Text zu "Die Bergpredigt von Jesus (Teil 3 von 3)"
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Dieses Video ist der letzte Teil von insgesamt 3 Teilen über die Bergpredigt. Wir schauen uns heute alles näher an, was Jesus in diesem letzten Teil seiner wichtigsten Rede geäußert hat, wie es in Kapitel 7 vom Evangelium des Matthäus berichtet wird.
In den Versen 1 und 2 lesen wir Folgendes:
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird auch euch zugemessen werden.
Das spricht ziemlich für sich selbst, möchte ich behaupten, und man muss es unbedingt ernstnehmen, wenn man Jesus nachfolgt. Wir sollen uns nicht wie Richter benehmen. Das heißt: Wir sollen keine Strafen vollziehen, wir sollen keine Bestrafung befehlen, wir sollten sogar schon mit großer Zurückhaltung reagieren, wenn wir gebeten werden, überhaupt ein Urteil über eine gerechte Bestrafung festzulegen. Denn wenn wir eine Schandtat von jemandem richten, die wir selber früher auch schonmal in ähnlicher Weise begangen haben, dann sprechen wir nicht nur ein Urteil über den anderen, sondern gleichzeitig auch über uns selbst. Und Gott wird unsere Äußerungen nicht vergessen. Es wäre auch schlecht, wenn wir uns viel zu schnell über andere Menschen ein Urteil bilden und sie bereits zu einem Zeitpunkt als ganz verwerflich betrachten, wo wir sie noch gar nicht vollständig durchschaut haben. Das würde viel zu weit gehen. Und wir können zwar aufgrund von Bibelkenntnis eine Einschätzung darüber abgeben, ob wir vermuten würden, dass jemand in die Hölle muss um seiner Missetaten und um der fehlenden Buße willen, aber wir dürfen es niemals so ausdrücken, als sei es ein endgültiges und unwiderrufliches Urteil. Denn wir dürfen uns nicht zum Richter über Dinge machen, wo es uns nicht von Gott gegeben wurde, weil nur bei ihm selbst die endgültige Entscheidung steht. Dies alles soll zum Ausdruck kommen durch die Worte in diesen zwei wichtigen Versen. Und es soll auch bereits dieser Teil dazu inspirieren, sich damit zurückzuhalten, an anderen Menschen herumzumeckern. Denn je mehr einer an anderen Menschen herummeckert, desto weniger Gnade hat er auch von ihnen zu erwarten, wenn ihm selbst offenkundige Fehler passieren.
Schauen wir uns nun mal die nächsten drei Verse an, nämlich Vers 3 bis 5. Dort lesen wir:
Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen!, und siehe, der Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen!
Wie man an diesen Versen erkennen kann, hat Jesus eine Abneigung gegen Heuchler, genau wie auch Gott Heuchler nicht ausstehen kann. Jeder Mensch muss sich erstmal um seine eigenen Fehler kümmern und sie bereinigen, bevor er überhaupt erst daran denken darf, andere darauf hinzuweisen, welche Fehler sie ausbessern müssen. Denn es ist schlicht und ergreifend Heuchelei, wenn man sich selbst so aufspielt, als sei man fehlerfrei und würde den Glaube besonders ernst nehmen und anderen helfen wollen, indem man sie auf Fehler hinweist, obwohl es in Wahrheit so ist, dass man keineswegs fehlerfrei wandelt und dass man das auch gar nicht wirklich vorhat, sondern sich höchstens verstellt, um einen solche Eindruck zu erwecken. Es kann aber auch Doppelmoral damit gemeint sein, wenn einer mit einem großen Balken im Auge sich beschwert über jemanden, der einen kleinen Splitter im Auge hat. Das würde der Fall sein, wenn der Mensch mit dem Balken sagt: „Was ich für Fehler an mir habe, ist egal! Ich darf das! Aber du musst fehlerfrei sein, also bessere gefälligst deine Fehler aus!“
Darin besteht die Doppelmoral, die Jesus hier zurecht aufs Schärfste bemängelt. Als ein Mensch, der in der echten Nachfolge Jesu lebt, will man sowas gar nicht. Man will anderen keine Vorhaltungen über die Dinge machen, die an einem selbst nicht besser sind, denn das wäre peinlich. Und selbst wenn man eine Sache gut macht, die ein anderer schlecht macht, dann kann man vielleicht mal kurz anmerken, dass einem das Schlechte auffällt, aber man sollte sich deswegen nicht in das Leben des anderen einmischen oder ihn bedrängen, wie es der Mensch in der Erzählung tut. Man muss Doppelmoral immer zuerst bei sich selbst austilgen, denn sonst nimmt sich im schlimmsten Fall der Getadelte dann ein Beispiel an der offensichtlichen Doppelmoral und verhält sich selber auch so gegenüber anderen.
