Text zu "Ein Blick auf den 1. Brief des Petrus"
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=tmkxokmclVc
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In diesem Video
wollen wir uns mit den gehaltvollen Stellen aus dem ersten Brief des
Petrus beschäftigen, die uns auch auf unserem eigenen Weg mit Jesus
nützen können.
Die ersten Verse,
die wir uns heute anschauen, sind die Verse 3 bis 5 von Kapitel 1. Es
steht geschrieben:
Gelobt sei der Gott
und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner
großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung
durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten,
zu einem
unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im
Himmel aufbewahrt wird für uns,
die wir in der Kraft
Gottes bewahrt werden durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist,
geoffenbart zu werden in der letzten Zeit.
Dass die Menschen
wiedergeboren wurden, ist sehr tollpatschig formuliert. Sie sind viel
mehr auferweckt worden zu einem lebendigen Glaube. Wiedergeboren
würde bedeuten, dass sie vorher schonmal gelebt hätten, haben sie
aber nicht.
Bemerkenswert ist
hingegen auf jeden Fall die Beschreibung, dass für uns ein
unbeflecktes und unverwelkliches Erbe aufbewahrt wird im Himmel. Denn
diese Worte zeigen uns deutlich, worauf wir uns konzentrieren sollen.
Wir sollen überhaupt nicht mehr auf die von Verderben beherrschte
Welt schauen, in der wir uns jetzt gerade befinden und die verdorben
bleiben wird bis zum letzten Tag. Stattdessen sollen wir voller
Vorfreude darauf sein, dass wir diese Welt irgendwann ganz hinter uns
lassen können und das bekommen werden, was uns unser Vater im Himmel
erben lässt, weil wir zu seinem Sohn gehören und ihm geglaubt
haben.
Weiterhin heißt es
in den Versen 6 und 7:
Dann werdet ihr euch
jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss,
traurig seid in mancherlei Anfechtungen,
damit die Bewährung
eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold,
das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur
Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.
Echter, reinherziger
Glaube ist kostbarer als alles Gold dieser Erde. Versteht ihr das?
Wenn ihr lauwarme Gläubige seid, dann nützt es nichts. Aber wenn
ihr wirklich Glaube habt, dann seid ihr übertrieben reich, selbst
wenn ihr auf der Straße sitzt und nicht wisst, wohin ihr als
nächstes gehen sollt. Wer in Jesus ist, der ist wirklich reich. Wer
aber in seinem eigenen Ego ist, oder in der weltlichen, nichtigen
Hoffnung auf Heil in dieser Welt, der ist arm dran, selbst wenn er
Traumhäuser und eine hervorragende Familie und üppige Geldanlagen
besitzt. Petrus betont auch, dass wir uns jubelnd freuen werden, wenn
Jesus als lebendiger Herrscher in Herrlichkeit wiederkommt. Das wird
die Zeit sein, in der wir jubeln. Dem entsprechend haben wir jetzt
noch keinen Grund zum jubeln, wir sollen uns jetzt noch gar nicht
freuen. Besonders nicht, da es allerlei Anfechtungen geben kann und
auch geben wird, die unseren Glaube zunichte machen sollen.
Wie viele sind unter
euch, die sich darüber im Klaren sind, dass die Zeit zum Jubeln
nicht heute ist, sondern dass wir dazu erst Anlass haben, wenn Jesus
wiederkommt?
Petrus schreibt
außerdem in den Versen 8 und 9:
Ihn liebt ihr,
obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr
ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen
mit unaussprechlicher und herrlicher Freude,
wenn ihr das Endziel
eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen!
Ich hoffe doch sehr,
dass ihr dies annehmen könnt, wenn ihr an Jesus Interesse habt. Das
Endziel unseres Glaubens ist kein schönes Leben in der Welt, auch
nicht ein stets heiler Körper oder gar solcher Blödsinn wie
finanzieller Segen, sondern das Endziel des wahren Glaubens, der
nicht mit Lügen vermischt wurde, ist die Errettung unserer Seelen.
