Text zu "Predigt - Das unterschätzte Problem der Heuchelei"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=rP-8cbbdj_k
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Im heutigen Video
halte ich euch eine Predigt über ein Thema, das sehr schwierig und
sehr komplex ist. Denn das Thema der heutigen Predigt ist die
Heuchelei.
Aufgrund der
Tatsache, dass unzählige Menschen, wahrscheinlich mehrere Milliarden
allein in unserer aktuellen Weltzeit Heuchler sind, auf mehrere,
teils von einander unterschiedliche Arten, ist dieses Thema sehr
umfangreich und kann nicht einfach in seiner Gänze behandelt werden,
ohne dass dabei eine stundenlange Predigt herauskäme.
Ich will mich aber
bemühen, da viele Menschen nicht die Nerven haben, sich stundenlange
Predigten anzuhören, dass die heutige Predigt im Vergleich zum
eigentlichen Umfang eher kurzgehalten wird und hauptsächlich die
wichtigsten Kennzeichen behandelt.
Den Anlass zum Thema
der heutigen Predigt gibt ein Zitat von Jesus, bei dem man als Leser
ein wichtiges Detail sehr leicht übersieht und gar nicht gedanklich
erfasst. Es steht geschrieben im Evangelium des Matthäus in Kapitel
24, Vers 45 bis 51:
Wer ist nun der
treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft
gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit?
Glückselig ist
jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden
wird.
Wahrlich, ich sage
euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.
Wenn aber jener böse
Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen!,
und anfängt, die
Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu
trinken,
so wird der Herr
jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu
einer Stunde, die er nicht kennt,
und wird ihn
entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das
Heulen und Zähneknirschen sein.
Bei dem Lesen dieses
Textes wird man wohl einfach nur denken: „Ich verstehe schon! Wir
sollen für Jesus treue Knechte sein und dürfen nicht nachlässig
werden mit den Aufgaben, die er uns gibt!“
Und an dieser Stelle
ist man dann fertig mit Nachsinnen und bemerkt gar nicht, dass hier
eine wichtige Offenbarung gegeben wird, die von dem Aufruf zum treuen
Dienen abweicht und sogar eine noch größere Wichtigkeit hat. Denn
Jesus sagt, dass jeder untreue Knecht seinen Anteil zusammen mit
einer anderen Art Menschen hat. Und zwar mit den Heuchlern. Die
Heuchler sind dort, wo das Heulen und das Zähneknirschen ist. Und
der untreue Knecht wird ebenfalls dorthin kommen. Anhand dieser
Stelle merkt man, dass Heuchelei eine todeswürdige Sünde ist und
dass man definitiv kein Heuchler bzw. keine Heuchlerin sein darf,
wenn man wirklich gerettet werden will, anstatt sich nur einzubilden,
gerettet zu sein, und dann nach dem Tod anhand der eigenen Taten von
Jesus überführt zu werden und diese Worte zu hören, die lauten:
„Weiche von mir! Ich kenne dich nicht!“
Es gibt nur diese
eine Bibelstelle in Matthäus 24, wo eindeutig vor Heuchelei gewarnt
wird, weil sie in den Tod führt. Es gibt keine andere Bibelstelle,
die genau diesen Fakt derart deutlich betont, dass nur ein geistig
minderbemittelter Mensch immernoch daran zweifeln könnte.
Und weil es nur
diese eine, winzig kleine Stelle in der Bibel gibt, die man leicht
übersieht, deshalb denken sich viele Menschen nichts dabei und leben
als Heuchler. Sie heucheln und erwarten dabei, dass sie trotzdem
gerettet werden. Und das Schlimmste ist, dass viele von denen ja
nichtmal an sich selbst bemerken, dass sie heucheln. Sie denken
ernsthaft, dass sie sich richtig verhalten würden, während sie in
ekelhafter und hochgradig entsetzlicher Heuchelei verharren.
Ich bin nicht dazu
in der Lage, in Worte zu fassen, wie sehr Jesus Heuchler verabscheut.
Aber vielleicht bekommt ihr wenigstens den Ansatz einer Ahnung, wenn
ihr euch diese Worte von Jesus aus der Offenbarung vor Augen haltet:
So aber, weil du lau
bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem
Mund.
Denn du sprichst:
Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts!
Und du erkennst
nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt.
Diese Worte lassen
halbwegs erkennen, wie sehr Jesus angewidert ist von Heuchlern, aber
eigentlich ist nichtmal die Wortwahl aus diesen Versen ausreichend,
um es wirklich deutlich genug zu betonen.
Und der Sinn der
heutigen Predigt besteht darin, dass jemand die gleich folgenden
Erklärungen mit sich selber abgleichen kann, sollte er sich selbst
prüfen wollen, ob er in irgendeiner Weise selbst auch heuchelt.
Ich werde euch jetzt
gleich alles erklären, was ich über Heuchelei zu erklären im
Stande bin. Und wenn ihr Wert darauf legen solltet, Jesus zu genügen
und kein Gräuel für ihn zu sein, weswegen ihr alle Heuchelei aus
euch entfernen würdet, sobald ihr sie bemerkt, dann hört bitte
genau zu!
