Text zu "Predigt - Gottes Wunder haben kein Verfallsdatum"
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Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Ich möchte in der
heutigen Predigt besonders darauf aufmerksam machen, dass die Wunder,
die Gott tut, kein Verfallsdatum haben. Das heißt: Wenn etwas vor
vielleicht viertausend Jahren geschehen ist, dann ist das kein Anlass
zu glauben, dass es heutzutage nicht nochmal passieren könnte.
So ziemlich jeder
weiß, dass in den Mosebüchern berichtet wird, wie Gott das Volk
Israel für sich erwählte und es aus der Knechtschaft in Ägypten
befreite, um ihm ein besseres Land zum Besitz zu geben. Und dazu
mussten sie nach ihrer Befreiung eine lange Wüstenwanderung
unternehmen, eine Reise durch ein trockenes und karges Land, wo es
keine Pflanzen und kaum Wasser gibt. Gott ließ sie absichtlich durch
ein Gebiet wandern, in welchem das Überleben theoretisch unmöglich
ist. Dies tat Gott, weil er wollte, dass die Kinder Israels lernen,
ihm zu vertrauen und vor ihm Respekt zu haben und ihm dankbar zu
sein, weil er das Unmögliche möglich macht und sie am Leben
erhalten kann in Zeiten der völligen Aussichtslosigkeit. Denn Gott
wollte sie, während sie völlig mittellos waren, auf übernatürliche
Weise versorgen, ohne dass sie selbst es sich erarbeiten würden,
damit sie erkennen, wie zuverlässig unser Vater im Himmel als
Versorger ist.
Und da sie durch ein
völlig dürres und unfruchtbares Land wanderten, dauerte es
natürlich nicht lange, bis großer Durst aufkam, und auch Hunger.
Und das Volk hatte überhaupt kein Vertrauen zu Gott, darum riefen
sie nicht zu ihm, dass er ihnen bitte Brot geben möge, sondern sie
motzten Moses voll, unterstellten ihm, er würde alle Leute
verhungern lassen wollen, und sehnten sich danach, wieder in Ägypten
zu sein. Gott aber begann, ohne dass sie ihn fragten, das Volk mit
Nahrung zu versorgen. Diesbezüglich lesen wir im zweiten Buch Mose
in Kapitel 16, Vers 3 und 4:
Und die Kinder
Israels sprachen zu ihnen: Wären wir doch durch die Hand des HERRN
im Land Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und
Brot in Fülle zu essen hatten! Denn ihr habt uns in diese Wüste
hinausgeführt, um diese ganze Gemeinde verhungern zu lassen!
Da sprach der HERR
zu Moses: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen; dann
soll das Volk hinausgehen und täglich sammeln, was es braucht, damit
ich es prüfe, ob es in meinem Gesetz wandeln wird oder nicht.
Hier versprach also
Gott ein übernatürliches Wunderzeichen. Es sollte Brot vom Himmel
regnen. Und etwas Ähnliches geschah dann auch. Denn Gott ließ eine
Substanz vom Himmel regnen, die nannten die Israeliten Manna, und aus
dieser Substanz konnte man Brot backen, von dem man satt wurde. Und
es geschah nicht nur mal einen Tag oder eine Woche lang, dass es
Manna vom Himmel regnete, sondern wir lesen in Vers 35:
Und die Kinder
Israels aßen das Manna 40 Jahre lang, bis sie zu dem Land kamen, in
dem sie wohnen sollten; bis sie an die Grenze Kanaans kamen, aßen
sie das Manna.
Vorausgesetzt, man
ist kein ewig zweifelnder selbstverliebter Skeptiker, wird man also
durch diesen Bericht bereits erkennen, dass Gott im Stande ist, seine
Kinder übernatürlich zu ernähren. Das Volk Israel wurde die ganze
Zeit lang gespeist, alle vierzig Jahre. Das ist eine sehr lange Zeit,
in welcher die Menschen ganz allein von Gott abhängig waren, da sie
weder eigene Felder anlegen konnten noch von einer funktionierenden
Zivilisation Gebrauch machten. Und weil Gott ihnen zugeneigt war und
sie versorgte, hatten sie in dieser Zeit Nahrung, ohne selbst welche
beschafft zu haben.
