Text zu "Jesus kennen (3) - Der von Menschen Verworfene"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=WR6liUJ6jCE

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In diesem Video wird erläutert, inwiefern Jesus jemand war, der von den Menschen verworfen wurde, trotz der Tatsache, dass große Volksmengen hinter ihm herliefen.
Vielleicht findet manch einer das widersprüchlich, wenn er hört, dass jemand große Volksmengen hinter sich her laufen hat, aber gleichzeitig ein Verworfener sein soll. Denn wenn jemandem die Menschen nachlaufen, dann heißt das doch, dass er keineswegs verworfen ist, oder?
Ich muss hierbei betonen, dass ein Unterschied darin besteht, ob man aus Neugier und Sensationsgeilheit jemandem hinterherrennt, oder ob man jemanden wirklich in seinem Herzen annimmt. Denn es kann passieren, dass Menschen jemandem aus Neugier und Sensationsgeilheit nachlaufen, weil so großartige Wunderzeichen in dessen Nähe geschehen, aber dass sie den Mensch an sich eigentlich gar nicht sonderlich interessant finden. Und genau so ist es bei Jesus auch gewesen. Niemand nahm seine Lehre tief in das eigene Herz auf, außer vielleicht ansatzweise ein paar Apostel. Denn die Volksmenge lief ihm nur nach, weil es für sie persönlich eine aufheiternde und unterhaltsame Beschäftigung war, aber nicht, weil sie Gott suchten, obwohl doch Jesus die Worte Gottes geredet hat, wie sein Vater ihn lehrte. Und aufgrund dessen, dass die Menschen nur ihre Augenlust sättigen wollten und Spaß daran hatten, spektakuläre Ereignisse zu begaffen, ohne daraus für ihren eigenen Lebenswandel Konsequenzen zu ziehen, deswegen war es auch möglich, dass Jesus ständig angezweifelt und teils sogar ernsthaft verworfen wurde. Mit diesen Fakten beschäftigen wir uns heute.
Die Autoritätspersonen des Glaubens zum Beispiel hetzten die Volksmenge beständig gegen Jesus auf. Das merken wir besonders in Kapitel 3 vom Evangelium des Markus, wo wir im zweiundzwanzigsten Vers Folgendes lesen:

Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebul!
und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus!

Die Schriftgelehrten und alle anderen Autoritäten wollten überhaupt nicht an ihn glauben, sondern stritten gegen Jesus wo sie nur konnten, und sie verbreiteten unter der Volksmenge die Behauptung, Jesus sei dämonisch besessen. Und welches Ergebnis die Hetzerei am Ende hervorbrachte, das merken wir besonders, wenn wir uns folgende Erzählung über die Kreuzigung vor Augen halten, die geschrieben steht in Kapitel 15, Vers 9 bis 14:

Pilatus aber antwortete ihnen und sprach: Wollt ihr, dass ich euch den König der Juden freigebe?
Denn er wusste, dass die obersten Priester ihn aus Neid ausgeliefert hatten.
Aber die obersten Priester wiegelten die Volksmenge auf, dass er ihnen lieber den Barabbas losgeben solle.
Und Pilatus antwortete und sprach wiederum zu ihnen: Was wollt ihr nun, dass ich mit dem tue, den ihr König der Juden nennt?
Sie aber schrien wiederum: Kreuzige ihn!
Und Pilatus sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Da schrien sie noch viel mehr: Kreuzige ihn!

Das ist also das Ergebnis der Arbeit der Autoritäten. Die Volksmenge, welche in ihrer Neugier Jesus nachlief, verlangte mit lautem Geschrei seine Kreuzigung. Ich nehme an, ihr erkennt von selbst, dass diese Menschen Jesus in keiner Weise liebten und auch nicht an ihn glaubten. Viel mehr ist es zutreffend, ihnen das Zeugnis zu geben, dass sie Jesus vollständig verworfen haben.

Es hat aber derartige Zu-stände nicht nur bei der einfachen Volksmenge gegeben, sondern sogar bei den Menschen, die zuerst behauptet hatten, sie wollen Jünger von Jesus sein.
Als nämlich Jesus das Gleichnis vom Brot des Lebens geredet hat, da schimpften sogar seine eigenen Jünger über diese Worte und verwarfen Jesus. Darüber lesen wir Folgendes im Evangelium des Johannes, Kapitel 6, Vers 60 bis 66:

Viele nun von seinen Jüngern, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede! Wer kann sie hören?
Da aber Jesus bei sich selbst erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Ist euch das ein Ärgernis?
Wie nun, wenn ihr den Sohn des Menschen dorthin auffahren seht, wo er zuvor war?
Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben.
Aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde.
Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben!
Aus diesem Anlass zogen sich viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm.

Die sogenannten Jünger sind also nicht mehr mit Jesus gegangen, weil sie an seinen Worten Anstoß nahmen. Derart untreu waren diese Menschen, denn sie verwarfen Jesus nur aufgrund von ein paar Worten, die sie aus ihrem eigenen beschränkten Denken heraus falsch deuteten. Denn es ging offensichtlich auch diesen Menschen nicht darum, die Wahrheit zu lernen und Gleichnisse zu verstehen, sondern auch sie lebten nach ihrer eigenen Moral und blieben nur bei Jesus, solange er ihnen gefiel. Als es ihnen aber nicht mehr passte, wurde Jesus verworfen.

