Text zu "Herzfeuer Predigt: Aus Gnade errettet"
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Es brennt mir sehr auf dem Herzen, davon zu reden, inwiefern gläubig gewordene Menschen aus Gnade errettet wurden. Deswegen werde ich diese Sache, die wie üblich von beinahe niemandem angenommen und festgehalten wird, heute in aller Deutlichkeit zum Ausdruck bringen. Und ich tue das nicht, weil ich so naiv wäre, zu glauben, dass die Menschen die Wahrheit annehmen würden, sondern ich tue es allein deshalb, weil ich deutlich spüre, dass es der Wunsch meines Königs Jesus ist, dies zu predigen, unabhängig vom zu erwartenden Ergebnis.
Vielleicht haben einige Menschen schon selbst die Feststellung gemacht, dass der Lebensinhalt eines Menschen ohne Jesus deutlich anders ist als der Lebensinhalt eines Menschen, der darauf bedacht ist, Jesus ernstzunehmen. Schon der allgemeine Tagesablauf eines Menschen ohne Jesus weist Unterschiede auf. Und ein Mensch ohne Jesus hat andere Wertmaßstäbe, sofern bei einem solchen überhaupt welche vorhanden sind. Ein Mensch ohne Jesus urteilt und entscheidet nach anderen Kriterien, wenn er zum Handeln genötigt ist. Ein Mensch ohne Jesus hat Gewohnheiten, die ein Jesus-Nachfolger nicht oder nicht mehr hat, und Hoffnungen, die man durch die Nachfolge Jesu als Torheit erkennt. Um das alles mal ein bisschen greifbarer zu machen, nenne ich nun einige Beispiele.
Menschen ohne Jesus kommen sehr leicht zu der Ansicht, dass man stolz auf sich selbst sein soll und dass man sich Gründe erarbeiten muss, weswegen der eigene Stolz berechtigt ist. Menschen ohne Jesus erhoffen sich Erfüllung von möglichst viel unverbindlichem Geschlechtsverkehr oder allgemein dem Ausleben des Geschlechtstriebes, und sie klammern fast unerschütterlich an dem Gedanke, dass dies mit zu dem Besten gehört, was man jemals haben kann und was man haben muss. Menschen ohne Jesus kämpfen darum, ihr eigenes empfundenes Recht geltend zu machen, wenn es sein muss auch unter Anwendung von Gewalt oder durch ständige Streitereien und übertriebenes Geschimpfe gegen andere, und einige sind sogar darauf aus, alles niederzumachen, was von ihnen als Bedrohung oder Konkurrenz wahrgenommen wird. Menschen ohne Jesus können sich nicht vorstellen, dass es fluchbringende Dinge bzw. Tätigkeiten gibt und lassen sich in völliger Leichtfertigkeit auf so manche zwielichtige Sachen ein, die es mindestens um Gottes willen eigentlich zu vermeiden gilt, besonders, wenn sie von engen Freunden dazu verleitet werden. Denn sie erwarten, dass es ohne Auswirkungen bleibt oder dass nichts Schlimmes passiert, und man ist ja schließlich auch neugierig und will obendrein die eigenen Freunde bzw. Freundinnen nicht enttäuschen. Menschen ohne Jesus haben oft Angst vor tyrannisch auftretenden Leuten, egal in welcher Gemeinde auch immer sie sind, weil ihnen die Grundlage fehlt, die sie darin bestärkt, etwas Ehrenwerteres anzustreben als die Herrschaft des Stärkeren in der Gruppe, und durch ihre unterschwellige Angst versinken sie in Gehorsam gegenüber Personen, die Zorn, Heimtücke und Niedertracht als Druckmittel benutzen. Menschen ohne Jesus setzen ihr Vertrauen auf Geld und denken nicht selten, dass es in diesem Leben hauptsächlich darum geht, möglichst viel Geld zu haben, um Sicherheit zu gewinnen und sich eigene Träume zu erfüllen.
