Text zu "Bibellehre - Das Leben Davids als König Israels"
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willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In diesem Video
setzen wir uns mit Dingen auseinander, die David während seiner
Herrschaft als König über ganz Israel erlebte. Am Ende vom ersten
Buch der Chronik steht Folgendes über David:
Und die Geschichte
des Königs David, die frühere und die spätere, ist aufgezeichnet
in der Geschichte Samuels, des Sehers, und in der Geschichte Nathans,
des Propheten, und in der Geschichte Gads, des Sehers,
samt seiner ganzen
Regierung und seiner Macht und den Ereignissen, die unter ihm
vorgekommen sind in Israel und unter allen Königreichen der Länder.
Trotz dieser
Verkündung haben wir aber nur das zweite Buch Samuel zur Hand, daher
werden wir uns mit diesem zufrieden geben müssen, um Davids Leben
als König nachzuvollziehen. Wir werden aber auch
vollständigkeitshalber am Ende noch etwas aus dem ersten Buch der
Könige lesen.
Der vorherige König
von Israel war Saul, aber nachdem dieser im Krieg gestorben war, gab
es zuerst keine Einigkeit in Israel darüber, wer von allen als neuer
König anerkannt wird. Und es geschah sinnloses Blutvergießen in
Israel. Schließlich akzeptierten aber alle Stämme Israels die
Königsherrschaft Davids, zu welcher er vor längerer Zeit gesalbt
worden war von dem Propheten Samuel, welcher in diesen Tagen schon
gar nicht mehr lebte, als David König wurde.
Nachdem aber David
von ganz Israel als König anerkannt worden war, zog er zuerst in den
Kampf, um die Stadt Jerusalem zu erobern, inklusive der Burg Zion.
Diesbezüglich lesen wir in Kapitel 5 vom zweiten Buch Samuel in den
Versen 6 bis 10:
Und der König zog
mit seinen Männern nach Jerusalem gegen die Jebusiter, die im Land
wohnten. Die aber sprachen zu David und sagten: Du wirst hier nicht
hereinkommen, sondern die Blinden und die Lahmen werden dich
vertreiben! Denn sie dachten: David kann nicht hier hereinkommen!
Aber David nahm die
Burg Zion ein; das ist die Stadt Davids.
Und David sprach an
jenem Tag: Wer die Jebusiter schlägt und die Wasserleitung erreicht
und die Lahmen und Blinden, denen die Seele Davids feind ist, [dem
wird eine Belohnung zuteil]. Daher sagt man: »Es darf kein Blinder
oder Lahmer ins Haus kommen!«
Und David wohnte in
der Burg und nannte sie »Stadt Davids«. Und David baute ringsum vom
Millo an einwärts.
Und David wurde
immer mächtiger, und der HERR, der Gott der Heerscharen, war mit
ihm.
In Jerusalem wohnten
also sogenannte Jebusiter, welche David verspotteten, und David hat
entsprechend negativ reagiert. Ehrenhaft ist das nicht, aber was will
man machen ...
Vor dem auftreten
von Jesus war das allgemeine Moralempfinden deutlich abartiger als
heutzutage, und dabei kann man ja auch heutigentags nicht wirklich
behaupten, dass die aktuellen Moralvorstellungen der Menschen
wahrhaftig gut sind. Auch wenn es früher schlimmer war.
Zu allem Elend
erfahren wir auch noch Folgendes in den Versen 12 und 13:
Und David erkannte,
dass der HERR ihn zum König über Israel bestätigt und sein
Königreich zu Ansehen gebracht hatte um seines Volkes Israel willen.
Und David nahm sich
noch mehr Nebenfrauen und Frauen aus Jerusalem, nachdem er von Hebron
gekommen war, und es wurden ihm noch mehr Söhne und Töchter
geboren.
Hier lesen wir, dass
David sich noch viel mehr Frauen nahm.
Also das eigentliche
Modell einer Ehe, wie sie nach Gottes Wohlgefallen aussieht, hatte
dieser Mann definitiv nicht verstanden. Und an die Thora fühlte er
sich offenbar auch nur teilweise gebunden, denn das Gesetz von Moses
bestimmt über einen Mann, der König wurde, Folgendes im fünften
Buch Mose in Kapitel 17, Vers 14 bis 20:
Wenn du in das Land
kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und es in Besitz nimmst
und darin wohnst und dann sagst: »Ich will einen König über mich
setzen, wie alle Heidenvölker, die um mich her sind!«,
so sollst du nur den
zum König über dich setzen, den der HERR, dein Gott, erwählen
wird. Aus der Mitte deiner Brüder sollst du einen König über dich
setzen; du kannst keinen Fremden über dich setzen, der nicht dein
Bruder ist.
Nur soll er nicht
viele Pferde halten und das Volk nicht wieder nach Ägypten führen,
um die Zahl seiner Pferde zu vermehren, da doch der HERR euch gesagt
hat: Ihr sollt nie mehr auf diesem Weg zurückkehren!
Er soll auch nicht
viele Frauen nehmen, damit sein Herz nicht auf Abwege gerät; auch
soll er sich nicht zu viel Silber und Gold aufhäufen.
Wenn er dann auf
seinem königlichen Thron sitzt, so soll er eine Abschrift dieses
Gesetzes, das vor den levitischen Priestern liegt, in ein Buch
schreiben lassen.
Und dieses soll bei
ihm sein, und er soll darin lesen alle Tage seines Lebens, damit er
lernt, den HERRN, seinen Gott, zu fürchten, damit er alle Worte
dieses Gesetzes und diese Satzungen bewahrt und sie tut;
dass sich sein Herz
nicht über seine Brüder erhebt und er nicht abweicht von dem Gebot,
weder zur Rechten noch zur Linken, damit er die Tage seiner
Königsherrschaft verlängere, er und seine Söhne, in der Mitte
Israels.
