Text zu "Bibellehre - Wenn positives Denken tötet"

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=Ngm5hm645CI

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In diesem Video will ich aufzeigen, dass der Drang, immer nur Positives zu erwarten und positiv zu denken, nicht aus der Weisheit Gottes kommt, sondern dass es sich bei solchem Verhalten um Torheit handelt. Dieser Fakt ist gewiss für eine unübersehbare Anzahl Menschen schwer zu ertragen, aber es muss trotzdem einmal darüber geredet werden.

Zuerst befassen wir uns mal mit der Frage, ob man aus dem Glaube etwas Positives für sein Leben mitnehmen muss, damit das eigene Leben schöner wird. Vielleicht ist ja der Glaube nur dazu da, dass man sich mal eine Zeit lang daran erfreut und alles rausholt, was man daraus beziehen kann, und dann, wenn es keine Freude mehr macht, schaut man sich nach etwas Anderem um. Denn während einige andere Menschen denken, dass Glaube überhaupt keinen Spaß macht, so gibt es auch Menschen, die dabei positiv denken, indem sie sagen: „Also irgendwas Positives muss es doch dabei geben! Man kann es ja wenigstens Mal eine Zeit lang ausprobieren. Und wenn es keinen Spaß mehr macht oder wenn man nicht die Lebensfreude daraus schöpfen kann, die man sich erhofft hat, dann kann man die Sache ja aufgeben.“
In so einem Fall wäre es dann natürlich angemessen, auch die Zeit bereits einzuplanen, in welcher man den Glaube wieder aufgeben wird. Für diese Lage sollte man lieber vorsorgen, wie zum Beispiel indem man ein paar Ersparnisse auf die Seite legt. Dann kann man die Sache völlig positiv angehen und einfach mal in seiner Neugier alles erforschen, aber wenn man keine Lust mehr hat, kann man gehen und die Ersparnisse aufbrauchen.
Das wäre ein Beispiel für positives Denken, also dass es ja alles Spaß machen muss und dass man nur dafür vorzusorgen braucht, auch wieder den Glaube aufzugeben, damit man mal ein bisschen mit dem Glaube spielen kann.

Eine solche Idee hatten auch einige Menschen, von denen die Apostelgeschichte berichtet. Und wir schauen uns jetzt an, wie das ausgegangen ist. Es steht geschrieben in Kapitel 5, Vers 1 bis 10:

Ein Mann aber mit Namen Ananias verkaufte ein Grundstück zusammen mit seiner Frau Saphira,
und schaffte etwas von dem Erlös für sich beiseite mit Wissen seiner Frau; und er brachte einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Füßen.
Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, sodass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast?
Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott!
Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied. Und es kam große Furcht über alle, die dies hörten.
Und die jungen Männer standen auf, hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn.
Und es geschah, dass nach ungefähr drei Stunden auch seine Frau hereinkam, ohne zu wissen, was sich ereignet hatte.
Da richtete Petrus das Wort an sie: Sage mir, habt ihr das Gut um so und so viel verkauft? Sie sprach: Ja, um so viel!
Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr übereingekommen, den Geist des HERRN zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür, und sie werden auch dich hinaustragen!
Da fiel sie sogleich zu seinen Füßen nieder und verschied; und als die jungen Männer hereinkamen, fanden sie sie tot und trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Mann.

Der Mann Ananias und seine Frau haben positiv gedacht. Die dachten sich, dass es schon in Ordnung geht, wenn sie mal ein bisschen bei den Christen herumlungern und danach das Geld aufbrauchen, das sie für sich selbst zur Seite legten. Sie erwarteten kein Übel um ihrer Missetat willen. Und doch erkennen wir an der Erzählung, dass die beiden ihr Leben verloren.

Ein weiteres Beispiel aus der Bibel, wo positives Denken zum Tod führte, finden wir im Buch der Richter. Es herrschte gerade der König der Moabiter mit großer Macht, und sein Name war Eglon. Auch die Israeliten waren ihm untertan und mussten Abgaben leisten. Und als wieder an Tag war, an dem Abgaben fällig wurden, kamen alle Untertanen zu ihm, auch ein israelischer Mann namens Ehud.
Aber dieser Mann, also Ehud, wollte nicht nur die Abgabe leisten. Er wollte auch etwas Anderes tun. Darum ging er nicht wie gewohnt zurück nach Hause, sondern es steht geschrieben in Kapitel 3, Vers 17 bis 19:

Und er überbrachte Eglon, dem König von Moab, den Tribut. Eglon aber war ein sehr fetter Mann.
Als er nun die Überreichung des Tributs vollzogen hatte, ließ er die Leute gehen, die den Tribut getragen hatten;
er selbst aber kehrte um bei den Götzenbildern von Gilgal und sprach zu dem König: Ich habe dir, o König, etwas Geheimes zu sagen! Er aber sprach: Schweig! Und alle, die um ihn her standen, gingen von ihm hinaus.

