Der Messias Israels - der König der Juden
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Hallo
Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet
ist!
Im
heutigen Video werden wir uns mit einigen Versen aus dem Alten
Testament beschäftigen, welche die Geschichte des Messias verkünden,
der Israel erlösen soll, aber nicht Israel allein.
Dass
der Erlöser kommen wird, ist bereits im ersten Buch Mose
angekündigt. Als Jakob sterben musste, welcher auch Israel heißt,
da äußerte er über jeden von seinen 12 Söhnen einen prophetischen
Spruch. Und über Juda wird unter Anderem Folgendes gesagt laut
Kapitel 49, Vers 10:
Es
wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von
seinen Füßen, bis der Schilo kommt, und ihm werden die Völker
gehorsam sein.
Es
wird also ein sogenannter Schilo kommen, und das Wort „Schilo“
bedeutet auf Deutsch so etwas wie Friedensbringer. Und diesem, der
kommen wird, werden die Völker gehorsam sein. Es ist also jemand,
der über Israel hinaus Gehorsam findet.
Auch
Moses hat angekündigt, dass später, nach ihm selbst, eines Tages
jemand Besonderes kommen wird. Folgendes sprach Moses laut dem
fünften Buch Mose in Kapitel 18, Vers 15 bis 19:
Einen
Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus deiner
Mitte, aus deinen Brüdern; auf ihn sollst du hören!
Ganz
so, wie du es von dem HERRN, deinem Gott, am Horeb erbeten hast am
Tag der Versammlung, indem du sprachst: Ich will von nun an die
Stimme des HERRN, meines Gottes, nicht mehr hören und das große
Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe!
Und
der HERR sprach zu mir: Sie haben recht geredet.
Ich
will ihnen einen Propheten, wie du es bist, aus der Mitte ihrer
Brüder erwecken und meine Worte in seinen Mund legen; der soll alles
zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde.
Und
es wird geschehen, wer auf meine Worte nicht hören will, die er in
meinem Namen reden wird, von dem will ich es fordern!
Besonders
wichtig ist die Warnung in Vers 19. Wer nicht auf den jenigen hören
wird, der die Worte Gottes redet, von dem wird Gott es fordern. Man
bringt also Schuld über sich selbst, wenn man sich weigert, auf den
zu hören, der kommen soll. Er wird ein Prophet in einer ähnlichen
Weise wie Moses sein. Aber was ist denn an Moses so besonders? Was
für ein Prophet ist Moses gewesen?
Die
Antwort lautet: Abgesehen davon, dass Moses dem Volk Gebote gegeben
hat, um sie zu lehren, was Gottes Wille ist, so finden wir ebenfalls
eine Beschreibung über Moses im fünften Buch Mose, wo wir Folgendes
lesen in Kapitel 34, Vers 10 bis 12:
Es
stand aber in Israel kein Prophet mehr auf wie Moses, den der HERR
kannte von Angesicht zu Angesicht,
in
all den Zeichen und Wundern, zu denen der HERR ihn gesandt hatte,
dass er sie im Land Ägypten tun sollte an dem Pharao und an allen
seinen Knechten und an seinem ganzen Land;
und
in all den gewaltigen Handlungen und all den großen und
furchtgebietenden Taten, die Moses vollbrachte vor den Augen von ganz
Israel.
Moses
war jemand, mit dem Gott Umgang hatte von Angesicht zu Angesicht.
Moses und Gott standen sich sehr, sehr nahe, und die Wunderzeichen,
die Gott durch Moses wirkte, waren so gewaltig wie nichts Anderes,
bis zum Kommen dessen, den Jakob als Schilo bezeichnet.
Das
ist das Mindestmaß für den jenigen, der kommen sollte. Er muss eine
mindestens genau so enge Beziehung zu Gott haben wie Moses.
Man
bezeichnet aber den, der kommen soll, auch als Messias gemäß der
hebräischen Herkunft des Wortes, oder gemäß der griechischen
Wurzel als Christus. Diese Worte haben beide die gleiche Bedeutung,
denn auf deutsch heißt es: Der Gesalbte.
Aber
warum wird eigentlich dieser eine, der kommen soll, überhaupt als
der Gesalbte bezeichnet?
Es
ist ja nichts Ungewöhnliches, dass Menschen gesalbt werden, die für
Gott als Könige auftreten, und dass in gewisser Weise die Menschen
eine geistliche Salbung von Gott erhalten, die für ihn prophetisch
oder in ähnlicher Weise auftreten sollen. Von daher ist es ein
bisschen seltsam, so zu tun, als sei ein Gesalbter etwas Besonderes.
Wir
finden aber eine aufschlussreiche Weissagung im Buch des Propheten
Jesaja. Dieser hat in Kapitel 61 Worte aufgezeichnet, welche der
Messias sprechen wird und welche ihn beschreiben hinsichtlich seinem
Wirken. Es steht geschrieben in Vers 1 bis 3:
Der
Geist des HERRN, des Herrschers, ist auf mir, weil der HERR mich
gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich
gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen
Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen,
um
zu verkündigen das angenehme Jahr des HERRN und den Tag der Rache
unseres Gottes, und um zu trösten alle Trauernden;
um
den Trauernden von Zion zu verleihen, dass ihnen Kopfschmuck statt
Asche gegeben werde, Freudenöl statt Trauer und Feierkleider statt
eines betrübten Geistes, dass sie genannt werden »Bäume der
Gerechtigkeit«, eine »Pflanzung des HERRN« zu seinem Ruhm.
Diese
Verse sind derart aufschlussreich, dass man eigentlich das Leben des
Messias vor seinem Tod bereits dadurch schon ausreichend beschrieben
hat. Und wir merken hier auch, warum er überhaupt Messias genannt
wird, denn in Vers 1 steht, dass Gott ihn gesalbt hat, um einen
Auftrag auszuführen. Daher kommt der Begriff Messias, weil dieser
eine, der kommen sollte, gesalbt sein wird mit Gottes Geist, um eine
Aufgabe zu erfüllen. Und die Aufgabe des Messias besteht darin, dass
er eine frohe Botschaft verkündet. Das ist ein sehr wichtiger Teil
seines Wirkens, aber nicht das allein, sondern er wird auch die
Herzen der Menschen trösten, die ein zerbrochenes Herz haben, und er
wird Menschen befreien, die eine ganz besondere Art von Bindung haben
und die dadurch Gefangene sind. Ich hoffe, ihr wisst, welche Art
Gefangenschaft damit gemeint ist. Und das Auftreten dieses Messias
wird ein angenehmes Jahr sein, er wird aber auch davor warnen, dass
die Rache Gottes kommen wird, um die jenigen zu trösten, die in
Armut leben und über die sich keiner erbarmt, und über alle, die
aus irgendeinem anderen Grund trauern, also wenn sie irgendein
Unrecht erleiden.
