Text zu "8. Herzfeuer-Predigt: Jesus ist keine Arche"
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Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Mir brennt es momentan auf dem Herzen, darüber zu predigen, dass Jesus keine Arche ist. Denn reichlich Prediger vergleichen das Annehmen von Jesus als Erlöser mit dem Eintreten in die Arche wie in den Tagen vor der Sintflut. Aber dieser Vergleich hinkt auf beiden Seiten und zeugt davon, dass diese Menschen nicht begreifen können, worum es bei Jesus geht, wenn man ihm nachfolgt. In der echten Nachfolge lautet das Ziel, die ganze Welt zu überwinden, gleichwie Jesus sie überwunden hat. Bei der Geschichte mit der Arche geht es hingegen darum, dass das Leben von begnadigten Menschen in der jetzigen Weltzeit bewahrt wird, damit sie länger in der Welt sind. Das ist unmöglich miteinander vergleichbar. Die Arche steht für das Retten des eigenen Lebens hier in dieser Welt, Jesus aber steht für das völlige Überwinden der Welt und für selbstlose Treue bis in den Tod um Gottes willen, weil man nichts in dieser Welt behalten, sondern nur noch das Ewige anvisieren will. Wäre das nicht so, dann würden unter Anderem die folgenden Schriftworte sinnlos sein, die ich jetzt zitiere. Es steht geschrieben im Evangelium des Lukas in Kapitel 17, Vers 32 und 33:
Gedenkt an Lots Frau!
Wer sein Leben zu retten sucht, der wird es verlieren, und wer es verliert, der wird es erhalten.
Diese Worte hat Jesus gesagt. Die Frau von Lot ist in eine Salzsäule verwandelt worden, weil sie den Besitztümern hinterher trauerte, die sie in Sodom hatte. Lasst diesen Fakt mal in eurem Geist wirken, damit ihr weise werdet! Lots Frau hatte es nicht von Gott zu erwarten, dass Gott ihr ganzes Leben bewahrt, so als wäre es wie in einer Arche eingeschlossen, sondern Gott machte sie zu einer Salzsäule, weil sie an ihrem Leben klammerte, das sie sich in dieser Welt aufgebaut hatte. Und in Vers 33 sagt Jesus sogar, dass jeder sein Leben verliert, der es retten will. Die Leute aber, die in die Arche hineingingen, sind aus eben diesem Grund in die Arche eingetreten, weil sie ihr Leben in dieser Welt retten wollten. Da ist ein deutlicher Unterschied erkennbar.
Weiterhin steht im Evangelium des Markus in Kapitel 8, Vers 35:
Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird es retten.
Ich lese an dieser Stelle und auch im ganzen Kontext nicht ein einziges Wort davon, dass Jesus wie eine Arche ist, die unser Leben in der jetzigen Weltzeit rettet. Ihr etwa? Man müsste so tun, als würde es dieses Zitat von Jesus gar nicht geben, wenn man ernsthaft irgendwem einreden will, Jesus wäre wie eine Arche. Denn die Leute, die in die Arche gingen, sollten eine Zeit lang darin bleiben und gingen danach wieder hinaus, um sich ein neues Leben in dieser Welt aufzubauen. Aber Derartiges wird den Nachfolgern Jesu nirgendwo befohlen. Es ist sogar so, wenn man aus Jesus wieder hinausgeht, weil man sich etwas Neues in der Welt aufbauen will, dass man dann auf ewig zu den Verlorenen gehört, die in Feuer und Schwefel leiden werden in der Ewigkeit. Seid ihr euch dessen bewusst?
Ich sage euch: Es ist nicht aus Gott, wenn irgendwer meint, Jesus wäre wie eine Arche. Wer dies sagt, der zeigt, dass er nicht in Jesus Christus ist und auch den Vater nicht hat. Es geht niemals darum, dass man durch Jesus auf die gleiche Art gerettet wird, wie Noah und seine Familie gerettet wurden durch die Arche. Wir sollen die Welt mit aller ihrer Vergänglichkeit hinter uns lassen. Denn es heißt ja auch im ersten Brief des Johannes in Kapitel 2, Vers 17:
Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.
Wer wirklich Jesus nachfolgt, der verinnerlicht solche Worte. Und dann würde man auch nicht mehr auf den Gedanke kommen können, dass Jesus wie eine Arche sei, die unser Leben in dieser Welt oder im schlimmsten Fall unsere weltlichen Lüste vor dem Ende bewahrt.
Ich zeige auch mal ein Zitat von Petrus, das auf eine besondere Weise ganz gut dazu passt. Es steht geschrieben im zweiten Brief des Petrus in Kapitel 1, Vers 13 bis 15:
Ich halte es aber für richtig, solange ich in diesem Leibes-Zelt bin, euch aufzuwecken, indem ich euch erinnere,
da ich weiß, dass ich mein Zelt bald ablegen werde, so wie es mir auch unser Herr Jesus Christus eröffnet hat.
Ich will aber dafür Sorge tragen, dass ihr euch auch nach meinem Abschied jederzeit diese Dinge in Erinnerung rufen könnt.
