Text zu "Jesus kennen (10) - Der Retter dieser Welt"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=Ge-IeJfrQ3o

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In diesem Video halten wir uns besonders die Tatsache vor Augen, dass Jesus der Retter dieser Welt ist. Und es gibt einige Stellen in den Evangelien, in denen auch Jesus seine Absicht, als Retter aktiv zu sein, besonders betonte.
Bevor wir uns aber mit diesen Bibelstellen vertrautmachen, müssen wir erstmal kurz darüber reden, welche Art von Rettung eigentlich gemeint ist und worin das Rettungswerk von Jesus besteht.

Unser Vater im Himmel, Gott der Höchste, ist heilig, und er ist ein verzehrendes Feuer. Wenn eines Tages Gottes gerechter Zorn über diese Welt kommt, dann wird alles Sündige und Verdorbene völlig zugrunde gehen. Und da die gesamte Schöpfung korrumpiert ist und alles voller Sünde ist, bedeutet das für uns, dass nach dem Wirken des Zornes Gottes theoretisch gar nichts in dieser Welt übrig bleibt. Gottes heiliges Feuer verbrennt alles, was nicht heilig ist. Und das ist auf den gesamten Erdkreis zu beziehen mitsamt allen Menschen, die darauf wohnen und gewohnt haben. Alles, was sündig ist, kann nicht bestehen vor Gott.
Jesus aber hat sich selbst geopfert, um das wieder heilig machen zu können, was nicht mehr heilig ist. Denn er hat es sich verdient, alles reinwaschen zu können von Sünde, sodass die Heiligkeit zurückkommt. Und dadurch wird das, was gereinigt wurde, vor dem Zorn Gottes gerettet, vor dem verzehrenden Feuer. Das ist die Rettung, von der Jesus redete und an die er dachte bei seinen Erklärungen.
Jesus ist nicht gekommen, um uns davor zu retten, dass wir in dieser Welt Schmerzen empfinden werden oder dass in unserer Familie jemand krank wird oder dass wir arm werden oder sonstiges Vergleichbares. Jesus ist gekommen, um uns davor zu retten, am Ende der Weltzeit von Gottes gerechtem Zorn verzehrt zu werden. Das ist der Grund, warum Jesus einerseits sagte, welche Gebote wir halten müssen, um frei von Sünde zu bleiben, und warum Jesus außerdem ein übelstes und kaum begreifbares Leiden auf sich nahm, trotz seiner völligen Unschuld, um andere Menschen von bereuter Sünde reinigen zu können. Denn es gibt ja auch andere Menschen, die grausames Leiden erdulden mussten, vielleicht sogar mehrere Jahre lang, während Jesus nur einen Tag misshandelt wurde, aber im Vergleich zu Jesus sind diese Menschen nicht gottesfürchtig und somit auch nicht frei von Sünde gewesen. Das Leiden Jesu ist wahrhaftig unverdient und ungerecht gewesen. Sowas trifft auf keinen anderen Mensch zu, denn keiner von uns kennt von Anfang an die Richtlinien Gottes, um sie einzuhalten. Und viele von unseren Artgenossen weigern sich ein Leben lang, Gottes Maßstäbe anzuerkennen, wodurch der Zorn Gottes ins Unermessliche steigt, besonders wenn solche sich selber gerecht oder gut nennen.

Wenn ein Mensch eine solche Erklärung hört, aber er begreift mit seinem einfachen Verstand nicht, dass das Leben in dieser Welt vergänglich ist und dass eine momentan unsichtbare, ewige Realität auf uns wartet, die entweder wunderbar oder grauenhaft sein wird, dann könnte der Mensch sich schwertun, diese Art der Rettung anzuerkennen, die Jesus bringt. Denn der weltlich gesinnte Mensch, der sich nur allein auf seinen eigenen Verstand verlässt, schaut immer auf das, was er mit seinen Sinnen wahrnehmen kann in dieser Welt, und darin sucht er sein Heil. Er ist völlig ignorant gegenüber der Tatsache, dass eine höhere und viel schwerwiegendere Wahrheit jenseits von dieser Welt existiert, die jeder irgendwann erleben muss, egal ob er will oder nicht.

