Text zu "Glaube leben - Thema 3: Barmherziges Handeln"
Link zum Video: https://youtu.be/Z7U4IJUoQKE
Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In diesem Video rede ich darüber, inwiefern barmherziges Handeln ein unerlässlicher Teil des Glaubenslebens in der Nachfolge Jesu ist. Denn es muss zur einfachen und unspektakulären Selbstverständlichkeit werden, dass man den Elendigen und Schwachen das Gute tut bzw. gibt, das zumindest ihre Grundbedürfnisse abdeckt, also Speise und Getränk, Kleidung und idealerweise auch eine Wohnung. Wenn man da wirklich helfen kann und auch einen Mensch vor sich hat, der keiner bösen Lust folgt, sondern einfach ein hilfebedürftiger Schwacher ist, so ist es rein theoretisch undenkbar, als Jesus-Nachfolger Hilfe zu verweigern. Denn es gibt ja unter den Schwachen und Elendigen nicht nur Leute, die sich selber andauernd zugrunde richten und mit denen es gar nicht besser werden kann, weil sie sich ihr Elend selbst einbrocken, auch sofern ihnen einer hilft, weil sie einfach nicht von schädlichen Verhaltensweisen ablassen wollen. Man findet viel häufiger als man vermuten würde unter den elendigen Menschen solche, denen übel mitgespielt wurde, die durch überaus ungerechte Verläufe arm geworden sind und die zutiefst dankbar und froh sind, wenn ihnen jemand eine Unterstützung leistet in irgendeiner Weise, und die auch vernünftig mit dem umgehen werden, was sie empfangen.
Wenn es jedoch so wäre, dass ein Mensch schwach ist und kaum allein klarkommt, aber er hat ein verdorbenes Herz und benimmt sich am laufenden Band unverschämt oder nimmt die helfenden Menschen so sehr in Beschlag, dass die Hilfeleister sich gar nicht mehr um ihr eigenes Leben kümmern können, dann würde jeder Helfende sich selber kaputt spielen und somit falsch handeln, denn Derartiges ist von Gott nicht gewollt. Obwohl wir um der Nachfolge willen stets auf barmherziges Handeln bedacht sein sollen, so hört es doch an dem Punkt auf, an dem wir skrupellos ausgenutzt werden würden. Da ist es dann von entscheidender Wichtigkeit, wegen solchen Sachen im Gebet zu sein, damit man im Geist wahrnimmt, ab wann man genug getan hat und sich zurückziehen darf bzw. sich sogar zurückziehen muss. Solche Situationen muss man in Gottes Hand legen und auf Anweisungen achten, die unser König Jesus uns zukommen lässt, um des Ratschlusses Gottes willen. Denn es geht beim Tun barmherziger Werke nie darum, Menschen zufriedenzustellen, sondern nur darum, das Gott wohlgefällige Maß an Güte zu veranschaulichen. Und wenn es in Gottes Augen genug ist, was schon getan wurde, so muss uns der Rest nicht mehr bekümmern.
Wenn aber ein Jesus-Nachfolger oder eine Jesus-Nachfolgerin in einer Situation ist, wo das Hilfeleisten ihn oder sie zu erschöpfen droht, aber man nimmt im Geist keine Anweisung wahr, ob es besser wäre, die Menschen sich selbst zu überlassen, dann sollte man lieber erstmal weiter barmherzig handeln, bis man die eindeutige Anweisung wahrnimmt, dass es nun reicht.
Besonders wichtig ist, dass man keinen Mensch von Anfang an abweisen dürfte, der hilfesuchend ist, außer man hat offenbart bekommen, dass es sich zweifellos um einen Betrüger handelt. Betrüger weist man von sich ab, denn das Reich der Himmel unterstützt keine Betrügereien, aber in jedem Fall, wo man keine Betrüger vor sich hat, sollte man Almosen nicht zurückhalten und schwache Menschen, die Stütze brauchen, nicht ignorieren.