Schauen wir uns nun mal den nächsten Vers an! In Vers 6 steht geschrieben:
Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht vor die Säue, damit diese sie nicht mit ihren Füßen zertreten und jene sich nicht umwenden und euch zerreißen.
Das ist schon ein ziemlich interessantes und auch erinnerunngswürdiges Gleichnis. Die Säue stehen für Menschen, die über die Lehre von Jesus spotten und lästern. Die Hunde stehen für Menschen, die euch verletzen oder sogar töten werden, wenn ihr sie über Jesus aufklärt. Deswegen soll es genug sein, wenn man sich selbst zu Jesus bekennt, aber man sollte sich nicht darum bemühen, die Spötter und die Gewalttätigen zum Glauben zu überreden, denn das klappt sowieso in den allermeisten Fällen nicht und schürt nur Unheil. Am besten sollte man nur denen die Lehre von Jesus genau erklären, die den Eindruck machen, dass sie es wirklich hören wollen. Aber wenn man den Spöttern und den Gewalttätigen die Lehre von Jesus erzählt, gibt es dadurch nicht mehr Menschen, die an Jesus glauben, sondern mehr Menschen, die den Glaube in den Dreck ziehen.
Ebenso sollte man einen jungen Mensch, der Jesus wirklich nachfolgt, nicht in eine Gruppe mit vielen Ungläubigen setzen, denn diese werden ihn dann verspotten und verderben und ihn letztlich dazu bringen, dass er seinen Glaube verleugnet, um zur Gruppe dazugehören zu können. Es wird im Leben jedes Menschen Situationen geben, in denen er wegen seines Glaubens geschmäht wird, ohne dass es anders geht. Aber wenn man vorher sehen kann, dass es soweit kommen würde, sobald man einen gläubigen Mensch an sündige Orte schickt, dann kann man das ja sehr wohl auch bleiben lassen. Man kann nicht einfach gedankenlos das Gereinigte dem Verderben preisgeben, denn das wäre eine böse Tat.
Als nächstes schauen wir uns Verse an, in denen Jesus ein Versprechen gibt. In den Versen 7 bis 11 steht geschrieben:
Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan. Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gibt, und, wenn er um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gibt? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!
In Vers 11 sagt Jesus den Menschen ganz offen und unverblümt ins Gesicht, dass sie böse sind. Das ist so, und daraus macht er auch kein Geheimnis, weil Jesus kein Heuchler ist. Und Jesus bringt zum Ausdruck, wenn man Gott um eine gute Gabe bittet, dass dann auch wirklich etwas Gutes kommt. Es ist unmöglich, dass man etwas Schlechtes bekommt, wenn man den allein wahren Gott um etwas Gutes bat. Man bekommt entweder Gutes oder gar nichts, aber man bekommt niemals Verderben als Reaktion auf eine Bitte. Gott hat um seines eigenen Herzens willen eine große Portion Liebe für jeden Mensch übrig, besonders für die Bußfertigen. Und genau so, wie liebende Eltern ihrem Kind gern mal einen Wunsch erfüllen, wird auch Gott uns gerne mal einen Wunsch erfüllen.
Man muss aber auch sehr betonen, dass es beim Thema Gebetserhörung zwischen Theorie und Praxis einen deutlichen Unterschied gibt. Jesus sagt zwar: »Bittet, so wird euch gegeben werden«, aber ich weiß, dass sehr viele Menschen in ihren Gebeten um etwas bitten und dann bekommen sie es trotzdem nicht. Da muss man dann natürlich erstmal prüfen, ob man auch wirklich im richtigen Zustand ist, um von Gott angehört zu werden. Man kann Gott nicht um etwas bitten, wenn man zeitgleich Dinge verübt, die ihn erzürnen. Warum soll Gott Sündern ihre Wünsche erfüllen? Würde dadurch ihre Sünde nicht noch größer werden? Und selbst wenn man ein wenigstens halbwegs gerechter Mensch ist, der oft Reue für seine Fehler empfindet, dann muss man sich anschauen: Was genau ist das denn, worum man bittet? Bittet man um etwas, was gegen Gottes Wille wäre? Jesus hat uns laut Kapitel 6 beigebracht, dass wir keine Schätze auf Erden sammeln sollen. Wie viel Sinn würde es also machen, um einen großen Haufen Geld zu bitten oder um einen Mercedes oder um ein modernes Heimkino? Es würde für Gott absolut keinen Sinn machen, so einen Wunsch zu erfüllen, weil er Jesus lehren ließ, dass wir auf Erden keine Schätze sammeln sollen. Sollte man sich also nicht eigentlich schämen, wenn man Gott um Reichtum oder um Luxusgüter bittet? Wenn ein Mensch um Heilung bittet, ist das vom Grundsatz her kein verkehrter Gedanke, aber was ist, wenn ein Mensch um Heilung bittet und gleichzeitig raucht und sich mit Energiedrinks zuschüttet oder sich fast ausschließlich von