Text zu "Predigt - Menschenweisheit nützt nichts"

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Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

In der heutigen Predigt möchte ich versuchen, euch vor verderblicher Menschenweisheit zu warnen. Denn jeder, der die Weisheit Gottes verwirft und an Menschenweisheit klammert, der ist nicht geistlich, sondern fleischlich, und sein Ende wird nicht im Reich Gottes sein.
Zuerst müssen wir aber natürlich erstmal klären, was das Wort Menschenweisheit eigentlich bedeutet. Mit Menschenweisheit sind sämtliche klug klingenden Reden gemeint, die die Bedeutung des Wortes Gottes verleugnen und ihm stattdessen eine andere Bedeutung unterstellen, um die Menschen falsch anzuleiten. Dies geschieht immer dann, wenn ein Teil in der Bibel wörtlich und direkt gemeint ist, aber die Menschen verwerfen das und suchen stattdessen eine andere Botschaft dahinter. Eine derartige Verführung durch Menschenweisheit würde vorliegen, wenn man zum Beispiel behaupten würde, die Teilung des Meeres durch Moses in der Wüste wäre niemals so geschehen, sondern es ist nur ein Sinnbild auf das kommen des Messias. Oder wenn man sagen würde, die Gebote der Thora sind alle gar nicht dazu da, dass die Israeliten es einhalten sollten, sondern auch das wäre nur eine Andeutung auf den Messias. Die davon betroffenen Menschen finden immer irgendwelche Verse in Bibelbüchern, womit sie meinen ihre irreführenden Thesen belegen zu können und zerstören damit alles, was Gott durch seine eigenen Worte in der Bibel erkennbar machen wollte.
Bei anderen Wortverdrehern, die in Menschenweisheit reden, passiert sogar etwas noch Schlimmeres, denn sie verdrehen die Bedeutung der Worte in das genaue Gegenteil. Es steht zum Beispiel geschrieben, dass wir uns selbst für die Sünde als tot betrachten sollten, was bedeutet, dass wir gar nicht sündigen dürfen, weil wir allein schon für das Verlangen, eine Sünde zu tun, völlig unbeherrschbar werden sollen. Aber weil ihnen das nicht gefällt, verändern sie das, indem sie behaupten, diese Aussage würde bedeuten, dass wir so viel sündigen können wie wir wollen, weil wir für die Sünde gestorben sind und deswegen jede einzelne Sünde, die wir tun, unser Leben nicht mehr beeinflusst, weil angeblich die Sünde keine Konsequenzen mehr nach sich ziehen würde, wenn wir für die Sünde tot sein sollen. Das machen diese Leute mit der genannten Stelle und auch mit anderen Stellen, um dem jenigen, dem sie dienen, besonders viele Seelen einzufangen für das Feuer.
Wieder andere halten sich selber für weise, indem sie sich hinsetzen und sagen, dass man gar nicht erst das Wort Gottes vollständig lesen soll, weil es sowieso alles viel zu kompliziert ist und alles nur als Parabel gemeint ist und man das nicht verstehen könne, und so lange man damit zufrieden ist, nichts zu verstehen, sei man ihrer Meinung nach am klügsten.
Und dann gibt es natürlich noch ein paar besonders heftige Kaliber, die machen es so, dass sie eine Dämonenlehre hernehmen, welche völlig gottlos ist, und dann suchen sie einzelne Zitate aus der Bibel heraus und missbrauchen diese, um zu behaupten, dass ihre Dämonenlehre die eigentliche Wahrheit wäre und die Bibel sei komplett falsch, aber in der Bibel wäre die Dämonenlehre angekündigt worden, die nun wahr sein soll.
All diese Menschen, die irgendwas davon tun, haben teilweise ein paar sehr ausgeklügelte Argumente zur Hand, und es klingt schlau, was sie faseln, aber es ist dennoch gotteslästerlich. Darum, egal ob jemand sich selber Christ nennt oder nicht, sage ich euch:

Achtet genau darauf, ob ein Mensch wirklich von Gottes Gerechtigkeit redet, oder ob er es sich aus seinem eigenen verdorbenen Herzen heraus nur alles so zurecht legt wie er es persönlich gerne hätte! Hört keinen Menschen zu, die lauwarmes Geschwätz oder irreführende Lehren vortragen! Denn wir lesen folgende Warnung von Gott im Buch des Propheten Jeremia, Kapitel 17, Vers 5:

So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht, und dessen Herz vom HERRN weicht!

Wir sollen uns nach Gott ausstrecken und nur auf gottestreue Lehren hören, und nicht auf die törichte Menschenweisheit. Wenn jemand das Wort Gottes falsch darstellt, dann solltet ihr vor so einer Lehre fliehen! Und lasst euch niemals von Menschen vollquatschen, die ihre privaten Ziele verfolgen mit dem, was sie tun. Im Brief des Jakobus lesen wir passend dazu in Kapitel 3, Vers 14 bis 17:

Wenn ihr aber bitteren Neid und Selbstsucht in eurem Herzen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit!
Das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, seelische, dämonische.
Denn wo Neid und Selbstsucht ist, da ist Unordnung und jede böse Tat.
Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedfertig, gütig; sie lässt sich etwas sagen, ist voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch und frei von Heuchelei.

