Text zu "Bibellehre - Die Jahre der Könige Israels"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=gFJfwFwiZrY

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Im heutigen Video beschäftigen wir uns mit den Jahren der Könige von Israel, seit der Zerteilung bis zum Untergang des abgespaltenen Israel.
Die Zerteilung des Volkes Israel passierte in den Tagen, als die Königsherrschaft von König Salomo beendet war. Was aber während der Königsherrschaft von Salomo über das ganze Volk Israel für Sachen passierten, das haben wir ja schon in einem anderen Video vor Augen gehabt. Dort wurde uns auch bewusst, dass Salomo im hohen Alter ein heftiger Sünder wurde und Gott sehr zornig gemacht hatte. Und Gott wollte, dass sich sein Zorn über den König auch widerspiegelt an dem Volk des Königs. Deswegen ließ Gott bewusst einen Nachfolger von Salomo König werden, von dem Gott wusste, dass dieser das Volk ohne Gnade behandeln wird, wodurch es zu einer Teilung kommen würde. Und außerdem hatte Gott auch schon einen Mann erwählt, der über das abgespaltene Volk herrschen sollte.
Wie genau das vonstatten ging, lesen wir uns heute mal durch. Es steht geschrieben im zweiten Buch der Könige in Kapitel 12, Vers 1 bis 5:

Und Rehabeam zog nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum König zu machen.
Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, dies hörte (Jerobeam war aber noch in Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war, denn Jerobeam war in Ägypten geblieben und man hatte hingesandt und ihn rufen lassen), da kamen Jerobeam und die ganze Gemeinde Israel und redeten mit Rehabeam und sprachen:
Dein Vater hat unser Joch hart gemacht; so mache du nun den harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das er uns auferlegt hat, leichter, so wollen wir dir dienen!
Er aber sprach zu ihnen: Geht hin für drei Tage, dann kommt wieder zu mir! Und das Volk ging weg.

Also, um das Ganze mal verständlicher zu erklären:
Es gab den König Rehabeam. Das war der offizielle Nachfolger von Salomo. Außerdem war das Volk Israel noch nicht gespalten, sondern es befanden sich noch alle zwölf Stämme unter einer einzigen Herrschaft. Und dieser andere erwähnte Mann, der Jerobeam heißt, das war der von Gott auserwählte Mensch, der nach der kommenden Spaltung regieren sollte. Aber davon wussten wahrscheinlich viele Menschen noch nichts, er selbst aber wusste es. Auch Salomo hatte zu seinen Lebzeiten davon gehört und wollte Jerobeam umbringen lassen, deshalb war Jerobeam geflohen.
Fakt ist jedenfalls, dass sich laut diesem Text alle Menschen Israel vor dem Nachfolger von Salomo versammelt hatten, also vor Rehabeam. Und weil Salomo in seinen letzten Jahren sehr unbarmherzig geworden war - denn er trieb die Menschen mit schwerer Züchtigung an, mit Peitschen, um bei ihnen maximale Arbeitsergebnisse zu erzwingen - deshalb waren die Leute sehr unzufrieden.
Nun verlangte das Volk, dass sie angenehmere Arbeitsbedingungen haben wollen als die, welche Salomo festgelegt hatte, und der König Rehabeam bat um Bedenkzeit, bevor er dem Volk eine Antwort gibt.

Wie der König in seiner Entscheidung beeinflusst wurde und was er letztlich verkündete, lesen wir in den Versen 6 bis 14. Dort steht geschrieben:

Da hielt der König Rehabeam einen Rat mit den Ältesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch lebte, und sprach: Wie ratet ihr, dass wir diesem Volk antworten sollen?
Sie aber antworteten ihm so: Wenn du heute diesem Volk ein Knecht wirst und ihm dienst und auf es hörst und zu ihm gute Worte sprichst, so werden sie deine Knechte sein dein Leben lang!
Aber er verwarf den Rat der Ältesten, den sie ihm gegeben hatten, und hielt Rat mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, die vor ihm standen.
Und er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, dass wir diesem Volk antworten, das zu mir gesagt und gesprochen hat: Mache das Joch leichter, das dein Vater auf uns gelegt hat?
Da redeten die Jungen zu ihm, die mit ihm aufgewachsen waren, und sprachen: Dem Volk, das zu dir gesagt hat: »Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht, du aber mache es uns leichter!«, dem sollst du so antworten: »Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines Vaters!
Und nun, wenn mein Vater ein schweres Joch auf euch gelegt hat, so will ich euer Joch noch schwerer machen! Hat mein Vater euch mit Geißeln gezüchtigt, so will ich euch mit Skorpionen züchtigen!«
Als nun Jerobeam samt dem ganzen Volk am dritten Tag zu Rehabeam kam, wie der König gesagt hatte: »Kommt am dritten Tag zu mir!«,
da gab der König dem Volk eine harte Antwort und verwarf den Rat, den ihm die Ältesten gegeben hatten,
und er redete mit ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will euer Joch noch schwerer machen! Mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen!

Anhand dieser Erzählung sieht man, dass der König Rehabeam seinen eigenen Kumpels aus der Jugend größeres Gehör schenkte als den erfahrenen Beratern, die von Salomos Herrschaft übrig waren. Darum drohte König Rehabeam, die Arbeitsbedingungen für das Volk sogar noch schlimmer zu machen als vorher.

Wie das Volk darauf reagierte, lesen wir ab Vers 16:

Als nun ganz Israel sah, dass der König ihnen kein Gehör schenkte, antwortete das Volk dem König und sprach: Was haben wir für einen Anteil an David? Wir haben kein Erbteil an dem Sohn Isais! Auf, Israel, zu deinen Zelten! Sorge du nun für dein Haus David!
So ging Israel zu seinen Zelten.
Und Rehabeam regierte nur über die Kinder Israel, die in den Städten Judas wohnten.
Und der König Rehabeam sandte den Fronmeister Adoram hin, aber ganz Israel steinigte ihn, sodass er starb; der König Rehabeam aber eilte und stieg auf seinen Wagen, um nach Jerusalem zu fliehen.
So fiel Israel ab vom Haus Davids bis zu diesem Tag.

