Text zu "Bibellehre - Das Leben Davids als König Israels"

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In diesem Video setzen wir uns mit Dingen auseinander, die David während seiner Herrschaft als König über ganz Israel erlebte. Am Ende vom ersten Buch der Chronik steht Folgendes über David:

Und die Geschichte des Königs David, die frühere und die spätere, ist aufgezeichnet in der Geschichte Samuels, des Sehers, und in der Geschichte Nathans, des Propheten, und in der Geschichte Gads, des Sehers,
samt seiner ganzen Regierung und seiner Macht und den Ereignissen, die unter ihm vorgekommen sind in Israel und unter allen Königreichen der Länder.

Trotz dieser Verkündung haben wir aber nur das zweite Buch Samuel zur Hand, daher werden wir uns mit diesem zufrieden geben müssen, um Davids Leben als König nachzuvollziehen. Wir werden aber auch vollständigkeitshalber am Ende noch etwas aus dem ersten Buch der Könige lesen.
Der vorherige König von Israel war Saul, aber nachdem dieser im Krieg gestorben war, gab es zuerst keine Einigkeit in Israel darüber, wer von allen als neuer König anerkannt wird. Und es geschah sinnloses Blutvergießen in Israel. Schließlich akzeptierten aber alle Stämme Israels die Königsherrschaft Davids, zu welcher er vor längerer Zeit gesalbt worden war von dem Propheten Samuel, welcher in diesen Tagen schon gar nicht mehr lebte, als David König wurde.

Nachdem aber David von ganz Israel als König anerkannt worden war, zog er zuerst in den Kampf, um die Stadt Jerusalem zu erobern, inklusive der Burg Zion. Diesbezüglich lesen wir in Kapitel 5 vom zweiten Buch Samuel in den Versen 6 bis 10:

Und der König zog mit seinen Männern nach Jerusalem gegen die Jebusiter, die im Land wohnten. Die aber sprachen zu David und sagten: Du wirst hier nicht hereinkommen, sondern die Blinden und die Lahmen werden dich vertreiben! Denn sie dachten: David kann nicht hier hereinkommen!
Aber David nahm die Burg Zion ein; das ist die Stadt Davids.
Und David sprach an jenem Tag: Wer die Jebusiter schlägt und die Wasserleitung erreicht und die Lahmen und Blinden, denen die Seele Davids feind ist, [dem wird eine Belohnung zuteil]. Daher sagt man: »Es darf kein Blinder oder Lahmer ins Haus kommen!«
Und David wohnte in der Burg und nannte sie »Stadt Davids«. Und David baute ringsum vom Millo an einwärts.
Und David wurde immer mächtiger, und der HERR, der Gott der Heerscharen, war mit ihm.

In Jerusalem wohnten also sogenannte Jebusiter, welche David verspotteten, und David hat entsprechend negativ reagiert. Ehrenhaft ist das nicht, aber was will man machen ...
Vor dem auftreten von Jesus war das allgemeine Moralempfinden deutlich abartiger als heutzutage, und dabei kann man ja auch heutigentags nicht wirklich behaupten, dass die aktuellen Moralvorstellungen der Menschen wahrhaftig gut sind. Auch wenn es früher schlimmer war.
Zu allem Elend erfahren wir auch noch Folgendes in den Versen 12 und 13:

Und David erkannte, dass der HERR ihn zum König über Israel bestätigt und sein Königreich zu Ansehen gebracht hatte um seines Volkes Israel willen.
Und David nahm sich noch mehr Nebenfrauen und Frauen aus Jerusalem, nachdem er von Hebron gekommen war, und es wurden ihm noch mehr Söhne und Töchter geboren.

Hier lesen wir, dass David sich noch viel mehr Frauen nahm.
Also das eigentliche Modell einer Ehe, wie sie nach Gottes Wohlgefallen aussieht, hatte dieser Mann definitiv nicht verstanden. Und an die Thora fühlte er sich offenbar auch nur teilweise gebunden, denn das Gesetz von Moses bestimmt über einen Mann, der König wurde, Folgendes im fünften Buch Mose in Kapitel 17, Vers 14 bis 20:

Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und es in Besitz nimmst und darin wohnst und dann sagst: »Ich will einen König über mich setzen, wie alle Heidenvölker, die um mich her sind!«,
so sollst du nur den zum König über dich setzen, den der HERR, dein Gott, erwählen wird. Aus der Mitte deiner Brüder sollst du einen König über dich setzen; du kannst keinen Fremden über dich setzen, der nicht dein Bruder ist.
Nur soll er nicht viele Pferde halten und das Volk nicht wieder nach Ägypten führen, um die Zahl seiner Pferde zu vermehren, da doch der HERR euch gesagt hat: Ihr sollt nie mehr auf diesem Weg zurückkehren!
Er soll auch nicht viele Frauen nehmen, damit sein Herz nicht auf Abwege gerät; auch soll er sich nicht zu viel Silber und Gold aufhäufen.
Wenn er dann auf seinem königlichen Thron sitzt, so soll er eine Abschrift dieses Gesetzes, das vor den levitischen Priestern liegt, in ein Buch schreiben lassen.
Und dieses soll bei ihm sein, und er soll darin lesen alle Tage seines Lebens, damit er lernt, den HERRN, seinen Gott, zu fürchten, damit er alle Worte dieses Gesetzes und diese Satzungen bewahrt und sie tut;
dass sich sein Herz nicht über seine Brüder erhebt und er nicht abweicht von dem Gebot, weder zur Rechten noch zur Linken, damit er die Tage seiner Königsherrschaft verlängere, er und seine Söhne, in der Mitte Israels.

