Text zu "Glaube leben - Thema 2: Die Wachsamkeit"
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In diesem Video möchte ich etwas über einen wichtigen Bestandteil des Glaubenslebens eines jeden Jesus-Nachfolgers und einer jeden Jesus-Nachfolgerin sagen, nämlich über Wachsamkeit.
Die Wachsamkeit unterteilt sich gewissermaßen in zwei Arten, und keine von beiden darf vernachlässigt werden. Es gibt einmal eine Wachsamkeit, die sich nach außen richtet, und dann gibt es noch eine Wachsamkeit, die sich nach innen richtet. Bei der Wachsamkeit nach außen versucht man immer, das eigene Umfeld so sehr im Blick zu behalten, wie es nötig ist, um nicht völlig unvermittelt in etwas Böses hineingezogen werden zu können. Denn die Werke verschiedenster Menschen, die leichtfertig leben, birgen nicht selten das Potenzial, uns in der Nachfolge scheitern zu lassen, weil sie uns zur Schande motivieren.
Die Wachsamkeit nach innen hingegen ist darauf ausgerichtet, dass der Mensch seine eigene Gedankenwelt prüft und seine eigenen Neigungen und Pläne mit Gottes Wille abgleichen kann. Man muss in der echten Nachfolge aufpassen, dass nicht etwa böse Gedanken im Inneren entstehen, denen man sich hingibt, ohne es zu merken. Man kann zwar nicht vermeiden, dass überhaupt böse Gedanken auftauchen, denn es ist Teil des Lebens in einem fleischernen Körper, aber Gott prüft sehr genau, wie man damit umgeht, darum muss man stets damit beschäftigt sein, sie zu verwerfen und zu verabscheuen. Man darf darin nicht nachlässig sein. Es ist fast wie in einem Garten, in dem ständig wieder Unkraut wächst, das man jäten muss. Und man muss auch aufpassen, dass man sich nicht dazu hinreißen lässt, lauwarme Verhaltensmuster zu entwickeln, weil es komfortabler anmutet als die echte Nachfolge. Ermüden und ermatten kann theoretisch jeder Mensch, gleichwie theoretisch jeder Mensch von negativen Gefühlen so sehr erfüllt sein könnte, dass er seine Besinnung auf das Wesentliche verliert. Und deshalb muss man sozusagen sich selbst unter Beobachtung halten, damit Derartiges nicht passieren kann. Das ist die Wachsamkeit, die sich nach innen richtet.
In gewisser Weise gehen die Wachsamkeit nach außen und die Wachsamkeit nach innen aber auch Hand in Hand. Denn was man im eigenen Umfeld erlebt, kann im Zweifelsfall einen viel zu starken Einfluss darauf nehmen, was in einem selbst vorgeht, obwohl man doch alle gotteslästerlichen Gedanken verabscheuen sollte. Man muss gedanklich immer das Gute vom Bösen trennen, und alles Böse als wertlos und als schlechten Witz betrachten, das Gute aber als erfreulich und erstrebenswert. Als Jesus-Nachfolger ist es die wichtigste Aufgabe im Leben, Jesus gerecht zu werden, egal wie die Menschen darüber denken, und egal ob dein Leben mit den Wertvorstellungen unserer Gesellschaft übereinstimmt. Es ist egal, ob du eine Familie gegründet hast oder alleine lebst. Es ist egal, ob du Geld hast. Es ist egal, ob Menschen gut von dir reden. Es ist egal, ob dein Name bekannt wird, oder ob niemals ein Mensch wissen wird, wer du bist bzw. welche Errungenschaften du erreicht hast in diesem Leben. Das ist völlig belanglos, und es würde sowieso in Vergessenheit geraten, sobald dein Leben auf Erden zu Ende ist. Danach kümmert es niemanden mehr, und falls doch, dann nur wenige Leute, die keinen wirklichen Bezug dazu haben.