Kartoffelchips ernährt? Wie passt das zusammen, wenn so einer darum bittet, gesund zu sein? Wer krank ist, der hat zu viel Ungesundes in sich aufgenommen. Und es ist klar, dass Ungesundes zu Krankheit führt. Wenn nun ein Mensch die ganze Zeit lang Ungesundes in sich aufnimmt, wie soll dann seine Bitte ernst genommen werden, dass er gesund werden will? Wer will, dass er von Gott geheilt wird, der soll doch bitte auch erstmal beweisen, dass ihm die eigene Gesundheit tatsächlich wichtig ist, ansonsten kann er auch weiter krank bleiben, denn sein ungesunder Lebensstil wird das ja ohnehin wieder auslösen. Und wer seine eigenen Sünden nicht bereuen will, bei dem ist sowieso jedes Gebet um Heilung aussichtslos. Besonders wenn Menschen Sünde in sich wuchern haben und dabei behaupten, sie wären keine Sünder. Wer meint, die eigene Schuld vertuschen zu können vor Gott, der empfängt nicht Gnade, sondern noch größeren Zorn. Gott lässt sich niemals täuschen und schaut auch nicht über Halsstarrigkeit hinweg, wenn es um so wichtige Dinge wie Wunderzeichen zur Heilung geht, denn diese sind ein riesiges, barmherziges Zugeständnis von ihm, sofern sie passieren.
Letzten Endes gibt es zu dieser Sache mit den Gebeten eigentlich nur eines zu sagen: Wenn ihr um etwas bittet, was wirklich gerade notwendig ist, dann ist das Bitten gut und es wird auch höchstwahrscheinlich so erfüllt. Auch wenn es nur ein kleines Anliegen ist. Wenn ihr aber um Überflüssiges bittet oder wenn ihr euch Gott gegenüber unverschämt verhaltet im Gebet, dann bleibt die Erfüllung aus.
Schauen wir uns nun mal die Worte aus Vers 12 an! Es steht geschrieben:
Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.
Hier wird ein weiteres Mal die Nächstenliebe verherrlicht, denn sie besteht darin, dass man an anderen so gut handeln soll, wie man es sich wünschen würde, dass es an einem selbst passiert. Und auf diesem wichtigen Prinzip basiert auch die Lehre aus dem Gesetz und den Prophetenbüchern. Und ich weiß, dass es sogar unter ungläubigen Menschen in unserem Land einige gibt, die dagegen überhaupt nichts einzuwenden haben. Denn ich habe schon mehrmals die Redensart aus ihrem Mund gehört, die da lautet: „Ich behandle andere Menschen so, wie ich selber auch behandelt werden will.“
Offensichtlich passt diese Denkweise ziemlich gut mit der Lehre von Jesus zusammen, die er um Gottes Willen vortrug. Allerdings muss man da aufpassen, dass man nicht etwa basierend auf diesem Gedanke dabei landet, eine völlig verkorkste Form der Liebe auszuleben. Wir bekommen heute eingeredet, dass man alles und jeden ohne Kommentare lieben muss. Das ist nicht von Gott, und es ist auch nicht gut so. Die verkorkste Liebe, die uns heute aufgetischt werden soll, besteht darin, dass wir jeden Lügner lieben sollen, egal wie viele Lügen er erzählen wird, und dass wir jeden unzüchtigen Mensch lieben sollen, egal wie viel er weiter Unzucht treibt, und wir sollen diesen Menschen einreden, dass sie gut sind, so wie sie sind, und dass sie einfach nur weitermachen sollen, weil sie geliebt sind.
Es ist die Liebe zur Sünde, die uns aufgedrängelt wird. Das Motto, das lautet: „Jeder soll tun was er will, und niemand soll sich schämen, wenn er sündigt, sondern alle sollen fröhlich sein, egal welche Schandtaten sie verüben“, das ist es, was heutzutage rübergebracht wird. Wenn man aber begreift, dass die Menschen alle unterwegs in den ewigen Feuer- und Schwefelsee sind, die sich derartig benehmen, dann gibt es keinen größeren Akt der Liebe, als sie zu ermahnen, der Wahrheit gemäß, damit sie umkehren von ihrem bösen Weg und nicht ins ewige Leiden fallen. Denn wenn ich selbst mich direkt auf einen tödlichen Abgrund zu bewege und nur noch ein paar Meter laufen muss, bis ich hinab in den Tod stürze, aber ich bin gerade von anderen Dingen so abgelenkt, dass ich es gar nicht bemerke, dann bin ich doch ebenfalls dankbar, wenn mich einer warnt und mir zuruft, dass ich sofort umkehren muss. Genau das ist die Liebe, dass mich jemand durch seinen lauten Ruf bewahren will vor dem Tod, und nicht dass er lächelnd daneben steht und mich aufbauen will, indem er sagt: „Du machst schon alles richtig. Geh nur weiter, immer der Nase nach!“
Wenn ich dann den Abhang hinabstürzen würde, was würde es dann noch nützen, dass ich weiche Worte hörte, die in mir kein Unbehagen auslösen, sondern mich glücklich machen und mir ein Wohlgefühl auf dem Weg verleihen sollten?