Und wenn man die Betroffenen darauf anspricht, dass an derartigen Eigenschaften eigentlich gar nichts gut ist, sondern dass es sich mindestens aus himmlischer Sicht um allerlei verwerfliche Dinge handelt, dann muss man definitiv darauf gefasst sein, dass sie auf eine ungehaltene oder sogar unverschämte Weise antworten werden.
Ich behaupte nicht, dass auf absolut jeden Mensch ohne Jesus jedes einzelne dieser Details unbedingt zutrifft, aber ich kann garantieren, dass mindestens einer der genannten Punkte bei den Menschen zu finden ist, die Jesus nicht nachfolgen, oder die lauwarme Christen sind, was ja im Kern auch nichts Anderes ist als ungläubig zu leben.
Wenn man sich nun den Inhalt vom Leben eines Menschen anschaut, der nicht Jesus nachfolgt, dann wird man bemerken, dass dieser Mensch nicht nur in Ewigkeit verloren geht, was an sich ja schon so bedauerlich ist, dass man bereits deswegen vielleicht doch lieber umdenken sollte, sondern dass auch das Existieren in dieser Welt für solch einen Mensch viel mehr eine Belastung ist, als eine Bereicherung zu sein. Es ist zermürbend und frustrierend, ständig nur dem eigenen Ruf hinterher zu eifern und auf Krampf Stolz aufzubauen. Es ist völlig nutzlos, Erfüllung in möglichst ausschweifender sexueller Lust zu suchen, denn man stumpft dadurch nur immer mehr ab und verliert mit der Zeit jegliche Empfindungsfähigkeit. Es ist ätzend, unter gewalttätige oder niederträchtig sprechende Sünder gedemütigt zu sein, besonders wenn sie sich niederträchtig verhalten unter dem falschen Vorwand, sie würden dadurch Anstand und Respekt verteidigen. Als Jesus-Nachfolger weiß man, dass die wertvollen Menschen jene sind, die sich gar nichts auf sich selber einbilden und keine sinnlosen Zwänge ernstnehmen, aber ein Mensch ohne Jesus kennt die Freiheit in Christus nicht, die darin besteht, dass außer dem korrekt angewendeten Gesetz Gottes überhaupt nichts für uns verpflichtend ist, also keinerlei Menschengebote. Und es ist wirklich widerlich und bedrückend für das Herz des Menschen, wenn er unter scheinmoralische Menschengebote fällt. Es ist ebenso ein mieser Zustand, wenn man den Eindruck hat, immer nur kämpfen zu müssen und sich für die eigenen empfundenen Rechte andauernd wieder stark machen zu müssen, denn es erschöpft sehr und man erleidet auch den einen oder anderen Rückschlag, der einem dann schwer zusetzt. Solche Leute, die ständig nur am Kämpfen sind, kommen irgendwie nie zur Ruhe. Und einige von denen haben sogar Angst davor, zur Ruhe zu kommen und müssen immer mit irgendwas beschäftigt sein, weil sie sich davor fürchten, in stillen Momenten vielleicht so langsam zu realisieren, wie sinnlos und leer ihr ganzer Lebensinhalt eigentlich ist und dass sie sich nur die ganze Zeit selber kaputtspielen. Je mehr man kämpfen will bzw. sich zum Kämpfen genötigt sieht, desto mehr Situationen provoziert man dadurch, in denen man Stress hat und sich ständig wieder mit Leuten herumärgern muss. Es ist ein potenziell endloser Kreislauf. Und je mehr sich ein Mensch selbstsüchtig benimmt und das eigene Verhalten nicht prüft, desto häufiger wird er Menschen von sich abstoßen, die es vielleicht gut mit ihm meinten, und vereinsamt dadurch. Ähnlich ist es, wenn man sich vor allen zur Schau stellen will, denn man erntet dadurch nicht selten Schmach, besonders von denen, die neidisch sind. Und das Schlimmste ist ja, je mehr Sünden man tut, dass dann die Anrechte des Bösen umso größer werden, und das Ergebnis dessen ist ein immer bedrückenderes Gefühl im Inneren, eine immer mehr zunehmende Finsternis im Herzen, die den Mensch geistlich aufzehrt, bis es endgültig zu spät ist, denn der Lohn der Sünde ist der Tod.
