Text zu "Predigt - Worte des Trostes"
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Hallo Leute und
willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In der heutigen
Predigt möchte ich in aller Deutlichkeit und unverblümt über ein
Thema reden, das oft unter den Menschen aufkommt, nämlich Trost.
Das Thema Trost
kommt deswegen oft unter den Menschen auf, weil sie
verwunderlicher-weise nur in ihren schweren Zeiten nach Gott fragen,
aber nicht, wenn es ihnen gut geht. Diese Heuchelei an sich ist für
Gott schonmal ein großes Ärgernis. Denn was soll man denn bitte mit
denen anfangen, die nur ankommen, wenn sie etwas brauchen, und sonst
nie? Solche kann man von vorn herein völlig vergessen, denn das
Reich Gottes ist kein Supermarkt. Aber das besonders Tragische ist an
der ganzen Sache, dass durch die Reaktion der sogenannten Gläubigen
sogar noch größere Heuchelei entsteht.
Denn wenn die Leiter
und Mitarbeiter von Glaubensgruppen merken, dass die Leute maximal in
einem betrübten Zustand ankommen, damit ihnen der Glaube irgendwas
für ihr Leben bringt, dann wollen die Leiter und Mitarbeiter sich
dies zunutze machen, um Menschen an sich selbst zu binden.
Normalerweise hat man als Verkündiger die Aufgabe, den Menschen
begreiflich zu machen, dass all ihre Probleme gering sind im
Angesicht der ewigen Strafe, welche sie um ihrer großen Schuld
willen erwartet, die sie vor Gott im Leben angehäuft haben. Wenn
aber Menschen eine weltliche Gesinnung haben, was ja fast immer der
Fall ist, dann kommen sie natürlich nicht mit der Absicht an, sich
über Gottes Wege belehren zu lassen, sondern sie haben vielleicht
ihren Arbeitsplatz verloren, oder ein geliebtes Familienmitglied,
oder sie fühlen eine Unzufriedenheit mit ihrem Leben insgesamt und
wollen einfach nur irgendwie glücklich sein, und deswegen kommen sie
an und suchen Trost. Dabei lassen sich die sogenannten Gläubigen nun
stark dazu verleiten, ihnen nicht die Wahrheit zu sagen, sondern
ihnen das zu geben, was sie wollen. Nämlich leere Hoffnung.
Wir sollen unser
Lebensglück gar nicht in dieser Welt suchen. Aber die weltlich
gesinnten Menschen auf der Suche nach Lebensglück kommen zu den
vermeintlichen Christen, und sie bekommen gesagt: „Wenn du Jesus
annimmst, dann findest du das wahre Glück in deinem Leben und alles
wird super.“
Denn die
vermeintlichen Christen denken sich: „Wenn der Mensch sich Hoffnung
macht, dass Jesus ihn glücklich werden lässt, dann kommt er
bestimmt in die Gemeinde. Und dann muss er auch Mitgliedsbeiträge
bezahlen.“
Oder wenn ein Mensch
in tiefer Trauer ankommt, weil er einen geliebten Mensch verloren
hat, und deswegen fängt er plötzlich an, nach Gott zu fragen, dann
sagen die vermeintlichen Christen: „Dein verstorbener geliebter
Mensch ist jetzt bei Jesus.“
Das sagen sie immer.
