Text zu "Jesus kennen (2) - Der Verkündiger von Buße"
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Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Im heutigen Video
setzen wir uns mit dem Fakt auseinander, dass Jesus ein Verkündiger
von Buße gewesen ist, denn das ist einer der zwei Kerninhalte seiner
Verkündigung. Der erste Kerninhalt seiner Verkündigung ist, dass
man Buße tun muss, also dass man alle bisherigen Denkmuster aufgibt
und von nun an nach Gottes Wertempfindungen lebt, sodass man alles,
was sündig ist, nicht mehr lustig findet, sondern verabscheut. Also
der erste Inhalt ist praktisch die bewusste Ablehnung des Bösen. Und
der zweite Kerninhalt seiner Verkündigung ist, dass man in
selbstloser Liebe zu Gott und an zweiter Stelle zu den Mitmenschen
leben soll, woraus sich automatisch auch die ganzen anderen Gebote
ergeben, die das Leben bewahren. Deswegen müssen wir selbst allezeit
im Gedächtnis haben, wie wichtig Buße ist, weil Buße in der Lehre
von Jesus sehr fundamental ist, denn wir sollen so wandeln wie er,
und dazu ist auch die volle, kompromisslose Wertschätzung von Buße
notwendig.
Ohne Buße kann aber
die selbstlose Liebe in ihrer von Gott vorgesehenen Form gar nicht
entstehen, da der Mensch ohne Buße immer zu sehr auf seine
persönlichen Vorlieben konzentriert ist. Im Reich Gottes geht es
aber nicht darum, dass irgendjemand sich selber liebt, sondern es
geht um Gott. Deswegen ist es beim Herbeikommen des Reiches Gottes
zuerst wichtig, dass jeder Buße tut, der das Reich der Himmel
erfahren will. Und aus eben diesem Grund hat sogar der Wegbereiter
von Jesus, nämlich Johannes der Täufer, eindeutig gesagt, dass die
Menschen Buße tun müssen. Und wenn Menschen Buße taten, so war
Vergebung nötig, weswegen Johannes sie nach dem Befehl Gottes mit
einer Taufe im Wasser reinigte. Wenn aber Menschen herbei kamen, die
nicht Buße tun wollten, zum Beispiel die Schriftgelehrten und
Pharisäer, dann hat Johannes sie auch nicht getauft, sondern sie
abgewiesen und ihnen deutlich gesagt, dass zuerst Buße passieren
muss, und zwar aufrichtige, ernstgemeinte Buße.
Als nun unter den
unzähligen Menschen, die die Taufe empfingen, auch Jesus war, da
empfing Jesus von Gott den Heiligen Geist und musste seine
Gehorsamsprüfung in der Wüste ablegen, wo der Teufel auf listige
Weise versucht hat, Jesus zum Sündigen zu verführen, doch Jesus war
schlauer und seine Treue zu Gott war alles übertreffend.
Aber wie ging es
weiter, nachdem Jesus die Versuchungen in der Wüste überwunden
hatte?
Wir schauen uns nun
an, was Matthäus darüber schreibt, wie es danach weiterging. Es
steht geschrieben in Kapitel 4, Vers 12 bis 17:
Als aber Jesus
hörte, dass Johannes gefangen gesetzt worden war, zog er weg nach
Galiläa.
Und er verließ
Nazareth, kam und ließ sich in Kapernaum nieder, das am See liegt,
im Gebiet von Sebulon und Naphtali,
damit erfüllt
würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist, der spricht:
»Das Land Sebulon
und das Land Naphtali, am Weg des Sees, jenseits des Jordan, das
Galiläa der Heiden,
das Volk, das in der
Finsternis wohnte, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im
Land des Todesschattens wohnten, ist ein Licht aufgegangen«.
Von da an begann
Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der
Himmel ist nahe herbeigekommen!
An Vers 17 lesen wir
eindeutig, womit die Verkündigung von Jesus losging und worauf sie
basierte. Die Grundlage von allem, was Jesus tat, bestand darin, dass
er überall ausrief: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe
herbeigekommen!
Jesus rief also zur
Buße auf. Diese Regung im Inneren des Menschen, dass er sich von der
Sünde und von verdrehtem Denken abkehrt, ist von Anfang an Inhalt
der Verkündigung gewesen. Jesus hat seit dem ersten Tag seines
Dienstes für Gott genau dazu aufgerufen, und zwar in aller
Ernsthaftigkeit. Man muss wirklich Buße tun.