Der
Messias wird aber auch dazu beitragen, dass die Menschen, die er
tröstet, in einem sprichwörtlichen Sinne als Bäume der
Gerechtigkeit und Pflanzung des HERRN bezeichnet werden können. Er
wird also einen Anteil daran haben, dass diese Menschen anfangen,
Gerechtigkeit zu bewahren und sich wieder Gott zuzuwenden.
Es
ist aber auch sehr, sehr wahrscheinlich, dass der Messias etwas noch
Großartigeres sein wird als ein gesalbter Prophet Gottes. Denn es
steht eine Weissagung in Psalm 2, welche wir uns als Nächstes
ansehen werden. Es ist enorm naheliegend, dass auch dort der Messias
redet, also dass der Autor des Psalmtextes praktisch Worte
aufgeschrieben hat, die auf den Messias so zutreffend sind, dass der
Messias selbst sie sagen könnte. In den Versen 7 bis 9 steht
Folgendes:
Ich
will den Ratschluss des HERRN verkünden. Er hat zu mir gesagt:
»Du
bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.
Erbitte
von mir, so will ich dir die Heidenvölker zum Erbe geben und die
Enden der Erde zu deinem Eigentum.
Du
sollst sie mit eisernem Zepter zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie
zerschmeißen!«
An
dieser Weissagung merken wir, dass der Messias von Gott sogar als
Sohn bezeichnet werden wird, und dass der Messias schließlich die
Heidenvölker zum Eigentum erhalten wird - eines Tages. Wenn aber
davon geredet wird, dass dieser Sohn von Gott gezeugt wurde, dann ist
das nicht fleischlich gemeint, sondern es ist ein Sinnbild für die
geistliche Salbung, die der Messias bekommt, und welche wir in Jesaja
61 schon gelesen haben. Wenn aber der Messias an den Punkt gekommen
ist, an dem die Heidenvölker sein Eigentum werden, wird er sie in
sinnbildlicher Weise wie Töpfergeschirr zerschmeißen. Dies deutet
an, dass der Messias den Hochmut und die Widerspenstigkeit der
Menschen zunichte machen wird, wenn diese seine Herrschaft annehmen.
Vielleicht
findet jemand den Gedanke komisch, dass Gott sich als Vater des
Messias zu erkennen gibt und den Messias Sohn nennt, aber eigentlich
ist das überhaupt nicht komisch. Gott wollte schon immer eine
väterliche Beziehung zu denen haben, die an ihn glauben. Deswegen
hat der Prophet Jeremia auch folgende Worte von Gott überliefert an
Israel:
Ich
hatte zwar gedacht: Was für eine Stellung will ich dir geben unter
den Söhnen! Ich will dir das erwünschte Land schenken, das
allerschönste Erbteil der Völker! Und ich hatte auch gedacht, ihr
würdet mich »Vater« nennen und ihr würdet euch nicht mehr von mir
abwenden.
Aber
wie eine Frau ihrem Gefährten untreu wird, so seid ihr mir untreu
geworden, Haus Israel!, spricht der HERR.
(Jeremia
3,19-20)
An
diesem Text merken wir, dass es eigentlich gar nichts Neues ist, wenn
Gott will, dass die Menschen sich an ihn klammern, wie ein Kind an
seinen Vater.
Aber
lasst uns mal wieder zu dem Messias zurückkommen! Jeremia hat auch
eine Ankündigung über den Messias gemacht. Wir lesen dazu in
Kapitel 23, Vers 5:
Siehe,
es kommen Tage, spricht der HERR, da werde ich dem David einen
gerechten Spross erwecken; der wird als König regieren und weise
handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden.
Auch
diese Weissagung gibt Hinweise auf den Messias, der kommen soll.
Dieser Vers soll uns begreiflich machen, dass der Messias über
mehrere Generationen mit dem König David verwandt sein wird nach dem
Fleisch. Und der Messias wird als König regieren und weise handeln
und Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. Dabei möchte ich
betonen, dass diese Weissagung nicht behauptet, der Messias würde
während seiner Königsherrschaft auf der Erde sein. Es steht nur da,
dass der Messias König sein wird, es steht aber nicht geschrieben,
wo er seinen Regierungssitz hat.
Es
ist auch wichtig zu erwähnen, dass der Messias Spross genannt wird.
Wir
finden dieses Detail nämlich in weiteren Weissagungen über den
Messias, denn es steht Folgendes geschrieben im Buch des Propheten
Sacharja, Kapitel 3, Vers 8 und 9:
Höre
doch, Jeschua, du Hoherpriester! Du und deine Gefährten, die vor dir
sitzen, ja, ihr seid Männer, die als Zeichen dienen! Denn siehe, ich
lasse meinen Knecht, Spross genannt, kommen.
Denn
siehe, der Stein, den ich vor Jeschua gelegt habe – auf den einen
Stein sind sieben Augen gerichtet; siehe, ich grabe seine Inschrift
ein, spricht der HERR der Heerscharen, und ich werde die Sünde
dieses Landes an einem einzigen Tag entfernen!
Hier
sagt Gott also, dass er durch diesen Spross, den er kommen lässt,
die Sünde seines Landes an einem einzigen Tag entfernen wird. Das
ist eine sehr aussagekräftige Ankündigung, würde ich sagen. Es
gibt aber nicht nur in diesem Kapitel eine Weissagung über den
sogenannten Spross, den Gott erweckt, sondern auch in Kapitel 6 lesen
wir Folgendes in Vers 12:
Und
du sollst zu ihm reden und sagen: So spricht der HERR der
Heerscharen: Siehe, ein Mann, dessen Name »Spross« ist! Denn er
wird aus seinem Ort hervorsprossen und den Tempel des HERRN bauen.
Dieser
sogenannte Spross wird also den Tempel Gottes bauen. Aber was genau
ist mit dem Tempel Gottes gemeint? Ist damit ein Tempel aus Steinen
gemeint, der mit lauter traditionellen Objekten vollgestellt wurde?
Oder geht es um eine andere Art von Tempel, die dieser sogenannte
Spross bauen kann? Das zu beurteilen überlasse ich euch.
Und
obwohl wir uns nun schon drei Stellen angeschaut haben, in denen
offenbar werden soll, dass der Messias in irgendeiner Weise mit dem
Wort Spross in Verbindung gebracht wird, möchte ich euch ebenfalls
einen Text aus dem Buch des Propheten Jesaja zeigen, der damit zu tun
hat. Folgende Worte entdecken wir in Kapitel 11, Vers 1 bis 5:
Und
es wird ein Zweig hervorgehen aus dem Stumpf Isais und ein Schössling
hervorbrechen aus seinen Wurzeln.