Ein Mensch, der überhaupt nichts vorzuweisen hat, was in der Gesellschaft auf Anerkennung stößt, aber der sich selbst beherrschen kann, ist deutlich besser dran als ein hoch respektierter Mensch, der sich selber nicht im Griff hat und verderbliche Dinge tut. Es ist einfach nur schlecht, wenn ein Mensch keinerlei Kontrolle über sich selbst und sein Leben haben will, sondern wenn ihm alles egal wird und er einfach in den Tag hinein läuft, ohne auch nur im geringsten daran zu denken, worauf er Acht geben muss. Und man muss auch dahingehend wachsam sein, dass man nicht den irrsinnigen Gedanken verfällt, die da lauten: „Ich muss doch nicht ständig mit kritischem Blick unterwegs sein! Es wird sowieso alles von Gott gemacht, ich lehne mich einfach zurück und gehe davon aus, dass alles gut ist, was mir begegnet, weil es immer nur von Gott geschenkt wird!“
Sowas wäre nicht in Gottes Sinne. Denn es gibt unzählige Verführungen und Versuchungen auf dieser Erde. Und wenn ihr keine Kontrolle über euch und euer eigenes Leben habt an den Stellen, wo es möglich ist, dann führt es dazu, dass ihr vollkommen unkontrolliert in alles nur denkbare hinein schlittern werdet, was euch in den Weg gestellt wird. Und sobald der Teufel euch eine Falle stellt, welchem ja die Erde überlassen ist, werdet ihr ihm direkt in die Falle tappen und von Gott getrennt werden.
Das ist dann der bittere Lohn dessen, der Wachsamkeit ablehnt, weil sie ihm zu schwierig erscheint. Wachsamkeit gehört unweigerlich zur echten Nachfolge Jesu dazu, also zu einem Leben, das ganz vom Glauben an die Wahrheit geprägt ist. Jesus selbst hat mindestens in seinen Endzeitreden deutlich betont, dass wir wachsam sein müssen. Denn wenn wir Jesus nachfolgen, stellen wir uns in dieser Welt gegen denjenigen, dem die Herrschaft überlassen ist. Natürlich ist Jesus der König aller Könige, aber das Königreich von Jesus ist nicht von dieser Welt. Somit müssen auch wir nicht von dieser Welt sein. Wer aber völlig unkontrolliert durch das Leben gleitet, der wird zwangsläufig bei den Dingen landen, die von dieser Welt sind.
Es gibt außerdem auch eine von Petrus aufgeschriebene Ermahnung, die uns Wachsamkeit empfhielt, denn man liest in seinem ersten Brief in Kapitel 5, Vers 8:
Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.
Ob der Teufel uns verschlingen kann, hängt in erster Linie davon ab, ob wir uns von seinen Versuchungen betören lassen. Denn alles, was mit Sünde besudelt ist, das ist sein Futter.
Wenn man nun aber in der Nachfolge lebt, so muss man auch in der Hinsicht wachsam sein, dass man nicht in einen Glaube der Werksgerechtigkeit verfällt. Man darf niemals die Gesinnung davon abwenden, die Gebote halten zu wollen, um stattdessen zu glauben, dass man doch sowieso zu den Geretteten zählt, so lange man schön viele Menschen zu Übergabegebeten überredet und an möglichst viele Organisationen Spenden austeilt. Jeder Mensch wird früher oder später mit derartigen Gedanken angegriffen, um in die Irre geleitet zu werden. Dabei muss man wachsam genug sein, um das zu bemerken, wenn's passiert. Und man muss widerstehen und darf sich auf solche Gedankenspiele nicht einlassen. Derartiges Denken hat mit der Gerechtigkeit des allein wahren Gottes, des Heiligen Israels, des Vaters von Jesus Christus, reichlich wenig zu tun. Man muss immer den Herzenswunsch haben, gemäß Gottes Geboten auf dem richtigen Weg zu sein und persönliche Dankbarkeit im Herzen zu haben, wenn man erkennt, dass Gott Gutes tut. Dies funktioniert bei allen. Bei denen, die Glaubenswerke tun, und auch bei denen, die keine tun. Ich zeige diesbezüglich auch mal kurz einen Vers aus einem Psalm, der über dieses Thema etwas Wichtiges zum Ausdruck bringt. Man liest in Psalm 50 in Vers 23:
Wer Dank opfert, der ehrt mich,
und wer seinen Weg recht ausrichtet,
dem zeige ich das Heil Gottes!
