Text zu "Jesus kennen (6) - Der Überwinder aller Versuchungen"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=HB5TsV48Mw8
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In diesem Video
wollen wir uns anschauen, inwiefern Jesus ein Überwinder von
schwierigen Versuchungen gewesen ist.
Wir wissen, und
Jesus selbst wusste auch ganz genau, dass der Satan am Anfang die
ersten zwei Menschen verführte, indem er sie mit Lügen dazu
bewegte, Gottes einziges Gebot zu brechen. Er versprach ihnen, dass
sie keineswegs sterben werden, wenn sie Gottes Gebot brechen, und er
versprach ihnen, dass sie selber Götter sein werden.
Und obwohl diese
billigen Tricks bei den Menschen unserer narzistisch geprägten
Gesellschaft bis zum heutigen Tag immernoch funktionieren und
Millionen von Menschen bereits dadurch verloren gehen, dass sie
diesen Blödsinn glauben, konnte natürlich der Satan nicht zu Jesus
hingehen und die selben billigen Tricks an ihm ausprobieren, denn
Jesus kannte dieses falsche Spiel ja schon längst. Der Satan wusste,
dass er mit sowas keine Chance bei Jesus hat, da Jesus dies schon
kennt und durchschaut.
Und wir haben
bereits in anderen Videos ausführlich darüber geredet, welche
anderen Tricks der Teufel ausprobiert hat, als er Jesus in der Wüste
persönlich gegenübertrat. Er versuchte, Jesus basierend auf dessen
Identität mit Stolz zu verführen und wollte ihn dazu bewegen, seine
von Gott gegebene Macht zu eigennützigen Zwecken zu missbrauchen,
zur Befriedigung fleischlicher Bedürfnisse. Und als das nicht
klappte, versuchte er Jesus mit Macht und Majestät innerhalb der
Erde zu verlocken, aber auch das klappte nicht. Und schließlich
benutzte der Teufel die Bibel, indem er eine positive Bibelstelle auf
eine egoistische und unverschämte Weise auslegte, um Jesus dazu zu
reizen, basierend auf der Falschanwendung des Schriftwortes eine
unüberlegte Entscheidung zu treffen und Gott zum Eingreifen zu
nötigen, wo aus Gottes Sicht gar kein Eingreifen angemessen war.
Wichtig zu erwähnen
ist aber, dass diese schwere Prüfung nicht die einzige Zeit war, in
der Jesus versucht wurde. Es gab auch andere Situationen, wo Jesus in
Versuchung war, und diese werden wir heute näher betrachten.
Die erste Situation
mit einer Versuchung, die wir uns heute vor Augen halten, war der
Moment, als Jesus zum ersten Mal seinen Aposteln anvertraut hat,
dass ihm ein sehr schlimmes Leiden bevorsteht, welches er aushalten
muss. Wir lesen diesbezüglich Folgendes im Evangelium des Matthäus
in Kapitel 16, Vers 21 bis 23:
Von da an begann
Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und
viel leiden müsse von den Ältesten, den obersten Priestern und
Schriftgelehrten, und getötet werden und am dritten Tag auferweckt
werden müsse.
Da nahm Petrus ihn
beiseite und fing an, ihm zu wehren und sprach: Herr, schone dich
selbst! Das widerfahre dir nur nicht!
Er aber wandte sich
um und sprach zu Petrus: Weiche von mir Satan! Du bist mir ein
Ärgernis; denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich!
Jesus hat auf das
Verhalten von Petrus offensichtlich sehr energisch reagiert, da er
durch dieses Verhalten in Versuchung geriet, seinen von Gott
gegebenen Auftrag zu verwerfen. Hierbei muss ich betonen, dass diese
Versuchung auf einer sehr emotionale Weise abgelaufen ist. Petrus war
der überzeugteste Apostel von allen 12. Petrus war sozusagen ein
sehr naher Freund von Jesus. Dadurch wurde die Versuchung zusätzlich
intensiver. Wenn nämlich nur irgendein daher gelaufener Nichtsnutz
zu Jesus gesagt hätte, ihm dürfe dies niemals widerfahren, dann
wäre es besonders einfach, dem zu widerstehen. Denn es ist ja egal,
was irgendein daher Gelaufener denkt. Aber wenn ein enger Freund und
treuer Nachfolger besorgt ist, dann neigt man stärker dazu, auf
diesen zu hören. Ganz allgemein ist es so, dass man denen, die einem
am Herzen liegen, ja Herzleid und Sorgen ersparen will. Deswegen
hätte Jesus denken können, dass er am besten den Aposteln gar nicht
erst sagen sollte, was mit ihm passieren wird. Denn sobald sie das
hören, werden sie ja entsetzt sein. Das ist eine echte Last für ihr
Herz. Und wer weiß, ob sie damit überhaupt umgehen können und das
verkraften werden, wenn ihr hoch geschätzter und bewunderter
Meister, auf den sie sich verlassen, zu ihnen sagt, dass er bald
übelst leidet und getötet wird. Kann man denen ein derart
belastendes Gedankengut überhaupt zumuten? Sollte man nicht aus
Rücksicht auf sie eher derartige Vorhersagen, die grausam sind, von
ihnen fernhalten?