Und
auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und
des Verstandes, der Geist des Rats und der Kraft, der Geist der
Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
Und
er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des HERRN. Er wird
nicht nach dem Augenschein richten, noch nach dem Hörensagen Recht
sprechen,
sondern
er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten und den Elenden im Land
ein unparteiisches Urteil sprechen. Er wird die Erde mit dem Stab
seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner
Lippen töten.
Gerechtigkeit
wird der Gurt seiner Lenden sein und Wahrheit der Gurt seiner Hüften.
Durch
diese Worte soll verdeutlicht werden, dass der Messias Worte reden
wird, die von Weisheit und Verstand, Rat und Kraft, und von großer
Gottesfurcht geprägt sind. Also: Er sucht keine Ehre vor Menschen,
sondern nur vor Gott. Und er wird Menschen überführen, die böses
tun, indem er ihre Bosheit offen anspricht, wodurch er im
sprichwörtlichen Sinne die Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen
tötet, also nicht die Menschen selbst, sondern durch Worte zerstört
er die Gesetzlosigkeit in ihnen. Solches Verhalten ist ein wichtiges
Erkennungszeichen für den Messias.
Es
hat aber auch der Prophet Micha ein anderes Detail weissagen können,
das auf den Messias direkt bezogen ist. Folgendes lesen wir in
Kapitel 5 seines Buches in Vers 1 bis zum forderen Teil von Vers 4:
Und
du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von
Juda; aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel
werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der
Ewigkeit her gewesen ist.
Darum
gibt er sie hin bis zu der Zeit, da die, welche gebären soll,
geboren haben wird; und der Überrest seiner Brüder wird
zurückkehren zu den Kindern Israels.
Und
Er wird auftreten und sie weiden in der Kraft des HERRN und in der
Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes; und sie werden sicher
wohnen; denn nun wird Er groß sein bis an die Enden der Erde.
Und
dieser wird der Friede sein!
Aus
diesem Text erfahren wir das bemerkenswerte Detail, dass das
Hervorkommen des Messias an einem Ort in dem Land Juda geschieht, in
einer Stadt, die Bethlehem genannt wird. Diese Beschreibung klingt
sehr stark nach der Geburt. Außerdem ist das Hervorkommen von diesem
gewissen Jemand, den der Text meint, von den Tagen der Ewigkeit her
beschlossen. Und dieser jemand soll Herrscher über Israel sein,
zumindest sofern die Menschen von Israel ihn annehmen. Und der
Messias wird Israel weiden in der Kraft des HERRN. Das ist ein sehr
wichtiger Teil aus dem Leben des Messias auf der Erde, dass er Israel
versorgt und dazu die Kraft Gottes benutzen darf, und dass es in
seiner Nähe Sicherheit gibt, danach aber wird er, wie wir lesen,
groß sein bis an die Enden der Erde, und er kommt in Frieden.
All
diese Details über den Messias sind bemerkenswert.
Gott
gibt aber auch an sein Volk Israel ein anderes Versprechen, nämlich
dass der richtige Lehrer kommen wird, und auch das bezieht sich auf
den Messias. Es wird aber zu einer Zeit geschehen, in der Israel
bedrängt sein wird. Nicht durch die schlimmste Drangsal aller
Zeiten, aber trotzdem durch eine Macht, die ihnen zu groß ist.
Demgemäß weissagt Jesaja Folgendes in Kapitel 30, Vers 18 bis 21:
Darum
wartet der HERR, damit er euch begnadigen kann, und darum ist er hoch
erhaben, damit er sich über euch erbarmen kann, denn der HERR ist
ein Gott des Rechts; wohl allen, die auf ihn harren!
Denn
du Volk, das in Zion wohnen wird, in Jerusalem, du sollst nicht mehr
weinen; er wird dir gewiss Gnade erweisen, wenn du um Hilfe rufst.
Sobald er es hört, antwortet er dir!
Der
Herr hat euch zwar Brot der Drangsal zu essen und Wasser der Trübsal
zu trinken gegeben; aber dein Lehrer wird sich nicht länger
verborgen halten, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen;
und
deine Ohren werden das Wort hören, das hinter dir her so spricht:
»Dies ist der Weg, den geht!«, wenn ihr zur Rechten oder zur Linken
abbiegen wollt.
Durch
diesen Text kündigt Gott eindeutig an, dass eines Tages der Lehrer
kommt, der den richtigen Weg verkündigt, welchen man gehen soll.
Passend dazu gibt es auch noch Worte in Kapitel 42, Vers 16 und 17,
wo wir Folgendes lesen:
Ich
will die Blinden auf einem Weg führen, den sie nicht kennen, und auf
Pfaden leiten, die ihnen unbekannt sind; ich werde die Finsternis vor
ihnen zum Licht machen und das Hügelige zur Ebene. Diese Worte werde
ich erfüllen und nicht davon lassen.
Es
sollen zurückweichen und tief beschämt werden, die auf Götzen
vertrauen und zu gegossenen Bildern sagen: Ihr seid unsere Götter!
Hier
ist auch die große Hoffnung Gottes beschrieben, dass die jenigen,
die vor Götzenfiguren beten oder Götzendienste leisten, sich durch
die gesunde Lehre wirklich zu dem lebendigen Gott bekehren, wie es
der Messias lehrt.
Und
es gibt zu alldem auch noch ein weiteres Versprechen, das durch das
Auftreten des Messias erfüllt wird. Dieses Versprechen hat der
Prophet Hesekiel geweissagt, denn wir lesen in seinem Buch in Kapitel
34, Vers 23 und 24:
Ich
will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll,
nämlich meinen Knecht David; der soll sie weiden, und der soll ihr
Hirte sein.
Und
ich, der HERR, will ihr Gott sein, und mein Knecht David soll Fürst
sein in ihrer Mitte; ich, der HERR, habe es gesagt!
Der
Messias, der David im Stammbaum hat, wird demzufolge gewissermaßen
Sorge tragen für die, welche ihm nachfolgen.
Es
wurde sich von Gott aber auch eine bestimmte Reaktion der Israeliten
erhofft, wenn der Messias kommt. Denn wenn dieser da sein würde,
dann wünschte Gott, dass sein Volk sowas sagen würde wie die Worte
aus dem Buch des Propheten Hosea, wo geschrieben steht in Kapitel 6,
Vers 1 bis 3:
»Kommt,
wir wollen wieder umkehren zum HERRN! Er hat uns zerrissen, er wird
uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden!
Nach
zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tag wird er uns
aufrichten, dass wir vor ihm leben.
So
lasst uns ihn erkennen, ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis des
HERRN! Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens, und
er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das
Land benetzt!«
An
diesen Worten erkennt man, dass Gott sich große Zuwendung zu ihm
erhoffte von seinem Volk, da der Messias ja das Volk über Gott
belehrt.
