Text zu "Bibellehre - Das Buch Josua"
Link zum Video: https://youtu.be/aXcVPYgHMgQ
Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Im heutigen Video
befassen wir uns im Schnelldurchlauf mit einem unzumutbaren Buch aus
der Bibel, wo es fast ausschließlich um Kriege geht, nämlich mit
dem Buch Josua. Ich werde ein bisschen was davon zeigen, was
gewissermaßen erinnerungswürdig ist, und daran wollen wir uns dann
genügen lassen auf diesem Kanal.
Wichtig zu wissen
ist, dass Josua der Nachfolger von Moses war, der am Ende der
Wüstenwanderung Israels das Volk in das versprochene Land
hineinführen sollte. Moses selber war nämlich bereits gestorben und
es wurde ihm auch gesagt, dass er das verheißene Land nicht betreten
darf. Dies hatte Gott entschieden, weil Moses, obwohl er als einziger
im gesamten Volk einen persönlichen Kontakt zu Gott haben durfte,
trotzdem ein Zweifler geworden war während der Wüstenwanderung.
Davon war Gott so entsetzt, dass er die Entscheidung traf, Moses
sterben zu lassen, bevor die Israeliten die versprochenen Ländereien
betreten werden. Es hatte nämlich das ganze Volk Israel immer nur
Zweifel an Gott gehabt, ohne Unterlass. Und im vierten Buch Mose
erkennt man an dem Text aus Kapitel 20, dass sogar Moses nicht an die
Wunderzeichen glauben konnte, die Gott schon getan hatte, als die
Gemeinde wieder durstig war, sondern er kam zu Gott, als hätte er
keine Ahnung, was man in so einer Lage tun soll. Und Gott war so
unendlich genervt davon, dass kein Mensch ihm vertraut, letztlich ja
nichtmal Moses, dass für den Einmarsch in das versprochene Land
jemand anders ausgewählt wurde.
Wir lesen uns nun am
besten mal die Worte durch, die ganz am Anfang vom Buch Josua
geschrieben stehen, denn dort redet Gott zu Josua und wir lesen
Folgendes in den Versen 1 bis 9:
Und es geschah nach
dem Tod Moses, des Knechtes des HERRN, da sprach der HERR zu Josua,
dem Sohn Nuns, dem Diener Moses folgendermaßen:
Mein Knecht Moses
ist gestorben; so mache dich nun auf, ziehe über den Jordan dort, du
und dieses ganze Volk, in das Land, das ich ihnen gebe, den Kindern
Israels!
Jeden Ort, auf den
eure Fußsohlen treten, habe ich euch gegeben, wie ich es Moses
verheißen habe.
Von der Wüste und
dem Libanon dort bis zum großen Strom Euphrat, das ganze Land der
Hetiter, und bis zu dem großen Meer, wo die Sonne untergeht, soll
euer Gebiet reichen.
Niemand soll vor dir
bestehen dein Leben lang! Wie ich mit Moses gewesen bin, so will ich
auch mit dir sein; ich will dich nicht aufgeben und dich nicht
verlassen.
Sei stark und mutig!
Denn du sollst diesem Volk das Land als Erbe austeilen, von dem ich
ihren Vätern geschworen habe, dass ich es ihnen gebe.
Sei du nur stark und
sehr mutig, und achte darauf, dass du nach dem ganzen Gesetz
handelst, das dir mein Knecht Moses befohlen hat. Weiche nicht davon
ab, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du weise handelst
überall, wo du hingehst!
Lass dieses Buch des
Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und
Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin
geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen
Wegen, und dann wirst du weise handeln!
Habe ich dir nicht
geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und
sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir, überall wo
du hingehst!
Das ist schon eine
ziemlich bemerkenswerte Rede. Das größte Gewicht haben dabei die
letzten beiden Verse, also Vers 8 und 9. Josua soll das Buch des
Gesetzes niemals von seinem Mund weichen lassen, sondern er soll sehr
viel darin forschen, denn durch das genaue Einhalten des Gesetzes
wird Gott ihm Gelingen schenken und wird ihm beistehen, überall
wohin Josua geht. Josua kann sich also darauf verlassen, dass er
nicht alleine dastehen wird. Und so lange er das Gesetz hält, kann
ihn offensichtlich auch kein Unheil treffen.