Daran erkennen wir, dass Gott es viel lieber hat, wenn man ihm aufrichtigen Dank gibt, als wenn man ihm irgendwelche Gegenstände geben wollte. Interessanterweise ist es aber bei einigen unserer Mitmenschen auch nicht anders. Wenn dir jemand etwas Gutes getan hat, dann kann es durchaus vorkommen, dass er sich über ein aufrichtiges Dankeschön mehr freut als darüber, wenn du unbedingt durch eine ausgiebige Gegenleistung alles wieder ausgleichen willst. Darauf hat man aber keine Garantie, denn es gibt auch Menschen, die von Anfang an mit Gegenleistungen rechnen, wenn sie für jemanden etwas tun, aber von derartigen berechnenden Persönlichkeiten sollte man sich möglichst fernhalten. Besonders im Herzen.
Und aus all diesen Gedanken ergibt sich auch wieder eine Anleitung, inwiefern wir wachsam sein müssen. Wir sollten wachsam sein, indem wir uns selbst hinterfragen in dem Sinne, ob wir eigentlich auch dankbar sind für die Dinge, die Gott uns schon lange gegeben hat. Und wir sollen unseren Weg richtig ausrichten, indem wir das beherzigen, was Gott liebt. Das ist wichtiger als jeder Dienst. Wir müssen in der Hinsicht wachsam sein, dass wir nicht auf einen Weg der Selbstgerechtigkeit abdriften, ohne uns dessen bewusst zu sein. Denn jeder Mensch, der sich selber gerecht sprechen will durch irgendeine Sache, die in Gottes Gesetz gar nicht vorkommt, sondern nur in seinen eigenen Augen oder in den Augen einer religiösen Gruppe gut ist, der war nicht wachsam genug und richtet seinen Weg falsch aus. Das passiert manchmal schneller, als man denkt.
Und gleichermaßen müssen wir wachsam sein im Umgang mit anderen Menschen, damit wir nicht auf Betrüger hereinfallen, die sich als Wohltäter aufspielen, obwohl sie in Wahrheit versuchen wollen, uns in Sünden hineinzuleiten. Das ist dann besonders die Wachsamkeit nach außen, wenn wir genau darauf schauen, welche sprichwörtlichen Früchte an anderen Menschen erkennbar sind und wenn wir ihre Worte, besonders ihre Versprechungen, immer mit dem abgleichen, wie sie dann letztlich gehandelt haben. Aber die Wachsamkeit nach außen hat auch damit zu tun, dass wir alles durchschauen, was uns von den Medien aufgedrängelt wird. Seien es nun verlogene Berichterstattungen, oder anregende Werbespots, die böse Lüste erwecken sollen, oder Lieder, in denen finstere Kräfte besungen werden. All das müssen wir in Gedanken ablehnen, wir dürfen nicht zulassen, dass es uns beeindruckt und dann unser Handeln beeinflusst. Man benötigt die Wachsamkeit, die zur Ablehnung dieser Dinge beiträgt, damit man nicht verpestet wird von all den Gräueln, die einen umgeben. Denn alles, was Gott zornig macht ist schlecht, egal wie oft es als etwas Schönes oder Erbauliches dargestellt wird. Und da muss man wachsam sein, dass man nicht etwa von ständig wiederholten Lügen soweit getrieben wird, die Lügen irgendwann zu glauben.