Das ist Gottes
Gebot, und man entdeckt in Vers 17 eindeutig, dass der König nicht
mehrere Frauen nehmen soll. David aber nahm eine Frau nach der
anderen. Und seltsamerweise hatte Gott gar nichts zu all den Sünden
zu sagen, die David tat. Weder zu den Racheaktionen, noch zu den
vielen Frauen, noch dazu, dass David schon sehr oft Lügen erzählt
hatte. Bei einem derart schlechten Vorbild sollten wir heutzutage uns
umso stärker daran erinnern, dass nur allein Jesus Christus uns ein
richtiges Vorbild gegeben hat, und dass wir keinen anderen nachahmen
sollten als ihn allein.
Als nächstes
geschah schonwieder eine Schlacht gegen die Philister, in welcher
David mit seinen Männern siegreich war. Danach versammelte David
30.000 Männer, um die Bundeslade nach Jerusalem zu holen. Leider
wird nicht ersichtlich, ob diese Männer Leviten gewesen sind, aber
in der Thora steht angedeutet, dass nur die Leviten die Bundeslade
tragen dürfen.
Schließlich geschah
Folgendes laut Kapitel 6, Vers 5 bis 10:
Und David und das
ganze Haus Israel spielten vor dem HERRN mit allerlei Instrumenten
aus Zypressenholz, mit Zithern und mit Harfen, mit Tamburinen und mit
Schellen und mit Zimbeln.
Und als sie zur
Tenne Nachons kamen, griff Ussa nach der Lade Gottes und hielt sie
fest; denn die Rinder waren ausgeglitten.
Da entbrannte der
Zorn des HERRN gegen Ussa; und Gott schlug ihn dort wegen des
Vergehens; so starb er dort bei der Lade Gottes.
Aber David
entbrannte darüber, dass der HERR mit Ussa einen solchen Riss
gemacht hatte; darum nennt man diesen Ort Perez-Ussa bis zu diesem
Tag.
Und David fürchtete
sich vor dem HERRN an jenem Tag und sprach: Wie soll die Lade des
HERRN zu mir kommen?
Deswegen ließ David
die Lade des HERRN nicht zu sich in die Stadt Davids hinaufbringen,
sondern er ließ sie beiseiteführen in das Haus Obed-Edoms, des
Gatiters.
Es wurde für Gott
also in dem Moment zu viel, als ein unheiliger Mensch die Bundeslade
berühren wollte, was als großer Mangel an Ehrfurcht aufgefasst
wurde, denn die Bundeslade war ein heiliges Objekt, und darin
befanden sich die heiligen zehn Gebote Gottes sowie das Manna, das
während der Wüstenwanderung vom Himmel regnete, und der Stab
Aarons.
Und David traute
sich danach nicht mehr, die Bundeslade zu transportieren. Wie die
Sache weiter verlief, lesen wir in den Versen 11 bis 17. Es steht
geschrieben:
Und die Lade des
HERRN verblieb drei Monate lang im Haus Obed-Edoms, des Gatiters, und
der HERR segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus.
Als nun dem König
David berichtet wurde: »Der HERR hat das Haus Obed-Edoms und alles,
was er hatte, gesegnet um der Lade Gottes willen!«, da ging David
hin und holte die Lade Gottes mit Freuden aus dem Haus Obed-Edoms
herauf in die Stadt Davids.
Und es geschah, wenn
die Träger der Lade des HERRN sechs Schritte gegangen waren, opferte
man einen Ochsen und ein fettes Schaf.
David aber tanzte
mit aller Macht vor dem HERRN her, und David war mit einem leinenen
Ephod umgürtet.
So führten David
und das ganze Haus Israel die Lade des HERRN mit Jubelgeschrei und
mit dem Schall des Schopharhorns herauf.
Als die Lade des
HERRN gerade in die Stadt Davids kam, da schaute Michal, die Tochter
Sauls, durchs Fenster und sah den König David hüpfen und vor dem
HERRN tanzen, und sie verachtete ihn in ihrem Herzen.
Und sie brachten die
Lade des HERRN hinein und stellten sie an ihren Ort, in das Zelt, das
David für sie aufgeschlagen hatte. Und David opferte Brandopfer und
Friedensopfer vor dem HERRN.
Hier ist es
irgendwie seltsam, dass David ein Ephod trug, denn das ist Kleidung,
welche nur die Priester anziehen dürfen, und David war kein
Priester, trug sie aber trotzdem. Und es klappte diesmal, die
Bundeslade an den Ort zu bringen, welchen David vorbereitet hatte.
Weil aber Michal, welche eine von den vielen Ehefrauen Davids war,
ihn verachtet hatte, als sie ihn tanzen sah, deshalb entschied Gott,
dass sie unfruchtbar werden soll, und sie bekam ihr Leben lang kein
Kind.
In Kapitel 7
erfahren wir, dass David in einem vornehmen Haus wohnte und den
Wunsch hegte, auch für Gott ein vornehmes Haus bauen zu lassen. Dies
bezüglich steht geschrieben in den Versen 1 bis 3:
Und es geschah, als
der König in seinem Haus wohnte und der HERR ihm Ruhe gegeben hatte
vor allen seinen Feinden ringsumher,
da sprach der König
zu dem Propheten Nathan: Siehe doch, ich wohne in einem Haus aus
Zedernholz, aber die Lade Gottes wohnt unter Teppichen!
Und Nathan sprach
zum König: Geh hin und tue alles, was dir am Herzen liegt, denn der
HERR ist mit dir!
Somit könnte man
meinen, dass das Vorhaben Davids richtig sei, für Gott ein Haus zu
bauen. Aber in der Nacht offenbarte Gott dem Prophet Nathan, dass
David nicht der jenige sein soll, der für Gott ein Haus baut,
sondern wir lesen Folgende Worte Gottes in den Versen 12 bis 16:
Wenn deine Tage
erfüllt sind und du bei deinen Vätern liegst, so will ich deinen
Samen nach dir erwecken, der aus deinem Leib kommen wird, und ich
werde sein Königtum befestigen.
Der wird meinem
Namen ein Haus bauen, und ich werde den Thron seines Königreichs auf
ewig befestigen.
Ich will sein Vater
sein, und er soll mein Sohn sein. Wenn er eine Missetat begeht, will
ich ihn mit Menschenruten züchtigen und mit Schlägen der
Menschenkinder strafen.