Es geht um eure Seele. Und um nichts Anderes. Und es ist eine
Herausforderung, an Jesus zu glauben, wenn man ihn selbst noch nie
gesehen hat. Das versucht auch Petrus in Vers 8 rüberzubringen. Wenn
aber jemand Jesus sehen durfte und immernoch nicht alles glaubt, was
Jesus sagte und lehrte, was meint ihr wohl, was mit der Seele eines
solchen Menschen passieren wird?
Ich sage euch: So
jemand wird umso schlimmere Strafe erleiden, wenn er in der Sünde
bleibt, oder wenn er nur eine Zeit lang Jesus liebte und dann doch
wieder in die Sünde zurückging.
Petrus ermutigt aus
diesem Grund auch nicht die Heuchler, sondern Petrus ermutigt die,
welche fest im Glaube stehen und leben. Denn wer im echten Glaube
lebt, dessen Ende wird wahrhaftig herrlich sein.
Und damit der Glaube
derer, denen Petrus berechtigte Hoffnung macht, sogar noch größer
werden kann, gibt er ihnen folgende Empfehlung in den Versen 14 bis
16:
Als gehorsame Kinder
passt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer
Unwissenheit dientet,
sondern wie der,
welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in
eurem ganzen Wandel.
Denn es steht
geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!«
Hier sehen wir
eindeutig, wie der Plan lautet. Die Begierden ablegen und Heiligkeit
anstreben - das ist es, was von Glaube zeugt. Und auch in Vers 17
steht eine bemerkenswerte Aufforderung, denn dort lesen wir:
Und wenn ihr den als
Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach dem Werk jedes
Einzelnen, so führt euren Wandel in Furcht, solange ihr euch hier
als Fremdlinge aufhaltet.
Offensichtlich
werden die aufrichtigen Gläubigen nicht nur indirekt dazu
aufgerufen, dass sie sich in ihrem Leben so verhalten sollen, als
wären sie Fremdlinge in der Welt, sondern auch die Ehrfurcht vor
Gott wird hier wärmstens empfohlen. Man muss auch bedenken, dass
Gott kein Ansehen der Person kennt, wenn es darum geht, die Taten
oder Herzen der Menschen einzuschätzen. Da wir, wenn wir wirklich
glauben, Gottes Kinder sind, sollten wir uns auch daran ein Beispiel
nehmen, indem wir niemanden tadeln, nur weil er ein unbeliebter
Mensch ist, und auch nicht das Fehlverhalten eines anderen gutheißen
um seines hohen Ranges willen. Denn das wäre das Ansehen der Person.
Auch in den Versen
18 bis 21 finden wir lesenswerte Worte, denn es steht geschrieben:
Denn ihr wisst ja,
dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold,
losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern
überlieferten Wandel,
sondern mit dem
kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten
Lammes.
Er war zuvor ersehen
vor Grundlegung der Welt, aber wurde offenbar gemacht in den letzten
Zeiten um euretwillen,
die ihr durch ihn an
Gott glaubt, der ihn aus den Toten auferweckt und ihm Herrlichkeit
gegeben hat, damit euer Glaube und eure Hoffnung auf Gott gerichtet
seien.
Ist es nicht
interessant, wie Petrus hier über Jesus redet? Seine Worte sind
zutreffend. Jesus war schon zu seinem Werk erwählt, bevor die Erde
gemacht wurde, und er hat damals auch schon gelebt. Aber er wurde
verborgen gehalten, er wurde nicht offenbar gemacht. Erst an dem Tag,
als er in die Welt geboren wurde, da konnten die Menschen es merken,
auch wenn sie es nicht gemerkt haben, dass es einen Erlöser gibt,
der vorher von Gott verborgen gehalten wurde.
