Text zu "Bibellehre - Der Bericht über die Sintflut"

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In diesem Video befassen wir uns mit dem Bericht über die Sintflut, wie er in der Bibel aufgeschrieben ist, und ich werde ein bisschen was dazu erzählen.

Das Kommen der Sintflut wird im ersten Buch Mose ab Kapitel 6 geschildert, denn dort beginnt die Erzählung mit dem Grund dafür, warum die Sintflut überhaupt geschehen sollte. In den ersten fünf Kapiteln hingegen stehen Dinge, die wir uns schon in separaten Videos angeschaut haben. Denn in Kapitel 1 und 2 wird von der Erschaffung unserer Welt erzählt, in Kapitel 3 geht es besonders um den Sündenfall, und in Kapitel 4 erfahren wir etwas über Kain und Abel. In Kapitel 5 steht jedoch nur ein Stammbaum über die Nachkommen von Adam und die Nachkommen seiner Nachkommen. Was einem ins Auge fallen sollte, sofern man sich den Stammbaum durchliest, sind die Verse 22 bis 24, wo es heißt:

Und Henoch wandelte mit Gott 300 Jahre lang, nachdem er den Methusalah gezeugt hatte, und zeugte Söhne und Töchter;
und die ganze Lebenszeit Henochs betrug 365 Jahre.
Und Henoch wandelte mit Gott, und er war nicht mehr, denn Gott hatte ihn hinweggenommen.

Über keinen anderen Mann aus dem ganzen Stammbaum wird gesagt, dass er mit Gott wandelte und von Gott hinweggenommen wurde. Dieser Henoch war offensichtlich ein ganz besonderer Mann, jedoch hält es die Bibel nicht für nötig, uns irgendwelche aufschlussreichen Details über ihn zu offenbaren. Damit muss sich also einer zufrieden geben, der nur allein auf die modernen Bibeln vertrauen will. Es ist aber wichtig zu erwähnen, dass viele Jahrhunderte vergangen waren, seit der Brudermord zwischen Kain und Abel geschehen war, und die Menschheit hatte sich in diesen Jahrhunderten aus diversen Gründen nicht gerade zum Guten entwickelt.
Wir beginnen nun bezüglich der Sintflut die Worte der Bibel zu lesen. Es steht geschrieben in Kapitel 6 in den Versen 1 bis 4:

Und es geschah, als sich die Menschen zu mehren begannen auf der Erde und ihnen Töchter geboren wurden,
da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen.
Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht für immer mit dem Menschen rechten, denn er ist ja Fleisch; so sollen seine Tage 120 Jahre betragen!
In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch später noch, solange die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen kamen und diese ihnen Kinder gebaren. Das sind die Helden, die von jeher berühmte Männer gewesen sind.

Offensichtlich haben sogenannte Gottessöhne sich Menschenfrauen genommen und sich Kinder erzeugt. Dass dies gegen den Willen Gottes geschehen ist, betont die Bibel leider nicht. Es liest sich ein bisschen so, als würde die Bibel den Menschen dafür die Schuld geben, dass die Menschen von den Gottessöhnen ihrer Frauen beraubt wurden und deren Schändung mitansehen mussten. Hierbei ist hinsichtlich diesem Detail also der Bibeltext sehr mangelhaft geschrieben. Genau so ist die nüchterne Erwähnung, dass es damals Riesen gab, nicht genug, denn diese Riesen haben nicht einfach friedlich in der Gegend herum gesessen, sondern sie haben übelste Gewalttaten verübt und nahezu die ganze Erde ruiniert. Und die Riesen sind übrigens die Kinder, die von den sogenannten Gottessöhnen gezeugt worden waren, denn sie waren zuerst wie normaler Menschenkinder, aber sie hörten einfach nicht auf zu wachsen, sie wurden immer größer. Und all dies ist nicht die Schuld der Menschen, die auf der Erde wohnten. Allerdings muss man der Fairness halber zugeben, dass die Menschen trotzdem selber auch sehr viel sündigten in diesen Tagen, indem sie selbst gebaute Gottheiten aus Holz und Stein anbeteten, und in dem sie lauter okkulten Irrsinn trieben. Und Gott war zwar von dem Tun der sogenannten Gottessöhne, die sich mit Frauen vermischt hatten, sehr entsetzt, während dies hier gar nicht erwähnt wird, aber gleichzeitig geriet Gott auch in große Wut über das freiwillige Sündigen der Menschen. Und um der Sünden der Menschen willen sagt Gott, dass sie nur noch 120 Jahre existieren sollen. Dabei handelt es sich um eine Art Gnadenzeit, in welcher die Menschen zur Buße aufgerufen waren, damit Gott sein Vorhaben bereut, ein schreckliches Strafgericht über die gesamte Erde zu bringen und stattdessen die Menschen begnadigt. Und wir erfahren es nicht in der Bibel, aber ich habe davon gelesen, dass die Männer Noah und Methusalah die jenigen waren, die in diesen letzten 120 Jahren vor der Sintflut immer wieder die Menschen warnten, dass sie ablassen müssen von all ihren schändlichen Werken. Aber wie üblich hörte niemand darauf, sondern jeder Mensch tat, was angemessen war in seinen eigenen Augen.

