Text zu "Bibellehre - Die Jahre der Könige Israels"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=gFJfwFwiZrY
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Im heutigen Video
beschäftigen wir uns mit den Jahren der Könige von Israel, seit der
Zerteilung bis zum Untergang des abgespaltenen Israel.
Die Zerteilung des
Volkes Israel passierte in den Tagen, als die Königsherrschaft von
König Salomo beendet war. Was aber während der Königsherrschaft
von Salomo über das ganze Volk Israel für Sachen passierten, das
haben wir ja schon in einem anderen Video vor Augen gehabt. Dort
wurde uns auch bewusst, dass Salomo im hohen Alter ein heftiger
Sünder wurde und Gott sehr zornig gemacht hatte. Und Gott wollte,
dass sich sein Zorn über den König auch widerspiegelt an dem Volk
des Königs. Deswegen ließ Gott bewusst einen Nachfolger von Salomo
König werden, von dem Gott wusste, dass dieser das Volk ohne Gnade
behandeln wird, wodurch es zu einer Teilung kommen würde. Und
außerdem hatte Gott auch schon einen Mann erwählt, der über das
abgespaltene Volk herrschen sollte.
Wie genau das
vonstatten ging, lesen wir uns heute mal durch. Es steht geschrieben
im zweiten Buch der Könige in Kapitel 12, Vers 1 bis 5:
Und Rehabeam zog
nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum
König zu machen.
Und es geschah, als
Jerobeam, der Sohn Nebats, dies hörte (Jerobeam war aber noch in
Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war, denn Jerobeam
war in Ägypten geblieben und man hatte hingesandt und ihn rufen
lassen), da kamen Jerobeam und die ganze Gemeinde Israel und redeten
mit Rehabeam und sprachen:
Dein Vater hat unser
Joch hart gemacht; so mache du nun den harten Dienst deines Vaters
und das schwere Joch, das er uns auferlegt hat, leichter, so wollen
wir dir dienen!
Er aber sprach zu
ihnen: Geht hin für drei Tage, dann kommt wieder zu mir! Und das
Volk ging weg.
Also, um das Ganze
mal verständlicher zu erklären:
Es gab den König
Rehabeam. Das war der offizielle Nachfolger von Salomo. Außerdem war
das Volk Israel noch nicht gespalten, sondern es befanden sich noch
alle zwölf Stämme unter einer einzigen Herrschaft. Und dieser
andere erwähnte Mann, der Jerobeam heißt, das war der von Gott
auserwählte Mensch, der nach der kommenden Spaltung regieren sollte.
Aber davon wussten wahrscheinlich viele Menschen noch nichts, er
selbst aber wusste es. Auch Salomo hatte zu seinen Lebzeiten davon
gehört und wollte Jerobeam umbringen lassen, deshalb war Jerobeam
geflohen.
Fakt ist jedenfalls,
dass sich laut diesem Text alle Menschen Israel vor dem Nachfolger
von Salomo versammelt hatten, also vor Rehabeam. Und weil Salomo in
seinen letzten Jahren sehr unbarmherzig geworden war - denn er trieb
die Menschen mit schwerer Züchtigung an, mit Peitschen, um bei ihnen
maximale Arbeitsergebnisse zu erzwingen - deshalb waren die Leute
sehr unzufrieden.
Nun verlangte das
Volk, dass sie angenehmere Arbeitsbedingungen haben wollen als die,
welche Salomo festgelegt hatte, und der König Rehabeam bat um
Bedenkzeit, bevor er dem Volk eine Antwort gibt.
Wie der König in
seiner Entscheidung beeinflusst wurde und was er letztlich
verkündete, lesen wir in den Versen 6 bis 14. Dort steht
geschrieben:
Da hielt der König
Rehabeam einen Rat mit den Ältesten, die vor seinem Vater Salomo
gestanden hatten, als er noch lebte, und sprach: Wie ratet ihr, dass
wir diesem Volk antworten sollen?
Sie aber antworteten
ihm so: Wenn du heute diesem Volk ein Knecht wirst und ihm dienst und
auf es hörst und zu ihm gute Worte sprichst, so werden sie deine
Knechte sein dein Leben lang!
Aber er verwarf den
Rat der Ältesten, den sie ihm gegeben hatten, und hielt Rat mit den
Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, die vor ihm standen.
Und er sprach zu
ihnen: Was ratet ihr, dass wir diesem Volk antworten, das zu mir
gesagt und gesprochen hat: Mache das Joch leichter, das dein Vater
auf uns gelegt hat?
Da redeten die
Jungen zu ihm, die mit ihm aufgewachsen waren, und sprachen: Dem
Volk, das zu dir gesagt hat: »Dein Vater hat unser Joch zu schwer
gemacht, du aber mache es uns leichter!«, dem sollst du so
antworten: »Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines
Vaters!
Und nun, wenn mein
Vater ein schweres Joch auf euch gelegt hat, so will ich euer Joch
noch schwerer machen! Hat mein Vater euch mit Geißeln gezüchtigt,
so will ich euch mit Skorpionen züchtigen!«
Als nun Jerobeam
samt dem ganzen Volk am dritten Tag zu Rehabeam kam, wie der König
gesagt hatte: »Kommt am dritten Tag zu mir!«,
da gab der König
dem Volk eine harte Antwort und verwarf den Rat, den ihm die Ältesten
gegeben hatten,
und er redete mit
ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: Mein Vater hat euer Joch
schwer gemacht, ich aber will euer Joch noch schwerer machen! Mein
Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber will euch mit
Skorpionen züchtigen!
Anhand dieser
Erzählung sieht man, dass der König Rehabeam seinen eigenen Kumpels
aus der Jugend größeres Gehör schenkte als den erfahrenen
Beratern, die von Salomos Herrschaft übrig waren. Darum drohte König
Rehabeam, die Arbeitsbedingungen für das Volk sogar noch schlimmer
zu machen als vorher.
Wie das Volk darauf
reagierte, lesen wir ab Vers 16:
Als nun ganz Israel
sah, dass der König ihnen kein Gehör schenkte, antwortete das Volk
dem König und sprach: Was haben wir für einen Anteil an David? Wir
haben kein Erbteil an dem Sohn Isais! Auf, Israel, zu deinen Zelten!
Sorge du nun für dein Haus David!
So ging Israel zu
seinen Zelten.
Und Rehabeam
regierte nur über die Kinder Israel, die in den Städten Judas
wohnten.
Und der König
Rehabeam sandte den Fronmeister Adoram hin, aber ganz Israel
steinigte ihn, sodass er starb; der König Rehabeam aber eilte und
stieg auf seinen Wagen, um nach Jerusalem zu fliehen.
So fiel Israel ab
vom Haus Davids bis zu diesem Tag.
