Text zu "Bibellehre - Der Bericht über die Sintflut"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=DyB3LYAXkZw
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In diesem Video
befassen wir uns mit dem Bericht über die Sintflut, wie er in der
Bibel aufgeschrieben ist, und ich werde ein bisschen was dazu
erzählen.
Das Kommen der
Sintflut wird im ersten Buch Mose ab Kapitel 6 geschildert, denn dort
beginnt die Erzählung mit dem Grund dafür, warum die Sintflut
überhaupt geschehen sollte. In den ersten fünf Kapiteln hingegen
stehen Dinge, die wir uns schon in separaten Videos angeschaut haben.
Denn in Kapitel 1 und 2 wird von der Erschaffung unserer Welt
erzählt, in Kapitel 3 geht es besonders um den Sündenfall, und in
Kapitel 4 erfahren wir etwas über Kain und Abel. In Kapitel 5 steht
jedoch nur ein Stammbaum über die Nachkommen von Adam und die
Nachkommen seiner Nachkommen. Was einem ins Auge fallen sollte,
sofern man sich den Stammbaum durchliest, sind die Verse 22 bis 24,
wo es heißt:
Und Henoch wandelte
mit Gott 300 Jahre lang, nachdem er den Methusalah gezeugt hatte, und
zeugte Söhne und Töchter;
und die ganze
Lebenszeit Henochs betrug 365 Jahre.
Und Henoch wandelte
mit Gott, und er war nicht mehr, denn Gott hatte ihn hinweggenommen.
Über keinen anderen
Mann aus dem ganzen Stammbaum wird gesagt, dass er mit Gott wandelte
und von Gott hinweggenommen wurde. Dieser Henoch war offensichtlich
ein ganz besonderer Mann, jedoch hält es die Bibel nicht für nötig,
uns irgendwelche aufschlussreichen Details über ihn zu offenbaren.
Damit muss sich also einer zufrieden geben, der nur allein auf die
modernen Bibeln vertrauen will. Es ist aber wichtig zu erwähnen,
dass viele Jahrhunderte vergangen waren, seit der Brudermord zwischen
Kain und Abel geschehen war, und die Menschheit hatte sich in diesen
Jahrhunderten aus diversen Gründen nicht gerade zum Guten
entwickelt.
Wir beginnen nun
bezüglich der Sintflut die Worte der Bibel zu lesen. Es steht
geschrieben in Kapitel 6 in den Versen 1 bis 4:
Und es geschah, als
sich die Menschen zu mehren begannen auf der Erde und ihnen Töchter
geboren wurden,
da sahen die
Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie
nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen.
Da sprach der HERR:
Mein Geist soll nicht für immer mit dem Menschen rechten, denn er
ist ja Fleisch; so sollen seine Tage 120 Jahre betragen!
In jenen Tagen waren
die Riesen auf der Erde, und auch später noch, solange die
Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen kamen und diese ihnen
Kinder gebaren. Das sind die Helden, die von jeher berühmte Männer
gewesen sind.
