Text zu "Bibellehre - Das Buch Josua"

Link zum Video: https://youtu.be/aXcVPYgHMgQ

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Im heutigen Video befassen wir uns im Schnelldurchlauf mit einem unzumutbaren Buch aus der Bibel, wo es fast ausschließlich um Kriege geht, nämlich mit dem Buch Josua. Ich werde ein bisschen was davon zeigen, was gewissermaßen erinnerungswürdig ist, und daran wollen wir uns dann genügen lassen auf diesem Kanal.

Wichtig zu wissen ist, dass Josua der Nachfolger von Moses war, der am Ende der Wüstenwanderung Israels das Volk in das versprochene Land hineinführen sollte. Moses selber war nämlich bereits gestorben und es wurde ihm auch gesagt, dass er das verheißene Land nicht betreten darf. Dies hatte Gott entschieden, weil Moses, obwohl er als einziger im gesamten Volk einen persönlichen Kontakt zu Gott haben durfte, trotzdem ein Zweifler geworden war während der Wüstenwanderung. Davon war Gott so entsetzt, dass er die Entscheidung traf, Moses sterben zu lassen, bevor die Israeliten die versprochenen Ländereien betreten werden. Es hatte nämlich das ganze Volk Israel immer nur Zweifel an Gott gehabt, ohne Unterlass. Und im vierten Buch Mose erkennt man an dem Text aus Kapitel 20, dass sogar Moses nicht an die Wunderzeichen glauben konnte, die Gott schon getan hatte, als die Gemeinde wieder durstig war, sondern er kam zu Gott, als hätte er keine Ahnung, was man in so einer Lage tun soll. Und Gott war so unendlich genervt davon, dass kein Mensch ihm vertraut, letztlich ja nichtmal Moses, dass für den Einmarsch in das versprochene Land jemand anders ausgewählt wurde.

Wir lesen uns nun am besten mal die Worte durch, die ganz am Anfang vom Buch Josua geschrieben stehen, denn dort redet Gott zu Josua und wir lesen Folgendes in den Versen 1 bis 9:

Und es geschah nach dem Tod Moses, des Knechtes des HERRN, da sprach der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns, dem Diener Moses folgendermaßen:
Mein Knecht Moses ist gestorben; so mache dich nun auf, ziehe über den Jordan dort, du und dieses ganze Volk, in das Land, das ich ihnen gebe, den Kindern Israels!
Jeden Ort, auf den eure Fußsohlen treten, habe ich euch gegeben, wie ich es Moses verheißen habe.
Von der Wüste und dem Libanon dort bis zum großen Strom Euphrat, das ganze Land der Hetiter, und bis zu dem großen Meer, wo die Sonne untergeht, soll euer Gebiet reichen.
Niemand soll vor dir bestehen dein Leben lang! Wie ich mit Moses gewesen bin, so will ich auch mit dir sein; ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.
Sei stark und mutig! Denn du sollst diesem Volk das Land als Erbe austeilen, von dem ich ihren Vätern geschworen habe, dass ich es ihnen gebe.
Sei du nur stark und sehr mutig, und achte darauf, dass du nach dem ganzen Gesetz handelst, das dir mein Knecht Moses befohlen hat. Weiche nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du weise handelst überall, wo du hingehst!
Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln!
Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir, überall wo du hingehst!

Das ist schon eine ziemlich bemerkenswerte Rede. Das größte Gewicht haben dabei die letzten beiden Verse, also Vers 8 und 9. Josua soll das Buch des Gesetzes niemals von seinem Mund weichen lassen, sondern er soll sehr viel darin forschen, denn durch das genaue Einhalten des Gesetzes wird Gott ihm Gelingen schenken und wird ihm beistehen, überall wohin Josua geht. Josua kann sich also darauf verlassen, dass er nicht alleine dastehen wird. Und so lange er das Gesetz hält, kann ihn offensichtlich auch kein Unheil treffen.