Natürlich ist es so, dass man sich als Mensch jeden Tag seinen eigenen Tagesablauf so zurecht legt, wie er idealerweise laufen sollte, und dass man diesen Plan dann auch durchziehen will. Und sehr viele Tage wird es geben, die tatsächlich genau so ablaufen, wie man es ersonnen hatte. Wenn aber ausnahmsweise mal etwas passiert, was für einen selbst außerplanmäßig ist, und wo man barmherzig agieren soll, ohne es erwartet zu haben, so muss man darauf achten, sich möglichst nicht mit irgendwelchen faulen Ausreden herauszuwinden, sondern eben das zu tun, was gebraucht wird. Barmherziges Handeln schafft man dadurch, dass man jeden Tag im Herzen die große Bereitschaft dazu hat, aktiv zu werden. Wenn die Bereitschaft jeden Tag da wäre, also auch an komplett ruhigen Tagen, so wird man es in den Momenten leicht haben, richtig zu reagieren, wo man zu barmherzigem Handeln aufgefordert ist. Diejenigen nämlich, die das nicht hinbekommen, sind entweder Menschen, die immer nur in allem ihren eigenen Vorteil suchen, oder es sind Menschen, die so träge und nachlässig sind, dass sie niemals erwarten, in irgendwelche Situationen zu kommen, wo ihr barmherziges Handeln gefragt ist, und deshalb können sie in den Momenten nicht aktiv werden, wo es nötig ist. Weil sie nie daran dachten, dass es sich als Notwendigkeit erweisen wird und auch gar nicht den festen Wille im Herzen haben, richtig zu reagieren, sobald es mal dazu kommt. Die Welt aber, in der wir leben, ist voller Ungerechtigkeiten. Und in seltenen Fällen gibt es Menschen, die sich selber als Opfer darstellen, obwohl es ihnen eigentlich gar nicht allzu schlecht geht, denn sie täuschen es nur vor. Auf derartige Spielchen müssen wir uns in keiner Weise einlassen. Viel häufiger gibt es aber Menschen, die wirklich schlimm dran sind und viel Leiden erleben. Darum wird es unbedingt gebraucht, dass Menschen da sind, die barmherzig handeln werden, wenn ihnen etwas auffällt, gleichwie ja auch Jesus immer mit barmherziger Gesinnung durch die Welt ging. Denn in einer Welt, in der das Böse herrscht, wird besonders oft auf denen herumgetrampelt, die bescheiden und friedlich leben wollen, während sie aber zu den Schwachen gehören. Mit eben diesen hatte Jesus Mitleid, und genau so soll es auch bei jedem Jesus-Nachfolger sein.
Man braucht aber die Bereitschaft zum barmherzigen Handeln auch in einer nicht körperlichen Hinsicht. Denn körperlich barmherzig sein kann man dadurch, dass man Almosen an Arme Menschen persönlich verteilt, dass man die Schwachen aufrichtet, teilweise auch dadurch, dass man denen hilft, zu ihrem Recht zu kommen, die es aus eigener Kraft nicht schaffen, wenn ihre Rechte ignoriert werden.
Aber es gibt auch eine geistliche Barmherzigkeit, die sich sehr oft als nötig erweist in dieser Welt. Und sie besteht darin, das man ruhig und geduldig und voller Vergebung bleiben kann, wenn Menschen sich mal wieder völlig unbekümmert wie Idioten benehmen, oder wenn sie unverschämt rüberkommen in ihrem Verhalten. Man sollte erstmal locker bleiben und herausfinden, ob da jetzt wirklich eine böse Absicht dahinter steckt, weil sie einem schaden wollen, oder ob sie sich schlecht benehmen, ohne es selber begriffen zu haben bisher.