Josua sprach dann zu
allen Israeliten und kündigte an, dass die versprochenen Länder
eingenommen werden sollen. Josua empfand es aber auch als richtig,
zuerst ein paar Kundschafter in eine Stadt zu schicken, die zu einem
Land gehörte, welches erobert werden musste. Darüber lesen wir
Folgendes in Kapitel 2, Vers 1 bis 13:
Und Josua, der Sohn
Nuns, sandte von Sittim heimlich zwei Männer als Kundschafter aus
und sprach: Geht hin, seht euch das Land an und besonders Jericho!
Und sie gingen hin und kamen in das Haus einer Hure namens Rahab und
übernachteten dort.
Es wurde aber dem
König von Jericho berichtet: Siehe, in dieser Nacht sind Männer von
den Kindern Israels hierhergekommen, um das Land auszukundschaften!
Da sandte der König
von Jericho Boten zu Rahab und ließ ihr sagen: Gib die Männer
heraus, die zu dir gekommen und in dein Haus eingekehrt sind; denn
sie sind gekommen, um das ganze Land auszukundschaften!
Die Frau aber hatte
die beiden Männer genommen und verborgen und sprach nun: Es sind
freilich Männer zu mir hereingekommen; aber ich wusste nicht, woher
sie waren;
und als man die Tore
schließen musste bei Einbruch der Dunkelheit, da gingen die Männer
hinaus. Ich weiß nicht, wohin die Männer gegangen sind. Jagt ihnen
rasch nach, denn ihr werdet sie einholen!
Sie aber hatte die
Männer auf das Dach steigen lassen und sie unter den Flachsstängeln
versteckt, die sie für sich auf dem Dach ausgebreitet hatte.
Die Leute nun jagten
ihnen nach auf dem Weg zum Jordan bis zu den Furten; und man schloss
das Tor zu, als die, welche ihnen nachjagten, hinausgegangen waren.
Ehe aber die Männer
sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen auf das Dach hinauf
und sprach zu ihnen:
Ich weiß, dass der HERR euch das Land gegeben hat; denn es hat uns
Furcht vor euch überfallen, und alle Einwohner des Landes sind vor
euch verzagt.
Denn wir haben
gehört, wie der HERR das Wasser des Schilfmeeres vor euch
ausgetrocknet hat, als ihr aus Ägypten gezogen seid, und was ihr den
beiden Königen der Amoriter, Sihon und Og, jenseits des Jordan,
getan habt, an denen ihr den Bann vollstreckt habt.
Und als wir dies
hörten, da wurde unser Herz verzagt, und es ist kein rechter Mut
mehr in irgendjemand vor euch; denn der HERR, euer Gott, ist Gott
oben im Himmel und unten auf Erden!
Und nun schwört mir
doch bei dem HERRN, dass, so wie ich an euch Güte erwiesen habe,
auch ihr am Haus meines Vaters Güte erweisen werdet; und gebt mir
ein sicheres Zeichen,
dass ihr meinen
Vater, meine Mutter, meine Brüder und meine Schwestern samt allen
ihren Angehörigen am Leben lassen und unsere Seelen vom Tod erretten
werdet!
Hierbei ist die
Erzählung bemerkenswert, dass die Völker in den Ländern, die
erobert werden müssen, eine Heidenangst vor Israel hatten, weil Gott
für Israel kämpfte. Israel selber hatte kaum Ehrfurcht vor Gott,
aber die Feinde machten sich vor Angst in die Hosen. Und die Hure
Rahab hatte die Kundschafter bei sich auf dem Dachboden versteckt und
wollte nun Gnade erbitten für ihre Familie. Diese wurde ihr auch
gewährt, und es wurde folgende Abmachung getroffen laut den Versen
18 bis 21:
Siehe, wenn wir in
das Land kommen, so sollst du diese Schnur aus karmesinrotem Faden in
das Fenster knüpfen, durch das du uns hinabgelassen hast, und deinen
Vater, deine Mutter, deine Brüder und das ganze Haus deines Vaters
zu dir in das Haus versammeln.
Und wer dann zur Tür
deines Hauses hinaus auf die Straße geht, dessen Blut sei auf seinem
Haupt, wir aber unschuldig; wenn aber Hand gelegt wird an jemand von
denen, die bei dir im Haus sind, so soll ihr Blut auf unserem Haupt
sein.
