Text zu "Jesus kennen (2) - Der Verkündiger von Buße"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=2t3WP5dJrtM

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Im heutigen Video setzen wir uns mit dem Fakt auseinander, dass Jesus ein Verkündiger von Buße gewesen ist, denn das ist einer der zwei Kerninhalte seiner Verkündigung. Der erste Kerninhalt seiner Verkündigung ist, dass man Buße tun muss, also dass man alle bisherigen Denkmuster aufgibt und von nun an nach Gottes Wertempfindungen lebt, sodass man alles, was sündig ist, nicht mehr lustig findet, sondern verabscheut. Also der erste Inhalt ist praktisch die bewusste Ablehnung des Bösen. Und der zweite Kerninhalt seiner Verkündigung ist, dass man in selbstloser Liebe zu Gott und an zweiter Stelle zu den Mitmenschen leben soll, woraus sich automatisch auch die ganzen anderen Gebote ergeben, die das Leben bewahren. Deswegen müssen wir selbst allezeit im Gedächtnis haben, wie wichtig Buße ist, weil Buße in der Lehre von Jesus sehr fundamental ist, denn wir sollen so wandeln wie er, und dazu ist auch die volle, kompromisslose Wertschätzung von Buße notwendig.
Ohne Buße kann aber die selbstlose Liebe in ihrer von Gott vorgesehenen Form gar nicht entstehen, da der Mensch ohne Buße immer zu sehr auf seine persönlichen Vorlieben konzentriert ist. Im Reich Gottes geht es aber nicht darum, dass irgendjemand sich selber liebt, sondern es geht um Gott. Deswegen ist es beim Herbeikommen des Reiches Gottes zuerst wichtig, dass jeder Buße tut, der das Reich der Himmel erfahren will. Und aus eben diesem Grund hat sogar der Wegbereiter von Jesus, nämlich Johannes der Täufer, eindeutig gesagt, dass die Menschen Buße tun müssen. Und wenn Menschen Buße taten, so war Vergebung nötig, weswegen Johannes sie nach dem Befehl Gottes mit einer Taufe im Wasser reinigte. Wenn aber Menschen herbei kamen, die nicht Buße tun wollten, zum Beispiel die Schriftgelehrten und Pharisäer, dann hat Johannes sie auch nicht getauft, sondern sie abgewiesen und ihnen deutlich gesagt, dass zuerst Buße passieren muss, und zwar aufrichtige, ernstgemeinte Buße.

Als nun unter den unzähligen Menschen, die die Taufe empfingen, auch Jesus war, da empfing Jesus von Gott den Heiligen Geist und musste seine Gehorsamsprüfung in der Wüste ablegen, wo der Teufel auf listige Weise versucht hat, Jesus zum Sündigen zu verführen, doch Jesus war schlauer und seine Treue zu Gott war alles übertreffend.
Aber wie ging es weiter, nachdem Jesus die Versuchungen in der Wüste überwunden hatte?

Wir schauen uns nun an, was Matthäus darüber schreibt, wie es danach weiterging. Es steht geschrieben in Kapitel 4, Vers 12 bis 17:

Als aber Jesus hörte, dass Johannes gefangen gesetzt worden war, zog er weg nach Galiläa.
Und er verließ Nazareth, kam und ließ sich in Kapernaum nieder, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naphtali,
damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist, der spricht:
»Das Land Sebulon und das Land Naphtali, am Weg des Sees, jenseits des Jordan, das Galiläa der Heiden,
das Volk, das in der Finsternis wohnte, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land des Todesschattens wohnten, ist ein Licht aufgegangen«.
Von da an begann Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!