Es fällt auch auf,
dass Petrus hier den Wandel als nichtig bezeichnet, den die Väter
überliefert haben. Es ist fraglich, ob er damit das Gesetz von Moses
meint, oder ob er vielleicht vielmehr die Talmud meint, also das von
Pharisäern erfundene Schriftwerk, welches Gott nie befohlen hatte.
Die Ausübung der Gebote aus der Überlieferung der Pharisäer ist
nämlich vor Gott völlig bedeutungslos.
Auch in Kapitel 2
gibt es etwas Bemerkenswertes zu lesen, denn es steht geschrieben in
den ersten drei Versen:
So legt nun ab alle
Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle
Verleumdungen,
und seid als
neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des
Wortes, damit ihr durch sie heranwachst,
wenn ihr wirklich
geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist.
Diese Verse an sich
sind eine hervorragende Offenbarung darüber, was es bedeutet, ein
Kind Gottes zu sein. Man muss alles ablegen, was ein Kind Gottes
niemals festhalten würde, nämlich alle Heuchelei, was für die
Menschen wohl die größte Herausforderung darstellt, und außerdem
allen Neid, alle Bosheit und die Neigung dazu, irgendwen zu
verleumden, egal aus welchem Anlass. Verleumden bedeutet ja, dass man
über jemanden Böses erzählt, das er gar nicht tut oder an sich
hat. Es geht gewissermaßen mit Neid und Bosheit einher, aber ein
Kind Gottes will sowas nicht machen. Und ebenso will ein Kind Gottes
am liebsten immer nur unverfälschte Worte hören, aber wenn es laues
Geschwafel oder verdrehte Verrücktheiten hören muss, so ist es ihm
ein Anstoß. Nur unverfälschte Worte hält ein Kind Gottes im Herzen
fest. Und die Motivation dazu kommt aus der Gewissheit, dass unser
Herr Jesus freundlich ist, und er selbst ist ja auch der Sohn Gottes
von Anfang an, darum sollen wir uns an ihm möglichst orientieren.
Als nächstes lesen
wir uns mal einen etwas längeren Abschnitt durch. Es steht
geschrieben in den Versen 11 bis 17:
Geliebte, ich
ermahne euch als Gäste und Fremdlinge: Enthaltet euch der
fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten;
und führt einen
guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als
Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie
gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung.
Ordnet euch deshalb
aller menschlichen Ordnung unter um des Herrn willen, es sei dem
König als dem Oberhaupt
oder den
Statthaltern als seinen Gesandten zur Bestrafung der Übeltäter und
zum Lob derer, die Gutes tun.
Denn das ist der
Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der
unverständigen Menschen zum Schweigen bringt;
als Freie, und nicht
als solche, die die Freiheit als Deckmantel für die Bosheit
benutzen, sondern als Knechte Gottes.
Erweist jedermann
Achtung, liebt die Bruderschaft, fürchtet Gott, ehrt den König!
In Vers 11 werden
wir ein weiteres Mal dazu aufgerufen, uns als Gäste und Fremdlinge
zu betrachten in dieser Welt. Also wie Leute, denen hier nichts
gehört, da sie nur zu Besuch da sind und eigentlich woanders wohnen.
Allerdings muss man, so lange man irgendwo zu Besuch ist, natürlich
auch die fremden Hausregeln beachten und darf nicht unverschämt sein
gegen die Verwalter dieser Orte. Sonst wäre man ja ein schändlicher
Gast. Aus diesem Grund, so lange wir nicht zur Sünde gezwungen sind,
sollen wir den jenigen Leuten in einem Volk den notwendigen Respekt
erweisen, die in einer verwaltenden Position sind. Obwohl wir streng
genommen nicht ihnen unterstehen, sondern Jesus Christus, sollen wir
trotzdem ihre Regeln billigen und nicht sinnlos rebellieren gegen die
Könige in der Welt, in der wir nur einfache Gäste sind. Vers 15
sagt auch, dass wir dauerhaft Gutes tun sollen, damit jeder, der uns
verleumden will, keinen Erfolg dabei verzeichnen kann, weil wir uns
nichts zu Schulden kommen ließen.