Bei Jesus selber ist es so, dass er ganz genau weiß, wie wichtig die Rettung vor der Hölle ist, denn Jesus ist informiert darüber, wie grausam dieser Ort ist. Ganz egal, wie schlimm die Erlebnisse auf der Erde sind: Es ist gar nichts im Vergleich zur Hölle, und ich meine damit übrigens den ewigen Feuer- und Schwefelsee. Jesus hat allezeit vor Augen, wie heftig das ewige dort stattfindende Leiden ist und dass kein Mensch das verkraftet. Deswegen ist die Rettung vor der Hölle auch wichtiger, als den Menschen auf der Erde ein kitschiges und heiles Dasein zu ermöglichen. Jesus ist hauptsächlich dazu gekommen, dass alles aus dieser Welt, was fürs Feuer aufgespart ist, am Ende nicht ins Feuer muss, sondern gerettet werden kann, falls möglich.
Deswegen ist Jesus aufgetreten, um die Menschen zur Buße zu bewegen, bevor sie sterben. Natürlich hat er sie auch die Heilungskraft Gottes sehen lassen, aber dabei handelte es sich um Wunderzeichen, die bekräftigen, wie ernst man ihn nehmen muss. Die Zeichen geschahen nicht zu dem Zweck, dass die Leute in Ruhe weiter sündigen können und dabei obendrein auch noch Segen und Unterstützung bekommen, sondern die Wunderzeichen geschahen, um die Wahrhaftigkeit der Verkündigung zu untermauern. Und die Verkündigung besteht darin, dass die Menschen vor dem ewigen Leiden gerettet werden müssen, das sie erwartet, wenn sie nicht aufhören wollen zu sündigen.

Und da wir uns nun darüber unterhalten haben, welche Art von Rettung Jesus bringt, betrachten wir mal das erste Zitat, das seinen Retterinstinkt beweist. Es steht geschrieben im Evangelium des Johannes in Kapitel 3, Vers 16 und 17:

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.

An dieser Stelle betont Jesus zum ersten Mal, dass er als Retter auftritt. Er ist nicht in die Welt gekommen, um über jeden Mensch ein Gericht zu verhängen, den er trifft, sondern es geht ihm um die Rettung derer, die in der Welt sind. Natürlich musste Jesus den Menschen die Wahrheit sagen, und das mag einigen Sündern vielleicht so vorgekommen sein, als würden sie gerichtet werden, aber es ging Jesus immer nur um die Absicht, Menschen zu retten.

Nun liegt die große Ironie dabei, dass sein eigenes Volk, also die Juden, diesen Fakt niemals begriffen haben. Die Fremdlinge aber, nämlich die Samariter, von denen man nicht erwarten konnte,dass sie es kapieren, die haben es offenbar kapiert. Denn es steht geschrieben in Kapitel 4, Vers 40 bis 42:

Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb zwei Tage dort.
Und noch viel mehr Leute glaubten um seines Wortes willen.
Und zu der Frau sprachen sie: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; wir haben selbst gehört und erkannt, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Christus ist!

Man kann in Vers 42 sehen, wie Johannes berichtet, dass die Samariter Jesus als den Retter der Welt erkannt haben. Eine solche Einsicht hat es bei Israel seltsamerweise nicht gegeben. Und es sei auch dazu bemerkt, dass sie ihn nicht etwa als Retter erkannten, weil er Wunderzeichen unter ihnen gewirkt hätte, sondern sie glaubten an ihn um seiner Worte willen.
Vergleicht das mal mit unserer heutigen Zeit! Wie viele Menschen gibt es heute, die an Jesus glauben allein um seiner Worte willen?
Ganz sicher nicht viele.