An dieser Erzählung merken wir, dass Israel sich diese Frechheiten nicht länger bieten lassen wollte. Der König Rehabeam war der Sohn von Salomo. Salomo aber war der Sohn von David, und diese ganze Familie war vom Israelischen Stamm Juda. Nun war es so, dass die Zugehörigen aus den anderen Stämmen mit diesem unbarmherzigen König nichts zu tun haben wollten, und sie fühlten sich auch in keiner Weise an diesen König gebunden, weil der König aus dem Stamm Juda kam. Deswegen entfernten sie sich von diesem König und dienten ihm nicht länger. Aber die jenigen Menschen des Volkes Israel, die selber zum Stamm Juda gehörten, die fühlten sich offensichtlich trotz der Unbarmherzigkeit des Königs an ihn gebunden, wegen der Blutlinie. Und es gab auch viele Leviten und vereinzelt Menschen aus anderen Stämmen, die um Gottes willen dem König treu blieben, denn das Haus Gottes befand sich in der Königsstadt Jerusalem. Deshalb beugten sie sich ihm, aber alle anderen Israeliten gingen weg. Und der König Rehabeam wollte auch alle anderen Israeliten zum Dienst zwingen, aber sie steinigten den Fronarbeiter und gaben damit deutlich zu verstehen, dass sie sich mit voller Entschlossenheit gegen die Herrschaft des Königs Rehabeam erheben. Und dann floh der König vor ihnen.
Seit diesem Tag war das Volk Israel also gespalten. Es gab auf der einen Seite die Menschen vom Stamm Juda, die ein Volk waren zusammen mit ein paar gottesfürchtigen Leuten aus anderen Stämmen, die im Land Juda blieben, und dann gab es auf der anderen Seite die Menschen von den restlichen Israelischen Stämmen, die ebenfalls wie ein eigenes Volk waren. Und diese vielen Stämme, die von dem König Rehabeam abfielen, die nannte man ab diesem Tag immernoch Israel. Die anderen aber, die dem König von Juda treu blieben, nennt man Juden.
Und im heutigen Video wollen wir nachvollziehen, was das abgespaltene Israel alles für Könige hatte und was für Dinge geschahen. Wir werden uns auch in einem separaten Video anschauen, wie es mit den Juden weiterging nach dieser Sache, aber heute richten wir unseren Blick mal nur allein auf das abgespaltene Israel.
Im ersten und zweiten Buch der Könige wird die Geschichte von beiden Völkern erzählt, und zwar immer abwechselnd. In den Büchern der Chronik hingegen wird die Geschichte mit großem Augenmerk auf die Juden erzählt, und das restliche Israel findet dort nur sehr wenig Erwähnung. Da wir also im heutigen Video das abgespaltene Israel begutachten werden, müssen wir zu diesem Zweck das erste und das zweite Buch der Könige benutzen.

Als die Menschen vom abgespaltenen Israel gegangen waren, um ein eigenes Volk zu sein, da machten sie genau den Mann zum König, den Gott vorgesehen hatte, nämlich Jerobeam.
Darüber lesen wir Folgendes im ersten Buch der Könige in Kapitel 12 in den Versen 20 bis 24:

Und es geschah, als ganz Israel hörte, dass Jerobeam zurückgekommen war, da sandten sie hin und beriefen ihn in die Volksversammlung und machten ihn zum König über ganz Israel, und niemand folgte dem Haus Davids als allein der Stamm Juda.
Als aber Rehabeam nach Jerusalem kam, versammelte er das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, 180.000 auserlesene Krieger, um gegen das Haus Israel zu kämpfen und das Königtum wieder an Rehabeam, den Sohn Salomos zu bringen.
Aber das Wort Gottes erging an Schemaja, den Mann Gottes, folgendermaßen:
Rede zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zum Haus Juda und zu Benjamin und dem übrigen Volk und sprich:
»So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen, um gegen eure Brüder, die Söhne Israel zu kämpfen! Kehrt um, jeder zu seinem Haus, denn von mir aus ist diese Sache geschehen!« Und sie hörten auf das Wort des HERRN und kehrten um, wie der HERR gesagt hatte.

Wie man sieht, wollte der König Rehabeam gegen die abgefallenen Israeliten einen offiziellen Krieg anzetteln, aber Gott befahl, sie sollen sich zurückhalten, und erstaunlicherweise hielten sie sich an diesen Befehl. Das ist im Grunde genommen etwas Besonderes, denn die Israeliten sind ein sehr widerspenstiges Volk gewesen von Anfang an, und es ist bei ihnen daher keine Selbstverständlichkeit, dass sie einem Befehl ihres Gottes gehorchen. Aber wenigstens in diesen Tagen hielten sie sich zurück.

Jedenfalls war nun also Jerobeam dauerhaft der König des abgefallenen Israel, weil der König von Juda sich mit kriegerischen Aktivitäten vorläufig zurückhielt. Es war aber das Herz von Jerobeam voller Sorgen darüber, ob er wirklich der vom Volk anerkannte König Israel bleiben würde. Und davon gibt die Bibel auch Zeugnis, denn es steht geschrieben in den Versen 25 bis 27:

Jerobeam aber baute Sichem auf dem Bergland Ephraim aus und wohnte darin; und er zog aus von dort und baute Pnuel.
Jerobeam aber dachte in seinem Herzen: Das Königreich wird nun wieder dem Haus Davids zufallen!
Wenn dieses Volk hinaufziehen wird, um im Haus des HERRN in Jerusalem Opfer dar zu bringen, so wird sich das Herz dieses Volkes wieder zu ihrem Herrn wenden, zu Rehabeam, dem König von Juda; ja, sie werden mich töten und sich wieder Rehabeam dem König von Juda zuwenden!

In diesen Versen ist die Angst von Jerobeam beschrieben. Er fürchtet sich davor, wenn die Leute zum Gotteshaus von Jerusalem im Land Juda reisen, dass sie dann letztlich doch den König Rehabeam zurückhaben wollen, um des Gotteshauses willen. Dieser Gedankengang ist äußerst schwachsinnig. Denn die Israeliten hassten den König von Juda, weil er ein so unbarmherziger Mann war. Und er hörte nicht auf, unbarmherzig zu sein. Wenn er also unbarmherzig war und sie ihn deswegen verlassen hatten, wieso sollten sie dann zu ihm zurückkommen, wenn er immernoch ein unbarmherziger Klotz ist?
Jerobeam hatte keinen vernünftigen Grund, sich von seiner aufgekommenen Angst beherrschen zu lassen. Aber leider tat er das doch, und er traf wegen dieser Angst eine sehr, sehr dumme Entscheidung.