An dieser Erzählung
merken wir, dass Israel sich diese Frechheiten nicht länger bieten
lassen wollte. Der König Rehabeam war der Sohn von Salomo. Salomo
aber war der Sohn von David, und diese ganze Familie war vom
Israelischen Stamm Juda. Nun war es so, dass die Zugehörigen aus den
anderen Stämmen mit diesem unbarmherzigen König nichts zu tun haben
wollten, und sie fühlten sich auch in keiner Weise an diesen König
gebunden, weil der König aus dem Stamm Juda kam. Deswegen entfernten
sie sich von diesem König und dienten ihm nicht länger. Aber die
jenigen Menschen des Volkes Israel, die selber zum Stamm Juda
gehörten, die fühlten sich offensichtlich trotz der
Unbarmherzigkeit des Königs an ihn gebunden, wegen der Blutlinie.
Und es gab auch viele Leviten und vereinzelt Menschen aus anderen
Stämmen, die um Gottes willen dem König treu blieben, denn das Haus
Gottes befand sich in der Königsstadt Jerusalem. Deshalb beugten sie
sich ihm, aber alle anderen Israeliten gingen weg. Und der König
Rehabeam wollte auch alle anderen Israeliten zum Dienst zwingen, aber
sie steinigten den Fronarbeiter und gaben damit deutlich zu
verstehen, dass sie sich mit voller Entschlossenheit gegen die
Herrschaft des Königs Rehabeam erheben. Und dann floh der König vor
ihnen.
Seit diesem Tag war
das Volk Israel also gespalten. Es gab auf der einen Seite die
Menschen vom Stamm Juda, die ein Volk waren zusammen mit ein paar
gottesfürchtigen Leuten aus anderen Stämmen, die im Land Juda
blieben, und dann gab es auf der anderen Seite die Menschen von den
restlichen Israelischen Stämmen, die ebenfalls wie ein eigenes Volk
waren. Und diese vielen Stämme, die von dem König Rehabeam
abfielen, die nannte man ab diesem Tag immernoch Israel. Die anderen
aber, die dem König von Juda treu blieben, nennt man Juden.
Und im heutigen
Video wollen wir nachvollziehen, was das abgespaltene Israel alles
für Könige hatte und was für Dinge geschahen. Wir werden uns auch
in einem separaten Video anschauen, wie es mit den Juden weiterging
nach dieser Sache, aber heute richten wir unseren Blick mal nur
allein auf das abgespaltene Israel.
Im ersten und
zweiten Buch der Könige wird die Geschichte von beiden Völkern
erzählt, und zwar immer abwechselnd. In den Büchern der Chronik
hingegen wird die Geschichte mit großem Augenmerk auf die Juden
erzählt, und das restliche Israel findet dort nur sehr wenig
Erwähnung. Da wir also im heutigen Video das abgespaltene Israel
begutachten werden, müssen wir zu diesem Zweck das erste und das
zweite Buch der Könige benutzen.
Als die Menschen vom
abgespaltenen Israel gegangen waren, um ein eigenes Volk zu sein, da
machten sie genau den Mann zum König, den Gott vorgesehen hatte,
nämlich Jerobeam.
Darüber lesen wir
Folgendes im ersten Buch der Könige in Kapitel 12 in den Versen 20
bis 24:
Und es geschah, als
ganz Israel hörte, dass Jerobeam zurückgekommen war, da sandten sie
hin und beriefen ihn in die Volksversammlung und machten ihn zum
König über ganz Israel, und niemand folgte dem Haus Davids als
allein der Stamm Juda.
Als aber Rehabeam
nach Jerusalem kam, versammelte er das ganze Haus Juda und den Stamm
Benjamin, 180.000 auserlesene Krieger, um gegen das Haus Israel zu
kämpfen und das Königtum wieder an Rehabeam, den Sohn Salomos zu
bringen.
Aber das Wort Gottes
erging an Schemaja, den Mann Gottes, folgendermaßen:
Rede zu Rehabeam,
dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zum Haus Juda und zu
Benjamin und dem übrigen Volk und sprich:
»So spricht der
HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen, um gegen eure Brüder, die Söhne
Israel zu kämpfen! Kehrt um, jeder zu seinem Haus, denn von mir aus
ist diese Sache geschehen!« Und sie hörten auf das Wort des HERRN
und kehrten um, wie der HERR gesagt hatte.
Wie man sieht,
wollte der König Rehabeam gegen die abgefallenen Israeliten einen
offiziellen Krieg anzetteln, aber Gott befahl, sie sollen sich
zurückhalten, und erstaunlicherweise hielten sie sich an diesen
Befehl. Das ist im Grunde genommen etwas Besonderes, denn die
Israeliten sind ein sehr widerspenstiges Volk gewesen von Anfang an,
und es ist bei ihnen daher keine Selbstverständlichkeit, dass sie
einem Befehl ihres Gottes gehorchen. Aber wenigstens in diesen Tagen
hielten sie sich zurück.
Jedenfalls war nun
also Jerobeam dauerhaft der König des abgefallenen Israel, weil der
König von Juda sich mit kriegerischen Aktivitäten vorläufig
zurückhielt. Es war aber das Herz von Jerobeam voller Sorgen
darüber, ob er wirklich der vom Volk anerkannte König Israel
bleiben würde. Und davon gibt die Bibel auch Zeugnis, denn es steht
geschrieben in den Versen 25 bis 27:
Jerobeam aber baute
Sichem auf dem Bergland Ephraim aus und wohnte darin; und er zog aus
von dort und baute Pnuel.
Jerobeam aber dachte
in seinem Herzen: Das Königreich wird nun wieder dem Haus Davids
zufallen!
Wenn dieses Volk
hinaufziehen wird, um im Haus des HERRN in Jerusalem Opfer dar zu
bringen, so wird sich das Herz dieses Volkes wieder zu ihrem Herrn
wenden, zu Rehabeam, dem König von Juda; ja, sie werden mich töten
und sich wieder Rehabeam dem König von Juda zuwenden!
In diesen Versen ist
die Angst von Jerobeam beschrieben. Er fürchtet sich davor, wenn die
Leute zum Gotteshaus von Jerusalem im Land Juda reisen, dass sie dann
letztlich doch den König Rehabeam zurückhaben wollen, um des
Gotteshauses willen. Dieser Gedankengang ist äußerst schwachsinnig.
Denn die Israeliten hassten den König von Juda, weil er ein so
unbarmherziger Mann war. Und er hörte nicht auf, unbarmherzig zu
sein. Wenn er also unbarmherzig war und sie ihn deswegen verlassen
hatten, wieso sollten sie dann zu ihm zurückkommen, wenn er
immernoch ein unbarmherziger Klotz ist?
Jerobeam hatte
keinen vernünftigen Grund, sich von seiner aufgekommenen Angst
beherrschen zu lassen. Aber leider tat er das doch, und er traf wegen
dieser Angst eine sehr, sehr dumme Entscheidung.
Folgendes lesen wir
darüber in den restlichen Versen des Kapitels:
Darum hielt der
König Rat, und machte zwei goldene Kälber und sprach zu dem Volk:
Es ist zu viel für euch, nach Jerusalem hinaufzuziehen! Siehe, das
sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten
herausgeführt haben!