Und denkt daran,
dass es sich hierbei um eine private Sache für euch handelt. Ihr
müsst niemandem auf Erden davon erzählen, falls ihr euch selbst in
einer der Erklärungen über Heuchelei wiederfindet. Wenn ihr es
bereut und es besser machen wollt, dann solltet ihr im Gebet eure
bisherige Heuchelei vor Gott bekennen und Jesus um Vergebung bitten,
sodass Jesus euch gemäß der Vollmacht Gottes reinigen kann. Und
danach müsst ihr aufhören zu heucheln. Ihr müsst aber den Menschen
nichts davon sagen. Ihr müsst ihnen nicht aus eigenem Antrieb
bezeugen, dass ihr heuchlerisches Verhalten an euch hattet, wenn ihr
nicht wollt. Ihr dürft in dieser Sache schweigen, wenn ihr euch
dabei wohler fühlen solltet. Hauptsache, ihr heuchelt künftig nicht
mehr. Darauf kommt es wirklich an. Und ihr sollt auch kein Lob von
Menschen suchen, sofern ihr es künftig besser macht als bisher. Es
ist eine Sache zwischen euch und Jesus, während Gott das Ganze
überschaut. Denn wenn ihr euch besser benehmt, um andere Menschen zu
beeindrucken, dann seid ihr vor Gott immernoch Heuchler und habt euch
gar nicht gebessert. Diesen Fakt wird man hoffentlich auch aus den
Erklärungen erkennen, die gleich folgen.
Für alle, die
überhaupt nicht wissen, was genau ein Heuchler ist, werde ich das
Wort zunächst einmal definieren. Ein Heuchler ist ein Mensch, der
Worte redet oder Dinge tut, ohne mit dem Herzen voll dabei zu sein.
Ein Heuchler hat keine innere Standfestigkeit und will keinen
Unterschied zwischen richtig und falsch gemäß Gottes Gebot sehen,
sondern lässt sich von jeder Laune umhertreiben, ein Heuchler sagt
zu allem Ja und Ahmen, wenn es ihm gemütlich ist oder wenn er
dadurch seine Ruhe hat. Ein Heuchler bedient sich allerlei Lügen,
die er selbst für klein und harmlos hält, um Ärger und Anstöße
von anderen Menschen zu vermeiden, und ein Heuchler sucht niemals bei
sich selbst Fehler, sondern immer nur bei anderen, während er sich
selbst als makellos aufspielt, ohne es auch nur im Ansatz zu sein.
Das ist die
Definition von Heuchelei.
Nun ist es aber für
manche Menschen nicht hilfreich, nur diese allgemein gehaltenen Worte
zu hören, weil man sich darunter teilweise nicht vorstellen kann,
auf welche Weise dies im Alltagsleben erkennbar wird und worin es
sich äußert.
Aus diesem Grund
beschreibe ich jetzt einige Situationen, in denen Heuchelei
geschieht, die im Reich Gottes zutiefst verachtet wird, und ihr könnt
es wenn ihr wollt mit euch selbst abgleichen und mit den
Verhaltensmustern, die ihr von euch selbst kennt. Denn auch ich
selbst denke viel über meine eigenen Taten und Worte nach, im
Abgleich mit Gottes Wort, um zu sehen, ob ich irgendwo gefahr laufe,
zu einem Heuchler zu mutieren, weil dies nicht geschehen soll. Und es
ist prinzipiell empfehlenswert, dass jeder Mensch das für sich
selbst ebenso tun sollte, um des Heils Gottes willen.
Die erste Form der
Heuchelei, die ich zu beschreiben habe, ist die Heuchelei im Glauben.
Wenn ein Mensch Jesus nachfolgen will, dann soll er Jesus als Vorbild
haben. Jesus war in seinem ganzen Denken und Handeln nicht von dieser
Welt. Jesus hat Gott von ganzem Herzen geliebt und alle Gebote Gottes
eingehalten. Jesus hat ohne Unterlass die Menschen zur Buße
aufgerufen, weil er nicht will, dass sie um ihrer Sünde willen in
die Hölle müssen. Jesus hat den Versuchungen zum Sündigen
widerstanden und hat es auch nicht zugelassen, dass falsche
Anwendungen der Schrift oder Menschengebote seinen gottesfürchtigen
Wandel verderben. Jesus hing nicht an seinem Leben in dieser Welt.
Jesus hat die Worte Gottes niemals auf die leichte Schulter genommen
und hat betont, dass man allen Worten glauben muss, die er von Gott
überliefert, weil man basierend auf den Worten gerichtet wird.
Bei einem Heuchler
ist es nun so, dass der Heuchler von sich selber sagt, an Jesus zu
glauben, aber er macht die Dinge völlig anders als von Jesus
gelehrt, wodurch er zwar mit seinem Mund von Glaube spricht, aber
seine Werke bezeugen von ihm, dass es nicht echt ist. Ein Heuchler
wird nicht genau so wandeln und denken wie Jesus. Ein Heuchler wird
sich die jenigen Worte heraussuchen, die ihm gefallen, und sich auf
diese konzentrieren. Und zu dem Rest, den er nicht einhalten will,
wird er sagen: „Ja, das ist auch wichtig.“
weil er seine Ruhe
haben will, aber ernst nimmt er es letztlich doch nicht. Der Heuchler
weiß, dass er offenkundig gegen Gott reden würde, wenn er sagen
würde, dass gewisse Gebote nicht eingehalten werden sollen.