Das ist Gottes Gebot, und man entdeckt in Vers 17 eindeutig, dass der König nicht mehrere Frauen nehmen soll. David aber nahm eine Frau nach der anderen. Und seltsamerweise hatte Gott gar nichts zu all den Sünden zu sagen, die David tat. Weder zu den Racheaktionen, noch zu den vielen Frauen, noch dazu, dass David schon sehr oft Lügen erzählt hatte. Bei einem derart schlechten Vorbild sollten wir heutzutage uns umso stärker daran erinnern, dass nur allein Jesus Christus uns ein richtiges Vorbild gegeben hat, und dass wir keinen anderen nachahmen sollten als ihn allein.

Als nächstes geschah schonwieder eine Schlacht gegen die Philister, in welcher David mit seinen Männern siegreich war. Danach versammelte David 30.000 Männer, um die Bundeslade nach Jerusalem zu holen. Leider wird nicht ersichtlich, ob diese Männer Leviten gewesen sind, aber in der Thora steht angedeutet, dass nur die Leviten die Bundeslade tragen dürfen.
Schließlich geschah Folgendes laut Kapitel 6, Vers 5 bis 10:

Und David und das ganze Haus Israel spielten vor dem HERRN mit allerlei Instrumenten aus Zypressenholz, mit Zithern und mit Harfen, mit Tamburinen und mit Schellen und mit Zimbeln.
Und als sie zur Tenne Nachons kamen, griff Ussa nach der Lade Gottes und hielt sie fest; denn die Rinder waren ausgeglitten.
Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Ussa; und Gott schlug ihn dort wegen des Vergehens; so starb er dort bei der Lade Gottes.
Aber David entbrannte darüber, dass der HERR mit Ussa einen solchen Riss gemacht hatte; darum nennt man diesen Ort Perez-Ussa bis zu diesem Tag.
Und David fürchtete sich vor dem HERRN an jenem Tag und sprach: Wie soll die Lade des HERRN zu mir kommen?
Deswegen ließ David die Lade des HERRN nicht zu sich in die Stadt Davids hinaufbringen, sondern er ließ sie beiseiteführen in das Haus Obed-Edoms, des Gatiters.

Es wurde für Gott also in dem Moment zu viel, als ein unheiliger Mensch die Bundeslade berühren wollte, was als großer Mangel an Ehrfurcht aufgefasst wurde, denn die Bundeslade war ein heiliges Objekt, und darin befanden sich die heiligen zehn Gebote Gottes sowie das Manna, das während der Wüstenwanderung vom Himmel regnete, und der Stab Aarons.
Und David traute sich danach nicht mehr, die Bundeslade zu transportieren. Wie die Sache weiter verlief, lesen wir in den Versen 11 bis 17. Es steht geschrieben:

Und die Lade des HERRN verblieb drei Monate lang im Haus Obed-Edoms, des Gatiters, und der HERR segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus.
Als nun dem König David berichtet wurde: »Der HERR hat das Haus Obed-Edoms und alles, was er hatte, gesegnet um der Lade Gottes willen!«, da ging David hin und holte die Lade Gottes mit Freuden aus dem Haus Obed-Edoms herauf in die Stadt Davids.
Und es geschah, wenn die Träger der Lade des HERRN sechs Schritte gegangen waren, opferte man einen Ochsen und ein fettes Schaf.
David aber tanzte mit aller Macht vor dem HERRN her, und David war mit einem leinenen Ephod umgürtet.
So führten David und das ganze Haus Israel die Lade des HERRN mit Jubelgeschrei und mit dem Schall des Schopharhorns herauf.
Als die Lade des HERRN gerade in die Stadt Davids kam, da schaute Michal, die Tochter Sauls, durchs Fenster und sah den König David hüpfen und vor dem HERRN tanzen, und sie verachtete ihn in ihrem Herzen.
Und sie brachten die Lade des HERRN hinein und stellten sie an ihren Ort, in das Zelt, das David für sie aufgeschlagen hatte. Und David opferte Brandopfer und Friedensopfer vor dem HERRN.

Hier ist es irgendwie seltsam, dass David ein Ephod trug, denn das ist Kleidung, welche nur die Priester anziehen dürfen, und David war kein Priester, trug sie aber trotzdem. Und es klappte diesmal, die Bundeslade an den Ort zu bringen, welchen David vorbereitet hatte. Weil aber Michal, welche eine von den vielen Ehefrauen Davids war, ihn verachtet hatte, als sie ihn tanzen sah, deshalb entschied Gott, dass sie unfruchtbar werden soll, und sie bekam ihr Leben lang kein Kind.

In Kapitel 7 erfahren wir, dass David in einem vornehmen Haus wohnte und den Wunsch hegte, auch für Gott ein vornehmes Haus bauen zu lassen. Dies bezüglich steht geschrieben in den Versen 1 bis 3:

Und es geschah, als der König in seinem Haus wohnte und der HERR ihm Ruhe gegeben hatte vor allen seinen Feinden ringsumher,
da sprach der König zu dem Propheten Nathan: Siehe doch, ich wohne in einem Haus aus Zedernholz, aber die Lade Gottes wohnt unter Teppichen!
Und Nathan sprach zum König: Geh hin und tue alles, was dir am Herzen liegt, denn der HERR ist mit dir!

Somit könnte man meinen, dass das Vorhaben Davids richtig sei, für Gott ein Haus zu bauen. Aber in der Nacht offenbarte Gott dem Prophet Nathan, dass David nicht der jenige sein soll, der für Gott ein Haus baut, sondern wir lesen Folgende Worte Gottes in den Versen 12 bis 16:

Wenn deine Tage erfüllt sind und du bei deinen Vätern liegst, so will ich deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Leib kommen wird, und ich werde sein Königtum befestigen.
Der wird meinem Namen ein Haus bauen, und ich werde den Thron seines Königreichs auf ewig befestigen.
Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Wenn er eine Missetat begeht, will ich ihn mit Menschenruten züchtigen und mit Schlägen der Menschenkinder strafen.
Aber meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul weichen ließ, den ich vor dir beseitigt habe;
sondern dein Haus und dein Königreich sollen ewig Bestand haben vor deinem Angesicht; dein Thron soll auf ewig fest stehen!