Weiterhin lesen wir in den Versen 5 bis 7:

Als aber der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse,
da reute es den HERRN, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen.
Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe!

Während es zwar stimmt, dass das Trachten in den Herzen der Menschen immer nur böse war, weil sie Gott verachteten und sich ihre eigenen Götter gebaut hatten und weil sie finstere Beschwörungen und Zaubereien trieben, so wird sich wohl jeder Leser bei diesem Text vordergründig fragen: Warum will Gott auch die Vögel töten, und das Gewürm und das Vieh?
Was können denn die Tiere dafür, wenn die Menschen sündigen?
Auch dieses Detail ist auf eine völlig unzureichende Art aufgeschrieben in der Bibel, sodass es Gott wie einen Verrückten dastehen lässt, der Unschuldige hinwegraffen würde. Aber die Wahrheit sieht natürlich anders aus. Gott ist in keiner Weise verrückt, sondern er sah einfach die bösen Werke an, die auf der Erde geschahen. Denn die sogenannten Gottessöhne hatten begonnen, verschiedene Tiere zu sammeln und sie miteinander zu vermischen, um bestialische Mischwesen zu erzeugen. Und die Erde war voll von derartigen Abscheulichkeiten, von tobsüchtigen, fleischfressenden Mischungen aus Vogel, Gewürm, Raubtieren und sonstigen Tieren des Erdbodens. Und diese Mischwesen fraßen sich sogar gegenseitig. Von all den schönen Tieren, die Gott gemacht hatte, waren einige auf übelste Weise verdorben worden, und es kamen Bestien dabei heraus, die Gott nie gewollt hatte. Und deswegen wollte Gott alles vernichten, was auf der Erde war, weil alles auf abscheulichste Weise verdorben worden war. Aber die Bibel hält es auch hier in keiner Weise für nötig, uns dieses bedeutsame Detail zu offenbaren.

Lasst uns aber mal schauen, was wir in der Bibel als nächstes erfahren! Es steht geschrieben in den Versen 8 bis 17:

Noah aber fand Gnade in den Augen des HERRN.
Dies ist die Geschichte Noahs: Noah, ein gerechter Mann, war untadelig unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott.
Und Noah hatte drei Söhne gezeugt: Sem, Ham und Japhet.
Aber die Erde war verderbt vor Gott, und die Erde war erfüllt mit Frevel.
Und Gott sah die Erde an, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf der Erde.
Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen; denn die Erde ist durch sie mit Frevel erfüllt, und siehe, ich will sie samt der Erde vertilgen!
Mache dir eine Arche aus Tannenholz; in Räume sollst du die Arche teilen und sie innen und außen mit Pech überziehen.
Und so sollst du sie machen: 300 Ellen lang soll die Arche sein, 50 Ellen breit, 30 Ellen hoch.
Eine Lichtöffnung sollst du für die Arche machen, eine Elle hoch ganz oben an der Arche sollst du sie ringsherum herstellen; und den Eingang der Arche sollst du an ihre Seite setzen. Du sollst ihr ein unterstes, zweites und drittes Stockwerk machen.
Denn siehe, ich will die Wasserflut über die Erde bringen, um alles Fleisch, das Lebensodem in sich hat, zu vertilgen unter dem ganzen Himmel; alles, was auf der Erde ist, soll umkommen!