Folgendes lesen wir darüber in den restlichen Versen des Kapitels:

Darum hielt der König Rat, und machte zwei goldene Kälber und sprach zu dem Volk: Es ist zu viel für euch, nach Jerusalem hinaufzuziehen! Siehe, das sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten herausgeführt haben!
Und er stellte das eine in Bethel auf, und das andere setzte er nach Dan.
Aber diese Tat wurde für Israel zur Sünde; und das Volk lief zu dem einen Kalb bis nach Dan.
Er machte auch ein Höhenheiligtum und setzte aus dem ganzen Volk Leute zu Priestern ein, die nicht von den Söhnen Levis waren.
Ferner ordnete Jerobeam ein Fest an, am fünfzehnten Tag des achten Monats, wie das Fest in Juda, und opferte auf dem Altar. Ebenso machte er es in Bethel, indem er den Kälbern opferte, die er gemacht hatte; und er ließ in Bethel die Priester der Höhen den Dienst verrichten, die er eingesetzt hatte.
Und er opferte auf dem Altar, den er in Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tag des achten Monats, des Monats, den er aus seinem eigenen Herzen erdacht hatte; und er veranstaltete den Kindern Israel ein Fest und opferte auf dem Altar und räucherte.

Ihr wisst bestimmt von Gott, unserem Vater im Himmel, dass er es zum Kotzen findet, wenn Menschen in irgendeiner Weise Götzendienst leisten. Gott verabscheut alle Arten von Götzendienst zutiefst.
Aber der König Jerobeam ließ zwei goldene Statuen anfertigen, die aussahen wie Kälber, und diese erklärte er zu stellvertretenden Bildern Gottes, sodass die Menschen dem Gott Israel dienen sollten, indem sie die Kalbstatuen anbeteten und ihnen Tieropfer darbrachten. Jerobeam brach also das zweite von den heiligen zehn Geboten, nämlich dass man keinerlei Bildnisse anfertigen darf und ihnen weder dienen noch sie anbeten soll. Und dadurch wurde das ganze Israelische Volk unter Jerobeam Tag für Tag mit schwerster Sünde beladen.
Die Menschen des Volkes hätten sich eigentlich aus Liebe zu Gott weigern müssen, diesen Befehl des Königs Jerobeam auszuführen. Aber weil sie offensichtlich Gott nicht liebten, entschieden sie sich dazu, stellvertretende Bildnisse anzubeten, und zwar Abbilder von Tieren, die auf der Weide stehen und Gras fressen. Das ist sehr peinlich und sehr unverschähmt. Und es war abzusehen, dass es beginnend ab diesem Tag immer weniger Segen für das Volk geben wird, weil sie dauerhaft schlimme Sünden verübten, bei denen sie sich selber nichts dachten, aber die vor Gott absolut unerträglich sind.

Es sollte aber natürlich niemand so töricht sein, zu glauben, dass das Unheil aus irgendeinem anderen Grund über Israel kommen wird als wegen dem hochgradig unverschämten Götzendienst. Deswegen sandte Gott einen Prophet nach Bethel, um ihnen das Wort Gottes zu verkündigen, als der König gerade Götzen-dienst leistete. Wir lesen darüber Folgendes in Kapitel 13, Vers 1 bis 5:

Aber siehe, ein Mann Gottes kam von Juda durch das Wort des HERRN nach Bethel, als Jerobeam eben bei dem Altar stand, um zu räuchern.
Und er rief gegen den Altar durch das Wort des HERRN und sprach: Altar! Altar, So spricht der HERR: »Siehe, es wird dem Haus Davids ein Sohn namens Josia geboren werden, der wird auf dir die Priester der Höhen schlachten, die auf dir räuchern, und man wird Menschengebeine auf dir verbrennen!«
Und er gab an jehnem Tag ein Zeichen und sprach: Das ist das Zeichen, dass der HERR dies geredet hat: Siehe, der Altar wird bersten und die Asche die darauf ist verschüttet werden!
Und es geschah, als der König das Wort des Mannes Gottes hörte, der gegen den Altar von Bethel rief, da streckte Jerobeam seine Hand aus vom Altar herab und sprach: Ergreift ihn! Da verdorrte seine Hand, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, sodass er sie nicht wieder zu sich ziehen konnte.
Und der Altar barst, und die Asche wurde vom Altar herabverschüttet, gemäß dem Zeichen, das der Mann Gottes durch das Wort des HERRN angekündigt hatte.

Der Prophet hatte hier den Beweis erbracht, dass er wirklich von Gott dem Höchsten gesandt ist, denn er kündigte ein übernatürliches Ereignis an und dieses geschah auch. Der Altar, auf dem der König Jerobeam opferte, zerbrach wie von selbst, ohne das Zutun von Menschenhand. Somit war bewiesen, dass man diesen Prophet lieber ernst nehmen sollte. Und der Prophet hat gesagt, dass sozusagen dieser Altar eines Tages völlig entweiht und zum Spott gemacht werden soll, indem darauf Menschengebeine verbrannt werden. Das ist eine sehr erschreckende und heftige Prophetie. Normalerweise liegt es nahe, dass man bei solchen Worten sehr erschrickt und auf die Knie fällt und Gott um Gnade anfleht und sein Verhalten bereut. Das hätten sowohl der König als auch die Priester tun sollen aufgrund der schlimmen Ankündigung durch den Prophet. Und außerdem war die Hand von dem König sogar verdorrt, als er befahl, man solle den Prophet ergreifen. Das sollte dem König zusätzlich beweisen, dass Gott enorm unzufrieden mit ihm ist. Aber der König demütigte sich selbst nicht und zeigte keine Reue für seine Gräueltaten, sondern er reagierte anders. Es steht geschrieben in den Versen 6 und 7:

Da ergriff der König das Wort und sprach zu dem Mann Gottes: Besänftige doch das Angesicht des HERRN, deines Gottes, und bitte für mich, dass meine Hand mir wiedergegeben werde! Da besänftigte der Mann Gottes das Angesicht des HERRN. Und die Hand des Königs wurde ihm wiedergegeben, und sie wurde wieder wie zuvor.
Da sprach der König zu dem Mann Gottes: Komm mit mir heim und erfrische dich! Ich will dir auch ein Geschenk geben.

Hier sehen wir die Reaktion von König Jerobeam. Er zeigte keine Reue wegen seinem Götzendienst. Er bereute es auch nicht, sein eigenes Volk zum Götzendienst verführt zu haben. Und er bereute es nicht, seine Hand gegen einen Prophet Gottes ausgestreckt zu haben, denn er bat nicht um Vergebung. Stattdessen dachte der König einzig und allein an die Gesundheit seiner eigenen Hand. Das zählte für ihn. Seine Gräueltaten zählten für ihn nicht, aber seine Hand, von der er sich wünschte, sie würde wieder gesund werden. Ihm ging es einfach nur um seine persönliche Heilung, und alles andere ging ihm am Allerwertesten vorbei. Als dann der Prophet zu Gott betete und die Hand tatsächlich heil wurde, zeigte der König Jerobeam immernoch keine Einsicht und keine Reue und dachte auch nicht an Gott. Stattdessen begann er zu versuchen, sich bei dem beliebt zu machen, der für ihn gebetet hatte. Er wollte sich bei dem Prophet einschmeicheln, indem er ihm ein Geschenk anbot und ihn in sein Haus einlud.
Schauen wir mal, wie der Prophet darauf reagierte! Es steht geschrieben in den Versen 8 bis 10:

Aber der Mann Gottes sprach zum König: Wenn du mir auch dein halbes Haus geben würdest, so käme ich nicht mit dir; denn ich würde an diesem Ort kein Brot essen und kein Wasser trinken.
Denn so wurde mir durch das Wort des HERRN geboten und gesagt: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken und nicht wieder auf dem Weg zurückkehren, den du gegangen bist!
Und er ging einen anderen Weg und kehrte nicht wieder auf dem gleichen Weg zurück, auf dem er nach Bethel gekommen war.

