Text zu "4. Herzfeuer-Predigt: Dafür steht das Kreuz"

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Es brennt mir momentan sehr auf dem Herzen, darüber zu reden, welche Bedeutung das Kreuz für die Nachfolger Jesu haben soll. Aber eigentlich ist es das Beste, zuerst mal in aller Deutlichkeit zu betonen, worin eigentlich das echte Evangelium besteht. Das echte Evangelium ist keine Botschaft von billiger Gnade oder unmoralischer Rettung. Das echte Evangelium ist auch keine Botschaft von pausenloser Freude oder Wohlstand in der jetzigen Weltzeit. Jesus warnte sehr eindringlich vor der Sünde, besonders vor Habgier und Selbsterhöhung, und er hat die Armen, die Hungernden und die aufrichtig Trauernden glückselig gesprochen. Das sollte man niemals vergessen. Denn zur Nachfolge Jesu gehören die Momente, in denen man hat, was man braucht, genau so wie Momente, in denen man Mangel erlebt, entweder materiell oder emotional, aber man kann diesen bestehenden Mangel deutlich leichter verkraften, wenn man Jesus hat. Besonders, wenn man ihn und alle seine Worte genau kennt. Das echte Evangelium besteht darin, dass wir ewiges Leben bekommen werden, wenn die jetzige Weltzeit ihr Ende erreicht, sofern wir richtig getauft sind, alle unsere Schuld bereut und gelassen haben und jede Erklärung von Jesus, also wirklich jede, im Herzen haben und im echten Leben überzeugt anwenden. Denn nur wenn man Eigentum von Jesus Christus ist und bleibt, indem man ihm wirklich ähnlich wird, dann ist man in ihm und hat ewiges Leben. Und demzufolge glaubt jeder Mensch an ein falsches Evangelium, der denkt, man müsste sich nur die positiven und ermutigenden Äußerungen von Jesus raussuchen und könnte den Rest kurz anmerken, aber dann doch verdrängen. Und es glaubt jeder Mensch an ein falsches Evangelium, der meint, Jesus wäre dazu gut, uns in der jetzigen Welt eine heile Familie, einen immer nur gesunden Körper und eine riesige Portion Lebensglück und Wohlstand zu geben. Das sind falsche Erwartungen, und sie basieren auf der Liebe zu dieser Welt, welche man im Herzen eigentlich mehr und mehr überwinden muss. Denn diese Welt hier ist für uns als Jesus-Nachfolger nicht unsere wahre Heimat, und darum haben wir von diesem Ort auch gar nicht die vergänglichen Freuden in Fülle zu erwarten, denen sich ungläubige Menschen ständig hingeben. Wer mit ernster und annahmefähiger Herzenshaltung die Dinge durchliest, die Jesus laut den Evangelien gelehrt hat, der wird sehr bald merken, dass es Jesus niemals um weltlichen Wohlstand, Berühmtheit oder heile Familien ging. Den lustgesteuerten, eigensinnigen Menschen geht es um sowas, sowohl außerhalb als auch innerhalb von christlichen Gemeinden, aber dem Retter der Welt, Jesus Christus, ging es um sowas nie. Jesus bewahrt uns davor, dass wir uns selbst unnötig Probleme verursachen, die vermeidbar sind, aber er ist keine Quelle für unendliches Lebensglück! Wer mit Jesus geht, ist zwar aus Gnade in einen Lebensstil hinein gerettet worden, der besser ist als ein Wandel in selbstzerstörerischer Sünde, aber man darf auf gar keinen Fall den Fehler machen, sich allein auf die Existenz in dieser Welt zu konzentrieren, denn unser großer Fokus als Jesus-Nachfolger muss immer auf den Dingen liegen, die jetzt noch unsichtbar sind und nur denen als Erbe gegeben werden, die gar nicht mehr gegen Gottes Gebote verstoßen. Es wäre nämlich auch eine Sünde, wenn man danach strebt, hier in dieser Welt das große Lebensglück zu finden. Man stößt in allen vier Evangelien auf mindestens ein Zitat von Jesus, wo er gebietet, dass wir genau das nicht tun sollen. Und diese Stellen sind auch jetzt gerade im Bild eingeblendet, falls es jemand in seiner eigenen Bibel nachschlagen will. Man kann nur das echte Evangelium leben und weitergeben, wenn man absolut alle Äußerungen von Jesus berücksichtigt und darauf basierend keinerlei falsche Erwartungen an die Nachfolge hat. Das lehnen dummerweise die allermeisten Menschen ab, da sie sich in einem verfälschten und weichgespülten Schein-Evangelium wohler fühlen als in der Wahrheit, aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein. Und sie werden sehr erschrecken.