Aber vielleicht
denkt ja jemand, dass nur Matthäus sowas behauptet hat und man würde
es in anderen Evangelien nicht so lesen. Deswegen schauen wir jetzt
mal, was Markus darüber aufgeschrieben hat, womit der Dienst von
Jesus begann, nachdem Jesus die Versuchung in der Wüste überwunden
hatte.
Es steht geschrieben
in Kapitel 1, Vers 14 und 15:
Nachdem aber
Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und
verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist
erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das
Evangelium!
Da haben wir's!
Markus berichtet genau das Gleiche wie Matthäus. Jesus begann seine
Mission damit, den Menschen deutlich zu sagen, dass sie Buße tun
müssen. Also sie müssen ihr Denken darauf ausrichten, von nun an in
keiner Weise mehr zu sündigen, sei es durch verkehrte Reden oder
durch Übermut oder Stolz, oder durch böse Taten zum eigenen Gewinn,
oder durch Unzucht oder Götzendienst oder Heuchelei oder was auch
immer. Der Plan lautet, nicht mehr zu sündigen, schon gar nicht mit
eigener Überzeugung. Darüber hat Jesus von Anfang an geredet.
Aber was berichtet
denn eigentlich Lukas darüber, womit die Verkündigung von Jesus
losging, nachdem die Versuchung in der Wüste überwunden war?
Schauen wir mal nach!
Es steht geschrieben
in Kapitel 4, Vers 14 und 15:
Und Jesus kehrte in
der Kraft des Geistes zurück nach Galiläa; und das Gerücht von ihm
verbreitete sich durch die ganze umliegende Gegend. Und er lehrte in
ihren Synagogen und wurde von allen gepriesen.
Lukas ist
offensichtlich zu faul gewesen, um aufzuschreiben, dass Jesus während
seinen Lehren in den Synagogen die Buße verkündigte. Das ist
wirklich ärgerlich. Allerdings redet Lukas wenigstens an einer
anderen Stelle in ähnlicher weise davon. Als nämlich Jesus mit
Zöllnern und Sündern zusammen am selben Tisch saß und die
Pharisäer sich darüber aufregten, da erwähnte Jesus auch in dieser
Lage, zu welchem Zweck er überhaupt angefangen hat, zu verkündigen.
Demgemäß lesen wir Folgendes im Evangelium des Lukas, Kapitel 5,
Vers 30 bis 32:
Und die
Schriftgelehrten unter ihnen und die Pharisäer murrten gegen seine
Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit Zöllnern und
Sündern?
Und Jesus antwortete
und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern
die Kranken.
Ich bin nicht
gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.
Hier betont also
Jesus in Vers 32, was ein sehr wichtiger Teil seiner Arbeit ist: Er
will Sünder dazu bewegen, dass sie Buße tun. Nicht nur in der
Anfangszeit hat Jesus das getan, sondern so lange er auf Erden war.
Und Jesus hat nicht nur laut Lukas diese Tatsache betont, dass er
aktiv ist, um Sünder zur Buße zu rufen, sondern Matthäus berichtet
genau das Gleiche in Kapitel 9, und Markus berichtet es in gleicher
Weise in Kapitel 2. Wir bekommen also allein diese Verdeutlichung
schon in 3 Evangelien bestätigt.
Johannes hat jedoch
nirgendwo in seinem Evangelium deutlich zum Ausdruck gebracht, dass
Jesus Buße verkündigte, allerdings kommt in seinem Evangelium etwas
Gleichwertiges zum Ausdruck.
Als nämlich ein
Gelähmter von Jesus geheilt wurde, der 38 Jahre geplagt gewesen war,
da sprach Jesus ein paar sehr bedeutsame Worte zu diesem Mensch, als
der ihn später am selben Tag wiedersah. Wir lesen darüber Folgendes
in Kapitel 5, Vers 14:
Danach findet ihn
Jesus im Tempel und spricht zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden;
sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres
widerfährt!