Gleichzeitig hat er aber keine Lust, die Gebote einzuhalten. Um nun
zu vermeiden, dass seine Abneigung gegen Gottes Gebote erkennbar
wird, redet er mit seinem Mund positiv darüber, obwohl er in seinem
Herzen am liebsten gar nichts damit zu tun haben würde. Der Heuchler
verdrängt den Teil von Jesu Worten, die er nicht mag, um nur das zu
glauben, was ihm selber wohlgefällt. Der Heuchler erbaut sich daran
sehr, wenn Jesus irgendwas über Liebe gesagt hat, aber alles andere
will der Heuchler nicht wirklich hören. Und wenn er doch darüber
reden soll, dann denkt der Heuchler in seinem Herzen: „Oh je, ich
will das schnell hinter mich bringen und diese Sache abhaken, damit
ich wieder meine Ruhe davor habe und mich um Schöneres kümmern
kann, was mich erfüllt!“
Heuchler sind in
ihrer Natur ziemlich egoistisch, aber sie wissen, dass man dabei
keine positiven Reaktionen bekommt, deswegen geben sie vor, bessere
Absichten zu verfolgen als egoistisch zu sein, damit sie Anerkennung
ernten. Und wenn die Heuchler überführt werden, dass sie sich
falsch verhalten, dann suchen sie fast schon krampfhaft nach
Schriftstellen, die von Liebe und Gnade reden, und die das Richten
verbieten, um dadurch ihr eigenes Fehlverhalten zur Nichtigkeit zu
erklären und in Ruhe so weitermachen zu können wie bisher. Und wie
sehr dieses Verhalten von Gott verabscheut wird, ist den Heuchlern
egal.
Gott lässt es sich
meistens nicht anmerken, wie sehr ihn etwas ärgert, weil Gott sehr
passiv und geduldig ist. Nur durch eigenes Nachdenken kann der Mensch
es erkennen, wenn er mit seinem Verhalten wahrscheinlich Gott
verärgert hat, denn auf genau diese Gedankengänge wartet Gott die
ganze Zeit. Aber die Heuchler denken überhaupt nicht darüber nach,
ob von ihnen vielleicht die ganze Zeit etwas gemacht wird, worüber
Gott sich ärgert. Daher meint der Heuchler, im Recht zu sein, wenn
er sich bei allem, was er falsch macht und was er keine Lust hat
einzuhalten, auf Liebe und Gnade beruft und obendrein den neuen Bund
durch Jesus falsch interpretiert. Wer im Glaube heuchelt, der will
die Schrift nicht als Ganzes glauben, sondern er will die Teile
herausnehmen, die er selber mag, und den Rest ignorieren bei seinem
Tun.
Desweiteren äußert
sich Heuchelei im Glauben auch auf eine andere Art. Jesus hat niemals
begehrt, Ehre von Menschen zu bekommen, sondern er wollte immer nur,
dass sein Vater geehrt wird. Die Heuchler im Glauben reden aber nur
über Jesus, weil sie den Menschen eine Freude machen wollen, und sie
konzentrieren sich stark darauf, ob die Menschen damit zufrieden
sind. Einige Heuchler sagen dabei mit ihrem Mund, dass Gott die Ehre
bekommen soll, aber ihre eigentliche Absicht ist eher, dass sie sich
vor den Menschen aufspielen wollen, um sich selbst in der Gruppe
wohlzufühlen. Den Heuchlern geht es nicht darum, Gottes Werke
wirklich zu tun und Gott in Wahrheit zu verherrlichen. Den Heuchlern
geht es darum, Gemeinschaft mit den anderen Menschen zu haben, die am
Anfang keinen Anstoß an dem Name Jesus nehmen. Den Heuchlern geht es
darum, Menschen glücklich zu machen und ihnen das Leben in der Welt
aufzuwerten, durch die Ausnutzung von Gottes Segen zur weltlichen
Bereicherung. Heuchler wollen geliebt werden von denen, die zu ihnen
kommen und sich anhören, was über Gott und Jesus gesagt wird. Und
wenn Heuchler predigen, wollen sie dadurch den Respekt von anderen
Predigern verdienen, sowohl von den Befürwortern als auch von ihren
Kritikern. Heuchler wollen sich weit verbreiteten Dogmen beugen, auch
wenn sie auf absichtlich falsch interpretierten Bibelversen beruhen,
damit sie friedliche Gemeinschaft mit anderen heuchlerischen
Predigern und Gemeinden halten können und alle in Freude zusammen
sind. So werden sich alle Menschen in der Gemeinde glücklich
gegenseitig vollheucheln. Heuchler wollen auch, dass Gott ihnen ihr
eigenes Leben aufbaut und den Menschen alles gibt, was die Menschen
verlangen, damit die Menschen im Herzen Gott als ihren Gebetsautomat
annehmen. Und bei alldem, was die Heuchler da tun, behaupten sie auch
noch, allein Gott die Ehre geben und ihn verherrlichen zu wollen. Sie
tun etwas Schlechtes, aber reden gut darüber. Und sie meinen, dass
sie allein durch ihre mit ihrem Mund geredeten positiven Worte vor
Gott gerechtfertigt sind. Denn während ein Mann Gottes wirklich
Worte reden will, die ganz aus Gott sind und den rettenden Glaube
fördern, will ein Heuchler einfach nur schöne Worte machen. Er will
so reden, wie es toll klingt und will dadurch die Menschen einlullen.
Und wenn er mal nicht weiß, was er sagen kann, weil ihm Wissen
fehlt, dann redet der Heuchler einfach irgendwelche völlig an den
Haaren herbei gezogenen Worte, hinter denen keine echte Aussage
steckt und die einfach nur die Redezeit füllen sollen, bis die
Redezeit vorbei ist. Und obwohl er lieber gar nicht wissen will, was
Gott darüber wohl denkt und ob Gott damit zufrieden ist - denn der
Heuchler würde sowieso nichts an sich selbst ändern, auch nicht
wenn Gott ihm die Unzufriedenheit mitteilen würde - so wird der
Heuchler trotz all dieser Gegebenheiten Gott loben und Danke sagen
und behaupten, er würde hoffen, dass die Worte Gott angemessen
waren.