Gott
hat seinem Volk Israel aber auch angekündigt, dass der Messias
zuerst erniedrigt, danach aber erhöht wird, denn wir lesen die
folgende Weissagung im Buch des Propheten Jesaja in Kapitel 52, Vers
13 bis 15:
Siehe,
mein Knecht wird einsichtig handeln, er wird erhoben sein, erhöht
werden und sehr erhaben sein.
Gleichwie
sich viele über dich entsetzten – so sehr war sein Angesicht
entstellt, mehr als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr
als die der Menschenkinder,
genauso
wird er viele Heidenvölker in Erstaunen setzen, und Könige werden
vor ihm den Mund schließen. Denn was ihnen nie erzählt worden war,
das werden sie sehen, und was sie nie gehört hatten, werden sie
wahrnehmen.
An
diesen Versen erkennen wir die angekündigte Erhöhung und wir merken
auch, wie versprochen wird, dass der Messias Worte verkündigen wird,
die noch nie zuvor irgendwem gelehrt werden konnten. Ebenso darf uns
nicht das Detail entgehen, wie hier angekündigt wird, dass das
Angesicht des Messias eines Tages sehr entstellt sein wird, und zwar
derart heftig, dass es bei keinem anderen Mann jemals so extrem sein
könnte. Das ist bereits ein Hinweis darauf, dass der Messias eines
Tages heftig leiden muss. Zu diesem Fakt werden wir uns nachher noch
weitere Weissagungen durchlesen.
Bevor
aber der Messias selber kommt, wird ein anderer auftreten, um die
Leute auf die frohe Botschaft des Messias vorzubereiten. Dies hat
Gott durch Jesaja weissagen lassen, denn es steht geschrieben in
Kapitel 40, Vers 3 bis 11:
Die
Stimme eines Rufenden ertönt: In der Wüste bereitet den Weg des
HERRN, ebnet in der Steppe eine Straße unserem Gott!
Jedes
Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden; was
uneben ist, soll gerade werden, und was hügelig ist, zur Ebene!
Und
die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch
miteinander wird sie sehen; denn der Mund des HERRN hat es geredet.
Es
spricht eine Stimme: Verkündige! Und er sprach: Was soll ich
verkündigen? »Alles Fleisch ist Gras und alle seine Anmut wie die
Blume des Feldes!
Das
Gras wird dürr, die Blume fällt ab; denn der Hauch des HERRN hat
sie angeweht. Wahrhaftig, das Volk ist Gras!
Das
Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen; aber das Wort unseres
Gottes bleibt in Ewigkeit!«
Steige
auf einen hohen Berg, o Zion, die du frohe Botschaft verkündigst!
Erhebe deine Stimme mit Macht, o Jerusalem, die du frohe Botschaft
verkündigst; erhebe sie, fürchte dich nicht; sage den Städten
Judas: Seht, da ist euer Gott!
Siehe,
GOTT, der Herr, kommt mit Macht, und sein Arm wird herrschen für
ihn; siehe, sein Lohn ist bei ihm, und was er sich erworben hat, geht
vor ihm her.
Er
wird seine Herde weiden wie ein Hirte; die Lämmer wird er in seinen
Arm nehmen und im Bausch seines Gewandes tragen; die Mutterschafe
wird er sorgsam führen.
Durch
den Messias wird es also möglich sein, dass das Volk die
Herrlichkeit Gottes sieht. Der Messias wird so eng mit Gott gehen,
dass es fast ist, als wäre Gott selbst mitten unter den Menschen,
und Gott wird durch seine Wunderzeichen seine Macht vor den Menschen
direkt veranschaulichen. Vorher aber ist jemand anderes berufen, eine
Stimme in der Wüste zu sein, die verkündigen soll, dass die
Menschen völlig von Gott entfremdet geworden sind und keine
Gerechtigkeit mehr in sich haben. Denn das wird durch die
Gleichnisrede ausgedrückt, die wir in Vers 6 bis 8 sehen. Eine Rede
mit ungefähr dieser Botschaft muss der jenige verkünden, der die
Menschen auf das Kommen des Messias vorbereitet.
Aber
wie genau denkt eigentlich Gott selbst über den Messias, während
der Messias auf der Erde lebt? Dies lässt sich beantworten durch den
Text in Kapitel 42, denn dort lesen wir in den Versen 1 bis 7:
Siehe,
das ist mein Knecht, den ich erhalte, mein Auserwählter, an dem
meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt;
er wird das Recht zu den Heiden hinaustragen.
Er
wird nicht schreien und kein Aufhebens machen, noch seine Stimme auf
der Gasse hören lassen.
Das
geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht
wird er nicht auslöschen; wahrheitsgetreu wird er das Recht
hervorbringen.
Er
wird nicht ermatten und nicht zusammenbrechen, bis er auf Erden das
Recht gegründet hat, und die Inseln werden auf seine Lehre warten.
So
spricht Gott, der HERR, der die Himmel schuf und ausspannte und die
Erde ausbreitete samt ihrem Gewächs, der dem Volk auf ihr Odem gibt
und Geist denen, die darauf wandeln:
Ich,
der HERR, habe dich berufen in Gerechtigkeit und ergreife dich bei
deiner Hand; und ich will dich behüten und dich zum Bund für das
Volk setzen, zum Licht für die Heiden;
dass
du die Augen der Blinden öffnest, die Gebundenen aus dem Gefängnis
führst und aus dem Kerker die, welche in der Finsternis sitzen.
Aus
diesem Text geht nicht nur hervor, dass Gott an dem Messias
Wohlgefallen hat, sondern auch die Gründe dafür. Und zwar deshalb,
weil der Messias keinen Lärm veranstalten wird und als ein
sanftmütiger Mensch erkannt werden kann durch sein Verhalten,
außerdem wird er immer wahrheitsgetreu reden. Gott wird mit dem Volk
Israel durch das Tun des Messias einen Bund aufrichten und wird den
Messias ebenfalls zum Licht für die Heidenvölker machen, sodass
alle gerettet werden können, die nicht in der Finsternis sitzen
wollen.
Dass
der Messias sogar schon während den Lebzeiten für einen gewissen
Teil aus den Heidenvölkern ein Licht sein wird, lernen wir besonders
aus einer anderen Weissagung von Jesaja, denn es steht geschrieben in
Vers 23 von Kapitel 8 und in den Versen 1 bis 6 aus Kapitel 9:
Doch
bleibt nicht im Dunkel das Land, das bedrängt ist. Wie er in der
ersten Zeit das Land Sebulon und das Land Naphtali gering machte, so
wird er in der letzten Zeit den Weg am See zu Ehren bringen, jenseits
des Jordan, das Gebiet der Heiden.
Das
Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen.
