Text zu "9. Herzfeuer-Predigt: Wüstenwind"
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Aktuell brennt es mir sehr auf dem Herzen, dass es gut ist, darüber zu reden, wie sich ein Leben in der Wüste gestalten würde. Besonders im Hinblick darauf, was dabei in unseren Herzen passiert. Und ich sage das ganz unabhängig davon, wie nah oder fern ein solches Szenario ist, oder ob es das überhaupt geben wird, dass Menschen wegen Gottes Plan buchstäblich in die Wüste hinaus gehen müssen. Im Grunde ist der Gedanke allgemein interessant genug, um sich einfach mal hinein zu vertiefen.
Wie viele von uns kennen das Leben mitten in der Wildnis? Wie viele wären dafür offen? Wie viele können sich das überhaupt vorstellen? Vielleicht sind ein paar wenige Menschen damit vertraut, wie es ist, in der Wildnis mal ein paar Tage zuzubringen, weil sie hin und wieder Campingausflüge machen und sich dadurch in der freien Natur besser zurecht finden als einer, der völlig an ein funktionierendes System gewöhnt ist, bei dem man jede Woche das einkauft, was man braucht, und sich mit seinem Komfort wohlfühlt. Aber wie wäre das Leben, wenn es dauerhaft ohne all die Dinge stattfindet, die uns alles erleichtern?
Wenn man nun den Gedanke vertieft, in die Wüste hinaus zu müssen, so ist allein schon das Wetter mit allen dazugehörigen Temperaturen ein schwieriges Thema. Denn in der Wüste ist es tagsüber sehr heiß, aber nachts sehr kalt. Und wenn ein Wind weht, so muss das längst kein angenehmer Wind sein. Natürlich gäbe es Wind, der erfrischend wirkt und wunderbar zur Situation passt, es gäbe aber auch einen zermürbenden, viel zu heißen Wind, wie ihn zum Beispiel der Prophet Jona als Zeichen erleben musste. Denn in seinem Buch liest man in Kapitel 4, Vers 8:
Und es geschah, als die Sonne aufging, da entsandte Gott einen heißen Ostwind, und die Sonne stach Jona aufs Haupt, sodass er ganz matt wurde; und er wünschte sich den Tod und sprach: Es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich am Leben bleibe!
Ich befürchte, dass Jona bei weitem nicht der einzige Mensch auf Erden ist, der auf einen viel zu heißen Wind derartig reagieren würde. Und man könnte sich schon glücklich schätzen, wenn man mitten in der Wildnis wenigstens ein Zelt hätte. Aber was ist, wenn sogar dieses fehlt? Und was ist, wenn man dann noch weit und breit keinen fruchtbaren Boden, keine Fruchtbäume und keinen Weizen und nichtmal eine Wasserquelle findet?
Wie viele Menschen der heutigen Zeit würden das verkraften?
Ich glaube, dass man sowas maximal dann verkraften kann, wenn man sich in den Tagen, in denen es einem noch gut geht, bereits in Gedanken darauf vorbereitet, vielleicht derartige Mühsal erleben zu müssen. Wenn man aber in die Extremsituation hineinläuft, und sei es auch um Gottes willen, während man vorher nie darüber nachdachte und sich im Herzen nicht darauf gefasst machte, dann wird man in genau das gleiche Verhaltensmuster verfallen wie die Leute von Israel nach dem Auszug aus Ägypten. Man würde murren. Man würde schimpfen und hadern und ohne Unterlass nur den eigenen Verdruss zum Ausdruck bringen, man würde sich in einer Tour beklagen über Gott und über die eigene Situation. Man müsste sich ganz allgemein mal fragen: Wie viele unter uns werden Gott hassen, wenn sie erfahren, dass er sie in die Wüste schicken wird? Wie viele haben vielleicht am Anfang Mut, werden dann aber doch Gott hassen, sobald sie real in der Situation drin sitzen? Und wie viele werden hingegen bereitwillig mitgehen und standhaft bleiben im Mangel? Wie viele wären reisefertig? Wie viele würden sich vom ersten Augenblick an komplett weigern, überhaupt so eine Reise anzutreten?