An Vers 17 lesen wir eindeutig, womit die Verkündigung von Jesus losging und worauf sie basierte. Die Grundlage von allem, was Jesus tat, bestand darin, dass er überall ausrief: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!
Jesus rief also zur Buße auf. Diese Regung im Inneren des Menschen, dass er sich von der Sünde und von verdrehtem Denken abkehrt, ist von Anfang an Inhalt der Verkündigung gewesen. Jesus hat seit dem ersten Tag seines Dienstes für Gott genau dazu aufgerufen, und zwar in aller Ernsthaftigkeit. Man muss wirklich Buße tun.
Aber vielleicht denkt ja jemand, dass nur Matthäus sowas behauptet hat und man würde es in anderen Evangelien nicht so lesen. Deswegen schauen wir jetzt mal, was Markus darüber aufgeschrieben hat, womit der Dienst von Jesus begann, nachdem Jesus die Versuchung in der Wüste überwunden hatte.

Es steht geschrieben in Kapitel 1, Vers 14 und 15:

Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Da haben wir's! Markus berichtet genau das Gleiche wie Matthäus. Jesus begann seine Mission damit, den Menschen deutlich zu sagen, dass sie Buße tun müssen. Also sie müssen ihr Denken darauf ausrichten, von nun an in keiner Weise mehr zu sündigen, sei es durch verkehrte Reden oder durch Übermut oder Stolz, oder durch böse Taten zum eigenen Gewinn, oder durch Unzucht oder Götzendienst oder Heuchelei oder was auch immer. Der Plan lautet, nicht mehr zu sündigen, schon gar nicht mit eigener Überzeugung. Darüber hat Jesus von Anfang an geredet.
Aber was berichtet denn eigentlich Lukas darüber, womit die Verkündigung von Jesus losging, nachdem die Versuchung in der Wüste überwunden war? Schauen wir mal nach!

Es steht geschrieben in Kapitel 4, Vers 14 und 15:

Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes zurück nach Galiläa; und das Gerücht von ihm verbreitete sich durch die ganze umliegende Gegend. Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von allen gepriesen.

Lukas ist offensichtlich zu faul gewesen, um aufzuschreiben, dass Jesus während seinen Lehren in den Synagogen die Buße verkündigte. Das ist wirklich ärgerlich. Allerdings redet Lukas wenigstens an einer anderen Stelle in ähnlicher weise davon. Als nämlich Jesus mit Zöllnern und Sündern zusammen am selben Tisch saß und die Pharisäer sich darüber aufregten, da erwähnte Jesus auch in dieser Lage, zu welchem Zweck er überhaupt angefangen hat, zu verkündigen. Demgemäß lesen wir Folgendes im Evangelium des Lukas, Kapitel 5, Vers 30 bis 32:

Und die Schriftgelehrten unter ihnen und die Pharisäer murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit Zöllnern und Sündern?
Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.

Hier betont also Jesus in Vers 32, was ein sehr wichtiger Teil seiner Arbeit ist: Er will Sünder dazu bewegen, dass sie Buße tun. Nicht nur in der Anfangszeit hat Jesus das getan, sondern so lange er auf Erden war. Und Jesus hat nicht nur laut Lukas diese Tatsache betont, dass er aktiv ist, um Sünder zur Buße zu rufen, sondern Matthäus berichtet genau das Gleiche in Kapitel 9, und Markus berichtet es in gleicher Weise in Kapitel 2. Wir bekommen also allein diese Verdeutlichung schon in 3 Evangelien bestätigt.
Johannes hat jedoch nirgendwo in seinem Evangelium deutlich zum Ausdruck gebracht, dass Jesus Buße verkündigte, allerdings kommt in seinem Evangelium etwas Gleichwertiges zum Ausdruck.
Als nämlich ein Gelähmter von Jesus geheilt wurde, der 38 Jahre geplagt gewesen war, da sprach Jesus ein paar sehr bedeutsame Worte zu diesem Mensch, als der ihn später am selben Tag wiedersah. Wir lesen darüber Folgendes in Kapitel 5, Vers 14:

Danach findet ihn Jesus im Tempel und spricht zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt!