Offensichtlich lebte Noah tadellos inmitten der ganzen Sünder. Und er und seine Familie, die sich höchstwahrscheinlich nur an ihm orientierte, sollten begnadigt werden, aber über alle anderen wollte Gott eine große Wasserflut bringen, wie wir es gelesen haben. Und weil Noah überleben sollte mit seiner Familie, um im Anschluss die Erde neu zu bevölkern, deshalb bekam er den Auftrag, eine Arche zu bauen. Umgerechnet in unsere heutigen Maße sollte diese Arche ungefähr 135 Meter lang werden, 22,5 Meter breit und 13,5 Meter hoch. Der Bau eines derart großen Objektes hat bestimmt sehr lange gedauert, und es war sicherlich anstrengend, sowas wirklich herzustellen.

Außerdem stehen auch noch folgende Worte Gottes an Noah geschrieben in den restlichen Versen des Kapitels:

Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und deine Frau und die Frauen deiner Söhne mit dir.
Und von allem, was lebt, von allem Fleisch, sollst du je zwei in die Arche führen, dass sie mit dir am Leben bleiben, und zwar sollen es ein Männchen und ein Weibchen sein;
von jeder Art der Vögel und von jeder Art des Viehs und von allem Gewürm des Erdbodens nach seiner Art, von allen sollen je zwei von jeder Art zu dir kommen, damit sie am Leben bleiben.
Du aber nimm dir von jeglicher Nahrung, die gegessen werden kann, und sammle sie bei dir an, dass sie dir und ihnen zur Speise diene!
Und Noah machte es so; er machte alles genau so, wie es ihm Gott geboten hatte.

Offensichtlich waren noch Tiere übrig, die nicht zu furchtbaren Mischwesen gemacht worden waren. Und da Gott wohl auch die Tiere liebt, wollte er, dass nach der Sintflut die Erde auch von unverdorbenen Tieren neu bevölkert wird, deshalb sollten einige Tiere in die Arche gerettet werden, damit keine unverdorbene Tierart verlorengeht. Ich selbst vermute sehr stark, dass Gott eine mächtige Geistwirkung geschehen ließ, als die Tiere zusammen in der Arche waren. Denn normalerweise, so lange Gott nicht wundersam eingreift, muss man ja zwangsläufig damit rechnen, dass die Tiere über einander herfallen werden. Aber dazu kam es in diesen Tagen nicht. Noah hatte offensichtlich auch die Aufgabe bekommen, dass er Futter sammeln muss für die Tage der Sintflut, und wir lesen davon, dass Noah alles genau so machte, wie es ihm geboten wurde. Darüber war Gott bestimmt sehr froh, dass er zur Abwechslung mal einen Mensch vor sich hatte, der fähig ist, Anweisungen zu befolgen. Denn diese Fähigkeit findet er bei Sündern niemals, nur bei gerechten Menschen, von denen es aber in den Tagen vor der Sintflut kaum noch welche gab.

Als nächstes wollen wir schauen, was in der Bibel über die letzten sieben Tage vor dem Kommen der Sintflut steht. Wir lesen in Kapitel 7, Vers 1 bis 6:

Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus! Denn dich allein habe ich vor mir gerecht erfunden unter diesem Geschlecht.
Nimm von allem reinen Vieh je sieben und sieben mit dir, das Männchen und sein Weibchen; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Männchen und sein Weibchen;
auch von den Vögeln des Himmels je sieben und sieben, Männchen und Weibchen, um auf dem ganzen Erdboden Nachkommen am Leben zu erhalten.
Denn es sind nur noch sieben Tage, dann will ich es regnen lassen auf der Erde, 40 Tage und 40 Nächte lang, und ich will alles Bestehende, das ich gemacht habe, vom Erdboden vertilgen.
Und Noah tat alles ganz wie der HERR es ihm geboten hatte.
Und Noah war 600 Jahre alt, als die Wasser der Sintflut auf die Erde kamen.