Könnt ihr das fassen, was hier ersichtlich wird? Petrus hat von Jesus höchstpersönlich die Offenbarung bekommen, dass er sterben wird. Und wir sehen auch, wie Petrus damit umgeht, diese Offenbarung erhalten zu haben. Er nimmt es einfach so hin. Er ruft nicht dazu auf, dass für ihn gebetet werden soll. Er fängt auch nicht an zu jammern. Er hat nicht etwa reagiert, indem er sagte: „O wie kann es nur sein, dass mein Tod bevorsteht? Jesus ist doch die Arche, die unser Leben bewahrt!“
Derartiger Unsinn war Petrus gar nicht erst im Kopf. Stattdessen erwähnte er es nur ganz nüchtern. In völlig unspektakulärer Sprache macht er darauf aufmerksam, dass er sterben wird, wie es ihm von Jesus eröffnet wurde, und dass er dafür Sorge trägt, seine Worte den kommenden Generationen zu hinterlassen. Das war’s. Da stehen keinerlei falsche Versprechungen, als würde jeder, der zu Jesus kommt, nun allezeit hier in dieser Welt bleiben und sich etwas Tolles aufbauen können.
Und wenn man wirklich begreift, worum es Jesus geht und was die Nachfolge bedeutet, dann weiß man dadurch doch automatisch, dass jeder Mensch ein Schwätzer ist, der das Annehmen unseres Retters Jesus und die Nachfolge mit der Arche Noahs gleichsetzt. Den Jesus bewahrt nicht unsere Existenz im Fleisch, sondern bewahrt uns vor einer eigentlich verdienten Strafe, die ewig ist. Jesus rettet uns, wenn wir in seinen Fußstapfen wandeln. Und ihr wisst hoffentlich, dass Jesus bereits mit 30 Jahren seinen Dienst begann und einige Zeit später gekreuzigt wurde! Das ist etwas völlig Anderes als das Retten der Menschen durch die Sintflut hindurch, damit sie danach die Arche verlassen und die Erde neu bevölkern!
Und ich kann wirklich nur den wenigen Menschen, die hier auf diesem Kanal überhaupt zuhören, dringend ans Herz legen, dass sie sich mit aller Kraft darum bemühen sollten, nicht länger fleischlich zu denken, sondern anfangen, geistlich zu denken.
Und ich zeige auch eine deutliche Warnung aus dem Brief an die Philipper, die an dieser Stelle nicht unbeachtet bleiben darf. Wir lesen in Kapitel 3, Vers 18 und 19:
Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus;
ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt.
Hier lesen wir, wie an vielen anderen Stellen in der Bibel auch, bitter anmutende Worte. Und doch sind sie wahrhaftig. Man darf sie nicht einfach ausblenden, nur weil sie einem unangenehm sind! Denn wer dies tut, der kann auch gleich die ganze Nachfolge bleiben lassen, weil er sich sowieso nur ein Glaubensmodell nach eigener Begierde bastelt! Denn durch die gerade gelesenen Worte wird uns von Menschen erzählt, deren Ende das Verderben ist. Das ist ein heftiger Ausspruch! Und welche Menschen sind es, auf die sowas zutrifft? Es sind Menschen, die eine irdische Gesinnung haben. Das ist es, was man nicht übersehen darf. Und daraus ergibt sich, dass man selbst auf gar keinen Fall eine irdische Gesinnung haben sollte. Wer eine irdische Gesinnung hat, der ist gemäß diesen Versen ein Feind des Kreuzes des Christus. Eine irdische Gesinnung bedeutet nicht nur, dass ein Mensch wie in diesen Versen angedeutet immer nur auf sein Bauchgefühl hört und sich selbst für schändliche Dinge rühmt, unter Anderem auch für schändliche Lehren, allem voran aber für schändliche Verhaltensweisen wie zum Beispiel Völlerei oder Geldgier oder Heuchelei. Eine irdische Gesinnung besteht auch darin, dass Menschen immer nur auf das schauen, was sie hier in dieser Welt sehen und günstigstenfalls auch anfassen können, um darin Gott oder Gottesdienst zu suchen. Und eine irdische Gesinnung bedeutet, dass man das Leben in dieser Welt für derart wichtig hält, dass es einem im Herzen ein Anstoß wäre, alles in dieser Welt hinter sich zu lassen und von Jesus völlig aus diesem Leben herausgenommen zu werden, ohne dass man irgendwas mitnehmen kann. Wer glaubt, es würde Gott allein darum gehen, dass man das, was man in dieser Welt hat, bewahrt, der hat eine irdische Gesinnung. Und gemäß den gerade gelesenen Versen ist das nicht gut. Es ist nicht im Entferntesten gut!
Das waren die Worte, die mir aktuell auf dem Herzen brennen. Und wenn Gott will und wir leben, werde ich zu einem anderen Zeitpunkt noch mehr sagen. Wohl aber denen, die allezeit Gottes Gebote halten und Jesus nachfolgen wollen, damit sie ewiges Leben finden! Amen.
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