Wenn man aber einer von den ganz wenigen Menschen sein will, die am Ende nicht erschrecken müssen, also einer von denen, die den schmalen Weg gehen, der ins Leben führt, dann sollte man voll und ganz die Realität in das eigene Herz aufnehmen und festhalten. Denn die Realität sieht so aus, dass das Leiden von Jesus, welches völlig unverdient war, eine zentrale Rolle bei dem Plan spielt, wie wir überhaupt gerettet werden können. Und davor verschließen viele Menschen die Augen, weil es ihnen unangenehm ist, sich über das Leiden bewusst zu sein. Es schmeichelt ihrem Gemüt nicht, denn sie wollen ja, dass immer nur alles bunt und schön ist, ganz schnuckelig und fröhlich. Also kurzgefasst: Sie lieben Heuchelei, Ignoranz und Selbstbetrug. In jeder Kirche, in jeder freikirchlichen Gemeinde und in so ziemlich jedem Hauskreis passiert das immer wieder. Und es handelt sich dabei um ein schweres Problem, das von den Menschen gar nicht als Problem wahrgenommen werden will.

Der Tod von Jesus am Kreuz ist nämlich schlicht und ergreifend unsere Schuld. Und damit sollten wir uns abfinden. Wir sind so schlecht, wir sind vor dem Angesicht des allein wahren, heiligen Gottes so miese Kreaturen dank unserer sündigen Taten und unserer sündigen Lüste, dass es notwendig war, ein komplett reines, makelloses, unschuldiges Wesen ungerecht leiden zu lassen, und zwar leiden in übelster Weise, nur damit uns überhaupt die Möglichkeit eröffnet werden kann, gerettet zu werden. Die allermeisten Menschen verschließen davor die Augen und sagen, dass sie sich lieber auf die Auferstehung am dritten Tag konzentrieren wollen. Sie begreifen einfach nicht, dass die Auferstehung von Jesus nicht unserer Rechtfertigung dient, sondern seiner eigenen Rechtfertigung. Dadurch, dass Jesus von Gott auferweckt wurde und dann aus den Toten auferstanden ist am dritten Tag, hat er endgültig, ein für alle Mal bewiesen, dass er wirklich unschuldig ist und dass alle seine Erklärungen und Taten richtig waren vor dem Angesicht des allein wahren Gottes. Denn hätte Jesus auch nur eine einzige Sache getan, die vor dem Angesicht des allein wahren Gottes als Sünde zählt, oder hätte er auch nur eine einzige Belehrung verbreitet, die gegen Gott war, dann wäre er tot geblieben. Gott hätte ihn dann nicht auferweckt. Darum dient die Auferstehung der Rechtfertigung von Jesus. Das Leiden bis zum Tod hingegen, samt aller Misshandlung und Verspottung in übelster, kaum vorstellbarer Weise, gilt nicht der Rechtfertigung von Jesus, sondern der Rechtfertigung unserer Erlösung. Denn er hat um unseretwillen gelitten, er gab seine Seele dem Totenreich preis, damit er die Möglichkeit bekommt, uns vor dem ewigen Tod zu retten, vor dem endlosen Leiden in Feuer und Schwefel. Und übrigens ist es auch genau das, wovon Paulus geredet hat, als er eine Anordnung zum richtigen Einnehmen des Abendmahls gab. Denn er schrieb laut dem ersten Brief an die Korinther in Kapitel 11, Vers 26 und 27:

Denn sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 
Wer also unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn.