Als David diese Worte hörte, sprach er ein Dankgebet, welches man in den restlichen Versen des Kapitels lesen kann. Wir sparen uns das heute aber, um das Video nicht zu lang werden zu lassen.

In Kapitel 8 lesen wir von ganz vielen Feldzügen, die David erfolgreich durchführte, und dieses belanglose Geschwafel über erfolgreiches Blutvergießen werden wir uns auch nicht durchlesen.
In Kapitel 9 erfahren wir von einem Nachkommen Jonathans, und wir wissen, dass David eine enorm positive Meinung von Jonathan hatte, als dieser lebte. Der Nachkomme Jonathans aber, welcher Mephiboseth hieß, war behindert, denn er hatte gelähmte Füße. Aber um das Andenken an Jonathan zu ehren, befahl König David, dass Mephiboseth täglich zusammen mit König David an dessen Tisch speisen soll, und es geschah so. Das ist bestimmt ein sehr ungewöhnliches Bild für alle anderen Diener gewesen, dass ein Lahmer zusammen mit dem König von Israel am selben Tisch saß.

In Kapitel 10 wird schonwieder von Erfolgen im Krieg gegen fremde Völker geredet, aber in Kapitel 11 erfahren wir von einem schweren Fehltritt Davids, wo er sogar gegen die heiligen zehn Gebote verstoßen hatte, denn wir wissen, dass eines der heiligen zehn Gebote besagt: Du sollst nicht ehebrechen!

Um zu erfahren, was da los war, lesen wir nun in Kapitel 11 die Verse 1 bis 5. Es steht geschrieben:

Und es geschah im folgenden Jahr, zu der Zeit, da die Könige zum Kampf ausziehen, da sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel; und sie schlugen die Ammoniter nieder und belagerten Rabba. David aber blieb in Jerusalem.
Und es geschah, als David zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Dach des königlichen Hauses umherwandelte, da sah er vom Dach aus eine Frau sich baden, und die Frau war von sehr schönem Aussehen.
Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau, und man sprach: Ist das nicht Bathseba, die Tochter Eliams, die Frau Urijas, des Hetiters?
Und David sandte Boten hin und ließ sie holen. Und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr (sie aber hatte sich gerade von ihrer Unreinheit gereinigt), und sie kehrte wieder in ihr Haus zurück.
Und die Frau wurde schwanger und sandte hin und ließ es David ausrichten und sagen: Ich bin schwanger geworden!

Weil also König David eine Frau beim Baden beobachtet hatte, entbrannte er in Begierde. Und die ganzen anderen Frauen, die er schon geheiratet hatte, interessierten ihn in dem Moment offensichtlich nicht. Das ist echt schwach. Und die Frau war schon verheiratet mit einem Mann, der gerade im Krieg war, aber sie ließ sich darauf ein, mit David Ehebruch zu begehen.
Als nun David hörte, dass Bathseba schwanger geworden war von dem Ehebruch, ließ er ihren Ehemann vom Schlachtfeld in die Stadt kommen, um eine Ruhepause zu nehmen und wollte ihn dazu reizen, nach Hause zu gehen und Geschlechtsverkehr mit seiner Frau zu haben, sodass es aussehen würde, als hätte der Ehemann das Kind gezeugt. Aber der Ehemann hatte ein schlechtes Gewissen, weil seine Kameraden im Kampf unter schlechten Umständen schliefen, deswegen wollte er selbst im Andenken an sie ebenfalls unter schlechten Umständen schlafen und ging nicht nach Hause zu seiner Frau. Und deshalb sorgte David dann dafür, dass der Ehemann von Bathseba im Krieg stirbt, denn David hatte den Befehl erteilt, dass man ihn absichtlich in eine Stellung schicken sollte, wo er zweifellos von den Feinden getötet wird. Und so geschah es auch, sodass David die Frau Bathseba heiraten konnte, weil sie keinen Mann mehr hatte, und dies tat David nach der Trauerzeit der Frau.
Sogar die Geduld Gottes stieß durch dieses Ereignis an ihre Grenzen, und deshalb wurde der Prophet Nathan zu David gesandt, um in einer Gleichnisrede das böse Tun anzudeuten, welches David begangen hatte. Es steht darüber Folgendes geschrieben in Kapitel 12, Vers 1 bis 12:

Und der HERR sandte Nathan zu David. Als dieser zu ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm.
Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder;
der Arme aber hatte nichts als ein einziges Lämmlein, das er gekauft hatte; und er nährte es, sodass es bei ihm und mit seinen Kindern aufwuchs. Es aß von seinem Brot und trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß, und er hielt es wie eine Tochter.
Als aber ein Reisender zu dem reichen Mann kam, da reute es ihn, von seinen eigenen Schafen und von seinen eigenen Rindern eines zu nehmen, um dem Wanderer, der zu ihm gekommen war, etwas zuzubereiten; da nahm er das Lamm des armen Mannes und bereitete es dem Mann zu, der zu ihm gekommen war.
Da entbrannte der Zorn Davids sehr gegen den Mann, und er sprach zu Nathan: So wahr der HERR lebt; der Mann, der dies getan hat, ist ein Kind des Todes!
Dazu soll er das Lamm vierfältig bezahlen, weil er dies getan und kein Erbarmen geübt hat!
Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann! So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt, und ich habe dich aus der Hand Sauls errettet;
ja, ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben, dazu die Frauen deines Herrn in deinen Schoß, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und wäre das zu wenig, so hätte ich noch dies und das hinzugefügt.
Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, indem du tatest, was vor seinen Augen böse ist? Urija, den Hetiter, hast du mit dem Schwert erschlagen, und seine Frau hast du dir zur Frau genommen; ihn aber hast du durch das Schwert der Ammoniter umgebracht!
Nun soll auch von deinem Haus das Schwert nicht weichen ewiglich, weil du mich verachtet und die Frau Urijas, des Hetiters, genommen hast, dass sie deine Frau sei!
So spricht der HERR: Siehe, ich will aus deinem eigenen Haus Unglück über dich erwecken; und ich will deine Frauen vor deinen Augen nehmen und sie deinem Nächsten geben, dass er am helllichten Tag bei deinen Frauen liegt!
Denn du hast es heimlich getan; ich aber will diese Sache vor ganz Israel und am helllichten Tag tun!