Offensichtlich haben
sogenannte Gottessöhne sich Menschenfrauen genommen und sich Kinder
erzeugt. Dass dies gegen den Willen Gottes geschehen ist, betont die
Bibel leider nicht. Es liest sich ein bisschen so, als würde die
Bibel den Menschen dafür die Schuld geben, dass die Menschen von den
Gottessöhnen ihrer Frauen beraubt wurden und deren Schändung
mitansehen mussten. Hierbei ist hinsichtlich diesem Detail also der
Bibeltext sehr mangelhaft geschrieben. Genau so ist die nüchterne
Erwähnung, dass es damals Riesen gab, nicht genug, denn diese Riesen
haben nicht einfach friedlich in der Gegend herum gesessen, sondern
sie haben übelste Gewalttaten verübt und nahezu die ganze Erde
ruiniert. Und die Riesen sind übrigens die Kinder, die von den
sogenannten Gottessöhnen gezeugt worden waren, denn sie waren zuerst
wie normaler Menschenkinder, aber sie hörten einfach nicht auf zu
wachsen, sie wurden immer größer. Und all dies ist nicht die Schuld
der Menschen, die auf der Erde wohnten. Allerdings muss man der
Fairness halber zugeben, dass die Menschen trotzdem selber auch sehr
viel sündigten in diesen Tagen, indem sie selbst gebaute Gottheiten
aus Holz und Stein anbeteten, und in dem sie lauter okkulten Irrsinn
trieben. Und Gott war zwar von dem Tun der sogenannten Gottessöhne,
die sich mit Frauen vermischt hatten, sehr entsetzt, während dies
hier gar nicht erwähnt wird, aber gleichzeitig geriet Gott auch in
große Wut über das freiwillige Sündigen der Menschen. Und um der
Sünden der Menschen willen sagt Gott, dass sie nur noch 120 Jahre
existieren sollen. Dabei handelt es sich um eine Art Gnadenzeit, in
welcher die Menschen zur Buße aufgerufen waren, damit Gott sein
Vorhaben bereut, ein schreckliches Strafgericht über die gesamte
Erde zu bringen und stattdessen die Menschen begnadigt. Und wir
erfahren es nicht in der Bibel, aber ich habe davon gelesen, dass die
Männer Noah und Methusalah die jenigen waren, die in diesen letzten
120 Jahren vor der Sintflut immer wieder die Menschen warnten, dass
sie ablassen müssen von all ihren schändlichen Werken. Aber wie
üblich hörte niemand darauf, sondern jeder Mensch tat, was
angemessen war in seinen eigenen Augen.
Weiterhin lesen wir
in den Versen 5 bis 7:
Als aber der HERR
sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und
alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse,
da reute es den
HERRN, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es
betrübte ihn in seinem Herzen.
Und der HERR sprach:
Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden
vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis
zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht
habe!
Während es zwar
stimmt, dass das Trachten in den Herzen der Menschen immer nur böse
war, weil sie Gott verachteten und sich ihre eigenen Götter gebaut
hatten und weil sie finstere Beschwörungen und Zaubereien trieben,
so wird sich wohl jeder Leser bei diesem Text vordergründig fragen:
Warum will Gott auch die Vögel töten, und das Gewürm und das Vieh?
Was können denn die
Tiere dafür, wenn die Menschen sündigen?
Auch dieses Detail
ist auf eine völlig unzureichende Art aufgeschrieben in der Bibel,
sodass es Gott wie einen Verrückten dastehen lässt, der Unschuldige
hinwegraffen würde. Aber die Wahrheit sieht natürlich anders aus.
Gott ist in keiner Weise verrückt, sondern er sah einfach die bösen
Werke an, die auf der Erde geschahen. Denn die sogenannten
Gottessöhne hatten begonnen, verschiedene Tiere zu sammeln und sie
miteinander zu vermischen, um bestialische Mischwesen zu erzeugen.
Und die Erde war voll von derartigen Abscheulichkeiten, von
tobsüchtigen, fleischfressenden Mischungen aus Vogel, Gewürm,
Raubtieren und sonstigen Tieren des Erdbodens. Und diese Mischwesen
fraßen sich sogar gegenseitig. Von all den schönen Tieren, die Gott
gemacht hatte, waren einige auf übelste Weise verdorben worden, und
es kamen Bestien dabei heraus, die Gott nie gewollt hatte. Und
deswegen wollte Gott alles vernichten, was auf der Erde war, weil
alles auf abscheulichste Weise verdorben worden war. Aber die Bibel
hält es auch hier in keiner Weise für nötig, uns dieses bedeutsame
Detail zu offenbaren.
Lasst uns aber mal
schauen, was wir in der Bibel als nächstes erfahren! Es steht
geschrieben in den Versen 8 bis 17:
Noah aber fand Gnade
in den Augen des HERRN.
Dies ist die
Geschichte Noahs: Noah, ein gerechter Mann, war untadelig unter
seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott.
Und Noah hatte drei
Söhne gezeugt: Sem, Ham und Japhet.
Aber die Erde war
verderbt vor Gott, und die Erde war erfüllt mit Frevel.
Und Gott sah die
Erde an, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen
Weg verderbt auf der Erde.