Der Prophet hatte also die Anweisung von Gott, dass er kein Brot essen und kein Wasser trinken soll während seiner Reise. Und der Prophet war treu, als er durch das Verhalten des Königs in Versuchung geriet. Er hielt fest an dem Wort Gottes, wie Gott es ihm persönlich gesagt hatte. Denn wenn man als Prophet von Gott persönlich etwas als Anweisung bekommt, dann ist die Wider-rede der Menschen völlig belanglos. Und der Prophet ging auf einem anderen Weg zurück nach Hause. Wir werden aber merken, dass der Prophet noch mit einer anderen Versuchung zu kämpfen hatte, in der auf die Probe gestellt wurde, ob er dem Wort Gottes mehr glaubt als den Worten der Menschen. Denn es steht geschrieben in den Versen 11 bis 19:

Aber in Bethel wohnte ein alter Prophet. Zu dem kam einer seiner Söhne und erzählte ihm alles, was der Mann Gottes an jenem Tag in Bethel getan hatte; auch die Worte, die er zum König geredet hatte, erzählten sie ihrem Vater.
Da sprach ihr Vater zu ihnen: Welchen Weg ist er gegangen? Und seine Söhne hatten den Weg gesehen, den der Mann Gottes, der von Juda gekommen war, eingeschlagen hatte.
Er aber sprach zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihm den Esel, und er ritt darauf;
und er ging dem Mann Gottes nach und fand ihn unter einer Terebinte sitzen und sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der von Juda gekommen ist? Er sprach: Ich bin’s!
Da sprach er zu ihm: Komm mit mir heim und iss etwas!
Er aber sprach: Ich kann nicht umkehren und mit dir kommen; ich will auch mit dir weder Brot essen noch Wasser trinken an diesem Ort;
denn durch das Wort des HERRN ist zu mir gesagt worden: Du sollst dort weder Brot essen noch Wasser trinken; du sollst nicht auf dem gleichen Weg zurückkehren, auf dem du hingegangen bist!
Aber jener sprach zu ihm: Ich bin auch ein Prophet wie du, und ein Engel hat durch das Wort des HERRN zu mir geredet und gesagt: Führe ihn zurück in dein Haus, damit er Brot esse und Wasser trinke! Er lohg es ihm aber vor.
Da kehrte er mit ihm um und aß in seinem Haus Brot und trank Wasser.

Hier ist nun eine tragische Sache passiert. Denn dadurch, dass der Mann Gottes sich hat anlügen lassen, hat er sich an Gott versündigt. Der Mann Gottes wusste zwar nicht eindeutig, dass der alte Prophet lügt und überhaupt keinen Engel Gottes gesehen hatte, aber eine andere Sache wusste der Mann Gottes sehr wohl. Nämlich: Dem Wort Gottes muss man mehr glauben als dem Wort der Menschen. Gott hatte doch eindeutig zu ihm gesagt, er soll weder essen noch trinken. Das ist eine eindeutige Anweisung gewesen, die dem Mann Gottes zum Heil dienen sollte. Warum hat der Mann Gottes nicht darauf gehört und sich stattdessen von einem widerspenstigen Mensch vollschwatzen lassen? Hatte der Mann Gottes eine unangemessene Ehrfurcht vor dem alten Prophet aufgrund des höheren Alters? Oder hatte der Mann Gottes vor Engeln größeren Respekt als vor Gott?
Ich weiß es leider nicht genau, aber wir schauen uns nun mal an, wohin diese Entscheidung des Mannes Gottes führte, dass er den Behauptungen eines Menschen größeren Glauben geschenkt hatte als der deutlichen Anweisung von Gott selbst.
Es steht geschrieben in den Versen 20 bis 28:

Als sie aber zu Tisch saßen, da kam das Wort des HERRN zu dem Propheten, der ihn zurückgeführt hatte,
und er rief dem Mann Gottes zu, der von Juda gekommen war, und sprach: So spricht der HERR: Weil du dem Befehl des HERRN ungehorsam gewesen bist und das Gebot nicht gehalten hast, das dir der HERR, dein Gott, geboten hat,
sondern umgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an diesem Ort, von dem er dir sagte, du solltest weder Brot essen noch Wasser trinken, so soll dein Leichnam nicht in das Grab deiner Väter kommen!
Und es geschah, nachdem er Brot gegessen und getrunken hatte, da sattelte er ihm, dem Propheten, den er zurückgeführt hatte, den Esel.
Als er nun fortging, da begegnete ihm auf dem Weg ein Löwe; der tötete ihn, und sein Leichnam lag hingestreckt auf dem Weg. Und der Esel stand neben ihm, und der Löwe stand neben dem Leichnam.
Und siehe, als Leute vorbeigingen, da sahen sie den Leichnam hingestreckt auf dem Weg liegen und den Löwen bei dem Leichnam stehen, und sie kamen und sagten es in der Stadt, in welcher der alte Prophet wohnte.
Als nun der Prophet, der ihn vom Weg zurückgeholt hatte, das hörte, sprach er: Es ist der Mann Gottes, der dem Befehl des HERRN ungehorsam gewesen ist; darum hat ihn der HERR dem Löwen übergeben, der hat ihn zerrissen und getötet nach dem Wort, das der HERR zu ihm geredet hat!
Und er redete mit seinen Söhnen und sprach: Sattelt mir den Esel! Und als sie ihn gesattelt hatten,
da ging er hin und fand seinen Leichnam hingestreckt auf dem Weg liegen und den Esel und den Löwen neben dem Leichnam stehen. Der Löwe hatte den Leichnam nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen.