Und wenn du etwas
von dieser unserer Sache verraten wirst, so werden wir frei sein von
deinem Eid, den du uns hast schwören lassen.
Da sprach sie: Es
sei, wie ihr sagt!, und ließ sie gehen. Und sie gingen hin; sie aber
knüpfte die karmesinrote Schnur ins Fenster.
Jedenfalls kamen die
Kundschafter zurück zu Josua, und danach machte sich das Volk Israel
auf den Weg zum Jordangebirge, um es zu durchwandern und bis vor die
Stadt Jericho zu kommen. Während sie aber durch das Jordangebirge
wanderten, liest man in Kapitel 3 davon, wie die dortigen Gewässer
von Gott teilweise gestaut und teilweise ausgetrocknet wurden, und
Israel trug auch die ganze Zeit die Bundeslade, wie es ihnen befohlen
war, und sie konnten auf dem trockenen Grund des Flusses wandern, der
durch das Jordangebirge fließt.
In Kapitel 4 wird
beschrieben, wie die Israeliten Gedenksteine aufrichten mussten, auf
Gottes Befehl hin, um an die Zerteilung des Wassers im Jordangebirge
und an die Durchwanderung zu gedenken.
In Kapitel 5 stellen
die Israeliten fest, dass es in ihrer Mitte reichlich Männer gibt,
die keine Beschneidung haben, und Gott befahl, dass dies nachgeholt
werden muss, darum taten sie es. Und sie sollten auch das Passahfest
feiern, denn die Zeit des Passahfestes war gekommen, an welchem ja
bekanntlich kein einziger unbeschnittener Mensch teilnehmen darf laut
dem Gesetz Mose.
Wir lesen uns mal
kurz ein paar Worte dazu durch. Es steht geschrieben in Kapitel 5,
Vers 8 bis 12:
Als nun das ganze
Volk beschnitten war, blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie heil
wurden.
Und der HERR sprach
zu Josua: Heute habe ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt!
Darum wird jener Ort Gilgal genannt bis zu diesem Tag.
Während nun die
Kinder Israels sich in Gilgal lagerten, hielten sie das Passah am
vierzehnten Tag des Monats, am Abend, in den Ebenen von Jericho.
Und am Tag nach dem
Passah aßen sie von dem Getreide des Landes, nämlich ungesäuertes
Brot und geröstetes Korn, an ebendiesem Tag.
Und das Manna hörte
auf am folgenden Tag, als sie von dem Getreide des Landes aßen; und
es gab für die Kinder Israels kein Manna mehr, sondern in jenem Jahr
aßen sie vom Ertrag des Landes Kanaan.
An dieser Stelle
lernt man also auch, dass es Manna vom Himmel geregnet hatte bis zu
diesem Tag, danach aber nicht mehr, weil keine Notwendigkeit mehr
bestand.
Die erste Stadt, die
erobert werden sollte, hieß jedenfalls Jericho, und Gott befahl,
dass die Israeliten mehrmals um diese Stadt mit festen Mauern
herumwandern mussten, während sie die Bundeslade trugen und
Schopharhörner ertönen ließen. Und als sie das sieben Tage lang
gemacht hatten, in der von Gott befohlenen Anzahl an Runden, da
stürzte die Stadtmauer ein, und sie töteten außer der Hure Rahab
und ihren Hausgenossen alle anderen Lebewesen in der Stadt, wie es
von Gott befohlen war. Aber über das Gold und das Silber und
kostbare Geräte hatte Gott gesagt, dass sie für ihn als Schätze
aufbewahrt werden sollen, danach aber wurde die Stadt Jericho mit
Feuer niedergebrannt. Es wird unsere Herzen nicht sonderlich erbauen,
solche Verläufe zu lesen, aber wir betrachten wenigstens mal die
letzten paar Verse von Kapitel 6. Es steht geschrieben in den Versen
25 bis 27:
So ließ Josua die
Hure Rahab leben samt dem Haus ihres Vaters und allen ihren
Angehörigen; und sie blieb mitten in Israel wohnen bis zu diesem
Tag, weil sie die Boten verbarg, die Josua gesandt hatte, um Jericho
auszukundschaften.