Ich denke bei solchen Fragen auch an den Fakt, dass für Israel in dem Moment, wo sie mit dem Blut des Lammes ihre Türpfosten beschmiert hatten, ja auch ihr Weg raus in die Wüste führte. Viele Menschen vertiefen sich gerne in den Fakt, dass das Blut des Lammes ein Schutzzeichen war, damit der Engel des Verderbens die Erstgeburt nicht tötet, sondern man von Gottes Strafgericht verschont bleibt. Aber das Detail, dass eben gerade die, welche ihre Türpfosten mit dem Blut des Lammes beschmiert hatten, nach dem Strafgericht Gottes dann in eiliger Flucht ihr gesamtes Leben hinter sich lassen mussten, weil ihnen gar nichts Anderes mehr übrig blieb und sie das mit Blut beschmierte Haus zurücklassen mussten – darüber wird nicht so gerne gesprochen. Denn die Menschen wollen ihren Lebensstandard nicht hinter sich lassen. Aber Israel hatte damals keine andere Wahl, wenn sie frei sein wollten. Und außerdem war die Wüste der Ort, an dem sie Gott begegnen sollten. In Ägypten war der Verderber umhergelaufen, aber am Berg Horeb mitten in der Wüste Sinai, fern von dem funktionierenden System, wartete Gott.
Eigentlich müsste jeder Mensch, der immer nur alles als Sinnbild deuten will, was im Alten Testament steht, doch eben gerade wegen diesem Inhalt zu dem Schluss kommen, dass es in der Nachfolge Jesu keine andere Möglichkeit gibt, als das eigene Leben komplett hinter sich zu lassen. Denn was wäre denn mit den Israeliten passiert, wären sie in Ägypten geblieben? Dort gab es ja nichts, was vergleichbar gewesen wäre mit dem, was Gott für sie vorgesehen hatte. Und doch murrten sie und wünschten sich etliche Male, sie wären in Ägypten geblieben und wären gar nicht erst rausgegangen. Ein in Trümmern liegendes Land voller Gottlosigkeit, in dem sie als Abschaum galten, war ihnen angenehmer als die Freiheit in Gottes Nähe, nur weil Gott ihnen in der Wüste begegnen wollte und nicht in einem luxuriösen Fünf Sterne Hotel. Das ist schon ein bisschen seltsam. Aber viele Menschen der heutigen Zeit werden genau das gleiche Verhalten zeigen, wenn sie ihr gewohntes Leben verlassen müssen, weil es nicht mehr gehalten werden kann. Sie werden abkotzen über Gottes Wirken. Denn sie wollen keinen Gott, der sie einen Weg gehen lässt, den sie nicht kennen, sondern sie wollen einen Gott, der für sie all das tut, was ihnen gefällt. Manche wollen sogar einen Gott haben, der ihre Befehle befolgt.
Ich sage euch aber: Jeder, der einen Gott will, von welchem man immer Wünsche erfüllt bekommt und der die eigenen Wege des Lebens ständig segnet, ist komplett untauglich für die Nachfolge Jesu. Und wenn solche Leute auch noch so oft beten und noch so oft den Name Jesus in den Mund nehmen, so sind sie doch Ungläubige, und ihre Bemühungen sind vergeblich. Es ist an sich eine Sinnlosigkeit, wenn derartige Leute überhaupt nach Gott fragen oder sich hilfesuchend an christliche Dienste wenden. Denn sie kümmern sich ja weder um Jesus noch um Gott. Sie kümmern sich um sich selbst, sie wollen eigene Wünsche erfüllt haben. Und wenn ich mir vorstelle, dass derartige Menschen dann widerwillig in die Wüste hinausgehen, wie es damals mit dem Volk Israel passierte, dann denke ich mir: Das wird die reinste Katastrophe! Das wird wieder genau der gleiche unausstehliche Mist, der damals bereits passiert ist, wo das Volk eine Unart nach der anderen an den Tag legte und Gott mehrmals so enorm zornig machte, während sie ihr verkorkstes Verhalten auch noch für richtig hielten, dass Gott sie am liebsten sofort vertilgt hätte. Da graut es einem ja richtig vor dem Gedanke, mit einer Volksmenge zusammen in die Wüste rauszugehen! Denn wie viele von denen werden sich in übelster Weise daneben benehmen und letztlich einen Zorn Gottes auf die ganze Gruppe ziehen? Bestimmt deutlich mehr, als man es sich denken würde.
Aber wenn ich mir vor Augen halte, dass viele Menschen bereits ein größeres Wohlgefallen daran haben, sich potenzielle Todesspritzen geben zu lassen, anstatt mal auf Besuche in Freizeiteinrichtungen zu verzichten, oder weil sie absolut alles glauben, was im Fernsehen kommt, dann wird bereits dadurch ersichtlich, dass es sowieso nur eine winzig kleine Volksmenge sein wird, die überhaupt in die Wüste gehen würde. Nur bei wenigen gibt es eine solche Gottesfurcht, welche groß genug ist, um wegen seinem Plan das Leben im jetzigen System vollständig loszulassen. Und doch, auch wenn es sowieso nur wenige Menschen wären, bleibt die Frage bestehen: Welche Launen würde man bei denen erleben, die um des Ratschlusses Gottes willen in die Wüste hinauszogen und ihr alt gewohntes Leben hinter sich gelassen haben? Ich traue es mir gar nicht zu, da eine deutliche Prognose zu geben.