Und wenn es
geschieht, dass wir trotzdem Unrecht erleiden, so müssen wir es
geduldig ertragen, denn es steht geschrieben in den Versen 20 bis 23:
Denn was ist das für
ein Ruhm, wenn ihr geduldig Schläge ertragt, weil ihr gesündigt
habt? Wenn ihr aber für Gutestun leidet und es geduldig ertragt, das
ist Gnade bei Gott.
Denn dazu seid ihr
berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild
hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt.
»Er hat keine Sünde
getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«;
als er geschmäht
wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht,
sondern übergab es dem, der gerecht richtet.
Hierbei muss ich
betonen, dass diese Forderung genau so schwer ist, wie sie auch
wahrhaftig ist. Man braucht ein gefestigtes Herz und eine hohe
Konzentration auf das Reich Gottes, wenn man wirklich allezeit fähig
sein will, Unrecht zu leiden, ohne zu vergelten. Aber es ist dennoch
aus himmlischer Sicht immer der beste Weg für uns. Jesus hat es auch
so gemacht, und er ist das heilige Lamm Gottes, der Messias, der von
Gott über alles erhoben wurde. Und auch wir werden von Menschen zwar
ausgelacht, im Reich Gottes aber gewürdigt, wenn wir so sehr in der
Liebe sind, dass wir niemals schmähen, nachdem wir geschmäht
wurden, und niemandem drohen, selbst wenn wir zu leiden haben. Daher
sind diese Worte sehr erinnerungswürdig.
In Kapitel 3 lesen
wir auch Worte in den Versen 1 bis 4, die etwas wertvolles zum
Ausdruck bringen. Es steht geschrieben:
Gleicherweise sollen
auch die Frauen sich ihren eigenen Männern unterordnen, damit, wenn
auch etliche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel
der Frauen ohne Wort gewonnen werden,
wenn sie euren in
Furcht keuschen Wandel ansehen.
Euer Schmuck soll
nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von
Goldgeschmeide oder Kleidung,
sondern der
verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines
sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist.
Durch diesen Text
sollen sich zuerst Frauen angesprochen fühlen, die an Jesus glauben,
aber mit einem ungläubigen Mann verheiratet sind. Der Mann kann wenn
überhaupt gewonnen werden, wenn die Frau einen keuschen Wandel lebt,
damit es den Mann irgendwann beeindruckt. Die Beschreibung, dass ein
stiller Geist sehr kostbar ist, ist aber nicht nur auf Ehefrauen
anwendbar, sondern im Grunde auf alle Menschen. Gott liebt ein
bedachtes und stilles Wesen immer. Jedenfalls sollte den Frauen durch
diese Verse klar werden, dass es nicht gut ist, wenn sie ihren Mann
immer verurteilen oder ihn von morgens bis abends mit Bibelversen
bombardieren, weil er nicht gläubig werden will. Das ist nicht das,
was die Bibel rät, und es wird allgemein auch gar nicht helfen. Je
mehr man zu einem Mensch von einer Sache redet, die er verachtet,
desto größer wird bei ihm der Widerstand. Das ist immer so.
Petrus zitiert auch
Worte aus einem Psalm in diesem Kapitel, was wir merken werden, wenn
wir uns die Verse 9 bis 12 anschauen. Dort steht:
Vergeltet nicht
Böses mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung, sondern im
Gegenteil segnet, weil ihr wisst, dass ihr dazu berufen seid, Segen
zu erben.
Denn »wem das Leben
lieb ist und wer gute Tage sehen will, der bewahre seine Zunge vor
Bösem und seine Lippen, dass sie nicht Trug reden;
er wende sich ab vom
Bösen und tue Gutes; er suche den Frieden und jage ihm nach!