Nun ist es natürlich nützlich, zu begreifen, was für ein widerliches Leben das ist, wenn man Gott und Jesus missachtet, auch wenn die Betroffenen das nie und nimmer eingestehen und stattdessen nach außenhin immer mit aller Kraft den Eindruck vermitteln wollen, sie wären glücklich und würden alles richtig machen, so als hätten sie eine Freiheit, die wertvoll sei. Aber wenn man begreift, welch eine Nichtigkeit damit einhergeht und wie schädlich ein Leben in den sündigen Dingen besonders für den Mensch ist, der darin feststeckt, dann kann man die Bedeutung der sogenannten Errettung aus Gnade verstehen. Wenn nämlich ein Mensch ernsthaft an Jesus gläubig wird und ihm nachfolgt, dann ändert sich nach und nach der gesamte Lebensinhalt. Dinge, von denen man sich vorher Erfüllung versprach, will man plötzlich verwerfen, und man empfindet Freiheit dadurch, dass man sie loslässt. Dinge, die man für etwas Gutes hielt, kann man plötzlich als etwas Fragwürdiges erkennen. Was man zuerst begehrte, wird als etwas völlig Überflüssiges offenbart. Daraus ergibt sich ein neuer Lebensstil. Eine ganz andere Art, wie man die restliche Zeit auf dieser Erde zubringt. Und genau das ist mit der Errettung gemeint, die aus Gnade geschieht. Der Mensch wurde aus einem Lebensstil herausgerettet, in welchem er sich selber kaputtspielte und überhaupt keinen Gewinn in irgendeiner Weise davongetragen hätte, und er wurde hineinversetzt in einen anderen Lebensstil, in welchem das Elend gar nicht so extrem werden kann wie vorher, auch dann nicht, wenn der Mensch eine herausfordernde Zeit durchläuft. Es ist ein Lebensstil, bei dem himmlische Weisheit eine Rolle spielt, ein Lebensstil, in dem man sich jemandem anvertrauen kann, der schlauer ist als man selbst und das Beste für einen will. Man muss nicht mehr selber kämpfen, man muss sich nicht gegen andere Menschen durchsetzen oder Leistungsansprüche irgendwelcher Leute erfüllen, sondern man lässt sich im Herzen fallen in die sanftmütigen Hände von Jesus Christus und lauscht den Dingen, die ihm als wertvoll gelten, damit man sich künftig nach diesen ausstreckt. Und bei Jesus ist es auch nicht schlimm, wenn man am Anfang noch einige Fehler macht und Dinge erst lernen muss. Man darf es immer wieder neu versuchen, bis es klappt, und man erhält viel Vergebung, so lange man weiter mit dem Herzen dabei ist und wenigstens einen Teil des Gelernten schon praktisch anwendet. Zwar ist Jesus keiner, mit dem man sich ganz normal unterhalten kann wie mit jedem beliebigen Mensch in dieser Welt, und man sieht ihn nicht täglich vor sich, aber man kann dennoch wahrnehmen, dass dieser mächtige König, der vom Himmel aus regiert, wie Gott es ihm gegeben hat, in das Leben seines Volkes eingreift, und wie er den von Gott als Erbe erhaltenen Heiligen Geist benutzt, um uns die richtigen Impulse zu geben. Zwar wird der Glaube angefochten, wenn man ihn einmal gefunden hat, aber man ist ja nicht gezwungen, den Anfechtungen zu unterliegen, sondern kann feststehen auf dem Fundament, das man findet, wenn man sich mit Jesu Worten auseinandersetzt. Das ist dann eine ganz neue Art, durch das Leben in dieser Welt zu gehen. Und dadurch, dass der Mensch in seinem neuen Lebensstil keine Dinge mehr tut, die Selbstzerstörungspotenzial haben, werden auch keine daraus folgenden Probleme mehr entstehen, sondern stattdessen hat man ein erheblich gesteigertes Maß an Frieden. Man ist in einen Lebensstil hineinversetzt worden, der gesund und hoffnungsvoller ist als der vorherige. Denn wer mit Jesus geht, der verzichtet um der Heiligung willen auf all das verderbliche Zeugs, das er vorher tat, und wird die Erfahrung machen, dass dadurch das allgemeine Lebensgefühl besser wird als vorher, dass er Kraft im Inneren hat, die vorher nicht da war, und auch Trost, den es nirgendwo anders zu finden gibt.