Da sprach Gott zu
Noah: Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen; denn die Erde
ist durch sie mit Frevel erfüllt, und siehe, ich will sie samt der
Erde vertilgen!
Mache dir eine Arche
aus Tannenholz; in Räume sollst du die Arche teilen und sie innen
und außen mit Pech überziehen.
Und so sollst du sie
machen: 300 Ellen lang soll die Arche sein, 50 Ellen breit, 30 Ellen
hoch.
Eine Lichtöffnung
sollst du für die Arche machen, eine Elle hoch ganz oben an der
Arche sollst du sie ringsherum herstellen; und den Eingang der Arche
sollst du an ihre Seite setzen. Du sollst ihr ein unterstes, zweites
und drittes Stockwerk machen.
Denn siehe, ich will
die Wasserflut über die Erde bringen, um alles Fleisch, das
Lebensodem in sich hat, zu vertilgen unter dem ganzen Himmel; alles,
was auf der Erde ist, soll umkommen!
Offensichtlich lebte
Noah tadellos inmitten der ganzen Sünder. Und er und seine Familie,
die sich höchstwahrscheinlich nur an ihm orientierte, sollten
begnadigt werden, aber über alle anderen wollte Gott eine große
Wasserflut bringen, wie wir es gelesen haben. Und weil Noah überleben
sollte mit seiner Familie, um im Anschluss die Erde neu zu bevölkern,
deshalb bekam er den Auftrag, eine Arche zu bauen. Umgerechnet in
unsere heutigen Maße sollte diese Arche ungefähr 135 Meter lang
werden, 22,5 Meter breit und 13,5 Meter hoch. Der Bau eines derart
großen Objektes hat bestimmt sehr lange gedauert, und es war
sicherlich anstrengend, sowas wirklich herzustellen.
Außerdem stehen
auch noch folgende Worte Gottes an Noah geschrieben in den restlichen
Versen des Kapitels:
Aber mit dir will
ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen, du und
deine Söhne und deine Frau und die Frauen deiner Söhne mit dir.
Und von allem, was
lebt, von allem Fleisch, sollst du je zwei in die Arche führen, dass
sie mit dir am Leben bleiben, und zwar sollen es ein Männchen und
ein Weibchen sein;
von jeder Art der
Vögel und von jeder Art des Viehs und von allem Gewürm des
Erdbodens nach seiner Art, von allen sollen je zwei von jeder Art zu
dir kommen, damit sie am Leben bleiben.
Du aber nimm dir von
jeglicher Nahrung, die gegessen werden kann, und sammle sie bei dir
an, dass sie dir und ihnen zur Speise diene!
Und Noah machte es
so; er machte alles genau so, wie es ihm Gott geboten hatte.
Offensichtlich waren
noch Tiere übrig, die nicht zu furchtbaren Mischwesen gemacht worden
waren. Und da Gott wohl auch die Tiere liebt, wollte er, dass nach
der Sintflut die Erde auch von unverdorbenen Tieren neu bevölkert
wird, deshalb sollten einige Tiere in die Arche gerettet werden,
damit keine unverdorbene Tierart verlorengeht. Ich selbst vermute
sehr stark, dass Gott eine mächtige Geistwirkung geschehen ließ,
als die Tiere zusammen in der Arche waren. Denn normalerweise, so
lange Gott nicht wundersam eingreift, muss man ja zwangsläufig damit
rechnen, dass die Tiere über einander herfallen werden. Aber dazu
kam es in diesen Tagen nicht. Noah hatte offensichtlich auch die
Aufgabe bekommen, dass er Futter sammeln muss für die Tage der
Sintflut, und wir lesen davon, dass Noah alles genau so machte, wie
es ihm geboten wurde. Darüber war Gott bestimmt sehr froh, dass er
zur Abwechslung mal einen Mensch vor sich hatte, der fähig ist,
Anweisungen zu befolgen. Denn diese Fähigkeit findet er bei Sündern
niemals, nur bei gerechten Menschen, von denen es aber in den Tagen
vor der Sintflut kaum noch welche gab.