Und wenn nicht das,
dann wird er sogar behaupten, Gott hätte durch ihn geredet, selbst
wenn die gesprochenen Worte Gott nicht wohlgefällig waren. Und ein
Heuchler im Glauben baut seinen Glaube auch immer darauf auf, wie die
Mitmenschen sich benehmen. So lange die anderen vorgeben, Freude am
Glaube zu haben, wird auch der Heuchler vorgeben, Freude am Glaube zu
haben, und so ermutigen die Heuchler sich gegenseitig und zehren von
ihren gegenseitigen Vortäuschungen. Wenn aber einige aufhören, sich
so zu verhalten, als hätten sie am Glauben Freude, dann werden alle
weiteren Heuchler ebenfalls unzufrieden und schwach im Glaube und
haben an gar nichts mehr Interesse, weder am Beten noch am Lesen noch
an sonst irgendwas, weil die anderen Menschen es ja auch nicht mehr
tun.
Und eine andere
Möglichkeit, wie sich Heuchelei im Glauben äußert, besteht darin,
dass ein Mensch ein falsches Dogma gelernt hat und dann die jenigen
verspottet oder zurechtweisen will, die sich dem falschen Dogma nicht
unterwerfen, weil der Mensch nicht die Wahrheit sucht, sondern den
Gehorsam der Leute gegenüber seinen eigenen Anordnungen. Ein solcher
Mensch ist der Meinung, richtig zu handeln, indem er an dem klammert,
was ihm von anderen dogmatisierten Menschen eingeredet wurde. Sein
Stolz verbietet ihm, loszulassen von dem, was er eingetrichtert
bekam. Denn er müsste sich eingestehen, dass er sich hat verführen
lassen, und das ist ihm zu viel. Was Gott wirklich offenbaren will,
interessiert den Heuchler nicht, sondern nur die Lehre der Menschen,
um die er sich bemüht hat, interessiert ihn, sodass er nicht mit dem
Gefühl zurückbleiben muss, sich selbst vergeblich abgemüht zu
haben beim Lernen des Dogmas, das er vertritt. Der Heuchler redet und
verteidigt Worte, die gegen Gott sind, aber trotzdem logisch klingen,
weil sie ihm logisch eingetrichtert wurden. Ein Heuchler betet auch
gar nicht mit demütigem Herzen zu Gott, um in die Wahrheit geleitet
zu werden, sondern er vermeidet das Beten entweder völlig, oder er
betet mit hochmütigem Herzen, weil der Heuchler nämlich nicht
betet, um die Wahrheit zu erkennen, die anders ist als das was er
meinte erkannt zu haben, sondern weil er von Anfang an die Erwartung
hat, ihm würde von Gott bestätigt werden, dass er doch sowieso
alles richtig macht. Wenn ein Heuchler im Gebet darum bittet, ihm
soll die Wahrheit gezeigt werden, dann erwartet er im Vorfeld, dass
ihm nichts Anderes gezeigt werden wird als das, was er sehen will, um
sich selbst bestätigt zu finden. Und weil er mit dieser Erwartung
betet, die auf Stolz basiert, bekommt er auch keine Antwort von Gott,
die ihn in die Wahrheit leitet. Der Heuchler vertritt sein falsches
Dogma und lästert alles andere, während er meint, im Gebet von Gott
Bestätigungen zu erhalten, obwohl er doch überhaupt nicht
aufrichtig gebetet hat. Und selbst wenn sein Dogma auf eine richtige
Weise widerlegt wird und dabei im Sinne Gottes die Schrift angewandt
wurde, dann wird der Heuchler mit desto größerem Nachdruck sein
Dogma verteidigen und wird denjenigen, der die Wahrheit bringt, als
dämonisch besessen bezeichnen, oder als Irrlehrer, der vom Satan
ist. Denn es geht dem Heuchler nicht um das Wort Gottes, sondern nur
um Rechthaberei. Und obwohl es dem Heuchler nur um Rechthaberei geht,
sagt er trotzdem von sich selbst, er würde ein Diener Gottes sein.
Die Heuchelei im
Glauben kann jedoch ebenfalls durch etwas Anderes offenbar werden.