Das ist nun natürlich eine besondere Lage, und der König denkt sehr positiv. Er hört, dass ihm etwas Geheimes gesagt werden soll, und er denkt sich wahrscheinlich: „Dabei muss es sich bestimmt um etwas Großartiges handeln!“
Deswegen lässt er seine ganze Leibwache rausgehen, sodass nur noch er mit dem Israelit allein im Raum sein würde. Denn er erwartete, dass ihm nun ein erfreuliches und faszinierendes Geheimnis gesagt werden würde. Er war ein wirklich positiver Denker an diesem Tag.
Schließlich lesen wir folgenden Verlauf in den Versen 20 bis 26:

Da kam Ehud zu ihm hinein. Er aber saß in seinem kühlen Obergemach, das für ihn allein bestimmt war. Und Ehud sprach: Ein Wort Gottes habe ich an dich! Da stand er von seinem Thron auf.
Ehud aber griff mit seiner linken Hand zu und nahm das Schwert von seiner rechten Hüfte und stieß es ihm in den Bauch,
und es fuhr auch der Griff der Klinge hinein, und das Fett schloss sich um die Klinge; denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauch, sodass es ihm hinten hinausging.
Danach ging Ehud hinaus in den Vorsaal und schloss die Türe des Obergemachs hinter sich zu und verriegelte sie.
Als er nun hinausgegangen war, kamen die Diener; als sie aber sahen, dass die Türe des Obergemachs verschlossen war, sprachen sie: Gewiss bedeckt er seine Füße in dem kühlen Gemach!
Und sie warteten so lange, bis sie sich dessen schämten; und siehe, niemand machte die Türe des Obergemachs auf; da nahmen sie den Schlüssel und schlossen auf; und siehe, da lag ihr Herr tot auf dem Boden!
Ehud aber war entkommen, während sie so zögerten, und ging an den Götzen vorüber und entkam nach Seira.

Der König hatte also positiv gedacht, als ihm ein Geheimnis versprochen wurde, aber letztlich wurde er dann heimlich ermordet. Und seine Diener bemerkten es erst, als der Attentäter schon längst entkommen war. Auch in diesem Beispiel war es also für den König nicht die richtige Entscheidung gewesen, positiv zu denken.

Lasst uns nunmal das positive Denken auswerten, das an einer anderen Stelle in der Bibel beschrieben wird! In einer Weissagung von dem Prophet Jesaja steht geschrieben in Kapitel 47, Vers 8:

Nun aber höre, du Üppige, die sorglos thront, die in ihrem Herzen spricht: »Ich bin’s und sonst niemand! Ich werde nicht als Witwe dasitzen, noch erleben, wie mir die Kinder geraubt werden!«

Hier sehen wir nun auch wieder eine Form des positiven Denkens, das in unserer heutigen Zeit in ähnlicher Weise Anwendung findet. Man muss einfach nur denken, dass alles gut wird und gut bleibt. Immer schön positiv Denken. Immer glücklich sein über das, was man hat und fest daran glauben, dass es immer so bleiben wird, sodass man nicht etwa ein betrübtes Herz bekommt wegen dem Gedanke, es könnte schlimmer werden. Gott will ja, dass es uns immer gut geht, oder? Das ist nämlich das positive Denken, welches heutzutage bei uns propagiert wird. Man muss einfach daran glauben, dass keine schlimmen Dinge passieren werden, dann passiert auch nichts Schlimmes. Das ist das Menschenwort. Aber welche Worte sagt denn Gott zu jemandem, der fest davon ausgeht, es würde ihn doch sowieso kein Unheil treffen und er würde der sein, der alles kann und alles richtig macht? Ich denke, Gottes Antwort hätte eine starke Ähnlichkeit mit den Worten, die man in den Folgeversen liest. Es steht geschrieben in Vers 9:

Dennoch wird dir beides begegnen in einem Augenblick, an einem Tag: Die Kinder werden dir geraubt, und Witwe wirst du sein; mit großer Macht werden sie über dich kommen trotz der Menge deiner Zaubereien und der großen Anzahl deiner Beschwörungen.