Man stelle sich einmal vor, es würden überall riesige Hallen aufgebaut werden, und da wären Betten drin, damit jeder einen Schlafplatz hat, und man würde jeden Tag eine kümmerliche Ration Nahrung bekommen, und in diesen Hallen müssten alle Menschen dann wie eingepfercht zusammenhocken, weil der Wohlstand so sehr zugrunde gegangen ist, dass die Regierung Derartiges zur Notwendigkeit erklärt. Wenn dann Gott die Alternative schaffen würde, dass alle Nachfolger Jesu in die Wüste hinausziehen sollen, dann müsste man praktisch ein Übel auswählen, eine Plage von beiden. Entweder gefangen sein im System des Bösen, eingepfercht wie Tiere, aber wenigstens mit einem Platz zum Schlafen und einer Ration Nahrung jeden Tag, oder hinausgerufen in die Wüste, mit gerade mal den Dingen, die man auf der Reise überhaupt behalten kann, zu einer Reise ins Ungewisse, wo man überhaupt nicht weiß, was auf einen wartet. Wie würden da die Menschen entscheiden? Wem wäre der Weg, den Gott geplant hat, lieber als die Unterordnung unter die Regierung in solchen Tagen?
Aber natürlich muss Gott schon sehr extrem zum Zorn gereizt worden sein, bevor die Regierung eines Landes dies dem Volk antun darf. Deswegen muss man ja auch die Menschen dazu bewegen, mit ruhigem Gewissen Gräuel zu verüben in extremster Fülle, bis endlich das Maß ihrer Sünde voll ist und man absolut alles mit ihnen tun darf. Und das erreichen die Bösen dadurch, dass man die Leute dazu bringt, Unzucht zu lieben und sie in übelster Weise zu treiben, und Götzendienste aller Art zu treiben, teils ohne dass die Ausführenden es realisieren, und indem man die Menschen zu Streitereien und Feindseligkeiten und Selbstsucht und Verlogenheit reizt, zu allerlei Werken des Fleisches, die für Gott unausstehlich sind, und indem man sie mit Zauberei belastet ohne Unterlass. Je intensiver man das tut und die Leute mitmachen, desto näher rückt der Tag, an dem das Maß der Sünde des Volkes voll ist vor dem Angesicht Gottes und man sie ohne Gottes Eingreifen behandeln kann, wie man will. Dabei steht die Frage im Raum: Wie wäre dieses böse Werk aufzuhalten? Die Menschen machen das ja gerne mit, so lange man es als Fortschritt verkleidet, und als Freiheit. Das funktioniert bestens und wird auch weiterhin funktionieren, denn die große Mehrheit zeigt sich da immer sehr bereitwillig. Das ist gar kein Problem.
Was aber werden die tun, die trotz aller kollektiven Gottlosigkeit den Geboten treu bleiben und Jesus nachfolgen, wenn sie dann in die Wüste geholt werden? Kann man mit dem Gedanke zufrieden sein, wenigstens aus der grausigen Situation gerettet worden zu sein, die man erlitten hätte, wäre man dem System treu geblieben? Ich denke manchmal darüber nach, wie groß wohl meine eigene Treue wäre, wenn ich wie Israel in der Wüste sein müsste. Sie mussten ja jeden Tag Manna essen. Und obwohl das eine sehr gute Speise ist, hängt es jedem Mensch irgendwann zum Hals raus, wenn er jeden Tag immer wieder das Gleiche essen muss. Ich weiß nicht, wie lange ich das aushalten würde, ohne dass es auch mich anwidert. Und ich weiß nicht, wie ich mit dem Leben in der Wildnis überhaupt klarkommen würde. Aber auch der König David musste ja lange Zeit in Höhlen leben, als er auf der Flucht vor König Saul war. Irgendwie haben alle großen Männer Gottes einschlägige Erfahrungen damit gemacht, wie es ist, unabhängig von der Gesellschaft leben zu müssen und nur auf Gottes Gnade in der Natur hoffen zu können. Und durchgehalten haben sie es alle. Aber wer weiß wie es ihnen dabei zumute war?
Trösteten sie alle sich mit den Gedanke, dass es hier in dieser jetzigen Weltzeit sowieso kein dauerhaftes Heil geben kann? Achteten sie das Leiden des Fleisches gering, weil sie auf den Geist konzentriert waren? Anders kann ich mir das gar nicht vorstellen, so ein Leben auf Dauer auszuhalten. Oder hatten sie sich nach einiger Zeit schon so sehr an diesen Stil gewöhnt, dass es für sie gar nichts Besonderes mehr war?
