Mitschrift zu "Der Bau des Babelturmes - Eine Erzählung"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=4HcJY66N6Zg
„Was diese Sache
mit dem Babelturm angeht:
Ich habe dazu ein
paar Sachen zu erzählen, die so nicht in der Bibel stehen. Aber wir
werden uns natürlich erstmal anschauen, was die Bibel darüber sagt.
Und danach kommen dann die ganzen anderen Sachen, worüber ich
gelesen habe - wo ich jetzt nicht hundert Prozent weiß, ob das
wirklich alles stimmt, aber ich will es zumindest mal gesagt haben.
Denn auch wenn ich keine hundertprozentige Garantie geben kann, so
klingt es zumindest ziemlich logisch. Weil: Wir werden merken, dass
die paar Worte, die dazu in der Bibel stehen, ziemlich lückenhaft
klingen, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Und zwar ... steht
die Sache mit dem Babelturm in Kapitel 11 vom ersten Buch Mose.
Aber bevor wir in
dem Kapitel lesen, schauen wir erstmal in vorigen Kapitel eine Sache
an, weil:
Der Babelturmbau
geschah längere Zeit, nachdem die Sintflut zu Ende war. Und die
Sintflut haben wir uns ja schon in einem anderen Video angeschaut -
was darüber geschrieben steht in der Bibel. Und danach haben ja die
Nachkommen von Noah die Erde neu bevölkert, und einige Zeit ging ins
Land. Und dann kam ein Herrscher namens Nimrod an die Macht. Und das
war jemand, der über die ganze Erde Gewalt ausübte. Und um das zu
belegen, lesen wir jetzt eine Stelle aus der Bibel, und zwar im
ersten Buch Mose Kapitel 10 die Verse 8 bis 10. Das ist nun praktisch
das Geschlechtsregister von den Menschen nach der Sintflut, und da
lesen wir in den Versen 8 bis 10:
Auch zeugte Kusch
den Nimrod; der war der erste Gewalthaber auf Erden.
Er war ein
gewaltiger Jäger vor dem HERRN; daher sagt man: »Ein gewaltiger
Jäger vor dem HERRN wie Nimrod«.
Und der Anfang
seines Königreiches war Babel, sowie Erek, Akkad und Kalne im Land
Sinear.
So, das ist jetzt
praktisch der Hinweis auf den König Nimrod, der die ganze Erde unter
seine Kontrolle gebrachte hatte. Sonderlich mehr kann man über ihn
in der Bibel nicht lernen, weil auch da wieder alles ziemlich ...
dürftig ... aufgeschrieben wurde, aber wir schauen jetzt mal, was in
Kapitel 11 geschrieben steht. Denn da geht es schließlich um den
Turmbau von Babel, der unter der Regierung von Nimrod in Auftrag
gegeben wurde. Seine Fürsten hatten die Idee, dass es einen solchen
Turm geben sollte, und er hat zugestimmt und hat alles in Auftrag
gegeben. Und es steht geschrieben in Kapitel 11 ab Vers 1:
Und die ganze Erde
hatte eine einzige Sprache und dieselben Worte.
Und es geschah, als
sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Land Sinear, und
sie ließen sich dort nieder.
Und sie sprachen
zueinander: Wohlan, lasst uns Ziegel streichen und sie feuerfest
brennen! Und sie verwendeten Ziegel statt Steine und Asphalt statt
Mörtel.
Und sie sprachen:
Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis
an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja
nicht über die ganze Erde zerstreut werden!
Da stieg der HERR
herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, den die Menschenkinder
bauten.
Und der HERR sprach:
Siehe, sie sind ein Volk, und sie sprechen alle eine Sprache, und
dies ist [erst] der Anfang ihres Tuns! Und jetzt wird sie nichts
davor zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben.
Wohlan, lasst uns
hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr die
Sprache des anderen versteht!
So zerstreute der
HERR sie von dort über die ganze Erde, und sie hörten auf, die
Stadt zu bauen.
Daher gab man ihr
den Namen Babel, weil der HERR dort die Sprache der ganzen Erde
verwirrte und sie von dort über die ganze Erde zerstreute.
So. Das ist alles,
was in der Bibel darüber geschrieben steht. Neun Verse im elften
Kapitel.