Jesus hat deutlich gesagt, dass jeder in Gottes Reich erniedrigt
wird, der sich selbst erhöht. Wer aber sich selbst erniedrigt, der
soll erhöht werden. Bei einigen Heuchlern ist es hingegen so, dass
sie ein paar völlig abgedrehte Identitäts-Lehren vertreten, indem
sie meinen, sie hätten persönlichen Zugriff auf Gottes ganze
Herrlichkeit und allen Reichtum Gottes und könnten damit machen was
sie wollen, so als wären sie zu gottgleichen Wesen geformt worden
und könnten hier umherlaufen, als würde ihnen alles unterworfen
sein, nur weil sie an Jesus glauben. Damit erhöhen die Heuchler sich
selbst und lästern die Wahrheit, weil Jesus immer versucht hat zu
veranschaulichen, wie kostbar Demut in Gottes Reich ist. Die Heuchler
meinen, weil sie sich selber als Kinder Gottes sehen, dass sie nun
selber bestimmen dürften, wie der Wille Gottes aussieht, und sie
entscheiden aus ihrem Ego heraus, dass Gott immer nur heilen und
wiederherstellen will und ihn der Ganze Rest ja sowieso nicht weiter
interessieren würde, weil es nur darum geht, dass die Leute sich
über Befreiung und Genesung freuen sollen. Gott ist heilig, aber die
Heuchler stellen ihn als eine unheilige Schmalzbacke hin, die immer
mit allem zufrieden ist, was die Menschen tun und die den Menschen ja
sowieso immer nur Heilung und Segen bringen will aus Liebe. Dadurch
entstellen die Heuchler Gott, unseren Vater im Himmel, und behaupten
gleichzeitig von sich selbst, sie würden Gott verherrlichen und Gott
den Menschen näherbringen. Denn die Heuchler wollen nichts von
Gottes wahrem Wesen wissen. Sie wollen sich einfach nur an tollen
Erlebnissen erbauen. An Wunderheilungen und großen Zeichen, und ihr
Ego lässt keinen anderen Gedanke über Gott zu als den, dass Gott
gefälligst ein Weichling sein muss, der gegenüber Hochmut und
Verkehrtheit ignorant ist und immer nur heilt und liebt. Etwas
Anderes werden die Heuchler niemals annehmen, aber sie bezeichnen
sich selbst als Gläubige, und sie behaupten teils sogar, die
Wahrheit besser erkannt zu haben als Menschen, die ihnen Gottesfurcht
nahebringen wollen. Bei diesen Heuchlern gibt es keinerlei Reue,
keinerlei Schuldbewusstsein und keinerlei Willen zur echten Umkehr.
Und während Jesus ständig nur versuchte zu lehren, dass aufrichtige
und tiefgehende Buße sehr wichtig ist, sind die Heuchler der
Meinung, man müsse einfach zugeben, dass man gesündigt hat, und
danach sei die Buße abgeschlossen und es wäre alles weitere schon
in Ordnung, weil Gott sowieso Liebe ist. Solche werden schaarenweise
ins Totenreich hinabfahren und vom Tod geweidet werden, und all ihre
verblendeten Verkehrungen des Wesens Gottes werden ihnen dann nichts
mehr nützen. Vorher aber werden sie bis zum Tag ihres Ablebens der
Meinung sein, ihre Entstellungen der Wahrheit Gottes wären richtig
und würden Rettung bringen. Denn die Heuchler demütigen sich nicht
unter den Willen Gottes und halten sich nicht daran, was Gott will
oder nicht will, sondern sie entscheiden selber, was der Wille Gottes
sein soll, und benutzen als Rechtfertigung dafür Bibelverse mit
Verheißungen, während sie die Ermahnungen ignorieren, besonders die
fundamentale Ermahnung, dass man Gott nicht versuchen darf, ohne
welche Jesus in der Wüste nicht fähig gewesen wäre, dem Satan
Widerstand zu leisten. Es gibt ein paar Bibelverse aus den
Apostelbriefen, die sich so auslegen lassen, als wären die Christen
höhere Wesen, auch wenn es gar nicht so gemeint ist. Und derartige
Verse werden von den Heuchlern genommen, sodass sie die Lust ihres
Egos und ihren eigenen Hochmut dadurch rechtfertigen können und das
alles dann sogar in ihrer Dreistigkeit noch als Gottes Gerechtigkeit
betrachten.
Die nächste Form
der Heuchelei, die ich zu beschreiben habe, ist die Heuchelei in der
Liebe. Die Heuchelei in der Liebe besteht besonders darin, dass Leute
positiv reden, ohne es wirklich so zu meinen. Wenn jemand zum
Beispiel unzufrieden damit ist, einen anderen Mensch mutlos
vorzufinden, und dann redet er ihm gute Gedanken ein, die gar nicht
ernst gemeint sind, um ihn aufzumuntern, dann ist es Heuchelei. Wie
wenn zum Beispiel jemand an einem Wettbewerb teilnehmen wollte, wo
jeder Teilnehmer etwas Großartiges bauen sollte, aber das Bauwerk
des Menschen war völlig unzureichend, der Mensch selbst aber war
überzeugt davon, mit seinem Beitrag den Wettbewerb zu gewinnen. Wenn
nun dieser Mensch sehr betrübt ist, nachdem er verloren hat, so
würde ein Heuchler ihm einreden wollen, sein Bauwerk wäre super
gewesen, und der Heuchler würde nicht davon ablassen, das zu
behaupten, bis der Mensch es glaubt und sich freut. Das ist
Heuchelei.
Und wenn dann
vielleicht der Mensch an einem weiteren Wettbewerb teilnehmen wollen
würde, in dem er wieder einen grottenschlechten Beitrag leisten
wird, dann wird er vielleicht den Heuchler bitten, dass sie zusammen
hingehen zur Abgabe und auch zu dem Abend, an dem die Gewinner gekürt
werden. Und dabei würde der Heuchler dann behaupten, gerne dabei zu
sein und die Sache spannend zu finden, aber in Wahrheit wünscht er
sich viel mehr, er hätte sich gar nicht erst darauf eingelassen und
langweilt sich bei dem Wettbewerb fast zu Tode, aber wenn der
Heuchler darauf angesprochen wird, ob er sich vielleicht langweilt,
versichert er mit seinen Lippen nur ein weiteres Mal, es würde ihm
gefallen. Der Heuchler ist der Meinung, dadurch Nächstenliebe zu
üben und in Liebe zu wandeln, aber es ist in Wahrheit nur Heuchelei
und somit ein Selbstbetrug, der im Reich Gottes nicht positiv,
sondern negativ angesehen wird.