Das muss man sich echt mal überlegen.
Ein paar sehr wichtige, aber gleichermaßen auch erschreckende Worte von Jesus liest man in den Versen 13 und 14, wo geschrieben steht:
Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen.
Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.
Hier sehen wir die schwer zu ertragende und doch wahrhaftige Erklärung von Jesus, dass der Weg, der ins ewige Leben führt, nur schmal ist. Das heißt: Man driftet leicht davon ab, wahrscheinlich schon dann, wenn man nur einen einzigen falschen Schritt setzt und derartig weitergeht. Wer die echte Nachfolge antritt, muss sich also darüber im Klaren sein, dass es nur wenige Menschen sind, die wirklich diesen Weg gehen und darauf bleiben. Jesus aber ermahnt dazu, den schmalen Weg zu erwählen und die enge Pforte zu durchschreiten. Es gibt ganz viele verschiedene Wege, die mindestens teilweise mit Lügen gepflastert sind. Und wenn man auf einen von ihnen vertraut, ist man dadurch auf dem breiten Pfad unterwegs in die Hölle. Und diese Wege, die in die Hölle führen, sind nicht alle unbehelligt von dem Name Jesus, sondern es gibt sogar Belehrungen, wo der Name Jesus falsch benutzt wird und falsche Dinge über ihn gesagt werden, die an der Wahrheit vorbeigehen. Und auch wer irgendwas davon glaubt, ist vom schmalen Weg abgekommen und geht auf dem breiten Weg, der ins Verderben führt. Man muss solange danach ringen, die ganze, unverfälschte Wahrheit Gottes zu erkennen, bis man es wirklich geschafft hat und von keinem Verführer der Welt mehr vom Weg abgebracht werden kann, weil man in der Wahrheit bleibt. Denn Verführungen gibt es überall, nicht nur jenseits christlicher Gemeinden, sondern auch in ihnen. In Kirchen wird falsch gelehrt. In so ziemlich allen Gemeinden wird falsch gelehrt, und dort kommen die Gebote gar nicht erst zur Sprache, besonders nicht in aufschlüsselnder Redensart göttlich inspirierter Weisheit, sondern maximal nach menschlicher Willkür. Es gibt so viele verschiedene Versammlungen unter dem Name Jesus, in denen eine verkorkste Liebe propagiert wird und die Gerechtigkeit Gottes in keiner Weise zur Sprache kommt, dass man schon fast daran verzweifeln könnte, wenn man sich überlegt, wie viele Menschen deswegen nie das Licht des Lebens haben werden. Denn es reicht nicht, nur den Name Jesus zu rufen und sich selber allein deswegen als gerettet zu betrachten. Und es nützt nichts, sich durch belangloses Geschwätz von lauwarmen Predigern berieseln zu lassen und zu denken, damit hätte man seine Pflicht getan. Wer an einen falschen Jesus oder eine gotteslästerliche Moral glaubt, der befindet sich nicht auf dem schmalen Weg und kann nicht durch die enge Pforte eingehen. Und die Tatsache, dass es viele sind, welche auf dem breiten Weg wandeln, also wirklich viele, sollte uns sehr zu denken geben. Wir müssen daran erkennen, wie groß die selbstlose Ernsthaftigkeit ist, die wir gegenüber Gott und Jesus haben sollen, damit wir nicht abdriften von dem schmalen Weg. Denn laut der Erzählung aus diesen beiden Versen ist es ganz offensichtlich viel besser, einer von wenigen zu sein, als einer von vielen zu sein. Genau darum geht es in der echten Nachfolge Jesu.
Wenn wir den nächsten Vers betrachten, werden wir feststellen, dass wir vor falschen Propheten gewarnt werden sollen. Und das ist sozusagen eine zeitlose Warnung, die man immer beachten muss, denn Jesus hat in seiner Endzeitrede in Kapitel 24 deutlich zum Ausdruck gebracht, dass viele falsche Propheten auftreten werden. Also wirklich viele. Das möchte ich mal kurz zeigen, indem ich die Worte aus den Versen 11 und 12 vorlese. Es steht geschrieben:
Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen.
Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.