Zu der Zeit schwor
Josua und sprach: Verflucht vor dem HERRN sei der Mann, der sich
aufmachen und diese Stadt Jericho wieder bauen wird! Wenn er ihren
Grund legt, so soll es ihn seinen erstgeborenen Sohn kosten, und wenn
er ihre Tore setzt, so soll es ihn seinen jüngsten Sohn kosten!
Und der HERR war mit
Josua, und die Kunde von ihm verbreitete sich im ganzen Land.
Da sich die Kunde
über diese unaufhaltsame Eroberungskraft verbreitete, zitterten
vermutlich die übrigen Völker des verheißenen Landes, welche Gott
komplett vertilgen wollte, denn sie hatten abscheulichste
Götzendienste getrieben, und abartige Unzucht, und Zauberei, und sie
waren übertrieben stolz und unbarmherzig. Und zum Teil lebten auch
Riesen in diesen Ländern. Das waren nicht die gleichen Riesen wie
die Nephilim vor der Sintflut, aber dennoch unnatürlich große
Männer, so wie Gott es für Menschen überhaupt nicht vorgesehen
hatte.
In Kapitel 7 liest
man davon, dass jemand aus dem Volk Israel sich an der Beute aus
Jericho vergriff, und deswegen leistete Gott keine Unterstützung
mehr für Israel und sie wurden besiegt, als die nächste Schlacht
geschah. Josua demütigte sich dann vor Gott, und Gott sagte
Folgendes laut den Versen 10 bis 12:
Da sprach der HERR
zu Josua: Steh auf, warum liegst du denn auf deinem Angesicht?
Israel hat sich
versündigt, sie haben auch meinen Bund übertreten, den ich ihnen
geboten habe, indem sie von dem Gebannten genommen und davon
gestohlen und es verheimlicht und unter ihre Geräte gelegt haben!
Darum können die
Kinder Israels vor ihren Feinden nicht bestehen, sondern müssen
ihren Feinden den Rücken kehren; denn sie sind zu einem Bann
geworden. Ich werde künftig nicht mit euch sein, wenn ihr nicht den
Bann aus eurer Mitte vertilgt!
Solange also die
Menschen in ihrer privaten Reihe verbotene Gegenstände aufbewahrten,
noch dazu gestohlene, war Gott nicht mit ihnen.
Da ließ Josua die
Volksmenge zu einer Versammlung kommen und warf ein Los, und Gott
zeigte durch das Los an, wer der Schuldige ist, und man fand das
Diebesgut bei ihm, dessen Besitz verboten war. Deswegen musste er
sterben samt seiner Familie.
In Kapitel 8 liest
man dann von einer weiteren erfolgreichen Schlacht, während diesmal
die Israeliten die Beute unter sich aufteilen durften, und danach
wurde ein Altar für Gott gebaut und das gesamte Gesetz vorgelesen,
inklusive Segen und Fluch, wie Moses es im Gesetz aufgeschrieben
hatte.
In Kapitel 9 liest
man davon, dass die Leute der restlichen Länder sich zusammentun
wollten, um gemeinsam gegen Israel zu kämpfen, aber ein paar von
ihnen sonderten sich ab und wollten irgendwie überleben, deswegen
kleideten sie sich in sehr schäbigen Klamotten, gingen hin zu den
Israeliten und sagten, sie wären aus einem sehr fernen Land
gekommen, um Gott zu suchen. Und Josua glaubte ihren Worten, denn er
fragte Gott nicht, ob das überhaupt stimmt, was die da sagen. Und
auch die Obersten der Israeliten glaubten ihnen. Darum wurden diese
Leute verpflichtet, als Holzhauer und Wasserschöpfer dem Volk zu
dienen, und so sollten sie am Leben bleiben, obwohl sie eigentlich
aus den Völkern stammten, die Gott auslöschen wollte wegen den
grausigen Gräueltaten, doch das wurde erst später offenbar. Die
Leute aber, die auf die Art mit Israel Frieden geschlossen hatten,
dass sie als Holzhauer und Wasserschöpfer dienen, waren die
Gibeoniter.
Und in Kapitel 10
erfährt man, dass sich fünf feindliche Könige verbündeten, um die
Gibeoniter zu vertilgen, als Reaktion darauf, dass diese mit Israel
Frieden geschlossen hatten.