In der Gleichnisrede soll erkennbar werden, dass die Frau Bathseba alles war, was ihr Ehemann überhaupt hatte, und David hingegen, der eine üppige Anzahl Frauen geheiratet hat, der war sich nicht zu schade, diesem Mann seinen einzigen wertvollen Besitz wegzunehmen, aus der Begierde heraus. Und das, obwohl Gott ihm so viel Gutes getan hatte. Wir lesen dann Folgendes in den Versen 13 bis 15:

Da sprach David zu Nathan: Ich habe gegen den HERRN gesündigt! Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sünde hinweggenommen; du sollst nicht sterben!
Doch weil du den Feinden des HERRN durch diese Sache Anlass zur Lästerung gegeben hast, so wird auch der Sohn, der dir geboren wurde, gewisslich sterben!
Und Nathan ging heim. Und der HERR schlug das Kind, das die Frau Urijas dem David geboren hatte, sodass es todkrank wurde.

Obwohl also laut der Thora Ehebrecher zu Tode gesteinigt werden müssen, entscheidet Gott hier, dass David nicht sterben soll.
Wir merken aber an Vers 15 deutlich, dass jenes Kind, welches Bathseba geboren hatte, todkrank wurde. Da käme jetzt natürlich jeder auf die Idee, zu Gott zu beten, dass dieses Kind wieder gesund werden soll, denn man sagt ja Gott nach, dass er immer nur an Heilung der Menschen Interesse hat. Und weil es David Leid tat um das Kind, tat er dies auch. David flehte Gott an, denn wir lesen in den Versen 16 bis 24:

Und David flehte zu Gott wegen des Knaben; und David fastete und ging hinein und lag über Nacht auf der Erde.
Da machten sich die Ältesten seines Hauses zu ihm auf und wollten ihn von der Erde aufrichten; er aber wollte nicht und aß auch kein Brot mit ihnen.
Und es geschah am siebten Tag, da starb das Kind. Und die Knechte Davids fürchteten sich, ihm zu sagen, dass das Kind tot sei, denn sie dachten: Siehe, als das Kind lebendig war, redeten wir mit ihm, und er hörte nicht auf unsere Stimme; wie viel mehr wird es ihm wehtun, wenn wir sagen: Das Kind ist tot!
Und David sah, dass seine Knechte leise miteinander redeten; da erkannte David, dass das Kind tot war, und David sprach zu seinen Knechten: Ist das Kind tot? Sie sprachen: Es ist tot!
Da erhob sich David von der Erde, wusch und salbte sich und zog andere Kleider an und ging in das Haus des HERRN und betete an. Und er kam in sein Haus und verlangte, dass man ihm Brot vorsetzte, und er aß.
Da sprachen seine Knechte zu ihm: Was hat das zu bedeuten, was du da tust? Als das Kind lebte, hast du um seinetwillen geweint und gefastet; nun aber, da das Kind gestorben ist, stehst du auf und isst Brot?
Er sprach: Als das Kind noch lebte, da habe ich gefastet und geweint, weil ich dachte: Wer weiß, ob der HERR mir nicht gnädig sein wird, sodass das Kind am Leben bleibt?
Nun aber, da es tot ist, was soll ich fasten? Kann ich es wieder zurückholen? Ich werde wohl zu ihm gehen, es wird aber nicht wieder zu mir zurückkehren!
Und David tröstete seine Frau Bathseba, und er ging zu ihr ein und lag bei ihr. Und sie gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Salomo. Und der HERR liebte ihn.

Hier erfahren wir also, dass David fastete und Gott um Gnade anflehte, aber das Kind starb trotzdem. Und als es tot war, ging David zu Bathseba, um ein weiteres Mal bei ihr zu liegen, und daraus entstand noch ein Kind. So kam Salomo zur Welt, und Gott liebte diesen Mensch von Anfang an, aber der Grund dafür wird hier nicht genannt.

Die nächste Erwähnenswerte Sache ist in Kapitel 13 aufgeschrieben. Dort erfahren wir von einem sehr üblen Familiendrama, und wir lesen dazu erstmal die Verse 1 bis 5:

Absalom aber, der Sohn Davids, hatte eine schöne Schwester, die hieß Tamar; und es geschah, dass Amnon, Davids Sohn, sich in sie verliebte.
Und Amnon bekümmerte sich so, dass er krank wurde wegen seiner Schwester Tamar; denn sie war eine Jungfrau, und es schien Amnon unmöglich, ihr das Geringste anzutun.
Amnon aber hatte einen Freund, der hieß Jonadab, ein Sohn Simeas, des Bruders Davids; und Jona-dabb war ein sehr kluger Mann.
Der sprach zu ihm: Warum bist du jeden Morgen so niedergeschlagen, du Königssohn? Willst du es mir nicht sagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich bin verliebt in Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom!
Da sprach Jonadab zu ihm: Lege dich auf dein Bett und stelle dich krank. Wenn dann dein Vater kommt, um dich zu besuchen, so sprich zu ihm: Lass doch meine Schwester Tamar kommen und mir Speise zu essen geben und ein Essen vor meinen Augen zubereiten, damit ich zusehe und aus ihrer Hand esse!