Falsche Propheten tun ja oft genau das. Sie verführen Menschen dazu, gesetzlos zu leben vor dem Angesicht Gottes, indem sie entweder Sünden verharmlosen oder von den Geboten ablenken oder verkehrte Gebote verbreiten, die nicht aus Gott sind. Und in Vers 11 sieht man deutlich, dass nicht von wenigen falschen Propheten geredet wird, sondern von vielen. Umso dankbarer sollten wir sein, dass Jesus uns Hinweise gibt, woran wir falsche Propheten erkennen. Deswegen machen wir jetzt auch mit der Bergpredigt weiter und schauen uns den Vers 15 an. Dort lesen wir diese Worte von Jesus:
Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind!
Hier versucht Jesus uns davor zu warnen, dass manche Menschen sich ganz weich und sanftmütig aufspielen, obwohl sie es im Inneren gar nicht sind. Das Schaf steht sozusagen für Unschuld und der Wolf für böse Absicht. Wenn jemand ein echter Prophet ist, dann ist er ja jemand, der unbedingt ernstgenommen werden sollte, weil er Worte redet, die Gott gesagt hat. Einem solchen sollte man ein offenes Ohr schenken und seine Äußerungen im Herzen tragen. Weil aber bei einigen gläubigen Menschen eine fast schon übertriebene Bereitschaft vorhanden ist, sich ganz gehorsam unter die Anleitung eines Propheten zu demütigen, werden natürlich Menschen, die Böses im Sinn haben, teilweise diesen Fakt ausnutzen, um Menschen zu unterjochen. So jemand wird sich als Prophet ausgeben, damit Menschen sich seiner Willkür unterordnen. Dabei ist es noch das Harmloseste, wenn ein Betrüger, also ein falscher Prophet dies tut, weil er es sehr erbaulich findet, zu erleben, wie andere ihn bewundern und weil er einfach nur die viele Aufmerksamkeit genießen will und es toll findet, wenn er sich wie jemand ganz Besonderes fühlen kann. Sowas ist bereits komplett verächtlich vor dem Angesicht des allein wahren Gottes, also des Gottes Abrahamms Isaaks und Jakobs. Aber es ist kein so großer Schaden, wie wenn sich ein Betrüger als Prophet ausgibt, weil er an das Geld der Leute kommen will und sich dann von den arglosen Gläubigen die Taschen füllen lässt. Dadurch schadet er den Menschen. Noch schlimmer wäre es aber, wenn er die Menschen sogar für sich selbst dienstbar machen will, weil sie ihm wegen seines angeblichen Prophetenamtes derart gehorsam sind, dass er sie schwere Arbeiten erledigen lässt oder sie zum Erbringen von Dienstleistungen körperlicher Natur zwingt, ähnlich wie bei den Tempelhurendiensten in den Heidenvölkern. Das wäre dann schon überaus abartig. Aber die Betroffenen dachten damals ja ebenfalls, dies sei von göttlichen Wesen befohlen, weil falsche Propheten es sagten. Wer hingegen Jesus in Wahrheit nachfolgt, hält sich ganz bewusst von all diesem Bösen fern und lässt sich da keineswegs hineinziehen.
Wenn es aber andere Menschen gibt, die heimlich den Teufel anbeten und von ihm ausgesandt werden, um christliche Gemeinden zu infiltrieren, dann hat der Fürst dieser Welt es gar nicht nötig, dass die Gemeindemitglieder ihres Geldes oder ihrer körperlichen Freiheit beraubt werden, wenn er sie in die Hölle ziehen will. Der Fürst dieser Welt hat es einfach nur nötig, dass die Gemeindemitglieder in Sünde leben. Und so werden die Diener des Teufels wie Schafe daher kommen, also mit angeblich gutmütigen und mitleidvollen Absichten, und werden den Gemeindemitgliedern einreden, das Sündigen sei nicht weiter schlimm und ein gerechter Lebenswandel sei doch viel zu schwierig. Dadurch werden viele Menschen Sünden tun und ein ruhiges Gewissen dabei haben, und dann fallen sie alle in den Herrschaftsbereich des Satans, ohne sich dessen bewusst zu sein. Dabei können die falschen Propheten noch so positiv und liebevoll tun, aber wenn es nur aufgesetzt ist, um bösartige Ziele erreichen zu können, von denen die Betroffenen nichts wissen sollen, dann ist jede gutmütige Verhaltensweise wertlos. Und Jesus sagt, wir sollen uns vor solchen Leuten hüten. Wir sind hier also zur Aktivität aufgerufen. Es ist etwas, was wir durch eigene Anstrengung hinbekommen, auch wenn durch den Heiligen Geist natürlich die richtigen Impulse gegeben werden können, ob einer echt ist oder nicht.