Solche Worte hat Jesus geredet. Und er hat das völlig ernst gemeint. Es war nicht irgendein nebensächlicher Spruch, der aus der Verunsicherung heraus gekommen wäre, sondern Jesus hat aus Liebe den Geheilten deutlich ermahnt. Er hat gesagt, dass der Geheilte von jetzt an nicht mehr sündigen soll. Das ist genau das Gleiche, wie wenn Jesus sagt, dass man Buße tun muss. Denn ein Leben ohne Sünde funktioniert nur durch wahre Buße. Und Jesus ist sogar gnädig genug, dass er dem Geheilten nicht nur kommentarlos einen Befehl erteilt, sondern Jesus offenbart dem Geheilten sogar, aus welchem Grund es notwendig ist, von nun an nicht mehr zu sündigen. Jesus sagt: „Sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt!“
Das ist der Grund. Jesus wünscht sich von Herzen für diesen Mensch, dass es ihm gut gehen wird. Und weil Jesus nicht nur will, dass es diesem Mensch gut gehen kann, sondern weil Jesus auch weiß, was dafür nötig ist, deswegen sagt er es ihm. Der Mensch darf nicht mehr sündigen, denn wenn der Mensch nun immernoch sündigt, trotz der unverdienten Barmherzigkeit Gottes, die an ihm geschah, dann wird dem Geheilten etwas Schlimmeres widerfahren. Und was könnte schlimmer sein als 38 Jahre gelähmt sein?
Ich glaube, wir sind besser dran, wenn uns diese Frage nicht beantwortet wird. Wichtig ist, dass Jesus auch in dieser Situation Buße verkündigt hat. Denn jeder Mensch, der durch Gottes Kraft aus Gnade geheilt wurde, zu dem sagt Jesus: Du darfst ab jetzt nicht mehr sündigen, sonst wird dir etwas noch Schlimmeres passieren als die Krankheit, von der du geheilt wurdest! Sündige ab jetzt nicht mehr.
Jesus hat diese Sache mit der Buße immer hervorgehoben. Er hat nicht etwa zu den Geheilten gesagt: „Ist schon gut! Ich hab dich lieb! Schön, dass du jetzt heil bist! Geh hin und tue alles wonach dir der Sinn steht, es ist ja egal wenn du sündigst!“
Wenn Jesus etwas auch nur ansatzweise damit Vergleichbares gesagt hätte, so hätte Jesus sich selbst an Gott versündigt. Denn der Wille Gottes besteht darin, dass die Menschen Buße tun, sodass sie leben. Wer die Menschen, besonders die Geheilten, nicht ausgiebig zur Buße ermahnt, der handelt gegen Gott. Gott hat damals durch Jesus all die Heilungen geschehen lassen, weil die Menschen das Heil Gottes sehen sollten, um Vertrauen zu Gott zu bekommen und daher den Wunsch zu entwickeln, Gottes Wille zu tun. Gott erwartete, dass sie durch die veranschaulichte Barmherzigkeit anfangen werden, sich zu schämen dafür, dass sie diesen Gott, der so großartige Dinge bewirkt, ständig nur missachtet oder ins Angesicht beleidigt haben durch ihr bisheriges sündiges Treiben. Das war der Sinn und Zweck der ganzen Heilungen. Jesus hat die Menschen nicht mit der Kraft Gottes geheilt, damit sie in Ruhe weiter sündigen können und sich dabei freuen, sondern Jesus hat die Heilungen im Auftrag Gottes gewirkt, weil die Menschen dadurch Scham empfinden sollten, dass ihnen eine unverdiente Gnade zuteil wurde, während sie das nicht im Geringsten wert waren, denn sie hätten aufgrund ihres gottlosen Lebenswandels eigentlich etwas ganz anderes verdient. Deshalb sollten sie sich für sich selbst schämen, weil ihnen Böses mit unverdientem Gutem vergolten wurde.