Viele Jahrhunderte
später musste der Prophet Elia sein gewohntes Leben aufgeben und in
der Wildnis sein. Er war ein gesuchter Mann und sollte getötet
werden, deswegen musste er fliehen. Und während Elia ganz alleine in
der Wildnis war, ohne eigene Quelle für Brot oder sonstige Nahrung,
ganz ohne soziale Kontakte oder sonstige Versorgung durch
Menschenhand, da versorgte Gott auch ihn übernatürlich. Denn es
steht geschrieben im ersten Buch der Könige, Kapitel 17, Vers 5 und
6:
Da ging er hin und
handelte nach dem Wort des HERRN; er ging und blieb am Bach Krit, der
östlich vom Jordan fließt.
Und die Raben
brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und Brot und Fleisch am
Abend, und er trank aus dem Bach.
Wie wir sehen, ist
auch Elia übernatürlich mit Nahrung versorgt worden. Denn Raben
sind nur einfache Vögel ohne Mitleid und ohne Verstand. Glaubt etwa
irgendjemand ernsthaft, dass die Raben dem Elia täglich Brot
brachten, weil sie aus ihren eigenen Herzen und ihrer eigenen
Klugheit heraus mit Elia Erbarmen hatten und ihm selbstlos helfen
wollten? Wenn das irgendjemand glaubt, dann sollte er am besten
dieses Video nicht weiter anhören, sondern den Kanal verlassen.
Gott hat die Raben
benutzt, Vögel ohne logisches Denkvermögen, um Elia mit Brot und
Fleisch zu versorgen. Und Elia hatte auf Gott vertraut. Elia hat sich
nicht einfach an den Bach gesetzt und gesagt: „Tja, damals als
Israel durch die Wüste wanderte, hat Gott sie zwar übernatürlich
versorgt, aber das ist ja schon lange her. Sowas gibt es zu meiner
Zeit bestimmt nicht. Oh wie schlimm bin ich doch dran, hätte ich
doch nur zu der Zeit gelebt, als die Wüstenwanderung Israels
geschah!“
Wenn Elia Derartiges
gesagt hätte, wäre Gott entsetzt gewesen. Aber Elia war nicht so
närrisch, sondern er wusste ganz genau: Gott kann, wenn er will,
allezeit Wunder wirken. Und wenn er damals die Israeliten 40 Jahre
lang mit Nahrung versorgte, so kann er auch ihn zur aktuellen Zeit
mit Nahrung versorgen, egal auf welchem Weg auch immer er das tut.
Und Elia wurde von
Raben mit Brot und Fleisch versorgt, weil Gott an ihm Wohlgefallen
hatte um der Gottesfurcht willen.
Und der Nachfolger
von Elia, nämlich Elisa, der wurde einmal mit einer geringen Menge
Brot beschenkt und sollte damit einhundert Männer sättigen. Da hat
Elisa nicht etwa gesagt: „Oh wie schlimm ist es doch, dass ich
nicht zu der Zeit lebe, als Israel durch die Wüste wanderte! Damals
hätte Gott mir bestimmt Brot gegeben, damit ich alle Männer
sättigen kann. Oder vielleicht hätte ich in den Tagen dabei sein
sollen, als Elia von den Raben mit Brot versorgt wurde! Ja, dann
hätte ich gewiss genug Brot für all diese Männer!“
Solchen Blödsinn
hat Elisa nicht gedacht. Er ging nicht davon aus, dass nur zu
früheren Zeiten Gott Wunder tut und nun aber nicht mehr, sondern
Elisa vertraute auf Gott.
