Text zu "Predigt - Gottes Wunder haben kein Verfallsdatum"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=N7hmr52Ib3o

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Ich möchte in der heutigen Predigt besonders darauf aufmerksam machen, dass die Wunder, die Gott tut, kein Verfallsdatum haben. Das heißt: Wenn etwas vor vielleicht viertausend Jahren geschehen ist, dann ist das kein Anlass zu glauben, dass es heutzutage nicht nochmal passieren könnte.

So ziemlich jeder weiß, dass in den Mosebüchern berichtet wird, wie Gott das Volk Israel für sich erwählte und es aus der Knechtschaft in Ägypten befreite, um ihm ein besseres Land zum Besitz zu geben. Und dazu mussten sie nach ihrer Befreiung eine lange Wüstenwanderung unternehmen, eine Reise durch ein trockenes und karges Land, wo es keine Pflanzen und kaum Wasser gibt. Gott ließ sie absichtlich durch ein Gebiet wandern, in welchem das Überleben theoretisch unmöglich ist. Dies tat Gott, weil er wollte, dass die Kinder Israels lernen, ihm zu vertrauen und vor ihm Respekt zu haben und ihm dankbar zu sein, weil er das Unmögliche möglich macht und sie am Leben erhalten kann in Zeiten der völligen Aussichtslosigkeit. Denn Gott wollte sie, während sie völlig mittellos waren, auf übernatürliche Weise versorgen, ohne dass sie selbst es sich erarbeiten würden, damit sie erkennen, wie zuverlässig unser Vater im Himmel als Versorger ist.
Und da sie durch ein völlig dürres und unfruchtbares Land wanderten, dauerte es natürlich nicht lange, bis großer Durst aufkam, und auch Hunger. Und das Volk hatte überhaupt kein Vertrauen zu Gott, darum riefen sie nicht zu ihm, dass er ihnen bitte Brot geben möge, sondern sie motzten Moses voll, unterstellten ihm, er würde alle Leute verhungern lassen wollen, und sehnten sich danach, wieder in Ägypten zu sein. Gott aber begann, ohne dass sie ihn fragten, das Volk mit Nahrung zu versorgen. Diesbezüglich lesen wir im zweiten Buch Mose in Kapitel 16, Vers 3 und 4:

Und die Kinder Israels sprachen zu ihnen: Wären wir doch durch die Hand des HERRN im Land Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und Brot in Fülle zu essen hatten! Denn ihr habt uns in diese Wüste hinausgeführt, um diese ganze Gemeinde verhungern zu lassen!
Da sprach der HERR zu Moses: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen; dann soll das Volk hinausgehen und täglich sammeln, was es braucht, damit ich es prüfe, ob es in meinem Gesetz wandeln wird oder nicht.

Hier versprach also Gott ein übernatürliches Wunderzeichen. Es sollte Brot vom Himmel regnen. Und etwas Ähnliches geschah dann auch. Denn Gott ließ eine Substanz vom Himmel regnen, die nannten die Israeliten Manna, und aus dieser Substanz konnte man Brot backen, von dem man satt wurde. Und es geschah nicht nur mal einen Tag oder eine Woche lang, dass es Manna vom Himmel regnete, sondern wir lesen in Vers 35:

Und die Kinder Israels aßen das Manna 40 Jahre lang, bis sie zu dem Land kamen, in dem sie wohnen sollten; bis sie an die Grenze Kanaans kamen, aßen sie das Manna.

Vorausgesetzt, man ist kein ewig zweifelnder selbstverliebter Skeptiker, wird man also durch diesen Bericht bereits erkennen, dass Gott im Stande ist, seine Kinder übernatürlich zu ernähren. Das Volk Israel wurde die ganze Zeit lang gespeist, alle vierzig Jahre. Das ist eine sehr lange Zeit, in welcher die Menschen ganz allein von Gott abhängig waren, da sie weder eigene Felder anlegen konnten noch von einer funktionierenden Zivilisation Gebrauch machten. Und weil Gott ihnen zugeneigt war und sie versorgte, hatten sie in dieser Zeit Nahrung, ohne selbst welche beschafft zu haben.

Viele Jahrhunderte später musste der Prophet Elia sein gewohntes Leben aufgeben und in der Wildnis sein. Er war ein gesuchter Mann und sollte getötet werden, deswegen musste er fliehen. Und während Elia ganz alleine in der Wildnis war, ohne eigene Quelle für Brot oder sonstige Nahrung, ganz ohne soziale Kontakte oder sonstige Versorgung durch Menschenhand, da versorgte Gott auch ihn übernatürlich. Denn es steht geschrieben im ersten Buch der Könige, Kapitel 17, Vers 5 und 6:

Da ging er hin und handelte nach dem Wort des HERRN; er ging und blieb am Bach Krit, der östlich vom Jordan fließt.
Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und Brot und Fleisch am Abend, und er trank aus dem Bach.