Man kann sich auch ruhig mal etwas hineinvertiefen in dieses Gleichnis mit dem Wolf und dem Schaf. Wenn ein Wolf zu einem Schaf hingeht, um es zu fressen, dann wird das Schaf Angst bekommen und weglaufen. Und wenn es in seiner Todesangst schneller rennen kann als der Wolf, dann kann der Wolf das Schaf nicht zerreißen. Und das ständige Jagen ist auch sehr ermüdend für den Wolf. Da wäre es doch viel praktischer, wenn der Wolf so aussehen könnte wie ein Schaf, damit er auf das Schaf zugehen kann und es keine Angst bekommt, weil es denkt: „Der ist genau wie ich!“
Und dann, wenn das Schaf unachtsam ist, kann er ihm besonders nahe kommen und es einfach zerreißen. Denn dadurch, dass er sich als harmloses Wesen verkleidet hat, war fast gar nicht erkennbar, welch eine Gefahr von ihm ausgeht. Da können einem die ganzen Schafe dann wirklich nur leidtun, die gar nicht erkennen konnten, dass es sich eigentlich um einen Wolf handelte, der nur ein Kostüm trug, um auszusehen wie ein Schaf. Und solche Verläufe können in ähnlicher Weise auch bei uns Menschen passieren. Es kann passieren, dass Menschen ankommen, die uns Böses wollen, aber sie stellen sich so, als wären sie ganz harmlos und wohlwollend, damit wir uns nicht vor ihren bösen Werken schützen, weil wir es gar nicht kommen sehen. Es ist also immer eine kleine Brise Misstrauen ratsam, wenn wir mit harmlos erscheinenden Menschen in Kontakt kommen, die uns sagen wollen, was zu tun ist oder die uns zu sich locken. Denn es ist leicht, vor Leuten zu fliehen, denen man ihre schlechten Absichten sofort ansieht, aber wenn einer sich als harmloses Wesen verkleidet, dann ist man ja gar nicht zum Abstand nehmen motiviert. Daher muss man sich umso stärker hüten.
Jesus versucht aber auch zu erklären, woran man eigentlich immer die bösen Menschen erkennt, die Schande treiben wollen und doch vortäuschen, zu den Guten zu gehören, denn wir lesen in den Versen 16 bis 20:
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.
Das ist der wichtige Hinweis von Jesus. An ihren Früchten werden wir sie erkennen. Die Früchte stehen für Taten und Absichten des Menschen. Wenn nun also einer gut redet, aber selber anders handelt, dann ist er definitiv ein Betrüger. Gleichwie ein echter Weinstock gute Früchte an den Reben hervorbringt, die man von den Reben erwarten darf, aber gewiss keine Dornen, so bringt auch ein echter Jesus-Nachfolger die Früchte hervor, die zur echten Nachfolge dazugehören, indem er all die Dinge anwendet, die Jesus gelehrt hat. Wer tut, was Jesus gesagt hat, bringt gute Früchte, und wer das Gegenteil von dem tut, was Jesus gesagt hat, der bringt schlechte Früchte. Wenn also einer Feindliebe hat, wo man merkt, dass es von Herzen kommt, und wenn er gerne vergibt, keine Vergeltung begehrt, keine Schätze auf Erden sammelt, kein Ansehen von Geschwistern oder Leitfiguren haben will und nicht als Richter aufzutreten begehrt, dann hält er bereits die Lehre aus der Bergpredigt von Jesus ein und erweist sich als ein guter Baum, der gute Früchte bringt. Wer aber zu dem Zweck redet, dass er Leute bestrafen oder Feinde vernichten will oder sein Vermögen vergrößern will oder in Ehebruch lebt oder sonstige sündige Dinge tut, der bringt schlechte Früchte. Und wenn er auch während seinen Predigten Gutes redet, aber doch jenseits der Predigten sündig handelt, so ist er zweifellos wie ein schlechter Baum. Und seine scheinbaren guten Früchte aus der Predigt sind nicht echt. Wer wirklich gut ist, von dem wird nichts Böses kommen, auch nicht als Ausnahme. Denn es gibt keinen guten Baum, an dem schlechte Früchte wachsen, wie es ja Jesus schon erklärt hat. Daher ist jeder von uns im Umgang mit Leitern dazu aufgerufen, auf die Früchte zu achten, damit man dadurch den Baum erkennt.
Und wenn man wissen will, ob einer, der sich Prophet nennt, echt ist oder nicht, dann muss man sich zwar besonders auf die Früchte konzentrieren, aber im fünften Buch Mose in Kapitel 18 steht auch noch ein weiteres Erkennungszeichen in den Versen 21 und 22, das Gott selbst uns nennt. Es lautet: Wenn der angebliche Prophet eine Ankündigung im Namen Gottes gemacht hat, aber diese trifft nicht genauso ein, dann reicht es als eindeutiger Beweis dafür, dass er ein falscher Prophet ist. Er ist entweder mit voller Absicht unterwegs, um Menschen zu täuschen und sich groß aufzuspielen, oder er meint es gut, ist aber von einem Lügengeist beherrscht, ohne sich darüber im Klaren zu sein, und wandelt naiv und unbekümmert in der Finsternis. In jedem Fall muss man sich von einem solchen möglichst viel fernhalten und darf seine Worte nicht mehr ernstnehmen. Erfahrungsgemäß hören solche Leute übrigens nie auf Ermahnungen, auch dann nicht, wenn es in echter Weisheit geschieht, die dem Wort Gottes entspricht.