Josua sprach dann zu allen Israeliten und kündigte an, dass die versprochenen Länder eingenommen werden sollen. Josua empfand es aber auch als richtig, zuerst ein paar Kundschafter in eine Stadt zu schicken, die zu einem Land gehörte, welches erobert werden musste. Darüber lesen wir Folgendes in Kapitel 2, Vers 1 bis 13:

Und Josua, der Sohn Nuns, sandte von Sittim heimlich zwei Männer als Kundschafter aus und sprach: Geht hin, seht euch das Land an und besonders Jericho! Und sie gingen hin und kamen in das Haus einer Hure namens Rahab und übernachteten dort.
Es wurde aber dem König von Jericho berichtet: Siehe, in dieser Nacht sind Männer von den Kindern Israels hierhergekommen, um das Land auszukundschaften!
Da sandte der König von Jericho Boten zu Rahab und ließ ihr sagen: Gib die Männer heraus, die zu dir gekommen und in dein Haus eingekehrt sind; denn sie sind gekommen, um das ganze Land auszukundschaften!
Die Frau aber hatte die beiden Männer genommen und verborgen und sprach nun: Es sind freilich Männer zu mir hereingekommen; aber ich wusste nicht, woher sie waren;
und als man die Tore schließen musste bei Einbruch der Dunkelheit, da gingen die Männer hinaus. Ich weiß nicht, wohin die Männer gegangen sind. Jagt ihnen rasch nach, denn ihr werdet sie einholen!
Sie aber hatte die Männer auf das Dach steigen lassen und sie unter den Flachsstängeln versteckt, die sie für sich auf dem Dach ausgebreitet hatte.
Die Leute nun jagten ihnen nach auf dem Weg zum Jordan bis zu den Furten; und man schloss das Tor zu, als die, welche ihnen nachjagten, hinausgegangen waren.
Ehe aber die Männer sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen auf das Dach hinauf
und sprach zu ihnen: Ich weiß, dass der HERR euch das Land gegeben hat; denn es hat uns Furcht vor euch überfallen, und alle Einwohner des Landes sind vor euch verzagt.
Denn wir haben gehört, wie der HERR das Wasser des Schilfmeeres vor euch ausgetrocknet hat, als ihr aus Ägypten gezogen seid, und was ihr den beiden Königen der Amoriter, Sihon und Og, jenseits des Jordan, getan habt, an denen ihr den Bann vollstreckt habt.
Und als wir dies hörten, da wurde unser Herz verzagt, und es ist kein rechter Mut mehr in irgendjemand vor euch; denn der HERR, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden!
Und nun schwört mir doch bei dem HERRN, dass, so wie ich an euch Güte erwiesen habe, auch ihr am Haus meines Vaters Güte erweisen werdet; und gebt mir ein sicheres Zeichen,
dass ihr meinen Vater, meine Mutter, meine Brüder und meine Schwestern samt allen ihren Angehörigen am Leben lassen und unsere Seelen vom Tod erretten werdet!

Hierbei ist die Erzählung bemerkenswert, dass die Völker in den Ländern, die erobert werden müssen, eine Heidenangst vor Israel hatten, weil Gott für Israel kämpfte. Israel selber hatte kaum Ehrfurcht vor Gott, aber die Feinde machten sich vor Angst in die Hosen. Und die Hure Rahab hatte die Kundschafter bei sich auf dem Dachboden versteckt und wollte nun Gnade erbitten für ihre Familie. Diese wurde ihr auch gewährt, und es wurde folgende Abmachung getroffen laut den Versen 18 bis 21:

Siehe, wenn wir in das Land kommen, so sollst du diese Schnur aus karmesinrotem Faden in das Fenster knüpfen, durch das du uns hinabgelassen hast, und deinen Vater, deine Mutter, deine Brüder und das ganze Haus deines Vaters zu dir in das Haus versammeln.
Und wer dann zur Tür deines Hauses hinaus auf die Straße geht, dessen Blut sei auf seinem Haupt, wir aber unschuldig; wenn aber Hand gelegt wird an jemand von denen, die bei dir im Haus sind, so soll ihr Blut auf unserem Haupt sein.
Und wenn du etwas von dieser unserer Sache verraten wirst, so werden wir frei sein von deinem Eid, den du uns hast schwören lassen.
Da sprach sie: Es sei, wie ihr sagt!, und ließ sie gehen. Und sie gingen hin; sie aber knüpfte die karmesinrote Schnur ins Fenster.