Über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht
aufgeleuchtet.
Du
hast das Volk vermehrt, hast seine Freude groß gemacht; sie werden
sich vor dir freuen, wie man sich in der Ernte freut, wie die Sieger
jubeln, wenn sie Beute verteilen.
Denn
du hast das Joch zerbrochen, das auf ihm lastete, und den Stab auf
seiner Schulter, und den Stecken seines Treibers, wie am Tag Midians.
Denn
jeder Stiefel derer, die gestiefelt einherstapfen im
Schlachtgetümmel, und jeder Mantel, der durchs Blut geschleift
wurde, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.
Denn
ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die
Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen:
Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.
Die
Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem
Thron Davids und über seinem Königreich, dass er es gründe und
festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der
Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun!
Wir
merken an diesen Versen, dass zu der Zeit, in welcher der Messias
kommt, die Menschen ein Joch auf sich haben werden, welches der
Messias zerbrechen wird. Damit ist höchstwahrscheinlich gemeint,
dass den Menschen ein Gesetz auferlegt sein wird, das nicht von Gott
kommt, und das noch schwieriger einzuhalten ist als die Thora. Von
diesem Joch wird der Messias sie befreien, indem er sie über Gottes
Wille aufklärt.
In
Vers 5 wird ein zu erwartendes Menschenwort prophezeit, denn es soll
verdeutlicht werden, dass aufgrund der großen Dinge, die Gott in der
Nähe des Messias tut, einige Menschen den Messias selbst Gott nennen
werden. Denn die Menschen werden aufgrund ihrer eigenen Gedankengänge
überzeugt sein, es wäre so. Und diese Weissagung ist schon längst
erfüllt, wie wir wissen.
Dessen
ungeachtet werden wir auch durch Vers 6 darauf hingewiesen, dass der
Messias ab einem gewissen Punkt eine Königsherrschaft haben wird,
die nicht endet. Allerdings wird auch dieses Mal nicht geklärt, ob
er seinen Regierungssitz auf der Erde haben wird oder woanders. Er
muss also nicht zwangsläufig von der Erde aus regieren.
Ein
weiterer Text, der danach klingt, dass er den Messias ankündigt,
steht in Psalm 40, denn wir finden diesbezüglich folgende Worte in
den Versen 7 bis 11:
Opfer
und Gaben hast du nicht gewollt;
Ohren
aber hast du mir bereitet; Brandopfer und Sündopfer hast du nicht
verlangt.
Da
sprach ich: Siehe, ich komme, in der Buchrolle steht von mir
geschrieben;
deinen
Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem
Herzen.
Ich
habe Gerechtigkeit als frohe Botschaft verkündigt in der großen
Gemeinde;
siehe,
ich will meine Lippen nicht verschließen, HERR, das weißt du!
Deine
Gerechtigkeit verbarg ich nicht in meinem Herzen,
ich
redete von deiner Wahrheit und von deinem Heil;
deine
Gnade und Wahrheit verschwieg ich nicht vor der großen Gemeinde.
Hier
wird auf jeden Fall jemand angekündigt, von dem in den Buchrollen
geschrieben steht, und dieser redet Gottes Wahrheit vor allen.
Vermutlich wird es sich wohl auch dabei um den Messias handeln.
Besonders auffallend ist hier die Erwähnung, dass dieser, der kommen
soll, an Gott keinerlei Opfertiere geben muss, und ihm offensichtlich
trotzdem wohlgefällig ist.
Als
nächstes zeige ich euch mal vier Andeutungen, die darauf anspielen,
was für Erlebnisse der Messias in seinem Leben haben wird. Das erste
Erlebnis ist als geheimnisvoller Ausspruch prophezeit. Schaut mal, ob
ihr erraten könnt, welches Erlebnis des Messias hiermit gemeint ist.
Denn ich werde es euch nicht verraten, sondern ich will, dass ihr von
selber darauf kommt. Wir lesen im Buch des Propheten Jeremia in
Kapitel 17, Vers 13:
HERR,
du Hoffnung Israels! Alle, die dich verlassen, müssen zuschanden
werden! Ja, die, welche von mir weichen, werden auf die Erde
geschrieben werden; denn sie haben den HERRN verlassen, die Quelle
lebendigen Wassers!
Die
Menschen werden sich also von dem lebendigen Wasser abwenden, während
der Messias etwas auf die Erde schreibt. Mit einem bisschen
nachdenken kommt man sicherlich darauf, welche Situation hier
vorhergesagt wird.
Ein
anderes Ereignis aus dem Leben des Messias, welches einigen unter
euch bestimmt schon lange bekannt ist, wird angekündigt in einem
speziellen Vers vom Buch des Propheten Sacharja. Dort lesen wir in
Kapitel 9, Vers 9:
Frohlocke
sehr, du Tochter Zion; jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein
König kommt zu dir; ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig
und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, einem Jungen
der Eselin.
Der
Messias, welcher als König für Israel angedacht ist, wird also auch
daran zu erkennen sein, dass er eines Tages demütig auf einem jungen
Esel nach Jerusalem reitet.
Wenn
der Messias dann in den Tempel geht, so wird eine andere Situation
passieren, die geweissagt wurde durch Psalm 8, Vers 2 und 3. Dort
lesen wir:
HERR,
unser Herrscher,
wie
herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde,
der
du deine Hoheit über die Himmel gesetzt hast!
Aus
dem Mund von Kindern und Säuglingen hast du ein Lob bereitet,
um
deiner Bedränger willen,
um
den Feind und den Rachgierigen zum Schweigen zu bringen.
Gott
wird ein Lob bereiten aus dem Mund der Unmündigen, also von Kindern
und Säuglingen. Der Messias wird aber auch das Problem haben, dass
einer seiner engsten Freunde sich gegen ihn wendet. Dazu lesen wir
uns zwei entsprechende Weissagungen durch, die in den Schriften des
Alten Testaments versteckt sind. In Psalm 41 steht geschrieben in
Vers 10:
Auch
mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, hat die Ferse
gegen mich erhoben.
Durch
diesen Vers wird der Verrat geweissagt. Und es wird auch woanders
angedeutet, dass der Verräter eine Bezahlung in Höhe von 30
Silberlingen erhält, aber diese den Bösewichten hinwirft, und dann
werden sie von dem Geld etwas kaufen, was vorher einem Töpfer gehört
hat. Dies hat Gott verdeutlichen wollen durch die Worte des Propheten
Sacharja, wo wir lesen in Kapitel 11, Vers 13:
Aber
der HERR sprach zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin, den herrlichen
Preis, dessen ich von ihnen wertgeachtet worden bin! Da nahm ich die
30 Silberlinge und warf sie ins Haus des HERRN, dem Töpfer hin.
Sacharja
hat das nicht nur aufgeschrieben, sondern er hat sogar als Zeichen
für die Zukunft etwas Dementsprechendes getan. Er ging wirklich ins
Gotteshaus und warf dort Geld auf den Boden, um die Weissagung
bildhaft darzustellen.