Wie wir sehen, ist auch Elia übernatürlich mit Nahrung versorgt worden. Denn Raben sind nur einfache Vögel ohne Mitleid und ohne Verstand. Glaubt etwa irgendjemand ernsthaft, dass die Raben dem Elia täglich Brot brachten, weil sie aus ihren eigenen Herzen und ihrer eigenen Klugheit heraus mit Elia Erbarmen hatten und ihm selbstlos helfen wollten? Wenn das irgendjemand glaubt, dann sollte er am besten dieses Video nicht weiter anhören, sondern den Kanal verlassen.
Gott hat die Raben benutzt, Vögel ohne logisches Denkvermögen, um Elia mit Brot und Fleisch zu versorgen. Und Elia hatte auf Gott vertraut. Elia hat sich nicht einfach an den Bach gesetzt und gesagt: „Tja, damals als Israel durch die Wüste wanderte, hat Gott sie zwar übernatürlich versorgt, aber das ist ja schon lange her. Sowas gibt es zu meiner Zeit bestimmt nicht. Oh wie schlimm bin ich doch dran, hätte ich doch nur zu der Zeit gelebt, als die Wüstenwanderung Israels geschah!“

Wenn Elia Derartiges gesagt hätte, wäre Gott entsetzt gewesen. Aber Elia war nicht so närrisch, sondern er wusste ganz genau: Gott kann, wenn er will, allezeit Wunder wirken. Und wenn er damals die Israeliten 40 Jahre lang mit Nahrung versorgte, so kann er auch ihn zur aktuellen Zeit mit Nahrung versorgen, egal auf welchem Weg auch immer er das tut.
Und Elia wurde von Raben mit Brot und Fleisch versorgt, weil Gott an ihm Wohlgefallen hatte um der Gottesfurcht willen.

Und der Nachfolger von Elia, nämlich Elisa, der wurde einmal mit einer geringen Menge Brot beschenkt und sollte damit einhundert Männer sättigen. Da hat Elisa nicht etwa gesagt: „Oh wie schlimm ist es doch, dass ich nicht zu der Zeit lebe, als Israel durch die Wüste wanderte! Damals hätte Gott mir bestimmt Brot gegeben, damit ich alle Männer sättigen kann. Oder vielleicht hätte ich in den Tagen dabei sein sollen, als Elia von den Raben mit Brot versorgt wurde! Ja, dann hätte ich gewiss genug Brot für all diese Männer!“
Solchen Blödsinn hat Elisa nicht gedacht. Er ging nicht davon aus, dass nur zu früheren Zeiten Gott Wunder tut und nun aber nicht mehr, sondern Elisa vertraute auf Gott.
Wir lesen darüber im zweiten Buch der Könige in Kapitel 4, Vers 42 bis 44:

Aber ein Mann von Baal-Schalischa kam und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrote, 20 Gerstenbrote und Jungkorn in seinem Sack. Er aber sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen!
Und sein Diener sprach: Wie kann ich das 100 Männern vorsetzen? Er aber sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird essen, und es wird übrig bleiben!
Und er legte es ihnen vor, und sie aßen; und es blieb noch übrig, nach dem Wort des HERRN.

Gott hatte hier dafür gesorgt, dass von 20 Gerstenbroten alle 100 Männer satt werden, wahrscheinlich durch die Vermehrung des Brotes. Und es gab in diesen Tagen keine Zweifler, sondern einfach Leute, die sich über Gottes Wohltaten freuen.

Und als Jesus einmal in einer einsamen Gegend war, mitten in der Natur und jenseits der Städte, da war eine große Volksmenge bei ihm, nämlich mindestens 5000 Männer, Frauen und Kinder nicht mitgezählt. Und die Apostel machten den Vorschlag, Jesus solle die Menschen in die Dörfer schicken, damit jeder Mensch für sich und seine Familie Speise kauft. Jesus antwortete darauf nicht etwa mit solchen Worten wie: „Es ist zu schade, dass wir nicht mehr in der Zeit leben, als Israel durch die Wüste wanderte und übernatürlich mit Brot versorgt wurde. Und es ist ein Jammer, dass wir nicht in den Tagen der Propheten Elia und Elisa leben, als Gott durch Raben die Versorgung kommen ließ und als er 20 Gerstenbrote so vermehrte, dass davon 100 Männer satt wurden.“

Eine derart törichte Reaktion ist von Jesus nicht gekommen, sondern als ihm der Vorschlag gemacht wurde, er solle doch die Volksmenge entlassen, damit sie Speise findet, reagierte Jesus folgendermaßen laut dem Evangelium des Markus, Kapitel 6, Vers 37 bis 43:

Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir hingehen und für 200 Denare Brot kaufen und ihnen zu essen geben?
Er aber sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht hin und seht nach! Und als sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf, und zwei Fische.
Und er befahl ihnen, dass sich alle in Gruppen ins grüne Gras setzen sollten.
Und sie setzten sich gruppenweise, zu hundert und zu fünfzig.
Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und dankte, brach die Brote und gab sie seinen Jüngern, damit sie ihnen austeilten; auch die zwei Fische teilte er unter alle.
Und sie aßen alle und wurden satt.
Und sie hoben zwölf Körbe voll an Brocken auf, und auch von den Fischen.