Jedenfalls kamen die Kundschafter zurück zu Josua, und danach machte sich das Volk Israel auf den Weg zum Jordangebirge, um es zu durchwandern und bis vor die Stadt Jericho zu kommen. Während sie aber durch das Jordangebirge wanderten, liest man in Kapitel 3 davon, wie die dortigen Gewässer von Gott teilweise gestaut und teilweise ausgetrocknet wurden, und Israel trug auch die ganze Zeit die Bundeslade, wie es ihnen befohlen war, und sie konnten auf dem trockenen Grund des Flusses wandern, der durch das Jordangebirge fließt.
In Kapitel 4 wird beschrieben, wie die Israeliten Gedenksteine aufrichten mussten, auf Gottes Befehl hin, um an die Zerteilung des Wassers im Jordangebirge und an die Durchwanderung zu gedenken.
In Kapitel 5 stellen die Israeliten fest, dass es in ihrer Mitte reichlich Männer gibt, die keine Beschneidung haben, und Gott befahl, dass dies nachgeholt werden muss, darum taten sie es. Und sie sollten auch das Passahfest feiern, denn die Zeit des Passahfestes war gekommen, an welchem ja bekanntlich kein einziger unbeschnittener Mensch teilnehmen darf laut dem Gesetz Mose.

Wir lesen uns mal kurz ein paar Worte dazu durch. Es steht geschrieben in Kapitel 5, Vers 8 bis 12:

Als nun das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie heil wurden.
Und der HERR sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt! Darum wird jener Ort Gilgal genannt bis zu diesem Tag.
Während nun die Kinder Israels sich in Gilgal lagerten, hielten sie das Passah am vierzehnten Tag des Monats, am Abend, in den Ebenen von Jericho.
Und am Tag nach dem Passah aßen sie von dem Getreide des Landes, nämlich ungesäuertes Brot und geröstetes Korn, an ebendiesem Tag.
Und das Manna hörte auf am folgenden Tag, als sie von dem Getreide des Landes aßen; und es gab für die Kinder Israels kein Manna mehr, sondern in jenem Jahr aßen sie vom Ertrag des Landes Kanaan.

An dieser Stelle lernt man also auch, dass es Manna vom Himmel geregnet hatte bis zu diesem Tag, danach aber nicht mehr, weil keine Notwendigkeit mehr bestand.

Die erste Stadt, die erobert werden sollte, hieß jedenfalls Jericho, und Gott befahl, dass die Israeliten mehrmals um diese Stadt mit festen Mauern herumwandern mussten, während sie die Bundeslade trugen und Schopharhörner ertönen ließen. Und als sie das sieben Tage lang gemacht hatten, in der von Gott befohlenen Anzahl an Runden, da stürzte die Stadtmauer ein, und sie töteten außer der Hure Rahab und ihren Hausgenossen alle anderen Lebewesen in der Stadt, wie es von Gott befohlen war. Aber über das Gold und das Silber und kostbare Geräte hatte Gott gesagt, dass sie für ihn als Schätze aufbewahrt werden sollen, danach aber wurde die Stadt Jericho mit Feuer niedergebrannt. Es wird unsere Herzen nicht sonderlich erbauen, solche Verläufe zu lesen, aber wir betrachten wenigstens mal die letzten paar Verse von Kapitel 6. Es steht geschrieben in den Versen 25 bis 27:

So ließ Josua die Hure Rahab leben samt dem Haus ihres Vaters und allen ihren Angehörigen; und sie blieb mitten in Israel wohnen bis zu diesem Tag, weil sie die Boten verbarg, die Josua gesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.
Zu der Zeit schwor Josua und sprach: Verflucht vor dem HERRN sei der Mann, der sich aufmachen und diese Stadt Jericho wieder bauen wird! Wenn er ihren Grund legt, so soll es ihn seinen erstgeborenen Sohn kosten, und wenn er ihre Tore setzt, so soll es ihn seinen jüngsten Sohn kosten!
Und der HERR war mit Josua, und die Kunde von ihm verbreitete sich im ganzen Land.