Selbst zu Ungläubigen und zu Menschen, die mit übelsten Sündern
verbunden waren, sagen sie das. Denn obwohl die Bibel uns eine ganz
eindeutige Liste an Menschen aufzählt, die mit Sicherheit niemals
das Heil Gottes sehen werden, schwatzen die vermeintlichen Christen
in jedem Fall davon, der verstorbene Mensch sei nun bei Jesus, denn
sie sagen bei sich selbst: „Wenn ich dem Mensch einrede, seine
verlorene Person sei bei Jesus, dann wird er vielleicht ruhiger. Und
dann hat sein Glaube an meine Worte eine tröstende Wirkung. Dadurch
kommt er bestimmt in die Gemeinde und bezahlt Mitgliedsbeiträge.“
Oder wenn ein Mensch
seine Firma oder seinen Arbeitsplatz verloren hat, was zwar ein sehr
herausfordernder Umstand im Leben ist, aber nicht schlecht ist laut
der Lehre von Jesus Christus, weil wir nämlich zu den Glückseligen
gehören, wenn wir Armut erdulden und trotzdem gläubig leben, da wir
sowieso keine Schätze sammeln sollen auf Erden, so werden die
vermeintlichen Christen trotzdem sagen: „Gott wird dir einen guten
Arbeitsplatz oder eine neue Firma geben.“
Während wir also
als echte Jesus-Nachfolger aufgerufen sind, überhaupt keine Dinge in
dieser Welt liebzuhaben, weil das ein Kind Gottes nicht tut, so
werden die vermeintlichen Christen im Namen Gottes falsche
Versprechungen machen und leere Hoffnungen erwecken, wodurch sie das
heilige Gebot gebrochen haben, dass man den Name Gottes niemals
missbrauchen darf, denn es bleibt nicht ungestraft. Die
vermeintlichen Christen merken das aber gar nicht, sondern sie sagen
zu dem betrübten Mensch, der seine Einkommensquelle verloren hat,
dass Gott helfen würde, weil sie sich denken: „Wenn der glaubt,
dass Gott ihm eine neue Beschäftigung gibt, dann kommt er bestimmt
in die Gemeinde. Und dann bezahlt er auch Mitgliedsbeiträge.“
Oder wenn ein Mensch
die Sünde liebt und sich weigert, die Gebote Gottes anzuerkennen
oder gar einzuhalten, weswegen er unweigerlich zum Tod verurteilt
ist, da er sich durch sein Verhalten selber verurteilt, und ein
solcher kommt zu den vermeintlichen Christen und will gesagt
bekommen, dass er gerettet wird, dann sagen die vermeintlichen
Christen: „Mach dir keinen Kopf! Wir werden allein aus Gnade
gerettet, Werke sind egal.“
Denn sie denken
sich: „Wenn ich dem jetzt sage, dass die Gebote Gottes entscheidend
sind, dann ist er bestimmt nur traurig und macht sich Sorgen, und er
will sowas auch gar nicht hören und wird sich dann von uns
fernhalten. Wenn ich ihm aber einrede, dass er sowieso Gnade hat,
dann freut er sich und fühlt sich gut, und dann kommt er bestimmt
auch in die Gemeinde und zahlt Mitgliedsbeiträge.“
Und wisst ihr, was
solche Leute antworten, wenn man sie auf die Finsternis anspricht,
die sie ausüben?
Sie werden sagen:
„Ich habe doch nur versucht, die Menschen zu trösten. Das ist doch
meine Aufgabe, dass ich Menschen zu trösten habe, denn es gehört
zur Nächstenliebe dazu!“
Darin besteht die
unausstehliche Heuchelei, dass sie sündigen und dabei so tun, als
würden sie richtig handeln. Es ist sehr abartig, und solche
gotteslästerlichen Verläufe passieren ständig überall auf der
Welt in dem sogenannten Leib Christi. Unter den Gottlosen gibt es
wenigstens noch ein paar Leute, die bekennen, dass sie Dinge tun,
welche vor Gott als Sünde zählen - und sie gestehen ein, dass es
nicht gut ist, haben aber keinen Glaube, der zur Buße leitet. Und
ich sage euch: Die Strafe, welche derartige Menschen zu erwarten
haben, ist kleiner als die Strafe für alle Christen, die tun, was in
Gottes Augen böse ist, und dabei behaupten, ihre Werke wären gut
oder in Liebe geschehen.
Und allein schon
dieser Fakt, dass derartige Dinge ständig, auf täglicher Basis, in
dieser Welt passieren, macht nicht nur unseren Vater im Himmel enorm
zornig, sondern es betrübt auch die Herzen von aufrichtigen
Gläubigen, die genau wissen, dass eben wegen solchen sündigen
Trostworten und leeren Hoffnungen, die in den Menschen erweckt werden
und von der Nachfolge Jesu fernhalten, sehr viele Menschen
verlorengehen.
Und deswegen wird
die Sehnsucht nach Trost umso größer, auch wenn man für gewöhnlich
in dieser Welt immer nur falsche Tröster findet.