Und er stellte das
eine in Bethel auf, und das andere setzte er nach Dan.
Aber diese Tat wurde
für Israel zur Sünde; und das Volk lief zu dem einen Kalb bis nach
Dan.
Er machte auch ein
Höhenheiligtum und setzte aus dem ganzen Volk Leute zu Priestern
ein, die nicht von den Söhnen Levis waren.
Ferner ordnete
Jerobeam ein Fest an, am fünfzehnten Tag des achten Monats, wie das
Fest in Juda, und opferte auf dem Altar. Ebenso machte er es in
Bethel, indem er den Kälbern opferte, die er gemacht hatte; und er
ließ in Bethel die Priester der Höhen den Dienst verrichten, die er
eingesetzt hatte.
Und er opferte auf
dem Altar, den er in Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tag des
achten Monats, des Monats, den er aus seinem eigenen Herzen erdacht
hatte; und er veranstaltete den Kindern Israel ein Fest und opferte
auf dem Altar und räucherte.
Ihr wisst bestimmt
von Gott, unserem Vater im Himmel, dass er es zum Kotzen findet, wenn
Menschen in irgendeiner Weise Götzendienst leisten. Gott verabscheut
alle Arten von Götzendienst zutiefst.
Aber der König
Jerobeam ließ zwei goldene Statuen anfertigen, die aussahen wie
Kälber, und diese erklärte er zu stellvertretenden Bildern Gottes,
sodass die Menschen dem Gott Israel dienen sollten, indem sie die
Kalbstatuen anbeteten und ihnen Tieropfer darbrachten. Jerobeam brach
also das zweite von den heiligen zehn Geboten, nämlich dass man
keinerlei Bildnisse anfertigen darf und ihnen weder dienen noch sie
anbeten soll. Und dadurch wurde das ganze Israelische Volk unter
Jerobeam Tag für Tag mit schwerster Sünde beladen.
Die Menschen des
Volkes hätten sich eigentlich aus Liebe zu Gott weigern müssen,
diesen Befehl des Königs Jerobeam auszuführen. Aber weil sie
offensichtlich Gott nicht liebten, entschieden sie sich dazu,
stellvertretende Bildnisse anzubeten, und zwar Abbilder von Tieren,
die auf der Weide stehen und Gras fressen. Das ist sehr peinlich und
sehr unverschähmt. Und es war abzusehen, dass es beginnend ab diesem
Tag immer weniger Segen für das Volk geben wird, weil sie dauerhaft
schlimme Sünden verübten, bei denen sie sich selber nichts dachten,
aber die vor Gott absolut unerträglich sind.
Es sollte aber
natürlich niemand so töricht sein, zu glauben, dass das Unheil aus
irgendeinem anderen Grund über Israel kommen wird als wegen dem
hochgradig unverschämten Götzendienst. Deswegen sandte Gott einen
Prophet nach Bethel, um ihnen das Wort Gottes zu verkündigen, als
der König gerade Götzen-dienst leistete. Wir lesen darüber
Folgendes in Kapitel 13, Vers 1 bis 5:
Aber siehe, ein Mann
Gottes kam von Juda durch das Wort des HERRN nach Bethel, als
Jerobeam eben bei dem Altar stand, um zu räuchern.
Und er rief gegen
den Altar durch das Wort des HERRN und sprach: Altar! Altar, So
spricht der HERR: »Siehe, es wird dem Haus Davids ein Sohn namens
Josia geboren werden, der wird auf dir die Priester der Höhen
schlachten, die auf dir räuchern, und man wird Menschengebeine auf
dir verbrennen!«
Und er gab an jehnem
Tag ein Zeichen und sprach: Das ist das Zeichen, dass der HERR dies
geredet hat: Siehe, der Altar wird bersten und die Asche die darauf
ist verschüttet werden!
Und es geschah, als
der König das Wort des Mannes Gottes hörte, der gegen den Altar von
Bethel rief, da streckte Jerobeam seine Hand aus vom Altar herab und
sprach: Ergreift ihn! Da verdorrte seine Hand, die er gegen ihn
ausgestreckt hatte, sodass er sie nicht wieder zu sich ziehen konnte.
Und der Altar barst,
und die Asche wurde vom Altar herabverschüttet, gemäß dem Zeichen,
das der Mann Gottes durch das Wort des HERRN angekündigt hatte.
Der Prophet hatte
hier den Beweis erbracht, dass er wirklich von Gott dem Höchsten
gesandt ist, denn er kündigte ein übernatürliches Ereignis an und
dieses geschah auch. Der Altar, auf dem der König Jerobeam opferte,
zerbrach wie von selbst, ohne das Zutun von Menschenhand. Somit war
bewiesen, dass man diesen Prophet lieber ernst nehmen sollte. Und der
Prophet hat gesagt, dass sozusagen dieser Altar eines Tages völlig
entweiht und zum Spott gemacht werden soll, indem darauf
Menschengebeine verbrannt werden. Das ist eine sehr erschreckende und
heftige Prophetie. Normalerweise liegt es nahe, dass man bei solchen
Worten sehr erschrickt und auf die Knie fällt und Gott um Gnade
anfleht und sein Verhalten bereut. Das hätten sowohl der König als
auch die Priester tun sollen aufgrund der schlimmen Ankündigung
durch den Prophet. Und außerdem war die Hand von dem König sogar
verdorrt, als er befahl, man solle den Prophet ergreifen. Das sollte
dem König zusätzlich beweisen, dass Gott enorm unzufrieden mit ihm
ist. Aber der König demütigte sich selbst nicht und zeigte keine
Reue für seine Gräueltaten, sondern er reagierte anders. Es steht
geschrieben in den Versen 6 und 7:
Da ergriff der König
das Wort und sprach zu dem Mann Gottes: Besänftige doch das
Angesicht des HERRN, deines Gottes, und bitte für mich, dass meine
Hand mir wiedergegeben werde! Da besänftigte der Mann Gottes das
Angesicht des HERRN. Und die Hand des Königs wurde ihm
wiedergegeben, und sie wurde wieder wie zuvor.
Da sprach der König
zu dem Mann Gottes: Komm mit mir heim und erfrische dich! Ich will
dir auch ein Geschenk geben.
Hier sehen wir die
Reaktion von König Jerobeam. Er zeigte keine Reue wegen seinem
Götzendienst. Er bereute es auch nicht, sein eigenes Volk zum
Götzendienst verführt zu haben. Und er bereute es nicht, seine Hand
gegen einen Prophet Gottes ausgestreckt zu haben, denn er bat nicht
um Vergebung. Stattdessen dachte der König einzig und allein an die
Gesundheit seiner eigenen Hand. Das zählte für ihn. Seine
Gräueltaten zählten für ihn nicht, aber seine Hand, von der er
sich wünschte, sie würde wieder gesund werden. Ihm ging es einfach
nur um seine persönliche Heilung, und alles andere ging ihm am
Allerwertesten vorbei. Als dann der Prophet zu Gott betete und die
Hand tatsächlich heil wurde, zeigte der König Jerobeam immernoch
keine Einsicht und keine Reue und dachte auch nicht an Gott.