Ein anderer Fall
könnte sein, dass ein Mensch sich unbewusst peinlich benommen hat
oder das er von anderen geschmäht und beschämt wurde, und dann geht
der Heuchler allein zu diesem Mensch und fängt an, ihm Mut
zusprechen zu wollen und der Heuchler versichert, er selber würde
das alles gar nicht schlimm finden und sich auch nicht darüber
lustig machen wollen. Am nächsten Tag aber geht der Heuchler zu
seinen Bekannten und erzählt ihnen den peinlichen Vorfall des
Menschen, und sie lachen sich alle darüber kaputt und spotten. Hier
ist nun der Heuchler auch wieder der Meinung, in Liebe zu wandeln,
weil er dem geschädigten Mensch nichts Böses ins Gesicht gesagt
hat, sondern aufmunternde Worte vor ihm redete, und gelacht hat er
nur heimlich, sodass der geschädigte Mensch es nicht gehört hat.
Aber im Reich Gottes
ist solch ein Mensch ein Gräuel, der einem Mensch, welcher Schmach
erlitten hat, aufbauende Worte sagte, als käme es von Herzen, aber
dann macht er sich hinter seinem Rücken mit anderen darüber lustig.
Ein anderer Fall der
Heuchelei in der Liebe besteht darin, dass ein Mensch nur solange
liebevoll bleiben kann, wie er sich für überlegen hält und das
Gefühl hat, klüger und größer zu sein als der Mensch, den er
liebt. Ein Mensch, der echte Liebe aus dem Geist hat, kann allen
Menschen mit Liebe begegnen, so lange sie ihn nicht in einer Tour
schmähen oder mit völlig verkehrten Worten belästigen. In so einem
Fall würde die geistliche Liebe auf Dauer nicht bestehen können und
ein liebevoller Mensch sich vernunftshalber zurückziehen, ein böser
Mensch hingegen würde zornig reagieren.
Die Heuchler sind
aber daran zu erkennen, dass sie nur liebevoll mit denen umgehen
können, bei denen sie das Gefühl haben, entweder im Intellekt oder
körperlich stärker zu sein als sie. Heuchler genießen es, gut mit
denen umzugehen, denen sie nicht auf Augenhöhe begegnen, sondern auf
die sie herabblicken können. Und sie müssen sich ständig selbst
davon überzeugen, ihrem geliebten Mensch einen Schritt voraus zu
sein. Ist aber dieses Gefühl nicht in ihnen, können sie auch keine
Liebe zeigen, die von Herzen kommt. Denn sie wandeln nur so lange in
Liebe, wie sie sich selbst daran erbauen können und sich dadurch
selbst bereichert fühlen. Aber Geben ohne Nehmen zu können ist für
sie ein Ding der Unmöglichkeit, besonders in emotionaler Hinsicht.
Und solche Leute geben immer sich selbst das Zeugnis, dass sie ganz
besonders liebevoll sind, machen ihre sogenannte Liebe aber ebenfalls
stark davon abhängig, ob andere Menschen ihnen das bestätigen, und
ob andere Menschen zu ihnen sagen, dass sie sie für liebevoll
halten, und wenn dem nicht so ist, dann erlischt bei den Heuchlern
die sogenannte Liebe. Darüber hinaus ticken Heuchler, die in der
Liebe heucheln, immer so, dass stets ihre eigenen Richtlinien zählen
müssen, und dass sie zwangsweise von den Personen, die sie lieben,
bei allem eine bestimmte Reaktion erwarten. Wenn zum Beispiel ein
Heuchler jemandem, den er angeblich liebt, eine Packung mit Herzen
aus Marzipan kaufen würde, obwohl der angeblich geliebte Mensch
Marzipan überhaupt nicht gerne isst, dann würde der Heuchler dem
Mensch dieses Geschenk geben und von sich selbst denken, Liebe
erwiesen zu haben an dem Mensch, der beschenkt wurde. Und wenn der
beschenkte Mensch dann zu verstehen gibt, dass er Marzipan überhaupt
nicht gerne isst, dann sagt der Heuchler, der sich selbst liebevoll
nennt, dass der Mensch undankbar ist und regt sich darüber auf. Ein
Mensch hingegen, der echte Liebe hat, würde es bedauern, dem
geliebten Mensch ein Geschenk gemacht zu haben, über welches dieser
sich gar nicht freuen kann. Ganz allgemein ist die echte Liebe aus
dem Geist zu einem gewissen Anteil selbstlos. Die Heuchler aber, die
von Liebe reden, gieren bei ihrer Liebe immer nur danach, dass es
ihnen ein gutes Gefühl verleiht, wenn sie an einer Person so handeln
können, wie es ihrer eigenen Lust entspricht. Und sie wollen sich
durch ihr liebevolles Verhalten auch selbst aufbauen, um vor sich
selbst Respekt zu haben.