Und wenn man das miteinander vergleicht, also den alten Lebensstil in Gottlosigkeit, und den neuen Lebensstil, wo man Jesus als den von Gott gegebenen Retter anerkennt, dann wird jeder Betrachter sagen: „Dieser Mensch wurde gerettet. Er hat jetzt ein besseres Leben als vorher.“
Denn der Inhalt des alten Lebens war der, dass der Mensch sich ständig selber Probleme verursachte durch sein schlechtes Handeln, und sobald er stirbt, ging es für ihn ganz sicher ins Totenreich und nach Gottes Gericht dann in den ewigen Feuer- und Schwefelsee. Jetzt aber ist er hineingerettet worden in einen anderen Lebensstil, bei dem er sich selber kaum noch ernste Probleme verursachen wird, weil er all die Dinge mit Selbstzerstörungspotenzial nicht mehr tut. Dadurch bleibt ihm einiges an seelischem Elend und an irrsinnigen Lebensmomenten erspart, und wenn er es durchhält, mit Jesus auf dem Weg zu gehen, dann wird er nach dem Tod, sobald Gottes Gericht vorbei ist, sogar in Ewigkeit das Heil Gottes schauen und all das empfangen, was großartiger ist als das Irdische. Das ist eine Form der Errettung innerhalb unserer jetzigen Welt, und diese geschieht aus Gnade, nämlich weil Gott sich gnädig zeigt.
Wenn man aber verstehen will, warum es bereits Gnade ist, wenn ein Mensch aus einem verderblichen Lebensinhalt befreit wird, um stattdessen einen Lebensinhalt zu haben, der vielleicht manchmal anspruchsvoll ist, jedoch gleichzeitig heilbringend ist und den Frieden der eigenen Seele fördert, dann muss man versuchen, die Sache aus Gottes Sicht zu bewerten. Gott ist vollkommen gerecht und liebt Gerechtigkeit. Gott prüft die Herzen und reagiert auf das, was Menschen als ihren eigenen Wille erkennbar machen durch ihr Verhalten, und zwar von Kindheit an. Wenn nun Gott bei einem Mensch sieht, dass dieser Mensch Lust hat an der Sünde, und wenn jener sogar mit Spott oder Beschimpfung darauf reagierte, als jemand ihn tadelte und die verkehrten Werke des Menschen ganz offen kritisierte, und wenn einer verlacht wurde, der von Gottes Geboten erzählte, dann wäre es nichts Anderes als reine Gerechtigkeit, wenn Gott den sündigen Mensch in seine verderbliche Gesinnung dahingibt und ihn einfach seine Schande treiben lässt, ohne ihn zurückhalten zu wollen, aber eben auch ohne ihn zu versorgen, wenn er dann die sprichwörtlichen Früchte seiner Taten erntet, indem er völlig frustriert wird, oder depressiv, oder körperlich krank oder unfähig, noch klare Gedanken zu fassen oder wenn er die Kontrolle über sich selbst verliert. Denn der Mensch hat solche Ergebnisse selbst herbeigeführt, indem er Freude hatte an verderblichen Taten und bösen Gedanken, und so hat er sich selbst verdorben, obwohl es längst erkennbar