Auch davor verschließen alle Heuchler des Glaubens absichtlich die Augen und lassen diese schwergewichtige Realität nicht an sich rann, weil es ihnen nicht kuschelig genug ist. Sie hassen die Wahrheit, obgleich sie ständig von Gott reden, weil ihnen die Wahrheit kein gutes Gefühl gibt. Aber ihre verkorkste Gefühlswelt ändert rein gar nichts daran, dass Paulus hier an dieser Stelle tatsächlich die Wahrheit gesagt hat! Wer das Abendmahl falsch einnimmt, macht sich schuldig am Leib und am Blut unseres Herrn Jesus Christus. Und ich hoffe, ihr kommt von selber darauf, dass jeder, der am Leib Jesu schuldig ist, ganz sicher kein Heil zu erwarten hat! Nicht in diesem Leben, und noch weniger in der Ewigkeit. Wehe den Heuchlern, die sich schuldig machen am Leib des Königs aller Könige, indem sie in unwürdiger Weise das Abendmahl halten! Ich garantiere euch im Namen von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der im Fleisch gekommen ist, dass jeder einzelne von diesen Menschen ein grausiges Ende vorfinden wird, und es wird keine Ausreden geben am Tag des Gerichts.
Und wenn man in Vers 26 von dem gerade genannten Zitat liest, dass wir an den Tod Jesu gedenken sollen beim Abendmahl, dann ist das auch exakt so zu vollziehen. Und es zeigt uns umso stärker, wofür das Kreuz steht. Das Kreuz steht dafür, dass Jesus sein Kreuz getragen hat, nicht nur um uns vorauszugehen, damit wir seinen Fußstapfen auf genau dem selben Weg nachfolgen, sondern auch weil sein Leiden bis zum Tod die einzige Möglichkeit war, wie man als ein reuevoller Mensch, der die Verwerflichkeit aller Sünden in sich selbst eingesteht, überhaupt die realistische Hoffnung auf Erlösung haben kann. Um aber zu wissen, was alles Sünde ist, muss man natürlich erstmal die Gebote kennen, und dann kann man es mit sich selbst abgleichen, um rein zu werden. Die Menschen aber, die ständig wieder Sünden tun, auch wenn sie Jesus schon angenommen haben, die sind sowieso alle des Todes. Denn wer trotz der Annahme Jesu immernoch Sünden tut oder gar nicht erst nach dem von Gott definierten Unterschied zwischen Richtig und Falsch fragt, der hat dadurch das Opfer, das Jesus leistete, verspottet. Jeder, der mit sündiger Neigung im Herzen stirbt, der ist als Sünder gestorben und wird auch ein entsprechendes Ende finden. Denn das Opfer Jesu ist für die Bußfertigen geschehen. Und wenn ich von meinem eigenen Fall ausgehe, dann muss auch ich sagen: Ich kann gar nicht genug in Demut Danke sagen dafür, dass Jesus mir überhaupt einen Weg ins ewige Leben eröffnet hat, sofern ich aufhöre zu sündigen, was ich auch getan habe und beibehalte. Denn in meinem Fall blicke ich auf 27 Jahre voller Gottlosigkeit zurück, in denen mir Gott und Jesus beinahe egal waren und ich völlig sorglos und unbekümmert eine Schuld nach der anderen auf mich brachte. Hätte Jesus keinen einzigartigen Preis bezahlt, würde ich die dadurch auf mich geladene Schuld niemals loswerden. Und wäre ich in diesem Zustand gestorben, oder würde ich heutzutage immernoch genau so leben, obwohl ich Jesus annahm und richtig getauft bin, dann wäre ich selbst des Todes, ich wäre ein Kind der Hölle. Und das trifft nicht nur auf mich zu, sondern es wird von dem allein wahren Gott, dem Gott Abrahams Isaaks und Jakobs über alle Menschen so geurteilt. Diese Worte sind nicht meine eigene Realität, die deshalb greift, weil ich selber es über mich sage, sondern es ist Gottes Realität, es ist sein heiliges Urteil, das in Ewigkeit feststeht und nicht fallen wird. Es betrifft sowohl die jenigen Menschen, die sich darüber im Klaren sind, als auch alle Menschen, die zu denkfaul oder zu feige sind, um sich das alles einzugestehen. Der Lohn der Sünde ist der Tod. Immer. Wer irgendeine Sünde tut, der steuert auf den Tod zu. Mit oder ohne Jesus, denn auch wer den Name Jesus ruft, wird durch unablässiges sündiges Treiben trotzdem sterben. 