Solche Worte hat
Jesus geredet. Und er hat das völlig ernst gemeint. Es war nicht
irgendein nebensächlicher Spruch, der aus der Verunsicherung heraus
gekommen wäre, sondern Jesus hat aus Liebe den Geheilten deutlich
ermahnt. Er hat gesagt, dass der Geheilte von jetzt an nicht mehr
sündigen soll. Das ist genau das Gleiche, wie wenn Jesus sagt, dass
man Buße tun muss. Denn ein Leben ohne Sünde funktioniert nur durch
wahre Buße. Und Jesus ist sogar gnädig genug, dass er dem Geheilten
nicht nur kommentarlos einen Befehl erteilt, sondern Jesus offenbart
dem Geheilten sogar, aus welchem Grund es notwendig ist, von nun an
nicht mehr zu sündigen. Jesus sagt: „Sündige hinfort nicht mehr,
damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt!“
Das ist der Grund.
Jesus wünscht sich von Herzen für diesen Mensch, dass es ihm gut
gehen wird. Und weil Jesus nicht nur will, dass es diesem Mensch gut
gehen kann, sondern weil Jesus auch weiß, was dafür nötig ist,
deswegen sagt er es ihm. Der Mensch darf nicht mehr sündigen, denn
wenn der Mensch nun immernoch sündigt, trotz der unverdienten
Barmherzigkeit Gottes, die an ihm geschah, dann wird dem Geheilten
etwas Schlimmeres widerfahren. Und was könnte schlimmer sein als 38
Jahre gelähmt sein?
Ich glaube, wir sind
besser dran, wenn uns diese Frage nicht beantwortet wird. Wichtig
ist, dass Jesus auch in dieser Situation Buße verkündigt hat. Denn
jeder Mensch, der durch Gottes Kraft aus Gnade geheilt wurde, zu dem
sagt Jesus: Du darfst ab jetzt nicht mehr sündigen, sonst wird dir
etwas noch Schlimmeres passieren als die Krankheit, von der du
geheilt wurdest! Sündige ab jetzt nicht mehr.
Jesus hat diese
Sache mit der Buße immer hervorgehoben. Er hat nicht etwa zu den
Geheilten gesagt: „Ist schon gut! Ich hab dich lieb! Schön, dass
du jetzt heil bist! Geh hin und tue alles wonach dir der Sinn steht,
es ist ja egal wenn du sündigst!“
Wenn Jesus etwas
auch nur ansatzweise damit Vergleichbares gesagt hätte, so hätte
Jesus sich selbst an Gott versündigt. Denn der Wille Gottes besteht
darin, dass die Menschen Buße tun, sodass sie leben. Wer die
Menschen, besonders die Geheilten, nicht ausgiebig zur Buße ermahnt,
der handelt gegen Gott. Gott hat damals durch Jesus all die Heilungen
geschehen lassen, weil die Menschen das Heil Gottes sehen sollten, um
Vertrauen zu Gott zu bekommen und daher den Wunsch zu entwickeln,
Gottes Wille zu tun. Gott erwartete, dass sie durch die
veranschaulichte Barmherzigkeit anfangen werden, sich zu schämen
dafür, dass sie diesen Gott, der so großartige Dinge bewirkt,
ständig nur missachtet oder ins Angesicht beleidigt haben durch ihr
bisheriges sündiges Treiben. Das war der Sinn und Zweck der ganzen
Heilungen. Jesus hat die Menschen nicht mit der Kraft Gottes geheilt,
damit sie in Ruhe weiter sündigen können und sich dabei freuen,
sondern Jesus hat die Heilungen im Auftrag Gottes gewirkt, weil die
Menschen dadurch Scham empfinden sollten, dass ihnen eine unverdiente
Gnade zuteil wurde, während sie das nicht im Geringsten wert waren,
denn sie hätten aufgrund ihres gottlosen Lebenswandels eigentlich
etwas ganz anderes verdient. Deshalb sollten sie sich für sich
selbst schämen, weil ihnen Böses mit unverdientem Gutem vergolten
wurde.
Allerdings ist das
nicht passiert. Die Menschen begannen nicht, sich zu schämen dafür,
was sie alles getan hatten gegen Gott. Sie taten nicht Buße. Und
deswegen hat Jesus sich auch sehr aufgeregt, denn wir haben ja
bereits erkannt, dass Jesus zu keinem anderen Zweck auftrat, als
Sünder zur Buße zu bringen. Wie sehr sich Jesus über die
verstockten Herzen der Menschen ärgert, die trotz der unverdienten
Barmherzigkeit immernoch nicht Reue empfinden für ihre
gottesverachtenden Verhaltensweisen, darüber berichtet Matthäus
Folgendes in Kapitel 11, Vers 20 bis 22:
Da fing er an, die
Städte zu schelten, in denen die meisten seiner Wundertaten
geschehen waren, weil sie nicht Buße getan hatten:
Wehe dir, Chorazin!
Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn in Tyrus und Zidon die Wundertaten
geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst
in Sack und Asche Buße getan.
Doch ich sage euch:
Es wird Tyrus und Zidon erträglicher gehen am Tag des Gerichts als
euch!
An diesen Worten
merken wir eindeutig, dass Jesus die ganze Zeit Buße von den
Menschen erwartet hatte aufgrund der unverdienten Wunderheilungen an
den Menschen, aber die Menschen weigerten sich. Sie nahmen einfach
die unverdienten Geschenke an, ohne auch nur im Geringsten darüber
nachzudenken, inwiefern das eigentlich besonders ist, was ihnen da
gegeben wurde, und inwiefern sie das wert oder nicht wert waren.
Jesus sagt hier sogar, dass die jenigen, die keine Buße taten,
nachdem sie durch Heilung die Barmherzigkeit Gottes erkannten, ein
umso schwereres Gericht empfangen. Daran sehen wir, wie ernst diese
Sache mit der Buße ist. Und es wird übrigens nicht nur von Matthäus
darüber berichtet, dass Jesus diese wichtigen Worte über Buße
sagte, sondern auch Lukas berichtet etwas Dementsprechendes in
Kapitel 10.
Es gibt auch eine
andere Situation, in der Jesus rüberbringen wollte, dass Buße
wichtig ist. In Kapitel 8 vom Evangelium des Johannes wird davon
erzählt, wie die Pharisäer und Schriftgelehrten eine Frau ergriffen
hatten, die eine Ehebrecherin war. Mit dieser kamen sie zu Jesus, um
auf die Probe zu stellen, ob Jesus vielleicht irgendeine unüberlegte
Reaktion zeigen würde, wenn diese Frau angeklagt wird. Und das
Verhalten der Schriftgelehrten und Pharisäer war, wenn man es mit
dem Gesetz von Moses abgleicht, völlig falsch. Denn man muss laut
der Thora bei einem Ehebruch sowohl den schuldigen Mann als auch die
schuldige Frau bestrafen, nicht nur eine von beiden Personen. Also:
Sie selber handelten gerade gar nicht gesetzestreu, aber sie sagten
zu Jesus, dass im Gesetz von Moses gefordert wird, Ehebrecher zu Tode
zu steinigen, und dies wollten sie nun mit der Ehebrecherin tun. Sie
fragten aber, was Jesus dazu meint. Und Jesus sagte, dass der,
welcher ohne Sünde ist, den ersten Stein werfen soll. Weil aber
niemand sich anmaßen wollte, als ein Mensch vor allen da zu stehen,
der noch nie gesündigt hat, gingen nacheinander alle Leute hinweg.
Und wir lesen letztlich folgende Worte in den Versen 10 und 11:
Da richtete sich
Jesus auf, und da er niemand sah als die Frau, sprach er zu ihr:
Frau, wo sind jene, deine Ankläger? Hat dich niemand verurteilt?
Sie sprach: Niemand,
Herr! Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht. Geh hin
und sündige nicht mehr!
Jesus wollte die
Frau also auch nicht steinigen. Allerdings hat er zu ihr gesagt, dass
sie von nun an nicht mehr sündigen darf. Und wir erfahren leider
nicht, ob die Frau das in die Tat umsetzte, aber wir merken auch an
dieser Stelle wieder, wie wichtig Buße ist. Denn die Frau soll sich
nun, nachdem sie unverdient begnadigt wurde, von der Sünde abkehren.