Man findet im Evangelium des Johannes auch noch reichlich andere Erzählungen, die uns ein besseres Bild davon geben, dass Jesus von den Menschen nicht angenommen wurde, obwohl viele über seine Wundertaten und teils über seine Äußerungen staunten. Beispielsweise lesen wir Folgendes in Kapitel 7, Vers 12:

Und es gab viel Gemurmel seinetwegen unter der Volksmenge. Etliche sagten: Er ist gut!, andere aber sprachen: Nein, sondern er verführt die Leute!

Es gab also in der Volksmenge allezeit Menschen, die behaupteten, Jesus sei ein Verführer. Die Leute, die dies sagten, verwarfen ihn dadurch nicht nur selbst, sondern reizten auch die, welche geneigt waren, vielleicht an ihn zu glauben, zur Verwerfung.

Am schlimmsten haben aber wirklich die Pharisäer gegen Jesus gehetzt. Das merken wir zum Beispiel daran, dass sie über ihre eigenen Diener schimpften, welche Jesus ergreifen sollten, denn sie kamen ohne ihn zurück, weil sie seinen Worten gelauscht hatten. Wie die Pharisäer darauf reagierten, lesen wir in den Versen 47 bis 49:

Da antworteten ihnen die Pharisäer: Seid auch ihr verführt worden?
Glaubt auch einer von den Obersten oder von den Pharisäern an ihn?
Aber dieser Pöbel, der das Gesetz nicht kennt, der ist unter dem Fluch!

Sie bezeichnen dadurch praktisch jeden Mensch als verfluchten Pöbel, der an Jesus glauben will. Das ist ziemlich übel. Und sie hatten außerdem auch verkündet, dass jeder Mensch aus der Glaubensgemeinde verbannt wird, der es wagt, Jesus als den Messias anzuerkennen. Denn als Jesus einen Blindgeborenen geheilt hatte und die Eltern dieses Menschen von den Pharisäern ausgefragt wurden, lesen wir darüber Folgendes in Kapitel 9, Vers 19 bis 22:

Und sie fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren ist? Wieso ist er denn jetzt sehend?
Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, dass dieser unser Sohn ist und dass er blind geboren ist;
wieso er aber jetzt sieht, das wissen wir nicht; und wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir auch nicht. Er ist alt genug; fragt ihn selbst. Er soll selbst für sich reden!
Das sagten seine Eltern deshalb, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden waren schon übereingekommen, dass, wenn einer ihn als den Christus anerkennen würde, dieser aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte.

An Vers 22 sehen wir deutlich, wie schlimm es war in den Glaubensgemeinden. Jesus durfte nicht als der Messias und Sohn Gottes bekannt werden, sonst würde man aus der Gemeinde ausgeschlossen werden. Ich weiß nicht, wie ihr darüber denkt, aber ich für meinen Teil finde das äußerst widerlich.

Es wurde aber Jesus auch ganz allgemein von der Volksmenge in mehreren Situationen geschmäht und dadurch verworfen. Eine Stelle, wo das offenbar wird, sind die Worte aus Kapitel 8, Vers 45 bis 48, denn dort steht geschrieben:

Weil aber ich die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht.
Wer unter euch kann mich einer Sünde beschuldigen? Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht?
Wer aus Gott ist, der hört die Worte Gottes; darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.
Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht mit Recht, dass du ein Samariter bist und einen Dämon hast?

Die Menschen nehmen hier Anstoß an Jesus und unterstellen ihm auch in dieser Lage, er sei dämonisch besessen und seine Worte wären durch einen Dämon geredet. Das ist eine ziemlich entsetzliche Unverschämtheit. Dadurch verwerfen die Menschen Jesus, dass sie aufgrund seiner Worte davon ausgehen, er würde einen Dämon haben. Denn warum sagen sie das? Ganz sicher nicht, weil sie die Wahrheit lieben, sondern weil sie an ihren gottlosen Dogmen festhängen wollen. Denn sie redeten zwar vom Gesetz des Mose, aber hielten es selber gar nicht ein, und sie hörten auf zusätzliche Forderungen von Pharisäern, die gar nicht von Gott stammen. Und wer sich diesem Unsinn nicht unterwarf, der war wohl laut ihrer Ansicht von einem Dämon besessen, denn sie wollten immer nur Gruppenzwang ausüben. Alles andere war ihnen egal.

Ähnlich schlimm ist es bei der Situation, die in Kapitel 10 beschrieben wird. Wir lesen in den Versen 17 bis 21:

Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wieder nehme.
Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.
Da entstand wiederum eine Spaltung unter den Juden um dieser Worte willen;
und viele von ihnen sagten: Er hat einen Dämon und ist von Sinnen, weshalb hört ihr auf ihn?
Andere sagten: Das sind nicht die Worte eines Besessenen. Kann denn ein Dämon Blinden die Augen öffnen?