Stattdessen begann er zu versuchen, sich bei dem beliebt zu machen,
der für ihn gebetet hatte. Er wollte sich bei dem Prophet
einschmeicheln, indem er ihm ein Geschenk anbot und ihn in sein Haus
einlud.
Schauen wir mal, wie
der Prophet darauf reagierte! Es steht geschrieben in den Versen 8
bis 10:
Aber der Mann Gottes
sprach zum König: Wenn du mir auch dein halbes Haus geben würdest,
so käme ich nicht mit dir; denn ich würde an diesem Ort kein Brot
essen und kein Wasser trinken.
Denn so wurde mir
durch das Wort des HERRN geboten und gesagt: Du sollst kein Brot
essen und kein Wasser trinken und nicht wieder auf dem Weg
zurückkehren, den du gegangen bist!
Und er ging einen
anderen Weg und kehrte nicht wieder auf dem gleichen Weg zurück, auf
dem er nach Bethel gekommen war.
Der Prophet hatte
also die Anweisung von Gott, dass er kein Brot essen und kein Wasser
trinken soll während seiner Reise. Und der Prophet war treu, als er
durch das Verhalten des Königs in Versuchung geriet. Er hielt fest
an dem Wort Gottes, wie Gott es ihm persönlich gesagt hatte. Denn
wenn man als Prophet von Gott persönlich etwas als Anweisung
bekommt, dann ist die Wider-rede der Menschen völlig belanglos. Und
der Prophet ging auf einem anderen Weg zurück nach Hause. Wir werden
aber merken, dass der Prophet noch mit einer anderen Versuchung zu
kämpfen hatte, in der auf die Probe gestellt wurde, ob er dem Wort
Gottes mehr glaubt als den Worten der Menschen. Denn es steht
geschrieben in den Versen 11 bis 19:
Aber in Bethel
wohnte ein alter Prophet. Zu dem kam einer seiner Söhne und erzählte
ihm alles, was der Mann Gottes an jenem Tag in Bethel getan hatte;
auch die Worte, die er zum König geredet hatte, erzählten sie ihrem
Vater.
Da sprach ihr Vater
zu ihnen: Welchen Weg ist er gegangen? Und seine Söhne hatten den
Weg gesehen, den der Mann Gottes, der von Juda gekommen war,
eingeschlagen hatte.
Er aber sprach zu
seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihm den Esel,
und er ritt darauf;
und er ging dem Mann
Gottes nach und fand ihn unter einer Terebinte sitzen und sprach zu
ihm: Bist du der Mann Gottes, der von Juda gekommen ist? Er sprach:
Ich bin’s!
Da sprach er zu ihm:
Komm mit mir heim und iss etwas!
Er aber sprach: Ich
kann nicht umkehren und mit dir kommen; ich will auch mit dir weder
Brot essen noch Wasser trinken an diesem Ort;
denn durch das Wort
des HERRN ist zu mir gesagt worden: Du sollst dort weder Brot essen
noch Wasser trinken; du sollst nicht auf dem gleichen Weg
zurückkehren, auf dem du hingegangen bist!
Aber jener sprach zu
ihm: Ich bin auch ein Prophet wie du, und ein Engel hat durch das
Wort des HERRN zu mir geredet und gesagt: Führe ihn zurück in dein
Haus, damit er Brot esse und Wasser trinke! Er lohg es ihm aber vor.
Da kehrte er mit ihm
um und aß in seinem Haus Brot und trank Wasser.
Hier ist nun eine
tragische Sache passiert. Denn dadurch, dass der Mann Gottes sich hat
anlügen lassen, hat er sich an Gott versündigt. Der Mann Gottes
wusste zwar nicht eindeutig, dass der alte Prophet lügt und
überhaupt keinen Engel Gottes gesehen hatte, aber eine andere Sache
wusste der Mann Gottes sehr wohl. Nämlich: Dem Wort Gottes muss man
mehr glauben als dem Wort der Menschen. Gott hatte doch eindeutig zu
ihm gesagt, er soll weder essen noch trinken. Das ist eine eindeutige
Anweisung gewesen, die dem Mann Gottes zum Heil dienen sollte. Warum
hat der Mann Gottes nicht darauf gehört und sich stattdessen von
einem widerspenstigen Mensch vollschwatzen lassen? Hatte der Mann
Gottes eine unangemessene Ehrfurcht vor dem alten Prophet aufgrund
des höheren Alters? Oder hatte der Mann Gottes vor Engeln größeren
Respekt als vor Gott?
Ich weiß es leider
nicht genau, aber wir schauen uns nun mal an, wohin diese
Entscheidung des Mannes Gottes führte, dass er den Behauptungen
eines Menschen größeren Glauben geschenkt hatte als der deutlichen
Anweisung von Gott selbst.
Es steht geschrieben
in den Versen 20 bis 28:
Als sie aber zu
Tisch saßen, da kam das Wort des HERRN zu dem Propheten, der ihn
zurückgeführt hatte,
und er rief dem Mann
Gottes zu, der von Juda gekommen war, und sprach: So spricht der
HERR: Weil du dem Befehl des HERRN ungehorsam gewesen bist und das
Gebot nicht gehalten hast, das dir der HERR, dein Gott, geboten hat,
sondern umgekehrt
bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an diesem Ort, von
dem er dir sagte, du solltest weder Brot essen noch Wasser trinken,
so soll dein Leichnam nicht in das Grab deiner Väter kommen!
Und es geschah,
nachdem er Brot gegessen und getrunken hatte, da sattelte er ihm, dem
Propheten, den er zurückgeführt hatte, den Esel.
Als er nun fortging,
da begegnete ihm auf dem Weg ein Löwe; der tötete ihn, und sein
Leichnam lag hingestreckt auf dem Weg. Und der Esel stand neben ihm,
und der Löwe stand neben dem Leichnam.
Und siehe, als Leute
vorbeigingen, da sahen sie den Leichnam hingestreckt auf dem Weg
liegen und den Löwen bei dem Leichnam stehen, und sie kamen und
sagten es in der Stadt, in welcher der alte Prophet wohnte.
Als nun der Prophet,
der ihn vom Weg zurückgeholt hatte, das hörte, sprach er: Es ist
der Mann Gottes, der dem Befehl des HERRN ungehorsam gewesen ist;
darum hat ihn der HERR dem Löwen übergeben, der hat ihn zerrissen
und getötet nach dem Wort, das der HERR zu ihm geredet hat!
Und er redete mit
seinen Söhnen und sprach: Sattelt mir den Esel! Und als sie ihn
gesattelt hatten,
da ging er hin und
fand seinen Leichnam hingestreckt auf dem Weg liegen und den Esel und
den Löwen neben dem Leichnam stehen. Der Löwe hatte den Leichnam
nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen.