Die Frage bleibt
bestehen, wie man das alles überhaupt verkraften soll, was hier auf
Erden abgeht. Es ist ja an sich schon eine wirklich unerträgliche
Last für den Geist, zu wissen, dass die Menschen außerhalb des
christlichen Glaubens unfassbare Schandtaten begehen und dass ständig
nur Unrecht, Schmerz, Enttäuschung und Betrug passiert, inklusive
einigen Gräueln, die so krank und entsetzlich sind, so abgrundtief
grausam und abartig, dass man lieber gar nicht erst davon zu reden
beginnt.
Aber wenn man sich
dann so ein bisschen für Gott zu interessieren beginnt, erweckt die
Sache ja auch nicht gerade Zuversicht. Denn es gibt nicht nur eine
Religion, sondern viele verschiedene, und jede sagt zu bestimmten
Themen etwas Anderes, am Ende aber schafft es gar keine Religion,
Menschenseelen zu retten. Und selbst, wenn man in den christlichen
Kreisen verkehrt, gibt es dort teilweise auch Leute, die sich
gegenseitig widersprechen. Und dann gibt es noch Leute, die unter
Christen ganz bewusst Verwirrung stiften, indem sie heilsrelevante
Gebote verleugnen oder Verse falsch auslegen, damit die Menschen in
der Sünde bleiben und verlorengehen, wie es der Fürst dieser Welt
gerne haben will. Andere hingegen wiegeln die Menschen gegeneinander
auf und provozieren Lästerungen und Streit. Und egal, ob man nun
eine verdrehte Lehre mit christlichen Wurzeln hört oder etwas
Abweichendes, wo Jesus fehlt oder komplett falsch dargestellt wird:
Jeder verkehrte Mensch glaubt, er selber hätte die Wahrheit erfasst
und alle anderen sind dumm.
Wie soll man bei all
diesen Chaos, welches enorm komplex ist, überhaupt noch wissen, was
nun richtig ist? Und wie soll man es aushalten, dass derartige
Zustände in der Welt herrschen, selbst wenn man gläubig werden
will?
Ich kann euch sagen,
wie man wissen wird, was letztlich richtig ist. In der Bibel steht
geschrieben im Buch des Propheten Jeremia, Kapitel 29, Vers 13:
Ja, ihr werdet mich
suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen
werdet.
Das hat Gott gesagt.
Obwohl Gott diese Worte zu den Israeliten sagte, die nach 70 Jahren
Gefangenschaft wieder zurück in ihr Heimatland geholt werden, bin
ich mir ziemlich sicher, dass Gott genau das Gleiche zu den heute
lebenden Menschen sagen würde. Ihr werdet Gott nicht finden, wenn
ihr euer ganzes Vertrauen auf Menschen setzt. Denn dann ist euer Herz
bei den Menschen. Ihr werdet Gott auch nicht finden, wenn ihr die
ganze Zeit ein heiles Leben in dieser Welt sucht. Denn dann ist euer
Herz bei dieser Welt. Gott sagt, dass ihr ihn findet, wenn ihr von
ganzem Herzen nach ihm verlangen werdet. Nach ihm. Denn die Menschen,
die dies nicht tun, weil sie überhaupt nicht nach Gott suchen,
sondern nach etwas Anderem, die landen dann immer bei wer weiß was
für abgedrehten und finsteren Irrlehren. Aber wenn ein Mensch
wirklich von ganzem Herzen Gott sucht, dann findet er ihn letztlich
auch. Es geht um euer Herz. Es geht darum, dass ihr euch von Herzen
anstrengt und euch persönlich auf den Weg macht, weil ihr eine
eigene Absicht gegenüber Gott verfolgt. Und es ist allgemein
bekannt, dass Jesus sagte, er selber ist der Weg zu Gott. Dieses
Zeugnis ist die Wahrheit. Und Jesus sagte auch, dass seine Schafe
daran erkennbar sind, wie sie auf seine Stimme hören, also nicht auf
die eines Fremden. Menschen, die wirklich Jesus lieben, werden auf
seine Stimme hören, aber nicht auf die Stimme eines Fremden, denn
sie vertrauen der Stimme von Fremden nicht. Sie hören nur auf die
Stimme von Jesus, sodass er sie dorthin führt, wo Gott ist.