Aber meine Gnade
soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul weichen ließ, den
ich vor dir beseitigt habe;
sondern dein Haus
und dein Königreich sollen ewig Bestand haben vor deinem Angesicht;
dein Thron soll auf ewig fest stehen!
Als David diese
Worte hörte, sprach er ein Dankgebet, welches man in den restlichen
Versen des Kapitels lesen kann. Wir sparen uns das heute aber, um das
Video nicht zu lang werden zu lassen.
In Kapitel 8 lesen
wir von ganz vielen Feldzügen, die David erfolgreich durchführte,
und dieses belanglose Geschwafel über erfolgreiches Blutvergießen
werden wir uns auch nicht durchlesen.
In Kapitel 9
erfahren wir von einem Nachkommen Jonathans, und wir wissen, dass
David eine enorm positive Meinung von Jonathan hatte, als dieser
lebte. Der Nachkomme Jonathans aber, welcher Mephiboseth hieß, war
behindert, denn er hatte gelähmte Füße. Aber um das Andenken an
Jonathan zu ehren, befahl König David, dass Mephiboseth täglich
zusammen mit König David an dessen Tisch speisen soll, und es
geschah so. Das ist bestimmt ein sehr ungewöhnliches Bild für alle
anderen Diener gewesen, dass ein Lahmer zusammen mit dem König von
Israel am selben Tisch saß.
In Kapitel 10 wird
schonwieder von Erfolgen im Krieg gegen fremde Völker geredet, aber
in Kapitel 11 erfahren wir von einem schweren Fehltritt Davids, wo er
sogar gegen die heiligen zehn Gebote verstoßen hatte, denn wir
wissen, dass eines der heiligen zehn Gebote besagt: Du sollst nicht
ehebrechen!
Um zu erfahren, was
da los war, lesen wir nun in Kapitel 11 die Verse 1 bis 5. Es steht
geschrieben:
Und es geschah im
folgenden Jahr, zu der Zeit, da die Könige zum Kampf ausziehen, da
sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel; und sie
schlugen die Ammoniter nieder und belagerten Rabba. David aber blieb
in Jerusalem.
Und es geschah, als
David zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Dach des
königlichen Hauses umherwandelte, da sah er vom Dach aus eine Frau
sich baden, und die Frau war von sehr schönem Aussehen.
Und David sandte hin
und erkundigte sich nach der Frau, und man sprach: Ist das nicht
Bathseba, die Tochter Eliams, die Frau Urijas, des Hetiters?
Und David sandte
Boten hin und ließ sie holen. Und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr
(sie aber hatte sich gerade von ihrer Unreinheit gereinigt), und sie
kehrte wieder in ihr Haus zurück.
Und die Frau wurde
schwanger und sandte hin und ließ es David ausrichten und sagen: Ich
bin schwanger geworden!
Weil also König
David eine Frau beim Baden beobachtet hatte, entbrannte er in
Begierde. Und die ganzen anderen Frauen, die er schon geheiratet
hatte, interessierten ihn in dem Moment offensichtlich nicht. Das ist
echt schwach. Und die Frau war schon verheiratet mit einem Mann, der
gerade im Krieg war, aber sie ließ sich darauf ein, mit David
Ehebruch zu begehen.
Als nun David hörte,
dass Bathseba schwanger geworden war von dem Ehebruch, ließ er ihren
Ehemann vom Schlachtfeld in die Stadt kommen, um eine Ruhepause zu
nehmen und wollte ihn dazu reizen, nach Hause zu gehen und
Geschlechtsverkehr mit seiner Frau zu haben, sodass es aussehen
würde, als hätte der Ehemann das Kind gezeugt. Aber der Ehemann
hatte ein schlechtes Gewissen, weil seine Kameraden im Kampf unter
schlechten Umständen schliefen, deswegen wollte er selbst im
Andenken an sie ebenfalls unter schlechten Umständen schlafen und
ging nicht nach Hause zu seiner Frau. Und deshalb sorgte David dann
dafür, dass der Ehemann von Bathseba im Krieg stirbt, denn David
hatte den Befehl erteilt, dass man ihn absichtlich in eine Stellung
schicken sollte, wo er zweifellos von den Feinden getötet wird. Und
so geschah es auch, sodass David die Frau Bathseba heiraten konnte,
weil sie keinen Mann mehr hatte, und dies tat David nach der
Trauerzeit der Frau.
Sogar die Geduld
Gottes stieß durch dieses Ereignis an ihre Grenzen, und deshalb
wurde der Prophet Nathan zu David gesandt, um in einer Gleichnisrede
das böse Tun anzudeuten, welches David begangen hatte. Es steht
darüber Folgendes geschrieben in Kapitel 12, Vers 1 bis 12:
Und der HERR sandte
Nathan zu David. Als dieser zu ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren
zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm.
Der Reiche hatte
sehr viele Schafe und Rinder;
der Arme aber hatte
nichts als ein einziges Lämmlein, das er gekauft hatte; und er
nährte es, sodass es bei ihm und mit seinen Kindern aufwuchs. Es aß
von seinem Brot und trank aus seinem Becher und schlief in seinem
Schoß, und er hielt es wie eine Tochter.
Als aber ein
Reisender zu dem reichen Mann kam, da reute es ihn, von seinen
eigenen Schafen und von seinen eigenen Rindern eines zu nehmen, um
dem Wanderer, der zu ihm gekommen war, etwas zuzubereiten; da nahm er
das Lamm des armen Mannes und bereitete es dem Mann zu, der zu ihm
gekommen war.
Da entbrannte der
Zorn Davids sehr gegen den Mann, und er sprach zu Nathan: So wahr der
HERR lebt; der Mann, der dies getan hat, ist ein Kind des Todes!
Dazu soll er das
Lamm vierfältig bezahlen, weil er dies getan und kein Erbarmen geübt
hat!