Jesus musste aber
diese Vorhersage mit ihnen teilen, damit sie hinterher glauben
können, wenn er auferstanden ist. Also musste Jesus der Versuchung
widerstehen, aufgrund von Zimperlichkeit seinen bevorstehenden Tod zu
verheimlichen. Und als er sich dazu überwunden hatte, es ihnen zu
sagen, kam gleich die nächste Versuchung. Denn durch die Reaktion
von Petrus wird Jesus stark dazu gereizt, zu denken, dass es ein
Fehler ist, den Kreuzweg auf sich zu nehmen, weil die Apostel es
nicht aushalten werden, wenn er sie alleine lässt und dass er ihnen
das nicht antun kann, da sie ihn brauchen. Und Jesus wird dazu
gereizt, den Kreuzweg zu verwerfen, damit Petrus sich keine Sorgen
mehr machen muss, denn durch die Reaktion von Petrus soll Jesus auf
das Gefühlsleben von Petrus größere Rücksicht nehmen als auf die
Wünsche Gottes. Und obendrein könnte es vielleicht auch passieren,
dass seine eigenen Apostel anfangen, ihn für verrückt zu halten,
wenn er aus heiterem Himmel einfach beginnt, derart verstörende
Ankündigungen zu äußern. Jesus wird also stark dazu gedrängt, die
Sache mit der Selbstopferung für die Menschheit doch lieber bleiben
zu lassen, aber er erkennt, dass er dabei von dem abgewandt werden
soll, was wirklich wichtig ist. Und deswegen reagiert er entsprechend
energisch, um der Versuchung zu widerstehen.
Andere Arten der
Versuchungen gab es dadurch, dass die Pharisäer ihm ständig mit
Fangfragen auf die Nerven gegangen sind und ihn wie einen Idiot da
stehen lassen wollten. Sie stellten ihm von Anfang an Fragen mit der
Absicht, ihn dadurch vor den Zuhörern zum Spott zu machen. Und Jesus
musste das ertragen, ohne die Nerven zu verlieren mit diesen
böswilligen Typen, und manchmal war es sogar schwierig, überhaupt
gute Antworten zu finden. Wir lesen zum Beispiel im Evangelium des
Matthäus in Kapitel 19, Vers 3 bis 7:
Da traten die
Pharisäer zu ihm, versuchten ihn und fragten ihn: Ist es einem Mann
erlaubt, aus irgendeinem Grund seine Frau zu entlassen?
Er aber antwortete
und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie
am Anfang als Mann und Frau erschuf
und sprach: »Darum
wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen;
und die zwei werden ein Fleisch sein«?
So sind sie nicht
mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das
soll der Mensch nicht scheiden!
Da sprachen sie zu
ihm: Warum hat denn Moses befohlen, ihr einen Scheidebrief zu geben
und sie so zu entlassen?
Hierbei haben die
Pharisäer interessanterweise Recht damit, dass aus dem Gesetz von
Moses hervorgeht, wie man einer Frau einen Scheidebrief geben kann,
wenn sie keine Gnade mehr vor den eigenen Augen hat. Also: Jesus
sagt, dass Ehescheidung böse ist, aber die Pharisäer können durch
das Gesetz von Moses, an das sich die Juden halten müssen,
aufzeigen, dass Ehescheidung sogar geboten wird.