Da sich die Kunde über diese unaufhaltsame Eroberungskraft verbreitete, zitterten vermutlich die übrigen Völker des verheißenen Landes, welche Gott komplett vertilgen wollte, denn sie hatten abscheulichste Götzendienste getrieben, und abartige Unzucht, und Zauberei, und sie waren übertrieben stolz und unbarmherzig. Und zum Teil lebten auch Riesen in diesen Ländern. Das waren nicht die gleichen Riesen wie die Nephilim vor der Sintflut, aber dennoch unnatürlich große Männer, so wie Gott es für Menschen überhaupt nicht vorgesehen hatte.

In Kapitel 7 liest man davon, dass jemand aus dem Volk Israel sich an der Beute aus Jericho vergriff, und deswegen leistete Gott keine Unterstützung mehr für Israel und sie wurden besiegt, als die nächste Schlacht geschah. Josua demütigte sich dann vor Gott, und Gott sagte Folgendes laut den Versen 10 bis 12:

Da sprach der HERR zu Josua: Steh auf, warum liegst du denn auf deinem Angesicht?
Israel hat sich versündigt, sie haben auch meinen Bund übertreten, den ich ihnen geboten habe, indem sie von dem Gebannten genommen und davon gestohlen und es verheimlicht und unter ihre Geräte gelegt haben!
Darum können die Kinder Israels vor ihren Feinden nicht bestehen, sondern müssen ihren Feinden den Rücken kehren; denn sie sind zu einem Bann geworden. Ich werde künftig nicht mit euch sein, wenn ihr nicht den Bann aus eurer Mitte vertilgt!

Solange also die Menschen in ihrer privaten Reihe verbotene Gegenstände aufbewahrten, noch dazu gestohlene, war Gott nicht mit ihnen.
Da ließ Josua die Volksmenge zu einer Versammlung kommen und warf ein Los, und Gott zeigte durch das Los an, wer der Schuldige ist, und man fand das Diebesgut bei ihm, dessen Besitz verboten war. Deswegen musste er sterben samt seiner Familie.

In Kapitel 8 liest man dann von einer weiteren erfolgreichen Schlacht, während diesmal die Israeliten die Beute unter sich aufteilen durften, und danach wurde ein Altar für Gott gebaut und das gesamte Gesetz vorgelesen, inklusive Segen und Fluch, wie Moses es im Gesetz aufgeschrieben hatte.

In Kapitel 9 liest man davon, dass die Leute der restlichen Länder sich zusammentun wollten, um gemeinsam gegen Israel zu kämpfen, aber ein paar von ihnen sonderten sich ab und wollten irgendwie überleben, deswegen kleideten sie sich in sehr schäbigen Klamotten, gingen hin zu den Israeliten und sagten, sie wären aus einem sehr fernen Land gekommen, um Gott zu suchen. Und Josua glaubte ihren Worten, denn er fragte Gott nicht, ob das überhaupt stimmt, was die da sagen. Und auch die Obersten der Israeliten glaubten ihnen. Darum wurden diese Leute verpflichtet, als Holzhauer und Wasserschöpfer dem Volk zu dienen, und so sollten sie am Leben bleiben, obwohl sie eigentlich aus den Völkern stammten, die Gott auslöschen wollte wegen den grausigen Gräueltaten, doch das wurde erst später offenbar. Die Leute aber, die auf die Art mit Israel Frieden geschlossen hatten, dass sie als Holzhauer und Wasserschöpfer dienen, waren die Gibeoniter.
Und in Kapitel 10 erfährt man, dass sich fünf feindliche Könige verbündeten, um die Gibeoniter zu vertilgen, als Reaktion darauf, dass diese mit Israel Frieden geschlossen hatten.
Aber obwohl sie mit großer Macht kamen, konnten sie doch nichts ausrichten, denn Josua kam mit Israel an, um zu helfen, und auch Gott selbst kämpfte gegen die Angreifer. Und sogar, als sie die Flucht ergriffen, vertilgte Gott noch mehr von ihren Kriegern, denn es steht geschrieben in den Versen 11 bis 15:

Und es geschah, als sie vor Israel flohen und am Abhang von Bet-Horon waren, da ließ der HERR große Steine vom Himmel auf sie fallen bis Aseka, sodass sie starben; und die Zahl derer, die durch die Hagelsteine starben, war größer als die Zahl derer, welche die Söhne Israels mit dem Schwert umbrachten.
Da redete Josua zu dem HERRN an dem Tag, als der HERR die Amoriter vor den Söhnen Israels dahingab, und sprach in Gegenwart Israels: Sonne, stehe still in Gibeon, und du, Mond, im Tal Ajalon!
Da stand die Sonne still, und der Mond blieb stehen, bis sich das Volk an seinen Feinden gerächt hatte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Aufrichtigen? So blieb die Sonne mitten am Himmel stehen und eilte nicht unterzugehen, beinahe einen ganzen Tag.
Und kein Tag war diesem gleich, weder zuvor noch danach, dass der HERR so auf die Stimme eines Mannes hörte; denn der HERR kämpfte für Israel.
Und Josua zog wieder ins Lager nach Gilgal, und ganz Israel mit ihm.

Ich kann mir das gar nicht in Gedanken vorstellen, wie gewaltig es in diesen Tagen wirklich zugegangen sein muss.
Jedenfalls gab es danach viele weitere erfolgreiche Schlachten, sodass die Israeliten immer mehr von den Ländereien in Besitz nahmen, die Gott ihnen versprochen hatte. Und es wurden auch die Städte der Bösen niedergebrannt und die Einwohner, die grausige Gräuel verübt hatten, daraus vertilgt, in der Hoffnung, dass Israel selber keine Gräuel verüben würde, wenn sie sich dort ansiedeln.
Es wird von einem Sieg nach dem anderen berichtet, und Josua handelte besonders bei den ersten Schlachten treu, indem er alles ohne Ausnahme vertilgen ließ, wie es Gott befohlen hatte.

Jedenfalls war Josua die ganze Zeit damit beschäftigt, Kriege anzuführen, bis er ein hohes Alter erreicht hatte. Und es steht auch genau aufgeschrieben, welche Ländereien welchem Stamm von Israel gegeben wurden, aber damit brauchen wir uns nicht zu belasten.
Wir lesen aber ein wichtiges Detail über die Ländereien, die dem Stamm Ephraim gegeben wurden. Es steht geschrieben in Kapitel 16, Vers 10:

Sie vertrieben aber die Kanaaniter nicht, die in Geser wohnten. So blieben die Kanaaniter unter Ephraim wohnen bis zu diesem Tag und wurden fronpflichtig.

An diesen Worten merkt man, dass einige Israeliten letztlich begannen, nachlässig zu werden und die jenigen Leute zu verschonen, von denen Gott wollte, dass sie um ihrer finsteren Werke willen nicht am Leben bleiben.
Auch über den Stamm Manasse liest man soetwas in Kapitel 17, denn es steht geschrieben in den Versen 12 und 13:

Aber die Söhne Manasses konnten diese Städte nicht einnehmen, sondern es gelang den Kanaanitern, in diesem Land zu bleiben.
Es geschah aber, als die Söhne Israels mächtig wurden, machten sie die Kanaaniter fronpflichtig; aber vertrieben haben sie dieselben nicht.

Es ist stark davon auszugehen, dass sie ihre Kämpfe nicht gewinnen konnten, weil sie bereits in dieser frühen Zeit schon Gott ungehorsam geworden waren. Denn es gab kein einziges Volk, das für Gott zu mächtig gewesen wäre. Wenn also das Erobern eines im Vorfeld versprochenen Landes nicht gelingt, kann es nur an dem Versagen der Menschen liegen.
Und als sie das Land dann doch hatten, merken wir ja auch hier wieder, dass sie die Bösewichte einfach am Leben ließen.