Als nächstes wollen
wir schauen, was in der Bibel über die letzten sieben Tage vor dem
Kommen der Sintflut steht. Wir lesen in Kapitel 7, Vers 1 bis 6:
Und der HERR sprach
zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus! Denn dich allein
habe ich vor mir gerecht erfunden unter diesem Geschlecht.
Nimm von allem
reinen Vieh je sieben und sieben mit dir, das Männchen und sein
Weibchen; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Männchen und
sein Weibchen;
auch von den Vögeln
des Himmels je sieben und sieben, Männchen und Weibchen, um auf dem
ganzen Erdboden Nachkommen am Leben zu erhalten.
Denn es sind nur
noch sieben Tage, dann will ich es regnen lassen auf der Erde, 40
Tage und 40 Nächte lang, und ich will alles Bestehende, das ich
gemacht habe, vom Erdboden vertilgen.
Und Noah tat alles
ganz wie der HERR es ihm geboten hatte.
Und Noah war 600
Jahre alt, als die Wasser der Sintflut auf die Erde kamen.
Viele Menschen
erschrecken sicherlich, wenn sie davon lesen, dass Noah momentan 600
Jahre alt war. Aber es ist so. Direkt nach der Schöpfung konnten die
Menschen hunderte von Jahren alt werden, weil die Erde noch nicht mit
allzu viel Fluch belastet war, mal abgesehen von dem Fluch wegen der
Frucht der Erkenntnis des Guten und Bösen. Aber je mehr die Menschen
sündigen würden, desto mehr Fluch würde auch auf der Erde lasten
und desto kürzer wird das Leben des Menschen. Deshalb werden die
Menschen heutzutage nicht mehr über sechshundert Jahre alt, sondern
viele sterben schon, bevor sie neunzig werden.
Jedenfalls hatte
Gott vor, es vierzig Tage und Nächte auf die Erde regnen zu lassen,
doch vorher gab es noch eine allerletzte Gnadenfrist, die sieben Tage
dauerte. Und die Bibel berichtet nichts davon, aber ich habe davon
gelesen, dass in diesen sieben Tagen die Erde erbebte, und die Sonne
färbte sich schwarz, und Blitze und Donnerschall geschahen, also
eine sehr unheilvolle Stimmung, um ein letztes Mal die halsstarrigen,
eingebildeten, selbstverliebten, verkorksten und unendlich
widerspenstigen Menschen zu warnen, die noch immer täglich
sündigten. Aber sogar diese schweren Zeichen, welche es noch nie
zuvor gegeben hatte, nahmen sich die Sünder nicht zu Herzen.
Stattdessen sündigten sie weiter und dachten nichtmal im Traum
daran, Buße zu tun.
Wir haben aber an
dem Text gesehen, dass Noah und seine Familie samt allen ausgewählten
Tieren in die Arche gehen mussten, und dass es so geschah. Dies wird
durch die Folgeverse nochmal bestätigt, denn wir lesen in den Versen
7 bis 10:
Da ging Noah samt
seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne in die Arche
vor dem Wasser der Sintflut.
Von dem reinen Vieh
und von dem Vieh, das nicht rein war, und von den Vögeln und von
allem, was auf dem Erdboden kriecht,
gingen Männchen und
Weibchen paarweise zu Noah in die Arche, wie Gott es dem Noah geboten
hatte.
Und es geschah nach
den sieben Tagen, dass die Wasser der Sintflut auf die Erde kamen.
Wenn wir hier davon
lesen, dass sowohl reines als auch unreines Vieh in die Arche ging,
dann darf man nicht etwa denken, dass einige von den abscheulichen
Mischwesen in die Arche gebracht worden wären, sondern rein und
unrein bezieht sich hierbei auf das Fleisch der Tiere, wie es auch
aus den Speisegeboten der Thora ersichtlich ist. Denn die
schändlichen Mischwesen aus den Tieren wurden alle auf der Erde
zurückgelassen, um vertilgt zu werden. Aber zum Beispiel bei einem
Löwe ist ja das Fleisch unrein, da er ein Tier ist, das auf seinen
Tatzen geht, daher darf auch sein Fleisch nicht gegessen werden. Und
obwohl Löwen als unreine Tiere zählen, waren auch zwei Löwen in
der Arche, ein männlicher und ein weiblicher. Und Gott sorgte
wahrscheinlich auf übernatürliche Weise dafür, dass sie friedlich
blieben.