In Kapitel 12 steht auch noch eine Aussage von Jesus, die zeigt, dass er der Retter der Welt ist und sich auch auf dieses Ziel konzentrierte. Wir lesen in den Versen 47 und 48:

Und wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette.
Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag.

Hier erfahren wir eindeutig, dass nicht Jesus uns richtet, sondern das Wort richtet uns.
Besonders auffallend ist aber, wie Jesus laut Vers 47 noch einmal betont hat, dass er gekommen ist, um die Welt zu retten, und nicht als Richter. So hat er es laut Kapitel 3 gesagt, und nun sehen wir, wie er es in der Situation bestätigt, die in Kapitel 12 berichtet wird.
Durch diese Verse sollte uns schon ziemlich klar sein, dass Jesus feststehende Vorstellungen darüber hatte, was er bewirken wollte mit seinem Auftreten. Und es gab auch eine Situation, wo er vor seinen Aposteln persönlich nochmal in aller Deutlichkeit mit mahnenden Worten erwähnte, dass es nicht sein Wille ist, irgendwen zu verderben, sondern dass er die Welt retten will.
Als nämlich seine letzte Reise nach Jerusalem begann und er zu diesem Zweck durch Samaria reisen musste, da wollte er in einem Dorf Herberge nehmen, aber alle Einwohner weigerten sich, ihn aufzunehmen. Und deswegen kam eine ziemlich hartherzige Reaktion von seinen zwei Aposteln Jakobus und Johannes. Wir lesen dies bezüglich die folgenden Worte aus dem Evangelium des Lukas in Kapitel 9, Vers 54 bis 56:

Als aber seine Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: Herr, willst du, dass wir sprechen, dass Feuer vom Himmel herabfallen und sie verzehren soll, wie es auch Elia getan hat?
Er aber wandte sich um und ermahnte sie ernstlich und sprach: Wisst ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid?
Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um die Seelen der Menschen zu verderben, sondern zu erretten! Und sie zogen in ein anderes Dorf.

Auch an dieser wichtigen Erzählung erkennen wir sehr gut, dass Jesus einzig und allein auf die Rettung der Menschen bedacht war, egal ob sie es nun verdienen oder nicht verdienen. Denn wenn Feuer auf das Dorf niederregnen würde, dann würden ja die Menschen umkommen, die darin wohnen. Und wie soll denn jemand durch das Evangelium gerettet werden,der es nicht hören konnte, weil er vorher mit Feuer getötet wurde? Das ergibt keinen Sinn, und die Rettung der Menschen ist wichtiger als jede Art von Vergeltung.

Und da Jesus allezeit auf die Rettung der Menschen bedacht war, während wir dazu aufgerufen sind, genau so zu wandeln, wie er gewandelt ist, sollten uns die heute gelesenen Bibelzitate entsprechend ermahnen. Auch wir selbst sollen mit dem Gedanke durch das Leben gehen, dass wir nicht da sind, um die Menschen zu verderben, sondern um sie zu erretten, sofern es denn möglich sein sollte. Es wäre eine Schande für uns, wenn Menschen verloren gehen, weil wir als Teilhaber an der Rettung durch Jesus Christus versagt haben durch unangemessene Zurückhaltung oder durch unbarmherziges Auftreten gegenüber den Lernbereiten. Wenn hingegen Menschen verloren gehen, weil sie die Wahrheit verabscheuen und sich lieber ihr eigenes beschränktes Glaubensmodell zurechtbasteln, so trifft uns keinerlei Schuld. Die Verkorkstheit der Widerspenstigen hat mit uns selbst nichts zu tun. Denn wenn wir die Wahrheit reden, aber uns glaubt keiner, dann ist es nicht unsere Schuld, gleichwie auch Jesus nicht zur Verantwortung gezogen werden kann dafür, dass unzählige Menschen seinen Worten nicht glaubten, als er die rettende Lehre verkündigte.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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