Sie soll Buße tun, sodass sie nie wieder sündigt. Jesus sagte nicht
etwa zu ihr: „Mach dir keine Sorgen, Frau! Ist doch egal, wenn du
die Ehe gebrochen hast, es ist lediglich eine todeswürdige Sünde
die in die Hölle führt. Das ist alles halb so wild. Geh hin und
folge weiter deiner Lust, denn es wird sowieso keiner bestraft.“
Sowas würde ein
Diener des Teufels sagen, Jesus aber ist ein Diener Gottes. Und Jesus
sagt zu der Frau: Geh hin und sündige nicht mehr. Jesus weiß, dass
es nicht genug ist, wenn nur an diesem Tag das Erdenleben der Frau
gerettet wurde. Jesus denkt an die Ewigkeit und wünscht, dass so
viele Leute wie möglich in das Reich der Himmel eingehen. Deswegen
sagt er nicht zu der Frau, es sei egal, was sie nun nach ihrer
Begnadigung tut, sondern er sagt aus Liebe, weil er will, dass die
Frau gerettet wird: Sündige nicht mehr!
Das gilt für diese
Frau aus der Situation, und das gilt für jeden Mann und jede Frau
aus unserer jetzigen Zeit, in der wir leben, sodass umso mehr
Menschen das Reich Gottes erben können. Denn wir merken anhand
dessen, was wir uns bis hierhin schon angeschaut haben, dass Jesus
die ganze Zeit immer wieder von Buße redete. Und es gibt auch eine
Situation, wo Menschen starben und andere überlebten, und Jesus
wollte verdeutlichen, dass die jenigen, die es überlebten, nicht
etwa aus den Grund überlebt haben, weil sie trotz ihrer Sünde
geliebt werden. Denn der Tod ist nicht wählerisch, und jeder
einzelne könnte jederzeit sterben, es sei denn, er reinigt sich von
aller Sünde. Die Buße muss sofort getan werden, und das hat Jesus
auch den Menschen erklären wollen. Wir lesen diesbezüglich
folgenden Bericht im Evangelium des Lukas, Kapitel 13, Vers 1 bis 5:
Es waren aber zur
selben Zeit etliche eingetroffen, die ihm von den Galiläern
berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte.
Und Jesus antwortete
und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder
gewesen sind als alle anderen Galiläer, weil sie so etwas erlitten
haben?
Nein, sage ich euch;
sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen!
Oder jene achtzehn,
auf die der Turm in Siloah fiel und sie erschlug, meint ihr, dass
diese schuldiger gewesen sind als alle anderen Leute, die in
Jerusalem wohnen?
Nein, sage ich euch;
sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so
umkommen!
Wir sehen hier sehr
deutlich, dass auch in dieser Lage Jesus unverblümt zu Buße
aufruft. Und zwar zu sofortiger Buße, weil sonst jeder der
anwesenden Menschen ebenfalls durch eine Katastrophe sterben könnte,
wie es mit jenen Menschen geschah, von denen erzählt wird. Ich
beschreibe es mal ein bisschen näher für euch, damit ihr versteht,
wovon hier überhaupt geredet wird.
Der römische
Statthalter Pontius Pilatus war damals sehr gefürchtet, weil er
enorm harte Strafen gegen alle Verbrecher verhängte. Und als Pilatus
sich wiedermal eine Grausamkeit geleistet hatte, die seine bisherigen
unbarmherzigen Richtersprüche übertraf, da kamen einige Menschen
entsetzt zu Jesus und erzählten ihm davon. Denn es waren vor Pilatus
einige Mörder angeklagt worden, die von Galiläa waren. Und Pilatus
hatte das Urteil verkündet, dass diese Mörder bestraft werden
müssen, indem das Blut der von ihnen getöteten Menschen mit ihrem
eigenen vermischt werden soll. Ihr wisst vielleicht, dass die
Menschen unterschiedliche Blutgruppen haben. Und wenn zwei Arten
Blut, deren Blutgruppen nicht zusammen passen, miteinander vermischt
werden, dann bekommt das Blut eine gefährliche Beschaffenheit und
kann die Nährstoffe im Körper nicht mehr dorthin transportieren, wo
sie gebraucht werden, und dadurch verrecken die Menschen langsam.