Viele Menschen erschrecken sicherlich, wenn sie davon lesen, dass Noah momentan 600 Jahre alt war. Aber es ist so. Direkt nach der Schöpfung konnten die Menschen hunderte von Jahren alt werden, weil die Erde noch nicht mit allzu viel Fluch belastet war, mal abgesehen von dem Fluch wegen der Frucht der Erkenntnis des Guten und Bösen. Aber je mehr die Menschen sündigen würden, desto mehr Fluch würde auch auf der Erde lasten und desto kürzer wird das Leben des Menschen. Deshalb werden die Menschen heutzutage nicht mehr über sechshundert Jahre alt, sondern viele sterben schon, bevor sie neunzig werden.
Jedenfalls hatte Gott vor, es vierzig Tage und Nächte auf die Erde regnen zu lassen, doch vorher gab es noch eine allerletzte Gnadenfrist, die sieben Tage dauerte. Und die Bibel berichtet nichts davon, aber ich habe davon gelesen, dass in diesen sieben Tagen die Erde erbebte, und die Sonne färbte sich schwarz, und Blitze und Donnerschall geschahen, also eine sehr unheilvolle Stimmung, um ein letztes Mal die halsstarrigen, eingebildeten, selbstverliebten, verkorksten und unendlich widerspenstigen Menschen zu warnen, die noch immer täglich sündigten. Aber sogar diese schweren Zeichen, welche es noch nie zuvor gegeben hatte, nahmen sich die Sünder nicht zu Herzen. Stattdessen sündigten sie weiter und dachten nichtmal im Traum daran, Buße zu tun.
Wir haben aber an dem Text gesehen, dass Noah und seine Familie samt allen ausgewählten Tieren in die Arche gehen mussten, und dass es so geschah. Dies wird durch die Folgeverse nochmal bestätigt, denn wir lesen in den Versen 7 bis 10:

Da ging Noah samt seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne in die Arche vor dem Wasser der Sintflut.
Von dem reinen Vieh und von dem Vieh, das nicht rein war, und von den Vögeln und von allem, was auf dem Erdboden kriecht,
gingen Männchen und Weibchen paarweise zu Noah in die Arche, wie Gott es dem Noah geboten hatte.
Und es geschah nach den sieben Tagen, dass die Wasser der Sintflut auf die Erde kamen.

Wenn wir hier davon lesen, dass sowohl reines als auch unreines Vieh in die Arche ging, dann darf man nicht etwa denken, dass einige von den abscheulichen Mischwesen in die Arche gebracht worden wären, sondern rein und unrein bezieht sich hierbei auf das Fleisch der Tiere, wie es auch aus den Speisegeboten der Thora ersichtlich ist. Denn die schändlichen Mischwesen aus den Tieren wurden alle auf der Erde zurückgelassen, um vertilgt zu werden. Aber zum Beispiel bei einem Löwe ist ja das Fleisch unrein, da er ein Tier ist, das auf seinen Tatzen geht, daher darf auch sein Fleisch nicht gegessen werden. Und obwohl Löwen als unreine Tiere zählen, waren auch zwei Löwen in der Arche, ein männlicher und ein weiblicher. Und Gott sorgte wahrscheinlich auf übernatürliche Weise dafür, dass sie friedlich blieben.

Schließlich brach die Sintflut herein, und wir lesen darüber Folgendes in den Versen 11 bis 17:

Im sechshundertsten Lebensjahr Noahs, am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich.
Und es regnete auf der Erde 40 Tage und 40 Nächte lang.
An eben diesem Tag war Noah in die Arche gegangen mit Sem, Ham und Japhet, seinen Söhnen, und mit seiner Frau und den drei Frauen seiner Söhne;
sie und alle Wildtiere nach ihrer Art und alles Vieh nach seiner Art und alles Gewürm, das auf der Erde kriecht, nach seiner Art, auch alle Vögel nach ihrer Art, jeder gefiederte Vogel.
Und sie gingen zu Noah in die Arche, je zwei und zwei, von allem Fleisch, das Lebensodem in sich hatte.
Die aber hineingingen, Männchen und Weibchen von allem Fleisch, kamen herbei, wie Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu.
Und die Sintflut war 40 Tage auf der Erde, und die Wasser schwollen an und hoben die Arche hoch, sodass sie über der Erde schwebte.

Sehr bemerkenswert ist hier das Detail, dass Gott persönlich die Tür verschloss. Nicht Noah war es, der die Tür der Arche zumachte, sondern Gott höchstpersönlich. Offensichtlich war die Bereitschaft Gottes, sich über die Menschen zu erbarmen, nach all dem vergeblichen Ermahnen und Tadeln nun endgültig vorbei, und er wollte eigenhändig sicherstellen, dass keiner der Sünder während dem stattfindenden Zorngericht einfach in die Arche kommen kann. Denn die Zeit zum Buße tun war vorher, aber es wurde unaufhörlich verdrängt oder sogar verlacht. Und es geht aus dem Text hervor, dass Gott sowohl von unten als auch von oben Wasser kommen ließ, sodass wirklich die gesamte Erde restlos unter Wasser stand. Und die Arche, in der sich Noah befand mit allen geretteten Wesen, trieb hoch oben auf der Wasseroberfläche umher.
Dass aber wirklich die gesamte Erde vollständig überschwemmt worden war, wird in den Folgeversen nochmal extra betont, denn wir lesen ab Vers 18:

Und die Wasser wurden so gewaltig und nahmen so sehr zu auf der Erde, dass die Arche auf den Wassern dahinfuhr.
Ja, die Wasser nahmen so sehr überhand auf der Erde, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden;
die Wasser stiegen noch 15 Ellen höher, nachdem die Berge schon bedeckt waren.
Da ging alles Fleisch zugrunde, das sich regte auf der Erde: Vögel, Vieh und wilde Tiere und alles, was wimmelte auf der Erde samt allen Menschen;
und es starb alles, was Lebensodem hatte auf dem trockenen Land.
Er vertilgte alles Bestehende auf dem Erdboden, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und zu den Vögeln des Himmels – alles wurde von der Erde vertilgt; nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war.
Und die Wasser blieben hoch über der Erde, 150 Tage lang.

Hierbei sollte man auch bedenken, dass es sich gewiss alles andere als schön angefühlt haben muss, die ganzen 150 Tage in der Arche zu hocken, während die Welt um einen herum komplett überschwemmt war. Das war eine ziemliche Zumutung für die Insassen der Arche, und ein extremst unbequemer Zustand, aber wenigstens wurden ihre Leben gerettet. Das war in diesen Tagen der einzige Trost.

In Kapitel 8 steht noch mehr über die Sintflut geschrieben und wir lesen in den Versen 3 bis 5:

Und die Wasser über der Erde nahmen mehr und mehr ab, sodass sie sich vermindert hatten nach 150 Tagen.
Und die Arche ließ sich auf dem Gebirge Ararat nieder am siebzehnten Tag des siebten Monats.
Und die Wasser nahmen immer weiter ab bis zum zehnten Monat; am ersten Tag des zehnten Monats konnte man die Spitzen der Berge sehen.

Hier sehen wir nun also eine Beschreibung davon, wie das Wasser wieder abnahm. Und doch hatten die Insassen der Arche eine derart große Ehrfurcht vor Gott, dass sie nicht alle zusammen die Arche verlassen wollten, solange Gott es nicht ausdrücklich geboten hatte. Aber Noah sandte laut der Bibel zumindest Vögel aus, um die aktuelle Lage zu begutachten, denn es steht geschrieben in den Versen 6 bis 10:

Und es geschah nach Verlauf von 40 Tagen, dass Noah das Fenster an der Arche öffnete, das er gemacht hatte.
Und er sandte den Raben aus; der flog hin und her, bis das Wasser auf der Erde vertrocknet war.
Danach sandte er die Taube aus, um zu sehen, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf der Fläche des Erdbodens.
Aber die Taube fand keinen Ort, wo ihr Fuß ruhen konnte. Da kehrte sie zu ihm in die Arche zurück; denn es war noch Wasser auf der ganzen Erdoberfläche. Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie und nahm sie wieder zu sich in die Arche.
Und er wartete noch weitere sieben Tage; dann sandte er die Taube wieder von der Arche aus.

Gemäß dieser Erzählung hatte wohl Noah Interesse daran, zu wissen, inwiefern schon der trockene Erdboden sichtbar wurde. Und die Taube hatte nach der ersten Aussendung keinen Ruheplatz gefunden und auch sonst kein Anzeichen mitgebracht, dass es außer Wasser irgendwas zu finden gibt auf der Erde. Was nach der zweiten Aussendung geschah, wollen wir als nächstes lesen. Es steht geschrieben in Vers 11:

Und die Taube kam zur Abendzeit wieder zu ihm, und siehe, sie hatte ein frisches Ölbaumblatt in ihrem Schnabel! Da erkannte Noah, dass das Wasser sich verlaufen hatte auf der Erde.

Dieser Bericht klingt ein wenig mysteriös. Eigentlich ist ja durch die Sintflut die ganze Erde zugrunde gegangen, denn alles stand monatelang unter Wasser. Und trotzdem passiert es hier, dass die Taube ein frisches Olivenblatt findet. Soll das heißen, dass die Pflanzen keinen Schaden erlitten haben durch die Sintflut?
Ich weiß es leider nicht genau, aber auf jeden Fall war die Erde von allen abscheulichen Mischwesen unter den Tieren gereinigt worden, und von allen sündigen Menschen, und nun brachte die Taube ein Olivenblatt, was ja zumindest eine Andeutung darauf war, dass schon einige Bäume nicht mehr unter Wasser standen.