Schließlich brach
die Sintflut herein, und wir lesen darüber Folgendes in den Versen
11 bis 17:
Im sechshundertsten
Lebensjahr Noahs, am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem
Tag brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Fenster des
Himmels öffneten sich.
Und es regnete auf
der Erde 40 Tage und 40 Nächte lang.
An eben diesem Tag
war Noah in die Arche gegangen mit Sem, Ham und Japhet, seinen
Söhnen, und mit seiner Frau und den drei Frauen seiner Söhne;
sie und alle
Wildtiere nach ihrer Art und alles Vieh nach seiner Art und alles
Gewürm, das auf der Erde kriecht, nach seiner Art, auch alle Vögel
nach ihrer Art, jeder gefiederte Vogel.
Und sie gingen zu
Noah in die Arche, je zwei und zwei, von allem Fleisch, das
Lebensodem in sich hatte.
Die aber
hineingingen, Männchen und Weibchen von allem Fleisch, kamen herbei,
wie Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu.
Und die Sintflut war
40 Tage auf der Erde, und die Wasser schwollen an und hoben die Arche
hoch, sodass sie über der Erde schwebte.
Sehr bemerkenswert
ist hier das Detail, dass Gott persönlich die Tür verschloss. Nicht
Noah war es, der die Tür der Arche zumachte, sondern Gott
höchstpersönlich. Offensichtlich war die Bereitschaft Gottes, sich
über die Menschen zu erbarmen, nach all dem vergeblichen Ermahnen
und Tadeln nun endgültig vorbei, und er wollte eigenhändig
sicherstellen, dass keiner der Sünder während dem stattfindenden
Zorngericht einfach in die Arche kommen kann. Denn die Zeit zum Buße
tun war vorher, aber es wurde unaufhörlich verdrängt oder sogar
verlacht. Und es geht aus dem Text hervor, dass Gott sowohl von unten
als auch von oben Wasser kommen ließ, sodass wirklich die gesamte
Erde restlos unter Wasser stand. Und die Arche, in der sich Noah
befand mit allen geretteten Wesen, trieb hoch oben auf der
Wasseroberfläche umher.
Dass aber wirklich
die gesamte Erde vollständig überschwemmt worden war, wird in den
Folgeversen nochmal extra betont, denn wir lesen ab Vers 18:
Und die Wasser
wurden so gewaltig und nahmen so sehr zu auf der Erde, dass die Arche
auf den Wassern dahinfuhr.
Ja, die Wasser
nahmen so sehr überhand auf der Erde, dass alle hohen Berge unter
dem ganzen Himmel bedeckt wurden;
die Wasser stiegen
noch 15 Ellen höher, nachdem die Berge schon bedeckt waren.
Da ging alles
Fleisch zugrunde, das sich regte auf der Erde: Vögel, Vieh und wilde
Tiere und alles, was wimmelte auf der Erde samt allen Menschen;
und es starb alles,
was Lebensodem hatte auf dem trockenen Land.
Er vertilgte alles
Bestehende auf dem Erdboden, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum
Gewürm und zu den Vögeln des Himmels – alles wurde von der Erde
vertilgt; nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war.
Und die Wasser
blieben hoch über der Erde, 150 Tage lang.
Hierbei sollte man
auch bedenken, dass es sich gewiss alles andere als schön angefühlt
haben muss, die ganzen 150 Tage in der Arche zu hocken, während die
Welt um einen herum komplett überschwemmt war. Das war eine
ziemliche Zumutung für die Insassen der Arche, und ein extremst
unbequemer Zustand, aber wenigstens wurden ihre Leben gerettet. Das
war in diesen Tagen der einzige Trost.