Da sprach Nathan zu
David: Du bist der Mann! So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich
habe dich zum König über Israel gesalbt, und ich habe dich aus der
Hand Sauls errettet;
ja, ich habe dir das
Haus deines Herrn gegeben, dazu die Frauen deines Herrn in deinen
Schoß, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und wäre das
zu wenig, so hätte ich noch dies und das hinzugefügt.
Warum hast du denn
das Wort des HERRN verachtet, indem du tatest, was vor seinen Augen
böse ist? Urija, den Hetiter, hast du mit dem Schwert erschlagen,
und seine Frau hast du dir zur Frau genommen; ihn aber hast du durch
das Schwert der Ammoniter umgebracht!
Nun soll auch von
deinem Haus das Schwert nicht weichen ewiglich, weil du mich
verachtet und die Frau Urijas, des Hetiters, genommen hast, dass sie
deine Frau sei!
So spricht der HERR:
Siehe, ich will aus deinem eigenen Haus Unglück über dich erwecken;
und ich will deine Frauen vor deinen Augen nehmen und sie deinem
Nächsten geben, dass er am helllichten Tag bei deinen Frauen liegt!
Denn du hast es
heimlich getan; ich aber will diese Sache vor ganz Israel und am
helllichten Tag tun!
In der Gleichnisrede
soll erkennbar werden, dass die Frau Bathseba alles war, was ihr
Ehemann überhaupt hatte, und David hingegen, der eine üppige Anzahl
Frauen geheiratet hat, der war sich nicht zu schade, diesem Mann
seinen einzigen wertvollen Besitz wegzunehmen, aus der Begierde
heraus. Und das, obwohl Gott ihm so viel Gutes getan hatte. Wir lesen
dann Folgendes in den Versen 13 bis 15:
Da sprach David zu
Nathan: Ich habe gegen den HERRN gesündigt! Nathan sprach zu David:
So hat auch der HERR deine Sünde hinweggenommen; du sollst nicht
sterben!
Doch weil du den
Feinden des HERRN durch diese Sache Anlass zur Lästerung gegeben
hast, so wird auch der Sohn, der dir geboren wurde, gewisslich
sterben!
Und Nathan ging
heim. Und der HERR schlug das Kind, das die Frau Urijas dem David
geboren hatte, sodass es todkrank wurde.
Obwohl also laut der
Thora Ehebrecher zu Tode gesteinigt werden müssen, entscheidet Gott
hier, dass David nicht sterben soll.
Wir merken aber an
Vers 15 deutlich, dass jenes Kind, welches Bathseba geboren hatte,
todkrank wurde. Da käme jetzt natürlich jeder auf die Idee, zu Gott
zu beten, dass dieses Kind wieder gesund werden soll, denn man sagt
ja Gott nach, dass er immer nur an Heilung der Menschen Interesse
hat. Und weil es David Leid tat um das Kind, tat er dies auch. David
flehte Gott an, denn wir lesen in den Versen 16 bis 24:
Und David flehte zu
Gott wegen des Knaben; und David fastete und ging hinein und lag über
Nacht auf der Erde.
Da machten sich die
Ältesten seines Hauses zu ihm auf und wollten ihn von der Erde
aufrichten; er aber wollte nicht und aß auch kein Brot mit ihnen.
Und es geschah am
siebten Tag, da starb das Kind. Und die Knechte Davids fürchteten
sich, ihm zu sagen, dass das Kind tot sei, denn sie dachten: Siehe,
als das Kind lebendig war, redeten wir mit ihm, und er hörte nicht
auf unsere Stimme; wie viel mehr wird es ihm wehtun, wenn wir sagen:
Das Kind ist tot!
Und David sah, dass
seine Knechte leise miteinander redeten; da erkannte David, dass das
Kind tot war, und David sprach zu seinen Knechten: Ist das Kind tot?
Sie sprachen: Es ist tot!
Da erhob sich David
von der Erde, wusch und salbte sich und zog andere Kleider an und
ging in das Haus des HERRN und betete an. Und er kam in sein Haus und
verlangte, dass man ihm Brot vorsetzte, und er aß.
Da sprachen seine
Knechte zu ihm: Was hat das zu bedeuten, was du da tust? Als das Kind
lebte, hast du um seinetwillen geweint und gefastet; nun aber, da das
Kind gestorben ist, stehst du auf und isst Brot?
Er sprach: Als das
Kind noch lebte, da habe ich gefastet und geweint, weil ich dachte:
Wer weiß, ob der HERR mir nicht gnädig sein wird, sodass das Kind
am Leben bleibt?
Nun aber, da es tot
ist, was soll ich fasten? Kann ich es wieder zurückholen? Ich werde
wohl zu ihm gehen, es wird aber nicht wieder zu mir zurückkehren!
Und David tröstete
seine Frau Bathseba, und er ging zu ihr ein und lag bei ihr. Und sie
gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Salomo. Und der HERR
liebte ihn.
Hier erfahren wir
also, dass David fastete und Gott um Gnade anflehte, aber das Kind
starb trotzdem. Und als es tot war, ging David zu Bathseba, um ein
weiteres Mal bei ihr zu liegen, und daraus entstand noch ein Kind. So
kam Salomo zur Welt, und Gott liebte diesen Mensch von Anfang an,
aber der Grund dafür wird hier nicht genannt.
Die nächste
Erwähnenswerte Sache ist in Kapitel 13 aufgeschrieben. Dort erfahren
wir von einem sehr üblen Familiendrama, und wir lesen dazu erstmal
die Verse 1 bis 5:
Absalom aber, der
Sohn Davids, hatte eine schöne Schwester, die hieß Tamar; und es
geschah, dass Amnon, Davids Sohn, sich in sie verliebte.
Und Amnon bekümmerte
sich so, dass er krank wurde wegen seiner Schwester Tamar; denn sie
war eine Jungfrau, und es schien Amnon unmöglich, ihr das Geringste
anzutun.
Amnon aber hatte
einen Freund, der hieß Jonadab, ein Sohn Simeas, des Bruders Davids;
und Jona-dabb war ein sehr kluger Mann.
Der sprach zu ihm:
Warum bist du jeden Morgen so niedergeschlagen, du Königssohn?
Willst du es mir nicht sagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich bin
verliebt in Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom!