Weiterhin lesen wir in den Versen 12 bis 19:

Und nachdem er noch weitere sieben Tage gewartet hatte, sandte er die Taube wieder aus; da kam sie nicht mehr zu ihm zurück.
Und es geschah im sechshundertersten Jahr, am ersten Tag des ersten Monats, da waren die Wasser von der Erde weggetrocknet. Und Noah entfernte das Dach von der Arche und schaute, und siehe, die Fläche des Erdbodens war trocken!
Und im zweiten Monat, am siebenundzwanzigsten Tag des Monats, war die Erde ganz trocken geworden.
Da redete Gott zu Noah und sprach:
Geh aus der Arche, du und deine Frau und deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir!
Alle Tiere, die bei dir sind, von allem Fleisch: Vögel, Vieh und alles Gewürm, das auf der Erde kriecht, sollen mit dir hinausgehen und sich regen auf der Erde und sollen fruchtbar sein und sich mehren auf der Erde!
So ging Noah hinaus samt seinen Söhnen und seiner Frau und den Frauen seiner Söhne.
Alle Tiere, alles Gewürm und alle Vögel, alles was sich regt auf der Erde nach seinen Gattungen, das verließ die Arche.

Schließlich war also der bestimmt schon sehnsüchtig erwartete Befehl von Gott ergangen, dass alle Lebewesen die Arche verlassen sollen, und es geschah so. In den restlichen Versen des Kapitels wird auch noch behauptet, dass Gott gesagt hat, er will von nun an den Erdboden nicht mehr verfluchen, sodass es an Aussaat und Ernte mangeln würde, auch wenn die Menschen von Jugend an böse Wesen sind. Das ist ein ziemlich großes Versprechen und es ist schwer einzuschätzen, inwiefern diese Worte realistisch sind und ob sie überhaupt von Gott gesprochen wurden oder nicht, denn Erntepleiten sind ja nichts Neues in der Menschheitsgeschichte.

Was aber Gott zu Noah und den anderen zu sagen hatte, als sie draußen waren, das lesen wir im oberen Abschnitt von Kapitel 9. Es steht geschrieben in den Versen 1 bis 17:

Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt die Erde!
Furcht und Schrecken vor euch soll über alle Tiere der Erde kommen und über alle Vögel des Himmels, über alles, was sich regt auf dem Erdboden, und über alle Fische im Meer; in eure Hand sind sie gegeben!
Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen; wie das grüne Kraut habe ich es euch alles gegeben.
Nur dürft ihr das Fleisch nicht essen, während sein Leben, sein Blut, noch in ihm ist!
Jedoch euer eigenes Blut will ich fordern, von der Hand aller Tiere will ich es fordern und von der Hand des Menschen, von der Hand seines Bruders will ich das Leben des Menschen fordern.
Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn im Bild Gottes hat Er den Menschen gemacht.
Ihr aber, seid fruchtbar und mehrt euch und breitet euch aus auf der Erde, dass ihr zahlreich werdet darauf!
Und Gott redete zu Noah und zu seinen Söhnen mit ihm und sprach:
Siehe, ich richte meinen Bund auf mit euch und mit eurem Samen, der nach euch kommt,
auch mit allen lebendigen Wesen bei euch, mit Vögeln, Vieh und allen Tieren der Erde bei euch, mit allen, die aus der Arche gegangen sind, was für Tiere es seien auf der Erde.
Und ich will meinen Bund mit euch aufrichten, dass künftig nie mehr alles Fleisch von dem Wasser der Sintflut ausgerottet wird, und dass auch keine Sintflut mehr kommen soll, um die Erde zu verderben.
Und Gott sprach: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich festsetze auf ewige Geschlechter hin zwischen mir und euch und allen lebendigen Wesen, die bei euch sind:
Meinen Bogen setze ich in die Wolken, der soll ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde.
Wenn es nun geschieht, dass ich Wolken über der Erde sammle, und der Bogen in den Wolken erscheint,
dann will ich an meinen Bund gedenken, der zwischen mir und euch und allen lebendigen Wesen von allem Fleisch besteht, dass künftig die Wasser nicht mehr zur Sintflut werden sollen, die alles Fleisch verdirbt.
Darum soll der Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und an den ewigen Bund gedenke zwischen Gott und allen lebendigen Wesen von allem Fleisch, das auf der Erde ist!
Und Gott sprach zu Noah: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch, das auf der Erde ist.