Jesus hat dafür bezahlt, dass unsere alte Schuld von uns abgewaschen werden kann, sofern wir Buße tun und unsere ganze Gesinnung neu ausrichten, nämlich auf den Wille seines Gottes. Dafür hat Jesus bezahlt, er hat aber ganz sicher nicht dafür bezahlt, dass wir alles machen können was uns irgendwie gerade in den Sinn kommt! Und auch nicht dafür, dass wir einfach immer weiter Sünden tun mit der Ausrede, wir würden uns eben irgendwie zu schwach fühlen und uns einfach nicht dazu aufraffen können, es besser zu machen, und deswegen würde von Gott gar nicht weiter auf unser Treiben geschaut werden, weil wir uns halt schwach fühlen und das dann eben so ist. Solcher Unsinn hat vor dem Angesicht Gottes und genau so vor dem Angesicht des großen Königs Jesus keinerlei Geltung! Wer in einem solchen Zustand ist und glaubt, gerettet zu sein, der macht sich selbst etwas vor. Denn der Tod von Jesus am Kreuz steht nicht dafür, dass durch das Leiden von Jesus plötzlich all unsere Missetaten und all unsere verwerflichen Neigungen an Bedeutung verlieren und einfach passieren dürften, als wäre es nicht schlimm. Der Tod von Jesus am Kreuz und die unfassbare Misshandlung in den Stunden davor, die er ohne eigene Schuld schweigend über sich ergehen lassen musste um unseretwillen, bewirken, dass es nicht vergeblich sein wird, mit dem Sündigen aufzuhören, sondern dass man eben gerade deswegen, weil man gar keine Sünde mehr tun will, dann auch wirklich ewiges Leben findet. Denn wenn Jesus nicht in übelster Weise gelitten hätte, dann wären unsere bis zum heutigen Tag begangenen Sünden schon Grund genug, um das ewige Urteil zu haben, dass wir unwiderruflich in der Hölle landen. Dann hätte Buße tun gar nicht erst einen Nutzen. Aber durch das Leiden von Jesus in einem beispiellosen Zustand ist es möglich, dass das Ablassen von der Sünde tatsächlich eine rettende und befreiende Wirkung hat, sofern man ihn als Erlöser anerkennt und ihm folgt. Das führt letztlich dazu, wenn wir gar nicht mehr sündigen, dass wir bewahrt werden vor der ewigen, eigentlich verdienten Strafe. 