Aber wie willst du
denn erkennen, ob die Stimme von Jesus in deinem Herzen ist, wenn du
Jesus nicht kennst, wie er wirklich ist? Wenn du Jesus nicht kennst,
kann jeder beliebige Geist zu dir kommen und behaupten, dir Worte
oder Anweisungen von Jesus zu geben, und du kannst keine Lügen
durchschauen, weil du die Wahrheit nicht lerntest. Und wie kannst du
meinen, du würdest zu Gott finden, wenn du Jesus nicht folgst? Es
gibt wahrhaftig keinen anderen Weg zu Gott. Bevor Jesus kam, war das
Judentum der echte Weg zu dem Gott, der die Himmel und die Erde
erschaffen hat. Nun aber müssen wir alle Jesus nachfolgen, um zu
Gott gelangen zu können. Das gilt bis ans Ende der Weltzeit, denn es
ändert sich nichts mehr daran.
Also, wenn jemand
Trost braucht, der daran kaputt geht, dass überall reichlich böse
Menschen auf dieser Welt sind, die Lügen verbreiten, und dass in
Gemeinden ganz gerne mal Verwirrung entsteht und falsche Lehren
geliebt werden, und es wird gefragt, wie man das aushalten soll, dann
lautet die Antwort: Es ist unmöglich, dies auszuhalten und zu einem
guten Ergebnis zu kommen, wenn man sich immer weiter daran beteiligt.
Man soll sich an Jesus klammern und nicht an das betrügerische Spiel
der Menschen. Wenn man bei Menschen Trost sucht, wird man betrogen.
Wenn man bei Jesus Trost sucht, findet man nur wenig Trost für die
Existenz in dieser Welt, denn Jesus hat angedeutet, dass die
Nachfolge unter Umständen sehr heftig werden kann, ja, dass wir
sogar eines Tages von allen Völkern um seines Namens willen gehasst
sein werden und unsere eigenen Familienmitglieder sich gegen uns
erheben. Aber auch, wenn die Wahrheit, die Jesus lehrte, nur
geringfügig tröstet, so gibt es wenigstens bei ihm keinerlei
Betrug. Und das ist ja auch schon etwas wert.
Man muss von der
bescheuerten Einstellung wegkommen, dass ein betrübter Mensch so
lange aufgeheitert werden soll, bis er wieder lachen kann. Denn Jesus
sagte: „Wehe euch, die ihr jetzt lacht!“
Er sprach einen
Weheruf über die Lachenden. Denn Jesus ist ehrlich zu uns und er
weiß, dass das Leben in dieser Welt eigentlich gar nichts
Liebenswertes an sich hat.
Wenn jemand um einen
verstorbenen Mensch trauert, ist es so, dass man ihm dann schon eine
gewisse Trauerzeit zugestehen muss, da es ja ein ziemlich
schmerzhaftes Loch ist, das im Herzen entsteht, wenn man plötzlich
ohne eine geliebte Person weiterleben muss, aber gleichzeitig muss
man sagen: Der Tod herrscht in dieser Welt. Wenn du dir erst um den
Tod Gedanken machst an dem Tag, an dem dein geliebter Mensch
gestorben ist, dann ist das zu spät. Du musst von Anfang an mit der
bitteren Gewissheit leben und umgehen können, dass deine geliebten
Menschen eines Tages sterben werden und du dann allein bist, und dass
auch du selber höchstwahrscheinlich den ersten Tod erleben wirst.
Sei in deinen Gedanken darauf vorbereitet, dass das Sterben in dieser
Welt geschehen wird, und fange nicht hinterher an, zu heulen und zu
jammern, als sei es etwas Ungewöhnliches! Es ist nicht schön, aber
es ist normal. Wir leben in einer Welt, in welcher der Tod herrscht,
gemäß dem ihm zugestandenen Wirkungsbereich. Sieh das bitte ein und
tue nicht so, als müsstest du niemals jemanden sterben sehen in
deinem Leben! Viel wichtiger ist aber, ob ein Mensch auch den zweiten
Tod erleiden wird, denn dieser ist es, der vermeidbar ist!