In dieser Erzählung erfahren wir nun von einigen Söhnen Davids. Wichtig ist besonders der Sohn Absalom, da wir von diesem auch später noch mehr erfahren werden. Jetzt im Moment haben wir aber erstmal nur gelesen, dass er eine Schwester namens Tamar hatte, die eine Jungfrau war. Und ein anderer Sohn Davids, nämlich Amnon, war der Meinung, in diese Jungfrau verliebt zu sein. Es war aber kein reinherziges Verliebtsein, sondern schlicht und ergreifend Begierde und fleischliche böse Lust. Das werden wir nachher noch merken. Im Augenblick erkennen wir es noch nicht, sondern wir erfahren nur, dass Amnon einen Freund hatte, der von dessen Begierde wusste, und dieser Freund gab den Rat, die Jungfrau in die Falle zu locken, indem Amnon sich krank stellt und verlangt, dass Tamar ihn pflegen soll.

Wir werden merken, dass Amnon diesen Vorschlag in die Tat umsetzte, denn es steht geschrieben in den Versen 6 bis 15:

So legte sich Amnon nieder und stellte sich krank. Als nun der König kam, um ihn zu besuchen, sprach Amnon zum König: Lass doch meine Schwester Tamar kommen, dass sie zwei Herzkuchen vor meinen Augen mache und ich von ihrer Hand esse!
Da sandte David zu Tamar ins Haus und ließ ihr sagen: Geh doch hin in das Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm eine Speise!
Und Tamar ging hin in das Haus ihres Bruders Amnon. Er aber lag im Bbett. Und sie nahm einen Teig und knetete und bereitete ihn vor seinen Augen und backte die Herzkuchen.
Und sie nahm die Pfanne und setzte sie ihm vor; aber er weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Lasst jedermann von mir hinausgehen! Da ging jedermann von ihm hinaus.
Da sprach Amnon zu Tamar: Bring mir das Essen in die Kammer, dass ich von deiner Hand esse! Da nahm Tamar die Herzkuchen, die sie gemacht hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon in die Kammer.
Und als sie ihm diese zum Essen hinreichte, da ergriff er sie und sprach zu ihr: Komm her, liege bei mir, meine Schwester!
Sie aber sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! Schwäche mich nicht, denn so etwas tut man nicht in Israel! Begehe nicht eine solche Schandtat!
Und ich, wo sollte ich mit meiner Schande hin? Und du würdest sein wie einer der Schändlichen in Israel. Nun aber, rede doch mit dem König; denn er wird mich dir nicht versagen!
Aber er wollte nicht auf ihre Stimme hören, sondern er überwältigte sie und schwächte sie und schlief bei ihr.
Danach aber hasste Amnon sie mit überaus großem Hass, sodass der Hass, mit dem er sie verabscheute, größer wurde als zuvor die Liebe, mit der er in sie verliebt war; und Amnon sprach zu ihr: Mach dich auf und davon!

An dieser Erzählung ist für verständige Menschen die Wahrheit erkennbar. Amnon war nicht verliebt, sondern er war von einem Dämon des falschen Verliebtseins besessen, und dieser Dämon trieb ihn dazu, eine Schandtat begehen zu wollen. Und nachdem der Dämon es erreicht hatte, dass Amnon die Schandtat vollbringt, entfachte er Hass, wie es für Dämonen üblich ist, denn es steht geschrieben, dass Amnon plötzlich einen überaus großen Hass verspürte, und das kann in solch einer Spontanität nur durch dämonische Besessenheit kommen. Amnon hatte einen bösen Geist und meinte dadurch, verliebt zu sein, obwohl der böse Geist ihn die ganze Zeit an der Nase herumführte. Und der böse Geist trieb ihn erfolgreich dazu, seine eigene Schwester zu vergewaltigen und sie danach hasserfüllt von sich zu stoßen.
Wie es weiterging, lesen wir in den Folgeversen. In den Versen 16 bis 20 steht geschrieben:

Sie aber sprach zu ihm: Nicht doch! Dieses Unrecht, mich wegzutreiben, ist gewiss noch größer als das andere, welches du mir angetan hast! Aber er wollte nicht auf sie hören.
Und er rief seinen Burschen, der ihn bediente, und sprach: Treibe doch diese von mir hinaus, und schließe die Tür hinter ihr zu!
Sie trug aber ein langes, buntes Kleid; denn das trugen die Königstöchter, die Jungfrauen, als Obergewand. Und sein Diener trieb sie hinaus und schloss die Türe hinter ihr zu.
Da warf Tamar Asche auf ihr Haupt und zerriss das lange, bunte Kleid, das sie trug; und sie legte die Hand auf ihr Haupt und lief schreiend davon.
Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei dir gewesen? Nun dann, meine Schwester, schweig still! Er ist dein Bruder; nimm dir diese Sache nicht zu Herzen! Tamar aber blieb verstört im Haus ihres Bruders Absalom.

Tamar ging also in verstörtem Zustand zu Absalom. Im ersten Moment reagierte Absalom wie ein ignoranter Vollpfosten, indem er meinte, sie solle davon nichts erzählen, weil Amnon ihr Bruder ist. Aber letzten Endes ging es Absalom doch noch zu Herzen und er zürnte sehr stark gegen Amnon, und zwei Jahre später lud er ihn zum Essen ein, um ihn dabei zu ermorden, und es gelang ihm. Danach floh Absalom in ein fremdes Land und hielt sich dort drei Jahre auf, David aber trauerte trotz allem um Amnon.

