Text zu "Bibellehre - Kain und Abel"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=Jqk5_i0wYCU
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Im heutigen Video
halten wir uns mal die Geschichte von Kain und Abel vor Augen, von
der bestimmt viele von euch schonmal gehört haben. Wir werden die
jenigen Worte lesen, die darüber in der Bibel stehen.
Um die Geschichte zu
erfahren, müssen wir Kapitel 4 vom ersten Buch Mose aufschlagen. Es
steht geschrieben in den Versen 1 und 2:
Und Adam erkannte
seine Frau Eva; und sie wurde schwanger und gebar den Kain. Und sie
sprach: Ich habe einen Mann erworben mit der Hilfe des HERRN!
Und weiter gebar sie
seinen Bruder Abel. Und Abel wurde ein Schafhirte, Kain aber ein
Ackerbauer.
Hier erhalten wir
erstmal nur grundlegende Informationen. Die Bibel hält es nicht für
nötig, uns zu offenbaren, dass Kain mehrere Jahre älter war als
Abel, aber wir erfahren zumindest auch ihre Berufe.
Weiterhin steht
geschrieben in den Versen 3 bis 5:
Und es geschah nach
geraumer Zeit, dass Kain dem HERRN ein Opfer darbrachte von den
Früchten des Erdbodens.
Und auch Abel
brachte ein Opfer dar von den Erstlingen seiner Schafe und von ihrem
Fett. Und der HERR sah Abel und sein Opfer an;
aber Kain und sein
Opfer sah er nicht an. Da wurde Kain sehr wütend, und sein Angesicht
senkte sich.
Dieser Text ist
ziemlich stumpfsinnig aufgebaut. Man erkennt hier gar nicht, was
eigentlich los ist. Es geht nämlich bei dieser Erzählung darum,
dass sowohl Kain als auch Abel Gott würdigen wollten, indem sie ihm
ein Geschenk machten. Und dieses Geschenk wollten sie ihm geben in
Form von Abgaben aus dem, was sie selbst erarbeitet hatten. Da nun
Abel Schafhirte war, gab er Erstgeburten seiner Schafe, was als sehr
kostbare Gabe gilt. Und Kain war Ackerbauer, deshalb gab er Früchte,
die er geerntet hatte. Die Bibel vergisst aber, zu erwähnen, dass
Kain nicht die besten Früchte hergab, sondern die schlechtesten, für
die er selber sowieso keine Verwendung hatte und bei denen er froh
war, sie endlich los zu sein.
Also: Abel hat den
wertvollsten Teil seines Besitzes gegeben, Kain aber den
minderwertigsten. Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, war Gott
deswegen mit der Gabe von Kain berechtigterweise unzufrieden. Und
anstatt dass Kain Einsicht zeigt, da es ja wirklich beschämend ist,
wenn er nur die schlechtesten Früchte für Gott hergibt, ist Kain
obendrein hinterher auch noch sehr wütend, obwohl doch er selbst der
jenige ist, der etwas falsch machte. Er hat eine völlig
minderwertige Gabe hergegeben, über welche sich niemand jemals
freuen könnte, und als Gott dann davon enttäuscht ist, wird Kain
auch noch wütend, weil Gott sich nicht über die minderwertige Gabe
gefreut hat.
Das ist wirklich
widerlich. Und die innere Herzenshaltung von Kain wurde wegen der Wut
sehr negativ gegenüber Gott. Kain begann, in seinem Herzen Gott zu
verachten, weil Gott nicht glücklich gewesen ist mit den
minderwertigen, verwerflichen Früchten.
Was außerdem noch
erzählt wird, lesen wir weiter in den Versen 6 bis 8:
Und der HERR sprach
zu Kain: Warum bist du so wütend, und warum senkt sich dein
Angesicht?
Ist es nicht so:
Wenn du Gutes tust, so darfst du dein Haupt erheben? Wenn du aber
nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr
Verlangen ist auf dich gerichtet; du aber sollst über sie herrschen!
Und Kain redete mit
seinem Bruder Abel; und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da
erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.
Zuerst warnt also
Gott davor, dass Kain von dem Verlangen zum Sündigen überwältigt
werden könnte aufgrund seiner sinnlosen Wut, denn da die Menschen
die Erkenntnis des Guten und Bösen alle haben, werden sie natürlich
von dem Wunsch zum Sündigen in Beschlag genommen, wenn sie nicht
nach Gerechtigkeit dürsten. Kain nimmt aber diese Worte nicht ernst,
sondern lockt seinen kleinen Bruder auf das Feld hinaus, und dort
erschlägt er ihn. Dies hat Kain höchstwahrscheinlich aus Neid
getan, weil Gott mit der Gabe von Abel zufriedener gewesen war.