Denn die Augen des
Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Flehen;
das Angesicht des Herrn aber ist gegen die gerichtet, die Böses
tun.«
Einige Worte aus dem
Psalm 34, welcher ein lehrreicher und wirklich bemerkenswerter Psalm
ist, werden hier offensichtlich auch von Paulus benutzt, denn es ist
um Gottes willen immer eine gute Idee, diese Worte in die Tat
umzusetzen. Auf die eigenen Lippen muss man Acht haben, um nichts
Zerstörerisches und nichts Betrügerisches zu reden, und man muss
abweichen von allem, was in Gottes Augen böse ist, um dem Frieden
nachzujagen mit allen Gedanken. Das ist es, was sich für das eigene
Herz letztlich am meisten lohnt. Wir wollen aber nicht übersehen,
dass auch in Vers 9 nochmal in aller Deutlichkeit empfohlen wird,
keine Vergeltung zu üben für das Böse, das wir erleiden, denn
würden wir das tun, wären wir keine echten Diener von Jesus
Christus. Darüber hinaus sollten wir uns offensichtlich niemals zu
schade sein, um Segen auszusprechen über andere.
Passend dazu lesen
wir auch in den Versen 14 bis 17:
Doch wenn ihr auch
leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr! Ihr
Drohen aber fürchtet nicht und lasst euch nicht beunruhigen;
sondern heiligt
vielmehr Gott, den HERRN, in euren Herzen! Seid aber allezeit bereit
zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über
die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und
Ehrerbietung;
und bewahrt ein
gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus
verlästern, zuschanden werden in dem, worin sie euch als Übeltäter
verleumden mögen.
Denn es ist besser,
dass ihr für Gutestun leidet, wenn das der Wille Gottes sein sollte,
als für Bösestun.
Man kann allgemein
an dem ersten Petrusbrief zweifellos erkennen, dass die wahre
Nachfolge auch mit Leidensbereitschaft einhergeht. Petrus sagt, dass
es besser für uns ist, wenn wir nicht nur Gutes tun, sondern
inmitten dessen sogar auch noch wie Dreck behandelt werden von den
Bösen. Wenn wir aber für Böses tun leiden würden, dann wäre es
ja nur eine verdiente Strafe. Darauf kann sich keiner etwas
einbilden. Und selbst wenn wir für Gutes tun leiden, sollen wir
sogar allezeit bereit sein, ein Zeugnis auszusprechen von der
Hoffnung auf Jesus Christus. Es ist unsere Verantwortung als
Jesus-Nachfolger, allezeit in Sanftmut zu bleiben, auch wenn wir noch
so sehr verachtet sind. Das ist die wahre Nachfolge, die ihm Himmel
Wert hat.
Auch der Text in den
nächsten Versen hat bedeutsame Inhalte. Wir lesen in den Versen 18
bis 22:
Denn auch Christus
hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten,
damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch,
aber lebendig gemacht durch den Geist,
in welchem er auch
hinging und den Geistern im Gefängnis verkündigte,
die vor Zeiten sich
weigerten zu glauben, als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den
Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wenige,
nämlich acht Seelen, hindurchgerettet wurden durch das Wasser,
welches jetzt auch
uns in einem bildlichen Sinn rettet in der Taufe, die nicht ein Abtun
der Unreinheit des Fleisches ist, sondern das Zeugnis eines guten
Gewissens vor Gott durch die Auferstehung Jesu Christi.
Dieser ist seit
seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes; und Engel und Gewalten und
Mächte sind ihm unterworfen.
Zuerst betont Petrus
erneut, dass Jesus für uns gelitten hat. Dann driftet er in die
Vergangenheit ab, zu den Tagen vor der Sintflut, als die gefallenen
Engel das Urteil erhielten, in die Finsternis eingesperrt werden zu
müssen. Dies lernt man ausschließlich vom Buch Henoch, aber in der
Bibel ist diese Geschichte nicht auffindbar. Dann aber benutzt Petrus
die Gelegenheit, wo er gerade von Wasser redet, um zu bezeugen, wie
wichtig die echte Taufe im Wasser ist. Denn Petrus sagt, dass die
Taufe uns rettet. Daraus kann man automatisch schließen, dass man
nicht gerettet ist, solange man sich nicht korrekt taufen lässt,
sollte man auch nur eine einzige Sünde im Leben getan haben oder aus
einem gottlosen Elternhaus kommen. Und ihr wisst selbst, dass
normalerweise kein Mensch, selbst wenn er gerechte Eltern haben
sollte, ein Leben lang ohne Sünde bleibt.