Darum bilde dir
nicht ein, deine Lieben würden sowieso in den Himmel kommen, egal
wie sie gelebt haben, sondern fördere unbedingt einen gerechten
Lebenswandel bei dir selbst und bei denen die du kennst, damit sie
vor dem zweiten Tod verschont bleiben!
Das ist die
Wahrheit, und mit dieser Wahrheit wird man weder die Herzen der Leute
gewinnen noch Geld verdienen, aber die Menschen werden letztlich ja
sterben und das Geld von dieser Erde gilt vor Gottes Thron überhaupt
nichts mehr. Also, falls du auf sowas Wert legst, frage ich dich: Was
nützt es dir als Christ, im Leben beliebt oder reich gewesen zu
sein, wenn du letztlich den zweiten Tod erleidest, zusammen mit
denen, die lauwarm genug gewesen sind, um den gleichen Blödsinn zu
glauben wie du, nämlich dass das Leben in dieser Welt schön sein
muss und Gott nur wie ein großer Teddybär ist, bei dem man sich
alles erlauben darf?
Wenn jemand die
Wahrheit glaubt, so wird dieser Mensch viel Widerstand und
Ausgrenzung von den anderen Menschen erleben. Unser Trost besteht
aber darin, dass Gott all diese Dinge sieht, und dass er selber nicht
so ist wie die Menschen. Wenn wir um der Gerechtigkeit willen leiden,
dann werden uns die Menschen dieser Welt nur noch einen zusätzlichen
Tritt in den Hintern geben. Gott aber hat Mitleid mit denen, die um
der Gerechtigkeit willen leiden, und ganz am Ende werden diese in das
ewige Leben eingehen, und Gott selbst wird alle Tränen abwischen von
ihren Augen. Es gibt keinen besseren Tröster als Gott, unseren Vater
im Himmel.
Deswegen sollten
wir, wenn wir Jesus aufrichtig nachfolgen, nicht zu den Menschen
rennen, um uns von ihnen mit ihren betrügerischen Worten vertrösten
zu lassen, sondern wir sollten uns vielmehr an das Motto halten,
welches auch König David hatte. Dieses lautet:
Das ist mein Trost
in meinem Elend, dass dein Wort mich belebt.
Dieser Trost ist
viel wahrhaftiger und reiner als das hinterhältige und heuchlerische
Geschwätz der Menschen. Unsere Konzentration soll auf dem liegen,
was Gott uns lehren ließ. Vor den Menschen ist Feindliebe verachtet,
vor Gott aber nicht. Vor den Menschen ist Vergebung verachtet, vor
Gott aber nicht. Vor den Menschen ist ein gottesfürchtiges Herz ein
Grund zum Schmähen, vor Gott aber nicht. Vor den Menschen ist ein
guter Ruf in der Gesellschaft bedeutsam, vor Gott ist er es nicht.
Von den Menschen wird Gewalt gefürchtet, von Gott aber nicht, und
bei ihm in seinem Reich, welches er Jesus übergab, gibt es auch im
Inneren gar keine Gewalt. Unter den Menschen sind Lügen und
Betrügereien nahezu an der Tagesordnung, aber nicht bei Gott.
Wir sollen uns auf
Gott konzentrieren und auf das, was bei ihm hoch angesehen ist. Denn
eine solche Gewissheit belebt und tröstet uns im Herzen, wenn wir
sowieso zu Gott wollen. Aber die Nichtigkeiten, die wir in der Welt
erleben, werden vergehen. Und das Unrecht, das in der Welt passiert,
ist vor Gott verachtet. Darum ist unser einziger Trost die neue Welt,
die Gott machen wird, aber in dieser jetzigen Welt gibt es keinen
Trost, der wirklich das Leben schöner macht, ohne dass man sich
selbst betrügt.