In Kapitel 14 liest man dann davon, dass ein Mann namens Joab den König David davon überzeugte, Absalom zurückkommen zu lassen. Und David erlaubte, dass Absalom wieder zurück nach Jerusalem kommen kann, um dort zu wohnen, doch Absalom durfte ihm nicht vor die Augen treten. Es wird aber auch die leicht verwunderliche Bemerkung gemacht, dass Absalom berühmt war wegen seiner Schönheit und dass sein Haar ungefähr 200 Schekel wog, wenn er es ein Jahr wachsen ließ. 200 Schekel sind aber 2,4 Kilogramm. Es wird leider nicht ersichtlich, in welchem Zusammenhang dies wichtig sein soll bei den Erzählungen der Bibel.
Jedenfalls wird es noch ein bisschen verrückter, denn Absalom wollte nach zwei Jahren den mann Joab zum König schicken, um etwas zu übermitteln, aber Joab hörte nicht darauf, und deswegen ließ Absalom ein Feld von Joab verbrennen.
Dann aber sammelte Absalom Krieger um sich, wovon man in Kapitel 15 liest, und schmeichelte sich energisch bei den Leuten ein, sodass viele Absalom nachfolgten. Und als das Volk weitesgehend an Absalom hing und er sich in Hebron zum König ernennen lassen wollte, da floh David aus Jerusalem zusammen mit tausenden Leuten, die ihm treu blieben. Sie hatten auch die Bundeslade bei sich, aber die schickte David dann doch wieder zurück nach Jerusalem. Und Absalom zog in Jerusalem ein, es waren aber auch vereinzelt Leute dort, die für David spionierten.

In Kapitel 16 erfährt man davon, dass ein Mann namens Simei, der aus der Familie des Königs Saul übrig geblieben war, ankam und David samt dessen Begleitern beschimpfte und sie mit Steinen bewarf. Und David wehrte sich nicht, denn ihm war bewusst, dass all diese Schmach über ihn kommt wegen dem Ehebruch, den er mit Bathseba begangen hatte.
Absalom aber, der in Jerusalem als König regierte, wollte dem Volk beweisen, dass er mit seinem Vater nichts mehr zu schaffen hat, und deshalb trieb er Unzucht mit den Nebenfrauen, die David in Jerusalem zur Pflege des Hauses zurückgelassen hatte. Und das ganze Volk erfuhr davon, dass dies geschieht.

Nach vielem Hin und Her in der Wildnis, während David und seine Leute teils von Helfern mit Speise versorgt wurden, besiegte schließlich ein von David ausgesandtes Heer die Kriegsleute Absaloms, und auch Absalom starb, obwohl David gewünscht hatte, dass dies vermieden wird.
Darum trauerte David überaus heftig um Absalom. Und David wurde danach über den Jordan zurück nach Jerusalem geleitet. Und der Mann Simei, der David beschimpft und beleidigt hatte, entschuldigte sich und fand Gnade zu dieser Zeit. Als aber David in Jerusalem war, machte ein Mann namens Scheba schonwieder einige Israeliten von David abfällig, und es kam erneut zu Auseinandersetzungen, bis dieser Mann starb. Es hatte aber diesmal funktioniert, diesen Mann aus der Stadt herauszubringen, ohne dass Leute zusätzlich sterben, denn das Volk erhob sich gegen ihn.
Danach kam eine dreijährige Hungersnot. Und Gott sagte, dass dies geschieht, weil König Saul versucht hatte, das Volk der Gibeoniter auszulöschen, obwohl ihnen Gnade versprochen war. Dies liest man in Kapitel 21, aber auch diese Verläufe sind es nicht wert, das wir sie uns extra durchlesen.

Was wir uns aber vollständigkeitshalber mal anschauen, sind die Berichte in dem selben Kapitel, als gegen weitere Riesen aus den Reihen der Philister gekämpft wurde. Es steht geschrieben in den Versen 19 bis 21:

Und es erhob sich noch ein Kampf mit den Philistern bei Gob. Da erschlug Elchanan, der Sohn des Jaare-Orgim, ein Bethlehemiter, den Goliath, den Gatiter; und dieser hatte einen Speer, dessen Schaft wie ein Weberbaum war.
Und wieder kam es zum Kampf bei Gat; dort war ein Mann von großer Länge, der hatte je sechs Finger an seinen Händen und je sechs Zehen an seinen Füßen, insgesamt 24 an der Zahl; der stammte auch von Rapha ab.
Als er nun Israel verhöhnte, erschlug ihn Jonathan, der Sohn Simeis, des Bruders Davids.

An diesen Versen erkennen wir, dass David nicht der einzige blieb, der gegen einen Riese triumphierte.

In Kapitel 22 steht der gleiche Text als Dankgebet, welchen wir auch in Psalm 18 lesen können.
Das darauf folgende Kapitel beschreibt nur ein paar selbstgerechte Äußerungen Davids und gibt uns eine Aufzählung von Kriegsleuten mit besonderen Errungenschaften, aber auch darauf können wir verzichten.

Erschreckend wird es aber, wenn wir die Erzählung aus Kapitel 24 betrachten, welche auch in einer ähnlichen Weise im ersten Buch der Chronik steht. In Kapitel 24 vom zweiten Buch Samuel steht geschrieben in den Versen 1 und 2:

Und der Zorn des HERRN entbrannte wieder gegen Israel, und er reizte David gegen sie, indem er sprach: Geh hin, zähle Israel und Juda!
Und der König sprach zu Joab, seinem Heerführer, der bei ihm war: Durchziehe doch alle Stämme Israels, von Dan bis Beerscheba, und mustere das Volk, damit ich die Zahl des Volkes erfahre!