Gemäß diesen Worten ist also ein Regenbogen für Gott ein Erinnerungszeichen, denn es soll ihn daran erinnern, dass er nie wieder eine Sintflut über die Erde bringen will, die ein so schreckliches und umfassendes Ausmaß hat wie die große Wasserflut in den Tagen des Noah.
Und den Nachkommen von Noah wurde erlaubt, dass sie das Fleisch von Tieren essen dürfen, aber niemals Blut. Und es wurde zur Bestimmung gemacht, auch wenn das überhaupt keine neue Bestimmung war, dass kein Menschenblut vergossen werden soll und dass es gerächt werden muss, sollte Menschenblut vergossen werden. Dies sind aber übrigens nicht alle Gebote, die Gott damals gab, sondern lediglich ein kleiner Ausschnitt, denn zum Beispiel Götzendienst war damals auch schon die ganze Zeit verboten. Denn es ist seit Anbeginn der Zeit so, dass Menschen ihre eigenen Götter erfinden wollen, aber nicht nach dem echten Gott fragen. Das war vor der Sintflut so, das war nach der Sintflut so, das ist heutzutage so, und das wird auch nicht abnehmen, da die meisten Menschen eben leider extrem eigensinnige und verkorkste Wesen sind, die sich alles nach ihrer persönlichen Lust zurechtlegen, auch das vermeintlich Göttliche nach ihrer Ansicht.

Nun ist eigentlich schon alles über den Bericht gesagt, der in der Bibel über die Sintflut steht, aber ich möchte noch eine Kleinigkeit über Noah aufzeigen, die auch in Kapitel 9 steht. Wir lesen in den Versen 18 bis 29:

Die Söhne Noahs aber, welche die Arche verließen, waren Sem, Ham und Japhet; und Ham ist der Vater Kanaans.
Von diesen drei Söhnen Noahs wurde die ganze Erde bevölkert.
Noah aber wurde nun ein Landmann und legte einen Weinberg an.
Als er aber von dem Wein trank, wurde er betrunken und entblößte sich in seinem Zelt.
Und Ham, der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und erzählte es seinen beiden Brüdern draußen.
Da nahmen Sem und Japhet das Gewand und legten es auf ihre Schultern und gingen rücklings und deckten die Blöße ihres Vaters zu und wandten ihre Angesichter ab, damit sie die Blöße ihres Vaters nicht sahen.
Als nun Noah von dem Wein erwachte und erfuhr, was ihm sein jüngster Sohn getan hatte,
da sprach er: »Verflucht sei Kanaan! Ein Knecht der Knechte sei er seinen Brüdern!«
Und weiter sprach er: »Gepriesen sei der HERR, der Gott Sems, und Kanaan sei sein Knecht!
Gott breite Japhet aus und lasse ihn wohnen in den Zelten Sems, und Kanaan sei sein Knecht!«
Noah aber lebte nach der Sintflut noch 350 Jahre lang;
und die ganze Lebenszeit Noahs betrug 950 Jahre, und er starb.

Ich werde jetzt lieber gar nicht erst damit anfangen, meine Meinung darüber zu äußern, dass ein sogenannter tadelloser Mann Gottes sich selbst entblößt hat und besoffen in seinem Zelt lag. Aber wir sehen an dem Bericht, dass seine Söhne unterschiedlich reagierten, und deshalb wurde der Sohn, der sich falsch verhielt, von Noah verflucht. Auch hier halte ich mich lieber zurück mit meiner Meinung darüber, inwiefern ein Mann Gottes jemals irgendwen wirklich verfluchen würde, aber Jesus hat gesagt, dass wir gemäß allen unseren Worten entweder gerichtet oder gerechtfertigt werden, und die Apostel haben demgemäß die Empfehlung ausgesprochen, dass wir wenn überhaupt segnen sollen, aber niemals fluchen.
Wir erfahren jedenfalls durch diesen Text, dass Noah insgesamt 950 Jahre alt wurde, und dass sein Sohn namens Ham von ihm verflucht wurde. Und diese Worte hatten auch eine Wirkung.

Und da wir nun all dies vor Augen hatten, soll es zum Thema Sintflut auch genug sein.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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