Wir lesen darüber
im zweiten Buch der Könige in Kapitel 4, Vers 42 bis 44:
Aber ein Mann von
Baal-Schalischa kam und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrote, 20
Gerstenbrote und Jungkorn in seinem Sack. Er aber sprach: Gib es den
Leuten, dass sie essen!
Und sein Diener
sprach: Wie kann ich das 100 Männern vorsetzen? Er aber sprach: Gib
es den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird
essen, und es wird übrig bleiben!
Und er legte es
ihnen vor, und sie aßen; und es blieb noch übrig, nach dem Wort des
HERRN.
Gott hatte hier
dafür gesorgt, dass von 20 Gerstenbroten alle 100 Männer satt
werden, wahrscheinlich durch die Vermehrung des Brotes. Und es gab in
diesen Tagen keine Zweifler, sondern einfach Leute, die sich über
Gottes Wohltaten freuen.
Und als Jesus einmal
in einer einsamen Gegend war, mitten in der Natur und jenseits der
Städte, da war eine große Volksmenge bei ihm, nämlich mindestens
5000 Männer, Frauen und Kinder nicht mitgezählt. Und die Apostel
machten den Vorschlag, Jesus solle die Menschen in die Dörfer
schicken, damit jeder Mensch für sich und seine Familie Speise
kauft. Jesus antwortete darauf nicht etwa mit solchen Worten wie: „Es
ist zu schade, dass wir nicht mehr in der Zeit leben, als Israel
durch die Wüste wanderte und übernatürlich mit Brot versorgt
wurde. Und es ist ein Jammer, dass wir nicht in den Tagen der
Propheten Elia und Elisa leben, als Gott durch Raben die Versorgung
kommen ließ und als er 20 Gerstenbrote so vermehrte, dass davon 100
Männer satt wurden.“
Eine derart törichte
Reaktion ist von Jesus nicht gekommen, sondern als ihm der Vorschlag
gemacht wurde, er solle doch die Volksmenge entlassen, damit sie
Speise findet, reagierte Jesus folgendermaßen laut dem Evangelium
des Markus, Kapitel 6, Vers 37 bis 43:
Er aber antwortete
und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu
ihm: Sollen wir hingehen und für 200 Denare Brot kaufen und ihnen zu
essen geben?
Er aber sprach zu
ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht hin und seht nach! Und als sie
es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf, und zwei Fische.
Und er befahl ihnen,
dass sich alle in Gruppen ins grüne Gras setzen sollten.
Und sie setzten sich
gruppenweise, zu hundert und zu fünfzig.
Und er nahm die fünf
Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und dankte, brach
die Brote und gab sie seinen Jüngern, damit sie ihnen austeilten;
auch die zwei Fische teilte er unter alle.
Und sie aßen alle
und wurden satt.
Und sie hoben zwölf
Körbe voll an Brocken auf, und auch von den Fischen.
Es ist
offensichtlich, dass Jesus nicht meinte, es wären lediglich in
früheren Zeiten diese Wunder möglich gewesen, bei denen Gott
übernatürliche Versorgung gewährt, sondern dass Jesus es einfach
selbst erbat und auch erlebte.
Und nun, da wir
diese Berichte angeschaut haben, sollten wir alle mal in Ruhe darüber
nachdenken, wie genau wir eigentlich über die großen Taten Gottes
denken. Es lässt sich anhand der genannten Situationen, die
teilweise viele Jahrhunderte weit auseinander liegen, eindeutig
erkennen, dass Gott nicht einfach mit der Zeit unfähig wird, Wunder
zu tun, sondern dass alle Zeiten mit Gottes großen Taten voll sind,
sofern es nötig war. Gott tut keine großartigen Wunder zu
Unterhaltungszwecken oder um sich selber unnötig zur Schau zu
stellen, aber er tut Wunder überall dort, wo seine Schöpfung zu ihm
ruft und in Not ist. Wunder von der gleichen Art, wie es schon immer
möglich war. Aber seid ihr dazu in der Lage, dies anzuerkennen? Oder
verlasst ihr euch stattdessen immer nur darauf, dass euer ganzes
Leben lang eure Mitmenschen euch versorgen und dass aus der
funktionierenden Gesellschaft alle Grundlagen für euer Leben kommen?