Es kann aber auch der Wachsamkeit nach innen zugeordnet werden, dass man sich selbst möglichst bewahren muss vor deprimierenden Gedanken, so als würde man sich selber durch die Nachfolge einen schlimmen Schaden zufügen und hätte einen schlechten Weg gewählt. Es ist so, dass dem Mensch bei der echten Nachfolge Jesu niemals versprochen wird, er würde eine supergute Zeit auf Erden erleben dadurch, dass er Jesus in Wahrheit nachfolgt. Wenn aber die Situation besonders schwierig, vielleicht sogar furchteinflößend wird, so muss man sich umso stärker daran erinnern, dass es um die Ewigkeit geht. Man muss dahingehend wachsam sein, dass man nicht etwa beginnt, die Freude und den Wohlstand in dieser Welt für wertvoller zu halten als das Reich der Himmel und die noch bevorstehende ewige Existenz bei Gott. Wenn man aber glaubt, in überaus großer Gefahr zu sein und daran zu verzweifeln droht, dann sollte man sich vor Augen halten, dass auch die Apostel von Jesus Derartiges erlebten. Als ein besonders passendes Beispiel lese ich diesbezüglich nun mal vor aus dem zweiten Brief an die Korinther, Kapitel 1, Vers 8 bis 10:
Denn wir wollen euch, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über unsere Bedrängnis, die uns in der Provinz Asia widerfahren ist, dass wir übermäßig schwer zu tragen hatten, über unser Vermögen hinaus, sodass wir selbst am Leben verzweifelten;
ja, wir hatten in uns selbst schon das Todesurteil, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.
Er hat uns denn auch aus solch großer Todesgefahr gerettet und rettet uns noch; und wir hoffen auf ihn, dass er uns auch ferner retten wird.
Diese Worte sollten uns schon ein bisschen zu denken geben. Paulus gesteht ehrlich ein, dass er und seine Gefährten an einem Punkt angekommen waren, wo sie am Leben verzweifelten. Das klingt sehr schlimm. Sie hatten offensichtlich mit so heftiger Bedrängung von bösartigen Menschen fertigzuwerden, dass sie schon meinten, sie würden es nicht mehr aushalten, aber wir erkennen an Vers 10, dass der Vater schon einen Ausweg vorbereitet hatte. Wir als Jesus-Nachfolger lernen daraus: Egal, wie viel man von Gott Gutes empfängt, man muss trotzdem darauf gefasst sein, dass ebenfalls Schlimmes auf einen zukommt. Und es gibt niemanden, bei dem alles immer nur bestens ist, sondern sogar die Apostel sind teils in Zustände geraten, die sie verzweifeln ließen.
Wenn man aber mit solch einem Zustand konfrontiert ist, dann muss man nicht etwa überlegen, wie man jetzt die zukünftige Existenz in dieser Welt sicherstellen kann, damit man hier noch möglichst viele Jahre zubringt, sondern man muss aufpassen, dass dies alles einen nicht etwa im Herzen schwach werden lässt und man anfängt, den Weg zu verwerfen, der ins ewige Leben führt. Am besten legt man alles derart kompromisslos in Gottes Hand, dass es einem egal ist, wie lange man noch in dieser Welt sein wird. Er soll das entscheiden, und nicht man selbst.