Aber obwohl sie mit
großer Macht kamen, konnten sie doch nichts ausrichten, denn Josua
kam mit Israel an, um zu helfen, und auch Gott selbst kämpfte gegen
die Angreifer. Und sogar, als sie die Flucht ergriffen, vertilgte
Gott noch mehr von ihren Kriegern, denn es steht geschrieben in den
Versen 11 bis 15:
Und es geschah, als
sie vor Israel flohen und am Abhang von Bet-Horon waren, da ließ der
HERR große Steine vom Himmel auf sie fallen bis Aseka, sodass sie
starben; und die Zahl derer, die durch die Hagelsteine starben, war
größer als die Zahl derer, welche die Söhne Israels mit dem
Schwert umbrachten.
Da redete Josua zu
dem HERRN an dem Tag, als der HERR die Amoriter vor den Söhnen
Israels dahingab, und sprach in Gegenwart Israels: Sonne, stehe still
in Gibeon, und du, Mond, im Tal Ajalon!
Da stand die Sonne
still, und der Mond blieb stehen, bis sich das Volk an seinen Feinden
gerächt hatte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Aufrichtigen?
So blieb die Sonne mitten am Himmel stehen und eilte nicht
unterzugehen, beinahe einen ganzen Tag.
Und kein Tag war
diesem gleich, weder zuvor noch danach, dass der HERR so auf die
Stimme eines Mannes hörte; denn der HERR kämpfte für Israel.
Und Josua zog wieder
ins Lager nach Gilgal, und ganz Israel mit ihm.
Ich kann mir das gar
nicht in Gedanken vorstellen, wie gewaltig es in diesen Tagen
wirklich zugegangen sein muss.
Jedenfalls gab es
danach viele weitere erfolgreiche Schlachten, sodass die Israeliten
immer mehr von den Ländereien in Besitz nahmen, die Gott ihnen
versprochen hatte. Und es wurden auch die Städte der Bösen
niedergebrannt und die Einwohner, die grausige Gräuel verübt
hatten, daraus vertilgt, in der Hoffnung, dass Israel selber keine
Gräuel verüben würde, wenn sie sich dort ansiedeln.
Es wird von einem
Sieg nach dem anderen berichtet, und Josua handelte besonders bei den
ersten Schlachten treu, indem er alles ohne Ausnahme vertilgen ließ,
wie es Gott befohlen hatte.
Jedenfalls war Josua
die ganze Zeit damit beschäftigt, Kriege anzuführen, bis er ein
hohes Alter erreicht hatte. Und es steht auch genau aufgeschrieben,
welche Ländereien welchem Stamm von Israel gegeben wurden, aber
damit brauchen wir uns nicht zu belasten.
Wir lesen aber ein
wichtiges Detail über die Ländereien, die dem Stamm Ephraim gegeben
wurden. Es steht geschrieben in Kapitel 16, Vers 10:
Sie vertrieben aber
die Kanaaniter nicht, die in Geser wohnten. So blieben die Kanaaniter
unter Ephraim wohnen bis zu diesem Tag und wurden fronpflichtig.
An diesen Worten
merkt man, dass einige Israeliten letztlich begannen, nachlässig zu
werden und die jenigen Leute zu verschonen, von denen Gott wollte,
dass sie um ihrer finsteren Werke willen nicht am Leben bleiben.
Auch über den Stamm
Manasse liest man soetwas in Kapitel 17, denn es steht geschrieben in
den Versen 12 und 13:
Aber die Söhne
Manasses konnten diese Städte nicht einnehmen, sondern es gelang den
Kanaanitern, in diesem Land zu bleiben.
Es geschah aber, als
die Söhne Israels mächtig wurden, machten sie die Kanaaniter
fronpflichtig; aber vertrieben haben sie dieselben nicht.
Es ist stark davon
auszugehen, dass sie ihre Kämpfe nicht gewinnen konnten, weil sie
bereits in dieser frühen Zeit schon Gott ungehorsam geworden waren.
Denn es gab kein einziges Volk, das für Gott zu mächtig gewesen
wäre. Wenn also das Erobern eines im Vorfeld versprochenen Landes
nicht gelingt, kann es nur an dem Versagen der Menschen liegen.