Es ist offensichtlich, dass Jesus nicht meinte, es wären lediglich in früheren Zeiten diese Wunder möglich gewesen, bei denen Gott übernatürliche Versorgung gewährt, sondern dass Jesus es einfach selbst erbat und auch erlebte.

Und nun, da wir diese Berichte angeschaut haben, sollten wir alle mal in Ruhe darüber nachdenken, wie genau wir eigentlich über die großen Taten Gottes denken. Es lässt sich anhand der genannten Situationen, die teilweise viele Jahrhunderte weit auseinander liegen, eindeutig erkennen, dass Gott nicht einfach mit der Zeit unfähig wird, Wunder zu tun, sondern dass alle Zeiten mit Gottes großen Taten voll sind, sofern es nötig war. Gott tut keine großartigen Wunder zu Unterhaltungszwecken oder um sich selber unnötig zur Schau zu stellen, aber er tut Wunder überall dort, wo seine Schöpfung zu ihm ruft und in Not ist. Wunder von der gleichen Art, wie es schon immer möglich war. Aber seid ihr dazu in der Lage, dies anzuerkennen? Oder verlasst ihr euch stattdessen immer nur darauf, dass euer ganzes Leben lang eure Mitmenschen euch versorgen und dass aus der funktionierenden Gesellschaft alle Grundlagen für euer Leben kommen?
Elia und Elisa haben sich nicht hingestellt und gesagt, dass nur zu früheren Zeiten Wunder geschahen. Und Jesus hat sich auch nicht hingestellt und gesagt, dass nur zu früheren Zeiten Wunder geschahen. Aber was machen viele Menschen heutzutage? Sie stellen sich hin und tun so, als ob man Gott heutzutage nicht mehr vertrauen könnte, als ob Gott verschwunden wäre und die Menschheit sich die ganze Zeit selber versorgt, weil sie total schlau und aufgeklärt ist. Ich hoffe, ihr könnt erkennen, dass diese Ansicht ziemlich lächerlich ist.

Und eine Frage will ich im Rahmen der heutigen Predigt auch mal in den Raum stellen, nämlich Folgende:
Von wem ist Gott wohl am meisten enttäuscht? Von denen, die meinen, sie hätten ihn überhaupt nicht nötig, oder von denen, die mit ihren Lippen immer davon reden, wie sehr sie an ihn glauben, aber dann gehen sie in ihrem Herzen trotzdem davon aus, dass Gott ihnen nicht helfen kann, und suchen ihr Heil unablässig bei den Menschen?

Wir wissen alle, dass Menschen zu Gott beten, aber ihre Bitten nicht erfüllt werden. Was aber die selbstsüchtigen und völlig verkehrten Menschen nicht einsehen wollen, ist, dass Gott Gebete von seinen eigenen Kindern immer erhört, aber die Gebete von Sündern erhört er nicht. Denn warum sollte Gott auf die hören, die Kinder der Sünde sind? Die Menschen dürfen nicht sündigen, aber sie sündigen trotzdem auf verschiedenartigste Weise und wundern sich dann, warum ihre Gebete nicht erhört werden, und dann behaupten sie, Gott würde heutzutage keine Wunder mehr tun. Und deswegen verlassen sich die Menschen aufeinander, und auf ihre Vorräte, die sie sich anlegen, obwohl doch Jesus extra betont hat, dass unser Leben ganz sicher nicht von dem Überfluss abhängt, den wir an Gütern haben. Glaubt ihr, er sagt das zum Spaß?

Ich hoffe, diese Predigt motiviert euch dazu, dass ihr euch darüber im Klaren werdet, wie entstellend klein eigentlich das Vertrauen und die Zuwendung gegenüber Gott ist, und wie sehr die allermeisten von euch sich auf das Funktionieren und den Komfort der Gesellschaft verlassen, während die Menschen, die aufrichtig an Gott glaubten, nur allein bei Gott das Heil gesucht haben, und nicht bei ihren Mitmenschen oder in Lagerhäusern.

Außerdem sollte diese Predigt euch vor Augen halten, dass es im Sinne der Bibel eine große Sinnlosigkeit ist, wenn man denkt, dass Gott heutzutage nicht mehr fähig sei, Wunder zu tun, weil seitdem sehr viel Zeit vergangen ist. Wir leben schließlich immernoch auf der selben Erde, die von Gott erschaffen wurde, und bei Gott selbst gibt es keine Veränderung. Wie kann man daran glauben, dass Gott sich niemals ändert, und gleichzeitig davon ausgehen, dass Gott heutzutage in echten Notsituationen keine Wunder mehr tun wird, die völlig anders sind als das Tun der Menschen? Darüber kann auch mal nachgesonnen werden.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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