Wenn man jedoch um der Wachsamkeit willen das Handeln von Landesregierungen betrachtet, so ist es angemessen, einfach die Bestimmungen aus ihrer Gesetzgebung abzugleichen mit dem Gesetz Gottes und all das einzuhalten, was nicht gegen Gottes Gebote verstößt, aber alles Böse unerschütterlich abzulehnen, was die Regierung fordert, Gott aber verboten hat. Es ist aber auch so, dass eine Regierung nur so schlecht werden kann wie das Volk. Wenn das Volk gotteslästerlich lebt, wird auch die Regierung unaufhaltsam mit inkompetenten Witzfiguren und Menschenhassern besetzt. Wenn aber das Volk gottesfürchtig leben würde, so würde der allein wahre Gott, der Gott Abrahams Isaaks und Jakobs, es damit belohnen, dass er den Fürst dieser Welt dazu zwingt, aufrichtig handelnde Männer und gegebenenfalls aufrichtig handelnde Frauen in die Regierungsebenen des Landes zu lassen. Deswegen bedeutet Wachsamkeit gegenüber dem Handeln der Regierung nicht etwa, dass man versucht, die jetzige Regierung loszuwerden und mit Menschen zu besetzen, denen das Volk mehr vertraut. Denn auch diese werden Böses tun, solange sie in einem gotteslästerlichen Volk erhoben sind. Die, welche neu ins Amt kommen, werden genau so Schande treiben, wie es ihre vom Volk abgelehnten Vorgänger taten. Ihre Versprechungen und hoffnungsvollen Zusicherungen werden sich als leerer Hauch oder andernfalls sogar als schädliche Maßnahmen erweisen. Die meisten Menschen machen den Fehler, auf neuartige Übeltäter reinzufallen, weil diese zuerst sehr sympathisch auftreten und alle davon überzeugten, etwas Besseres erreichen zu wollen. Die Leute lassen sich mit Absicht täuschen. Bei jedem Jesus-Nachfolger besteht aber die zum Glaube dazugehörige Wachsamkeit auch darin, dass man sich nicht täuschen lässt, also dass man niemals so tief sinkt, zu denken, dass irgendein Politiker uns retten würde oder dass Menschen, die in eine Machtposition kommen, dann ausschließlich Gutes tun werden. Wer darauf Hoffnung setzt, dass alles Heil im Leben davon abhängt, wie die Menschen in Machtpositionen handeln, der ist töricht und verfällt selbst der Gottlosigkeit. Darum muss man wachsam sein im Bezug auf das eigene Denken, ob man nicht etwa anfängt, das eigene Vertrauen auf irgendwelche Menschen zu setzen. Und man muss wie gesagt in der Hinsicht wachsam sein, dass man erkennt, ob die Regierung irgendwelche gottlosen Zwänge einführt. Denn wenn dem so sein sollte, ist es besser, wenn man es schon vorher kommen sah, weil man sich dann auch Zeit nehmen konnte, um sich im Herzen vorzubereiten auf die Drangsal, die man dadurch erleiden wird, wenn man sich gegenüber gotteslästerlichen Befehlen dann offenkundig ungehorsam zeigen muss, um nicht in Sünde zu fallen. Wer sich mental auf sowas vorbereiten konnte, verkraftet es wesentlich besser als einer, den es plötzlich überrascht.
Manch ein Mensch will auch wachsam sein im Bezug darauf, ob eigene Glaubensbrüder und Glaubensschwestern stark bleiben in ihrem Wandel, oder ob sie abdriften, damit man sie rechtzeitig zur Ordnung rufen kann. Allerdings hat Jesus nicht umsonst das Gleichnis mit dem Balken im Auge und dem Splitter im Auge geredet. Es ist nicht wirklich eine Gott wohlgefällige Wachsamkeit, wenn man immer auf andere achtet und prüft, ob sie alles richtig machen. Wenn jemand abdriftet, so ist das die persönliche Entscheidung des Menschen, denn jeder Mensch hat seinen eigenen Willen und trifft eigene Entscheidungen, zudem ist auch jeder Mensch ein fühlendes Wesen. Und das auf Gefühlen basierende Verhalten eines anderen hat man selbst nicht wirklich unter Kontrolle, besonders nicht als Jesus-Nachfolger, weil es in der Nachfolge niemals unsere Aufgabe ist, andere unter Kontrolle zu halten. Und aufgrund der Tatsache, dass jeder Mensch sich selbst nur für eigene Entscheidungen rechtfertigen muss vor Gottes Angesicht, nicht aber für Entscheidungen, die andere Menschen trafen, ist die notwendige Wachsamkeit jedes Jesus-Nachfolgers und jeder Jesus-Nachfolgerin eigentlich eher die, dass man verhindern will, ein Mensch zu werden, der ständig nur an anderen herumnörgelt. Man muss aufpassen, dass man sich nicht etwa dazu hinreißen lässt, einen solchen Charakterzug zu entwickeln.