Allerdings ist das nicht passiert. Die Menschen begannen nicht, sich zu schämen dafür, was sie alles getan hatten gegen Gott. Sie taten nicht Buße. Und deswegen hat Jesus sich auch sehr aufgeregt, denn wir haben ja bereits erkannt, dass Jesus zu keinem anderen Zweck auftrat, als Sünder zur Buße zu bringen. Wie sehr sich Jesus über die verstockten Herzen der Menschen ärgert, die trotz der unverdienten Barmherzigkeit immernoch nicht Reue empfinden für ihre gottesverachtenden Verhaltensweisen, darüber berichtet Matthäus Folgendes in Kapitel 11, Vers 20 bis 22:

Da fing er an, die Städte zu schelten, in denen die meisten seiner Wundertaten geschehen waren, weil sie nicht Buße getan hatten:
Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn in Tyrus und Zidon die Wundertaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sack und Asche Buße getan.
Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Zidon erträglicher gehen am Tag des Gerichts als euch!

An diesen Worten merken wir eindeutig, dass Jesus die ganze Zeit Buße von den Menschen erwartet hatte aufgrund der unverdienten Wunderheilungen an den Menschen, aber die Menschen weigerten sich. Sie nahmen einfach die unverdienten Geschenke an, ohne auch nur im Geringsten darüber nachzudenken, inwiefern das eigentlich besonders ist, was ihnen da gegeben wurde, und inwiefern sie das wert oder nicht wert waren. Jesus sagt hier sogar, dass die jenigen, die keine Buße taten, nachdem sie durch Heilung die Barmherzigkeit Gottes erkannten, ein umso schwereres Gericht empfangen. Daran sehen wir, wie ernst diese Sache mit der Buße ist. Und es wird übrigens nicht nur von Matthäus darüber berichtet, dass Jesus diese wichtigen Worte über Buße sagte, sondern auch Lukas berichtet etwas Dementsprechendes in Kapitel 10.

Es gibt auch eine andere Situation, in der Jesus rüberbringen wollte, dass Buße wichtig ist. In Kapitel 8 vom Evangelium des Johannes wird davon erzählt, wie die Pharisäer und Schriftgelehrten eine Frau ergriffen hatten, die eine Ehebrecherin war. Mit dieser kamen sie zu Jesus, um auf die Probe zu stellen, ob Jesus vielleicht irgendeine unüberlegte Reaktion zeigen würde, wenn diese Frau angeklagt wird. Und das Verhalten der Schriftgelehrten und Pharisäer war, wenn man es mit dem Gesetz von Moses abgleicht, völlig falsch. Denn man muss laut der Thora bei einem Ehebruch sowohl den schuldigen Mann als auch die schuldige Frau bestrafen, nicht nur eine von beiden Personen. Also: Sie selber handelten gerade gar nicht gesetzestreu, aber sie sagten zu Jesus, dass im Gesetz von Moses gefordert wird, Ehebrecher zu Tode zu steinigen, und dies wollten sie nun mit der Ehebrecherin tun. Sie fragten aber, was Jesus dazu meint. Und Jesus sagte, dass der, welcher ohne Sünde ist, den ersten Stein werfen soll. Weil aber niemand sich anmaßen wollte, als ein Mensch vor allen da zu stehen, der noch nie gesündigt hat, gingen nacheinander alle Leute hinweg. Und wir lesen letztlich folgende Worte in den Versen 10 und 11:

Da richtete sich Jesus auf, und da er niemand sah als die Frau, sprach er zu ihr: Frau, wo sind jene, deine Ankläger? Hat dich niemand verurteilt?
Sie sprach: Niemand, Herr! Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht. Geh hin und sündige nicht mehr!

Jesus wollte die Frau also auch nicht steinigen. Allerdings hat er zu ihr gesagt, dass sie von nun an nicht mehr sündigen darf. Und wir erfahren leider nicht, ob die Frau das in die Tat umsetzte, aber wir merken auch an dieser Stelle wieder, wie wichtig Buße ist. Denn die Frau soll sich nun, nachdem sie unverdient begnadigt wurde, von der Sünde abkehren. Sie soll Buße tun, sodass sie nie wieder sündigt. Jesus sagte nicht etwa zu ihr: „Mach dir keine Sorgen, Frau! Ist doch egal, wenn du die Ehe gebrochen hast, es ist lediglich eine todeswürdige Sünde die in die Hölle führt. Das ist alles halb so wild. Geh hin und folge weiter deiner Lust, denn es wird sowieso keiner bestraft.“
Sowas würde ein Diener des Teufels sagen, Jesus aber ist ein Diener Gottes. Und Jesus sagt zu der Frau: Geh hin und sündige nicht mehr. Jesus weiß, dass es nicht genug ist, wenn nur an diesem Tag das Erdenleben der Frau gerettet wurde. Jesus denkt an die Ewigkeit und wünscht, dass so viele Leute wie möglich in das Reich der Himmel eingehen. Deswegen sagt er nicht zu der Frau, es sei egal, was sie nun nach ihrer Begnadigung tut, sondern er sagt aus Liebe, weil er will, dass die Frau gerettet wird: Sündige nicht mehr!