Es bleibt jedenfalls zu hoffen, wenn Gott eine Zeit vorgesehen hat, in der seine Kinder hinausgehen müssen aus dem Leben in üppiger Versorgung, dass man dann rechtzeitig Gottes Stimme hören wird, wenn er ruft oder wenn Jesus um seines Planes willen ruft. Da können sich dann alle glücklich schätzen, die genug stille Zeit hatten, um die Leitung durch den Heiligen Geist zu lernen. Denn diese wissen dann, worauf sie achten müssen, um ihre Schritte richtig zu setzen. Was aber hingegen die tun werden, die immer nur mit Alltagssorgen oder Vergnügungen abgelenkt waren, will ich mir gar nicht erst vorstellen. Denn man braucht beim Antreten eines ungewissen Weges unbedingt die Leitung durch den Geist. Und wenn man obendrein daran gewöhnt ist, Gottes echte Gebote einzuhalten, weil man sie im Kopf hat, dann wird es einem wahrscheinlich trotz der Reise hinaus ins Ungewisse besser ergehen als denen, die sich mit einem Bett zum Schlafen in einer großen Halle und einer kümmerlichen Ration Nahrung jeden Tag wohler fühlen als außerhalb des Systems dieser Gesellschaft. Wer aber in Wahrheit Jesus nachfolgt, der wird nicht erst in einem Moment ein abgesondertes Leben führen, wo das System sowieso vor die Hunde geht, sondern er wird auch in Zeiten des Wohlstandes genügsam leben und versuchen, die Welt möglichst wenig nötig zu haben. Egal, ob es uns nun gut oder schlecht geht: Unser Fokus als Jesus-Nachfolger muss absolut immer auf dem Reich der Himmel liegen.
Wenn es aber so wäre, dass Menschen hinaus in die Wüste ziehen müssten, um Gott zu begegnen, so ist es fraglich, welche Menschen dann auch bereitwillig seine Worte annehmen würden, sobald Anweisungen offenbar werden, die von Gott sind. Und wie viele Menschen würden dann froh darüber sein, seine Stimme zu hören? Man muss sich mal daran erinnern, was die Menschen vom Volk Israel gesagt haben, als sie Gott aus dem heiligen Feuer reden hörten! Darüber liest man folgendes Zeugnis im fünften Buch Mose in Kapitel 5, Vers 24 und 25:
Und ihr spracht: Siehe, der HERR, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen, und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört; heute haben wir gesehen, dass Gott mit den Menschen redet und sie am Leben bleiben.
Und nun, warum sollen wir sterben? Denn dieses große Feuer wird uns verzehren! Wenn wir die Stimme des HERRN, unseres Gottes, noch weiter hören, so müssen wir sterben!
Wie man hier sieht, haben sich die Menschen enorm unwohl gefühlt bei dem heiligen Feuer und der Offenbarung von Gottes Herrlichkeit. Und das zeigt, wie viel Eigensinnigkeit und Heuchelei sie im Herzen hatten. Denn sie wollten bestimmt nur von Gott die Dinge gesagt bekommen, die ihnen gut gefallen. Dass aber Gott Worte spricht, die wirklich aus der Heiligkeit kommen und ihrem verkorksten Gemüt entgegenstehen, schmeckte ihnen überhaupt nicht, und deshalb war ihnen der Gedanke lieber, Gott gar nicht mehr reden zu hören. Dadurch haben sie aber von sich selbst das Zeugnis gegeben, dass sie mit dem allein wahren Gott nicht wirklich etwas zu tun haben wollen. Und das ist sehr bedenklich, denn in der Ewigkeit geht es doch genau darum, ob man entweder auf ewig in Gottes Nähe ist oder auf ewig von ihm getrennt wird! Wie wollen sie denn die Nähe Gottes in der Ewigkeit überhaupt aushalten, wenn sie nichtmal heilige Worte aushalten, die sie bereits auf Erden hören? Und wie sollen sie Freude an Gottes Heiligkeit haben, wenn ihnen bereits jetzt schon das heilige Feuer zu heftig ist und sie am liebsten davor weglaufen wollen?
Auch diese Dinge sind es wert, dass man mal über sie nachdenkt.
Das waren die Worte, die mir aktuell auf dem Herzen brennen. Und wenn Gott will und wir leben, werde ich zu einem anderen Zeitpunkt noch mehr sagen. Wohl aber denen, die allezeit Gottes Gebote halten und Jesus nachfolgen wollen, damit sie ewiges Leben finden! Amen.
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