Das ist schon ziemlich außergewöhnlich, oder? Stellt euch das mal in Gedanken vor, wie das ausgesehen haben muss, als mitten auf einem Wanderweg ein Leichnam eines Mannes lag, und daneben stand ein wilder Löwe, und neben dem Löwe stand ein Esel, und der Löwe hat weder den Leichnam gefressen noch den Esel verletzt. Das klingt nicht unbedingt nach einer natürlichen Begebenheit, da Löwen ja Fleischfresser sind. Es sollte offensichtlich sein, dass hier Gott selbst seine Finger im Spiel hatte, um den Löwe ruhig zu halten. Und der alte Prophet, der den Mann Gottes aus Juda verführt hatte, ließ den Mann Gottes in seinem eigenen Hof begraben. Wir lesen uns vollständigkeitshalber noch den restlichen Teil der Erzählung durch, wie es aufgeschrieben ist ab Vers 29:

Da hob der Prophet den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte ihn auf den Esel und führte ihn zurück. Und er kam in die Stadt des alten Propheten, um ihn zu beklagen und zu begraben.
Und er legte dessen Leichnam in sein eigenes Grab, und sie klagten um ihn: Ach, mein Bruder!
Und als er ihn begraben hatte, sprach er zu seinen Söhnen: Wenn ich sterbe, so begrabt mich in dem Grab, in dem der Mann Gottes begraben worden ist, und legt meine Gebeine neben seine Gebeine.
Denn das Wort wird gewiss eintreffen, das er durch das Wort des HERRN ausgerufen hat gegen den Altar in Bethel und gegen alle Höhenheiligtümer, die in den Städten Samarias sind!
Aber nach dieser Begebenheit kehrte Jerobeam nicht um von seinem bösen Weg, sondern er setzte wieder Höhenpriester aus dem gesamten Volk ein. Wer Lust hatte, den weihte er, und der wurde Höhenpriester.
Und dies wurde dem Haus Jerobeams zur Sünde, sodass es vernichtet und aus dem Land vertilgt werden musste.

An den letzten beiden Versen merkt man auch, dass König Jerobeam überhaupt keine Buße tat, nichtmal im Ansatz, und deshalb wurde es notwendig, dass sowohl er als auch seine Nachkommen ausgerottet werden. Denn Gott kann einen Mann, der die Menschen zu übelster Sünde verführt, nicht einfach unendlich lange so weitermachen lassen. Und die Nachkommen des Mannes lernen von ihm ja nichts Anderes, als genau die selben Gräuel nachzuahmen, darum zieht König Jerobeam nicht nur auf sich selbst einen Fluch durch seinen Götzendienst, sondern er belastet auch die nach ihm folgenden Generationen dadurch.

Und da Götzendienst wirklich ein sehr schlimmer Gräuel für Gott ist und der Satan durch Götzendienst extremste Anrechte an einem Mensch und dessen Familie bekommt, wird es vermutlich niemanden überraschen, dass ein Sohn von König Jerobeam bald eine tödliche Krankheit bekam. Und Jerobeam nahm auch dies nicht zum Anlass, den Götzendienst abzubrechen, den er erfunden und seinem Volk aufgezwängt hatte. Stattdessen fragte er sich einfach nur, ob sein Sohn vielleicht wieder gesund wird. Das war alles. Und um diese eine Frage zu beantworten, nicht aber um zu wissen warum der Sohn überhaupt todkrank wurde, sondern einfach nur wegen der Heilung schickte der König Jerobeam seine Frau heimlich ins Land Juda zu einem Prophet Gottes. Darüber steht Folgendes geschrieben in Kapitel 14, Vers 1 bis 4:

Zu jener Zeit wurde Abija, der Sohn Jerobeams, krank.
Und Jerobeam sprach zu seiner Frau: Mache dich doch auf und verstelle dich, damit niemand erkennt, dass du Jerobeams Frau bist, und geh nach Silo; siehe, dort ist der Prophet Achija, der von mir geredet hat, dass ich König über dieses Volk sein sollte;
und nimm mit dir zehn Brote und Kuchen und einen Krug Honig und geh zu ihm; er wird dir verkünden, wie es dem Knaben gehen wird!
Und die Frau Jerobeams tat dies und machte sich auf und ging hin nach Silo und kam in das Haus Achijas. Achija aber konnte nicht sehen, denn seine Augen waren starr geworden wegen seines Alters.

Hierbei ist vielleicht auch das Detail interessant, dass die Frau zu einem echten Prophet Gottes ging, doch bei diesem Prophet handelte es sich um einen Mann, der wegen seines hohen Alters nichts mehr sehen konnte. Er war also ein kranker Mann, war aber trotzdem ein echter Prophet. Man kann daher nicht unbedingt am Gesundheitszustand erkennen, ob ein Mann Gott dient, sondern zuerst muss man prüfen, welche Früchte an diesem Mensch vorzufinden sind, wie Jesus es gelehrt hat. Und gute Früchte sind solche Eigenschaften wie Gottesfurcht und Demut, Barmherzigkeit und Geduld, Selbstbeherrschung und Enthaltsamkeit, Friedfertigkeit und Ehrlichkeit.

Jedenfalls hatte Gott den Prophet schon im Vorfeld aufgeklärt, dass die Frau des Königs vom abgespaltenen Israel zu ihm unterwegs ist, und Gott hatte dem Prophet auch gesagt, wie er reagieren soll, wenn die Frau da ist. Einen Teil der Reaktion lesen wir uns heute durch. Es steht geschrieben in den Versen 5 bis 12:

Aber der HERR hatte zu Achija gesprochen: Siehe, die Frau Jerobeams kommt, um von dir ein Wort zu erlangen wegen ihres Sohnes; denn er ist krank. So rede nun mit ihr so und so! Es wird aber geschehen, wenn sie hereinkommt, wird sie sich verstellen.
Und es geschah, als Achija das Geräusch ihrer Füße hörte, wie sie zur Tür hereinkam, da sprach er: Komm herein, du Frau Jerobeams! Warum verstellst du dich? Ich bin mit einer harten Botschaft an dich beauftragt!
Geh hin, sage Jerobeam: »So spricht der HERR, der Gott Israel: Weil ich dich aus der Mitte des Volkes erhöht und zum Fürsten über mein Volk Israel gesetzt habe,
sodass ich das Königreich dem Haus Davids entrissen und es dir gegeben habe, weil du aber nicht gewesen bist wie mein Knecht David, der meine Gebote befolgte und mir nachfolgte von ganzem Herzen, sodass er nur tat, was in meinen Augen recht ist;
sondern weil du mehr Böses getan hast als alle, die vor dir gewesen sind; weil du hingegangen bist und dir andere Götter und gegossene Bilder gemacht hast, sodass du mich zum Zorn reiztest und mich verworfen hast;
darum, siehe, bringe ich Unheil über das Haus Jerobeams, und ich will ausrotten von Jerobeam, was männlich ist, Mündige und Unmündige in Israel, und ich will die Nachkommen des Hauses Jerobeams ausfegen, wie man Kot ausfegt, bis es ganz aus ist mit ihm.
Wer von Jerobeam in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen; wer aber auf dem Feld stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen; denn der HERR hat es gesagt!
So mache dich nun auf und geh heim, und wenn dein Fuß die Stadt betritt, wird der Knabe sterben!