In Kapitel 8 steht
noch mehr über die Sintflut geschrieben und wir lesen in den Versen
3 bis 5:
Und die Wasser über
der Erde nahmen mehr und mehr ab, sodass sie sich vermindert hatten
nach 150 Tagen.
Und die Arche ließ
sich auf dem Gebirge Ararat nieder am siebzehnten Tag des siebten
Monats.
Und die Wasser
nahmen immer weiter ab bis zum zehnten Monat; am ersten Tag des
zehnten Monats konnte man die Spitzen der Berge sehen.
Hier sehen wir nun
also eine Beschreibung davon, wie das Wasser wieder abnahm. Und doch
hatten die Insassen der Arche eine derart große Ehrfurcht vor Gott,
dass sie nicht alle zusammen die Arche verlassen wollten, solange
Gott es nicht ausdrücklich geboten hatte. Aber Noah sandte laut der
Bibel zumindest Vögel aus, um die aktuelle Lage zu begutachten, denn
es steht geschrieben in den Versen 6 bis 10:
Und es geschah nach
Verlauf von 40 Tagen, dass Noah das Fenster an der Arche öffnete,
das er gemacht hatte.
Und er sandte den
Raben aus; der flog hin und her, bis das Wasser auf der Erde
vertrocknet war.
Danach sandte er die
Taube aus, um zu sehen, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf der
Fläche des Erdbodens.
Aber die Taube fand
keinen Ort, wo ihr Fuß ruhen konnte. Da kehrte sie zu ihm in die
Arche zurück; denn es war noch Wasser auf der ganzen Erdoberfläche.
Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie und nahm sie wieder zu
sich in die Arche.
Und er wartete noch
weitere sieben Tage; dann sandte er die Taube wieder von der Arche
aus.
Gemäß dieser
Erzählung hatte wohl Noah Interesse daran, zu wissen, inwiefern
schon der trockene Erdboden sichtbar wurde. Und die Taube hatte nach
der ersten Aussendung keinen Ruheplatz gefunden und auch sonst kein
Anzeichen mitgebracht, dass es außer Wasser irgendwas zu finden gibt
auf der Erde. Was nach der zweiten Aussendung geschah, wollen wir als
nächstes lesen. Es steht geschrieben in Vers 11:
Und die Taube kam
zur Abendzeit wieder zu ihm, und siehe, sie hatte ein frisches
Ölbaumblatt in ihrem Schnabel! Da erkannte Noah, dass das Wasser
sich verlaufen hatte auf der Erde.
Dieser Bericht
klingt ein wenig mysteriös. Eigentlich ist ja durch die Sintflut die
ganze Erde zugrunde gegangen, denn alles stand monatelang unter
Wasser. Und trotzdem passiert es hier, dass die Taube ein frisches
Olivenblatt findet. Soll das heißen, dass die Pflanzen keinen
Schaden erlitten haben durch die Sintflut?
Ich weiß es leider
nicht genau, aber auf jeden Fall war die Erde von allen abscheulichen
Mischwesen unter den Tieren gereinigt worden, und von allen sündigen
Menschen, und nun brachte die Taube ein Olivenblatt, was ja zumindest
eine Andeutung darauf war, dass schon einige Bäume nicht mehr unter
Wasser standen.
Weiterhin lesen wir
in den Versen 12 bis 19:
Und nachdem er noch
weitere sieben Tage gewartet hatte, sandte er die Taube wieder aus;
da kam sie nicht mehr zu ihm zurück.
Und es geschah im
sechshundertersten Jahr, am ersten Tag des ersten Monats, da waren
die Wasser von der Erde weggetrocknet. Und Noah entfernte das Dach
von der Arche und schaute, und siehe, die Fläche des Erdbodens war
trocken!
Und im zweiten
Monat, am siebenundzwanzigsten Tag des Monats, war die Erde ganz
trocken geworden.
Da redete Gott zu
Noah und sprach:
Geh aus der Arche,
du und deine Frau und deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit
dir!
Alle Tiere, die bei
dir sind, von allem Fleisch: Vögel, Vieh und alles Gewürm, das auf
der Erde kriecht, sollen mit dir hinausgehen und sich regen auf der
Erde und sollen fruchtbar sein und sich mehren auf der Erde!