gewesen war für diesen Mensch, dass Gott dies alles keineswegs befürwortet und für ihn etwas Anderes vorgesehen hatte, aber es war dem Mensch egal, und der Mensch meinte, alles besser zu wissen. Rein theoretisch wäre es nur gerecht, den Mensch in sein Verderben laufen zu lassen, das er unbedingt haben will, und ihn dann auch bis zum Ende seines Lebens unter dem Elend leiden zu lassen, das er sich selber dadurch eingebrockt hat. Und obwohl dies alles zweifellos gerecht wäre, ist Gott doch voller Gnade, sodass er in dem Moment, wo ein Mensch sein Herz dafür öffnet, umzukehren, nicht einfach sagt: „Für dich ist es zu spät, du sollst weiter leiden unter dem, was du dir selbst angetan hast durch eigensinniges und halsstarriges Wandeln in der Sünde!“
So richtet Gott nur über Menschen, die keine Umkehr kennen. Wer aber ablassen will von den Sünden, der wird aus lauter Gnade zu einem besseren Lebenswandel geführt, und die Konsequenzen aus seinen vorher begangenen Sünden werden ihn bei weitem nicht mehr so schlimm plagen wie vorher. Das ist ein Akt, der aus Gnade geschah, obwohl es eigentlich die größere Gerechtigkeit wäre, den Mensch einfach zurückzulassen in der Schande, für die der Mensch selbst verantwortlich ist. Wenn man weiß, dass ein Mensch durch Eigenverschulden und Widerspenstigkeit in einen schlimmen Zustand geriet, dann benötigt man ein großes Maß an Gnade im eigenen Herzen, um zu sagen: „Also gut ... ich helfe dir trotzdem da raus, weil du einen reumütigen Eindruck machst!“
Ohne Gnade könnte man sich zu sowas nicht überwinden, sondern würde einfach sagen: „Jeder bekommt, was er verdient!“ und damit wäre man fertig und würde sich nicht weiter um den Fall kümmern. Gott aber ist gnädig, und darum wird er sich denen zuwenden, die den Anschein erwecken, dass sie bußfertig sind bzw. geworden sein könnten, weil Gott den Menschen allezeit helfen will, aus dem schlechten Lebenswandel herauszukommen und in den besseren Lebenswandel hineinzufinden, der, wenn er bis zum Ende vollzogen wird, sogar als Lohn ewiges Leben mit sich bringt. Das ist damit gemeint, wenn zu Menschen, die vorher in tiefer Finsternis wandelten, jetzt aber Jesus nachfolgen, gesagt wird: Aus Gnade seid ihr errettet. Denn was würde es diesen Leuten bringen, wenn sie jetzt immernoch in ihrer Finsternis leben würden und Jesus nie gefunden hätten, um sich für ihn zu entscheiden? Es wäre die Fortführung eines Lebens in völliger Verlorenheit. Genau so haben jedoch alle Menschen ihre Errettung rückgängig gemacht, die zuerst Jesus fanden, aber danach wieder in ihren finsteren Lebensinhalt zurückgekehrt sind. Bei solchen war die Gnade Gottes, die schon stattgefunden hatte, ein weiteres Mal vergeblich.