Bereits durch diese Worte hatte die Frau ihre Antwort auf die Frage, ob das kranke Kind vielleicht geheilt wird. Die Antwort lautete offensichtlich Nein. Und weiter unten liest man auch noch die Ankündigung, dass Gott Israel aus ihren Ländereien entfernen will, weil sie nicht nur dem Aufruf zum Götzendienst folgten, der vom König Jerobeam ausging, sondern weil sie sich obendrein noch andere Götzenbilder aufgestellt hatten, nämlich die sogenannten Aschera-Standbilder, um diesen zu dienen, und sie weigerten sich durchgängig, damit aufzuhören.

Es wurde aber nach dem König Jerobeam einer seiner Söhne zum König gemacht und regierte zwei Jahre. Aber ein anderer Mann aus Israel machte eine Verschwörung gegen das Königshaus und tötete alle Familienangehörigen von Jerobeam, wie Gott es angekündigt hatte. Davon liest man in Kapitel 15 in den Versen 25 bis 30.
Leider war aber dieser neue König von Israel, dessen Name Baesa lautete, auch kein gottesfürchtiger Mann, sondern er betete ebenfalls die Kalbsfiguren an und hielt somit den Götzendienst aufrecht, den Jerobeam begonnen hatte. Und danach regierte in Israel ein König namens Ela, der ebenfalls Götzendienste leistete und Gott dadurch zum Zorn reizte, auf die selbe Art wie seine Vorgänger. Nach diesen regierte über Israel ein Mann namens Simri, und dieser war genau so gottlos wie seine Vorgänger, denn auch er trieb Götzendienste und reizte damit Gott unablässig zum Zorn. Und als auch dieser tot war, konnte sich das abgespaltene Israel nicht auf einen Nachfolger einigen und sie teilten sich untereinander. Denn einige wollten einen Mann namens Omri zum König machen, andere aber einen Mann namens Tibni. Und so kam es zum Krieg unter Brüdern im Volk Israel, und die Israeliten bekriegten sich gegenseitig so lange, bis die Unterstützer von Omri siegten und Omri König wurde.
Und als Omri König war, betrieb er ebenfalls abscheuliche Götzendienste, heftiger als seine Vorgänger, und reizte Gott dadurch zu großem Zorn. Und als er starb, wurde sein Sohn nach ihm König, und sein Sohn hieß Ahab. Und Ahab betrieb nicht nur die selben erbärmlichen Götzendienste, die sein Vater tat, sondern er heiratete obendrein eine Frau aus einem fremden Volk, nämlich Isebel, und diese brachte zusätzliche Götzen in das Land Israel, damit auch noch diese Götzen zusätzlich zu allen anderen angebetet werden. Dabei handelt es sich um die sogenannten Baale. Und König Ahab betete die Götzen von Isebel an und baute dazu ein Gotteshaus und Altäre in Israel, und das Volk gab sich damit zufrieden.
Es ist vielleicht auch erwähnenswert, dass bis zu der Zeit des Königs Ahab die Stadt Jericho in Trümmern lag, und Gott hatte gesagt, dass niemand sie wiederaufbauen darf. Aber zu Ahabs Zeiten baute man Jericho trotzdem wieder auf. Gott hatte in älteren Zeiten davor gewarnt, dass der jenige, der die Stadt wieder aufbauen wird, seine eigenen Kinder verliert. Das wurde prophezeit in den Tagen, als Israel das versprochene Land nach seiner Wüstenwanderung eroberte, wie man es im Buch Josua in Kapitel 6 liest. Und genau dieses Unheil trat dann auch ein, denn zwei Söhne des Bauleiters starben während dem Wiederaufbau von Jericho.

Es lebte aber auch der Prophet Elia in Israel zu der Zeit, als der König Ahab und seine Frau Isebel ihre gottlosen Gräuel verübten. Und was genau der Prophet Elia erlebte, das haben wir uns in einem separaten Video bereits näher angeschaut. Ich habe dieses Video auch in der Textbox unten verlinkt, falls es jemand noch nicht kennt oder den Inhalt auffrischen will. Elia wurde von den Königsleuten verfolgt, denn Isebel hatte den Befehl erteilt, dass die Propheten des Gottes Israel getötet werden müssen, deshalb musste Elia stets vorsichtig sein und konnte sich nicht lange in den Städten aufhalten. Wir wissen aber auch, dass Elia von Gott dazu auserwählt war, lebendig in den Himmel entrückt zu werden, und nachdem das geschehen war, wurde ein Prophet namens Elisa der Nachfolger von Elia. Und was Elisa für Sachen erlebt hat, darüber gibt es ebenfalls ein Video auf diesem Kanal.

Jedenfalls regierte der König Ahab insgesamt 22 Jahre über das abgespaltene Israel, und sein Regierungssitz war in der Stadt Samaria. Und es geschah einmal, dass Samaria vom König der Aramäer angegriffen wurde, und obwohl Ahab ein Mensch war, der übelste Götzendienste betrieb und die Ermordung von Gottes Propheten billigte, wollte Gott ihm trotzdem im Kampf gegen den völlig überlegenen König der Aramäer helfen, um Ahab zu zeigen, dass Gott ernstgenommen werden muss. Und Ahab sollte den König der Aramäer auch nach der Niederlage töten, versuchte aber stattdessen, sich mit ihm anzufreunden.
Da war Gott noch wütender auf Ahab. Und es geschah ebenso, dass Ahab den Weinberg eines fremden Mannes nahe bei seinem Palast besitzen wollte, aber der Mann namens Nabot wollte ihn nicht verkaufen. Da sorgte Isebel dafür, dass der Eigentümer des Weinbergs eines Verbrechens angeklagt wurde, das er nicht begangen hatte, und das Volk steinigte Nabot deswegen zu Tode.
Da wurde Gott noch zorniger und der Prophet Elia musste folgende Worte Gottes an Ahab ausrichten laut Kapitel 21, Vers 21 bis 24:

Siehe, ich will Unheil über dich bringen und deine Nachkommen wegfegen, und ich will von Ahab ausrotten, was männlich ist, Mündige und Unmündige in Israel;
und ich will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Achijas, um der Herausforderung willen, womit du mich zum Zorn herausgefordert und Israel zur Sünde verführt hast!
Und auch über Isebel redete der HERR und sprach: Die Hunde sollen Isebel fressen vor der Festungsmauer von Jesreel!
Wer von Ahab in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer auf dem Feld stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen!