Soetwas hat Pilatus befohlen, dass es mit den Mördern getan werden
soll, um sie zu bestrafen. Es war also mal wieder eine sehr grausame
Strafe. Und Jesus sagt, dass niemand meinen soll, diese Mörder
hätten durch den Mord größere Schuld als jeder andere Mörder, und
nur deshalb sei es geschehen. Mord bleibt Mord. Und jeder Mord ist
schlimm genug, um deswegen in den ewigen Feuer- und Schwefelsee zu
fallen, egal ob man auf der Erde dafür schlimm bestraft wird, oder
ob man milde bestraft wird, oder ob man vielleicht auf der Erde gar
nicht bestraft wird, weil es niemals rausgekommen ist. Vor Gott ist
alles offenbar und niemand kann Gottes Gericht entfliehen. Darum kann
man niemals anhand der Dinge, die auf der Erde passieren, einschätzen
ob die eigenen Sünden von Gott gehasst oder ignoriert werden. Denn
Gott ignoriert Sünden niemals, egal ob es auf der Erde eine Reaktion
darauf gab. Und bei der Gelegenheit redet Jesus auch noch von einer
zweiten schlimmen Sache, die damals geschah, nämlich dass ein großer
Turm einstürzte und dabei einige Menschen starben, andere aber
nicht. Und auch hier sagt Jesus wieder, dass man dies nicht etwa als
Anzeichen sehen soll, dass die Überlebenden verschont worden wären,
weil ihre Sünde ignoriert wird oder weil ihre Sünde nicht
sonderlich schlimm war. Und die, welche starben, erlitten es nicht,
weil ihre Sünde größer war als die von anderen
Durchschnittsmenschen, sondern Jesus sagt, dass man nur sicher sein
kann, wenn man Buße tut und überhaupt nicht mehr sündigt.
Derart ernst ist es
Jesus die ganze Zeit gewesen, dass die Menschen Buße tun müssen.
Zuguterletzt schauen
wir uns auch noch die Stelle an, wo Jesus das Gleichnis vom
verlorenen Schaf erzählt. Denn im Zusammenhang damit spricht er laut
dem Evangelium des Lukas in Kapitel 15, Vers 6 und 7:
und wenn er nach
Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und spricht zu
ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das
verloren war!
Ich sage euch, so
wird auch Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut,
mehr als über neunundneunzig Gerechte, die keine Buße brauchen!
Hier merken wir an
Vers 7, dass es nur einen einzigen Anlass geben kann, warum Jesus und
seine Engel in Freude ausbrechen. Nämlich dann, wenn jemand wirklich
Buße tut. Die Engel freuen sich nicht zusammen mit Jesus, wenn ein
Mensch ein heuchlerisches Übergabegebet spricht. Ebenso können sich
weder Jesus noch die Engel freuen, wenn ein Sünder von sich selber
sagt: Ich bin frei von Schuld, weil ich aus Gnade gerettet werde und
Jesus mich so annimmt, wie ich bin, ohne dass ich Gebote halten muss!
Der einzige Anlass,
wie wir es aus der Erzählung lesen, dass die Engel zusammen mit
Jesus feiern, besteht in der Buße des Menschen, der gesündigt hat,
aber der ablassen will von seinem sündigen Weg. Somit erkennen wir,
dass ohne aufrichtige Buße sowohl das Gleichnis vom verlorenen Schaf
als auch das Gleichnis vom verlorenen Sohn komplett sinnfrei wären.
Denn auch an dieser Stelle hat Jesus Buße verkündigt.
Und weil Jesus
jemand ist, der Buße tun stark in den Vordergrund stellte, müssen
auch wir das selbe tun wenn wir ihm nachfolgen wollen. Zuerst für
uns selbst, dann auch für andere. Wir müssen allezeit bemüht sein,
von der Sünde loszukommen, und wir müssen gleichzeitig den anderen
bezeugen, dass jeder Mensch selbst auch danach streben soll, von der
Sünde loszukommen, es möge ihm gefallen oder nicht.
Die Apostel hatten
nämlich von Jesus die Aufgabe bekommen, nach seiner Auferstehung und
Himmelfahrt ebenfalls alle Leute zur Buße aufzurufen, denn es steht
geschrieben im Evangelium des Lukas in Kapitel 24, Vers 45 bis 47:
Da öffnete er ihnen
das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden,
und sprach zu ihnen:
So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am
dritten Tag aus den Toten auferstehen,
und in seinem Namen
soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen
Völkern, beginnend in Jerusalem.
Daran sehen wir
deutlich, dass Jesus sogar über den Tod hinaus Buße verkündigte,
und die Apostel sollen das selbe tun, und zwar bis zum heutigen Tag.
Und nachdem wir dank
all diesen Entdeckungen nun ein klares Bild davon haben, dass Jesus
in ausgiebiger Weise ein Verkündiger von Buße war, haben wir das
Ende des heutigen Videos erreicht.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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