Das ist die Realität des Kreuzes, und diese Realität wird von den Menschen gehasst. Denn die Menschen lassen sich nicht gerne sagen, dass sie schlecht sind. Sie lassen sich nicht gerne sagen, dass die Hölle real ist und dass sie gemäß Gottes Gesetz die Hölle verdienen durch ihr Tun. Die Menschen wollen sich so verhalten, wie es in Gottes Augen böse ist, und wollen gleichzeitig gesagt bekommen, dass sie gut sind. Und durch diesen ekelhaften Stolz, der nicht nur bei ungläubigen Leuten, sondern auch bei den berüchtigten Christen fast immer zu finden ist, hängen solche Menschen bereits in einer Sünde fest, die schlimm genug ist, um niemals frei zu sein und nicht vor der ewigen Strafe bewahrt werden zu können. Denn alle stolzen Herzen sind für Gott ein Gräuel, wie man es unmissverständlich im Buch der Sprüche in Kapitel 16 in Vers fünf nachlesen kann, und jeder mit Gräueln befleckte Mensch hat das ewige Leiden in Feuer und Schwefel sicher. Und warum kommt es dazu? 
Weil die Menschen ihren abartigen Stolz nicht ablegen wollen und einfach nicht eingestehen wollen, wie schlecht sie vor Gottes Augen sind, auch wenn sie dachten, sie wären besonders toll. Dieses Eingeständnis fehlt, obwohl es zu gültiger Buße nötig ist. Und dabei geht es wohlgemerkt nicht darum, sich vor anderen Menschen selbst völlig zu entwürdigen, so als wären sie die Besseren und man selbst wäre minderwertig. Sowas wäre völlig verrückt! Es geht in Wahrheit darum, dass der Mensch sich vor dem wahrhaftigen, ewig existierenden Gott aufrichtig demütigt, um sich allein Gottes Geboten unterzuordnen mit aller Kraft. Denn niemand ist gut als Gott allein, aber das Trachten der menschlichen Herzen ist böse. Man selbst ist schlecht, und die anderen sind auch schlecht. Und diese Realität muss der Mensch begreifen, damit er verstehen kann, von Gottes Seite her, worauf es wirklich ankommt. Wenn aber der Mensch hingegen alles selber festlegen und seine eigene Definition von Richtig und Falsch aufstellen will, entweder indem er sich alles ganz alleine ausdenkt, oder indem er Bibeltexte missbraucht, um ihnen eine falsche, der Sündenlust dienliche Bedeutung zu unterstellen, so verurteilt dieser Mensch sich damit durch sein eigenes Fehlverhalten endgültig selbst zum Tod. Und im Gegensatz zu Jesus wird ein solcher Mensch nicht nach seinem Sterben zu ewigem Leben neu auferstehen, sondern er wird nach dem Sterben nur noch sehen, wie er von Gott abgeurteilt und in Feuer und Schwefel vergehen wird in alle Ewigkeit, um der Gräuel willen, mit denen der Mensch sich ohne Unterlass befleckte.

Wenn jemand Ohren hat, um zu hören, so höre er diese Worte! Das Kreuz steht dafür, dass ein ganz reines und fehlerloses Wesen Unrecht leiden musste, damit jedem Mensch, der vollkommen Buße tut, überhaupt Heil zuteil werden kann. Denn normalerweise müsste der Mensch ja bestraft werden für all die Dinge, die er getan hat vor dem Tag, an dem eine völlige Veränderung seiner Gesinnung geschah, die dann auch dauerhaft so zu bleiben hat. Nur dank Jesus kann Freiheit durch bußfertiges Denken entstehen. Wer aber nur zeitweise Buße tut und dann wieder die eigene Gesinnung verderben lässt, oder wer von bestimmten Verhaltensweisen gar nicht erst ablassen will, der ist ein hoffnungsloser Fall. Und die Tatsache, dass Jesus für uns leiden musste, ist zutiefst bedauerlich. Es sollte dem Mensch die Schamröte ins Gesicht treiben, und der Mensch sollte Abscheu über sich selbst empfinden, wenn ihm bewusst wird, dass ein anderer, der viel besser ist als er, misshandelt werden musste, nur damit der Mensch bei all den Dingen, die er verbockt hat, noch Rettung finden kann. Es ist doch eigentlich beschämend, wenn man sich mal überlegt, dass die eigenen idiotischen Taten, die man beging, eine solche Wirkung hervorbringen, dass ein liebenswerter und völlig unschuldiger, gutmütiger Mann dafür leiden muss. Und dann am Ende vielleicht sogar noch wegen Taten, bei denen man tief im Inneren eigentlich schon wusste, dass es falsch ist, was man gerade macht, aber man tat es trotzdem, weil man von dem abartigen Gedanke dominiert war, es sei egal.