Das ist eine
schwierige Lage für Jesus, wenn er etwas sagt, was Gott wohlgefällig
ist, aber anhand von Schriftworten des Gesetzes können die Menschen
das Gegenteil vertreten. Was macht man in so einer Lage? Wenn man
Gottes Wahrheit redet, aber die Menschen können durch Bibelzitate
etwas Anderes behaupten, wie reagiert man richtig darauf? Auch das
ist eine Versuchung, denn man sollte auch in solchen schweren Lagen
nicht verzweifeln oder pöbelnd reagieren, obwohl man versucht ist,
dies zu tun.
Wenn man den Text
weiterliest, wird man merken, dass Jesus noch genauer erklärt hat,
worauf man am meisten zu achten hat, denn wenn das Gesetz von Moses
nicht mit einem treuen und liebevollen Herz bewertet wird, sondern
mit Doppelmoral und Hartherzigkeit, dann bringt das ganze Gesetz gar
nichts.
Aber aufgrund der
Tatsache, dass die Pharisäer aus menschlicher Sicht mit ihrer
Argumentation durchaus eine starke Aussage äußerten, geriet Jesus
besonders dabei in Versuchung, aus der Ruhe zu kommen und schlecht zu
reagieren. Und doch blieb er besonnen.
Die heftigsten
Versuchungen kamen aber, wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt,
als das Leiden von Jesus beginnen sollte.
Jesus wusste, was
ihn erwartet. Und er war stark versucht, vor dieser Sache zu fliehen.
Angst und Grauen bedrängten ihn schwer, als er im Garten Gethsemane
war. Er hätte diese Sache am liebsten vermieden. Seine Gefühle
drängten ihn dazu, vor seinem geplanten Opfergang wegzulaufen, und
er musste diese Gefühle verkraften und trotzdem entschlossen den
Dingen ihren Lauf lassen.
Im Evangelium des
Lukas lesen wir in Kapitel 22, Vers 44 darüber folgendes Zitat:
Und er war in
ringendem Kampf und betete inbrünstiger; sein Schweiß wurde aber
wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.
Das müsst ihr euch
mal überlegen! Jesus hatte eine derart heftige Angst, dass er Blut
schwitzte! Sowas geschieht nicht mal einfach so! Sowas geschieht nur,
wenn ein Lebewesen in dieser Welt wirklich in übelster Panik und
Todesangst ist.
Und die Versuchung
besteht darin, dass Jesus immernoch frei war in diesem Moment. Die
Soldaten waren noch nicht angekommen, um ihn festzunehmen. Er hatte
die ganze Zeit über die Möglichkeit, die Flucht zu ergreifen. Und
der Versuchung, wegzulaufen, musste er trotz seiner Todesangst
widerstehen. Könnt ihr euch vorstellen, wie schwer das ist?
Jesus überwand aber
diese Versuchung, indem er an Ort und Stelle blieb, bis die Soldaten
schließlich kamen, ihn fesselten und ihn mitnahmen. Und Jesus wurde
zu den obersten Priestern und Ältesten gebracht, und diese
verurteilten ihn als Gotteslästerer zum Tode, spuckten ihn an,
verhüllten sein Gesicht und schlugen ihn, und dabei lachten sie ihn
aus.
Und als es Morgen
wurde, da wollten sie ihm zum römischen Statthalter bringen, weil
die Juden nicht eigenmächtig jemanden töten durften, sondern nur
wenn es vom Kaiserreich befohlen war. Als aber der Statthalter
Pilatus sah, dass sie Jesus zum Tod ausliefern wollten, da wollte er
am liebsten gar nichts mit dieser Sache zu tun haben und schickte sie
zu dem König Herodes, damit die obersten Priester und Ältesten vor
Herodes eine Anklage gegen Jesus erheben. Und auch dabei geriet Jesus
in starke Versuchung.
Es steht geschrieben
in Kapitel 23, Vers 7 bis 10:
Und als er hörte,
dass er aus dem Herrschaftsgebiet des Herodes sei, sandte er ihn zu
Herodes, der in diesen Tagen auch selbst in Jerusalem war.
Herodes aber freute
sich sehr, als er Jesus erblickte; denn er hätte ihn schon längst
gern gesehen, weil er viel von ihm gehört hatte, und er hoffte, zu
sehen, wie ein Zeichen von ihm vollbracht wurde.
Er legte ihm denn
auch viele Fragen vor; aber er gab ihm keine Antwort.
Die obersten
Priester aber und die Schriftgelehrten standen da und verklagten ihn
heftig.
An diesem Text
erkennen wir, dass der König Herodes sich freute, als Jesus zu ihm
gebracht wurde. Also: Die obersten Priester hassten Jesus, aber der
König Herodes freute sich. Hierbei geriet Jesus nun in Versuchung.