Da sprach Jonadab zu
ihm: Lege dich auf dein Bett und stelle dich krank. Wenn dann dein
Vater kommt, um dich zu besuchen, so sprich zu ihm: Lass doch meine
Schwester Tamar kommen und mir Speise zu essen geben und ein Essen
vor meinen Augen zubereiten, damit ich zusehe und aus ihrer Hand
esse!
In dieser Erzählung
erfahren wir nun von einigen Söhnen Davids. Wichtig ist besonders
der Sohn Absalom, da wir von diesem auch später noch mehr erfahren
werden. Jetzt im Moment haben wir aber erstmal nur gelesen, dass er
eine Schwester namens Tamar hatte, die eine Jungfrau war. Und ein
anderer Sohn Davids, nämlich Amnon, war der Meinung, in diese
Jungfrau verliebt zu sein. Es war aber kein reinherziges
Verliebtsein, sondern schlicht und ergreifend Begierde und
fleischliche böse Lust. Das werden wir nachher noch merken. Im
Augenblick erkennen wir es noch nicht, sondern wir erfahren nur, dass
Amnon einen Freund hatte, der von dessen Begierde wusste, und dieser
Freund gab den Rat, die Jungfrau in die Falle zu locken, indem Amnon
sich krank stellt und verlangt, dass Tamar ihn pflegen soll.
Wir werden merken,
dass Amnon diesen Vorschlag in die Tat umsetzte, denn es steht
geschrieben in den Versen 6 bis 15:
So legte sich Amnon
nieder und stellte sich krank. Als nun der König kam, um ihn zu
besuchen, sprach Amnon zum König: Lass doch meine Schwester Tamar
kommen, dass sie zwei Herzkuchen vor meinen Augen mache und ich von
ihrer Hand esse!
Da sandte David zu
Tamar ins Haus und ließ ihr sagen: Geh doch hin in das Haus deines
Bruders Amnon und bereite ihm eine Speise!
Und Tamar ging hin
in das Haus ihres Bruders Amnon. Er aber lag im Bbett. Und sie nahm
einen Teig und knetete und bereitete ihn vor seinen Augen und backte
die Herzkuchen.
Und sie nahm die
Pfanne und setzte sie ihm vor; aber er weigerte sich zu essen. Und
Amnon sprach: Lasst jedermann von mir hinausgehen! Da ging jedermann
von ihm hinaus.
Da sprach Amnon zu
Tamar: Bring mir das Essen in die Kammer, dass ich von deiner Hand
esse! Da nahm Tamar die Herzkuchen, die sie gemacht hatte, und
brachte sie ihrem Bruder Amnon in die Kammer.
Und als sie ihm
diese zum Essen hinreichte, da ergriff er sie und sprach zu ihr: Komm
her, liege bei mir, meine Schwester!
Sie aber sprach zu
ihm: Nicht doch, mein Bruder! Schwäche mich nicht, denn so etwas tut
man nicht in Israel! Begehe nicht eine solche Schandtat!
Und ich, wo sollte
ich mit meiner Schande hin? Und du würdest sein wie einer der
Schändlichen in Israel. Nun aber, rede doch mit dem König; denn er
wird mich dir nicht versagen!
Aber er wollte nicht
auf ihre Stimme hören, sondern er überwältigte sie und schwächte
sie und schlief bei ihr.
Danach aber hasste
Amnon sie mit überaus großem Hass, sodass der Hass, mit dem er sie
verabscheute, größer wurde als zuvor die Liebe, mit der er in sie
verliebt war; und Amnon sprach zu ihr: Mach dich auf und davon!
An dieser Erzählung
ist für verständige Menschen die Wahrheit erkennbar. Amnon war
nicht verliebt, sondern er war von einem Dämon des falschen
Verliebtseins besessen, und dieser Dämon trieb ihn dazu, eine
Schandtat begehen zu wollen. Und nachdem der Dämon es erreicht
hatte, dass Amnon die Schandtat vollbringt, entfachte er Hass, wie es
für Dämonen üblich ist, denn es steht geschrieben, dass Amnon
plötzlich einen überaus großen Hass verspürte, und das kann in
solch einer Spontanität nur durch dämonische Besessenheit kommen.
Amnon hatte einen bösen Geist und meinte dadurch, verliebt zu sein,
obwohl der böse Geist ihn die ganze Zeit an der Nase herumführte.
Und der böse Geist trieb ihn erfolgreich dazu, seine eigene
Schwester zu vergewaltigen und sie danach hasserfüllt von sich zu
stoßen.
Wie es weiterging,
lesen wir in den Folgeversen. In den Versen 16 bis 20 steht
geschrieben:
Sie aber sprach zu
ihm: Nicht doch! Dieses Unrecht, mich wegzutreiben, ist gewiss noch
größer als das andere, welches du mir angetan hast! Aber er wollte
nicht auf sie hören.
Und er rief seinen
Burschen, der ihn bediente, und sprach: Treibe doch diese von mir
hinaus, und schließe die Tür hinter ihr zu!
Sie trug aber ein
langes, buntes Kleid; denn das trugen die Königstöchter, die
Jungfrauen, als Obergewand. Und sein Diener trieb sie hinaus und
schloss die Türe hinter ihr zu.
Da warf Tamar Asche
auf ihr Haupt und zerriss das lange, bunte Kleid, das sie trug; und
sie legte die Hand auf ihr Haupt und lief schreiend davon.
Und ihr Bruder
Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei dir gewesen? Nun
dann, meine Schwester, schweig still! Er ist dein Bruder; nimm dir
diese Sache nicht zu Herzen! Tamar aber blieb verstört im Haus ihres
Bruders Absalom.
Tamar ging also in
verstörtem Zustand zu Absalom. Im ersten Moment reagierte Absalom
wie ein ignoranter Vollpfosten, indem er meinte, sie solle davon
nichts erzählen, weil Amnon ihr Bruder ist. Aber letzten Endes ging
es Absalom doch noch zu Herzen und er zürnte sehr stark gegen Amnon,
und zwei Jahre später lud er ihn zum Essen ein, um ihn dabei zu
ermorden, und es gelang ihm. Danach floh Absalom in ein fremdes Land
und hielt sich dort drei Jahre auf, David aber trauerte trotz allem
um Amnon.