Das ist schon
ziemlich außergewöhnlich, oder? Stellt euch das mal in Gedanken
vor, wie das ausgesehen haben muss, als mitten auf einem Wanderweg
ein Leichnam eines Mannes lag, und daneben stand ein wilder Löwe,
und neben dem Löwe stand ein Esel, und der Löwe hat weder den
Leichnam gefressen noch den Esel verletzt. Das klingt nicht unbedingt
nach einer natürlichen Begebenheit, da Löwen ja Fleischfresser
sind. Es sollte offensichtlich sein, dass hier Gott selbst seine
Finger im Spiel hatte, um den Löwe ruhig zu halten. Und der alte
Prophet, der den Mann Gottes aus Juda verführt hatte, ließ den Mann
Gottes in seinem eigenen Hof begraben. Wir lesen uns
vollständigkeitshalber noch den restlichen Teil der Erzählung
durch, wie es aufgeschrieben ist ab Vers 29:
Da hob der Prophet
den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte ihn auf den Esel und
führte ihn zurück. Und er kam in die Stadt des alten Propheten, um
ihn zu beklagen und zu begraben.
Und er legte dessen
Leichnam in sein eigenes Grab, und sie klagten um ihn: Ach, mein
Bruder!
Und als er ihn
begraben hatte, sprach er zu seinen Söhnen: Wenn ich sterbe, so
begrabt mich in dem Grab, in dem der Mann Gottes begraben worden ist,
und legt meine Gebeine neben seine Gebeine.
Denn das Wort wird
gewiss eintreffen, das er durch das Wort des HERRN ausgerufen hat
gegen den Altar in Bethel und gegen alle Höhenheiligtümer, die in
den Städten Samarias sind!
Aber nach dieser
Begebenheit kehrte Jerobeam nicht um von seinem bösen Weg, sondern
er setzte wieder Höhenpriester aus dem gesamten Volk ein. Wer Lust
hatte, den weihte er, und der wurde Höhenpriester.
Und dies wurde dem
Haus Jerobeams zur Sünde, sodass es vernichtet und aus dem Land
vertilgt werden musste.
An den letzten
beiden Versen merkt man auch, dass König Jerobeam überhaupt keine
Buße tat, nichtmal im Ansatz, und deshalb wurde es notwendig, dass
sowohl er als auch seine Nachkommen ausgerottet werden. Denn Gott
kann einen Mann, der die Menschen zu übelster Sünde verführt,
nicht einfach unendlich lange so weitermachen lassen. Und die
Nachkommen des Mannes lernen von ihm ja nichts Anderes, als genau die
selben Gräuel nachzuahmen, darum zieht König Jerobeam nicht nur auf
sich selbst einen Fluch durch seinen Götzendienst, sondern er
belastet auch die nach ihm folgenden Generationen dadurch.
Und da Götzendienst
wirklich ein sehr schlimmer Gräuel für Gott ist und der Satan durch
Götzendienst extremste Anrechte an einem Mensch und dessen Familie
bekommt, wird es vermutlich niemanden überraschen, dass ein Sohn von
König Jerobeam bald eine tödliche Krankheit bekam. Und Jerobeam
nahm auch dies nicht zum Anlass, den Götzendienst abzubrechen, den
er erfunden und seinem Volk aufgezwängt hatte. Stattdessen fragte er
sich einfach nur, ob sein Sohn vielleicht wieder gesund wird. Das war
alles. Und um diese eine Frage zu beantworten, nicht aber um zu
wissen warum der Sohn überhaupt todkrank wurde, sondern einfach nur
wegen der Heilung schickte der König Jerobeam seine Frau heimlich
ins Land Juda zu einem Prophet Gottes. Darüber steht Folgendes
geschrieben in Kapitel 14, Vers 1 bis 4:
Zu jener Zeit wurde
Abija, der Sohn Jerobeams, krank.
Und Jerobeam sprach
zu seiner Frau: Mache dich doch auf und verstelle dich, damit niemand
erkennt, dass du Jerobeams Frau bist, und geh nach Silo; siehe, dort
ist der Prophet Achija, der von mir geredet hat, dass ich König über
dieses Volk sein sollte;
und nimm mit dir
zehn Brote und Kuchen und einen Krug Honig und geh zu ihm; er wird
dir verkünden, wie es dem Knaben gehen wird!
Und die Frau
Jerobeams tat dies und machte sich auf und ging hin nach Silo und kam
in das Haus Achijas. Achija aber konnte nicht sehen, denn seine Augen
waren starr geworden wegen seines Alters.
Hierbei ist
vielleicht auch das Detail interessant, dass die Frau zu einem echten
Prophet Gottes ging, doch bei diesem Prophet handelte es sich um
einen Mann, der wegen seines hohen Alters nichts mehr sehen konnte.
Er war also ein kranker Mann, war aber trotzdem ein echter Prophet.
Man kann daher nicht unbedingt am Gesundheitszustand erkennen, ob ein
Mann Gott dient, sondern zuerst muss man prüfen, welche Früchte an
diesem Mensch vorzufinden sind, wie Jesus es gelehrt hat. Und gute
Früchte sind solche Eigenschaften wie Gottesfurcht und Demut,
Barmherzigkeit und Geduld, Selbstbeherrschung und Enthaltsamkeit,
Friedfertigkeit und Ehrlichkeit.
Jedenfalls hatte
Gott den Prophet schon im Vorfeld aufgeklärt, dass die Frau des
Königs vom abgespaltenen Israel zu ihm unterwegs ist, und Gott hatte
dem Prophet auch gesagt, wie er reagieren soll, wenn die Frau da ist.
Einen Teil der Reaktion lesen wir uns heute durch. Es steht
geschrieben in den Versen 5 bis 12:
Aber der HERR hatte
zu Achija gesprochen: Siehe, die Frau Jerobeams kommt, um von dir ein
Wort zu erlangen wegen ihres Sohnes; denn er ist krank. So rede nun
mit ihr so und so! Es wird aber geschehen, wenn sie hereinkommt, wird
sie sich verstellen.
Und es geschah, als
Achija das Geräusch ihrer Füße hörte, wie sie zur Tür hereinkam,
da sprach er: Komm herein, du Frau Jerobeams! Warum verstellst du
dich? Ich bin mit einer harten Botschaft an dich beauftragt!
Geh hin, sage
Jerobeam: »So spricht der HERR, der Gott Israel: Weil ich dich aus
der Mitte des Volkes erhöht und zum Fürsten über mein Volk Israel
gesetzt habe,
sodass ich das
Königreich dem Haus Davids entrissen und es dir gegeben habe, weil
du aber nicht gewesen bist wie mein Knecht David, der meine Gebote
befolgte und mir nachfolgte von ganzem Herzen, sodass er nur tat, was
in meinen Augen recht ist;
sondern weil du mehr
Böses getan hast als alle, die vor dir gewesen sind; weil du
hingegangen bist und dir andere Götter und gegossene Bilder gemacht
hast, sodass du mich zum Zorn reiztest und mich verworfen hast;
darum, siehe, bringe
ich Unheil über das Haus Jerobeams, und ich will ausrotten von
Jerobeam, was männlich ist, Mündige und Unmündige in Israel, und
ich will die Nachkommen des Hauses Jerobeams ausfegen, wie man Kot
ausfegt, bis es ganz aus ist mit ihm.