Es
wurde aber auch vorhergesagt, dass der Messias, obwohl er mit Gott
wandelt, seine Seele dem Tod preisgeben wird, und dass er sich
darüber im Klaren ist, dass dies geschehen muss, aber dass der Tod
ihn nicht festhalten kann, weil Gott es nicht zulässt. Dies soll
verdeutlicht werden durch die Worte, die die Gedanken des Messias
diesbezüglich darstellen. Wir lesen darüber in Psalm 16 Folgendes
in den Versen 7 bis 11:
Ich
lobe den HERRN, der mir Rat gegeben hat; auch in der Nacht mahnt mich
mein Inneres.
Ich
habe den HERRN allezeit vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist,
wanke ich nicht.
Darum
freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt;
auch
mein Fleisch wird sicher ruhen, denn du wirst meine Seele nicht dem
Totenreich preisgeben und wirst nicht zulassen, dass dein Getreuer
die Verwesung sieht.
Du
wirst mir den Weg des Lebens zeigen;
vor
deinem Angesicht sind Freuden in Fülle,
liebliches
Wesen zu deiner Rechten ewiglich!
Hier
wird nicht nur erklärt, dass der Messias ganz auf Gott allein
vertraut und dass er die Verwesung nicht sehen muss, sondern es wird
sogar in Vers 11 angedeutet, dass er danach zur Rechten Gottes sitzen
darf.
Es
ist aber nicht genug damit, dass der Tod allein angekündigt wurde,
sondern auch das schlimme Leiden des Messias vor dem Sterben hat Gott
durch die Psalmtexte und eine weitere Stelle im Buch des Propheten
Jesaja ankündigen lassen. Ich werde euch nun entsprechende
Textabschnitte vorlesen, die das Leiden des Messias vorhersagen, aber
sonderlich viel dazu kommentieren will ich nicht, denn ich bin der
Meinung, dass diese Texte für sich selbst sprechen. Die Texte sind
aus den Psalmen 109, 69 und 22 sowie aus dem Buch des Propheten
Jesaja, Kapitel 50. Es steht geschrieben:
(Psalm
109,1b-5 + Jesaja 50,6 + Psalm 22,2-19 + Psalm 69,20-22)
O
Gott, den ich rühme, schweige nicht!
Denn
der Mund des Gottlosen und des Betrügers hat sich gegen mich
aufgetan;
mit
lügnerischer Zunge sprechen sie zu mir.
Sie
umringen mich mit gehässigen Worten und bekämpfen mich ohne Grund.
Dafür,
dass ich sie liebe, sind sie mir feind; ich aber bete.
Sie
erweisen mir Böses für Gutes
und
Hass für Liebe.
Meinen
Rücken bot ich denen dar, die mich schlugen, und meine Wangen denen,
die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und
Speichel.
Mein
Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Warum
bleibst du fern von meiner Rettung, von den Worten meiner Klage?
Mein
Gott, ich rufe bei Tag, und du antwortest nicht,
und
auch bei Nacht, und ich habe keine Ruhe.
Aber
du bist heilig, der du wohnst unter den Lobgesängen Israels!
Auf
dich haben unsere Väter vertraut; sie vertrauten, und du hast sie
errettet.
Zu
dir riefen sie und haben Rettung gefunden;
auf
dich vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
Ich
aber bin ein Wurm und kein Mensch,
ein
Spott der Leute, und verachtet vom Volk.
Alle,
die mich sehen, spotten über mich;
sie
reißen den Mund auf und schütteln den Kopf:
»Er
soll doch auf den HERRN vertrauen; der soll ihn befreien;
der
soll ihn retten, er hat ja Lust an ihm!«
Ja,
du hast mich aus dem Leib meiner Mutter gezogen,
du
warst meine Zuversicht schon an meiner Mutter Brust.
Auf
dich bin ich geworfen vom Mutterschoß an;
vom
Leib meiner Mutter her bist du mein Gott.
Sei
nicht fern von mir! Denn Drangsal ist nahe, und kein Helfer ist da.
Es
umringen mich große Stiere,
mächtige
Stiere von Baschan umzingeln mich.
Sie
sperren ihr Maul gegen mich auf wie ein reißender und brüllender
Löwe.
Ich
bin ausgeschüttet wie Wasser, und alle meine Gebeine sind
ausgerenkt.
Mein
Herz ist geworden wie Wachs, zerschmolzen in meinem Innern.
Meine
Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an
meinem Gaumen,
und
du legst mich in den Staub des Todes.
Denn
Hunde umringen mich, eine Rotte von Übeltätern umgibt mich;
sie
haben meine Hände und meine Füße durchgraben.
Ich
kann alle meine Gebeine zählen;
sie
schauen her und sehen mich schadenfroh an.
Sie
teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los über mein Gewand.
Du
weißt um meine Schmach,
um
meine Schande und Beschimpfung;
meine
Widersacher sind alle vor dir.
Die
Schmach hat mein Herz gebrochen,
und
ich bin elend;
ich
wartete auf Mitleid, aber da war keines,
und
auf Tröster, aber ich fand sie nicht.
Und
sie gaben mir Galle zur Speise
und
Essig zu trinken in meinem Durst.
Als
dann die Sache mit dem Essig und der Galle passierte, starb der
Messias.
Er
sollte aber aus den Toten auferstehen, was ja in Psalm 16 angedeutet
wird, wie wir es vorhin gelesen haben. Und bekräftigend dazu gibt es
auch eine zweite Weissagung in einem Psalm, die andeuten soll, dass
die Nachfolger des Messias sich freuen werden, wenn der Messias
wieder lebendig ist. Es steht geschrieben in Psalm 118, Vers 22 bis
24:
Der
Stein, den die Bauleute verworfen haben,
der
ist zum Eckstein geworden;
vom
HERRN ist das geschehen;
es
ist wunderbar in unseren Augen!
Dies
ist der Tag, den der HERR gemacht hat;
wir
wollen uns freuen und fröhlich sein in ihm!
Mit
dem Tag, den Gott gemacht hat, ist eben der Tag der Auferstehung des
Messias gemeint.
Aber
wie soll es danach weitergehen? Was hat Gott schon vor der Geburt des
Messias vorhergesagt, was nach der Auferstehung des Messias geschehen
wird? Auch das wollen wir uns ebenfalls in diesem Video anschauen,
ganz egal, wie lang das Video dadurch auch werden mag!