Wenn man jetzt
diesen Text liest, dann denkt man sich: Hm ... naja ... die Leute
wollten also einen Turm bauen, und Gott hat ihre Sprache
durcheinander gebracht. Seltsam. Hat Gott eine persönliche Abneigung
gegen Türme? Oder warum tut er sowas?
Also es klingt
eigentlich ziemlich sinnlos, wie wir das hier so lesen.
Leute bauen einen
Turm, und Gott schaut ihn an und bringt ihre Sprache durcheinander,
damit sie nicht mehr bauen können.
Also, was war damals
überhaupt los?
Wir finden keine
Antworten darüber in der Bibel. Aber wie gesagt: Ich fange jetzt
einfach mal an, euch ein paar Sachen darüber zu erzählen.
Also: Es hatte schon
dieses Weltreich von Nimrod einen großen Bestand gehabt. Ich glaube,
es gab noch einige Feinde von ihnen, aber die waren sozusagen
unterlegene Völker - oder unterlegene Ansammlungen, denn es war die
Erde damals noch nicht so extrem bevölkert wie vielleicht
heutzutage.
Jedenfalls hatten
die Fürsten von Nimrod zu ihm gesagt, dass sie ein großes Land
gefunden haben, also ein großes Flachland im Land Sinear, wo sich
der Bau einer Stadt und eines großen Turmes gut machen würde - wo
das gut hinpassen würde.
Und sie hatten
zuerst den Vorwand, dass sie den Turm bauen wollen, er bis an den
Himmel reicht, um ihn als ein Machtsymbol aufzurichten, damit alle
Feinde vor ihnen verzagen und ihre Herrschaft über die Erde
gefestigt sei.
Und der Turm wurde
tatsächlich gebaut, und es gab insgesamt 600.000 Menschen, die sich
versammelt hatten, um sich dem Bau des Turmes (und der Stadt
drumherum) zu widmen. Und ich habe gelesen, dass diese Bauaktion des
Turmes 43 Jahre Jahre dauerte, und als der Turm nahe daran war,
fertiggestellt zu werden, da war er über 5.400 Ellen hoch. Das ist
umgerechnet circa 2.400 Meter.
Das heißt: Dieser
Babelturm ragte 2.400 Meter in die Höhe. Das ist schon ziemlich
extrem, wenn an sich das mal überlegt. Ich weiß nicht, ob ihr euch
das bildlich vorstellen könnt, wie aussehen muss, wenn ein Turm
gebaut wurde, der über 2.400 Meter hoch ist. Ich kann mir das nicht
vorstellen, weil ... das ziemlich übel ist.
Aber der wichtigste
Teil ist, dass die Menschen nicht allein ein Machtsymbol aufrichten
wollten, sondern sie hatten den Plan, bis zum Himmel zu kommen. Und
es gab in dieser ganzen großen Ansammlung von Menschen, die an dem
Turm bauten, praktisch drei Gruppen, die alle ihr eigenes Ziel damit
verfolgen wollten, dass sie den Turm bauen. Die erste Gruppe wollte,
dass alle Menschen gemeinsam gegen Gott kämpfen, um ihn zu
überwältigen. Die zweite Gruppe wollte ihre Götzenbilder hinauf in
den Himmel stellen, damit es so aussehen würde, als wären das echte
Gottheiten. Das waren übrigens Statuen von Affen und Elefanten. Und
die dritte Gruppe wollte den ganzen Himmel vernichten, also eine
Wüste daraus machen. So haben die sich das vorgestellt.
Und Gott kannte
natürlich ihre Herzen und was sie sich in ihren Gedanken wirklich
vorgenommen hatten und dass der Turm nicht nur ein Machtsymbol für
die Erde sein sollte.
Und da der Bau
ziemlich gut voranging, weil die Menschen wirklich ihre ganze
Konzentration hineingesteckt haben (sie waren so sehr besessen von
dem Gedanke, den Turm fertigzustellen, dass sie ohne Unterlass daran
gebaut haben), dauerte es, als der Turm nahe daran war,
fertiggestellt zu werden, ein ganzes Jahr, wenn man vom Boden aus bis
an die Spitze kommen wollte. Also bis dahin, wo die Baustoffe
gebraucht wurden.
Und darum musste man
täglich neue Leute losschicken, mit Gütern zum Bau, weil sie ja
alle immer ein Jahr unterwegs sein würden, bis sie die Spitze
erreichen.