Durch diese mangelhafte Erzählung wird uns eingeredet, dass Gott befohlen hätte, David müsse das Volk Israel im Rahmen einer militärischen Musterung zählen. Im ersten Buch der Chronik hingegen lesen wir in Kapitel 21, Vers 1 und 2:

Und Satan stand auf gegen Israel und reizte David, Israel zählen zu lassen.
Und David sprach zu Joab und zu den Obersten des Volkes: Geht hin, zählt Israel von Beerscheba an bis nach Dan, und bringt mir Bericht, damit ich ihre Zahl erfahre!

An dieser Stelle erkennen wir, was wirklich los war, denn der Satan hatte David gereizt, eigenmächtig zu handeln, ohne dass Gott irgendwas dergleichen befohlen hatte. Somit haben die Menschen also im zweiten Buch Samuel völlig versagt, wie sie auch an anderen Stellen der Bibel versagt haben bei dem Versuch, die Wahrheit aufzuschreiben. Allerdings basieren die Erzählungen der Bibel in ihrer Wurzel trotzdem auf Dingen, die wirklich passierten und welche gewissermaßen von Gottes Taten Zeugnis geben. Es gibt trotz aller offensichtlichen Fehlerhaftigkeit keine bessere Quelle in dieser Welt, als die Bibel, wenn man Gott möglichst verstehen will. Aber man muss dabei die ganze Bibel insgesamt bewerten, wie ein großes Bild, das aus vielen Puzzleteilen zusammengesetzt ist. Dann wird man auch mit der Zeit merken, welche Puzzleteile wirklich zu dem Bild dazu gehören und welche stattdessen von Menschen falsch gemacht wurden und das Bild durcheinander bringen.

Da nun das Ereignis in Kapitel 24 auf eine verdrehte Weise aufgeschrieben wurde, werden wir stattdessen die Erzählung aus dem ersten Buch der Chronik durchlesen, denn sie ist realistischer. Es steht geschrieben in den Versen 3 bis 8:

Joab aber sprach: Der HERR füge zu seinem Volk, wie zahlreich es jetzt ist, noch hundertmal mehr hinzu! Aber sind sie nicht, mein Herr und König, alle die Knechte meines Herrn? Warum verlangt mein Herr so etwas? Warum soll eine Schuld auf Israel kommen?
Doch das Wort des Königs blieb fest gegen Joab; so zog Joab aus und durchwanderte ganz Israel und kam wieder nach Jerusalem.
Und Joab gab David die Zahl des gemusterten Volkes an. Das ganze Israel zählte 1.100.000 Männer, die das Schwert zogen, und Juda 470.000 Männer, die das Schwert zogen.
Levi aber und Benjamin hatte er nicht mit ihnen gemustert; denn das Wort des Königs war Joab ein Gräuel.
Und diese Sache missfiel Gott; darum schlug er Israel.
Und David sprach zu Gott: Ich habe mich schwer versündigt, dass ich diese Sache getan habe. Nun aber nimm doch die Missetat deines Knechtes hinweg, denn ich habe sehr töricht gehandelt!

Nachdem sich also David vom Satan zur Sünde hatte reizen lassen, konnte der Satan ihen natürlich vor Gott verlästern und verklagen, wie er es immer tut, und Gott musste darauf basierend die angemessene Strafe festlegen. Demgemäß lesen wir Folgendes in den Versen 9 bis 18:

Und der HERR redete zu Gad, dem Seher Davids, und sprach:
Geh hin, rede zu David und sprich: So spricht der HERR: Dreierlei lege ich dir vor, erwähle dir eines davon, dass ich es dir antue!
Und als Gad zu David kam, sprach er zu ihm: So spricht der HERR: Wähle für dich:
Entweder drei Jahre Hungersnot oder drei Monate lang Flucht vor deinen Widersachern, sodass dich das Schwert deiner Feinde ereilt, oder drei Tage lang das Schwert des HERRN und die Pest im Land und den Engel des HERRN als Verderber im ganzen Gebiet von Israel. So überlege dir nun, welche Antwort ich dem zurückbringen soll, der mich gesandt hat!
Und David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst! Ich will in die Hand des HERRN fallen; denn seine Barmherzigkeit ist sehr groß; aber in die Hände der Menschen will ich nicht fallen!
Da ließ der HERR die Pest über Israel kommen, sodass 70.000 Mann aus Israel umkamen.
Und Gott sandte den Engel nach Jerusalem, um es zu verderben. Und als er verderbte, sah es der HERR, und ihn reute das Unheil; und er sprach zu dem Engel, der verderbte: Genug! Lass deine Hand nun sinken! Der Engel des HERRN aber stand bei der Tenne Ornans, des Jebusiters.
Und David erhob seine Augen und sah den Engel des HERRN zwischen Erde und Himmel stehen, und in seiner Hand ein bloßes Schwert, über Jerusalem ausgestreckt. Da fielen David und die Ältesten, in Sacktuch gehüllt, auf ihr Angesicht.
Und David sprach zu Gott: Habe nicht ich gesagt, dass man das Volk zählen soll? Ich bin es, der gesündigt und sehr böse gehandelt hat. Was haben aber diese Schafe getan? HERR, mein Gott, lass doch deine Hand gegen mich und das Haus meines Vaters gerichtet sein, und nicht gegen dein Volk zur Plage!
Und der Engel des HERRN befahl Gad, David zu sagen, dass er hinaufgehen solle, um dem HERRN einen Altar aufzurichten auf der Tenne Ornans, des Jebusiters.