Bevor
wir aber diese Vorhersagen betrachten, werden wir uns erstmal
durchlesen, was als abschließende Rede über das Leben des Messias
geweissagt wurde. Denn Jesaja hat Worte aufgeschrieben, die eine
Abschlussrede über das Leben des Messias sind, und diese lesen wir
im ganzen Kapitel 53. Es steht geschrieben:
Wer
hat unserer Verkündigung geglaubt, und der Arm des HERRN, wem ist er
geoffenbart worden?
Er
wuchs auf vor ihm wie ein Schössling, wie ein Wurzelspross aus
dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen
ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht.
Verachtet
war er, und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und
mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt,
so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht.
Fürwahr,
er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich
geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und
niedergebeugt.
Doch
er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer
Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden
hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.
Wir
alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg;
aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn.
Er
wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf,
wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf,
das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.
Infolge
von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer will aber sein
Geschlecht beschreiben? Denn er wurde aus dem Land der Lebendigen
weggerissen; wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe
getroffen.
Und
man bestimmte sein Grab bei Gottlosen, aber bei einem Reichen war er
in seinem Tod, weil er kein Unrecht getan hatte und kein Betrug in
seinem Mund gewesen war.
Aber
dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen; er ließ ihn leiden. Wenn er
sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen
und seine Tage verlängern; und das Vorhaben des HERRN wird in seiner
Hand gelingen.
Nachdem
seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die
Fülle haben; durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte,
viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er tragen.
Darum
will ich ihm die Vielen zum Anteil geben, und er wird Starke zum Raub
erhalten, dafür, dass er seine Seele dem Tod preisgegeben hat und
sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünde vieler
getragen und für die Übeltäter gebetet hat.
Hier
erkennen wir eindeutig, dass Gott wusste, was die Menschen dem
Messias antun würden, aber dies war leider auch notwendig, denn nun
kann der Messias die Sünden derer tragen, die ihm folgen. Es wird
aber durch diesen Text, wie auch durch vorhergehende Texte, die wir
schon gelesen haben, sehr deutlich, dass der Messias wirklich
schweres Leid zu tragen hatte. Er war ein Mann der Schmerzen und mit
Leiden vertraut, er war von den Menschen verachtet und verlassen.
Also gewissermaßen einsam und ohne trifftigen Grund von vielen
Menschen verabscheut. Und er hat das alles tapfer ausgehalten.
Gott
hat auch ein persönliches Nachwort zu dem Leben des Messias gegeben.
Und dieses ist angedeutet im Buch des Propheten Maleachi, Kapitel 2,
Vers 5 und 6. Wir lesen dort Folgendes:
Mein
Bund mit ihm war Leben und Friede, und ich verlieh ihm beides, damit
er mich fürchtete, und er fürchtete mich auch und hatte Ehrfurcht
vor meinem Namen.
Das
Gesetz der Wahrheit war in seinem Mund, und nichts Verkehrtes wurde
auf seinen Lippen gefunden; er wandelte mit mir in Frieden und
Aufrichtigkeit, und viele brachte er zur Umkehr von der Missetat.
Aber
was soll nach der Auferstehung passieren?
Gott
hat durch eine Weissagung des Propheten Hesekiel ausdrücken wollen,
welcher spezifische Vorgang danach wichtig sein wird. Denn es steht
geschrieben in Kapitel 36, Vers 25 bis 27:
Und
ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein;
von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch
reinigen.
Und
ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer
Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch
wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben;
ja,
ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass
ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt
und tut.
Dieser
Textteil aus der Weissagung in dem Kapitel soll andeuten, dass die
Menschen sich auf eine bestimmte Weise im Wasser reinigen lassen
sollen von aller Unreinheit, und von sämtlicher Schuld, die sie
durch das Verehren fremder Gottheiten oder Geister über sich selbst
brachten. Wer diese Reinigung haben will, dessen Herz wird von Gott
erneuert, sodass es nicht mehr hart ist, wodurch Liebe verweigert
wird, sondern weich wie Fleisch, um dazu fähig zu sein, stärker in
Liebe zu wandeln als vorher. Und obendrein wird Gott sogar seinen
Geist in die jenigen legen, die es annehmen, und dieser Geist wird
den Menschen dabei Hilfe geben, die Gebote Gottes tatsächlich
einzuhalten, denn dies ist nötig.
Aber
was denkt der Messias über die Dinge, die er erlebte? Was denkt er
über die erlittene Kreuzigung und die Tatsache, dass er zwar Israel
weiden wollte, aber das Volk insgesamt nicht auf ihn gehört hat?
Diese
Frage wird beantwortet durch Kapitel 49 vom Buch des Propheten
Jesaja, wo geschrieben steht in den Versen 4 bis 10:
Ich
aber hatte gedacht: Ich habe mich vergeblich abgemüht und meine
Kraft umsonst und nutzlos verbraucht! Doch steht mein Recht bei dem
HERRN und mein Lohn bei meinem Gott.
Und
nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht
gebildet hat, um Jakob zu ihm zurückzubringen – Israel aber wurde
nicht gesammelt, und doch wurde ich geehrt in den Augen des HERRN,
und mein Gott war meine Stärke,
ja,
er spricht: »Es ist zu gering, dass du mein Knecht bist, um die
Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten aus Israel
wiederzubringen; sondern ich habe dich auch zum Licht für die Heiden
gesetzt, damit du mein Heil seist bis an das Ende der Erde!«
So
spricht der HERR, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem von
jedermann Verachteten, zu dem Abscheu der Nation, zu dem Knecht der
Herrschenden: Könige werden es sehen und aufstehen und Fürsten
anbetend niederfallen um des HERRN willen, der treu ist, um des
Heiligen Israels willen, der dich auserwählt hat.
So
spricht der HERR: Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört und am
Tag des Heils dir geholfen; und ich will dich behüten und dich dem
Volk zum Bund geben, damit du dem Land wieder aufhilfst und die
verwüsteten Erbteile wieder als Erbbesitz austeilst;
damit
du zu den Gefangenen sagst: »Geht hinaus!«, und zu denen in der
Finsternis: »Kommt hervor!« Sie werden an den Straßen weiden und
auf allen kahlen Hügeln ihre Weide haben.
Sie
werden weder hungern noch dürsten; keine trügerische
Wasserspiegelung noch Sonne wird sie blenden; denn ihr Erbarmer wird
sie führen und zu den Wasserquellen leiten.
Der
Messias vertraut also weiterhin auf Gott, auch wenn er Grund zum
Zweifeln hatte. Und Gott sagt zu ihm, dass der Messias nicht mehr nur
Israel sammeln soll, sondern auch die Heidenvölker, weil er zum
Licht gemacht wurde bis zum Ende der Erde.
