Text zu "Glaube leben - Thema 10: Zeugnis geben"
Link zum Video: https://youtu.be/ARslWY64swY
Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Ich rede in diesem Video über eine weitere Sache, die zum Glaubensleben in der Nachfolge Jesu dazugehört, und zwar über das Zeugnisgeben.
Wenn ich hier von Zeugnisgeben rede, dann meine ich damit in erster Linie, dass man niemals davor zurückschreckt, anderen zu erzählen, was der Glaube an Jesus und die Annahme von Gottes Geboten schon Gutes im eigenen Leben bewirkte. Man soll es bezeugen, wenn es wahrhaftig so ist. Falls es jemanden geben sollte, der Jesus annahm und seine Worte lernte, aber sich dennoch nicht anders fühlt als früher, wo Jesus noch fremd war, so kann hingegen ein solcher Mensch keine Zeugnisse darüber ablegen, was Gutes passiert ist. Da darf man dann auch keinesfalls zu heucheln beginnen und Dinge so erzählen, als wären sie ganz wunderbar gelaufen, und in Wahrheit war es gar nicht derart toll. Man muss schon authentisch rüberkommen, und das geht eigentlich nur dann, wenn man authentisch ist. Und es geht auch, indem man niemals vergisst, was man schon erlebt hat. Man darf es nicht in Vergessenheit geraten lassen. Denn wie soll man von Momenten erzählen, in denen man Gottes Gnade erkannte oder in denen man mit Jesus etwas erlebte, wenn man es gar nicht mehr in Erinnerung hat? Natürlich würde diese Sache dann unmöglich ausführbar sein.
Man muss aber auch beim Zeugnis geben die Angst ablegen, dass andere einen vielleicht für verrückt halten, wenn sie bestimmte Erzählungen hören. Und man darf sich nicht mehr darum sorgen, was allgemein andere über einen denken. Hierbei ist es empfehlenswert, dass man es nicht als Verlust deutet, von anderen für verrückt gehalten zu werden, sondern als nützliches Hilfsmittel. Denn man erkennt dadurch, mit wem man in Kontakt bleiben kann und mit wem nicht, man wird feststellen, wer gut für einen ist und von wem man sich nichts zu erhoffen braucht. Man wird Menschen begegnen, die sowieso nur darauf aus sind, Fehler an anderen zu suchen und Leute zu schmähen, man wird aber auch Menschen begegnen, die dankbar sind, wenn man sich traut, über Außergewöhnliches zu reden. Und die Dankbaren herauszufinden, das ist ein gutes Ziel. Die, welche weglaufen, sobald man ihnen von außergewöhnlichen Dingen erzählt – bei denen ist das besser so. Die sind dann eben weg. Immerhin hat man dann die Gewissheit, dass es sich bei ihnen nicht lohnt, irgendwas vor ihnen zu bezeugen. Das ist eine hilfreiche Erkenntnis, weil man dadurch besser weiß, wie man mit diesen Menschen künftig reden kann und wie nicht. Fehler sind zum Lernen da. Sobald jemand aus diesem Muster ausbricht, immer nur heile Welt mit allen Menschen spielen zu wollen und bei allen eine gute Meinung zu erarbeiten, kann ein Mensch auch in der echten Nachfolge Jesu leben und unerschrocken Zeugnis geben. Denn nur die Angst davor, dass die Menschen vielleicht anders reagieren als man will, wird einen Mensch davon abhalten, die eigenen Erlebnisse mit Jesus zu bezeugen. Wenn man es in den eigenen Gedanken allen Menschen freistellt, wie sie reagieren werden und bereit ist, sowohl positive als auch negative Reaktionen zu erleben, ohne schwach zu werden, dann wird einen nichts mehr davon abhalten, Zeugnis abzulegen.
Es ist nämlich so, dass jedem Zuhörer eben gerade diese Dinge am besten in Erinnerung bleiben werden, die man erzählt, weil man sie selbst erlebte. Wenn man sagt: „Das habe ich so in einem Buch gelesen!“ oder: „Mein Pastor in der Gemeinde hat das gesagt!“, dann schindet das kaum Eindruck, denn es wirkt so entfernt, so ungreifbar, es wirkt fast schon ein bisschen befremdlich. Aber wer davon Zeugnis geben kann, Jesus im eigenen Leben zu haben und auch zu begreifen, dass Jesus lebt und sein Volk richtig anleitet, der ist eine Bereicherung für andere, wenn er vor denen Zeugnis gibt, die mit offenen Ohren zuhören. Und selbst wenn Leute sich darüber lustig machen sollten, nachdem sie aufmerksam zuhörten, so ist es dennoch besser, Zeugnis abgelegt zu haben. Denn vielleicht erleben auch sie selber viel später in ihrem Leben mal etwas, was über natürlich anmutet, denken dann an das Zeugnis zurück, und lachen nicht mehr. Das muss man in Gottes Hand lassen.
Wir tun als Jesus-Nachfolger immer gut daran, furchtlos die Dinge zu bezeugen, die wir mit Jesus oder dank Jesus erlebten.