In Kapitel 14 liest
man dann davon, dass ein Mann namens Joab den König David davon
überzeugte, Absalom zurückkommen zu lassen. Und David erlaubte,
dass Absalom wieder zurück nach Jerusalem kommen kann, um dort zu
wohnen, doch Absalom durfte ihm nicht vor die Augen treten. Es wird
aber auch die leicht verwunderliche Bemerkung gemacht, dass Absalom
berühmt war wegen seiner Schönheit und dass sein Haar ungefähr 200
Schekel wog, wenn er es ein Jahr wachsen ließ. 200 Schekel sind aber
2,4 Kilogramm. Es wird leider nicht ersichtlich, in welchem
Zusammenhang dies wichtig sein soll bei den Erzählungen der Bibel.
Jedenfalls wird es
noch ein bisschen verrückter, denn Absalom wollte nach zwei Jahren
den mann Joab zum König schicken, um etwas zu übermitteln, aber
Joab hörte nicht darauf, und deswegen ließ Absalom ein Feld von
Joab verbrennen.
Dann aber sammelte
Absalom Krieger um sich, wovon man in Kapitel 15 liest, und
schmeichelte sich energisch bei den Leuten ein, sodass viele Absalom
nachfolgten. Und als das Volk weitesgehend an Absalom hing und er
sich in Hebron zum König ernennen lassen wollte, da floh David aus
Jerusalem zusammen mit tausenden Leuten, die ihm treu blieben. Sie
hatten auch die Bundeslade bei sich, aber die schickte David dann
doch wieder zurück nach Jerusalem. Und Absalom zog in Jerusalem ein,
es waren aber auch vereinzelt Leute dort, die für David spionierten.
In Kapitel 16
erfährt man davon, dass ein Mann namens Simei, der aus der Familie
des Königs Saul übrig geblieben war, ankam und David samt dessen
Begleitern beschimpfte und sie mit Steinen bewarf. Und David wehrte
sich nicht, denn ihm war bewusst, dass all diese Schmach über ihn
kommt wegen dem Ehebruch, den er mit Bathseba begangen hatte.
Absalom aber, der in
Jerusalem als König regierte, wollte dem Volk beweisen, dass er mit
seinem Vater nichts mehr zu schaffen hat, und deshalb trieb er
Unzucht mit den Nebenfrauen, die David in Jerusalem zur Pflege des
Hauses zurückgelassen hatte. Und das ganze Volk erfuhr davon, dass
dies geschieht.
Nach vielem Hin und
Her in der Wildnis, während David und seine Leute teils von Helfern
mit Speise versorgt wurden, besiegte schließlich ein von David
ausgesandtes Heer die Kriegsleute Absaloms, und auch Absalom starb,
obwohl David gewünscht hatte, dass dies vermieden wird.
Darum trauerte David
überaus heftig um Absalom. Und David wurde danach über den Jordan
zurück nach Jerusalem geleitet. Und der Mann Simei, der David
beschimpft und beleidigt hatte, entschuldigte sich und fand Gnade zu
dieser Zeit. Als aber David in Jerusalem war, machte ein Mann namens
Scheba schonwieder einige Israeliten von David abfällig, und es kam
erneut zu Auseinandersetzungen, bis dieser Mann starb. Es hatte aber
diesmal funktioniert, diesen Mann aus der Stadt herauszubringen, ohne
dass Leute zusätzlich sterben, denn das Volk erhob sich gegen ihn.
Danach kam eine
dreijährige Hungersnot. Und Gott sagte, dass dies geschieht, weil
König Saul versucht hatte, das Volk der Gibeoniter auszulöschen,
obwohl ihnen Gnade versprochen war. Dies liest man in Kapitel 21,
aber auch diese Verläufe sind es nicht wert, das wir sie uns extra
durchlesen.
Was wir uns aber
vollständigkeitshalber mal anschauen, sind die Berichte in dem
selben Kapitel, als gegen weitere Riesen aus den Reihen der Philister
gekämpft wurde. Es steht geschrieben in den Versen 19 bis 21:
Und es erhob sich
noch ein Kampf mit den Philistern bei Gob. Da erschlug Elchanan, der
Sohn des Jaare-Orgim, ein Bethlehemiter, den Goliath, den Gatiter;
und dieser hatte einen Speer, dessen Schaft wie ein Weberbaum war.
Und wieder kam es
zum Kampf bei Gat; dort war ein Mann von großer Länge, der hatte je
sechs Finger an seinen Händen und je sechs Zehen an seinen Füßen,
insgesamt 24 an der Zahl; der stammte auch von Rapha ab.
Als er nun Israel
verhöhnte, erschlug ihn Jonathan, der Sohn Simeis, des Bruders
Davids.
An diesen Versen
erkennen wir, dass David nicht der einzige blieb, der gegen einen
Riese triumphierte.
In Kapitel 22 steht
der gleiche Text als Dankgebet, welchen wir auch in Psalm 18 lesen
können.
Das darauf folgende
Kapitel beschreibt nur ein paar selbstgerechte Äußerungen Davids
und gibt uns eine Aufzählung von Kriegsleuten mit besonderen
Errungenschaften, aber auch darauf können wir verzichten.
Erschreckend wird es
aber, wenn wir die Erzählung aus Kapitel 24 betrachten, welche auch
in einer ähnlichen Weise im ersten Buch der Chronik steht. In
Kapitel 24 vom zweiten Buch Samuel steht geschrieben in den Versen 1
und 2:
Und der Zorn des
HERRN entbrannte wieder gegen Israel, und er reizte David gegen sie,
indem er sprach: Geh hin, zähle Israel und Juda!
Und der König
sprach zu Joab, seinem Heerführer, der bei ihm war: Durchziehe doch
alle Stämme Israels, von Dan bis Beerscheba, und mustere das Volk,
damit ich die Zahl des Volkes erfahre!
