Auch wer sowas tut, bereitet sich selbst damit viel Unheil. Aber nicht nur sich selbst, sondern auch jedem Zuhörer, der es ernstnimmt. Und das allerschlimmste überhaupt, was bei dem Missbrauch von Gottes Wort passieren kann, das ist, wenn man das Wort Gottes falsch auslegt und sich selber deswegen für klug und für aufgeklärt hält, und wenn man denen, die die Ernsthaftigkeit des Wortes Gottes erkennen, dann in völligem Hochmut vorhält, dass sie einen Mangel an Erkenntnis hätten und das Wort Gottes nicht verstehen würden. Wer sich derart benimmt, muss unbedingt Buße tun, indem er sich dafür schämt, das Wort Gottes durch unnütze Auslegungen entstellt zu haben und obendrein die jenigen auf herablassende Weise geschmäht zu haben, die bei solchen Verrücktheiten nicht mitmachen. Das Wort Gottes ist nicht dazu da, dass wir immer nur überall ein Anzeichen darauf suchen, wie angeblich Jesus angedeutet wurde, dass er unsere Sünden trägt und wir tun und lassen könnten was wir wollen, sobald wir seinen Name bekennen. Das wäre eine satanische Lehre, und es ist nichts Neues, dass der Satan das Wort Gottes benutzt, um Gläubige zu verführen, indem er ihnen die Schriften falsch auslegt. Deswegen muss man aufhören, in dem Wort Gottes unnütze Sinnbilder in Texten zu vermuten, sondern man muss das Wort Gottes in Zukunft nur noch so auffassen, wie es wirklich gemeint ist. Denn dies dient dem Zweck, die Wahrheit zu erkennen, durch welche man die eigene Seele retten kann.
Und wenn du ein Mensch bist, der immer nur zu allem Ja und Amen sagt, sobald es angeblich dabei um Jesus geht, obwohl du es im Herzen gar nicht verstehst, dann bist du ein Heuchler. Und wenn du Menschen um Vergebung für etwas Bittest, was dir gar nicht leidtut, oder wenn du Vergebung für Menschen mit deinem Mund aussprichst, aber in deinem Herzen zürnst du ihnen immernoch, dann bist du ein Heuchler. Und wenn du sagst, dass du an Jesus glaubst, aber du informierst dich gar nicht darüber, was Jesus insgesamt alles gesagt hat, dann bist du ein Heuchler. Und wenn du zu faul bist, um selbst zu beten und du bittest andere darum, dass sie für dich beten sollen, weil du auf Gottes Gnade hoffst, dann bist du ein Heuchler. Gleiches gilt, wenn andere dich dazu aufrufen, für sie zu beten und du versprichst es ihnen, tust es dann aber gar nicht. Aus genau diesem Grund ist nämlich auch der Zauberer Simon hoffnungslos verloren, über den wir vorhin in der Apostelgeschichte gelesen haben. Er hat nicht Buße tun wollen, sondern er wollte seine Sünden behalten und weiter verüben, deswegen sagt er, andere sollen für ihn beten. Wer seine Sünden behält, der erleidet den zweiten Tod.
Wenn der Zauberer Simon sowas gesagt hätte wie: „Okay Petrus! Ich brauche jetzt erstmal Zeit zum Nachdenken, ich will wirklich verstehen, was es heißt, nach Gottes Wille zu leben, ich werde es lernen!“
dann hätte er durch diese Worte von sich selber das Zeugnis gegeben, dass sein Herz bußfertig ist, weswegen bei ihm die Hoffnung auf Rettung bestehen würde. Aber der Zauberer Simon hat nicht derart reagiert, sondern er hat gesagt: „Betet ihr für mich!“
Das ist genau so, wie wenn ein Mensch sagen würde: „Ich hab keinen Bock, Buße zu tun! Macht ihr mal alles für mich! Ich will euch sowieso nicht zuhören und ich tue nur, was mir gefällt!“
Wenn ein Mensch in dieser Weise denkt, so geht er verloren. Deswegen habe ich gesagt, dass der Zauberer Simon über sich selbst das Todesurteil gesprochen hat, weil er durch seine Reaktion erkennbar machte, dass er absolut nicht die Absicht verfolgt, wirklich Buße zu tun. Darum muss es bei uns besser laufen als bei dem Zauberer Simon, auch bei dir, der du diese Predigt gerade anhörst.
Und wenn du selber Sünden tust aber dich darum nicht kümmerst, sondern immer nur andere Menschen beobachtest, so lange, bis du dir an ihnen Fehler ausgeguckt hast, und dann tadelst du sie dafür unaufhörlich, dann bist du ein Heuchler, und dein Herz ist voll Bosheit.
Ich versichere euch aber im Namen von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der im Fleisch gekommen ist, dass kein einziger Heuchler in das Reich der Himmel eingehen wird. Heuchelei ist eine unterschwellige Form des Lügens. Und es wird niemand in das Reich Gottes eingehen, der die Lüge liebt und tut. Kein Lügner, nicht ein einziger wird gerettet werden. Deswegen nehmt euch entweder vor, auf eine ehrliche Art Jesus nachzufolgen oder lasst es ganz bleiben! Denn ein Heuchler ist nicht mehr wert als ein Ungläubiger. Um aber von Heuchelei Buße zu tun, solltest du dir in deinem Herzen vornehmen, nie wieder Dinge zu sagen, es sei denn, du meinst sie wirklich hundert Prozent ernst. Täusche nicht vor, Gutes zu wollen, wenn du es in Wahrheit gar nicht willst. Und beschwere dich nicht ständig über irgendwelche Sachen, die dir an anderen Menschen nicht passen, so lange du selbst dich vor Gott verfehlst! Denke immer daran, dass du alleine vor Gott stehen wirst, wenn das Urteil über dich ergeht. Nur du. Sonst niemand. Deine Familie wird nicht da sein, die Mitglieder deiner Gemeinde werden nicht da sein, sondern nur Jesus, der entscheiden muss, ob er sich zu dir bekennt vor Gott oder nicht. Und dies tut er basierend auf deinen eigenen Taten und auf dem was du im Herzen hast. Nicht basierend darauf, welche Meinung du über das Tun anderer hattest, oder wie viel schlimmer angeblich die anderen waren als du. Denn auch von dem Denken, dass die anderen ja noch viel schlimmer seien und man sich im Vergleich dazu ausruhen könne, muss man unbedingt ablassen. Auch davon muss man ausbrechen, um sich stattdessen allezeit selbst zu fragen:
Bin ich selbst gut genug für Jesus, sodass er sich zu mir bekennen wird vor unserem Vater?

All diese Erklärungen sind wichtig und machen besser begreiflich, was echte Buße eigentlich ist. Ich weiß, dass diese Dinge schwer anzunehmen sind. Aber eines sage ich euch: Wenn ihr die großartige Belohnung sehen könntet, die im Reich Gottes auf euch wartet, dann würde es euch überhaupt nicht schwer fallen, diese anzunehmen. Aber der Weg zu dieser Belohnung ist ein gerechter Lebenswandel entsprechend den Geboten des Lebens. Wenn es euch nun leicht fallen würde, eure Belohnung im Himmel anzunehmen, dann sollte es euch eigentlich auch leicht fallen, die Gebote Gottes anzunehmen, die zu dieser Belohnung führen. Denn es gibt das eine nicht ohne das andere. Über diesen Fakt könnt ihr ruhig mal nachsinnen.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus in euch und mit euch sein, sobald ihr Buße getan habt, alle Tage eures Lebens!

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