Es wird aber
scheinbar Gott jedes Mal durch einen geistlichen Vorgang informiert,
wenn ein Mord passiert ist, denn es steht geschrieben in Vers 9 bis
14:
Da sprach der HERR
zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er antwortete: Ich weiß es nicht!
Soll ich meines Bruders Hüter sein?
Er aber sprach: Was
hast du getan? Horch! Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu
mir von dem Erdboden!
Und nun sollst du
verflucht sein von dem Erdboden hinweg, der seinen Mund aufgetan hat,
um das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen!
Wenn du den Erdboden
bebaust, soll er dir künftig seinen Ertrag nicht mehr geben; ruhelos
und flüchtig sollst du sein auf der Erde!
Und Kain sprach zum
HERRN: Meine Strafe ist zu groß, als dass ich sie tragen könnte!
Siehe, du vertreibst
mich heute vom Erdboden, und ich muss mich vor deinem Angesicht
verbergen und ruhelos und flüchtig sein auf der Erde. Und es wird
geschehen, dass mich totschlägt wer mich findet!
Die Bemerkung, dass
das Blut von Abel zu Gott schreit, ist geistlich gemeint. Es wird
aber auch Kain bestraft, indem er geplagt wird mit Ruhelosigkeit und
Pech, da ihm keine Früchte mehr wachsen werden und er somit seine
Arbeit als Ackerbauer verliert. Anstatt ein Ackerbauer zu sein, wird
sein Leben ab jetzt daraus bestehen, von anderen Menschen verhasst zu
sein und stets auf der Flucht sein zu müssen. Kain befürchtet aber,
dass dies letztlich dazu führen könnte, dass auch er selbst
irgendwann von einem Mann erschlagen wird, weil er verhasst ist,
nachdem er bis dahin seinen derart unangenehmen Lebensstil verkraften
musste, und das erscheint ihm zu hart.
Wir wissen von Gott,
dass er voll Erbarmen ist, während er aber immer gerecht handelt.
Daher sollte es uns auch nicht verwunderlich erscheinen, wie Gott
reagiert. Es steht geschrieben in den Versen 15 und 16:
Da sprach der HERR
zu ihm: Fürwahr, wer Kain totschlägt, der zieht sich siebenfache
Rache zu! Und der HERR gab dem Kain ein Zeichen, damit ihn niemand
erschlage, wenn er ihn fände.
Und Kain ging hinweg
von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Land Nod, östlich von
Eden.
Hier gibt Gott also
ein Zeichen an Kain, damit die Strafe nicht noch schlimmer wird als
beschlossen. Kain musste von diesem Tag an ein ruheloses Wrack sein,
denn diese Strafe war angemessen, aber er durfte nicht von irgendwem
getötet werden.
Es hatte übrigens
Adam mit seiner Frau Eva nicht nur Kain und Abel gezeugt, sondern
auch weitere Söhne und Töchter, denn so wird es uns in Kapitel 5
berichtet. Und da es nur diese eine Familie gab, musste Kain eine
seiner Schwestern heiraten.
Wie sein Leben
verlief, als er verheiratet war, darüber steht Folgendes in Vers 17:
Und Kain erkannte
seine Frau; die wurde schwanger und gebar den Henoch. Und er baute
eine Stadt und nannte sie nach dem Namen seines Sohnes Henoch.
Offensichtlich baute
also Kain eine Stadt und gab ihr den gleichen Name wie seinem
erstgeborenen Sohn. Die Bibel hält es nicht für nötig, uns zu
sagen, dass in diesen alten Zeiten sämtliche Häuser aus Steinen
gebaut wurden. Auf den Gedanke, Wälder zu zerstören und die Bäume
für den Hausbau zu benutzen, wäre damals kein Mensch gekommen,
sondern die Menschen ließen sich an Häusern aus Stein genügen und
wussten auch gar nicht wie man Holz hackt.
Wichtig zu erwähnen
ist aber, dass nicht nur Kain und Abel besondere Söhne von Adam und
Eva waren, sondern dass auch noch ein dritter besonderer Sohn geboren
wurde. Darüber lesen wir Folgendes in Vers 25:
Und Adam erkannte
seine Frau nochmals; die gebar einen Sohn und nannte ihn Set: »Denn
Gott hat mir für Abel einen anderen Samen gesetzt, weil Kain ihn
umgebracht hat«.
An diesem Vers soll
erkennbar werden, dass Set als Ersatz für Abel galt, weil Set es
wert war, so bezeichnet zu werden, denn er hatte ein gottesfürchtiges
Herz, genau wie Abel.
Das war im Grunde
auch schon alles, was es über die Zeit zu sagen gibt, in der Kain
und Abel gelebt haben und wie genau es zu dem Brudermord kam.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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