Hier gab es also ebenfalls einige Menschen in der Volksmenge, die ihm dämonische Besessenheit unterstellten. Sie haben den heiligen Sohn Gottes vor sich und behaupten, das wäre ein verrückter Typ, der einen Dämon hat. Da sieht man mal, wie verdorben und abstoßend die Herzen vieler Menschen sind, und an diesem Fakt hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert. Es gab aber zumindest in dieser gerade gelesenen Lage auch ein paar Menschen, die Widerspruch leisteten und nicht glauben wollten, dass Jesus in Gleichnissen und von seinem Vater redet, weil er dämonisch besessen sei. Das ist wenigstens ein kleiner Hoffnungsschimmer. Aber wirklich nur ein kleiner.

Als dann Jesus zum letzten Mal nach Jerusalem kam, ritt er auf einem Esel zu der Stadt, weil dadurch eine Prophezeiung aus einem Prophetenbuch erfüllt wurde, das damals in den Synagogen vorhanden war und auch heute noch existiert. Und an diesem Tag freuten sich plötzlich fast alle Menschen über Jesus und jubelten. Wir lesen diesbezüglich Folgendes in Kapitel 12, Vers 12 bis 16:

Am folgenden Tag, als viele Leute, die zum Fest erschienen waren, hörten, dass Jesus nach Jerusalem komme,
da nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und riefen: Hosianna! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des HERRN, der König von Israel!
Jesus aber hatte einen jungen Esel gefunden und setzte sich darauf, wie geschrieben steht:
»Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, sitzend auf dem Füllen einer Eselin«.
Dies verstanden aber seine Jünger anfangs nicht, doch als Jesus verherrlicht war, da erinnerten sie sich, dass dies von ihm geschrieben stand und dass sie ihm dies getan hatten.

Aufgrund dieser Worte könnte man jetzt meinen, dass die Volksmenge Jesus doch noch angenommen hatte. Aber passt mal auf, welches Zeugnis den Menschen in dem selben Kapitel ausgestellt wird!
Wir lesen in den Versen 37 und 38:

Obwohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn;
damit das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde, das er gesprochen hat: »HERR, wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und wem ist der Arm des HERRN geoffenbart worden?«

Hier sehen wir, dass die Menschen trotz ihres Verhaltens keinen Glaube an Jesus in ihren Herzen hatten. Mit ihrem Mund jubelten sie, weil es ihnen Spaß machte, aber in ihren Herzen war Jesus immernoch verworfen, und besonders die Worte, die Jesus sprach.
Außerdem haben wir ja schon zu Beginn des Videos die Feststellung gemacht, dass die Volksmenge geschrien hat, man solle Jesus kreuzigen. Zuerst jubelten sie ihm zu, als er nach Jerusalem kam, und dann verlangten sie seine Kreuzigung. Und als wäre das nicht schon abartig genug, so haben sie ihn sogar noch verspottet, als er am Kreuz hing unter übelsten Schmerzen. Folgendes wird darüber berichtet im Evangelium des Matthäus, Kapitel 27, Vers 39 bis 43:

Aber die Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelten den Kopf
und sprachen: Der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst! Wenn du Gottes Sohn bist, so steige vom Kreuz herab!
Gleicherweise spotteten aber auch die obersten Priester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen:
Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten! Ist er der König Israels, so steige er nun vom Kreuz herab, und wir wollen ihm glauben!
Er hat auf Gott vertraut; der befreie ihn jetzt, wenn er Lust an ihm hat; denn er hat ja gesagt: Ich bin Gottes Sohn!

Hier sehen wir ziemlich gut, wie sich über Jesus lustig gemacht wurde, aber von Glaube an ihn gab es keine einzige Spur. Das alles ist eine ziemlich heftige Angelegenheit und zeigt, wie falsch, verlogen, ungehalten und triebgesteuert viele Menschen sind. Sie verhalten sich immer nur so, wie es gerade passend erscheint und zeigen keinerlei Ernsthaftigkeit oder Überzeugung. Manchmal heucheln sie Zustimmung, manchmal heucheln sie Ablehnung, aber verlassen kann man sich bei ihnen auf überhaupt nichts. An dem einen Tag tun sie schön, am anderen Tag schwätzen und lästern sie, und letztlich verwerfen sie alles, wie auch Jesus von ihnen verworfen und sogar verspottet wurde.

Und nach all diesen Erklärungen sollte nun jedem bewusst sein, dass Jesus ein Verachteter war, ein von den Leuten verworfener Mann. Jesus war kein beliebter Superstar, und auch kein hoch respektierter Gelehrter. Denn alles, was heilig ist, das wird von der Welt zutiefst verabscheut, und damit folglich auch von allen Menschen, die die Welt lieben.

Aus diesem Grund sollten wir selbst uns nicht darüber verwundern, wenn auch wir von der breiten Masse verworfen werden. Denn wenn das dem wahren Meister passiert ist, wird es wohl bei den wahren Jüngern nicht sonderlich anders sein. Aber in all diesem Elend ist Jesus die ganze Zeit bei uns, wenn wir ihn so lieben, wie er ist.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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