Und als sie das Land
dann doch hatten, merken wir ja auch hier wieder, dass sie die
Bösewichte einfach am Leben ließen.
Als dann schon sehr
viele Ländereien verteilt und soweit in Besitz genommen waren unter
den Israeliten, bauten einige Israeliten einen sehr großen Altar,
und die anderen Stämme vermuteten, dieser sei ein Symbol der
Auflehnung gegen Gott, deswegen wollten sie zum Kampf anrücken, um
diese Schande zu verhindern, damit Gott nicht wütend wird. Davon
liest man in Kapitel 22. Aber die Erbauer des Altars sagten, dass
dieser Altar nur für Gottes Ehre zum Gedenken bestimmt sei, damit es
keinen Abfall von Gott unter den Nachkommen geben wird, und so wurden
sie in Ruhe gelassen. Gott selbst aber äußerte sich zu dieser Sache
nicht und wurde auch nicht gefragt.
Aber wenigstens
bekam der Altar einen Name, der an sich sinnvoll klingt.
Es gibt aber auch
eine bemerkenswerte Ermahnung an die Israeliten, welche Josua zu
ihnen in Kapitel 23 spricht. Wir lesen in den Versen 10 bis 13:
Ein Einziger von
euch jagt tausend; denn der HERR, euer Gott, kämpft für euch, wie
er euch verheißen hat.
Darum habt gut acht
auf eure Seelen, dass ihr den HERRN, euren Gott, lieb habt!
Wenn ihr euch aber
abwendet und dem Überrest dieser Völker anhängt, die unter euch
übrig geblieben sind, und euch mit ihnen verheiratet, sodass ihr
euch untereinander vermischt, so sollt ihr gewiss wissen,
dass dann der HERR,
euer Gott, nicht länger diese Völker vor euch vertreiben wird;
sondern sie werden euch zur Schlinge werden und zum Fallstrick und
zur Geißel an eurer Seite und zu Dornen in euren Augen, bis ihr
vertilgt seid aus diesem guten Land, das der HERR, euer Gott, euch
gegeben hat!
Offensichtlich gab
es also doch noch Überlebende aus den Völkern, welche übelste
Gräuel verübt hatten und von welchen Gott deswegen eigentlich
wollte, dass sie restlos vertilgt werden müssen, sodass von ihnen
und ihren bösen Werken überhaupt nichts mehr übrig bleibt. Und
Israel wird sehr deutlich ermahnt, dass sie sich mit diesen übrigen
Völkern, die eigentlich hätten vertilgt werden müssen, in keiner
Weise vermischen dürfen.
Auch in Kapitel 24
stehen Worte, die Josua von Gott an Israel ausrichten musste, und wir
lesen diesbezüglich in Kapitel 24 in den Versen 1 bis 14:
Und Josua
versammelte alle Stämme Israels nach Sichem; und er rief die
Ältesten von Israel, seine Häupter, Richter und Vorsteher zu sich.
Und als sie vor Gott getreten waren,
da sprach Josua zu
dem ganzen Volk: So spricht der HERR, der Gott Israels: »Eure Väter
wohnten vor Zeiten jenseits des Euphrat-Stromes, und sie dienten
anderen Göttern, auch Terach, der Vater Abrahams und Nahors.
Und ich nahm euren
Vater Abraham von jenseits des Stromes und ließ ihn durch das ganze
Land Kanaan wandern; und ich mehrte seinen Samen und gab ihm Isaak.
Und dem Isaak gab
ich Jakob und Esau; und dem Esau gab ich das Bergland Seir zum
Erbbesitz. Jakob aber und seine Söhne zogen hinab nach Ägypten.
Da sandte ich Moses
und Aaron und schlug Ägypten, so wie ich in ihrer Mitte gehandelt
habe; danach führte ich euch heraus.
Und ich führte eure
Väter aus Ägypten weg, und ihr kamt an das Meer; und die Ägypter
jagten euren Vätern mit Streitwagen und Reitern bis an das
Schilfmeer nach.
Da schrien sie zum
HERRN, und er setzte eine Finsternis zwischen euch und die Ägypter
und ließ das Meer über sie kommen und bedeckte sie. Und eure Augen
haben gesehen, was ich an Ägypten getan habe. Danach habt ihr lange
Zeit in der Wüste gewohnt.