Die Menschen
versuchen sich selbst zu trösten, indem sie alles verdrängen, alles
von sich wegdrücken, was sie nicht wahrhaben wollen. Aber so richtig
funktioniert hat das noch nie. Die Leute wollen dadurch getröstet
werden, dass man vor ihnen schöne Worte redet, ganz egal, ob das
überhaupt stimmt oder nur frei erfunden ist. Aber welches Zeugnis
geben denn solche Menschen von sich selbst durch ihr Verhalten, wenn
nicht das Zeugnis, dass sie offenkundig in Lüge leben?
Welches Ende finden
denn alle Menschen, die Lügner sind? Man ist auch dadurch ein
Lügner, dass man Lügen, die einem über Gott oder Jesus oder Gottes
Wille erzählt wurden, im eigenen Herzen festhält und behauptet, es
müsse die Wahrheit sein.
Darum besteht der
Trost eines wahren Gläubigen darin, dass er es schafft, loszulassen
von allem, was entweder gelogen ist oder was zwar nicht direkt eine
Lüge ist, aber was vergänglich ist und ohnehin der eigenen Hand
entweichen wird. Denn in dem Moment, wo du an etwas Vergänglichem
festhältst und dir selbst einredest, du würdest es behalten können,
bist du ja schonwieder ein Lügner. Alles, was an das Leben in dieser
Welt gebunden ist und dich nicht heiligen kann, das ist belanglos.
Sei es nun eine Wissenschaft, ein tolles Hobby oder ein großartiger
Rang, für den du schuften musstest, oder sonst irgendwas Anderes.
Ich sage euch jetzt
mal, was der einzige überhaupt reale Trost ist in dieser Welt: Dein
einziger Trost in dieser kaputten und zutiefst bösen Welt, in der du
bist, und in der du zwangsläufig Unrecht und Schmerz erleiden wirst,
besteht darin, dass dein Herzschmerz geringer sein wird, wenn du
hundertprozentig mit Jesus gehst. Die Christen, die am schlimmsten
leiden, sind die Verdrehten und die Lauwarmen. Auch Paulus war ein
übelst verdrehter Christ, deshalb hat er viel gelitten. Je besser du
die Gebote hältst, desto mehr Schutz kann Gott über dein Leben
gebieten, und dadurch erleidest du insgesamt weniger Schaden,
besonders wenn du fähig bist, dich mit geringem Besitz zufrieden zu
geben. Lasse komplett Gottes Wille geschehen in deinem Leben, richte
deine Taten und Äußerungen danach aus! Dann wird dein Leben zwar
auch nicht wunderschön, aber es wird frei von Betrug sein und frei
von unnötigen Enttäuschungen. Blicke der Wahrheit in die Augen,
nämlich dass man innerhalb dieser Welt nichts wirklich Gutes zu
erwarten hat, sondern nur gut Aussehendes. Das Wahrhaftige gibt es
erst, wenn man bei Jesus und Gott sein darf, fern von dieser kranken
Welt, in der du gerade bist. Und höre auf, deinen eigenen Dickkopf
und dein verkorkstes und völlig gottloses Denken durchdrücken zu
wollen! Beharre nicht auf dem, was dir selbst toll vorkommt, aber
dich verächtlich macht vor dem Angesicht Gottes! Verwerfe dein
eigenes Ego und deine unheiligen Lüste! Lebe mit dem Gedanke, dass
du nicht zum Genuss in dieser Welt bist, sondern als ein Diener bzw.
eine Dienerin, um die Dinge in Barmherzigkeit zu erledigen, die
erledigt werden müssen, zur Ehre Gottes. Denn wir sollen als treue
Knechte befunden werden, die mit einer gerechten Gesinnung auf alles
reagierten, was ihnen begegnete, da sie Gottes Wille lernten und
taten, sich über Schwache und aufrichtig Suchende erbarmten, aber
den Verführern ins Angesicht widerstanden, egal ob ein Verführer
nun in Form von einer Schreckgestalt zu uns kommt, oder verkleidet
als wunderschöner Engel!