Gott schickte offensichtlich eine Art Strafengel, aber es reute Gott, als er das Ausmaß der Plage sah. Falls wir aus dieser Geschichte überhaupt etwas Nützliches lernen können, dann wohl am ehesten, dass man sich immer mehr in Acht nehmen muss, je größer die eigene Verantwortung ist. Denn David hatte Verantwortung für ganz Israel. Und man sieht an ihm, dass, je größer die Verantwortung ist, auch umso größer der entstehende Schaden sein wird, sollte man der Verantwortung nicht gerecht werden.
David sollte dann einen Altar bauen, vermutlich zur Besänftigung, um einen seiner Priester darauf ein Friedensopfer darbringen zu lassen. Diesbezüglich stehen auch die folgenden Worte in den Versen 26 bis 30:

Und David baute dem HERRN dort einen Altar und opferte Brandopfer und Friedensopfer. Und als er den HERRN anrief, antwortete er ihm mit Feuer vom Himmel, das er auf den Brandopferaltar fallen ließ.
Und der HERR gebot dem Engel, sein Schwert wieder in die Scheide zu stecken.
Zu jener Zeit, als David sah, dass der HERR ihn auf der Tenne Ornans, des Jebusiters, erhört hatte, pflegte er dort zu opfern.
Die Wohnung des HERRN aber, die Moses in der Wüste gemacht hatte, und der Brandopferaltar waren zu jener Zeit auf der Höhe von Gibeon.
David aber konnte nicht vor denselben treten, um Gott zu suchen; so sehr war er erschrocken vor dem Schwert des Engels des HERRN.

Es liest sich in diesen Versen ganz so, als hätte Gott den Frieden geschenkt, der sich erhofft wurde.
Es gibt aber auch im ersten Buch der Könige noch zwei Erzählungen über David, welche wir uns im heutigen Video ebenfalls anschauen werden.
In Kapitel 1 erfahren wir Folgendes in den Versen 1 bis 4:

Als aber der König David alt und hochbetagt war, konnte er nicht warm werden, obgleich man ihn mit Kleidern bedeckte.
Da sprachen seine Knechte zu ihm: Man sollte unserem Herrn, dem König, ein Mädchen suchen, eine Jungfrau; und sie soll vor dem König stehen und ihn pflegen und in seinen Armen schlafen, damit unserem Herrn, dem König, warm wird!
Und sie suchten ein schönes Mädchen im ganzen Gebiet von Israel, und sie fanden Abischag, die Schunamitin; die brachten sie zum König.
Sie war aber ein sehr schönes Mädchen; und sie pflegte den König und diente ihm; aber der König hatte keinen ehelichen Umgang mit ihr.

Hier ist es relativ aufmunternd, zu lesen, dass David auch mal eine junge Frau in den Armen hatte, zu welcher er [nicht] einging und welche er nicht heiraten wollte, um sie zu seinen Hauptfrauen und Nebenfrauen zu zählen.
Er war zu dieser Zeit schon hochbetagt und es würde nicht mehr lange dauern bis zum Ende seines Lebens. Seine letzten Worte gegenüber seinem Sohn Salomo, der sein Nachfolger sein sollte, lesen wir in Kapitel 2, Vers 1 bis 10. Es steht geschrieben:

Als nun die Zeit kam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach:
Ich gehe hin, den Weg aller Welt. So sei nun stark und sei ein Mann!
Und befolge die Anordnungen des HERRN, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst, seine Satzungen, seine Gebote, seine Rechte und seine Zeugnisse hältst, wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, damit du Gelingen hast in allem, was du tust und wohin du dich wendest;
damit der HERR sein Wort bestätigt, das er über mich geredet hat, indem er sagte: »Wenn deine Söhne auf ihre Wege achten, dass sie in Wahrheit vor mir wandeln, mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele, so soll es dir niemals – sprach er – an einem Mann fehlen auf dem Thron Israels!«
Du weißt aber auch, was mir Joab, der Sohn der Zeruja, getan hat, wie er an den beiden Heerführern Israels, an Ahbner, dem Sohn Ners, und an Amasa, dem Sohn Jeters, gehandelt hat, wie er sie umgebracht und so Kriegsblut mitten im Frieden vergossen und Kriegsblut an seinen Gürtel gebracht hat, der um seine Lenden war, und an seine Schuhe, die an seinen Füßen waren.
So handle nun nach deiner Weisheit, und lass seine grauen Haare nicht in Frieden ins Totenreich fahren!
Aber den Söhnen Barsillais, des Gileaditers, sollst du Güte erweisen, und sie sollen unter denen sein, die an deinem Tisch essen, denn ebenso hielten sie sich zu mir, als ich vor deinem Bruder Absalom floh.
Und siehe, du hast bei dir Simei, den Sohn Geras, den Benjaminiter, von Bachurim, der mir bitter und schändlich fluchte zu der Zeit, als ich nach Mahanajim ging. Als er aber dann an den Jordan herab mir entgegenkam, da schwor ich ihm bei dem HERRN und sprach: Ich will dich nicht mit dem Schwert töten!
Nun aber lass du ihn nicht ungestraft; denn du bist ein weiser Mann und wirst wohl wissen, was du ihm tun sollst, damit du seine grauen Haare mit Blut ins Totenreich hinunterbringst!
Und David legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben in der Stadt Davids.

David hat also seine letzten Momente hauptsächlich dazu benutzt, um seinen Sohn Salomo zu Racheaktionen zu ermutigen, und nach seinem Tod wurde er in Zion begraben.

Nach all diesen Texten über David haben wir nun also ein biblisch fundiertes Bild von diesem Mann erhalten.
Ich hoffe, dass euch diese Bibeltexte stärker zu Jesus ziehen, dem lebendigen Sohn Gottes. Denn es hat nie ein Mensch gelebt, der besser ist als Jesus oder der auch nur ansatzweise an Jesus herankam, sondern sogar König David, von dem an vielen Stellen geschwärmt wird, hatte ein sehr durchwachsenes Leben, das mit Heiligkeit im Grunde gar nichts zu tun hatte. Jesus aber ist alles, was man braucht, er ist der Beste, den man finden kann.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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