Das Kreuz steht für die letzte Instanz eines eigentlich unzumutbaren Leidensweges, der nicht nötig gewesen wäre, wenn wir Menschen nicht so unglaublich verkorkste, eingebildete, niederträchtige und gegen Gott rebellierende Wesen wären, die sich von Natur aus in ihrer eigenen Schande wohlfühlen und sich selbst immer so vorkommen, als wüssten sie selber alles am besten, auch besser als Gott, egal wie idiotisch oder widersprüchlich sie sich auch benehmen. Die Schändlichkeit unserer eigenen Fleischeslüste hat dafür gesorgt, dass Jesus eine heftige Marterung erdulden musste. Und das Schlimmste ist ja, dass dieses Leiden in vielerlei Hinsicht zu nichts nütze war, weil ein riesengroßer Anteil der Menschheit dieses Geschehene trotz aller Offensichtlichkeit nicht zum Anlass nimmt, um sich zu schämen und abzulassen von der völlig unbegründeten Selbstverliebtheit und von ihrem geistlosen Umhergetriebensein. Es behauptet keiner, dass es leicht wäre, von einem Tag auf den anderen plötzlich alles richtig zu machen. Bei vielen Leuten ist es gewiss ein andauernder Prozess, aber das Problem besteht darin, dass in den allermeisten Menschen ja gar nicht erst der aufrichtige Wille vorhanden ist, es wenigstens zu versuchen und ernsthaft Dinge im eigenen Lebenswandel zu verändern, weil Gott es sagt. Bereits das ist zu viel erwartet von den allermeisten Menschen. Leider. Aber das Opfer, das Jesus geleistet hat, ist für diejenigen Menschen passiert, die da anders sind, nämlich für alle, die eben doch anfangen, ihren ganzen Lebenswandel auf Gottes Wünsche auszurichten und nicht mehr auf die eigene Herzenslust oder menschliche Etikette, um zur Gruppe dazu zu gehören. Und auch wenn in der Offenbarung steht, dass eine kaum zählbare Menge an Menschen zu dem Lamm und zu Gott ankommt, so wird die Menschenmasse, die in die Hölle geht, nochmal um ein vielfaches größer sein, sodass im Vergleich dazu die Anzahl der Geretteten trotz der beschriebenen Unzählbarkeit klein aussieht. 

Man sollte sich außerdem auch mal deutlich vor Augen halten, wie es sich für Gott angefühlt haben muss, Jesus herzugeben. Denn das war gewiss keine einfache Sache, besonders nicht unter Berücksichtigung aller gegebenen Umstände. Die Menschen tun seit ihrer Erschaffung fast alle nichts Anderes, als Gott ständig nur ins Angesicht zu beleidigen durch ihr selbstsüchtiges, unverschämtes Treiben. Und Gott muss sich das täglich mitansehen. Jesus hingegen ist der geliebte Sohn, an dem Gott Wohlgefallen hat. Jesus ist der Vollkommene, über den sich Gott immer nur freut, der wunderbare Sohn, der genau das richtige Herz hat und von dem man überhaupt nichts Böses oder Unverschämtes erwarten muss. Jesus ist das eine Wesen, mit dem Gott immer nur zufrieden sein kann und von welchem er niemals in irgendeiner Weise enttäuscht oder zum Zorn gereizt wird. Alles an Jesus ist genau so, wie der himmlische Vater es sich von seinem Sohn wünscht. Und bei eben solch einem kostbaren, unbeschreiblich liebenswerten Sohn, wäre es normalerweise die logische Konsequenz, dass man sagt: „Dieser ist mein kostbarster Schatz überhaupt! Ihm soll niemals irgendein Leid geschehen, das lasse ich nicht zu! Mit all meiner Kraft und all meinem Streben beschütze ich meinen geliebten Sohn vor allem Bösen und jeder Ungerechtigkeit, denn er ist so liebenswert wie kein anderer, und es wäre mir eine unverzeihliche Schande, wenn ihn irgendjemand anrührt!“
Das ist doch die normale Regung im Herzen, wenn jemand so liebenswert und kostbar ist, dass er einem mehr als alles andere bedeutet. Oder nicht? 