Um aber den sehr ernüchternden Verlauf zu verhindern, dass der Mensch aus dem besseren Lebenswandel herausgerissen werden kann und wieder in den schlechten zurückfällt, muss man sich der durchaus bitter anmutenden Tatsache bewusst werden, dass es jemanden gibt, der nicht aufhören wird, die Menschen erneut ins Verderben locken zu wollen. Bei diesem jemand handelt es sich obendrein leider nicht nur um einen kleinen Wurm, der sich hilflos am Boden windet und kaum allein zurecht kommt, sondern es handelt sich um den, welcher ein so enormes Machtmandat von Gott überlassen bekam, dass man wahrhaftig redet, wenn man ihn als den obersten Fürst dieser Welt bezeichnet, der die ganze Erde in seinem Würgegriff hält und Anrechte bekommt an allen Lebewesen, die in die Sünde fallen. Deswegen versucht er natürlich, von seinen Dienern alles in die Sünde ziehen zu lassen, was irgendwie in seinem Herrschaftsbereich herumläuft, also hier in dieser Welt, und am leichtesten erreicht er das, indem er Menschen mit gotteslästerlichen Gedankengängen übersäen lässt. Es kommen ständig Anfechtungen gegen den Mensch auf, die seine Gedankengänge verderben sollen. Als gottloser Mensch muss man sich um so einen Kampf keine Gedanken mehr machen, weil man ihn ja sowieso schon verloren hat. Man erliegt dann einfach dem schleichenden Verderben, und viele versuchen es auch auszublenden, solange bis sie ganz und gar zuschanden geworden sind. Aber als Jesus-Nachfolger muss man darauf achten, die Gedanken rein zu halten, damit man nicht von den unsichtbar agierenden Knechten des Fürsten dieser Welt zu Fall gebracht wird. Denn diese Gefahr ist viel realer, als es einem lieb wäre. Und dieses Elend wird man, solange man im Fleisch wohnen muss, leider immer haben. Es gibt niemanden auf der ganzen Welt, der von Anfechtungen durch schlechte Gedanken verschont bleibt. Man wird das immer haben, solange man in dieser Welt lebt. Man wird ständig damit belastet, solche Gedanken angetragen zu bekommen, zum Beispiel dass man Dinge verharmlosen soll, die Sünde sind, um sich selbst in Doppelmoral zu rechtfertigen, oder dass man sündigen soll, um Genuss zu haben, oder dass man Worte verdrehen soll, die direkt von Gott kommen und keineswegs verdreht werden dürfen, um Gebote mit ruhigem Gewissen für völlig bedeutungslos zu erklären. Man wird ständig, ohne Unterlass, mit Gedanken angegriffen, die einen Mensch dazu treiben sollen, wichtige Dinge auf die leichte Schulter zu nehmen, oder zu glauben, man hätte sich geirrt, als man durch Jesu Anleitung zur Wahrheit geführt wurde, oder zu glauben, man müsste sich Gedanken machen um den eigenen Ruf, oder um das eigene Geld, oder um die eigene Lebensfreude, oder man müsste Menschen bekämpfen, die sich feindlich benehmen, oder man müsste Sicherheit für die eigene Zukunft in der jetzigen Weltzeit erlangen, oder sonstige andere gottlose Gedankengänge in großer Vielfalt. Diese Belastungen der Gedanken hören leider niemals auf, darum ist es umso wichtiger, dass man sich genau daran erinnert, aus welchem Grund man eigentlich Widerstand leistet gegen schlechte Gedanken, mit denen man belästigt wird, wie wenn im Unsichtbaren jemand feurige Pfeile auf die Menschen schießt. Denn diese Pfeile fliegen immer weiter. Dagegen kann man leider gar nichts tun. Es gibt kein Mittel, um zu verhindern, dass diese abgeschossen werden und einen treffen. Aber man widersteht mit eigener Gedankenkraft, weil Jesus und die Herrlichkeit seines Gottes und Vaters kostbarer ist als alles in dieser Welt. Jesus ist das alles wert, dass man ständig im Widerstand ist gegen verkehrte Gedanken, sobald