Allerdings ist nach
der Taufe der Mensch nicht sofort ein völlig reines Wesen. Er
braucht zwar die Taufe, aber das ist nicht der Abschluss, sondern der
Mensch wird danach immernoch von den Lüsten seines Fleisches in
Versuchung geraten, zurück in die Sünde zu fallen. Daher ist die
Taufe allein, auch wenn sie unerlässlich ist, noch keine Sicherheit,
dass Jesus sich zu uns bekennt vor Gott. Und es wird ja auch im
letzten Vers dieses Kapitels extra nochmal betont, dass Jesus neben
Gott sitzt, und dass Gott ihm große Macht verliehen hat, denn Jesus
hat alle Gewalten und Mächte unter sich, die in der Schöpfung
existieren, und nur Gott ist größer, sonst niemand.
Wenn wir in Kapitel
4 weiterlesen, sehen wir bereits in den ersten drei Versen eine sehr
wichtige Ermahnung. Es steht geschrieben:
Da nun Christus für
uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben
Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde
abgeschlossen,
um die noch
verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu
leben, sondern dem Willen Gottes.
Denn es ist für uns
genug, dass wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der
Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in
Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen
und frevelhaftem Götzendienst.
Hierbei finden
manche vielleicht das Zitat seltsam, wenn Petrus sagt: Wer im Fleisch
gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen. Aber das Leiden,
das hier gemeint ist, besteht darin, dass man leidet, weil man der
eigenen Lust nicht mehr nachgibt, sondern die eigene Lust aushungern
lässt. Das ist ein gewisses Leiden, verschafft uns aber eine desto
größere Glaubensstärke, wenn wir es erdulden. Eine solche
Herrlichkeit bekommen die, die sich an dieses Zitat erinnern. Wer
hingegen die ganzen geistlosen Befleckungen verübt, die ein Kind
Gottes nicht mehr will, nämlich Belustigungen, Ausschweifungen,
Leben in Begierden und vielleicht sogar Götzendiensten, der wird nie
und nimmer die Herrlichkeit erlangen, die den echten Glaube festigt,
denn er tut ja die Werke der Finsternis. Alles, was Petrus hier
aufzählt, sind wahrhaftig finstere Tätigkeiten, die das reine Licht
in euch auslöschen, das Jesus in eure Herzen geben will.
Und viele Menschen
trauen sich nicht, einen solchen Lebensstil zu haben, bei dem man auf
alles verzichtet, was geistlich bewertet Finsternis ist. Einmal
trauen sie sich nicht, weil sie das Leiden fürchten, das durch den
Verzicht kommen könnte, da es ihnen in ihrem Inneren zu schwer ist,
das Verzichten dauerhaft zu halten, und auf der anderen Seite haben
sie auch Angst davor, dass Freunde und Familienmitglieder sie komisch
anschauen könnten, wenn sie nun plötzlich nicht mehr dasselbe tun,
was die ganzen Ungläubigen und die Glaubensheuchler alle tun. Petrus
weiß das auch, deswegen schreibt er Folgendes in Vers 4 und 5:
Das befremdet sie,
dass ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm, und darum
lästern sie;
sie werden aber dem
Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die
Toten zu richten.
Hier erwähnt Petrus
also, dass die Menschen befremdet sein werden, wenn man sich nicht
mehr mit ihnen zusammen im heillosen Schlamm suhlt, denn auch er
selbst kennt das theoretisch unzumutbare Verhalten der Spötter, die
erst am Ende bekommen, was sie verdienen.