Wenn man aber daran denkt, dass Jesus ganz besonders im Zusammenhang mit seiner eines Tages passierenden Wiederkunft die Menschen zur Wachsamkeit aufforderte, dann sollte man auch diesbezüglich nicht nachlässig sein. Ich glaube, manche Menschen müssen überhaupt erstmal damit beginnen, sich vor Augen zu halten, was diese Tatsache eigentlich in der Praxis bedeutet, dass Jesus wiederkommen wird, um zu retten und zu richten. Denn diese Sache wird innerhalb eines Augenblicks geschehen. Man weiß nur, dass er wiederkommt und dass vorher der Antichrist enthüllt sein muss, aber man kennt nicht den genauen Zeitpunkt. Und wenn die Wiederkunft passiert, dann muss man praktisch alles zurücklassen, was man auf der Erde hat, um mit Jesus gehen zu können. Das ist die Hinsicht, in der jeder Mensch sein eigenes Herz prüfen muss, wenn er Jesus nachfolgt. Man muss sich fragen: „Wenn Jesus morgen an meiner Tür klingeln würde und sagen würde, ich soll mitkommen, aber ich werde nicht mehr zu meiner Wohnung zurückkehren – willige ich dann ein? Würde ich dann sofort alles stehen und liegen lassen und mitgehen, ohne zurückzuschauen?“
Man sollte einerseits dazu fähig sein, diese Fragen aufrichtig mit Ja zu beantworten, und andererseits sollte man auch aufpassen, dass man diese Herzenshaltung nicht verliert. Denn es nützt nichts, wenn ein Mensch jetzt gerade bereit wäre, absolut alles zurückzulassen, um von Jesus mitgenommen zu werden, aber in zwei Jahren ist er vielleicht wieder so sehr zurückgefallen in den Genuss von weltlichem Komfort oder in seine emotionale Bindung an irgendetwas, was ihm hier in dieser Welt viel bedeutet, dass er dann anfangen würde, erstmal mit Jesus zu diskutieren. Auch dahingehend muss der Mensch, der Jesus nachfolgt, sich allezeit darüber im Klaren sein, was er eigentlich wirklich will und darf nicht nachlässig werden, sobald die Abreisebereitschaft schon vorhanden ist.
Zuguterletzt muss ich aber noch darauf aufmerksam machen, dass man es mit der Wachsamkeit nach außen, also wo man die Umwelt im Auge behält, nicht übertreiben darf. Wenn man nämlich die ganze Zeit nur die Vorgänge in dieser Welt beobachtet und ständig versucht, immer mehr Informationen herauszufinden, wobei man teils auch auf Irrtümer stoßen wird, dann büßt man dadurch die geistliche Nähe zu Jesus ein und wird lauwarm im Glauben. Es gibt nichts Wichtigeres als die Nähe zu Jesus und die Anerkennung seines Gottes und Vaters. Das ist bedeutsamer als alle Tätigkeiten in diesem Leben. Deswegen sollte man wirklich nur ein notwendiges Mindestmaß an Informationen sammeln, um grob zu wissen, wovor man sich hüten muss, und danach ist die Nähe zu Jesus um ein Vielfaches wichtiger als die potenziell bedrohlichen Vorgänge dieser Welt. Normalerweise bekommt ein mit dem Heiligen Geist gefüllter Nachfolger auch durch den Geist den Impuls, ab wann es genug ist mit dem vielen Forschen in weltlichen Vorgängen. Aber dieser Impuls nützt natürlich nichts, wenn er von dem Mensch nicht ernstgenommen wird. Darum ist die persönliche Aufmerksamkeit gegenüber dem Geistlichen immer wichtiger als die Aufmerksamkeit gegenüber Weltlichem.
Und nachdem ich das alles über Wachsamkeit erklärt habe, ist dieses Video nun bei seinem Ende angelangt.
Danke für’s zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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