Man will dieses Wesen dann unbedingt vor dem Bösen beschützen und niemals zulassen, dass ihm ein Unrecht widerfährt. Es ist sehr naheliegend, dass Gott so ungefähr gegenüber Jesus empfindet, denn Jesus ist es wert. Und nun hat Gott auf der einen Seite seinen makellosen Sohn, der ihm immer nur Freude bereitet und ihm unbeschreiblich am Herzen liegt, und auf der anderen Seite hat Gott die Menschen von dieser Welt, die ihn ohne wirkliche Ursache hassen, die teils so tun, als wäre er gar nicht da, oder ihn teilweise sogar ganz bewusst verspotten oder verlästern oder anderweitig provozieren, um ihn zornig zu machen, oder die ohne Unterlass heucheln und schwätzen, wenn sie mit seinen Worten konfrontiert werden. Es handelt sich um Wesen, an denen streng genommen überhaupt nichts liebenswert ist, da sie die Finsternis mehr lieben als das Licht und obendrein zu faul uns selbstverliebt sind, um diese Tatsache überhaupt als solche wahrzunehmen. Wenn man sich diese Realität vor Augen hält, dann kommt man schon ziemlich bald an den Punkt, zu fragen: „Welchen Grund sollte Gott denn bitte haben, diese Wesen retten zu wollen?“
Ganz ehrlich: Es wirkt für einen Betrachter beinahe unlogisch, dass Gott den Wunsch hatte und hat, Rettung zu ermöglichen für diese Wesen, die ständig wieder Schande treiben und dann auch noch glauben, sie könnten es verstecken, sodass es nicht entdeckt oder nicht bemerkt wird, obwohl Gott doch absolut alles sieht und hört und die tiefsten Tiefen unseres Inneren erforscht, weil er leicht entdecken kann, was in uns los ist.
Aber trotz alldem, was Gott vonseiten der Menschen ertragen muss, ist seine anfänglich bestehende Menschenliebe immernoch nicht vollständig erloschen, und sein Mitleid mit den Menschen ist bei dem Gedanke, sie gerechterweise in ewiges Leiden hinabwerfen zu müssen, immernoch derart groß, dass er nicht davor zurückschreckte, seinen kostbarsten Besitz herzugeben, weil das der einzige Weg war, wie die Rettung der Menschen vor der Hölle überhaupt funktionieren kann, ohne dass Gott hinterher als jemand befunden wäre, der ungerecht gehandelt hat. Denn es ist Gottes Verantwortung, immer nur vollkommen gerechte Entscheidungen zu treffen, und nur er allein ist dazu in der Lage, dies zu schaffen. Aber auch wenn dieses noble Ziel erreicht werden muss und dies nur durch ein vollkommen makelloses Opfer funktionieren könnte, hört deswegen natürlich Gottes besondere Liebe zu Jesus nicht einfach auf. 