So ging Noah hinaus
samt seinen Söhnen und seiner Frau und den Frauen seiner Söhne.
Alle Tiere, alles
Gewürm und alle Vögel, alles was sich regt auf der Erde nach seinen
Gattungen, das verließ die Arche.
Schließlich war
also der bestimmt schon sehnsüchtig erwartete Befehl von Gott
ergangen, dass alle Lebewesen die Arche verlassen sollen, und es
geschah so. In den restlichen Versen des Kapitels wird auch noch
behauptet, dass Gott gesagt hat, er will von nun an den Erdboden
nicht mehr verfluchen, sodass es an Aussaat und Ernte mangeln würde,
auch wenn die Menschen von Jugend an böse Wesen sind. Das ist ein
ziemlich großes Versprechen und es ist schwer einzuschätzen,
inwiefern diese Worte realistisch sind und ob sie überhaupt von Gott
gesprochen wurden oder nicht, denn Erntepleiten sind ja nichts Neues
in der Menschheitsgeschichte.
Was aber Gott zu
Noah und den anderen zu sagen hatte, als sie draußen waren, das
lesen wir im oberen Abschnitt von Kapitel 9. Es steht geschrieben in
den Versen 1 bis 17:
Und Gott segnete
Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt
euch und erfüllt die Erde!
Furcht und Schrecken
vor euch soll über alle Tiere der Erde kommen und über alle Vögel
des Himmels, über alles, was sich regt auf dem Erdboden, und über
alle Fische im Meer; in eure Hand sind sie gegeben!
Alles, was sich regt
und lebt, soll euch zur Nahrung dienen; wie das grüne Kraut habe ich
es euch alles gegeben.
Nur dürft ihr das
Fleisch nicht essen, während sein Leben, sein Blut, noch in ihm ist!
Jedoch euer eigenes
Blut will ich fordern, von der Hand aller Tiere will ich es fordern
und von der Hand des Menschen, von der Hand seines Bruders will ich
das Leben des Menschen fordern.
Wer Menschenblut
vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden;
denn im Bild Gottes hat Er den Menschen gemacht.
Ihr aber, seid
fruchtbar und mehrt euch und breitet euch aus auf der Erde, dass ihr
zahlreich werdet darauf!
Und Gott redete zu
Noah und zu seinen Söhnen mit ihm und sprach:
Siehe, ich richte
meinen Bund auf mit euch und mit eurem Samen, der nach euch kommt,
auch mit allen
lebendigen Wesen bei euch, mit Vögeln, Vieh und allen Tieren der
Erde bei euch, mit allen, die aus der Arche gegangen sind, was für
Tiere es seien auf der Erde.
Und ich will meinen
Bund mit euch aufrichten, dass künftig nie mehr alles Fleisch von
dem Wasser der Sintflut ausgerottet wird, und dass auch keine
Sintflut mehr kommen soll, um die Erde zu verderben.
Und Gott sprach:
Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich festsetze auf ewige
Geschlechter hin zwischen mir und euch und allen lebendigen Wesen,
die bei euch sind:
Meinen Bogen setze
ich in die Wolken, der soll ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir
und der Erde.
Wenn es nun
geschieht, dass ich Wolken über der Erde sammle, und der Bogen in
den Wolken erscheint,
dann will ich an
meinen Bund gedenken, der zwischen mir und euch und allen lebendigen
Wesen von allem Fleisch besteht, dass künftig die Wasser nicht mehr
zur Sintflut werden sollen, die alles Fleisch verdirbt.
Darum soll der Bogen
in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und an den ewigen Bund
gedenke zwischen Gott und allen lebendigen Wesen von allem Fleisch,
das auf der Erde ist!
Und Gott sprach zu
Noah: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe
zwischen mir und allem Fleisch, das auf der Erde ist.
Gemäß diesen
Worten ist also ein Regenbogen für Gott ein Erinnerungszeichen, denn
es soll ihn daran erinnern, dass er nie wieder eine Sintflut über
die Erde bringen will, die ein so schreckliches und umfassendes
Ausmaß hat wie die große Wasserflut in den Tagen des Noah.