Wer von Jerobeam in
der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen; wer aber auf dem Feld
stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen; denn der HERR hat
es gesagt!
So mache dich nun
auf und geh heim, und wenn dein Fuß die Stadt betritt, wird der
Knabe sterben!
Bereits durch diese
Worte hatte die Frau ihre Antwort auf die Frage, ob das kranke Kind
vielleicht geheilt wird. Die Antwort lautete offensichtlich Nein. Und
weiter unten liest man auch noch die Ankündigung, dass Gott Israel
aus ihren Ländereien entfernen will, weil sie nicht nur dem Aufruf
zum Götzendienst folgten, der vom König Jerobeam ausging, sondern
weil sie sich obendrein noch andere Götzenbilder aufgestellt hatten,
nämlich die sogenannten Aschera-Standbilder, um diesen zu dienen,
und sie weigerten sich durchgängig, damit aufzuhören.
Es wurde aber nach
dem König Jerobeam einer seiner Söhne zum König gemacht und
regierte zwei Jahre. Aber ein anderer Mann aus Israel machte eine
Verschwörung gegen das Königshaus und tötete alle
Familienangehörigen von Jerobeam, wie Gott es angekündigt hatte.
Davon liest man in Kapitel 15 in den Versen 25 bis 30.
Leider war aber
dieser neue König von Israel, dessen Name Baesa lautete, auch kein
gottesfürchtiger Mann, sondern er betete ebenfalls die Kalbsfiguren
an und hielt somit den Götzendienst aufrecht, den Jerobeam begonnen
hatte. Und danach regierte in Israel ein König namens Ela, der
ebenfalls Götzendienste leistete und Gott dadurch zum Zorn reizte,
auf die selbe Art wie seine Vorgänger. Nach diesen regierte über
Israel ein Mann namens Simri, und dieser war genau so gottlos wie
seine Vorgänger, denn auch er trieb Götzendienste und reizte damit
Gott unablässig zum Zorn. Und als auch dieser tot war, konnte sich
das abgespaltene Israel nicht auf einen Nachfolger einigen und sie
teilten sich untereinander. Denn einige wollten einen Mann namens
Omri zum König machen, andere aber einen Mann namens Tibni. Und so
kam es zum Krieg unter Brüdern im Volk Israel, und die Israeliten
bekriegten sich gegenseitig so lange, bis die Unterstützer von Omri
siegten und Omri König wurde.
Und als Omri König
war, betrieb er ebenfalls abscheuliche Götzendienste, heftiger als
seine Vorgänger, und reizte Gott dadurch zu großem Zorn. Und als er
starb, wurde sein Sohn nach ihm König, und sein Sohn hieß Ahab. Und
Ahab betrieb nicht nur die selben erbärmlichen Götzendienste, die
sein Vater tat, sondern er heiratete obendrein eine Frau aus einem
fremden Volk, nämlich Isebel, und diese brachte zusätzliche Götzen
in das Land Israel, damit auch noch diese Götzen zusätzlich zu
allen anderen angebetet werden. Dabei handelt es sich um die
sogenannten Baale. Und König Ahab betete die Götzen von Isebel an
und baute dazu ein Gotteshaus und Altäre in Israel, und das Volk gab
sich damit zufrieden.
Es ist vielleicht
auch erwähnenswert, dass bis zu der Zeit des Königs Ahab die Stadt
Jericho in Trümmern lag, und Gott hatte gesagt, dass niemand sie
wiederaufbauen darf. Aber zu Ahabs Zeiten baute man Jericho trotzdem
wieder auf. Gott hatte in älteren Zeiten davor gewarnt, dass der
jenige, der die Stadt wieder aufbauen wird, seine eigenen Kinder
verliert. Das wurde prophezeit in den Tagen, als Israel das
versprochene Land nach seiner Wüstenwanderung eroberte, wie man es
im Buch Josua in Kapitel 6 liest. Und genau dieses Unheil trat dann
auch ein, denn zwei Söhne des Bauleiters starben während dem
Wiederaufbau von Jericho.
Es lebte aber auch
der Prophet Elia in Israel zu der Zeit, als der König Ahab und seine
Frau Isebel ihre gottlosen Gräuel verübten. Und was genau der
Prophet Elia erlebte, das haben wir uns in einem separaten Video
bereits näher angeschaut. Ich habe dieses Video auch in der Textbox
unten verlinkt, falls es jemand noch nicht kennt oder den Inhalt
auffrischen will. Elia wurde von den Königsleuten verfolgt, denn
Isebel hatte den Befehl erteilt, dass die Propheten des Gottes Israel
getötet werden müssen, deshalb musste Elia stets vorsichtig sein
und konnte sich nicht lange in den Städten aufhalten. Wir wissen
aber auch, dass Elia von Gott dazu auserwählt war, lebendig in den
Himmel entrückt zu werden, und nachdem das geschehen war, wurde ein
Prophet namens Elisa der Nachfolger von Elia. Und was Elisa für
Sachen erlebt hat, darüber gibt es ebenfalls ein Video auf diesem
Kanal.
Jedenfalls regierte
der König Ahab insgesamt 22 Jahre über das abgespaltene Israel, und
sein Regierungssitz war in der Stadt Samaria. Und es geschah einmal,
dass Samaria vom König der Aramäer angegriffen wurde, und obwohl
Ahab ein Mensch war, der übelste Götzendienste betrieb und die
Ermordung von Gottes Propheten billigte, wollte Gott ihm trotzdem im
Kampf gegen den völlig überlegenen König der Aramäer helfen, um
Ahab zu zeigen, dass Gott ernstgenommen werden muss. Und Ahab sollte
den König der Aramäer auch nach der Niederlage töten, versuchte
aber stattdessen, sich mit ihm anzufreunden.
Da war Gott noch
wütender auf Ahab. Und es geschah ebenso, dass Ahab den Weinberg
eines fremden Mannes nahe bei seinem Palast besitzen wollte, aber der
Mann namens Nabot wollte ihn nicht verkaufen. Da sorgte Isebel dafür,
dass der Eigentümer des Weinbergs eines Verbrechens angeklagt wurde,
das er nicht begangen hatte, und das Volk steinigte Nabot deswegen zu
Tode.
Da wurde Gott noch
zorniger und der Prophet Elia musste folgende Worte Gottes an Ahab
ausrichten laut Kapitel 21, Vers 21 bis 24:
Siehe, ich will
Unheil über dich bringen und deine Nachkommen wegfegen, und ich will
von Ahab ausrotten, was männlich ist, Mündige und Unmündige in
Israel;
und ich will dein
Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das
Haus Baesas, des Sohnes Achijas, um der Herausforderung willen, womit
du mich zum Zorn herausgefordert und Israel zur Sünde verführt
hast!
Und auch über
Isebel redete der HERR und sprach: Die Hunde sollen Isebel fressen
vor der Festungsmauer von Jesreel!