Weiterhin sagt
Petrus in Vers 6 und 7:
Denn dazu ist auch
Toten das Evangelium verkündigt worden, dass sie gerichtet würden
im Fleisch den Menschen gemäß, aber Gott gemäß lebten im Geist.
Es ist aber nahe
gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum
Gebet.
Durch Vers 6
erhalten wir die Offenbarung, dass Jesus nach seinem Tod am Kreuz im
Totenreich war und die Gelegenheit genutzt hat, um auch den Seelen
der Verstorbenen das Evangelium zu predigen, bevor letztlich die
Auferstehung von Jesus geschah am dritten Tag. Wir erkennen außerdem
an Vers 7, dass auch Petrus damals in den Tagen, als er lebte,
ziemlich überzeugt davon gewesen ist, es wäre das Ende aller Dinge
sehr nahe. Und doch wissen wir, dass es danach noch eine sehr lange
Zeit weiterging, bis zum heutigen Tag.
Es scheint aber
wirklich so zu sein, dass in diesen Tagen, als Petrus seinen ersten
Brief schrieb, die Christen schlimme Bedrängungen erlebten, sowohl
von außen als auch teils innerhalb der Gemeinde. Deswegen versucht
Petrus noch ein Weiteres Mal, die leidtragenden Leser zu ermutigen,
und wir lesen demgemäß in den Versen 12 bis 14:
Geliebte, lasst euch
durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als
widerführe euch etwas Fremdartiges;
sondern in dem Maß,
wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr
euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen
könnt.
Glückselig seid
ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen!
Denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes ruht auf euch; bei
ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht.
Hier redet Petrus
davon, dass sozusagen eine Feuerprobe unter ihnen entstanden ist. Sie
sollen aber versuchen, das als Grund zur Freude zu interpretieren,
denn je größer das Leiden ist, das man um des Namens Jesus willen
erduldete, ohne abzufallen, desto größer ist auch der berechtigte
Jubel, wenn endlich Jesus in seiner Herrlichkeit vom Himmel her
kommen wird, um alles Böse zu entfernen und sein eigenes Reich
aufzubauen. Dann werden diejenigen, welche in der Welt verachtet
waren, zu den Großen gehören, und alle Machthaber aus der bösen
Weltzeit werden völlig zuschanden.
Petrus stellt aber
auch in den Versen 17 und 18 zwei interessante Fragen. Wir lesen
Folgendes:
Denn die Zeit ist
da, dass das Gericht beginnt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei
uns, wie wird das Ende derer sein, die sich weigern, dem Evangelium
Gottes zu glauben?
Und wenn der
Gerechte nur mit Not gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und
Sünder wiederfinden?
In diesen Versen
sehen wir die interessante Bemerkung, dass zuerst bei denen das
Gericht beginnt, die Gott angehören. Und es wird sogar gesagt, dass
selbst die Gerechten nur mit Not gerettet werden. Daher sollte klar
sein, dass jeder Gottlose, und jeder, der zwar von Gott redet aber
dennoch sündigt, überhaupt kein Gutes Ende zu erwarten hat. Denn
dies ist es, worauf Petrus mit seinen zwei Fragen anspielt.
Sehr bemerkenswert,
aber in gleicher Weise von den betreffenden Menschen verschmäht, ist
die Ermahnung von Petrus an alle Ältesten in Kapitel 5. Es steht
geschrieben in den Versen 1 bis 4:
Die Ältesten, die
unter euch sind, ermahne ich als Mitältester und Zeuge der Leiden
des Christus, aber auch als Teilhaber der Herrlichkeit, die
geoffenbart werden soll:
Hütet die Herde
Gottes bei euch, indem ihr nicht gezwungen, sondern freiwillig
Aufsicht übt, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern mit
Hingabe,
nicht als solche,
die über das ihnen Zugewiesene herrschen, sondern indem ihr
Vorbilder der Herde seid!