Und was meint ihr wohl, wie sich das für Gott angefühlt haben muss, zuzuschauen, was die Menschen mit Jesus tun? Es war von Anfang an prophezeit, dass Derartiges passieren würde, aber meint ihr nicht, als es geschah, dass Gott sich gefragt hat, wie das überhaupt sein kann, dass die Menschen den liebenswerten Charakter von Jesus gar nicht erst sehen? Oder wie es sein kann, dass die Menschen eine so unfassbare Brutalität und maßlose Verachtung gegenüber Jesus an den Tag legen? Oder wie es sein kann, dass die Menschen ständig nur streiten und schimpfen wollten gegen die rettende Belehrung, die Jesus vortrug in den Tagen, als er noch frei zu den Menschen sprach? Oder wie es sein kann, dass die große Mehrheit der Menschen extrem undankbar gewesen ist, selbst im Angesicht all der Heilungen und Befreiungen, die ihnen durch die Gebete von Jesus völlig unverdient und ungerechtfertigt geschenkt wurden? Ich glaube, das Entsetzen im Herzen Gottes war sehr, sehr groß, als er sah, wie die Menschen auf Jesus reagierten. Am allergrößten muss es wohl aber wirklich an dem Tag gewesen sein, als die Misshandlungen begannen und schließlich die Kreuzigung vollzogen wurde. Und wenn Gott es mitansehen musste, als sein eigener geliebter Sohn, in dem überhaupt nichts Böses war, wie ein dreckiger Abscheu an ein Holz gehängt wurde und ihn dann sogar noch alle auslachten, dann kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das unseren Vater im Himmel kaltgelassen hat. Es war vermutlich auch für ihn selbst der reinste Horror, sowas zu sehen. Jesus aber hat das alles absichtlich getragen, weil ihm die Rettung aller bußfertigen Menschen gemäß Gottes Plan so wichtig war. Weil ihm dies als derart kostbar galt, dass er alles andere, was passieren würde, nur diesem Ziel untergeordnet hat. Komme, was wolle. Und nicht nur die Tatsache, dass die Menschen damals mit Jesus in einer übelst schäbigen Art und Weise umgesprungen sind, sondern auch die Tatsache, dass all dieses Leiden in sich eine Notwendigkeit hatte, weil es stellvertretend für diejenigen Menschen geschah, die durch ein Leben in korrektem Glaube gerettet werden können, weil sie auf dem schmalen Pfad wandeln wollen, sollte uns allen jederzeit zu denken geben. Denn das ist wie schon gesagt der allerwichtigste, unerlässliche Teil, wenn es um das Kreuz geht. 
Wichtiger als die Auferstehung und wichtiger als die Tatsache, dass Prophezeiungen in Erfüllung gingen durch Jesu Leben, ist und bleibt immer für uns das unfassbare Leiden, das Jesus ertragen hat, weil wir es verbockt haben. Es ist unsere Schuld. Wir sind es, die sich dafür schämen müssen. Wir haben überhaupt keinen Grund, uns selbst zu loben oder uns über unsere eigene Herrlichkeit zu freuen, denn wir sind einfach nur schlecht und unwürdig vor dem Angesicht des heiligen, allein wahren Gottes, des Vaters von Jesus Christus. Und diese Würdelosigkeit bleibt so lange bestehen, wie unser Lebenswandel und die Neigungen unserer Herzen immernoch darauf ausgerichtet sind, nicht das zu tun, was Gott will, sondern das zu tun, was uns selbst gefällt, oder was wir von anderen Menschen als unanfechtbare Tradition eingetrichtert bekamen. Aber auch wer das Menschliche verlässt, um stattdessen das Göttliche ernstzunehmen, muss sich immernoch schämen für die Verfehlungen aus seinem alten Leben.

Das waren die Worte, die mir aktuell auf dem Herzen brennen. Und wenn Gott will und wir leben, werde ich zu einem anderen Zeitpunkt noch mehr sagen. Wohl aber denen, die allezeit Gottes Gebote halten und Jesus nachfolgen wollen, damit sie ewiges Leben finden! Amen.

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