Elia und Elisa haben
sich nicht hingestellt und gesagt, dass nur zu früheren Zeiten
Wunder geschahen. Und Jesus hat sich auch nicht hingestellt und
gesagt, dass nur zu früheren Zeiten Wunder geschahen. Aber was
machen viele Menschen heutzutage? Sie stellen sich hin und tun so,
als ob man Gott heutzutage nicht mehr vertrauen könnte, als ob Gott
verschwunden wäre und die Menschheit sich die ganze Zeit selber
versorgt, weil sie total schlau und aufgeklärt ist. Ich hoffe, ihr
könnt erkennen, dass diese Ansicht ziemlich lächerlich ist.
Und eine Frage will
ich im Rahmen der heutigen Predigt auch mal in den Raum stellen,
nämlich Folgende:
Von wem ist Gott
wohl am meisten enttäuscht? Von denen, die meinen, sie hätten ihn
überhaupt nicht nötig, oder von denen, die mit ihren Lippen immer
davon reden, wie sehr sie an ihn glauben, aber dann gehen sie in
ihrem Herzen trotzdem davon aus, dass Gott ihnen nicht helfen kann,
und suchen ihr Heil unablässig bei den Menschen?
Wir wissen alle,
dass Menschen zu Gott beten, aber ihre Bitten nicht erfüllt werden.
Was aber die selbstsüchtigen und völlig verkehrten Menschen nicht
einsehen wollen, ist, dass Gott Gebete von seinen eigenen Kindern
immer erhört, aber die Gebete von Sündern erhört er nicht. Denn
warum sollte Gott auf die hören, die Kinder der Sünde sind? Die
Menschen dürfen nicht sündigen, aber sie sündigen trotzdem auf
verschiedenartigste Weise und wundern sich dann, warum ihre Gebete
nicht erhört werden, und dann behaupten sie, Gott würde heutzutage
keine Wunder mehr tun. Und deswegen verlassen sich die Menschen
aufeinander, und auf ihre Vorräte, die sie sich anlegen, obwohl doch
Jesus extra betont hat, dass unser Leben ganz sicher nicht von dem
Überfluss abhängt, den wir an Gütern haben. Glaubt ihr, er sagt
das zum Spaß?
Ich hoffe, diese
Predigt motiviert euch dazu, dass ihr euch darüber im Klaren werdet,
wie entstellend klein eigentlich das Vertrauen und die Zuwendung
gegenüber Gott ist, und wie sehr die allermeisten von euch sich auf
das Funktionieren und den Komfort der Gesellschaft verlassen, während
die Menschen, die aufrichtig an Gott glaubten, nur allein bei Gott
das Heil gesucht haben, und nicht bei ihren Mitmenschen oder in
Lagerhäusern.
Außerdem sollte
diese Predigt euch vor Augen halten, dass es im Sinne der Bibel eine
große Sinnlosigkeit ist, wenn man denkt, dass Gott heutzutage nicht
mehr fähig sei, Wunder zu tun, weil seitdem sehr viel Zeit vergangen
ist. Wir leben schließlich immernoch auf der selben Erde, die von
Gott erschaffen wurde, und bei Gott selbst gibt es keine Veränderung.
Wie kann man daran glauben, dass Gott sich niemals ändert, und
gleichzeitig davon ausgehen, dass Gott heutzutage in echten
Notsituationen keine Wunder mehr tun wird, die völlig anders sind
als das Tun der Menschen? Darüber kann auch mal nachgesonnen werden.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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