Und wir sind aus einem bestimmten Grund hier, nämlich um alles zu finden, was noch zu retten ist. Denn was gerettet werden kann, muss auch durch die Wahrheit gerettet werden.
Und das, was zu retten ist, wird manchmal nicht sofort offenbar. Manchmal begegnet man Menschen, die spontan den Eindruck machen, dass sie viel zu verdorben sind, um das Wort der Wahrheit jemals anzunehmen. Aber eigentlich haben sie schon die tiefe Sehnsucht nach der Wahrheit in sich, sie verstecken es nur, denn sie wollen nicht, dass ihre Sehnsucht vor allen offenbar wird, weil man bekanntlich als gutmütiger Mensch in dieser Welt oft Bedrängung und Ausnutzung zu befürchten hat. Deshalb verstecken manche, die nichts von Jesus wissen, ihre Sehnsucht nach ihm, andere aber verstecken die Sehnsucht nach Jesus deshalb, weil sie ständig nur von Heuchlern mit unnützen Worten geplagt wurden, bei denen nicht die Wahrheit über Jesus geredet wird, sondern nur irgendwelcher Stuss - unlogische Behauptungen und lauter widersprüchliche Schwafeleien, die schlicht und ergreifend keinen Sinn ergeben. Und wenn sie immer nur sinnloses Gefasel über Jesus hören, dann ist es auch bei diesen kein Wunder, wenn sie ihre Ohren abwenden und sich nichts mehr anhören wollen, obwohl sie sich eigentlich schon insgeheim dafür interessieren, wer Jesus ist und was die Wahrheit Gottes ist. Auch solche reagieren sehr abwehrend auf Verkündigungen und sogar auf Zeugnisse, können aber dennoch gerettet werden, wenn ihnen jemand die Wahrheit erklärt, während aufrichtig und weise zu ihnen geredet wird. Also: Es gibt Menschen, die gerettet werden können, auch wenn das am Anfang gar nicht danach aussieht. Solche müssen wir finden, so lange wir als Fremdlinge auf der Erde leben, obwohl der Himmel unser Zuhause ist, und selbstverständlich müssen wir auch alle finden, die von Anfang an ein offenes Herz haben und mit großer Dankbarkeit die Wahrheit annehmen werden, sobald es ihnen nur mal jemand sagt. Gleichzeitig gibt es aber auch Menschen, die am Anfang einen sehr begeisterten und offenherzigen Eindruck machen, aber je mehr ihnen dann die ganze Wahrheit offenbar wird, desto unangenehmer wird es ihnen, bis sie keine Lust mehr haben und die Sache doch lieber aufgeben. Über solche Leute sollte man sich aber nicht ärgern. Es ist ja nicht unsere Schuld, wenn die Menschen auf die Art von ihrem freien Wille Gebrauch machen, dass sie die Rettung ihrer Seele ablehnen. Solche müssen wir leider ihren Weg gehen lassen. Aber unsere beständige Suche nach denen, die Ohren haben, um zu hören, und offene Herzen, um zu verstehen, darf niemals aufhören.
Und wenn nun ein Mensch nicht sonderlich redegewandt ist, dann soll er oder sie deswegen nicht in Selbstzweifel versinken. Moses war auch nicht sonderlich redegewandt, aber trotzdem hat Gott ihn zum Anführer des Volkes gemacht. Und es steht sogar in den Evangelien, dass der Heilige Geist uns die Worte geben wird, die wir reden sollen. Das bezieht sich zwar vordergründig auf Gerichtsprozesse, wenn wir wegen unserem Glaube juristische Schwierigkeiten kriegen würden, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass es auch vielerlei andere Situationen im Leben geben wird, bei denen man als Jesus-Nachfolger bzw. Jesus-Nachfolgerin einfach weiß, was man sagen soll, obwohl man eigentlich nicht gut reden kann, weil Jesus einem durch das Wirken des Geistes die Worte gibt, die der Situation angemessen sind. Das Einzige, was man da lernen muss, ist, wirklich auf die Impulse zu achten, die durch den Heiligen Geist gegeben werden, damit man mit ihnen arbeiten kann. Und je mehr Ruhe ein Mensch hat und je weniger er sich sorgt um die Gedanken anderer Menschen, desto deutlicher kann er sich auf das konzentrieren, was geredet werden soll für das Reich der Himmel.
Es wird auch oft so sein, dass man einfach Zeugnis ablegt und danach nichts sonderlich Großartiges passiert. Man braucht nicht zu befürchten, dass nun plötzlich eine ganze Glaubensgemeinde entsteht und man vielleicht sogar diese Gemeinde dann im Rahmen eines Dienstes anleiten muss, nur weil man mal von Jesus geredet hat. Darum geht es auch gar nicht. Es geht einfach nur darum, zu erzählen, wie es dazu kommen konnte, dass Jesus im eigenen Leben wichtig wurde und wie es ist, persönlich mit ihm zu gehen.
Und nachdem ich diese Dinge über das Zeugnisgeben erwähnt habe, ist zu diesem Bestandteil des Glaubenslebens eines jeden Menschen in der Nachfolge Jesu auch schon genug gesagt worden.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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