Ich möchte aber auch betonen, obwohl Jesus in diesen Versen spezifisch von falschen Propheten redet, dass man die von ihm vorgetragene Lehre eigentlich auf jeden Mensch anwenden kann, dem man jemals im Leben begegnet. Ob es nun ein Freund aus der Gemeinde oder ein Priester ist, ob es nun ein Gläubiger oder ein Ungläubiger sein mag, das beste Motto lautet immer: Prüfe die Früchte! Und sei auch nicht so töricht, wie Jesus es andeutet im hinteren Teil von Vers 16! Denn dort sagt er, dass man an einem Dornbusch keine Weintrauben finden kann, und dass an einem Distelstrauch niemals Feigen wachsen werden. Das heißt übersetzt: Bilde dir nicht ein, dass du Gutes bei einem schlechten Mensch finden würdest, wenn du eifrig genug danach suchst! Das wäre ein Akt der völligen Sinnlosigkeit. Stellt euch das von Jesus genannte Gleichnis mal in der Realität vor, wie das wäre, wenn ein Mensch sich täglich vor einen Dornbusch hockt und ihn anstarrt. Und dann fragt man ihn: „Warum hockst du jeden Tag vor dem Dornbusch?“ Und er antwortet: „Ich warte darauf, dass Weintrauben daran wachsen!“
Wäre das nicht völlig verrückt? Genau so verrückt wäre es aber auch, wenn man die ganze Zeit auf Krampf positive Eigenschaften in Menschen sucht, die gotteslästerlich leben.
In Vers 21 steht eine schwergewichtige Verkündigung von Jesus, welche lautet:
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
Dieser Vers untermauert genau das, was ich vorhin schon angemerkt habe. Es reicht nicht, den Name Jesus zu rufen. Und es reicht auch nicht, Jesus als Herr zu bezeichnen. Jeder Heuchler kann ankommen und Jesus mit „Herr“ ansprechen. Auch die Dämonen wissen, dass Jesus von Gott zum Herrn und König gemacht wurde. Aber ins Reich der Himmel eingehen werden laut Jesus nur diejenigen Menschen, die wirklich den Willen seines Vaters tun. Das ist der Grund, warum man in der echten Nachfolge niemals darin müde wird, wissen zu wollen, was der Wille seines Vaters ist. Denn wenn man es schafft, diesen zu erkennen und zu tun, hat man die Existenz im Himmel sicher.
Eine noch heftiger anmutende Warnung spricht Jesus in den nächsten zwei Versen. Wir lesen in Vers 22 uns 23:
Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!
Solche Worte beziehen sich unter Anderem auf jene scheinbar Gläubige, die bei der Arbeit treu sind, aber am Feierabend in ausschweifender Sünde leben. Wenn ein Mensch andere durch Gebet heilen und Dämonen austreiben kann, dann ist das super. Aber man muss auch unbedingt beachten, dass ein Mensch durch solche Gnadengaben nicht besser ist als alle anderen. Er ist einfach nur ein Diener, der für Jesus eine wichtige Arbeit verrichten muss. Und wenn er das zwar tut, aber in seiner Freizeit vielleicht mit verschiedenen Frauen herum hurt oder sich an betrügerischen Machenschaften beteiligt, dann wird sein Dienst allein nichts nützen, um zu bestehen. Außerdem bekommt ein Mensch einen solchen übernatürlichen Dienst nicht, um sich selbst zu verherrlichen, sondern um Jesus und Gott den Höchsten zu verherrlichen. Es gibt untreue bzw. untreu gewordene Menschen, bei denen Wunderzeichen geschehen, und es gibt auch gottestreue Menschen, die weder heilen können noch in Sprachen reden noch sonst irgendwas anderes Gottbezogenes. Und das ist auch in Ordnung. Gott schaut bei jedem Mensch auf das, was in dessen Herz wohnt. Man muss kein Mensch sein, in dessen Nähe Übernatürliches passiert. Man muss einfach nur so gut man kann die Gebote Gottes im eigenen Leben umsetzen. Menschen, durch deren Gebet Heilungen und Austreibungen von Dämonen geschehen, oder bei denen Weissagungen passieren, könnten sich in einer falschen Sicherheit wiegen. Auch Menschen, die sich besonders gut mit den Schriften auskennen, sind in so einer Gefahr. Wenn sie nicht genau so eifrig die Lehre von Jesus beherzigen wie alle Jesus-Nachfolger ohne solche Gnadengaben, dann wissen wir ja dank den eben gelesenen Versen, was Jesus zu ihnen am Ende sagen wird. Es wird auch besonders auf Leute zutreffen, die sich so viel darauf einbilden, wenn bei ihnen übernatürliche Dinge in ihrer Nähe passieren, dass sie meinen, allein wegen dem Auftreten dieser Zeichen und Wunder bereits ihre ewige Errettung sicher zu haben. Wenn aber diese Menschen gesetzlos sind vor dem Angesicht Gottes, dann können sie noch so viele Weissagungen verkündet oder Austreibungen bewirkt haben, aber es wird ihnen nicht im Geringsten etwas nützen, sobald sie vor Gottes Thron stehen und Jesus zu seiner Rechten sehen. Denn Jesus hat mit gesetzlosen Menschen, also mit denen, die Gottes Gesetz für nichts achten, offensichtlich überhaupt keinen Umgang. Er sagt sogar zu ihnen, dass er sie nie kannte. Das ist ein ziemlich erschreckendes, und doch wahrhaftiges Urteil von ihm. Kein Mensch kann jemals durch Zeichen und Wunder gerechtfertigt werden, egal wie viele passierten, sondern gerechtfertigt werden die, die Gottes Gebote bewahren und tun.