sie auftreten. Und man bekämpft die Gedanken erfolgreich, indem man sie filtert, und sie bewertet, und allezeit an das denkt, was man stattdessen wirklich will. Als echtes Kind Gottes will man Heiligkeit, man will geistlich leben, man will rein sein, man will dem Sohn Gottes ähnlich sein. Sonst nichts. Man will sich weder belügen noch täuschen lassen, so als wäre etwas schön, was in Wahrheit gar nicht schön ist. Deswegen bewertet man Gedanken. Und jedes Mal, wenn schonwieder ein irreführender oder ekelhafter oder zerstörerischer Gedanke kommt, dann wirft man ihn gedanklich weg. Man kennzeichnet ihn für sich selbst als Müll, und man verabscheut böse Gedanken und lässt sich nicht davon hinreißen. Das tut man einfach so. Weil man es kann. Man ist Herrscher über die auftretenden Gedanken, um sie auszusortieren, wie es sich gehört, nämlich so, wie es dem Wille Gottes entspricht, damit man nicht in den Irrglaube verfällt, dass irgendeine sündige Tat, egal welcher Art, sich lohnen würde. Denn es gibt viele verschiedene Arten Sünde, aber keine ist von Gott erlaubt. Schlimm dran sind jedenfalls alle, die gar nicht die Absicht haben, heilig zu leben, sondern denen es in ihrem Herzen ein Anstoß wäre, dies zu tun. Denn diese sind es, die in einem gedanklichen Kampf sofort untergehen, weil sie Lust an der Sünde haben. Jeder, dem eine Sünde gefällt, der kommt nicht davon los. Erst, wenn man die Sünde ganz ohne Selbstbetrug ernsthaft zum Kotzen findet und sie gar nicht will, dann kann man auch die gedanklichen Anfechtungen abwehren, die der Fürst dieser Welt den Menschen immer wieder zumutet. Und nur, wenn man die Sünde wirklich hasst, ist auch das Abwehren von schlechten Gedanken eine leichte, weitesgehend unkomplizierte Sache. Denn sündige Gedanken können nur dann schwer abzuwehren sein, wenn sie einen Reiz haben, auf den der Mensch anspringt. Das sollte man sich bewusst machen und darf es nicht vergessen. Wenn mir jemand etwas vor die Nase hält, woran ich grundsätzlich kein Interesse habe, dann kann ich damit gar nicht verlockt werden. So ist es auch mit den Gedanken. Wer sich darauf ausruhen kann, keine Lust an der Sünde zu haben, der findet Frieden und für diesen ist auch der geistige Kampf maximal einfach. Denn der geistige Kampf wird nie aufhören, aber er besteht in Verlockungen, und deshalb kann er leicht werden, wenn man Verlockungen nicht begehrt und sich stattdessen voll und ganz dem hingibt - und zwar mit ganzem Herzen - was vom Himmel ist und nicht von dieser Welt. Schwierig gestaltet sich die Abwehr sündiger Gedanken aber für alle Menschen, die, wenn sie von himmlischen Dingen hören, darüber keine Freude empfinden und keine Hingabe von Herzen haben können, weil es ihnen nicht gefällt, sondern ihnen wie etwas Langweiliges oder etwas zu Unmenschliches erscheint. Aber das Problem dieser Menschen liegt dann in ihnen selbst, weil sie immernoch an dem Punkt festhängen, heimlich einen Lohn zu erwarten von den Nichtigkeiten dieser Erde, die doch in Wahrheit immer ohne Lohn bleiben und oft auf Täuschungen basieren. Sowas einzugestehen, ist für so manche Menschen bereits eine schwere Hürde, gehört aber ab einem gewissen Punkt auch zu dem schmalen Weg dazu, der ins ewige Leben führt. Zumindest sofern man willig ist, weiterzugehen.
Das waren die Worte, die mir aktuell auf dem Herzen brennen. Und wenn Gott will und wir leben, werde ich zu einem anderen Zeitpunkt noch mehr sagen. Wohl aber denen, die allezeit Gottes Gebote halten und Jesus nachfolgen wollen, damit sie ewiges Leben finden! Amen.
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