Danach kam der König von Juda, und er wollte ein Bündnis mit Ahab schließen, obwohl Ahab so ein böser Mann war vor Gott. Und dann wollten sie gemeinsam in den Krieg ziehen, aber der König von Juda wollte zuerst Gott befragen, um zu wissen, ob die Sache funktionieren wird. Und es gab viele falsche Propheten, die alle sagten, es würde funktionieren, aber es gab auch einen echten Prophet Gottes namens Micha, der sagte, dass König Ahab gewiss sterben wird in diesem Kampf. Und weil Micha das sagte, wurde er in einen Kerker gesperrt. Danach zog der König Ahab mit dem König von Juda zusammen in den Kampf, und König Ahab wurde im Kampf getötet. Sein Nachfolger war sein Sohn namens Ahasja, aber der war schonwieder ein schlimmer Gotteslästerer durch Gräueltaten, und er starb an einer tödlichen Krankheit, als er gerademal 2 Jahre König von Israel gewesen war.
Der nächste König von Israel war König Joram, und dieser leistete zwar keinen Baal-Götzendienst, wie Isebel es befohlen hatte, aber er betete die goldenen Kälber an, die immernoch in Israel waren, und wich nicht von diesem Götzendienst ab. Und er verbündete sich mit dem aktuellen König von Juda, um mit ihm zusammen gegen die Moabiter zu kämpfen, und der Kampf gelang ihnen. Und ein anderes Mal wurde Samaria so schlimm durch den König der Aramäer belagert, dass eine extrem heftige Hungersnot in der Stadt entstand, aber als schon alles aussichtslos schien, vertrieb Gott die feindliche Heeresmacht und Israel war gerettet, auch wenn sie das aufgrund ihrer unablässigen Götzendienste in keiner Weise verdient hatten.

Gott aber suchte nach jemandem in Israel, der eine gottesfürchtige Königsherrschaft bewahren würde. Und Gottes Wahl fiel auf einen Mann namens Jehu. Dieser Mann wurde von dem Prophet Elisa zum König gesalbt, und diesbezüglich lesen wir mal im zweiten Buch der Könige in Kapitel 9 die Verse 6 bis 8. Es steht geschrieben:

Da stand Jehu auf und ging in das Haus hinein. Er aber goss das Öl auf sein Haupt und sprach zu ihm: So spricht der HERR, der Gott Israel: Ich habe dich zum König gesalbt über das Volk des HERRN, über Israel!
Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, erschlagen; so will ich das Blut der Propheten, meiner Knechte, und das Blut aller Knechte des HERRN an Isebel rächen!
Ja, das ganze Haus Ahabs soll umkommen; und ich will von Ahab alles ausrotten, was männlich ist, sowohl Mündige als auch Unmündige in Israel.

Da nun Jehu zum König gesalbt war, machte er sich daran, die aktuell regierenden Könige umzubringen, und er warf den Leichnam des aktuellen Königs Israel, der ein Nachkomme von Ahab war, auf den selben Weinberg, den Ahab von Nabot gestohlen hatte.
Danach ging es auch Isebel an den Kragen, denn es steht geschrieben in den Versen 30 bis 37:

Als nun Jehu nach Jesreel kam und Isebel dies hörte, da schminkte sie ihr Angesicht und schmückte ihr Haupt und schaute zum Fenster hinaus.
Und als Jehu in das Tor kam, sprach sie: Ist es Simri gut ergangen, der seinen Herrn ermordete?
Da schaute er zum Fenster empor und sprach: Wer hält es mit mir? Wer? Da sahen zwei oder drei Kämmerer zu ihm hinab.
Und er sprach: Stürzt sie herab! Und sie stürzten sie hinunter, dass die Wände und die Pferde mit ihrem Blut bespritzt wurden; und er zertrat sie.
Und als er hineinkam und gegessen und getrunken hatte, sprach er: Seht doch nach dieser Verfluchten und begrabt sie, denn sie ist die Tochter eines Königs!
Als sie aber hingingen, um sie zu begraben, da fanden sie nichts mehr von ihr als nur den Schädel, die Füße und die Handflächen.
Und sie kamen wieder und berichteten es ihm. Er aber sprach: Das ist ja das Wort des HERRN, das er durch seinen Knecht Elia den Tisbiter geredet hat, als er sprach: Auf dem Acker Jesreels sollen die Hunde das Fleisch der Isebel fressen!
Und der Leichnam Isebels wird sein im Acker Jesreels wie Dünger auf dem Feld, sodass man nicht sagen kann: Dies ist Isebel!

Durch diesen Text sehen wir, dass die Prophetenmörderin Isebel, die obendrein ganz Israel mit ihren Baal-Götzenbildern zugestellt hat und ein Gotteshaus für die erfunndenen Gottheiten verlangt hatte, nun ihre verdiente Strafe bekam. Und alle Leute, die an der gotteslästerlichen Herrschaft von König Ahab mitgewirkt hatten, wurden ohne Ausnahme von Jehu zur Strecke gebracht. Danach zerstörte Jehu die Baal-Tempel und ließ alle Männer töten, die sich selbst für Propheten und Priester der Baale hielten. Und er ließ auch die ganzen Baal-Gedenksteine niederreißen und alle Bildsäulen vernichten und zerstörte das große Baal-Gotteshaus, das in Israel gebaut worden war.

Diese Taten machten Israel frei von dem Baal-Götzendienst. Aber leider entfernte Jehu nicht die goldenen Kälber, die immernoch in Israel herum standen, sondern hielt diese Art des Götzendienstes aufrecht. Und es gab in seinen Tagen einen mächtigen König, nämlich Hasael, den König der Aramäer, und mit diesem bekam Israel große Probleme, ohne dass Gott ihnen half, weil sie einfach nicht damit aufhören wollten, die Kalbsfiguren stellvertretend für den echten Gott anzubeten.

Und die kriegerischen Probleme durch Hasael erschütterten Israel nicht nur während der Herrschaft von Jehu, sondern auch als dessen Nachfolger Joahas König war, und als danach ein König namens Joas regierte. Denn sie alle hielten die Anbetung der goldenen Kalbsfiguren aufrecht im abgespaltenen Israel. Keiner kam auf den Gedanke, diesen Unsinn zu beenden.