Nun liegen noch vier Verse vor uns und dann sind wir mit allen Worten durch, die Jesus in seiner Bergpredigt redete, wie es die Kapitel im Evangelium des Matthäus überliefern. Lesen wir also mal die Verse 24 bis 27! Dort steht geschrieben:
Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute.
Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet.
Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute.
Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, da stürzte es ein, und sein Einsturz war gewaltig.
Man muss demzufolge die Worte von Jesus hören und auch tun. Sie nur zu hören, ist zu wenig. Echter Glaube zeigt sich dadurch, dass man die Worte, an die man glaubt, auch anwendet im echten Leben. Wer Worte gehört hat und sagt, dass er sie glaubt, aber dann handelt er doch gegen die Worte, der erweist dadurch deutlich seinen Unglaube. Und da gibt es dann auch nichts mehr wegzudiskutieren. Jesus vergleicht es mit einem Mann, der ein Haus baut. Das Haus steht für die ewige Errettung des Menschen, und der Grund, auf dem es gebaut wird, ist die Moral. Der Sand ist praktisch eine Moral, die sich der Mensch nach dem Hören der Worte von Jesus selber ersonnen hat, da sie den privaten Vorlieben mehr entspricht als Jesu Lehre, und deshalb handelt der Mensch gegen Jesu Worte. Der Felsen hingegen ist die selbe Moral, die auch Jesus hat und die dem Wertdenken Gottes entspricht. Die Wasserströme und Winde stehen für Versuchungen, welche dem Fürst dieser Welt erlaubt wurden, um zu erproben, ob der Mensch die Wahrheit ernstnimmt und anwendet. Dabei stehen die Wasserströme für negativ beeinflusste Menschengruppen, die uns dazu bewegen wollen, spontan Gottes Wort zu übertreten, und die Winde stehen für geistige Angriffe auf uns durch verkehrte Gedanken. Da Jesus diese Dinge ganz deutlich und ohne Bedingung erwähnt, muss man davon ausgehen, dass sie unweigerlich auftreten werden, also ohne es verhindern zu können, sobald man die Wahrheit gehört und scheinbar geglaubt hat. Und wenn man die Worte von Jesus nicht in ihrer wahrheitsgemäßen Bedeutung anwendet, dann wird dadurch das eigene sinnbildliche Haus zusammenbrechen durch die Versuchungen. Das heißt: Wir werden dann den Versuchungen erliegen, sodass wir ihretwegen sündigen, und dadurch wird unsere ewige Errettung vernichtet. Aus diesem Grund gibt es nichts Klügeres, wenn man die echte Nachfolge Jesu antreten will, als exakt das zu berücksichtigen, was Jesus uns beibringt, und in keiner Weise davon abzuweichen. Nicht, wenn man zu lustlos ist, um die Worte zu berücksichtigen, und auch nicht wegen andersartigen Worten aus verkehrten Vorträgen von angeblichen Gelehrten, die uns etwas Anderes glauben lassen wollen als Jesus es will.
Das war’s soweit. Wer sich alle drei Teile zu Gemüte geführt hat, der hat nun eine ziemlich tiefgehende Einsicht über einen unverzichtbaren Teil der Lehre von Jesus, entsprechend seiner Bergpredigt. Es gibt auch noch ein paar andere Dinge, die Jesus jenseits seiner Bergpredigt als Gebote und Belehrungen verkündete, aber für heute haben wir erstmal genug geschafft.
Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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