Durch diese
mangelhafte Erzählung wird uns eingeredet, dass Gott befohlen hätte,
David müsse das Volk Israel im Rahmen einer militärischen Musterung
zählen. Im ersten Buch der Chronik hingegen lesen wir in Kapitel 21,
Vers 1 und 2:
Und Satan stand auf
gegen Israel und reizte David, Israel zählen zu lassen.
Und David sprach zu
Joab und zu den Obersten des Volkes: Geht hin, zählt Israel von
Beerscheba an bis nach Dan, und bringt mir Bericht, damit ich ihre
Zahl erfahre!
An dieser Stelle
erkennen wir, was wirklich los war, denn der Satan hatte David
gereizt, eigenmächtig zu handeln, ohne dass Gott irgendwas
dergleichen befohlen hatte. Somit haben die Menschen also im zweiten
Buch Samuel völlig versagt, wie sie auch an anderen Stellen der
Bibel versagt haben bei dem Versuch, die Wahrheit aufzuschreiben.
Allerdings basieren die Erzählungen der Bibel in ihrer Wurzel
trotzdem auf Dingen, die wirklich passierten und welche gewissermaßen
von Gottes Taten Zeugnis geben. Es gibt trotz aller offensichtlichen
Fehlerhaftigkeit keine bessere Quelle in dieser Welt, als die Bibel,
wenn man Gott möglichst verstehen will. Aber man muss dabei die
ganze Bibel insgesamt bewerten, wie ein großes Bild, das aus vielen
Puzzleteilen zusammengesetzt ist. Dann wird man auch mit der Zeit
merken, welche Puzzleteile wirklich zu dem Bild dazu gehören und
welche stattdessen von Menschen falsch gemacht wurden und das Bild
durcheinander bringen.
Da nun das Ereignis
in Kapitel 24 auf eine verdrehte Weise aufgeschrieben wurde, werden
wir stattdessen die Erzählung aus dem ersten Buch der Chronik
durchlesen, denn sie ist realistischer. Es steht geschrieben in den
Versen 3 bis 8:
Joab aber sprach:
Der HERR füge zu seinem Volk, wie zahlreich es jetzt ist, noch
hundertmal mehr hinzu! Aber sind sie nicht, mein Herr und König,
alle die Knechte meines Herrn? Warum verlangt mein Herr so etwas?
Warum soll eine Schuld auf Israel kommen?
Doch das Wort des
Königs blieb fest gegen Joab; so zog Joab aus und durchwanderte ganz
Israel und kam wieder nach Jerusalem.
Und Joab gab David
die Zahl des gemusterten Volkes an. Das ganze Israel zählte
1.100.000 Männer, die das Schwert zogen, und Juda 470.000 Männer,
die das Schwert zogen.
Levi aber und
Benjamin hatte er nicht mit ihnen gemustert; denn das Wort des Königs
war Joab ein Gräuel.
Und diese Sache
missfiel Gott; darum schlug er Israel.
Und David sprach zu
Gott: Ich habe mich schwer versündigt, dass ich diese Sache getan
habe. Nun aber nimm doch die Missetat deines Knechtes hinweg, denn
ich habe sehr töricht gehandelt!
Nachdem sich also
David vom Satan zur Sünde hatte reizen lassen, konnte der Satan ihen
natürlich vor Gott verlästern und verklagen, wie er es immer tut,
und Gott musste darauf basierend die angemessene Strafe festlegen.
Demgemäß lesen wir Folgendes in den Versen 9 bis 18:
Und der HERR redete
zu Gad, dem Seher Davids, und sprach:
Geh hin, rede zu
David und sprich: So spricht der HERR: Dreierlei lege ich dir vor,
erwähle dir eines davon, dass ich es dir antue!
Und als Gad zu David
kam, sprach er zu ihm: So spricht der HERR: Wähle für dich:
Entweder drei Jahre
Hungersnot oder drei Monate lang Flucht vor deinen Widersachern,
sodass dich das Schwert deiner Feinde ereilt, oder drei Tage lang das
Schwert des HERRN und die Pest im Land und den Engel des HERRN als
Verderber im ganzen Gebiet von Israel. So überlege dir nun, welche
Antwort ich dem zurückbringen soll, der mich gesandt hat!
Und David sprach zu
Gad: Mir ist sehr angst! Ich will in die Hand des HERRN fallen; denn
seine Barmherzigkeit ist sehr groß; aber in die Hände der Menschen
will ich nicht fallen!
Da ließ der HERR
die Pest über Israel kommen, sodass 70.000 Mann aus Israel umkamen.
Und Gott sandte den
Engel nach Jerusalem, um es zu verderben. Und als er verderbte, sah
es der HERR, und ihn reute das Unheil; und er sprach zu dem Engel,
der verderbte: Genug! Lass deine Hand nun sinken! Der Engel des HERRN
aber stand bei der Tenne Ornans, des Jebusiters.
Und David erhob
seine Augen und sah den Engel des HERRN zwischen Erde und Himmel
stehen, und in seiner Hand ein bloßes Schwert, über Jerusalem
ausgestreckt. Da fielen David und die Ältesten, in Sacktuch gehüllt,
auf ihr Angesicht.
Und David sprach zu
Gott: Habe nicht ich gesagt, dass man das Volk zählen soll? Ich bin
es, der gesündigt und sehr böse gehandelt hat. Was haben aber diese
Schafe getan? HERR, mein Gott, lass doch deine Hand gegen mich und
das Haus meines Vaters gerichtet sein, und nicht gegen dein Volk zur
Plage!
Und der Engel des
HERRN befahl Gad, David zu sagen, dass er hinaufgehen solle, um dem
HERRN einen Altar aufzurichten auf der Tenne Ornans, des Jebusiters.
Gott schickte
offensichtlich eine Art Strafengel, aber es reute Gott, als er das
Ausmaß der Plage sah. Falls wir aus dieser Geschichte überhaupt
etwas Nützliches lernen können, dann wohl am ehesten, dass man sich
immer mehr in Acht nehmen muss, je größer die eigene Verantwortung
ist. Denn David hatte Verantwortung für ganz Israel. Und man sieht
an ihm, dass, je größer die Verantwortung ist, auch umso größer
der entstehende Schaden sein wird, sollte man der Verantwortung nicht
gerecht werden.