Wer in seinem
eigenen Ego lebt und nach seinen Lüsten wandelt, der bleibt im Leben
doch die ganze Zeit unerfüllt und wird immer verzweifelter, weil er
immer weiter meint, er würde hier eine wahrhaftige Erfüllung finden
können und hätte sie nur noch nicht entdeckt. Und obendrein erntet
er nach dem körperlichen Tod dann noch ewiges Leiden aufgrund seiner
eigentlich völlig unbegründeten Selbstliebe, durch welche er Gott
provoziert und verachtet hat. Wer aber sein Ego und seine Lüste
loswerden will, um in der ganzen Lehre von Jesus zu leben und Gott
nicht ins Angesicht zu beleidigen, der hat genau so wenige
ausfüllende Momente wie die Gottlosen, eventuell sogar weniger, aber
er wird nach dem Tod ein ewiges Heil schauen, das er um seiner
Selbstlosigkeit willen verdient, und alle alten Fehltritte werden von
Jesus getragen, wenn man in Jesus ist. Es gibt nichts Besseres, als
sich selbst zu reinigen, sodass man eines besseren Lebens würdig ist
als des Lebens in dieser Welt, wo ewiges Heil unmöglich ist dank dem
Bösen. Darum reinige dich selbst nach Gottes Maßstäben, nicht nach
deinen eigenen, denn dies ist deutlich nützlicher, als dieses Leben
hier haben zu wollen, bei dem dir eine Zumutung nach der anderen
begegnet, während nichts, aber auch wirklich gar nichts davon auf
ein lohnendes Ziel hinausläuft, sondern alles in Nichtigkeit endet.
Jeder Mensch ist gewissermaßen auf seinem eigenen Lebensweg und soll
auch frei sein, genau den Weg zu gehen, den er als gut erkannt hat.
Das wirklich Gute findet aber der Mensch nicht aus seiner eigenen
Klugheit heraus, darum sollte sich der Mensch eigenständig mit
Gottes Definition von Gut und Böse beschäftigen. Und auch, wenn man
mit Jesus geht, erlebt man immernoch Zumutungen, aber sie geschehen
nicht mehr ohne zu erwartenden Lohn, da Jesus sagte: „Glückselig
seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch
jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! Freut euch und
jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel.“
Es gibt wenn
überhaupt nur im Himmelreich wahre, dauerhafte, liebenswerte und
angenehme Erfüllung. Und der Grund, warum dies dort vorhanden ist,
besteht allein darin, dass dort jeder den Wille Gottes bedingungslos
einhält. Hier in dieser Welt kann man soetwas nicht finden.
Es ist egal, wo man
Trost und Erfüllung sucht in dieser Welt. Am Ende alles vergeblichen
Suchens steht die Erkenntnis, dass es in dem Leben, das wir in dieser
Welt haben, weder echten Trost noch dauerhafte Freude gibt. Und wer
dies eingestehen kann, den tröstet diese Erkenntnis am Ende
vielleicht sogar stärker, als ein Mensch getröstet wird, der immer
nur jammert wegen den Dingen, die er haben will und doch niemals
haben wird, aber der mit geistlosem Geschwafel ermutigt werden soll.
Wenn nach einem
schlimmen Ereignis jemand sagt: „Streng genommen war es gar nicht
anders zu erwarten!“,
dann ist das im
ersten Moment vielleicht nicht sonderlich erbaulich. Ich sage euch
aber, dass jeder Mensch, der sich freut, wenn er die Wahrheit gesagt
bekommt, dadurch stärker getröstet wird als wenn ihm von
gedankenlosen Heuchlern immer nur ganz pauschal gesagt wird: „Alles
wird gut. Du musst immer positiv denken!“
Ehrlichkeit kann,
wenn man ihre Schönheit erkennt, viel tröstender wirken als leere
Hoffnungen und falsche Versprechungen, oder geistlose
Aufmunterungsversuche und plumpe Beschönigungen. Und während
Menschen nicht ehrlich sind, ist Gott durch vielerlei Worte in der
Bibel die ganze Zeit ehrlich genug, uns aufzuzeigen, was Sache ist.
Jeder Mensch aber, der in Ehrlichkeit keinen Trost sehen kann, ist
sowieso untauglich für das Reich Gottes, denn es ist gewiss, dass es
im Reich Gottes weder Heuchelei noch stumpfsinnigen Optimismus gibt,
der auf Selbsttäuschung basiert.
Danke für's Zuhören
und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus
Christus mit euch sein!
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