Dann brachte ich
euch in das Land der Amoriter, die jenseits des Jordan wohnten; und
als sie gegen euch kämpften, gab ich sie in eure Hand, und ihr nahmt
ihr Land in Besitz, und ich vertilgte sie vor euch her.
Da stand Balak auf,
der Sohn Zippors, der König der Moabiter, und kämpfte gegen Israel;
und er sandte hin und ließ Bileam rufen, den Sohn Beors, damit er
euch verfluche.
Aber ich wollte
nicht auf Bileam hören, sondern er musste euch beständig segnen;
und ich errettete euch aus seiner Hand.
Und als ihr über
den Jordan gingt und nach Jericho kamt, da kämpften die Bürger von
Jericho gegen euch, ebenso die Amoriter, Pheresiter, Kanaaniter,
Hetiter, Girgasiter, Hewiter und Jebusiter; aber ich gab sie in eure
Hand.
Und ich sandte
Hornissen vor euch her. Die trieben sie aus vor euch her. nämlich
die beiden Könige der Amoriter, nicht durch dein Schwert und nicht
durch deinen Bogen.
Und ich habe euch
ein Land gegeben, das ihr nicht bearbeitet habt, und Städte, die ihr
nicht gebaut habt, damit ihr in ihnen wohnen könnt; und ihr esst von
Weinbergen und Ölbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt.«
So fürchtet nun den
HERRN und dient ihm aufrichtig und in Wahrheit, und tut die Götter
von euch hinweg, denen eure Väter jenseits des Stromes und in
Ägypten gedient haben, und dient dem HERRN!
Man merkt an diesen
Worten, dass die Israeliten immernoch einige Götzenbilder bei sich
hatten, weil sie von Anfang an daran gewöhnt waren, diese mit sich
herumzutragen. Und sie werden dazu aufgerufen, sich restlos von
diesen zu trennen, aber man merkt beim Weiterlesen, dass sie darauf
nicht reagieren, sondern einfach nur mit ihren Lippen bekennen, dass
sie Gott dienen wollen, so als könnten sie dem Gott Israels und den
Götzenfiguren gleichzeitig dienen.
Was soll man noch
groß dazu sagen, außer dass sowas für Gott entsetzlich ist, wenn
die Leute geteilte Herzen haben, weil sie ihre Hoffnung auf mehrere
Quellen des Segens setzen? Und obendrein bringen die Götzenbilder ja
gar keinen Segen!
Wir schauen uns nun
lieber mal die letzten Worte über Josua an, und dann haben wir genug
im Buch Josua gestöbert.
Es steht geschrieben
ab Vers 29:
Und es geschah nach
diesen Ereignissen, dass Josua, der Sohn Nuns, der Knecht des HERRN,
starb, als er 110 Jahre alt war.
Und man begrub ihn
im Gebiet seines Erbteils, in Timnat-Serach, das auf dem Bergland
Ephraim liegt, nördlich vom Berg Gaasch.
Und Israel diente
dem HERRN, solange Josua lebte und die Ältesten, welche Josua
überlebten, die auch alle Werke des HERRN kannten, die er an Israel
getan hatte.
Und die Gebeine
Josephs, welche die Kinder Israels aus Ägypten heraufgebracht
hatten, begruben sie in Sichem in dem Stück Land, das Jakob von den
Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um 100 Kesita gekauft hatte, und
es wurde den Kindern Josephs zum Erbteil.
Und auch Eleasar,
der Sohn Aarons, starb, und sie begruben ihn in Gibea, der Stadt
seines Sohnes Pinehas, die ihm gegeben worden war im Bergland
Ephraim.
Erwähnenswert ist
hier vielleicht, dass der Mann Joseph bereits verstorben war, lange
bevor Israel aus Ägypten befreit wurde. Aber er hatte den Wunsch
geäußert, dass seine Überreste dort begraben werden sollen, wo
auch Jakobs Überreste sind, und so kam es dann am Ende auch, wie man
sieht. Ansonsten sehen wir, dass Josua 110 Jahre alt wurde, was
besonders für einen Kriegsmann ja schon ein ziemlich hohes Alter
ist.
Und da wir all dies
nun vor Augen hatten, ist genug über das Buch Josua geredet worden.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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