Danach regierte über Israel ein König, der sich selbst Jerobeam nannte, genau wie der König, der zuerst Israel zum Götzendienst verführt hatte. Und natürlich hielt dieser ebenfalls den unablässigen Götzendienst aufrecht, sodass die Israeliten, anstatt den echten Gott anzubeten, zwei goldene Kalbbilder anbeteten und der Meinung waren, sie würden dadurch dem lebendigen Gott näher kommen, weil sie dabei an ihn denken.
Und das Volk war mittlerweile zahlmäßig ziemlich klein und es gab viel Elend unter ihnen.

Danach gab es in Israel zwei Könige, von denen jeder nur eine kurze Zeit regierte,einer von beiden sogar nur einen einzigen Monat, und als nächstes kam ein neuer König auf, der 10 Jahre im Amt blieb. Es wurde aber der König von Assyrien langsam mächtig. Und weil in Israel immernoch goldene Kalbsfiguren angebetet wurden, bekamen sie Probleme mit dem König von Assyrien und mussten ihm Schutzgeld bezahlen, denn Gott beschützte sie nicht.
Danach kam ein weiterer König in Israel auf, der aber nach zwei Jahren von seinem eigenen Hauptmann ermordet wurde. Und der Hauptmann wurde König, betrieb aber auch Götzendienst wie alle vor ihm in Israel durch die Anbetung der Kalbsfiguren, und er regierte 20 Jahre, danach wurde auch er von einem Mann aus Israel ermordet. Und der Name des Mörders war Hosea. Das ist aber nicht der Prophet Hosea, von dem es ein Prophetenbuch gibt, sondern ein anderer Hosea. Und dieser andere Hosea wurde dann der letzte König von Israel. Denn der König von Assyrien war immer mächtiger und mächtiger geworden, und der König Hosea wurde mit diesem Problem nicht fertig. Er meinte nämlich, dass er beim König von Ägypten Unterstützung finden würde, aber der König von Assyrien bemerkte das und wurde deswegen sehr zornig. Darum wurde das Land erobert und die Stadt, welche Israel zur Königsstadt gemacht hatte, nämlich Samaria, wurde von den Assyrern belagert, und letztlich wurde ganz Israel überwältigt und gefangen wegggeführt.

Wir lesen diesbezüglich Folgendes in Kapitel 17, Vers 1 bis 18:

Im zwölften Jahr des Ahas, des Königs von Juda, wurde Hosea, der Sohn Elas, König über Israel in Samaria, und er regierte neun Jahre lang.
Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, doch nicht wie die Könige von Israel, die vor ihm waren.
Gegen ihn zog Salmanassar, der König von Assyrien herauf; und Hosea wurde ihm untertan und zahlte ihm Tribut.
Als aber der König von Assyrien erfuhr, dass Hosea eine Verschwörung gemacht und Boten zu So gesandt hatte, dem König von Ägypten, und dem König von Assyrien nicht wie alle Jahre Tribut gezahlt hatte, da nahm er ihn fest und legte ihn gebunden ins Gefängnis.
Und der König von Assyrien durchzog das ganze Land und kam vor Samaria und belagerte es drei Jahre lang.
Im neunten Jahr Hoseas eroberte der König von Assyrien Samaria und führte Israel gefangen nach Assyrien; und er siedelte sie in Halach und am Habor, dem Fluss Gosans, und in den Städten der Meder an.
Und dies geschah deshalb, weil die Kinder Israel gesündigt hatten gegen den HERRN, ihren Gott, der sie aus dem Land Ägypten geführt hatte, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten, und weil sie andere Götter fürchteten,
und weil sie nach den Satzungen der Heidenvölker wandelten, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte, und nach den Satzungen der Könige von Israel, die diese gemacht hatten.
So hatten die Kinder Israel gegen den HERRN, ihren Gott, heimlich Dinge getrieben, die nicht recht waren: Sie bauten sich Höhen an allen ihren Wohnorten, von den Wachttürmen bis zu den festen Städten,
und sie errichteten sich Gedenksteine und Aschera-Standbilder auf allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen,
und sie räucherten auf allen Höhen wie die Heiden, die der HERR vor ihnen weggeführt hatte, und trieben böse Dinge, um damit den HERRN zu erzürnen,
und sie dienten den Götzen, von denen der HERR ihnen gesagt hatte: Ihr sollt so etwas nicht tun!
Ja, wenn der HERR gegen Israel und Juda durch alle Propheten und alle Seher Zeugnis ablegte, indem er ihnen sagen ließ: Kehrt um von euren bösen Wegen und haltet meine Gebote und meine Satzungen nach dem ganzen Gesetz, das ich euren Vätern geboten habe und das ich durch meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt habe!,
so gehorchten sie nicht, sondern machten ihren Nacken hart, gleich dem Nacken ihrer Väter, die nicht an den HERRN, ihren Gott, geglaubt hatten.
Dazu verachteten sie seine Satzungen und seinen Bund, den er mit ihren Vätern geschlossen hatte, und seine Zeugnisse, die er ihnen bezeugt hatte; und sie wandelten der Nichtigkeit nach und wurden nichtig; und sie folgten den Heidenvölkern nach, die um sie her wohnten, derentwegen ihnen der HERR geboten hatte, sie sollten nicht so handeln wie diese.
Und sie verließen alle Gebote des HERRN, ihres Gottes, und machten sich Bilder, zwei gegossene Kälber, und machten ein Aschera-Standbild und beteten das ganze Heer des Himmels an und dienten dem Baal.
Und sie ließen ihre Söhne und ihre Töchter durchs Feuer gehen und trieben Wahrsagerei und Zauberei und verkauften sich, zu tun, was böse ist in den Augen des HERRN, um ihn zu erzürnen.
Da wurde der HERR sehr zornig über Israel und tat sie von seinem Angesicht hinweg, sodass nur der Stamm Juda übrig blieb.

Damit ist im Grunde das Wichtigste über das abgespaltene Israel gesagt. Die Juden selbst aber, welche in diesen Tagen noch in ihrem eigenen Land wohnten, schlitterten auch langsam dem Untergang entgegen, denn auch die Juden versündigten sich auf vielerlei schlimme Arten gegen Gott. Was genau aber die Juden alles taten und erlebten vor dem Untergang Jerusalems, das werden wir in einem anderen Video anschauen.
Heute haben wir die Geschichte vom abgefallenen Israel angeschaut, also wie es seit der Spaltung nach der Herrschaft Salomos mit ihnen weiterging. Die Überlebenden von ihnen waren letztlich in einem fremden Land angesiedelt, und der König von Assyrien hatte Israel ganz und gar besiegt, und er siedelte in den Ländereien Israel ein paar Heidenvölker an, um dort zu bleiben.

Das ist die Geschichte der Israeliten, die nicht zu den Juden gehörten nach der Spaltung, wie man es im ersten und zweiten Buch der Könige entdecken kann.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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