Eine andere Form der
Heuchelei, die ich heute beschreibe, ist die Heuchelei in der
Zuversicht. Damit ist gemeint, dass Menschen sich manchmal zu schnell
bei einer Sache sicher zu sein scheinen, über die sie eigentlich
nochmal hätten nachdenken sollen, oder bei der man erstmal längere
Zeit abwarten muss. Gleiches gilt, wenn man seine Begeisterung für
eine Sache schon lange verloren hat, aber sich selbst dazu zwingt,
sich so zu verhalten, als wäre man immernoch begeistert. Wenn ein
aufrichtiger Mensch eine Sache beginnt, aber schnell merkt, dass er
sie eigentlich nicht ertragen kann, dann hört er damit auf. Selbst
wenn er gute Vorsätze hatte und sich viel von dieser Sache
versprach. Und er wird sich dazu bekennen, dass er diese Sache
mittlerweile ablehnt. Wenn aber ein Heuchler eine Sache beginnt und
merkt, dass er sie eigentlich nicht ertragen kann oder dass daran
irgendwas nicht in Ordnung ist, dann wird er trotzdem weiter gut
darüber reden und die Sache loben und das Nötigste tun, was die
Sache erfordert, obwohl sie ihm in seinem Herzen zuwider ist. Wie zum
Beispiel wenn sich jemand von seinen Freunden zum Volleyball spielen
animieren lässt, obwohl er diesen Sport noch nie leiden konnte und
auch beim Spielen bemerkt, wie sehr es ihn nervt, anstatt ihm Spaß
zu machen. Aber weil er seine Freunde nicht vor den Kopf stoßen
will, sagt er trotzdem zu ihnen, dass er froh sei, von ihnen dazu
überredet worden zu sein. Das ist Heuchelei. Oder wenn zum Beispiel
ein Mensch in eine gläubige Gemeinde gegangen ist, und die Leute
dort leben offenkundig in Ehebruch und Hochmut, aber der Mensch
bezeichnet die Gemeinde trotzdem als gut, und obwohl er in seinem
Herzen weiß, dass er eigentlich nicht dort sein sollte, geht er
immer weiter dorthin. So verhalten sich die Heuchler. Es kann auch
sein, dass ein Heuchler zur Buße aufgefordert wird, um Jesus
anzunehmen, und dann redet er von Reue mit seinem Mund, aber er
bereut seine Missetaten gar nicht von Herzen, sondern sagt es einfach
nur so dahin, dass er um Vergebung bittet, und danach wird er genau
die selben Missetaten zu einem späteren Zeitpunkt nochmal begehen,
wenn auch nur die kleinste Versuchung aufkommt. Das ist typisch für
Heuchler, weil sie die Zuversicht erwecken, Buße getan zu haben,
aber ihre Neigungen sind immernoch sündig, was man ihnen auch durch
ihre in der Zukunft folgenden Taten anmerken wird. Oder auch darin
besteht Heuchelei, wenn ein Mensch sich Heilung wünscht und irgendwo
hin geht, wo Heilung versprochen wird, aber er beschäftigt sich
überhaupt nicht mit den Hintergründen dieser Sache. Und dann
bekommt er Heilung und sagt von dieser Sache, sie wäre nur gut, und
es sei nichts Schlimmes daran, obwohl er gar keine genaue Kenntnis
von dieser Sache hat. Obendrein kann Heuchelei auch darin bestehen,
dass ein Mensch ein Glaubensbekenntnis abgelegt hat und dann überall
verkündigt, sein ganzes Leben hätte sich verändert und wäre jetzt
viel besser als vorher, obwohl sich in Wahrheit gar nichts anders
anfühlt, oder obwohl der Mensch erst seit wenigen Tagen etwas Neues
ausprobiert hat und noch gar nicht auf feste Erfahrungswerte darüber
zugreifen kann, was diese Entscheidung für sein Leben bedeutet. Auch
das ist Heuchelei. Die Heuchler erkennt man daran, dass sie andauernd
nur positiv über die Dinge reden, die sie tun. Auch dann, wenn diese
Dinge völlig verkehrt sind. Wenn zum Beispiel ein Heuchler
angefangen hätte, hinduistische Götzen zu verehren, dann würde er
zu anderen Leuten sagen, das sei gut. Oder wenn ein Heuchler einer
Richtung des christlichen Glaubens beigetreten wäre, die ein völlig
falsches Modell der Erlösung lehrt, dann würde der Heuchler nicht
davor zurückschrecken, anderen Menschen zu erzählen, er hätte die
Wahrheit gefunden und ihm würde es jetzt damit viel besser gehen und
die anderen sollten das auch ausprobieren. Heuchler stellen immer die
Dinge als etwas Tolles hin, von denen sie sich irgendwas Positives
für sich selbst erhoffen, egal wie entsetzlich diese Dinge in
Wahrheit auch sein mögen. Heuchler werden über alles Mögliche
Zuversicht erwecken, nachdem sie sich hineinziehen ließen, egal um
was für eine abstoßende Sache es sich dabei auch handeln mag.
Selbst da, wo man absolut keine Zuversicht haben sollte, werden
Heuchler immernoch Zuversicht erwecken durch verkehrte Worte, die sie
reden.