Das gilt für diese Frau aus der Situation, und das gilt für jeden Mann und jede Frau aus unserer jetzigen Zeit, in der wir leben, sodass umso mehr Menschen das Reich Gottes erben können. Denn wir merken anhand dessen, was wir uns bis hierhin schon angeschaut haben, dass Jesus die ganze Zeit immer wieder von Buße redete. Und es gibt auch eine Situation, wo Menschen starben und andere überlebten, und Jesus wollte verdeutlichen, dass die jenigen, die es überlebten, nicht etwa aus den Grund überlebt haben, weil sie trotz ihrer Sünde geliebt werden. Denn der Tod ist nicht wählerisch, und jeder einzelne könnte jederzeit sterben, es sei denn, er reinigt sich von aller Sünde. Die Buße muss sofort getan werden, und das hat Jesus auch den Menschen erklären wollen. Wir lesen diesbezüglich folgenden Bericht im Evangelium des Lukas, Kapitel 13, Vers 1 bis 5:

Es waren aber zur selben Zeit etliche eingetroffen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte.
Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder gewesen sind als alle anderen Galiläer, weil sie so etwas erlitten haben?
Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen!
Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie erschlug, meint ihr, dass diese schuldiger gewesen sind als alle anderen Leute, die in Jerusalem wohnen?
Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so umkommen!

Wir sehen hier sehr deutlich, dass auch in dieser Lage Jesus unverblümt zu Buße aufruft. Und zwar zu sofortiger Buße, weil sonst jeder der anwesenden Menschen ebenfalls durch eine Katastrophe sterben könnte, wie es mit jenen Menschen geschah, von denen erzählt wird. Ich beschreibe es mal ein bisschen näher für euch, damit ihr versteht, wovon hier überhaupt geredet wird.

Der römische Statthalter Pontius Pilatus war damals sehr gefürchtet, weil er enorm harte Strafen gegen alle Verbrecher verhängte. Und als Pilatus sich wiedermal eine Grausamkeit geleistet hatte, die seine bisherigen unbarmherzigen Richtersprüche übertraf, da kamen einige Menschen entsetzt zu Jesus und erzählten ihm davon. Denn es waren vor Pilatus einige Mörder angeklagt worden, die von Galiläa waren. Und Pilatus hatte das Urteil verkündet, dass diese Mörder bestraft werden müssen, indem das Blut der von ihnen getöteten Menschen mit ihrem eigenen vermischt werden soll. Ihr wisst vielleicht, dass die Menschen unterschiedliche Blutgruppen haben. Und wenn zwei Arten Blut, deren Blutgruppen nicht zusammen passen, miteinander vermischt werden, dann bekommt das Blut eine gefährliche Beschaffenheit und kann die Nährstoffe im Körper nicht mehr dorthin transportieren, wo sie gebraucht werden, und dadurch verrecken die Menschen langsam. Soetwas hat Pilatus befohlen, dass es mit den Mördern getan werden soll, um sie zu bestrafen. Es war also mal wieder eine sehr grausame Strafe. Und Jesus sagt, dass niemand meinen soll, diese Mörder hätten durch den Mord größere Schuld als jeder andere Mörder, und nur deshalb sei es geschehen. Mord bleibt Mord. Und jeder Mord ist schlimm genug, um deswegen in den ewigen Feuer- und Schwefelsee zu fallen, egal ob man auf der Erde dafür schlimm bestraft wird, oder ob man milde bestraft wird, oder ob man vielleicht auf der Erde gar nicht bestraft wird, weil es niemals rausgekommen ist. Vor Gott ist alles offenbar und niemand kann Gottes Gericht entfliehen. Darum kann man niemals anhand der Dinge, die auf der Erde passieren, einschätzen ob die eigenen Sünden von Gott gehasst oder ignoriert werden. Denn Gott ignoriert Sünden niemals, egal ob es auf der Erde eine Reaktion darauf gab. Und bei der Gelegenheit redet Jesus auch noch von einer zweiten schlimmen Sache, die damals geschah, nämlich dass ein großer Turm einstürzte und dabei einige Menschen starben, andere aber nicht. Und auch hier sagt Jesus wieder, dass man dies nicht etwa als Anzeichen sehen soll, dass die Überlebenden verschont worden wären, weil ihre Sünde ignoriert wird oder weil ihre Sünde nicht sonderlich schlimm war. Und die, welche starben, erlitten es nicht, weil ihre Sünde größer war als die von anderen Durchschnittsmenschen, sondern Jesus sagt, dass man nur sicher sein kann, wenn man Buße tut und überhaupt nicht mehr sündigt.
Derart ernst ist es Jesus die ganze Zeit gewesen, dass die Menschen Buße tun müssen.