David sollte dann
einen Altar bauen, vermutlich zur Besänftigung, um einen seiner
Priester darauf ein Friedensopfer darbringen zu lassen. Diesbezüglich
stehen auch die folgenden Worte in den Versen 26 bis 30:
Und David baute dem
HERRN dort einen Altar und opferte Brandopfer und Friedensopfer. Und
als er den HERRN anrief, antwortete er ihm mit Feuer vom Himmel, das
er auf den Brandopferaltar fallen ließ.
Und der HERR gebot
dem Engel, sein Schwert wieder in die Scheide zu stecken.
Zu jener Zeit, als
David sah, dass der HERR ihn auf der Tenne Ornans, des Jebusiters,
erhört hatte, pflegte er dort zu opfern.
Die Wohnung des
HERRN aber, die Moses in der Wüste gemacht hatte, und der
Brandopferaltar waren zu jener Zeit auf der Höhe von Gibeon.
David aber konnte
nicht vor denselben treten, um Gott zu suchen; so sehr war er
erschrocken vor dem Schwert des Engels des HERRN.
Es liest sich in
diesen Versen ganz so, als hätte Gott den Frieden geschenkt, der
sich erhofft wurde.
Es gibt aber auch im
ersten Buch der Könige noch zwei Erzählungen über David, welche
wir uns im heutigen Video ebenfalls anschauen werden.
In Kapitel 1
erfahren wir Folgendes in den Versen 1 bis 4:
Als aber der König
David alt und hochbetagt war, konnte er nicht warm werden, obgleich
man ihn mit Kleidern bedeckte.
Da sprachen seine
Knechte zu ihm: Man sollte unserem Herrn, dem König, ein Mädchen
suchen, eine Jungfrau; und sie soll vor dem König stehen und ihn
pflegen und in seinen Armen schlafen, damit unserem Herrn, dem König,
warm wird!
Und sie suchten ein
schönes Mädchen im ganzen Gebiet von Israel, und sie fanden
Abischag, die Schunamitin; die brachten sie zum König.
Sie war aber ein
sehr schönes Mädchen; und sie pflegte den König und diente ihm;
aber der König hatte keinen ehelichen Umgang mit ihr.
Hier ist es relativ
aufmunternd, zu lesen, dass David auch mal eine junge Frau in den
Armen hatte, zu welcher er [nicht] einging und welche er nicht
heiraten wollte, um sie zu seinen Hauptfrauen und Nebenfrauen zu
zählen.
Er war zu dieser
Zeit schon hochbetagt und es würde nicht mehr lange dauern bis zum
Ende seines Lebens. Seine letzten Worte gegenüber seinem Sohn
Salomo, der sein Nachfolger sein sollte, lesen wir in Kapitel 2, Vers
1 bis 10. Es steht geschrieben:
Als nun die Zeit
kam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und
sprach:
Ich gehe hin, den
Weg aller Welt. So sei nun stark und sei ein Mann!
Und befolge die
Anordnungen des HERRN, deines Gottes, dass du in seinen Wegen
wandelst, seine Satzungen, seine Gebote, seine Rechte und seine
Zeugnisse hältst, wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, damit du
Gelingen hast in allem, was du tust und wohin du dich wendest;
damit der HERR sein
Wort bestätigt, das er über mich geredet hat, indem er sagte: »Wenn
deine Söhne auf ihre Wege achten, dass sie in Wahrheit vor mir
wandeln, mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele, so soll
es dir niemals – sprach er – an einem Mann fehlen auf dem Thron
Israels!«
Du weißt aber auch,
was mir Joab, der Sohn der Zeruja, getan hat, wie er an den beiden
Heerführern Israels, an Ahbner, dem Sohn Ners, und an Amasa, dem
Sohn Jeters, gehandelt hat, wie er sie umgebracht und so Kriegsblut
mitten im Frieden vergossen und Kriegsblut an seinen Gürtel gebracht
hat, der um seine Lenden war, und an seine Schuhe, die an seinen
Füßen waren.
So handle nun nach
deiner Weisheit, und lass seine grauen Haare nicht in Frieden ins
Totenreich fahren!
Aber den Söhnen
Barsillais, des Gileaditers, sollst du Güte erweisen, und sie sollen
unter denen sein, die an deinem Tisch essen, denn ebenso hielten sie
sich zu mir, als ich vor deinem Bruder Absalom floh.
Und siehe, du hast
bei dir Simei, den Sohn Geras, den Benjaminiter, von Bachurim, der
mir bitter und schändlich fluchte zu der Zeit, als ich nach
Mahanajim ging. Als er aber dann an den Jordan herab mir entgegenkam,
da schwor ich ihm bei dem HERRN und sprach: Ich will dich nicht mit
dem Schwert töten!
Nun aber lass du ihn
nicht ungestraft; denn du bist ein weiser Mann und wirst wohl wissen,
was du ihm tun sollst, damit du seine grauen Haare mit Blut ins
Totenreich hinunterbringst!
Und David legte sich
zu seinen Vätern und wurde begraben in der Stadt Davids.
David hat also seine
letzten Momente hauptsächlich dazu benutzt, um seinen Sohn Salomo zu
Racheaktionen zu ermutigen, und nach seinem Tod wurde er in Zion
begraben.
Nach all diesen
Texten über David haben wir nun also ein biblisch fundiertes Bild
von diesem Mann erhalten.
Ich hoffe, dass euch
diese Bibeltexte stärker zu Jesus ziehen, dem lebendigen Sohn
Gottes. Denn es hat nie ein Mensch gelebt, der besser ist als Jesus
oder der auch nur ansatzweise an Jesus herankam, sondern sogar König
David, von dem an vielen Stellen geschwärmt wird, hatte ein sehr
durchwachsenes Leben, das mit Heiligkeit im Grunde gar nichts zu tun
hatte. Jesus aber ist alles, was man braucht, er ist der Beste, den
man finden kann.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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