Wer von Ahab in der
Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer auf dem Feld
stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen!
Danach kam der König
von Juda, und er wollte ein Bündnis mit Ahab schließen, obwohl Ahab
so ein böser Mann war vor Gott. Und dann wollten sie gemeinsam in
den Krieg ziehen, aber der König von Juda wollte zuerst Gott
befragen, um zu wissen, ob die Sache funktionieren wird. Und es gab
viele falsche Propheten, die alle sagten, es würde funktionieren,
aber es gab auch einen echten Prophet Gottes namens Micha, der sagte,
dass König Ahab gewiss sterben wird in diesem Kampf. Und weil Micha
das sagte, wurde er in einen Kerker gesperrt. Danach zog der König
Ahab mit dem König von Juda zusammen in den Kampf, und König Ahab
wurde im Kampf getötet. Sein Nachfolger war sein Sohn namens Ahasja,
aber der war schonwieder ein schlimmer Gotteslästerer durch
Gräueltaten, und er starb an einer tödlichen Krankheit, als er
gerademal 2 Jahre König von Israel gewesen war.
Der nächste König
von Israel war König Joram, und dieser leistete zwar keinen
Baal-Götzendienst, wie Isebel es befohlen hatte, aber er betete die
goldenen Kälber an, die immernoch in Israel waren, und wich nicht
von diesem Götzendienst ab. Und er verbündete sich mit dem
aktuellen König von Juda, um mit ihm zusammen gegen die Moabiter zu
kämpfen, und der Kampf gelang ihnen. Und ein anderes Mal wurde
Samaria so schlimm durch den König der Aramäer belagert, dass eine
extrem heftige Hungersnot in der Stadt entstand, aber als schon alles
aussichtslos schien, vertrieb Gott die feindliche Heeresmacht und
Israel war gerettet, auch wenn sie das aufgrund ihrer unablässigen
Götzendienste in keiner Weise verdient hatten.
Gott aber suchte
nach jemandem in Israel, der eine gottesfürchtige Königsherrschaft
bewahren würde. Und Gottes Wahl fiel auf einen Mann namens Jehu.
Dieser Mann wurde von dem Prophet Elisa zum König gesalbt, und
diesbezüglich lesen wir mal im zweiten Buch der Könige in Kapitel 9
die Verse 6 bis 8. Es steht geschrieben:
Da stand Jehu auf
und ging in das Haus hinein. Er aber goss das Öl auf sein Haupt und
sprach zu ihm: So spricht der HERR, der Gott Israel: Ich habe dich
zum König gesalbt über das Volk des HERRN, über Israel!
Und du sollst das
Haus Ahabs, deines Herrn, erschlagen; so will ich das Blut der
Propheten, meiner Knechte, und das Blut aller Knechte des HERRN an
Isebel rächen!
Ja, das ganze Haus
Ahabs soll umkommen; und ich will von Ahab alles ausrotten, was
männlich ist, sowohl Mündige als auch Unmündige in Israel.
Da nun Jehu zum
König gesalbt war, machte er sich daran, die aktuell regierenden
Könige umzubringen, und er warf den Leichnam des aktuellen Königs
Israel, der ein Nachkomme von Ahab war, auf den selben Weinberg, den
Ahab von Nabot gestohlen hatte.
Danach ging es auch
Isebel an den Kragen, denn es steht geschrieben in den Versen 30 bis
37:
Als nun Jehu nach
Jesreel kam und Isebel dies hörte, da schminkte sie ihr Angesicht
und schmückte ihr Haupt und schaute zum Fenster hinaus.
Und als Jehu in das
Tor kam, sprach sie: Ist es Simri gut ergangen, der seinen Herrn
ermordete?
Da schaute er zum
Fenster empor und sprach: Wer hält es mit mir? Wer? Da sahen zwei
oder drei Kämmerer zu ihm hinab.
Und er sprach:
Stürzt sie herab! Und sie stürzten sie hinunter, dass die Wände
und die Pferde mit ihrem Blut bespritzt wurden; und er zertrat sie.
Und als er hineinkam
und gegessen und getrunken hatte, sprach er: Seht doch nach dieser
Verfluchten und begrabt sie, denn sie ist die Tochter eines Königs!
Als sie aber
hingingen, um sie zu begraben, da fanden sie nichts mehr von ihr als
nur den Schädel, die Füße und die Handflächen.
Und sie kamen wieder
und berichteten es ihm. Er aber sprach: Das ist ja das Wort des
HERRN, das er durch seinen Knecht Elia den Tisbiter geredet hat, als
er sprach: Auf dem Acker Jesreels sollen die Hunde das Fleisch der
Isebel fressen!
Und der Leichnam
Isebels wird sein im Acker Jesreels wie Dünger auf dem Feld, sodass
man nicht sagen kann: Dies ist Isebel!
Durch diesen Text
sehen wir, dass die Prophetenmörderin Isebel, die obendrein ganz
Israel mit ihren Baal-Götzenbildern zugestellt hat und ein
Gotteshaus für die erfunndenen Gottheiten verlangt hatte, nun ihre
verdiente Strafe bekam. Und alle Leute, die an der gotteslästerlichen
Herrschaft von König Ahab mitgewirkt hatten, wurden ohne Ausnahme
von Jehu zur Strecke gebracht. Danach zerstörte Jehu die Baal-Tempel
und ließ alle Männer töten, die sich selbst für Propheten und
Priester der Baale hielten. Und er ließ auch die ganzen
Baal-Gedenksteine niederreißen und alle Bildsäulen vernichten und
zerstörte das große Baal-Gotteshaus, das in Israel gebaut worden
war.
Diese Taten machten
Israel frei von dem Baal-Götzendienst. Aber leider entfernte Jehu
nicht die goldenen Kälber, die immernoch in Israel herum standen,
sondern hielt diese Art des Götzendienstes aufrecht. Und es gab in
seinen Tagen einen mächtigen König, nämlich Hasael, den König der
Aramäer, und mit diesem bekam Israel große Probleme, ohne dass Gott
ihnen half, weil sie einfach nicht damit aufhören wollten, die
Kalbsfiguren stellvertretend für den echten Gott anzubeten.
Und die
kriegerischen Probleme durch Hasael erschütterten Israel nicht nur
während der Herrschaft von Jehu, sondern auch als dessen Nachfolger
Joahas König war, und als danach ein König namens Joas regierte.
Denn sie alle hielten die Anbetung der goldenen Kalbsfiguren aufrecht
im abgespaltenen Israel. Keiner kam auf den Gedanke, diesen Unsinn zu
beenden.
Danach regierte über
Israel ein König, der sich selbst Jerobeam nannte, genau wie der
König, der zuerst Israel zum Götzendienst verführt hatte. Und
natürlich hielt dieser ebenfalls den unablässigen Götzendienst
aufrecht, sodass die Israeliten, anstatt den echten Gott anzubeten,
zwei goldene Kalbbilder anbeteten und der Meinung waren, sie würden
dadurch dem lebendigen Gott näher kommen, weil sie dabei an ihn
denken.