Ebenso geschieht es
auch bei Heuchlern, wenn sie im rettenden Glaube wachsen sollen, wie
Jesus es wirklich gelehrt hat, dass sie dabei an sich selbst zugrunde
gehen, aber trotzdem in aller Zuversicht von sich selbst sagen, reif
werden zu wollen und auf dem Weg zu sein. Ein aufrichtiger Mensch
setzt sich ein Ziel in seinem Glaubenswachstum und erreicht dieses
dann auch. Ein Heuchler hingegen redet davon, eine Sache verstehen zu
wollen, aber sobald er gesagt hat, dass er sie verstehen will,
schweift er danach gedanklich ab und beschäftigt sich gar nicht
weiter mit der Sache. Oder er erforscht sie nur ein bisschen, und
sobald dabei eine Erkenntnis aufkommt, die seinem Gemüt nicht
schmeichelt, fällt der Heuchler sofort ab und will es doch lieber
nicht lernen. Oder er sucht andere Auslegungen, die auf süßen Lügen
basieren und seinen Ohren schmeicheln. Und ein Heuchler redet davon,
etwas tun zu wollen, oder sagt zu anderen, dass etwas getan werden
muss, aber in den Situationen, wo es wirklich mal drauf ankommt, tut
er dann doch nicht, wovon er geredet hat, und seine Worte, die er
über seine eigene Bereitwilligkeit sprach, erweisen sich als leerer
Hauch. So hat der Heuchler Zuversicht erweckt, eine Sache wirklich
annehmen zu wollen, ohne dass er daran festhalten wollte, und als
dann auf die Probe gestellt wurde, wie groß seine Bereitschaft zur
Annahme ist, da wurde seine Heuchelei komplett sichtbar, und alles
Verborgene wurde offenbar, und von den guten Worten, die am Anfang
geredet wurden, bliebt nichts übrig, denn es folgten auf die Worte
keinerlei entsprechende Taten.
Die Heuchelei in der
Zuversicht tritt aber oftmals auch auf eine andere Art zum Vorschein.
Denn viele Menschen interessieren sich überhaupt nicht für Gott, so
lange es ihnen gut geht. Erst dann, wenn es zum Beispiel in der
Familie einen schlimmen Krankheitsfall gibt oder wenn ein Krieg
ausbricht, dann kommen sie plötzlich angelaufen. Dann beginnen sie
mit großem Eifer, nach Gott und vielleicht auch nach Jesus zu
fragen. Und zwar so lange, bis alles wieder gut ist. Wenn der Krieg
aufhört oder wenn die Krankheiten ausgestanden sind und Heilung kam,
dann ist plötzlich auch das Interesse an Gott sinkend. Zahlreich
sind jene, die nur in schlechten Zeiten an Gott denken und ansonsten
fast gar nicht. Wenn sie Angst haben, egal wovor, dann rufen sie mit
heuchlerischer Absicht nach Gott und ihnen blutet das Herz, weil sie
sich Sorgen um ihre eigene Situation machen. Und dann machen manche
von ihnen wer weiß was für große Versprechungen an Gott, aber
sobald ihnen geholfen wurde, erweisen sich ihre Versprechungen als
unbedachtes Geschwätz, und sie bleiben nicht auf dem Weg mit Jesus,
sollten sie Jesus überhaupt gefunden haben, denn Jesus ist der
einzige echte Weg zu Gott. Das ist auch eine sehr üble Form der
Heuchelei, dass die Menschen nur so lange Zuversicht erwecken, etwas
ernst zu meinen, wie sie Sorgen haben, aber sobald es ihnen besser
geht, interessiert sie alles kaum noch. Derartige Menschen sind im
Reich Gottes verachtet, denn ein wahrer Jesus-Nachfolger wird immer
an Jesus dranhängen, in guten wie in schlechten Zeiten. Er muss gar
nicht erst in Angst versetzt werden, weil sein Herz auch ohne Angst
für Jesus offen ist, sobald er versteht, wie böse die Welt ist, in
der wir leben, ohne dass Gottes will.
An dieser Stelle
habe ich erstmal genug Beispiele und Erklärungen abgegeben, denke
ich. Wenn man in Heuchelei drinsteckt, dann ist es besonders wichtig,
da raus zu kommen und den wahren Willen Gottes höher zu achten als
alles, was man sich aus seinem eigenen Ego heraus von Gott wünschen
würde. Denn Gott schätzt die Menschen nicht nach den Regeln ein,
die die Menschen selber für angemessen halten, sondern nach den
gegebenen Geboten, also ob diese in der Praxis berücksichtigt oder
ignoriert wurden. Entweder ein Mensch hat echte Gottesfurcht, so kann
er gerettet werden, oder ein Mensch vernachlässigt Gottesfurcht und
baut sich seine eigene Moral, dann wird sein Zuhause bis zum Gericht
der Ort sein, an dem das Heulen und Zähneknirschen geschieht, und
danach geht es geradewegs in den ewigen Feuer- und Schwefelsee, wo
alle, die nur mit heuchlerischer Lippe Gott ihren Vater nannten, dann
den sehen werden, der die ganze Zeit wirklich ihr Vater war, und sie
werden genau so sehr leiden, wie er leiden wird.
Man darf das Thema
Heuchelei nicht auf die leichte Schulter nehmen, und es wird von sehr
vielen Leuten unterschätzt, sodass sie in Heuchelei leben und sich
trotzdem sicher fühlen. Wer als Heuchler stirbt, zu dem kann sich
Jesus nicht vor Gott bekennen, da sowohl er selbst Heuchler
verabscheut als auch unser Vater im Himmel. Es wird dann nichts
Anderes möglich sein, als die Heuchler ins Feuer zu werfen, denn
wären sie im Reich Gottes, würden sie durch ihr Verhalten auch
dieses zu einem Ort der Abscheulichkeit machen, wo dank ihnen
Verkehrtheit herrschen würde und man keinem seiner Nächsten über
den Weg trauen könnte.
Darum kann ich jedem
Zuhörer und jeder Zuhörerin nur dringend empfehlen, Gott zuliebe
jede Form der Heuchelei aufzugeben, und auf dem schmalen Pfad zu
wandeln, der ins Leben führt und den nur wenige finden.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein.
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