Passend
dazu weissagt Jesaja auch die folgenden Worte in Kapitel 55, Vers 5
bis 9:
Siehe,
du wirst ein Volk berufen, das du nicht kennst, und ein Volk, das
dich nicht kannte, wird dir zulaufen wegen des HERRN, deines Gottes,
und um des Heiligen Israels willen, weil er dich herrlich gemacht
hat.
Sucht
den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe
ist!
Der
Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und
er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu
unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.
Denn
meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht
meine Wege, spricht der HERR;
sondern
so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege
als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
Diese
Worte passen sehr gut als Ergänzung zu der Ankündigung, dass der
Messias auch ein Heil für die Heiden sein wird.
Und
wie reagiert der Messias auf diese Aufgabe?
Wir
erfahren es, wenn wir in Kapitel 8 einen gewissen Text lesen. Denn es
steht geschrieben in den Versen 16 bis 18:
Binde
das Zeugnis zusammen, versiegle das Gesetz in meinen Jüngern!
Und
ich will warten auf den HERRN, der sein Angesicht verbirgt vor dem
Haus Jakobs, und will auf ihn hoffen.
Siehe,
ich und die Kinder, die mir der HERR gegeben hat, wir sind Zeichen
und Wunder für Israel von dem HERRN der Heerscharen, der auf dem
Berg Zion wohnt.
Hier
sehen wir, dass der Messias warten wird, bis Gott einen gewissen
Befehl gibt. Bis dahin ist Gott von Israel gewissermaßen abgewandt.
Und die Jünger des Messias sollen in dieser Zeit ein Zeichen und
Wunder werden vor Israel.
Es
gibt sogar eine Stelle in den Büchern von Moses, wo es fast schon
danach aussieht, als würde Gott die Entscheidung bestätigen, dass
er den Heiden mehr Aufmerksamkeit geben wird als Israel, denn wir
lesen in Kapitel 32, Vers 21 (5.Mose):
Sie
haben mich zur Eifersucht gereizt mit dem, was kein Gott ist, durch
ihre nichtigen Götzen haben sie mich erzürnt! So will auch ich sie
zur Eifersucht reizen durch das, was kein Volk ist, durch ein
törichtes Volk will ich sie erzürnen!
Vielleicht
meint Gott mit diesem Reizen zur Eifersucht auch diese
Vorgehensweise, die Heiden zu erwählen. Wer weiß.
Für
die Jünger aber, die dem Messias folgen, gibt es ebenfalls eine
Weissagung im Buch des Propheten Jesaja, nämlich in Kapitel 51, Vers
7 bis 8, denn dort steht geschrieben:
Hört
auf mich, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, das mein
Gesetz im Herzen trägt! Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen der
Menschen und entsetzt euch nicht vor ihrem Lästern.
Denn
die Motte wird sie fressen wie ein Kleid; und die Schabe wird sie
fressen wie Wolle; aber meine Gerechtigkeit wird ewig bleiben und
mein Heil von Geschlecht zu Geschlecht.
Die
jenigen also, die Gottes Worte in ihr Herz aufgenommen haben, sollen
sich nicht fürchten vor dem Schmähen und Lästern der Menschen,
denn sie tun das Richtige. Der Messias selbst aber, nachdem er zum
König erhoben wurde, freut sich sehr darüber, und auch davon gibt
ein Psalm Zeugnis. Folgendes steht geschrieben in Psalm 21, Vers 2
bis 7:
O
HERR, der König freut sich in deiner Kraft, und wie frohlockt er so
sehr über dein Heil!
Du
hast ihm gegeben, was sein Herz wünschte, und ihm nicht verweigert,
was seine Lippen begehrten.
Denn
du kamst ihm entgegen mit köstlichen Segnungen, du hast eine Krone
aus Feingold auf sein Haupt gesetzt.
Er
bat dich um Leben, du hast es ihm gegeben; Dauer der Tage für immer
und ewig.
Groß
ist seine Herrlichkeit durch deine Rettung; Hoheit und Pracht hast du
auf ihn gelegt.
Denn
du setzt ihn zum Segen für immer, erquickst ihn mit Freude vor
deinem Angesicht.
Es
wird aber das Heil Gottes noch ein zweites Mal durch den Messias
kommen. Und das wird auch angedeutet durch einen weiteren Text, den
Jesaja geweissagt hat. Wir lesen die folgenden Worte in Kapitel 62,
Vers 11 und 12:
Siehe,
der HERR lässt verkündigen bis ans Ende der Erde: Sagt der Tochter
Zion: Siehe, dein Heil kommt! Siehe, sein Lohn ist bei ihm, und was
er sich erworben hat, geht vor ihm her!
Und
man wird sie nennen »Das heilige Volk, die Erlösten des HERRN«;
und dich wird man nennen »Die Stadt, nach der man fragt und die
nicht mehr verlassen wird«.
Dieser
Text klingt danach, dass das Heil Gottes erneut erscheint, sobald
eine Verkündigung geschah bis an das Ende der Erde. Das ist
höchstwahrscheinlich auf den Messias bezogen. Was der Messias sich
erworben hat, wird bei ihm sein, bezeichnet als heiliges Volk und die
Erlösten des HERRN, denn genau das sind sie auch. Und es ist egal,
wie viele angebliche Gelehrte es verleugnen, oder wie viele falsche
Propheten dagegen reden. Wenn dieser Tag kommt, werden es alle
erkennen, denn es steht geschrieben im Buch des Propheten Sacharja,
Kapitel 13, Vers 4 bis 6:
Und
es wird geschehen an jenem Tag, da werden sich die Propheten schämen,
jeder über sein Gesicht, wenn er weissagt, und sie werden keinen
Mantel aus Ziegenhaar mehr anziehen, um zu täuschen.
Und
er wird sagen: »Ich bin kein Prophet, ich bin ein Mann, der sein
Land bebaut; denn ein Mensch hat mich als Sklave gekauft seit meiner
Jugend!«
Und
er wird zu ihm sagen: »Was sind das für Wunden in deinen Händen?«
Und
er wird antworten: »Die hat man mir geschlagen im Haus meiner
Lieben!«
Der
jenige also, der Wunden hat in seinen Händen, der wird an jenem Tag
wiederkommen, und alle werden sich schämen, die ihn verleugnet
haben, besonders die falschen Propheten.
Und
nach all diesen Worten soll es für heute genug sein, was wir
betrachtet haben, um die Geschichte des Messias Gottes im Alten
Testament nachzuvollziehen. All die Worte, die wir in diesem Video
gelesen haben, waren den Menschen angekündigt, bevor überhaupt erst
die Geburt des Messias geschah, und bei einigen Stellen wussten die
Menschen vielleicht gar nicht, dass es Weissagungen über den Messias
sind.
Das
war soweit alles, was ich im heutigen Video zeigen wollte. Ich hoffe,
diese Sammlung der Weissagungen über den Messias hat euch gefallen.
Danke
für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die
Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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