Dann werdet ihr
auch, wenn der oberste Hirte offenbar wird, den unverwelklichen
Ehrenkranz empfangen.
Hier werden die
Ältesten im übertragenen Sinne mit Hirten verglichen. Der oberste
Hirte ist aber immer Jesus Christus. Wir erkennen an diesem Text,
dass jeder Älteste dazu aufgerufen wird, mit Hingabe und ungezwungen
die Gemeinde zu leiten, niemals nach Gewinn strebend und als gute
Vorbilder in allem,was die Nachfolge Jesu bedeutet. Jeder Älteste,
der das nicht ernst nimmt, ist verwerflich und wird auch am Ende von
dem obersten Hirte verworfen werden. Wer es aber hält, auf den
wartet ein geistlicher Ehrenkranz.
Ein paar andere
besonders wichtige Bemerkungen für alle Gläubigen macht Petrus in
den Versen 7 bis 9, wo wir lesen:
Alle eure Sorge
werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
Seid nüchtern und
wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein
brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann!
Dem widersteht fest
im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an
eurer Bruderschaft, die in der Welt ist.
Vers 7 ruft dazu
auf, dass wir unsere Sorgen auf Gott werfen sollen, oder auch auf
Jesus, damit wir sie nicht selber tragen müssen. Und Vers 8 betont,
dass der Teufel mit unersättlichem Hungern auf der Suche nach allen
Menschen ist, die er verschlingen kann. Darum müssen wir allen
Versuchungen zur Sünde widerstehen, denn wer die Sünde nicht
verweigert, der wird verschlungen. Und wir sollen nicht meinen, dass
wir nur ganz allein mit diesen Ärgernissen fertigwerden müssen,
denn es muss jeder Jesus-Nachfolger derartiges verkraften, egal wo
auch immer in der Welt man lebt. Im Grunde sind sogar die Menschen in
friedlichen Ländern schlimmer dran als die in den Elendsländern.
Denn wer immer alles hat, was er wünscht, der wird bequem und
unachtsam und sündigt desto leichter, ohne sich etwas dabei zu
denken, weil er das Gefühl hat, nicht auf den Beistand Gottes
angewiesen zu sein. Wer aber in einer schwierigen Lage lebt, dem wird
es ein bisschen leichter fallen, zu erkennen, dass er nicht einfach
Gottes Wille ignorieren kann, nachdem er zum Glaube gefunden hat.
Das Letzte, was ich
im Rahmen des heutigen Videos mal noch zeigen will, ist ein Teil der
Abschiedsformel, die Petrus schrieb. Wir lesen in den Versen 12 bis
14:
Durch Silvanus, der
euch wie ich überzeugt bin ein treuer Bruder ist, habe ich euch in
Kürze geschrieben, um euch zu ermahnen und zu bezeugen, dass dies
die wahre Gnade Gottes ist, in der ihr steht.
Es grüßt euch die
Mitauserwählte in Babylon und Markus, mein Sohn. Grüßt einander
mit dem Kuss der Liebe!
Friede sei mit euch
allen, die in Christus Jesus sind! Amen.
Menschen mit einem
Kuss zu begrüßen, und zwar mit einem einfachen Kuss auf die Wange,
ist in Israel Sitte. Das ist bei denen ganz normal. Wir sind aber
nicht gezwungen, uns daran ein Beispiel zu nehmen. An Vers 12 merkt
man, dass Petrus diesen Brief nicht selbst schrieb, sondern ihn
diktiert hat, und ein Glaubensbruder namens Silvanus hat es
aufgeschrieben. Wir lesen aber auch davon, dass Petrus in Babylon
gelandet war in diesen Tagen. Das ist schon ein bisschen seltsam,
dass er ausgerechnet an diesem Ort war, aber ich will hier nun auch
keine unnötige Schwarzmalerei betreiben.
Wir haben uns jetzt
viel Gutes aus dem ersten Brief des Petrus angeschaut, und somit ist
das heutige Video bei seinem Ende angekommen.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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