Eine solche Weisheit, wie Jakobus sie in Vers 17 beschreibt, ist aus Gott, aber alles andere könnt ihr vergessen. Wer versucht, Weisheit zu reden, aber anders gesinnt ist als es Jakobus beschrieb, der arbeitet gegen das Reich Gottes.
Die Weisheit, die aus Gott kommt und Seelen rettet, verherrlicht die ganze Heiligkeit Gottes, sowohl die vollkommene Liebe als auch die vollkommene Gerechtigkeit, denn Gott ist gut. Wenn entweder die Liebe Gottes oder die Gerechtigkeit Gottes fehlt, so ist alle Lehre nichtig und ein Stolperstein auf dem Weg ins Leben. Wenn ich aber den Weg ins Leben erwähne, dann meine ich das Leben bei Gott, und nicht das Leben hier in dieser verlogenen Welt, wo Menschen Unsinn reden und sich wegen genau diesem Unsinn selber für klug halten. Was Gott dazu denkt, geht hervor aus Psalm 14, wo wir lesen:

Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt,
einen, der nach Gott fragt.

Genau so verhält sich das. Gott sucht. Er sucht wenigstens einen einzigen. Aber findet er auch? Nicht wirklich, denn sie suchen alle nicht ihn, sondern nur ihre eigenen Gedanken. Demgemäß lesen wir an anderen Bibelstellen:

Der HERR erkennt die Gedanken der Menschen, dass sie nichtig sind.

Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod.

Ein Mensch, der vom Weg der Einsicht abirrt, wird ruhen in der Versammlung der Schatten.

Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem widerspenstigen Volk, das seinen eigenen Gedanken nachgeht auf einem Weg, der nicht gut ist.

Wenn man wirklich ein Kind Gottes sein will, wie sollte man dann auf Menschen hören? Und warum sollte man Menschen fürchten oder alles von ihnen abhängig machen? Sogar Paulus hat geschrieben in seinem Brief an die Epheser in Kapitel 6, Vers 7 bis 9:

Dient mit gutem Willen dem Herrn und nicht den Menschen,
da ihr wisst: Was ein jeder Gutes tun wird, das wird er von dem Herrn empfangen, er sei ein Sklave oder ein Freier.
Und ihr Herren, tut dasselbe ihnen gegenüber und lasst das Drohen, da ihr wisst, dass auch euer eigener Herr im Himmel ist und dass es bei ihm kein Ansehen der Person gibt.

Hier könnt ihr es selbst in Vers 7 sehen, dass wir nicht Menschen dienen sollen, sondern unserem Herrn Jesus um Gottes willen.
Glaubt nicht, egal wie wohl ihr euch dabei fühlt, den Menschen zu gehorchen, oder dabei, eure eigenen verdrehten Deutungen aufzustellen, die Gottes Wort entstellen, dass euch dies vor Gott auch nur im Entferntesten etwas Gutes bringt! Denn es steht geschrieben:

Jeder Weg eines Menschen ist recht in seinen Augen, aber der HERR prüft die Herzen.

Ihre Propheten sind leichtfertige, betrügerische Menschen; ihre Priester entweihen das Heiligtum, tun dem Gesetz Gewalt an.

Auf Übermut folgt Schande, bei den Demütigen aber ist Weisheit.

Zuschanden geworden sind die Weisen; sie sind erschrocken und haben sich selbst gefangen; denn siehe, sie haben das Wort des HERRN verworfen — was für eine Weisheit bleibt ihnen da noch übrig?

Menschenfurcht ist ein Fallstrick; wer aber auf den HERRN vertraut, der ist geborgen.

Die Furcht des HERRN ist die Schule der Weisheit,
und der Ehre geht Demut voraus.

Ein Spötter sucht Weisheit und findet sie nicht, doch für den Verständigen ist Erkenntnis leicht.

Denn der HERR gibt Weisheit, aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht.

Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird,

Aufgrund all dessen wird hoffentlich leichter erkennbar, warum wir Verständnis für Gott entwickeln sollen, aber ganz sicher nicht Verständnis für das, was Menschen uns sagen wollen! Ebenso dürfen wir aber auch nicht übermütig sein, sondern wir müssen uns bei allem an dem Wesen Gottes orientieren, wenn wir eine Sache einschätzen wollen. Nicht unser eigenes Ego und nicht das Ego eines anderen soll uns beim Einschätzen leiten, sondern das, was wir über unseren Vater im Himmel lernen können und was er uns zukommen lässt, wenn wir Jesus folgen.