Und das Volk war
mittlerweile zahlmäßig ziemlich klein und es gab viel Elend unter
ihnen.
Danach gab es in
Israel zwei Könige, von denen jeder nur eine kurze Zeit
regierte,einer von beiden sogar nur einen einzigen Monat, und als
nächstes kam ein neuer König auf, der 10 Jahre im Amt blieb. Es
wurde aber der König von Assyrien langsam mächtig. Und weil in
Israel immernoch goldene Kalbsfiguren angebetet wurden, bekamen sie
Probleme mit dem König von Assyrien und mussten ihm Schutzgeld
bezahlen, denn Gott beschützte sie nicht.
Danach kam ein
weiterer König in Israel auf, der aber nach zwei Jahren von seinem
eigenen Hauptmann ermordet wurde. Und der Hauptmann wurde König,
betrieb aber auch Götzendienst wie alle vor ihm in Israel durch die
Anbetung der Kalbsfiguren, und er regierte 20 Jahre, danach wurde
auch er von einem Mann aus Israel ermordet. Und der Name des Mörders
war Hosea. Das ist aber nicht der Prophet Hosea, von dem es ein
Prophetenbuch gibt, sondern ein anderer Hosea. Und dieser andere
Hosea wurde dann der letzte König von Israel. Denn der König von
Assyrien war immer mächtiger und mächtiger geworden, und der König
Hosea wurde mit diesem Problem nicht fertig. Er meinte nämlich, dass
er beim König von Ägypten Unterstützung finden würde, aber der
König von Assyrien bemerkte das und wurde deswegen sehr zornig.
Darum wurde das Land erobert und die Stadt, welche Israel zur
Königsstadt gemacht hatte, nämlich Samaria, wurde von den Assyrern
belagert, und letztlich wurde ganz Israel überwältigt und gefangen
wegggeführt.
Wir lesen
diesbezüglich Folgendes in Kapitel 17, Vers 1 bis 18:
Im zwölften Jahr
des Ahas, des Königs von Juda, wurde Hosea, der Sohn Elas, König
über Israel in Samaria, und er regierte neun Jahre lang.
Und er tat, was böse
war in den Augen des HERRN, doch nicht wie die Könige von Israel,
die vor ihm waren.
Gegen ihn zog
Salmanassar, der König von Assyrien herauf; und Hosea wurde ihm
untertan und zahlte ihm Tribut.
Als aber der König
von Assyrien erfuhr, dass Hosea eine Verschwörung gemacht und Boten
zu So gesandt hatte, dem König von Ägypten, und dem König von
Assyrien nicht wie alle Jahre Tribut gezahlt hatte, da nahm er ihn
fest und legte ihn gebunden ins Gefängnis.
Und der König von
Assyrien durchzog das ganze Land und kam vor Samaria und belagerte es
drei Jahre lang.
Im neunten Jahr
Hoseas eroberte der König von Assyrien Samaria und führte Israel
gefangen nach Assyrien; und er siedelte sie in Halach und am Habor,
dem Fluss Gosans, und in den Städten der Meder an.
Und dies geschah
deshalb, weil die Kinder Israel gesündigt hatten gegen den HERRN,
ihren Gott, der sie aus dem Land Ägypten geführt hatte, aus der
Hand des Pharao, des Königs von Ägypten, und weil sie andere Götter
fürchteten,
und weil sie nach
den Satzungen der Heidenvölker wandelten, die der HERR vor den
Kindern Israel vertrieben hatte, und nach den Satzungen der Könige
von Israel, die diese gemacht hatten.
So hatten die Kinder
Israel gegen den HERRN, ihren Gott, heimlich Dinge getrieben, die
nicht recht waren: Sie bauten sich Höhen an allen ihren Wohnorten,
von den Wachttürmen bis zu den festen Städten,
und sie errichteten
sich Gedenksteine und Aschera-Standbilder auf allen hohen Hügeln und
unter allen grünen Bäumen,
und sie räucherten
auf allen Höhen wie die Heiden, die der HERR vor ihnen weggeführt
hatte, und trieben böse Dinge, um damit den HERRN zu erzürnen,
und sie dienten den
Götzen, von denen der HERR ihnen gesagt hatte: Ihr sollt so etwas
nicht tun!
Ja, wenn der HERR
gegen Israel und Juda durch alle Propheten und alle Seher Zeugnis
ablegte, indem er ihnen sagen ließ: Kehrt um von euren bösen Wegen
und haltet meine Gebote und meine Satzungen nach dem ganzen Gesetz,
das ich euren Vätern geboten habe und das ich durch meine Knechte,
die Propheten, zu euch gesandt habe!,
so gehorchten sie
nicht, sondern machten ihren Nacken hart, gleich dem Nacken ihrer
Väter, die nicht an den HERRN, ihren Gott, geglaubt hatten.
Dazu verachteten sie
seine Satzungen und seinen Bund, den er mit ihren Vätern geschlossen
hatte, und seine Zeugnisse, die er ihnen bezeugt hatte; und sie
wandelten der Nichtigkeit nach und wurden nichtig; und sie folgten
den Heidenvölkern nach, die um sie her wohnten, derentwegen ihnen
der HERR geboten hatte, sie sollten nicht so handeln wie diese.
Und sie verließen
alle Gebote des HERRN, ihres Gottes, und machten sich Bilder, zwei
gegossene Kälber, und machten ein Aschera-Standbild und beteten das
ganze Heer des Himmels an und dienten dem Baal.
Und sie ließen ihre
Söhne und ihre Töchter durchs Feuer gehen und trieben Wahrsagerei
und Zauberei und verkauften sich, zu tun, was böse ist in den Augen
des HERRN, um ihn zu erzürnen.
Da wurde der HERR
sehr zornig über Israel und tat sie von seinem Angesicht hinweg,
sodass nur der Stamm Juda übrig blieb.
Damit ist im Grunde
das Wichtigste über das abgespaltene Israel gesagt. Die Juden selbst
aber, welche in diesen Tagen noch in ihrem eigenen Land wohnten,
schlitterten auch langsam dem Untergang entgegen, denn auch die Juden
versündigten sich auf vielerlei schlimme Arten gegen Gott. Was genau
aber die Juden alles taten und erlebten vor dem Untergang Jerusalems,
das werden wir in einem anderen Video anschauen.
Heute haben wir die
Geschichte vom abgefallenen Israel angeschaut, also wie es seit der
Spaltung nach der Herrschaft Salomos mit ihnen weiterging. Die
Überlebenden von ihnen waren letztlich in einem fremden Land
angesiedelt, und der König von Assyrien hatte Israel ganz und gar
besiegt, und er siedelte in den Ländereien Israel ein paar
Heidenvölker an, um dort zu bleiben.
Das ist die
Geschichte der Israeliten, die nicht zu den Juden gehörten nach der
Spaltung, wie man es im ersten und zweiten Buch der Könige entdecken
kann.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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