Zuguterletzt schauen wir uns auch noch die Stelle an, wo Jesus das Gleichnis vom verlorenen Schaf erzählt. Denn im Zusammenhang damit spricht er laut dem Evangelium des Lukas in Kapitel 15, Vers 6 und 7:

und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war!
Ich sage euch, so wird auch Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die keine Buße brauchen!

Hier merken wir an Vers 7, dass es nur einen einzigen Anlass geben kann, warum Jesus und seine Engel in Freude ausbrechen. Nämlich dann, wenn jemand wirklich Buße tut. Die Engel freuen sich nicht zusammen mit Jesus, wenn ein Mensch ein heuchlerisches Übergabegebet spricht. Ebenso können sich weder Jesus noch die Engel freuen, wenn ein Sünder von sich selber sagt: Ich bin frei von Schuld, weil ich aus Gnade gerettet werde und Jesus mich so annimmt, wie ich bin, ohne dass ich Gebote halten muss!
Der einzige Anlass, wie wir es aus der Erzählung lesen, dass die Engel zusammen mit Jesus feiern, besteht in der Buße des Menschen, der gesündigt hat, aber der ablassen will von seinem sündigen Weg. Somit erkennen wir, dass ohne aufrichtige Buße sowohl das Gleichnis vom verlorenen Schaf als auch das Gleichnis vom verlorenen Sohn komplett sinnfrei wären. Denn auch an dieser Stelle hat Jesus Buße verkündigt.

Und weil Jesus jemand ist, der Buße tun stark in den Vordergrund stellte, müssen auch wir das selbe tun wenn wir ihm nachfolgen wollen. Zuerst für uns selbst, dann auch für andere. Wir müssen allezeit bemüht sein, von der Sünde loszukommen, und wir müssen gleichzeitig den anderen bezeugen, dass jeder Mensch selbst auch danach streben soll, von der Sünde loszukommen, es möge ihm gefallen oder nicht.
Die Apostel hatten nämlich von Jesus die Aufgabe bekommen, nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt ebenfalls alle Leute zur Buße aufzurufen, denn es steht geschrieben im Evangelium des Lukas in Kapitel 24, Vers 45 bis 47:

Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden,
und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen,
und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem.

Daran sehen wir deutlich, dass Jesus sogar über den Tod hinaus Buße verkündigte, und die Apostel sollen das selbe tun, und zwar bis zum heutigen Tag.

Und nachdem wir dank all diesen Entdeckungen nun ein klares Bild davon haben, dass Jesus in ausgiebiger Weise ein Verkündiger von Buße war, haben wir das Ende des heutigen Videos erreicht.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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