Und wenn es
unterwegs passierte, dass Baustoffe runterfielen in die Tiefe, dann
haben alle Menschen angefangen, zu heulen und zu jammern. Aber wenn
es geschah, dass ein Mensch ausgerutscht ist, und in die Tiefe
stürzte und starb, dann hat es gar niemanden weiter interessiert.
Weil: Es ging den Menschen die ganze Zeit nur um die Fertigstellung
des Turmes. Und es kamen auch viele Menschen bei dem Versuch, den
Turm fertigzubauen, ums Leben. Aber darum haben sich die Menschen
nicht sonderlich gekümmert.
Und als nun die
Menschen nahe daran waren, ihren Turm (vollständig) zu bauen und dem
Himmel schon relativ nahe kamen bzw. dem Himmelsfirmament, da sandte
Gott siebzig Engel auf die Erde und ließ die Sprachen völlig
durcheinander bringen, sodass die eine einzige Sprache, die alle
Menschen kannten, in Vergessenheit geriet und jeder Mensch eine
eigene Sprache redete.
Und als das
geschehen war, konnten sich die Menschen bei ihrem Bau natürlich
nicht mehr miteinander verständigen. Da wurden immer Stoffe zum Bau
geliefert, die eigentlich gar nicht gebraucht wurden, und die
Bauarbeiter waren wütend und haben dann teilweise die Lieferanten
vom Turm runtergestürzt, weil sie keine Nerven dafür hatten, dass
sie sich nicht mit ihnen verständigen konnten. Und die Leute haben
mit der Zeit gemerkt, das es so nichts mehr werden kann, den Turm
fertigzubauen, und haben davon abgelassen.
Das ist übrigens
auch eine interessante Art und Weise, wie Gott reagiert hat – dass
er diesmal nicht ein Zorngericht über die Menschen brachte und jeden
tötete, sondern dass er die Sprachen durcheinander brachte. Also
dass praktisch das böse Tun der Menschen zwar aufgehalten wurde,
aber dass niemand sterben musste. Zumindest nicht durch die Aktion,
den Turm aufhalten zu wollen an sich. Dadurch, dass sie alle
unterschiedliche Sprachen sprechen mussten, konnten sie ja trotzdem
noch weiter leben. Sie hätten sich nur überlegen müssen, wie sie
jetzt damit umgehen wollen, aber die sind dann ziemlich feindselig
gegeneinander gewesen.
Und als sie nun
gemerkt haben, dass es nichts werden würde, zerstreuten sie sich
praktisch, je nach dem, welche Sprache ihre Nächsten gesprochen
haben. Also: Nach sprachen unterteilten sich sie dann in einzelne
Völker, und haben sie alle ihren Teil auf der Erde gesucht, wo sie
dann wohnen würden. Denn wenn sie nicht mehr miteinander sprechen
können, wie sollen sie dann zusammen leben? Das geht ja schlecht.
Und mit diesen
Informationen im Hinterkopf wird man auch viel besser verstehen,
warum es notwendig war, dass der Bau des Turmes aufgehalten wurde.
Also: Das war nicht einfach ein ganz normaler Turm, der vielleicht
hundert Meter hoch ist und wo man ein bisschen draufsteigen kann und
die Landschaft begutachtet, sondern es war wirklich ein extrem
gigantisches Bauwerk, mit dem Ziel, dass jeder auf seine eigene Art
gegen Gott rebelliert (oder Gott Schaden zufügen will). Und
natürlich kann Gott sowas nicht einfach gewähren lassen. Wenn er
sieht, dass die Menschen einen Turm bauen, der bis zum Himmel reichen
soll, um entweder gegen ihn zu kämpfen oder um ihre Affen- und
Elefantenstatuen in den Himmel zu stellen oder um den ganzen Himmel
zu vernichten, dann denke ich (oder hoffe zumindest) mal, dass wir
alle darin übereinstimmen können, dass sowas nicht einfach geduldet
wird. Also ich kann mir niemanden vorstellen, der, wenn er weiß,
dass sowas geschehen soll, nicht einfach gegensteuert.
Und das war
praktisch die Geschichte des Babelturmes. Kurz und knapp gehalten. Es
gibt wirklich nicht viel darüber zu lernen, aber die Sachen, die ich
gelesen habe, wollte ich euch mal auf diesem Weg weitergeben.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mögen mit euch sein allezeit!“
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