Denn wenn Jesus gute Worte zu Herodes gesprochen hätte, so hätte
Herodes nicht auf die anklagenden Worte der Priester und
Schriftgelehrten gehört, sondern weil er von Jesus beeindruckt war,
hätte er dessen Freilassung befohlen. Jesus hätte also durch kluges
Reagieren die Chance bekommen, sich freisprechen zu lassen. Aber
Jesus musste darauf verzichten und die ganze Zeit schweigen, sodass
er nicht freigesprochen wird um seiner eigenen Worte willen. Denn
durch das schweigsame Verhalten verachtete Herodes Jesus und ließ
ihn wieder zurück zu Pilatus bringen.
Als Jesus wieder vor
Pilatus war, welchem bei dieser ganzen Sache mulmig zumute war, da
wollte Pilatus nicht wirklich Jesus zum Tode verurteilen, aber die
Volksmenge wurde von den Priestern, Schriftgelehrten und Ältesten
gegen Jesus aufgehetzt, und sie ließ sich willig aufhetzen. Da ließ
Pilatus Jesus geißeln durch viele schwere Peitschenhiebe, und nach
der Geißelung wurde Jesus von den römischen Soldaten verspottet und
heftig verprügelt, und als Jesus danach der Volksmenge vorgeführt
wurde, verlangten sie immernoch seine Kreuzigung, darum übergab
Pilatus Jesus zur Kreuzigung. Und als Jesus gekreuzigt worden war und
das Kreuz aufgestellt war, da lesen wir Folgendes über diese
Situation im Evangelium des Matthäus in Kapitel 27, Vers 39 bis 43:
Aber die
Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelten den Kopf
und sprachen: Der du
den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst!
Wenn du Gottes Sohn bist, so steige vom Kreuz herab!
Gleicherweise
spotteten aber auch die obersten Priester samt den Schriftgelehrten
und Ältesten und sprachen:
Andere hat er
gerettet, sich selbst kann er nicht retten! Ist er der König
Israels, so steige er nun vom Kreuz herab, und wir wollen ihm
glauben!
Er hat auf Gott
vertraut; der befreie ihn jetzt, wenn er Lust an ihm hat; denn er hat
ja gesagt: Ich bin Gottes Sohn!
Hier gerät Jesus
ein letztes Mal in Versuchung. Denn er soll gemäß Gottes Ratschluss
am Kreuz sterben, die Leute aber sagen zu ihm, er soll vom Kreuz
herab steigen, um ihnen zu beweisen, dass er wirklich der Messias
ist. Hierbei wird Jesus dazu gereizt, zu denken, dass alles gut wird,
wenn die Menschen erst einmal anerkennen, dass er der Messias ist,
denn dann werden sie auf ihn hören. Aber das ist nicht der Plan
Gottes, und deswegen ist auch dieser Gedanke verwerflich. Denn es ist
völlig egal, was die Menschen denken, wenn Gottes Wort anders
lautet.
Und somit stieg
Jesus nicht vom Kreuz herab und bat auch nicht seinen Vater, vom
Kreuz herabsteigen zu dürfen, sondern verkraftete die elenden
Schmerzen und den ganzen Spott der Leute bis zum letzten Moment.
Alle Versuchungen,
Gott untreu zu werden, hat Jesus in seinem Leben überwunden. Er hat
sich durch nichts und niemanden davon abbringen lassen, alles zu
erfüllen, was sein Vater von ihm brauchte, und Jesus ließ sich auch
nie zum Sündigen überreden.
Ich denke, wir alle
sind ehrlich genug, um einzugestehen, dass wir eine derart makellose
Treue zu Gott, wie Jesus sie hatte, selbst nicht in dieser Weise an
den Tag gelegt haben in unserem bisherigen Leben, und dass wir es im
Zweifelsfall auch künftig nicht schaffen werden. Aber obwohl wir
nicht genau so gut sind wie Jesus, sollten alle Kinder Gottes dennoch
versuchen, diesem Vorbild möglichst nahe zu kommen und sich an Jesus
zu orientieren. Denn wir sollen Jesus gleich gestaltet werden, aber
wenn jemand sich weigert, Versuchungen zu überwinden, wie auch Jesus
sie überwunden hat, dann ist dieser jemand Jesus in keiner Weise
gleich und wird es auch niemals werden.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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