Es ist bei weitem nicht immer so, dass Menschen sich dir gegenüber unverschämt oder verletzend verhalten, weil sie dir bewusst wehtun wollen. Vereinzelt gibt es solche Individuen, die Dinge tun, um bewusst jemandem zu schaden. Aber viel häufiger ist es so, dass ein Mensch sich verletzend dir gegenüber verhält und selber gar nicht kapiert, wie das für dich ist und was der dir damit eigentlich antut, weil er es ja selber nicht fühlen kann. Und man kann einen Mensch, der einem unbewusst wehtut, niemals mit der selben Verbitterung anschauen, wie man es bei einem Mensch tut, der einem ernsthaft mit Absicht und Berechnung schadet. Aber allgemein sollte man ja überhaupt keine Verbitterung in sich tragen.
Das können wir aber nur erreichen, indem wir aufhören zu begehren, dass Menschen uns respektieren. Wir müssen uns damit abfinden, dass es bis zum Ende so ärgerlich weiterlaufen wird, wie man es von Anfang an in der Welt kennenlernt. Es wird ständig wieder passieren, dass Leute uns verärgern oder enttäuschen. Das ist auf dieser Erde der Normalzustand, genau so wie wir selbst ja auch Gott immer wieder enttäuschen, wenn wir zum unzähligsten Mal eins seiner Gebote gebrochen haben.
Man sollte auch unbedingt im Hinterkopf behalten, dass jeder Mensch andere Dinge durch hat im Leben. Manche hatten eine vergleichsweise behütete Kindheit und sind unter unkomplizierten Umständen herangewachsen, andere hingegen hatten schon seit frühster Kindheit mit erschütternden Zuständen fertigzuwerden und können daher nie und nimmer so freimütig leben wie einer, der vieles von dem Bösen in der Welt noch nie gesehen hat. Wir kommen alle als schreiende und hilflose Babys zur Welt, aber für jeden geht es ab diesem Punkt anders weiter. Die einen müssen mit wenigen Hürden klarkommen, andere hingegen haben sehr schweres Leid zu tragen und sehr schlimme Phasen zu durchleben. Aber ein Paradies auf Erden hat niemand, weil es immer irgendwas gibt, das fehlt, besonders wenn man Jesus nicht kennt. Und mit Kennen meine ich, dass man sich wirklich komplett im Klaren darüber ist, wer er ist, was er lehrt, und wie sehr er uns liebt.
Barmherzig sein heißt auch, dass man Zuhören kann, wenn jemand etwas erzählen will, und dass man zu Versöhnung beiträgt, wenn Menschen zerstritten sind, die eigentlich immer gut miteinander klarkamen. Barmherzigkeit zeichnet sich auch besonders dadurch aus, dass kein Profit-Denken im Inneren herrscht, sondern Freude im Herzen ist, wenn man etwas umsonst austeilen kann, was gut ist für die Menschen. Wenn jemand nur deshalb Gutes tun will, weil er sich davon eine Gegenleistung von den Menschen erhofft, so ist dieser Mensch für die Nachfolge Jesu völlig ungeeignet. Man will als Jesus-Nachfolger bzw. Jesus-Nachfolgerin deshalb barmherzig handeln, weil unser Vater im Himmel auch ein überaus gütiges Herz hat und wir von genau dieser Güte Zeugnis geben. Wir tragen sozusagen weiter, was von Gott kommt, damit die Menschen erkennen können, dass Gott gut ist. Denn genau dieser Gott wird uns nach dem Leben in dieser Welt mit einer unvorstellbaren Fülle beschenken, die ewig hält, sofern wir seinem Sohn ähnlich geworden sind. Jesus selbst hat Gutes getan, weil er wollte, dass Menschen die Güte Gottes anerkennen. Und wenn wir Diener von Jesus sind, dann gilt auch uns das als großes Ziel, dass sein Vater Ehre empfangen soll.
Das sind allerlei Dinge, die man im Herzen haben sollte, um die Barmherzigkeit zu üben, die zum Glaubensleben dazugehört. Und nachdem ich all dies erwähnt habe, gilt das heutige Video als vollständig.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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