Gott sagt also, dass genau das schlimme Unheil kommen wird, welches die Selbstgerechten immer verleugnen, die positiv denken und sich einreden, es würde doch sowieso nichts Schlimmes passieren.
Hätten sie nicht die ganze Zeit durch ihr irrsinniges positives Denken sich selber eingeredet, alles wäre gut und alles sei unter Kontrolle und es könnte doch sowieso nichts Schlimmes passieren, dann wäre ihr Herz vielleicht noch offen geworden für kritisches Denken, ja, für selbstkritisches Denken, das in die lebensrettende Buße leitet. Aber die, welche positiv denken und bei denen immer nur alles schön sein muss, die tun ja sowieso nie Buße. Und dank dem gerade gelesenen Text kennen wir nun auch das Ende solcher Leute, nämlich den völligen Verlust durch Gottes Gericht.

Und es gibt auch noch ein letztes Beispiel, das ich euch heute zeigen möchte, wo das positive Denken einem Mensch zum Verhängnis wurde. Dieses Beispiel sollte eigentlich soweit jedem bereits bekannt sein, darf aber trotzdem nicht fehlen. Bevor wir uns aber das positive Denken von der Situation anschauen, die ich meine, schauen wir uns erstmal einen Pessimist an, der über diese Situation überhaupt nicht positiv redete. Denn dieser jemand äußerte folgenden Spruch im ersten Buch Mose in Kapitel 2, Vers 17:

aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben!

Hier sehen wir nun also üblen Pessimismus. Wie kann der Sprecher nur so schlimme Worte reden? Man redet doch nicht vom Tod, oder? Davon werden die Leute nur verängstigt, und sowas mag keiner. Man soll doch niemals an den Tod denken, man muss lieber an etwas Schönes denken.

Und so kam es dann ja auch, dass eine Frau anfing, diese pessimistische Rede nicht mehr ernstzunehmen, sondern die Dinge lieber positiv zu betrachten. Und dies geschah, als sie auf einen Optimist traf, welcher viel schönere Worte zu ihr sagte als Gott, denn Gott hat ja echt schlimme Worte gesagt, über das Sterben und so.
Der Optimist aber, der in positivem Denken offensichtlich sehr geübt war, über den lesen wir in Kapitel 3, Vers 4 und 5:

Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!
Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!

Das ist doch mal wirklich positiv. An sowas will der Mensch viel lieber denken als an den Tod. Dass man gar nicht stirbt, ist viel erbaulicher und erfreulicher, als sich vor der sehr realen Gefahr des Todes zu fürchten. Und dann noch die anderen Sachen, die klingen auch toll. Selber Gott sein – das ist bestimmt super. Was für eine positive Verheißung! Das ist ja mal richtig erbaulich für das eigene Gemüt! Und dann gratis dazu auch noch Erkenntnis haben, die man vorher nicht hatte - das ist bestimmt spannend. Das macht einen Mensch ja richtig neugierig. Das muss bestimmt auch etwas Tolles sein, könnte man nun denken. Die Frau zumindest sah das alles positiv. Das merkt man nämlich daran, dass sie dann tatsächlich die Frucht der Erkenntnis des Guten und Bösen aß. Ihr positives Denken hatte sie dazu motiviert, inklusive dem tollen Aussehen der Frucht, denn die Frucht war eine Lust für die Augen. Und die Frau dachte auch dabei positiv, nämlich dass alles, was gut aussieht, auch gut sein muss.
Die Konsequenz des positiven Denkens der Frau war aber in dieser Lage keine bleibende Unsterblichkeit, und auch keine Göttlichkeit, sondern einzig und allein die Erkenntnis des Guten und Bösen in ihr, welche sie in den Tod führt, denn sie ist nur ein Mensch und gar nicht dafür gemacht, diese Art der Erkenntnis verkraften zu können.
Somit hatte auch in dieser Lage das positive Denken kein gutes Ergebnis hervorgebracht, sondern den Tod.

Und nachdem ich diese Dinge aufgezeigt habe, möchte ich, dass ihr mal in Ruhe darüber nachsinnt, welchen Stellenwert Positives Denken in eurem eigenen Leben hat, und wie viel oder wenig dies mit Gott zu tun hat.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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