Es steht auch geschrieben im Buch des Propheten Micha, Kapitel 6, Vers 8:

Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?

Auch hier wird wieder klar, dass wir mit Gott wandeln sollen, nicht mit Menschen. Um aber mit Gott zu wandeln, muss man ihn erstmal kennen, und das geht nur durch die Bibel, nicht durch fremde Lehren oder indem wir nach unserer eigenen Lust uns ein Bild davon malen, wie Gott sein muss. Wir wissen, dass Gott gut ist und dass er heilig ist. Und was das genau bedeutet, das kann man in gewissen Bibeltexten herausfinden - nur dort, denn ansonsten läuft man einem fremden Gott hinterher, wenn man fremde Lehren glaubt, die etwas Verkehrtes über Gott sagen.
Und ich gebe gerne zu, dass es eine schwere Herausforderung ist, anhand der Bibel Gott zu erkennen wie er wirklich ist. Denn es steht sehr, sehr viel darin, und es hat nicht alles mit dem Wesen Gottes an sich zu tun, daher muss man wirklich ganz genau hinschauen. Das dauert eine Weile, das geht nicht von heute auf morgen. Aber es ist den allermeisten von uns auch genug Zeit gegeben. Ein ganzes Leben lang haben wir Zeit, uns in die Bibel zu vertiefen. Und wenn jemand tatsächlich an Gott Interesse haben sollte, dann wird der Mensch sich auch die Zeit nehmen und die Bibel durchlesen – sowohl die angenehmen Texte als auch die sehr abartigen, furchtbaren Texte, die nur schwer zu ertragen sind, die aber auch auf ihre eigene Art etwas lehren.
Wer das nicht tut, der zeigt, dass er sich gar nicht erst um Gott bemühen will. Gott hat aber gesagt im Buch des Propheten Jeremia in Kapitel 29 in Vers 13:

Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet.

Das gilt auch für uns. Und wenn jemand nicht mit ganzem Herzen nach Gott verlangt, sondern wenn jemand mit ganzen Herzen nach sich selbst verlangt – was sollte Gott dann mit einem derartigen Mensch zu schaffen haben?

Von Paulus beispielsweise wissen wir, dass er reichlich falsch gemacht hat, aber er hatte zumindest ein gesundes Motto bei seiner Arbeit, denn wir lesen im ersten Brief an die Korinther in Kapitel 2, Vers 4 und 5:

Und meine Rede und meine Verkündigung bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft,
damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft.

Nach diesem Motto sollte eigentlich jeder Mensch verkündigen, dass der Glaube der Zuhörer nicht auf bloßer Menschenweisheit beruht, und dass sie auch nicht anfangen, fleischlich inspirierten Worten oder völlig verkehrten Auslegungen zu glauben. Denn alle Worte, die die Gerechtigkeit Gottes oder seine Liebe schmälern, sind Gift für die gläubige Seele und wenden den Mensch von der Rettung ab. Und es ist mir übrigens egal, ob irgendwer meint, ich würde hier zu hart reden.

Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Knecht des Christus.

Darum will ich euch durch diese heutige Predigt wirklich ans Herz legen, dass ihr nicht selber anfangen sollt, den Texten der Bibel überflüssigerweise Bedeutungen zu unterstellen, die von der eigentlichen Aussage des Textes viel zu weit weggehen, und dass ihr andererseits auch nicht Menschen als eure Lehrer annehmt, die ständig nur Verse so auslegen, wie es ihnen persönlich am besten in den Kram passt, ohne dass dabei auch nur im geringsten die Herzen der Gläubigen geläutert werden können. Bitte lasst euch nicht von Auslegungen beeindrucken, die tote Historik oder billige Gnade oder belanglose Übertreibungen propagieren, denn es lenkt euch stark davon ab, auf dem richtigen Weg zu bleiben, solltet ihr ihn gefunden haben. Und denkt auch daran, dass manche Menschen bei weitem nicht so schlau sind, wie sie sich aufspielen, und dass ein von der Welt verliehener Titel kein Anzeichen für, sondern gegen die Gottesfurcht des Menschen ist. Wenn ihr das aber nicht annehmen wollt, dann müsst ihr es eben bleiben lassen.

Im Wort Gottes aber steht geschrieben:

Besser ist’s, bei dem HERRN Schutz zu suchen,
als sich auf Menschen zu verlassen!

Siehe, ich komme über diejenigen, spricht der HERR, die Lügenträume weissagen und sie erzählen und mit ihren Lügen und ihrem leichtfertigen Geschwätz mein Volk irreführen, während ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe, und sie diesem Volk auch gar nichts nützen!, spricht der HERR.

Deswegen verkündige ich diese Worte als gut gemeinte Ermahnung.

damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen,
sondern, wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus.

Und nachdem ich euch dies gepredigt habe, kommen wir mit diesem Video bereits zum Abschluss.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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