Als dann schon sehr viele Ländereien verteilt und soweit in Besitz genommen waren unter den Israeliten, bauten einige Israeliten einen sehr großen Altar, und die anderen Stämme vermuteten, dieser sei ein Symbol der Auflehnung gegen Gott, deswegen wollten sie zum Kampf anrücken, um diese Schande zu verhindern, damit Gott nicht wütend wird. Davon liest man in Kapitel 22. Aber die Erbauer des Altars sagten, dass dieser Altar nur für Gottes Ehre zum Gedenken bestimmt sei, damit es keinen Abfall von Gott unter den Nachkommen geben wird, und so wurden sie in Ruhe gelassen. Gott selbst aber äußerte sich zu dieser Sache nicht und wurde auch nicht gefragt.
Aber wenigstens bekam der Altar einen Name, der an sich sinnvoll klingt.

Es gibt aber auch eine bemerkenswerte Ermahnung an die Israeliten, welche Josua zu ihnen in Kapitel 23 spricht. Wir lesen in den Versen 10 bis 13:

Ein Einziger von euch jagt tausend; denn der HERR, euer Gott, kämpft für euch, wie er euch verheißen hat.
Darum habt gut acht auf eure Seelen, dass ihr den HERRN, euren Gott, lieb habt!
Wenn ihr euch aber abwendet und dem Überrest dieser Völker anhängt, die unter euch übrig geblieben sind, und euch mit ihnen verheiratet, sodass ihr euch untereinander vermischt, so sollt ihr gewiss wissen,
dass dann der HERR, euer Gott, nicht länger diese Völker vor euch vertreiben wird; sondern sie werden euch zur Schlinge werden und zum Fallstrick und zur Geißel an eurer Seite und zu Dornen in euren Augen, bis ihr vertilgt seid aus diesem guten Land, das der HERR, euer Gott, euch gegeben hat!

Offensichtlich gab es also doch noch Überlebende aus den Völkern, welche übelste Gräuel verübt hatten und von welchen Gott deswegen eigentlich wollte, dass sie restlos vertilgt werden müssen, sodass von ihnen und ihren bösen Werken überhaupt nichts mehr übrig bleibt. Und Israel wird sehr deutlich ermahnt, dass sie sich mit diesen übrigen Völkern, die eigentlich hätten vertilgt werden müssen, in keiner Weise vermischen dürfen.

Auch in Kapitel 24 stehen Worte, die Josua von Gott an Israel ausrichten musste, und wir lesen diesbezüglich in Kapitel 24 in den Versen 1 bis 14:

Und Josua versammelte alle Stämme Israels nach Sichem; und er rief die Ältesten von Israel, seine Häupter, Richter und Vorsteher zu sich. Und als sie vor Gott getreten waren,
da sprach Josua zu dem ganzen Volk: So spricht der HERR, der Gott Israels: »Eure Väter wohnten vor Zeiten jenseits des Euphrat-Stromes, und sie dienten anderen Göttern, auch Terach, der Vater Abrahams und Nahors.
Und ich nahm euren Vater Abraham von jenseits des Stromes und ließ ihn durch das ganze Land Kanaan wandern; und ich mehrte seinen Samen und gab ihm Isaak.
Und dem Isaak gab ich Jakob und Esau; und dem Esau gab ich das Bergland Seir zum Erbbesitz. Jakob aber und seine Söhne zogen hinab nach Ägypten.
Da sandte ich Moses und Aaron und schlug Ägypten, so wie ich in ihrer Mitte gehandelt habe; danach führte ich euch heraus.
Und ich führte eure Väter aus Ägypten weg, und ihr kamt an das Meer; und die Ägypter jagten euren Vätern mit Streitwagen und Reitern bis an das Schilfmeer nach.
Da schrien sie zum HERRN, und er setzte eine Finsternis zwischen euch und die Ägypter und ließ das Meer über sie kommen und bedeckte sie. Und eure Augen haben gesehen, was ich an Ägypten getan habe. Danach habt ihr lange Zeit in der Wüste gewohnt.
Dann brachte ich euch in das Land der Amoriter, die jenseits des Jordan wohnten; und als sie gegen euch kämpften, gab ich sie in eure Hand, und ihr nahmt ihr Land in Besitz, und ich vertilgte sie vor euch her.
Da stand Balak auf, der Sohn Zippors, der König der Moabiter, und kämpfte gegen Israel; und er sandte hin und ließ Bileam rufen, den Sohn Beors, damit er euch verfluche.
Aber ich wollte nicht auf Bileam hören, sondern er musste euch beständig segnen; und ich errettete euch aus seiner Hand.
Und als ihr über den Jordan gingt und nach Jericho kamt, da kämpften die Bürger von Jericho gegen euch, ebenso die Amoriter, Pheresiter, Kanaaniter, Hetiter, Girgasiter, Hewiter und Jebusiter; aber ich gab sie in eure Hand.
Und ich sandte Hornissen vor euch her. Die trieben sie aus vor euch her. nämlich die beiden Könige der Amoriter, nicht durch dein Schwert und nicht durch deinen Bogen.
Und ich habe euch ein Land gegeben, das ihr nicht bearbeitet habt, und Städte, die ihr nicht gebaut habt, damit ihr in ihnen wohnen könnt; und ihr esst von Weinbergen und Ölbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt.«
So fürchtet nun den HERRN und dient ihm aufrichtig und in Wahrheit, und tut die Götter von euch hinweg, denen eure Väter jenseits des Stromes und in Ägypten gedient haben, und dient dem HERRN!

Man merkt an diesen Worten, dass die Israeliten immernoch einige Götzenbilder bei sich hatten, weil sie von Anfang an daran gewöhnt waren, diese mit sich herumzutragen. Und sie werden dazu aufgerufen, sich restlos von diesen zu trennen, aber man merkt beim Weiterlesen, dass sie darauf nicht reagieren, sondern einfach nur mit ihren Lippen bekennen, dass sie Gott dienen wollen, so als könnten sie dem Gott Israels und den Götzenfiguren gleichzeitig dienen.

Was soll man noch groß dazu sagen, außer dass sowas für Gott entsetzlich ist, wenn die Leute geteilte Herzen haben, weil sie ihre Hoffnung auf mehrere Quellen des Segens setzen? Und obendrein bringen die Götzenbilder ja gar keinen Segen!
Wir schauen uns nun lieber mal die letzten Worte über Josua an, und dann haben wir genug im Buch Josua gestöbert.

Es steht geschrieben ab Vers 29:

Und es geschah nach diesen Ereignissen, dass Josua, der Sohn Nuns, der Knecht des HERRN, starb, als er 110 Jahre alt war.
Und man begrub ihn im Gebiet seines Erbteils, in Timnat-Serach, das auf dem Bergland Ephraim liegt, nördlich vom Berg Gaasch.
Und Israel diente dem HERRN, solange Josua lebte und die Ältesten, welche Josua überlebten, die auch alle Werke des HERRN kannten, die er an Israel getan hatte.
Und die Gebeine Josephs, welche die Kinder Israels aus Ägypten heraufgebracht hatten, begruben sie in Sichem in dem Stück Land, das Jakob von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um 100 Kesita gekauft hatte, und es wurde den Kindern Josephs zum Erbteil.
Und auch Eleasar, der Sohn Aarons, starb, und sie begruben ihn in Gibea, der Stadt seines Sohnes Pinehas, die ihm gegeben worden war im Bergland Ephraim.

Erwähnenswert ist hier vielleicht, dass der Mann Joseph bereits verstorben war, lange bevor Israel aus Ägypten befreit wurde. Aber er hatte den Wunsch geäußert, dass seine Überreste dort begraben werden sollen, wo auch Jakobs Überreste sind, und so kam es dann am Ende auch, wie man sieht. Ansonsten sehen wir, dass Josua 110 Jahre alt wurde, was besonders für einen Kriegsmann ja schon ein ziemlich hohes Alter ist.

Und da wir all dies nun vor Augen hatten, ist genug über das Buch Josua geredet worden.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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