Und den Nachkommen
von Noah wurde erlaubt, dass sie das Fleisch von Tieren essen dürfen,
aber niemals Blut. Und es wurde zur Bestimmung gemacht, auch wenn das
überhaupt keine neue Bestimmung war, dass kein Menschenblut
vergossen werden soll und dass es gerächt werden muss, sollte
Menschenblut vergossen werden. Dies sind aber übrigens nicht alle
Gebote, die Gott damals gab, sondern lediglich ein kleiner
Ausschnitt, denn zum Beispiel Götzendienst war damals auch schon die
ganze Zeit verboten. Denn es ist seit Anbeginn der Zeit so, dass
Menschen ihre eigenen Götter erfinden wollen, aber nicht nach dem
echten Gott fragen. Das war vor der Sintflut so, das war nach der
Sintflut so, das ist heutzutage so, und das wird auch nicht abnehmen,
da die meisten Menschen eben leider extrem eigensinnige und
verkorkste Wesen sind, die sich alles nach ihrer persönlichen Lust
zurechtlegen, auch das vermeintlich Göttliche nach ihrer Ansicht.
Nun ist eigentlich
schon alles über den Bericht gesagt, der in der Bibel über die
Sintflut steht, aber ich möchte noch eine Kleinigkeit über Noah
aufzeigen, die auch in Kapitel 9 steht. Wir lesen in den Versen 18
bis 29:
Die Söhne Noahs
aber, welche die Arche verließen, waren Sem, Ham und Japhet; und Ham
ist der Vater Kanaans.
Von diesen drei
Söhnen Noahs wurde die ganze Erde bevölkert.
Noah aber wurde nun
ein Landmann und legte einen Weinberg an.
Als er aber von dem
Wein trank, wurde er betrunken und entblößte sich in seinem Zelt.
Und Ham, der Vater
Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und erzählte es seinen beiden
Brüdern draußen.
Da nahmen Sem und
Japhet das Gewand und legten es auf ihre Schultern und gingen
rücklings und deckten die Blöße ihres Vaters zu und wandten ihre
Angesichter ab, damit sie die Blöße ihres Vaters nicht sahen.
Als nun Noah von dem
Wein erwachte und erfuhr, was ihm sein jüngster Sohn getan hatte,
da sprach er:
»Verflucht sei Kanaan! Ein Knecht der Knechte sei er seinen
Brüdern!«
Und weiter sprach
er: »Gepriesen sei der HERR, der Gott Sems, und Kanaan sei sein
Knecht!
Gott breite Japhet
aus und lasse ihn wohnen in den Zelten Sems, und Kanaan sei sein
Knecht!«
Noah aber lebte nach
der Sintflut noch 350 Jahre lang;
und die ganze
Lebenszeit Noahs betrug 950 Jahre, und er starb.
Ich werde jetzt
lieber gar nicht erst damit anfangen, meine Meinung darüber zu
äußern, dass ein sogenannter tadelloser Mann Gottes sich selbst
entblößt hat und besoffen in seinem Zelt lag. Aber wir sehen an dem
Bericht, dass seine Söhne unterschiedlich reagierten, und deshalb
wurde der Sohn, der sich falsch verhielt, von Noah verflucht. Auch
hier halte ich mich lieber zurück mit meiner Meinung darüber,
inwiefern ein Mann Gottes jemals irgendwen wirklich verfluchen würde,
aber Jesus hat gesagt, dass wir gemäß allen unseren Worten entweder
gerichtet oder gerechtfertigt werden, und die Apostel haben demgemäß
die Empfehlung ausgesprochen, dass wir wenn überhaupt segnen sollen,
aber niemals fluchen.
Wir erfahren
jedenfalls durch diesen Text, dass Noah insgesamt 950 Jahre alt
wurde, und dass sein Sohn namens Ham von ihm verflucht wurde. Und
diese Worte hatten auch eine Wirkung.
Und da wir nun all
dies vor Augen hatten, soll es zum Thema Sintflut auch genug sein.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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